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Konzeption
25. Grunds
„Am Pohlandplatz“
Integrationshortes
der 25.Grundschule
Konzeption
der
25. Grundschule
„Am Pohlandplatz“
und des
Integrationshortes
25.Grundschule
chule
„Am Pohlandplatz“
Integrationshortes
25.Grundschule

2
1. Vorwort
Innerhalb der sächsischen Schullandschaft findet ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess
statt. Dieser ist geprägt von der gesellschaftlichen Situation und zieht sich entsprechend den
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch alle Bereiche. Somit ist auch die gesamte
Bildungs- und Erziehungsarbeit einem Modernisierungsprozess unterworfen, welcher noch
mehr das eigenverantwortliche Kind in den Mittelpunkt stellt.
Mit dem Wissen, dass die Kinder das wertvollste Gut unserer Gesellschaft sind, hat die
kontinuierliche ganztägige Gestaltung des Lebens und Lernens in unserem Haus oberste
Priorität.
Eine intensive Kooperation von Lehrern und Erziehern, verbunden mit einem regelmäßigen
Austausch zwischen ihnen, ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Arbeit, um die gestellten
Bildungs- und Erziehungsziele des Lehrplanes und des Sächsischen Bildungsplanes
erreichen zu können. Dabei sehen wir den gesamten Tag als fortlaufenden Prozess unter
einem gemeinsamen Grundverständnis bei der Bildung und Erziehung unserer Schulkinder.
Das bedeutet, Bildungsprozesse werden bei uns durch alle pädagogischen Fachkräfte
ermöglicht, initiiert und unterstützt.
Auf der Grundlage dieser Erkenntnis wurde unser Konzept erarbeitet und umgesetzt.
Dies betrifft folgende Kernpunkte:
-
Öffnung des Unterrichts
-
ganztägige Integration behinderter und entwicklungsschneller Kinder in den
Regelklassen
-
Flexibilisierung
und
Intensivierung
des
Förderunterrichts
und
weiterer
Fördermöglichkeiten
-
Gestaltung von vielfältigen fakultativen AG- und Lernangeboten am Nachmittag
-
Hort als Spiel- und Lernraum
Durch
die
Realisierung
dieser
Inhalte
und
eine
gewinnbringende
dialogische
Zusammenarbeit aller pädagogischen Fachkräfte wird eine positive Entwicklung innerhalb
der Klassen und der einzelnen Schüler verzeichnet.
Hervorzuheben sind dabei:
-
eine Verbesserung des ganztägigen Klassen- und Schulklimas
-
vielseitig interessierte Kinder, welche sich aktiver in den gesamten Alltag einbringen
und diesen kritisch mitgestalten
-
dh. Kinder gestalten ihre Freizeit eigenständig und selbstverantwortlich
-
eine sehr positive Resonanz der Eltern über die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer
Kinder in der Schule und im Hort
2. Bedingungen der Arbeit von Schule und Hort in Dresden
Grundschule und Hort sind eigenständige aber miteinander kooperierende Einrichtungen,
welche einen wesentlichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder haben.
3. Konkrete Bedingungen der Kooperation der 25. Grundschule „Am Pohlandplatz“
und des Integrationshortes der 25. Grundschule
Grundschule und Hort befinden sich in einem gemeinsamen Gebäude direkt am
Pohlandplatz. Straßenbahn- und Bushaltestellen befinden sich in unmittelbarer Umgebung.
Verschiedene Parks und Grünanlagen sind gut zu Fuß zu erreichen.
Seit 1992 vervollkommnen wir stets das Konzept einer am Kind orientierten Grundschule mit
Ganztagsbetreuung, um somit den Schülern unserer Schule ganztags eine erlebnisreiche
und zukunftsorientierte Bildung und Erziehung zu ermöglichen.

3
Innerhalb dieses Prozesses bildete sich eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule
und Hort heraus.
Wir betrachten den gesamten Tag als fortlaufenden Prozess unter einem gemeinsamen
Grundverständnis bei der Bildung und Erziehung. Nicht zuletzt deshalb, weil in unserem
Haus 95% der Schüler ganztägig den Hort besuchen und wir damit eine gemeinsame
pädagogische Verantwortung für unsere Schulkinder haben.
So werden
-
gemeinsame Höhepunkte wie Schulfeste, Wanderungen und Exkursionen gestaltet
-
im Förderunterricht die vielfältigen Erfahrungen der Horterzieherinnen integriert
-
im Nachmittagsbereich viele offene Angebote und Interessengruppen für die Kinder
gestaltet
-
der Schulclub unter der Schirmherrschaft unseres gemeinsamen Fördervereins
gegründet (vielfältige Angebote wie Sport, Kunst, Computer, Schülerzeitung ua.)
Innerhalb des Bildungs- und Erziehungsprozesses werden auch zeitlich befristet weitere
Erziehungsträger eingebunden, welche über entsprechende Spezialkenntnisse verfügen
bzw. aus ihrer Arbeit heraus den Wissenserwerb, die Kompetenzentwicklung und die
Werteorientierung unterstützen. Dies sind insbesondere Eltern, Förderverein, Sportvereine,
Polizei, Verkehrswacht und Vereine der Jugendhilfe.
Damit ist zu verzeichnen, dass eine gute Grundlage durch die verschiedenen Träger für eine
umfassende Bildung und Erziehung gelegt wurde. Viele Ressourcen können im weiteren
Prozess genutzt werden, um eine noch intensivere Zusammenarbeit zu gestalten.
