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STAATSMINISTERIUM
FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ,
UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT
Antragstellung 2021
Hinweise zum Antragsverfahren
Direktzahlungen und flächenbezogene Agrarförderung

2 |
Die vorliegende Broschüre bietet Ihnen einen allgemeinen Überblick zum Antrag auf Direkt-
zahlungen und flächenbezogener Agrarförderung mit der webbasierten Anwendung DIANA-
web, die über
www.diana.sachsen.de
aufrufbar ist. Darüber hinaus finden Sie Hinweise zur
Informationsplattform InVeKoS Online GIS (
www.smul.sachsen.de/gis-online/
). Die Broschüre
stellt keine durchgängige Arbeitsanleitung für die Nutzung DIANAweb dar. Hinweise, Arbeits-
anleitungen, Tipps und Tricks zur Anwendung DIANAweb finden Sie in den Menüpunkten unter
www.diana.sachsen.de
.
Nähere Informationen zu den Direktzahlungen und zur flächenbezogenen Agrarförderung
sowie Verweise auf Rechtsgrundlagen finden Sie darüber hinaus im Internet unter
www.landwirtschaft.sachsen.de/direktzahlungen
in den jeweiligen Menüpunkten sowie unter
www.smul.sachsen.de/foerderung
.
Zugunsten der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und/
oder genderneutraler Sprachformen verzichtet. Alle Ausführungen beziehen sich dennoch
gleichermaßen auf die Angehörigen aller Geschlechter.
Hinweis:
In dieser Fassung sind neu eingefügte, ab 2021 geltende Textpassagen in
dunkelgrüner
Schrift dargestellt.

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3
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
...............................................................................................................................................................................6
Allgemeine Hinweise zur Antragstellung
1. Antragsunterlagen...............................................................................................................9
1.1
Wer ist antragsberechtigt? .................................................................................................................9
1.2
Wo ist der Antrag einzureichen? ....................................................................................................11
1.3
Wie ist der Antrag zu erstellen und einzureichen? ..................................................................11
1.4
Wann ist der Antrag einzureichen? .............................................................................................. 13
1.4.1
Antragstermine und Verspätungsregeln ..................................................................................... 13
1.4.2
Übertragung von Zahlungsansprüchen ...................................................................................... 14
1.4.3
Vorabprüfung (PreCheck) ................................................................................................................. 15
1.5
Wie sind Änderungen anzuzeigen? ............................................................................................... 16
2.
Flächenreferenz 2021 ........................................................................................................ 17
2.1
Das Feldblocksystem ......................................................................................................................... 17
2.2
Landschaftselemente (LE) ................................................................................................................ 18
2.3
Ökologische Vorrangflächen (EFA) ................................................................................................ 19
2.4
Dauergrünland (DGL) ......................................................................................................................... 20
2.5
Potentielles Dauergrünland (PotDGL) ......................................................................................... 21
2.5.1
Aussetzen der Zählung ..................................................................................................................... 22
2.5.2
Rücksetzen des Zähljahres – Pflugregel ..................................................................................... 22
2.6
Weitere Kulissen .................................................................................................................................. 23
2.7
Setzen von Korrekturpunkten (KP) und Korrekturpunkten Naturschutz (KPN) ............24
2.7.1
Setzen von Korrekturpunkten (KP) ............................................................................................... 24
2.7.2
Setzen von Korrekturpunkten Naturschutz (KPN) ..................................................................25
2.8
Hinweise zur Beihilfefähigkeit von zeitweilig nichtlandwirtschaftlich
genutzten Flächen .............................................................................................................................. 26
2.8.1
Grundsätzliche Regelungen ............................................................................................................ 26
2.8.2
Verfahren ...............................................................................................................................................27
Digitale Antragstellung
3. Erste Schritte................................................................................................................... 29
3.1
Technische Voraussetzungen .......................................................................................................... 29
3.2
Aufrufen
eines
Betriebes .................................................................................................................. 29
3.3
Datenschutzerklärung ....................................................................................................................... 31
3.4
Ampelanzeige ....................................................................................................................................... 32

Inhaltsverzeichnis
4 |
3.5
Der Aufbau von DIANAweb ............................................................................................................. 32
3.5.1
Besonderheiten bei der Bedienung ..............................................................................................32
3.5.2
Der zentrale Bearbeitungsbereich ................................................................................................. 32
3.5.3
Der Formularbereich in DIANAweb ............................................................................................... 33
3.5.4
Das Layout des GIS-Moduls in DIANAweb ................................................................................34
4.
Anträge und Anlagen im Formularteil erfassen ............................................................... 36
4.1
Stammdatenblatt ................................................................................................................................ 36
4.2
Sammelantrag ......................................................................................................................................36
4.2.1
Angaben zum Betrieb/Stammdaten ............................................................................................. 37
4.2.2
Cross-Compliance-relevantes Betriebsprofil ............................................................................39
4.2.3
Integrierte Anträge ............................................................................................................................39
4.2.3.1 Antrag auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen (ZA) - Sonderfälle ..............................40
4.2.3.2
Antrag auf Basisprämie und Greeningprämie (BPR und GPR) ............................................ 42
4.2.3.3
Antrag auf Umverteilungsprämie (UP) ........................................................................................ 47
4.2.3.4
Antrag auf Junglandwirteprämie (JPR) ....................................................................................... 47
4.2.3.5 Antrag auf Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung (KLR) .................................................50
4.2.3.6 Antrag auf Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZL) .........................................51
4.2.3.7
Antrag auf Förderung von „Langfristigen Maßnahmen“ (LU) .............................................52
4.2.3.8 Antrag auf Ökologische Waldmehrung nach RL AuW/2007 Teil B (ÖW) .........................53
4.2.3.9 Antrag auf Förderung des Ökologischen/Biologischen Landbaus (ÖBL) .........................55
4.2.3.10 Antrag auf Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUK) ........................56
4.2.3.11 Antrag auf Förderung von Teichwirtschaft und Naturschutz (TWN) ...............................61
4.2.3.12 Antrag auf Förderung nach der Förderrichtlinie Insektenschutz
und Artenvielfalt (FRL /ISA/2021)
.................................................................................................63
4.2.4
Einwilligung zur Weitergabe von Daten ......................................................................................64
4.2.5
Erklärungen und Verpflichtungen .................................................................................................64
4.3
Flächenbezogene Angaben erfassen............................................................................................64
4.3.1
Nutzung der Vorjahresdaten ..........................................................................................................65
4.3.1.1
Flächenverwalter ................................................................................................................................. 66
4.3.1.2 Nutzung der Flächendaten eines Vorgängerbetriebes .........................................................68
4.3.2
Weitere Möglichkeiten Schlaggeometrien zu erzeugen und zu bearbeiten ...................69
4.3.2.1
Digitalisieren von Schlägen .............................................................................................................69
4.3.2.2
Importieren …eigene Geometrien .................................................................................................69
4.3.2.3
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag ..........................................................................70
4.3.2.4
Schlag-in-Schlag-Digitalisierung .................................................................................................. 71
4.3.2.5 Erfassung von Sperrflächen und Standardabzugsflächen ...................................................71
4.3.2.6
Geometrische Korrektur von Schlägen .......................................................................................72
4.3.3
Sachdaten zum Schlag erfassen – Anlage Flächenverzeichnis (FV) ................................73

Inhaltsverzeichnis
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5
4.3.4
Landschaftselemente ........................................................................................................................ 78
4.3.5
Ökologische Vorrangflächen – die Anlage EFA ......................................................................... 79
4.3.5.1
EFA-Flächen .......................................................................................................................................... 80
4.3.5.2
EFA-Streifen .......................................................................................................................................... 82
4.3.5.3
EFA-Landschaftselemente (EFA-LE) .............................................................................................84
4.3.5.4
Änderungen bei den ökologischen Vorrangflächen ................................................................ 86
4.3.6
ISA-Streifen erfassen ........................................................................................................................86
4.4
Greening-Rechner .............................................................................................................................. 87
4.5
Weitere Dokumente im Dokumentenbaum ................................................................................ 88
5.
Dokumente kontrollieren ................................................................................................... 89
6.
PreCheck – Nutzung der aktuellen Daten im Rahmen Vorabprüfung .............................90
7.
Dokumente drucken ........................................................................................................... 91
8. Hilfe und Unterstützung ................................................................................................... 91
9. Speichern............................................................................................................................92
10. Einreichen ..........................................................................................................................93
10.1
Export Amt ............................................................................................................................................ 94
10.2
Ausgewählte Schläge exportieren ................................................................................................95
10.3
Schläge für die Vorankündigung exportieren ........................................................................... 97
10.4
Historie ................................................................................................................................................... 98
11. Antragsteller mit Betriebssitz außerhalb Sachsens .......................................................... 98
11.1
Einleitung ...............................................................................................................................................98
11.2
Anmeldung ............................................................................................................................................ 99
11.3
Welche Formulare müssen ausgefüllt werden? ........................................................................ 99
11.3.1 Sammelantragsformular ..................................................................................................................99
11.3.2
Anlage Flächenverzeichnis (FV) ...................................................................................................100
11.3.3
Anlage ökologische Vorrangflächen (EFA) ...............................................................................100
11.4
Einreichen ............................................................................................................................................101
11.5
Lieferung der GSAA-Daten an die ZID - Greening ................................................................101
11.6
Änderungen nach Abgabe des Antrags.....................................................................................101
InVeKoS Online GIS
12.
InVeKoS Online GIS .......................................................................................................... 102
12.1
Anmeldung ..........................................................................................................................................102
12.2
Datenebenen in InVeKoS Online GIS ..........................................................................................102
12.3
Funktionen und Datenanzeige ....................................................................................................105
12.4
Hilfe .......................................................................................................................................................106

 
Vorwort
6 |
Vorwort
Als dieses Vorwort geschrieben wird, beherrscht die COVID-19-Pandemie das öffentliche Leben in
Deutschland. Zum gleichen Zeitpunkt im vorigen Jahr war davon noch nichts zu erahnen. Zwei Monate
später, unter dem Eindruck des ersten Lockdowns, führte die webbasierte Anwendung DIANAweb
ihr Potential für die Realisierung einer physisch kontaktlosen Einreichung beim LfULG eindrucksvoll
vor Augen. Wenn Sie, verehrte Nutzerinnen und Nutzer, diese Broschüre in den Händen halten, wird
die Pandemie hoffentlich wesentlich zurückgedrängt sein. Dennoch werden bis weit in das Jahr
2021 hinein Kontaktbeschränkungen bestehen und deshalb im Grunde die gleichen Bedingungen
zur Agrarantragstellung herrschen wie im Jahr 2020. DIANAweb wird Ihnen wieder zuverlässig zur
Seite stehen.
Bei der Weiterentwicklung der Antragssoftware sind es auch 2021 nicht die EU-Regularien, die
besondere Erwähnung im Vorwort finden müssen. Die politischen Beschlüsse zu den Eckpunkten der
GAP-Reform sind auf EU-Ebene verabschiedet. Nun schließt sich noch eine zweijährige Übergangs-
periode an, bis dann im Jahr 2023 der „scharfe Start“ erfolgen wird. Solange gilt das nunmehr seit
2018 im Wesentlichen bekannte Regelwerk zumindest bei den Direktzahlungen fort. An Neuigkeiten
sind 2021 zwei Änderungen hervorzuheben. DIANAweb, das ist zunächst eine Abkürzung für die
webbasierte „digitale Antragstellung Agrar“. Unabhängig davon führte der Sprachgebrauch über
„DIANA“ immer auch zum Sujet der mythologischen Diana, Göttin der „wilden Jagd“, also einer tat-
kräftigen Frau. Im Zuge der zeitgemäßen technischen Unterstützung unter Verwendung von künst-
licher Intelligenz erschien es angebracht, unserer DIANA einen Helfer zur Seite zu stellen, nämlich
HERBERT. HERBERT wird die Hilfe und Unterstützung übernehmen, die bislang als technische Hotline
angeboten wurde. Wir hoffen, dass HERBERT, so wie es die etymologischen Wurzeln des Vornamens
Herbert („glänzender Krieger“) besagen, sich als nützlicher Helfer bewährt. Unverändert stehen in
bewährter Weise für inhaltliche Fragen bei der Erstellung Ihres Antrages auf Direktzahlungen und
Agrarförderung 2021 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LfULG gern zur Verfügung. Dabei wird
das bekannte TAN-Verfahren im Rahmen der telefonischen Beratung wieder wertvolle Dienste leisten.
Eine weitere Neuerung betrifft den Wegfall des Datenbegleitscheins. Damit endet eine Tradition, die
sogar bis ins Jahr 2005 zurückreicht. Die rein technischen als auch die sicherheitstechnischen Gege-
benheiten sind mittlerweile so weit entwickelt, dass nun auch das „letzte Blatt Papier“ entbehrlich ist.
Gehen Sie wieder optimistisch und sorgfältig an die digitale Antragstellung heran und bleiben Sie
gesund!

 
Vorwort
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7
Was ist neu?
Förderrichtlinie Insektenschutz und Artenvielfalt (FRL ISA/2021)
Ab dem Antragsjahr 2021 werden insektenfreundliche Maßnahmen auf Acker- und Grünland
gefördert. Die Beantragung erfolgt nach der neuen Förderrichtlinie Insektenschutz und Artenvielfalt
(FRL ISA/2021). Es sind insgesamt drei Maßnahmen vorgesehen:
mehrjährige Blühstreifen am Feldrand auf dem Acker (I_AL1)
mehrjährige selbstbegrünende Brachestreifen am Feldrand auf dem Acker (I_AL2)
partielle Mahd auf dem Grünland – zweischürige Nutzung (I_GL).
Alle Maßnahmen sind ortsfest und über einen Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren durchzuführen.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
4.2.3.12
.
Ausgleichszulage
Verlängerung Phasing Out
Mit der in 2018 erfolgten Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete wurden Flächen, die infolge
der Neuabgrenzung nicht mehr im benachteiligten Gebiet liegen, im Rahmen der Phasing-Out-
Regelung gefördert. Diese Zahlungen konnten für maximal vier Jahre gewährt werden aber - auf
Grund des ursprünglich vorgesehenen Endes der Förderperiode - maximal bis zum Jahr 2020. Mit
der Übergangsverordnung EU (VO) Nr. 2020/2220 wurde die Möglichkeit eröffnet, das Phasing Out
zu verlängern. Sachsen hat entschieden, auch noch im Jahr 2021 von dieser Option Gebrauch zu
machen. Die nach EU-Recht maximal zulässigen vier Jahre sind dann ausgeschöpft.
Wichtige Änderungen bei Cross Compliance im Jahr 2021
Nitratrichtlinie (GAB 1)
Aufgrund der im Jahr 2020 vorgenommenen Änderung der Düngeverordnung (DüV) sowie des Was-
serhaushaltsgesetzes ergeben sich umfangreiche Änderungen bei den zu beachtenden Verpflichtun-
gen. Dies betrifft insbesondere die Verpflichtungen im Hinblick auf Flächen in mit Nitrat belasteten
Gebieten gemäß §13a DüV in Verbindung mit den Regelungen der Sächsischen Düngerechtsverord-
nung (SächsDüReVO).
Tierschutz (GAB 11-13)
Mit der Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) wurden die Vorgaben
u. a. zu den Böden bei Kälberhaltung, dem Beschäftigungsmaterial für Schweine, der Beschränkung
von Aggressionen in der Gruppe für Schweine und dem Tier-Fressplatz-Verhältnis für Schweine
konkretisiert.

Vorwort
8 |
Regelungen zur Tierkennzeichnung und –registrierung (GAB 6 bis 8)
Im Jahr 2021 wird es voraussichtlich Änderungen bei den Regelungen zur Kennzeichnung und Re-
gistrierung von Rindern, Schafen und Ziegen sowie von Schweinen geben. Es wird empfohlen, dies-
bezüglich die Fachpresse zu verfolgen.

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
|
9
1. Antragsunterlagen
Mit DIANAweb 2021 steht Ihnen ein webbasiertes Programm inkl. eines GIS-Moduls für die digitale
Antragstellung zur Verfügung. DIANAweb bietet die Möglichkeit, die Formulare für die Antragstellung
2021 auszufüllen, die Schlag-, EFA- und
neu: ISA-Geometrien
im GIS-Modul einzuzeichnen und den
Antrag online einzureichen.
Das Programm DIANAweb wird online unter folgendem Link bereitgestellt:
www.diana.sachsen.de
DIANAweb ist von allen Antragstellenden zu nutzen, die Flächen in Sachsen bewirtschaften und für
diese Flächen einen Antrag auf Direktzahlungen und/oder Agrarförderung stellen möchten, egal ob
der Betriebssitz in Sachsen liegt oder Sachsen Belegenheitsland ist.
Für die Antragstellung wird zur Anmeldung bei DIANAweb eine sächsische 10-stellige Betriebsnummer
(BNR10), eine in Sachsen vergebene VVVO-Nummer („sächsische BNR15“) sowie die zu dieser Nummer
vergebene ZID-PIN benötigt. Wenn Sie noch keine entsprechenden Nummern zugewiesen bekommen
haben, müssen Sie diese bei einem Förder- und Fachbildungszentrum bzw. bei einer Informations-
und Servicestelle (FBZ/ISS) des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mit
einem dort vorhandenen Formular beantragen. Das FBZ/ISS wird dann die Vergabe der BNR15 beim
zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) beantragen.
1.1 Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt ist der Betriebsinhaber nach Artikel 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 als eine
natürliche oder juristische Person oder eine Vereinigung natürlicher oder juristischer Personen,
deren Betrieb sich im Gebiet der Gemeinschaft befindet und die eine
landwirtschaftliche Tätigkeit
ausübt.
Diese umfasst die Erzeugung, die Zucht oder den Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse,
einschließlich Ernten, Melken und Haltung von Tieren für landwirtschaftliche Zwecke, sowie die
Erhaltung von landwirtschaftlichen Flächen in einem Zustand, der sie für die Beweidung oder den
Anbau geeignet macht.
Unternehmen/Betriebe mit den Organisationsformen
Natürliche Person ohne Landwirtschafts-/Forst-Gewerbebetrieb,
Natürliche Personen ausschließlich mit nichtlandwirtschaftlichen Unternehmen oder
Sonstige

Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
10 |
sind auch weiterhin nicht antragsberechtigt und können keine Direktzahlungen und keine Zahlungen
nach RL ÖBL/2015 und RL AZL/2015 erhalten.
Die Auszahlung der Einkommensverlustprämie (EVP) kann beantragen, wer nach RL AuW/2007 Teil
B aufgeforstet hat und dessen Verpflichtungszeitraum noch nicht abgelaufen ist.
Vorhaben nach der Förderrichtlinie AUK/2015 können Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Abs.
1 Buchstabe a) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sowie weitere Landbewirtschafter im Sinne von
Artikel 28 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 beantragen. Mitglieder einer Erzeugerorganisation im
Sektor Obst und Gemüse gemäß Artikel 152 ff. 1308/2013 (GMO-VO) dürfen keine Vorhaben nach
AL.5 beantragen.
Antragsberechtigt für Maßnahmen der Teichförderung nach RL TWN/2015 sind Teichwirte, die nach
§ 68a Agrarstatistikgesetz vom 17. Dezember 2009 gegenüber dem Statistischen Landesamt (StaLA)
auskunftspflichtig sind (Aquakulturunternehmen).
Für die Antragstellung nach RL ÖBL/2015 müssen die Betriebe gesamtbetrieblich ökologisch wirt-
schaften und als Ökobetrieb nach Art. 28 der VO (EG) 834/2007 bei der zuständigen Behörde ge-
meldet sein.
Für die neue Förderrichtlinie ISA/2021 sind nur Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
zugelassen. Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, die mehr als 249 Mitarbeiter beschäfti-
gen bzw. einen Jahresumsatz über 50 Mio. EUR oder eine Jahresbilanzsumme über 43 Mio. EUR
erzielen, da diese gemäß KMU-Definition als Großunternehmen zählen. Es wird um Beachtung des
Merkblattes
KMU zur Antragstellung der Förderrichtlinie ISA/2021, welches auch im Dokumenten-
baum hinterlegt ist, gebeten.
Wer eine Beihilfe für die Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen entsprechend Artikel
46 Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 erhalten hat, muss in den folgenden drei Jahren einen Samme-
lantrag abgeben und im Betriebsprofil die entsprechende Frage mit „Ja“ beantworten. Zusammen
mit dem Antrag muss die gesamte landwirtschaftliche Fläche im
Flächenverzeichnis
angegeben
werden, unabhängig davon, ob für die jeweilige Fläche ein Antrag auf Direktzahlungen und/oder
Agrarförderung gestellt wird.

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Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
|
11
1.2 Wo ist der Antrag einzureichen?
Der Sammelantrag wird als digitales Antragspaket direkt aus DIANAweb online übermittelt.
Ab 2021
erhalten Sie eine Einreichbestätigung, sobald der Antrag erfolgreich eingegangen ist. Der bisherige
Datenbegleitschein entfällt. Weitere Ergänzungen finden Sie unter
10.1.
Alle weiteren antragsrelevanten Unterlagen, soweit sie in Papierform erforderlich sind, sind bei dem zu-
ständigen FBZ/ISS des LfULG einzureichen, in dessen/deren Zuständigkeitsbereich sich der Unternehmens-,
Geschäfts- bzw. Wohnsitz befindet. Die Gliederung Sachsens in die Zuständigkeitsbereiche der FBZ/ISS
ist in Abbildung 1 ersichtlich. Besteht das Unternehmen aus mehreren Betrieben, ist der Antrag dort zu
stellen, wo das Unternehmen zur Einkommenssteuer veranlagt wird (Ort, der im Zuständigkeitsbezirk des
Finanzamtes liegt, das für die Festsetzung der Einkommenssteuer des Betriebsinhabers zuständig ist).
Abbildung 1: Übersicht Standorte und Zuständigkeitsbereiche der FBZ/ISS des LfULG
1.3 Wie ist der Antrag zu erstellen und einzureichen?
Nur mit dem Programm DIANAweb können alle Formulare für die Anträge auf Direktzahlungen
und/oder Agrarförderung ausgefüllt sowie die erforderlichen Schlag-, EFA- und
ISA
-Geometrien
digitalisiert (eingezeichnet) werden.

Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
12 |
Hinweis: Eine Papierantragstellung ist seit 2016 nicht mehr zulässig.
Bitte beachten Sie, dass sich seit Einführung des GIS-basierten Antrags die Flächengrößen zwin-
gend aus der digitalisierten Geometrie, also dem eingezeichneten Polygon ergeben. Dies gilt für
alle Flächen (Schläge und, soweit zutreffend, ökologische Vorrangflächen vom Typ EFA-Streifen und
EFA-Landschaftselemente sowie
neu: ISA-Streifen
). Es muss aus jeder Schlaggeometrie eindeutig
ersichtlich sein, ob ein im Feldblock enthaltenes Landschaftselement Bestandteil der beantragten
Bruttofläche ist. Das Landschaftselement selbst muss nur eingezeichnet werden, wenn es als EFA
vom Typ EFA-Landschaftselement angemeldet werden soll!
Flächen sächsischer Antragstellender auf Direktzahlungen, die nicht in Sachsen, sondern in einem
anderen Bundesland liegen, sind seit 2018 in dem Bundesland anzumelden, in dem diese Flächen
liegen, dem sogenannten Belegenheitsland (BLL).
Unabhängig davon, ob Sachsen das Betriebssitz- oder das Belegenheitsland ist: Nach dem Ausfüllen
der jeweils relevanten Formulare sowie dem Einzeichnen und Attributieren der Flächen muss der
Antrag über die Export-Funktion in DIANAweb (
Einreichen > Export-Amt
) online eingereicht werden.
Bei erfolgreichem Export erhalten Sie eine Einreichbestätigung für Ihre eigenen Unterlagen.
Hinweis:
Der Sammelantrag mit seinen integrierten Anträgen bildet zusammen mit den jeweiligen
Anlagen eine verwaltungsrechtliche Einheit, die als Grundlage der Antragstellung gilt. Bitte be-
achten Sie, dass alle ggf. zum Antrag zugehörigen und erforderlichen Papierformulare zusätzlich
bis zum 17. Mai 2021 einzureichen sind.
Zur Unterstützung der Antragstellung mit DIANAweb stehen wieder Beratungs- und Dienstleis-
tungsunternehmen zur Verfügung. Die Adressen werden auf
www.diana.sachsen.de
veröffentlicht
und liegen zudem als Listen in den FBZ/ISS des LfULG aus.
Zusätzlich werden in den FBZ/ISS Rechner mit Internetanschluss bereitgestellt, auf denen – i. d. R.
nach Voranmeldung – der Antrag erstellt und abgesendet werden kann. Dies ist insbesondere für die
Antragstellenden gedacht, bei denen entweder die erforderliche Technik oder aber die erforderliche
Internetanbindung nicht verfügbar ist.

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
|
13
1.4 Wann ist der Antrag einzureichen?
1.4.1 Antragstermine und Verspätungsregeln
Der Sammelantrag mit allen Anlagen ist bis zum
17. Mai 2021
über DIANAweb einzureichen. Jeder
Arbeitstag (Montag bis Freitag) Verspätung führt zu einer 1 %igen Verringerung der Prämienzah-
lung. Bei verspäteter Einreichung des Antrages auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen (ZA) für
Sonderfälle verringert sich die im Jahr 2021 zu gewährende Basisprämie zusätzlich um jeweils 3 %
je Arbeitstag Verspätung im Umfang der neu zugewiesenen Zahlungsansprüche. Nach 25 Kalen-
dertagen Verspätung (nach dem
11. Juni 2021
) wird der Sammelantrag endgültig abgelehnt (siehe
auch nachfolgende
Tabelle 1
).
Die Angaben im Sammelantrag und in den Anlagen bilden die Grundlage für die Beantragung von
Direktzahlungen, der Ausgleichszulage (RL AZL/2015), von Langfristigen Maßnahmen LU nach dem
Programm UL (RL 73/2000, Teil E), der ökologischen Waldmehrung (RL AuW/2007, Teil B ÖW) sowie
der Förderung nach den Förderrichtlinien AUK/2015, ÖBL/2015, ISA/2021 und TWN/2015 und werden
zu Abgleichen in anderen Beihilfeverfahren herangezogen.
Tabelle 1: Übersicht Antragstermine
Anträge inkl. der zugehörigen Anlagen
Antragstermin
bis
verspätete Abgabe
mit Kürzung
verfristet ab
RL AUK/2015
Vorankündigung für Antrag 2021 feldlerchengerechte
Bewirtschaftung für Ackermaßnahmen sowie Vorhaben
nach AL.2 sowie AL.5a
14.10.2020
Ausschlussfrist
15.10.2020
Zuweisung von Zahlungsansprüchen 2021 (Sonderfälle)
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
Direktzahlungen:
Basisprämie und Greeningprämie, Umverteilungsprämie,
Junglandwirteprämie,
Kleinerzeugerregelung *)
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
RL AZL/2015
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
Langfristige Maßnahmen LU
17.05.2021
Ausschlussfrist
18.05.2021
RL AuW/2007 Teil B ÖW
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
RL ÖBL/2015
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
14 |
*) Antragstellung ist nur im Falle der Vererbung bzw. vorweggenommenen Erbfolge möglich
Für Fördermaßnahmen nach den Förderrichtlinien AZL/2015, AuW/2007 (Teil B), ÖBL/2015, AUK/2015,
ISA/2021
und TWN/2015 gelten die Verspätungsregeln analog dem Antrag auf Direktzahlungen und
Agrarförderung (Sammelantrag), das heißt, die Beihilfe wird pro Arbeitstag Verspätung um 1 %
gekürzt. Für die Anträge auf Förderung von Langfristigen Maßnahmen (LU) nach dem Programm UL
(RL 73/2000, Teil E) ist der Antragstermin
17. Mai 2021
eine Ausschlussfrist, d.h., später eingereichte
Anträge werden als verfristet abgelehnt.
Fälle höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände (z. B. Todesfall des Betriebsinhabers, Na-
turkatastrophen), die zu einer verspäteten Antragstellung führen, sind dem zuständigen FBZ/ISS des
LfULG mit den entsprechenden Nachweisen innerhalb von
15
Arbeitstagen (Montag bis Freitag), ab
dem der Begünstigte oder der Anspruchsberechtigte hierzu in der Lage ist, schriftlich mitzuteilen.
Bis zum
31. Mai 2021
können (ohne Abzüge und Sanktionen) noch Änderungen an einzelnen Flächen
(Schlägen) vorgenommen und neue Flächen hinzugefügt werden.
1.4.2 Übertragung von Zahlungsansprüchen
Die Berücksichtigung von übertragenen Zahlungsansprüchen (ZA) des betriebseigenen Kontos in der ZID
für Direktzahlungen im Antragsjahr 2021 ist nur möglich, wenn folgende Fristen eingehalten werden:
Anträge inkl. der zugehörigen Anlagen
Antragstermin
bis
verspätete Abgabe
mit Kürzung
verfristet ab
RL AUK/2015
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
RL TWN/2015
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
FRL ISA/2021
17.05.2021
18.05. bis
11.06.2021
12.06.2021
RL AUK/2015
Vorankündigung für Antrag 2022 feldlerchengerechte
Bewirtschaftung für Ackermaßnahmen sowie Vorhaben
nach AL.2 sowie AL.5a
14.10.2021
Ausschlussfrist
15.10.2021
Übertragung der ZA
(Termin des Rechtsgeschäfts)
Meldung der Übertragung in der ZID
bis spätestens
bis 17. Mai 2021
11. Juni 2021
vom 18. bis 31. Mai 2021
31. Mai 2021

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
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15
Die Übertragung wird nur dann wirksam, wenn beide Vertragspartner (abgebende und übernehmende
Partei) ihre Meldung innerhalb der o. g. Fristen durchführen. ZA, deren Übertragung nicht fristge-
reicht gemeldet wird oder die ab dem
1. Juni 2021
übertragen werden, können beim Übernehmenden
nicht für die Direktzahlungen im Antragsjahr
2021
berücksichtigt werden.
Beachten Sie außerdem, dass verpachtete ZA, die am
17. Mai 2021
noch nicht an den Eigentümer
zurückgefallen sind (d. h. Pachtende nach dem
16. Mai 2021
), bei diesem nicht für die Direktzahlun-
gen
2021
berücksichtigt werden können.
Hinweis:
Überprüfen Sie zur eigenen Sicherheit bitte unbedingt rechtzeitig vor dem
17. Mai 2021
,
wie viele ZA zum Antragstermin
prämienrelevant
in Ihrem ZA-Konto (
www3.zi-daten.de/
) zur
Verfügung stehen.
1.4.3 Vorabprüfung (PreCheck)
Das 2016 eingeführte Verfahren der Vorabprüfung (PreCheck) wird auch 2021 fortgeführt. Für Sach-
sen bedeutet das, dass DIANAweb die eingezeichneten Geometrien auf Überlappungen prüft und
diese anzeigt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt
PreCheck - Nutzung der aktu-
ellen Daten im Rahmen Vorabprüfung.
Liegen Überlappungen vor, müssen diese aufgelöst werden.
Bitte beachten Sie, dass auch für
PreCheck-Korrekturen die beschriebenen Verspätungs- bzw.
Verfristungsregeln
gelten. Das heißt, nur bis zum
31. Mai 2021
sind jegliche Flächenänderungen
sanktionsfrei zulässig. Bis zum
11. Juni 2021
(Ende der „25-Kalendertage-Frist“) sind Flächenvergröße-
rungen zwar auch noch möglich, führen bei den betroffenen Schlägen jedoch zu Kürzungen von 1 %
je Arbeitstag, gerechnet ab dem
1. Juni 2021
.
Bis 23. Juni 2021
(„35-Kalendertage-Frist“) sind nur
noch Flächenreduzierungen im Rahmen der Vorabprüfungen zulässig.
Nach diesem Termin, also ab
24. Juni 2021
, können nur noch einzelne Flächen aus dem Antrag ge-
strichen oder deren Größe reduziert werden. Dies ist solange möglich, wie die Behörde noch nicht
auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen oder eine Kontrolle angekündigt hat.
Hinweis:
Bei Änderungen, die im Rahmen der Vorabprüfungen erforderlich sind, reichen Sie immer
ein komplettes Antragspaket ein!

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
16 |
1.5 Wie sind Änderungen anzuzeigen?
Jede Änderung/ Ergänzung, die dazu führt, dass die tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse nicht
mehr mit den Angaben oder Erklärungen im Antrag übereinstimmen, muss schriftlich (Brief, Fax oder
zur Niederschrift) bzw. über Einreichung eines neuen digitalen Antragspakets erfolgen!
Dabei gilt:
Änderungen an den Flächen
im Rahmen der Rückmeldung nach Vorabprüfung innerhalb
der sogenannten 35-Kalendertage-Frist (PreCheck) müssen
immer durch Einreichen eines neuen
(kompletten) Antragspaketes
erfolgen. Bei Selbstanzeigen mit Flächenbezug nach diesem Zeitraum
kann beispielsweise die Funktion
Export ausgewählter Schläge
genutzt werden, um eine Datei mit
den betroffenen Flächen zu erzeugen (Shape-Format).
Hinweis: Das Einreichen eines (kompletten) Antragspaketes ist nach dem Ende der 35-
Kalendertage-Frist nicht mehr zulässig.
Änderungen per E-Mail sind nicht zulässig! Sie können jedoch ein unterschriebenes, eingescanntes
Dokument als Mail-Anhang senden. Änderungen, die sich nach zeitiger Antragstellung noch vor dem
17. Mai 2021
ergeben, sind ebenfalls schriftlich anzuzeigen (z. B. kurzfristige nichtlandwirtschaftliche
Nutzung der Fläche bei Traditionsfeuern).

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
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17
2. Flächenreferenz 2021
2.1 Das Feldblocksystem
Der Feldblock (FB) ist eine von dauerhaften Grenzen umgebene räumlich zusammenhängende land-
wirtschaftlich bzw. naturschutzgerecht genutzte oder gepflegte Fläche, die von einem oder mehreren
Nutzern mit einer oder mehreren Kulturarten bestellt bzw. ganz oder teilweise aus der Produktion ge-
nommen ist. Grenzen sind z. B. Straßen, Wald, bebaute Flächen und Gewässer. Der Feldblock umfasst
grundsätzlich nur eine Bodennutzung, z. B. Ackerland, Dauergrünland oder Flächen mit Dauerkulturen.
Flächen, die nicht im Hauptzweck einer landwirtschaftlichen Tätigkeit dienen oder Flächen, die der
Landschaftspflege unterliegen, sind den Bodennutzungskategorien SO (sonstige Flächen) bzw. UN
(Umwelt- und Naturschutzflächen) zugeordnet.
Hinweis:
Die Gewährung von Direktzahlungen, Ausgleichszulage oder Agrarfördermaßnahmen
ist von der Bodennutzungskategorie abhängig (siehe auch
Anlage 1
).
Unabhängig von der jeweiligen Bodennutzungskategorie sind grundsätzlich folgende Flächen nicht
beihilfe- und auch nicht förderfähig (Aufzählung nicht abschließend):
Verkehrsanlagen für Wege und zu Straßen-, Schienen- oder Schiffsverkehr gehörende Flächen;
befestigte und nicht befestigte dauerhafte Wege;
Gräben;
dauerhafte Lagerflächen;
dem Luftverkehr dienende Start- und Landebahnen;
Freizeit-, Erholungs- und Sportflächen (mit Ausnahme von außerhalb der Vegetationsperiode für
den Wintersport genutzten Flächen);
Parkanlagen, Ziergärten;
Flächen auf Truppenübungsplätzen, soweit die Flächen vorrangig militärisch genutzt werden;
Flächen, auf denen sich Anlagen zur Nutzung von solarer Strahlungsenergie befinden (z. B. Pho-
tovoltaikanlagen);
Dies gilt auch, wenn diese Flächen durch landwirtschaftliche Unternehmen gepflegt werden. Tätig-
keiten auf derartigen Flächen sind keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten im Sinne des Artikels 4 der
Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 und der DirektZahlDurchfV.

Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
18 |
Ein Feldblock
kann durch einen oder mehrere Nutzer bewirtschaftet werden,
kann aus einem oder mehreren Feldstücken bestehen, die in ihrer Gesamtgröße die maximal
beihilfefähige Feldblockfläche nicht überschreiten dürfen,
besitzt eine feste Größe in Hektar gerundet auf vier Nachkommastellen,
wird über eine Nummer, den Flächenidentifizierungscode (FLIK), identifiziert.
wird an der Landesgrenze durch die Fördergebietsgrenze begrenzt.
Das sächsische Feldblocksystem liegt auf Brutto-Basis als Referenzfläche vor. Es besteht aus Feld-
blöcken, Landschaftselementen, ökologischen Vorrangflächen und diversen Kulissen wie beispiels-
weise Dauergrünland (DGL). Feldblöcke (FB) werden durch den FLIK (z. B. Kurz-FLIK AL-194-102 oder
Lang-FLIK DESNLI0360000102) eindeutig identifiziert. Im sächsischen Antragsverfahren findet nur
die Kurzform des FLIK Verwendung. Jedes Landschaftselement (LE) hat einen Flächenkennzeichner
(FLEK) (z. B. DESNLE0000087385) zur eindeutigen Identifizierung. Nicht beihilfefähige Elemente und
Flächen wie beispielsweise Strommasten oder auch versiegelte Flächen innerhalb eines Feldblocks
werden seit dem Jahr 2020 als Löcher aus der Geometrie ausgestanzt.
Alle Änderungen an den Feldblockgeometrien, die bis November 2020 in den FBZ/ISS des LfULG
vorgenommen wurden, sind in der Flächenreferenz 2021 berücksichtigt. Dieser Datenbestand ist
in DIANAweb vorhanden und bildet die Grundlage der Antragstellung 2021. Änderungen, die nach
dem Termin vorgenommen wurden, werden erst im Antragsjahr 2022 wirksam (siehe auch Abschnitt
Setzen von Korrekturpunkten (KP) und Korrekturpunkten Naturschutz (KPN)
).
2.2 Landschaftselemente (LE)
Das Landschaftselementekataster liegt als Teil der Brutto-Referenz vor, d. h. alle Landschaftsele-
mente liegen innerhalb eines Feldblocks. Dies trifft auch für die LE zu, die sich in Randlage befinden.
Informationen zu Typ und Größe des LE sind jeweils im Maptipp hinterlegt. Diese werden Ihnen da-
rüber hinaus auch zu all den Landschaftselementen, die in Feldblöcken liegen, in denen Sie Flächen
bewirtschaften in der linken Informationsleiste angezeigt.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass Sie durch eine genaue Schlagabgrenzung angeben müssen, ob LE im
Sinne des § 8 der AgrarZahlVerpflV Bestandteil Ihrer landwirtschaftlichen Betriebsflächen sind.
Sollte einzelne LE in der aktuellen Flächenreferenz noch nicht erfasst worden sein oder bei
einzelnen LE die Abgrenzung nicht korrekt sein oder auch Angaben zu Typ, Länge und Breite

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
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19
angezeigt werden, die den aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht korrekt
widerspiegeln, setzen Sie bitte einen entsprechenden Korrekturpunkt.
2.3 Ökologische Vorrangflächen (EFA)
2015 wurde die Ebene
EFA-Referenz
eingeführt. EFA steht dabei für
E
cological
F
ocus
A
rea. In dieser
Ebene werden alle
zeitlich stabilen
ökologischen Vorrangflächen geführt.
Was bedeutet zeitlich stabil?
Gemäß den Vorgaben der Europäischen Kommission sind grundsätzlich alle Landschaftselemente
im Ackerland als stabile Elemente. Darüber hinaus gelten Flächen, bei denen man davon ausgehen
kann, dass sie über mindestens drei Jahre auf derselben Fläche angebaut werden, als zeitlich stabil
und sind dementsprechend in der Ebene
EFA-Referenz
ab dem ersten Jahr ihrer Beantragung als
EFA aufzunehmen.
Dies betrifft
geförderte Erstaufforstungsflächen
Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb (KUP-Flächen)
Flächen mit Miscanthus
Flächen mit durchwachsener Silphie
Darüber hinaus werden als stabil all jene Flächen angesehen, die über (mindestens) drei Jahre auf
ein- und derselben Fläche als EFA-Element beantragt werden.
Dazu zählen:
EFA-Brachen
EFA-Streifen
EFA-Bienenweiden
EFA-Leguminosen.
Diese Flächen werden ab dem dritten Jahr ihrer Beantragung auf derselben Fläche in die
EFA-Referenz
aufgenommen. Die Ebene
EFA-Referenz
unterliegt dementsprechend einem dynamischen Änderungs-
prozess. Bitte beachten Sie, dass Cross-Compliance-relevante Einzelbäume in der Ebene
EFA-Referenz
immer mit einer Fläche von 20 m
2
vorgehalten werden und damit für die Anrechnung als EFA-Fläche
mit einer gewichteten Fläche von 30 m
2
(1,5-fache Anrechnung) in die Berechnung eingehen.

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
20 |
2.4 Dauergrünland (DGL)
Der Erhalt des bestehenden Dauergrünlands und die Beibehaltung des Dauergrünlandanteils ist eine
Greeningverpflichtung.
Ob Ihre Fläche als Dauergrünland eingestuft wurde, können Sie in der Ebene
Dauergrünland (DGL)
prüfen. In das sächsische DGL-Kataster gehen folgende Flächen ein:
alle Feldblöcke mit den Bodennutzungskategorien GL, HF, BF und UN
alle Flächen (Schläge), die im Jahr 2020 mit einem DGL-Nutzungscode (siehe auch NC-Liste,
Spalte Flächenkategorie, Wert GL) angemeldet bzw. festgestellt wurden und in Feldblöcken mit
den Bodennutzungskategorien AL, OD, KF, HO oder RF liegen,
alle Flächen (Schläge), die sich im Ergebnis der Beantragung 2020 im 6. Zähljahr der Entstehung
DGL befanden (potentielles Dauergrünland).
Darüber hinaus unterliegt das sogenannte umweltsensible Dauergrünland einem besonderen Schutz
und darf nicht umgebrochen werden. Deutschland hat als umweltsensibles Dauergrünland das am
1. Januar 2015 in Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten) bestehende Dauergrünland ausge-
wiesen. Die Information, ob ein Feldblock dem umweltsensiblen Dauergrünland zugeordnet wurde,
wird Ihnen mit dem Feldblock-Attribut
„sensibles Dauergrünland = J“
angezeigt.
Soll normales Dauergrünland in eine andere landwirtschaftliche oder eine nichtlandwirtschaftliche
Nutzung umgewandelt werden und befindet sich die Fläche weiterhin in der Verfügungsgewalt des
Landwirts, so ist hierfür eine Genehmigung beim zuständigen FBZ/ISS zu beantragen. Das ent-
sprechende Anzeigeformular finden Sie in DIANAweb im
Dokumentenbaum
oder im Internet unter
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/
im Bereich EU-Direktzahlungen > Regelungen zum Dauer-
grünland > Umwandlung DGL
Seit dem Antragsjahr 2018 gilt bereits das Pflügen einer Dauergrünland-Fläche als Umwandlung.
Unter dem Begriff Pflügen werden alle Bodenbearbeitungsmaßnahmen subsummiert, die zu einer me-
chanischen Zerstörung der Grasnarbe führen. Damit wird auch jeder Pflegeumbruch/ jede Narbener-
neuerung, also das Pflügen mit anschließender Neueinsaat von Gras als Umwandlung gewertet und
ist deshalb genehmigungspflichtig. Grund hierfür ist die Erweiterung der Dauergrünland-Definition
in Artikel 4 Buchstabe h) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 durch die Verordnung (EU) 2017/2393
(sog. Omnibus-Verordnung).

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
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21
Hinweis:
Eine Grasnarbenzerstörung durch Wildschwein-, Mäuse- oder Hochwasserschaden kann
sowohl auf (normalem) DGL als auch auf umweltsensiblem DGL (in FFH-Gebieten) als Fall höherer
Gewalt anerkannt werden. Die Rechtsfolge besteht darin, dass die erforderliche mechanische Bo-
denbearbeitung für die Wiederherstellung der Grasnarbe dann nicht als genehmigungsbedürftige
Umwandlung von DGL gilt. Bitte beachten Sie die Regeln hinsichtlich Anzeige der höheren Gewalt!
Soll umweltsensibles Dauergrünland einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden
und befindet sich die Fläche weiterhin in der Verfügungsgewalt des Landwirts, so ist hierfür so-
wohl die Aufhebung der Bestimmung der Fläche als umweltsensibel als auch die Genehmigung zur
Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung zu beantragen. Die für die Genehmigung
erforderlichen Nachweise, wie Genehmigungsbescheid eines genehmigungspflichtigen Bauvorhabens,
die Anzeige eines anzeigepflichtigen Bauvorhabens, die Anzeige eines anzeigepflichtigen Projekts im
Naturschutz sowie ggf. Nachweise der Erfüllung gebietsspezifischer Erhaltungsziele im jeweiligen
FFH-Gebiet sind dem Antrag beizufügen. Eine Umwandlung von umweltsensiblem Dauergrünland
in eine andere landwirtschaftliche Nutzung ist generell ausgeschlossen.
2.5 Potentielles Dauergrünland (PotDGL)
Neben dem Dauergrünland steht Ihnen mit der Ebene
Potentielles Dauergrünland (PotDGL)
eine In-
formation zum Dauergrünland, welches sich in Entstehung befindet, zur Verfügung. In dieser Ebene
sind alle Geometrien (Antragsschläge) enthalten, die – beginnend ab Antragsjahr 2010 ff. - mit einer der
sogenannten GoG-Kulturen (Gras- oder andere Grünfutterpflanzen) oder als Brachen beantragt/be-
wirtschaftet wurden. Für jedes Polygon wurde – in Abhängigkeit von den Beantragungen der Jahre ab
2010 – ein
„Zähljahr“
zwischen null und fünf ermittelt und als solches ausgewiesen. Dabei erhält eine
Fläche das
„Zähljahr“
= 1, wenn eine der o. g. Kulturen im Vorjahr
erstmals
beantragt/festgestellt
wurde und es keine Gründe für ein Aussetzen der Zählung gibt. Eine erneute Bewirtschaftung der
Fläche mit einer der o. g. Kulturen schreibt das Zähljahr mit „2“ fort. Das
„Zähljahr“
= 2 wird dann
im kommenden Jahr in der Ebene
PotDGL
ausgewiesen. In der Anlage NC wird Ihnen über die Spalte
„PotDGL-Kultur“
angezeigt, ob diese Kulturart zur Entstehung von Dauergrünland hinzugezählt wird.
Sobald eine PotDGL-Fläche im aktuellen Jahr mit einer anderen als den gekennzeichneten Kulturen,
also z. B. mit Getreide beantragt/bewirtschaftet wird, wird die Zählung unterbrochen. Die Fläche ist
dementsprechend im Folgejahr nicht mehr in der Ebene
PotDGL
enthalten.
Wird eine Fläche mit
„Zähljahr“
= 5 im aktuellen Jahr erneut mit einer der o. g. Kulturen bewirtschaf-
tet, so wird im aktuellen Jahr das Zähljahr auf „6“ hochgezählt und die Fläche wird zu ordentlichem
Dauergrünland. In DIANAweb und InVeKoS Online GIS erfolgt die Ausweisung dieser Fläche in der
Ebene
DGL
dann ab dem Folgejahr.

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
22 |
2.5.1 Aussetzen der Zählung
Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Zählung ausgesetzt. Dies ist immer dann der Fall,
wenn Flächen mit einer der o. g. Kulturen im Rahmen der RL 73/2000, Teil E oder RL AUK/2015 oder
AuW/2007 (Teil A) gefördert werden/wurden. Die Dauergrünland-Entstehung wird ebenfalls aus-
gesetzt, wenn Brachen (NC 591) als EFA angemeldet und bewilligt werden. Die Aussetzregel führt
dazu, dass das Zähljahr nicht weiter hochgesetzt wird, also im Folgejahr genau den gleichen Wert
erhält, der auch im aktuellen Jahr ausgewiesen wird. Fällt eine Fläche bereits im ersten Jahr unter
die Aussetzregel, so wird kein Zähljahr angezeigt.
2.5.2 Rücksetzen des Zähljahres – Pflugregel
Seit dem Antragsjahr 2018 gilt, dass durch das Umpflügen einer Fläche, die mit Gras oder anderen
Grünfutterpflanzen (GoG) bewachsen und
noch kein
Dauergrünland ist, die Entstehung von Dau-
ergrünland unterbrochen wird. Durch den Pflugeinsatz und die anschließende Neuansaat mit einer
GoG-Kultur wird das Zähljahr auf „1“ zurückgesetzt. Dabei ist unter Pflügen nach Auslegung der EU-
Kommission jede Bodenbearbeitung zu verstehen, welche die Grünlanddecke zerstört, z. B. wenn der
Boden gewendet wird und/oder eine tiefe Bodenbearbeitung erfolgt. Dabei muss nicht unbedingt der
Pflug zur Anwendung kommen. Auch andere Bodenbearbeitungsgeräte (z. B. Grubber, Fräse, Schei-
benegge) können eine Bodenbearbeitung mit Zerstörung der Grünlandnarbe bewirken. Das Rücksetzen
des Zähljahres ist jedoch nur dann möglich, wenn durch den Antragstellenden
bis spätestens einen
Monat nach dem Pflügen die entsprechende Anzeige
im zuständigen FBZ/ISS eingereicht wird,
damit das angezeigte Pflügen auch durch die Behörde überprüft werden kann. Liegt eine solche
Anzeige nicht fristgerecht vor, wird „normal“ weitergezählt, die Zählung also nicht unterbrochen!
Das entsprechende Anzeigeformular finden Sie in DIANAweb im
Dokumentenbaum
oder im Internet
unter
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/
im Bereich EU-Direktzahlungen > Regelungen zum
Dauergrünland > Dauergrünland in Entstehung.
Für die Einordnung, für welche Jahresscheibe das Rücksetzen des Zähljahres relevant ist, ist der
Zeitpunkt des Pflügens maßgeblich. Alle Pfluganzeigen bis Antragstermin 17. Mai 2021 wirken noch
für das Antragsjahr 2021. Bei Pfluganzeigen nach dem Antragstermin wird das Zähljahr erst im
Folgejahr auf „1“ zurückgesetzt.
Pflügen und Neueinsaat mit GoG
Zähljahr wird zurückgesetzt im Antragsjahr
bis 17. Mai 2021
2021
ab 18. Mai 2021
2022

image
 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
|
23
Hinweis:
PotDGL-Flächen, die im Jahr 2020 das „Zähljahr“ = „5“ haben und im Antragsjahr 2021
erneut mit GoG beantragt und nicht bis 17. Mai 2021 gepflügt werden, erreichen dann das
6. Zähljahr. Damit entsteht ab diesem Moment DGL und ein Pflügen nach dem 17. Mai 2021 stellt
in diesen Fällen eine genehmigungspflichtige Umwandlung von Dauergrünland dar.
Wird eine Fläche, die als potentielles Dauergrünland mit einem Zähljahr kleiner „5“ ausgewiesen ist,
im aktuellen Jahr gepflügt und erfolgt
keine
anschließende Neueinsaat mit Gras- oder anderem
Grünfutter, ist eine Pfluganzeige nicht erforderlich.
2.6 Weitere Kulissen
Zur Antragstellung 2021 sind wieder verschiedene Kulissen relevant, die als Informationen direkt
am Feldblock als Attribut hinterlegt sind. Nutzen Sie dazu das Werkzeug
Abfrage von Ebeneninfor-
mationen
:
Feldblock benachteiligt (ja/nein)
Einstufung (benachteiligte) Agrarzone (1 bis 3) sowie 5 für spezifische Gebiete
Phasing Out
Grünland-Vorhaben (Anzeige der AUK-Grünland-Vorhaben
oder ISA-Maßnahme
, die auf dem
gesamten Feldblock zulässig sind)
Teichwirtschafts- und Naturschutz-Vorhaben (Anzeige der zulässigen TWN-Vorhaben) inkl. der
dazugehörigen Stauhaltungsvarianten
sensibles Dauergrünland (ja/nein)
Erosionsgefährdung Wind (Stufe 0 oder 1)
Erosionsgefährdung Wasser (Stufe 0, 1 oder 2)
Nitrat (ja/nein)
Ersatzfläche für umgewandeltes DGL – DGL-Ersatz (Jahr)
Rückumwandlung von DGL – DGL-Rück (Jahr)
Wasserschutzgebiet – WSG-Anteil (%)
Gelände (Kennzeichnung für FRL ISA Tiefland (0) oder Bergland (1))
Darüber hinaus erhalten Sie über die Ebene
Förderkulisse Grünland Teilflächen
die Abgrenzung ein-
zelner Teilflächen innerhalb des Feldblocks mit den jeweils nur auf diesen Teilflächen durchführbaren
AUK-GL-Vorhaben oder
ISA-Maßnahmen
. Bitte beachten Sie, dass alle Vorhaben
oder Maßnahmen
,
die auf dem gesamten Feldblock beantragt werden können, als Attribut am Feldblock (GL-Vorhaben,
ISA-Maßnahme
) abgebildet sind. In der Ebene
Förderkulisse Grünland Teilfläche
n sind diese Vorha-
ben nicht zusätzlich noch einmal enthalten.

image
 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
24 |
2.7 Setzen von Korrekturpunkten (KP)
und Korrekturpunkten Naturschutz (KPN)
Seit der Einführung von DIANAweb gibt es nur noch ein Werkzeug zum Setzen von Korrekturhinweisen:
Setzen eines Korrekturpunktes/KP Naturschutz (KPN)
Hinweise zu Änderungen an der bestehenden Referenz (Feldblöcke, Landschaftselemente, ökologische
Vorrangflächen) werden, wie bereits in den Vorjahren, durch Setzen eines Korrekturpunktes (KP) gege-
ben. Änderungshinweise für die Grünland-Förderkulisse erfolgen durch Setzen eines Korrekturpunktes
Naturschutz (KPN). Je nach Auswahl gelten bestimmte Regeln.
2.7.1 Setzen von Korrekturpunkten (KP)
KP können manuell gesetzt werden oder sie werden als sogenannte technische KP dann erzeugt,
wenn durch die aktuelle Antragstellung (z. B. Geometrie des Schlages) Überlappungen zu Referenz-
grenzen auftreten. KP können auch ohne bestehenden Feldblock und auch ohne erfassten Schlag
gesetzt werden, beispielsweise um den Hinweis zu geben, dass ein neuer Feldblock aufgenommen
werden soll.
Hinweis:
Das Bemerkungsfeld ist immer ein Pflichtfeld.
Ein KP kann im zuständigen FBZ/ISS des LfULG nur dann gut nachvollzogen werden, wenn im Bemer-
kungsfeld eine plausible Begründung für den gesetzten KP eingetragen wurde. Nutzen Sie daher das
Feld
Bemerkung
, für ausführliche Hinweise, wie z. B. „Straßenbaumaßnahme“ oder „Eigenheimbau“.
Hinweis:
Korrekturen am Feldblockkataster, die 2021 durch das zuständige FBZ/ISS des LfULG
anhand von anerkannten KP in die FB- bzw. LE-Referenz eingearbeitet werden, werden erst für
die Flächenreferenz 2022 wirksam. Eventuelle Flächenerweiterungen gelten also nicht für das
aktuelle Antragsjahr. Sollten Sie Flächen bewirtschaften, für die noch kein Feldblock existiert,
setzen Sie bitte einen KP zur Prüfung auf Neuanlage eines Feldblocks. Bitte nehmen Sie Kontakt
mit dem zuständigen FBZ/ISS auf.
Bitte beachten Sie auch, dass Sie verpflichtet sind, Cross-Compliance-relevante LE anzugeben, wenn
diese noch nicht in der Ebene
Landschaftselemente
vorhanden sind. Soweit die vom FBZ/ISS bereit-
gestellte Geometrie des EFA-LE nicht korrekt ist, setzen Sie bitte ebenfalls einen entsprechenden KP.

image
 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
|
25
Technische KP:
Wenn Sie die Schlaggrenze über die Feldblockgrenze hinaus digitalisieren, werden einzelne Über-
lappungen bis 100 m
2
automatisch an der Feldblockgrenze abgeschnitten. Überschreitet die über
den Feldblock hinaus digitalisierte Schlagfläche jeweils die Fläche von 100 m
2
, wird ein sogenannter
technischer KP gesetzt, wenn Sie die entsprechende Frage zum Abschneiden an der FB-Grenze mit
„nein“ beantworten. Durch die FBZ/ISS wird in diesen Fällen die aktuelle Abgrenzung geprüft.
Hinweis:
Prüfen Sie bitte anschließend die Meldungen! Ggf. müssen Sie noch eine entsprechende
plausible Begründung im Bemerkungsfeld erfassen!
DIANAweb prüft seit 2020 zusätzlich, inwieweit ein beantragtes EFA-LE von dem Referenz-EFA ab-
weicht. Wenn Sie ein EFA-LE über die Grenze des Referenz-EFA hinaus digitalisieren, werden einzelne
Überlappungen bis 10 m
2
automatisch an der Grenze des Referenz-EFA abgeschnitten. Weicht die
beantragte EFA-LE-Fläche von der Schnittfläche des Schlages mit dem Referenz-EFA um mehr als
10 m
2
ab, wird ein technischer KP gesetzt, wenn Sie die entsprechende Frage zum Anpassen an die
Geometrie des Referenz-EFAs mit „nein“ beantworten.
Abbildung 2: Abfrage Anpassen an Referenz-EFA
Das Bemerkungsfeld zum KP ist auch hier ein Pflichtfeld.
2.7.2 Setzen von Korrekturpunkten Naturschutz (KPN)
KPN werden gesetzt, um Hinweise zur Förderkulisse Grünland zu übermitteln. Die durch die Kulisse
ausgewiesenen Vorhaben und die damit verbundenen Bewirtschaftungsvorgaben und Auflagen
gelten ausschließlich im Rahmen des Förderprogramms zur RL AUK/2015. Wenn Sie nicht an diesem
Förderprogramm teilnehmen, ist die Förderkulisse Grünland für Sie nicht relevant.
Die im Beteiligungsverfahren des Vorjahres eingereichten Änderungshinweise (KPN), die Anpassungen
gemäß Bewirtschaftungsgrenzen betrafen, wurden fachlich geprüft. Das Ergebnis der Prüfung ist in
die neue Förderkulisse eingearbeitet. Bitte beachten Sie, dass ein Wechsel des Vorhabens während
des 5-jährigen Verpflichtungszeitraumes grundsätzlich nicht möglich ist. Nur bei dem Vorhaben GL.1
können Sie während des Verpflichtungszeitraumes in eine höhere Förderstufe umsteigen.

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
26 |
Sofern DIANAweb die Antragstellung eines Grünlandvorhabens nicht zulässt, jedoch das Vorhaben
auf dem überwiegenden Teil des Schlages in der Kulisse vorgesehen ist, kann ein KPN
„Anpassung
gemäß Bewirtschaftungsgrenze“
gesetzt werden.
Beachten Sie dazu auch die
Ausführungen zum Antrag auf Förderung von Agrarumwelt- und
Klimamaßnahmen (AUK)
in dieser Broschüre.
Beim Setzen der KPN sind folgende Grundsätze zu beachten:
Ein KPN kann nur innerhalb eines Schlages gesetzt werden.
Für jeden aus Ihrer Sicht zu prüfenden Schlag ist nur ein KPN erforderlich, das heißt, es ist nicht
notwendig, für jeden nicht durch das Vorhaben abgedeckten Bereich des Schlages einen KPN zu
setzen.
KPN zu Vorhaben, die nicht bereits auf dem überwiegenden Teil des Schlages in der Förderkulisse
Grünland vorgesehen sind, also nicht die Eigenschaft
„Anpassung gemäß Bewirtschaftungs-
grenze“
haben, werden nicht bearbeitet.
Im Bemerkungsfeld sind ausschließlich Begründungen/Bemerkungen zu erfassen, die eine zügige
und zielgerichtete Prüfung des einzelnen Schlages ermöglichen.
Weiterführende Erläuterungen und Hinweise zum Vorgehen finden Sie in den
Hinweisen zur För-
derkulisse Grünland und zu den KPN
im Internet unter
www.lsnq.de/AUK
.
2.8 Hinweise zur Beihilfefähigkeit von zeitweilig
nichtlandwirtschaftlich genutzten Flächen
2.8.1 Grundsätzliche Regelungen
Die Antragstellenden müssen garantieren, dass die Flächen, über die sie am 17. Mai 2021 verfügen
und die in der Anlage Flächenverzeichnis (FV) angegeben sind, während des gesamten Kalenderjahres
beihilfefähig bleiben.
Wichtig: Dies gilt auch dann, wenn die Fläche nach Antragstellung den
Nutzer wechselt (z. B. bei Pachtende/Pachtkündigung mit anschließender Neuverpachtung an
anderen Nutzer).
Eine Unterbrechung des Beihilfefähigkeitsstatus ist zulässig, wenn die Unterbrechung innerhalb
der Vegetationsperiode oder bei mit Kulturpflanzen genutzten Ackerflächen im Zeitraum zwischen
Aussaat und Ernte durch eine nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit, die eine gleichzeitige landwirt-
schaftliche Tätigkeit in diesem Zeitraum nicht erheblich beeinträchtigt oder ausschließt, nicht länger

 
Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
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27
als
14
aufeinanderfolgende Tage dauert oder insgesamt nicht an mehr als
21
Tagen im Kalenderjahr
durchgeführt wird. Die Ausübung der landwirtschaftlichen Tätigkeit darf durch die Intensität, Art,
Dauer oder den Zeitpunkt der Unterbrechung demzufolge nicht stark eingeschränkt werden (z. B.
kurzfristige, unentgeltliche Nutzung als Veranstaltungs- und ggf. Parkplatz bei Dorffesten). Eine
schriftliche Anzeige ist auch erforderlich bei kurzfristiger nichtlandwirtschaftlicher Nutzung der
Fläche, die vor der eigentlichen Antragstellung erfolgt bzw. beginnt (z. B. bei Traditionsfeuern).
Außerhalb der Vegetationsperiode bzw. im Zeitraum nach der Ernte bis zur Bestellung kann eine
längere Dauer als innerhalb der Vegetationsperiode toleriert werden.
Zentrales Kriterium für die Beurteilung der Zulässigkeit von zeitweilig nicht landwirtschaftlich
genutzten Flächen im Hinblick auf die Beihilfefähigkeit ist die Einhaltung der Cross Compliance-
Verpflichtungen, insbesondere der Erhalt des guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zu-
stands. Eine nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit, bei deren Ausübung eine Nichteinhaltung von Cross
Compliance-Vorschriften zu erwarten ist, scheidet aus und zieht zwangsläufig die Aberkennung der
Beihilfefähigkeit der Fläche für das gesamte Antragsjahr nach sich.
2.8.2 Verfahren
Die Unterbrechung ist dem zuständigen FBZ/ISS unter Benennung der betroffenen Flächen min-
destens drei Tage vor Beginn der Maßnahme schriftlich anzuzeigen. Eine Anzeige mittels E-Mail
ist nicht zulässig. Sie können jedoch ein unterschriebenes, eingescanntes Dokument ggf. inklusive
Shape-Datei als Mail-Anhang senden. Die Anzeige muss die Art und den Beginn sowie das Ende der
nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit beinhalten. Alle betroffenen Flächen sind mit Feldstücks- und
Schlagbezeichnung sowie der Größe der beanspruchten Fläche anzugeben. Nutzen Sie dazu das
Formular „Anzeige nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeit“, welches im
Dokumentenbaum
sowie im
Internet unter
https://www.landwirtschaft.sachsen.de
> EU-Direktzahlungen > Antragsverfahren
> ergänzende Formulare verfügbar ist. Bei sich in Folge ergebenden Geometrieanpassungen für das
laufende Antragsjahr ist zwingend die geänderte digitale Geometrie im Shapeformat mit abzugeben.
Diese kann beispielsweise mit der Exportoption
Export ausgewählter Schläge
erzeugt werden. Die so
erzeugten Dateien müssen zusammen mit einem entsprechenden Anschreiben im zuständigen FBZ/
ISS eingereicht werden. Auch Unterbrechungen außerhalb der Vegetationsperiode sind anzuzeigen.
Kann die konkrete Flächengröße sowie ggf. das Ende zum Zeitpunkt der Anzeige noch nicht genau
angegeben werden, geht zunächst der gesamte Schlag mit einer Fläche von 0,0000 ha in die Be-
rechnung ein, bis die tatsächliche Flächeninanspruchnahme feststeht und im zuständigen FBZ/ISS
inkl. der Abgabe der Geometrie im Shapeformat angezeigt wurde. Soweit das zuständige FBZ/ISS
einschätzt, dass die angezeigte nichtlandwirtschaftliche Nutzung beihilfeschädlich ist, wird dies dem
Antragstellenden umgehend schriftlich mitgeteilt.

Allgemeine Hinweise
zur Antragstellung
28 |
Wird eine Unterbrechung der Beihilfefähigkeit durch nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit nicht oder
nicht rechtzeitig angezeigt, so wird diese Feststellung im folgenden Verfahren als Verstoß gewertet.
Der Beihilfefähigkeitsstatus bleibt in diesen Fällen nur erhalten, wenn ein vom zuständigen FBZ/ISS
anerkannter Fall höherer Gewalt vorliegt.
Außerhalb der Vegetationsperiode ist die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für den Wintersport
sowie die Nutzung von Dauergrünlandflächen für die Lagerung von Holz nicht anzeigepflichtig. Eine
Anzeigepflicht besteht darüber hinaus nicht für die vorübergehende Lagerung von Erzeugnissen aus
der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebsinhabers oder von Betriebsmitteln für die landwirt-
schaftliche Tätigkeit des Betriebsinhabers, wenn diese:
a) auf Ackerflächen (mit Ausnahme der unter b) genannten) außerhalb des Zeitraums zwischen
Aussaat und Ernte,
b) auf allen anderen landwirtschaftlichen Flächen und Ackerflächen, die für den Anbau von Gras,
anderen Grünfutterpflanzen und stickstoffbindenden Pflanzen (außer großkörnigen Leguminosen)
genutzt werden, außerhalb der Vegetationsperiode oder innerhalb der Vegetationsperiode an nicht
mehr als 14 aufeinanderfolgenden oder insgesamt an nicht mehr als 21 Tagen im Kalenderjahr
stattfindet.
Damit gilt für EFA-Zwischenfrüchte bis zum 15. Februar, dass eine vorübergehende Lagerung bei-
spielsweise von Stalldung nur dann nicht anzeigepflichtig ist (und damit auch nicht ausgegrenzt
werden muss), wenn diese nicht länger als an 14 aufeinanderfolgenden Tagen oder insgesamt an
nicht mehr als 21 Tagen im Kalenderjahr stattfindet.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass bei Verpflichtungen aus Agrarumweltmaßnahmen auch eine
kurzzeitige, nicht den Verpflichtungen oder Auflagen entsprechende Nutzung den Naturschutz-
zielen widersprechen und damit förderschädlich sein kann.

 
Digitale Antragstellung
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29
3. Erste Schritte
Das Programm DIANAweb 2021 wird online über das Themenportal DIANAweb
www.diana.sachsen.de
über den Navigationsbereich
Antrag auf Direktzahlungen und flächenbezogene Agrarförderung
bereitgestellt.
DIANAweb ist eine Webanwendung und damit ist eine Installation des Programmes nicht erforderlich.
DIANAweb unterstützt Sie bei der elektronischen Beantragung von Direktzahlungen und Agrarför-
derung, das heißt, es können sowohl die alphanumerischen Formulare wie z. B. der Sammelantrag
ausgefüllt als auch die Geometrien in einem GIS-Modul erzeugt und die dazu nötigen Sachdaten
erfasst werden. Formulare, die nur im PDF-Format bereitgestellt werden, müssen zwingend ausge-
druckt und unterschrieben in Papierform zusätzlich zum Antrag eingereicht werden.
3.1 Technische Voraussetzungen
Für die Arbeit mit DIANAweb benötigen Sie einen Internetzugang. Empfohlen wird ein DSL-Flatrate-
Anschluss mit mindestens 1 Mbit/s. Der Arbeitsspeicher Ihres Rechners (PC, Notebook) sollte min-
destens 2 GB RAM betragen. Für die Arbeit mit der Anwendung wird eine Monitorauflösung von
mindestens
1280 x 1024
empfohlen. DIANAweb wird direkt im Browser ausgeführt. Folgende Browser
wurden getestet:
Firefox, Chrome und Microsoft Edge
(die jeweils zwei aktuellsten Versionen).
Im Browser muss JavaScript aktiviert sein und der Pop-up-Blocker muss deaktiviert sein, um Pro-
bleme beim Drucken zu vermeiden. Um die Formulare lesen und drucken zu können, benötigen Sie
das Programm Adobe Reader ab der Version 9.0 oder ein vergleichbares Programm zum Lesen von
PDF-Dateien sowie einen Drucker.
3.2 Aufrufen eines Betriebes
Sie benötigen für die Anmeldung am System die Ihnen zugewiesene sächsische Betriebsnummer
(BNR10) sowie Ihre in Sachsen vergebene InVeKoS-Unternehmensnummer (BNR15) mit der zuge-
hörigen ZID-PIN.

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Digitale Antragstellung
30 |
Abbildung 3: Anmeldedialog DIANAweb
Hinweis:
Achten Sie unbedingt auf die korrekte Eingabe der Betriebsnummern. Eine Bearbeitung
in DIANAweb ist nicht möglich, wenn die eingegebenen Nummern nicht korrekt bzw. in ihrer
Kombination BNR10/BNR15+ZID-PIN nicht korrekt sind.
Liegt Ihr Betriebssitz nicht in Sachsen, Sie bewirtschaften aber Flächen in Sachsen und haben noch
keine sächsischen Betriebsnummern, dann wenden Sie sich an das FBZ/ISS, in dessen Bereich sich
Ihre Flächen befinden. Über die Zuständigkeitsbereiche der FBZ/ISS können Sie sich im Internet unter
www.lfulg.sachsen.de/
informieren.
Bewirtschaften Sie Flächen in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen, so ist i. d. R. das FBZ/ISS
zuständig, in dessen Bereich sich der größte Teil der Flächen befindet. Das FBZ/ISS vergibt die
BNR10 und veranlasst die Vergabe einer BNR15 beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und
Veterinäramt. Die Mitteilung zur vergebenen BNR15 und die zugehörige ZID-PIN erhalten Sie dann
vom Sächsischen Landeskontrollverband e.V. (LKV). Sollte Ihnen die bereits zugewiesene ZID-PIN
nicht mehr vorliegen, so können Sie diese beim LKV neu beantragen. Informieren Sie sich hierzu
unter
www.lkvsachsen.de/
. Kontaktinformationen zum LKV finden Sie auch auf der Impressum-Seite
dieser Broschüre.

