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Endbericht
Teil A: Evaluierung des Operationellen Programms
Teil B: Durchführungsevaluierung
Sächsisches
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
- Referat 23, Verwaltungsbehörde ESF -
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Hamburg, 02. August 2017
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des ESF und des Freistaats Sachsen finanziert

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Dokumenteninformationen
Endbericht (konsolidiert)
Teil A: Evaluierung des Operationellen Programms
Teil B: Durchführungsevaluierung
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
- Referat 23, Verwaltungsbehörde ESF -
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Hamburg, 02.08.2017
Ihr Ansprechpartner
Andreas Stahn
Management Consultant
Telefon: +49 (040) 211 07 61-13
E-Mail:
andreas.stahn@moysies.de
Standort
Moysies & Partner
IT- und Managementberatung
Mittelweg 56a
20149 Hamburg
Partnerschaftsgesellschaft mbB gemäß §1 PartGG
PR 2078 Amtsgericht Frankfurt
Geschäftsführende Partner: Till Moysies, Nebojsa Djordjevic, Christian Mohser
Ust.-ID: DE287527903
Finanzamt Rheingau-Taunus

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
3
Abbildungsverzeichnis
6
Tabellenverzeichnis
9
Abkürzungsverzeichnis
11
Gesamtzusammenfassung
12
Management Summary
18
1.
Ausgangslage und Zielsetzung der Untersuchung
24
1.1. Ziele der Untersuchung
24
1.2. Aufbau des Berichts
25
2.
Gesamtdurchführungskonzept
26
3.
Evaluierung des Operationellen Programms
28
3.1. Konzept
28
3.1.1. Zweck, Umfeld und Ziele der Teiluntersuchung
28
3.1.2. Untersuchungsgegenstand und methodisches Vorgehen
29
3.1.3. Informationsquellen
30
3.2. Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
31
3.2.1. Prioritätsachse A
32
3.2.2. Prioritätsachse B
40
3.2.3. Prioritätsachse C
46
3.2.4. Prioritätsachse D
58
3.3. Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 7 ESI-VO
59
3.3.1. Strukturelle Verankerung im Antrags- und Nachweisverfahren
59
3.3.2. Inhaltliche Relevanz der Vorhabensbereiche
60
3.3.3. Berücksichtigung im Ergebnis der Förderung
61
3.4. Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 8 ESI-VO
63
3.4.1. Strukturelle Verankerung im Antrags- und Nachweisverfahren
63
3.4.2. Inhaltliche Relevanz der Vorhabensbereiche
63
3.4.3. Berücksichtigung im Ergebnis der Förderung
64
3.5. Zusammenfassende Bewertung und Schlussfolgerungen
65
4.
Durchführungsevaluierung
67
4.1. Konzept
67

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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4.1.1. Zweck, Umfeld und Ziele der Teiluntersuchung
67
4.1.2. Untersuchungsgegenstand und methodisches Vorgehen
67
4.1.3. Informationsquellen
70
4.2. Administrative Ebene der Programmdurchführung
72
4.2.1. Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der Programmdurchführung
72
4.2.2. Förderverfahren und Auswahlprozesse
74
4.2.3. Antragsverwaltungssystem / Monitoring
76
4.3. Fachlich-inhaltliche Ebene – Vorhabensbereiche
82
4.3.1. Vorhabensbereich A.1.1.1 „Mikrodarlehen“
83
4.3.2. Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“
85
4.3.3. Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“
87
4.3.4. Vorhabensbereich A.1.3.2 „Gründerinitiativen“
89
4.3.5. Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“
90
4.3.6. Vorhabensbereich A.2.1.2 „InnoTeam“
93
4.3.7. Vorhabensbereich A.2.1.3 „Transferassistent“
95
4.3.8. Vorhabensbereich A.3.1.1 „Weiterbildungsscheck individuell“
97
4.3.9. Vorhabensbereich A.3.1.2 „Weiterbildungsscheck, betrieblich“
99
4.3.10. Vorhabensbereich A.3.1.3 „Weiterbildung zum Arbeits- und
Betriebsmediziner“
101
4.3.11. Vorhabensbereich A.3.2.1 „Innovative, Modell-/ Transfervorhaben,
Studien/ EA-WB“
102
4.3.12. Vorhabensbereich A.4.1.1 „Demografie, Familie und Gesundheit“
103
4.3.13. Vorhabensbereich B.1.1.1 „Berufliche Qualifizierung von Arbeitslosen und
Benachteiligten“
104
4.3.14. Vorhabensbereich B.1.1.2 „QAB (klassische und betriebliche Variante)“
104
4.3.15. Vorhabensbereich B.1.1.3 „letztes Drittel von Umschulungen nach dem
SGB II, III“
107
4.3.16. Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von
Langzeitarbeitslosen“
108
4.3.17. Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“
111
4.3.18. Vorhabensbereich B.1.1.6 „Eignungsfeststellung, Koordinierung,
Begleitung“
113
4.3.19. Vorhabensbereich B.1.1.7 „Innovative, Modell-/ Transfervorhaben,
Studien/ Arbeitslose“
114
4.3.20. Vorhabensbereich B.2.1.1 „Mikroprojekte: Lokales Kapital für soziale
Zwecke“
115
4.3.21. Vorhabensbereich B.2.1.2 „Beschäftigung und soziale Integration für am
Arbeitsmarkt besonders benachteiligte Menschen“
116
4.3.22. Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“
119
4.3.23. Vorhabensbereich B.2.2.2 „Jugendberufshilfe“
120
4.3.24. Vorhabensbereich B.3.1.1 „Informelle Maßnahmen zur Förderung von
Bildung, Beschäftigungsfähigkeit und sozialer Eingliederung im Rahmen
integrierter Handlungskonzepte in benachteiligten Stadtgebieten“
122
4.3.25. Vorhabensbereich B.4.1.1 „Alphabetisierung“
124

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4.3.26. Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung von Strafgefangenen“ 126
4.3.27. Vorhabensbereich B.5.1.2 „Sozialpädagogische Vorhaben für Gefangene
und ehemalige Gefangene zur Unterstützung und Vorbereitung ihrer
Integration in den Arbeitsmarkt (inkl. Übergangsmanagement,
Jugendarrest, Deutschkurse)“
128
4.3.28. Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“
130
4.3.29. Vorhabensbereich C.1.1.2 „Erhöhung Abschlussquote und Schülercamps“ 132
4.3.30. Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen
Lern- und Lebenserschwernissen“
134
4.3.31. Vorhabensbereich C.2.1.1 „Berufsorientierung“
136
4.3.32. Vorhabensbereich C.2.1.2 „Praxisberater“
137
4.3.33. Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule: sozialpädagogische
Begleitung und Kompetenzentwicklung für Schüler“
140
4.3.34. Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“
142
4.3.35. Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“
144
4.3.36. Vorhabensbereich C.4.2.1 „Innovative Hochschulprojekte zur
Steigerung des Studienerfolgs“
146
4.3.37. Vorhabensbereich C.5.1.1 „Vorrang für duale Ausbildung“
148
4.3.38. Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“
150
4.3.39. Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLÜ und ÜbA)“
152
4.3.40. Vorhabensbereich C.5.2.3 „Zusatzqualifikationen“
154
4.4. Zusammenfassende Bewertung und Schlussfolgerungen
155
5.
Gesamtbewertung und Empfehlungen
159
Anhang – Textvorschläge für den Durchführungsbericht
163
A)
Synthese der Erkenntnisse / Feststellungen der Evaluierung, die dem jährlichen
Durchführungsbericht zur Seite gestellt wird
163
B)
Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
166
C) Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 7 ESI-VO
171
D) Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 8 ESI-VO
172

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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Gesamtkonzept ................................................................................................. 27
Abbildung 2:
Evaluierung des Operationellen Programms: Analyse- und
Bewertungsprozess ........................................................................................... 29
Abbildung 3:
Förderarchitektur der Prioritätsachse A ............................................................. 32
Abbildung 4:
Förderarchitektur der Prioritätsachse B ............................................................. 40
Abbildung 5:
Förderarchitektur der Prioritätsachse C ............................................................ 47
Abbildung 6:
IT-System ESF, Quelle: eigene Darstellung basierend auf
BAV-Bericht, Stand: 30.12.2016 ........................................................................ 76
Abbildung 7:
Erläuterungen zu den verwendeten Abbildungen zum Umsetzungsstand ....... 83
Abbildung 8:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.1.1 „Mikrodarlehen“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen........... 84
Abbildung 9:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........... 86
Abbildung 10:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.3.1
„Technologiegründerstipendium“, Quelle: Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen .................................................................. 88
Abbildung 11:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.3.2 „Gründerinitiativen“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........... 90
Abbildung 12:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................ 92
Abbildung 13:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.2.1.2 „InnoTeam“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................ 94
Abbildung 14:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.2.1.3 „Transferassistent“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........... 96
Abbildung 15:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.3.1.1 „Weiterbildungsscheck
individuell“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................... 98

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Abbildung 16:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.3.1.2 „Weiterbildungsscheck
betrieblich“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................. 100
Abbildung 17:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.3.1.3 „Weiterbildung zum
Arbeits- und Betriebsmediziner“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der
SAB und eigene Berechnungen ...................................................................... 101
Abbildung 18:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.2 „QAB (klassische und
betriebliche Variante)“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und
eigene Berechnungen...................................................................................... 106
Abbildung 19:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.3 „letztes Drittel von
Umschulungen nach dem SGB II, III“, Quelle: Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen ................................................................ 108
Abbildung 20:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der
Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“, Quelle: Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................................ 110
Abbildung 21:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle
Einstiegsbegleitung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und
eigene Berechnungen...................................................................................... 112
Abbildung 22:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.6 „Eignungsfeststellung,
Koordinierung, Begleitung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und
eigene Berechnungen...................................................................................... 114
Abbildung 23:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.2.1.2 „Beschäftigung und soziale
Integration für am Arbeitsmarkt besonders benachteiligter Menschen“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ......... 118
Abbildung 24:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschul-
orientierte Vorhaben“, Quelle: MonitoringAuswertungen der SAB und
eigene Berechnungen...................................................................................... 120
Abbildung 25:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.2.2.2 „Jugendberufshilfe“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ......... 121
Abbildung 26:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.3.1.1 „Informelle Maßnahmen zur
Förderung von Bildung, Beschäftigungsfähigkeit und sozialer Eingliederung
im Rahmen integrierter Handlungskonzepte in benachteiligten Stadt-
gebieten“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................. 123
Abbildung 27:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.4.1.1 „Alphabetisierung“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ...................... 125

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Abbildung 28:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung
von Strafgefangenen“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und
eigene Berechnungen...................................................................................... 127
Abbildung 29:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.5.1.2 „Sozialpädagogische
Vorhaben für Gefangene und ehemalige Gefangene zur Unterstützung
und Vorbereitung ihrer Integration in den Arbeitsmarkt“, Quelle: Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................................ 129
Abbildung 30:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ...................... 131
Abbildung 31:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.1.1.2 „Erhöhung Abschlussquote
und Schülercamps“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................. 133
Abbildung 32:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder
mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“, Quelle: Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ....................................... 135
Abbildung 33:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.2.1.1 „Berufsorientierung“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........ 137
Abbildung 34:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.2.1.2 „Praxisberater“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ...................... 139
Abbildung 35:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule:
sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung für Schüler“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ......... 141
Abbildung 36:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforscher-
gruppen“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................. 143
Abbildung 37:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........ 145
Abbildung 38:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.4.2.1 „Innovative Hochschul-
projekte zur Steigerung des Studienerfolgs“, Quelle: Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................................ 147
Abbildung 39:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.1.1 „Vorrang für duale
Ausbildung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen ................................................................................................. 149
Abbildung 40:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“,
Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ......... 151

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Abbildung 41: Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche
Lehrgänge (ÜLÜ und ÜbA)“, Quelle: Monitoring-Auswertungen der SAB
und eigene Berechnungen.................................................................................... 153
Abbildung 42: Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.2.3 „Zusatzqualifikation“, Quelle:
Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen ........................... 155
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:
Gesamtüberblick begleitende Evaluierung ............................................................. 24
Tabelle 2:
Rechtsgrundlagen der Evaluierung des Operationellen Programms ..................... 28
Tabelle 3:
Evaluierung des Operationellen Programms – Datenquellen ................................ 31
Tabelle 4:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8iii,
Quellen: Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ............................................................. 35
Tabelle 5:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8iii, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 36
Tabelle 6:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8iii, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 36
Tabelle 7:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ......................................................................... 37
Tabelle 8:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 38
Tabelle 9:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 39
Tabelle 10:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ......................................................................... 43
Tabelle 11:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 44