Aus all den o.g. Ausführungen kann geschlussfolgert werden, dass eine pädagogisch
sinnvolle und effektive Ganztagsbetreuung in enger Verflechtung von allen
Erziehungsträgern eine Verbesserung der Lernbedingungen und somit eine neue
Qualität des Bildungsniveaus und der ganztägigen Betreuung unserer Schulkinder
nach sich zieht.
3.1. Das Pädagogen-Team
In der Grundschule sind 14 Lehrerinnen, ein Lehrer, ein Schulleiter und drei Lehramtswärter
tätig. Im Hort arbeiten 14 Erzieherinnen, zwei Erzieher, eine Hortleiterin, ein FSJler und zwei
Praktikanten. Jede Klasse wird durch eine Lehrerin und einen Erzieher oder eine Erzieherin
betreut. Es verfügen vier Erzieherinnen über eine heilpädagogische Zusatzqualifizierung.
Die Zusammenarbeit aller pädagogischer Mitarbeiter/innen des Hauses ist gekennzeichnet
durch gemeinsame und regelmäßige Beratungen auf Klassenstufenbasis und in Kleinteams.
Zur fachlichen Weiterentwicklung werden gemeinsame Fortbildungen von Schule und Hort
durchgeführt.
Lehrerkonferenzen finden mindestens vier Mal im Jahr statt. Diese werden durch
Dienstberatungen des Teams der Grundschule ergänzt. Die Teamberatungen des Hortes
werden wöchentlich durchgeführt. Dadurch ist sowohl in der Schule als auch im Hort ein
kontinuierlicher fachlicher dialogischer Austausch zu aktuellen pädagogischen Themen im
Gesamtteam möglich.
Die Mitarbeiter können ebenfalls die fachliche Unterstützung der Fachberate des Trägers
sowie interne und externe hortspezifische Weiterbildungen nutzen.
Neue Mitarbeiter in Schule und Hort erhalten zu Beginn eine hausspezifische Einarbeitung
durch die Schul- und Hortleitung sowie durch das gesamte Pädagogen-Team.
Des Weiteren arbeiten im Haus ein Hausmeister und eine Hausarbeiterin. Die
Mittagessenausgabe und die Reinigung des Hauses erfolgt durch Fremdfirmen.
3.2. Öffnungszeiten
Die Rahmenöffnungszeit kommunaler Kindertageseinrichtungen ist von 6:00 bis 18:00 Uhr.
Mit einer jährlichen Elternbefragung werden die Bedarfe der Öffnungszeit der Einrichtung
abgefragt und anschließend vom Elternrat festgelegt.

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Unser Haus ist während der Schulzeit von 6:15 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. In den Ferien
findet der Hort von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Bei Bedarf ist der Hort auch länger geöffnet.
4. Ziele der gemeinsamen Arbeit von Grundschule und Hort
Die Grundschule und der Hort
aller am Bildungsprozess Beteiligten weiter gestaltet werden. Dabei gehen wir auf die neuen,
veränderten Bedingungen der Gesellschaft ein und sehen die Gestaltung eines konzeptionell
durchdachten und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Tagesablaufes als
notwendige Konsequenz an.
Damit wird auch der gesellschaftlichen Forderung nach Vereinbarkeit von Kind und Beruf
Rechnung getragen.
Außerdem sollen Antworten auf die Fragen g
Sozialisationsbedingungen der Schüler sowie durch neue Bildungsanforderungen entstehen.
Ganz wichtig ist, dass der gesamte Tag als fortlaufender Prozess unter einem gemeinsamen
Grundverständnis bei der Bildung und Erzie
sich Sach-, Methoden- und Soziallernprozesse
und stützen.
Deshalb gestalten wir den
von Anspannung und Entspannung
Eine intensive Kooperation von Lehrern und Erziehern verbunden mit einem regelmäßigen
Austausch zwischen ihnen ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Arbeit, um die gestellten
Bildungs- und Erziehungszie
organisatorische Fragen von den pädagogischen Fachkräften gemeinsam beraten werden.
Bildungsprozesse werden
unterstützt. Dies immer unter dem Aspekt, dass die Kinder selbsttätig konstruktiv sind und in
ständiger Interaktion mit ihrer belebten und unbelebten Umwelt stehen.
Lehrer und Erzieher regen Bildungsprozesse an und unterstützen und motivieren die Kinder
in ihren persönlichen Lernb
In unserem Haus stellen sich Hort
fachspezifischen Kenntnisse und F
miteinander arbeiten zu können.
4
während der Schulzeit von 6:15 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. In den Ferien
findet der Hort von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Bei Bedarf ist der Hort auch länger geöffnet.
der gemeinsamen Arbeit von Grundschule und Hort
und der Hort sollen als Lebens- und Lernort mit hoher Eigenverantwortung
aller am Bildungsprozess Beteiligten weiter gestaltet werden. Dabei gehen wir auf die neuen,
veränderten Bedingungen der Gesellschaft ein und sehen die Gestaltung eines konzeptionell
durchdachten und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Tagesablaufes als
notwendige Konsequenz an.
Damit wird auch der gesellschaftlichen Forderung nach Vereinbarkeit von Kind und Beruf
Außerdem sollen Antworten auf die Fragen gefunden werden, die durch veränderte
Sozialisationsbedingungen der Schüler sowie durch neue Bildungsanforderungen entstehen.
