image
Fachbereich Allgemeine Verwaltung
Hinweise für Ausbildungsleiter, Praxisbetreuer
und Studenten ab Einstellungsjahrgang 2020
zu den Prüfungsleistungen und zur Organisation
im berufspraktischen Teil des Bachelorstudienganges
Allgemeine Verwaltung

Inhalt
1. Vorbemerkungen .............................................................................................................. 3
2. Praxisberichte .................................................................................................................. 3
2.1
Inhalt ..................................................................................................................... 4
2.2
Umfang ................................................................................................................. 4
2.3
Formale Gestaltung .............................................................................................. 4
3. Praxiszeugnis ...................................................................................................................5
4. Inhalt und Organisation ....................................................................................................5

3
1. Vorbemerkungen
Das berufspraktische Studium wird in insgesamt zwei Modulen im 3. Semester und in zwei Mo-
dulen im 6. Semester bei den Einstellungsbehörden und weiteren geeigneten Ausbildungsstellen
durchgeführt. Es soll das eher handlungsorientierte Fachstudium durch berufspraktische Aufga-
benstellungen ergänzen.
Während des berufspraktischen Studiums sind als Leistungsnachweis durch die Studenten für
jedes Praxismodul je ein Praxisbericht anzufertigen und der Einstellungsbehörde bzw. der jewei-
ligen Ausbildungsstelle (spätestens 1 Woche vor Abschluss des Moduls) sowie der HSF Meißen
(zu Beginn des 4. Semesters und am Ende des 6. Semesters) vorzulegen. Sofern innerhalb eines
Praxismoduls Praxiszeiten in mehreren Ausbildungsgebieten absolviert werden, ist mit dem Pra-
xisbetreuern vom Studenten abzustimmen, auf welches Ausbildungsgebiet sich der Praxisbericht
schwerpunktmäßig beziehen soll. Die Praxisberichte der Studenten werden von den jeweiligen
Praxisbetreuern in Abstimmung mit den Ausbildungsleitern ebenso bewertet, wie deren Fach-,
Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Die Bewertung ist in einem Zeugnis für das berufsprak-
tische Studium zu dokumentieren.
Mit den Praxisberichten sollen die Studenten den Nachweis erbringen, dass sie einerseits die in
den Modulbeschreibungen und in der Studienordnung geforderten praktischen Studieninhalte ab-
solviert haben und andererseits in der Lage sind, die in den fachtheoretischen Modulen erworbe-
nen Kenntnisse und Fähigkeiten in der praktischen Anwendung zu reflektieren. Die Studenten
vertiefen im Übrigen ihre Kompetenzen in schriftlicher Ausdrucksfähigkeit und in der Kommunika-
tion. Die Ausbildungsbehörden erhalten Informationen über Tätigkeit und Leistungsstand der Stu-
denten sowie über den Grad der Verzahnung von fach- theoretischen und fachpraktischen Inhal-
ten.
Hinweis: Alle Studiendokumente stehen zur Einsichtnahme unter
https://www.hsf.sachsen.de/stu-
dium/bachelorstudiengaenge/bachelorstudiengang-allgemeine-verwaltung/
zur
Verfügung.
Für die Erarbeitung der Praxisberichte stellen die Einstellungsbehörden/Ausbildungsstellen den
Studenten einen angemessenen Zeitraum während der Dienstzeit zur Verfügung (Vorschlag: 16
Stunden).
2. Praxisberichte
Nachfolgend werden Aussagen sowohl zum Inhalt als auch zu den Formerfordernissen der Pra-
xisberichte getroffen. Praxisberichte stellen keine „wissenschaftliche Arbeit“ dar. Es wird gleich-
wohl dringend empfohlen, vor deren Erstellung die inhaltlichen und formalen Erfordernisse mit
den Praxisbetreuern und Ausbildungsleitern abzustimmen.