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Tabelle 12:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 45
Tabelle 13:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ......................................................................... 50
Tabelle 14:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 51
Tabelle 15:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 52
Tabelle 16:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ......................................................................... 53
Tabelle 17:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 54
Tabelle 18:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 55
Tabelle 19:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10iv, Quellen:
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene
Berechnungen, Stand: 31.12.2016 ......................................................................... 56
Tabelle 20:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10iv, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 57
Tabelle 21:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10iv, Quellen:
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen,
Stand: 31.12.2016 .................................................................................................. 58
Tabelle 22:
Durchführungsevaluierung: administrative Ebene – Datenquellen ........................ 71
Tabelle 23:
Durchführungsevaluierung: Ebene der Vorhabensbereiche – Datenquellen ......... 72
Tabelle 24:
Kategorisierung des Beiträge von Vorhaben zu den übergreifenden
Grundsätzen, Quelle: Anleitung Nr. 15, eigene Darstellung. .................................. 75

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Abkürzungsverzeichnis
BAV
– Beschreibung der Aufgaben und Verfahren in Bezug auf die Verwaltungsbehörde ESF
und die Bescheinigungsbehörde ESF
EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
ESF
– Europäischer Sozialfonds
FuE
– Forschung und Entwicklung
HO
– Handlungsoption
IP
– Investitionspriorität
ISCED – Internationale Standardklassifizierung der Bildung
KMU
– kleine und mittlere Unternehmen
LIF
– Leitstelle IT-Verfahren Fördermittel im Sächsischen Landesamt für Steuern und Finanzen
MINT
– Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik
OP
– Operationelles Programm
PA
– Prioritätsachse
QAB
– Qualifizierung von Arbeitslosen und Benachteiligten
SAB
– Sächsische Aufbaubank
SER
– stärker entwickelte Region
SFC
– System for Fund Management in the European Union (IT-System)
SGB
– Sozialgesetzbuch
SMI
– Sächsisches Staatsministerium des Inneren
SMJus – Sächsisches Staatsministerium der Justiz
SMK
– Sächsisches Staatsministerium für Kultus
SMS
– Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
SMWA – Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
SMWK – Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
SPZ
– Spezifisches Ziel
ÜbA
– überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen für die betriebliche Ausbildung
ÜLÜ
– Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
ÜR
– Übergangsregion
VO(EU) – Verordnung der EU

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Gesamtzusammenfassung
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse der ersten Untersuchung der begleitenden
Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds (ESF) im Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014
– 2020. Diese erste Untersuchung besitzt zwei unterschiedliche analytische Schwerpunkte:
[A] eine
Evaluierung des Operationellen Programms
, in deren Zentrum Bewertungen der bishe-
rigen Umsetzung und Zielerreichung nach Prioritätsachsen sowie der Verankerung der übergreifen-
den Fördergrundsätze steht. Diese Teiluntersuchungen erfolgten vor dem Hintergrund der erweiter-
ten Berichtspflichten des Freistaats Sachsen gegenüber der Europäischen Kommission im Jahr
2017.
[B] eine
Durchführungsevaluierung
, die sowohl Aspekte der Programmadministration als auch der
Durchführung der einzelnen Teilförderprogramme (Vorhabensbereiche) des ESF-Sachsen in den
Blick nimmt.
Verortung im Förderzeitraum
Beide Teiluntersuchungen bilden im Kern eine erste Bestandsaufnahme zur Umsetzung des Opera-
tionellen Programms für den ESF im Freistaat Sachsen in den ersten drei Jahren 2014 – 2016.
Insbesondere die Jahre 2014 und 2015 waren angesichts deutlich geänderter Anforderungen der
Europäischen Kommission gegenüber der Förderperiode 2007 – 2013 noch deutlich geprägt von der
Schaffung und Anpassung der rechtlichen, strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen für
die Umsetzung des ESF im Freistaat Sachsen. Das Operationelle Programm selbst wurde Mitte No-
vember 2014 von der Europäischen Kommission genehmigt. Von wenigen Ausnahmefällen eines
vorzeitigen Förderbeginns abgesehen, starteten die meisten Vorhabensbereiche im Jahr 2015. In
einzelnen Vorhabensbereichen begann die Förderung auch erst im Jahr 2016, beziehungsweise ist
der Förderbeginn erst für das Jahr 2017 vorgesehen. Die Laufzeit der geförderten Vorhaben unter-
scheidet sich dabei in den einzelnen Vorhabensbereichen, viele Fördergegenstände sind mehrjährig
angelegt. Trotz des nominell bereits fortgeschrittenen Förderzeitraums sind vor diesem Hintergrund
insbesondere im Hinblick auf die Zielerreichung vielfach nur erste Tendenzeinschätzungen möglich.
Vorgehen und wesentliche Datengrundlagen
Die Evaluierung des Operationellen Programms und die Durchführungsevaluierung besitzen jeweils
einen eigenständigen analytischen Fokus, in fachlicher und ablaufplanerischer Hinsicht bestehen
jedoch Überschneidungen. Aufgrund des vergleichsweise kurzen Durchführungszeitraums von De-
zember 2016 – März 2017 sieht das im Vorfeld erarbeitete und abgestimmte Untersuchungskonzept
einen vierstufigen Bearbeitungsprozess vor.
1. Die Evaluierung begann entsprechend mit einer
Prüfung der administrativen Umsetzung des
Antrags- und Nachweisverfahrens sowie der Implementierung des Monitorings
. Dabei
wurden insbesondere die Dokumentationspflichten sowie die Abbildung materieller Verlaufsda-
ten analysiert. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche, von der ESF-Verwaltungsbehörde
bereitgestellte Dokumente, ausgewertet und ein Fachgespräch bei der Sächsischen Aufbau-

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bank als zwischengeschaltete Stelle durchgeführt. Zweck, Umfeld und Ziele dieser Teiluntersu-
chung, das methodische Vorgehen sowie die genutzten Informationsquellen sind detailliert im
Abschnitt 4.1. dargestellt.
2. Im zweiten Schritt erfolgte eine
Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen sowie
der Implementierung der übergreifenden Fördergrundsätze
. Analytische Basis des ersten
Untersuchungsaspekts bildeten die im Operationellen Programm festgelegten Indikatoren und
Zielwerte sowie darauf bezogene Monitoring-Auswertungen der Sächsischen Aufbaubank zum
Stand 31. Dezember 2016. Für den zweiten Untersuchungsaspekt erfolgte zunächst eine Ana-
lyse der rechtlichen und administrativen Vorgaben zur Berücksichtigung der übergreifenden
Fördergrundsätze Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und Gleichstellung von Männern
und Frauen sowie nachhaltige Entwicklung in der Programmumsetzung. Zu diesem Zweck wur-
den die Förderrichtlinien sowie weitere relevante Dokumente geprüft. Die zu erwartenden und
die tatsächlichen Beiträge der einzelnen Vorhabensbereiche wurden nachfolgend anhand einer
Auswertung der Sächsischen Aufbaubank mit Stand 22. Dezember 2016 untersucht. Zweck,
Umfeld und Ziele dieser Teiluntersuchung, das methodische Vorgehen sowie die genutzten In-
formationsquellen sind detailliert im Abschnitt 3.1. dargestellt.
3. Der dritte Schritt vertiefte die aus dem ESF-Monitoring vorliegenden Erkenntnisse zum
Stand
der Durchführung sowie zur Zielerreichung auf der Ebene der Vorhabensbereiche
. Dazu
wurden zunächst für jeden einzelnen Vorhabensbereich Analysen zum finanziellen Umset-
zungsstand sowie zu den festgelegten materiellen Zielen durchgeführt. Diese Kennzahlen so-
wie weitere, die Durchführung in den Vorhabensbereichen betreffende Fragen wurden im An-
schluss gemeinsam mit den zuständigen Fondsbewirtschaftern in Fachgesprächen erörtert. Zu-
dem erfolgte eine Abfrage bei der Sächsischen Aufbaubank als zwischengeschaltete Stelle zur
generellen Nachfrage nach den Förderangeboten und zu den administrativen Aufwänden im
Rahmen des Antrags- und Nachweisverfahrens. Zweck, Umfeld und Ziele dieser Teiluntersu-
chung, das methodische Vorgehen sowie die genutzten Informationsquellen sind ebenfalls de-
tailliert im Abschnitt 4.1. dargestellt.
4. Der vierte Analyseschritt erfolgte im Anschluss an die empirischen Teiluntersuchungen im Rah-
men der Evaluierung des Operationellen Programms und der Durchführungsevaluierung. Er be-
inhaltete vor allem eine
systematische Bewertung der Untersuchungsbefunde, Schlussfol-
gerungen zu möglichen Steuerungsbedarfen und die Ableitung von Handlungsempfeh-
lungen
zum Umgang mit den identifizierten Steuerungsbedarfen.
Die Ergebnisse der beiden Teiluntersuchungen lassen sich wie folgt zusammenfassen.
[A] Evaluierung des Operationellen Programms
Die Evaluierung des Operationellen Programms umfasst einerseits eine Bewertung des Umset-
zungsfortschritts und der Zielerreichung nach Prioritätsachsen und andererseits eine Bewertung der
Berücksichtigung der übergreifenden Fördergrundsätze nach Art. 7 und 8 VO (EU) 1303/2013.
Die empirische Untersuchung zum
Umsetzungsfortschritt und der Zielerreichung nach Priori-
tätsachsen
(siehe Abschnitt 3.2) zeigt im Wesentlichen einen dem Betrachtungszeitpunkt entspre-
chenden Umsetzungsfortschritt an. Bis auf wenige Ausnahmen hat die Förderung in allen für die
Erreichung der Ziele des Operationellen Programms relevanten Vorhabensbereichen begonnen,
wenn auch in einigen davon mit leichter Verzögerung. Der
finanzielle Umsetzungsstand
in den

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einzelnen Prioritätsachsen sieht in der Gesamtschau entsprechend positiv aus. Hinsichtlich des ma-
teriellen Umsetzungsstands ergibt sich ein differenzierteres Bild.
Bezogen auf die festgelegten
Outputziele
besteht je nach Investitionspriorität, Indikator und Region
eine erhebliche Spreizung des im Betrachtungszeitraum erreichten Fortschritts. Bei der Mehrzahl
der Outputindikatoren ergibt sich ein positives Bild. Insbesondere in den Investitionsprioritäten 8v
„Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an den Wandel“, 9i „Aktive Inklusion,
nicht zuletzt durch die Förderung der Chancengleichheit und aktiver Beteiligung und Verbesserung
der Beschäftigungsfähigkeit“, 10ii „Verbesserung von Qualität und Effizienz von, und Zugang zu,
Hochschulen und von gleichwertigen Einrichtungen zwecks Steigerung der Zahl der Studierenden
und der Abschlussquoten, insbesondere für benachteiligte Gruppen“ und 10iv „Verbesserung der
Arbeitsmarktrelevanz der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, Erleichterung des Über-
gangs von der Bildung zur Beschäftigung und Stärkung der Systeme der beruflichen Bildung und
Weiterbildung und deren Qualität, unter anderem durch Mechanismen für die Antizipierung des Qua-
lifikationsbedarfs, die Erstellung von Lehrplänen sowie die Einrichtung und Entwicklung beruflicher
Bildungssysteme, darunter duale Bildungssysteme und Ausbildungswege“ liegt die Zielerreichung
einzelner Outputindikatoren in zumindest einer oder beiden Förderregionen aber noch unter dem für
den Betrachtungszeitraum zu erwartenden Niveau. Die Gründe hierfür sind – wie die Durchführungs-
evaluierung auf Ebene der Vorhabensbereiche zeigt (siehe dazu Unterkapitel 4.3) – vielfältig und
teils technischer Natur, teils durch Herausforderungen in der Durchführung bedingt. Zu den techni-
schen Gründen gehört, dass Teilnehmer/innen erst im Zuge der ersten Auszahlung und damit etwas
zeitverzögert erfasst werden müssen, so dass die genutzten Monitoring-Auswertungen tendenziell
geringere Outputzahlen ausweisen, als in der Förderrealität vorhanden. Auch haben nötige Abstim-
mungsprozesse im Vorfeld der Implementierung, die Nutzung noch verfügbarer Restmittel der För-
derperiode 2007 - 2013 oder der aufstockende Einsatz von Landesmitteln in der stärker entwickelten
Region in einigen Vorhabensbereichen einen späteren Förderstart bedingt. In einzelnen Vorhabens-
bereichen zeigt sich aber auch, dass die Förderfallkosten höher oder die Nachfrage durch die Zu-
wendungsempfänger geringer ausfallen als erwartet oder dass sich die zielgruppenspezifischen Be-
darfslagen seit der Planung geändert haben. Dies bedingt, dass – ohne Steuerung oder Anpassung
der Zielwerte – einzelne Ziele bereits jetzt absehbar nicht erreicht werden können und es bei anderen
zumindest fraglich erscheint.
Zu den
Ergebnisindikatoren
liegen bislang noch relativ wenige belastbare Informationen zur Ziel-
erreichung vor, da diese erst im Zuge der Verwendungsnachweisprüfung erfasst werden müssen
und die Vorhaben je nach inhaltlicher Ausgestaltung teils sehr lange Laufzeiten besitzen. In den
Spezifischen Zielen, zu denen bereits erste Informationen vorliegen, stellt sich die Zielerreichung
ebenfalls gemischt dar. Die Ermittlung der Ursachen hierfür ist nicht Gegenstand der vorliegenden
Untersuchung, sondern erfolgt erst im Rahmen der vorgesehenen Wirkungsevaluierungen.
Die
übergreifenden Fördergrundsätze gemäß Art. 7 und 8 VO (EU) 1303/2013
(siehe Abschnitte
3.3 und 3.4) sind nach Erkenntnissen der Evaluierung in struktureller Hinsicht in durchgängiger und
nachvollziehbarer Weise in den Rechtsgrundlagen der Förderung, in den Auswahlkriterien und -pro-
zessen sowie im Monitoring verankert worden. Es wurde zudem durch die Fondsbewirtschafter fest-
gelegt, welche Vorhabensbereiche einen besonderen Beitrag zur Umsetzung der Fördergrundsätze
leisten sollen. In der Förderrealität spiegeln sich diese Erwartungen nur bedingt wieder, insbeson-
dere im Hinblick auf den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung leisten andere Vorhabensbereiche
relevantere Beiträge, als geplant. Zudem ist hinsichtlich des Grundsatzes der Chancengleichheit /