Ganz wichtig ist, dass der gesamte Tag als fortlaufender Prozess unter einem gemeinsamen
Grundverständnis bei der Bildung und Erziehung gesehen wird. Dabei ist zu beachten, dass
und Soziallernprozesse in Schule und Hort wechselseitig bedingen
Tagesablauf und das Schulleben durch einen ständigen Wechsel
spannung, das heißt, der Tag wird rhythmisiert
Eine intensive Kooperation von Lehrern und Erziehern verbunden mit einem regelmäßigen
Austausch zwischen ihnen ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Arbeit, um die gestellten
und Erziehungsziele erreichen zu können. Dadurch können pädagogische und
organisatorische Fragen von den pädagogischen Fachkräften gemeinsam beraten werden.
also durch alle pädagogischen Fachkräfte ermöglicht,
nter dem Aspekt, dass die Kinder selbsttätig konstruktiv sind und in
ständiger Interaktion mit ihrer belebten und unbelebten Umwelt stehen.
Lehrer und Erzieher regen Bildungsprozesse an und unterstützen und motivieren die Kinder
lichen Lernbestrebungen.
sich Hort- und Schulpädagogen vorbehaltlos ihre
fachspezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Verfügung, um ergänzend und konstruktiv
miteinander arbeiten zu können.
während der Schulzeit von 6:15 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. In den Ferien
findet der Hort von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Bei Bedarf ist der Hort auch länger geöffnet.
und Lernort mit hoher Eigenverantwortung
aller am Bildungsprozess Beteiligten weiter gestaltet werden. Dabei gehen wir auf die neuen,
veränderten Bedingungen der Gesellschaft ein und sehen die Gestaltung eines konzeptionell
durchdachten und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Tagesablaufes als
Damit wird auch der gesellschaftlichen Forderung nach Vereinbarkeit von Kind und Beruf
efunden werden, die durch veränderte
Sozialisationsbedingungen der Schüler sowie durch neue Bildungsanforderungen entstehen.
Ganz wichtig ist, dass der gesamte Tag als fortlaufender Prozess unter einem gemeinsamen
hung gesehen wird. Dabei ist zu beachten, dass
wechselseitig bedingen
Tagesablauf und das Schulleben durch einen ständigen Wechsel
, der Tag wird rhythmisiert.
Eine intensive Kooperation von Lehrern und Erziehern verbunden mit einem regelmäßigen
Austausch zwischen ihnen ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Arbeit, um die gestellten
le erreichen zu können. Dadurch können pädagogische und
organisatorische Fragen von den pädagogischen Fachkräften gemeinsam beraten werden.
also durch alle pädagogischen Fachkräfte ermöglicht, initiiert und
nter dem Aspekt, dass die Kinder selbsttätig konstruktiv sind und in
ständiger Interaktion mit ihrer belebten und unbelebten Umwelt stehen.
Lehrer und Erzieher regen Bildungsprozesse an und unterstützen und motivieren die Kinder
und Schulpädagogen vorbehaltlos ihre unterschiedlichen
um ergänzend und konstruktiv

5
Konkrete Ziele der gemeinsamen Arbeit von Schule und Hort sind
:
Verbesserung der Rahmenbedingungen und somit der ganztägigen Schulqualität
pädagogisch sinnvolle Vernetzung aller Bildungsangebote
Auswirkung der ganztägigen Bildung und Erziehung auf die Entwicklung der Kinder
Rhythmisierung von Lernen durch einen entsprechenden ganztägigen Tagesablauf
Gestaltung des gemeinsamen Einsatzes von Lehrern und Erziehern
Absprache der Haushaltspläne
Transfer der Erfahrungen auf andere Schulen
5. Organisation
Die Organisation und Durchführung des gesamten Tagesablaufes wird in enger Kooperation
von allen Erziehungsträgern gestaltet. Dabei bilden Schule und Hort die Trägerrolle, damit
für alle Kinder zu jeder Zeit Versicherungsschutz gewährleistet ist.
Folgende grundsätzliche Inhalte werden realisiert:
-
gemeinsame Gestaltung des Tagesablaufes von 6:15 Uhr bis 17:30 Uhr
-
Planung und Gestaltung von Bildungs- und Lernprozessen ausgehend von den
individuellen Lernvoraussetzungen und Entwicklungsbesonderheiten der Kinder
-
Realisierung einer ganztägigen Unterrichts- und Freizeitgestaltung mit erweiterten
Lernangeboten, individuellen Fördermaßnahmen und differenzierter
Hausaufgabenerledigung
-
fakultative Nutzung aller Nachmittagsangebote
-
Einbettung der bisher im Haus durchgeführten pädagogischen Schwerpunkte, wie
z.B. die Integration behinderter und entwicklungsschneller Kinder
-
Einbeziehung und Gestaltung von unterrichtsergänzenden Projekten
-
Angebot eines warmen Mittagessens (Finanzierung durch die Eltern)
-
Schaffung von besonderen Bedingungen für die Dresdner Kapellknaben, da diese
Kinder am Nachmittag umfangreichen Musik- bzw. Instrumentalunterricht haben und
Proben durchgeführt werden
-
Alle Kinder können in der Zeit von 14:00 bis 15:30 Uhr ihre Hausaufgaben erledigen.
Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Hausaufgabenzimmer dafür zu nutzen.