Digitale Antragstellung
|
31
Hinweis:
Die PIN gilt für Ihren Zugang zu DIANAweb, OnlineGIS sowie zur HIT/ZID. Sie muss ein-
mal im Jahr (spätestens aller 400 Tage) geändert werden. Bitte prüfen Sie vor der Antragstellung
2021 in der ZID (unter
https://www.zi-daten.de/ZidProd2/
) oder auch in HIT (unter
https://www4.
hi-tier.de/HitCom/
), ob Ihre PIN weiterhin Gültigkeit besitzt oder eine Änderung erforderlich ist.
Unter Allgemeine Funktion > PIN ändern haben Sie die Möglichkeit, eine neue PIN zu vergeben.
Falls Ihre PIN bereits abgelaufen ist, werden Sie direkt nach der Anmeldung dazu aufgefordert
eine neue zu vergeben. Die Änderung der PIN ist lediglich hier oder über den LKV möglich, nicht
aber im DIANAweb!
Als Berater setzen Sie bitte das Häkchen im entsprechenden Feld und geben zusätzlich die BNR15
als Beauftragter bzw. als Mitbenutzer an. In diesem Fall muss die ZID-PIN des Beauftragten bzw.
Mitbenutzers angegeben werden.
3.3 Datenschutzerklärung
Beim ersten Aufruf des jeweiligen Betriebes erhalten Sie Informationen zur weiteren Verwendung Ihrer
mittels DIANAweb erfassten personen- und betriebsbezogenen Daten, zu Ihren Rechten in Datenschutz-
fragen und an wen Sie sich diesbezüglich wenden können. Diese Informationen sind im Datenschutz-
Informationsblatt hinterlegt und sind jederzeit unter
www.diana.sachsen.de
sowie über den
Dokumen-
tenbaum
aufrufbar.
Hinweis:
Mit Ihrer Anmeldung an DIANAweb Sachsen stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer perso-
nen- und betriebsbezogenen Daten durch das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klima-
schutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) und das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG) zu. Im Rahmen der Antragstellung werden Name, Anschrift und Kontakt-
informationen (Telefon, Fax, E-Mail) elektronisch gespeichert und verarbeitet.
Im Falle einer versehentlichen Doppelbeantragung von Teilflächen (Schlagüberlappung) werden diese
Kontaktdaten an die von der Schlagüberlappung betroffenen Dritten zur Klärung und Berichtigung
übermittelt.
Eine Zustimmung zur Verarbeitung Ihrer personen- und betriebsbezogenen Daten kann mittels
Abbrechen
verweigert werden. Dies führt dann jedoch dazu, dass der Antrag auf Direktzahlungen und
Agrarförderung nicht erstellt werden kann.

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Digitale Antragstellung
32 |
3.4 Ampelanzeige
DIANAweb prüft zyklisch die für die Antragstellung benötigten Dienste und zeigt in der Anwendung an,
ob abhängige Dienste ordnungsgemäß verfügbar sind.
Sind keine Auffälligkeiten bekannt, wird dies mit der Anzeige
links oben in der Anwendung signalisiert.
Ein gelbes Ausrufezeichen
signalisiert, dass ein eingeschränktes Arbeiten möglich ist. Mit Klick auf
das Symbol werden die Einschränkungen benannt.
Mit
wird angezeigt, dass ein Arbeiten in DIANAweb aktuell nicht möglich ist, da Probleme am An-
wendungsserver selbst oder mit der benötigten ZID-Anmeldung festgestellt wurden.
3.5 Der Aufbau von DIANAweb
3.5.1 Besonderheiten bei der Bedienung
DIANAweb ist eine webbasierte Anwendung, die die Formularvorgaben und Bedingungen jeweils
für ein Antragsjahr beinhaltet. Spezielle Informationen zur Bedienung, Tipps und Tricks finden im
Dokumentenbaum unter Hilfestellung sowie im Internet unter
www.diana.sachsen.de
.
3.5.2 Der zentrale Bearbeitungsbereich
Nach dem Anmelden eines Betriebes (BNR10/BNR15+ZID-PIN) wird der zentrale Bearbeitungsbereich
des Programms DIANAweb angezeigt. In der oberen Menü- und Werkzeugleiste finden Sie die we-
sentlichen Funktionsaufrufe zur Steuerung der Antragsbearbeitung – Speichern, Drucken, Einreichen,
Historie und Wechsel zu den Flächenangaben (Flächenverzeichnis und GIS) sowie die Anzeige des ak-
tuell bearbeiteten Betriebes. Über den Abmelde-Knopf wird der Betrieb abgemeldet und Sie gelangen
zur zentralen Anmeldeseite (siehe auch
3.2
). Verlassen Sie DIANAweb
immer
über die Schaltfläche
Abmelden
oben rechts:
Damit wird erreicht, dass Sie vor dem Beenden gefragt werden, ob Sie Ihre erfassten Daten speichern
möchten.
Wird der Internetbrowser durch einen unvorhergesehenen Abbruch beendet bzw. der Rechner un-
vermittelt heruntergefahren, können Daten verloren gehen und eine Anmeldung unmittelbar danach
ist nicht möglich.

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Digitale Antragstellung
|
33
Hinweis:
Nach einem Abbruch müssen Sie Ihren Zugang über HERBERT wieder frei schalten
lassen.
Abbildung 4: DIANAweb – obere Menü- und Werkzeugleiste
Auf der linken Seite finden Sie den
Dokumentenbaum
und die
Dokumentenliste
sowie unter Mel-
dungen alle zum aktuellen Stand der Antragsbearbeitung gegebenenfalls vorhandenen Fehler.
Abbildung 5: DIANAweb – linker Navigationsbereich
Rechts neben dem linken Navigationsbereich sehen Sie das große Bearbeitungsfenster, in dem je nach
Modul entweder die aufgerufenen Formulare oder die Kartenansicht angezeigt werden. Haben Sie
sich gerade angemeldet oder kein Formular ausgewählt, so ist das große Fenster leer. Wenn Sie zum
GIS-Modul wechseln, so sehen Sie im großen Fenster die GIS-Kartenansicht. In der linken Navigati-
onsleiste werden Ihnen dann die, für die Flächenbearbeitung erforderlichen, Ebeneninformationen
angezeigt. Über das
Lupensymbol
können Sie die jeweiligen Objekte in der GIS-Karte aufrufen, siehe
auch Abschnitt
3.5.4
.
3.5.3 Der Formularbereich in DIANAweb
Im
Dokumentenbaum
und der
Dokumentenliste
stehen die für das Antragsjahr gültigen Antrags-
formulare.
Die Anzeige im
Dokumentenbaum
wurde im Ergebnis der Evaluierung neu strukturiert,
siehe nachfolgende Abbildung.
Abbildung 6: DIANAweb – Neustrukturierung im Dokumentenbaum

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Digitale Antragstellung
34 |
In der
Dokumentenliste
stehen alle zur Antragstellung benötigten Formulare. Im
Dokumentenbaum
finden Sie neben den Antragsformularen weitere Informationen und Zusatzdokumente sowie Hilfe-
stellungen. Sowohl der
Dokumentenbaum
als auch die
Dokumentenliste
dienen Ihnen zur Navigation
zwischen den einzelnen Formularen, von hier aus erfolgt der Aufruf der Formulare durch einen einfa-
chen Klick auf das jeweilige Formular. Alle flächenbezogenen Formulare sind tabellarisch aufgebaut.
3.5.4 Das Layout des GIS-Moduls in DIANAweb
Die Bearbeitung der Schläge, der ökologischen Vorrangflächen
und neu, der ISA-Streifen
erfolgt
im Kartenfenster, welches den zentralen Bereich des GIS-Moduls darstellt. Die für die Bearbeitung
erforderlichen GIS-Werkzeuge sind oberhalb der Karte angeordnet. Wenn Sie mit der Maus über ein
Werkzeug fahren und kurz verweilen, wird Ihnen die jeweilige Funktion des Werkzeugs angezeigt.
Ausführliche Information zur Funktionsweise finden Sie unter Hilfestellung im
Dokumentenbaum
sowie im Internet unter
www.diana.sachsen.de
.
Abbildung 7: GIS-Modul in DIANAweb
Links neben dem Kartenfenster sehen Sie den GIS-Detailbereich. Zu ausgewählten Ebenen werden
Ihnen hier die Informationen zum jeweils aktiven Objekt angezeigt. Standardmäßig erfolgt die An-
zeige der Informationen zu den vorhandenen Ebenen dialogbasiert. Über die Pfeile rechts können
Sie zwischen den einzelnen Datensätzen navigieren. Mit Klick auf das
Lupensymbol
wird Ihnen das
ausgewählte Objekt in der Karte angezeigt. Dabei werden ausgewählte Schläge oder EFA zentriert
dargestellt und entsprechend grün markiert. Referenzobjekte werden ausschließlich zentriert dar-
gestellt.

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Digitale Antragstellung
|
35
Bitte beachten Sie, dass zu einem Schlag mehrere EFA-Elemente
sowie ggf. auch mehrere ISA-Streifen
vorhanden sein können. Daher werden Ihnen die EFA-Elemente und
die ISA-Streifen
des jeweils
aktiven Schlages im linken GIS-Detailbereich angezeigt.
Alle weiteren Ebenen in diesem Detailbereich zeigen immer die zu Ihrem Gesamtantrag passende Anzahl
an Elementen an. So werden in der Ebene
Feldblöcke
beispielsweise alle Feldblöcke aufgelistet, auf denen
Sie Schläge beantragen. Die Ansicht in den jeweiligen Ebenen kann von dialogbasiert auf tabellarisch
geändert werden, indem Sie das
Tabellensymbol
ganz rechts anklicken. Dann werden Ihnen alle
Objekte tabellarisch aufgelistet – siehe nachfolgende
Abbildung 8
. Eine Sortierung der Daten ist mit
Klick in den jeweiligen Spaltenkopf möglich.
Abbildung 8: GIS-Modul – linker Detailbereich – Schläge: tabellarische Anzeige
Mit Klick in die Karte werden die Grundinformationen der Objekte, die sich an dieser Stelle befinden,
angezeigt – Maptipp. Liegen mehrere Ebenen dort vor, wo gerade geklickt wird, so werden Ihnen
mit jedem Klick nacheinander alle Informationen zur jeweils aktiven Ebene im Maptipp angezeigt.
Welche Ebenen in DIANAweb 2021 eingebunden sind, können Sie in der
Legende
einsehen. Hier
können Sie auch die Sichtbarkeit der Ebenen steuern. Setzen oder entfernen Sie dazu das Häkchen
in der Spalte Sichtbarkeit für die jeweilige Ebene. Ausführliche Information zur Funktionsweise
finden Sie unter Dokumentenbaum > Hilfestellung > Hilfe, Tipps und Tricks sowie im Internet unter
www.diana.sachsen.de
.

 
Digitale Antragstellung
36 |
4. Anträge und Anlagen im Formularteil erfassen
Alle Antragsdaten, soweit sie nicht bereits vorausgefüllt sind (Stammdaten) oder aus dem GIS-Modul
übergeben werden, müssen im jeweiligen Formular erfasst werden. Der Aufruf erfolgt über einen
einfachen Klick entweder im
Dokumentenbaum
oder in der
Dokumentenliste
.
Welche Dokumente gibt es im Antragsverfahren 2021?
4.1 Stammdatenblatt
Das Stammdatenblatt ist im
Dokumentenbaum
neu unter
betriebliche Informationen/Übersichten
zum Antrag
eingeordnet und dient weiterhin zu Ihrer Information, welche Daten zu Ihrem Betrieb beim
zuständigen FBZ/ISS vorliegen. Bitte überprüfen Sie die Daten in diesem Blatt. Besonderes Augenmerk
liegt auf der Gültigkeit der Kontodaten, wenn mehrere Kontoverbindungen vorhanden sind. Eine Ände-
rung direkt im Stammdatenblatt ist nicht möglich. Sofern Korrekturen erforderlich sind, sind diese wie
bislang dem zuständigen FBZ/ISS schriftlich anzuzeigen. Für Änderungen unabhängig von der aktuellen
Antragstellung können Sie das Stammdatenblatt ausdrucken und die betroffenen Daten auf dem Papier
korrigieren und dieses bei dem zuständigen FBZ/ISS einreichen.
4.2 Sammelantrag
Der
Sammelantrag
ist das zentrale Formular des Agrarantrags. In ihm sind alle Anträge auf Direkt-
zahlungen und Agrarförderungen integriert.
Das Sammelantragsformular lässt sich grob in fünf Bereiche gliedern:
Angaben zum Betrieb/ Stammdaten
Cross-Compliance-relevantes Betriebsprofil
Integrierte Anträge
Einwilligung in die Datenweitergabe
Erklärungen und Verpflichtungen
Die Fragen bezüglich der Weitergabe von Daten werden im
Dokumentenbaum
als separates Formular
angezeigt, gehören aber formal mit zum Sammelantragsformular und werden beim Ausdruck des
Formulars auch berücksichtigt.

 
Digitale Antragstellung
|
37
4.2.1 Angaben zum Betrieb/Stammdaten
Bereits beim Anmelden eines Betriebes geben Sie die Unternehmensnummer InVeKoS (auch BNR15
oder Registriernummer nach Viehverkehrsverordnung, VVO-Nr. oder Unternehmensnummer InVeKoS/
ELER genannt) sowie die sächsische Betriebsnummer (BNR10) an. Beide Nummern werden ins Sam-
melantragsformular vorgetragen.
Die Ausgabe der BNR15 (VVVO-Nr.) erfolgt über das LfULG durch die Lebensmittelüberwachungs-
und Veterinärämter (LÜVÄ) bei den Landratsämtern. Die Nummer ist 15-stellig. Sie wird deshalb in
Sachsen auch als Unternehmensnummer InVeKoS/ELER-BNR15 bezeichnet und ist für bundesweite
Datenverarbeitungszwecke und für die Bewilligung von Anträgen unabdingbar. Bei den ersten drei
vorgegebenen Zahlen (276) handelt es sich um die Kennung für den Mitgliedstaat Deutschland, dann
folgt die Länderkennung (14 = Sachsen). Es ist die BNR15, die Ihnen gleichzeitig mit Ihrer PIN den
Zugang zur ZID ermöglicht, wenn sie keine Registriernummern für Betriebsstätten haben.
Für alle anderen Betriebsstätten des Unternehmens, in denen Tierhaltung erfolgt, sind weitere BNR15
anzugeben (Auswahl über die Schaltfläche
Zeile hinzufügen
). Damit ist eine Zuordnung der einzelnen
Betriebsstätten zum Unternehmen über die Registriernummer nach Viehverkehrsverordnung möglich.
Befindet sich Ihr Betriebssitz außerhalb Sachsens und beantragen Sie in Sachsen keine Direktzahlun-
gen, sondern nur Maßnahmen nach den RL AuW/2007, Teil B, AUK/2015, TWN/2015, ÖBL/2015 und/
oder FRL
ISA/2021
, so geben Sie bitte im entsprechenden Feld die 15-stellige Unternehmensnummer
(BNR15) an, unter der Sie in dem entsprechenden Bundesland Direktzahlungen oder eine andere
Maßnahme beantragt haben. Diese Unternehmensnummer wird in den einzelnen Bundesländern
verschieden bezeichnet. Wurden Ihnen mehrere Betriebsnummern vergeben, dann geben Sie bitte
die Unternehmensnummer (dem Unternehmen übergeordnete Nummer/Zugangsnummer zu HIT/
ZID, nicht die Nummern von Betriebsstätten) in der entsprechenden Zeile an. Bestätigen Sie dazu
die Abfrage zur Lage des Betriebssitzes in einem anderen Bundesland.
Nachfolgend sind die Adressdaten zu erfassen, zu ergänzen oder ggf. zu korrigieren. Soll die Zustel-
lung der Bescheide und der Mitteilungen aus FBZ/ISS an eine andere Adresse erfolgen, muss diese
unter dem
Punkt 2.3
Zustelladresse erfasst werden.
1)
Niedersachsen:
Registriernummer oder Betriebsnummer für das Antragsverfahren;
Brandenburg:
BNR-ZD (Betriebsinha-
bernummer auf der zentralen Datenbank);
Sachsen-Anhalt:
EU(Betriebs)nummer oder BNR ZD 12 stellig;
Rheinland-Pfalz:
Nummer des Unternehmens;
Bayern:
landwirtschaftliche Betriebsnummer;
Nordrhein-Westfahlen:
ZID-Registriernummer;
Hessen/Thüringen:
Personalident

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Digitale Antragstellung
38 |
Die Felder
Telefonnummer, Faxnummer, Telefonnummer (mobil)
und
E-Mail
sind als Pflichtfelder
definiert. Es muss deshalb eine Auswahl zwischen einer Eingabe oder der Aktivierung des Feldes
Keine Angabe
vorgenommen werden. Bitte geben Sie immer die Telefonnummern, die Faxnummer
und Ihre E-Mail-Adresse an. So ist eine Problemlösung in Ihrem Interesse schneller möglich.
Nicht alle Stammdaten vom Amt können eindeutig im Sammelantragsformular voreingestellt werden,
bei einigen ist eine Auswahl über die Auswahlliste
erforderlich. Klicken Sie auf
den Pfeil und wählen Sie den richtigen Eintrag aus der Liste aus.
Liegen zu Ihrem Betrieb im FBZ/ISS ggf. mehrere Bankverbindungen vor, dann wählen Sie für den
Sammelantrag das für das Antragsjahr 2021 gültige Konto aus. Überprüfen Sie Ihre Angaben zu
IBAN und BIC.
Abbildung 9: Sammelantragsformular – Auswahl der Kontoverbindung
Bitte beachten Sie, dass der vom FBZ/ISS vorgetragene Bank Identifier Code (BIC) ggf. abweichend
von Ihrem gemeldeten BIC sein kann. Dies kann bei Kontoführung in kleineren Filialen der Fall sein.
Hier wurde auch bereits in der Vergangenheit über den im Amt vorliegenden zentralen Bankenkatalog
der sogenannte zahlungsrelevante BIC zugeordnet und Ihnen auch auf dem Bescheid ausgewiesen.
Eine Änderung ist in diesen Fällen nicht erforderlich. Im Zweifel fragen Sie ggf. im für Sie zustän-
digen FBZ/ISS nach.
Weitere Angaben zum Unternehmen wie Finanzamt, Organisationsform sowie Beteiligung der öf-
fentlichen Hand und die Angaben zur Hopfenerzeugergemeinschaft werden wie in den Vorjahren
abgefragt.
Seit dem Jahr 2018 werden die Arbeitskräfte (AK) ausführlicher als bisher erfasst, um die Daten-
grundlagen für Analysen, u. a. zur Mittelverteilung aus der Gemeinsame Agrarpolitik der Europäi-
schen Union (GAP), zu verbessern. Bei den Arbeitskräften werden die Personen erfasst, die mit der
landwirtschaftlichen Produktion des Betriebs beschäftigt sind. Dazu gehören folgende Tätigkeiten:
alle Feld-, Hof- und Stallarbeiten,
Betriebsorganisation und -leitung,
Unterhaltung der Betriebsgebäude und Maschinen,

 
Digitale Antragstellung
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39
Lagerung, Verarbeitung (z. B. Silierung) und Marktvorbereitung (z. B. Verpackung),
innerbetriebliche Transportleistungen z. B. beim Absatz selbsterzeugter Produkte des Betriebes
und beim Bezug von Produktionsmitteln,
weitere Tätigkeiten, die nicht von der landwirtschaftlichen Haupttätigkeit getrennt werden kön-
nen sowie
Nachbarschaftshilfe in anderen landwirtschaftlichen Betrieben.
Im Antrag sollen die Vollbeschäftigten, die Teilbeschäftigten und die Saison-Arbeitskräfte angegeben
werden, die die oben genannten Tätigkeiten ausführen. Nebentätigkeiten (Arbeiten außerhalb des
Betriebs) sollen nicht berücksichtigt werden. Diversifizierungsmaßnahmen (Nutzung der Arbeits-
kräfte/Betriebsmittel für andere Tätigkeiten, z. B. Lohnarbeit, Direktvermarktung, Vermietung von
Ferienunterkünften u. a.) werden in einer separaten Zeile erfasst. Die dort genannten Arbeitskräfte
dürfen noch nicht bei den Familien- oder abhängig beschäftigten Arbeitskräften angegeben sein.
Wenn der Antrag von einem landwirtschaftlichen Unternehmen oder einer Einzelperson gestellt wird,
sind alle Arbeitskräfte zu nennen. Wenn der Antragstellende hauptsächlich in anderen Bereichen
tätig ist (Verwaltung, Gewerbe, gemeinnütziger Verein u. a.), sind nur die Arbeitskräfte zu nennen,
die direkt mit der Bewirtschaftung der im Antrag genannten Flächen und Tiere beschäftigt sind.
Angaben zur Größe des Unternehmens (KMU-Tabelle) sind nur bei Beantragung nach RL TWN/2015
oder FRL ISA/2021 erforderlich.
4.2.2 Cross-Compliance-relevantes Betriebsprofil
Grundsätzlich sind ebenso wie in den Vorjahren im
Punkt 7
Fragen im Rahmen der Einhaltung von
Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze, Kennzeichnung
und Registrierung von Tieren und Tierschutz (Cross Compliance) zu beantworten.
Hinweis:
Falsche oder fehlende Angaben können zu einer Kürzung der Direktzahlungen, AZL,
AUK und ÖBL führen. Außerdem finden die Angaben im Rahmen der Cross Compliance-Kontrollen
Verwendung. Weitere Informationen sind in der Cross Compliance-Broschüre des SMEKUL von
2021 und im Internet unter
www.landwirtschaft.sachsen.de
> EU Direktzahlungen > Cross Com-
pliance zu finden.
4.2.3 Integrierte Anträge
Alle Anträge sind in das Sammelantragsformular integriert (es gibt keine eigenständigen Antragsfor-
mulare). Die Anträge können in den
Punkten 8 bis 19
angehakt und damit gestellt werden.

Digitale Antragstellung
40 |
Im Einzelnen sind dies:
Antrag auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen (ZA) – Sonderfälle
Antrag auf Basisprämie und Greeningprämie (BPR und GPR)
Antrag auf Umverteilungsprämie (UP)
Antrag auf Junglandwirteprämie (JPR)
Antrag auf Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung – Sonderfall Vererbung (KLR)
Antrag auf Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZL)
Antrag auf Förderung von „Langfristigen Maßnahmen“ nach dem Programm UL
(RL 73/2000, Teil E) (LU)
Antrag auf Einkommensverlustprämie bei Anträgen auf Waldmehrungnach
RL AuW/2007, Teil B (ÖW)
Antrag auf Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUK)
Antrag auf Förderung des Ökologischen Biologischen Landbaus (ÖBL)
Antrag auf Förderung von Teichwirtschaft und Naturschutzmaßnahmen (TWN)
Antrag auf Förderung von Maßnahmen des Insektenschutzes und der Artenvielfalt (ISA)
Zu den Anträgen gehören ggf. eine oder mehrere Anlagen, die im
Dokumentenbaum
aufgelistet
sind. Weitere Erläuterungen zu diesen finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten zu den einzelnen
Anträgen sowie im Abschnitt
Flächenbezogene Angaben erfassen.
4.2.3.1 Antrag auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen (ZA) – Sonderfälle
2021 ist eine Zuweisung in folgenden Sonderfällen möglich:
a) bei Aufnahme einer landwirtschaftlichen Tätigkeit (Neueinsteiger) ab dem 01.01.2019
b) an Junglandwirte
Für die Fälle nach a) und b) gilt: Das Schaffen einer günstigen Konstellation für die Beantragung der
Zuweisung von ZA (Verdacht auf Umgehungstatbestand) durch Neueinsteiger und Junglandwirte,
insbesondere im Falle von Betriebsübernahmen/-teilungen/-neugründungen ist durch den Antrag-
stellenden auszuräumen bzw. wird überprüft. Bitte weisen Sie anhand geeigneter Unterlagen, z.
B. Kopien von Hofübergabeverträgen, Kauf- oder Pachtverträgen bzw. Vereinbarungen etc. nach,
weshalb eine Übernahme von Zahlungsansprüchen vom bisherigen Antragstellenden nicht möglich
war. Sofern der Antrag auf Zuweisung von ZA mit der Anspruchsgrundlage Junglandwirt erfolgt,
ist für natürliche Personen mit gemeinsamer Antragstellung sowie juristische Personen/ Personen-
vereinigungen die Erfassung der relevanten Angaben in der Anlage JLW erforderlich (siehe auch
Anlage JLW
).

Digitale Antragstellung
|
41
Antragstellende, die bereits aufgrund eines Antrages in den Jahren 2015 bis 2020 ZA zugewiesen
bekommen haben, können keine weiteren ZA zugewiesen bekommen (beispielsweise für Flächen aus
Pachtrückläufen).
Das Datum der Aufnahme einer landwirtschaftlichen Tätigkeit für Neueinsteiger und das Erstnie-
derlassungsdatum für Junglandwirte darf zeitlich nicht nach dem Datum liegen, an dem Sie Ihren
Sammelantrag einreichen.
c) für im Jahr 2015 angemeldete Infrastrukturmaßnahmen
d) für im Jahr 2015 angemeldete Grundbruchflächen
Für die Fälle nach c) oder d) gilt: Wurden im Jahr 2015 Flächen als nicht beihilfefähig aufgrund von
Infrastrukturmaßnahmen bzw. von Grundbruchflächen (Fälle höherer Gewalt und außergewöhnlicher
Umstände) angemeldet und sind diese 2021 erstmalig ganzjährig beihilfefähig, kann eine Zuweisung
von ZA für diese Flächen erfolgen. Nur in diesen Fällen ist der
Punkt 8.3
und/oder
8.4
anzukreuzen.
Die Fläche, für die eine Zuweisung erfolgen soll, ist in der Anlage zum Antrag auf Zuweisung von
Zahlungsansprüchen 2021 (Anlage ZA 2021) schlagbezogen manuell einzutragen. Kennzeichnen Sie
in der Anlage ZA diejenigen Schläge, für die Sie 2021 die Zuweisung von ZA beantragen möchten und
geben Sie die jeweilige Fläche ein.
Die Flächen müssen Ihnen zum 17. Mai 2021 zur Verfügung
stehen und das gesamte Kalenderjahr 2021 beihilfefähig sein.
Eine Zuweisung von ZA ist nur
für Flächen möglich, die im Antrag 2015 aufgeführt und entsprechend gekennzeichnet waren. Eine
Überprüfung Ihrer Angaben erfolgt GIS-basiert auf Basis der Antragsjahre 2015 bis 2021.
Es können mehrere Antragspunkte (a/b/c/d) für Sie zutreffen.
ZA können maximal für Flächen zugewiesen werden, für die im aktuellen Jahr noch keine ZA vor-
handen sind. Bereits vorhandene ZA durch Zuweisung, Zukauf, Pacht oder Erbe werden angerechnet.
Sämtliche erforderliche Nachweise sind mit dem Antrag einzureichen –
es gelten die dafür fest-
gelegten Termine und Verspätungsregelungen.
Die Basis für die Zuweisung von Zahlungsansprüchen in Sachsen bilden die von Ihnen zum 17. Mai
2021 angemeldeten und Ihnen zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Flächen. Diese müssen,
egal ob es sich um Eigentums- oder Pachtflächen handelt,
ganzjährig beihilfefähig
, im Flächen-
verzeichnis mit
„BPR“
beantragt sein und eine
Mindestschlaggröße von 0,3000 ha
aufweisen.
Bei Verweigerung einer Kontrolle im Rahmen der Antragsprüfung sind die Antragsvoraussetzungen
nicht mehr erfüllt. Die Zuweisung von ZA wird abgelehnt.

Digitale Antragstellung
42 |
4.2.3.2 Antrag auf Basisprämie und Greeningprämie (BPR und GPR)
Die Beantragung der Basisprämie erfolgt durch Aktivierung der Zahlungsansprüche mit beihilfefähigen
Flächen. Die Basisprämie kann für alle Flächen beantragt werden, die dem Betrieb am 17. Mai 2021 zur
Verfügung stehen, wenn sie das gesamte Kalenderjahr über beihilfefähig sind. Bitte beachten Sie, dass
die zur Aktivierung vorgesehenen ZA zum 17. Mai 2021 in Ihrem ZA-Konto verfügbar sein müssen. Für
eine Aktivierung müssen die im Flächenverzeichnis – der Anlage FV – aufgeführten Flächen im Feld
Beantragung von…
mit „BPR“ gekennzeichnet werden. Wenn die Flächensumme aller beihilfefähigen
Schläge eines Betriebes die Größe von 1 ha und/oder die Verfügbarkeit von 1,0 Zahlungsansprüchen
(ZA) unterschreitet, wird der Antrag auf Basisprämie sowie alle weiteren beantragten Direktzahlungen
abgelehnt. Berücksichtigt werden im Belegenheitsland Sachsen nur Schläge ab einer Mindestgröße
von 0,3000 Hektar.
Aktivierung von Zahlungsansprüchen (ZA)
Jeder ZA, der am
17. Mai 2021
auf dem Konto des Betriebsinhabers in der Zentralen-InVeKoS-Datenbank
(ZID) verfügbar ist, kann grundsätzlich durch einen Hektar beihilfefähiger Fläche für die BPR aktiviert
werden. Ist die Zahl der verfügbaren ZA größer als die beihilfefähige Fläche, so wird in einem automati-
sierten Verfahren die Kombination von ganzen ZA und ggf. vorhandenen Bruchstücken ermittelt, welche
die beihilfefähige Fläche am wenigsten übersteigt. Die so ermittelte Menge an ZA gilt als aktiviert. Seit
2019 wird bei dieser Berechnung nicht mehr nach Regionen (Bundesländern) unterschieden. Innerhalb
Deutschlands kann damit jeder ZA mit jedem Hektar beihilfefähiger Fläche aktiviert werden.
Wurden 2020, auch nach ggf. erfolgtem Einzug, nicht alle ZA eines Betriebsinhabers aktiviert und
kommt es auch 2021 nicht zu einer vollständigen Aktivierung aller ZA, so wird die Anzahl der in
beiden Jahren nicht aktivierter ZA in die nationale Reserve eingezogen. Die Anzahl der im Jahr 2020
nicht aktivierten ZA und der voraussichtliche Einzug kann in der ZID unter <Übersicht ZA-Konto für
Antragstellung> in der <Übersicht Nutzung> eingesehen werden. Nach ggf. erfolgtem Einzug wird
hier ab Ende April 2021 auch die endgültige Anzahl nicht aktivierter ZA nach Einzug angezeigt.
Durch den Einzug von ZA, aber auch durch zwischenzeitliche Übertragungen oder betriebliche Um-
strukturierungen, kann es zu unerwarteten Auswirkungen auf die Anzahl verfügbarer ZA für das
Antragsjahr 2021 kommen. Überprüfen Sie daher unbedingt rechtzeitig vor dem Stichtag 17. Mai die
Anzahl prämienrelevanter ZA in Ihrem ZA-Konto (
https://www3.zi-daten.de/
).
Werden Maisflächen (NC 171 – Mais oder NC 411 – Silomais) als Labyrinthe umgestaltet, können diese seit
2020 als landwirtschaftliche Nutzung beantragt werden. Beihilfefähig kann dabei nur diejenige Fläche
sein, auf denen der Mais angebaut wird. Nicht beihilfefähig bleiben weiterhin die Labyrinth-Wege, da auf
diesen der Freizeit- und Erholungszweck überwiegt und eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung vorliegt.

Digitale Antragstellung
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43
Voraussetzung der Beihilfefähigkeit ist grundsätzlich, dass der Maisanbau durch die Benutzung des
Labyrinthes nicht stark eingeschränkt wird. Das heißt, dass die Frequentierung der Wegeflächen
nicht zu einer Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung der angrenzenden Maisflächen in
Intensität, Art, Dauer und Zeitpunkt (gemäß Art. 32 Abs. 3 Uabs. 1 Buchst. a) EU (VO) 1307/2013)
führen darf. Dies entspricht den Vorgaben, die grundsätzlich für alle beihilfefähigen Flächen gelten.
Da die Wege des Labyrinthes nicht beihilfefähig sind, sind diese bei der Antragstellung aus der
Schlaggeometrie als Sperrflächen auszugrenzen. Dies kann manuell durch Einzeichnen einer Sperr-
fläche erfolgen, die der Flächensumme der Labyrinth-Wege entspricht. Nutzen Sie dazu (soweit
vorhanden) die Informationen aus dem „Labyrinth-Shape“, welches für die konkrete Gestaltung des
Labyrinths vor Ort genutzt wird.
Weiterhin müssen Sie im Flächenverzeichnis den Schlag mit dem zusätzlichen Merkmal „LiF“ (Laby-
rinth in der Fläche) kennzeichnen (siehe auch
4.3.3
).
Greening
Mit der Beantragung der Basisprämie verpflichten Sie sich gleichzeitig zur Einhaltung der Auflagen
der dem Klima- und Umweltschutz förderlichen Landbewirtschaftungsmethoden, dem sogenannten
Greening
, auf allen beihilfefähigen Flächen, unabhängig davon, ob für diese Flächen Zahlungsan-
sprüche aktiviert werden (= Antrag BPR) oder nicht. Nur bei Einhaltung der Greeningauflagen wird
die sogenannte Greeningprämie (GPR) im vollen Umfang gewährt. Es ist nicht möglich, nur die Ba-
sisprämie oder auch nur die Greeningprämie zu beantragen. Die Greeningprämie kann maximal für
die Fläche gewährt werden, die im Flächenverzeichnis mit „BPR“ beantragt ist.
Im
Punkt 9.2
des
Sammelantrags
sind verschiedene betriebsbezogene Fragen zur Befreiung von
einzelnen oder allen Greening-Verpflichtungen aufgeführt.
Anerkannte Betriebe des ökologischen Landbaus, die für das gesamte Antragsjahr über eine Beschei-
nigung gemäß Art. 29 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 verfügen, sind von den Greening-Verpflich-
tungen befreit und haben automatisch ein Anrecht auf die Gewährung der Greeningprämie. Dies gilt
jedoch nur für die Flächen, die auch ökologisch bewirtschaftet werden. Es ist deshalb anzugeben,
ob der Betrieb gesamtbetrieblich ökologisch bewirtschaftet wird oder nicht. Werden nur Teile des
Betriebes ökologisch bewirtschaftet, so müssen die entsprechenden Flächen in der Anlage FV mit
dem Merkmal „ÖKO“ gekennzeichnet werden. Dies ist nicht erforderlich, wenn der gesamte Betrieb
ökologisch bewirtschaftet wird.