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Nichtdiskriminierung eine Engführung des inhaltlichen Verständnisses auf Menschen mit Behinde-
rungen festzustellen, die weitere erhebliche und unmittelbare Beiträge von Vorhabensbereichen zu
diesem Grundsatz verdeckt. Dazu gehören insbesondere Vorhabensbereiche, die sich an in beson-
derem Maße von sozialer Ausgrenzung bedrohte Zielgruppen wenden.
[B] Durchführungsevaluierung
Die Durchführungsevaluierung erfolgte zweigeteilt. Erstens wurden entlang spezifischer Fragestel-
lungen die Umsetzung von Anforderungen der Europäischen Kommission im Verantwortungsbereich
der Sächsischen Aufbaubank sowie die Schnittstellen zu weiteren Akteuren / Aufgabenbereichen
fokussiert. Insbesondere ging es dabei um die Prozesse der Datenerhebung, -speicherung und -
aufbereitung im Rahmen der IT-gestützten Programmadministration. Zweitens widmete sich die Ana-
lyse den Umsetzungserfahrungen zu den jeweiligen Förderverfahren in den Vorhabensbereichen,
der Identifizierung von Durchführungsproblemen oder Herausforderungen in der Umsetzung der Vor-
habensbereiche, der Ermittlung möglicher Ursachen sowie der Bewertung der Auswirkungen.
Die empirische Untersuchung zur
IT-gestützten Programmadministration
(siehe Abschnitt 4.2)
zeigt, dass die bestehenden Anforderungen systematisch von den beteiligten Akteuren geprüft und
strukturelle und organisatorische Maßnahmen zur Umsetzung ergriffen wurden.
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Sächsischen Aufbaubank sind auch im Zusammenspiel
mit anderen Akteuren klar definiert. Die Auswahl der Vorhaben erfolgt nach transparent festgelegten
Kriterien. Zum Zweck der Antragsverwaltung, des Monitorings und des Controllings nutzt der Frei-
staat Sachsen eine relativ komplexe IT-Landschaft, die auch eine Aufgaben- und Verantwortungs-
teilung zwischen verschiedenen Stellen beinhaltet. So nimmt die Sächsische Aufbaubank als Bewil-
ligungsstelle eine zentrale Rolle in der operativen Umsetzung des ESF ein. Dazu gehört unter ande-
rem die Aufgabe der systemseitigen Erfassung der Indikatorik (Datenbeschaffung). Die Datenaus-
wertung und -aufbereitung erfolgt durch die Leitstelle IT-Verfahren Fördermittel (LIF), angesiedelt im
Sächsischen Landesamt für Steuern und Finanzen. Sie bedient sich der zentralen Datenbank FÖ-
MISAX/FIKO, die über eine Schnittstelle mit dem IT-Fachverfahren ProSAB der Sächsischen Auf-
baubank verbunden ist. Die Berichterstattung gegenüber der Europäischen Kommission und das
Controlling- sowie die Steuerung (Datennutzung) erfolgt durch Verwaltungsbehörde beziehungs-
weise durch die Fondsbewirtschafter, die ihrerseits auf vordefinierte Auswertungen der Leitstelle zu-
rückgreifen. Letzterer Teil der Aufgabenteilung war im Untersuchungszeitraum noch nicht vollständig
realisiert. Die bestehende komplexe Verantwortungsteilung weist auch aufgrund der Komplexität aus
Sicht der Evaluierung Fehlerrisiken auf.
Weiterhin zeigt die Untersuchung, dass neue oder geänderte Vorgaben der Europäischen Kommis-
sion für Förderperiode 2014 – 2020 bezüglich der Indikatorik, der übergreifenden Fördergrundsätze,
der zu jedem Vorhaben elektronisch abzubildenden Informationen (113-Felderliste) von den verant-
wortlichen Stellen im Freistaat Sachsen systematisch reflektiert und in geeignete fachliche Vorga-
ben, Verantwortlichkeiten, Verfahren und Begleitdokumentationen übersetzt wurden. Wesentliche
Lücken oder Inkonsistenzen sind an dieser Stelle nicht erkennbar. Im Detail bestehen jedoch an
einigen wenigen Stellen Prüfbedarfe für Festlegungen, die sich der Evaluierung nicht unmittelbar aus
den bereitgestellten Dokumenten erschließen. Dies betrifft die Festlegung der zu erwartenden Bei-
träge einzelner Vorhabensbereiche zu den übergreifenden Fördergrundsätzen, die im Monitoring
zunächst als Vorbelegung abgebildet werden. Auch die Festlegung der Vorbelegung zu einzelnen

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Indikatoren in einzelnen Vorhabensbereichen, die nachfolgend nicht bei den Zuwendungsempfän-
gern beziehungsweise den Endbegünstigten abgefragt werden, konnten nicht vollständig nachvoll-
zogen werden. Weiterhin zeigte die Untersuchung, dass zumindest ein programmspezifischer Indi-
kator nicht direkt im Monitoring abgebildet ist, sondern aus anderen Indikatoren errechnet werden
kann und muss. Jeweils eigene Berechnungen müssen für den auf unterschiedliche Zielgruppen
eingegrenzten Ergebnisindikator zur Erlangung einer Qualifizierung vorgenommen werden. Trotz der
unterschiedlichen „Qualitäten“ dieses Indikators werden – dem Operationellen Programm folgend –
gleiche Kennungen in Monitoring und Auswertungen genutzt, was – angesichts der komplexen Auf-
gaben- und Verantwortungsteilung - Fehlerrisiken beinhaltet.
Die Analyse der
Durchführung auf der Ebene der Vorhabensbereiche
(siehe Abschnitt 4.3) ergibt
ein sehr heterogenes Bild, wenngleich festzuhalten ist, dass die meisten Förderansätze realisiert
werden können und die im Wesentlichen die Umsetzung als solche funktioniert. Von den vierzig
geplanten Vorhabensbereichen hat zum Zeitpunkt der Untersuchung in 35 die Umsetzung der För-
derung begonnen, in einigen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt als geplant. In dreizehn Vorha-
bensbereichen ist der Umsetzungsstand entsprechend zumindest in einer oder beiden Förderregio-
nen noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die Zielerreichung im Output, sofern entsprechende Indika-
toren definiert wurden, fällt in diesen Vorhabensbereichen in der Regel noch gering aus.
Unabhängig vom Förderbeginn zeigen sich aber bereits in vielen Vorhabensbereichen Steuerungs-
bedarfe. Diese sind im Wesentlichen auf Änderungen in den Rahmenbedingungen der Förderung,
der Nachfrage oder den jeweiligen Bedarfslagen der Zielgruppen zurückzuführen. Sie wirken sich
einerseits auf steigende oder sinkende Finanzierungsbedarfe in den Vorhabensbereichen und an-
derseits auf die (potenzielle) Zielerreichung im Output aus. So ist festzustellen, dass in sechs Vor-
habensbereichen zumindest in Teilen die Nachfrage durch potenzielle Zuwendungsempfänger ge-
ringer ausfällt, als erwartet. In weiteren fünf Vorhabensbereichen bestehen für die Zuwendungsemp-
fänger zumindest teilweise Schwierigkeiten, geeignete Teilnehmer/innen für die Förderung zu akqui-
rieren. In mindestens zwei Vorhabensbereichen gefährden steigende Förderfallkosten die Zielerrei-
chung. Vor diesem Hintergrund lässt sich bereits jetzt erkennen, dass aus unterschiedlichen Grün-
den geplante Beiträge zu Outputindikatoren nicht erreicht werden können oder die Zielerreichung
zumindest gefährdet ist. Im Hinblick auf die übergeordneten Ebenen der Förderarchitektur werden
die Minderbeiträge einzelner Vorhabensbereiche in Teilen durch den höheren Output anderer Vor-
habensbereiche in derselben Investitionspriorität ausgeglichen, so dass die Zielerreichung auf
Ebene des Operationellen Programms nicht zwangsläufig betroffen ist. Gefährdet erscheinen hier
folgende Indikatoren nach Investitionsprioritäten:
Investitionspriorität 8v „Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an den
Wandel“: die Indikatoren „Erwerbstätige, auch Selbstständige“ in beiden Regionen und „über
54-Jährige“ in beiden Regionen
Investitionspriorität 9i „Aktive Inklusion, nicht zuletzt durch die Förderung der Chancengleichheit
und aktiver Beteiligung und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit“: der Indikator „Arbeits-
lose, auch Langzeitarbeitslose“ in der Übergangsregion
Investitionspriorität 10ii „Verbesserung von Qualität und Effizienz von, und Zugang zu, Hoch-
schulen und von gleichwertigen Einrichtungen zwecks Steigerung der Zahl der Studierenden
und der Abschlussquoten, insbesondere für benachteiligte Gruppen“: der Indikator „Frauen in
Nachwuchsforschergruppen und Promotionsförderung“ in der Übergangsregion

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Investitionspriorität 10iv „Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz der Systeme der allgemeinen
und beruflichen Bildung, Erleichterung des Übergangs von der Bildung zur Beschäftigung und
Stärkung der Systeme der beruflichen Bildung und Weiterbildung und deren Qualität, unter an-
derem durch Mechanismen für die Antizipierung des Qualifikationsbedarfs, die Erstellung von
Lehrplänen sowie die Einrichtung und Entwicklung beruflicher Bildungssysteme, darunter duale
Bildungssysteme und Ausbildungswege“: der Indikator „unter 25-Jährige“ in beiden Regionen.
Im Hinblick auf die Förderverfahren und die administrativen Aufwände zeigt die Untersuchung, dass
diese – auch bedingt durch die äußeren Anforderungen des ESF – sowohl für die Bewilligungsstelle
als auch für die Zuwendungsempfänger mittelhoch bis hoch ausfallen. Neben Fragen, die sehr spe-
zifisch für die einzelnen Vorhabensbereiche sind (Passfähigkeit der Konzeption und Methodik, För-
derfähigkeit, Fragen bezüglich des einzusetzenden Personals), wirken sich generell zu erbringende
Nachweise (vor und nach der Antragsstellung) sowie die Erhebung der Indikatoren aufwandstreibend
aus. Je komplexer die Ausgestaltung der Förderung ist (zum Beispiel im Fall von Projektverbünden),
desto höher fallen in der Regel auch die administrativen Aufwände aus. Vereinfachungsmöglichkei-
ten lassen sich vor allem im Hinblick auf die Personalkostenpauschale erkennen, was Verbesserun-
gen für eine ganze Reihe von Vorhabensbereichen implizieren würde.
Abgeleitete Empfehlungen
Angesichts der oben dargestellten Befunde empfiehlt die Evaluierung (siehe Kapitel 5):
im Hinblick auf die administrative Durchführung
-
eine systematische Prüfung und Qualitätssicherung der Implementierung der Auswertungs-
routinen zum Zwecke der Berichterstattung und des Controllings der Leitstelle IT-Verfahren
Fördermittel
-
eine Prüfung der Operationalisierung des Fördergrundsatzes „Chancengleichheit / Nichtdis-
kriminierung“ im Monitoring
-
eine Prüfung der Vorbelegung und Bewertung der besonderen Beiträge der Vorhabensberei-
che zu den übergreifenden Fördergrundsätzen sowie
-
eine Prüfung der Festlegungen zur Vorbelegung von Indikatoren in einzelnen Vorhabensbe-
reichen.
Im Hinblick auf die Durchführung der Förderung in den Vorhabensbereichen
-
eine Prüfung der Vereinfachung der Personalkostenpauschale sowie
-
Fondsbewirtschaftern und der Verwaltungsbehörde identifizierten Steuerungsbedarfen
Rechnung zu tragen, mit den Zielen, Mehr- oder Minderbedarfe in der Finanzausstattung der
Vorhabensbereiche zu identifizieren, einen neuen Entwurf des Vorhabensfinanzierungsplans
zu erarbeiten, die Auswirkungen einschließlich der gewonnenen Erfahrungen zu veränderten
Förderfallkosten im Hinblick auf die Zielsetzungen im Output zu bewerten und bei genehmi-
gungspflichtigen Anpassungen einen Änderungsantrag zum Operationellen Programm zu
erarbeiten.