6. Lernen im Tagesablauf
6.1. Lern- und Lebenskultur in Grundschule und Hort
-
weitere Ausgestaltung eines lebensnahen und schülerorientierten Unterrichts
-
Förderung von selbständigem und selbst organisiertem Lernen während des
gesamten Tages
-
Entwicklung von Gemeinschaftsfähigkeit und individueller Selbstentfaltung durch
soziales Miteinander während des gesamten Tages
-
Einbeziehung des Konzeptes der „Bewegten Grundschule“
-
Gestaltung von Neigungsangeboten im Unterricht und am Nachmittag im Hort (z.B.
im musisch kreativen, gesundheitlich-erzieherischen und sprachlich-kommunikativen
Bereich)
-
konsequente Einbeziehung von neuen Medien in den ganztägigen Lernprozess

6
6.2. Struktur
-
Aufhebung des 45-Minuten-Taktes im Unterricht und Übergang zu einer ganztägigen
flexiblen Rhythmisierung
-
Organisation gemeinsamer Mahlzeiten im Hinblick auf Sozial- und Esskultur
-
wöchentlicher Gemeinschaftstag, zu dem alle Kinder an die konkrete Projektarbeit
herangeführt werden
-
altersübergreifendes
Miteinander
der
Kinder
durch
Lernpartnerschaften
unterschiedlicher Klassenstufen
-
durch wöchentlichen Mitmach-Tag klassenübergreifende offene Arbeit im Hort
-
Gesprächskreise als fester Bestandteil innerhalb des Tagesablaufes
6.3. Fördern und Fordern
-
Begabtenförderung und Förderung in Neigungskursen (z.B. Sprache, Musik)
-
Erstellung von Entwicklungsplänen und Beobachtungsbögen während der Schul- und
Hortzeit als Grundlage für die konkrete Förderung
-
Nutzung aller Organisationsformen innerhalb des Tagesablaufs
o
individuell (z.B. mit Zweitlehrer)
o
partnerschaftlich (z.B. Lernpartnerschaften im Hort)
o
gruppenbezogen (Angebote in den Hauptfächern, Dyskalkulie, LRS,
Konzentration und Wahrnehmung, Bewegungsförderung usw.)
o
inhalts- und themenbezogen (Schwerpunkte in einzelnen Fächern und bei
speziellen Unterrichtsinhalten oder zur Vorbereitung auf den Unterricht)
o
Nutzung klassenübergreifender Ressourcen in Schule und Hort
-
Förderung der Integrationskinder auf Grundlage der individuellen Förderpläne
-
regelmäßig stattfindende Integrationsberatungen (Fallbesprechungen)
-
enge Zusammenarbeit mit den betreuenden Förderschulen
7. Integrationshort der 25. Grundschule
7.1.
Rechtliche Grundlagen
Die
Umsetzung
der
gesetzlichen
Anforderungen
an
die
Arbeit
in
einer
Kindertageseinrichtung stellt den Rahmen für das pädagogische Handeln in unserer
Einrichtung dar. Diese beschreiben grundlegende Verbindlichkeiten in der Umsetzung des
Bildungsauftrages.
Grundlegende Handlungsstrategien zur Arbeit mit den Mädchen und Jungen und Umgang
mit den Erziehungsberechtigten regeln das Grundgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch sowie
die UN Behinderten- bzw. Kinderrechtskonvention. Sie beinhalten übergreifende
Rechtsgrundlagen und bilden gleichzeitig wichtige Werte des pädagogischen Handelns.
Die Förderung von Mädchen und Jungen in Tageseinrichtungen ist eine Leistung der
öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe und wird unter anderem durch den Eigenbetrieb
Kindertageseinrichtungen als kommunalen Träger sichergestellt.
Der § 22 des SGB VIII beauftragt die Kindertageseinrichtungen, die Entwicklung von Kindern
zu fördern und soll die Familie in ihrer Erziehungs- und Bildungsarbeit unterstützen und
begleiten. Dies geschieht auch in einer Unterstützung durch die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf durch das Angebot der Kindertagesbetreuung. Er beschreibt außerdem eine
bedürfnisorientierten und dem Entwicklungsstand entsprechende Förderung des Kindes.
Dabei sollen die Fachkräfte vor Ort mit allen am Bildungsprozess Beteiligten, insbesondere
den Erziehungsberechtigten zusammenarbeiten (§22a SGB VIII).
Das Sächsische Gesetz über Kindertageseinrichtungen (Sächs.Kita-G) als entsprechendes
Ausführungsgesetz auf Landesebene konkretisiert den Inhalt und Umfang der Aufgaben und

7
Leistungen. So ist der Auftrag einer Kindertageseinrichtungen dort als familienbegleitendes, -
unterstützendes und -ergänzendes Angebot mit einem eigenständigen alters- und
entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag formuliert.
Der §2 Sächs.Kita-G erklärt den Sächsischen Bildungsplan als verbindliche Arbeitsgrundlage
aller sächsischen Kindertageseinrichtungen, bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit
und wird als Instrument der Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte zur
Ausgestaltung des Bildungsauftrages der Kindertageseinrichtung gesehen.
In einer Elternbroschüre zum Sächsischen Bildungsplan sind die Grundgedanken zum
Verständnis von kindlicher Entwicklung, den Bildungsbereichen sowie der Zusammenarbeit
mit Eltern und Kooperationspartnern dargelegt. Diese kann allen Eltern in verschiedenen
Sprachen zur Verfügung gestellt werden.
Grundlage für die Betreuung von Mädchen und Jungen mit einem intensiveren Förderbedarf
bietet neben dem Sächs. Kita-G (§19) die Sächsische Integrationsverordnung, die für die
Kindertageseinrichtung handlungsleitend ist.
Innerhalb des Trägers Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden werden fachliche
Standards beschrieben, die einen Handlungsrahmen für die tägliche Arbeit festlegen.
