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Geschäftsbericht 2015

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Dresden
Bautzen
Leipzig
Zwickau
Chemnitz
Standorte
Zentrale
Niederlssung
Führungskräfte
Geschäftsführer
Niederlassungsleiter
Oliver Gaber
Kaufmännischer
Geschäftsführer
Norbert Seibt
Niederlassungsleiter
Bautzen
Gerlind Berndt
Niederlassungsleiterin
Leipzig I
Dr. Ulf Nickol
Niederlassungsleiter
Dresden II
Prof. Dieter Janosch
Technischer Geschäftsführer
Peter Voit
Niederlassungsleiter
Chemnitz
Petra Förster
Niederlassungsleiterin
Leipzig II
Ludwig Coulin
Niederlassungsleiter
Dresden I
Michael Haas
Niederlassungsleiter
Zwickau

| 01
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort des Staatsministers der Finanzen
...............................................................................................
03
2. Vorwort der Geschäftsführung
........................................................................................................................
04
3. Der Staatsbetrieb SIB
.............................................................................................................................................
06
4. Jahresergebnisse 2015 im Überblick
............................................................................................................
08
5. Die Geschäftsentwicklung 2015
......................................................................................................................
10
Planungs- und Baumanagement
................................................................................................................................
10
Facility- und Bedarfsdeckungsmanagement
.......................................................................................................
16
Finanzvermögen und Portfoliosteuerung
.............................................................................................................
20
Zentrale Verwaltung
..........................................................................................................................................................
23
Projektgruppe Erstaufnahmeeinrichtungen
.........................................................................................................
27
6. Die Standorte
...............................................................................................................................................................
28
› Niederlassung Bautzen ‹
................................................................................................................................................
28
› Niederlassung Chemnitz ‹
............................................................................................................................................
30
› Niederlassung Dresden I ‹
..............................................................................................................................................
32
› Niederlassung Dresden II ‹
............................................................................................................................................
34
› Niederlassung Leipzig I ‹
.................................................................................................................................................
36
› Niederlassung Leipzig II ‹
...............................................................................................................................................
38
› Niederlassung Zwickau ‹
...............................................................................................................................................
40
7. Preise und Auszeichnungen
.................................................................................................................................
42
8. Organisation und Aufsicht
.................................................................................................................................
44

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02 |
| 03
1. Vorwort des Staatsministers der Finanzen
Aufgaben erbracht wurde, ist ein besonderes
Verdienst der Mitarbeiter, denen ich für ihren
außergewöhnlichen Einsatz auf diesem Gebiet
danke und meine Anerkennung ausspreche.
Es gehört mittlerweile schon zur guten Tradi-
tion, dass die Leistungen des SIB auch regel-
mäßig von Seiten Dritter gewürdigt werden.
Mit zwei Anerkennungen ist SIB beim Sächsi-
schen Staatspreis für Baukultur vertreten. Der
Neubau des Zentrums für neue Medien und
soziale Arbeit für die Hochschule Mittweida
und die Überdachung des Kleinen Schlossho-
fes am Dresdner Residenzschloss hat die Jury
als vorbildliche Leistungen hervorgehoben.
Für den Erfolg verantwortlich sind vor allem die
Beschäftigten im Staatsbetrieb. Ihnen spreche
ich meinen herzlichen Dank aus. Meinen Dank
richte ich auch an die Mitglieder des Verwal-
tungsrates.
Blicken Sie nun mit mir zurück auf ein ereig-
nisreiches Jahr 2015. Ich wünsche Ihnen eine
interessante Lektüre.
Prof. Dr. Georg Unland
Staatsminister der Finanzen
Prof. Dr. Georg Unland
Staatsminister der Finanzen
Die Geschäftsfelder des Staatsbetriebes
Sächsisches Immobilien- und Baumanage-
ment (SIB) umfassen alle Aufgaben, die sich
dem Freistaat als Bauherr und Eigentümer
staatlicher Liegenschaften stellen. Die Bau-
und Liegenschaftsangelegenheiten berühren
dabei den Lebensalltag der Öffentlichkeit. Wie
sich ein Staat mit seinen Gebäuden darstellt,
ist für den Bürger nicht zuletzt ein Gradmes-
ser dafür, wie der Staat seine öffentlichen
Aufgaben erfüllt. Mit seinen Bauten für Staat,
Kultur und Bildung deckt SIB nicht nur den
Unterbringungsbedarf. Die Sanierungen und
Neubauten greifen die sächsische Geschichte
und Identität auf und tragen sie in die Gegen-
wart und Zukunft weiter.
Das im Bau befindliche neue Finanzamt in
Pirna ist ein prominentes Beispiel für diesen
Ansatz. Es entsteht auf dem denkmalge-
schützten Liebenauschen Vorwerk, welches
1641/42 errichtet und nach dem sächsischen
Offizier Johann Siegmund von Liebenau be-
nannt wurde. Nach wechselnden militäri-
schen Nutzungen diente die Liegenschaft als
Wohn- und Waisenhaus, sowie als Gaststätte
und verfiel später. Erst die Entscheidung im
Juni 2012, das Vorwerk als Finanzamt zu nut-
zen, rettete einen Teil der maroden Gemäuer
vor dem Komplettabriss. Auf dem verkehrs-
günstig gelegenen Grundstück in fußläufiger
Entfernung zum Altstadtkern werden diese
verschiedenen historischen Gebäude zu ei-
nem Baukörper zusammengeführt. Grundlage
dafür bildet der aus einem Architektenwett-
bewerb hervorgegangene Entwurf, der die
Charakteristik der historischen Vorgängerbe-
bauung mit seinen geneigten Dächern, den
Traufhöhen und der Sandsteinfassade in einer
modernen Architektur weiterführt. Im Ergeb-
nis wird dieser Behördenneubau sowohl ein
zeitgemäßer Neubau als auch ein Bewahrer
von historisch gewachsenen Strukturen sein.
Er ist ein Beispiel dafür, wie man durch ein
sensibles Wiederaufnehmen von traditionel-
len Bauformen in der modernen Architektur
zu guten Lösungen gelangen kann.
Bauinvestitionen des Freistaates Sachsen
kommen der Weiterentwicklung des Landes
unmittelbar zugute. Im Jahr 2015 hat SIB 515
Millionen Euro für eine Vielzahl von Baupro-
jekten umgesetzt. Rund 85% aller Aufträge
konnten im Jahr 2015 an sächsische Unter-
nehmer vergeben werden. Dabei besitzt der
SIB als öffentlicher Auftraggeber eine Vor-
bildfunktion, die sich nicht alleine auf die
architektonische Gestalt bezieht. Kriterien
der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz
bestimmen in einem immer größeren Maße
die Auslobungen. Der Staatsbetrieb wird auch
weiterhin fachkompetent dafür Sorge tragen,
dass Aspekte des Klimaschutzes und der Nut-
zung erneuerbarer Energien bei der Erfüllung
der baulichen und liegenschaftlichen Aufga-
ben eine leitende Rolle spielen.
Investitionen in Bauprojekte stärken in einem
besonderen Maße auch das Hochschulwesen
in Sachsen. Insgesamt rund 177 Millionen Eu-
ro hat SIB im Jahre 2015 in Gebäude für die
Hochschulen investiert.
Auch im Bereich des Landesbaus hat der Frei-
staat seine Investitionen bewusst in Stand-
orte in der Region gelenkt. Dazu zählen der
Umbau und die Sanierung der Jugendforensik
im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf. Die
gründerzeitliche Krankenhausanlage inmitten
einer Parklandschaft ist vor 100 Jahren kon-
zipiert worden. Die Qualitäten, die mit einer
solch aufgelockerten Bauweise im Grünen
einhergehen, bestehen aber unverändert fort.
Mit einer klugen Planung ist es gelungen, in
den historischen Gebäuden die Forensik auf
modernstem Niveau zu integrieren und das
Krankenhaus als wichtigen Arbeitgeber in der
Region weiter zu etablieren. Insgesamt hat
der Staatsbetrieb im Bereich Landesbau im
Jahre 2015 eine Summe von 236 Millionen
Euro investiert.
Einen erheblichen Einfluss auf die Tätigkeit
des SIB besaß im Jahr 2015 die dramatische
Entwicklung im Bereich der Erstaufnahmeein-
richtungen. Der Staatsbetrieb hat dabei be-
wiesen, dass er auch außergewöhnliche Not-
situationen meistert. Innerhalb kürzester Zeit
hat SIB Liegenschaften für die Unterbringung
der Asylsuchenden bereitgestellt und rund
63 Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen.
Dass diese Leistung parallel zu den laufenden
Schloss Augustusburg -
Sanierung Schlosskirche
Restaurierung Cranach-Altar und Kanzel

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04 |
| 05
2. Vorwort der Geschäftsführung
Das Jahr 2015 war geprägt durch das zent-
rale Thema Asyl, dessen Dynamik im Verlauf
des Jahres immer stärker zunahm. In diesem
Zusammenhang wurde der SIB in ganz beson-
derem Maße gefordert, da er gemeinsam mit
der Landesdirektion Sachsen die Erstunter-
bringung sicherstellen musste, um Menschen
vor Obdachlosigkeit zu bewahren. Zur Bewäl-
tigung des hohen Bedarfs an Flächen für die
immense Anzahl an Asylsuchenden wurden
bis Dezember 2015 rund 63 Erstaufnahme-
einrichtungen zur Verfügung gestellt bzw.
deren Errichtung wurde begonnen. Damit
konnten bis Ende 2015 rund 21.500 Plätze für
Asylbewerber geschaffen werden. Dies ent-
spricht fast einer Verzehnfachung der Unter-
bringungskapazität im Vergleich zum Anfang
des Jahres.
Für die Unternehmensbereiche Planungs- und
Baumanagement sowie Facility- und Bedarfs-
deckungsmanagement bedeutete dies eine
außerordentliche Mehrbelastung, geprägt von
der Zielstellung, in kürzester Zeit Unterkünf-
te für Flüchtlinge zu akquirieren, aufzubauen
und herzurichten. Dessen ungeachtet waren
die laufenden Bauprojekte weiter voranzu-
bringen und der Betrieb der vom Freistaat ge-
nutzten Liegenschaften sicherzustellen.
Mit hoher Einsatzbereitschaft aller Beschäf-
tigten des SIB gelang diese Herausforderung.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Ge-
samtbauleistungen in Höhe von rund 515
Millionen Euro realisiert. Die größte Einzel-
baumaßnahme im Landesbau des Jahres 2015
stellte die Fertigstellung des ersten Sanie-
rungsabschnitts der Galerie Alte Meister in
der Sempergalerie Dresden dar. Im Jahr 2015
hat SIB allein dafür ein Bauvolumen von 13,3
Millionen Euro realisiert (Gesamtbaukosten
46,7 Millionen Euro).
Eine weitere Herausforderung für den Unter-
nehmensbereich stellte 2015 die Umsetzung
des deutlich über den Vorjahren liegenden
Bauunterhaltsbudgets dar. Intensiv arbeite-
ten die Niederlassungen an der Realisierung
des für die Gebäude des Freistaates Sachsen
dringend benötigten, jedoch sehr personalin-
tensiven Bauunterhalts. Dafür wurden 73,4
Millionen Euro umgesetzt, 26 Prozent mehr
als im Vorjahr.
Durch den Unternehmensbereich Facility-
und Bedarfsdeckungsmanagement wurden
im vergangenen Jahr mehr als 1.400 Liegen-
schaften mit einem Bestand von über 2.990
Gebäuden verwaltet und größtenteils voll-
umfänglich bewirtschaftet. Die Nettogrund-
fläche dieser Objekte umfasst insgesamt gut
5,8 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum
Vorjahr erhöhte sich die zu verwaltende Flä-
che um zirka 200.000 Quadratmeter Netto-
grundfläche. Ursächlich für diese Erhöhung
war im Wesentlichen die Aufnahme von Erst-
aufnahmeeinrichtungen in das Verwaltungs-
portfolio des Unternehmensbereiches.
Die erneut hohe Nachfrage am Immobilien-
markt, insbesondere nach Wohnimmobilien
und Baugrundstücken, hatte zur Folge, dass
auch im Kalenderjahr 2015 eine überdurch-
schnittlich hohe Anzahl an Immobilienver-
kaufsfällen im Unternehmensbereich Finanz-
vermögen und Portfoliosteuerung abge-
schlossen werden konnte. Das Kaufvertrags-
volumen lag dabei auf dem zweithöchsten
Niveau seit Gründung des SIB im Jahr 2003.
Als besonderer Erfolg kann hier der gemein-
same Verkauf des Quartier III/2 am Neumarkt
in Dresden mit der Landeshauptstadt Dresden
genannt werden. Dieser Verkauf stellt zudem
die wertmäßig höchste Veräußerung in der
Geschichte des SIB in einem Einzelfall dar.
Darüber hinaus ist die Abwicklung von Fiskal-
erbschaften nach wie vor eine wichtige und
herausgehobene Aufgabe des Unternehmens-
bereiches. Im Jahr 2015 sind dem Freistaat
Sachsen – genauso wie im Vorjahr – 1.025
Fiskalerbschaften zugegangen. Die Zugänge
überstiegen die abgearbeiteten Erbschaftsfäl-
le, so dass der Gesamtbestand angestiegen ist.
Oliver Gaber
Kaufmännischer Geschäftsführer
Prof. Dieter Janosch
Technischer Geschäftsführer
TU Chemnitz, Visualisierung - Umbau der Alten Aktienspinnerei zur zentralen Universitätsbibliothek
Die Arbeitsprozesse des SIB werden durch ein
breites Spektrum an IT-Fachanwendungen
unterstützt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
konnten wichtige Projekte, wie beispielswei-
se die Einführung von VIS.SAX als e-Akte und
elektronische Vorgangsbearbeitung weiter in-
tensiviert werden. Zudem erhielt der Bereich
der Immobilienvermarktung einen neuen In-
ternetauftritt.
Der vorliegende Bericht zieht Bilanz nach ei-
nem ereignisreichen Jahr. Wir danken allen,
die im Kalenderjahr 2015 an der erfolgrei-
chen Bewältigung der vielfältigen Aufgaben
mitgewirkt haben. Unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern danken wir für ihre Tatkraft
und Einsatzbereitschaft, unseren Nutzern
und Geschäftspartnern für die gute Zusam-
menarbeit.

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06 |
| 07
3. Der Staatsbetrieb SIB
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement (SIB) steuert kompetent
den gesamten Lebenszyklus aller Immobilien
im Eigentum des Freistaates Sachsen und op-
timiert den Bestand und die Nutzungsstruk-
tur der staatlichen Liegenschaften.
Der SIB besteht aus einer Zentrale sowie sie-
ben Niederlassungen und gliedert sich in die
Unternehmensbereiche Planungs- und Bau-
management, Facility- und Bedarfsdeckungs-
management, Finanzvermögen und Portfolio-
steuerung sowie Zentrale Verwaltung.
Planungs- und Baumanagement
Der Unternehmensbereich Planungs- und Bau-
management nimmt stellvertretend für den
Freistaat Sachsen dessen Bauherrenaufgaben
wahr. Hauptaufgabe des Unternehmensbe-
reichs ist die Bauprojektsteuerung. Zum Auf-
gabenbereich gehören weiterhin die Beauftra-
gung von Planungs- und Ausführungsleistun-
gen sowie die Durchführung von Architektur-
wettbewerben bei geeigneten Projekten.
Der Bereich der Bauprojektsteuerung umfasst
die Definition der Projektziele, die Sicherstel-
lung der Projektfinanzierung, die Gewähr-
leistung eines adressatengerechten Infor-
mationsflusses, die Abstimmungen mit dem
Nutzer sowie die grundsätzliche Vertretung
der Bauherreninteressen. Beispielhaft seien
hier gerichtliche Auseinandersetzungen und
nachbarschaftliche Belange genannt. Der
Unternehmensbereich tritt für eine effiziente
Bauplanung sowie Steuerung ein und trägt
die Projektverantwortung hinsichtlich der
Einhaltung der Kosten-, Termin- und Quali-
tätsziele. Zukunftsweisende Ideen, gute Fach-
kenntnisse sowie langjährige Erfahrungen bei
der Entwicklung von optimalen Lösungen für
komplexe Bauaufgaben prägen die Wahrneh-
mung der Bauherrenaufgabe des SIB für den
Freistaat Sachsen.
Zu den betreuten Projekten sind Neu- und
Umbaumaßnahmen sowie Sanierungen oder
Erhaltungsmaßnahmen zu zählen. Das an-
spruchsvolle Spektrum der Bauaufgaben er-
streckt sich über den Hochschulbau, Unter-
kunftsbauten in Justizvollzugsanstalten und
Verwaltungsbauten bis hin zum Kulturbau
und der baulichen Pflege des reichen kulturel-
len Erbe Sachsens.
Die Baukultur zählt dabei zu den wichtigsten
Grundwerten, denen der Unternehmensbe-
reich Planungs- und Baumanagement ver-
pflichtet ist. Dies drückt sich in einem ganz-
heitlichen Qualitätsverständnis aus und um-
fasst Aspekte der Nutzung, der Ästhetik bis
hin zur Energieeffizienz der Gebäude.
Mit seiner auf langjähriger Erfahrung be-
ruhenden Fachkompetenz steht der Unter-
nehmensbereich als baufachlicher Berater
den nutzenden Behörden und Einrich-
tungen des Freistaates Sachsen zur Seite.
Ferner obliegt ihm die Projektleitung für
Bauvorhaben des Bundes und Dritter (wie
beispielsweise der Sächsischen Kranken-
transparent gestalteter Verbrauchs- und Kos-
tenkennzahlen werden zudem Konzepte zur
Verbrauchs- und Kostenreduzierung erarbei-
tet und umgesetzt.
Finanzvermögen und
Portfoliosteuerung
Der Unternehmensbereich Finanzvermögen
und Portfoliosteuerung ist für die Erfassung
des gesamten Immobilienbestandes des Frei-
staates Sachsen zuständig und arbeitet mit
den beiden anderen Grundvermögensver-
waltern des Freistaates, dem Staatsbetrieb
Sachsenforst und dem Landesamt für Stra-
ßenbau und Verkehr, zusammen. Der Unter-
nehmensbereich ist zudem für die Analyse
und Optimierung der landeseigenen Grund-
stücke verantwortlich. Weiterhin sichert er
das Landesvermögen unter anderem im Be-
reich der Vermögenszuordnung für den Frei-
staat Sachsen.
Immobilien, die dauerhaft nicht mehr für die
Aufgaben des Freistaates benötigt werden,
verwertet der Unternehmensbereich Finanz-
vermögen und Portfoliosteuerung und ver-
waltet diese bis zu ihrer Veräußerung.
Kultur- oder umweltpolitisch bedeutsame
Teile des Portfolios, wie beispielsweise Lie-
genschaften und Gebäude in Bad Muskau
für die Stiftung Fürst-Pückler-Park, werden
nicht unmittelbar für die Erfüllung staatli-
cher Aufgaben benötigt. Gleichwohl ist die
Verwertung aufgrund von vertraglichen
Verpflichtungen oder sonstigen staatlichen
Interessen dennoch nicht vorgesehen. Dies
gilt gleichermaßen für das betriebsnotwen-
dige Vermögen der Landestalsperrenverwal-
tung, der Staatlichen Schlösser, Burgen und
Gärten Sachsen gGmbH und der Staatlichen
Betriebsgesellschaft für Umwelt und Land-
wirtschaft. Betriebsnotwendiges Vermögen
sind beispielsweise Schlösser, Flüsse, Über-
flutungsflächen oder Verwaltungsgebäude.
Der Freistaat Sachsen überlässt den Besitz an
diesen Immobilien staatlichen Einrichtungen
und externen Dritten.
Zu den weiteren Aufgaben des Unterneh-
mensbereiches gehören die Abwicklung von
Fiskalerbschaften, die Bewertung des Grund-
vermögens in der Zuständigkeit des SIB und
die Vertretung der Interessen des Freistaates
Sachsen als Träger öffentlicher Belange – wie
beispielsweise bei Planungsverfahren.
Zentrale Verwaltung
Der Unternehmensbereich Zentrale Verwaltung
nimmt innerhalb des SIB für die drei Fach-Unter-
nehmensbereiche die Supportaufgaben wahr. Er
unterstützt bei unternehmensbereichsübergrei-
fenden oder fachbegleitenden Aufgaben. Das
vielfältige Aufgabenspektrum erstreckt sich von
organisatorischen Aufgaben, dem Personalma-
nagement, dem Vergabe- und Vertragsmanage-
ment, dem Rechnungswesen bis hin zur Bereit-
stellung und Instandhaltung der notwendigen
Informationstechnik.
Universität Leipzig, Institute für Pathologie und Rechtsmedizin
häuser) sowie die baufachliche Begleitung
von Projekten der Zuwendungsempfänger
im Freistaat Sachsen.
Facility- und
Bedarfsdeckungsmanagement
Im Fokus der zentralen Liegenschaftsverwal-
tung steht für den Unternehmensbereich Fa-
cility- und Bedarfsdeckungsmanagement die
wirtschaftliche und sachgerechte Unterbrin-
gung aller Behörden und sonstiger staatlicher
Einrichtungen.
Der angemeldete Bedarf der einzelnen Res-
sorts wird hier unter Beachtung von wirt-
schaftlichen Grundsätzen geprüft (Bedarfs-
prüfung) und unter Beachtung dieses Ergeb-
nisses die Beauftragung zur Unterbringung
erteilt (Bedarfsdeckung).
Das Spektrum der betreuten Nutzer ist vielfäl-
tig. Hierzu zählen beispielsweise Finanzämter
und Gerichte aber auch Hochschulen, Museen
und Kultureinrichtungen. Einen bedeutenden
Leistungsaspekt des Unternehmensbereiches
stellt die strategische Steuerung und Optimie-
rung des Gesamtbestandes der Immobilien,
die für Verwaltungszwecke genutzt werden,
dar. Insgesamt werden mehr als 1.400 Liegen-
schaften betreut.
Im Zuge der Grundstücksverwaltung und
-bewirtschaftung koordiniert der Unterneh-
mensbereich eine Fülle von Prozessen und
Dienstleistungen, die zur Sicherstellung des
laufenden Betriebes der Gebäude sowie der
technischen Anlagen notwendig sind. Anhand