Digitale Antragstellung
44 |
Betriebe, die sich im ersten Jahr der Umstellung befinden, fügen dem Sammelantrag eine Kopie des
mit der privaten Kontrollstelle geschlossenen Kontrollvertrages (Art. 27 und Art. 28 Abs. 1 Buchst. b)
der Verordnung (EG) 834/2007) bei.
Neben der Bescheinigung gemäß Art. 29 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 muss zusätzlich bis
spätestens 15. Januar 2022 das von der beauftragten Kontrollstelle ausgefüllte und unterzeichnete
Öko-Kontrollblatt beim zuständigen FBZ/ISS eingereicht werden.
Betriebe, welche ökologisch wirtschaften, aber trotzdem am Greening teilnehmen möchten, haken
das entsprechende Feld an.
Betriebe, deren 2021 angemeldetes Ackerland zu mehr als 50 % im Vorjahr von einem anderen Be-
triebsinhaber bewirtschaftet wurde, sind von den Bestimmungen zur Anbaudiversifizierung befreit,
wenn sie auf allen ihren Ackerflächen eine andere Kulturart als im Vorjahr anbauen und das entspre-
chende Feld im
Sammelantrag
anhaken. Zur Überprüfung müssen Betriebsinhaber, die diese Voraus-
setzungen erfüllen und von dieser Regelung Gebrauch machen möchten, zusätzlich zum Anklicken
des entsprechenden Feldes im
Sammelantrag
im zuständigen FBZ/ISS eine Kopie der Anlage FV 2020
des Betriebsinhabers, der im Vorjahr die Flächen bewirtschaftet hat, in Papierform vorlegen. Die
Einhaltung der genannten Voraussetzungen gemäß Artikel 44 Absatz 3 Buchstabe c der Verordnung
(EU) Nr. 1307/2013 wird vom FBZ/ISS darüber hinaus durch einen Abgleich der GIS-Daten aus beiden
Antragsjahren überprüft.
Unter
Punkt 9.3
„Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln“ ist mit dem Setzen des Häkchens
der Nachweis über die Kenntnis des Ausbringverbotes von Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen
Vorrangflächen zu erbringen.
Der
Punkt 9.4
des
Sammelantrags
betrifft nur die Antragstellenden, die im Antragsjahr 2015 an der
Kleinerzeugerregelung (KLR) teilgenommen und diese mindestens 2015 erhalten haben, ab 2021 aber
nicht mehr daran teilnehmen möchten. Mit dem Setzen des Häkchens entscheiden Sie sich für das
Ausscheiden. Mit dem Austritt aus der KLR entfällt ab 2021 die jährliche Begrenzung der Zahlung
auf 1.250 EUR und es gelten die üblichen Beihilfevoraussetzungen. Um Direktzahlungen zu erhalten,
müssen Sie, so wie bisher, die Basisprämie mit Greeningprämie, die Umverteilungsprämie und ggf. die
Junglandwirteprämie beantragen (siehe auch Abschnitt
4.2.3.5
).
Für die Basisprämie relevante Anlagen sind das Flächenverzeichnis (
Anlage FV
) inkl. der Angabe der
Lage der Schläge (Geometrien), die Anlage zu den ökologischen Vorrangflächen (
Anlage EFA
), die

Digitale Antragstellung
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45
Anlage Nutzhanf (
NH
), die Anlage für ergänzenden Informationen zum Anbau von Niederwald mit
Kurzumtrieb (
KUP
) sowie das Tierbestandsverzeichnis (
Anlage TB
).
Anlage FV
Hinweise zur Erfassung der flächenbezogenen Angaben in Kombination mit dem Erzeugen von Geo-
metrien finden Sie im Abschnitt
4.3 Flächenbezogene Angaben
erfassen
Anlage EFA
Ökologische Vorrangflächen werden zum Schlag erfasst. Es können zu einem Schlag auch mehrere
ökologische Vorrangflächen angegeben werden.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass, soweit EFA-Streifen, EFA-LE und/oder ISA-Streifen zum Schlag
erfasst werden, die Summe der Fläche dieser EFA-Elemente zuzüglich ISA-Streifen maximal 50 %
der jeweiligen Schlagfläche betragen darf.
Ausführliche Hinweise zur Erfassung der ökologischen Vorrangflächen finden Sie im Abschnitt
4.3.5
Ökologische Vorrangflächen – die Anlage EFA.
Anlage NH
Wird Nutzhanf in Reinkultur (NC 701)
oder in Saatgutmischungen (neu: NC 866)
angebaut, so muss
seit 2018 im FV die angebaute Sorte je Schlag angegeben werden. Darüber hinaus sind folgende
Unterlagen einzureichen:
Anzeige des Anbaus von Nutzhanf gemäß § 24 a BtMG (Vorlage bis 1. Juli 2021 bei der BLE)
Erklärung über die Aussaatflächen von Nutzhanf (Vorlage bis 17. Mai 2021 bei der Landwirt-
schaftsbehörde, wo der Sammelantrag gestellt wird)
Saatgutetiketten
Anbau von Nutzhanf – Meldung über den Beginn der Blüte (Vorlage bei der BLE bei Beginn der
Blüte)
Die erforderlichen Formulare finden Sie auf der Web-Seite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und
Ernährung (BLE) unter folgender Adresse:
www.ble.de
> Unsere Themen > Landwirtschaft > Nutzhanf.
Dort finden Sie auch den Katalog über den Anbau der zugelassenen Nutzhanfsorten sowie weitere
Informationen (Merkblätter).

Digitale Antragstellung
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Für die Direktzahlungen kommen nur die Hanfsorten in Betracht, die am 15. März des Jahres, für das
die Zahlung gewährt wird, im gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten
aufgeführt sind und gemäß Artikel 17 der Richtlinie 2002/53/EG veröffentlicht werden.
Zur Kontrolle des verwendeten Hanfsaatgutes ist dem Sammelantrag das amtliche Originaletikett
beizufügen. Beim Anbau einer nicht zulässigen Hanfsorte (THC-Gehalt mehr als 0,2 %) wird die ent-
sprechende Fläche für die Basisprämie aberkannt.
Hinweis:
Verwenden mehrere Erzeuger das Saatgut aus einer mit einem amtlichen Etikett versehe-
nen Verpackung, so ist von einem Erzeuger das amtliche Etikett im Original und von den übrigen
Erzeugern unter Hinweis auf das amtliche Etikett eine beglaubigte Fotokopie ihrer Anbauerklärung
mit Darstellung des Sachverhaltes der BLE zu übermitteln.
Bitte beachten Sie
, dass zur Flächenidentifizierung die Angabe des Lang-FLIK erforderlich ist
(z. B. DESNLI0390016132).
Sollten Sie den Anbau von Hanf als Zwischenfrucht planen, so sind die entsprechenden Flächen
bereits zum
17. Mai 2021
im FV zu kennzeichnen. Darüber hinaus ist, wie beim Anbau von Hanf als
Hauptfrucht, die Angabe der angebauten Sorten je Schlag erforderlich. Für den Anbau von Hanf als
Zwischenfrucht gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen, wie beim Anbau als Hauptfrucht.
Informieren Sie sich auf den o. g. Seiten der BLE im Internet.
Anlage KUP
Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb (NC 841) sind nur dann beihilfefähig, wenn Baumarten gemäß
Anlage 1 der DirektZahlDurchfV angebaut werden und die Umtriebszeit nicht länger als 20 Jahre
beträgt. Geben Sie daher in der Anlage KUP die auf dem Schlag vorhandenen Baumarten sowie das
Jahr der Anlage und ggf. das Jahr der letzten Ernte an. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Flächen
auch als ökologische Vorrangflächen vom Typ EFA-KUP angemeldet werden sollen.
Anlage TB
Das Tierbestandsverzeichnis ist von jedem Antragstellenden auszufüllen. Werden keine Tiere gehal-
ten, ist
NEIN
anzukreuzen. Bei
JA
ist für jede Tierart der Durchschnittsbestand im Zeitraum vom
1. Januar bis 31. Dezember 2021 einzutragen. Da Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine
genauen Zahlen für das gesamte Jahr angeben können, tragen Sie hier die voraussichtlichen Zah-
len gemäß Ihrer betrieblichen Planung ein. Bei Betriebsneugründung nach dem 1. Januar 2021 ist
der Tierbestand zum Gründungstermin des Unternehmens anzugeben. Im Falle der Rinderhaltung
erfassen Sie den Tierbestand so, wie er für den Zeitraum zum Zeitpunkt der Antragstellung in der

Digitale Antragstellung
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HIT-Datenbank vorliegt. Das Pensionsvieh ist dem Durchschnittsbestand der jeweiligen Tierart im
aufnehmenden Betrieb hinzuzurechnen.
4.2.3.3 Antrag auf Umverteilungsprämie (UP)
Die Umverteilungsprämie wird für maximal 46 Hektar auf Antrag gewährt. Dabei werden für die
ersten 30 ha ca. 50 EUR/ha und für weitere 16 ha ca. 30 EUR/ha gezahlt. Die Beantragung der Um-
verteilungsprämie setzt die Aktivierung von Zahlungsansprüchen mit einer beihilfefähigen Fläche
(Antrag BPR) voraus. Für die Gewährung der Umverteilungsprämie gelten die gleichen Bedingungen
wie für die Basisprämie.
Die Gewährung der Umverteilungsprämie ist ausgeschlossen, wenn ein Betriebsinhaber seinen Be-
trieb nach dem 18. Oktober 2011 einzig zu dem Zweck aufgespalten hat, um diese Prämie zu erhalten.
Dieser Ausschluss gilt auch für Betriebe, die aus einer solchen Aufspaltung hervorgegangen sind.
Wer Umverteilungsprämie erhalten möchte, muss daher immer die Frage zur Betriebsaufspaltung
beantworten, auch wenn in den Vorjahren bereits Angaben hierzu gemacht wurden. Ist eine Auf-
spaltung im fraglichen Zeitraum erfolgt (Antwort <Ja>), kann mit einem weiteren Häkchen erklärt
werden, dass diese Aufspaltung nicht wegen der Umverteilungsprämie erfolgt ist. Dann kann trotz
der Aufspaltung Umverteilungsprämie gezahlt werden. Im Rahmen der Antragsprüfung sind auf
Anforderung die Gründe für die Aufspaltung glaubhaft darzulegen..
4.2.3.4 Antrag auf Junglandwirteprämie (JPR)
Die Junglandwirteprämie kann zusätzlich zur Basisprämie beantragt werden. Die Beantragung setzt
die Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Beantragung BPR) mit einer beihilfefähigen Fläche voraus.
Die Zahlung wird für maximal 90 aktivierte Zahlungsansprüche und längstens für einen Zeitraum
von fünf Jahren gewährt.
Ein Junglandwirt ist eine
natürliche Person
, die im Jahr der erstmaligen Bewilligung der BPR nicht
älter als 40 Jahre ist und sich innerhalb der letzten 5 Jahre vor der erstmaligen Bewilligung der
Junglandwirteprämie in einem landwirtschaftlichen Betrieb als Betriebsleiter niedergelassen hat
(im Antragsjahr 2021: Niederlassung ab dem 01.01.2016). Beide Bedingungen sind nur im Jahr der
erstmaligen Beantragung der Junglandwirteprämie relevant.
Beachten Sie bitte, dass das Datum der Erstniederlassung als Junglandwirt zeitlich nicht nach dem
Datum liegen darf, an dem Sie Ihren Sammelantrag einreichen.

Digitale Antragstellung
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Die Junglandwirteprämie ist jährlich im
Sammelantrag
durch Auswahl natürliche Person im ent-
sprechenden Feld zu beantragen. Zur Prüfung der Beihilfefähigkeit ist die Angabe des Datums der
Erstniederlassung erforderlich. Erfolgte die Erstniederlassung nicht im aktuellen Betrieb, geben Sie
darüber hinaus bitte noch die BNR15 des anderen Betriebes an. Zur Nachweisführung fügen Sie
bitte dem Antrag die entsprechenden Unterlagen über Ihre Erstniederlassung in Kopie bei (z. B.
Kauf-/ Übergabe-/ Pachtvertrag, Arbeitsvertrag, sonstige Unterlagen, aus denen der Zeitpunkt der
Erstniederlassung hervorgeht).
Hinweis:
Die Zahlung der Junglandwirteprämie wird dem Betriebsinhaber (
natürliche Person
)
bzw. Betriebsleiter (
juristische Person
) für einen Zeitraum von 5 Jahren gewährt, gerechnet ab
der erstmaligen Bewilligung der JPR. Wird in einem oder mehreren dieser Jahre keine JPR bean-
tragt oder gewährt, verlängert sich der Zeitraum dadurch nicht.
Vorausgesetzung ist, dass die Bewilligung der JPR innerhalb von 5 Jahren nach der erstmaligen
Niederlassung erfolgt. Für eine Erstantragstellung auf JPR im Jahre 2021 darf die erstmalige
Niederlassung als Betriebsinhaber bzw. Betriebsleiter nicht vor dem Jahr 2016 liegen.
Natürliche Personen mit gemeinsamer Antragstellung,
juristische Personen
(z. B. GmbH) oder
Vereinigungen natürlicher Personen
(z. B. GbR, OHG, KG) können unter bestimmten Bedingungen
ein Anrecht auf die Junglandwirteprämie haben.
Das trifft dann zu, wenn die Betriebsführung von einer Person erfolgt, die im Jahr der erstmaligen
Beantragung der Junglandwirteprämie nicht älter als 40 Jahre ist und sich innerhalb der letzten 5
Jahre erstmals im eigenen oder einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb als Betriebsleiter nie-
dergelassen hat (im Antragsjahr 2021: Niederlassung ab dem 01.01.2016). Beachten Sie bitte, dass
das Datum der Erstniederlassung des Junglandwirtes zeitlich
nicht
nach dem Datum liegen darf, an
dem Sie Ihren Sammelantrag einreichen.
Beide Bedingungen sind nur im Jahr der erstmaligen Beantragung der Junglandwirteprämie relevant.
Die Beantragung erfolgt ebenfalls durch Auswahl von entweder
Natürliche Person mit gemeinsamer Antragstellung
oder
Juristische Person/Personenvereinigung
im entsprechenden Feld.
Da zur Prüfung, ob die Voraussetzungen (Kontrolle über den Betrieb als Betriebsleiter/ Geschäftsfüh-
rer/ Komplementär, Entscheidung zur Betriebsführung, Entscheidung zur Verwendung der Gewinne)
erfüllt sind, weitere Informationen erforderlich sind, ist zusätzlich die Anlage JLW abzugeben.

Digitale Antragstellung
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49
Anlage JLW
Die Anlage ist entweder von jeder natürlichen Person bei gemeinsamer Antragstellung oder von
jeder natürlichen Person eines juristischen Unternehmens oder einer Vereinigung natürlicher Per-
sonen auszufüllen, welche die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Junglandwirteprämie
bzw. der Zuweisung von Zahlungsansprüchen als Junglandwirt erfüllt und gemeinschaftlich die
Kontrolle über das Unternehmen ausübt. Um auszuschließen, dass ein und dieselbe Person an meh-
reren Unternehmen beteiligt ist bzw. den Antrag stellt, erfolgt ein bundesweiter Abgleich über die
Zentrale InVeKoS-Datenbank (ZID). Daher ist es erforderlich, dass alle Personen, die die Bedingungen
der Junglandwirteprämie erfüllen (maßgebliche und potentielle Junglandwirte im Unternehmen
des Antragstellenden) eine 15stellige Betriebsnummer (BNR15) erhalten. Diese ist bei dem für den
Wohnsitz des maßgeblichen/potentiellen Junglandwirtes zuständigen FBZ/ISS des LfULG mit einem
dort vorhandenen Formular zu beantragen. Das FBZ/ISS wird dann die Vergabe der BNR15 beim
zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt beantragen. Über die vergebene BNR15
wird der maßgebliche/potentielle Junglandwirt schriftlich informiert. Die nun bekannte BNR15 ist in
der Anlage JLW 2021 unter „Betriebsnummer des Junglandwirts“ anzugeben.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die BNR15 des Junglandwirtes, die in der Anlage JLW anzugeben
ist, von der BNR15 des antragstellenden Betriebes (anzugeben im Sammelantrag) abweichen muss.
In dem Fall, in dem mehrere Junglandwirte beteiligt sind, zählt die „dienstälteste Person“. Wenn
diese ausscheidet, zählen nur noch so viele Jahre für den Erhalt der Prämie, wie diese Person noch
Anspruch gehabt hätte. Die nachfolgende Person muss zudem bei Erstbeantragung der JPR schon
im Betrieb gewesen sein.
Erfolgte die Erstniederlassung nicht im aktuellen Betrieb, geben Sie darüber hinaus noch die BNR15
des anderen Betriebes an. Zur Nachweisführung der wirksamen und langfristigen Kontrolle dienen je
nach Organisationsform die Kopie des Gesellschaftsvertrages, der Satzung/Geschäftsordnung oder
auch der Auszug aus dem Handelsregister. Haken Sie das für Sie zutreffende Feld an und fügen Sie
diese Unterlagen dem Antrag bei.
Als Nachweis der Erstniederlassung fügen Sie bitte dem Antrag die entsprechenden Unterlagen in
Kopie bei (Kauf-/Übergabe-/Pachtvertrag, sonstige Unterlagen, aus denen der Zeitpunkt der Erst-
niederlassung hervorgeht). Das Datum der Erstniederlassung darf zeitlich
nicht
nach dem Datum
liegen, an dem Sie Ihren Sammelantrag einreichen.

Digitale Antragstellung
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4.2.3.5 Antrag auf Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung (KLR)
Beibehaltung der Kleinerzeugerregelung
Der Antrag auf Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung war nur im Jahr 2015 möglich. Wenn Sie
bereits in 2015 bis 2020 Direktzahlungen nach der Kleinerzeugerregelung erhalten haben und
auch im Jahr 2021 weiterhin an der Kleinerzeugerregelung teilnehmen möchten, so erfolgt die
Antragstellung im Sammelantrag über die reguläre Beantragung der Basisprämie, der Umvertei-
lungsprämie sowie ggf. der Junglandwirteprämie. Zur Beantragung der Kleinerzeugerregelung ist
kein weiteres Antragskreuz vorgesehen.
Betriebsinhaber, die an der Kleinerzeugerregelung teilnehmen, unterliegen nicht den Vorschrif-
ten des Greening und der Cross Compliance. Selbstverständlich gelten für diese Landwirte aber
weiterhin die fachrechtlichen Vorschriften.
Als Kleinerzeuger erhält man einen Betrag in Höhe von maximal 1.250 EUR. Dieser errechnet sich
aus den beantragten Einzelmaßnahmen, Basisprämie und Greeningprämie, Umverteilungsprämie
und ggf. Junglandwirteprämie.
Ausstieg aus der Kleinerzeugerregelung
Die Erklärung des Ausstiegs aus der Kleinerzeugerregelung ist durch Beantragung von
Punkt 9.4
im
Sammelantrag
möglich und muss nur einmal erfolgen. Sofern Sie dies bereits in einem der
Vorjahre 2016 bis 2020 getan haben, ist ein erneutes Ankreuzen des entsprechenden Feldes
unnötig. Der Wiedereinstieg ist jedoch nicht möglich (beachte auch Abschnitt
4.2.3.2
). Werden
nach einem Ausstieg aus der Kleinerzeugerregelung weiterhin Basisprämie, Umverteilungsprämie
oder Junglandwirteprämie beantragt, entfällt die Befreiung der Greening- und Cross Compliance
Verpflichtungen.
Vererbung der Kleinerzeugerregelung
Wurden Ihnen im Erbfall oder im Fall der vorweggenommenen Erbfolge
alle
Zahlungsansprüche
von einem bereits an der Kleinerzeugerregelung teilnehmenden Betrieb übertragen, können Sie
als Erbe die Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung fortführen. Die Antragstellung erfolgt mit
dem
Sammelantrag
(
Punkt 12
) über die Beantragung der Basisprämie, der Umverteilungsprämie
sowie ggf. der Junglandwirteprämie bis 15. Mai. Zusätzlich ist die Betriebsnummer (BNR 15) des
vererbenden Betriebsinhabers anzugeben und die Vererbung nachzuweisen. Als Nachweise sind
die Kopie des Erbscheines bzw. Übergabevertrages vorzulegen.

image
Digitale Antragstellung
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51
Eine Gewährung der Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung erfolgt nicht, wenn Betriebsinhaber
die Bedingungen, die es ermöglichen, die Kleinerzeugerregelung in Anspruch zu nehmen, nach
dem 18. Oktober 2011 künstlich geschaffen haben.
Die Beantragung der Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung ersetzt nicht die Aktivierung von
Zahlungsansprüchen (Antrag BPR) sowie die Beantragung der Umverteilungsprämie und, soweit
zutreffend, der Junglandwirteprämie.
4.2.3.6 Antrag auf Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZL)
Wie im vergangenen Antragsjahr ist im Rahmen der vereinfachten Antragstellung der Ausgleichs-
zulage (AZL) das entsprechende Kreuz im
Sammelantrag
Nr. 13
nötig
Hinweis:
Seit 2019 gilt, dass eine zusätzliche Kennzeichnung der Flächen für die Beantragung
von AZL durch die Antragstellenden im FV nicht erforderlich ist.
Es erfolgt keine Überprüfung hinsichtlich der Flächenbelegenheit im benachteiligten Gebiet im Rah-
men der Antragstellung mittels DIANAweb. Sie können die Feldblockattribute
„Feldblock benach-
teiligt“
,
„Agrarzone“
und
„Phasing Out“
über das Werkzeug
Abfrage von Ebeneninformationen
erhalten
. Wird für den abgefragten Feldblock beim Attribut
„Agrarzone“
der Wert „1“, „2“ oder
„3“ ausgewiesen, sind die darauf beantragten Betriebsflächen, vorbehaltlich der sonstigen Förder-
voraussetzungen, grundsätzlich im Bereich der natürlich benachteiligten Gebiete förderfähig. Weist
das Attribut
„Agrarzone“
den Wert „5“ aus, kommen die darauf beantragten Betriebsflächen für
die Förderung der spezifisch benachteiligten Gebiete in Frage. Gleiches gilt für die Feldblöcke mit
Kennzeichnung J im Attribut
„Phasing Out“
. Die konkrete Zuordnung der AZL-Flächen wird nach
den weiterhin gültigen Regeln im DV-System vorgenommen.
Darüber hinaus erhalten Sie die Information bezüglich der zugehörigen Agrarzone mit dem Excel-
Export Ihres Flächenverzeichnisses in der Spalte Agrarzone. Prüfen Sie daher sorgfältig Ihre Angaben
im Sammelantrag bzw. spätestens auf Ihrer Einreichbestätigung, ob das Antragskreuz AZL korrekt
gesetzt wurde!
Die Gewährung der Ausgleichszulage für Flächen außerhalb Sachsens ist nur für Flächen innerhalb
benachteiligter Gebiete angrenzender Bundesländer möglich. Die Beantragung dieser Flächen erfolgt
im jeweiligen Bundesland nach den dort geltenden Regeln.

Digitale Antragstellung
52 |
Hinweis:
Schläge unter 0,3000 ha sind nicht beihilfefähig und, soweit es sich um sächsische
Flächen handelt, auch nicht förderfähig für die Beantragung von Ausgleichszulage in benach-
teiligten Gebieten (RL AZL/2015).
Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen im Antragsjahr mindestens 3,0000 ha förderfähige Flä-
che, die in benachteiligten Gebieten liegt, durch den Begünstigten bewirtschaftet werden. Für die
Erreichung der 3,0000 ha gilt:
Bei Schlagbelegenheit in Sachsen werden nur Schläge berücksichtigt, die die Mindestschlaggröße
von 0,3000 ha erreichen und mit einer förderfähigen Hauptkultur bestellt werden.
Bei Schlagbelegenheit außerhalb Sachsens gelten bezüglich der Mindestparzellengröße die Re-
geln des jeweiligen Bundeslandes. Unabhängig davon muss auch hier die Fläche mit einer för-
derfähigen Hauptkultur bestellt sein.
Die Förderung von stillgelegten, brachliegenden oder nichtlandwirtschaftlichen Flächen bleibt wei-
terhin ausgeschlossen.
Weitere Hinweise zur Beantragung der Ausgleichszulage können dem
Merkblatt
, abzurufen unter
www.lsnq.de/AZL
, entnommen werden.
4.2.3.7 Antrag auf Förderung von „Langfristigen Maßnahmen“ (LU)
Antragstellende mit laufender Verpflichtung nach RL 73/2000, Teil E (LU) sind verpflichtet, jährlich
im Rahmen des Antrags auf Direktzahlung und Agrarförderung einen Auszahlungsantrag zu stellen.
Für die Beantragung von LU müssen neben dem Antragskreuz im
Sammelantrag
die entsprechenden
Schläge im
Flächenverzeichnis
mit „LU“ gekennzeichnet werden. Im Folgedialog sind weitere Angaben
vorzunehmen bzw. bei Übernahme der Vorjahresdaten zu überprüfen.
Hinweis:
Der Antrag ist spätestens bis zum 17. Mai 2021 (Ausschlussfrist!) bei dem zuständigen
FBZ/ISS des LfULG zu stellen. Anträge, die nach dieser Frist eingehen, werden abgelehnt, d. h.
im aktuellen Jahr erfolgt keine Förderung. Flächenzugänge sind 2021 bei allen Langfristigen
Maßnahmen nach der Förderrichtlinie 73/2000, Teil E ausgeschlossen.
Anlage LU-Schläge
Die Beantragung von LU ist nur möglich, wenn die Nutzungscodes für nach Artikel 22 bis 24 der
VO (EG) Nr. 1257/99 stillgelegte Acker- und Dauergrünlandflächen (NC 563 für Ackerland oder 567
für Dauergrünland) ausgewählt sind. Beachten Sie auch dazu die Hinweise in der Anlage NC.

Digitale Antragstellung
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53
Es gilt:
Ein Schlag, der mit einer Maßnahme im Programm LU gefördert wird, kann nicht gleichzei-
tig eine Flächenförderung nach den Förderrichtlinien AUK/2015, ÖBL/2015 oder ISA/2021 erhalten!
Wenn Sie die Vorjahresdaten für den betroffenen Schlag übernommen haben, wird der betreffende
Nutzungscode der bisherigen Beantragung vorgeschlagen. Bitte prüfen Sie diesen Eintrag und kor-
rigieren Sie bei Bedarf. Im Folgedialog sind ebenfalls die Anzahl der Bodenpunkte und das Datum
des Bewirtschaftungsvertrages sowie die Behörde, mit der dieser Vertrag geschlossen wurde, vor-
eingetragen. Bitte überprüfen Sie die Angaben, ggf. korrigieren Sie diese entsprechend, wenn sich
Änderungen im Vergleich zu Vorjahr ergeben haben. Für den Fall, dass Sie die Vorjahresdaten nicht
übernommen haben, müssen Sie die entsprechenden Angaben zwingend eintragen.
Änderungen zu bereits erfassten Daten können auch direkt in der Anlage LU-Schläge vorgenommen
werden.
Hinweis:
Bei Antragstellung nach RL 73/2000 sind Sie verpflichtet, auf eine Umwandlung von
Dauergrünland in Ackerland im gesamten Betrieb für die Dauer der 20-jährigen Durchführung
der Maßnahme zu verzichten.
Eine Umwandlung von Dauergrünland in Ackerland ohne Anlage einer Ersatzfläche ist nicht
erlaubt. Dies gilt auch für Antragstellende, die nicht den Greeningauflagen unterliegen. Ihr zu-
ständiges FBZ/ISS hat Sie diesbezüglich informiert.
4.2.3.8 Antrag auf Ökologische Waldmehrung nach RL AuW/2007 Teil B (ÖW)
Der Antrag auf Auszahlung der Einkommensverlustprämie EVP ist mit dem Sammelantrag jährlich
neu zu stellen. Die Einreichung muss in digitaler Form erfolgen. Der jährlichen Antragstellung muss
zwingend ein Erstantrag ÖW zur Förderung der ökologischen Waldmehrung nach der Förderrichtlinie
AuW/2007, Teil B (ÖW) (Antragstellung war möglich bis einschließlich 2013) sowie nachfolgend der
zugehörige Auszahlungsantrag ÖW (Antragstellung war möglich bis einschließlich 2014) vorausge-
gangen sein.
Seit 2015 erfolgt im Rahmen des Antrags auf Direktzahlung und Agrarförderung
nur noch die Abfinanzierung dieser Maßnahme.
Hinweis:
Förderfähig für EVP ist die tatsächlich im aktuellen Antragsjahr vorhandene Erstaufforstungs-
fläche, die jedoch die mit Festsetzungsbescheid bewilligte Fläche nicht übersteigen darf.
Für die Förderung nach Förderrichtlinie AuW/2007 Teil B (ÖW) müssen neben dem Antragskreuz im
Sammelantrag
alle entsprechenden Schläge im
Flächenverzeichnis
(FV) mit „ÖW“ gekennzeichnet
und die zusätzlichen Informationen in der Anlage ÖW-Schläge erfasst werden. Die Beantragung der

Digitale Antragstellung
54 |
Förderung für die Ökologische Waldmehrung kann nur erfolgen, wenn zum Schlag der NC 564 oder
der NC 568 erfasst wurde.
Anlage ÖW-Schläge
Die Angaben für die Anlage ÖW-Schläge werden in dem sich öffnenden Folgedialog
Anlage ÖW-
Schläge
erfasst. Im Regelfall sind die Reg.-Nr. und Teilmaßnahme (Projekt-) Nr. bereits voreingetra-
gen. Überprüfen Sie diese Angaben entsprechend Ihres Endfestsetzungsbescheides und wählen Sie
die Art der Förderung (Einkommensverlustprämie EVP groß oder klein) aus.
Achtung!
Eine gleichzeitige Beantragung von Basisprämie (BPR) und großer Einkommensverlust-
prämie (EVP groß, 625 EUR/ha) ist nicht möglich.
Die Kombination von BPR und festgesetzter kleiner EVP ist zulässig. Es besteht aber kein Wahlrecht
zwischen großer und kleiner EVP. Sofern Sie gemäß Festsetzungsbescheid Anspruch auf die große
EVP haben, können Sie die kleine EVP nicht beantragen.
Die Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie die Anlage von Kurzumtriebs-
plantagen (KUP) sind von der Förderung ÖW ausgeschlossen. Aus diesem Grund muss das Feld
Kurzumtrieb oder Ersatzaufforstung
angehakt werden, sobald eine solche Kultur oder Plantage
vorhanden ist.
Ein Anspruch auf Zahlungen im Rahmen der Basisprämienregelung besteht für alle Flächen, für die
im Jahr 2008 ein Anspruch auf Zahlungen im Rahmen der Betriebsprämienregelung bestand, die
während der Laufzeit der einschlägigen Verpflichtung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1257/1999 oder
Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 oder Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 aufgeforstet wurden und für
die der Verpflichtungszeitraum noch andauert. Werden für die aufgeforstete Fläche Zahlungsan-
sprüche aktiviert (Beantragung BPR), entfällt in diesem Jahr der Anspruch auf Erhalt der großen
Einkommensverlustprämie.
Der NC 564 beinhaltet alle seit 2000 nach VO (EG) Nr. 1257/99 oder VO (EG) Nr. 1698/2005 oder
Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 aufgeforsteten, beihilfefähigen Ackerflächen. Dauergrünlandflächen,
die 2008 beihilfefähig waren und die ab 2009 aufgeforstet wurden, sind ebenfalls mit dem NC 564
zu beantragen.
Vor dem Jahr 2009 aufgeforstete Dauergrünlandflächen sind unter dem NC 568 aufzuführen. Flächen
mit dem NC 568 sind von der Beantragung der Basisprämie und zur Anrechnung als ökologische
Vorrangfläche ausgeschlossen.

Digitale Antragstellung
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55
Achtung!
Die NC 564 und NC 568 sind generell nur für die geförderte Erstaufforstung zu ver-
wenden. Freiwillige, ungeförderte Anpflanzung von Wald ist mit NC 990 zu codieren.
Auch ohne Beantragung der Basis- und Greeningprämie auf dem Erstaufforstungsschlag kann die
Erstaufforstung als ökologische Vorrangfläche angerechnet werden, wenn für diese Fläche 2008 ein
Anspruch auf Gewährung der Betriebsprämie bestand und die ÖW-Forstverpflichtung noch andauert.
Die Gewährung der großen EVP kann in diesem Fall erfolgen.
Hinweis:
Egal, ob Sie für die Fläche Basisprämie beantragen oder diese als ökologische Vorrang-
fläche anrechnen lassen wollen, beihilfefähig bzw. anrechenbar ist maximal die endfestgesetzte
Erstaufforstungsfläche bzw. die in einer VOK festgestellte kleinere Fläche. Dies gilt auch, wenn
ggf. eine größere Fläche aufgeforstet wurde.
Die erstmalige Antragstellung EVP erfolgte mit Stellung des Auszahlungsantrages Erstaufforstungs-
investition (EAI). Änderungen der Feldstücks- und Schlagbezeichnungen waren bis dahin möglich. Bei
der Antragstellung EVP in den Folgejahren sind die gleichen Schlageinteilungen und Feldstücks- und
Schlagbezeichnungen wie bei der Endfestsetzung (Bescheid zur Endfestsetzung des Auszahlungsbe-
trages) zu verwenden. Sollte sich z. B. durch eine Betriebszusammenlegung eine Dopplung der Feld-
stücks- und Schlagbezeichnungen ergeben, kann eine Änderung erfolgen. Dann ist die entsprechende
Feldstücks- und Schlagbezeichnung aus dem Jahr der Endfestsetzung einzutragen. Das gilt auch für
eine Änderung der Betriebsnummer. Dafür ist eine Erfassung in den folgenden 5 Feldern notwendig:
1.
Feldstück bei Endfestsetzung
, 2.
Schlag bei Endfestsetzung
, 3.
BNR10 bei Endfestsetzung
, 4.
Bruttofläche (ha) bei Endfestsetzung
, 5.
Bemerkung
(Textfeld). Nach Auswahl des Feldes
Feld-
stück/Schlag – Änderung zum Jahr der Endfestsetzung
ist die Erfassung in den Feldern 1 bis 4
Pflicht. Die Angabe einer Bemerkung ist möglich. Änderungen zu bereits erfassten Daten der Anlage
können auch direkt in der Tabelle Anlage ÖW-Schläge vorgenommen werden.
4.2.3.9 Antrag auf Förderung des Ökologischen/Biologischen Landbaus (ÖBL)
Der Antrag auf Förderung des Ökologischen/Biologischen Landbaus erfolgt durch Anhaken des ent-
sprechenden Feldes im
Sammelantrag
.
Fördervoraussetzung ist, dass Sie in Ihrem Betrieb gesamtbetrieblich ökologisch wirtschaften. Dies
wird durch Ankreuzen der entsprechenden Felder im
Sammelantrag
unter „Antrag auf Basisprämie
(BPR) und Greeningprämie (GPR) – Befreiung vom Greening“ bestätigt. Gleichzeitig verpflichten Sie
sich, das vollständig ausgefüllte und von der Kontrollstelle unterzeichnete „Öko-Kontrollblatt“ (als

Digitale Antragstellung
56 |
PDF-Formular im
Dokumentenbaum
sowie im Internet unter
www.lsnq.de/OeBL
verfügbar) bei der
zuständigen Bewilligungsstelle vorzulegen.
Gefördert werden ausschließlich direktzahlungsberechtigte Flächen (Mindestschlaggröße 0,3000 ha)
mit landwirtschaftlicher Erzeugung
in Sachsen
. Aus der Erzeugung genommene Flächen, Brachen
und Stilllegungsflächen sowie Flächen, die überwiegend der Landschaftspflege dienen, werden nicht
nach RL ÖBL/2015 gefördert. Bewirtschaften Sie auch solche Flächen, müssen diese ebenfalls im
Flächenverzeichnis
angegeben werden. Bei Antragstellung auf Förderung nach der RL ÖBL/2015 sind
bestimmte Kombinationen mit Vorhaben nach der RL AUK/2015 möglich.
Bitte informieren Sie sich im entsprechenden
Merkblatt
zur Förderung, welches im Internet unter
www.lsnq.de/OeBL
veröffentlicht ist.
Einwilligung zur Weitergabe von Adress-, Flächen- und Tierdaten im Rahmen RL ÖBL/2015
sowie der Greeningregelung
Zum Zweck der Durchführung des Kontrollverfahrens hinsichtlich der Anforderungen für die ökolo-
gisch/biologische Landwirtschaft ist die Weitergabe Ihrer im Rahmen des Antrags auf Direktzahlun-
gen und/oder flächenbezogene Agrarförderung erhobenen Daten an die jeweilige Öko-Kontrollstelle
erforderlich. Wenn Sie dieser Weitergabe zustimmen, haken Sie bitte das entsprechende Feld bei der
Einwilligung zur Weitergabe von Daten an. Welche Daten im Fall der Zustimmung weitergegeben
werden, wird Ihnen in dem Dokument zur Einwilligung zur Weitergabe von Daten aufgelistet.
Eine
fehlende Einwilligung zur Datenweitergabe hat keine Auswirkungen auf die Förderung.
4.2.3.10 Antrag auf Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUK)
Die Beantragung der Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen erfolgt durch Ankreuzen
des entsprechenden Feldes im
Sammelantrag
. Zusätzlich zum Antrag ist die Kennzeichnung der
zu beantragenden Flächen im
Flächenverzeichnis
im Feld
Beantragung von…
mit „AUK“ sowie die
Auswahl der konkreten Vorhaben bzw. Vorhabenkombinationen im Folgedialog in der Anlage AUK-
Schläge vorzunehmen. Der Verpflichtungszeitraum für laufende Vorhaben beträgt mindestens 5
Jahre. Im unmittelbaren Anschluss können einjährige Verlängerungen eingegangen werden, sofern
die Verpflichtung regulär endet und nicht vorzeitig abgebrochen wurde. Ein Wechsel des Vorhabens
während des Verpflichtungszeitraumes ist grundsätzlich nicht möglich. Nur bei dem Vorhaben GL.1
können Sie während des Verpflichtungszeitraumes in eine höhere Förderstufe umsteigen. Sollten
Sie für einen Schlag, z. B. auf Grund der angepassten Förderkulisse Grünland, ein anderes Vorhaben
als in den Vorjahren/im Vorjahr beantragen, wird die bisher gewährte Förderung für die Vorjahre/
das Vorjahr i. d. R. zurückgefordert.

