Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 1
FwDV 2
Feuerwehr-Dienstvorschrift 2
Stand: Januar 2012
Ausbildung der
Freiwilligen Feuerwehren

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 2
Diese Dienstvorschrift wurde vom Ausschuss Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und
zivile Verteidigung (AFKzV) auf der 30. Sitzung am 29.02.2012 und 01.03.2012 in Lübeck genehmigt
und den Ländern zur Einführung empfohlen.
(Bei einem Nachdruck ist zuvor die Zustimmung des AFKzV einzuholen.
es ist dann folgender Text auf der Innenseite der Umschlagseite abzudrucken)
Druck mit freundlicher Genehmigung des Ausschusses, Feuerwehrangelegenheiten,
Katastrophenschutz und zivile Verteidigung (AFKzV)

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Inhaltsverzeichnis
Inhalt Seite
Vorwort .......................................................................................................5
Teil I Rahmenrichtlinien.............................................................................6
1 Grundsätze...........................................................................................6
2 Truppausbildung..................................................................................8
2.1 Truppmannausbildung..........................................................8
2.2 Lehrgang "Truppführer" ........................................................9
3 Technische Ausbildung.......................................................................10
3.1 Lehrgang "Sprechfunker"....................................................10
3.2 Lehrgang "Atemschutzgeräteträger"...................................11
3.3 Lehrgang "Maschinisten"....................................................11
3.4 Lehrgang "Technische Hilfeleistung“...................................11
3.5 Lehrgang "ABC-Einsatz“.....................................................11
3.6 Lehrgang "ABC-Erkundung" ...............................................12
3.7 Lehrgang "ABC-Dekontamination P/G“...............................12
3.8 Lehrgang "Gerätewarte“ .....................................................12
3.9 Lehrgang "Atemschutzgerätewarte“....................................12
4 Führungsausbildung...........................................................................13
4.1 Lehrgang "Gruppenführer"..................................................14
4.2 Lehrgang "Zugführer" .........................................................14
4.3 Lehrgang "Verbandsführer" ................................................14
4.4 Lehrgang "Einführung in die Stabsarbeit“............................14
4.5 Lehrgang "Führen im ABC-Einsatz“....................................14
4.6 Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr“ .....................................15
4.7 Lehrgänge "Ausbilder in der Feuerwehr“.............................15
5 Fortbildung.........................................................................................15
Teil II Musterausbildungspläne .................................................................16
1 Grundsätzliches..................................................................................16
1.1 Lernziele.............................................................................16
1.2 Lernzielstufen.....................................................................17
1.2.1 Lernzielstufen im Erkenntnisbereich......................................17
1.2.2
Lernzielstufen im Handlungs-/ Verhaltensbereich..................17
1.2.3 Lernzielstufen im Gefühls-/Wertebereich...............................18
1.3
Formen der Unterrichtsorganisation und Unterrichts-
methoden ........................................................................... 18
1.3.1 Lehrvortrag...........................................................................18
1.3.2 Unterrichtsgespräch..............................................................19
1.3.3
Partner-, Gruppen- und Stationsarbeit...................................19
1.3.4 Projektarbeit.........................................................................19
1.3.5 Rollenspiel............................................................................19
1.3.6 Planübung............................................................................20
1.3.7
Lehrübung / Lehrprobe .........................................................20
1.3.8 Praktische Unterweisung......................................................20
1.3.9 Einsatzübung........................................................................20
2 Truppausbildung.................................................................................21
2.1 Truppmannausbildung .......................................................21
2.2 Lehrgang "Truppführer" ......................................................26
3 Technische Ausbildung.......................................................................28
3.1 Lehrgang "Sprechfunker"....................................................28
3.2 Lehrgang "Atemschutzgeräteträger"...................................29
3.3 Lehrgang "Maschinisten"....................................................30
3.4 Lehrgang "Technische Hilfeleistung“...................................32

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3.5 Lehrgang "ABC-Einsatz“.....................................................34
3.6 Lehrgang "ABC-Erkundung" ...............................................36
3.7 Lehrgang "ABC-Dekontamination P/G“...............................38
3.8 Lehrgang "Gerätewarte" .....................................................39
3.9 Lehrgang "Atemschutzgerätewarte"....................................41
4 Führungsausbildung...........................................................................43
4.1 Lehrgang "Gruppenführer"..................................................43
4.2 Lehrgang "Zugführer" .........................................................47
4.3 Lehrgang "Verbandsführer" ................................................49
4.4 Lehrgang "Einführung in die Stabsarbeit“............................51
4.5 Lehrgang "Führen im ABC-Einsatz“....................................52
4.6 Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr“ .....................................55
4.7 Lehrgänge "Ausbilder in der Feuerwehr“.............................57
5 Fortbildung.........................................................................................58

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Vorwort
Diese Feuerwehr-Dienstvorschrift regelt die Aus- und Fortbildung sowie die jeweils erforder-
lichen
ausbildungsbezogenen
Voraussetzungen für Angehörige von Freiwilligen Feuerweh-
ren. Weitergehende Ausbildungs- und Lehrgangsvoraussetzungen, laufbahnrechtliche Rege-
lungen und ähnliches sind nicht Gegenstand dieser Vorschrift.
Die Vorschrift ist in gleicher Weise für Angehörige von Pflichtfeuerwehren und von Werkfeu-
erwehren anzuwenden, für die eine der Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren ver-
gleichbare Ausbildung gefordert ist.
Die Vorschrift gilt auch für Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes, sofern in landes-
rechtlichen Regelungen darüber keine Vorgaben enthalten sind.
Die in der vorliegenden Dienstvorschrift beschriebene Ausbildung stellt die
Mindestforde-
rung
dar. Eine Ergänzung ist unter länderspezifischen Gesichtspunkten möglich. Im Interes-
se der Vergleichbarkeit der Ausbildung in den Ländern sollen die Ausbildungsvorgaben und
Lehrgangsvoraussetzungen einheitlich gehandhabt werden.
Soweit Landesfeuerwehrschulen genannt werden, gilt der Hinweis ebenso für zentrale Aus-
bildungsstätten der Länder. Soweit die Kreisebene genannt ist, gilt dies auch für kreisfreie
Städte.
Die zivilschutzbezogenen Anteile der Ausbildung sind in den Musterausbildungsplänen mit
einem * besonders gekennzeichnet.
In dieser Vorschrift wird der Sammelbegriff „ABC“ für „atomar“ (=radiologisch und
nuklear),
„biologisch“ und „chemisch“ verwendet. Er wird bedeutungsgleich zum Begriff „CBRN“ für
„chemisch“,“ biologisch“, „radiologisch“
und
„nuklear“
verwendet.
Die in der Vorschrift genannten Stunden beziehen sich auf Unterrichtsstunden von jeweils
45 Minuten.
Die Funktionsbezeichnungen und damit zusammenhängende Lehrgangsbezeichnungen gel-
ten sowohl für weibliche als auch für männliche Feuerwehrangehörige.

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Teil I
Rahmenrichtlinien
1 Grundsätze
1.1
Die Ausbildungsziele sind so gestaltet, dass sie aufeinander aufbauen. Damit ist ge-
währleistet, dass die Lehrgänge streng funktionsgebunden durchgeführt werden. Unnötige
Vorgriffe und Wiederholungen sind somit ausgeschlossen.
1.2
Inhalte der Aus- und Fortbildung sind funktionsbezogen auf die Tätigkeit auszurichten,
insbesondere bei der
-
Rettung von Menschen und Tieren,
-
Ersten Hilfe,
-
Bekämpfung von Bränden,
-
Bergung von Sachen,
-
Leistung technischer Hilfe,
-
Bekämpfung von Gefahren durch atomare, biologische und chemische Stoffe und der
-
Durchführung des Brandsicherheitswachdienstes.
Die Musterausbildungspläne enthalten auch die zivilschutzbezogene Ausbildung; diese ist
dort besonders kenntlich gemacht.
Die Aus- und Fortbildung erfolgt auf der Grundlage der jeweils geltenden rechtlichen Be-
stimmungen, der technischen Regelwerke, der Unfallverhütungsvorschriften und den zuge-
hörigen Merkblätter sowie der Gebrauchsanleitungen der Hersteller.
1.3
Die Ausbildung gliedert sich in
-
Truppausbildung,
-
Technische Ausbildung,
-
Führungsausbildung.
1.4
Die Feuerwehrangehörigen, die eine Funktion ausüben, müssen die entsprechende
Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Die Vertreter von Führungskräften müssen die
für die betreffende Funktion erforderliche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.
1.5
Die befristete Wahrnehmung einer Führungsfunktion soll nur Angehörigen der Freiwilli-
gen Feuerwehr übertragen werden, die mindestens die Ausbildung für die vorhergehende
Führungsfunktion erfolgreich abgeschlossen haben.
Die befristete Wahrnehmung einer Funktion ohne erfolgreichen Abschluss der hierfür erfor-
derlichen Ausbildung soll auf zwei Jahre begrenzt werden, in denen die erforderliche Ausbil-
dung zu erwerben ist.
1.6
Werden Lehrgänge in mehrere Abschnitte unterteilt, so sind alle Abschnitte innerhalb
von zwei Jahren nach Beginn der betreffenden Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Län-
ger zurückliegende Ausbildungsabschnitte sind zu wiederholen.
1.7
Werden Lehrgänge zusammengefasst durchgeführt, so dürfen dabei keine Ausbil-
dungsinhalte der einzelnen Lehrgänge unberücksichtigt bleiben.

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1.8
Die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang wird durch einen Leistungsnachweis
festgestellt. Die praktischen Leistungsnachweise sind in den Übungsstunden nach landes-
rechtlichen Vorgaben durchzuführen. Die schriftlichen Leistungsnachweise sind in den Mus-
terausbildungsplänen gesondert ausgewiesen.
1.9
Eine funktionsgerechte und regelmäßige Fortbildung ist neben der Teilnahme an Eins-
ätzen zur Erhaltung und Aktualisierung des Leistungsstandes unbedingt erforderlich.
1.10
Jeder Feuerwehrangehörige soll nach Abschluss der Truppausbildung jährlich mindes-
tens an 40 Stunden Fortbildung am Standort teilnehmen.
1.11
Führungskräfte ab Gruppenführer, insbesondere Leiter von Feuerwehren, sowie die
Ausbilder sollen zusätzlich innerhalb von jeweils höchstens sechs Jahren, beginnend mit
dem Zeitpunkt der Übernahme der Funktion, nachweislich an einem Fortbildungsseminar
teilnehmen.
1.12
Die erfolgreich abgeschlossene Laufbahnausbildung für den feuerwehrtechnischen
Dienst wird bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr wie folgt anerkannt:
Feuerwehrtechnischer Dienst:
Freiwillige Feuerwehr
Grundausbildungslehrgang
Truppmannausbildung nach
Ziffer 2.1
Laufbahnausbildung für den mitt-
leren feuerwehrtechnischen
Dienst ohne Gruppenführerquali-
fikation
Truppführer nach Ziffer 2.2
Laufbahnausbildung für den mitt-
leren feuerwehrtechnischen
Dienst mit Gruppenführerqualifi-
kation oder
Führungsausbildung für den mitt-
leren feuerwehrtechnischen
Dienst
Gruppenführer nach Ziffer 4.1
Laufbahnausbildung für den ge-
hobenen oder höheren feuer-
wehrtechnischen Dienst
Zugführer nach Ziffer 4.2
Verbandsführer nach Ziffer 4.3 *)
Leiter einer Feuerwehr nach Ziffer
4.6 *)
Ausbilder in der Feuerwehr nach
Ziffer 4.7
*) sofern nach Landesrecht in den Ausbildungen enthalten

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2 Truppausbildung
Die Truppausbildung gliedert sich in
-
die Truppmannausbildung, bestehend aus
-
Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildungslehrgang) und
-
Truppmannausbildung Teil 2
-
den Lehrgang „Truppführer“.
2.2
Truppführer
35 h
2.1.2
Truppmann Teil 2
80 h
3.2
Atemschutzgeräteträger (Mindestalter 18 Jahre) *)
25 h
3.1
Sprechfunker *)
16 h
2.1.1
Truppmann Teil 1 (Grundausbildungslehrgang)
70 h
*) Bei Feuerwehren mit Atemschutzausrüstung sollen im Rahmen der Truppmannausbildung der Lehrgang „Sprechfunker“ und
der Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ absolviert werden.
2.1 Truppmannausbildung
Alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren erhalten die gleiche Truppmannausbildung.
Ausnahmen sind für bestimmte Funktionsträger, wie zum Beispiel Fachberater, zulässig.
Die Truppmannausbildung wird nach landesrechtlichen Regelungen in der Feuerwehr bezie-
hungsweise für mehrere Feuerwehren zusammengefasst auf Gemeinde- oder Kreisebene
durchgeführt.
Die Truppmannausbildung ist erst nach erfolgreicher Teilnahme an der Truppmannausbil-
dung Teil 1 und Teil 2 abgeschlossen. Bei Feuerwehren mit Atemschutzausrüstung sollen im
Rahmen der Truppmannausbildung der Lehrgang „Sprechfunker“ und der Lehrgang „Atem-
schutzgeräteträger“ absolviert werden. Eine Ausbildung in Übungseinrichtungen zur Brand-
bekämpfung (heiße Ausbildung) wird empfohlen.

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2.1.1 Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildungslehrgang)
Ziel der Truppmannausbildung Teil 1 ist die Befähigung zur Übernahme von grundlegenden
Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Truppmannfunktion unter Anleitung.
Dauer der Truppmannausbildung Teil 1: mindestens 70 Stunden.
2.1.2 Truppmannausbildung Teil 2
Ziel der Truppmannausbildung Teil 2 ist die selbstständige Wahrnehmung der Truppmann-
funktion im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz sowie die Vermittlung standortbezogener
Kenntnisse.
Dauer der Truppmannausbildung Teil 2: mindestens 80 Stunden in zwei Jahren.
2.2 Lehrgang „Truppführer“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme ist die erfolgreich abgeschlossene Trupp-
mannausbildung.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen eines Trupps nach Auftrag innerhalb der
Gruppe oder Staffel.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.