Übergeordnete Ausführungen dazu sind im Trägerleitbild sowie der Trägerkonzeption
festgehalten.
7.2.
Unser Träger
Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden ist als kommunaler Träger der
Landeshauptstadt Dresden fester Bestandteil der Trägerlandschaft im Bereich der
Kindertagesbetreuung in Dresden. In seiner Trägerschaft befinden sich eine Vielzahl von
Einrichtungsformen von Krippe, über Kindergarten zu Horten und der Ganztagsbetreuung.
Als kommunaler Träger hält der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden in jedem
Stadtteil und Sozialraum Betreuungsangebote vor, in denen je nach Einrichtungsform
Mädchen und Jungen im Alter von 8 Wochen bis zu zwölf Jahren in insgesamt ca. 170
Einrichtungen betreut werden.
Der Träger unterstützt pädagogische Fach- und Führungskräfte
durch Beratung und
Moderation bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität der Kindereinrichtung. In
regionalen und fachlichen Bezügen werden alle Einrichtungen zu Themen der Fachberatung
und Personalführung begleitet. Darüber hinaus ist Fachberatung in Form eines
pädagogischen Beratungsangebotes für pädagogische Fachkräfte und Eltern sowie einer
trägerinternen Kinderschutzbeauftragten etabliert. Fachberatung ist ein integraler Bestandteil
zur Qualitätsentwicklung in den kommunalen Kindertageseinrichtungen (vgl. §21 Abs.3
Sächs. Kita-G.).
Weiterhin
stehen
den
Einrichtungen
Fachabteilungen
der
Bereiche
Bau-
und
Liegenschaftsverwaltung, des Rechnungswesens sowie der Abteilung Personal/Grundsatz
zur Unterstützung der Verwaltungsabläufe zur Verfügung. Innerhalb der Verwaltung werden
zentrale Abläufe und Standards übergreifend unter Beteiligung der Einrichtungen erarbeitet,
regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und in einem Qualitätsmanagementhandbuch
festgehalten.
Als Träger mit ca. 3000 Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in den Kindertageseinrichtungen und
der Verwaltung unterstützt der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen die fachliche
Weiterentwicklung des Personals auch durch eigene passgenaue Qualifizierungsangebote in
einer eigenen Fortbildungsstelle.

8
7.3. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit
Ziel der Betreuung der Kinder nach dem Unterricht und in den Ferien ist es, den Lernprozess
in geeigneter Form situationsorientiert fortzusetzen.
„Lernen so gefasst bedeutet, dass die Verantwortung für das Lernen dem Lernenden -
unabhängig davon, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt -, zurück übertragen
wird.
Es geht um eine Lernkultur, die den gegenseitigen Austausch von Erkenntnissen,
Erfahrungen und Meinungen ermöglicht. Ganz gleich, ob zwischen pädagogischen
Fachkräften, Eltern oder Kindern: Bildung vollzieht sich im Dialog und in der
Eigenverantwortung der Sich-Bildenden.
Die Arbeit der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte besteht in einer qualifizierten
Anregung, Begleitung, Unterstützung und Absicherung der kindlichen Bildungsbestrebungen,
wofür im Alltag Ideen und Material sowie zeitliche und räumliche Ressourcen gefragt sind.“
(Sächsischer Bildungsplan)
Hierbei vernetzen sich sowohl Hort, Schulclub als auch weitere externe und interne
Anbieter,
um
unter
anderem
eine
differenzierte
Hausaufgabenbetreuung,
Fördermaßnahmen entsprechend dem Leistungsniveau der Kinder, Interessenangebote und
Schulclubveranstaltungen anzubieten.
Den Kindern wird dabei ein Unterstützungssystem zum Lernen angeboten, welches flexibel
an die individuellen Möglichkeiten jedes Kindes angepasst ist und bei dem jedes Kind
zunehmend eigenständig arbeitet.
Das bedeutet auch, die Kinder beteiligen sich aktiv und altersentsprechend an der
Gestaltung ihres Tages im Hort. Deshalb verstehen wir unseren Hort als einen Ort der
Selbstbildung und der Selbstbeteiligung für die Kinder.
Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder bei ihrer selbständigen
Aneignung von Wissen und schaffen den Kindern, gemeinsam mit den Lehrern eine Spiel-
und Lernkultur, die den gegenseitigen Austausch von Erkenntnissen, Erfahrungen und
Meinungen ermöglicht.
Unsere pädagogischen Fachkräfte sehen ihre Aufgabe in einer qualifizierten Anregung,
Begleitung, Unterstützung und Absicherung der kindlichen Bildungsbestrebungen, wofür wir
den Kindern alles, was sie dafür benötigen, entsprechend unseren Möglichkeiten,
zur
Verfügung stellen.
Das heißt, Kinder können ausprobieren und experimentieren, wobei sie dabei ihre im
Kinderrat selbst festgelegten Regeln und Grenzen zum „Festhalten“ haben.
Aber sie müssen auch genügend Zeit zum spielen haben.
Oft wird das Spiel im Schulhort und generell als wenig sinnvolle Zeit unterschätzt. Aber
gerade dabei lernen Kinder, und das tun sie ab der Geburt sowieso, ganz von selbst.
Deshalb hat auch das freie Spiel im Lernprozess der Kinder im Nachmittagsbereich in
unserem Schulhort einen wesentlichen und festen Platz.
Wir möchten hier im Haus die Kinder zu den Dingen ermutigen, welche sie gut können. Das
bedeutet, wir sehen unseren Hort als einen Ort der Stärkung und Ermutigung, welcher allen
Kindern das Gefühl gibt, immer willkommen zu sein.