Digitale Antragstellung
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57
Ab dem Antragsjahr 2021 gelten weitere Zugangsbeschränkungen für Neuverpflichtungen sowie
verkürzte Verpflichtungszeiträume für diese. Weitere Informationen finden Sie in dem Hinweisblatt
Verlängerung_Neuverpflichtung_AUNaP_ab 2021 im Internet unter
www.lsnq.de/AUK
oder in den
Zusatzinformationen im Dokumentenbaum in DIANAweb.
Haben Sie Ihren Betriebssitz außerhalb Sachsens und beantragen Sie in Sachsen keine Direktzah-
lungen, sondern nur Vorhaben nach RL AUK/2015, so müssen Sie dennoch alle sächsischen Flächen
im
Flächenverzeichnis
angeben.
Unabhängig davon, ob Sie einen Antrag auf Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen
stellen, besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Naturschutzqualifizierung für Landnutzer (entspricht
der Weiterentwicklung der Naturschutzberatung (C.1) der Förderrichtlinie NE/2007) über ökologische
Zusammenhänge, naturschutzkonforme Bewirtschaftungsweisen und über Fördermöglichkeiten für
Naturschutzvorhaben informiert zu werden. Eine naturschutzfachliche Begleitung als Hilfestellung
für eine fachgerechte Umsetzung von Bewirtschaftungs- und Pflegevorhaben im Bereich der Na-
turschutzförderung ist ebenso möglich. Das Angebot ist kostenlos. Dazu ist es erforderlich, dass Ihre
Daten an die zuständigen Naturschutzqualifizierer weitergeleitet werden. Wenn Sie dieser Weitergabe
zustimmen, dann kreuzen Sie bitte die entsprechenden Felder bei der Einwilligung zur Weitergabe
von Daten an.
Eine fehlende Einwilligung zur Datenweitergabe hat keine Auswirkungen auf
die Förderung.
Anlage AUK-Schläge
Im Folgedialog AUK-Schläge muss das konkrete Vorhaben bzw. die Vorhabenkombination für den je-
weiligen Schlag ausgewählt werden. Soweit die Beantragung und die Lage des Schlages entsprechend
dem Vorjahr erfolgt, sind diese im Regelfall bereits voreingetragen. Prüfen Sie bitte die Eintragungen.
Änderungen zu bereits erfassten Daten der Anlage können auch direkt in der Tabelle
Anlage AUK-
Schläge
vorgenommen werden.
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der verschiedenen Vorhaben nicht nur abhängig von der jeweili-
gen Kultur, sondern auch von der Mindestgröße des Schlages (0,1000 oder 0,3000 ha) und im Bereich
der Grünlandvorhaben zudem kulissenabhängig ist. Das Programm zeigt Ihnen im Feld
Vorhaben/
Vorhabenkombinationen
nur die Vorhaben an, die unter Berücksichtigung der genannten Bedingun-
gen für Ihren digitalisierten Schlag konkret möglich sind. Grundsätzlich sind das alle Vorhaben, die
auf dem gesamten Feldblock möglich sind, aber auch Vorhaben, die nur in Teilflächen ausgewiesen
werden, sofern Ihre Schlagfläche dieses Vorhaben in einem bestimmten Toleranzbereich abdeckt.

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Digitale Antragstellung
58 |
Bei Auswahl des Vorhabens AL.5b muss zudem angegeben werden, ob im Verpflichtungsjahr eine
Pflege erfolgt.
Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu den Korrekturpunkten Naturschutz im Dokument „Hinweise
zur Förderkulisse Grünland und zu den Korrekturpunkten Naturschutz“ sowie das entsprechende
Merkblatt
zur Antragstellung und Durchführung von Vorhaben der Förderrichtlinie Agrarumwelt-
und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015)“, welche beide im Internet unter
www.lsnq.de/AUK
veröffent-
licht sind.
Zusätzliche Angaben zum zulässigen Flächenumfang seit 2017 für die Vorhaben AL.2, AL.5a,
AL.5d, AL.6b, AL.7 und GL.5e in der Anlage AUK-Schläge
Seit 2017 gelten für Flächenzugänge bei der Beantragung von Vorhaben nach AUK diverse Beschrän-
kungen. Alle Details dazu sind im „
Merkblatt
zur Antragstellung und Durchführung von Vorhaben
der Förderrichtlinie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015)“ und für die Verlänge-
rungsoptionen im „Hinweisblatt zur Beantragung von Förderung der RL AUK/2015, RL ÖBL/2015, RL
TWN/2015 nach Ablauf eines mindestens fünfjährigen Verpflichtungszeitraumes“ zusammengefasst.
Beide können unter
www.lsnq.de/AUK
aufgerufen werden.
Für die rotierenden Vorhaben AL.2, AL.5a, AL.5d, AL.6b, AL.7 und GL.5e gilt seit 2017, dass zusätzlich
zu den Angaben in der „
Anlage AUK Schläge
“ Prüfungen und ggf. weitere Angaben hinsichtlich der
Bezugsfläche erforderlich sind. Die Bezugsfläche können Sie dem Bescheid für Ihren AUK-Antrag
2020 entnehmen.
Die Daten vom Amt müssen seit 2019 nicht mehr extra importiert werden, sondern Sie stehen Ihnen
beim ersten Aufruf des Betriebes bereits zur Verfügung. Nachfolgend werden sie standardmäßig nicht
erneut bei jeder weiteren Anmeldung an DIANAweb geladen. Die aktualisierten Daten hinsichtlich
AUK-Bezugsflächen können jedoch erst nach der Bewilligung, also erst ab April 2021 bereitgestellt
werden. Wenn Sie sich vor April bereits in DIANAweb angemeldet haben, sind die Bezugsflächen noch
nicht vorhanden. Aktivieren Sie daher in der Anlage AUK-Schläge, dass Sie beim nächsten Start die
aktuell bereitgestellten Daten vom Amt abholen möchten.
Für die Aktualisierung ist nach dem Setzen des Häkchens ein Abmelden und erneutes Anmelden
erforderlich.

image
Digitale Antragstellung
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59
Liegen die aktualisierten Daten vom Amt inkl. Bezugsflächen vor, wird die Bezugsfläche für die
jeweiligen Vorhaben von DIANAweb in die entsprechende Spalte (Spalte II) vorgetragen. Wurde das
jeweilige Vorhaben im Vorjahr nicht beantragt/bewilligt, so sind die entsprechenden Felder in der
Spalte II nicht gefüllt. Die Arbeit mit dem Programm DIANAweb ist grundsätzlich auch möglich, wenn
Sie keine aktualisierten Daten, also keine Bezugsflächen abgeholt haben. Wenn Sie wegen fehlender
Daten oder aus anderen Gründen eine abweichende Bezugsfläche für das jeweilige Vorhaben geltend
machen möchten, können Sie die entsprechende Bezugsfläche manuell in die Spalte III – abweichende
Bezugsfläche - eintragen. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Bezugsfläche manuell aus dem
Bescheid zu übertragen. Dies erfolgt dann ebenfalls in der Spalte „abweichende Bezugsfläche“. Bitte
beachten Sie, dass immer dann, wenn Sie in der Spalte 3 eine (abweichende) Bezugsfläche erfassen,
die Angabe eines Grundes (Auswahlkatalog, Spalte VII) sowie eine nachvollziehbare Begründung
(Freitext) erforderlich ist.
Aus der vorgetragenen oder, soweit vorliegend, der manuell angegebenen Bezugsfläche berechnet
DIANAweb den zulässigen Korridor gemäß aktuellem Flächenverzeichnis 2021 pro Vorhaben. Das Er-
gebnis wird Ihnen bei Einhaltung des Korridors mit einem Häkchen in Spalte V angezeigt. Andernfalls
wird die Abweichung vom zulässigen Korridor in Hektar angezeigt. Sie haben dann die Möglichkeit,
die Beantragung für das jeweilige Vorhaben zu korrigieren.
Abbildung 10: Anlage AUK-Schläge – Angaben zu den Bezugsflächen und Flächenkorridor

image
Digitale Antragstellung
60 |
Bitte beachten Sie: Ein
Export Amt
ist nur möglich, wenn sich die Summe der Flächen aller
Schläge eines Vorhabens in einem Korridor von plus/minus 20 % zur Bezugsfläche befindet!
Weiterführende Details können Sie dem „
Hinweisblatt Flächenkorridor
“ auf der Internetseite
www.lsnq.de/AUK
entnehmen.
Vorankündigung Vorhaben AL.2, AL.5a und feldlerchengerechte Bewirtschaftung:
Voraussetzung für die Beantragung von Schlägen mit Vorhaben AL.2, AL.5a sowie der feldlerchen-
gerechten Bewirtschaftung war die fristgerechte Einreichung der Vorankündigung dieser Flächen
bei dem zuständigen FBZ/ISS des LfULG bis zum 14. Oktober 2020.
Die Vorankündigung für die beantragten Schläge und Vorhaben ist für den AUK-Antrag 2021 ver-
bindlich. Das heißt, nach der Vorankündigung ist grundsätzlich keine Änderung der Vorhaben für die
beantragten Schläge bzw. keine Änderung der Schläge zu den Vorhaben möglich. Lediglich Anpas-
sungen wegen Schlagteilungen oder die Rücknahme von Vorhaben/Schlägen können vorgenommen
werden (Selbstanzeige). Hat das FBZ/ISS des LfULG Sie bereits auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen
oder von seiner Absicht unterrichtet, eine Kontrolle vor Ort durchzuführen, und werden bei dieser
Kontrolle vor Ort Unregelmäßigkeiten festgestellt, so dürfen die von den Unregelmäßigkeiten be-
troffenen Teile nicht zurückgenommen werden.
Für vorgenannte Änderungen oder die Rücknahme von Vorhaben/Schlägen sollten Sie die Selbst-
anzeige unverzüglich mit dem Formblatt „Änderungsanzeige für Vorhaben AL.2, AL.5a, die Feldler-
chengerechte Bewirtschaftung (FL) sowie die Kombination von FL + AL.2 im Antrag AUK gegenüber
der Vorankündigung“ einreichen, um zusätzliche Kürzungen und Ausschlüsse zu vermeiden. Das
Formblatt können Sie im
Dokumentenbaum
unter
PDF Dokumente antragsbegleitend
sowie unter
www.lsnq.de/AUK
aufrufen. Die Selbstanzeige kann auch formlos bei Ihrem zuständigen FBZ/ISS
eingereicht werden.
Schlagbezogene Aufzeichnungen
Seit dem Antragsjahr 2019 können Sie in der Ansicht der Anlage AUK-Schläge zusätzlich Dokumente
aufrufen, welche Sie für die erforderlichen schlagbezogenen Aufzeichnungen bzw. Angaben ver-
wenden können.

Digitale Antragstellung
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61
Diese Dokumente werden individuell entsprechend Ihrer Beantragung erzeugt. Das Deckblatt enthält
allgemeine Angaben, wie z. B. Name Betrieb, Betriebsnummer, beantragte Vorhaben und Informationen
zu den einzuhaltenden Verpflichtungen und Auflagen des Vorhabens sowie Mindestanforderungen an
die schlagbezogenen Aufzeichnungen. Die Tabelle ist eine Auflistung aller Ihrer beantragten Schläge
mit der Möglichkeit, die notwendigen schlagbezogenen Aufzeichnungen (handschriftlich) einzutragen.
4.2.3.11 Antrag auf Förderung von Teichwirtschaft und Naturschutz (TWN)
Seit 2018 werden keine Neuanträge und keine neuen Vorhabensverpflichtungen zugelassen. Die
Beantragung der Förderung von Teichwirtschaft und Naturschutz nach RL TWN/2015 erfolgt durch
Ankreuzen des entsprechenden Feldes im Sammelantrag. Weiterhin ist die Eigenschaft als Aquakul-
turunternehmer gemäß Artikel 46 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 508/2014 und nach § 68a Agrar-
statistikgesetz zu erklären. Dieser Nachweis des Statistischen Landesamtes Sachsen muss einmalig
mit Erstantragstellung beim zuständigen FBZ/ISS vorgelegt werden. Dieser Nachweis ist gültig, bis
er widerrufen wird. Ein entsprechendes Ankreuzen der Erklärung im Sammelantrag genügt in diesem
Fall. Die FBZ/ISS sind aber berechtigt, bei entsprechenden Anhaltspunkten eine aktuelle und für das
Antragsjahr gültige Erklärung nachzufordern!
Die Angaben zur Größe des Unternehmens werden im
Punkt 4
des
Sammelantrags
in der Tabelle
KMU (Kleinst-, kleines oder mittleres Unternehmen) erfasst.
Diese Angabe erfolgt lediglich zur
statistischen Erhebung aufgrund EU-rechtlicher Vorgaben und hat keine Auswirkungen auf
Ihre Förderung.
Sollten Sie Probleme bei der Einordnung Ihres Unternehmens haben, steht Ihnen
das „
Merkblatt
KMU zur Antragstellung der Förderrichtlinie Teichwirtschaft und Naturschutz (RL
TWN/2015)“ mit Hinweisen und Beispielen unter
www.lsnq.de/TWN
zur Verfügung.
Zusätzlich zum Antrag ist die Kennzeichnung der zu beantragenden Flächen im
Flächenverzeichnis
im Feld
Beantragung von…
mit „TWN“ erforderlich. Weitere Informationen müssen in der Anlage
TWN-Schläge erfasst werden.
Anlage TWN-Schläge
Der Folgedialog Anlage TWN-Schläge öffnet sich immer dann, wenn Sie im
Flächenverzeichnis
den
Schlag im Feld
Beantragung von…
mit „TWN“ gekennzeichnet haben. Diese Beantragung ist nur
zulässig auf Feldblöcken der Bodennutzungskategorie TS – Teich und Schilf und nur für Schläge
mit dem NC 930 – bewirtschaftete Gewässer/ Teichflächen. Für die Auswahl des entsprechenden
Vorhabens inklusive der zugehörigen Stauhaltungsvariante beachten Sie bitte die am Feldblock
hinterlegte Kulisseninformation. Die Auswahl des Vorhabens und der Stauhaltungsvariante erfol-
gen nur in einem Feld
Vorhaben/ Vorhabenkombination
. In dem entsprechenden Feld des Dialogs

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Digitale Antragstellung
62 |
können nur die Kombinationen von Vorhaben und Stauhaltungsvarianten ausgewählt werden, die
gemäß Kulisse zulässig sind. Dem Vorhaben T1 sind keine Stauhaltungsvarianten zugeordnet, des-
halb können auch keine ausgewählt werden. Bei allen T2- und T3-Vorhaben sind in der Regel zwei
Stauhaltungsvarianten auswählbar, in wenigen Fällen wird aus fachlichen Gründen nur eine Variante
angeboten. Änderungen zu bereits erfassten Daten der Anlage können auch direkt in der Tabelle
Anlage TWN-Schläge vorgenommen werden.
Bitte beachten Sie auch die Hinweise im entsprechenden
Merkblatt
zur Antragstellung und Durch-
führung von Vorhaben der Förderrichtlinie Teichwirtschaft und Naturschutz (RL TWN/2015) unter
www.lsnq.de/TWN
.
Schlagbezogene Aufzeichnungen
Ab dem Antragsjahr 2021 haben alle Antragstellenden die schlagbezogenen Aufzeichnungen (Teich-
bücher) der Fischereibehörde zur Prüfung vorzulegen. Für das Antragsjahr 2021 hat die Vorlage bis
zum 4. März 2022 zu erfolgen.
Sie können in der Anlage TWN-Schläge zusätzlich Dokumente aufrufen, welche Sie für die erforder-
lichen schlagbezogenen Aufzeichnungen bzw. Angaben verwenden können.
Diese Dokumente werden individuell entsprechend Ihrer Beantragung erzeugt. Das Deckblatt enthält
allgemeine Angaben, wie z. B. Name Betrieb, Betriebsnummer, beantragte Vorhaben und Informatio-
nen zu den einzuhaltenden Verpflichtungen und Auflagen des Vorhabens sowie Mindestanforderun-
gen an die schlagbezogenen Aufzeichnungen. Die Tabelle ist eine Auflistung aller Ihrer beantragten
Schläge mit der Möglichkeit, die notwendigen schlagbezogenen Aufzeichnungen (handschriftlich)
einzutragen.
Bitte beachten Sie:
Der NC 930 ist nur für geförderte Teichschläge zu verwenden. Wird keine
Förderung beantragt, ggf. auch, weil keine entsprechende Förderkulisse vorliegt, so sind auf
diesen Feldblöcken keine Teichschläge zu erfassen. Im Rahmen der Antragstellung auf Förderung
von Teichwirtschaft und Naturschutz (TWN) sind nur die Flächen relevant, die innerhalb der
Förderkulisse liegen und mit „TWN“ beantragt werden.

Digitale Antragstellung
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63
4.2.3.12 Antrag auf Förderung nach der Förderrichtlinie Insektenschutz
und Artenvielfalt (FRL /ISA/2021)
Ab dem Antragsjahr 2021 werden insektenfreundliche Maßnahmen auf Acker- und Grünland ge-
fördert. Die Beantragung erfolgt nach der neuen Förderrichtlinie Insektenschutz und Artenvielfalt
(FRL ISA/2021). Es sind insgesamt drei Maßnahmen vorgesehen:
mehrjährige Blühstreifen am Feldrand auf dem Acker (I_AL1)
mehrjährige selbstbegrünende Brachestreifen am Feldrand auf dem Acker (I_AL2)
partielle Mahd auf dem Grünland – zweischürige Nutzung (I_GL).
Alle Maßnahmen sind ortsfest und über einen Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren durch-
zuführen.
Die Beantragung ist für alle drei Maßnahmen bis zum 17. Mai 2021 erforderlich. Für die Anlage der
ISA-Streifen gibt es, davon unabhängig, folgende zeitliche Vorgaben:
Anlage Blühstreifen (I_AL1) bis spätestens 30. September des ersten Verpflichtungsjahres
Anlage selbstbegrünende Brachestreifen (I_AL2) vom 16. September bis 31. Oktober.
Es ist somit eine Anlage der Streifen nach Ernte der Hauptfrucht vorgesehen. Die Streifen sind Be-
standteil der Bruttofläche eines Schlages und werden am Schlagrand mit einer Breite von mindestens
6 und maximal 20 Metern angelegt.
Bei Beantragung nach FRL ISA/2021 sind Angaben zur Größe des Unternehmens (KMU-Tabelle)
erforderlich. Die genauen Zuwendungsvoraussetzungen sowie weitere Hinweise zur Beantragung
und zur Durchführung der drei ISA-Maßnahmen finden Sie im
Dokumentenbaum
unter
Hilfestellung
und auf der Internetseite des SMEKUL unter
http://www.lsnq.de/ISA
.
Anlage ISA-Schläge und -Streifen
Die Angaben zu den einzelnen Flächen werden in der Anlage ISA-Schläge und –Streifen erfasst. Die
mögliche Erfassung der hier erforderlichen Felder ist grundsätzlich davon abhängig, dass im Flächen-
verzeichnis im Feld
Beantragung von…
„ISA“ ausgewählt wurde. Für die Grünlandmaßnahme (I_GL)
muss der Schlag innerhalb der entsprechenden Kulisse GL_ISA liegen. Detaillierte Informationen
entnehmen Sie bitte im
Dokumentenbaum
unter
Hilfestellung
dem Dokument ISA.
Schlagbezogene Angaben
In der Anlage ISA-Schläge und –Streifen können Sie zusätzlich Dokumente aufrufen, welche Sie für
die erforderlichen schlagbezogenen Angaben verwenden können.

 
Digitale Antragstellung
64 |
4.2.4 Einwilligung zur Weitergabe von Daten
Für die verschiedenen Abfragen zur Einwilligung zur Weitergabe von Daten steht Ihnen seit 2019
ein separates Dokument im
Dokumentenbaum
von DIANAweb zur Verfügung. Konkret geht es um
die Weitergabe von Daten:
an Naturschutzberater (C.1)
im Rahmen RL ÖBL/2015 sowie der Greeningregelung
an die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV)
im Rahmen der Bodengesetzgebung und der Agrarstrukturplanung
für die betriebliche Beratung und Begleitung im Rahmen Wissenstransfer Landwirtschaftlicher
Gewässerschutz in der Gebietskulisse Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
4.2.5 Erklärungen und Verpflichtungen
Im
Dokumentenbaum
sind im Ordner Sammelantrag die Erklärungen und Verpflichtungen für alle
im Jahr 2021 gestellten Anträge und Anlagen aufgeführt.
Mit Ihrer Antragstellung bestätigen Sie,
dass Sie diese vollständig gelesen haben und in vollem Umfang akzeptieren.
4.3 Flächenbezogene Angaben erfassen
Alle von Antragstellenden landwirtschaftlich genutzten und sämtliche ELER (z. B. AUK-Vorhaben),
mit Bundes- oder Landesmitteln (z. B. Forstförderung) sowie EMFF (Teichvorhaben) geförderten
Flächen müssen im Antrag angegeben werden. Das bedeutet, dass auch Flächen unter 0,3000 ha
aufzuführen sind, sofern diese beihilfe- bzw. förderfähig sind und ein Feldblock vorhanden ist bzw.
angestrebt wird, dass ein Feldblock angelegt wird. Im Rahmen der Direktzahlungen, für die Förde-
rung nach RL AZL/2015 sowie nach RL ÖBL/2015 sind jedoch nur Schläge ab einer Mindestgröße
von 0,3000 ha beihilfefähig. Schläge, die unter dieser Mindestgröße beantragt werden, bleiben bei
der Bewilligung unberücksichtigt, werden jedoch als betriebliche Flächen bei den Berechnungen
für die einzelnen Greeningkomponenten mit angerechnet. Für Fördervorhaben nach den Richtlini-
en AUK/2015,
ISA/2021
sowie TWN/2015 gelten vorhaben- bzw. maßnahmebezogen abweichende
Mindestschlaggrößen.

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Digitale Antragstellung
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65
Hinweis:
Im
Flächenverzeichnis
sind alle landwirtschaftlich genutzten, beihilfe- bzw. förderfähigen
Flächen aufzuführen, egal, ob für diese Flächen Zahlungen/Beihilfen beantragt werden oder
nicht. Wird zur Vor-Ort-Kontrolle (VOK) festgestellt, dass nicht alle Schläge im Antrag angege-
ben wurden, zieht das eine Prüfung gemäß Artikel 16 der VO (EU) Nr. 640/2014 „Nichtanmel-
dung aller Flächen“ ggf. mit Sanktionierung bei den Direkt- und ELER-Zahlungen nach sich.
Sie sind zur Flächenabgrenzung jedes einzelnen Ihrer Schläge (insbesondere bei schlagbezo-
genen Vorhaben) verpflichtet, damit die Flächen bei einer Vor-Ort-Kontrolle (VOK) eindeutig
identifiziert werden können. Können Sie eine Flächenabgrenzung vor Ort anhand natürlicher
Gegebenheiten nicht eindeutig anzeigen, müssen Sie Hilfsmittel einsetzen (künstliche Markie-
rung, z. B. durch Pflöcke). Können Sie bei einer VOK die Grenzen Ihrer Schläge nicht eindeutig
zeigen, gelten diese Flächen als „nicht vorgefunden“ und gehen sanktionsrelevant mit einer
Fläche von 0,0000 ha in die Berechnung Ihrer Flächenzahlungen ein.
Die grafische Erfassung von Schlägen kann entweder über Neuzeichnen einer Fläche (Digitalisieren)
oder über die Nutzung des Werkzeugs
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag
erfolgen. Hier
stehen Ihnen verschiedene Objekte zur Verfügung. Es können sowohl Feldblockgeometrien als auch
Geometrien weiterer Ebenen (Vorjahresschläge, Förderkulisse Grünland, DGL…) sowie hinzugeladene
Geometrien (eigene Geometrien) übernommen werden.
4.3.1 Nutzung der Vorjahresdaten
Nach erfolgreicher Anmeldung werden beim ersten Aufruf des jeweiligen Betriebes die im Amt ver-
fügbaren Daten (Stammdaten sowie Vorjahresschläge und -EFA) bereitgestellt. Es ist möglich, ak-
tuellere Daten vom Amt bei einem erneuten Aufrufen des Betriebes zu laden. Setzen Sie dazu im
Flächenverzeichnis
das entsprechende Häkchen.
Im Flächenverzeichnis wird Ihnen angezeigt, wann Sie das letzte Mal Daten vom Amt abgeholt haben.
Bitte beachten Sie, dass nur Daten für gültige (nicht abgemeldete) Betriebe bereitgestellt werden
können. Ein abgemeldeter Betrieb kann über DIANAweb nicht aufgerufen werden, da die BNR10/
BNR15-Kombination nicht mehr gültig ist. Es ist jedoch ggf. möglich, die Flächendaten des Vorgän-
gerbetriebes zu erhalten. Bitte melden Sie sich dazu in Ihrem zuständigen FBZ/ISS und beachten Sie
dazu auch die Hinweise im Abschnitt
4.3.1.2
.

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Digitale Antragstellung
66 |
4.3.1.1 Flächenverwalter
Der
Flächenverwalter
dient als zentrales Instrument für die Anzeige und Übernahme von Vor-
jahresschlägen. Alle Schläge, die Sie im Vorjahr beantragt haben, werden mit der entsprechenden
Angabe zur Herkunft, zu Typ und zur Quelle aufgelistet. Als Typ sind Schlag und EFA möglich, als
Quelle kann folgendes angezeigt werden:
FaJ – Fläche des aktuellen Jahres (Ihre Antragsfläche des Vorjahres wurde nicht geändert)
VWK – Antragsfläche wurde im Ergebnis der Verwaltungskontrolle geändert
VOK – Antragsfläche wurde im Ergebnis der Vorortkontrolle geändert
Bei der Herkunft wird unterschieden in Vorjahr und Import:
Vorjahr – vom Amt direkt bei der Anmeldung in DIANAweb bereit gestellte Schlag- und
EFA-Geometrien des Vorjahres
Import – über den Flächenverwalter importierte Schlag – und/oder EFA-Geometrien
(siehe auch
4.3.1.2
)
Jede einzelne Fläche können Sie sich auch sofort in der Karte anzeigen lassen. Klicken Sie dazu auf
das
Lupensymbol
vor der jeweiligen Fläche. Die Vorjahres-Schläge vom Amt werden dabei weiß
schraffiert dargestellt, die importierten Schläge sind blau. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Geome-
trien für das aktuelle Antragsjahr zu übernehmen:
a) direkt im
Flächenverwalter
durch Setzen eines Hakens bei „Vorschlag für akt. Antragsjahr über-
nehmen“ (vgl.
Abbildung 11
)
b) in der Karte über Nutzung des Werkzeugs
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag

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Digitale Antragstellung
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67
Abbildung 11: Flächenverwalter
Es ist grundsätzlich auch möglich, gleich alle Vorjahresschläge inkl. ggf. vorhandener EFA-Elemente
zur Übernahme direkt im
Flächenverwalter
auszuwählen. Die Geometrien werden dann in die aktuelle
Schlag-
bzw.
EFA-Ebene
übernommen.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Sie die Antragsangaben zu übernommenen Schlägen
und EFA noch für das Antragsjahr 2021 im FV bzw. Anlage EFA vervollständigen müssen
(Beantragung, Merkmal, …)!
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vom Amt zur Verfügung gestellten Geometrien um Ihre
Antragsgeometrien handelt, die im zuständigen FBZ/ISS im behördeneigenen GIS-Programm zur
besseren Auffindbarkeit und Abgrenzung zu benachbarten Flächen sowie im Rahmen der Verwal-
tungs- und Vor-Ort-Kontrollen im Vorjahr erfasst und ggf. geändert wurden. Wurden im Vorjahr
abweichende Flächen oder auch Nutzungen festgestellt, so werden Ihnen diese im Kopfbereich des
Dialogs dargestellt.
Überprüfen Sie vor Übernahme der Geometrie Ihre aktuelle Bewirtschaftung und passen Sie bei
Bedarf die jeweilige Geometrie zur Antragstellung entsprechend an. Berücksichtigen Sie dabei bitte,
dass das vorliegende Orthofoto aus dem Vorjahr(en) nicht immer den aktuellen Bewirtschaftungs-
zustand widerspiegelt.

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Digitale Antragstellung
68 |
Prüfen Sie in dem Zusammenhang ebenfalls, ob die Feldblockgrenzen noch stimmig sind. Sollte das
nicht der Fall sein, teilen Sie das Korrekturerfordernis mittels Korrekturpunkt mit.
Hinweis:
Bitte prüfen Sie, ob der Schlag für das aktuelle Jahr hinsichtlich der Geometrie und
damit verbunden auch der Größe angepasst werden muss.
4.3.1.2 Nutzung der Flächendaten eines Vorgängerbetriebes
Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, als Übernehmer eines Betriebes die „Flächendaten“ des
Vorgängers zu nutzen. Dies ist jedoch nicht direkt über die Anmeldung an DIANAweb möglich, sondern
die Daten müssen im zuständigen FBZ/ISS manuell zusammengestellt werden. Bitte melden Sie sich
hierfür in Ihrem zuständigen FBZ/ISS. Für die manuelle Bereitstellung der Flächendaten eines anderen
Betriebes bzw. eines Vorgängers ist zwingend eine entsprechende Vollmacht erforderlich. Die vom
FBZ/ISS bereit gestellten Daten des übernommenen Betriebes können über den
Flächenverwalter
im
GIS-Modul
in DIANAweb hochgeladen werden. Wählen Sie dazu nach Auswahl des Werkzeugs in
dem sich öffnenden Fenster die Schaltflächen
Schlagdaten/EFA-Daten importieren
und wählen im
nachfolgenden Dialog den Dateipfad aus, wo Sie die Datei vom FBZ/ISS gespeichert haben.
Abbildung 12: Flächenverwalter - Hinzuladen von Schlagdaten

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Digitale Antragstellung
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69
Die einzelnen Geometrien oder auch mehrere/alle vorliegenden Geometrien können nun, wie zuvor
beschrieben, übernommen werden. Die für das Antragsjahr 2021 erforderlichen Attribute sind von
Ihnen dann noch im FV bzw. im Schlagerfassungsdialog zu ergänzen.
4.3.2 Weitere Möglichkeiten Schlaggeometrien
zu erzeugen und zu bearbeiten
4.3.2.1 Digitalisieren von Schlägen
Digitalisieren heißt grundsätzlich, ein neues Objekt zu erzeugen. Durch das Setzen der einzelnen
Geometriepunkte zu einer Fläche werden Polygone (Vielecke) erzeugt. Wählen Sie dazu das Werkzeug
Einzeichnen einer Geometrie eines Schlages
.
Bitte beachten Sie:
Durch die Umstellung auf den GIS-basierten Antrag ergibt sich seit 2016 Ihre
beantragte Bruttofläche direkt aus der digitalisierten Geometrie. Diese muss lage- und größengenau
eingezeichnet werden. Seit 2016 sind Skizzen nicht mehr zulässig.
Es muss ersichtlich sein, ob und wenn ja, welche Landschaftselemente zu Ihrem Schlag gehören
und beantragt werden. In diesem Fall müssen
die LE bzw. Teile der LE in der Schlaggeometrie
enthalten sein
. Für LE, die als solche noch nicht in der Referenz vorliegen, setzen Sie bitte einen
entsprechenden Korrekturpunkt. Nach Abschluss der Digitalisierung muss die Fläche attributiert, also
mit den nötigen Antragsdaten zum Schlag versehen werden (siehe Abschnitt
4.3.3
).
Bitte beachten Sie:
Schlaggeometrien mit einer gerundeten Fläche kleiner 50 Quadratmeter
können nicht erfasst werden. Sie erhalten in dem Fall sowohl bei der Digitalisierung als auch bei
der Übernahme aus anderen Ebenen einen entsprechenden Hinweis.
4.3.2.2 Importieren …eigene Geometrien
Liegen Ihnen zu Ihren Flächen GPS-Daten im für den Freistaat Sachsen gültigen amtlichen Lagere-
ferenzsystem ETRS89_UTM33 vor, so können Sie diese im
GIS-Modul
mit dem Werkzeug
Shape-
Dateien verwalten
importieren.
Bitte beachten Sie, dass für den Shapeimport immer ein zip-Ordner mit den für ein vollständiges
Shapes erforderlichen Dateien (*.dbf, *.shp, *.shx) vorliegen muss. Die importierten Geometrien wer-
den Ihnen in einer separaten Ebene angezeigt und können auch über den linken GIS-Detailbereich
aufgerufen werden. Hinzugeladene Geometrien können mit dem Werkzeug
Übernahme der Geo-

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Digitale Antragstellung
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metrie als neuen Schlag
oder auch mit dem Werkzeug
Übernahme der Geometrie als EFA
in die aktuellen Antragsebenen übernommen werden. Bitte beachten Sie, dass EFA-Flächen nur
übernommen werden können, wenn dafür ein Schlag vorhanden ist.
Über das Werkzeug
Shape-Dateien verwalten
können die importierten Geometrien sortiert,
ausgewählt, angezeigt und gelöscht werden. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter
Hilfestellung > Import eigener Geometrien
sowie m Internet unter
https://www.diana.sachsen.de
> Hilfestellung > EGFL und ELER Fläche > DIANAweb - Hilfe.
4.3.2.3 Übernahme der Geometrie als neuen Schlag
Mit DIANAweb ist es möglich, eine ausgewählte Geometrie, zum Beispiel einen ausgewählten Feld-
block oder auch eine selbst hinzugeladene Geometrie in die Schlagebene zu übernehmen. Wählen
Sie dazu in der Karte zunächst die entsprechende Geometrie durch Anklicken aus. Die ausgewählte
Geometrie wird markiert und es wird angezeigt, um welches Objekt welcher Ebene es sich handelt.
Abbildung 13: Markierung ausgewählter Geometrien und Anzeige Informationen
Anschließend wählen Sie das Werkzeug
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag
aus und
es öffnet sich der Erfassungsdialog. Durch die Ermittlung des vorhandenen Feldblocks sind alle
zum Feldblock gehörenden Daten (Kurz-FLIK, beantragungsfähige Brutto-Feldblock-Fläche) bereits
eingetragen. Erfassen Sie, wie im Abschnitt
4.3.3
beschrieben, die entsprechenden Antragsdaten.
Achten Sie auch darauf, dass Sie die aktuelle Schlaggeometrie um ggf. nicht beantragungsfähige
Flächen (z. B. Lagerplätze, nicht bewirtschaftete Randbereiche, beispielsweise an Straßenrändern/
Straßenbäumen oder nicht in Ihrer Verfügungsberechtigung liegende und damit nicht beantragte
LE) korrigieren. Die Werkzeuge
Einzeichnen einer Sperrfläche
oder auch
Einzeichnen einer Stan-
dardabzugsfläche
stehen Ihnen hierfür zur Verfügung.