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Management Summary
This report documents the results of the first evaluation study of the accompanying evaluation for the
European Social Fund (ESF) in the Free State of Saxony in the period 2014 – 2020. This first study
has two different analytical priorities:
[A] An
evaluation of the Operational Program
, which focuses on the progress of implementation
and the degree to which targets in the priority axes have been achieved as well as the implementation
of the overarching funding principles. These investigations take place against the backdrop of the
expanded reporting requirements of the Free State of Saxony towards the European Commission in
2017.
[B] An
implementation evaluation
which takes into consideration aspects of the program admin-
istration as well as the implementation of the individual subprograms (“Vorhabensbereiche”) of the
ESF in the Free State of Saxony.
Positioning within the funding period
Both partial investigations are, in essence, a first inventory of the implementation of the Operational
Program for the ESF in the Free State of Saxony in the first three years of 2014 – 2016. Compared
to the funding period of 2007 - 2013 the years 2014 and 2015 of the new funding period were clearly
shaped by the creation and adaptation of the legal, structural and organizational prerequisites for the
implementation of the ESF in the Free State of Saxony. The Operational Program itself was approved
by the European Commission in mid-November 2014. Apart from a few exceptions, funding started
in 2015. In some subprograms, funding began only in 2016 or the start of funding is scheduled for
2017. The duration of the funded projects differs in the individual subprograms; many of them are
scheduled for more than one year. In this context, despite the already advanced funding period only
preliminary assessments of certain trends are possible, especially with regard to the results.
Approach and essential data bases
The evaluation of the operational program and the performance evaluation have a separate analytical
focus, but there are overlaps in the technical and operational planning of the investigations. Due to
the comparatively short implementation period from December 2016 to March 2017, the examination
concept developed and agreed upon in advance provides a four-stage examination process.
1. As a first step in the evaluation, the
implementation of the administrative application and
verification procedures as well as the implementation of the monitoring
was reviewed. In
particular, the documentation requirements as well as collection and processing of the data on
projects and participants (indicators) were analysed. In this context, a large number of docu-
ments provided by the ESF's administrative authority were analysed and an expert discussion
was held with the responsible staff at the Saxon Development Bank which serves as an inter-
mediary body. The purpose, the environment and the objectives of this partial investigation as
well as its methodological approach and the used sources of information are described in detail
in section 4.1.
2. In the second step, the degree to which
targets have been achieved as well as the imple-
mentation of the overarching funding principles
were assessed. The analytical basis for the
first part of analysis were the indicators and target values as defined in the Operational Program

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and related monitoring reports of the Development Bank of Saxony as of December 31, 2016.
For the second part of analysis at first an examination of the legal and administrative measures
to implement the overarching funding principles non-discrimination, equality between men and
women and sustainable development was carried. For this purpose, the funding guidelines and
other relevant documents were reviewed. The expected and actual contributions of the individ-
ual subprograms were, secondly, examined on the basis of a dataset provided by the Develop-
ment Bank of Saxony, dated December 22, 2016. The purpose, the environment and the objec-
tives of this partial investigation, its methodological approach and the used sources of infor-
mation are described in detail in section 3.1.
3. The third step deepened the findings based on the ESF monitoring on the
state of implemen-
tation as well as on the achievement of objectives at the level of the subprograms
. To this
end, first analyses on the financial implementation status as well as on the achievement of indi-
cator based targets were carried out for each individual subprogram. These key figures as well
as other questions concerning the implementation in the subprograms were later discussed with
the responsible bodies. In addition, the Development Bank of Saxony as an intermediary body
was asked to provide information about the general demand for each subprogram and the ad-
ministrative costs within the framework of the application and verification procedure. The pur-
pose, the environment and the objectives of this partial investigation, its methodological ap-
proach and the used sources of information are described in detail in section 4.1.
4. The fourth step in the examination process was carried out subsequently to the empirical inquir-
ies in the context of the evaluation of the operational program and the implementation evalua-
tion. It mainly included a
systematic assessment of the findings, drawing conclusions on
possible needs for adjustments and the derivation of recommendations
to deal with the
identified management requirements.
[A] Evaluation of the Operational Program
The evaluation of the Operational Program includes first of all an evaluation of the implementation
progress as well as the target achievement in the priority axes and secondly an evaluation of the
overarching funding principles under articles 7 and 8 of Regulation (EU) 1303/2013.
The empirical study on the
progress of the implementation and on the target achievement in
the priority axes
(see section 3.2) shows an implementation progress largely fitting to the observa-
tion period of the evaluation. Apart from a few exceptions, the funding in all main subprograms which
are relevant for achieving the objectives in the Operational Program has begun, albeit with a slight
delay in some of them. Accordingly, the
financial implementation
in the individual priority axes is
positive in the overall picture. With regard to the achieved outputs and results, a more differentiated
picture emerges.
There is considerable variation in the achievement of the
output
targets during the observation pe-
riod depending on the investment priorities, indicators and regions. The majority of the output indi-
cators shows a positive picture. Particularly in the investment priorities 8v " Adaptation of workers,
enterprises and entrepreneurs to change", 9i "Active inclusion, including with a view to promoting
equal opportunities and active participation, and improving employability", 10ii "Improving the quality
and efficiency of, and access to, tertiary and equivalent education with a view to increasing partici-
pation and attainment levels, especially for disadvantaged groups” and 10iv „Improving the labour
market relevance of education and training systems, facilitating the transition from education to work,

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and strengthening vocational education and training systems and their quality, including through
mechanisms for skills anticipation, adaptation of curricula and the establishment and development
of work-based learning systems, including dual learning systems and apprenticeship schemes”, the
achievement of individual output indicators in at least one of the two funding regions is still below the
expected level in terms of the temporal progress. The reasons for this are – as the performance
evaluation at the level of subprograms shows (see Subsection 4.3) – manifold. They can partly be
traced back to technical questions, and partly to implementation challenges. One of the technical
reasons is that participants have to be recorded only in the course of the first payment. Due to this
time lag the monitoring tends to understate real figures. In addition, necessary coordination pro-
cesses in the run-up to the implementation, the prior use of remaining funds of the funding period
2007 - 2013 or the prior use of state funds led in subprograms to a later start of funding. However,
in some subprograms, it is also apparent that the real costs per participant have risen, the demand
by beneficiaries is lower than expected or that the target group-specific needs have changed since
planning. This means that, without adjustment measures, in some cases individual targets cannot be
achieved in the long run, and it is at least questionable in other cases.
So far, there is still little information available on the
result indicators
. These are only recorded in
the course of the check on the use made of the funds. Since many projects have long durations,
such checks have been relatively rare up to now. In the specific objectives for which the first results
are already available, the target achievement is also mixed. The reasons for this are not the subject
of the present evaluation, but will be carried out within the framework of the intended impact assess-
ments.
Empirical evidence on the implementation of the
overarching funding principles according to
Articles 7 and 8 of Regulation (EC) No 1303/2013
(see Sections 3.3 and 3.4) shows that they are
embedded in structural terms in a consistent and comprehensible way in the legal bases of funding,
in the selection criteria and processes as well as in the monitoring. Also, the responsible bodies
defined a number of subprograms which should make a special contribution to the implementation
of these principles. However, these expectations have only partially been translated into reality. Es-
pecially with respect to the principle of sustainable development, other subprograms than expected
deliver specific contributions. Another finding concerns the principle of equal opportunities / non-
discrimination that has been conceptionally restricted on people with disabilities. In doing so, sub-
stantial and direct contributions from other subprograms remain obscured. In particular, that applies
to subprograms which aim at target groups particularly vulnerable to social exclusion.
[B] Implementation evaluation
The implementation evaluation focused on two different issues. Firstly, analysis concentrated on
specific questions regarding the implementation of specific requirements of the European Commis-
sion within the area of responsibility of the Development Bank of Saxony as well as the interfaces to
other actors / areas of responsibility. In particular, this involved the processes of data collection,
storage and processing within the
framework of IT-supported program administration
. Secondly,
the evaluation turned attention to implementation experiences subprogram by subprogram. It in-
cluded the identification of challenges in the implementation of the subprograms, the identification of
possible causes and the assessment of the impacts.

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The empirical assessment of the
IT-supported program administration
(see section 4.2) shows
that the existing requirements were systematically examined by the actors involved and structural
and organizational measures for implementation were taken correspondingly.
The tasks and responsibilities of the Development Bank of Saxony are clearly defined in the interac-
tion with other actors. The projects are selected according to transparent criteria. For purposes of
application management, monitoring and controlling, the Free State of Saxony uses a relatively com-
plex IT landscape, which also includes a division of tasks and responsibilities between different bod-
ies. The Development Bank of Saxony as the approval authority plays a central role in the operational
implementation of the ESF. This includes, among other things, the task of indicator recording in the
system (data procurement). The data evaluation and processing is carried out by the Control Center
IT Procedures Funding, located in the Saxon State Office for Taxation and Finance. It uses the cen-
tral database FÖMISAX / FIKO, which is connected via an interface to the IT process ProSAB of the
Development Bank of Saxony. Reporting to the European Commission as well as controlling and
program management tasks (data use) are carried out by the administrative authority ESF or by the
fund managers in other ministries, who in turn rely on pre-defined reports of the Control Center IT-
Procedures Funding. The latter part of the task division has not been entirely established during the
investigation period. From the point of view of the evaluation the complexity of the responsibility
division involves risks of error.
Furthermore, the investigation shows the new or amended requirements of the European Commis-
sion for the funding period 2014 – 2020 regarding the indicator system, the overarching funding
principles and the information to be electronically mapped for each project (113 fields list) were sys-
temically reflected by the responsible authorities and translated into technical specifications, respon-
sibilities, procedures and accompanying documentation. Significant gaps or inconsistencies are not
apparent at this point. However, a few points for a further review exist, that have not been completely
accessible to the evaluation from the documents provided. This concerns the definition of the ex-
pected contributions of some subprograms to the overarching funding objectives, which are reflected
in the monitoring. Secondly, indicators on participants are partly determined without consultation of
them. This is comprehensible for those cases, where values on indicators can be derived by an
unambiguous definition of the target group. However, in few cases further information would have
been necessary. Thirdly, the investigation showed that at least one program-specific indicator is not
directly depicted in the monitoring but can and must be calculated from other indicators. Also, sepa-
rate calculations must be made for the result indicator of qualification obtainment which is limited to
different target groups. Despite the differing "qualities" of this indicator – following the Operational
Program - the same identifiers are used in monitoring and assessment which - in view of the complex
division of tasks and responsibilities - includes risks of error.
The analysis of the
implementation at the level of the subprograms
(see section 4.3) reveals a
very heterogeneous picture. Although it should be noted that most of the funding approaches can be
realized and the implementation as such is functioning essentially. Of the forty planned subprograms,
implementation began in 35 at the time of the investigation, but in some cases at a later date than
planned. In thirteen subprograms, the implementation level was yet not very progressed, at least in
one or both regions. The target achievement in the output in these subprograms as long as indicators
have been defined, is generally still small.