Jedes Kind sollte sich mindestens einmal am Tag in irgendeiner Situation als Könner
erleben.
Die Klasse in welche jedes Kind integriert ist, ist dabei eine wichtige moralische Instanz, die
das gesamte Sozialverhalten steuert.

9
7.4. Gruppen- und Raumstrukturen
In unserem Haus gibt es 12 Gruppen, welche an der Klassenzusammensetzung der GS
orientiert sind, mit einer Gruppenstärke von 17 bis 28 Kindern in Doppelnutzung aller Räume
der 25. Grundschule „Am Pohlandplatz“.
Jede Klasse in unserem Haus wird im Normalfall von einem Erzieher oder einer Erzieherin
betreut.
In den ersten Wochen in der Klasse 1 wird jeder Klasse nach dem Unterricht, wenn es die
personellen Ressourcen möglich machen, eine zweite Mitarbeiterin zur Unterstützung
während der Eingewöhnungsphase zugeordnet.
7.5. Der Tagesablauf
Die Erzieher übernehmen die Kinder unmittelbar nach dem Unterricht und gehen
entsprechend einer notwendigen zeitlichen Ablaufplanung dafür, gemeinsam mit den Kindern
essen.
6.15 Uhr
7.30 Uhr
Betreuung vor dem Unterricht
7.30 Uhr – 8.00 Uhr
gleitender Unterrichtsbeginn
nach Unterrichtsschluss
Erholung / Spiel im Freien, Mittagesseneinnahme
ca. 13.45 Uhr – 14.15 Uhr
Entspannungsphase Klasse 1
ca. 14.15 Uhr – 16.30 Uhr
HA - Erledigung, Freizeit
16.30 Uhr – 17.30 Uhr
bei Bedarf Späthort
Die gesamte Tagesplanung orientiert sich an den individuellen Lebenssituationen der Kinder
und gleichzeitig an dem, was das Zusammenleben in Gruppen erfordert.
Dazu gehört eine selbstgestaltete und eigenverantwortliche Freizeitbetätigung der Kinder,
d.h. die Kinder lernen selbständig zu planen und zu organisieren, was
sie tun, wann sie es
tun und wo sie dies tun.
7.6. Unser Bildungsverständnis
Die Angebote am Nachmittag während der Hortzeit werden in zeitlichen Abständen
entsprechend dem Bedarf der Kinder neu gestaltet und sind an den Bildungsbereichen des
Sächsischen Bildungsplanes orientiert.
Kinder sind nicht nur Akteure ihrer Entwicklung, sondern konstruktiv selbstorganisierend und
selbsttätig in Interaktion mit ihrer Umwelt.
Der Hort arbeitet nach dem situationsorientierten Ansatz.
Erzieher und Erzieherinnen sind begleitende, beobachtende Partner, deren Rolle sich
entsprechend der Altersentwicklung der Kinder ändert. Ihre Aufgabe ist es, Orientierung und
Motivation zu geben und den Dialog der Kinder untereinander zu steuern.
Am Nachmittag werden in entsprechend freizeitgemäßer Form die Themen des Unterrichtes
aufgegriffen. Hier sind natürlich die Eigenaktivitäten der Kinder gefragt.
In der zum Teil gruppenoffenen Arbeit wählen sich die Kinder ihre Themen selber. Sie
erhalten für die eigenständige und selbstverantwortliche Umsetzung Material, Raum und
Zeit
Sie lernen voneinander und miteinander in
Lernpartnerschaften
der Klassen 1 und 3, sowie
der Klassen 2 und 4.
„Sage es mir, und ich vergesse es;
zeige es mir, und ich erinnere mich;
lass es mich tun, und ich behalte es.“
(Konfuzius)
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hortes organisieren den wöchentlich stattfindenden
Gemeinschaftstag in allen Klassen. An diesem Tag finden unterrichtsergänzende Projekte
und Angebote statt, welche der Festigung des Wissens vom Vormittag und der Förderung

10
der sozialen Strukturen in den Klassen dienen. Aller zwei Wochen arbeiten am
Gemeinschaftstag die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Grundschule und Hort
gemeinsam.
Auch während der Ferien findet ein an den Wünschen der Kinder orientiertes umfangreiches
Angebot zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes statt.
7.7. Integration im Hort
Gesundsein, frei sein von Behinderung ist kein persönlicher Verdienst, im allgemeinen
jedenfalls nicht. Und wer trägt schon einen Garantieschein bei sich, dass er immer gesund
und unbehindert bleiben wird?
Die Integration behinderter und entwicklungsschneller Kinder vollzieht sich bei uns über
gemeinsames Leben, Lernen und Spielen. Gesunde Kinder und Kinder mit Besonderheiten
finden eine gemeinsame Verständnisebene.
Da sich soziales Denken nicht nur über theoretische Informationen, sondern vor allem über
konkretes praktisches Erleben vollzieht, wollen wir durch Integration behinderter Kinder und
von Kindern mit Besonderheiten in unserem Hort realitätsgerechte Einstellungen und
Verhaltensweisen bei allen Kindern entwickeln.
Dies wollen wir erreichen durch natürliche Selbstverständlichkeit und Akzeptieren von
Kindern „die anders sind“. Wir wissen über die Einmaligkeit und individuelle Würde eines
jeden Kindes und möchten deshalb jedem Kind die volle ganzheitliche Entfaltung seiner
Person auf jeder Stufe seiner Entwicklung ermöglichen. Dabei gehen wir davon aus, dass
Lernerfolge nur dann eintreten, wenn das Kind zu eigenen Problemlösungen und
Erfolgserlebnissen geführt wird, wenn es also lernt, sich selbst zu fordern oder eine
Forderung des Erziehers anzunehmen lernt.
Mit Eltern finden regelmäßige Gespräche über die Entwicklung ihres Kindes statt.
Dabei unterstützen sich unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegenseitig fachlich.
7.8. Qualitätsentwicklung im Hort
Das Qualitätsmanagementsystem des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen ist die
Grundlage für die Qualitätsentwicklung, -sicherung und -verbesserung der pädagogischen
Arbeit. Jede Kindertageseinrichtung verfügt über ein Qualitätsentwicklungsinstrument, mit
dem jährlich Qualitätsziele und -maßnahmen festgeschrieben und deren Umsetzung
überprüft werden. Die Einrichtung verwendet QUAST als Qualitätsentwicklungsinstrument.
8. Varianten der Betreuungsmöglichkeiten der Schulkinder
In unserem Haus werden folgende zwei Varianten angeboten, welche sich in der Nutzung
der erweiterten nachmittäglichen Bildungs- und Freizeitangebote unterscheiden:
Variante 1
voll gebundene Betreuung
-
Nutzung aller fakultativen Angebote von Schule und Hort
-
Inanspruchnahme der Hort- und Ferienbetreuung
Variante 2
teilweise gebundene Form
-
nur Nutzung der von der Schule realisierten fakultativen Angebote
-
keine Hort- und Ferienbetreuung
Für die Variante 1 sind Hortgebühren entsprechend der Satzung der Landeshauptstadt
zu entrichten.
9. Sicherung der Rechte und Beteiligung der Kinder
Die Grundschule und der Hort sollen als Lebens- und Lernort mit hoher Eigenverantwortung
aller am Bildungsprozess Beteiligten weiter gestaltet werden. Dabei gehen wir auf die neuen,
veränderten Bedingungen der Gesellschaft ein und sehen die Gestaltung eines konzeptionell

11
durchdachten und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Tagesablaufes als
notwendige Konsequenz an.
Kinder haben das Recht auf ihren „Erlebnisraum Kindheit“, in dem sie weder möglichst früh
perfekt sein müssen noch als kleine, unfertige Erwachsene betrachtet und entsprechend
behandelt werden
Kinder dürfen nicht über- aber auch nicht unterfordert werden.
Kinder haben ein Recht auf zeitgemäße Pädagogik, die sich nach ihren Lebensrealitäten
richtet. Sie haben ein Recht darauf, immer dann Hilfe zur eigenen Entwicklung zu
bekommen, wenn sie selbst nicht in der Lage sind, Entwicklungsimpulse aus eigenen Kräften
zu spüren und in Handlungsstrategien umzusetzen.
Gleichzeitig haben Kinder das Recht, mit Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert zu
werden, um auch unbequeme Lernerfahrungen zu machen. Sie
müssen die Chance
erhalten, bedeutsame und prägende Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke aus ihrer
individuellen Erfahrung zu verarbeiten
Dabei sollten sie Menschen um sich haben, die ihnen in ihrer Entwicklung aktiv und
wohlwollend behilflich sind.
Die uns anvertrauten Kinder lernen während des gesamten Tagesablaufes durch
Selbstorganisation im KINDERRAT, Mitbestimmen, Beobachten, Forschen, Ausprobieren,
sinnliche Erfahrungen, Spielen und Gestalten, Fehler ! und Vertrauen in die eigenen Kräfte.
Weitere Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten:
1. Anonyme Nutzung des Kummerbriefkastens im Keller des Hauses
2. Traditionell wöchentlich stattfindende Kinderrunden (Steine-Runden, Morgenkreis,
Wochenend-Runde uä.) in allen Klassen. Teilnahme des Klassenleiters und des
Erziehers.
3. Jede Klasse wählt 2 Kinderratsmitglieder, welche an den 14-tägig stattfindenden
Kinderratsversammlungen teilnehmen. Die Themen bestimmen die Kinder selber bzw. die
Erwachsenen dürfen nach Absprache mit dem Kinderratsvorsitzenden ihre Themen
einbringen. Auf Wunsch der Kinder Teilnahme des Schulleiters und der Hortleiterin.
4. Tägliche Gespräche mit den Kindern in partnerschaftlicher Atmosphäre.
5. Einmal pro Jahr kleine Evaluation in jeder Klasse
6. Evaluation des Gesamtkonzeptes aller 2 Jahre. Dabei extra Fragebogen für die Kinder,
welcher durch die Kinder mit ihren Themen entwickelt wurde.
9. Gesamt-Personalkonzept
Grundlage:
-
Lehrerbedarf entsprechend Bedarfsberechnung für eine Grundschule
-
Horterzieher entsprechend Bedarfsberechnung für einen Schulhort
Alle Pädagogen identifizieren sich mit der inhaltlichen Arbeit unseres Hauses, denn nur
durch ihre engagierte Arbeit ist eine Erreichung unserer gesetzten Ziele erst möglich.