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Digitale Antragstellung
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4.3.2.4 Schlag-in-Schlag-Digitalisierung
Wenn Sie einen Schlag im Schlag digitalisieren wollen, wie es z. B. beim Kartoffelanbau erforderlich
sein kann, ist es vorteilhaft, zunächst den
inneren
Schlag, z. B. für Kartoffeln, zu erstellen und dann
den äußeren für z. B. das Ackergras. Das System schneidet dann automatisch den inneren aus dem
äußeren Schlag heraus. Es ist jedoch ebenso möglich, im äußeren Schlag eine Sperrfläche zu erfas-
sen und dann den inneren Schlag innerhalb der Sperrfläche einzuzeichnen. Um Klaffungen (Löcher)
zu vermeiden, sollten Sie in diesem Fall jedoch den inneren Schlag großzügig über die Grenzen der
Sperrfläche hinaus einzeichnen bzw. am besten gleich die Sperrflächengeometrie mit dem Werkzeug
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag
in die Schlagebene übernehmen. DIANAweb über-
nimmt dann genau die Geometrie der vorhandenen Sperrfläche und es öffnet sich automatisch der
Erfassungsdialog
Flächenverzeichnis
, in dem Sie dem inneren Schlag noch Eigenschaften zuweisen
müssen (attributieren).
4.3.2.5 Erfassung von Sperrflächen und Standardabzugsflächen
Seit 2020 liegen dauerhaft nicht beihilfefähige Elemente und Flächen wie beispielsweise Strommasten
oder auch versiegelte Flächen innerhalb des Feldblocks bereits als Löcher in der Referenz vor. DIANA-
web berücksichtigt diese Löcher bei der Digitalisierung oder auch der Übernahme von Schlag- und
ggf. EFA-Geometrien, diese Abzugsflächen werden dementsprechend auch aus der Schlag- sowie ggf.
EFA-Geometrie
bzw. der Geometrie der ISA-Streifen
als Löcher ausgestanzt und die Antragsfläche
des Schlages bzw. des EFA-Elements
oder des ISA-Streifens
verringert sich entsprechend.
Um darüber hinaus eine genaue Erfassung der Geometrien zu unterstützen, stehen Ihnen wei-
terhin die Werkzeuge
Einzeichnen von Sperrflächen
und
Einzeichnen einer Standardabzugs-
fläche
zur zur Verfügung. So können auf einfache Art und Weise zusätzliche, z. B. nur zeitweilig nicht
beihilfefähige Teilflächen oder auch nicht in der Verfügungsberechtigung liegende Landschaftsele-
mente aus der Schlagfläche ausgegrenzt werden.
Um eine Sperrfläche oder auch eine Standardabzugsfläche erfassen zu können, muss zunächst der
Schlag, in dem die Sperrfläche erfasst werden soll, durch Klicken in die Karte ausgewählt werden.
Anschließend ist das jeweilige Werkzeug in der Werkzeugleiste durch Klicken auszuwählen. Die
Erfassung einer Sperrfläche erfolgt durch Setzen von Geometriepunkten innerhalb des ausgewähl-
ten Schlages. Der Abschluss erfolgt mit Doppelklick. Eine Standardabzugsfläche ist dem Grunde
nach ebenfalls eine Sperrfläche, Sie müssen diese jedoch nicht durch Setzen von Geometriepunkten
einzeichnen, sondern DIANAweb erzeugt, Ihren Angaben entsprechend, ein Rechteck. Nach dem
Klicken an die gewünschte Stelle im Schlag öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Länge und Breite
der Standardabzugsfläche manuell eingeben.

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Digitale Antragstellung
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Sobald eine Sperrfläche erfasst bzw. nachfolgend auch wieder gelöscht wurde, ändert sich die digi-
talisierte Schlaggröße des beantragten Schlages. Eine nachträgliche Bearbeitung von Sperrflächen,
auch von Standardabzugsflächen ist möglich (siehe nachfolgenden Abschnitt).
Hinweis:
Sollten die Abzugsflächen (Löcher) in der Referenz aus Ihrer Sicht nicht korrekt vorliegen,
so setzen Sie bitte einen Korrekturpunkt an die entsprechende Stelle im Schlag (nicht in das Loch).
4.3.2.6 Geometrische Korrektur von Schlägen
Für die Änderung der Geometrie muss durch Klick in die Karte zunächst die zu ändernde Schlaggeo-
metrie ausgewählt werden. Anschließend klicken Sie auf das Werkzeug
Geometrie ändern
. Die
Geometriepunkte des Schlages inklusive der Geometriepunkte der ggf. vorhandenen Sperrflächen
werden aktiv und können nun verschoben werden. Nachfolgend klicken Sie einfach in eine Fläche
außerhalb des Schlages und die Geometrie wird entsprechend geändert. Wenn Sie Geometriepunkte
löschen wollen, so halten Sie die ENTF- oder D-Taste gedrückt und fahren mit der Maus über den zu
löschenden Geometriepunkt. Nachfolgend klicken Sie wieder in eine Fläche außerhalb des Schlages
und Ihre Änderung wird durchgeführt. Neue Geometriepunkte können Sie sich aus den halbtranspa-
renten Geometriepunkten auf der Linie zwischen zwei bereits vorhandenen Punkten ziehen. Klicken
Sie dazu auf einen solchen halbtransparenten Punkt und ziehen diesen an die gewünschte Stelle.
Auch hier muss zum Abschluss wieder in eine beliebige Stelle außerhalb des Schlages geklickt werden.
Alle Geometrieänderungen werden Ihnen sofort angezeigt, solange Sie jedoch die Geometriepunkte
noch sehen, ist die entsprechende Änderungsaktion noch nicht abgeschlossen.
Abbildung 14: Ändern der Geometrie – sichtbare Geometriepunkte

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Digitale Antragstellung
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73
4.3.3 Sachdaten zum Schlag erfassen – Anlage Flächenverzeichnis (FV)
Nach Abschluss des Digitalisiervorgangs öffnet sich der Erfassungsdialog
Flächenverzeichnis
, in
dem die nötigen Antragsdaten zum Schlag zu erfassen sind.
Abbildung 15: Erfassungsdialog Flächenverzeichnis
Der Erfassungsdialog ist dreigeteilt. Im Kopfbereich werden Kurz-FLIK und die maximal beantra-
gungsfähige Fläche des Brutto-Feldblockes angezeigt. Darüber hinaus sehen Sie die Feldstücks- und
Schlagbezeichnung, den beantragten Nutzungscode (NC), die beantragte Brutto-Schlagfläche (ent-
spricht der digitalisierten) und die Summe der bereits von Ihnen beantragten Fläche im Feldblock.
Zusätzlich werden die Kontrollwerte für die Bruttofläche und die Kulturart als Information angezeigt.
Im Hauptteil des Dialogs müssen die für das aktuelle Antragsjahr gültigen Sachdaten zum Schlag
eingegeben werden. Pflichtfelder sind mit einem
markiert, solange im entsprechenden Feld noch
kein Eintrag vorgenommen wurde. Sie können den Dialog auch unvollständig und ggf. unplausibel
schließen bzw. abbrechen. Ihre erfassten Geometrien und Daten bleiben in diesem Fall erhalten.

Digitale Antragstellung
74 |
Es ist zu empfehlen, bereits in diesem Dialog Ihre Sachdaten so weit wie möglich zu erfassen, um
nachfolgende Dialoge korrekt ausfüllen zu können. Bei „Informationen zum Feld“, im unteren Teil
des Erfassungsdialogs erhalten Sie Hinweise zum jeweils aktiven Feld angezeigt.
Zunächst muss die
Feldstücks- und Schlagbezeichnung
eingegeben werden.
Das
Feldstück
ist eine zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Fläche eines Antragstellen-
den, die mit einer oder mehreren Kulturarten bestellt oder aus der Produktion genommen ist und
innerhalb eines Feldblocks liegt. Ein Feldstück kann auch ein Schlag sein.
Bei bereits auf einem anderen sächsischen Feldblock vorhandener Feldstücksbezeichnung wird unter
Meldungen
ein Fehlerhinweis ausgegeben, dass die Feldstücksbezeichnung bereits in einem anderen
Feldblock vergeben wurde.
Hinweis:
Flächen, die
keinen räumlichen Zusammenhang
aufweisen, müssen
unterschiedlichen
Feldstücken
zugeordnet werden, auch wenn sie im gleichen Feldblock liegen!
Der
Schlag
ist eine zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Fläche, die mit einer Kultur
bestellt oder aus der Produktion genommen ist. Schläge können je nach Anbaustruktur jährlich neu
gebildet werden.
Hinweis:
Die Feldstücks- und Schlagbezeichnung muss insbesondere bei mehrjährigen, ortsfes-
ten (nicht rotierenden) AUK-Vorhaben über den gesamten Antrags- und Verpflichtungszeitraum
beibehalten werden!
Die beantragte
Bruttofläche
ergibt sich aus der digitalisierten Fläche und wird von DIANAweb
vorgetragen. Eine Änderung dieses Flächenwertes ist nur über eine Anpassung der zugehörigen
Geometrie im GIS möglich.
Alle Schlagflächen werden als
Bruttofläche
angegeben, d. h.
inklusive aller zum Schlag zuge-
hörigen beihilfefähigen LE sowie der ggf. angemeldeten ökologischen Vorrangflächen und
ISA-Streifen
. Die Bruttofläche ist die relevante Fläche für alle Antragsbestandteile. Deshalb ist bei
der Schlagdigitalisierung sehr sorgfältig zu arbeiten und die Schläge sind so zu digitalisieren, dass
ersichtlich ist, ob ein im Feldblock enthaltenes LE Bestandteil der Bruttofläche ist. Für das Antrags-
verfahren LU kann zusätzlich eine von der Bruttofläche abweichende LU-Fläche (entspricht früherer
UL-Fläche) erfasst werden.

Digitale Antragstellung
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75
Hinweis:
Die beantragte Bruttofläche ergibt sich aus der digitalisierten Schlaggeometrie.
Bitte stimmen Sie sich vor der Beantragung mit den anderen Bewirtschaftern innerhalb eines Feld-
blocks zur Schlaggeometrie und -größe ab, um Überlappungen mit den Flächen Ihrer Nachbarn
sowie Feldblockübernutzungen und damit mögliche Sanktionen zu vermeiden. Beachten Sie, dass
die beantragte Größe mit der tatsächlich bewirtschafteten Fläche übereinstimmen muss.
Die Flächengröße wird vom Programm aus der digitalisierten Schlagfläche übernommen und in
Hektar mit 4 Nachkommastellen (nach der 4. Nachkommastelle abgeschnitten) weiterverarbeitet.
Es sind alle bewirtschafteten Flächen im
Flächenverzeichnis
anzugeben, für die ein Feldblock vor-
handen ist.
Über das Listenfeld
Kulturart/Nutzungscode
muss aus der hinterlegten Nutzungscodeliste die
angebaute Kultur ausgewählt bzw. der entsprechende Nutzungscode (NC) über die Tastatur einge-
geben werden.
Alle nachfolgenden Felder – insbesondere in den Folgedialogen – sind in Abhängigkeit von der
gewählten Kulturart Pflichtfelder bzw. sind nur für bestimmte Kulturarten aktiv. Dadurch sollen
Eingabefehler vermieden werden. Dementsprechend kann es vorkommen, dass Sie in Folgedialogen
beispielsweise keine Vorhaben zur Auswahl aufgelistet bekommen. Dies ist immer dann der Fall, wenn
keine bzw. eine nicht passende Kultur oder auch keine bzw. eine zu kleine Bruttofläche erfasst bzw.
ermittelt wurde, da die Vorhaben abhängig von der Kultur und der beantragen Bruttofläche sind.
Zum Schlag können verschiedene Beihilfen und Förderungen im Feld
Beantragung von…
angemeldet
werden. Für die Beantragung der Direktzahlungen sowie Agrarförderung muss die Fläche am 17. Mai
2021 zur Verfügung stehen und während des gesamten Kalenderjahres beihilfefähig sein. Wird die
Beihilfefähigkeit durch eine nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit unterbrochen, ist dies dem zuständigen
FBZ/ISS des LfULG schriftlich zu melden (siehe Abschnitt
2.8
)
Je nach beantragtem Zweck im Feld
Beantragung von…
sind weitere Informationen erforderlich,
die in Folgedialogen erfasst werden.
Zudem können dem Schlag
zusätzliche Merkmale
zugeordnet werden. Kulturartenabhängig besteht
die Auswahl zwischen „GPE“, „EFA“, „ÖKO“, „unter Glas“ „BBS“ und/oder „LiF“.
Wenn Getreide als Ganzpflanze geerntet wird, ist wie bislang „GPE“ anzugeben.

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Digitale Antragstellung
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„EFA“ steht für „Ecological Focus Area“ und in der deutschen Übersetzung damit für ökologische
Vorrangflächen. Die Erfassung der zusätzlich erforderlichen Informationen erfolgt über Folgedia-
logseiten direkt in der Anlage EFA, wie im Abschnitt
Ökologische Vorrangflächen – die Anlage
EFA
beschrieben.
Bitte beachten Sie,
dass Schläge mit dem Merkmal „EFA“ nicht für AUK und ISA beantragt werden
können, es sei denn, bei den EFA-Elementen handelt es sich ausschließlich um EFA-LE.
Die Kennzeichnung „ÖKO“ ist für alle Flächen dann erforderlich, wenn diese gemäß Verordnung (EG)
Nr. 834/2007 zwar ökologisch biologisch bewirtschaftet werden, das aber nicht für den gesamten
Betrieb zutrifft (siehe auch
4.2.3.2 Antrag auf Basisprämie und Greeningprämie (BPR und GPR)
).
Eine Kennzeichnung der Flächen mit „ÖKO“ ist nicht erforderlich, wenn der gesamte Betrieb ökolo-
gisch bewirtschaftet wird bzw. auch dann nicht, wenn eine Förderung nach RL ÖBL/2015 beantragt
wird, da diese ohnehin nur für gesamtbetrieblich ökologisch biologisch wirtschaftende Betriebe
zulässig ist.
Bitte beachten Sie, dass ein Abgleich mit den Daten der zuständigen Behörde des
Landes vorgenommen wird.
Für Gemüse, Kräuter, Zierpflanzen sowie Erdbeeren, Spargel und Beerenobst ist die Kennzeichnung der
Flächen als „unter Glas“-Flächen immer dann erforderlich, wenn ein entsprechender Anbau erfolgt.
„BBS“ kennzeichnet seit 2019 Ackerkulturen mit Blüh- oder Bejagungsschneisen. Das Merkmal ist
für eine Vielzahl von Ackerkulturen (u. a. Mais) zulässig.
„LiF“ = Labyrinth in der Fläche ist als Merkmal zum Schlag nur für Mais (NC 171 oder 411) möglich.
Das Merkmal ist dann erforderlich, wenn in der Maisfläche zusätzliche Wege o.ä. Abzugsflächen
angelegt werden und die landwirtschaftliche Fläche damit auch als Sport- und Freizeitfläche, konkret
Maislabyrinth, genutzt wird. Bitte beachten Sie, dass die Wegeflächen weiterhin nicht beihilfefähig
sind und deshalb im GIS aus der Schlaggeometrie ausgegrenzt werden müssen!
Bei der Übernahme von Vorjahresschlägen werden die aus dem Vorjahr bekannten Informationen wie
Feldstück/Schlagbezeichnung sowie ggf. die Kultur mit übernommen. Der Schlagerfassungsdialog wird
daher nicht geöffnet, egal ob Sie Vorjahresschläge direkt über den
Flächenverwalter
übernehmen oder
mit dem Werkzeug
Übernahme der Geometrie als neuen Schlag
. Um nachfolgend die Sachdaten
zu erfassen bzw. ggf. zu ändern, müssen Sie ins
Flächenverzeichnis
wechseln – entweder direkt über
die Schaltfläche
Flächenverzeichnis
oder über den Aufruf im
Dokumentenbaum.

Digitale Antragstellung
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77
Im Bearbeitungsfenster wird Ihnen das
Flächenverzeichnis
tabellarisch angezeigt. Sie können die
Daten zum Schlag direkt in der Tabelle erfassen. Es ist jedoch auch möglich, den Schlagdialog wie
folgt aufzurufen:
Auswahl des Schlages in der Tabelle durch Setzen eines Häkchens links neben dem Feld GIS und
Klick auf die Schaltfläche
Schlag bearbeiten
oder
Doppelklick auf den gewünschten Schlag auf das „+“ im Feld Dialog
Sie können wie im Jahr 2020 alle Daten zum Schlag aus dem FV nach Excel kopieren. Klicken Sie dazu
auf die entsprechende Schaltfläche im
Flächenverzeichnis
. Einzelheiten zu den exportierten Daten
finden Sie im Internet unter
Hilfestellung
.
Anbaudiversifizierung und Nutzungscodeliste 2021
Die Nutzungscodeliste (Anlage NC) wurde für 2021 dahingehend aktualisiert, dass der NC 866 –
Pflanzenmischung mit Hanf neu aufgenommen wurde. Für diesen NC gelten dieselben Vorgaben
wie für Hanf (NC 701).
Seit 2015 sind die Greening-Vorgaben speziell zur Anbaudiversifizierung zu beachten, wodurch eine
größere Vielfalt bei den angebauten Kulturen erreicht werden soll.
Im Sinne der Anbaudiversifizierung gilt dabei jeweils als
eine Kultur
eine der verschiedenen in der botanischen Klassifikation landwirtschaftlicher Kulturpflanzen de-
finierten
Gattungen
,
alle
Arten
im Falle der Familien der Brassicaceae (Kreuzblütler), Solanaceae (Nachtschattenge-
wächse) und Cucurbitaceae (Kürbisgewächse);
brachliegendes Land;
Gras oder andere Grünfutterpflanzen.
Winter- und Sommerkulturen gelten als unterschiedliche Kulturen, auch wenn sie zur selben Gattung
bzw. Art gehören.
Es ist erforderlich, für jeden Schlag die entsprechend angebaute Kultur (NC) anzugeben (Spalten
2/3 der Anlage NC).
Die Zuordnung gemäß Anbaudiversifizierung finden Sie in der Anlage NC in den Spalten 3 bzw.
4. Unterschiedliche Nutzungscodes bzw. Kulturen in Spalte 1 bzw. 2 bedeuten dementsprechend
nicht zwingend unterschiedliche Kulturen im Sinne der Anbaudiversifizierung, relevant sind hier die
Spalten 3 bzw. 4.

 
Digitale Antragstellung
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Beispiel:
Für die Gattung Zea (Mais) gibt es in der Spalte 1 (NC) zwei verschiedene Nutzungscodes, NC
171 – Mais (ohne Silomais) und NC 411 – Silomais (als Hauptfutter). Auch wenn Sie beide Kulturen
(NC) anbauen und im Antrag angeben, so geht in die Berechnung für die Anbaudiversifizierung
als Kultur nur Gattung Mais ein.
Bei Gemüse ist zu beachten, dass verschiedene Möglichkeiten für die Angabe der Kulturart bestehen.
Zum einen gibt es spezielle NCs für bestimmte Gemüsearten (z. B. NC 613 für „Gemüsekohl …“). Sollen
die einzelnen Gemüsearten getrennt in die Berechnung zur Anbaudiversifizierung eingehen, so müs-
sen sie schlagweise mit ihrem speziellen NC beantragt werden. Zum anderen gibt es übergeordnete
NCs für Familien (z. B. NC 611 für „Gemüse-Kreuzblütler“) und den allgemeinen NC 610 Gemüse“.
Diese übergeordneten NCs können immer dann genutzt werden, wenn die spezielle Gemüseart in
der Liste nicht enthalten ist oder mehrere kleinere Teilflächen mit unterschiedlichen Gemüsearten
zu einem Schlag zusammengefasst werden sollen.
Jedem übergeordneten NC sind mehrere spezielle NCs zugordnet. Zu erkennen ist die Zuordnung an
identischen Anfangsziffern des Systematikcodes in Spalte 3 der Anlage NC. Zugeordnet sind nicht
nur die anderen Gemüsearten, sondern auch botanisch verwandte landwirtschaftliche Kulturarten
(z. B. NC 311 „Winterraps“ zu NC 611 „Gemüse-Kreuzblütler“). Werden im
Flächenverzeichnis
so-
wohl übergeordnete NCs (z. B. NC 611) als auch zugeordnete spezielle NCs (z. B. 311) angegeben, so
werden alle Flächen mit dem übergeordnete NC bei der Berechnung der Anbaudiversifizierung dem
speziellen NC mit dem größten Flächenumfang zugerechnet. Beide Kulturarten werden nachfolgend
wie eine Kulturart behandelt.
Für den Anbau von Aromahopfen gibt es den NC 857 und für Bitterhopfen den NC 858. Einer der
beiden NC, je nach überwiegender Art, soll auch für Flächen mit der Vermehrung von Hopfenreisern
verwendet werden.
4.3.4 Landschaftselemente
Landschaftselemente (LE) werden im Rahmen der Antragstellung nicht einzeln angegeben. Seit der
Umstellung des Antragsverfahrens von NETTO auf BRUTTO müssen alle Schlagflächen als Brutto-
fläche angegeben werden (Bruttoflächenprinzip), d. h. inklusive aller zum Schlag zugehörigen bei-
hilfefähigen LE. Deshalb ist bei der Schlagdigitalisierung sehr sorgfältig zu arbeiten und die Schläge
sind so zu digitalisieren, dass eindeutig ersichtlich ist, ob ein im FB enthaltenes LE Bestandteil der
Bruttofläche = Antragsfläche ist oder nicht. Damit ein im FB enthaltenes LE auch aus der Schlagflä-
che ausgegrenzt werden kann, ist die Erfassung einer Sperrfläche innerhalb eines Schlages möglich.

 
Digitale Antragstellung
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79
Hinweis:
Nur an Hand der eingereichten Schlaggeometrien ist erkennbar, ob die LE zu der beantrag-
ten Fläche gehören oder nicht!
Dabei ist zu beachten, dass die Flächen der zu einem Schlag zugehörigen LE diejenige Fläche,
welche grundsätzlich der landwirtschaftlichen Produktion dient, nicht erreichen und keines-
falls übersteigen dürfen. Der Flächenanteil aller im Schlag enthaltenen LE muss also unter
50% der Bruttoschlagfläche liegen.
4.3.5 Ökologische Vorrangflächen – die Anlage EFA
Betriebsinhaber, deren Ackerlandfläche mehr als 15 Hektar beträgt, müssen seit 2015 grundsätzlich
fünf Prozent ihres Ackerlandes
als im Umweltinteresse genutzte Flächen (ökologische Vorrang-
fläche) bereitstellen. Welche Flächen dem Ackerland zuzurechnen sind, können Sie der Spalte Flä-
chenkategorie in der Anlage NC entnehmen. Zu beachten ist grundsätzlich, dass auch die Schläge,
die die Mindestschlaggröße nicht erreichen und für die daher keine Basisprämie gewährt wird, zum
Ackerland hinzu gezählt werden, ebenso wie alle zum Ackerland-Schlag zugehörigen Landschafts-
elemente. Beantragen Sie Erstaufforstungsflächen (EA), Dauerkulturen wie Kurzumtriebsplantagen
(KUP), Miscanthus, und/oder durchwachsene Silphie oder auch Pufferstreifen auf GL als ökologische
Vorrangflächen (EFA) sowie ggf. Ufervegetationsstreifen, so werden auch diese als Basis für die
Ermittlung der 5 % zum Ackerland hinzugerechnet.
Bitte beachten Sie:
Bei Erstaufforstungsflächen und den EFA-Dauerkulturflächen gilt, dass EFA-
Streifen oder auch EFA-LE auf diesen Flächen nicht zulässig sind.
Für die Angabe von ökologischen Vorrangflächen ist der Schlag im
Flächenverzeichnis
mit dem Merk-
mal „EFA“ zu kennzeichnen und die weiteren erforderlichen Informationen sind in der
Anlage EFA
anzugeben. Bis auf wenige Ausnahmen müssen die ökologischen Vorrangflächen auf Ackerflächen
angelegt werden bzw. sich am Rande von Ackerlandflächen befinden.
Eine räumliche Zuordnung
zum (angrenzenden) Ackerschlag durch Angabe des FLIKs sowie der Feldstücks- und Schlagbe-
zeichnung des zugehörigen Ackerschlags ist daher zwingend erforderlich.
Des Weiteren sind zu
allen EFA-Elementen die EFA-Fläche mit 4 Nachkommastellen und der konkrete EFA-Typ anzugeben.
Bitte beachten Sie:
Die Summe aller EFA-Flächen zum Schlag kann maximal der Bruttoschlag-
fläche entsprechen!

Digitale Antragstellung
80 |
Nutzen Sie zur Angabe des EFA-Typs bitte den dreistelligen Code aus der Anlage NC – Teil ökologi-
sche Vorrangflächen. Die weiteren Informationen in der Anlage EFA sowie ggf. im Zusatzblatt zur
Anlage EFA sind abhängig von der Art des EFA-Elementes. Im sächsischen (digital unterstützten)
Antragsverfahren wird unterschieden in drei verschiedene EFA-Arten:
Flächige Elemente – EFA-Flächen
Streifenförmige Elemente – EFA-Streifen
Landschaftselemente – EFA-Landschaftselemente (EFA-LE)
Hinweis:
Achtung! Die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf ökologischen Vorrang-
flächen ist verboten!
Die grundsätzlichen Anforderungen entnehmen Sie bitte dem
EFA-Merkblatt
, welches Sie im
Dokumentenbaum
oder auch im Internet unter
https://www.landwirtschaft.sachsen.de
> EU-
Direktzahlungen > Antragstellung > weitere Formulare aufrufen können.
4.3.5.1 EFA-Flächen
Als flächige Elemente gelten all jene EFA-Typen, bei denen die Nutzung der Fläche im Umweltinte-
resse auf der gesamten Schlagfläche durchgeführt wird. Im Einzelnen sind dies folgende Elemente:
Tabelle 2: Auflistung flächiger EFA-Typen
EFA-Code
EFA-Typ
052
Zwischenfrüchte, Gründecke
053
Untersaat
059
Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb (KUP)
060
Leguminosen
061
aufgeforstete Flächen (gefördert)
062
brachliegendes Land
063
Miscanthus
064
Durchwachsene Silphie
065
einjährige Bienenweide
066
mehrjährige Bienenweide
Die Erfassung eines flächigen EFA-Elementes erfolgt über das Einzeichnen des Bruttoschlages im
GIS-Modul
und es ist somit keine weitere geometrische Kennzeichnung erforderlich. Alle erforder-

Digitale Antragstellung
|
81
lichen Angaben können direkt in der
Anlage EFA
vorgenommen werden. Wichtig ist, dass Sie die
flächigen EFA-Elemente im
Flächenverzeichnis
im Feld
EFA Fläche
entsprechend kennzeichnen. Falls
am/im Schlag weitere EFA-LE oder EFA-Streifen vorhanden sind und ebenfalls als ökologische Vor-
rangfläche angemeldet werden sollen, sind diese dann im
GIS
zu kennzeichnen bzw. einzuzeichnen.
Die Angabe der Fläche erfolgt je nach Fallkonstellation entweder als Brutto- oder als Nettofläche.
Beispiel:
Sie bewirtschaften einen Schlag (10,0000 ha) mit Ackerbohnen, den Sie als ökologische Vor-
rangfläche – Typ Leguminosen – anmelden möchten. Gehören keine weiteren EFA-Elemente zu
diesem Schlag, so ist die in der Anlage EFA anzugebene (Netto-)Fläche gleich der Bruttofläche
im FV, also 10,0000 Hektar.
Befindet sich beispielsweise eine 500 Quadratmeter große Hecke im Schlag, so gibt es die Mög-
lichkeit, in der Anlage EFA die Fläche in 9,9500 ha Leguminosen und 0,0500 ha Hecke aufzutei-
len. Aufgrund der unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren für die einzelnen EFA-Typen kann das
sinnvoll sein. Alternativ können Sie aber auch hier wieder die Bruttofläche des Schlages angeben.
Soll beispielsweise zu diesem Schlag noch ein Feldrand (800 qm) angelegt werden, so ist dieser
zwingend separat anzugeben. Wiederum ausgehend von einem Bruttoschlag mit 10,0000 Hektar
geben Sie in der Anlage EFA dann beispielsweise 9,8700 ha für die Leguminosen, 0,0500 ha Hecke
und 0,0800 ha für den Feldrand an.
Je nach EFA-Typ sind bei den Flächen-EFA noch weitere Informationen erforderlich, da gemäß
Direktzahlungen-Durchführungsverordnung nur bestimmte Arten für die Anerkennung als öko-
logische Vorrangfläche zulässig sind. Bei Leguminosen (060) ist zusätzlich die konkrete Art anzu-
geben. Sie finden die Liste der zulässigen Leguminosen in der Anlage 2 in dieser Broschüre. Der
Anbau von EFA-Leguminosen ist auch in Mischungen mit anderen Kulturen zulässig, solange die
Leguminosenarten überwiegen. Sofern Sie die entsprechende Mischung nicht in der NC-Liste fin-
den, nutzen Sie den NC für Mischkultur (NC 050). Geben Sie im Feld
Zusätzliche Informationen
die Leguminosen an, die sich überwiegend auf der Fläche befinden. Auch Kleegras (NC 422) kann
als EFA-Leguminose beantragt werden. Geben Sie in diesem Fall im Feld
Zusätzliche Informa-
tionen
als EFA-Leguminose Klee an. Bitte beachten Sie: der Anteil des Klees muss überwiegen,
andernfalls kann die Fläche nicht als EFA-Leguminose anerkannt werden! Wenn Sie Flächen mit
Niederwald im Kurzumtrieb (059) als ökologische Vorrangflächen anmelden möchten, so ist für
diese zusätzlich die Angabe der Baumart(en) erforderlich. Wählen Sie dazu im Feld
Zusätzliche
Informationen
die entsprechende Art durch Anhaken aus. Eine Mehrfachauswahl in der Liste ist
möglich. Für die Angabe der Baumart bei EFA-KUP sind die zulässigen Kreuzungen der Baumarten
entsprechend zusätzlich aufgeführt.