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Regardless of the start of funding, however, management requirements are already evident in many
subprograms. These are mainly due to changes in the framework conditions of the funding, demand
or the respective needs of the target groups. On the one hand, these changes have an impact on
increasing or decreasing financing requirements in the subprograms and on the hand on (potential)
target achievement in the output. In six subprograms, the demand of potential grant recipients is
lower than expected. In further subprograms, there are at least partial difficulties for the grant recip-
ients to acquire suitable participants. In at least two subprograms, increasing funding costs per ben-
eficiary are putting the achievement of the output target at risk. Against this backdrop, it can already
be noted that for different reasons planned contributions to output indicators cannot be achieved, or
that target achievement is at least at risk. With regard to the higher levels of the program architecture,
low contributions of subprograms are compensated in part by higher outputs of other subprograms
in the same investment priority. For that reason, target achievement at the level of the Operational
Program is not necessarily affected. The following indicators according to investment priorities are
at risk:
Investment priority 8v „Adaptation of workers, enterprises and entrepreneurs to change“: the in-
dicators „employed including self-employed“ in both regions and „above 54 years“ in both regions,
Investment priority 9i „Active inclusion, including with a view to promoting equal opportunities and
active participation, and improving employability“: the indicator „unemployed, including long-term
unemployed“ in the transition region,
Investment priority 10ii „Improving the quality and efficiency of, and access to, tertiary and equiv-
alent education with a view to increasing participation and attainment levels, especially for disad-
vantaged groups“: the indicator „women in young researcher groups and doctoral sponsorships“
in the transition region, and
Investment priority 10iv „Improving the labour market relevance of education and training sys-
tems, facilitating the transition from education to work, and strengthening vocational education
and training systems and their quality, including through mechanisms for skills anticipation, ad-
aptation of curricula and the establishment and development of work-based learning systems,
including dual learning systems and apprenticeship schemes“: the indicator „below 25 years “ in
both regions.
With regard to the funding procedures and the administrative costs, the investigation shows that
these range from medium to high for the approval authority as well as for the grant recipients. This
is partly induced by the external requirements of the ESF. In addition to questions, which are very
specific to the individual subprograms (adaptability of project concepts and methodology, eligibility,
questions regarding the personnel to be deployed), the proofs to be provided (before and after the
application) and the collection of the indicators generate expenses. The more complex the configu-
ration of funding (for example, in the case of project networks), the more administrative expenses
occur. Simplification possibilities can be identified above all with regard to the lump sum for person-
nel, which would imply improvements for a whole range of subprograms.
Derived recommendations
In view of the above findings, the evaluation (see Chapter 5) recommends:
With regard to the administrative implementation

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-
a systematic review and quality assurance of the implementation of the analysis routines for
the purpose of reporting and controlling by the Control Center IT Procedures Funding,
-
a review of the operationalization of the principle of "equal opportunities / non-discrimination"
in the monitoring,
-
a review of the expected special contributions of the subprograms to the overarching funding
principles, and
-
a review of the provisions on some indicators in individual subprograms.
With regard to the implementation of funding in the subprograms, an intensification of the man-
agement dialogue between the fund managers and the administrative authority with the objec-
tives,
-
an examination of the simplification of the lump sum for personnel, where applicable
-
identification of increased or reduced demands or in the financial resources of the subpro-
grams
-
development of a new draft of the subprogram financial plan,
-
assessment of the impacts on targets and potential target achievement, thereby taking into
account the gained experience on funding costs per beneficiary
-
preparation of an amendment to the Operational Program in case of modifications which are
subject to approval

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1. Ausgangslage und Zielsetzung der Untersuchung
1.1. Ziele der Untersuchung
Ziel der begleitenden Evaluierung ist es, die Effizienz, Effektivität und die Auswirkungen der Inter-
ventionen des ESF i. S. v. Art. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 während der Durchführung des
Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für den ESF im Zeitraum 2014-2020 (ESF-OP)
zu beurteilen und so zur Verbesserung des ESF-OP beizutragen.
In diesem Kontext sind für das Jahr 2016 / 2017 zwei erste Teiluntersuchungen vorgesehen:
eine erste
Evaluierung des Operationellen Programms
(Teil A der Leistungsbeschreibung):
Der Fokus liegt hier auf der Evaluierung der Erreichung der ESF-OP-Ziele je Prioritätsachse so-
wie der Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der Grundsätze aus Art. 7 und 8
der VO (EU) Nr. 1303/2013. Die Evaluierung setzt auf der Ebene des ESF-OP an und zielt vor-
nehmlich auf die Untersuchung der Auswirkungen seiner Interventionen, dessen Effektivität und
Effizienz ab.
eine
Durchführungsevaluierung
(Teil B der Leistungsbeschreibung): die Durchführungsevalu-
ierung soll frühzeitig erkennen helfen, ob Anpassungen erforderlich sind, um die im ESF-OP ent-
haltenen Zielvorgaben erreichen zu können. Hierzu sind auf Basis von Evaluierungsfragen Ana-
lysen und Bewertungen vorzunehmen und Empfehlungen abzuleiten.
Nachfolgende Tabelle verortet diese Teiluntersuchungen im Gesamtauftrag der begleitenden Evalu-
ierung und stellt die vorgesehenen Zeitpunkte der wesentlichen Meilensteine (Vorlage Konzept, Ent-
wurf des Endberichts, Endbericht) dar.
Konzept
Berichtsentwurf
Endbericht
2016
Teil A
Evaluierung des OP
01.12.2016
03.02.2017
31.03.2017
Teil B
Durchführungsevaluierung
2017
Teil C
Wirkungsevaluierung
15.04.2017
15.10.2017
15.01.2018
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2018
Teil A
Evaluierung des OP
15.04.2018
15.10.2018
15.01.2019
Teil C
Wirkungsevaluierung
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2019
Teil C
Wirkungsevaluierung
15.04.2019
15.10.2019
15.01.2020
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2020
Übergreifend
Zusammenfassender Eva-
luierungsbericht
15.01.2020
2016-2019
Teil E
Ad-Hoc-Evaluierung
offen
offen
offen
2016-2019
Teil E
Ad-Hoc-Evaluierung
offen
offen
offen
Tabelle 1: Gesamtüberblick begleitende Evaluierung

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1.2. Aufbau des Berichts
Der vorliegende Bericht dokumentiert das grundlegende Untersuchungskonzept einschließlich der
methodischen Durchführung sowie der genutzten Daten- und Informationsquellen und die Analy-
seergebnisse, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen der Evaluierung des Operationel-
len Programms sowie der Durchführungsevaluierung. Er gliedert sich wie folgt:
Im nachfolgenden zweiten Kapitel „Gesamtdurchführungskonzept“ wird zunächst das Gesamtdurch-
führungskonzept für die Evaluierung des Operationellen Programms und die Durchführungsevaluie-
rung vorgestellt. Durch den sehr engen Zeitrahmen sieht das abgestimmte Evaluierungskonzept ein
stufenweises Vorgehen vor, das Auswirkungen auf die Analysestände der zu zwei Zeitpunkten vor-
zulegenden Berichte in sich birgt.
Das dritte Kapitel legt den Fokus auf der Evaluierung des Operationellen Programms. Zunächst wer-
den dazu in Unterkapitel 3.1. einleitende Informationen zu Zweck, Umfeld und Zielen der Teilunter-
suchung, dem Untersuchungsgegenstand und dem methodischen Vorgehen sowie den genutzten
Informationsquellen gemäß Evaluierungskonzept dargestellt. Darauf aufbauend folgt die Bewertung
der Zielerreichung nach Prioritätsachsen in Unterkapitel 3.2. Unterkapitel 3.3. und 3.4. widmen sich
der Analyse der Implementierung der Grundsätze gemäß Art. 7 und Art. 8 der VO (EU) 1303/2013.
In Unterkapitel 3.5 werden zusammenfassend Schlussfolgerungen aus der empirischen Analyse ge-
zogen.
Im Fokus des vierten Kapitels steht die Durchführungsevaluierung. Zunächst erfolgt auch hier einlei-
tend in Unterkapitel 4.1. eine Darstellung von Zweck, Umfeld und Zielen der Teiluntersuchung, dem
Untersuchungsgegenstand und dem methodischen Vorgehen sowie den genutzten Informations-
quellen gemäß Evaluierungskonzept. Die administrative Ebene der Programmdurchführung wird in
Unterkapitel 4.2. betrachtet. Die Durchführung auf der fachlich-inhaltlichen Ebene steht in Unterka-
pitel 4.3. im Zentrum der Analyse – hier werden systematisch alle 40 Vorhabensbereiche untersucht.
In Abschnitt 4.4. werden die Analyseergebnisse zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezo-
gen.
Im Kapitel fünf erfolgen eine Gesamtbewertung der Untersuchungsergebnisse und die Ableitung von
Empfehlungen. Dazu wird aus der Zusammenschau von Ergebnissen und Schlussfolgerungen eine
Problemskizze entwickelt, auf die sich ausgesprochene Empfehlungen beziehen.

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2. Gesamtdurchführungskonzept
Die beiden Leistungsgegenstände Evaluierung des Operationellen Programms sowie die Durchfüh-
rungsevaluierung verfolgen grundsätzlich jeweils unterschiedliche Ziele beziehungsweise besitzen
einen eigenständigen Analysefokus. Eine detaillierte Darstellung von Zweck, Umfeld, Zielen, leiten-
den Evaluierungsfragen sowie der genutzten Informationsquellen erfolgt daher jeweils in den einlei-
tenden Unterkapiteln zu den Untersuchungskonzepten (3.1 und 4.1) der beiden Teiluntersuchungen.
In fachlicher und ablaufplanerischer Hinsicht bestehen jedoch Überschneidungen, die vor dem Hin-
tergrund des gegebenen engen Zeitrahmens und mit der Zielstellung einer effizienten Durchführung
berücksichtigt wurden. Im Ergebnis wurde die Untersuchung als stufenweiser und ineinander ver-
schränkter Prozess angelegt.
Für die Analyse waren entsprechend vier Bearbeitungsstufen vorgesehen:
Stufe 1: Prüfung der administrativen Umsetzung des Antrags- und Nachweisverfahrens
sowie der Implementierung des Monitorings (1. Teil Durchführungsevaluierung)
Hier wurden zunächst das Antragsverwaltungssystem sowie das Monitoring-System in den Blick
genommen. Im Vordergrund standen die Umsetzung der Dokumentationspflichten sowie die Ab-
bildung materieller Verlaufsdaten. In diesem Rahmen wurde auch geprüft, inwiefern die übergrei-
fenden Fördergrundsätze im Rahmen der Antrags- und Bewilligungsverfahren berücksichtigt und
welche Daten dazu erfasst werden.
Stufe 2: Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen sowie der Implementierung
der übergreifenden Grundsätze (1. Teil Evaluierung des Operationellen Programms)
Eine Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen erfolgte auf Basis der verfügbaren Mo-
nitoring-Daten sowie einer ergänzenden Dokumentenanalyse. Letztere diente dazu, die Förder-
strategie, die Förderarchitektur sowie die Interventionslogik zu prüfen. Die Monitoring-Daten wur-
den darauf aufbauend genutzt, um den zum Zeitpunkt der Untersuchung erreichten Grad der
Zielerreichung zunächst rein quantitativ zu prüfen. Für die Betrachtung der unterschiedlichen
Ebenen der Förderarchitektur wurde ein Bottom-Up-Ansatz gewählt. Dieser wurde um eine qua-
litative Bewertung ergänzt, bei der weitere Spezifika der jeweiligen Förderansätze berücksichtigt
wurden. Zur Bewertung der Umsetzung der übergreifenden Fördergrundsätze wurde ein dreistu-
figes Verfahren genutzt: zuerst wurden die Vorgaben aus dem OP bzw. die getroffenen Maßnah-
men zur (administrativen) Umsetzung im Rahmen des Antrags- und Nachweisverfahrens geprüft.
Nachfolgend wurde eine fachliche Bewertung der inhaltlichen Relevanz der Vorhabensbereiche
für die Umsetzung der einzelnen Ziele vorgenommen. Abschließend wurden die erreichten Er-
gebnisse anhand vorhandener Daten aus dem Monitoring oder gegebenenfalls weiterer relevan-
ter Datenquellen geprüft. Die Ergebnisse wurden, ebenfalls in aggregierter Betrachtung, auf den
unterschiedlichen Ebenen der Förderarchitektur untersucht.

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Stufe 3: Prüfung der Durchführung auf der Ebene der Vorhabensbereiche (2. Teil Durch-
führungsevaluierung)
Die dritte Stufe beinhaltete die Prüfung der bisherigen Durchführung auf der Ebene der Vorha-
bensbereiche. Dazu wurden strukturierte Fachgespräche mit allen Fondsbewirtschaftern durch-
geführt, die den erreichten Stand der Umsetzung sowie mögliche Durchführungsprobleme und
Ursachen ermitteln sollen. Als Grundlage der Gespräche dienten unter anderem die in Stufe 2
erarbeiteten Erkenntnisse zum Stand der Zielerreichung. Teil der Gespräche war weiterhin eine
vertiefende Bewertung der Berücksichtigung der übergreifenden Grundsätze.
Stufe 4: Qualitative Erweiterung der Evaluierung des OP, Ermittlung und Bewertung von
Steuerungsbedarfen (2. Teil Evaluierung des Operationellen Programm)
In Stufe vier wurden die auf der Ebene der Vorhabensbereiche gewonnenen Erkenntnisse ge-
zielt im Hinblick auf die Fragestellungen der Evaluierung des Operationellen Programms aufbe-
reitet. Dies betraf einerseits die Ergänzung und Kontextualisierung der Analyseergebnisse aus
Stufe 2. Andererseits wurde eine prognostische Bewertung der Zielerreichung unter Berücksich-
tigung möglicher Durchführungsprobleme vorgenommen. Daraus abgeleitet wurden mögliche
Steuerungsbedarfe.
In der Gesamtschau stellen sich der Ablauf und inhaltliche Bearbeitung der einzelnen Arbeitsschritte
wie folgt dar:
Abbildung 1:
Gesamtkonzept