10. Gemeinsame Arbeit von Lehrern und Horterzieherinnen
Um eine effiziente Arbeit zu erreichen, wurde folgendes durch das gesamte Team
beschlossen:
-
beide Kollegien arbeiten gleichberechtigt
-
wöchentliche Absprache innerhalb der Klassenstufenteams und der Leitungen
-
gemeinsame Beratungen in beiden Kollegien
-
Bildung einer gemeinsamen Steuerungsgruppe
-
Bildung von Arbeitsgruppen
-
gegenseitige Hospitationen der pädagogischen Mitarbeiter
-
stundenweiser Einsatz von Erziehern und Erzieherinnen im Unterrichtsprozess
-
Übernahme von Aufgaben im Nachmittagsbereich durch Lehrer

12
-
gemeinsame Fortbildung von Lehrern und Horterziehern
-
Mitarbeit eines jeden Kollegen im Sinne des Multiplikatoren-Prinzips
-
Verlässliche Ansprechbarkeit der Pädagogen
11. Zusammenarbeit mit den Eltern
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Information der Eltern, den
wichtigsten Partner für Schule und Hort, sind auf allen Ebenen weiter zu gestalten.
Unsere
vertrauensvolle
Zusammenarbeit
ist
durch
einen
regelmäßigen
Dialog
gekennzeichnet. Dabei stehen Eltern und pädagogische Fachkräfte in einem Verhältnis der
Erziehungspartnerschaft.
Eltern können an allen Entscheidungen welche im Rahmen der Ganztagsbetreuung ihrer
Kinder getroffen werden, beteiligt sein. Dazu gibt es einen von den Eltern gewählten
Elternrat, welcher die Interessen aller Eltern in Schule und Hort vertritt.
Gemeinsam werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
-
zeitnahe Information über den Entwicklungsstand der Kinder
-
Beratungsmöglichkeiten zur Klärung sozialer Probleme
-
Einbeziehung in die Vorbereitung und Durchführung von Vorhaben der Klassen, der
Schule und des Hortes
-
Einbeziehung in die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Evaluation in unserem
Haus
-
Gestaltung von Elterntreffs mit inhaltlichen Themen
-
Intensivierung der Arbeit innerhalb der Mitwirkungsgremien
-
gemeinsame langfristige Beratung für die Eltern der zukünftigen Schulanfänger durch
pädagogische Mitarbeiter von Schule und Hort
12. Kooperation und Vernetzung
Innerhalb der Zusammenarbeit von Hort und Schule in unserem Haus werden folgende
Partner in den ganztägigen Prozess einbezogen:
-
Servicestelle „Ganztägig lernen“
-
Dresden Titans
-
SG Dynamo Dresden e.V.
-
Schachclub „Ran ans Brett e.V.“
Weitere Anbieter werden je nach Erfordernis gesucht und eingebunden. Dies betrifft
insbesondere solche Angebote, die durch die Mitarbeiterinnen von Schule und Hort nicht
abgedeckt werden können.
Unsere Schule und der Hort sind offen für wissenschaftliche Untersuchungen und geben
Möglichkeiten zu deren Erprobung. Die Zusammenarbeit mit der TU Dresden und anderen
berufsbildenden Schulen im Bereich der Praktikumsbetreuung wird fortgeführt.
Zwischen der Evangelischen Hochschule und dem Integrationshort besteht ein
Kooperationsvertrag. Der Hort übernimmt für die Hochschule den Lernbereich Praxis.
Des Weiteren haben die Schule und der Integrationshort Kooperationsverträge mit fünf
Kindertageseinrichtungen im näheren Umfeld in Striesen/ Blasewitz. Dadurch möchten wir
für die Kinder einen optimalen Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule und
den Hort gewährleisten. Regelmäßige Treffen und gegenseitige Hospitationen sind dabei
sehr wichtig.
13. Raumnutzungskonzept
Alle Räume werden in das Konzept einbezogen und entsprechend der Klassenzahl in
Doppelnutzung von Schule und Hort geplant
14. Aufnahme von Schülern
Jährlich können bis zu drei Klassen mit bis zu 28 Schülern (Integrationsklassen 25 Schüler)
aufgenommen werden.

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Die Eltern der Schulanfänger werden unmittelbar vor der Schulanmeldung in einem
Informationselternabend im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ über das Schul- und
Hortkonzept,
die
Inhalte
und
Möglichkeiten
der
Ganztagsbetreuung
sowie
das
Aufnahmeprocedere beraten.
Es wird allen Eltern nahe gelegt, ihre Kinder im Hort anzumelden, um eine ganztägige
Bildung und Erziehung zu gewährleisten.
Die Aufnahmekapazität des Hortes orientiert sich an den Klassenstärken und ist in der
Betriebserlaubnis festgelegt.
Schlusswort
Wir wissen, dass jedes Kind etwas lernen und leisten will. Das zeigt es durch Lernneugierde,
konkurrierendes Verhalten und viele, viele Fragen. Das Kind bringt seine Erfahrungen,
Leistungen, Anregungen in das tägliche Leben ein. Seine Reaktionen, Aktionen, Ideen, sein
Forschergeist und seine spezifischen Fähigkeiten sind doch die Potenziale, aus denen wir
pädagogischen Fachkräfte aus Schule und Hort unsere inhaltliche Arbeit ableiten können
und müssen.
Daraus ergibt sich für uns zwangsläufig die Schlussfolgerung, dass eine Zusammenarbeit
von Schule und Hort eine unabdingbare Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige
Bildung und Erziehung ist.
Nur so erreichen wir gemeinsam das Ziel, nach neuestem wissenschaftlichem Standard zu
arbeiten und damit die Erwartungen und Ansprüche, welche Kinder, Eltern, aber auch wir
selbst an unsere gemeinsame Arbeit haben, erfüllen zu können.
11.10.17