Digitale Antragstellung
82 |
Die Angabe der Kulturpflanzenmischung für Flächen mit Zwischenfruchtanbau/Gründecke (EFA-
Code 052) ist seit 2016 im Antragsverfahren nicht mehr erforderlich. Bitte beachten Sie, dass Sie
die entsprechenden Nachweise bei Bedarf vorlegen müssen. Die Liste der zulässigen Arten für Kul-
turpflanzenmischungen finden Sie in der Anlage 3 in dieser Broschüre.
Für die Anerkennung einer ein- oder mehrjährigen Bienenweide (EFA-Code 065, 066) als Flächen-
EFA ist die Ausbringung einer Blühmischung mit pollen- und nektarreichen Pflanzen erforderlich.
Bezüglich der Anzahl und der zulässigen Arten gilt § 23a der Direktzahlungen-Durchführungsver-
ordnung. Die zulässigen Arten und die im Rahmen der Antragstellung zu verwendenden IDs sind in
Anlage 5 dieser Broschüre aufgelistet. Es wird unterschieden in Arten, die der Gruppe A und Arten,
die der Gruppe B zugeordnet werden, jeweils kenntlich durch die vorangestellten Kürzel BA und
BB. Dabei gilt für einjährige Bienenweiden die Aussaat einer Mischung von mindestens zehn Arten
aus Gruppe A, die zusätzlich um Arten aus der Gruppe B ergänzt sein kann. Die Aussaat muss bis
spätestens 31. Mai erfolgt sein. Bei mehrjährigen Bienenweiden müssen mindestens fünf Arten
aus der Gruppe A und mindestens 15 Arten aus Gruppe B in der Saatgutmischung enthalten sein.
Die Aussaat mehrjähriger Bienenweiden muss im Jahr der Anlage der Kultur ebenfalls bis zum 31.
Mai erfolgt sein. Für die Anerkennung einer Fläche als EFA-Typ „Mehrjährige Bienenweide“ darf die
Fläche nach dem Jahr der Aussaat maximal noch 2 Jahre mit diesem Typ angemeldet werden, wenn
im Pflanzenbestand die zulässigen Arten weiterhin überwiegen. Es ist daher das Jahr der Aussaat
für diesen EFA-Typ mit anzugeben.
Für Flächen mit Miscanthus (EFA-Code 063) oder Durchwachsener Silphie (EFA-Code 064), die als
EFA angemeldet werden sollen, gilt als Ausnahmeregel, dass chemischer Pflanzenschutz im Jahr
der Anlage zulässig ist. Geben Sie daher zu diesen EFA-Typen im entsprechenden Feld an, ob das
Antragsjahr gleichzeitig das Jahr der Anlage ist.
4.3.5.2 EFA-Streifen
Als EFA-Streifen zählen all jene EFA-Typen, bei denen ein linearer Teil des Schlages im Umweltinte-
resse genutzt wird. Die streifenförmigen EFA-Typen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet.
Tabelle 3: Auflistung streifenförmiger EFA-Typen
EFA-Code
EFA-Typ
054
Streifen am Waldrand (ohne Produktion)
055
Ufervegetation
057
Feldrand / Pufferstreifen auf GL
058
Feldrand / Pufferstreifen auf AL

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Digitale Antragstellung
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Seit 2018 gelten für „Feldränder“ und „Pufferstreifen“ dieselben Bedingungen, weshalb nur noch
dahingehend unterschieden wird, ob sich der Feldrand bzw. Pufferstreifen auf Ackerland oder auf
direkt an den Ackerschlag angrenzendem Dauergrünland befindet.
EFA-Streifen müssen im GIS erfasst werden. Grundsätzlich ist eine Erfassung erst möglich, wenn der
zugehörige Ackerschlag in der Antragsebene 2021 vorhanden ist.
Bitte beachten Sie:
EFA-Streifen sind nur auf AL-Kulturen zulässig.
Zur Erfassung von EFA-Streifen stehen Ihnen die nachfolgenden drei Möglichkeiten zur Verfügung:
1. mit dem Werkzeug
Einzeichnen einer EFA-Fläche
2. mit dem Werkzeug
EFA-Streifen erfassen
3. Übernehmen mit dem Werkzeug
Übernahme der Geometrie als EFA
Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, Geometrien aus anderen Ebenen, z. B. hinzugeladenen
Shapes oder auch aus den Vorjahres-EFA in das aktuelle Antragsjahr zu übernehmen. Das Vorgehen ist
dabei vergleichbar mit der dritten Möglichkeit, je nach Quellinformationen ist jedoch der entsprechende
Typ dann ggf. noch zu erfassen bzw. auszuwählen.
Detaillierte Hinweise zur Erfassung von EFA-Streifen finden Sie im
Dokumentenbaum
unter
Hilfestel-
lung > EFA
sowie im Internet unter
www.diana.sachsen.de/
im Menübereich Hilfestellung > EGFL und
ELER Fläche.
Die grundsätzlichen Anforderungen an Elemente dieser Typen sowie die zulässigen Maximalbreiten
entnehmen Sie bitte dem
EFA-Merkblatt
. Wie bei fast allen ökologischen Vorrangflächen müssen
auch die EFA-Streifen Teil des Ackerschlages sein. Eine Besonderheit stellen jedoch die
Feldränder/
Pufferstreifen
dar. Diese können sich auch auf Dauergrünland befinden. Sofern sich die
Feldränder/
Pufferstreifen
an Gewässern befinden, kann auch ggf. vorhandene
Ufervegetation
als ökologische
Vorrangfläche anerkannt werden, soweit sich diese in der Verfügungsberechtigung der Antragstellenden
befindet. Gemessen wird immer ab der Böschungsoberkante eines Gewässers, unabhängig vom Was-
serstand. Ufervegetation in der Böschung eines Gewässers bzw. im Wasser wird nicht berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, bei der
Ufervegetation
handelt es sich um
nicht beihilfefähige Flächenanteile
,
eine
Anrechnung zur Basisprämie
oder auch zur Greeningprämie ist daher
nicht möglich
. Ufervege-
tationsstreifen können nie allein als EFA-Element angerechnet werden, sondern nur in Verbindung mit
einem
Feldrand/Pufferstreifen
auf AL oder DGL.

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Digitale Antragstellung
84 |
Aufgrund der Frage der Verfügungsberechtigung über die Ufervegetation und der Komplexität dieses
Elementes (wo wird wie gemessen)
kann im sächsischen Verfahren die Ufervegetation nicht digital
beantragt werden
. Wenn Sie Ufervegetation als ökologische Vorrangfläche anrechnen lassen wollen,
fragen Sie im FBZ/ISS nach dem
analogen Korrekturblatt
. Da diese Flächen nicht im landwirtschaftli-
chen Flächensystem enthalten sind, im Falle der Angabe als EFA-Element aber ein Abgleich hinsichtlich
der Anrechenbarkeit als ökologische Vorrangfläche erforderlich ist,
werden alle beantragten Uferve-
getationsstreifen vor der Bewilligung einer Vor-Ort-Überprüfung unterzogen
.
Bei Beantragung von Feldrand/Pufferstreifen auf DGL müssen Sie den auf dem Ackerland-FB befind-
lichen Schlag mit AL-Kulturen in den Grünland-FB hinein digitalisieren. Beantworten Sie die Frage
hinsichtlich Abschneidens an der FB-Grenze mit „Nein“ und es wird ein sogenannter technischer KP
gesetzt. Geben Sie in das Bemerkungsfeld die entsprechende Begründung ein, zum Beispiel: Keine
Korrektur des FB erforderlich, Pufferstreifen im GL wird beantragt. Zeichnen Sie anschließend den
EFA-Pufferstreifen im Grünland ein.
Achtung: Bei der Übernahme der Vorjahres-Geometrien über den Flächenverwalter werden die Schlä-
ge an der Feldblockgrenze abgeschnitten. Soll auch im aktuellen Jahr wieder ein EFA-Pufferstreifen
auf Grünland beantragt werden, muss zunächst der Schlag ins Grünland hinein vergrößert werden
und anschließend kann der EFA-Pufferstreifen erzeugt werden.
Hinweis:
Die Grenze zwischen einem EFA-Pufferstreifen auf GL und dem daneben liegenden GL
muss jederzeit anhand der Bewirtschaftung erkennbar sein. Eine Abgrenzung mit Pflöcken ist
hier nicht zulässig.
4.3.5.3 EFA-Landschaftselemente (EFA-LE)
Als EFA-LE werden im sächsischen Verfahren alle im Ackerland befindlichen Cross-Compliance-rele-
vanten Landschaftselemente gezählt. Diese werden als Flächenpolygone in der Ebene EFA-Referenz
vorgehalten. Grundsätzlich ist auch hier eine Erfassung erst möglich, wenn ein zugehöriger Acker-
schlag in der Antragsebene 2021 vorhanden ist.
Bitte beachten Sie:
EFA-LE sind nur auf AL-Kulturen zulässig.
Um ein EFA-LE einem Schlag zuzuordnen, muss das Werkzeug
Übernahme der Geometrie als EFA
genutzt werden.

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Soll nur ein Teil des in der EFA-Referenz befindlichen Landschaftselements als EFA beantragt werden,
so nutzen Sie bitte das Werkzeug
Geometrie ändern
.
Detaillierte Hinweise zur Erfassung von EFA-LE finden Sie im Internet unter
www.diana.sachsen.de/
im Menübereich Hilfestellung > EGFL und ELER Fläche.
Folgende EFA-LE sind in Sachsen möglich:
Tabelle 4: EFA-LE in Sachsen
EFA-Code
EFA-Typ
070
HK
Hecke
071
BR
Baumreihe
072
FH
Feldgehölz
073
FG
Feuchtgebiet
074
EB
Einzelbaum
076
NT
Natur-,Trockensteinmauern, Lesesteinwälle
077
FS
Fels- und Steinriegel
078
FR
Feldrain
Unabhängig von der Art des jeweiligen EFA-Elementes werden Ihnen die für die
Anlage EFA
erfor-
derlichen Daten entweder direkt im Folgedialog zur Erfassung/Auswahl angezeigt oder Sie können
diese direkt in der
Anlage EFA
eingeben (siehe nachfolgende Abbildung). Der mögliche EFA-Typ ist
abhängig von der Art des EFA-Elementes (Flächen-EFA/Streifen-EFA/EFA-LE).
Abbildung 16: Anlage EFA

 
Digitale Antragstellung
86 |
4.3.5.4 Änderungen bei den ökologischen Vorrangflächen
Nach Ablauf der 25-Kalendertage-Frist sind Änderungen bei den ökologischen Vorrangflächen für
folgende EFA-Elemente zulässig:
EFA-Brache
alle EFA-Streifen-Typen
EFA-Zwischenfrüchte
EFA-Leguminosen
Die Änderung ist immer
nur
dahingehend möglich, dass ein „Austausch“ des ursprünglichen EFAs
(aus der o.a. Auflistung) in eine EFA-Zwischenfrucht auf demselben oder auch einem anderen Schlag
erfolgt. Gemäß § 11a der InVeKoSV sind dabei in einem
zusätzlichen Antrag
im Betriebssitzland
Informationen zu Bezeichnung, Lage, Größe und EFA-Typ des bislang beantragten EFAs sowie der
entsprechenden Austauschflächen anzugeben. Darüber hinaus müssen Sie in bestimmten Fällen
begründen, warum die ursprünglich angemeldete EFA-Fläche nun nicht mehr als solche genutzt
werden kann und daher ein Austausch erforderlich ist. Die Pflicht zur Begründung entfällt bei
„Austausch“ einer EFA-Zwischenfruchtfläche vom ursprünglichen Schlag zu einem anderen. Grund-
sätzlich ist zu beachten, dass eine Änderung nur im Rahmen der zum 17. Mai 2021 (+ 25 Kalender-
tage) angemeldeten Schläge zulässig ist. Es dürfen also durch den „Tausch“ keine neuen Flächen ins
Flächenverzeichnis
kommen.
Das erforderliche Formular für die Änderungen bei den ökologischen Vorrangflächen steht Ihnen
im Internet zur Verfügung:
https://www.landwirtschaft.sachsen.de
> EU-Direktzahlungen > An-
tragsverfahren > ergänzende Formulare. Der Änderungsantrag muss bis spätestens 1. Oktober im
zuständigen FBZ/ISS eingegangen sein.
4.3.6 ISA-Streifen erfassen
Bei der Beantragung der Maßnahmen I_AL1 sowie I_AL2 sind die ISA-Streifen zusätzlich im jeweili-
gen Ackerschlag einzuzeichnen. Die grundsätzlichen Anforderungen an ISA-Streifen entnehmen Sie
bitte dem
Merkblatt
zur Antragstellung und Durchführung von Maßnahmen der Förderrichtlinie
Insektenschutz und Artenvielfalt (FRL ISA/2021), welches unter
www.lsnq.de/ISA
veröffentlicht ist.
Wie bei den EFA-Streifen auch, ist eine Erfassung erst möglich, wenn der zugehörige Ackerschlag in
der Antragsebene 2021 vorhanden ist.

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Digitale Antragstellung
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Bitte beachten Sie:
ISA-Streifen sind nur auf AL-Kulturen zulässig. Die gleichzeitige Beantragung
von flächigen EFAs und ISA-Streifen ist nicht zulässig, ebenso ist die gleichzeitige Beantragung
von AUK und ISA auf derselben Fläche nicht zulässig.
Für die Digitalisierung steht Ihnen ein neues Werkzeug
ISA-Streifen erfassen
zur Verfügung. In
der Funktionsweise arbeitet dieses ähnlich wie das Werkzeug
EFA-Streifen erfassen
. Wichtig: Ein
ISA-Streifen muss immer am Schlagrand liegen. Detaillierte Hinweise zur Erfassung der ISA-Streifen
finden Sie im Dokumentenbaum unter Hilfestellung in dem Dokument ISA.
4.4 Greening-Rechner
Der Greening-Rechner steht Ihnen im Dokumentenbaum im Bereich der betrieblichen Informationen/
Übersichten zum Antrag als Instrument zur Verfügung. Für die aktuelle Berechnung muss nach Auswahl
des Formulars zunächst immer die Schaltfläche
angeklickt werden.
Geprüft wird, ob Sie die Greening-Auflagen bezogen auf die Anbaudiversifizierung und die Flächennut-
zung im Umweltinteresse (EFA) voraussichtlich einhalten. Es gibt drei mögliche Prüfergebnisse:
befreit
erfüllt
nicht erfüllt
Bitte beachten Sie, dass die Berechnung allein aufgrund Ihrer Antragsangaben und auf Basis der zur
Antragstellung bekannten Berechnungsalgorithmen erfolgt. Es können daher
keine
rechtsverbindli-
chen Aussagen darüber getroffen werden, ob Sie die Greeningauflagen auch tatsächlich erfüllen! Der
Greening-Rechner kann keine Gewährleistung geben, dass die von Ihnen gemachten Angaben richtig
sind. Einige Angaben sind an entsprechende Nachweise gebunden (z. B. Befreiung wegen ökologischer
Produktion). Für teilbetrieblich ökologisch wirtschaftende Betriebe kann mit diesem Rechner keine Be-
rechnung durchgeführt werden.
Bewirtschaften Sie Flächen in weiteren Bundesländern, so können diese mit in die Berechnung einbe-
zogen werden. Dazu gibt es grundsätzlich zwei mögliche Wege:
a) GIS-gestützte Erfassung der Flächen im anderen Bundesland in der Antragssoftware des anderen
Bundeslandes
b) Manuelle Erfassung der relevanten Flächen in DIANAweb (ausschließlich alphanumerisch)

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Digitale Antragstellung
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Im Regelfall werden die Flächen, die Sie in der Antragssoftware des anderen Bundeslandes erfasst haben,
über die ZID ausgetauscht. In DIANAweb erfolgt mit jedem Speichervorgang auch das Abholen aller in
der ZID zu Ihrem Betrieb vorliegenden Antragsdaten. Um zu überprüfen, ob zu Ihrem Betrieb in der ZID
bereits Daten vorliegen, die Sie in der Antragssoftware eines anderen Bundeslandes erfasst haben, kön-
nen Sie im Formular
Flächen anderer Bundesländer
die Schaltfläche
aktivieren.
DIANAweb importiert diese Daten dann in das
Flächenverzeichnis
für Flächen anderer Bundesländer.
Werden bei dieser Aktion keine Daten in die Tabelle eingefügt, so liegen aktuell in der ZID keine entspre-
chenden Daten vor. Damit diese Flächen im Greening-Rechner berücksichtigt werden können, müssen sie
manuell in der Tabelle erfasst werden. Dabei gelten die Regeln der bundesweit abgestimmten Schnittstel-
le. Bitte informieren Sie sich zu den einzelnen Feldern im Internet unter
diana.sachsen.de
> Hilfestellung.
4.5 Weitere Dokumente im Dokumentenbaum
Neben den verschiedenen Formularen, die entweder direkt im Formularteil des Programms DIANAweb
oder aber GIS-gestützt erfasst und bearbeitet werden können, finden Sie im
Dokumentenbaum
unter
der Rubrik
PDF-Dokumente antragsbegleitend
noch weitere Dokumente im PDF-Format. Für diese zu-
sätzlichen Dokumente gilt, dass Sie diese, soweit es sich um Formblätter oder Mitteilungsblätter für das
zuständige FBZ/ISS handelt, ausdrucken und im FBZ/ISS einreichen müssen. Es erfolgt keine Übermittlung
über das Internet!
Abbildung 17: Dokumentenbaum antragsbegleitende Dokumente

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Digitale Antragstellung
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89
Formblatt zur Erklärung von Flächenänderungen gegenüber dem Vorjahr
Bei Schlägen der RL AUK/2015 mit ortsfesten Vorhaben und bei Schlägen der RL TWN/2015 sind die
Feldstücks- und Schlagbezeichnungen, die Schlaggeometrien und das jeweilige Vorhaben grundsätzlich
für die Dauer des Verpflichtungszeitraumes beizubehalten.
In begründeten Ausnahmefällen kann es jedoch zu Schlagteilungen, Schlagzusammenlegungen u. a.
Veränderungen kommen. In diesen Fällen ist zur Nachvollziehbarkeit eine Änderungsanzeige notwendig.
Diese Änderungsanzeige nehmen Sie bitte mit dem „Formblatt zur Erklärung von Flächenänderungen
gegenüber dem Vorjahr“ vor, welches als PDF-Formular im
Dokumentenbaum
eingestellt ist. Ausfüll-
hinweise finden Sie auf der letzten Seite des Formulars.
Anzeige nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeit
Wie im Abschnitt
2.8
erläutert, sind nichtlandwirtschaftliche Tätigkeiten auf landwirtschaftlichen Flä-
chen anzuzeigen. Das Formblatt Anzeige einer nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit unterstützt Sie bei
der Angabe der relevanten Flächen.
5. Dokumente kontrollieren
Wie im Abschnitt
4.3.3
bereits erwähnt, ist die Erfassung unvollständiger und damit auch fehler-
hafter Daten und Formulare grundsätzlich möglich. DIANAweb prüft sofort bei der Erfassung auf
fehlerhafte und fehlende Daten. Diese werden Ihnen im linken Navigationsbereich unter
Meldungen
angezeigt. Für jedes fehlerhafte Formular wird ein separater Punkt angezeigt – siehe nachfolgende
Abbildung:
Abbildung 18: Anzeige der Meldungen im linken Navigationsbereich

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Digitale Antragstellung
90 |
Mit Klick auf das Fehlersymbol
gelangen Sie direkt zur fehlerhaften Stelle im entsprechenden
Formular und können den Fehler beheben. Kann der Fehler mehrere Ursachen haben, können Sie
durch erneutes Klicken auf den Fehler die betroffenen Stellen aufrufen. Haben Sie alle Meldungen
bearbeitet, so ist die Liste leer und es wird Ihnen entsprechend angezeigt:
Es gibt drei verschiedene Fehler- und Hinweiskategorien – Warnung, Hinweis und fatale Fehler.
Fatale Fehler
führen dazu, dass das Dokument nicht ordnungsgemäß eingereicht werden kann. Ein
Export Amt
“ dieser Daten würde also vom Programm unterbunden werden.
Hinweis:
Fatale Fehler sind zwingend zu beheben.
Warnungen
und Hinweise
dienen eher als Information – je nach Art der Warnung kann ein
Beheben der Ursache aber auch sinnvoll sein, z. B. wenn für einen Schlag nichts beantragt wurde.
6. PreCheck – Nutzung der aktuellen Daten
im Rahmen Vorabprüfung
Liegen Überlappungen von Antragsflächen vor, müssen diese bereinigt werden. Sie sollten die vorlie-
genden Daten daher regelmäßig prüfen und bei Bedarf möglichst frühzeitig ggf. korrigierte Flächen
mit einem neuen Antragspaket einreichen.
Sobald Sie Ihre Daten gespeichert haben, sind diese auch für die Bewirtschafter Ihrer Nachbarsch-
läge sichtbar. Es besteht daher zeitnah die Möglichkeit, bestehende Überlappungen zu bereinigen.
Bestehende Überlappungen werden im Reiter
zum Flächenverzeichnis mit Angabe der
Feldstücks- und Schlagbezeichnung und Größe der Überlappung angezeigt.
Abbildung 19: Anzeige Überlappungen im Reiter Meldungen

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Digitale Antragstellung
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91
Mit Klick auf die Überlappungsmeldung wird der betroffene Schlag in der Karte selektiert. Überprüfen
Sie Lage und Zuschnitt Ihrer Schlaggeometrie und passen Sie Ihren Schlag ggf. an bzw. stimmen
sich mit Ihrem Nachbarn ab. Sobald Sie Ihre geänderte Geometrie gespeichert haben, ist diese auch
für Ihre Nachbarn sichtbar. Detaillierte Hinweise zur Auflösung von Überlappungen finden Sie im
Dokumentenbaum
unter
Hilfestellung
in dem Dokument
Beseitigung von Überlappungen (PreCheck)
.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Daten, nachdem Sie alle erforderlichen Änderungen
vorgenommen haben, mit einem neuen Antragspaket einreichen müssen. Mit dem Speichern
allein wird der Antrag noch nicht abgegeben! Die sichtbaren Daten stellen nur den gespeicherten
Zwischenstand dar! Erst wenn Sie die Daten auch eingereicht haben (
Export Amt
), werden Ihre
Antragsänderungen wirksam.
7. Dokumente drucken
Alle Formulare und Merkblätter, die Sie im
Dokumentenbaum
sehen, können Sie auch ausdrucken.
Rufen Sie dazu das jeweilige Dokument auf und wählen Sie das entsprechende Werkzeug. Bei digi-
taler Antragstellung sind die ausgedruckten Formulare nur für Ihre eigenen Unterlagen erforderlich
und gehören nicht zum digitalen Antragspaket. Darüber hinaus können aber für den Antrag noch
weitere Unterlagen erforderlich sein, die in Papierform vorgelegt werden müssen. Beachten Sie dazu
auch die Hinweise zu den einzelnen Anträgen.
8. Hilfe und Unterstützung
Sollten Sie technische Probleme bei der Arbeit mit DIANAweb haben, steht Ihnen ab 2021 HERBERT, ein
textbasierter Kommunikationsassistent, zur Verfügung.
HERBERT
steht für
H
ilfe,
ER
klärung,
B
eratung,
T
ipps und Sie finden die entsprechende Schaltfläche in der Menüleiste. Beginnend wird HERBERT
rund um die Uhr das Entsperren eines nicht ordnungsgemäß abgemeldeten Betriebes veranlassen.
Schritt für Schritt wird HERBERT darüber hinaus lernen, textbasiert Fragen zu beantworten. Kann
HERBERT die eingegebenen Fragen nicht beantworten, so besteht die Möglichkeit, sich werktags
in der Zeit von 9:00 bis 15:00 von den Hotline-Mitarbeitern anrufen zu lassen (Rückrufservice).
Dieser Service kann auch per Mail angefordert werden. Bitte beachten Sie, dass hier ausschließlich
technische Fragen beantwortet werden können. Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an das
für Ihren Betrieb zuständige FBZ/ISS. Weitere Informationen dazu finden Sie im
Dokumentenbaum
unter
Hilfestellung
.

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Digitale Antragstellung
92 |
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Mitarbeitern der Hotline oder des zuständigen FBZ/ISS
Einsicht in den aktuellen Stand des Antrags nehmen zu lassen. Dies funktioniert mittels des soge-
nannten TAN-Verfahrens.
Mit der TAN geben Sie den Antrag zur lesenden Einsichtnahme frei. Rufen Sie dazu das Infofenster
auf
und klicken Sie die Schaltfläche
Support
an. Im sich nachfolgend öffnenden Dialog wählen
Sie die Schaltfläche
Einsichtnahme freigeben
und eine TAN wird erzeugt. Diese TAN teilen Sie dem
Mitarbeiter neben Ihrer BNR15 und der BNR10 mit.
Bei der Anmeldung muss dann „tan:“ und die gebildete TAN anstelle der ZID-PIN eingetragen werden
(z. B. tan:4530815).
Nach erfolgreicher Anmeldung wird dem Mitarbeiter der aktuelle Bearbeitungsstand zur Ansicht
geladen (lesender Zugriff). Der Antrag stellt sich für ihn genau so dar, wie für Sie als Antragstellen-
den. Der lesende Zugriff ist zeitlich begrenzt und bezieht sich auf den Bearbeitungsstand, den Sie
zuletzt gespeichert haben. Aktionen, die Sie am Bildschirm durchführen, können vom Mitarbeiter
nicht gesehen werden. Speicherbare Änderungen sind natürlich weiterhin nur durch Sie möglich.
9. Speichern
Mit DIANAweb arbeiten Sie in einer auf einem Server betriebenen Webanwendung und Ihre zum
Betrieb erfassten Daten werden in einer zentralen Datenbank abgelegt. Während der Erfassung wird
der Arbeitsstand im Internetbrowser vorgehalten und erst mit dem Klicken auf die Schaltfläche
Speichern
erfolgt der Transfer des Arbeitsstandes zum Server.
Vor dem Ausführen der Funktionen
Drucken
und
Abmelden
sowie nach einem Intervall von 20 min
erfolgt die Speicherung der Änderungen auf Nachfrage und vor dem Einreichen automatisch ohne
Nachfrage.
Es wird empfohlen, in regelmäßigen Abständen Ihren Arbeitsstand zu speichern. Sollten Sie Ihre
Arbeit am Antrag unterbrechen, melden Sie sich bitte regulär mit der Schaltfläche
Abmelden
von DIANAweb ab.
Sollte die Internetverbindung unterbrochen werden, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis in
DIANAweb. Das Speichern ist in diesem Zustand nicht möglich.

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Digitale Antragstellung
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93
Abbildung 20: Warnhinweis bei unterbrochener Internetverbindung
Lassen Sie den Browser in diesem Fall geöffnet und prüfen Sie Ihre Internetverbindung. Die Spei-
cherung kann erfolgen, sobald die Verbindung zum DIANA-Server wieder hergestellt wurde, worüber
Sie ebenfalls mittels Hinweis informiert werden.
Hinweis:
Sollte die Internetverbindung einmal unterbrochen sein, beenden Sie bitte nicht den
Internetbrowser bzw. schalten Sie den Rechner nicht aus! Stellen Sie die Internetverbindung
wieder her und speichern Sie Ihre Daten.
Wenn Sie – ohne vorab gespeichert zu haben – die Taste F5 oder die Schaltfläche
Aktualisieren
Ihres Browsers drücken, dann wird die Seite wieder neu aufgebaut. In diesem Fall gehen noch nicht
gespeicherte Daten verloren! Dies kann durchaus auch sinnvoll sein, wenn Sie die gerade erzeugten
Daten nicht übernehmen möchten!
Hinweis: Nur mit dem Speichern alleine gilt der Antrag noch nicht als gestellt.
10.
Einreichen
Mit DIANAweb haben Sie verschiedene Möglichkeiten des Einreichens. Der Aufruf erfolgt über die
entsprechende Schaltfläche. Der Einreichvorgang erfolgt in mehreren Schritten durch die Sie der
Exportassistent führt:

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Digitale Antragstellung
94 |
Abbildung 21: Exportassistent
Es sind folgende Export-Arten möglich:
Export Amt
Export ausgewählter Schläge
Export Vorankündigung
In Abhängigkeit von der gewählten Art des Exports unterscheiden sich die nachfolgenden Arbeits-
abläufe im Exportassistenten.
10.1 Export Amt
Mit dem
Export Amt
erzeugen Sie ein digitales Antragspaket, welches den Antrag auf Direktzah-
lungen und Agrarförderung darstellt. Das Datenpaket wird beim Einreichen direkt an den Server
übermittelt.
War die Übermittlung erfolgreich, erhalten Sie ab 2021 eine Einreichbestätigung für Ihre
eigenen Unterlagen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche
Einreichbestätigung öffnen
und drucken
Sie diese anschließend aus. Der bisherige Datenbegleitschein entfällt.
Der
Export Amt
wird üblicherweise erst ausgelöst, wenn alle Schläge mit den erforderlichen Infor-
mationen, der Sammelantrag sowie alle weiteren Formulare digital erfasst wurden. Ein
Export Amt
ohne Sammelantrag bzw. ohne Angabe von Flächen ist grundsätzlich nicht möglich. Eine Ausnahme
bilden Anträge von Antragstellenden, deren Betriebssitz in Sachsen liegt, die jedoch in Sachsen keine
Flächen bewirtschaften.

 
Digitale Antragstellung
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95
Wie im Abschnitt
Dokumente kontrollieren
bereits beschrieben, führen nur
Fatale Fehler
dazu, dass
der
Export Amt
nicht möglich ist. Sie können in der abschließenden Exportübersicht einstellen, dass
Sie nur diese Fehler angezeigt bekommen und nicht auch alle weiteren Hinweise und Warnungen.
Es wird immer ein komplettes Antragspaket erzeugt, auch wenn im Rahmen der PreCheck-Phase nur
noch Änderungen an den Flächen vorgenommen wurden.
Hinweis:
Bitte überprüfen Sie vor dem Export unbedingt nochmals alle Anträge und zugehörigen
Anlagen, insbesondere Ihr Flächenverzeichnis, auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
Einreichbestätigung
Die Einreichbestätigung ist ähnlich aufgebaut wie der bisherige Datenbegleitschein, jedoch
ohne Unterschrift und ohne Bearbeitungsvermerke. Die Abgabe im FBZ/ISS entfällt. Die Ein-
reichbestätigung wird nur erstellt, wenn der
Export Amt
auch erfolgreich war. Sie können die
Einreichbestätigung für Ihre eigenen Unterlagen ausdrucken.
Die obere Tabelle listet weiterhin den Inhalt des elektronischen Antragspaketes auf. Alle Anträge und
Anlagen, die Sie mit dem Programm plausibilisiert (technisch geprüft) erfasst haben, sind entspre-
chend angehakt und die Anzahl der Datensätze wird angegeben. Steht beim Flächenverzeichnis zum
Beispiel 25, dann bedeutet das, dass Sie insgesamt 25 Schläge erfasst haben. Außerdem werden die
entsprechenden Felder angekreuzt, für die ein im Sammelantrag integrierter Antrag gestellt wurde.
In der unteren Tabelle sind die Anlagen aufgelistet und vom System bereits ausgewählt, die zusätz-
lich noch als Antrag oder Anlage in Papierform zu Ihrem Antrag gehören und dementsprechend
zusätzlich eingereicht werden müssen.
10.2 Ausgewählte Schläge exportieren
Möchten Sie Ihre Schläge beispielsweise für die Nutzung in anderen GIS-Systemen exportieren, steht
Ihnen dafür die Funktion
Export ausgewählter Schläge
zur Verfügung. Diese Funktion kann auch
genutzt werden, um nach Ende der PreCheck-Phase weitere Änderungen im FBZ/ISS anzuzeigen.
Wählen Sie dazu die entsprechende Export-Art und Sie haben nachfolgend verschiedene Varianten,
die jeweils zu exportierenden Schläge auszuwählen.

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Digitale Antragstellung
96 |
Abbildung 22: Export ausgewählter Schläge
Wie in
Abbildung 22: Export ausgewählter Schläge
ersichtlich, können Sie beispielsweise direkt in
der Spalte „Auswahl“ die Schläge anhaken, die Sie exportieren möchten. Alternativ können Sie über
die unterhalb der Schlagliste angeordnete Schaltfläche
Filter…
spezielle Filterkriterien setzen, um
Schläge mit ganz bestimmten Eigenschaften wie zum Beispiel alle Grünlandschläge auszuwählen
(siehe
Abbildung 23: Export ausgewählter Schläge – Filterauswahl
).
Abbildung 23: Export ausgewählter Schläge – Filterauswahl
Welche Schläge dann ausgewählt sind, sehen Sie in der Spalte Auswahl. Bitte beachten Sie, dass die
Auswahl bei Änderung des Filters wieder aufgehoben wird.

 
Digitale Antragstellung
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97
Bei dieser Export-Art werden die Daten nicht direkt an das FBZ/ISS gesendet, sondern es wird
ein Datenpaket erzeugt, welches lokal abgespeichert werden muss. Darüber hinaus wird ein PDF-
Dokument erzeugt, welches Ihre ausgewählten Schläge auflistet (Infoblatt) und das gespeichert und
ausgedruckt werden kann.
Schließen Sie daher die Schlagauswahl über
Weiter
ab und klicken Sie auf die Schaltfläche
Paket
erstellen
. Das weitere Vorgehen ist abhängig vom jeweils gewählten Internet-Browser. Weitere In-
formationen dazu finden Sie im Internet unter
https://www.diana.sachsen.de
> Hilfestellung > EGFL
und ELER Fläche > DIANAweb – Hilfe.
Bitte beachten Sie:
Die Dateien werden nicht automatisch ans Amt geschickt! Zur Übermittlung von Geometrieände-
rungen an ausgewählten Schlägen müssen Sie die Export-Datei (export.zip) dem Amt gesondert
übermitteln, beispielsweise als E-Mail-Anhang! Das Infoblatt dient als Übersicht und ist vor der
Abgabe zu unterschreiben, soweit es kein gesondertes Anschreiben gibt! Es gelten die Regeln wie
im Abschnitt
2.8
beschrieben.
10.3 Schläge für die Vorankündigung exportieren
Eine besondere Exportoption stellt der Export der Vorankündigungsschläge dar. Dieser Export wird
nicht zur Antragstellung im Mai durchgeführt, sondern erst im darauffolgenden Herbst.
Die Vorankündigung ist erforderlich für die Ackervorhaben „AL.2 – Streifensaat/Direktsaat“ sowie
„AL.5a – selbstbegrünte einjährige Brache“. Darüber hinaus sind im Rahmen der Vorankündigung
all die Schläge zu kennzeichnen, auf denen eine „feldlerchengerechte Bewirtschaftung“ stattfinden
wird. Die feldlerchengerechte Bewirtschaftung ist für Betriebe mit mehr als 80 Hektar Ackerland
erforderlich, sobald die Förderung von AUK-Vorhaben der Vorhabengruppe Acker beantragt wird.
Bitte informieren Sie sich hierzu im
Merkblatt
zur Antragstellung und Durchführung von Vorhaben
der Förderrichtlinie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015), welches im Internet unter
www.lsnq.de/AUK
zu finden ist. Die feldlerchengerechte Bewirtschaftung kann sowohl auf AUK-
geförderten als auch auf nur direktzahlungsrelevanten Schlägen stattfinden. Für die Kennzeichnung
im Programm DIANAweb ist es jedoch erforderlich, dass Sie dem jeweiligen Schlag unabhängig von
einer tatsächlichen Beantragung im Feld
Beantragung von…
„AUK“ zuweisen.
Für die Vorankündigung spezieller Vorhaben nach RL AUK/2015 wählen Sie bitte in Ihrer Schlagliste
die Schläge aus, für die Sie im Jahr 2022 die o. g. Vorhaben/Bewirtschaftung beantragen möchten.
Bitte beachten Sie, dass Sie die
Schlaggeometrie
und somit die beantragte
Bruttofläche
sowie die

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Digitale Antragstellung
98 |
Kulturart
an die Bewirtschaftung im Jahr 2022 anpassen müssen. Setzen Sie zusätzlich das Häkchen
im Feld
Vorankündigung
und wählen Sie im Folgedialog das entsprechende Vorhaben aus.
Für den Export wählen Sie als Exportart
Export Vorankündigung
aus und bestätigen Sie mit
Weiter
.
Nachfolgend werden Ihnen alle Schläge angezeigt, die zur Vorankündigung gebracht werden. Beim
Zusammenstellen der Vorankündigungsdatei wird ebenfalls eine
Einreichbestätigung für die eigenen
Unterlagen
erzeugt.
Bitte beachten Sie:
Vorankündigungen sind nur im Zeitraum vom 1. August bis zum 14. Oktober
möglich, später eingehende Vorankündigungen sind
verfristet
.
10.4 Historie
Bereits eingereichte Anträge können Sie jederzeit über die Schaltfläche
Historie
aufrufen und ggf.
erneut ausdrucken. Mit Klick auf die Schaltfläche
Historie
öffnet sich ein Fenster, in dem Ihnen alle
bislang eingereichten Anträge (Datum/Uhrzeit) aufgelistet werden. Wählen Sie durch Anklicken das
Antragspaket aus, zu dem Sie sich den gesamten Antrag anzeigen lassen möchten (Schaltfläche
durch Klicken auswählen).
11. Antragsteller mit Betriebssitz außerhalb Sachsens
11.1 Einleitung
Seit der bundeslandübergreifenden Einführung der GIS-basierten Antragstellung (GSAA) müssen
die Flächen in der Antragssoftware der Bundesländer erfasst werden, in denen sie liegen (Belegen-
heitsland/BLL). Das jeweilige BLL ist nachfolgend zuständig für die Lieferung der Daten an die ZID.
Es werden bundesweit abgestimmte Schnittstellen bedient. Das jeweilige Betriebssitzland (BSL) holt
wiederum die Daten aus der ZID ab. Es werden nur alphanumerische Daten ausgetauscht.
Antragstellende mit Betriebssitz außerhalb Sachsens, die in Sachsen Flächen bewirtschaften und für
diese Flächen keine Maßnahmen nach den Förderrichtlinien AuW/2007 Teil B, AUK/2015,
ISA/2021
,
TWN/2015 und/oder ÖBL/2015 beantragen, müssen dementsprechend ebenfalls ihre Flächen mit
Hilfe von DIANAweb erfassen.