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08 |
| 09
4. Jahresergebnisse 2015 im Überblick
Im Geschäftsjahr 2015 wurde die konzeptionelle
Vorbereitung der künftigen Entwicklung des
Staatsbetriebes durch eine umfängliche Pro-
jektgruppentätigkeit im Rahmen der „Struktur-
konzeption SIB 2020“ fortgesetzt. Dabei wurden
wesentliche Prozessabläufe einschließlich inter-
ner Tätigkeiten aufgabenkritisch analysiert und
evaluiert.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Einführung
des Neuen Steuerungsmodells (NSM) eine den SIB
betreffende Ressortvereinbarung zwischen den
Abteilungen I, II und IV des Staatsministeriums
der Finanzen (kurz: NSM-Ressortvereinbarung)
zur Umsetzung der Soll-Fachkonzepte Planung/
Zielvereinbarung und Budgetierung rückwirkend
zum 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt, deren Be-
wirtschaftungsgrundsätze ab diesem Zeitpunkt
für die kamerale und kaufmännische Behand-
lung von Zuschüssen des Staatsministeriums der
Finanzen anzuwenden sind. Weiterhin erfolgte
gemäß Entscheidung des Staatsministeriums der
Finanzen die Einführung von UNIT4 Agresso als
einheitliche NSM-Software im kaufmännischen
Rechnungswesen in Ablösung des bisherigen
SAP-Systems.
Für das Geschäftsjahr 2015 sind im Überblick
folgende Jahresergebnisse hervorzuheben:
Staatlicher Hochbau und
Liegenschaften
In Wahrnehmung des Planungs- und Bauma-
nagements für die Baumaßnahmen des Frei-
staates Sachsen, des Bundes und Dritter gelang
es, Bauleistungen für insgesamt 2.396 (Vorjahr
2.458) Baumaßnahmen im Wert von 514,8 Mil-
lionen Euro (Vorjahr 446,2 Millionen Euro) zu
realisieren, davon 435,4 Mio. Euro (Vorjahr 380,6
Mio. Euro) im Landes- und Hochschulbau, 52,2
Millionen Euro (Vorjahr 38,6 Millionen Euro) im
Bundesbau sowie 27,2 Millionen Euro (Vorjahr
27,0 Millionen Euro) im Landesbau für Dritte.
Ferner sind Baumaßnahmen der Energieeffi-
zienzerhöhung von 2,1 Millionen Euro sowie
5,1 Millionen Euro im Bereich der Hochwasser-
schadensbeseitigung enthalten.
Die Gesamtausgaben im Liegenschaftsbereich
belaufen sich im Geschäftsjahr auf 239,9 Milli-
onen Euro.
Immobilienvermögen
Beim Immobilienvermögen erzielte der SIB im
Geschäftsjahr rund 10,3 Millionen Euro kassen-
wirksame Einnahmen für den Grundstock des
Freistaates Sachsen.
Wirtschaftsplan
Der kaufmännische Jahresabschluss des SIB
für das Geschäftsjahr 2015 ist durch die
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schneider +
Partner GmbH geprüft und erneut uneinge-
schränkt testiert worden.
Die Ertragslage ist gemäß Gewinn- und Verlust-
rechnung durch einen Jahresüberschuss von 150
TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -230 TEUR) ge-
kennzeichnet.
Als wichtigste Einnahmeposition weist der SIB
im Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus der Verwal-
tungskostenerstattung im Bundesbau in Höhe
von 14,5 Millionen Euro (Vorjahr: 11,0 Millionen
Euro) aus.
Im Rahmen der Zuschussfinanzierung durch den
Freistaat Sachsen wurden durch den SIB die im
Geschäftsjahr erhaltenen Zuweisungen für die
Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit
sowie der Investitionen in Höhe von insgesamt
66,5 Millionen Euro (Vorjahr 65,8 Millionen Euro)
im Rahmen einer sparsamen und zweckentspre-
chenden Haushaltsführung ordnungsgemäß
verwendet.
Mit Einführung der NSM-Ressortvereinbarung
zum 01.01.2015 waren erstmals die im Vor-
jahr nicht verausgabten Mittelzuweisungen in
das Geschäftsjahr 2015 übertragbar und damit
einer neu zu bildenden kameralen Rücklage
zuzuführen. Dem gegenüber waren in den Vor-
jahren nicht in Anspruch genommene Mittel im
Jahresabschluss ergebnismindernd als rückzahl-
barer Zuschuss zu bilanzieren.
Bau- und Liegenschaftshaushalt –
Ergebnisse 2015 (in Mio. Euro)
258,8
176,6
27,2
52,2
51,5
172,4
16,1
Landesbau, inklusive sonstige Bauausgaben
(wie z.B. Sächs. Verwaltungsnetz)
Hochschulbau
Landesbau für Dritte
Bundesbau
Anmietung
Bewirtschaftung
Sonstige Bewirtschaftungskosten
TU Dresden,
Hörsaalkomplex August-Bebel-Straße,
Außenansicht

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10 |
| 11
des deutlich über den Vorjahren liegenden
Bauunterhaltsbudgets dar. Intensiv arbeiteten
die SIB-Niederlassungen an der Realisierung
des für die Gebäude des Freistaates Sachsen
benötigten Bauunterhalts. Für den Bauunter-
halt im Landes- und Hochschulbau wurden
73,4 Millionen Euro umgesetzt, 26 Prozent
mehr als im Vorjahr.
Die Bauleistungen wurden in 2.396 Bau-
maßnahmen (Vorjahr: 2.458) erbracht. 499
Maßnahmen (21 Prozent) davon waren Gro-
ße Baumaßnahmen (GBM), 453 Kleine Bau-
maßnahmen (KBM) (19 Prozent) und 1.444
Bauunterhaltsmaßnahmen (60 Prozent). Der
Bauunterhalt hat den Erhalt der baulichen
Substanz zum Ziel, ohne den Bestand grund-
sätzlich zu verändern. Große Baumaßnahmen
(GBM) und Kleine Baumaßnahmen (KBM) hin-
gegen, dienen der Schaffung von Gebäuden
und baulichen Anlagen oder ihrer wesentlichen
Änderung. Baumaßnahmen mit Gesamtbau-
kosten bis eine Million Euro werden als klein
bezeichnet. Baumaßnahmen mit Gesamtbau-
kosten über eine Million Euro als groß. Das
durchschnittliche Bauvolumen einer Baumaß-
nahme belief sich auf 215.000 Euro (Vorjahr:
182.000 Euro).
Das erzielte Bauvolumen 2015 verteilt sich auf
folgende Bereiche: 46 Prozent entfallen auf den
allgemeinen Landesbau (236,1 Millionen Euro),
34 Prozent auf den Hochschulbau (176,6 Millio-
nen Euro), 10 Prozent auf den Bundesbau (52,2
Millionen Euro), 5 Prozent auf das Bauen für
Dritte (27,2 Millionen Euro), wie beispielsweise
für die Sächsischen Landeskrankenhäuser, wei-
tere 5 Prozent entfallen auf Aufwendungen für
sonstige Baumaßnahmen (22,7 Millionen Euro),
zum Beispiel für den Aufbau des Sächsischen
Verwaltungsnetzes.
Die größte Einzelbaumaßnahme im Landes-
bau des Jahres 2015 stellt die Sanierung der
Galerie Alte Meister in der Sempergalerie
Dresden dar, im Jahr 2015 hat SIB ein Bau-
volumen von 13,3 Millionen Euro realisiert
(Gesamtbaukosten: 46,7 Millionen Euro). In
einem ersten Bauabschnitt stand die Sanie-
rung/ Umbau des Ostflügels im Vordergrund,
der nun wieder als Ausstellungsbereich zur
Verfügung steht. Der Ersatzneubau des Ins-
titutsgebäudes für die Fakultät Mathematik
und Naturwissenschaften der TU Dresden,
Fachrichtung Physik (Gesamtbaukosten: 29,5
Millionen Euro) ist mit einem Bauvolumen von
8,5 Millionen Euro die größte Baumaßnahme
des Fachbereichs Hochschulbau in 2015.
Oberste Priorität hatten im Geschäftsjahr
2015 die Aufgaben im Zusammenhang mit
den Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsu-
chende. Das führte zu deutlichen Auswirkun-
gen auf den Bauhaushalt. So wurden 2015 für
Maßnahmen die Erstaufnahmeeinrichtungen
betrafen 69,2 Millionen Euro (14 Prozent der
Bauausgaben im Einzelplan 14) ausgegeben,
die größtenteils am Anfang des Jahres noch
nicht veranschlagt waren. Schwerpunkt wa-
ren dabei die standortunabhängige Beschaf-
fung und Errichtung von Leichtbauhallen,
Containern und Zelten.
Eine weitere Herausforderung für den Unter-
nehmensbereich stellte 2015 die Umsetzung
5. Die Geschäftsentwicklung 2015
Planungs- und Baumanagement
34%
5%
10%
5%
46%
0
100
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
200
300
400
500
600
700
553
534
478
467
468
564
582
606
569
431
416
446
515
Bauaktivitäten
Das Jahr 2015 war im Unternehmensbereich
Planungs- und Baumanagement ein Jahr mit
großen Herausforderungen, geprägt von der
Aufgabe in kürzester Zeit Unterkünfte für
Flüchtlinge aufzubauen und herzurichten.
Dessen ungeachtet waren die laufenden Bau-
projekte weiter voranzubringen. Mit hoher
Einsatzbereitschaft aller Beschäftigten gelang
dieser Spagat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
wurden Bauleistungen in Höhe von 514,8 Mil-
lionen Euro realisiert, davon entfallen 435,4
Millionen Euro auf den Einzelplan 14. Das
Bauvolumen im Einzelplan 14 liegt damit 14,4
Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vor-
jahres von 380,6 Millionen Euro.
Bauausgaben 2015 nach Bereichen
176,6 Mio. Euro Hochschulbau
27,2 Mio. Euro Landesbau für Dritte
52,2 Mio. Euro Bundesbau
22,7 Mio. Euro sonstige Bauausgaben
(z.B. Sächs. Verwaltungsnetz)
236,1 Mio. Euro Landesbau
(Angaben in Millionen Euro)
2015
Vorjahr
Landesbau
236,1
173,0
davon für
Große Baumaßnahmen
169,3
113,5
Kleine Baumaßnahmen
17,1
20,9
Bauunterhalt
46,7
37,1
EFRE Energieeffizienz
2,1
-
Planung
0,9
1,5
Hochschulbau
176,6
182,0
davon für
Große Baumaßnahmen
125,6
147,3
Kleine Baumaßnahmen
11,1
12,3
Bauunterhalt
26,7
21,1
EFRE Energieeffizienz
12,5
-
Planung
0,7
1,3
Energieeffizienz-Programm
2,1
3,7
Erhalt von Bestandsgebäuden
9,5
10,1
Sächsisches Verwaltungsnetz
6,0
6,2
Hochwasser
5,1
5,6
Landesbau für Dritte
27,2
26,9
Entwicklung des Bauvolumens 2003 bis 2015
Bundesbau
52,2
38,6
Angaben in Mio. Euro
Bauunterhalt der Semperoper Dresden, Sanierung des Zuschauerraums in der Spielzeitpause 2015

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Energieeffizienz
Im Programm „Energieeffizienz“ konnten
2015 Energieeinsparungen von rund 1.600
MWh/a (das entspricht rund 200.000 Eu-
ro pro Jahr an Betriebskosten) sowie eine
CO2-Einsparung von rund 290 Tonnen pro
Jahr erzielt werden. Dies entspricht einem
eingesparten jährlichen CO2-Jahresausstoß
von 107 Mittelklasse-PKW. Die Einsparungen
wurden insbesondere im technischen Bereich
durch Optimierung der vorhandenen Anla-
gen und Einsatz von erneuerbaren Energien
sowie innovativen Technologien erzielt. Maß-
nahmen wie beispielsweise die Installation
von LED-Beleuchtungen im Innen- und Au-
ßenbereich, Errichtung und Umstellung von
Wärmeübertragerstationen, Optimierung von
Lüftungs-, Kälte- und Regelungsanlagen und
eine Forschungsbohrung zur geothermischen
Nutzung für Heiz- und Kühlzwecke können
hier genannt werden. Zu den umgesetzten
Maßnahmen in 2015 zählte beispielsweise die
Umrüstung der Außenbeleuchtungsanlage
der Justizvollzugsanstalt Leipzig auf energie-
sparende LED-Leuchtmittel, einschließlich in-
telligenter Beleuchtungssteuerung, hierdurch
werden jährlich rund 45.000 Euro an Strom-
kosten eingespart.
Eine der bedeutendsten Maßnahmen im
Energieeffizienzprogramm 2015 ist die Re-
alisierung des Zentralen Kälteverbunds der
Semperoper und des Dresdner Schlosses.
Geprüfte Zuwendungsbau-Vorhaben nach
Förderbereichen 2015
(Bauvolumen in Millionen Euro)
Soziales inkl. Krankenhaus
111,0
Kultus (schulische Infrastruktur + KITA)
135,1
Wissenschaft
1,8
Städtebauliche Entwicklung
47,8
Umwelt und Verkehr
6,1
Hochwasser
48,2
Wirtschaft
19,9
Sonstiges
28,8
Gesamt
398,7
Durch den Austausch der vorhandenen Käl-
temaschinen durch hocheffiziente Kompres-
sionskältemaschinen, der Ablösung der kos-
tenintensiven Fernwärme und Einsparung von
Brunnenwasser konnte die Wirtschaftlichkeit
der Kälteerzeugung deutlich verbessert wer-
den. Des Weiteren ist auch eine hohe CO2-
Einsparung zu verzeichnen.
Bundesbau
Im Jahre 2015 wurden für die Bauaufgaben im
Auftrag des Bundes 52,2 Millionen Euro ver-
ausgabt. Der Anteil der Baukosten belief sich
dabei auf 40,6 Millionen Euro und die Aufwen-
dungen für freiberuflich Tätige (fbT) auf 11,4
Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (29,2
Million Euro) haben sich die erbrachten Bau-
leistungen um 40 Prozent erhöht. Maßgeblich
dafür sind insbesondere die GBM Neubau des
Unterkunftsgebäudes 12 der Unteroffiziers-
schule des Heeres in Delitzsch mit einem Vo-
lumen von 3,9 Millionen Euro (abgerechnete
Gesamtbaukosten: 5,6 Millionen Euro) und der
Neubau des Unterkunftsgebäudes 12 in der
Offiziersschule des Heeres, Graf-Stauffenberg-
Kaserne in Dresden mit 3,0 Millionen Euro (Ge-
samtbaukosten: 10,6 Millionen Euro).
Zuwendungsbau
Seit 2013 ist der SIB für alle Ressorts und Be-
willigungsstellen das baufachliche Prüforgan
für Hochbaumaßnahmen, die mit Landes-,
Bundes- oder EU-Mitteln gefördert werden.
Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsmi-
nisterium der Finanzen wurde erstmals an der
Novellierung von Förderrichtlinien mitgewirkt,
um Richtliniengeber mit Bausachverstand zu
unterstützen. In 2015 wurden 85 Förderan-
träge mit einem Bauvolumen von rund 399
Millionen Euro geprüft. Der Schwerpunkt
lag bei der Schul-, Krankenhaus- und Städ-
tebauförderung sowie in der Aufbauhilfe bei
Hochwasserschäden. Mit Wirksamwerden der
EFRE-Förderperiode 2014 - 2020 wurden erst-
mals Antragsteller zu Energieeffizienzvorha-
ben baufachlich beraten. In der Baubegleitung
und Verwendungsnachweisprüfung wurde das
operative Geschäft maßgeblich von der aus-
laufenden EFRE-Förderperiode 2007 - 2013
bestimmt. Es wurden insgesamt 147 Verwen-
dungsnachweise (Vorjahr: 125), davon 52 mit
EFRE-Mitteln, geprüft. Innerhalb des breiten
Spektrums begleiteter/ geprüfter Maßnahmen
finden sich unter anderem das Kulturkraftwerk
Dresden-Mitte, der Schwimmhallenkomplex
Dresden Freiberger Platz, die Jacobus-Ka-
thedrale in Görlitz, das aus einem Architek-
turwettbewerb hervorgegangene fünfzügige
Gymnasium Leipzig-Telemannstraße, der Neu-
bau des Feuerwehrzentrums Leipzig-Süd-West
mit integrierter Leitstelle, die Fraunhofer- und
Helmholtz-Forschungsgebäude in Sachsen
sowie die 7. Landesgartenschau in Oelsnitz/
Erzgebirge wieder.
Baumaßnahmen 2015
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
JVA Bautzen, Sanierung Haus 1 (Ost-West-Flügel)
19,5 Mio.
11/08– 04/15
Polizeidirektion Dresden, Stauffenbergallee, Neubau Raumschießanlage (RSA) und Integrierte Aus- und Fortbildung (IF)
6,6 Mio.
08/14 – 12/15
TU Dresden, Neubau Hochleistungsrechner / Speicherkomplex II (HRSK II)
45,2 Mio.
01/13 – 03/15
TU Dresden, Fak. Bauingenieurwesen, Neubau Versuchshalle Institut Straßenbau, Schumannstr. 7a
6,3 Mio.
06/14 – 11/15
TU Chemnitz, Forschungshalle Bundesexzellenzcluster MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen,
1. BA Neubau Forschungshallen (EFRE)
12,6 Mio.
09/14 – 09/15
TU Bergakademie Freiberg, Fak. Wirtschaftswissenschaften, Schlossplatzquartier, 1. BA Sanierung Bestand
15,9 Mio.
06/13 – 09/15
Universität Leipzig, med. Fak., Institute für Pathologie und Rechtsmedizin, Johannisallee 28, Umbau und Modernisierung
13,0 Mio.
04/12 – 10/15
HTWK Leipzig, FB Maschinen- und Energietechnik, Instituts- und Laborgebäude, Neubau (EFRE)
26,5 Mio.
01/12 – 05/15
Staatliche Studienakademie (BA) Breitenbrunn (SSA Breitenbrunn), Betriebswirtschaftliches Labor, Neubau
2,2 Mio.
09/14 – 09/15
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Unteroffiziersschule des Heeres Delitzsch Feldwebel-Boldt-Kaserne, Neubau Unterkunftsgebäude Nr. 12
5,6 Mio.
09/13 – 11/15
THW Ortsverband Leipzig, Abbruch + Neubau Kfz-Halle und Werkstatt
1,4 Mio.
03/14 – 07/15
Im Landes- und Hochschulbau wurden im Geschäftsjahr 2015 insbesondere folgende Baumaßnahmen fertig gestellt:
Fertigstellungen im Bundesbau:
Für Dritte wurde u.a. folgendes Vorhaben realisiert:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
SKH Arnsdorf, Umbau und Sanierung Jugendmaßregelvollzug
10,5 Mio.
07/13 – 10/15
JVA Bautzen, Sanierung Haus 1 (Ost-West-Flügel) - Anstaltskirche im Vordergrund
TUBAF Kälteinsel