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3. Evaluierung des Operationellen Programms
3.1. Konzept
3.1.1. Zweck, Umfeld und Ziele der Teiluntersuchung
Die Evaluierung des Operationellen Programms analysiert auftragsgemäß die Erreichung der OP-
Ziele nach Prioritätsachsen sowie die Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der
Grundsätze nach Art. 7 und Art. 8 der VO (EU) 1303/2013. Diese Teiluntersuchung erfolgt vor dem
Hintergrund der erweiterten Berichtspflichten gegenüber der Europäischen Kommission im Rahmen
des Jahresdurchführungsberichtes über das Jahr 2016.
Die einzelnen Untersuchungsgegenstände berücksichtigen daher folgende Rechtsgrundlagen:
Inhalt
Rechtsgrundlage
Evaluierung der Erreichung der OP Ziele je Pri-
oritätsachse
Art. 50 Abs. 4 Verordnung (EU) Nr. 1303/2013
Ziffer 11.1 Teil B Anhang V der Durchführungsverordnung (EU) Nr.
2015/207
Art. 56 Abs. 3 S. 2 Verordnung (EU) Nr. 1303/2013
Art. 2 Nr. 8 Verordnung (EU) Nr. 1303/2013
Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Ein-
haltung der Grundsätze aus Art. 7 der VO (EU)
Nr. 1303/2013
Art. 50 Abs. 2 Verordnung (EU) Nr. 1303/2013
Ziffer 11.2 Teil B Anhang V Durchführungsverordnung (EU) Nr.
2015/207
Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Ein-
haltung der Grundsätze aus Art. 8 der VO (EU)
Nr. 1303/2013
Art. 50 Abs. 2 Verordnung (EU) Nr. 1303/2013
Ziffer 11.3 Teil B Anhang V Durchführungsverordnung (EU) Nr.
2015/207
Tabelle 2: Rechtsgrundlagen der Evaluierung des Operationellen Programms
Gemäß Ziffer 11.1, 11.2 und 11.3 Teil B Anhang V DVO (EU) 2015/207 beinhaltet dies im Einzelnen:
„FÜR JEDE PRIORITÄTSACHSE – Bewertung der […] Fortschritte beim Erreichen der Ziele
des Programms, einschließlich Beitrag der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds zu Än-
derungen beim Wert der Ergebnisindikatoren, wenn Nachweise aus Bewertungen vorliegen“
(10.500 Zeichen)
„Eine Bewertung der Durchführung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der Grundsätze aus
Art. 7 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 über die Förderung von der Gleichstellung von Män-
nern und Frauen und zur Verhinderung von Diskriminierung […] insbesondere Barrierefreiheit für
Personen mit einer Behinderung und getroffene Vorkehrungen zur Gewährleistung der Berück-
sichtigung des Gleichstellungsaspektes im operationellen Programm oder in den Vorhaben.“
(3.500 Zeichen)
„Bewertung der Durchführung von Maßnahmen zur Einhaltung der Grundsätze aus Artikel 8 der
Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 über nachhaltige Entwicklung, je nach Inhalt und Zielen des
operationellen Programms einschließlich eines Überblicks über die zur Förderung einer nachhal-
tigen Entwicklung gemäß diesem Artikel getroffenen Maßnahmen.“ (3.500 Zeichen)

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3.1.2. Untersuchungsgegenstand und methodisches Vorgehen
Untersuchungsgegenstand ist die Zielerreichung des Operationellen Programms für den Europäi-
schen Sozialfonds des Freistaates Sachsen (ESF-OP). Die im ESF-OP dargestellte Förderstrategie,
Programmarchitektur, Interventionslogik sowie das darauf aufbauende Ziel- und Indikatorensystem
bilden den Ausgangspunkt der Evaluierung. Es wird bewertet, inwiefern die im ESF-OP formulierten
Ziele zum Zeitpunkt der Untersuchung als erfüllt angesehen werden. Dies bezieht die Umsetzung
der übergreifenden Grundsätze Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sowie Nachhaltigkeit
ein.
Für die Evaluierung der Erreichung der Ziele je Prioritätsachse ist ein Bottom-Up-Ansatz vorgesehen.
Während die Programmimplementierung nach dem Top-Down-Prinzip von den strategischen Zielen
ausgehend über die programmatischen Ziele bis hin zu den Umsetzungs- und Projektzielen verläuft,
so erfolgt umgekehrt die Bewertung bei den einzelnen Vorhabensbereichen beginnend, um die Out-
puts, Ergebnisse und Auswirkungen dann auf den unterschiedlichen Aggregationsebenen auswei-
sen zu können (Zielbeitragsanalyse). Durch diesen Ansatz wird auch gewährleistet, dass sowohl die
Spezifischen und Thematischen Ziele (mit Schwerpunkten in einzelnen Förderprogrammen und Pri-
oritätsachsen), als auch die übergreifenden Grundsätze (als übergreifende Ziele für alle Förderpro-
jekte) angemessen analysiert und bewertet werden können.
Folgende Graphik verdeutlicht das Vorgehen:
Abbildung 2:
Evaluierung des Operationellen Programms: Analyse- und Bewertungsprozess
Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
Für die Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen werden quantitative und qualitative Un-
tersuchungs- und Bewertungsmethoden miteinander kombiniert.
Maßgeblich für die quantitative Bewertung der Zielerreichung sind die im ESF-OP formulierten Out-
put- und Ergebnisindikatoren und ihre Zielwerte (Soll-Indikatoren). Dazu wird ein Soll-Ist-Vergleich
vorgenommen. Bewertungsgrundlage ist dabei die Abweichung von den Zielen zum Zeitpunkt der
Betrachtung. Im Rahmen der qualitativen Bewertung werden diese Bewertungen kontextualisiert.

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Dies ist insbesondere in den Fällen wichtig, wo Zielverfehlungen auf mögliche Durchführungsprob-
leme zurückgehen. In dieser Hinsicht spielen die Ergebnisse der Durchführungsevaluierung auf
Ebene der Vorhabensbereiche eine wichtige Rolle (Unterkapitel 4.3), da hier Ursachen und weitere
Auswirkungen ermittelt werden.
Bewertung der Implementierung der übergreifenden Fördergrundsätze
Die Untersuchung und Bewertung der Maßnahmen zur Umsetzung der übergreifenden Fördergrund-
sätze erfolgt ebenfalls in einem Bottom-Up-Prozess. Gleichzeitig verlässt dieser Teil der Analyse die
„Zielkorridore“ der einzelnen Prioritätsachsen und prüft die übergreifenden strukturellen und organi-
satorischen Maßnahmen zur Sicherstellung der Umsetzung der Grundsätze der ESI-Fonds gemäß
Art. 7 und 8 ESI-VO. Für die Durchführung und Bewertung ist daher ein mehrdimensionales Kriteri-
enset vorgesehen. Die Analyse erfolgt in drei Schritten:
Prüfung der getroffenen Maßnahmen zur (administrativen) Umsetzung im Rahmen des Antrags-
und Nachweisverfahrens. Dazu zählen beispielsweise:
-
die Verankerung der übergreifenden Grundsätze in Förderrichtlinien und Zuwendungsbe-
stimmungen,
-
Verfahren zur Berücksichtigung bei der Projektauswahl sowie
-
mögliche weitere Zielvorgaben / Maßnahmen gegenüber den Zuwendungsempfängern
Fachliche Bewertung der inhaltlichen Relevanz der Vorhabensbereiche für die Umsetzung der
einzelnen Ziele. Dies beinhaltet eine Prüfung:
-
ob und welche Vorhabensbereiche eine Schwerpunktförderung im Sinne der übergreifenden
Fördergrundsätze bilden,
-
ob und welche Vorhabenbereiche auf Grund ihrer fachlich-inhaltlichen Ausrichtung einen ho-
hen Beitrag im Sinne der übergreifenden Fördergrundsätze erwarten lassen sowie
-
ob und welche Vorhabensbereiche keinen spezifischen Bezug zu den übergreifenden
Grundsätzen besitzen
Bewertung der erreichten Ergebnisse: Dazu werden vorhandene Informationen aus dem An-
tragssystem oder dem Monitoring sowie ergänzende Informationen der Fondsbewirtschafter ge-
nutzt, um die Berücksichtigung der übergreifenden Fördergrundsätze im Ergebnis zu prüfen.
3.1.3. Informationsquellen
Die zentrale Datengrundlage für die Evaluierung des Operationellen Programms bilden Dokumente
zur Förderung sowie strukturierte Auswertungen aus dem laufenden Monitoring. Folgende Tabelle
weist alle Informationsquellen, die Analysemethoden sowie ihren Einsatzzweck aus:
Datenquelle
Analysemethode
Erkenntnisse und Bewertungen
ESF-OP
Gegebenenfalls Ex-
Ante-Bewertung
Vorhabensfinanzie-
rungsplan
Dokumentenanalyse
Förderstrategie und -architektur
Interventionslogik
OP-Indikatoren und Zielwerte
Soll-Zielbeiträge der einzelnen Vorhabensbereiche /
Strategiebeiträge

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Datenquelle
Analysemethode
Erkenntnisse und Bewertungen
Indikatorenplan
Verankerung und Vorgaben bzgl. der Umsetzung der
übergreifenden Grundsätze
Auswertungen zu den
Indikatoren auf Basis
der Monitoring-Daten
Statistische Analyse
Soll-Ist-Vergleich der Indikato-
ren
Zielbeitragsanalyse
Finanzieller und materieller Umsetzungsstand
Grad der Zielerreichung bei den OP-Indikatoren
Zielverfehlungen
Implementierung der übergreifenden Grundsätze
Tabelle 3: Evaluierung des Operationellen Programms – Datenquellen
Über die genannten Quellen hinaus werden Ergebnisse aus den Analysen im Rahmen der Durch-
führungsevaluierung einbezogen, insbesondere zur qualitativen Bewertung des Umsetzungsstands
und der Zielerreichung in den Vorhabensbereichen. Primäre Datenquellen dafür sind vertiefende
Dokumentenanalysen zu den einzelnen Vorhabensbereichen sowie Fachgespräche mit den Fonds-
bewirtschaftern (siehe dazu Unterkapitel 4.1).
3.2. Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
Die Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen erfolgt für jede Prioritätsachse separat in
den Abschnitten 3.2.1. – 3.2.4. Analysiert werden jeweils der finanzielle Umsetzungsfortschritt sowie
die Zielerreichung der zielwertunterlegten Output- und Ergebnisindikatoren.
Für die Durchführungsberichtserstattung hat es die Europäische Kommission den Verwaltungsbe-
hörden überlassen, ob nur über bereits abgeschlossene Vorhaben oder über abgeschlossene und
noch laufende Vorhaben berichtet wird. Der Freistaat Sachsen hat sich entschieden, nur über bereits
abgeschlossene Vorhaben zu berichten. Angesichts dessen, dass viele der geförderten Vorhaben
mehrjährig ausgestaltet sind und die Förderung in den meisten Vorhabensbereichen erst im Verlauf
des Jahres 2015 begonnen hat, ist die entsprechend zu berichtende Datenbasis noch sehr gering
und die erzielten Outputs und Ergebnisse – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt bewertbar im
Hinblick auf die Zielerreichung. Vor diesem Hintergrund berücksichtigt die Analyse der Zielerreichung
in den Abschnitten 3.2.2 – 3.2.4 – abweichend von der Durchführungsberichterstattung – zumindest
mit Blick auf die Outputindikatoren auch laufende Vorhaben. Bei der Berechnung der Ergebnisindi-
katoren (und dem Basisoutputindikator) hingegen werden ausschließlich verwendungsnachweisge-
prüfte Vorhaben berücksichtigt. Letzteres erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmer/innen
verwendungsnachweisgeprüfter Vorhaben laut Sächsischer Aufbaubank in der Regel bereits aus
den Vorhaben ausgetreten sind und die (kurzfristigen) Ergebnisindikatoren vorliegen. Dies ermög-
licht in der Konsequenz eine entsprechend sichere Berechnung der Zielerreichungsquoten. Eine
weitere Abweichung zum Jahresdurchführungsbericht besteht in der Datenquelle – zum Zeitpunkt
der Untersuchung standen noch keine Auswertungen der Leitstelle IT-Verfahren Fördermittel zur
Verfügung, so dass auf Ad-Hoc-Auswertungen der Sächsischen Aufbaubank zurückgegriffen wer-
den musste.
Die Analyse und Bewertung orientiert sich am Indikatoren- und Zielsystem des Operationellen Pro-
gramms. Zielwerte für Outputindikatoren wurde hier auf der Ebene der Investitionsprioritäten, für
Ergebnisindikatoren auf der Ebene der Spezifischen Ziele festgelegt. Der Indikatorenplan des Frei-
staats Sachsen sieht dabei eine differenzierte Verankerung der festgelegten Indikatoren in den
Handlungsoptionen und Vorhabensbereichen unterhalb der Investitionsprioritäten beziehungsweise
Spezifischen Ziele vor. Diese Differenzierung wurde in der Evaluierung berücksichtigt.