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3 Technische Ausbildung
3.9 Atem-
schutzgerä-
tewarte
35 h
3.8
Geräte-
warte
35 h
2.2
Truppführer
35 h
3.4
Technische
Hilfeleistung
35 h
3.6
ABC-
Erkundung
35 h
3.7
ABC-Dekon
P/G
35 h
h
3.3
Maschi-
nisten
35 h
3.5
ABC-Einsatz
70 h
2.1.2
Truppmann Teil 2
80 h
3.2
Atemschutzgeräteträger
25 h
3.1
Sprechfunker *)
16 h
2.1.1
Truppmann Teil 1 (Grundausbildungslehrgang)
70 h
= Voraussetzungen
*) Der Lehrgang „Sprechfunker“ soll vor den Lehrgängen „Atemschutzgeräteträger“ und „Maschinist“ abgeschlossen sein.
3.1 Lehrgang „Sprechfunker“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist die erfolgreich abgeschlossene Truppmann-
ausbildung Teil 1.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Übermitteln von Nachrichten mit Sprechfunkgerä-
ten im Feuerwehrdienst.
Lehrgangsdauer: mindestens 16 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.

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3.2 Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist die erfolgreich abgeschlossene Truppmann-
ausbildung Teil 1. Der Lehrgang „Sprechfunker“ soll vor dem Lehrgang „Atemschutzgeräte-
träger“ abgeschlossen sein.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Einsatz unter Atemschutz.
Lehrgangsdauer: mindestens 25 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.
3.3 Lehrgang „Maschinisten“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme sind die erfolgreich abgeschlossene Trupp-
mannausbildung und die jeweils erforderliche Fahrerlaubnis für die betreffende Fahrzeug-
klasse. Der Lehrgang „Sprechfunker“ soll vor dem Lehrgang „Maschinisten“ abgeschlossen
sein.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Bedienen maschinell angetriebener Einrichtun-
gen - mit Ausnahme von maschinellen Zugeinrichtungen - und sonstiger auf Löschfahrzeu-
gen mitgeführten Geräte sowie die Vermittlung von Kenntnissen und richtiger Verhaltenswei-
sen, die für die Durchführung von Einsatzfahrten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten
erforderlich sind.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.
3.4 Lehrgang „Technische Hilfeleistung“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist die erfolgreich abgeschlossene Truppmann-
ausbildung.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur verletztenorientierten Rettung, zur richtigen Hand-
habung der Ausrüstung und zur Bedienung der Geräte für technische Hilfeleistungen auch
größeren Umfanges.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.
3.5 Lehrgang „ABC-Einsatz“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme sind die erfolgreich abgeschlossene Trupp-
mannausbildung und der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Handhabung der Sonderausrüstung einschließlich
der Schutzkleidung.
Lehrgangsdauer: mindestens 70 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.

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3.6 Lehrgang „ABC-Erkundung“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„ABC-Einsatz“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Bedienung und zum Betrieb des ABC-
Erkundungskraftwagens.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.
3.7 Lehrgang „ABC-Dekontamination P/G“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„ABC-Einsatz“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Handhabung der Fahrzeuge und Geräte der Ein-
heiten ABC-Dekontamination
Personen / Geräte.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird nach landesrechtlichen Regelungen auf Kreisebene oder an Landesfeu-
erwehrschulen durchgeführt.
3.8 Lehrgang „Gerätewarte“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme sind der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Truppführer“ und der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „Maschinisten“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Wartung, Instandsetzung, Pflege und Prüfung der
Beladung von Feuerwehrfahrzeugen und der persönlichen Ausrüstung, soweit dies nicht in
anderen Lehrgängen vermittelt wird, sowie zur Durchführung einfacher Wartungs- und Pfle-
gearbeiten an Feuerwehrfahrzeugen.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
3.9 Lehrgang „Atemschutzgerätewarte“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme sind der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Truppführer“ und der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Wartung, Instandsetzung, Pflege und Prüfung der
Atemschutzgeräte.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.

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4 Führungsausbildung
4.4 Einfüh-
rung in die
Stabsarbeit
35 h
4.6
Leiter einer
Feuerwehr
35 h
4.3 Ver-
bands-
führer
35 h
4.2 Zugfüh-
rer
70 h
4.5
Führen im
ABC-
Einsatz
70 h
4.7 Ausbil-
der für
Atem-
schutz-
geräteträger
35 h
4.7 Ausbil-
der für
Trupp-
ausbildung
35 h
4.7 Ausbil-
der für
Sprech-
funker
35 h
4.7 Ausbil-
der für
Maschi-
nisten
35 h
4.1
Gruppenführer
70 h
3.9 Atem-
schutzgerä-
tewarte
35 h
3.8
Geräte-
warte
35 h
2.2 Truppführer
35 h
3.5
ABC-
Einsatz
70 h
3.3
Maschi-
nisten
35 h
2.1.2 Truppmann Teil 2
80 h
3.2 Atemschutzgeräteträger **)
25 h
3.1 Sprechfunker
16 h
2.1.1 Truppmann Teil 1 (Grundausbildungslehrgang)
70 h
Voraussetzungen
**)Führungskräfte von Feuerwehren mit Atemschutzausrüstung sollen als Atemschutzgeräteträger ausgebildet sein

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4.1 Lehrgang „Gruppenführer“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Truppführer“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen einer Gruppe, einer Staffel oder eines
Trupps als selbstständige taktische Einheit sowie zur Leitung von Einsätzen mit Einheiten bis
zur Gruppenstärke.
Lehrgangsdauer: mindestens 70 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.2 Lehrgang „Zugführer“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Gruppenführer“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen eines Zuges - einschließlich eines erwei-
terten Zuges - sowie zur Leitung von Einsätzen mit Einheiten bis zur Stärke eines erweiterten
Zuges.
Lehrgangsdauer: mindestens 70 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.3 Lehrgang „Verbandsführer“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Zugführer“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen von Einheiten über dem erweiterten Zug
(Führungsstufe C: Führen mit einer Führungsgruppe) sowie zur Leitung auch von Einsätzen
mit Einheiten verschiedener Aufgabenbereiche auf der Grundlage der Feuerwehr-
Dienstvorschrift 100.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.4
Lehrgang „Einführung in die Stabsarbeit“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Verbandsführer“.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur selbstständigen Führung eines Sachgebietes in
einer stabsmäßig arbeitenden Einsatzleitung.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.5 Lehrgang „Führen im ABC-Einsatz“
Voraussetzungen für die Lehrgangsteilnahme sind der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang
„Gruppenführer“ - soweit nicht nach Landesrecht eine weitergehende Ausbildung erforderlich
ist - und der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „ABC-Einsatz“.

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Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum taktisch richtigen Einsatz der ABC-Ausrüstung
und zum Führen entsprechend ausgebildeter taktischer Einheiten im ABC-Einsatz.
Lehrgangsdauer: mindestens 70 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.6
Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“
Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang
„Gruppenführer“, soweit nicht nach Landesrecht eine weitergehende Ausbildung erforderlich
ist.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Leitung einer Feuerwehr in organisatorischer und
verwaltungsmäßiger Hinsicht.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
4.7
Lehrgänge „Ausbilder in der Feuerwehr“
Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang „Ausbilder für die Truppausbildung“ ist der
erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „Gruppenführer“. Um die Ausbildung in der Ersten
Hilfe eigenverantwortlich gestalten zu können, müssen die Ausbilder zusätzlich eine entspre-
chende rettungsdienstliche Qualifikation vorweisen können.
Teilnehmer an den verschiedenen Ausbilderlehrgängen für die technischen Lehrgänge müs-
sen zusätzlich zum Lehrgang „Gruppenführer“ die dem jeweiligen Lehrgang entsprechende
technische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Bei Ausbildern für Maschinisten
oder für Atemschutzgeräteträger zählen hierzu die erfolgreich abgeschlossenen Lehrgänge
„Gerätewarte“ oder „Atemschutzgerätewarte“ oder, alternativ, ein verkürzter, fachspezifischer
Lehrgang zum Erwerb der notwendigen Fachkunde.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Durchführung der auf Gemeinde- oder Kreisebene
stattfindenden Lehrgänge.
Lehrgangsdauer: mindestens 35 Stunden.
Der Lehrgang wird an Landesfeuerwehrschulen durchgeführt.
5 Fortbildung
Ziel der Fortbildung ist die Erhaltung der Qualifikation in der jeweiligen Verwendung.
Art, Dauer und Inhalte von Fortbildungsveranstaltungen werden länderspezifisch geregelt.
Fortbildungsveranstaltungen werden in der Feuerwehr, gemeindeübergreifend oder an Lan-
desfeuerwehrschulen durchgeführt.

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Teil II
Musterausbildungspläne -
1 Grundsätzliches
In diesem Teil werden die Rahmenvorgaben aus dem Teil I ausgefüllt. Die zivilschutzbezo-
gene Ausbildung ist mit einem * besonders gekennzeichnet.
Kernstück ist die Vorgabe von Lernzielen und Lernzielstufen (=
LZS).
Hierdurch werden eine
gezielte Stoffauswahl, bezogen auf die künftige Verwendung oder Funktion der auszubilden-
den Feuerwehrangehörigen, ermöglicht und die Einheitlichkeit und Effizienz der Ausbildung
gefördert.
Zur einfacheren Umsetzung dieser Feuerwehrdienstvorschrift hat es sich als zweckmäßig
erwiesen, die in der Literatur beschriebenen Lernzielstufen zu den nachfolgenden vier zu-
sammenzufassen.
Auch die Empfehlung von Unterrichtsmethoden trägt hierzu bei.
1.1 Lernziele
Lernziele beschreiben, welche zielgerichteten Verhaltensweisen und Leistungen Lehr-
gangsteilnehmer am Ende eines zeitlich begrenzten Ausbildungsabschnittes aufweisen müs-
sen. Daraus lassen sich unter Berücksichtigung der angestrebten Funktion oder Tätigkeit die
zu vermittelnden Inhalte festlegen und Ausbildungsmethoden zuordnen.
Es gilt der Grundsatz, dass die Ausbildung auf die tatsächlichen Erfordernisse des Feuer-
wehrdienstes abzustimmen, anschaulich und praxisbezogen durchzuführen und von für das
Lernziel unwichtigem Beiwerk freizuhalten ist!
Lernziele lassen sich unterscheiden in:
Ausbildungsziel
= Gesamtlernziel einer Aus- oder Fortbildungsveranstaltung (z.B. eines
Lehrgangs)
Groblernziele
= Lernziele von Ausbildungseinheiten
Feinlernziele
= Lernziele einzelner Unterrichts- bzw. Ausbildungsabschnitte (Themen-
bereiche)
In den nachfolgenden Musterausbildungsplänen sind Lernziele nur bis zur Ebene der Grob-
lernziele beschrieben. Die weitere Differenzierung muss unter konsequenter Beachtung vor-
genannter Grundsätze hierauf ausgerichtet werden, wobei auch die Angabe der Lernzielstu-
fen zu berücksichtigen ist.
Lernziele werden weiterhin eingeteilt in:
Lernziele im Erkenntnisbereich
Fragestellung:
Was sollen die Teilnehmer wissen, verstehen, anwenden und beurteilen
können?
Lernziele im Handlungsbereich
Fragestellung:
Welche praktischen Fertigkeiten sollen Teilnehmer erlangen, wie sollen sie
handeln
oder sich verhalten?
Lernziele im Gefühls-/ Wertebereich
Fragestellung:
Welche Einstellungen sollen die Teilnehmer erlangen?

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1.2 Lernzielstufen
1.2.1 Lernzielstufen im Erkenntnisbereich
Innerhalb vorgenannter Lernzielbereiche lassen sich jeweils
4 Lernzielstufen
wie folgt un-
terscheiden:
Lernzielstufe 1
[LZS 1]:
Wissen,
im Sinne von
"nennen
können“
Lernzielstufe 2
[LZS 2]:
Verstehen
, im Sinne von
"mit eigenen Worten beschreiben bzw.
erklären können“
Lernzielstufe 3
[LZS 3]:
Anwenden
, im Sinne von
"das einmal Verstandene auf ähnliche
Situationen übertragen können"
Lernzielstufe 4
[LZS 4]
Bewerten
, im Sinne von
"über neue Situationen den Wert von
Material, Methoden und Verfahren für bestimmte Situationen beur-
teilen können
Zum Erreichen der jeweiligen Lernzielstufen sind nachfolgend genannte
Unterrichtsmetho-
den
erforderlich:
LZS:
Ziel:
Unterrichtsmethode:
Formulierungen:
LZS 1
Wissen
mindestens Lehrvortrag,
bei ausreichender Zeit-
vorgabe auch Unter-
richtsgespräch
- muss
nennen können,
- muss wiedergeben
können
LZS 2
Verstehen
Unterrichtsgespräch
Gruppen- und Partner-
arbeit
- muss erklären können,
- muss beschreiben kön-
nen
LZS 3
Anwenden
Gruppenarbeit, Partner-
arbeit, Planübung, Rol-
lenspiel, Lehrübung,
muss Gelerntes auf ähn-
liche Situationen über-
tragen und anwenden
können;
LZS 4
Bewerten
Gruppenarbeit, Plan-
übung, Rollenspiel, Pro-
jektarbeit, Lehrprobe
- muss Gelerntes beur-
teilen können,
- muss Maßnahmen ab-
leiten können
1.2.2 Lernzielstufen im Handlungs- / Verhaltensbereich
Wird durch die Ausbildung ein Lernziel im Bereich des Handelns und Verhaltens angestrebt,
unterscheidet man ebenfalls
4 Lernzielstufen
:
Lernzielstufe 1
[LZS 1]:
Nachmachen
, im Sinne von „Tätigkeiten,
die durch den Ausbil-
der vorgemacht werden, Handgriff für Handgriff nachmachen zu
können“
(Es kann aber niemals Zweck einer Feuerwehrausbil-
dung sein, dass der Lehrgangsteilnehmer Tätigkeiten lediglich
nachmachen kann!)
Lernzielstufe 2
[LZS 2]:
Selbstständiges Handeln
, im Sinne von „in
der Lage sein, Tä-
tigkeiten selbstständig auszuführen“
Lernzielstufe 3
[LZS 3]:
Präzision
, im Sinne von, „befähigt
sein, Tätigkeiten nicht nur
selbstständig und richtig, sondern darüber hinaus zügig und ex-
akt ausführen zu können“