 
Digitale Antragstellung
|
99
11.2 Anmeldung
Für die Identifizierung in DIANAweb und nachfolgend für die Weiterverarbeitung im sächsischen
System benötigen Sie eine in Sachsen vergebene 10-stellige Betriebsnummer (BNR10) und eine nach
deutschlandweit einheitlichen Regeln aufgebaute Registriernummer nach § 26 Viehverkehrsverord-
nung (HIT/ZID-Nummer; Unternehmensnummer). Diese wird in Sachsen BNR15 genannt.
Beide Nummern sind bei einem Förder- und Fachbildungszentrum bzw. einer der Informations-
und Servicestellen des LfULG (FBZ/ISS) mit den dort vorhandenen Formularen zu beantragen.
Bitte wenden Sie sich rechtzeitig an das FBZ/ISS, in dessen Bereich sich Ihre Fläche befindet. Über
die Zuständigkeitsbereiche der FBZ/ISS können Sie sich im Abschnitt
1.2
oder im Internet unter
https://www.lfulg.sachsen.de/
> Aufgaben/Organisation informieren. Bewirtschaften Sie Flächen in
verschiedenen Zuständigkeitsbereichen, so ist i. d. R. das FBZ/ISS zuständig, in dessen Bereich sich
der größte Teil der Flächen befindet. Das Förder- und Fachbildungszentrum vergibt die BNR10 und
veranlasst die Vergabe einer BNR15 beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt.
Die Mitteilung zur vergebenen BNR15 und der zugehörigen PIN erhalten Sie dann vom Sächsischen
Landeskontrollverband e.V. (LKV). Die Kombination von BNR10 und BNR15 ermöglicht Ihnen den
Zugang zur digitalen Antragstellung in Sachsen. Beide Betriebsnummern sowie die PIN, die Ihnen
vom LKV übermittelt wurde, müssen beim Anlegen des Betriebes in DIANAweb angegeben werden.
Hinweis:
Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihre Betriebsnummer/Unternehmensnummer
(BNR15) korrekt eingeben, andernfalls können Ihre Daten über die ZID nicht zugeordnet werden!
11.3 Welche Formulare müssen ausgefüllt werden?
Antragstellende mit Betriebssitz außerhalb Sachsens müssen in Sachsen grundsätzlich nur ihre Flächen
angeben. Dazu nutzen Sie das
GIS-Modul
sowie die Anlage Flächenverzeichnis (FV) und ggf. die Anlage
ökologische Vorrangflächen (EFA). Für die Verwaltung des Betriebes im zuständigen FBZ/ISS sind darüber
hinaus noch einige Grunddaten erforderlich. Diese werden im Sammelantragsformular abgefragt. Wei-
tere Antragsformulare sind für Antragstellende mit Betriebssitz außerhalb Sachsens nicht auszufüllen.
11.3.1
Sammelantragsformular
Starten Sie am besten mit dem Ausfüllen des Sammelantragsformulars.
Beantworten Sie die Frage
Liegt Ihr Betriebssitz in einem anderen Bundesland
mit „ja“ und haken
Sie das Feld
Ich möchte nur meine Flächen in Sachsen digitalisieren
an. Damit sind nachfolgend

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Digitale Antragstellung
100 |
nur grundlegende Betriebsinformationen, wie beispielsweise die im Betriebssitzland vergebene 15-stel-
lige Betriebsnummer notwendig. Alle Pflichtfelder sind entsprechend gekennzeichnet. Darüber hinaus
sind im Sammelantragsformular keine weiteren Angaben und Antragskreuze erforderlich, diese Felder
sind dementsprechend ausgegraut.
Abbildung 24: Sammelantragsformular – Frage nach Betriebssitz
11.3.2 Anlage Flächenverzeichnis (FV)
Für die Digitalisierung Ihrer in Sachsen gelegenen Flächen (Belegenheitsland = Sachsen) wechseln Sie
in das
GIS-Modul
, digitalisieren und attributieren Sie Ihre Flächen. Wenn Sie bereits im Vorjahr Ihre
Flächen in Sachsen erfasst haben, dann werden Ihnen diese nach erfolgreicher Anmeldung über den
Flächenverwalter bereitgestellt. Es können die Flächen auch neu digitalisiert werden. Informationen
dazu finden Sie im Abschnitt
4.3 Flächenbezogene Angaben
erfassen.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass Sie alle Flächen in Sachsen, für die Sie Direktzahlungen bean-
tragen möchten, im Feld „Beantragung von…“ mit
BPR
kennzeichnen müssen.
11.3.3 Anlage ökologische Vorrangflächen (EFA)
Sofern zu Ihren sächsischen Flächen auch ökologische Vorrangflächen angemeldet werden sollen,
nutzen Sie bitte das Formular
Anlage EFA
. Wie unter
4.3.5 Ökologische Vorrangflächen – die
Anlage EFA
beschrieben, gelten dabei je nach EFA-Typ unterschiedliche Regeln, insbesondere auch
hinsichtlich der Erfassung im
GIS-Modul
.
Zu weiteren Informationen sowie zu Tipps und Tricks bei der Arbeit mit DIANAweb informieren Sie
sich am besten im Internet unter
diana.sachsen.de
.

 
Digitale Antragstellung
|
101
11.4 Einreichen
Haben Sie Ihre Flächen soweit im
GIS-Modul
erfasst und attributiert und die Angaben im Samme-
lantragsformular geprüft, so können Sie den Antrag einreichen. Nutzen Sie dazu die Exportoption
Export Amt
. Soweit DIANAweb noch Fehler festgestellt hat, werden Sie über die Meldungen darauf
hingewiesen, siehe auch Abschnitt
5
.
11.5 Lieferung der GSAA-Daten an die ZID – Greening
DIANAweb liefert mit jedem Speichervorgang die alphanumerischen Daten gemäß einer abgestimm-
ten Schnittstelle an die ZID. Bitte beachten Sie, dass diese Lieferung ausdrücklich für die Berücksich-
tigung dieser Flächen im Greening-Rechner der Antragssoftware des Betriebssitzlandes erfolgt. Nur
mit dem Speichern allein ist der Antrag noch nicht gestellt und dementsprechend auch eventuelle
Änderungen nach bereits erfolgtem
Einreichen (Export Amt)
dem Amt noch nicht bekannt. Starten
Sie dafür das
Einreichen (Export Amt)
erneut.
11.6 Änderungen nach Abgabe des Antrags
Sofern nach der Antragsabgabe im Laufe des Antragsjahres Änderungen erforderlich sind, so gelten
die Regeln gemäß Abschnitt
1.5 Wie sind Änderungen anzuzeigen?
dieser Broschüre. Bitte be-
achten Sie, dass es aufgrund der Regelungen der InVeKoS-Verordnung (Betriebssitzprinzip) sowohl
für Änderungen bei den ökologischen Vorrangflächen nach Ablauf der 25-Kalendertage-Frist (siehe
auch Abschnitt
4.3.5.4
) als auch hinsichtlich des Antrags auf Genehmigung zur Umwandlung von
Dauergrünland erforderlich ist, den Antrag zunächst in dem Bundesland zu stellen, in dem der Be-
triebssitz Ihres Unternehmens liegt. Dies gilt im Regelfall auch für ggf. im Laufe des Antragsjahres
mögliche Antrags- und Anzeigeverfahren für spezielle Ausnahme- und Sonderregelungen.

 
102 |
InVeKoS Online GIS
12. InVeKoS Online GIS
InVeKoS Online GIS ist eine Informationsplattform zur Unterstützung der Beantragung von flächen-
bezogenen Direktzahlungen und Agrarförderung außerhalb von DIANAweb. Die Anwendung bietet
den Antragstellenden die Möglichkeit (Flächen-)Daten zur Antragstellung im aktuellen Jahr und aus
den Vorjahren einzusehen und herunterzuladen.
InVeKoS Online GIS ist unter der Adresse
www.smul.sachsen.de/gis-online/
erreichbar.
12.1 Anmeldung
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer Gast- oder einer nutzerspezifischen Anmeldung.
Mit einer Gastanmeldung stehen grundlegende Informationen zu Referenzgeometrien (Feldblöcke,
Landschaftselemente, Sperrpunkte [bis 2019], ökologische Vorrangflächen – EFA-Kataster) und Ge-
bietskulissen der einzelnen Antragsjahre zur Verfügung. Einzelbetriebliche Informationen sind mit
der Gastanmeldung nicht einsehbar. Zudem ist der Funktionsumfang eingeschränkt.
Mit einer nutzerspezifischen Anmeldung als Antragstellende steht der volle Zugriff auf alle Daten
des Betriebes über mehrere Jahre und weitergehende Funktionalitäten zur Verfügung.
Die Anmeldung erfolgt über die BNR15 in Anlehnung an die HIT/ ZID Datenbank.
Zur Authentifizierung werden folgende Angaben benötigt:
Betriebsnummer BNR15 (12 Stellen – ohne die führenden und deutschlandweit einheitlichen
Stellen 276)
ggf. Mitbenutzernummer MBN (maximal 4 Stellen)
Passwort PIN (Entspricht jenem, das auch für die Anmeldung im DIANAweb verwendet wird)
ggf. Mandant (12 Stellen)
12.2 Datenebenen in InVeKoS Online GIS
In InVeKoS Online GIS werden verschiedenste räumliche Informationen bereitgestellt und können
vom Nutzer dargestellt werden. Die einzelnen Informationen werden als sogenannte Ebenen oder
Layer übereinandergelegt, so dass räumliche Zusammenhänge und Änderungen deutlich werden.

InVeKoS Online GIS
|
103
Diese einzelnen (Informations-)Ebenen sind teils zu sogenannten Gruppen zusammengefasst. Diese
Gruppenebenen können in der Legende auf- und eingeklappt werden, was die Übersichtlichkeit in der
Legende erhält. Die Anwendung InVeKoS Online GIS arbeitet im räumlichen Bezugssystem ETRS89
UTM33, kann aber auch Daten mit älteren Bezugssystemen, wie GK4, beim Import von eigenen
Geometrien (Shape-Dateien) transformieren und entsprechend lagegetreu darstellen.
Tabelle 5
enthält eine Aufstellung und eine kurze Erläuterung der einzelnen Ebenen im InVeKoS
Online GIS, die Antragstellenden bei der Anmeldung mit der gültigen Kennung zur Verfügung stehen.
Bei der Nutzung muss die maßstabsabhängige Darstellung einzelner Ebenen beachtet werden. So
werden die Referenz- und Schlagflächen, genau wie die Luftbilder erst ab einem Maßstab größer
1:60.000 sichtbar dargestellt.
Tabelle 5: Standardebenen im InVeKoS Online GIS bei Nutzerrolle Antragstellende
Gruppenebene
Ebene*
Bedeutung/Inhalt
2021
2020
2019
FAJ EFA JJJJ
Beantragte EFA-Elemente (LE + Streifen) auf den Flächen des ak-
tuellen Jahres des Antragstellenden des jeweiligen Antragsjahres
FAJ ISA-Streifen JJJJ
Beantragte ISA-Streifen auf den Flächen des aktuellen Jahres
des Antragstellenden des jeweiligen Antragsjahres
FAJ Schläge JJJJ
Beantragte Flächen des aktuellen Jahres des Antragstellenden
des jeweiligen Antragsjahres
Überlappungen Schläge Stand ...
Stand der Überlappungen zum Ende der PreCheck-Phase des
jeweiligen Antragsjahres
QSE_EFA JJJJ
Qualifizierte (gültige) Ebene der EFA-Elemente (LE + Streifen)
des jeweiligen Antragsjahres (ab Ende PreCheck-Phase im
aktuellen Antragsjahr)
QSE ISA-Streifen JJJJ
Ab 2021 qualifizierte (gültige) Ebene der ISA-Streifen des
jeweiligen Antragsjahres
(ab Ende PreCheck-Phase im aktuellen Antragsjahr)
QSE Schläge JJJJ
Q
ualifizierte (gültige)
S
chlagebene des jeweiligen Antragsjahres
(ab Ende PreCheck-Phase im aktuellen Antragsjahr 2019 –
vorab ZLW)
Feldblöcke JJJJ
Feldblock Referenzebene des jeweiligen Antragsjahres
Landschaftselemente JJJJ
Referenz der Landschaftselemente des jeweiligen Antragsjahres
Sperrpunkte JJJJ
Sperrpunkte (nicht beihilfefähige Fläche) des jeweiligen An-
tragsjahres
(nur bis 2019)
EFA-Kataster JJJJ
EFA-Elemente (LE, Streifen, Flächen)

InVeKoS Online GIS
104 |
Gruppenebene
Ebene*
Bedeutung/Inhalt
Nitratgebiete JJJJ
Nitratgebiete nach Sächsische Düngerechtsverordnung (Sächs-
DüReVO) auf Feldblockbasis
Kulisse WSG JJJJ
Wasserschutzgebiete des jeweiligen Antragsjahres
DGL 2021
Dauergrünland-Kulisse des aktuellen Antragsjahres
Potenzielles Dauergrünland 2021
Kulisse potentielles Dauergrünland des aktuellen Antragsjahres
Förderkulisse GL Teilflächen 2021
Förderkulisse Grünlandmaßnahmen (AUK) des aktuellen
Antragsjahres
Ältere Jahre
Jahresebenen älter als drei Jahre
Jahresebenen älter als drei Jahre
Schutzgebiete
Fachkulisse NITRAT
digitale Karte der mit Nitrat belasteten Gebiete
Naturschutzgebiete
Naturschutzgebiete Sachsen
Landschaftsschutzgebiete
Landschaftsschutzgebiete Sachsen
Biosphärenreservate
Gebietskulisse Biosphärenreservate
Nationalparke
Gebietskulisse Nationalparke
FFH-Gebiete
FFH-Gebietskulisse
SPA-Gebiete
SPA-Gebietskulisse
Verwaltungs-
gebiete
FBZ/ISS Bereiche
Amtsbereiche der FBZ/ISS des LfULG
Gemarkungen
Gemarkungsgrenzen
Siedlung
Siedlung (ATKIS 1:10.000) - Bilddaten
Verkehr
Verkehr (ATKIS 1:10.000) - Bilddaten
Beschriftung
Beschriftung (ATKIS 1:10.000) - Bilddaten
Gewässernetz (WRRL)
Fließ-/Standgewässer
Hintergrund-
daten
Übersichtskarte
Topographische Karte 1:200.000 (TK200) - Bilddaten
Aktuelle Luftbilder
für das Antragsjahr gültige DOP (Befliegung im 3-Jahres-
Rhythmus)
Ältere Luftbilder
historische Luftbilder (jeweils die für das Antragsjahr gültigen;
das jeweilige Aufnahmejahr kann man sich durch das entspre-
chende Setzen eines Hakens anzeigen lassen)
*JJJJ = entsprechendes Referenz-/Antragsjahr
Zusätzlich zu den Standardebenen aus
Tabelle 5
werden Antragstellenden bis zum Ende der Pre-
Check-Phase 2021 für das aktuelle Antragsjahr noch die Daten/Ebenen
ZLW –
Z
wischenschichtdaten
L
and
w
irt – nach Ende PreCheck-Phase Ablösung durch QSE,
NLW –
N
achbarschläge des
L
and
w
irts des aktuellen Jahres (Abstand ≤ 20 Meter) und
Überlappungen mit Nachbarschlägen (≥ 1 Quadratmeter)
täglich aktualisiert bereitgestellt.

image
image
 
InVeKoS Online GIS
|
105
12.3 Funktionen und Datenanzeige
Mit der Anmeldung im InVeKoS Online GIS können alle im FBZ/ISS vorliegenden Daten des Betriebes
(aktuelles Jahr + Vorjahre) eingesehen, Änderungen nachvollzogen und für eine weitere Nutzung
heruntergeladen werden.
Zudem werden während der PreCheck-Phase im Jahr 2021 neben den eigenen Schlägen (Ebene ZLW)
auch die Schläge der unmittelbar angrenzenden Nachbarflächen angezeigt. Liegen Überlappungen
mit den Nachbarflächen vor, werden diese hervorgehoben angezeigt.
Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
Die Anzeige der Nachbarflächen ist erstmals nach einem Export eines Antrages aus DIANAweb
möglich. Vorab besteht keine Möglichkeit die Nachbarflächen und die möglichen Überlappungs-
flächen zu ermitteln.
Die angezeigten Flächen können sich unter Umständen von den Überlappungs- und Nachbar-
flächen in DIANAweb unterscheiden, weil in DIANAweb immer
der aktuelle, in DIANAweb ge-
speicherte
Stand dargestellt wird. Dieser Stand ist unabhängig vom exportierten Antrag.
Neben den eigenen Schlägen stehen die Referenz- und Kulissendaten des aktuellen sowie der zu-
rückliegenden Antragsjahre zur Ansicht zur Verfügung. Die aktuellen Referenzdaten (Feldblöcke,
Landschaftselemente, EFA-Katasterflächen) stehen als Download zur Weiternutzung in einem eigenen
GIS zur Verfügung.
Eigene Geometrien (Polygon, Linie oder Punkt) können als Shape-Datei eingeladen und angezeigt
werden. Mit der Suchfunktion können Gemarkungen, Feldblöcke oder Landschaftselemente sach-
senweit oder die eigenen Schläge, auch über mehrere Vorjahre zurück gesucht werden. Mit der
Eingabe von exakten (Punkt-)Koordinaten ist eine Navigation und Anzeige der gewünschten Objekte
im InVeKoS Online GIS möglich.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Einflussbereiche, Abstände und/oder die Lage von Objekten zu-
einander durch die Erstellung eines Puffers darzustellen und zu verdeutlichen.
Für InVeKoS Online GIS steht eine ausführliche Nutzeranleitung über die Schaltfläche
zur Ver-
fügung. Zusätzlich ist über die Schaltfläche
eine Beschreibung zur Struktur bzw. zum Inhalt der
Referenzdaten (Feldblöcke, Landschaftselemente und ökologische Vorrangflächen) als PDF
sowie
eine Excel-Liste der betroffenen Nitrat-Feldblöcke der Fachkulisse Nitrat und deren zuständige FBZ/
ISS
zu finden.

 
InVeKoS Online GIS
106 |
12.4 Hilfe
Bei technischen Fragen oder Problemen mit InVeKoS Online GIS steht Ihnen die Hotline
Montag bis Donnerstag
8:00–12:00 und 13:00–17:00 Uhr sowie
Freitag
8:00–12:00 und 13:00–15:00 Uhr
telefonisch unter 037206/62-100 oder per Mail
hotline@smul.sachsen.de
zur Verfügung.

|
107
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Übersicht Standorte und Zuständigkeitsbereiche der FBZ/ISS des LfULG ...............11
Abbildung 2:
Abfrage Anpassen an Referenz-EFA ......................................................................................25
Abbildung 3:
Anmeldedialog DIANAweb ........................................................................................................30
Abbildung 4:
DIANAweb – obere Menü- und Werkzeugleiste ................................................................33
Abbildung 5:
DIANAweb – linker Navigationsbereich................................................................................33
Abbildung 6:
DIANAweb – Neustrukturierung im Dokumentenbaum .................................................33
Abbildung 7:
GIS-Modul in DIANAweb ...........................................................................................................34
Abbildung 8:
GIS-Modul – linker Detailbereich – Schläge: tabellarische Anzeige ..........................35
Abbildung 9:
Sammelantragsformular – Auswahl der Kontoverbindung ...........................................38
Abbildung 10:
Anlage AUK-Schläge – Angaben zu den Bezugsflächen und Flächenkorridor .......59
Abbildung 11:
Flächenverwalter ..........................................................................................................................67
Abbildung 12:
Flächenverwalter - Hinzuladen von Schlagdaten .............................................................68
Abbildung 13:
Markierung ausgewählter Geometrien und Anzeige Informationen .........................70
Abbildung 14:
Ändern der Geometrie – sichtbare Geometriepunkte .....................................................72
Abbildung 15:
Erfassungsdialog Flächenverzeichnis ...................................................................................73
Abbildung
16:
Anlage
EFA ......................................................................................................................................85
Abbildung 17:
Dokumentenbaum antragsbegleitende Dokumente ........................................................88
Abbildung 18:
Anzeige der Meldungen im linken Navigationsbereich ...................................................89
Abbildung 19:
Anzeige Überlappungen im Reiter Meldungen ..................................................................90
Abbildung 20:
Warnhinweis bei unterbrochener Internetverbindung....................................................93
Abbildung 21:
Exportassistent .............................................................................................................................94
Abbildung 22:
Export ausgewählter Schläge ..................................................................................................96
Abbildung 23:
Export ausgewählter Schläge - Filterauswahl ...................................................................96
Abbildung 24:
Sammelantragsformular – Frage nach Betriebssitz .....................................................100

 
Abkürzungsverzeichnis
108 |
Abkürzungsverzeichnis
AL
Ackerland (auch Bodennutzungskategorie)
ATKIS
Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem
AuW
Förderrichtlinie Agrarumweltmaßnahmen und ökologische
Waldmehrung 2007 (RL AuW/2007)
Teil B (ÖW) Ökologische Waldmehrung
AUK
Förderrichtlinie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015)
AZL
Ausgleichzulage in benachteiligten Gebieten/
Förderrichtlinie Gewährung von Ausgleichszulagen in benachteiligten
Gebieten (RL AZL/2015)
BA
Zulässige Arten für die Ausweisung von ein- und mehrjährigen
Bienenweiden als EFA-Fläche – Gruppe A
BB
Zulässige Arten für die Ausweisung von ein- und mehrjährigen
Bienenweiden als EFA-Fläche – Gruppe B
BBS
Blüh- oder Bejagungsschneise
BF
Besondere beihilfefähige Fläche
BNK
Bodennutzungskategorie
BPR
Basisprämie
BLE
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
BLL
Belegenheitsland
BNR
landwirtschaftliche Betriebsnummer
BR
Baumreihen (Landschaftselement)
BSL
Betriebssitzland
CC
Cross Compliance
DIANAweb Di
gitale
An
tragstellung
A
grar webbasiert
DGL
Dauergrünland
DirektZahlDurchfV
Direktzahlungen-Durchführungsverordnung
DOP
Digitales Orthofoto
EA
Erstaufforstung
EAI
Erstaufforstungsinvestition
EB
Einzelbäume (Landschaftselement)
EFA
E
cological
F
ocus
A
rea – ökologische Vorrangflächen
EG
Europäische Gemeinschaft
ELER
Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
EMFF
Europäischer Meeres- und Fischereifonds
EU
Europäische Union

Abkürzungsverzeichnis
|
109
EVP
Einkommensverlustprämie
FB
Feldblock
FBZ
Förder- und Fachbildungszentrum des LfULG
FFH
Fauna-Flora-Habitat
FG
Feuchtgebiete (Landschaftselement)
FH
Feldgehölze (Landschaftselement) bzw. Faserflachs und Hanf
FLEK
Flächenkennzeichner-Landschaftselement
FLIK
Flächenidentifikator des Feldblocks
FR
Feldraine (Landschaftselement)
FS
Feldstück bzw. Fels- und Steinriegel sowie naturversteinte Flächen
(Landschaftselement)
FV
Flächenverzeichnis
GAP
Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
GeoSN
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
GF
Flächen unter Glas und Folie (Bodennutzungskategorie)
GIS
Geografisches Informationssystem
GK 4
Projiziertes Koordinatenreferenzsystem Gauß-Krüger-Abbildung im
4. Streifen (Mittelmeridian 12 Grad). Die Gauß-Krüger-Abbildung war
das Standardsystem der deutschen Landesvermessung. Sie wurde
durch die UTM-Abbildung (siehe UTM32, UTM33) abgelöst.
GL
Grünland (auch Bodennutzungskategorie)
GoG
Gras- oder andere Grünfutterpflanzen
GPE
Ganzpflanzenernte
GPS
Global Positioning System
GSAA
Geospatial Aid Application (GIS-gestützter Beihilfeantrag)
GVE
Großvieheinheiten
HERBERT
textbasierter Kommunikationsassistent (Hilfe, ERklärung, Beratung, Tipps)
HIT/HI-Tier
Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere
HK
Hecken und Knicks (Landschaftselement)
HO
Hopfen (auch Bodennutzungskategorie)
ISA
Förderrichtlinie Insektenschutz und Artenvielfalt (FRL ISA/2021)
InVeKoS
Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem
InVeKoSV
Verordnung über die Durchführung von Stützungsregelungen
und des Integrierten Verwaltungs-und Kontrollsystems
ISS
Informations- und Servicestelle des LfULG

Abkürzungsverzeichnis
110 |
JPR
Junglandwirteprämie
KF
keine förderfähige Fläche (Bodennutzungskategorie)
KLR
Kleinerzeugerregelung
KMU
Kleinst-, kleines oder mittleres Unternehmen
KP
Korrekturpunkt
KPN
Korrekturpunkt Naturschutz
KUP
Kurzumtriebsplantagen
LE
Landschaftselement
LfULG
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
LiF
Labyrinth in der Fläche (Mais)
LKV
Sächsischer Landeskontrollverband e.V.
LU
Langfristige Umweltmaßnahmen
LÜVÄ
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter
LTV
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
NAK
Natur- und Landschaftsschutz Programm
NC
Nutzungscode
NLW
N
achbarschläge des
L
and
w
irts des aktuellen Jahres
NT
Trocken- und Natursteinmauern, Lesesteinwälle (Landschaftselement)
ÖBL
Förderrichtlinie Ökologisch/ Biologischer Landbau (RL ÖBL/2015)
OD
Obstplantagen, Dauerkulturen (Bodennutzungskategorie)
PIN
Persönliche Identifikationsnummer
PotDGL
potentielles Dauergrünland
RE
Referenzebene
RF
Rebflächen (Bodennutzungskategorie)
RL
Richtlinie
SC
Schlag
SMEKUL
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz,
Umwelt und Landwirtschaft
SO
sonstige Flächen (Bodennutzungskategorie)
SP
Sperrpunkt
SPA
Special Protected Area (Europäisches Vogelschutzgebiet)
TB
Tierbestand
THC-Gehalt
Gehalt an Tetrahydrocannabinol
TS
Teich, Schilf (Bodennutzungskategorie)
TWN
Förderrichtlinie Teichwirtschaft und Naturschutz (RL TWN/2015)
UL
Programm Umweltgerechte Landwirtschalt (RL 73/2000)
UN
Umwelt- und Naturschutzflächen (Bodennutzungskategorie)

Abkürzungsverzeichnis
|
111
UP
Umverteilungsprämie
VA
Vorankündigung der Schläge mit S-Maßnahmen
VJ-Daten
Vorjahres-Daten
VO
Verordnung
VOK
Vor-Ort-Kontrolle
VWK
Verwaltungskontrolle
VVVO
Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV)
WH
Wald, Holzungen, Erstaufforstungen (auch Bodennutzungskategorie)
WSG
Wasserschutzgebiet
WSG VO
Wasserschutzgebietsverordnung
ZA
Zahlungsansprüche
ZID
Zentrale InVeKoS-Datenbank
ZLW
Zwischenschicht Landwirte

 
Anhang
112 |
Anhang
Anlage 1:
Übersicht zulässige Beihilfe-/-Fördermaßnahmen je BNK
Bewilligungsfähigkeit für
Bodennutzungskategorie
BNK
DIZ
AZL
ÖW
LU
AUK
TWN
ÖBL
ISA
Ackerland
AL
x
x
x
1)
x
x
x
x
Grünland
GL
x
x
x
1)
x
x
x
x
Heideflächen
HF
x
x
x
x
x
Obstplantagen, Dauerkulturen
OD
x
x
x
x
Hopfen
HO
x
x
x
x
Flächen unter Glas und Folie
GF
x
x
x
x
Rebflächen
RF
x
x
x
Teich und Schilf
TS
x
Sonstige Flächen
SO
x
1)
x
besondere beihilfefähige Flächen
2)
BF
x
x
x
x
x
Keine förderfähigen Flächen für
Agrar-Umweltmaßnahmen
KF
x
x
Umwelt- und Naturschutzflächen
UN
x
x
Wald/Holzungen
Geförderte Erstaufforstungen
2)
WH
x
x
1)
Beantragung möglich, sofern Referenzfläche noch nicht auf WH umgestellt ist
2)
Gemäß VO (EU) Nr. 1307/2013, Artikel 32 (2), b, Buchstaben i und iii
DIZ
Direktzahlungen
AZL
Ausgleichszulage nach RL AZL/2015
ÖW
Ökologische Waldmehrung nach RL AuW/2007, Teil B (nur Abfinanzierung)
LU
Langfristige Maßnahmen nach RL 73/2000, Teil E (nur Abfinanzierung)
AUK
Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen nach RL AUK/2015
TWN
Teichvorhaben nach RL TWN/2015
ÖBL
Ökologischer/Biologischer Landbau nach RL ÖBL/2015
ISA
Insektenschutz und Artenvielfalt FRL ISA/2021

Anhang
|
113
Anlage 2:
Zulässige Leguminosen-Arten für die Ausweisung als EFA-Fläche
ID
Deutsche Bezeichnung
Botanische Bezeichnung
L_1
Sojabohne
Glycine max
L_2
Alle Arten der Gattung Linsen
Lens spp.
L_3
Hornschotenklee
Lotus corniculatus
L_4
Weiße Lupine
Lupinus albus
L_5
Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine
Lupinus angustifolius
L_6
Gelbe Lupine
Lupinus luteus
L_7
Hopfenklee (Gelbklee)
Medicago lupulina
L_8
Luzerne
Medicago sativa
L_9
Bastardluzerne, Sandluzerne
Medicago × varia
L_10
Alle Arten der Gattung Steinklee
Melilotus spp.
L_11
Gartenbohne
Phaseolus vulgaris
L_12
Erbse
Pisum sativum
L_13
Alexandriner Klee
Trifolium alexandrinum
L_14
Schwedenklee (Bastardklee)
Trifolium hybridum
L_15
Inkarnatklee
Trifolium incarnatum
L_16
Rotklee
Trifolium pratense
L_17
Weißklee
Trifolium repens
L_18
Persischer Klee
Trifolium resupinatum
L_19
Erdklee (Bodenfrüchtiger Klee)
Trifolium subterraneum
L_20
Alle Arten der Gattung Esparsetten
Onobrychis spp.
L_21
Seradella
Ornithopus sativus
L_22
Ackerbohne
Vicia faba
L_23
Pannonische Wicke
Vicia pannonica
L_24
Saatwicke
Vicia sativa
L_25
Zottelwicke
Vicia villosa
L_26
Bockshornklee
Trigonella foenum-graecum
L_27
Schabziger Klee
Trigonella caerulea

Anhang
114 |
Anlage 3:
Zulässige Arten für Kulturpflanzenmischungen auf Flächen mit Zwischenfrüchten für
die Ausweisung als EFA-Fläche
ID
Deutsche Bezeichnung
Botanische Bezeichnung
Gräser
Z_1
Knaulgras
Dactylis glomerata
Z_2
Wiesenschweidel, Festulolium
Festulolium
Z_3
Bastardweidelgras
Lolium x boucheanum
Z_4
Einjähriges und Welsches Weidelgras
Lolium multiflorum
Z_5
Deutsches Weidelgras
Lolium perenne
Z_6
Rauhafer
Avena strigosa
Z_7
Mohrenhirse
Sorghum bicolor
Z_8
Sudangras
Sorghum sudanense
Z_9
Hybriden aus der Kreuzung von Sorghum bicolor
x Sorghum sudanense
Sorghum bicolor x Sorghum sudanense
andere
Z_10
Indischer Hanf
Crotalaria juncea
Z_11
Sojabohne
Glycine max
Z_12
alle Arten der Gattung Platterbsen außer breit-
blättrige Platterbse
Lathyrus spp. ohne Lathyrus latifolius
Z_13
Linse
Lens culinaris
Z_14
Hornschotenklee
Lotus corniculatus
Z_15
Weiße Lupine
Lupinus albus
Z_16
Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine
Lupinus angustifolius
Z_17
Gelbe Lupine
Lupinus luteus
Z_18
Hopfenklee (Gelbklee)
Medicago lupulina
Z_19
Luzerne
Medicago sativa
Z_20
alle Arten der Gattung Steinklee
Melilotus spp.
Z_21
alle Arten der Gattung Esparsetten
Onobrychis spp.
Z_22
Seradella
Ornithopus sativus
Z_23
Futtererbse (Felderbse, Peluschke)
Pisum sativum subsp. arvense
Z_24
Alexandriner Klee
Trifolium alexandrinum
Z_25
Schwedenklee (Bastardklee)
Trifolium hybridum

Anhang
|
115
ID
Deutsche Bezeichnung
Botanische Bezeichnung
Z_26
Inkarnatklee
Trifolium incarnatum
Z_27
Rotklee
Trifolium pratense
Z_28
Weißklee
Trifolium repens
Z_29
Persischer Klee
Trifolium resupinatum
Z_30
Sparriger Klee
Trifolium squarrosum
Z_31
Erdklee (Bodenfrüchtiger Klee)
Trifolium subterraneum
Z_32
Michels Klee
Trifolium michelianum
Z_33
Blasenfrüchtiger Klee
Trifolium vesiculosum
Z_34
Bockshornklee
Trigonella foenum-graecum
Z_35
Schabziger Klee
Trigonella caerula
Z_36
Ackerbohne
Vicia faba
Z_37
Pannonische Wicke
Vicia pannonica
Z_38
Saatwicke
Vicia sativa
Z_39
Zottelwicke
Vicia villosa
Z_40
Mangold
Beta vulgaris subsp. cicla var. cicla
Z_41
Äthiopischer Kohl, Abessinischer Senf
Brassica carinata
Z_42
Sareptasenf
Brassica juncea
Z_43
Raps
Brassica napus
Z_44
Schwarzer Senf
Brassica nigra
Z_45
Futterkohl (Markstammkohl)
Brassica oleracea var. medullosa
Z_46
Rübsen, Stoppelrüben
Brassica rapa
Z_47
Leindotter
Camelina sativa
Z_48
Rauke, Rucola
Eruca sativa
Z_49
Gartenkresse
Lepidium sativum
Z_50
Ölrettich, Meliorationsrettich
Raphanus sativus
Z_51
Weißer Senf
Sinapis alba
Z_52
Kornblume
Centaurea cyanus
Z_53
Koriander
Coriandrum sativum

Anhang
116 |
ID
Deutsche Bezeichnung
Botanische Bezeichnung
Z_54
Alle Arten der Gattung Pippau
Crepis spp.
Z_55
Wilde Möhre
Daucus carota subsp. Carota
Z_56
Alle Arten der Gattung Karden
Dipsacus spp.
Z_57
Gewöhnlicher Natternkopf
Echium vulgare
Z_58
Fenchel
Foeniculum vulgare
Z_59
Echtes Labkraut
Galium verum
Z_60
Echtes Johanniskraut