4
2.1 Inhalt
Im Praxisbericht werden Themen, Aufgaben, Probleme, Tätigkeiten etc. aus dem jeweiligen Pra-
xismodul dargestellt. Dabei geht es nicht nur um deren Beschreibung, sondern um die Reflektion
und Auseinandersetzung mit diesen. Die Einbeziehung einschlägiger Literatur ist möglich, aber
nicht zwingend.
Der Praxisbericht soll in der Regel aus drei Teilen bestehen:
a) Darstellung der jeweiligen Organisationseinheit (Arbeitsschwerpunkte, Organisationsstruktur,
Mitarbeiter etc.)
b) Darstellung der praktischen Tätigkeit
(Darstellung der Einsatzbereiche, der bearbeiteten Aufgabe(n) in logischer Gliederung (z.B.
Beschreibung, Einarbeitung, Probleme, Ergebnisse)
c) Auswertung/persönliche Einschätzung
(Anwendung von Wissen aus den Lehrveranstaltungen, Umsetzbarkeit dieses Wissens, Auf-
zeigen von Problemen bei der praktischen Tätigkeit, Verbesserungsvorschläge).
2.2 Umfang
Der Umfang des reinen Textteils sollte sechs Seiten nicht überschreiten. Abbildungen und Tabel-
len können die Übersichtlichkeit verbessern. Es gilt aber zu beachten, dass die Praxis- berichte
nicht überwiegend aus Abbildungen und Tabellen bestehen.
2.3 Formale Gestaltung
Alle Seiten sind als DIN A4-Seiten nur einseitig zu beschreiben. Als Schriftart/-größe sind Arial 11
Punkt (pt) zu verwenden. Für evtl. Fußnoten ist die Schriftgröße 9 pt zu wählen.
Der Textteil ist 1,5 zeilig zu schreiben, wobei Blocksatzschreibweise anzuwenden ist. Größere
Lücken sollen durch eine entsprechende (automatische) Silbentrennung vermieden werden. Für
die Textseiten ergibt sich damit ein ungefüllter Raum, der für folgende Randaufteilung verwendet
werden soll: links/rechts: 3 cm/3 cm und oben/unten: 2,5 cm/2,0 cm. Die Seitennummerierung
(arabische Ziffern) soll mit dem Textteil beginnen und am Seitenende eingefügt werden.
Hervorhebungen im Text können durch kursive oder fette Formatierung vorgenommen werden,
wobei letztere Form eher zurückhaltend eingesetzt werden soll. Zu vermeiden sind Unterstreich-
ungen sowie die gleichzeitige Verwendung von kursiver und fetter Formatierung.
Die Praxisberichte können ungebunden abgegeben werden.

5
Für die Heftung gilt folgendes Ordnungsschema:
Deckblatt (siehe Anlage 1)
ggf. Inhaltsverzeichnis
ggf. Abkürzungsverzeichnis
ggf. Darstellungsverzeichnis
Textteil
ggf. Anhang
3. Praxiszeugnis
Der von den Studenten zu jedem Praxismodul anzufertigende Praxisbericht sowie deren Fach-,
Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz sind vom Praxisbetreuer jeweils mit einer vollen Noten-
punktzahl von 0 - 15 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 19 Abs. 9 SächsAVwDSozwDAPO zu
bewerten. Die Bewertung ist im „Zeugnis für das berufspraktische Studium im Bachelorstudien-
gang Allgemeine Verwaltung“ zu dokumentieren. Zu jedem Praxismodul ist nur ein Zeugnis zu
erstellen. Der Zeugnisvordruck steht als Download zur Verfügung. Als Anlagen sind dem Zeug-
nisvordruck „Erläuterungen zum Inhalt des Praxiszeugnisses“ sowie ein Vorschlag zur „Bewer-
tung der Praxisberichte“ beigefügt.
Die Ausbildungsstellen übergeben den Studenten das Zeugnis in dreifacher Ausfertigung bis zum
letzten Tag des zu beurteilenden Zeitraums. Vorher ist der Zeugnisinhalt mit den Studenten zu
erörtern.
Die Studenten legen der Hochschule (Frau Felsch, Haus 3, Raum 223) die Zeugnisse und die
Praxisberichte zu den Praxismodulen
des 3. Semesters in der ersten Studienwoche des 4. Semesters und
des 6. Semesters spätestens am Tag der Verteidigung der Bachelorarbeit (i. d. R. Anfang
September)
vor.
Zu den Praxismodulen, die außerhalb der Einstellungsbehörde absolviert werden, legen die Stu-
denten eine Zeugnisausfertigung innerhalb einer Woche nach Übergabe der Einstellungsbe-
hörde vor. Ein Zeugnis verbleibt beim Studenten.
4. Inhalt und Organisation
Maßgebend für die inhaltliche Ausgestaltung des berufspraktischen Studiums sind die Vorgaben
der Studienordnung sowie die Modulbeschreibungen zu den insgesamt vier Praxismodulen (im 3.
Semester: Modul Eingriffs- und/oder Leistungsverwaltung sowie Modul Querschnittsverwaltung,