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Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Sempergalerie Dresden, Umbau und Sanierung
46,7 Mio.
10/13 – IV/17
Finanzamt Pirna, Neuunterbringung in Bestand und Neubau
23,1 Mio.
06/14 – 11/16
Finanzamt Grimma, Standorterweiterung Lausicker Straße
10,6 Mio.
10/13 – 06/16
Amtsgericht Marienberg, Standorterweiterung, Zschopauer Straße
5,3 Mio.
08/14 – 05/16
TU Dresden, Fritz-Foerster-Bau, Umbau und Sanierung
38,9 Mio.
06/14 – II/17
TU Dresden, Fak. Mathematik und Naturwissenschaften, FR Physik - Neubau Institutsgebäude Photophysik
29,4 Mio.
03/14 – 06/16
Hochschule Mittweida, Fak. Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik, Neubau des Forschungsgebäudes für das
Institut für Lasertechnik
21,3 Mio.
01/14 – 05/16
Hochschule Zittau / Görlitz, FB Elektrotechnik und Informatik, Haus Z I und Z III, Umbau / Sanierung und Abriss
15,8 Mio.
02/13 – 08/17
Universität Leipzig, 4. BA, Hauptgebäude und Aula, Neubau
117,3 Mio.
07/07 – 12/16
Universität Leipzig, Fak. Erziehungswissenschaften, Jahnallee, TBM Haus 3, Sanierung
6,3 Mio.
02/14 – 01/16
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Residenzschloss - Ausbau Georgenbau, Musealer Ausbau 1. OG
Rüstkammer, 2.OG Münzkabinett
10,3 Mio.
11/13 – 01/16
Sächsische Staatsoper Dresden, Umbau und Sanierung Gastronomiegebäude
6,0 Mio.
10/14 – 09/16
Barockgarten Großsedlitz, denkmalgerechte Instandsetzung Gartenbereiche
3,3 Mio.
08/13 – II/16
Burg Mildenstein, 4. BA – Pagenhaus, Herrenhaus und Zwischenbau (Teilleistungen: Schließen der Decken und
nutzerneutraler Ausbau)
1,9 Mio.€
12/13 – II/16
Schloss Moritzburg, Ausstellungsbereiche (Kurfürstenzimmer einschließlich Kapelle), Sanierung und Restaurierung
2,3 Mio.
13/14 – II/16
Bei den Baufortführungen standen im Geschäftsjahr vor allem folgende Maßnahmen im Mittelpunkt:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Modernisierung Verfügungsgebäude, Dresden,
August-Bebel-Str. 30/30a
6,1 Mio.
10/14 – 06/16
Fortführungen im Bundesbau:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Dresden, Erstaufnahmeeinrichtung, Neubau, Hammerweg
36,9 Mio.
09/15 – 12/16
Polizeiverwaltungsamt Dresden, Service- und Logistikzentrum, Neubau Stauffenbergallee
13,9 Mio.
08/15 – 12/17
TU Dresden, Center for Advancing Electronics Dresden (cfAED), Barkhausen Bau – Ersatzneubau D-Flügel mit Erweiterung –
EFRE Infrastruktur 2014-2020
36 Mio.
07/15 – 12/17
TU Dresden, Schumann Bau – Brandschutzsanierung Stufe 2
5,5 Mio.
08/15 – III/17
TU Dresden, ZIK-B-Cube, Neubau (EFRE)
21,6 Mio.
09/15 – 04/18
Universität Leipzig, Fak. Erziehungswissenschaften, Jahnallee, Teilbaumaßnahme
Bildungswissenschaftliches Zentrum (BWZ), Neubau
24,8 Mio.
10/15 – 04/18
Staatliche Studienakademie (BA) Plauen, erweiterte Unterbringung, 1.BA (EFRE)
10,6 Mio.
10/15 – 03/18
TU Chemnitz, Zentrale Universitätsbibliothek (Aktienspinnerei), zentrale Unterbringung (EFRE)
49,5 Mio.
06/15 – 09/18
TU Chemnitz, Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN), Neubau
34,3 Mio.
03/ 15 – 08/17
Universität Leipzig, med. Fakultät, Speisenversorgungszentrum Liebigstraße 23/25, Bibliothek, Lernklinik, Mensa, Umbau
21,3 Mio.
10/15 – 04/18
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Residenzschloss Musealer Ausbau 1. OG Ostflügel
8,9 Mio.
03/15 – 12/16
Dresdner Zwinger, Bogengalerie L, Pavillon G und D (Wallpavillon) Vorgezogene Maßnahme Wallpavillon
4,4 Mio.
03/15 – 12/17
Im Geschäftsjahr wurde eine Reihe von bedeutenden Baumaßnahmen begonnen. Beispielhaft stehen dafür:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Neubau Unterkunftsgebäude, Graf-Stauffenberg-Kaserne, Dresden
10,6 Mio.
02/15 – 12/16
Neubau/ Erweiterung Lehrsaalgebäude 18 + Interim, Graf-Stauffenberg-Kaserne, Dresden
18,2 Mio.
05/15 – 10/19
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum
Vorgezogene Maßnahmen (Abbrüche, Medienumverlegungen)
36,7 Mio.
06/16 – 01/19
seit 08/15
Baubeginne im Bundesbau:
Nachhaltiges Bauen im SIB
Im Fokus des SIB steht das energieeffiziente
Bauen. Für Maßnahmen zur CO2-Einsparung
an Landesgebäuden stehen dem Freistaat
Sachsen von 2014 bis 2020 Mittel der Euro-
päischen Union über EFRE in Höhe von rund
200 Millionen Euro zur Verfügung. Über diese
Förderung besteht die Chance, Gebäude über
das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus
energetisch zu sanieren und Neubauten mit
Pilotcharakter zu realisieren. 2015 konnten
bereits Anträge für zwei Pilotprojekte bei der
Bewilligungsstelle eingereicht werden. Für zwei
weitere Maßnahmen wurde in Machbarkeits-
studien untersucht, wie groß das Potential zur
Realisierung dieser Gebäude im Plus-Energie-
Haus-Standard oder BNB-Gold-Standard (Be-
wertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bun-
des - BNB) ist. In diesen Studien wurde zudem
geprüft, ob die im SIB entwickelten Parameter
für ein Plus-Energie-Haus umsetzbar sind. Eine
eigene Festlegung der Standards war erfor-
derlich, da bisher keine allgemein anerkannte
Definition existiert. Als Auftakt für diesen Pro-
zess hat SIB gemeinsam mit Energy Saxony e.V.
einen Workshop durchgeführt, in dem Ideen
zu innovativen Technologien für vier geplante
Referenzprojekte des SIB diskutiert wurden.
Parallel dazu erfolgten umfangreiche Tages-
Schulungen zum energieeffizienten Bauen in
den SIB-Niederlassungen.
VOF-Verfahren mit Lösungsvor-
schlägen
y
Staatliche Studienakademie Bautzen, Neu-
bau Laborgebäude
Die Berufsakademie Sachsen, Staatliche Stu-
dienakademie Bautzen, hat eine bis 1827 zu-
rückreichende Tradition als Ausbildungsein-
richtung für technische Berufe.
Für eine zukunftsweisende Ausbildung sind
moderne Ausbildungsräume notwendig. Des-
halb soll auf dem Gelände der Staatlichen
Studienakademie Bautzen im Bereich der ehe-
maligen Mensa, die bereits 2014 abgerissen
wurde, ein neues Laborgebäude für Medizin-
technik, Elektrotechnik und Wirtschaftsinge-
nieurwesen errichtet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt im Nachhaltigen
Bauen ist die Verwendung von schadstoff-
armen Baumaterialien. Zusammen mit einem
Sachverständigen für Gebäudeschadstoffe
wurde ein Stufen-Konzept erarbeitet, um das
schadstoffarme Bauen in die Planungs- und
Bauprozesse des SIB zu integrieren. Gegen-
wärtig werden die Voraussetzungen und
Grundlagen für die Umsetzung des Konzepts
geschaffen.
Die Auswahl des Architekten erfolgte durch
ein Verhandlungsverfahren nach VOF mit
vorgeschaltetem Bewerberauswahlverfah-
ren. Aus diesem ging das Architekturbüro Dr.
Kremtz Architekten aus Dresden als Planer
hervor. Der Lösungsvorschlag sieht den Neu-
bau als Pendant zum Bestandsgebäude mit
eigenständigem Erscheinungsbild vor.
Der Baukörper des neu zu errichtenden Ge-
bäudes besteht aus zwei Gebäudeteilen. In
dem zweigeschossigen Riegel entlang der
Straße „Am Ziegelwall“ werden die Räumlich-
keiten für die Studiengänge Medizintechnik
und Elektrotechnik untergebracht. Die Auf-
stellung der Maschinen in den Maschinen-
feldern des Studiengangs Wirtschaftsingeni-
eurwesen erfolgt in einem eingeschossigen
Hallenbau. Dieser schließt rückwärtig an den
zweigeschossigen Riegel an. Die Erschließung
des Gebäudes erfolgt vom innenliegenden
Campus und nimmt die Erschließungsachse
des Bestandsgebäudes auf. Für die Maßnah-
me stehen 5,9 Millionen Euro zur Verfügung.
Staatliche Studienakademie Bautzen, Visualisierung Neubau Laborgebäude

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Facility- und Bedarfsdeckungsmanagement
Behördenunterbringung
Neben der Prüfung von Bedarfsanmeldungen
und der Erstellung von Wirtschaftlichkeitsun-
tersuchungen ist der Fachbereich Bedarfsde-
ckungsmanagement auch Ansprechpartner
für die Beratung der Ressorts und Nutzer
rund um deren Unterbringung.
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 359 Be-
darfsanmeldungen zur Behördenunter-
bringung abschließend bearbeitet und ent-
schieden. Der überwiegende Anteil dieser
Bedarfsanmeldungen war formlos. In diesen
Fällen waren beispielsweise nur kleinere Um-
baumaßnahmen, Veränderungen der techni-
schen Anlagen oder eine Ersatzunterbringung
für einen begrenzten Zeitraum erforderlich.
Etwas mehr als 80 der im vergangenen Jahr
bearbeiteten Bedarfsanmeldungen hingegen
waren förmliche Bedarfsanmeldungen. Diese
beinhalten einen langfristigen Bedarf an zu-
sätzlichen Flächen. Im Anschluss an die Aner-
kennung der förmlichen Bedarfsanmeldungen
folgt die Erstellung der Entscheidungsunter-
lage, deren Bestandteil auch ein wirtschaft-
licher Vergleich der realisierbaren Möglichkei-
ten zur Bedarfsdeckung ist.
Immobilienmanagement
Im Jahr 2015 befanden sich 2.208 Gebäude
mit zirka 5 Millionen Quadratmetern Net-
togrundfläche im Eigentum des Freistaates
Sachsen. Im Eigentum Dritter wurden 790
Gebäude mit zirka 0,8 Millionen Quadratme-
ter Nettogrundfläche verwaltet.
Insgesamt standen im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr mehr als 1.400 Liegenschaften
mit einem Bestand von über 2.990 Gebäuden
unter der Verwaltung des Unternehmensbe-
reiches Facility- und Bedarfsdeckungsma-
nagement, die größtenteils vollumfänglich
bewirtschaftet wurden. Die Nettogrundflä-
che dieser Objekte umfasst insgesamt etwa
5,8 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich
zum Vorjahr erhöhte sich die zu verwaltende
Fläche um rund 0,2 Millionen Quadratmeter
Nettogrundfläche und damit verbunden ist
eine Erhöhung der Bewirtschaftungskosten.
Ursächlich für diese Erhöhung war im We-
sentlichen die Einordnung von Erstaufnah-
meeinrichtungen für Asylsuchende in das
Verwaltungsportfolio des Unternehmensbe-
reiches. Ohne die Aufnahme an Erstaufnah-
meeinrichtungen in das Verwaltungsportfolio
wäre die zu verwaltende Nettogrundfläche im
Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.
Die Immobilienverwaltung der Universitäts-
kliniken Dresden und Leipzig gehört ebenfalls
in den Aufgabenbereich des Unternehmens-
bereiches Facility- und Bedarfsdeckungsma-
nagement. Die Angelegenheiten der Bewirt-
schaftung werden von diesen Einrichtungen
eigenständig wahrgenommen.
14,6%
85,4%
33,5%
21,2%
11,4%
9,1%
5,3%
0,9%
0,8%
0,6%
0,6%
0,2%
3,6%
12,9%
Verwaltete Nettogrundflächen (NGF)
Gebäude Eigentum Freistaat Sachsen
4.967.659 m² NGF / Anzahl: 2.208
Gebäude Eigentum Dritter
852.397 m² NGF / Anzahl: 790
Die Verteilung der Flächenanteile auf die
einzelnen Ressorts stellt sich wie folgt dar:
Universitäten / Hochschulen (ohne Uniklinikas)
Sächsisches Staatsministerium des Innern
Sächsisches Staatsministerium der Justiz
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
(inklusive Finanzvermögen FB)
Sächsisches Staatsministerium für Wissen-
schaft und Kunst
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und
Verbraucherschutz
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr
Sächsischer Landtag
Sächsische Staatskanzlei
Sächsischer Rechnungshof
Bewirtschaftung
Nach der Realisierung eines Bauprojektes
schließt sich die bedeutendste Phase des Le-
benszyklus einer Immobilie an, die Nutzungs-
phase. Im Unternehmensbereich Facility- und
Bedarfsdeckungsmanagement werden das
technische und kaufmännische Gebäudema-
nagement sowie die Aufgaben rund um die
Liegenschaften gebündelt wahrgenommen,
um die zahlreichen nutzenden Behörden und
Institutionen des Freistaates von diesen Auf-
gaben zu entlasten.
Das Bewirtschaftungsvolumen aller verwal-
teten Liegenschaften umfasste 2015 einen
Betrag von 172,4 Millionen Euro.
Für die Versorgung (Strom, Fernwärme, Gas,
Heizöl/ Diesel, Wasser) lagen im Jahr 2015
die Bewirtschaftungskosten bei rund 53,4
Prozent der Gesamtkosten. Die Medienver-
sorgung bildet damit den Schwerpunkt bei
den Ausgaben. Aus wirtschaftlichen und
ökologischen Gesichtspunkten liegt daher
das Hauptaugenmerk auf dem sparsamen
Umgang sowie der rationellen Nutzung aller
Ressourcen. Mit Hilfe eines aktiven Energie-
managements und einer kontinuierlichen Op-
timierung der technischen Anlagen wird dem
permanenten Anstieg der Ausgaben für Strom
sowie Heizenergie entgegengewirkt.
Kostenwirksam ist der seit 01.01.2015 ein-
geführte gesetzliche Mindestlohn nach dem
Mindestlohngesetz (MiLoG). Die vielen perso-
nenbezogenen Bewirtschaftungskosten des
SIB wie beispielsweise Reinigung, Entsorgung
und Bewachung werden dadurch auch in den
Folgejahren beeinflusst.
Anmietung/ Vermietung
Die Unterbringung von Behörden und sonsti-
gen staatlichen Einrichtungen des Freistaates
Sachsen erfolgt überwiegend in landeseige-
nen Liegenschaften. Ist dies aus wirtschaft-
lichen Gründen nicht sinnvoll oder nicht
möglich, werden die notwendigen Flächen
angemietet oder gepachtet. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurden hierfür 51,5 Millionen
Euro aufgewendet.
Neben Ausgaben wurden durch den Unterneh-
mensbereich Facility- und Bedarfsdeckungs-
management auch Einnahmen aus Vermietung
und Verpachtung in Höhe von 5,5 Millionen
Euro erzielt. Diese stammen unter anderem aus
der Vermietung von Wohnheimplätzen sowie
von Büro- und Gewerberäumen.
Energiemanagement
Die Leitstelle Energie des Facility- und Be-
darfsdeckungsmanagements verfolgt mit
dem Abschluss langfristiger Medienlieferver-
trägen die Strategie einer dauerhaften und si-
cheren Versorgung aller Dienststellen im Frei-
staat. Zugleich bewahrt die Leitstelle Energie
die Flexibilität im Energieeinkauf, um auf ver-
änderte Marktbedingungen zu reagieren.
Für die Medien Elektroenergie, Erdgas und
Heizöl liefen 2015 europaweite Ausschrei-
bungen, bei denen der Zuschlag an regionale
Versorger ging.
Die Elektroenergie ist für die Jahre 2017 bis
2019 mit einer Jahreslieferung von 295.000
MWh vertraglich gebunden. Die Beschaffung
der Jahresmenge erfolgt jeweils 15 Monate
vor Lieferbeginn. An der Strombörse (EEX)
werden handelstäglich die gleichen Teilmen-
gen zum Tagespreis geordert, bei günstiger
Preisentwicklung und Unterschreitung des
Vorjahresbudgets besteht jedoch die Möglich-
keit, eine größere Strommenge zu beschaffen.
Insgesamt kann die günstige Entwicklung des
Liefer- und Arbeitspreises den gestiegenen
Anteil der anderen Strompreisbestandteile
(insbesondere Steuern und Abgaben) nicht
kompensieren.
Der Liefervertrag für Erdgas für die Jahre
2016 bis 2018 geht von einer jährlichen Lie-
fermenge von zirka 119.000 MWh aus, wobei
die tatsächliche Abnahme im Wesentlichen
von der Witterung abhängig ist. Im Vergleich
zur Elektroenergie erfolgt der Einkauf von
Erdgas nur einmal pro Kalenderwoche, jedoch
kann auch hier flexibel auf günstige Markt-
entwicklungen reagiert werden.
* ohne Berücksichtigung der Nebenkosteneinnahmen
9,4%
14,8%
53,4%
9,2%
4,8%
4,3%
4,0%
0,1%
19,7%
46,2%
10,2%
7,8%
8,0%
4,0%
1,5%
1,5%
0,1%
0,5%
0,3%
0,2%
Verteilung der Bewirtschaftskosten* nach
DIN 18960
Versorgen
Reinigung und Pflege von Gebäuden
Betriebskosten, sonstiges
Bedienung, Inspektion und Wartung
Entsorgung
Sicherheit- und Überwachungsdienste
Reinigung und Pflege von Außenanlagen
Abgaben und Beiträge
Mietausgaben je Ressort
Sächsisches Staatsministerium des Innern
Hochschulen
Sächsisches Staatsministerium der Justiz
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft
und Kunst
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
(inklusive Finanzvermögen FB)
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Sächsischer Rechnungshof
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und
Verbraucherschutz
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr
Sächsischer Landtag
Sächsische Staatskanzlei