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 18
Lernzielstufe 4
[LZS 4]:
Automatisierung des Handelns
, im Sinne von „Tätigkeiten
in
jeder Situation schnell, fehlerfrei und absolut sicher ausführen
können“
Zum Erreichen der jeweiligen Lernzielstufen sind nachfolgend genannte
Ausbildungsme-
thoden
erforderlich:
LZS:
Ziel:
Unterrichtsmethode:
Formulierungen:
LZS 1
Nachmachen
Praktische Unterweisung
(PU Stufe 1+2*)
muss Handlungen
nachmachen können
LZS 2
Selbstständiges Handeln
Praktische Unterweisung
(PU Stufe 3*), Stations-
arbeit
muss gesamt Hand-
lungsabläufe ohne An-
weisungen durchführen
oder anwenden können;
LZS 3
Präzision
Praktische Unterweisung
(PU Stufe 4*), Stations-
arbeit
muss fachlich richtig und
selbstständig gesamte
Handlungsabläufe
durchführen und erklä-
ren können
LZS 4
Automatisierung des
Handelns
Praktische Unterweisung
(PU Stufe 4*), Stations-
arbeit, Einsatzübungen,
Planübungen
muss Handlungsabläufe
in jeder Situation beherr-
schen
* Stufen der praktischen Unterweisung siehe Ziffer 1.3.8
1.2.3 Lernzielstufen im Gefühls- / Wertebereich
Die Aus- und Fortbildung in der Feuerwehr muss geprägt sein von der Achtung und Wert-
schätzung des Lebens, der Umwelt und von Sachwerten, dem vorbildhaften Verhalten und
Auftreten insbesondere in Verbindung mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben, der ge-
genseitigen Rücksichtnahme, der Pflege der Gemeinschaft und dem verantwortungsvollen
Umgang mit den anvertrauten Fahrzeugen und Geräten.
Lernziele des Gefühls- / Wertebereichs sind nicht speziell aufgeführt, da die innere Einstel-
lung und Wertevorstellungen von Teilnehmern nicht an einzelne Ausbildungseinheiten ge-
knüpft werden können. Sie haben nur in ihrer Gesamtheit Auswirkungen auf die Teilnehmer
und sind daher Bestandteil jeder Ausbildung.
1.3
Formen der Unterrichtsorganisation und Unterrichtsmethoden
1.3.1 Lehrvortrag
Ein Lehrvortrag ist eine geplante, in sich abgeschlossene, mündliche Darstellung von Einzel-
fakten, Informationen, Zusammenhängen oder Problemdarstellungen durch einen Ausbilder.
Hierbei ist eine Unterstützung durch geeignete Medien sinnvoll. Die Wirkung eines Lehrvor-
trages ist von der Anzahl der Zuhörerschaft unabhängig. Sie wird lediglich durch den organi-
satorischen Rahmen und die Räumlichkeiten bestimmt.
Auf Grund der großen Menge an Informationen, die innerhalb eines Lehrvortrages in kurzer
Zeit vorgestellt wird und der damit verbundenen hohen Belastung der Zuhörenden, kann im
Zusammenhang mit dem Lehrvortrag lediglich von einer Darbietung beziehungsweise Vor-
stellung von Informationen gesprochen werden. Soll es dabei nicht bleiben, so muss zur wei-

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 19
teren Vertiefung und Festigung des Lehrstoffes jeder Lehrvortrag im weiteren Verlauf einer
Ausbildungsmaßnahme durch die Möglichkeit einer intensiveren Auseinandersetzung mit
den dargestellten Inhalten ergänzt werden.
1.3.2 Unterrichtsgespräch
Ein Unterrichtsgespräch ist eine geplante, von Medien begleitete Form des Unterrichts, bei
der der Ausbilder durch gezielte Frage- und Aufgabenstellungen den am Unterricht Teilneh-
menden die Möglichkeit eröffnet, zu eigenen Erkenntnissen und Einsichten zu gelangen.
Der Erfolg eines Unterrichtsgesprächs hängt maßgeblich von der Gesprächsführung der
Ausbilder und
dem organisatorischen Rahmen, insbesondere von der Anzahl (höchstens 24)
der am Unterricht Teilnehmenden ab.
1.3.3 Partner-, Gruppen- und Stationsarbeit
Unter Partner- beziehungsweise Gruppenarbeit versteht man eine Unterrichtssituation, in der
der Ausbilder
die Rolle eines Moderators übernimmt. Die am Unterricht Teilnehmenden be-
arbeiten selbstständig zu zweit (Partnerarbeit) oder in kleinen Gruppen (drei bis maximal
acht Gruppenmitglieder) die gestellten Aufgaben unter Zuhilfenahme von bereitgestellten
Arbeitsunterlagen (Partner- und Gruppenarbeit) beziehungsweise Materialien und Geräten
(Stationsarbeit). Hierbei ist sowohl eine arbeitsgleiche (jede Gruppe arbeitet an der gleichen
Aufgabenstellung) als auch eine arbeitsteilige (unterschiedliche Aufgabenstellungen für die
einzelnen Gruppen) Partner- und Gruppenarbeit beziehungsweise Stationsarbeit möglich.
Wichtig bei allen Varianten dieser Unterrichtsmethoden ist das abschließende Plenum, bei
dem die erarbeiteten Lösungen von den Gruppen vorgestellt und besprochen werden. Hier-
bei ist es sinnvoll, die Anzahl von Gruppen auf maximal vier zu beschränken.
1.3.4 Projektarbeit
Im Gegensatz zur Partner- und Gruppenarbeit, bei der innerhalb eines einzelnen Unterrichts
Aufgabenstellungen selbstständig bearbeitet werden, kennzeichnet die Projektarbeit eine
fächerübergreifende Aufgabenstellung, die über einen längeren Zeitraum (einen Tag oder
mehrere Tage beziehungsweise Wochen), auch außerhalb des eigentlichen Unterrichts von
einer Gruppe Lehrgangsteilnehmer eigenverantwortlich bearbeitet und gelöst werden muss.
Die am Projekt Teilnehmenden sind in ihrer Arbeitsweise und Lösungsfindung frei. Die Aus-
bilder und die Einrichtungen der Ausbildungsstätte stehen den Teilnehmern am Projekt zur
Verfügung, der Ausbilder greift jedoch während des Projektes nicht in die Arbeit der Gruppe
ein. Ein Gesamtprojekt kann im weiteren Verlauf in mehrere kleinere Teilprojekte aufgeglie-
dert werden. Jede Projektgruppe sollte nicht mehr als acht Teilnehmer haben.
1.3.5 Rollenspiel
Beim Rollenspiel werden Probleme oder problemhaltige Situationen von einer begrenzten
Zahl an Personen in frei erfundenen Verhaltensweisen vorgetragen beziehungsweise darge-
stellt. Von Seiten der Ausbilder werden vor dem eigentlichen Rollenspiel sowohl die Situation
als auch die Rollen (das heißt die jeweiligen Erwartungen, die an die Personen gestellt wer-
den, die diese Rollen übernehmen) vorgegeben. Im Anschluss werden unter den am Unter-
richt Teilnehmenden die Rollen verteilt und an die nicht am Rollenspiel Beteiligten Beobach-
tungsaufträge erteilt. Während des eigentlichen Rollenspiels können Verhaltensweisen ge-
probt werden, die sonst nicht zum Verhaltensvorrat gehören. Das Rollenspiel dient insbe-
sondere dazu, sowohl den Teilnehmenden als auch den Beobachtenden Erfahrungen und
Verständnis für die gemeinsame Arbeit oder die Arbeit mit Dritten zu vermitteln. Nach Ab-
schluss des Rollenspiels erfolgt die Auswertung, das heißt ein Unterrichtsgespräch über die
im Rollenspiel gefundene Lösung.
Die Lehrgangsgruppe soll acht Teilnehmer je Ausbilder nicht übersteigen.

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 20
1.3.6 Planübung
Die Planübung ist eine besondere Form des Rollenspiels, bei der in der Regel nur eine Rolle
(die des Einsatzleiters oder eines Einsatzabschnittsleiters) vergeben wird. Bei der Planübung
wird einem oder mehreren am Unterricht Teilnehmenden ein vorher festgelegter praxisbezo-
gener Fall vorgelegt, der ein Entscheidungsproblem enthält. Dieses Problem wird allein oder
in gemeinsamer Arbeit analysiert und gelöst. Voraussetzung für eine erfolgreiche Planübung
ist eine möglichst realistische Falldarstellung aus der Sicht derjenigen, die die Rolle der Ent-
scheidungsträger übernehmen.
Die Lehrgangsgruppe soll acht Teilnehmer je Ausbilder nicht übersteigen.
1.3.7 Lehrübung / Lehrprobe
In der Lehrübung werden Lehranfänger gezielt in überschaubare unterrichtspraktische Situa-
tionen gestellt. Ziel einer Lehrübung muss sein, den Lehranfänger Aktions- und Interaktions-
zusammenhänge ihrer eigenen Unterrichtsplanung und -durchführung erfahrbar zu machen.
Im Anschluss an die Lehrübung sollen gemeinsam Alternativen und Varianten für die zukünf-
tige Lehrtätigkeit erarbeitet und trainiert werden. Die Lehranfänger bereiten sich auf die
Lehrübung schriftlich vor. Zur Auswertung einer Lehrübung können neben den eigenen Re-
flexionen auch Beiträge von anderen, während der Lehrprobe anwesenden, Lehranfängern
und Lehrkräften herangezogen werden. Darüber hinaus müssen die angefertigten Verlaufs-
pläne Grundlage der Auseinandersetzung mit den gemachten Erfahrungen während einer
Lehrübung sein. Videomitschnitte der Lehrübung unterstützen die Diskussion und die Selbst-
kritik. Der Zeitrahmen einer Lehrübung sollte etwa 20 Minuten betragen. Zu lange Lehrübun-
gen beinhalten die Gefahr, dass die unterrichtspraktische Situation in ihrer Gesamtheit ins-
besondere bei der Nachbesprechung zu unübersichtlich wird. Kürzere Lehrübungen ermögli-
chen in der Regel nur die Anwendung von ausbilderzentrierten Methoden und schränken
ebenso den Einsatz von Medien unzulässig ein. Zum Ende der Ausbildung wird der Teilneh-
mer bei einer Lehrprobe beurteilt.
Die Lehrgangsgruppe soll acht Teilnehmer je Ausbilder nicht übersteigen.
1.3.8 Praktische Unterweisung
Die im Bereich der Erwachsenenbildung am häufigsten angewandte Methode bei der Ver-
mittlung praktischer Unterrichtsinhalte ist die praktische Unterweisung. In der Literatur sind
hierzu eine Reihe von Varianten zu finden. Sie lassen sich jedoch alle grundsätzlich auf vier
(mehr oder weniger deutlich voneinander abgrenzbare) Stufen zurückführen: 1. Stufe: Moti-
vation, Orientierung; 2. Stufe: Vormachen (lassen); 3. Stufe: Nachmachen; 4. Stufe: Üben
(bis hin zum Üben von Techniken unter erschwerten Praxisbedingungen). Wichtige Voraus-
setzungen für den Erfolg dieser Methode sind möglichst kleine Gruppen, keine Vermittlung
unnötigen Beiwerks und die Rolle des Ausbilders als
Vermittler
zwischen den am Unterricht
Teilnehmenden und dem Unterrichtsinhalt.
Die Lehrgangsgruppe soll acht Teilnehmer je Ausbilder nicht übersteigen.
1.3.9 Einsatzübung
In Einsatzübungen sollen von den Teilnehmern die erlernten Techniken unter möglichst rea-
listischen Bedingungen eingesetzt werden. Hierbei gilt es, den am Unterricht Teilnehmenden
die Möglichkeit zu eröffnen, ihre (vermeintlich) bereits beherrschten Einzeltechniken im Zu-
sammenspiel mit anderen umzusetzen. Dabei stehen weniger die mit Hilfe der praktischen
Unterweisung erworbenen Einzeltechniken im Vordergrund als die gemeinsame Arbeit am
Problem und die Wahrnehmung von festgelegten unterschiedlichen Funktionen, die erst in
ihrer Gesamtheit den Einsatzerfolg ermöglichen.