6
und im 6. Semester: Modul Querschnittsverwaltung/Öffentliche Betriebe sowie Modul Projektma-
nagement/Planungsverwaltung).
Entsprechend diesen Vorgaben erstellen die Praxisbetreuer in Abstimmung mit den Ausbildungs-
leitern für die Studenten zu jedem Praxismodul einen Ausbildungsplan und wählen auf der Grund-
lage dieses Planes die für die Verwaltungspraxis typischen Verwaltungsvorgänge aus dem lau-
fenden Betrieb aus. Um einschätzen zu können, auf welche Kenntnisse bei den Studenten nach
dem 2. bzw. 5. Semester aufgebaut werden kann, wird den Praxisbetreuern die Einsichtnahme in
die Modulbeschreibungen und Stoffgliederungspläne der am Fachbereich Allgemeine Verwaltung
durchgeführten fachtheoretischen Module empfohlen.
Die Modulbeschreibungen sind unter
https://www.hsf.sachsen.de/studium/bachelorstudienga-
enge/bachelorstudiengang-
allgemeine-verwaltung/modulhandbuch/
abrufbar.
Stoffgliederungspläne können bei Frau Hammer unter
kerstin.hammer@hsf.sachsen.de
angefor-
dert werden.
Die für die Einstellungsjahrgänge 2020 und 2021 gültige Prüfungsordnung (Fassung vom 11.01.2020
bestimmt in § 9 Abs. 4, welche Ausbildungsstellen für die Durchführung von Praxismodulen in
Frage kommen. Als Praxisbetreuer dürfen nur Beamte mit der Befähigung für eine Laufbahn der
Laufbahngruppe 2 oder vergleichbare Beschäftigte beauftragt werden, die über die hierzu
erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und nach ihrer Persönlichkeit geeignet sind
(§ 9 Abs. 6 SächsAVwDSozwDAPO). Praxisbetreuer sollen in der Regel auch die Ausbilder-
Eignungsprüfung oder den Lehrgang zur Qualifizierung der ausbildenden Fachkraft bestanden
haben.
Für die Organisation und Durchführung des berufspraktischen Studiums gelten nachfolgende
Grundsätze:
a) Das berufspraktische Studium findet in der Regel in den Einstellungsbehörden statt.
b) Im Umfang von mindestens 8 und höchstens 18 ECTS Leistungspunkten soll ein Praktikum bei
einer staatlichen und kommunalen Behörde im Freistaat Sachsen absolviert werden.
c) Ein Modul kann in geeigneten Eigen- und Beteiligungsgesellschaften des Freistaates Sachsen
sowie der sächsischen Kommunen und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen
des öffentlichen Rechts oder bei vergleichbaren Einrichtungen anderer Bundesländer, des
Bundes sowie anderer europäischer Staaten durchgeführt werden. Für Praktikumsabschnitte
außerhalb der Einstellungsbehörden bewerben sich die Studenten unmittelbar bei den Ausbil-
dungsstellen.