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Verkehrssicherheit von Bäumen
Der SIB ist für den verkehrssicheren Zustand der
Bäume auf seinen Liegenschaften verantwort-
lich. Hierfür werden regelmäßige Baumkont-
rollen durchgeführt und bei Handlungsbedarf
Baumpflegemaßnahmen sowie auch Fällun-
gen veranlasst – sofern die Verkehrssicherheit
nicht mehr gewährleistet werden kann. Hand-
lungsgrundlage bildet die Geschäftsanweisung
„Verkehrssicherheit von Bäumen“, mit der eine
einheitliche Verfahrensweise zur Umsetzung
der Anforderungen an die Verkehrssicherheit
von Bäumen sichergestellt wird.
Zum Leistungsumfang gehören neben den
Baumkontrollen, die Erstellung von Leis-
tungsverzeichnissen für die Baumpflege-
maßnahmen und Fällungen, die Dokumenta-
tion im Fachinformationssystem „FIS-Baum“,
die vermessungstechnische Erfassung der
Liegenschaften und im Bedarfsfall sonstige
ingenieurtechnische Leistungen.
Zur Vereinheitlichung der vermessungstech-
nischen Erfassung der Liegenschaften auf
Grundlage der „Baufachlichen Richtlinie Ver-
messung“ im CAD-Format wurde 2015 der
Für Heizöl wurden ebenfalls Lieferverträge für
den Zeitraum 2016 bis 2018 abgeschlossen.
Die geplante jährliche Liefermenge beträgt
zirka 1,65 Millionen Liter, welche jedoch auch
von der Witterung abhängig ist. Die Preiser-
mittlung erfolgt über die Monatsmittel defi-
nierter Heizölnotierungen am europäischen
Handelsmarkt.
Erarbeitung eines neuen
Wertungsverfahrens für
Reinigungsdienstleistungen
Zum Werterhalt einer Immobilie trägt auch
die Reinigung bei. Darüber hinaus hat die
Sauberkeit einen wesentlichen Einfluss auf die
Nutzerzufriedenheit. Besonders bei schlech-
tem Wetter ist der Eintrag von Schmutz sehr
hoch und verursacht unter anderem Abrieb
und Verschleiß. Ein Großteil dieser Probleme
kann bereits in der Planungsphase durch rich-
tig dimensionierte Schmutzfangsysteme und
Sauberlaufzonen im Eingangsbereich eines
Gebäudes aufgefangen werden. Weiterhin
minimiert die Reinigung von Treppenhäusern,
Fluren und Fahrstühlen den Schmutzeintrag
in die Büros, Labore oder Sanitärräume.
Mit zirka 15 Prozent am Gesamtvolumen der
Bewirtschaftungskosten gehört die Reinigung
zu den signifikanten Kostenblöcken. Wegen
des hohen Stellenwerts des Vergaberechts
müssen die Leistungen regelmäßig dem Markt
in Form von Ausschreibungen zur Verfügung
gestellt werden. 2015 wurden alle Verträge
mit langen Laufzeiten hinsichtlich ihrer Wirt-
schaftlichkeit auf den Prüfstand gestellt und
priorisiert, um den Umfang an sogenannten
Altverträgen zielgerichtet abzubauen.
An der Technischen Universität Dresden sind
beispielsweise zahlreiche Nutzer mit unter-
schiedlichsten und wechselnden Anforde-
rungen zu finden. Dazu gehört die Reinigung
im Vorlesungsbetrieb, in Prüfungszeiten, in
vorlesungsfreien Zeiten, in Laboren oder nach
Fachtagungen. Seit 2014 laufen intensive Ar-
beiten zur Neuordnung der Reinigungsverträ-
ge und Vorbereitung von Ausschreibungen,
mit dem Ziel, die Verwaltung der Verträge
effizienter zu gestalten und Kosten zu mini-
mieren. Im Jahr 2015 wurden für die Techni-
sche Universität Dresden Leistungen für eine
Grundfläche von 149.000 Quadratmetern
(Jahresreinigungsfläche von 12,5 Millionen
Quadratmeter) mit einem jährlichen Volumen
von 668.000 Euro an insgesamt acht Firmen
neu vergeben. Weitere Vergaben befinden sich
in der Vorbereitung.
Seit dem Sommer 2015 wurde in einigen
Ausschreibungen eine neue Wertungsmatrix
verwendet. Vorteil der Wertungsmatrix ist,
dass im Resultat der Auswertung nicht nur
der Preis entscheidet, auch die angebotene
Reinigungsqualität fließt in die Wertung ein.
Dabei führt eine Abwägung zwischen Preis
und Qualitätsindikatoren für das Reinigungs-
ergebnis zum wirtschaftlichsten Angebot/
Bieter.
Vermessungsumfang des Bestandes wurde
dahingehend erweitert, dass die Lagepläne
nicht nur für die Baumpflege, sondern auch
für andere Bewirtschaftungsleistungen ver-
wendet und sukzessive im Rahmen von Bau-
maßnahmen und Vermessungsrunden aktu-
alisiert und vervollständigt werden können.
Hörsaal am Fahrzeugtechnikum der HTWK Dresden
Reinraum im Technikum Nöthnitzer Straße an der TU Dresden
Schalltomographie eines Baumstamms zur
Schadensfeststellung
Die Verkehrssicherheit vom Bäumen bedarf
einer stetigen Kontrolle - Beispiel Parkanlage
am Japanischen Palais in Dresden
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
0
20
40
60
80
100
Lieferung
Netz
Steuern, Abgaben
Zusammensetzung der Stromkosten des SIB ab 2008
Angaben in Prozent

image
20 |
| 21
Professionelle Steuerung des Port-
folios landeseigener Immobilien
Der SIB übernimmt neben den beiden Grund-
vermögensverwaltern, dem Staatsbetrieb
Sachsenforst und dem Landesamt für Stra-
ßenbau und Verkehr, die Eigentümerfunktion
für die landeseigenen Grundstücke des Frei-
staates.
Der Unternehmensbereich Finanzvermögen
und Portfoliosteuerung ist dabei für 93 Pro-
zent der vom SIB-verwalteten 31.780 Flur-
stücke auf rund 34.500 ha (Stand 31.12.2015)
verantwortlich. Dem Portfolio des Unterneh-
mensbereiches gehen jährlich mehr als tau-
send (2015: 1297 Flurstücke) entbehrliche
und nicht entbehrliche Immobilien sowie
eigentumsgleiche Rechte an fremden Immo-
bilien (zum Beispiel Aneignungsrechte für
herrenlose Grundstücke) zu. Die Zugänge
umfassen zum größten Teil Grunderwerbe für
staatliche Bedarfe oder Erwerbe aus strategi-
schen Erwägungen, Immobilien aus Fiskalerb-
schaften und Vermögenszuordnungen. Aber
auch Flächen aus Schenkungen, Tausch, Flur-
neuordnungsverfahren, Umlegungsverfahren
nach BauGB, Bodenreform, Beschlagnahmen
und Übernahmen von Immobilien der Landes-
forst- und Landesstraßenverwaltung kom-
men zum Bestand hinzu.
Gerade im Bereich der Fiskalerbschaften gab
es auch 2015 wieder eine hohe Anzahl an
Immobilien, die dem Freistaat Sachsen zu-
gegangen ist. Im „Grundstücksmarktbericht
für den Freistaat Sachsen 2015“ ist zwar von
einem deutlichen Aufwärtstrend des Immobi-
lienmarktes für Sachsen insgesamt die Rede,
jedoch sei dies regional sehr differenziert zu
betrachten. So ist im Gegensatz zu den kreis-
freien Städten in den meisten Landkreisen
eher eine stagnierende oder negative Preis-
entwicklung zu beobachten. Es ist also davon
auszugehen, dass auch in den kommenden
Jahren hohe Zugänge an Fiskalerbschaften
vor allem von Immobilien aus den ländlichen
Regionen zu verzeichnen sein werden, die
schwierig zu vermarkten sind und nur geringe
Erlöse versprechen.
Der Unternehmensbereich Finanzvermögen
und Portfoliosteuerung hat den Anspruch,
das bestehende Immobilienportfolio bestän-
dig zu optimieren. Dazu werden Immobilien-
märkte analysiert, Kontakte zu den anderen
beiden Grundvermögensverwaltern, Gemein-
den und Verbänden gepflegt und Strategien
der Grundstücksbeschaffung und -verwer-
tung entwickelt, die den langfristigen Zielen
des Freistaates Sachsen förderlich sind.
Entbehrliche Immobilien, die dauerhaft nicht
mehr für die Aufgaben des Freistaates Sach-
sen benötigt werden, veräußert der Unter-
nehmensbereich Finanzvermögen und Port-
foliosteuerung. Bis zur Veräußerung werden
sie vom Unternehmensbereich verwaltet und
dabei entweder dem Segment der „Klassischen
Veräußerung“ oder der „Besonderen Veräuße-
rung“ zugeordnet.
Klassisch veräußert werden Immobilien vor
allem dann, wenn von einer entsprechenden
Nachfrage seitens der Käufer ausgegangen
werden kann. Der Verkauf erfolgt nach Veröf-
fentlichung im Rahmen eines Bieterverfahrens.
Im Jahr 2015 konnte ein besonders hohes
Kaufvertragsvolumen von insgesamt 39,8
Millionen Euro erzielt werden. Grund dafür ist
insbesondere der Verkauf des Quartiers III/2
am Dresdner Neumarkt gemeinsam mit der
Landeshauptstadt Dresden. Der Kaufvertrag
wurde Mitte des Jahres 2015 geschlossen.
Die „besondere Veräußerung“ ist bei Liegen-
schaften vorgesehen, bei denen aufgrund
der Überschuldungen oder der tatsächlichen
Belastungen (wie zum Beispiel Altlasten oder
Abrisskosten) keine Käufernachfrage ange-
nommen wird. Hier ist von den Objektmana-
gern des Unternehmensbereiches mit Grund-
schuld- und Hypothekengläubigern hinsicht-
lich einer Ablösung der rechtlichen Belastun-
gen zu verhandeln, um eine Verkaufsreife der
Immobilie herzustellen oder interessensge-
rechte Lösungen zur Eigentumsübertragung
auf Dritte zu finden. Die Verkaufsfälle der „be-
sonderen Veräußerung“ im Jahr 2015 konzen-
trieren sich fast ausschließlich auf überlasse-
ne Immobilien, die nur an Nutzer, Nachbarn
oder Miteigentümer veräußerbar sind sowie
auf überschuldete Immobilien.
Die Anteile an den insgesamt 486 abgeschlos-
senen Verkaufsfällen verteilten sich im Jahr
2015 auf „klassische und besondere Veräuße-
rung“ in ungefähr gleicher Weise.
Finanzvermögen und Portfoliosteuerung
Das Baugrundstück Quartier III/2 am Dresdner Neumarkt befindet sich in exklusiver Lage
0
100
200
300
400
500
600
220
2003 2004 2005 2006 2007
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
283
351
329
323
370
407
426
397
495
554
538
486
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
6.847
16.042
19.418
27.001
43.005
13.848
9.260
16.389
16.825
18.507
20.172
12.479
39.841
1.375
4.301
76
82
1.107
33.058
229
99
Bautzen
Chemnitz
Dresden I
Leipzig I
0
5.000
50
100
200
150
250
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
Anzahl der Verkaufsfälle
Kaufvertragsvolumen (T Euro)
Kaufvertragsvolumen und Anzahl der Verkaufsfälle nach Niederlassungen
Kaufvertragsvolumen ges. (T Euro)
Anzahl der Verkaufsfälle

image
22 |
| 23
Die Strategie des Unternehmensbereiches ist
es auch weiterhin, nicht nur diejenigen Immo-
bilien zu veräußern, die hohe Kaufvertrags-
volumen versprechen, sondern auch Kriterien
wie Wertbeständigkeit, Aufwand in der Ob-
jektverwaltung (in der Regel Verkehrssiche-
rung), Nutzungsmöglichkeiten oder Markt-
gängigkeit bei der Verwertung der Immobilien
zu berücksichtigen. So ist es ein wichtiges
Ziel des Unternehmensbereiches, bestehende
Erbbaurechtsverträge aufzulösen, indem die
Erbbaugrundstücke an den Erbbaurechtsneh-
mer veräußert werden. Durch eine frühzeitige
Veräußerung, sollen etwaige zukünftige Ver-
pflichtungen für den Freistaat Sachsen, wie
Ersatz- und Ausgleichszahlungen bei Heimfall
oder Beendigung des Erbbaurechtes, ver-
mieden werden. Gleichzeitig hat der Erbbau-
rechtsnehmer Volleigentum an den bisherigen
Erbbaurechtsgrundstücken und damit eine
bessere Beleihungsmöglichkeit sowie dauer-
hafte Planungs- und Investitionssicherheit.
2015 ist dies im Fall des Verkaufs der Erb-
baurechtsgrundstücke an die Sozialeinrich-
tung Gut Gamig e. V. im Landkreis Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge gelungen.
Von besonderem Interesse sind die land-
wirtschaftlichen Nutzflächen des Freistaates
Sachsen, die der Unternehmensbereich Fi-
nanzvermögen und Portfoliosteuerung ver-
waltet. Aufgrund der strategischen Bedeu-
tung dieser Flächen wird ein nicht unerhebli-
cher Teil der landeseigenen landwirtschaftlich
genutzten Flächen nicht veräußert, sondern
nur für einen mittelfristigen Zeitraum ver-
pachtet oder zur Nutzung überlassen, um
bei vorhandenem staatlichen Bedarf Zugriff
auf diese Flächen zu haben. Soweit landwirt-
schaftliche Nutzflächen keine strategische
Bedeutung haben und entbehrlich sind, wer-
den diese grundsätzlich optional zum Verkauf
oder zur Verpachtung angeboten.
Neben den entbehrlichen Immobilien enthält
das Portfolio des Unternehmensbereiches
Bericht aus dem Personalbereich
Personalbestand
Im Geschäftsjahr 2015 waren gesamtdurch-
schnittlich 1.139 Bedienstete tätig. Darüber
hinaus befanden sich im Durchschnitt 75
Bedienstete in der Freistellungsphase der
Altersteilzeit oder waren aus verschiedenen
Gründen beurlaubt.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 stellte
sich die Mitarbeiterstruktur des Staatsbetrie-
bes SIB wie folgt dar:
Zentrale Verwaltung
Die für den SIB bestehende Verpflichtung zum
Ablauf des Haushaltsjahres 2015 insgesamt
26 Stellen abzubauen, wurde realisiert. Zum
Ablauf des Haushaltsjahres 2016 werden wei-
tere 20 Stellen in Anbetracht der Stellenab-
bauverpflichtungen nicht mehr für eine Be-
setzung zur Verfügung stehen.
Fortbildung
Der SIB ist stets bestrebt, seinen Bedienste-
ten durch Fortbildungsmaßnahmen ein hohes
Niveau an beruflicher Qualifizierung zu er-
möglichen. So nahmen im Geschäftsjahr 2015
die Bediensteten an insgesamt 1.433 Fort-
bildungsveranstaltungen teil, das entspricht
2172 Fortbildungstagen. Der SIB realisierte
insgesamt 56 Inhouse-Schulungen. Schwer-
punkte bildeten das „Update Vergaberecht“
sowie Seminare zum Thema Bauschäden.
Ausbildung
Im Jahr 2015 konnte der SIB die Ausbildung
als Praxispartner in den BA-Studiengängen
Vermögensmanagement, Fachrichtung Im-
mobilienwirtschaft sowie Energie- und Um-
welttechnik ermöglichen. Die bestehenden
Ausbildungsverhältnisse nach Berufsbil-
dungsgesetz (BBiG) wurden weitergeführt.
Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2015 zwei
Auszubildende die Abschlussprüfung im je-
weiligen Ausbildungsberuf (Steinmetz bzw.
Fachinformatiker) bestanden. Einem Absol-
venten bot der SIB die Übernahme in ein Be-
schäftigungsverhältnis an. Das Angebot wur-
de angenommen.
49%
19%
9%
22%
1%
Mitarbeiterstruktur des SIB (Stichtag
31.12.2015), gegliedert nach Unterneh-
mensbereichen
Planungs- und Baumanagement
Facility- und Bedarfsdeckungsmanagement
Finanzvermögen und Portofoliosteuerung
Zentralverwaltung inkl. Rechnungswesen,
Vergabe- und Vertragswesen
Geschäftsführung
Finanzvermögen und Portfoliomanagement
auch nicht entbehrliche Flächen, die im
staatlichen Interesse Dritten zur Verfügung
gestellt werden (beispielsweise Landeskran-
kenhäuser, Forschungseinrichtungen, Stu-
dentenwerke, Kirchen). Auch das betriebsnot-
wendige Vermögen der Landeskrankenhäuser,
der Staatlichen Schlösserverwaltung und der
Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt
und Landwirtschaft muss vom Unterneh-
mensbereich Finanzvermögen und Portfolio-
steuerung beschafft und überlassen werden.
Dies gilt auch für das immobile Betriebs-
vermögen der Landestalsperrenverwaltung
– hierzu sind beispielsweise Fließgewässer,
Talsperren, Stauanlagen, Hochwasserschutz-
deiche oder Überflutungsflächen zu zählen.
Die unentbehrlichen Immobilien hatten zum
Ende des Jahres 2015 eine Gesamtfläche von
rund 21.700 ha.
Zu weiteren Aufgaben des Unternehmensbe-
reiches gehören die wertmäßige Abbildung
des landeseigenen Grundvermögens in der
Zuständigkeit des SIB, die Vertretung der
Interessen des Freistaates Sachsen als Trä-
ger öffentlicher Belange, wie zum Beispiel in
Planungsverfahren, und die Sicherung des
Landesvermögens für den Freistaat Sachsen
im Bereich der Vermögenszuordnung und bei
Bodenreformgrundstücken.
Darüber hinaus ist die Abwicklung von Fis-
kalerbschaften insgesamt eine wichtige und
herausgehobene Aufgabe des Unternehmens-
bereiches. Im Jahr 2015 sind dem Freistaat
Sachsen – wie im Vorjahr – 1025 Fiskalerb-
schaften zugegangen. Die Zugänge überstie-
gen die abgearbeiteten Erbschaftsfälle, so
dass der Gesamtbestand angestiegen ist.
Gut Gamig im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Zugänge
Abgänge
Bestand
Abwicklung von Fiskalerbschaften, Fallzugänge
* Bestandteil aufgrund von Datenberichtigungen
korrigiert
2003
518
77
2.322*
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
0
1.000
2.000
3.000
4.000
518
284
2.556
619
365
2.854*
733
281
3.262*
739
515
3.486
730
628
3.588
734
716
3.601*
830
987
3.444
818
973
3.289
941
985
3.245
919
889
3.275
1.025
957
3.343
1.025
872
3.493*

image
24 |
| 25
Bericht aus dem Vergabe- und
Vertragsmanagement
Vergabe von Bauleistungen
Im Haushaltsjahr 2015 schloss der SIB im Be-
reich Bundes- und Landesbau 32.683 (2014:
31.838) Bauaufträge und Nachträge mit ei-
nem Gesamtvolumen von 494,8 Millionen Eu-
ro (2014: 342,2) ab. Ein Anteil von 83 Prozent
des Gesamtvolumens wurde an sächsische
Unternehmen vergeben, diese Quote ent-
spricht in etwa dem Wert des Vorjahres.
Bei Bauaufträgen mit einem Auftragswert
über 10.000 Euro lag der Anteil der öffentli-
chen Ausschreibungen und offenen Verfahren
(EU) bei 44 Prozent (2014: 58 Prozent).
Im Rahmen beschränkter Ausschreibungen
oder nichtoffener Verfahren (EU) wurden 27
Prozent (2014: 22 Prozent) des Auftragswer-
tes vergeben. Bei 29 Prozent (2014: 20 Pro-
zent) der Vergabeverfahren handelte es sich
um freihändige Vergaben oder Verhandlungs-
verfahren (EU).
Der Rückgang des Anteils öffentlicher Aus-
schreibungen und offener Verfahren ist fast
ausschließlich auf die Vergabeverfahren für
die Unterbringung von Flüchtlingen zurück-
zuführen. Aufgrund der besonderen Dring-
lichkeit und Unvorhersehbarkeit wurden diese
Leistungen überwiegend in nichtoffenen Ver-
fahren oder beschränkten Ausschreibungen
sowie Verhandlungsverfahren bzw. der frei-
händigen Vergabe vergeben.
Verträge mit freiberuflich Tätigen (fbT)
Der SIB schloss im Bereich Bundes- und Lan-
desbau 2015 insgesamt 3.996 Verträge (2014:
4.013) mit freiberuflich Tätigen ab. Das Auf-
tragsvolumen betrug rund 99,2 Millionen Eu-
ro (2014: 98,2 Millionen Euro). Davon wurden
85 Prozent des Auftragsvolumens an freibe-
ruflich Tätige aus Sachsen vergeben.
Tätigkeit der Fachaufsicht
Die Fachaufsicht konzentrierte sich 2015 auf
die Umsetzung der Forderungen des Verga-
be- und Vertragshandbuch des Bundes (VHB)
Richtlinie 100, die Mitwirkung im Projekt SIB
2020 sowie die Unterstützung in besonders
schwierigen Vergabeverfahren.
Bericht aus dem IT-Bereich
Eine angemessene IT-Unterstützung ist ein
wesentlicher Erfolgsfaktor für den SIB. Im Be-
richtsjahr lag der Schwerpunkt bei folgenden
Projekten:
y
„Einführung Unit4 Business World (UBW)“
– Ablösung der bisher als ERP-System ein-
gesetzten SAP-Lösung.
y
„Beschaffung, Implementierung und Be-
reitstellung von Software für das Pla-
nungs- und Baumanagement sowie das
Facility Management“ – das Vergabever-
fahren ist noch nicht abgeschlossen.
y
Es wurde eine neue Lösung zur Durchfüh-
rung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
in der Behördenunterbringung eingeführt.
y
Schaffung eines neuen Internetauftritts für
www.immobilien.sachsen.de.
Die Ausfallzeiten für die Verfahren konnten
wiederum sehr gering gehalten werden.
Im Jahr 2015 investierte der SIB rund 657.000
Euro in den Ausbau, die Modernisierung und
in die Ersatzbeschaffung seiner technischen
Infrastruktur. Für die Weiterentwicklung der
DV-Fachanwendungen wurden in 2015 rund
722.000 Euro aufgewendet.
Gemeinsam mit dem Unternehmensbereich
Facility- und Bedarfsdeckungsmanagement
wurde ein einheitlicher Formularsatz für die
Ausschreibung von Bewirtschaftungsleistungen
entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden
Vertragsbedingungen und Formulare angepasst.
Hinsichtlich der Vergabeverfahren für Leis-
tungen für die Unterbringung von Flüchtlin-
gen wurden Erleichterungen geschaffen und
Arbeitshilfen erstellt.
Die Arbeit der Schlichtungsstelle
Im Geschäftsjahr wurden insgesamt sechs
Schlichtungsverfahren durchgeführt. Von
Auftragnehmern wurden strittige Forderun-
gen in Höhe von 378.722,21 Euro erhoben.
Die Schlichtungsstelle kam zu dem Ergebnis,
dass eine Auszahlung in Höhe von 113.181,46
Euro gerechtfertigt ist. Durch die Arbeit der
Schlichtungsstelle konnten 2015 mindestens vier
Streitigkeiten außergerichtlich beigelegt werden.
Elektronische Vergabe im SIB
Nach umfangreichen Tests wurde der Verga-
bemanager-Server in den internen Betrieb des
SIB überführt. Damit wurde ein wesentlicher
Beitrag zur Verbesserung der Verfügbarkeit
und Funktionssicherheit geleistet.
Zum Jahresende 2015 hatten sich zirka 6.050
Firmen auf der Vergabeplattform registriert.
Insgesamt wurden im Jahr 2015 etwa 2.024
Vergabeverfahren, davon 1.814 national und
210 europaweit, mit der E-Vergabe bearbeitet.
Die bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse
konnte der Fachbereich in die Tätigkeit von E-
Vergabe-Arbeitsgruppen des Bundes und der
Länder einbringen
Bericht aus dem
Organisationsbereich
VIS.SAX
Im Jahr 2015 wurde die Einführung des Do-
kumentenmanagementsystems VIS.SAX im
SIB als Produktivsystem mit der Pilotierung in
den Standorten Leipzig II und der Zentrale des
SIB erfolgreich begonnen. Der Rollout wei-
terer Standorte wurde in enger Abstimmung
mit den betroffenen Niederlassungen vorbe-
reitet. Mit der Einführung der elektronischen
Akte mit IT-gestützter Vorgangsbearbeitung
erschließt sich der SIB neue Potentiale im Be-
reich der elektronischen Kommunikation und
des Wissensmanagements.
Organisation/Innerer Dienst
Im Bereich Organisation/Innerer Dienst wur-
den Investitionen für Büro- und Geschäftsaus-
stattung von rund 71.000 Euro getätigt, davon
rund 13.000 Euro für Prüf- und Messmittel für
das technische Gebäudemanagement.
Es erfolgten 2015 Planungen, Veränderungen
und Ergänzungen im Zusammenhang mit der
Umstellung der Telefonanlagen der einzelnen
SIB-Standorte auf Voice over Internet Proto-
koll (VoIP). Mittels VoIP ist das Telefonieren
über bestehende Computernetzwerke mög-
lich und ersetzt somit zusätzliche Telefonan-
lagen wie ISDN und andere dafür notwendige
Komponenten. Die Umrüstung auf VoIP er-
folgt in allen Standorten während des lau-

image
image
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26 |
| 27
Der Freistaat Sachsen und seine Kommunen
sind verpflichtet, einen Anteil an Asylsuchen-
den, der sich nach dem Königsteiner Schlüs-
sel bemisst und die Bevölkerungszahl und die
Wirtschaftskraft der Bundesländer zugrunde
legt (Anteil Sachsen für 2015: 5,08 Prozent),
aufzunehmen. Die Neuankömmlinge kommen
zunächst in den vom Freistaat eingerichteten
Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) unter, die
im Verantwortungsbereich der Landesdirekti-
on Sachsen stehen.
Das rapide Ansteigen der Asylbewerberzahlen
ab der zweiten Jahreshälfte 2015 stellte den
Freistaat Sachsen vor große Herausforderungen.
In diesem Zusammenhang war der SIB in
ganz besonderem Maße gefordert, da er ge-
meinsam mit der Landesdirektion Sachsen
die Erstunterbringung sicherstellen musste,
um Menschen vor Obdachlosigkeit zu bewah-
ren. Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen
im Jahr 2015 mussten die bestehenden Un-
terbringungskapazitäten in den Erstaufnah-
meeinrichtungen des Freistaates Sachsens
deutlich erhöht werden. Zur Schaffung neuer
Unterbringungskapazitäten wurde eine Viel-
zahl von Objekten auf ihre Eignung geprüft.
Insbesondere kam es darauf an, zeitnahe Lö-
sungen für die Unterbringung zu finden.
Die Herausforderungen und der damit ver-
bundene hohe Aufwand beim Thema Asyl
führten dazu, dass im SIB kurzfristig struktu-
relle Veränderungen vorgenommen wurden.
Im September 2015 wurde hierfür die Projekt-
gruppe EAE im SIB ins Leben gerufen. Die Pro-
jektgruppe ist direkt der SIB-Geschäftsfüh-
rung zugeordnet. Sie koordiniert die Bereiche
Bau und Liegenschaften und ist damit Binde-
glied zwischen der Geschäftsführung des SIB,
den SIB-Niederlassungen, dem Sächsischen
Staatsministerium der Finanzen und dem
Sächsischen Staatsministerium des Innern.
Weiterhin sind die Unternehmensbereiche
Facility- und Bedarfsdeckungsmanagement
sowie Planungs- und Baumanagement in den
SIB-Niederlassungen für die Erstellung der
Eignungsprüfung potentieller Standorte ver-
antwortlich.
Zugleich erfolgen hier die Abstimmungen mit
den Kommunen, Trägern öffentlicher Belange
und der Landesdirektion Sachsen und der Ab-
schluss von Miet- und Kaufverträgen. Die Nie-
derlassungen sind ebenfalls für die Beschaffung
und Errichtung von Containern, Leichtbauhal-
len oder Zelten zuständig und koordinieren die
Planung, Ausschreibung und Überwachung der
Bauleistungen für EAE-Maßnahmen.
Zur Bewältigung des hohen Bedarfs an Flä-
chen für die permanent steigende Anzahl an
Asylsuchenden wurden bis Dezember 2015
rund 460 Objekte/Liegenschaften geprüft. 63
Einrichtungen für Asylbewerber wurden zur
Verfügung gestellt oder sind in Errichtung.
Bis Ende 2015 konnten rund 21.500 Plätze für
Asylsuchende geschaffen werden.
Im Zeitraum vom September bis Dezember
2015 wurden 10,5 Prozent aller produktiven
Stunden des SIB für Leistungen im Zusam-
menhang mit EAE (Bau, Liegenschaft, allge-
meine Projektleistungen) erbracht.
Durch die Aufnahme von Erstaufnahmeein-
richtungen in das Verwaltungsportfolio des
SIB erhöhte sich die zu verwaltende Netto-
grundfläche im Jahr 2015 um rund 0,2 Milli-
onen Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr
ging damit ebenfalls eine Erhöhung der Ge-
samtausgaben für die Bewirtschaftung oder
Anmietungen von Flächen einher.
Leichtbauhallen für die Erstaufnahmeeinrichtung am Flughafen Dresden
0
5000
10000
15000
20000
25000
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
Unterbringungskapazität 2015
Kapazität (Anzahl der Plätze)
Projektgruppe Erstaufnahmeeinrichtungen
fenden Betriebes und ist mit umfangreichen
organisatorischen Planungen verbunden.
Nach der erfolgreichen Einführung in den bei-
den Leipziger SIB-Niederlassungen und den
Standorten in Bautzen und Zwickau wurden
die Voraussetzungen für die Einführung von
VoIP in der Niederlassung Chemnitz Anfang
2016 geschaffen. Die Umstellung auf VoIP in
den beiden Dresdner Niederlassungen und der
Zentrale ist in Vorbereitung.
In allen Standorten wurden durch den Bereich
Organisation/Innerer Dienst Instandhaltungen
und Instandsetzungen sowie teilweise auch
sonstige bauliche Veränderungen begleitet.
Arbeitsschutz
Auch in 2015 wurden die Bediensteten des
SIB durch die Arbeitsschutzverantwortlichen
mit Unterstützung der externen Fachkraft für
Arbeitssicherheit intensiv betreut. Für die im
vergangenen Jahr stark angewachsenen Auf-
gaben des SIB im Rahmen der Bereitstellung
von Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) wurde
eine niederlassungsübergreifende Gefähr-
dungsbeurteilung EAE erstellt und die sich
daraus ergebenden Maßnahmen im Rah-
men einer Arbeitsanweisung umgesetzt. Für
die im Fachbereich Objektmanagement und
technisches Gebäudemanagement tätigen
Elektrofachkräfte erfolgte auch 2015 eine zu-
sätzliche Unterweisung zum „Arbeiten unter
Spannung“.
Die betriebsärztlichen und sicherheitstechni-
schen Dienstleistungen im Staatsbetrieb wur-
den in 2015 mit Wirkung ab dem 01.01.2016
neu vergeben.

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28 |
| 29
Sächsisches Krankenhaus Arnsdorf
Umbau und Sanierung Gebäude
A4/C13 – Jugendforensik
Lage und Geschichte
Die Gemeinde Arnsdorf befindet sich am Ran-
de des Karswaldes zwischen der Sächsischen
Schweiz und dem Westlausitzer Bergland. Der
Klinikstandort in Arnsdorf wurde zu Beginn
des 20. Jahrhunderts zur Entlastung der säch-
sischen Heil- und Pflegeanstalten auf Grund
seiner verkehrsgünstigen Lage entwickelt und
am 1. April 1912 als „königlich-sächsische
Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf“ eröffnet.
Die Gesamtanlage erstreckt sich über eine
Fläche von rund 35 Hektar und verfügt über
mehr als 20 Jugendstilgebäude sowie eine ab-
wechslungsreiche Parklandschaft, die durch
Straßen und Wege erschlossen ist. Das Säch-
sische Krankenhaus Arnsdorf ist heute ein
Fachkrankenhaus mit den Fachabteilungen
Erwachsenenpsychiatrie und -psychothera-
pie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psy-
chotherapie, Neurologie und Neurologische
Intensivmedizin sowie Forensische Psychia-
trie in Trägerschaft des Freistaates Sachsen,
vertreten durch das Sächsische Staatsminis-
terium für Soziales und Verbraucherschutz.
Architektur und Denkmalschutz
Das Gebäude A4 ist Bestandteil der histo-
rischen Krankenhausanlage und erlebte bis
heute eine wechselvolle Geschichte und da-
mit verbundene bauliche Eingriffe und An-
passungen des historischen Baubestandes.
Sowohl das Fassadenbild des Gebäudes A4
als auch das parkähnlich gestaltete Umfeld
des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf
stehen unter Denkmalschutz. Im Rahmen der
Bauplanung wurden die gartendenkmalpfle-
gerischen Belange, insbesondere im Hinblick
auf die notwendigen Baumfällungen mit dem
Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.
Der Verlauf der Sicherheitsmauer wurde unter
gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunk-
ten geplant, um die vorhandenen Baumgrup-
pen zu erhalten und das zusammenhängende
Erscheinungsbild des parkartigen Krankenh-
ausgeländes zu wahren. Auch die Gestaltung
der Außenmauer sowie die Wiederherstellung
eines an dem historischen Vorbild orientierten
Fassadenbildes erfolgten in enger Abstim-
mung mit der Denkmalschutzbehörde.
Bauliche Umsetzung
Das Gebäude A4 verfügt über zwei oberir-
dische Geschosse, einen Dachboden und ist
voll unterkellert. Der Umbau und die Sanie-
rung umfassten die Trockenlegung des feuch-
tigkeitsgeschädigten Kellergeschosses, die
Erneuerung des Fassadenputzes einschließ-
lich neuer, teilweise vergitterter Fenster, die
Instandsetzung der Dachdeckung und des
Dachstuhls sowie den kompletten Innen-
ausbau. Letzterer erfolgte in Materialwahl,
Oberflächengestaltung und Bauteilanfor-
derungen auf Grundlage der medizinisch/
therapeutischen und funktionellen Vorgaben
des Sächsischen Staatsministeriums für Sozi-
ales und Verbraucherschutz, des Sächsischen
Krankenhauses Arnsdorf sowie des mit dem
Landeskriminalamt Sachsen abgestimm-
ten Sicherheitskonzeptes. Die baulichen und
6. Die Standorte
› Niederlassung Bautzen ‹
Niederlassung Bautzen
Kontakt
Fabrikstraße 48 | 02625 Bautzen
Telefon +49 3591 582 0
Telefax +49 3591 582 109
E-Mail poststelle-b@sib.smf.sachsen.de
Zuständigkeitsbereich
y
Landkreis Bautzen
y
Landkreis Görlitz
y
Teilkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
Für Aufgaben im Sinne des Vermögenszuord-
nungsgesetzes (VZOG) ist die Niederlassung
Chemnitz zuständig. Für Fragen zur Bodenre-
form und Aufgaben im Zusammenhang mit Fis-
kalerbschaften ist die Niederlassung Dresden I
zuständig.
Bauvolumen
49,0 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
309
Anzahl der Gebäude
339, NGF 455.036 m²
Anzahl der Flurstücke
213, Fläche 2.083.467 m²
Informationen
Bauzeit
07/2013 – 10/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 10,56 Millionen Euro
technischen Einrichtungen zur gesicherten
Unterbringung der Patienten wurden nach
neuestem Stand von Normen und Technik
ausgeführt. Zur Außensicherung des erwei-
terten Forensikgeländes wurde eine 5,20 Me-
ter hohe Stahlbetonmauer in Fertigteilbau-
weise errichtet. Der obere Abschluss der Mau-
er wird durch einen Übersteigschutz in Form
eines nach innen gerichteten „Rucksackpro-
fils“ gebildet. Die Außengestaltung der Mauer
erfolgte mit einer Putzstrukturschalung, die
hinsichtlich Oberflächenstruktur und Far-
bigkeit mit dem Sächsischen Landesamt für
Denkmalpflege abgestimmt wurde. Die Er-
schließung und die Ver- und Entsorgung der
beiden forensischen Bereiche erfolgt durch
die neu errichtete Fahrzeug- und Personen-
schleuse am Gebäude C13, deren Außentor in
die erweiterte Außenmauer integriert wurde.
Nutzung
Im Rahmen der Zielplanung für den Kranken-
hausstandort Arnsdorf wurde festgelegt, die
Jugendforensik neben der bestehenden Er-
wachsenenforensik zu konzentrieren. Dazu
wurde das Haus A4 durch Erweiterung der
vorhandenen Außenmauer in den Sicher-
heitsbereich der Forensik integriert und die
bestehende Pforte der Erwachsenenforensik
im Haus C13 erweitert, um Synergieeffekte zu
schaffen. Das Gebäude A4 untergliedert sich
in den gesicherten Bereich der Jugendforensik
mit Therapie und Behandlungsräumen sowie
den klinischen Arztdienst und in den nicht ge-
sicherten Bereich mit einer forensischen Am-
bulanz sowie zwei offenen Wohngruppen. Bei-
de Teile des Gebäudes A4 werden durch die ge-
dachte Fortführung der Außenmauer in Form
einer internen Sicherheitslinie strikt vonein-
ander getrennt. Es gibt keine funktionale oder
räumliche Verbindung zwischen beiden Ge-
bäudeteilen. Nach Fertigstellung der Baumaß-
nahmen werden im Gebäude A4 insgesamt 16
jugendliche Patienten gemäß § 7 Jugendge-
richtsgesetz (JGG) in zwei Halbstationen im
Obergeschoss untergebracht. Im Erdgeschoss
wurden Räume für die Ergo- und Bewegungs-
therapie sowie für Schule und Ausbildung ein-
gerichtet. In den offenen Wohngruppen mit
insgesamt 8 Plätzen sowie in der Forensischen
Ambulanz werden diese Patienten nach ihrer
Entlassung weiter betreut.
Außenbereich
Der von der Außenmauer umschlossene Gar-
tenfreibereich dient der Nutzung durch die
Patienten und weist sowohl eine hohe Auf-
enthaltsqualität als auch einen hohen Nut-
zungswert auf. Er wurde mit entsprechenden
Freizeitangeboten ausgestattet und enthält
ein Kleinspielfeld, einen Grillplatz mit Überda-
chung, einen Garten für Obst- und Gemüse-
anbau sowie ein Kaninchengehege zur Thera-
pieunterstützung.
Außenbereich des Gebäudes A4/C13 bietet Raum für verschiedene Freizeitaktivitäten
Innenansicht Patientenzimmer

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30 |
| 31
Technische Universität Chemnitz
Neubau Forschungshalle des
Bundesexzellenzclusters MERGE
Meilenstein für Spitzenforschung in Sachsen
Mit der neuen Forschungshalle des Bundes-
exzellenzclusters „Technologiefusion für mul-
tifunktionale Leichtbaustrukturen – MERGE“
stärkt der Freistaat Sachsen die TU Chemnitz
und die Wissenschaftsregion Sachsen. In di-
rekter Nachbarschaft zu den Forschungsein-
richtungen der Fraunhofer-Gesellschaft ist
auf dem „Zukunftsfeld Leichtbau“ eine neue
Verbindung zwischen Grundlagenforschung
und angewandter Forschung sowie dem
universitären Studium auf höchstem Niveau
entstanden. Die Fusion unterschiedlicher Ba-
sistechnologien und die Bündelung des Ex-
pertenwissens der beteiligten Wissenschaftler
sind für die Spitzenforschung von großer Be-
deutung. Ergebnisse dieser Forschung fließen
direkt in die Ausbildung der Studenten und
sichern somit ein hohes Maß an qualifizierten
Nachwuchskräften.
Architektonisches Konzept
Die Errichtung des „Zentrums für Leichtbau-
technologie, Strukturleichtbau und Kunst-
stoffverarbeitung“ soll mit dem Neubau der
Forschungshallen, des Labor- und des Büro-
gebäudes in drei Bauabschnitten erfolgen.
Mit dem Bau des Hallenkomplexes ist der
erste Abschnitt abgeschlossen. Dieser wurde
auf dem letzten verfügbaren landeseigenen
Grundstück des Campus-West – südlich des
Weinholdbaus und westlich des Zentralen
Hörsaalgebäudes – errichtet. Die Komposition
aus Kuben fügt sich harmonisch in die städ-
tebauliche Umgebung ein. Der Hallenkomplex
bildet einen zirka 50 mal 90 Meter langen, im
Grundriss rechteckigen, Baukörper. Er gliedert
sich in drei Bereiche, die als Halle A, B und C
bezeichnet werden. Die Hallen stellen jeweils
für sich einen Brandabschnitt dar, sind jedoch
funktional und medientechnisch miteinander
verbunden. Es wurden zirka 300 Meter Boden-
kanäle gebaut und 26 direkt daran angebun-
dene Medienwände errichtet, die eine flexible
Nutzung der angrenzenden Funktionsberei-
che und Nachinstallationen ermöglichen. An
den Wänden können je nach Bedarf Medien
wie zum Beispiel Daten, Strom, Druck- und
Abluft, Wasser oder Kälte entnommen wer-
den, so dass sich die Wissenschaftler je nach
Forschungsvorhaben jederzeit flexibel bedie-
nen können. Zur vollflächigen Andienung sind
die Hallen A und B mit jeweils einer Brücken-
krananlage ausgestattet, die Lasten von 16
Tonnen und 25 Tonnen befördern können.
Halle A
Die Halle A mit einer lichten Raumhöhe von
fast 10 Metern bietet Raum für Versuchs-
und Forschungsstrecken. Hier sollen künftig
kontinuierliche Fertigungslösungen mit seri-
entauglichen Technologien und Verfahrens-
techniken umgesetzt werden. Dafür werden
bislang getrennt betriebene Großgeräte
räumlich zusammengeführt, um die jeweili-
gen Prozessketten zu vernetzen.
Halle B
Mit 14 Metern lichter Raumhöhe überragt
die Halle B die benachbarten Hallen um et-
wa zwei Meter. Sie hat die MERGE-Maschine
aufgenommen – das Herzstück des Neubaus.
Der Fertigungskomplex „MERGE“ wird zur
kombinierten Verarbeitung von kunststoff-
und metallbasierten Werkstoffen unter Nut-
zung der Basistechnologien Umformen und
Spritzgießen genutzt. Er beinhaltet eine Anla-
ge zur Prototypfertigung zur Herstellung von
Bauteilen für die Automobilindustrie. Unter-
schiedliche Kunststoffsysteme können hier
gleichzeitig verarbeitet werden, im Vergleich
zu Anlagen aus mehreren Maschinen ist dies
zudem energiesparender.
Halle C
Die Halle C ist zweigeschossig und besitzt
einen zentralen Hallenbereich von etwa 10
Metern lichter Raumhöhe. Daran angegliedert
sind im Erdgeschoss die Sozial- und Neben-
räume sowie im Obergeschoss die Lüftungs-
zentrale, Versuchs- und Forschungsräume. Im
Erdgeschoss bildet das gekapselte Versuchs-
labor für Kohlenstoff- Faserverstärkten-
Kunststoff (CFK) den Schwerpunkt. Darüber
stehen Flächen zur Verfügung, innerhalb de-
rer Einzelkomponenten für Werkzeuge und
Bauteile vorgefertigt, geprüft und teilweise
erprobt werden können. Zur Einlagerung von
Rückstellmustern und Forschungsdemonst-
ratoren stehen in der Halle C große Hochre-
gallagerflächen bereit, die per Gabelstapler
zugängig sind. Der Hallenkomplex MERGE
befindet sich sehr zentral, nur wenige Meter
vom Campusplatz entfernt, hinter dem Hör-
saalzentrum. Die Zufahrt erfolgt über die
› Niederlassung Chemnitz ‹
Niederlassung Bautzen
Kontakt
Brückenstraße 12 | 09111 Chemnitz
Telefon +49 371 457 0
Telefax +49 371 457 4611
E-Mail poststelle-c@sib.smf.sachsen.de
Zuständigkeitsbereich (ohne Zuwendungsbau)
y
Kreisfreie Stadt Chemnitz
y
Landkreis Mittelsachsen
y
Teilkreis Erzgebirgskreis
y
Vermögenszuordnungsgesetz (VZOG)
für den gesamten Freistaat Sachsen
y
Direktionsbezirk Chemnitz
(für Bodenreform)
y
zusätzlich auf dem Gebiet der
Fiskalerbschaften
y
in den Amtsgerichtsbezirken Annaberg,
Chemnitz, Döbeln, Freiberg, Hainichen,
Marienberg und Stollberg
Bauvolumen
73,2 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
501
Anzahl der Gebäude
577, NGF 999.760 m²
Anzahl der Flurstücke
260, Fläche 2.650.066 m²
Informationen
Bauzeit
09/2014 – 09/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 12,64 Millionen Euro
in Nord-Süd Richtung verlaufende Rosen-
bergstraße, wobei die Forschungshalle von
Westen erschlossen wird. Pro Halle sind hier
jeweils ein LKW gängiges Sektionaltor sowie
separate Personenzugänge angeordnet.
Fassade
Die Westfassade der Halle B ist verglast und
betont so den Standort der MERGE Maschi-
ne nach außen. Diese Fassade bildet einen
bewussten Kontrast zu den Fassaden der
anderen Hallen. Transparente sowie trans-
luzente Felder sind hier miteinander kombi-
niert. Zusätzlich ist die Glasfassade in den in
der Höhe überstehenden Hallenteilen an den
Seiten weitergeführt, so dass das Herzstück
des Neubaus weithin als eigenständiger Ku-
bus erlebbar ist. Die Halle A ist mit eloxiertem
bronzefarbenen Aluminiumblech verkleidet.
Dieses läuft über die Fenster hinweg und ist
in diesem Bereich mit großzügigen Rundlo-
chungen individuell ausgestanzt. Im Ganzen
erscheint die Fassade von außen geschlossen
und monolithisch, von innen dagegen wirkt
sie durch die Lochstanzungen wie eine trans-
parente Membran. Eher zurückhaltend mit
einem Wärmedämmverbundsystem und dun-
kel, glattem Anstrich, sind die südliche Fassa-
de der Halle B sowie die Fassade der Halle C
gestaltet. Hier soll die Erweiterung mit dem
zweiten und dritten Bauabschnitt folgen.
Technische Gebäudeausrüstung
Zur Versorgung von MERGE mit einem Leis-
tungsbedarf von 2,3 Megawatt wurde eigens
eine Trafostation errichtet. Allein die MERGE-
Maschine besitzt eine elektrische Leistung von
1,5 Megawatt. Die in den Hallen installierten
Komponenten der Brandmeldeanlage, der Ge-
bäudeleittechnik und des Datennetzes sind in
die bestehenden Systeme des Gesamtcampus
eingebunden. Die Leistungsfähigkeit der neu-
en Halle lässt sich auch an ihrer technischen
Ausstattung ablesen. So ist die größte Lüf-
tungsanlage über 4 Meter hoch und über 10
Meter lang. Sie kann 30.000 Kubikmeter Luft
pro Stunde absaugen. Allein das Kältesystem
mit einem Rohrnetz von über 600 Meter Län-
ge hat zirka 1 Megawatt Kühlleistung. Die
größte Pumpengruppe kann 46 Liter Wasser
pro Sekunde in 60 Meter Höhe fördern. Ei-
ne letzte Zahl: Das größte Regelventil ist 50
Kilogramm schwer. Die Beleuchtung erfolgt
energieeffizient über LED-Leuchten. Medien-
seitig wird der Komplex an die zentrale Käl-
teversorgung und das Datennetz des Campus
angeschlossen.
Verkehrstechnische Erschließung
Der Hallenkomplex MERGE befindet sich sehr
zentral, nur wenige Meter vom Campusplatz
entfernt, hinter dem Hörsaalzentrum. Die Zu-
fahrt erfolgt über die in Nord-Süd Richtung
verlaufende Rosenbergstraße, wobei die For-
schungshalle von Westen erschlossen wird.
Pro Halle sind hier jeweils ein LKW gängiges
Sektionaltor sowie separate Personenzugän-
ge angeordnet. Schnelllauftore verbinden alle
Hallen miteinander. Innerhalb der Hallen sind
Fahrgassen für Gabelstapler angelegt.
Außenansicht, die Glasfassade der Halle B setzt sich von der bronzefarbenen Aluminiumfassade der Halle A ab
Innenansicht Halle A

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32 |
| 33
Zentrale des Landesamtes für
Straßenbau und Verkehr, Dresden
Sanierung und Erweiterungsneubau
Ausgangssituation
Das vom Landesamt für Straßenbau und
Verkehr (LASuV) genutzte Areal in der Stauf-
fenbergallee 24 in Dresden ist Teil der histori-
schen Albertstadt. Das um 1901 als Bestand-
teil der König-Georg-Kaserne errichtete Haus
24 bildet den nordwestlichen Abschluss der
ehemaligen Garnison, die im Zuge der Sanie-
rungen der letzten 15 Jahre zu einem überre-
gionalen Behördenstandort entwickelt wurde.
Das Gebäude diente bis 1945 nahezu durch-
gehend als Kaserne, danach schloss sich bis
zum Beginn der 1990er Jahre eine Nutzung
durch sowjetische Streitkräfte an. Seitdem
stand das viergeschossige Gebäude leer und
der Zustand des Bauwerkes verschlechterte
sich daraufhin zunehmend. Um die Kaser-
ne vor dem Verfall zu bewahren, erfolgte
die Sicherung der historischen Bausubstanz.
Das direkt an der Stauffenbergallee gelegene
ehemalige Kasernengebäude wurde als unter-
kellertes dreigeschossiges, im Mittelbau vier-
geschossiges Mittelganghaus errichtet und
wird mit einem Pfettendach unterschiedlicher
Spannweite in Holzkonstruktion überdeckt.
Der zirka 96 Meter lange Baukörper gliedert
sich axialsymmetrisch in zwei Kopfbauten
und einen Mittelbau, der durch einen mäch-
tigen Ziergiebel betont wird. Obwohl sich alle
Kasernengebäude an der Stauffenbergallee
mit ihren Schauseiten zur Straße und, über
die Hangkante hinweg, zur Stadt orientieren,
weist keines einen direkten Zugang von der
Straße her auf, was in der inneren Erschlie-
ßung der Garnisonsstadt begründet liegt. So
erfolgt auch am Haus 24 der Zugang von einer
breiten rückwärtigen Wegeachse, von der aus
zwei Treppenhäuser das Gebäude erschließen.
Die Flure und Treppenhäuser wurden entspre-
chend der Nutzung auf einen hohen Perso-
nenverkehr sehr breit angelegt.
Zur Geschichte der Albertstadt in Dresden
Das Gebäude Stauffenbergallee 24, die ehe-
malige König-Georg-Kaserne, bildet den
westlichen Abschluss der historischen Ka-
sernenanlagen in der Albertstadt, welche
sich entlang der Stauffenbergallee über eine
Länge von drei Kilometer bis zur Waldschlöß-
chenstraße erstreckt. In ihrer Ausdehnung
und Geschlossenheit gehört die Bebauung der
Albertstadt zu den bedeutendsten militärhis-
torischen Ensembles in Deutschland. Mit dem
planmäßigen Bau der Albertstadt wurde 1873
begonnen; die Pläne gingen im Wesentlichen
auf den sächsischen Kriegsminister, General
der Kavallerie Georg Friedrich Alfred Graf von
Fabrice zurück. Die Baukörper der Kasernen
orientierten sich an der Hauptachse, der heu-
tigen Stauffenbergallee und waren einander
so zugeordnet, dass sie Hofräume und Achsen
bildeten. Das einheitliche Gliederungsprinzip
und die durchgängige Formensprache sind
in nahezu allen Baukörpern wiederzufinden.
Mit Ende des Ersten Weltkrieges und mit den
Reparationsforderungen aus dem Versailler
Vertrag wurde die Garnison aufgelöst. Nur die
Umnutzung vieler Gebäude als Fabrik verhin-
derte den Abriss. Ab den 1930er Jahren diente
die Anlagen jedoch wieder als eine Unterbrin-
gung für Reichswehr und Wehrmacht. Nach
dem Zweiten Weltkrieg zogen schließlich die
Sowjetische Armee und die NVA in die Ge-
bäude ein. In den vergangenen Jahren wurde
der überwiegende Teil der ehemaligen Kaser-
nengebäude saniert; ein großer Teil dieser Ge-
bäude wird heute vom Freistaat Sachsen für
verschiedene Behörden genutzt.
Städtebauliches Konzept
Zur vollständigen Unterbringung des Raum-
programms der für die Zentrale des LASuV
erforderlichen Nutzfläche war ein Erweite-
rungsbau erforderlich. Dieser wurde innerhalb
des historisch-räumlichen Kontextes als fla-
cher, zweigeschossiger Pavillon auf quadra-
tischem Grundriss eingebunden, dabei bleibt
das Kasernenbauwerk in seiner Eigenstän-
digkeit unbeeinflusst. Der Neubau tritt hinter
den Altbau zurück und definiert einen Vor-
platz zur Straße hin. Die Höhe des Neubaus
nimmt Bezug auf das umlaufende Gesims
oberhalb des Erdgeschosses des Altbaus. Das
neue Gebäude wahrt durch seine Architektur
seine respektvolle Distanz zum Altbau – in
seiner ruhigen, zurückhaltenden und offenen
Erscheinung ein kritisch-ziviler Kommentar
zum herrschaftlich-militärischen Gestus des
Kasernengebäudes. In diesem Sinne soll der
Ergänzungsbau eine reduzierte, klare und ei-
genständige Materialität vermitteln, die dem
Kasernengebäude mit Respekt gegenübertritt.
› Niederlassung Dresden
I
Niederlassung Dresden I
Kontakt
Königsbrücker Straße 80 | 01099 Dresden
Telefon +49 351 809 30
Telefax +49 351 809 3100
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Zuständigkeitsbereich
(soweit nicht Niederlassung Dresden II
sachlich zuständig; ohne VZOG)
y
Kreisfreie Stadt Dresden
y
Landkreis Meißen
y
Teilkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
y
Direktionsbezirk Dresden
(für Bodenreform und Fiskalerbschaften)
Bauvolumen
125,7 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
392
Anzahl der Gebäude
549, NGF 1.126.114 m²
Anzahl der Flurstücke
310, Fläche 3.220.133 m²
Informationen
Bauzeit
06/2013 – 01/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 14,2 Millionen Euro
Erschließung und architektonisches Konzept
Die Anbindung des Geländes erfolgt nord-
westlich des Gebäudes über eine neu ge-
schaffene Zufahrt von der Stauffenbergallee.
Die Erschließung des Bestandsgebäudes und
des Erweiterungsbaus erfolgt durch die par-
allel zur Stauffenbergallee verlaufende, rück-
wärtige Wegeachse. Im Altbau wird ein neuer
repräsentativer hofseitiger Eingang im Mittel-
bau geschaffen, der ein Foyer mit Empfangs-
bereich umfasst und von dem alle Ebenen
barrierefrei über einen Aufzug angebunden
sind. Eine neue Treppe führt zum Erdgeschoss,
von dort aus erfolgt die weitere vertikale Er-
schließung über die beiden bestehenden Trep-
penhäuser in den Zwischenbauten. Neben den
beiden direkten Ausgängen aus den Treppen-
häusern, die als Rettungswege weiter erhal-
ten bleiben, wird ein zweiter neuer Zugang im
nördlichen Kopfbau geschaffen, um auf di-
rektem Wege über den Hof den Erweiterungs-
bau anzubinden. Zur barrierefreien Verbin-
dung zwischen Alt- und Neubau befindet sich
hier ein zweiter Aufzug. Der Erweiterungsbau
gliedert sich um einen kleinen offenen In-
nenhof, zu dem sich auch die Haupttreppe
orientiert, die Ober- und Untergeschoss an-
bindet. Ein Aufzug gewährt die barrierefreie
Erschließung im Neubau, eine Fluchttreppe in
der nordöstlichen Gebäudeecke sichert den
zweiten baulichen Rettungsweg. Über einen
un-terirdischen Erschließungsgang lässt sich
der Altbau witterungsgeschützt erreichen.
Umgang mit der denkmalgeschützten
Bausubstanz
Im Altbau erfolgt die Wiederherstellung der
Gebäudehülle nach historischem Vorbild, aus-
genommen der beiden neuen hofseitigen Zu-
gänge im Mittelbau und im nördlichen Kopf-
bau, die sich durch die abweichende Materia-
lität und Lage der Fassadenebene erkennbar
als Eingriffe in die Bausubstanz abzeichnen.
Im Gebäudeinneren sind kaum historisch
wertvolle Schmuckelemente verblieben, ledig-
lich eine historische Wappenmalerei von 1908
im ersten Obergeschoss konnte erhalten und
restauriert werden. Die bestehenden Treppen-
häuser und Flure werden -als bauhistorisch
prägende Elemente- weitestgehend erhalten,
aus Brandschutzgründen erforderliche Ab-
trennungen werden so ausgeführt, dass der
ursprüngliche Raumeindruck möglichst wenig
beeinträchtigt wird.
Nutzer / Nutzung
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr
(LASuV) verantwortet die Verwaltung, die Pla-
nung und den Bau von Staats- und Bundes-
straßen sowie Autobahnen. Dazu gehört auch
der Winterdienst auf den Autobahnen, aber
auch der Bau von Brücken und Radwegen. Ein
weite-rer Schwerpunkt ist die Förderung des
kommunalen Straßenbaus und von Investitio-
nen in den öffentlichen Personennahverkehr.
Daneben hat das LASuV umfangreiche Auf-
gaben im Bereich des Straßenrechts und des
Straßenverkehrswesens inne. Auch Führer-
scheinfragen, die Zulassung von Sonderfahr-
zeugen und die Verkehrssicherheit gehören zu
den Arbeitsgebieten des Landesamtes.
Im architektonischen Kontrast, Erweiterungsbau und sanierter Altbau
Blick in den kleinen Innenhof des Erweiterungsbaus