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 21
2 Truppausbildung
2.1 Truppmannausbildung
2.1.1 Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildungslehrgang)
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im
Lösch- und
Hilfeleistungseinsatz in Truppmannfunktion unter Anleitung.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Aufgaben der Feuer-
wehr
1
- Träger der Feuerwehr
1
- Arten der Feuerwehr
1
- Funktionsträger
2
- Verpflichtung
1
- Rechte und Pflichten
2
- Pflichten der Bevölke-
rung
1
- §§ 35 und 38 StVO
1
Rechtsgrundlagen
2+1*
- die grundlegenden gesetzlichen
Regelungen des Brandschutzes,
des Zivilschutzes und der Katastro-
phenhilfe soweit diese für ihre Funk-
tion als Truppmann auf Gemeinde-
ebene erforderlich sind
- die wichtigsten Bestimmungen des
Straßenverkehrsrechts
wiedergeben oder erklären können
-
Übersicht Aufgaben-
bereiche und Zielset-
zungen des Zivilschut-
zes und der Katastro-
phenhilfe
-
Mitwirkung als Helfer
im Rahmen der Einhei-
ten oder Einrichtungen
gemäß bundesgesetzli-
cher Regelungen zum
Zivilschutz und zur Ka-
tastrophenhilfe
1
1
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Verbrennungsvoraus-
setzungen
2
- Verbrennungsvorgang
(Oxidation)
- Verbrennungsprodukte
(Atemgifte)
- Brandklassen
- Hauptlöschwirkungen
(Kühlen, Ersticken)
Brennen und
Löschen
2
die Zusammenhänge zwischen den
Verbrennungsvoraussetzungen und
den Löschwirkungen der Löschmittel
in Grundzügen erklären können
- Löschmittel
Unterrichts-
gespräch
(Versuche!)
- Grundlagen der Feuer-
wehrfahrzeugnormung
1
- Einteilung der Feuer-
wehrfahrzeuge
- Begriffsbestimmungen
- Erkennungsmerkmale
Fahrzeugkunde
2
wissen, wie und nach welchen Krite-
rien Feuerwehrfahrzeuge eingeteilt
werden und die wichtigsten Lösch-
fahrzeugarten sowie die Hauptbe-
standteile der Beladung wiedergeben
können
- Beladung
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 22
- Mindestausrüstung
1
- ergänzende Ausrüs-
tung
1
Gerätekunde:
Persönliche Ausrüs-
tung
1
wiedergeben können, welche Teile
der persönlichen Ausrüstung für
Grundtätigkeiten im Bereich der
Brandbekämpfung und Technischen
Hilfeleistung jeweils erforderlich sind,
welche Schutzwirkung diese Ausrüs-
tungsteile haben und erklären kön-
nen, worauf beim Anlegen und Tra-
gen besonders zu achten ist
- Anlegen der Ausrüs-
tung
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- Übersicht
1
- Begriffsbestimmungen
1
Gerätekunde:
Löschgeräte, Schläu-
che, Armaturen
4
Löschgeräte, Schläuche und Armatu-
ren richtig benennen, deren Verwen-
dungszwecke wiedergeben und diese
selbstständig handhaben können
- Handhabung
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- FwDV 10
1
- Tragbare Leitern
1
- Feuerwehrleinen
1
- Sprungrettungsgeräte
1
- Gerätesatz Absturzsi-
cherung
1
- Handhabung
2
Gerätekunde:
Rettungsgeräte
4
die auf Löschfahrzeugen mitgeführten
Rettungsgeräte richtig benennen und
selbstständig handhaben können
- Knoten und Stiche
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- Gerät zum Anheben
und Bewegen von Las-
ten
1
- Trenngerät
1
Gerätekunde:
Geräte für die einfache
Technische Hilfeleis-
tung
2
die auf Löschfahrzeugen für die
Technische Hilfeleistung mitgeführten
Geräte richtig benennen und selbst-
ständig handhaben können
- Handhabung
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- Verkehrssicherungsge-
rät
1
- Beleuchtungsgerät
1
Gerätekunde:
Sonstige Geräte
2
die auf Löschfahrzeugen mitgeführten
sonstigen Geräte richtig benennen
und selbstständig handhaben können
- Handhabung
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- Einsatz von Rettungs-
geräten
Rettung
4+1*
Grundtätigkeiten zur Befreiung von
2
Personen aus lebensbedrohenden
Zwangslagen und beim In-Sicherheit-
Bringen von Personen -auch im Zivil-
schutz und bei der Katastrophenhilfe-
selbstständig durchführen können
Einsatz-
übungen
- Überprüfung der Vital-
funktionen
2
- Reanimation
2
- Transport und Lage-
rung von Verletzten
2
Lebensrettende
Sofortmaßnahmen
(Erste-Hilfe)
16
Lebensrettende Sofortmaßnahmen
im
Rahmen der Ersten - Hilfe selbst-
ständig leisten können
Diese Ausbildung soll unter Berück-
sichtigung feuerwehrspezifischer
Belange auch von Rettungsdienstor-
ganisationen durchgeführt werden!
- Erstversorgung von
Verletzungen
2
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
Löscheinsatz
16
die Aufgabenteilung innerhalb einer
Gruppe / Staffel beim Löscheinsatz
erklären und alle Grundtätigkeiten der
Trupps und des Melders auf Befehl /
Kommando selbstständig ausführen
können
Aufgabenverteilung in-
nerhalb der Staffel und
der Gruppe beim Lösch-
einsatz
2 Unterrichts-
gespräch /
Einsatz-
übungen

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 23
Technische Hilfeleis-
tung
5
die Aufgabenteilung innerhalb einer
Gruppe / Staffel beim Technischen
Hilfeleistungseinsatz
erklären und alle
Grundtätigkeiten der Trupps und des
Melders auf Befehl selbstständig aus-
führen können
Aufgabenverteilung in-
nerhalb der Staffel und
der Gruppe beim Tech-
nische Hilfeleistungsein-
satz
2 Unterrichts-
gespräch /
Einsatz-
übungen
- allgemeine Gefahren
im Einsatz
2
- Gefahren der Einsatz-
stelle einschließlich be-
sonderer Gefahren im
Zivilschutz und in der
Katastrophenhilfe
2
- Einsatzgrundsätze
2
Verhalten bei Gefahr
3+1*
die Gefahren der Einsatzstellen wie-
dergeben können und sich an Ein-
satzstellen unter Beachtung der be-
stehenden oder vermuteten Gefahren
richtig verhalten können
- richtiges Verhalten
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Grundlagen des Unfall-
versicherungsschutzes
(SGB)
1
- Voraussetzungen für
Unfallversicherungs-
schutz
2
- Umfang des Versiche-
rungsschutzes
2
Unfallversicherung
1
den Umfang des Unfallversiche-
rungsschutzes für Feuerwehrangehö-
rige und die Voraussetzungen hierfür
wiedergeben können und erklären
können, wie sie sich bei Scha-
denseintritt verhalten müssen
- Verhalten im Scha-
densfall
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 70
einschließlich 3 Stunden zivilschutz-
bezogene Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 24
2.1.2 Truppmannausbildung Teil 2
Ziel der Truppmannausbildung Teil 2 ist der Einsatz im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Truppmann-
funktion sowie die Vermittlung standortbezogener Kenntnisse.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS: empfohlene
Methode
- örtliche Regelungen
der Feuerwehr
1
- Funktionsträger
1
- Geschäftsverteilung
1
Rechtsgrundlagen
3
die wesentlichen standortbezogenen
Vorschriften und Regelungen über
die Organisation der Feuerwehr und
den Dienstbetrieb wiedergeben kön-
nen
- Rechte / Pflichten der
Feuerwehrangehörigen
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenarbeit
Grundlagen des Zivil-
und Katastrophen-
schutzes*
1*
- die Einheiten und Einrichtungen
des Katastrophenschutzes
- die Ergänzungen des Zivilschutzes
und der Katastrophenhilfe durch
den Bund
wiedergeben können
- Aufgabenbereiche,
Organisationen und
Einrichtungen des Zi-
vilschutzes und der Ka-
tastrophenhilfe
1 Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Gefahren
2
- Kennzeichnungen
ABC-Gefahrstoffe
4
die in der Truppmannausbildung Teil
1 in der Ausbildungseinheit „Gefah-
ren der Einsatzstelle“ erworbenen
Kenntnisse einsatzpraxisbezogen
vertiefen und selbstständig anwen-
den können
- Verhalten im Einsatz
Unterrichts-
gespräch /
Einsatz-
übungen /
Objekt-
begehung
- Wirkung von ABC
(CBRN)-Stoffen und
daraus resultierende
Schutzmaßnahmen für
die Einsatzkräfte im Zi-
vilschutz und in der Ka-
tastrophenhilfe
Besondere Gefahren
2
im Zivilschutz,
Kampfmittel*
8*
- die besonderen Gefahren und
Schäden im Zivilschutz wiederge-
ben, Schutzmaßnahmen durchfüh-
ren und die ABC (CBRN)-Schutz-
und Selbsthilfeausstattung sachge-
recht anwenden können und
- Grundsätze der Hygiene bei Eins-
ätzen wiedergeben und danach
handeln können
- Einsatzstellenhygiene
- Möglichkeiten der be-
helfsmäßigen Dekon-
tamination von Perso-
nen und Geräten
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
Sonderfahrzeuge
3+2*
eine Fahrzeugeinweisung für in der
jeweiligen Gemeinde vorgehaltene
Sonderfahrzeuge sowie Fahrzeuge
der ergänzenden Ausstattung des
Zivilschutzes und der Katastrophen-
hilfe erhalten
2 Praktische
Unterweisung
/ Einsatz-
übungen
- Einsatzübungen Men-
schenrettung
3
- Selbstretten
Rettung
12
die in der Truppmannausbildung Teil
1 erworbenen Fertigkeiten selbst-
ständig und fachlich richtig anwen-
den können
- Sichern gegen Absturz
Praktische
Unterweisung
/ Einsatz-
übungen

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 25
Löscheinsatz
18+2*
die in der Truppmannausbildung
Teil 1 erworbenen Fertigkeiten -auch
im Zivilschutz und in der Katastro-
phenhilfe- selbstständig und fachlich
richtig anwenden können
- Grundtätigkeiten nach
FwDV 1 und 3
3 Praktische
Unterweisung
/ Einsatz-
übungen
Technische Hilfeleis-
tung
10+2*
die in der Truppmannausbildung
Teil 1 erworbenen Fertigkeiten -auch
im Zivilschutz und in der Katastro-
phenhilfe- selbstständig und fachlich
richtig anwenden können
- Grundtätigkeiten nach
FwDV 1 und 3
3 Praktische
Unterweisung
/ Einsatz-
übungen
Lebensrettende So-
fortmaßnahmen
(Erste Hilfe)
4
die in der Ersthelferausbildung er-
worbenen Kenntnisse fachlich richtig
und selbstständig anwenden können
Sofortmaßnahmen 3 Praktische
Unterweisung
- physische Belastungs-
faktoren
Physische und psy-
2
chische Belastung*
3*
die Besonderheiten der physischen
und psychischen Belastung für Ein-
satzkräfte und Betroffene wiederge-
ben können und entsprechend han-
deln können
- psychische Belastungs-
faktoren
2
Unterrichts-
gespräch
Wasserförderung*
2*
bei der Wasserförderung über lange
Wegstrecken in Truppmannfunktion
selbstständig mitwirken können
Besonderheiten beim
Aufbau von Wasserför-
derstrecken u.a.
Schlauchüberführungen
2 Einsatzübun-
gen
Objektkunde 5
Besonderheiten von gefährdeten
oder gefährlichen Objekten im Aus-
rückebereich wiedergeben und sich
ihrer Funktion entsprechend verhal-
ten können
Begehung von:
> Industrie-, Gewerbe-
betrieben
> Versammlungsstätten
> Geschäfts- und Wa-
renhäusern
> Objekte mit besonde-
ren Einsatzerschwer-
nissen
unter feuerwehrtechni-
schen und -taktischen
Gesichtspunkten sowie
einer Brandsicherheits-
wache
2 Objekt-
begehungen /
Einsatz-
übungen am
Objekt
Leistungsnachweis 1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 80
einschließlich 20 Stunden zivil-
schutzbezogene Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 26
2.2 Lehrgang „Truppführer“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen eines Trupps nach Auftrag innerhalb der Gruppe
oder Staffel.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichtsge-
spräch
- Gliederung und Aus-
stattung der Feuerweh-
ren
1
- Aufgaben / Aufgaben-
verteilung auf Gemein-
de-, Kreis- und Lan-
desebene
Rechtsgrundlagen 2
die wesentlichen Regelungen zur
Organisation des Brandschutzes auf
übergemeindlicher Ebene und die
grundlegenden Laufbahnregelungen
im Bereich der Feuerwehr wiederge-
ben können
- Dienstgrad-/ Laufbahn-
verordnungen
Unterrichts-
gespräch
- Löschmitteleigenschaf-
ten
2
- Löschwirkungen
Brennen und
Löschen
3
die Haupt- und Nebenlöschwirkungen
der Löschmittel Wasser, Schaum,
Pulver und CO
2
und die jeweiligen
Löschregeln erklären können
- Richtiger Einsatz von
Löschmitteln
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Einteilung der Feuer-
wehrfahrzeuge (Über-
sicht)
1
- Einsatzbereiche
1
Fahrzeugkunde
2
- die Typeinteilung, Einsatzmöglich-
keiten und die Beladung von Hubret-
tungsfahrzeugen (DL / DLK), Rüst-
wagen und Schlauchwagen wieder-
geben können
- die sonstigen Feuerwehrfahrzeuge
nach den allgem. Regeln der Tech-
nik wiedergeben können
- wesentliche feuerwehr-
technische Beladung
1
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Allgemeine Gefahren
der Einsatzstelle
Verhalten bei Gefah-
2
ren
5
erklären können, welche Gefahren an
Einsatzstellen auftreten können und
Möglichkeiten der Gefahrenabwehr
oder Gefahrenbegrenzung auf Trupp-
führerebene anwenden können
- Aufgaben und Verant-
wortung des Truppfüh-
rers
3
Unterrichts-
gespräch
- Taktische Vorgehens-
weisen
> Angriff
> Verteidigung
> Sicherung
2
- Gebäudebrände
- Fahrzeugbrände
- Flüssigkeitsbrände
- Wasserförderung
Löscheinsatz
10
Einsatzbefehle im Löscheinsatz bei
unterschiedlichen Einsatzobjekten
und Einsatzlagen in Truppführerfunk-
tion selbstständig und fachlich richtig
ausführen können
- Aufgabenverteilung in
der Staffel und Gruppe
Einsatzübun-
gen
- Begriffsdefinitionen
2
- Besonderheiten des
TH-Einsatzes
- Einsatzgrundsätze
Technische Hilfeleis-
tung
7
Einsatzbefehle im Technische Hilfe-
leistungseinsatz
bei unterschiedlichen
Einsatzobjekten und Einsatzlagen in
Truppführerfunktion
selbstständig und
fachlich richtig ausführen können
- Aufgabenverteilung in
der Staffel und Gruppe
Unterrichts-
gespräch /
Einsatzübun-
gen