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3.2.1. Prioritätsachse A
Förderarchitektur und Interventionslogik
Im Thematischen Ziel „ Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung
Mobilität der Arbeitskräfte“ / der Prioritätsachse A konzentriert sich die Förderung in zwei ausgewähl-
ten Investitionsprioritäten: der Investitionspriorität 8iii „Selbstständigkeit, Unternehmergeist und
Gründung von Unternehmen, einschließlich von innovativen Kleinstunternehmen sowie innovativen
kleinen und mittleren Unternehmen“ und der Investitionspriorität 8v „Anpassung der Arbeitskräfte,
Unternehmen und Unternehmer an den Wandel“. Innerhalb dieser Investitionsprioritäten wurden ins-
gesamt vier Spezifische Ziele formuliert, die ihrerseits durch sieben Handlungsoptionen untersetzt
werden.
In der Gesamtschau stellt sich die Förderarchitektur des Operationellen Programms in der Priorität-
sachse A wie folgt dar:
Abbildung 3:
Förderarchitektur der Prioritätsachse A
Im Einzelnen:
Für die Investitionspriorität 8iii „Selbstständigkeit, Unternehmergeist und Gründung von Unterneh-
men, einschließlich von innovativen Kleinstunternehmen sowie innovativen kleinen und mittleren Un-
ternehmen“ wurde folgendes Spezifisches Ziel formuliert:
Spezifisches Ziel A.1 „Existenzgründungen und Unternehmergeist stärken“: Laut Operationellem
Programm ist die Gründungsneigung in Sachsen rückläufig. Unterdurchschnittlich viele Grün-
dungen seien im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen und bei Spin-offs festzustellen,
die neue Forschungsergebnisse sowie neue wissenschaftliche Methoden wirtschaftlich verwer-
ten. Risiken werden zudem bei in den nächsten Jahren anstehenden Unternehmensübergaben

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identifiziert. Entsprechend sollen im Spezifischen Ziel A.1 das Gründungsklima verbessert und
die Anzahl nachhaltiger Unternehmensgründungen erhöht werden. Das Spezifischen Ziel A.1
wird untersetzt durch drei Handlungsoptionen, die mit verschiedenen Ansätzen die Ausgangs-
problematik adressieren:
-
Handlungsoption A.1.1 „Finanzinstrumente“: Da es qualifizierten Gründungsinteressierten
sowie Jungunternehmerinnen und -unternehmern oft am Zugang zu Mikrokrediten (unter
25.000 Euro) fehlt, erhalten diese durch die Förderung Zugang zu solchen. Dadurch sollen
sie mobilisiert werden, ihre Gründungsidee oder ihr Unternehmen weiter aufzubauen, wozu
ihnen sonst die notwendige Finanzierungsgrundlage gefehlt hätte. Die Handlungsoption
A.1.1 wird umgesetzt durch den Vorhabensbereich „Mikrodarlehen“ (siehe Abschnitt 4.3.1).
-
Handlungsoption A.1.2 „Gründungsberatung“: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Nachhal-
tigkeit von Unternehmensgründungen (und Unternehmensübergaben) ist die Marktanalyse
und ein darauf abgestimmtes Unternehmenskonzept im Vorfeld der Gründung. Im Rahmen
der Handlungsoption A.1.2 können Gründungsinteressierte ein Beratungsangebot im Vorfeld
ihrer Gründung in Anspruch nehmen. Ziel ist, dass diese ihre Unternehmensidee umsetzen
und das Unternehmen zukunftssicher etablieren. Die Handlungsoption A.1.2 wird durch den
Vorhabensbereich „Gründungsberatung“ umgesetzt (siehe Abschnitt 4.3.2).
-
Handlungsoption A.1.3 „Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft“: An Hochschulen
und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollen das Gründungklima verbessert und
Gründungsinteressierte in der ersten Phase der Selbstständigkeit unterstützt werden. Ziel ist
es, das Gründungsinteresse für wissensbasierte Gründungen, die sich dadurch auszeich-
nen, überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze zu schaffen, zu verbessern. Die Handlungsop-
tion A.1.3 wird umgesetzt durch die Vorhabensbereiche „Technologiegründerstipendium“
(siehe Abschnitt 4.3.3) und „Gründerinitiativen“ (siehe Abschnitt 4.3.4).
Für die Investitionspriorität 8v „Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an den
Wandel“ werden folgende drei Spezifische Zielen formuliert:
Spezifisches Ziel A.2 „Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft ver-
bessern und Innovationskraft der Unternehmen stärken“: Laut Operationellen Programm erhö-
hen sich durch zunehmenden internationalen Wettbewerb der technische Innovationsdruck und
die Anforderungen an das Know-How der Beschäftigten. Entsprechend sollen im Spezifischen
Ziel die Innovationskraft von Unternehmen, der Wissens- und Technologietransfer zwischen
Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Qualifizierung von Beschäftigten gesichert werden. Das
Spezifische Ziel A.2 wird untersetzt durch eine Handlungsoption, die die Ausgangsproblematik
adressiert:
-
Handlungsoption A.2.1 „Förderung der Innovationskraft bei Unternehmen und der Zusam-
menarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft“: Innerhalb der Handlungsop-
tion A.2.1 sind Vorhaben zum besseren Zugang qualifizierter Fachkräfte in den sächsischen
Arbeitsmarkt sowie zur Unterstützung von KMU bei der Umsetzung innovativer Ideen oder
der Etablierung von Innovationsmanagement vorgesehen. Die Handlungsoption A.2.1 wird
umgesetzt durch die Vorhabensbereiche „InnoExpert“ (siehe Abschnitt 4.3.5), „InnoTeam“
(siehe Abschnitt 4.3.6) sowie „Transferassistent“ (siehe Abschnitt 4.3.7).
Spezifisches Ziel A.3 „Fachkräfteentwicklung und -sicherung fördern“: Die sächsische Bevölke-
rung zählt laut operationellen Programm bundesweit zu den am stärksten alternden und

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schrumpfenden. Damit einher geht ein sich verringerndes Arbeitskräfteangebot. Im Spezifischen
Ziel A.3 soll daher das vorhandene Fachkräftepotenzial auf betrieblicher sowie auf gesamtge-
sellschaftlicher Ebene ausgeschöpft werden, indem sich Erwerbspersonen kontinuierlich weiter-
qualifizieren. Das Spezifische Ziel A.3 wird untersetzt durch zwei Handlungsoptionen, die die
Ausgangsproblematik adressieren:
-
Handlungsoption A.3.1 „Förderung der beruflichen Weiterbildung“: Die Handlungsoption
A.3.1 zielt darauf ab, die beruflichen Qualifikationen von Erwerbstätigen an aktuelle und zu-
künftige Anforderungen anzupassen. Zudem soll eine ausreichende arbeitsmedizinische
Versorgung am Arbeitsplatz unterstützt werden, um geeignete Arbeitsbedingungen für ältere
Beschäftigte zu schaffen. Die Handlungsoption A.3.1 wird umgesetzt durch die Vorhabens-
bereiche „Weiterbildungsscheck, individuell“ (siehe Abschnitt 4.3.8), „Weiterbildungsscheck,
betrieblich“ (siehe Abschnitt 4.3.9) sowie „Weiterbildung zum Arbeits- und Betriebsmedizi-
ner“ (siehe Abschnitt 4.3.10).
-
Handlungsoption A.3.2 „Förderung systembezogener Vorhaben im Bereich beruflicher Aus-
und Weiterbildung“: In der Handlungsoption A.3.2 sollen Informations- und Beratungsdienste
(weiter-)entwickelt werden, die die Bildungs- sowie Personalentwicklungsplanung unterstüt-
zen. Die Handlungsoption A.3.2 wird umgesetzt durch den Vorhabensbereich „Innovative,
Modell-/Transfervorhaben, Studien/EA-WB“ (sieht Abschnitt 4.3.11).
Spezifisches Ziel A.4 „Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr soziale Verantwor-
tung fördern“: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Entwicklung einer familienfreund-
lichen Arbeitskultur wird im Operationellen Programm als Einflussgröße für die Wettbewerbsfä-
higkeit von KMU erachtet. Zudem seien bestehende betriebliche Angebote zur Gesundheitsver-
sorgung bisher noch nicht ausreichend. Im Spezifischen Ziel A.4 sollen Unternehmen angeregt
werden, geeignete Maßnahmen für diese Herausforderungen zu erarbeiten und umzusetzen.
Das Spezifische Ziel A.4 ist untersetzt durch eine Handlungsoption, die die Ausgangsproblema-
tik adressiert:
-
Handlungsoption A.4.1 „Gestaltung einer familienfreundlichen, gesunden und sozialen Ar-
beitswelt“: Die Handlungsoption A.4.1 zielt darauf ab, KMU und Sozialunternehmen zur Um-
setzung neuer familienfreundlicher Konzepte und zur Gestaltung einer gesünderen und sozi-
aleren Arbeitsorganisation anzuregen. Dies adressiert die Schaffung einer familienfreundli-
chen Arbeitskultur sowie die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit über alle Altersstufen
hinweg. Nicht zuletzt soll die berufliche Eingliederung von Frauen und Männer mit längerer
familienbedingter Unterbrechung der Erwerbstätigkeit unterstützt werden. Die Handlungsop-
tion A.4.1 wird umgesetzt durch den Vorhabensbereich „Demografie, Familie und Gesund-
heit“ (siehe Abschnitt 4.3.12).
Umsetzungstand in der Investitionspriorität 8iii – Selbstständigkeit, Unternehmergeist und
Gründung von Unternehmen
Nachfolgend werden der finanzielle Umsetzungsstand sowie die Zielerreichung bezogen auf die for-
mulierten Output- und Ergebnisindikatoren der Investitionspriorität 8iii analysiert.

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Finanzieller Umsetzungsstand in der Förderung der Investitionspriorität 8iii
Der bisherige finanzielle Umsetzungsstand in der ersten der beiden gewählten Investitionsprioritäten
der Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
Tabelle 4: Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8iii, Quellen: Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
Insgesamt wurden in der Investitionspriorität 8iii „Selbstständigkeit, Unternehmergeist und Gründung
von Unternehmen“ bisher rund 12,1 Mio. Euro gebunden, dies entspricht einem Anteil von 28 Pro-
zent. Zwischen der Übergangsregion und der stärker entwickelten Region bestehen jedoch erhebli-
che Unterschiede, während in der stärker entwickelten Region bereits ein hoher Bindungsstand von
63 Prozent erreicht wird, ist der finanzielle Umsetzungsfortschritt in der Übergangsregion mit 23 Pro-
zent noch vergleichsweise gering. Der Auszahlungsstand liegt bei insgesamt 18 Prozent.
Unterschiede bestehen auch hinsichtlich der finanziellen Umsetzung der verschiedenen Hand-
lungsoptionen des einzigen formulierten Spezifischen Ziels. Noch sehr gering mit erst 3 Prozent Mit-
telbindungen insgesamt fällt der Umsetzungsstand in der Handlungsoption A.1.1 „Finanzinstru-
mente“ mit dem korrespondierenden Vorhabensbereich „Mikrodarlehen“ aus. Dies lässt sich unter
anderem auf den späten Beginn der Förderung in 2016 zurückführen. Deutlich höher liegt dagegen
der Anteil der Bindungen in den beiden weiteren Handlungsoptionen A.1.2 „Gründungsberatung“
und A.1.3 „Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft“, je nach Region zwischen 36 und 73
Prozent.
Zielerreichung im Output in der Förderung der Investitionspriorität 8iii
Die bisherige Zielerreichung im Output in der ersten der beiden gewählten Investitionsprioritäten der
Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
IP 8iii
SPZ A.1
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.1.1
HO A.1.2
HO A.1.3
ESF-Mittel gesamt in Tausend Euro
Plan
43.128
43.128
20.078
7.750
15.300
Gebunden
12.112
12.112
619
3.474
8.018
Anteil gebunden
28%
28%
3%
45%
52%
Ausgezahlt
7.644
7.644
520
2.407
4.717
Anteil ausgezahlt
18%
18%
3%
31%
31%
ESF-Mittel SER in Tausend Euro
Plan
5.532
5.532
0
1.776
3.756
Gebunden
3.461
3.461
0
1.299
2.163
Anteil gebunden
63%
63%
-
73%
58%
Ausgezahlt
2.277
2.277
0
859
1.419
Anteil ausgezahlt
41%
41%
-
48%
38%
ESF-Mittel ÜR in Tausend Euro
Plan
37.596
37.596
20.078
5.974
11.544
Gebunden
8.650
8.650
619
2.176
5.856
Anteil gebunden
23%
23%
3%
36%
51%
Ausgezahlt
5.367
5.367
520
1.548
3.299
Anteil ausgezahlt
14%
14%
3%
26%
29%