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Technische Universität Dresden
Neubau Institutsgebäude mit
Versuchs- und Forschungsflächen
für die Fakultät Bauingenieurwesen
Standort /Nutzung
Die Forschungs- und Versuchstätigkeit der
Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen
Universität Dresden entwickelte sich seit den
1970er Jahren kontinuierlich weiter. Daraus
resultierte ein ständiger Bedarf an Erwei-
terungsflächen. Auf Grund der begrenzten
Platzverhältnisse im Stammgebäude der Fa-
kultät, dem Beyer Bau, war eine Erweiterung
nicht mehr möglich. Es entstand in der Folge
eine Vielzahl von kleineren Außenstandorten
mit Versuchsflächen. Die Erreichbarkeit der
Außenstandorte erforderte weite Wege und
der Ausbau glich eher Provisorien. Gemein-
sam mit der Fakultät und der Verwaltung
der TU Dresden erarbeitete der Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien und Baumanagement
(SIB) eine Konzentration der Versuchsflächen
im Kerngebiet. Konzeptionelle Voraussetzung
dafür war die Langzeitplanung zur Standort-
konzentration der Fakultät Bauingenieurwe-
sen vom Dezember 2008. Die Fläche zwischen
Schumannstraße und Helmholzstraße erwies
sich für eine Konzentration als geeignet. Dort
hatte die Fakultät im heutigen „von-Mises-
Bau“ bereits Teilflächen belegt. Das Gebäude
wurde im Rahmen einer EFRE-Maßnahme
saniert und der Fakultät 2013 zur Verfügung
gestellt. Südlich des Gebäudes bot sich eine
mit Baracken belegte Baulücke zur Vervoll-
ständigung des Versuchsflächencampus der
Fakultät an.
Bauabschnitte/Bauablauf
Von 2009 bis 2015 errichtete der SIB unter
der Leitung der Niederlassung Dresden II an
der Schumannstraße 7a einen Neubau in drei
Bauabschnitten.
Erster Bauabschnitt
Der erste Bauabschnitt wurde mit Mitteln des
Konjunkturprogramms II der Bundesregierung
von 2009 bis 2011 geplant und errichtet. In
dem Gebäude konnten neben dem Alfred-
Hütter-Labor des Instituts für Baustoffe au-
ßerdem Büroflächen über Drittmittel für
kurzfristig anstehende Bedarfe der gesamten
Universität untergebracht werden. Dieser ers-
te Gebäudeabschnitt bildet den Kopfbau und
Auftakt des Neubaukomplexes an der Georg-
Schumann-Straße 7a. Im Nachgang erfolgte
2012 der Einbau einer Nebelkammer als Spezi-
alversuchsfläche in das Alfred-Hütter-Labor.
Zweiter und dritter Bauabschnitt
Mit Beendigung des zweiten (Halle Wasser-
bau) und dritten (Laborgebäude Straßenbau)
Bauabschnitts konnte der Gebäudekomplex
2015 vollständig an die Fakultät Bauingeni-
eurwesen übergeben werden. Damit wurden
die Bedingungen für Versuche und Forschung
stark verbessert. Auf den neugeschaffenen
Versuchsflächen des Instituts für Wasserbau
und technische Hydromechanik ist ein Bereich
des Hubert-Engels-Labor untergebracht. Für
das Institut für Stadtbauwesen und Straßen-
bau wurde das Claus-Köpcke-Labor einge-
richtet.
Konzeption/Konstruktion
Kopfbau
Der im ersten Bauabschnitt errichtete 5-ge-
schossige Kopfbau erstreckt sich mit einer
Höhe von rund 19 Metern entlang der Ge-
org-Schumann-Straße. Das 4,69 Meter ho-
he Erdgeschoss des Gebäudes ist für Geräte
der mechanischen Prüfung des Institutes für
Baustoffe und deren Laboreinrichtungen kon-
zipiert. Die Räume sind teilweise klimatisiert.
Im zweiten bis vierten Obergeschoss befinden
sich flexible Großraumbüros, Einzelbüros und
Seminarräume. Die Geschosse sind über einen
Erschließungskern mit Aufzug und Medien-
schacht verbunden. Das Gebäude wurde als
Stahlbetonkonstruktion mit Filigrandecken
und Fertigteiltreppen ausgeführt. Rückwär-
tig an den Kopfbau schließt sich eine rund
25 Meter lange Versuchshalle an, in der das
Alfred-Hütter-Labor untergebracht ist. In der
Versuchshalle befindet sich der Mischplatz für
das Institut für Baustoffe einschließlich der
erforderlichen Laboreinrichtung und Regal-
lager sowie Prüfräume und Lagerflächen. Die
Stahlbetonstützen und -binder dieser 5-ach-
sigen Halle stehen in Köcherfundamenten.
Halle Wasserbau
Anfang 2015 konnte der zweite Bauabschnitt
als begleitende Baumaßnahme zur Unterstüt-
zung der Exzellenzinitiative der TU Dresden
übergeben werden. Die 9,4 Meter hohe Halle
wurde als Anbau an das bereits bestehende
Gebäude errichtet und erstreckt sich weitere
› Niederlassung Dresden
II
Niederlassung Dresden II
Kontakt
Ostra-Allee 23 | 01067 Dresden
Telefon +49 351 4735 90
Telefax +49 351 4735 888
E-Mail poststelle-d2@sib.smf.sachsen.de
Zuständigkeitsbereich Hochschulen,
Einrichtungen des SMK,
Bildungseinrichtungen des SMI und des
SMWK, Bundesbau, Zuwendungsbau für
y
Kreisfreie Stadt Dresden
y
Landkreis Meißen
y
Teilkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
y
Direktionsbezirk Dresden (für Hochschulen)
Bauvolumen
88,8 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
386
Anzahl der Gebäude
389, NGF 1.076.293 m²
Anzahl der Flurstücke
257, Fläche 2.294.754 m²
Informationen
Bauzeit 1. – 3. Bauabschnitt
09/2009 – 11/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 19 Millionen Euro
66 Meter in den hinteren Grundstücksbereich.
Die vorhandene Konstruktion der Stahlbeton-
stützen und -binder auf Köcherfundamenten
des ersten Bauabschnitts wurde weiterge-
führt. In der Halle befindet sich die von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
geförderte, morphologische Hochleistungs-
rinne des Institutes für Wasserbau einschließ-
lich des Hochbehälters und des erforderlichen
Rohrleitungs- und Pumpensystems für die
Wasserversorgung der Versuchsstände sowie
ein Regallager. Dabei wurden die in Ortbeton
errichteten Innenwände im Bereich des Was-
sertiefspeichers, des Trockenkanales und der
Pumpenkammer für die Lastaufnahme der
Hochleistungsrinne dimensioniert. Die Hal-
le besitzt einen 1-geschossigen Einbau mit
Stahlbeton-Wänden zur Unterbringung der
Werkstatt, des Auswertraumes sowie der er-
forderlichen Laboreinrichtung. Vorbereitend
für den ebenfalls als Exzellenzmaßnahme ge-
führten dritten Bauabschnitt erhielt die östli-
che Giebelwand alle notwendigen Anschlüsse
für das sich anschließende Laborgebäude.
Laborgebäude Straßenbau
Im dritten Bauabschnitt wurde bis Ende 2015
das voll unterkellerte, zweigeschossige Labor-
gebäude als Stahlbetonkonstruktion mit Filig-
randecken und Fertigteiltreppen errichtet. Das
Gebäude bildet mit einer Höhe von 13 Metern
und 24 Metern Länge den östlichen Abschluss
des Komplexes. Im Untergeschoss befindet
sich die Technikzentrale mit Kollektorgang.
Im Erdgeschoss sind Laborflächen des Insti-
tutes Straßenbau sowie Sanitäreinrichtungen
für die Wasserbauhalle und das Straßenbau-
labor angeordnet. Im Obergeschoss befinden
sich weitere Labore und Auswerträume. Die
Etagen sind über einen Erschließungskern
mit Aufzug und Medienschacht miteinander
verbunden. Die Decken besitzen Absenkungen
für entkoppelte Maschinenfundamente, auf
denen die Maschinen zusätzlich auf zugehö-
rigen Elastomerlagern und Federelementen
schallentkoppelt aufgestellt und elastisch
gelagert sind. Das begehbare Flachdach – mit
umlaufendem Sichtschutz versehen – wird als
Aufstellfläche für Freibewitterungsversuche
des Institutes für Baustoffe genutzt.
Fassade
Alle Bauabschnitte wurden mit einer ge-
dämmten, hinterlüfteten Vorsatzschale aus
zirka drei Zentimeter dicken Textilbeton-Fas-
sadenelementen errichtet. Diese wurden in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Massiv-
bau der TU Dresden und dem Deutschen Zen-
trum Textilbeton entwickelt. Die Erforschung
des Materials Textilbetons wurde durch das
Institut für Massivbau der TU Dresden in
Zusammenarbeit mit der Rheinisch West-
fälischen Technischen Hochschule Aachen
(RWTH) in einem Sonderforschungsbereich
vorangetrieben.
Nutzungsspezifische Anlage
In der Wasserbauhalle ist ein Wasserreservoir
von 300 Kubikmetern als Tiefspeicher, ge-
trennt in zwei wasserführende Kammern und
einen Trockenkanal, eingebaut. Im Trockenka-
nal verlaufen die Druckleitungen in Hallen-
längsausdehnung zu den Ringleitungsein-
speisungen. Zur Entsorgung der anfallenden
Stäube aus der Bearbeitung von Gesteinen in
den Werkstätten des Straßenbaulabors wur-
de das Gebäude mit einer zentralen Entstau-
bungsanlage ausgerüstet.
Blick auf den Hallenkomplex
Blick ins Innere der Wasserbauhalle

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Unteroffizierschule des Heeres,
Feldwebel-Boldt-Kaserne Delitzsch
Neubau Unterkunftsgebäude
Geschichte
Im Jahre 1980 nahm die neu errichtete Un-
teroffizierschule II der Nationalen Volksarmee
der ehemaligen DDR am Standort Delitzsch
ihren Lehrbetrieb auf. Die Bundeswehr über-
nahm 1990 die Liegenschaft und stellte die
Heeresunteroffizierschule IV auf. Durch den
2003 vollzogenen Zusammenschluss der drei
Heeresunteroffizierschulen der Bundeswehr
zur Unteroffizierschule des Heeres (USH) mit
zentralem Stab in Delitzsch und Bildung der
drei Lehrgruppen „Alpha“ in Delitzsch, „Bravo“
in Münster und „Charlie“ in Weiden/Oberpfalz
gewann der Standort Delitzsch erheblich an
Bedeutung.
Mit einem Ministerbeschluss im Rahmen von
Strukturreformen der Bundeswehr wurde
entschieden, die Lehrgruppe C aus Weiden
in Delitzsch zu stationieren. Dazu musste
die entsprechende Infrastruktur geschaffen
werden. Dies geschah in den Jahren 2009
bis 2011 durch den Neubau eines Stabs- und
Lehrsaalgebäudes sowie die Herrichtung von
Bestandsgebäuden zu Unterkünften.
In einem weiteren Schritt zur Konzentrierung
der Feldwebelausbildung in Delitzsch soll
auch die Lehrgruppe B aus Münster 2017 nach
Delitzsch verlegt werden. Auch hier ist wiede-
rum die entsprechende Infrastruktur für den
personellen Zuwachs zu schaffen. Im Wesent-
lichen musste neben einem Erweiterungsbau
des Lehrsaalgebäudes ein neues Unterkunfts-
gebäude errichtet werden.
Mit dieser Zusammenführung ist die USH die
zentrale Ausbildungseinrichtung für die Feld-
webelanwärter, die Feldwebel des Heeres und
die Heeresuniformträger der Streitkräftebasis.
Der militärische Führungsnachwuchs wird
hier auch auf Auslandseinsätze vorbereitet.
Standort
Die Liegenschaft der USH Delitzsch ist unmit-
telbar an der Grenze einer typischen Bergbau-
folgelandschaft westlich der Großen Kreis-
stadt Delitzsch gelegen. Die in „DDR-üblicher“
Plattenbauweise errichteten Gebäude sind in
den letzten Jahren umfassend saniert und
dem Stand der Technik angepasst worden.
Zur städtebaulichen Einordnung des Neu-
en Unterkunftsgebäudes in die Liegenschaft
wurden funktionale und wirtschaftliche As-
pekte im Planungsprozess untersucht. Prä-
feriert wurde ein Standort im südwestlichen,
gut erschlossenen Teil der Liegenschaft. Ein
ehemaliges Clubgebäude der NVA, welches
seit Jahren ungenutzt auf diesem Baufeld
stand, war im Vorfeld abgebrochen worden.
Musterplanung
Der Neubau des Unterkunftsgebäudes ent-
stand auf der Grundlage der „Planungshilfe
für Gemeinschaftsunterkünfte der Bundes-
wehr - Unterkunftsgebäude nach U-Standard
2009, Stand 2012“ des Bundesministeriums
der Verteidigung (BMVg) und weiterer bun-
deswehreigener Regelwerke. Planung und
Realisierung der Baumaßnahme orientieren
sich an einem gleichartigen Projekt in der
Havelbergkaserne in Brandenburg. Durch die
Anwendung der Regelungen der Honorarord-
nung für Architekten und Ingenieure (HOAI)
zu Wiederholungsplanungen konnten somit
erhebliche Planungskosten eingespart wer-
den. Die Optimierung der Planung erfolgte im
Zuge der örtlichen Anpassung bei dem Neu-
bau in Delitzsch. Die genehmigten Gesamt-
baukosten konnten mit rund acht Prozent
unterschritten werden.
› Niederlassung Leipzig
I
Niederlassung Leipzig I
Kontakt
Schongauerstraße 7 | 04328 Leipzig
Telefon +49 341 2555 000
Telefax +49 341 2555 178
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Zuständigkeitsbereich
(soweit nicht Niederlassung Leipzig II
sachlich zuständig; ohne VZOG)
y
Kreisfreie Stadt Leipzig
y
Landkreis Leipzig
y
Landkreis Nordsachsen
y
Direktionsbezirk Leipzig
(für Bodenreform und Fiskalererbschaften)
Bauvolumen
66,3 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
311
Anzahl der Gebäude
486, NGF 678.561 m²
Anzahl der Flurstücke
572, Fläche 15.258.863 m²
Informationen
Bauzeit
09/2013 - 11/2015
Gesamtbaukosten abgerechnet
Rd. 5,6 Millionen Euro
Raumprogramm
Der Raumbedarf wurde gemäß der Militäri-
schen Infrastrukturforderung mit 468 Un-
terkunftseinheiten (UE) ermittelt – eine UE
entspricht 4,5 Quadratmetern. Durch die
geplante Geometrie des viergeschossigen
Baukörpers wurden 474 Einheiten umgesetzt.
Es entstanden 158 Unterkunftsstuben mit je
13,50 Quadratmetern (3 UE). Jeweils zwischen
zwei Unterkünften befindet sich die gemein-
sam zu nutzende Sanitärzelle. Jeder Etage
sind Teeküche, Putzraum und Kleidertrocken-
räume sowie im Erdgeschoss die Stiefelwa-
schanlage zugeordnet.
Die Erschließung des zirka 80 Meter langen
Gebäudes erfolgt über den mittig angeord-
neten Hauptzugang und das sich anschlie-
ßende Treppenhaus. Die Geschosse werden
vom Treppenhaus jeweils rechts und links
über innenliegende Flure erschlossen. An
den Giebelseiten sind Treppenanlagen zur
Sicherung des zweiten baulichen Rettungs-
weges angeordnet.
Konstruktion
Das Gebäude wurde als Massivbau mit mine-
ralischem Wärmedämmverbundsystem vier-
geschossig ohne Unterkellerung errichtet. Das
zurückspringende Dachgeschoss erhielt eine
gedämmte Aluminium-Stehfalzbekleidung. Die
Länge des Gebäudes wird durch den Wechsel
von verputzten und mit einer Aluminium-Wel-
le verkleideten Flächen optisch gebrochen. Die
Nebentreppenanlagen wurden offen als ver-
zinkte Stahlkonstruktion, angehängt an eine
Stahlbetonwandscheibe, errichtet.
Haustechnik
Mit einer Lüftungsanlage wird eine kontrollier-
te Wohnraumlüftung in dem Gebäude sicher-
gestellt. Die Zuluft wird hierbei in den Unter-
kunftsräumen eingeblasen und mittels schall-
gedämmten Überströmelementen als Abluft in
den Badzellen wieder abgeführt. Damit wird
der hygienisch notwendige Luftwechsel nut-
zerunabhängig in den Räumen abgesichert, so
dass die Energieverluste durch Fensterlüftung
minimiert werden können. Aufgrund eines Er-
lasses des BMVg wurde in dem Gebäude eine
Hausalarmanlage mit Rauchmeldern in den
Unterkunfts- und Funktionsräumen sowie in
den Flucht- und Rettungswegen installiert. Da
es sich um Unterkünfte einer Schuleinrichtung
handelt, wurden alle Unterkünfte mit IT- Do-
sen ausgestattet, so dass die Lehrgangsteil-
nehmer auch nach Unterrichtsschluss über
das IT-Netz der Schule auf Unterrichtsmate-
rialien zugreifen können. Eine elektronische
Schließanlage gewährleistet eine zentrale und
effiziente Zutrittskontrolle zu den einzelnen
Wohneinheiten.
Kosten und Termine
In enger Abstimmung mit der Leitstelle Un-
terkunftsgebäude des Hessischen Bauma-
nagements und unter Zugrundelegung von
Vergleichsobjekten wurden die Kosten im
Rahmen der Entscheidungsunterlage Bau
ermittelt. Durch eine effiziente Planung und
konzentrierte Realisierung konnten die ge-
planten Baukosten unterschritten werden.
Der Neubau konnte termingerecht an den
Nutzer übergeben werden.
Außenansicht
Zwei Unterkunftsstuben ist jeweils eine gemeinsame
Sanitärzelle zugeordnet.

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Hochschule für Technik, Wirtschaft
und Kultur Leipzig
Neubau Instituts- und Labor-
gebäude der Fakultät Maschinenbau
und Energietechnik – Nieper-Bau
Geschichte
Die heutige Hochschule für Technik, Wirt-
schaft und Kultur Leipzig hat ihre Wurzeln
in der bereits 1838 gegründeten Königlich-
Sächsischen Baugewerkenschule zu Leipzig.
Mit mehr als 6.000 Studierenden gehört sie
zu den größten Hochschulen für Angewand-
te Wissenschaften (HAW) Deutschlands und
bietet anwendungs- und zukunftsorientierte
Studiengänge der Ingenieurwissenschaf-
ten, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,
angewandten Medien-, Informations- und
Kulturwissenschaften sowie Informatik und
Mathematik an.
Standort
Die Gebäude der HTWK Leipzig befinden sich
zum wesentlichen Teil im Stadtteil Connewitz
im Süden Leipzigs. Die langfristige Zielplanung
der Hochschule sieht eine Konzentration der
Fakultäten an der Karl-Liebknecht-Straße vor,
mit dem Ziel, die Bedingungen für Lehre und
Forschung zu verbessern sowie die Betriebs-
kosten und Aufwendungen für die Bewirt-
schaftung zu reduzieren. Die angestrebte Cam-
pusbildung wird seit 1997 durch die Sanierung
bestehender Gebäude und durch die Errich-
tung neuer Einrichtungen wie Mensa academi-
ca, Hochschulbibliothek, Medienzentrum oder
verschiedener Laborgebäude unterstützt.
Bauaufgabe
Die Fakultät Maschinenbau und Energietech-
nik war bisher in zwei landeseigenen sowie in
zwei angemieteten Objekten in Markkleeberg
untergebracht, die die funktionellen Anforde-
rungen einer zeitgemäßen wissenschaftlichen
Bildung nur eingeschränkt erfüllten. Durch
den Neubau eines Instituts- und Lehrgebäu-
des für die Fakultät soll die Konzentration der
Fachbereiche im HTWK-Campus vorerst abge-
schlossen werden.
Architektonisches Konzept
Der klare kompakte Baukörper führt als Ge-
genüber zu der dominanten Kubatur des
Lipsius-Baus die städtebauliche Kante an der
Karl-Liebknecht-Straße fort. Das Gebäude
öffnet sich mit seinem Haupteingang an der
Ostseite zur Karl-Liebknecht-Straße und tritt
so in Wechselbeziehung zu den anderen Fa-
kultätsgebäuden am Campus. Der schlank er-
scheinende fünfgeschossige Baukörper nimmt
die Traufhöhen der umgebenden Gebäude auf.
Durch eine „Schichtung der Funktionen“ und
Zusammenfassung von Bereichen wird eine
Optimierung der Kubatur, Baukonstruktion
und technischen Ausstattung erreicht. Im Erd-
geschoss und in Teilen des Untergeschosses
konzentrieren sich ein großer Experimentier-
hörsaal, Versuchshallen sowie eine Versuchs-
werkstatt für den Betrieb eines umfangrei-
chen Maschinenparks der Fakultät Bauwesen.
Ein großzügiges Foyer fungiert als attraktive
Eingangszone. Im ersten Obergeschoss sind
die zentralen Räume der Fakultät wie Dekanat
und Seminarräume sowie im zweiten bis vier-
ten Obergeschoss die Fachgebiete mit Büros,
Praktikumsräumen und Kabinetten unterge-
bracht. In Längsrichtung wird der Baukörper
durch eine Kernzone mit allen Erschließungs-,
Nebenräumen und Technikschächten geglie-
dert. Die Kernzone trägt dabei wesentlich zur
akustischen Trennung der Räume für Praktika
von den Arbeitsräumen der Mitarbeiter bei. In
den Obergeschossen wurden flurbegleitend
Wandverkleidungen mit raumhohen Teilver-
glasungen eingesetzt. Damit können für den
späteren Betrieb unempfindliche und dauer-
hafte Oberflächen gewährleistet werden. Der
Bau ist als monolithische Stahlbeton-Konst-
ruktion ausgeführt. Alle Stahlbeton-Massiv-
wände sind verputzt. In den Büros, Seminar-
räumen und Hörsälen wurden Unterdecken
aus Trockenbau, anteilig als Akustikdecken
hergestellt. Die Außenhaut des Neubaus ist als
› Niederlassung Leipzig
II
Niederlassung Leipzig II
Kontakt
Tieckstraße 2 | 04275 Leipzig
Telefon +49 341 2175 0
Telefax +49 341 2175 222
E-Mail poststelle-l2@sib.smf.sachsen.de
Zuständigkeitsbereich Hochschulen,
Universitätsklinikum Leipzig AöR,
Einrichtungen des SMWK, SMS und SMK für
Kreisfreie Stadt Leipzig
y
Landkreis Leipzig
y
Landkreis Nordsachsen
y
Direktionsbezirk Leipzig
(für Hochschulen,Krankenhausbau,
Berufsakademie)
Bauvolumen
88,1 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
275
Anzahl der Gebäude
322, NGF 1.019.483 m²
Anzahl der Flurstücke
284, Fläche 4.184.572 m²
Informationen
Bauzeit
01/2012 – 05/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 26,5 Millionen Euro
homogene Gebäudehülle aus hell lackierten
Metall-Paneelen erstellt. Diese unterstreichen
als Teil einer hochwärmegedämmten hinter-
lüfteten Vorhangfassade den technischen
Charakter des Gebäudes. Die integrierten
Fensterflächen sind mit vertikal drehbaren,
fensterhohen Lamellen ausgerüstet. Sie ge-
währleisten den erforderlichen Sonnenschutz
und erzeugen durch stufenlose Verstellung ein
wechselndes Fassadenbild oder definieren im
geschlossenen Zustand deutlich den Charak-
ter des einheitlichen Baukörpers.
Nutzerspezifische Ausstattung
Im sich über Erd- und Untergeschoss erstre-
ckenden High-Tech-Hörsaal können Vorle-
sungen und Referate per Videotechnik in HD
via Internet übertragen werden – ein Meilen-
stein für das E-Learning. Wesentliches Ele-
ment für die Lehrvermittlung sind die mit der
erforderlichen Labortechnik ausgestatteten
Praktikumsräume und Kabinette der jeweili-
gen Fachgebiete, die im zweiten und dritten
Obergeschoss untergebracht sind. Dort be-
finden sich außerdem die mit neuester IT-
Technik ausgestatteten PC-Pools. Im vierten
Obergeschoss wurden eine Lehrklimaanlage
zur Simulation von Luftbehandlungsfunktio-
nen in der Lüftungstechnik und eine begeh-
bare Klima-Prüfkammer mit Beleuchtungs-
einrichtung zur Simulation der natürlichen
Sonneneinstrahlung installiert. Die Dachflä-
che bietet in zwei Ebenen ausreichend Platz
zur Aufstellung verschiedener technischer
Anlagen wie Windräder, Photovoltaikmodu-
le und Wettermessgeräte. Eine Besonderheit
in dem Neubau ist der voll automatisierte
Abwasserversuchsturm. Mit transparenten
Abwasserrohren ist ein sich über drei Ebenen
erstreckendes Fachkabinett entstanden, in
dem die Studierenden das Abflussverhalten
in Entwässerungssystemen vollumfänglich
veranschaulicht bekommen. Im unmittel-
bar anschließenden Heizungsturm erfolgt
die praxisnahe Ausbildung in die Funktionen
verschiedenster Wärmeerzeugungsanlagen.
Neben unterschiedlichen Gasheizkesseln sind
hier Biomassewärmeerzeuger, Blockheizkraft-
werke und Wärmepumpen installiert worden.
In einem Versuchsfeld zur Nutzung für ober-
flächennahe Geothermie wurden auf dem
Außengelände des Neubaus drei verschiedene
Erdsonden errichtet, von denen eine bis in 99
Meter Tiefe reicht. Im Bereich der Außenan-
lage befindet sich des Weiteren eine wasser-
technische Versuchsanlage. In dieser kann mit
Hilfe einer großen Pumpanlage und Regen-
wasser das Strömungsverhalten von Fließge-
wässerlandschaften erforscht werden.
Technische Gebäudeausrüstung
Die Wärmeversorgung sowie Warmwasser-
bereitung des Gebäudes erfolgt durch Fern-
wärme. Um einen wirtschaftlichen Betrieb
zu gewährleisten, sind die verschiedenen im
Gebäude vorhandenen Wärmeerzeuger über
Pufferspeicher in die Heizungsanlage des
Gebäudes eingebunden. Lüftungs- und Käl-
teanlagen wurden optimal auf das Nutzungs-
konzept des Gebäudes angepasst. Durch die
Kombination von Wärmerückgewinnung,
Kühlung und Gebäudeautomation wird ein
energieeffizienter Betrieb ermöglicht. Weitere
Beiträge zur Minimierung der Betriebskosten
sind die Nutzung des anfallenden Regenwas-
sers als Ergänzung zu moderner wasserspa-
render Sanitärtechnik und die automatisierte
Steuerung der Beleuchtung und des Son-
nenschutzes. Sämtliche Einrichtungen, die
zur Steuerung und Überwachung von tech-
nischen Anlagen und Abläufen im Gebäude
sowie zur Kontrolle ihrer Verbrauchsdaten
dienen, werden über eine Gebäudeautomati-
on zusammengefasst.
Außenansicht
Labor- und Praktikumsraum

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Staatliche Studienakademie
Breitenbrunn
Neubau Betriebswirtschliches Labor
Gebäudekonzept
Mit dem Neubau des Betriebswirtschaftli-
chen Labors auf dem Campus der Staatlichen
Studienakademie in Breitenbrunn können die
Anforderungen an eine moderne Ausbildung
auf höchstem, technischem Niveau umge-
setzt werden. Alle Teilgebiete der Betriebs-
wirtschaft werden nunmehr auf der Grund-
lage eines Computerprogramms vernetzt. Die
Durchführung ganzheitlicher Simulationen
von Unternehmensplanspielen ermöglicht die
Auswertung von getroffenen Entscheidungen.
So kann den Studierenden vermittelt werden,
welche Auswirkungen Fehlentscheidungen in
der Praxis haben können. Die geschaffenen
baulichen und technischen Voraussetzungen
befördern die Zusammenarbeit der Ausbil-
dungspartner und stärken die Vernetzung der
Studienakademie in der Region.
Architektur
Das eingeschossige Gebäude gliedert sich in
zwei Bereiche. Unter Ausnutzung der topo-
graphischen Gegebenheiten orientieren sich
Technik- und Nebenräume zum Hang. Dem
gegenüber sind zwei Mehrzweckunterrichts-
räume und das Labor für Betriebswirtschaft
angeordnet. Diese Räume öffnen sich in
Richtung des Campus-Hauptgebäudes durch
eine großflächige Verglasung. Die beiden Un-
terrichtsräume können durch Entfernen einer
mobilen Trennwand zusammengeschalten
werden. Dies ermöglicht eine multifunktiona-
le Raumnutzung, auch für größere Veranstal-
tungen. Der in das Gebäude eingeschnittene
Innenhof definiert zugleich den Eingangsbe-
reich. Die zum Campus gerichtete Fassade
wird durch eine großzügige, raumhohe Ver-
glasung charakterisiert. Die vorgelagerten
Betonfertigteillamellen gliedern das Erschei-
nungsbild. Zusammen mit den auskragenden
Dach- und Deckenkonstruktionen dienen sie
als konstruktiver Sonnenschutz. Die geschlos-
senen Fassadenflächen bestehen aus einer
hinter lüfteten Konstruktion mit vorgehäng-
ten Sichtbetonfertigteilen aus Weißzement.
› Niederlassung Zwickau ‹
Niederlassung Zwickau
Kontakt
Dr.-Friedrichs-Ring 2a | 08056 Zwickau
Telefon +49 375 28369 0
Telefax +49 375 28369 105
E-Mail poststelle-z@sib.smf.sachsen.de
Zuständigkeitsbereich
(ohne Vermarktung und Verwertung,
ohne Bodenreform und VZOG)
y
Landkreis Zwickau,
y
Vogtlandkreis
y
und in Teilen des Landkreises Erzgebirgskreis
y
Direktionsbezirk Chemnitz
(für Zuwendungsbau)
y
zusätzlich auf dem Gebiet der
Fiskalerbschaften in den Amtsgerichtsbezirken
Aue, Auerbach, Plauen,
Hohenstein-Ernstthal und Zwickau
Bauvolumen
22,7 Millionen Euro
Anzahl Baumaßnahmen
222
Anzahl der Gebäude
336, NGF 464.845 m²
Anzahl der Flurstücke
241, Fläche 1.605.670 m²
Informationen
Bauzeit
09/2014 – 09/2015
Gesamtbaukosten
Rd. 2,28 Millionen Euro
Innenraumgestaltung
Die Innenräume zeichnen sich durch einen
Wechsel der verwendeten Materialien aus.
Die rauen Sichtbetonflächen mit horizontaler
Brettschichtschalung stehen den glatten Flä-
chen der Türen und Möbel aus Eichenholz ge-
genüber. In den Gangbereichen ist ein robus-
ter, geschliffener Betonboden realisiert. Die
Seminarräume sind mit akustisch wirksamen,
abgehängten Decken sowie absorbierenden
Wandflächen in Form von Tafeln aus vertikal
angebrachten Holzlamellen ausgestattet.
Gebäudetechnik
Für den Ausbildungsbetrieb stehen in den bei-
den Mehrzweckunterrichtsräumen sowie dem
Betriebswirtschaftlichen Labor modernste
Medientechnik im Bild- und Tonbereich zur
Verfügung. Ergänzt wird die technische Aus-
stattung durch ein drahtloses Präsentations-
system, das den Zugriff mehrerer Teilnehmer
gleichzeitig zulässt. Das System bietet eine
gemeinsame digitale Arbeitsoberfläche für
Laptops, Smartphones und Tablets. Jeder Be-
nutzer kann kabellos von seinem Arbeitsge-
rät an der Leinwand präsentieren. Der in der
Decke versenkbare Beamer ist in der Lage,
Bildsignale unterschiedlicher Quellen darzu-
stellen. Bestandteil dieses System ist ein 75
Zoll Touchdisplay (Bildschirm). Der Bildschirm
verfügt zudem über eine Whiteboard Funkti-
on und kann somit als interaktive Tafel ver-
wendet werden.
Außenansicht
Mehrzweckunterrichtsraum

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Technische Universität Chemnitz -
Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau
Im Rahmen der Verleihung des Deutschen Ar-
chitekturpreises 2015 erhielt der Adolf-Ferdi-
nand-Weinhold-Bau der Technischen Univer-
sität Chemnitz eine Auszeichnung. Der unter
der Leitung der SIB Niederlassung Chemnitz
realisierte Umbau des Gebäudes überzeugte
durch seine klare Architektur und nachhaltige
Bauweise.
Die Jury, unter dem Vorsitz des Architekten
Prof. Volker Staab, begründete Ihre Entschei-
dung wie folgt: „Für den modernen For-
schungs- und Lehrbetrieb hat die Technische
Universität Chemnitz mit dem Adolf-Ferdi-
nand-Weinhold-Bau den umfangreichsten
Umbau ihrer jüngeren Geschichte verwirk-
licht. Den Architekten ist die Lösung der kom-
plexen Aufgabe in herausragender Weise ge-
lungen. Mit dem neu geschaffenen, zentralen
Foyer stärkt der Erweiterungsbau das Univer-
sitätsgelände an der Reichenhainer Straße
auf beeindruckende Weise und bildet einen
zentralen Campus, der über die Platanenallee
zur gegenüberliegenden Mensa strahlt. Beim
Gang um das Gebäude begeistern sowohl die
klare Formensprache als auch die präzise De-
taillierung der neu entwickelten Fassade. […]
Die klare Gliederung überzeugt auch in der
hohen Qualität der Innenräume, wobei La-
bor-, Lehr- und Büroräume energetisch kon-
sequent ausgerichtet wurden. […] Behutsam
wurden technische Einbauten, Informations-
flächen und das Leitsystem integriert, in her-
vorragender Perfektion treffen die verschie-
denen Bauteilschichten hier aufeinander. Der
Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau bietet exzel-
lente Bedingungen für Studierende, Lehrende
und Wissenschaftler und trägt ausgezeichnet
zur Neuordnung des Universitätscampus
Chemnitz bei.“
Gemeinsam mit der Architektenkammer Sach-
sen und der Ingenieurkammer Sachsen sprach
das Staatsministerium des Innern am 6. No-
vember 2015 in Dresden sechs Beiträgen im
Wettbewerb um den von ihnen gemeinsam
ausgelobten Staatspreis für Baukultur 2015
eine Anerkennung aus. Die siebenköpfige un-
abhängige Jury unter Leitung des Frankfurter
Architekten Prof. Michael Schumacher ent-
schied, keinen Staatspreis zu verleihen. Statt-
dessen erhielten die besten Beiträge eine An-
erkennung als Auszeichnung. Die Auslobung
des Preises, der alle zwei Jahre verliehen wird,
stand unter dem Motto »Baukunst schafft Or-
te der Begegnung«. Mit den Auszeichnungen
wurden Beiträge gewürdigt, die insbesondere
Qualität, Funktionalität, Innovation und den
Umgang mit Ressourcen vereinen und vorbild-
haft das Zusammenwirken von Bauherr, Planer
und Bauunternehmen zeigen. Hauptkriterium
der Auszeichnungen war, ob das Objekt einen
Nachhaltigkeit
Von dem 1970 errichteten Stahlbetonskelett-
bau blieb nach dem Rückbau der desolaten
Installationen und Einbauten nur noch das
Gerippe stehen – die Tragstruktur zu nutzen
und zu ertüchtigen, zählt bei diesem Projekt
zu den primären Merkmalen nachhaltigen
Bauens. Die Langlebigkeit der verwendeten
Baustoffe und eine zeitlose Gestaltung ver-
sprechen eine lange Nutzung und Identifika-
tion mit dem Institutsgebäude. Die Sichtbe-
tonfassade hält den Instandhaltungsbedarf
auf niedrigem und kostengünstigem Niveau,
der Einbau mehrerer Aufzüge erfüllt die For-
derung nach barrierefreier Zugänglichkeit.
Sowohl der verbesserte Wärmeschutz der
Gebäudehülle als auch der günstige Primär-
energiefaktor durch den Fernwärmebezug
ermöglichen eine 35-prozentige Unterschrei-
tung der Energie-Einsparverordnung (2007).
(Quelle: Buch „Architektur in Deutschland
2015“, Hrsg. BBR)
Architekt
y
Burger Rudacs Architekten, München
herausragenden Beitrag zur Anhebung des Ni-
veaus der Baukultur in Sachsen geleistet hat.
Zugelassen zum Wettbewerb waren Projekte,
die seit dem Jahr 2005 im Freistaat Sachsen
realisiert wurden und das Thema in herausge-
hobener Weise aufgegriffen haben.
Im Rahmen des dieses Wettbewerbs konnte
SIB gleich zwei Anerkennungen erringen:
Residenzschloss Dresden -
Überdachung Kleiner Schlosshof
Ihren Entschluss begründet die Jury wie
folgt: „Die Überdachung des Schlosshofes in
Dresden stellt einen kühnen und technisch
anspruchsvollen Eingriff an diesem architek-
tonisch und städtebaulich sehr anspruchs-
vollen Ort dar. Durch die Überdachung mit
einer filigranen Stabwerkkuppel, ohne Unter-
Hochschule Mittweida, Zentrum für Medien und Soziale Arbeit mit arhytmisch gestalteter Fassade
Residenzschloss Dresden, Blick vom Inneren des
Kleinen Schlosshofs auf die Überdachung
Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau,
klare Formensprache und Gliederung der Fassade
7. Preise und Auszeichnungen
spannung, entsteht ein hochwertiges Entree
für das Residenzschloss und gleichzeitig eine
Überleitung in die Innenstadt. Im besten Sin-
ne ein Ort der Begegnung.“
Architekt
y
Peter Kulka Architektur, Dresden - Köln
Hochschule Mittweida - Zentrum
für Medien und Soziale Arbeit
In der Begründung der Jury heißt es: „Das
Medienzentrum ist ein modernes Hochschul-
gebäude. Die plastisch gestaltete Fassade aus
über 600 Betonteilen wirkt in ihrer schwarz
eingefärbten Terrazzooptik überzeugend. Die
horizontale und vertikale Staffelung der Fas-
sade und die Abstufung nach oben lässt den
Bau repräsentativ und optisch leicht erschei-
nen. Die arhytmische Gestaltung der Fassade
und die unterschiedlichen Geschosshöhen
führen zu einer Differenzierung und Eleganz
des Baukörpers. […] Der Baukörper bildet ei-
nen städtebaulichen Lückenschluss und ein
Gegengewicht zu den gegenüberliegenden
Gebäuden. Besondere Orte der Begegnung
stellen sowohl im Innern die Verbindung aus
Foyer, Treppenanlage und Atrium als auch die
hofseitige Freifläche dar.“
Architekt
y
Georg Bumiller Gesellschaft von Architekten,
Berlin
Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2015 -
SIB erhält zwei Anerkennungen
Deutscher Architekturpreis 2015 -
SIB erhält Auszeichnung

44 |
Der Verwaltungsrat des Staats-
betriebes Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement setzte sich
während des Geschäftsjahres 2015
wie folgt zusammen:
y
Hansjörg König
Vorsitzender des Verwaltungsrates,
Staatssekretär im Sächsischen Staats-
ministerium der Finanzen, Dresden
y
Matthias Zier,
Ministerialrat im Sächsischen Staats-
ministerium der Finanzen, Dresden
y
Dr. Ulrich Reusch,
Ministerialdirigent im Sächsischen Staats-
ministerium für Umwelt und Landwirt-
schaft, Dresden
y
Klaus-Dieter Schwensen,
KDS Immobilien-Beratung, Leipzig
y
Gerd Rudolph,
Vorsitzender des Bezirkspersonalrates
des SIB, Chemnitz
8. Organisation und Aufsicht

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement SIB
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
Im Auftrag des Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion:
Geschäftsführung SIB
Redaktionsschluss:
Juli 2016
Realisierung:
Grafikladen,
Plattleite 66, 01324 Dresden
Fotos:
Werner Huthmacher, Berlin (Titel- und Rückseite, S. 42) | Oliver Killig (S. 3, Portrait Staatsminister Prof.
Dr. Georg Unland) | SIB ( S. 9, 10, 18, 22, 25, 26, 27, 37) | Rene Jungnickel, Freiberg (S. 12) |
Werner Lieberknecht, Dresden (S.13, 28, 29) | Luc Saalfeld, Dresden (S. 9, 19 linkes Bild Hörsaal Kfz-
Technikum, 30, 31) | Architekturfotografie Krumnow, Bannewitz (HTW Dresden; rechtes Bild Labor
Technikum Nöthnitzer Straße, TU Dresden) | Holger Mombrei, Berlin (S. 20) |
Holger Stein, Dresden (S. 32, 33) | Helmut Schulze, Dresden (S. 34, 35) | Jill Luise Muessig, Leipzig
(S. 38, 39) | Mirko Hertel, Stollberg (S. 40, 41) | Prof. Jörg Schöner, Dresden (S. 43 unten) | Lothar
Sprenger, Dresden (Portraits Umschlag Niederlassungsleiter, S. 2, 9, 43 oben)
Architekten:
Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Schlossplatzquartier, 1. BA Sanierung Bestand, TU Bergakademie
Freiberg; Architekten BKSP, Hannover | Umbau Alte Aktienspinnerei zur Zentralen Universitätsbibliothek,
TU Chemnitz; Lungwitz, Heine, Mildner und Rabe Dresden/Berlin | TU Dresden, Sanierung Hörsaalkom-
plex August-Bebel-Straße; Anderhalten Architekten BDA, Berlin | Sanierung Haus 1 (Ost-West-Flügel),
JVA Bautzen; Gebäudeplanung Rauh - Damm - Stiller -Partner - Planungsgesellschaft, Weißwasser |
Neubau Laborgebäude, Staatliche Studienakademie Bautzen; Architekturbüro Dr. Kremtz Architekten,
Dresden | Kfz-Technikum, HTW Dresden; AB Knerer und Lang, Dresden |
Technikum Nöthnitzer Straße, TU Dresden; Architekturbüro Bauer, Dresden, Scholze Ingenieurgesellschaft
mbH, Dresden | Umbau und Sanierung Gebäude A4/C13 – Jugendforensik, Sächsisches Krankenhaus
Arnsdorf; Gebäudeplanung HDR TMK Planungsgesellschaft, Berlin | Neubau Forschungshalle des
Bundesexzellenzclusters MERGE, TU Chemnitz; Ludes Generalplanung GmbH, Berlin |
Sanierung und Erweiterungsneubau, Zentrale des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Dresden;
meyer-bassin und partner, freie Architekten bda | Neubau Institutsgebäude mit Versuchs- und
Forschungsflächen für die Fakultät Bauingenieurwesen, TU Dresden; Schubert Horst Architekten
Partnerschaft BDA, Dresden | Neubau Unterkunftsgebäude, Schneider & Partner, Unteroffizierschule
des Heeres, Feldwebel-Boldt-Kaserne Delitzsch; Architektur- und Ingenieur GmbH, Magdeburg |
Neubau Instituts- und Laborgebäude der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik – Nieper-Bau,
HTWK Leipzig; AWB Architekten, Dresden | Neubau Betriebswirtschliches Labor, Staatl.
Studienakademie Breitenbrunn; Architekten 3.P Feuerstein Rüdenauer & Partner, Stuttgart (Lph2-4);
rüdenauer-architektur, Stuttgart (Lph5-8) | Weinholdbau, TU Chemnitz; Burger Rudacs Architekten,
München | Zentrum für Medien und Sozial Arbeit, HS Mittweida; Georg Bumiller Gesellschaft von
Architekten, Berlin | Residenzschloss Dresden - Überdachung Kleiner Schlosshof; Peter Kulka
Architektur, Dresden - Köln | Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Sanierung und Umbau Institute
für Pathologie und Rechtsmedizin | Architekturbüro Auspurg Gronemann Team, Leipzig
Druck:
Stoba-Druck GmbH
Auflage:
1.700
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