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 27
- Kennzeichnungen im
Transportbereich
2
- Kennzeichnungen im
ortsfesten Bereich
2
- Maßnahmengruppen
1
- Gefahrstoffeigenschaf-
ten (Grundlagen!)
1
ABC-Gefahrstoffe
2
wiedergeben können, welche grund-
legenden Gefährdungen sich aus
entsprechenden Kennzeichnungen
ableiten lassen und wie sich vorge-
hende Trupps beim Erkennen solcher
Gefahren verhalten sollen
- Besonderheiten des
ABC – Einsatzes und
Verhalten im Einsatz
2
Unterrichts-
gespräch
Brandsicherheits-
- Dienstablauf
2
wachdienst
1
die allgemeinen Aufgaben und Zu-
ständigkeiten der Sicherheitsposten
beim Brandsicherheitswachdienst
erklären können.
- Aufgaben, Zuständig-
keiten
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 28
3 Technische Ausbildung
3.1 Lehrgang „Sprechfunker“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Übermitteln von Nachrichten mit Sprechfunkgeräten im Feu-
erwehrdienst.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Zuständigkeiten
1
- Voraussetzungen zur
Teilnahme am BOS-
Sprechfunk
1
- Vorrangstufen
2
- Funkverkehrskreis
2
- Funkrufnahmen-
systematik
2
Rechtliche Grundla-
gen
1
die für sie bedeutsamen Regelungen
aus den gesetzlichen Bestimmungen
über den BOS-Sprechfunk wiederge-
ben oder erklären können
- Verschwiegenheits-
verpflichtung
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Ausbreitungseigen-
schaften von Funkwel-
len
2
- Reichweiten
- Bandbereiche
- Betriebskanäle
- Verkehrsarten/ Ver-
kehrsformen
- Relaisbetrieb
Physikalisch-
technische Grundla-
gen
2
die anwendungsbezogenen physika-
lisch technischen Grundlagen des
BOS-Sprechfunks erklären können
- Gleichwellenfunk
Unterrichts-
gespräch
- Verkehrsabwicklung
2
- Verwendung von Be-
triebsunterlagen
Sprechfunkbetrieb
9
Funkgespräche selbstständig und
den Vorschriften entsprechend führen
können
- Handhabung der Gerä-
te
Einsatzübun-
gen
- Koordinatensystem
(UTM/WGS)
2
- Ortsbestimmungen
- Ortsangaben
Kartenkunde
1
die bei der Feuerwehr verwendeten
Karten selbstständig einsetzen kön-
nen
- Übermittlung von Koor-
dinaten
Praktische
Unterweisun-
gen
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 16

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 29
3.2 Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Einsatz unter Atemschutz.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- innere und äußere At-
mung
2
- Luftverbrauch des
Menschen
- Atemkrisen / Atemtech-
nik / Totraum
- Atemschutztauglichkeit,
Einschränkung der
Atemschutztauglichkeit
Grundlagen der
Atmung,
Atemschutztauglich-
keit
2
die physiologischen Auswirkungen
von Atemgiften sowie des Tragens
von Atemschutzgeräten und Schutz-
kleidung auf den menschlichen Kör-
per erklären können
- Belastungen auf den
Träger durch Atem-
schutzgerät und (wär-
meisolierende) Schutz-
kleidung.
Unterrichts-
gespräch
- Definition Atemgifte
2
- Atemgifteigenschaften
Atemgifte
1
die Gefährdung durch Atemgifte in
Abhängigkeit von deren spezifischen
Eigenschaften erklären können
- Atemgiftgruppen
Unterrichts-
gespräch
- Verantwortlichkeiten
des Atemschutzgeräte-
trägers
2
- Atemschutzeinsatz-
grundsätze
- Orientierung, Absuchen
und Kennzeichnen von
Räumen
Atemschutzeinsatz-
grundsätze
3
die besonderen Anforderungen und
Verantwortlichkeiten, die an Atem-
schutzgeräteträger gestellt werden
wiedergeben und die besonderen
Einsatzgrundsätze für den Atem-
schutzeinsatz erklären können
- Verhalten in Notsituati-
onen
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Atemanschlüsse
2
- Atemfilter
2
- Brandfluchthauben
2
- Isoliergeräte (Press
luftatmer)
2
- Einweisung in die
Handhabung von
Atemschutzgeräten
2
- Arbeiten mit zuneh-
mender Belastung
3
Atemschutzgeräte-
einsatz
16
- die Schutzwirkung der Atemschutz-
geräte sowie deren Aufbau, Funkti-
on und Einsatzgrenzen erklären
können
- Atemschutzgeräte auch unter Ein-
satzbedingungen selbstständig und
fachlich richtig handhaben und ein-
setzten können
- Arbeiten unter Einsatz-
bedingungen
3
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen / Einsatz-
übungen
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 25
Bemerkung: Die Vorgaben der FwDV 7 sind zu beachten.

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 30
3.3 Lehrgang „Maschinisten“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Bedienen maschinell angetriebener Einrichtungen - mit Aus-
nahme von maschinellen Zugeinrichtungen - und sonstiger auf Löschfahrzeugen mitgeführten Geräte
sowie die Vermittlung von Kenntnissen und richtiger Verhaltensweisen, die für die Durchführung von
Einsatzfahrten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten erforderlich sind.
Ausbildungseinheit Zeit: Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Aufgaben und Zustän-
digkeiten im Einsatz
Aufgabenbereiche
2
die Aufgabenbereiche und Zuständig-
2
keiten des Maschinisten erklären kön-
nen
- Sonstige Aufgaben und
Zuständigkeiten
2
Unterrichts-
gespräch
- allgemeine Betriebser-
laubnis
1
- zulässige Gewichte
- Leistung
- Antriebsart
- Kraftstoffvorrat
- Abmessungen
Löschfahrzeuge
1
die wesentlichen, für ihre Funktion
bedeutsamen Unterschiede der
Löschfahrzeuge und der feuerwehr-
technischen Beladung wiedergeben
können
- Beladung (Feuerlösch-
kreiselpumpe, Lösch-
mittel, kraftbetriebene
Geräte)
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Übersicht Pumpenarten
1
- Einteilung der Feuer-
löschkreiselpumpen
1
- Aufbau und Funktion
von Feuerlöschkreisel-
pumpen
2
- Betriebszustände
2
- Pumpenbetriebsprü-
fungen
2
- Pflege und Wartung
2
- Störungsbeseitigung
2
Feuerlöschkreisel-
pumpen
15
die für ihren Zuständigkeitsbereich
erforderlichen technischen Grundla-
gen über den Aufbau und
die Funktion
von Feuerlöschkreiselpumpen erklä-
ren und diese richtig bedienen können
- Hydranten-, Tank- und
Saugbetrieb
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Einflussgrößen für den
Pumpenausgangsdruck
2
- Förderstrecken
> offene und
> geschlossene
Schaltreihe
2
Wasserförderung
4
die für die Wasserförderung mit Feu-
erlöschkreiselpumpen erforderlichen
technischen und physikalischen
Grundlagen erklären und die Pumpen
an unterschiedlichen Löschwasser-
entnahmestellen auch bei der Lösch-
wasserförderung über lange Förder-
strecken richtig bedienen können
- Störungsbeseitigung
2
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Motorenarten, Funkti-
onsprinzipien
1
- Verwendungsbereiche
1
- Störungsbeseitigung
2
Motorenkunde
2
die für die Bedienung und Beseitigung
kleinerer Betriebsstörungen erforderli-
chen technischen Grundlagen über
Motorenarten und deren Funktions-
weisen erklären können
- Pflege und Wartung
2
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 31
- Tragkraftspritzen
2
- tragbare Stromerzeuger
2
- Motorsägen
2
- Trennschleifgeräte
2
- Lüftungsgeräte
2
- Tauchpumpen
2
Kraftbetriebene und
sonstige Geräte
6
die für die Bedienung und Beseitigung
kleinerer Betriebsstörungen erforderli-
chen technischen Grundlagen über
kraftbetriebene und sonstige Geräte
und deren Funktionsweisen erklären
können
- Wasserstrahlpumpen,
Turbotauchpumpen
2
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Straßenverkehrsord-
nung (StVO) Gel-
tungsbereich und
Grundsätze
2
- Sonderrechte
2
Rechtsgrundlagen 2
die Vorgaben aus dem Straßenver-
kehrsrecht, insbesondere hinsichtlich
des Führens von Einsatzfahrzeugen,
erklären und die ihren Zuständigkeits-
bereich betreffenden Unfallverhü-
tungsvorschriften wiedergeben kön-
nen
- Fahren im Verband /
Kolonnenfahrten
2
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis 1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 32
3.4 Lehrgang „Technische Hilfeleistung“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur verletztenorientierten Rettung, zur richtigen Handhabung der
Ausrüstung und zur Bedienung der Geräte für technische Hilfeleistungen auch größeren Umfanges.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
Aufgaben der Feuer-
wehr
1
die sich aus den Rechtsvorschriften
für den Bereich Technische Hilfeleis-
tung ergebende Zuständigkeiten und
Aufgabenbegrenzung wiedergeben
können
Umfang des gesetzli-
chen Einsatzauftrages
(Sofort-, Folgemaßnah-
men)
1 Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Hebelgesetze
3
- feste und lose Rolle
3
- Flaschenzugprinzip
3
- Anschlagmittel und
Neigungswinkel
3
- Reibung, Reibungs-
arten
3
- Festpunkte
3
- schiefe Ebene
3
Physikalische Grund-
lagen
3
die für den zweckmäßigen Einsatz
feuerwehrtechnischer Ausrüstung für
die Technische Hilfeleistung notwen-
digen physikalischen Grundlagen
erklären und diese in der Praxis rich-
tig anwenden können
- physikalische Grundla-
gen der Hydraulik,
Pneumatik
2
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Gefahren
1
- Einsatzmaßnahmen
2
Hoch- und Tiefbauun-
fälle
2
die Besonderheiten von Technischen
Hilfeleistungs-Einsätzen bei Hoch-
und Tiefbauunfällen wiedergeben
sowie die Einsatzmittel und –
maßnahmen erklären können
- Einsatzmittel
2
Unterrichts-
gespräch
Inhalte gelten für alle
nachfolgend genannten
Geräte!
3
- Bauteile/ Zubehör/ Si-
cherheitseinrichtungen
- Inbetriebnahme / Si-
cherheitsvorkehrungen
- Handhabung unter
besonderer Berücksich-
tigung der UVV
Geräte für die Techni-
sche Hilfeleistung:
24
Geräte für die Technische Hilfeleis-
tung selbstständig und fachlich richtig
einsetzen können
- Einsatzmöglichkeiten
und –grenzen
Stationsarbeit
- Motorsäge
- Brennschneidgerät
- Trenngeräte
- Trennschleifer
Stationsarbeit
- Auf- und Abseilgeräte
- Rettungsgeräte
- Gerätesatz Absturzsi-
cherung
Stationsarbeit
- Schneidgerät
- Hydraulische Ret-
tungsgeräte
- Spreizer
- Rettungszylinder
Stationsarbeit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 33
- direkter Zug
- Einsatz loser und fester
Rollen
- Mehrzweckzüge
- Festpunkte
Stationsarbeit
- Hydraulische Hebe-
zeuge
- Hebegeräte
- Luftheber
Stationsarbeit
- Rettungsboot
- Eisschlitten
- Geräte für Techni-
sche Hilfeleistungen
auf oder an Gewäs-
sern
- Tauchpumpensatz
Stationsarbeit
- Senkrecht-, Schräg-
und Horizontalabstüt-
zungen
- Abstützungen
- Grabenverbau
Stationsarbeit
- Verkehrssicherungs-
und Beleuchtungsgerät
Verkehrssicherungs-
3
und Beleuchtungsge-
rät
2
- Einsatzstellen im öffentlichen Ver-
kehrsraum fachlich richtig und
selbstständig absichern können.
- Einsatzstellen selbstständig und
fachlich richtig ausleuchten können.
- Stromerzeuger
Stationsarbeit
Leistungsnachweis 1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 34
3.5 Lehrgang „ABC-Einsatz“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Handhabung der Sonderausrüstung einschließlich der
Schutzkleidung.
Ausbildungseinheit
Zeit
Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte
LZ
S
empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisation 1+1*
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Aufgaben und Einsatz-
möglichkeiten der ABC-
Fahrzeuge
2
- Aufgabenbereiche und
Grundsätze der Zusam-
menarbeit der taktischen
ABC-Einheiten sowie der
Einheiten des Zivilschut-
zes und der Katastro-
phenhilfe bei unter-
schiedlichen Gefahren-
lagen
Einsatzlehre
2*
die Möglichkeiten der ABC-
Gefahrenabwehr und das Zusam-
menwirken der verschiedenen takti-
schen Einheiten im ABC-Einsatz be-
schreiben können
Unterrichts-
gespräch
Kennzeichnung von
ABC-Gefahrstoffen
4
die Einteilung von ABC-Gefahrstoffen
wiedergeben und Gefahrstoff-, Ge-
fahrgut- und sonstige Kennzeichnun-
gen erkennen und eindeutig be-
schreiben können
Kennzeichnung von ABC-
Gefahrstoffen, Gefahren-
bereichen und Objekten
sowie Transporten
2 Unterrichts-
gespräch
- Gefahrstoffklassen, spe-
zifische Gefahren und
Eigenschutzmaßnahmen
2
- Einteilung von ABC-
Gefahrstoffen in Maß-
nahmengruppen
Stoffbezogene Gefahren
und Schutzmaßnahmen
8*
wesentliche, gefahrstoffspezifische
Wirkungen, Eigenschutzmaßnahmen
und Soforthilfemaßnahmen bei
Schadstoffeinwirkung erklären und
selbstständig notfallmäßige Dekon-
taminationsmaßnahmen durchführen
können
- Erste Hilfe Maßnahmen
Unterrichts-
gespräch
2
Informationsmöglich-
keiten
2*
für den Einsatz wichtige Informati-
onsquellen nennen und diesen die
erforderlichen Informationen gezielt
entnehmen können
Quellen für
- Kurzinformationen und
- Detailinformationen
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen
- Aufgabenverteilung
2
Allgemeine Maßnahmen
> Lagefeststellung
> Absperr- und Siche-
rungsmaßnahmen
- Besondere Maßnahmen
zur
> Rettung und
>Begrenzung / Beseiti-
gung der stoffspezifi-
schen Gefahren
- Dekontamination
Einsatzablauf
4*
die Grundzüge des Einsatzablaufes
im ABC-Einsatz gemäß FwDV 500
erklären können
- Abschließende Maß-
nahmen
Unterrichts-
gespräch

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 35
- Probenahme von Stoffen
2
- Indikatorpapier, Wasser-
nachweispaste
3
- Prüfröhrchen und Hand-
pumpen
3
- ABC-Mess- und Warnge-
räte
3
- Anemometer, Kompass
3
Messgeräte
5+3*
ABC-Mess- und Nachweisgeräte der
Feuerwehr selbstständig und fachlich
richtig bedienen und einsetzen kön-
nen
- Messtaktik und Doku-
mentation
3
Praktische
Unterweisun-
gen
- Übersicht ABC-
Schutzkleidung
>Schutzwirkung
> Schutzgrenzen
> Einsatzmöglichkeiten
2
- An- und Ablegen der
Schutzkleidung
3
Schutzkleidung
5*
die Einsatzmöglichkeiten und Ein-
satzgrenzen unterschiedlicher ABC-
Schutzkleidung -auch der ergänzen-
den Ausstattung des Bundes- erklä-
ren und einfache Tätigkeiten unter
ABC-Schutzkleidung selbstständig
und fachlich richtig ausführen können
- Einfache Dekontaminati-
on
3
Praktische
Unterweisun-
gen
- Absperrgerät
3
- Auffanggeräte und
-behälter
- Abdichtmaterialien
- Pumpen und Schläuche
- pneumatische Geräte
u.a.
Arbeitsgeräte
10
Arbeitsgeräte der ABC-Sonderaus-
rüstung entsprechend ihrem Verwen-
dungszweck selbstständig und fach-
lich richtig einsetzen können
- Umverpacken / Zwi-
schenlagern gefährlicher
Stoffe
Stationsarbeit
/ Praktische
Unterweisun-
gen
ABC–Übungseinsätze
14+
10*
unter Einsatzbedingungen alle Funk-
tionen mit Ausnahme von Führungs-
funktionen innerhalb der ABC-
Einheiten selbstständig und fachlich
richtig ausüben können
Einsatz in unterschiedli-
cher Funktion bei unter-
schiedlichen Einsatzlagen
3 Einsatzübun-
gen
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl::
70 35
Stunden zivilschutzbezogene
Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 36
3.6 Lehrgang „ABC-Erkundung“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Bedienung und zum Betrieb des ABC-
Erkundungskraftwagens.
Ausbildungseinheit: Zeit:
Richt-/Groblernziele
Die Teilnehmer müssen:
Inhalte: LZ
S:
empfohlene
Methode:
- Organisatorisches
1
Lehrvortrag
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorgani-
sation
2*
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur
Kritik erhalten
- Abschlussgespräch
Einsatzlehre 4*
ihren Einsatzauftrag innerhalb des
Aufgabenbereiches ABC-Schutz und
des Zusammenwirkens mit anderen
Einheiten sowie die sie betreffenden
Besonderheiten des ABC-Einsatz
nennen, Standortbestimmungen
selbstständig durchführen und Wet-
terhilfsmeldungen fertigen können.
- Auftrag und Aufgaben
von Erkundungseinhei-
ten
- Einsatztaktik
- Besonderheiten der
ABC-Erkundung
- Kartenkunde / Stand-
ortbestimmungen
- Wetterhilfsmeldungen
- Zusammenwirken mit
anderen Einheiten
1
1
2
2
1
Unterrichts-
gespräch /
praktische
Unterweisung
- Beladeplan
- Einsatzwert
Fahrzeugkunde 3*
den ABC-Erkundungskraftwagen mit
den Geräten bedienen und pflegen
sowie Wartungsarbeiten in ihrem
Zuständigkeitsbereich nach Anlei-
tung selbstständig durchführen kön-
nen
- Bedienung
- Pflege / Wartung
2 Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
/ Stations-
ausbildung
Radiologisches
Messsystem
6*
die auf dem ABC-Erkundungs-
kraftwagen verlastete Strahlenmess-
ausstattung selbstständig bedienen
können.
- Handhabung des radio-
logischen Messsystems
im eingebauten und
abgesetzten Modus
- Handhabung der Mes-
serweiterung „radioak-
tiv“
- Einsatzmöglichkeiten
und –grenzen
2
2
1
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unter-
weisungen/
Stations-
ausbildung
- Spür- und Messaus-
stattung
- Handhabung des che-
mischen Messsystems
im eingebauten und
abgesetzten Modus
2 Unterrichtsge-
spräch / Prak-
tische Unter-
weisungen /
Stations-
ausbildung
Chemisches Mess-
system
8*
die auf dem ABC-Erkundungs-
kraftwagen verlastete Spür- und
Messausstattung für chemische
Agenzien einschließlich Kampfstof-
fen selbstständig bedienen können.
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen
Probenahmen von
radioaktiven, biologi-
schen und chemi-
schen Agenzien
2*
unter Beachtung möglicher Gefähr-
dungen durch ABC-Gefahrstoffe
einschließlich Kampfstoffen und
entsprechender Eigenschutzmaß-
nahmen geeignete Probenahmen
selbstständig durchführen können
- Probenahmetechniken
- Probeübergaben
- Sicherheitsvorkehrun-
gen
- Dokumentation / Proto-
koll
2 Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unter-
weisungen /
Stations-
ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 37
- Spürarten, Spür- und
Messverfahren
- Kennzeichnung und
Bewachung kontami-
nierter Gebiete
3 Praktische
Unterweisung
/ Einsatz-
übungen
- Probenahme und Pro-
beberichte
ABC-Erkundung 9
alle Aufgaben, die ihnen im ABC-
Erkundungseinsatz zugewiesen
werden, selbstständig und fachlich
richtig unter Beachtung der Sicher-
heitserfordernisse durchführen kön-
nen
- lokale Wetterdaten
Leistungsnachweis 1*
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamt: 35*
35 Stunden zivilschutzbezogene
Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 38
3.7 Lehrgang „ABC-Dekontamination P/G“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Handhabung der Fahrzeuge und Geräte der Einheiten ABC-
Dekontamination
Personen/Geräte.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS
empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangs-
organisation
2*
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Auftrag und Aufgaben
von Dekontaminations-
Einheiten
Einsatzlehre 2*
ihren Einsatzauftrag innerhalb des
1
Aufgabenbereichs ABC-Schutz und
des Zusammenwirkens mit anderen
Einheiten sowie sie betreffenden
Besonderheiten des ABC-Einsatzes
nennen können
- Besonderheiten des
Dekontaminationsein-
satzes
> Einsatzablauf
> Einsatzstellenorgani-
sation
> Befehlsstrukturen
- Zusammenwirken mit
anderen Einheiten
Unterrichts-
gespräch
- Dekontaminationsar-
ten, -verfahren, -mittel
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen der De-
kontamination von Per-
sonen / Geräten
2
- Sicherheitsbestim-
mungen
- Versorgung / Entsor-
gung
- Dekontaminationsstel-
len
Dekontamination 4*
die Grundbegriffe, Grundregeln und
Verfahren der ABC-Dekontamination
erklären können
- Organisatorischer Ab-
lauf
Unterrichts-
gespräch
- Beladeplan von Dekon-
taminationsfahrzeugen
2
- Bestandteile der De-
kontaminationsausstat-
tung
2
- Verwendungszweck
2
Fahrzeug- und Gerä-
tekunde
6*
die ABC-Dekontaminationsaus-
rüstung einschließlich der Einsatz-
möglichkeiten erklären und Pflege-
und Wartungsmaßnahmen nach An-
leitung selbstständig durchführen
können
- Pflege und Wartung
3
Unterrichts-
gespräch /
praktische
Unterweisung
- Aufbau und Inbetrieb-
nahme von Dekontami-
nationsstellen P/G
3
- Außerbetriebnahme
und Abbau von Dekon-
taminationsstellen P/G
Aufbau und Betrieb
von Dekontaminati-
onsstellen
20*
alle Arbeiten, die zum Aufbau und
Betrieb von Dekontaminationsstellen
P/G notwendig sind, nach Auftrag
selbstständig und fachlich richtig
durchführen können
- Verlastung der Dekon-
taminationsausrüstung
auf dem Fahrzeug unter
Einsatzbedingungen
Einsatzübun-
gen
Leistungsnachweis 1*
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35*
35 Stunden zivilschutzbezogene
Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 39
3.8 Lehrgang „Gerätewarte“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Wartung, Instandhaltung, Pflege und Prüfung der Beladung
von Feuerwehrfahrzeugen und der persönlichen Ausrüstung, soweit dies nicht in anderen Lehrgängen
vermittelt wird, sowie zur Durchführung einfacher Wartungs- und Pflegearbeiten an Feuerwehrfahrzeu-
gen.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Landesfeuerwehrge-
setz
1
- Gerätesicherheitsge-
setz
1
- UVV Feuerwehren
2
- Geräteprüfordnung
2
- Prüfungs- und Benut-
zungsnachweise
2
- Baurichtlinien
1
- Normen
1
- Verordnungen/ Rege-
lungen
1
- Gebrauchsanleitungen
2
Rechtsgrundlagen
4
die für ihre Tätigkeit bedeutsamen
Vorschriften nennen und ihren darauf
beruhenden Aufgaben- und Verant-
wortungsbereich erklären können
- Dienstanweisungen
2
Unterrichts-
gespräch
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Feuerwehrfahrzeuge
4
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Feuerlöschkreisel-
pumpen
5
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Rettungsgeräte 4
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Persönliche Schutz-
ausrüstung
3
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Kraftbetriebene Geräte
5
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 40
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Löschgeräte 5
vorgeschriebene Prüfungen, War-
tungs- und Pflegemaßnahmen sowie
Störungsbeseitigung und Instandset-
zungsarbeiten in ihrem Zuständig-
keitsbereich selbstständig und fach-
lich richtig durchführen können ; aus-
genommen Feuerlöscher
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
3
Feuerlöschschläuche
2
vorgeschriebene Prüfungen sowie
Reparaturen an Saug- und Druck-
schläuchen
selbstständig und fachlich
richtig durchführen können
- Nachweisung
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 41
3.9 Lehrgang „Atemschutzgerätewarte“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Wartung, Instandsetzung, Pflege und Prüfung der Atem-
schutzgeräte.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS
empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Landesfeuerwehrge-
setz
1
- Feuerwehr-
Dienstvorschriften
1
- Unfallverhütungsvor-
schriften
2
- Normen
1
- Richtlinien
1
- länderspezifische Ver-
ordnungen / Regelun-
gen
1
Rechtsgrundlagen
2
die für ihre Tätigkeit bedeutsamen
Vorschriften wiedergeben und ihren
darauf beruhenden Aufgaben- und
Verantwortungsbereich beschreiben
können
- Gebrauchsanleitungen
der Hersteller
2
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Bauteile / Funktion
2
- Art und Umfang der
durchzuführenden Ar-
beiten
2
- Prüfgeräte
2
- Durchführung der vor-
geschriebenen Arbei-
ten nach Gebrauchsan-
leitungen
3
Atemanschlüsse
(Atemschutzmasken)
7
die vorgeschriebenen Prüfungen so-
wie Wartungs-, Instandsetzungs- und
Pflegemaßnahmen in ihrem Zustän-
digkeitsbereich selbstständig und
fachlich richtig durchführen können
- Nachweis durchgeführ-
ter Arbeiten
3
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen / Stati-
onsarbeit
- Bauteile / Funktion
2
- Art und Umfang der
durchzuführenden Ar-
beiten
2
- Prüfgeräte
2
- Durchführung der vor-
geschriebenen Arbei-
ten nach Gebrauchsan-
leitungen
3
Isoliergeräte
(Pressluftatmer)
19
die vorgeschriebenen Prüfungen so-
wie Wartungs-, Instandsetzungs- und
Pflegemaßnahmen in ihrem Zustän-
digkeitsbereich selbstständig und
fachlich richtig durchführen können
- Nachweis durchgeführ-
ter Arbeiten
3
wie oben
- Art und Umfang durch-
zuführender Arbeiten
2
- Reinigungs- / Desinfek-
tionsausrüstung und –
mittel
2
- Trocknung
3
Reinigung und Desin-
fektion
2
vorgeschriebene Reinigungs- und
Desinfektionsmaßnahmen selbst-
ständig und fachlich richtig durchfüh-
ren können
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
nach Gebrauchsanlei-
tungen
3
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen / Stati-
onsarbeit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 42
- Gerätetechnik / Bautei-
le
2
- Art und Umfang vorge-
schriebener Arbeiten
2
Kompressoren und
Füllanlagen
2
Kompressoren und Füllanlagen
selbstständig und fachlich richtig be-
dienen und vorgeschriebene War-
tungs- und Pflegemaßnahmen selbst-
ständig und fachlich richtig durchfüh-
ren können.
- Durchführung vorge-
schriebener Arbeiten
nach Gebrauchsanlei-
tung
3
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisun-
gen / Stati-
onsarbeit
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen.
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 43
4 Führungsausbildung
4.1 Lehrgang „Gruppenführer“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen einer Gruppe, einer Staffel oder eines Trupps als
selbstständige taktische Einheit sowie die Leitung eines Einsatzes mit Einheiten bis zu einer Gruppe.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende
Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Führungsziele, Füh-
rungsfunktionen
2
- Führungsaufgaben
- Führungsstile
- Führungspersön-
lichkeit
- Grundbedürfnisse und
ihre Wertigkeit
- Menschenführung un-
ter erschwerten Bedin-
gungen
Führen
1+2*
unter Berücksichtigung von Füh-
rungsgrundsätzen und den Grundre-
geln der Menschenführung die Ziel-
setzung der Führung sowie die Füh-
rungsaufgaben auf Gruppenführer-
ebene auch in den besonderen Kon-
flikt- und Belastungssituationen im
Zivilschutz und bei der Katastrophen-
hilfe erklären sowie Hilfsangebote
anbieten können
- Verhalten von Einsatz-
kräften und Betroffe-
nen unter großer phy-
sischer und psychi-
scher Belastung
(Stress)
Unterrichts-
gespräch
- Zuständigkeiten und
Aufgabenverteilung
2
- Einsatzleitung
- Duldungs- und Hilfs-
pflichten
- Einschränkung von
Grundrechten
- Zwangsmittel
- Notwehr, Nothilfe
- Gefahrenlagen nach
Landesgesetz
- Amts- und Vollzugshil-
fe
Rechtsgrundlagen
5
die für Führungskräfte bedeutsamen
gesetzlichen Regelungen des Gefah-
renabwehr-, Feuerwehr- und Katast-
rophenschutzrechts erklären können
- Sonderrechte (StVO)
Unterrichts-
gespräch
- Vorbereitung
2
- Motivation
- Unterrichtsgestaltung
- Lernziele
Ausbilden
3
die Aufgaben und die Verantwortung
des Einheitsführers im Rahmen der
Aus- und Fortbildung und die Stand-
ortausbildung (Gruppendienste) erklä-
ren können
- Vorbildfunktion
Unterrichts-
gespräch

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 44
- Brandverhalten von
Baustoffen und Bautei-
len
Baukunde
2
die baustoff- und bauteilbedingten
2
Gefahren im Brandfall beschreiben
und die erforderlichen Einsatzmaß-
nahmen erklären können
- Einsatzmaßnahmen
Unterrichts-
gespräch
ABC-Gefahrstoffe
2+3*
die Einsatzmöglichkeiten und
-grenzen der Feuerwehr ohne Son-
derausrüstung im ABC-Einsatz erklä-
ren können
- Einsatzgrundsätze
(FwDV 500; GAMS-
Regel)
- Allgemeiner Einsatzab-
lauf
- Besonderheiten beim
Führungsvorgang, z.B.
Erkundungsschwer-
punkte, Beurteilungs-
kriterien,
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen von Feu-
erwehren ohne Son-
derausstattung
- Heranziehen von Spe-
zialkräften, fachkundi-
gen Personen und zu-
ständigen Behörden
- stoffspezifische Gefah-
renabwehr und
Schutzmaßnahmen
2 Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Verbrennungsvorgang
2
- Begriffsbestimmungen
2
- Sicherheitstechnische
Kennzahlen
2
-
Begriffsbestimmungen
Explosion, Rauchgas-
durchzündung
2
- Brandverhalten von
ABC-Gefahrstoffen
3
Unterrichts-
gespräch
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen der
Löschmittel
3
Brennen und
Löschen
3+1*
auf der Grundlage erweiterter Kennt-
nisse über den Verbrennungsvorgang
die Einsatzmöglichkeiten und -
grenzen der Löschmittel unter takti-
schen Gesichtspunkten beurteilen
können
- Schaumberechnungen
3
-
Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen von
> Einsatzfahrzeugen
> technischer Bela
dung
Fahrzeug- und
3
Gerätekunde
2+1*
Einsatzfahrzeuge und -geräte -auch
der ergänzenden Ausstattung des
Bundes- unter Berücksichtigung des
Einsatzwertes taktisch richtig einset-
zen können
> ergänzender Aus-
stattung des Bundes
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch /
Praktische
Unterweisung
- Grundregeln der Me-
chanik
2
- Hebel
- Anschlagen von Lasten
Mechanik 2
die Einsatzmöglichkeiten und -
grenzen der Geräte zur einfachen
Technischen Hilfeleistung erklären
können
- Rollen
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 45
Rettung
2
die Grundsätze zur Befreiung aus
lebensbedrohenden Zwangslagen
erklären und sie auf unterschiedliche
Einsatzlagen anwenden können
-
Grundsätze der Befrei-
ung aus lebensbedro-
henden Zwangslagen,
z.B. von eingeschlos-
senen, verschütteten
oder eingeklemmten
Personen
3 Unterrichts-
gespräch
Einsatzplanung
und –vorbereitung
2+1*
die Zielsetzungen und Möglichkeiten
der Einsatzplanung und Einsatzvor-
bereitung erklären können
-
Alarm- und Ausrücke-
ordnung
-
Feuerwehrpläne
-
Einsatzpläne
-
KatS-Pläne
-
Sonderschutzpläne
> Zielsetzungen
> Inhalte
2 Unterrichts-
gespräch
- Anwendung der Gefah-
renmatrix auf Fahr-
zeugführerebene
3
- Gefahrenursachen und
-wirkungen
- Beurteilungskriterien
Einsatzlehre 3
die auftretenden Gefahren an Ein-
satzstellen erkennen, richtig beurtei-
len und entsprechende Gefahrenab-
wehr- und Schutzmöglichkeiten erklä-
ren können
-Einsatzmaßnahmen
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Bedeutung und Ele-
mente des Führungs-
vorgangs
3
- Erkundungsgrundsätze
- Beurteilungskriterien
- Taktikvarianten
- Taktikregeln
Einsatztaktik
4
den Führungsvorgang erklären und
anwenden können
- Führung eines Einsatz-
abschnitts
Unterrichts-
gespräch
- Vorgabe von Schaden-
lagen mit zunehmen-
dem Schwierigkeits-
grad aus den Berei-
chen Brandbekämp-
fung und Hilfeleistung
bei unterschiedlicher
Allgemeiner und Eige-
ner Lage
3
Brandbekämpfung
und Hilfeleistung
18+
2*
taktische Einheiten bis zur Stärke
einer Gruppen im Lösch-, Hilfe-
leistungs- und ABC-Einsatz selbst-
ständig und fachlich richtig -auch im
Zivilschutz und der Katastrophenhilfe-
führen können
- Besonderheiten beim
Einsatz der ergänzen-
den Bundesausstattung
Einsatzübun-
gen (u.a.
auch Zug-
übungen) /
Planübungen
Einsatzberichte 1
die von der zuständigen Behörde
geforderten Einsatzberichte anferti-
gen und deren Notwendigkeit erklä-
ren können
Einsatzberichte für
Lösch- und Hilfeleis-
tungseinsätze
2 Unterrichts-
gespräch
- Unfallverhütungs-
vorschriften
2
- Unfallverhütungs-
maßnahmen
Unfallverhütung 1
die Bedeutung der Einhaltung der
Unfallverhütungsvorschriften anhand
von Beispielen und die Verantwort-
lichkeiten des Gruppenführers in die-
sem Bereich erklären können
- Verantwortlichkeiten
Unterrichts-
gespräch

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 46
- Rettungswege
2
- Brandabschnitte
- Rauch- und Wärme-
schutzanlagen
- Ortsfeste Löschanla-
gen
Vorbeugender
Brandschutz
2
Ziele, Maßnahmen und Bedeutung
des Vorbeugenden Brandschutzes
als Teil des Vorbeugenden Gefahren-
schutzes nennen sowie die aus Feu-
erwehrsicht bedeutsamen Fakten zu
Funktion und Betrieb der wichtigsten
Brandschutzeinrichtungen wiederge-
ben können
- Brandmeldeanlagen
Unterrichts-
gespräch
- Aufgaben und Befug-
nisse nach Landes-
recht
Brandsicherheits-
2
wachdienst
1
die Aufgaben und Befugnisse des
Brandsicherheitswachdienstes erklä-
ren können
- Auftreten, Verhalten
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis
4
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 70
einschließlich 10 Stunden zivilschutz-
bezogene Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 47
4.2 Lehrgang „Zugführer“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen eines Zuges - einschließlich eines erweiterten Zuges
- sowie die Leitung eines Einsatzes mit Einheiten bis zur Stärke einer erweiterten Zuges.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisa-
tion
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und
am Lehrgangsende Gelegenheit zur
Kritik erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Rechtsstellung, Zu-
ständigkeiten, Befug-
nisse des Einsatzlei-
ters nach Landesrecht
Rechtsgrundlagen 1+2*
die gesetzlichen Regelungen zur
3
Einsatzleitung -auch im Zivilschutz
und bei der Katastrophenhilfe- er-
klären und anwenden können
-
bundesgesetzliche
Regelungen zum Zi-
vilschutz und der Ka-
tastrophenhilfe
-
mitwirkende Einheiten
und Einrichtungen
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit
- Möglichkeiten und
Prinzipien der Ausbil-
dung
> Taktische Aufgaben
> Planübungen
> Einsatzübungen
Ausbilden 5
die Voraussetzungen für eine ziel-
2
gruppengerechte Standortausbil-
dung erklären und beurteilen kön-
nen
- Ausbildungsvorgaben,
-inhalte, -organisation
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit
- Führungspersönlich-
keit
2
- Führungsverhalten
- Führungsstile
- Führungsorganisation
- Erkennen von beson-
deren Belastungssitu-
ationen
- mögliche Ursachen
besondere Belas-
tungssituationen / Ex-
tremsituationen
Führen 3+3*
die Zusammenhänge zwischen
Führungspersönlichkeit, Führungs-
verhalten und Führungsstilen erklä-
ren und Lösungsmöglichkeiten für
Führungsaufgaben auch in beson-
deren Konflikt- und Belastungssitua-
tionen -auch im Zivilschutz und in
der Katastrophenhilfe- erklären
können
- Möglichkeiten der
Stressvorbeugung, -
vermeidung und -
begrenzung
Unterrichts-
gespräch /
Rollenspiele /
Gruppenar-
beiten
- Alarm- und Ausrücke-
ordnung
2
- Ortsbeschreibung,
Objektkunde und -
beurteilung
Einsatzplanung und –
vorbereitung
2
Grundsätze für die Erstellung von
Einsatzunterlagen erklären können
- Einsatzpläne
Unterrichts-
gespräch /
Stationsar-
beit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 48
- FwDV 3
3
- FwDV 100
- FwDV 500
- Führungssystem
- Fernmeldeorganisati-
on
Brandbekämpfung
und Hilfeleistung
37
+5*
taktische Einheiten bis zur Stärke
eines erweiterten Zuges ohne Son-
derausrüstung im Lösch-, Hilfe-
leistungs- und ABC-Einsatz -auch
im Zivilschutz und bei der Katastro-
phenhilfe- selbstständig
und fachlich
richtig führen und Einsatzleiterfunk-
tion übernehmen können
-
Wasserförderung über
lange Wege
Kolonnenfahrt
Planübungen
/ Einsatz-
übungen /
Unterrichts-
gespräch
- Bauarten u. -weisen
2
- Kräfte am Bauwerk
- Feuerwiderstände
Baukunde 2
an Hand unterschiedlicher Merkma-
le an Gebäuden die eventuell auf-
tretenden Gefahren im Einsatzfall
erkennen und die erforderlichen
Maßnahmen erklären können
- Einflussgrößen für
Feuerwiderstände
Unterrichts-
gespräch
Neuentwicklungen 2
aktuelle Neuentwicklungen im Feu-
erwehrwesen kennenlernen und
Änderungen in Bezug auf die Aus-
bildung und Einsatztaktik erklären-
können
Aktuelle Themen
2
Unterrichts-
gespräch
- stationäre Löschanla-
gen
2
- Rauch- und Wärme-
abzugsanlagen
Vorbeugender
Brandschutz
2
die Vorteile und Einsatzgrenzen
insbesondere von technischen
Maßnahmen des Vorbeugenden
Gefahrenschutzes erklären können
- Einsatzhinweise
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis 4
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 70
einschließlich 10 Stunden zivil-
schutzbezogene Ausbildung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 49
4.3 Lehrgang „Verbandsführer“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen von Einheiten über dem erweiterten Zug (Führungsstufe C:
Führen mit einer Führungsgruppe) sowie zur Leitung auch von Einsätzen mit Einheiten verschiedener Aufgabenbe-
reiche auf der Grundlage der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (FwDV 100).
Ausbildungseinheit Zeit
Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichtsge-
spräch
- Landesgesetz zur Ge-
fahrenabwehr
2
- Feuerwehr-, Zivil- und
Katastrophenschutzge-
setz
- Behörden der Gefah-
renabwehr
- Zuständigkeiten
- Befugnisse
- Unterstellungsverhält-
nisse
- Amts- und Vollzugshilfe
Rechtsgrundlagen
2
die für die Zusammenarbeit von Be-
hörden und Organisationen der Ge-
fahrenabwehr bedeutsamen gesetzli-
chen Regelungen praxisbezogen
erklären können
- Grundsätze für die
Zusammenarbeit an
Einsatzstellen
Unterrichtsge-
spräch
- Aufgabenstellung
1
- Gliederung
- Ausstattung
Aufgabenbereiche im
Zivil- und Katastro-
phenschutz
1
die auf Grundlage der gesetzlichen
Regelungen im Katastrophenschutz
mitwirkenden Aufgabenbereiche und
Organisationen sowie deren Aufga-
benstellung und Ausstattung wieder-
geben können
- ergänzende Ausstat-
tung
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Schwerpunkte:
2
- Führungsvorgang
- Führungsorganisation
Führungssystem
2
die Besonderheiten in der Anwen-
dung des Führungssystems beim
Führen von Verbänden und in der
Einsatzleitung erklären können
- Führungsmittel
Unterrichts-
gespräch
- Führungsstufen nach
FwDV 100
1
- Führungseinheiten
2
- Gliederung und Um-
fang einer Einsatzlei-
tung
2
Führungsorganisation
4
- die Führungsstufen „A“, „B“ , „C“
und „D“ nennen und die Führungs-
einheiten zuordnen können
- die Gliederung und die Zusammen-
arbeit in einer Einsatzleitung wie-
dergeben können
- die Funktionen in der Führungs-
gruppe fachlich richtig und selbst-
ständig ausführen können
- Funktionen in einer
Führungsgruppe
3
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 50
- Führungsebenen
3
- Einsatzabschnitte nach
Umfang des Einsatzes,
räumlicher Größe und
Art der Tätigkeit
3
- Lageskizzen, Kräfte-
übersicht
3
- Führungsebenen entsprechend des
Schadensereignisses selbstständig
und fachlich richtig festlegen können
- die in einer Einsatzleitung beim Ein-
satz von mehreren Zügen notwendi-
gen Führungsmittel selbstständig
und fachlich richtig einsetzen kön-
nen
- die Aufgaben anderer am Einsatz
beteiligter Organisationen erklären
können
- Zusammenarbeit mit
Polizei, Rettungsdienst,
THW
2
- die Aufgaben von Fachberatern und
Verbindungspersonen erklären kön-
nen
- Fachberater und Ver-
bindungspersonen
2
Führungsvorgang /
Arbeiten in und mit
der Führungsgruppe
18
- alle Führungsaufgaben innerhalb
einer Einsatzleitung und Einsatzab-
schnittsleitung übernehmen können
- Einsatzleiter
- Führungsassistenten
- Einsatzabschnittsleiter
3
Einsatzübun-
gen / Plan-
übungen
- Fernmeldeorganisation,
Kanalvergabe
3
Führungsmittel
2
fernmeldetaktische Strukturen beim
Einsatz mehrerer Züge selbstständig
anwenden können
- Fernmeldeskizze
Unterrichts-
gespräch /
Einsatzübun-
gen / Plan-
übungen
- rechtliche Bestimmun-
gen
Öffentlichkeitsarbeit
2
die Rechte und Pflichten des Einsatz-
2
leiters bei der Öffentlichkeitsarbeit
erklären können.
- Umgang mit Schau-
lustigen und Medien-
vertretern
Unterrichts-
gespräch
Anlegen von Übungen
1
die Voraussetzungen für eine Übung
für die „Führungsgruppe“ nennen
können
Übungsgestaltung auf
den Führungsebenen
„Zug“ und „Einsatzab-
schnitt“
1 Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 51
4.4
Lehrgang „Einführung in die Stabsarbeit“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur selbstständigen Führung eines Sachgebietes in einer stabs-
mäßig arbeitenden Einsatzleitung.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit
zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichtsge
spräch
- Führungsorganisation
> Gliederung von Füh-
rungsstäben
> Aufgaben und Zu-
ständigkeiten der
Stabsmitglieder
3
- Führungsvorgang
> Arbeitsabläufe,
> Arbeitsweisen und
-verfahren beim stabs-
mäßigen Führen
Führungssystem 6
das Führungssystem beim stabsmä-
ßigen Führen erklären und anwenden
können
- Führungsmittel
> Vordrucke
> Einsatzunterlagen
> Lagekarten
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
- Behörden und Organi-
sationen mit Sicher-
heitsaufgaben
3
- Anforderungsverfahren
Zusammenarbeit bei
der Gefahrenabwehr
2
die Struktur anderer Dienststellen und
Einheiten sowie die Grundsätze der
Zusammenarbeit im Stab beschrei-
ben und anwenden können
- Grundsätze für die
Zusammenarbeit im
Stab
Unterrichts-
gespräch
- Gefahrenanalyse, Not-
fallplanung
3
- Alarmierungsregelun-
gen
- Katastrophen- und
Sonderschutzpläne
- Aufstellung und Ausbil-
dung von Katastro-
phenschutz-Einheiten
- Alarmierung / Warnung
der Bevölkerung
Vorbereitende
Maßnahmen
2
erklären können, welche Möglichkei-
ten der Einsatzplanung und -
vorbereitung für Großschadenlagen
bzw. den Katastrophenfall als Grund-
lage für eine wirkungsvolle Stabsar-
beit bestehen und Einsatzunterlagen
gezielt auswerten bzw. anwenden
können
- Führungs- und Fern-
meldeorganisation
Unterrichts-
gespräch
Stabsübungen 22
in allen Stabsfunktionen selbstständig
und fachlich richtig arbeiten können
Einsatz in unterschiedli-
chen Stabsfunktionen
3 Stationsarbeit
/ Planübun-
gen
Leistungsnachweis 1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 52
4.5 Lehrgang „Führen im ABC-Einsatz“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum taktisch richtigen Einsatz der ABC-Ausrüstung und zum Füh-
ren entsprechend ausgebildeter taktischer Einheiten im ABC-Einsatz.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2*
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
Grundlagen des ABC-
Einsatzes
3*
die für ABC-Einsätze der Feuerwehr
geltenden Richtlinien erklären können
- Taktik des ABC-
Einsatzes nach FwDV
500
- Einsatzvorbereitung
- Einsatzabwicklung
- Einsatznachbereitung
- Einsatzmöglichkeiten
und –grenzen von tak-
tischen ABC-Einheiten
2 Unterrichts-
gespräch
- Aufgabenträger
2
- Zuständigkeiten
- Unterstellungsverhält-
nisse / Weisungsbe-
rechtigung
Zuständigkeiten im
ABC-Einsatz
1*
die Grundsätze des Zusammenwir-
kens von ABC-Einheiten mit anderen
Organisationen und Aufgabenträgern
- auch im Zivilschutz und in der Ka-
tastrophenhilfe- erklären können
- Zusammenarbeit
Unterrichts-
gespräch
- Gefahrengruppen
- Beurteilungswerte
- Maßnahmengruppen
Einsatztaktik bei che-
3
mischen Gefahrstof-
fen
7*
die Einsatztaktik bei Einsätzen mit
chemischen Gefahrstoffen entspre-
chend der spezifischen Einsatzrichtli-
nie erklären und anwenden können
- Taktik bei Einsätzen
mit chemischen Stof-
fen nach FwDV 500
Teil IIC
Unterrichts-
gespräch /
Planübung
- Risiko- und Gefahren-
gruppen
- Beurteilungswerte
Einsatztaktik bei bio-
3
logischen Gefahrstof-
fen
2*
die Einsatztaktik bei Einsätzen mit
biologischen Gefahrstoffen entspre-
chend der spezifischen Einsatzrichtli-
nie erklären und anwenden können
- Taktik bei Einsätzen
mit biologischen Stof-
fen nach FwDV 500
Teil IIB
Unterrichts-
gespräch /
Planübung
- Gefahrengruppen
- Beurteilungswerte
- Grundlagen der Eigen-
schaften radioaktiver
Stoffe und deren Strah-
lung zur Beurteilung
bestehender Gefahren
3
- Biologische Wirkung
der Strahlung
Einsatztaktik bei ra-
dioaktiven Gefahrstof-
fen
8*
die Einsatztaktik bei Strahlenschutz-
einsätzen entsprechend der spezifi-
schen Einsatzrichtlinie erklären und
anwenden können
- Taktik bei Einsätzen
mit radioaktiven Stoffen
nach FwDV 500
Teil IIA
Unterrichts-
gespräch /
Planübung

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 53
- Übersicht Mittel zur
stoffspezifischen Infor-
mationsgewinnung
3
- Praktischer Einsatz von
Mitteln zur Informati-
onsgewinnung
- Zusammenarbeit mit
TUIS
Informationssysteme
3*
Informationssysteme unterschiedli-
cher Art für ABC-Einsätze selbststän-
dig und gezielt nutzen und erhaltene
Informationen zielgerichtet auswerten
und bewerten können
- Nutzung von Daten-
banken
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit
Fahrzeug- und
Gerätekunde
2*
Den taktischen Einsatzwert von ABC-
Einsatzfahrzeugen erklären können
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen der ABC-
Fahrzeuge und ihrer
Ausrüstung
2 Unterrichts-
gespräch
- Einsatzmöglichkeiten
und -grenzen der
Mess-, Nachweis- und
Spürausstattung
3
- Messtaktik
3
- Wetterparameter
2
- Ausbreitungsmodelle
2
- Festlegung
> der Messorte
>von Messrastern
3
- Erteilung von Spür- und
Messaufträgen
3
- Veranlassung von Pro-
benahmen
3
- Festlegung von Probe-
nahmenrastern
3
- Interpretation, Doku-
mentation und Weiter-
meldung von Mess-
und Spürergebnissen
sowie Proben
3
Messen
6*
selbstständig und fachlich richtig
Messergebnisse auf geeignete Art
und Weise zielgerichtet beschaffen,
zusammenfassen, bewerten und wei-
tergeben können sowie geeignete
Maßnahmen daraus ableiten können.
- Kennzeichnung, Über-
wachung und Darstel-
lung kontaminierter Be-
reiche
3
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit
- Besichtigung / Vorstel-
lung von Betrieben und
Einrichtungen
Objektkunde
5*
objektspezifische Besonderheiten im
1
Umgang mit Gefahrstoffen kennen
lernen und
alternativ:
- Vorstellung anderer
Einrichtungen, Organi-
sationen der ABC-
Abwehr (z. B. TUIS,
Task-Forces, ZUB)
Praktische
Unterweisung
- Anwendung des Füh-
rungsvorganges im
ABC-Einsatz bei unter-
schiedlichen Lagen
Einsatzlehre 15
*
die erworbenen Kenntnisse in der
3
Anwendung des Führungsvorgangs
bei ABC-Einsätzen lagebezogen tak-
tisch richtig anwenden können.
- Planübungsauswertung
Planübungen
Einsatzübungen
15*
die erworbenen Kenntnisse lagebe-
zogen im Rahmen von komplexen
Einsatzübungen richtig anwenden
können.
3 Einsatzübun-
gen
Leistungsnachweis
1*
den Lernerfolg nachweisen.
gesamter Lehrstoff

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 54
Gesamtstundenzahl: 70
70 Stunden zivilschutzbezogene
Ausbildung für ABC-Unterführer und
ABC-Führungskräfte

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 55
4.6
Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Leitung einer Feuerwehr in organisatorischer und verwal-
tungsmäßiger Hinsicht.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte LZS empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichtsge-
spräch
- Hierarchie der Rechts-
normen
3
- Feuerwehr- und Katast-
rophenschutzrecht
- Kommunalrecht
- Verwaltungsrecht
- Haftungsrecht
Rechtsgrundlagen
10
aus den entsprechenden Rechts-
grundlagen ihre Aufgaben, Zuständig-
keiten und Befugnisse als Leiter einer
Feuerwehr ableiten können
- Vereinsrecht (BGB)
Unterrichtsge-
spräch /
Gruppenarbeit
Organisation und Ge-
- Organigramm
2
schäftsverteilung
1
die organisatorischen Maßnahmen
zur Leitung einer Feuerwehr erklären
können
- Geschäftsverteilungs-
plan
Unterrichtsge-
spräch
- Bedarfsplanung
3
- Beschaffungsplan
-Haushaltsplan
- Ausschreibung
- Zuschüsse und Förder-
richtlinien
- Beschaffung
- Bevorratung
Haushaltswesen und
Beschaffung
6
die grundlegenden Regelungen der
Haushaltsführung erklären und an-
wenden können
- Gerätenachweis
Unterrichts-
gespräch /
Rollenspiel
- Personalzuwendungen
3
- Unfallverhütung
- Geräteprüfordnung
- Versicherungsschutz
Soziale Fürsorge
4
Regelungen der sozialen Absicherung
der Feuerwehrangehörigen auf kon-
krete Beispiele anwenden und bewer-
ten können
- Einsatznachbereitung
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit
- Menschenführung
3
- Gesprächsführung
- Führungsverhalten
- Organe der Feuerwehr
- Aufnahmen, Entlas-
sungen
- Wahlverfahren
- Personalstruktur
Personalplanung
und –führung
8
allgemeine Führungsgrundsätze so-
wie personalbezogene Planungen
erklären und diese auf eigene Ver-
hältnisse übertragen können
- Ausbildungsplanung
Unterrichts-
gespräch /
Rollenspiel /
Gruppenar-
beit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 56
- Mitgliederwerbung
2
- Zusammenarbeit mit
Presse, Rundfunk,
Fernsehen
- Veröffentlichungen
- Veranstaltungen
- Nutzung neuer Medien
Öffentlichkeitsarbeit
3
die Bedeutung, Ziele und Möglichkei-
ten der Öffentlichkeitsarbeit erklären
können
- Förderung des Anse-
hens
Unterrichtsge-
spräch /
Gruppenarbeit
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl: 35

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Ausgabe 01. 2012
Seite 57
4.7
Lehrgänge „Ausbilder in der Feuerwehr“
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Durchführung theoretischer und praktischer Ausbildung in den
nicht an Landesfeuerwehrschulen durchgeführten Lehrgängen.
Ausbildungseinheit Zeit Groblernziele
Die Teilnehmer müssen
Inhalte
LZS: empfohlene
Methode
- Organisatorisches
1
- Stundenplan
- Lernziele
Lehrgangsorganisati-
on
2
über Ablauf und Zielsetzung des
Lehrgangs informiert werden und am
Lehrgangsende Gelegenheit
zur Kritik
erhalten
- Abschlussgespräch
Unterrichts-
gespräch
- Landesfeuerwehrge-
setze, Feuerwehr-
Dienstvorschriften, Un-
fallverhütungsvorschrif-
ten
1
- Kostenträger, Kosten-
ersatz
- Dienstpflichten
- Freistellung
- Zuschussregelungen
- Voraussetzungen für
die Teilnahme an Lehr-
gängen
- Aufgaben der Feuer-
wehrführung
- Mitwirkende in der
Ausbildung
- Ausbildungsorganisati-
on
Rechtsgrundlagen
und Organisation
2
wissen, auf welchen gesetzlichen
Vorgaben, die Ausbildung der Freiwil-
ligen Feuerwehr beruht
- Ausbildungsnachweise
Lehrvortrag /
Unterrichts-
gespräch
- Grundlagen menschli-
chen Verhaltens und
Lernens (Gehirnleis-
tung, Entstehung und
Auswirkung von Stress,
Drill)
2
- der Ausbilder
- Stufen des Lernens
- Lernziele
- Lerninhalte
- Ausbildungsmethoden
- Medien
- Lernzielkontrolle
Grundlagen des Aus-
bildens
9
- die besonderen Anforderungen an
die Einsatzkräfte und die daraus re-
sultierenden Besonderheiten für die
Ausbildung erklären können
- die Faktoren, die die Motivation
beeinflussen und deren Wirkung im
Unterrichtsgeschehen erklären kön-
nen.
- die Strukturen und Faktoren, die die
Unterrichtsgestaltung beeinflussen
sowie deren Zusammenhänge und
Abhängigkeiten erklären können
- Organisatorischer
Rahmen
Unterrichts-
gespräch /
Gruppenar-
beit

Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 - FwDV 2
Ausgabe 01. 2012
Seite 58
- die didaktischen Abhängigkeiten
und Zusammenhänge
der einzelnen
in der FwDV 2 geforderten Ausbil-
dungseinheiten erklären und auf
den konkreten Lehrgang anwenden
können
- Gestaltung eines Lehr-
gangsplanes
Lehrgangs- und Unter-
3
richtsgestaltung
21
- auf der Grundlage von vorgegebe-
nen Lernzielen für eine konkrete
Zielgruppe Unterricht methodisch
und didaktisch sinnvoll planen und
selbstständig und fachlich richtig
gestalten können
- Unterrichtsvorberei-
tung, Lehrübungen und
Nachbesprechungen
3
Unterrichts-
gespräch /
Stationsarbeit
Lehrübung /
Rollenspiel /
Unterrichts-
gespräch
Leistungsnachweis
1
den Lernerfolg nachweisen
gesamter Lehrstoff
Gesamtstundenzahl:
35
5 Fortbildung
Lernziele, Inhalte und Methoden werden im Einzelfall festgelegt.