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Tabelle 5: Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8iii, Quellen: Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
Für die Investitionspriorität 8iii wurden die Outputindikatoren „Anzahl der Gründungsinteressierten
und Existenzgründer/innen“ sowie der „Anteil der Frauen an den Darlehensnehmern“ mit Zielwerten
unterlegt.
Insgesamt wurden in der Investitionspriorität 8iii „Selbstständigkeit, Unternehmergeist und Gründung
von Unternehmen“ bislang 2.540 Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen erreicht. In der
stärker entwickelten Region ist die Umsetzung mit 795 eingetretenen Teilnehmer/innen im Beobach-
tungszeitraum bereits sehr weit fortgeschritten. In der Übergangsregion liegt die bisherige Zielerrei-
chung bereits bei 36 Prozent. Auch dies lässt erwarten, dass der Planwert im Verlauf der Förderpe-
riode erreicht oder übertroffen wird. In der stärker entwickelten Region leistet die Handlungsoption
A.1.2, in der Übergangsregion die Handlungsoption A.1.3 den höchsten Beitrag zur Zielerreichung.
Für den Indikator „Anteil von Frauen an den Darlehensnehmern“ liegen ausschließlich Daten aus der
Übergangsregion vor, da die entsprechende Förderung bislang nur in diesem Gebiet umgesetzt wird.
Die Zielerreichung liegt hier mit 46 Prozent über den Erwartungen.
Zielerreichung im Ergebnis in der Förderung der Investitionspriorität 8iii
Die bisherige Zielerreichung im Ergebnis in der ersten der beiden gewählten Investitionsprioritäten
der Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
Tabelle 6: Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8iii, Quellen: Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
In der Investitionspriorität 8iii wurde auf Ebene des Spezifischen Ziels A.1 „Existenzgründungen und
Unternehmergeist stärken“ der Ergebnisindikator Anteil der Gründungsinteressierten und Existenz-
gründer/innen, die nach einem Jahr selbstständig sind, mit Zielwerten untersetzt.
IP 8iii
SPZ A.1
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.1.1
HO A.1.2
HO A.1.3
Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Plan SER
1.000
IST (31.12.2016)
795
795
399
396
Zielerreichung in %
80%
Plan ÜR
4.820
IST (31.12.2016)
1.745
1.745
39
605
1.101
Zielerreichung in %
36%
Anteil der Frauen an Darlehensnehmern
Plan SER
35%
IST (31.12.2016)
Zielerreichung in %
Plan ÜR
35%
IST (31.12.2016)
46%
46%
46%
Zielerreichung in %
IP 8iii
SPZ A.1
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.1.1
HO A.1.2
HO A.1.3
Nach 1 Jahr selbstständige Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Plan SER
-
70%
IST (31.12.2016)
-
100
86
14
Zielerreichung in %
-
35%
32%
93%
Plan ÜR
-
70%
IST (31.12.2016)
-
167
154
13
Zielerreichung in %
-
37%
35%
76%

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In beiden Förderregionen sollen laut Planung nach einem Jahr mindestens 70 Prozent der Teilneh-
mer/innen selbstständig sein. Mit 35 Prozent in der stärker entwickelten Region und 37 Prozent in
der Übergangsregion bleibt die Zielerreichung bislang hinter den Erwartungen zurück.
Investitionspriorität 8v – Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an
den Wandel
Nachfolgend werden der finanzielle Umsetzungsstand sowie die Zielerreichung bezogen auf die for-
mulierten Output- und Ergebnisindikatoren der Investitionspriorität 8v analysiert.
Finanzieller Umsetzungsstand in der Förderung der Investitionspriorität 8v
Der bisherige finanzielle Umsetzungsstand in der zweiten der gewählten Investitionsprioritäten der
Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
Tabelle 7: Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8v, Quellen: Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-
Auswertungen der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
Insgesamt wurden in der Investitionspriorität 8v „Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und
Unternehmer an den Wandel“ bisher rund 55,1 Mio. Euro gebunden, dies entspricht einem Anteil
von 39 Prozent. Erhebliche Unterschiede bestehen jedoch zwischen den beiden Förderregionen, in
der stärker entwickelten Region ist der finanzielle Umsetzungsstand mit 59 Prozent weiter fortge-
schritten als in der in der Übergangsregion mit 36 Prozent. Der Auszahlungsstand liegt bei insgesamt
acht Prozent.
Unterschiede bestehen auch hinsichtlich der finanziellen Umsetzung der beiden Spezifischen Ziele
A.2 „Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft verbessern und Innovati-
onskraft der Unternehmen stärken“ und A.3 „Fachkräfteentwicklung und -sicherung fördern“. Mit 57
Prozent liegt die Bindungsquote im Spezifischen Ziel A.2 doppelt so hoch wie im Spezifischen Ziel
A.3 mit 28 Prozent. Fast vollständig sind die Mittel im Spezifischen Ziel A.2 bereits in der stärker
entwickelten Region gebunden. Im Spezifischen Ziel A.3 wird die Handlungsoption „Förderung sys-
tembezogener Vorhaben im Bereich berufliche Aus- und Weiterbildung“ als eine von zwei Hand-
lungsoptionen bisher nicht umgesetzt. Bisher keine Mittel sind ebenfalls im Spezifischen Ziel A4
„Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr soziale Verantwortung fördern“ bewilligt.
IP 8v
SPZ A.2
SPZ A.3
SPZ A.4
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.2.1
SPZ gesamt
HO A.3.1
HO A.3.2
SPZ gesamt
HO A.4.1
ESF-Mittel gesamt in Tausend Euro
Plan
140.222
59.872
59.872
75.550
70.750
4.800
4.800
4.800
Gebunden
55.125
33.877
33.877
21.249
21.249
0
0
0
Anteil gebunden
39%
57%
57%
28%
30%
0%
0%
0%
Ausgezahlt
10.645
4.938
4.938
5.707
5.707
0
0
0
Anteil ausgezahlt
8%
8%
8%
8%
8%
0%
0%
0%
ESF-Mittel SER in Tausend Euro
Plan
20.474
8.114
8.114
11.710
11.210
500
650
650
Gebunden
12.115
7.489
7.489
4.626
4.626
0
0
0
Anteil gebunden
59%
92%
92%
40%
41%
0%
0%
0%
Ausgezahlt
2.083
935
935
1.148
1.148
0
0
0
Anteil ausgezahlt
10%
12%
12%
10%
10%
0%
0%
0%
ESF-Mittel ÜR in Tausend Euro
Plan
119.748
51.758
51.758
63.840
59.540
4.300
4.150
4.150
Gebunden
43.010
26.387
26.387
16.623
16.623
0
0
0
Anteil gebunden
36%
51%
51%
26%
28%
0%
0%
0%
Ausgezahlt
8.562
4.003
4.003
4.559
4.559
0
0
0
Anteil ausgezahlt
7%
8%
8%
7%
8%
0%
0%
0%

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Zielerreichung im Output in der Förderung der Investitionspriorität 8v
Die bisherige Zielerreichung im Output in der zweiten der beiden gewählten Investitionsprioritäten
der Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
Tabelle 8: Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8v, Quellen: Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
Für die Investitionspriorität 8v wurden drei Outputindikatoren, Anzahl der unterstützten KMU, Anzahl
der Erwerbstätigen und Selbstständigen und Anzahl der Teilnehmer/innen über 54 Jahre mit Ziel-
werten unterlegt.
Insgesamt wurden in der Investitionspriorität 8v „Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und
Unternehmer an den Wandel“ bislang 872 KMU erreicht. In der stärker entwickelten Region sind 39
Prozent des geplanten Zielwertes erreicht, der Umsetzungsstand liegt also leicht über dem zum Be-
trachtungszeitpunkt zu erwartenden Wert. In der Übergangsregion liegt die Zielerreichungsquote
bisher bei moderaten 24 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoEx-
pert“ absehbar die Zielwerte verfehlt werden und sich die Beiträge des noch nicht in der Umsetzung
befindlichen Vorhabensbereichs A.4.1.1 „Demografie, Familie und Gesundheit“ nicht abschätzen
lassen, ist es wahrscheinlich, dass die gesetzten Ziele – ohne Anpassungen – im Verlauf der För-
derperiode nicht erreicht werden können.
In der Investitionspriorität 8v wurden bisher 8.679 Erwerbstätige oder Selbstständige erreicht. In bei-
den Förderregionen fällt die Zielerreichung noch nicht sehr hoch aus. In der stärker entwickelten
Region liegt die Zielerreichung dabei leicht über der in der Übergangsregion. Insgesamt sind bisher
508 über 54-Jährige in die Förderung der Investitionspriorität 8v eingetreten. In beiden Förderregio-
nen liegt die Zielerreichungsquote bei 19 Prozent. Auch hier ist die Zielerreichung in beiden Förder-
regionen noch nicht sehr hoch. Die Ziele in Bezug auf diese beiden Indikatoren sind – ohne Anpas-
sungen – zumindest kritisch, da insbesondere aus dem Vorhabensbereich A.3.1.2 „Weiterbildungs-
scheck betrieblich“ hohe Beiträge erwartet werden, die Nachfrage nach diesem Angebot aber gerin-
ger ausfällt, als erwartet.
IP 8v
SPZ A.2
SPZ A.3
SPZ A.4
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.2.1
SPZ gesamt
HO A.3.1
HO A.3.2
SPZ gesamt
HO A.4.1
Unterstützte KMU
Plan SER
140
IST (31.12.2016)
54
54
54
Zielerreichung in %
39%
Plan ÜR
818
IST (31.12.2016)
196
196
196
Zielerreichung in %
24%
Erwerbstätige, auch Selbstständige
Plan SER
10.930
IST (31.12.2016)
2.095
2.095
2.095
Zielerreichung in %
19%
Plan ÜR
39.900
IST (31.12.2016)
6.584
6.584
6.584
Zielerreichung in %
17%
Über 54-jährige
Plan SER
565
IST (31.12.2016)
109
0
0
109
109
Zielerreichung in %
19%
Plan ÜR
2.071
IST (31.12.2016)
399
12
12
387
387
Zielerreichung in %
19%

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Zielerreichung im Ergebnis in der Förderung der Investitionspriorität 8v
Die bisherige Zielerreichung im Ergebnis in der zweiten der beiden gewählten Investitionsprioritäten
der Prioritätsachse A stellt sich wie folgt dar:
Tabelle 9: Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8v, Quellen: Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen
der SAB und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2016
In der Investitionspriorität 8v wurden auf Ebene der Spezifischen Ziele drei Ergebnisindikatoren mit
Zielwerten unterlegt: der Anteil der unterstützten KMU mit gestärkten FuE-Kapazitäten und Koope-
rationen, der Anteil der Erwerbstätigen und Selbstständigen, die eine Qualifizierung erlangt haben
sowie der Anteil der unterstützten KMU mit einem erarbeiteten Maßnahmenplan und eingeleiteten
Maßnahmen.
Im Spezifischen Ziel A.2 „Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft ver-
bessern und Innovationskraft der Unternehmen stärken“ sollen 80 Prozent der unterstützten KMU
ihre FuE-Kapazitäten oder Kooperationen stärken. Dieser Wert wird in beiden Förderregionen deut-
lich übertroffen, alle unterstützten KMU erfüllen den Indikator bisher. Allerdings liegen bisher nur
wenige Informationen zum Indikator vor.
Der Anteil der Erwerbstätigen und Selbstständigen, die eine Qualifizierung erlangen, soll im Spezifi-
schen Ziel A.3 „Fachkräfteentwicklung und -sicherung fördern“ in beiden Förderregionen bei mindes-
tens 75 Prozent liegen. Bisher wird dieser Zielwert in der stärker entwickelten Region erreicht, in der
Übergangsregion liegt mit 62 Prozent bisher eine Zielverfehlung vor.
Im Spezifischen Ziel A.4 „Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr soziale Verantwor-
tung fördern“ sollen laut Indikatorenplan mindestens 70 Prozent der unterstützten KMU in beiden
Förderregionen einen Maßnahmenplan erarbeiten oder Maßnahmen einleiten. Bisher liegen noch
keine bewertbaren Informationen vor, da die Förderung noch nicht begonnen hat.
IP 8v
SPZ A.2
SPZ A.3
SPZ A.4
IP gesamt
SPZ gesamt
HO A.2.1
SPZ gesamt
HO A.3.1
HO A.3.2
SPZ gesamt
HO A.4.1
Anteil der unterstützten KMU mit gestärkten FuE-Kapazitäten / Kooperationen
Plan SER
-
80%
IST (31.12.2016)
-
5
5
Zielerreichung in %
-
100%
100%
Plan ÜR
-
80%
IST (31.12.2016)
-
15
15
Zielerreichung in %
-
100%
100%
Anteil der Erwerbstätigen / Selbstständigen, die eine Qualifizierung erlangt haben (GEI)
Plan SER
-
75%
IST (31.12.2016)
-
1.072
1.072
Zielerreichung in %
-
75%
75%
Plan ÜR
-
75%
IST (31.12.2016)
-
2.696
2.696
Zielerreichung in %
-
62%
62%
Anteil der unterstützten KMU mit erarbeitetem Maßnahmeplan / eingeleiteten Maßnahmen
Plan SER
-
70%
IST (31.12.2016)
-
Zielerreichung in %
-
Plan ÜR
-
70%
IST (31.12.2016)
-
Zielerreichung in %
-

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