7
d) Sofern kommunal eingestellte Studenten ein Praxismodul in der Landesdirektion Sachsen ab-
solvieren wollen, sind die Bewerbungen an die Landesdirektion, Referat 13, zu schicken (für
ein Praxismodul im 3. Semester bis 31. Januar, für ein Praxismodul im 6. Semester bis 30.
November). Die Bewerbung soll ein Anschreiben enthalten, aus dem u. a. deutlich hervorgeht,
in welchem Zeitraum welches Praxismodul, in welcher Dienststelle der Landesdirektion ge-
wünscht ist. Mit dem Bewerbungsschreiben ist auch ein tabellarischer Lebenslauf einzu-
reichen. Die Unterlagen können per Mail an
Ausbildung@lds.sachsen.de
übermittelt
werden.
Keinesfalls sollen sich die kommunal eingestellten Studenten direkt bei den Fachabteilungen
bzw. Fachreferaten in den Dienststellen Chemnitz, Dresden oder Leipzig der Landesdirektion
bewerben.
Nach Sichtung der Bewerbungen der kommunal eingestellten Studenten erfolgen Rück-spra-
chen mit den jeweiligen Fachreferaten der Landesdirektion Sachsen. Anschließend erhalten
die Studenten vom Referat 13 eine Mitteilung, ob das Praktikum in der Landes-direktion durch-
geführt werden kann. Die Landesdirektion bemüht sich, alle Bewerbungen zu berücksichtigen,
kann jedoch nicht garantieren, dass allen Wünschen entsprochen werden kann. Deshalb emp-
fehlen wir den kommunal eingestellten Studenten, auch ein Praktikum in sächsischen Staats-
ministerien und deren nachgeordneten Behörden in Betracht zu ziehen.
e) Die von der Landesdirektion Sachsen selbst eingestellten Studenten sprechen ihre Vorstellun-
gen zum Praktikumsablauf im 3. Semester bis 15. Januar und zum Praktikumsablauf im
6. Semester bis 15. November unmittelbar mit der Landesdirektion Sachsen, Dienststelle
Leipzig, Referat 13, ab.
f) Rechtzeitig vor Beginn des Praktikums beantragen die Studenten bei der HSF Meißen die Zu-
weisung zu den von ihnen ausgewählten Ausbildungsstellen.
Mit dem Antrag (Antragsformulare für das 3. bzw. 6. Semester stehen zum Download zur Ver-
fügung, sind zwingend zu verwenden und am PC auszufüllen) sind die vorgesehenen Arbeits-
bereiche bzw. Ausbildungsgebiete anzugeben, die zuständigen Praxisbetreuer und der Aus-
bildungsleiter zu benennen und eine Einverständniserklärung der Ausbildungsstelle sowie der
Einstellungsbehörde vorzulegen. Die Studenten geben ihren Antrag zum berufspraktischen
Studium im 3. Semester bis zum 15. Mai, den Antrag zum berufspraktischen Studium im 6.
Semester bis zum 15. Januar im Studentensekretariat der HSF Meißen ab.

8
Bei der Organisation und Durchführung der berufspraktischen Semester sind außerdem nachfol-
gende Hinweise zu beachten:
a) Den Ausbildungsstellen entstehen bei der Durchführung des berufspraktischen Studiums
keine Kosten. Die Studenten erhalten ihre Vergütung von der jeweiligen Einstellungsbe-
hörde.
Dienstreisen, die die Studenten im Auftrag der Ausbildungsstelle durchführen, müssen jedoch
von dieser finanziert werden.
b) Hinsichtlich der von den Studenten im Praktikum verursachten Schadensfälle haftet deren
Einstellungsbehörde, sofern sie von den Studenten nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich her-
beigeführt wurden.
c) Dienstunfälle sind sofort der Einstellungsbehörde und der HSF Meißen anzuzeigen.
d) Der Abschluss eines Praktikumsvertrages ist nicht notwendig, da die Zuweisung der Stu-
denten erst nach Vorlage der Praktikumsbestätigung erfolgt.
e) Im Falle einer Erkrankung haben die Studenten eine Kopie der Krankschreibung innerhalb
von drei Tagen der Praktikumsstelle und der HSF Meißen vorzulegen. Das Original muss von
den Studenten innerhalb von drei Tagen der jeweiligen Einstellungsbehörde zugeleitet wer-
den.
f)
Die Studenten erhalten von ihrer Einstellungsbehörde zum Studienbeginn bzw. zum Beginn
des jeweiligen Kalenderjahres Urlaubsblätter, auf denen der Urlaubsanspruch vermerkt ist.
Urlaub, der von den Studenten während des berufspraktischen Studiums genommen wird, ist
bei den jeweiligen Ausbildungsstellen zu beantragen und wird von diesen genehmigt. Die
Einstellungsbehörden prüfen, ob der Urlaub ordnungsgemäß in Anspruch genommen wurde.

9
Praxisbericht für das Modul
BaAV-…….
…………………………………………………
Studentin/Student:
Praxiszeitraum:
Organisationseinheit(en):
Abgabedatum: