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Ergebnispräsentation
zur wissenschaftlichen Begleitung des Projektes
Praxisberater an Schulen“
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Kontakt
Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Professur Erziehungswissenschaft
09107 Chemnitz
E-Mail:
lisa.maxelon@phil.tu-chemnitz.de
Tel:
0371
531 33835

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Wissenschaftliche Begleitung zum Projekt
Praxisberater an Schulen“
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Auftraggeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Projektleitung:
Prof. Dr. Robert Kreitz
Projektumsetzung:
Dipl.-Soz. Frank Beier, Lisa Maxelon, M.A.
Hanan Fischer (stud. Hilfskraft)
Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes
Praxisberater an Schulen“

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Praxisberater an Schulen“
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Laufzeit:
12/2014
12/2015
Inhalt:
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des
Projekts „Praxisberater an Schulen“
Ziel:
Informationen über Umsetzung und Effekte des Projekts,
Art und Umfang der Tätigkeit des Praxisberaters,
hemmende und fördernde Faktoren der
Projektumsetzung, Transferaussagen
Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes
Praxisberater an Schulen“

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Wissenschaftliche Begleitung zum Projekt
Praxisberater an Schulen“
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Teil I und II - Quantitative und qualitative Erhebungen
Befragung der Praxisberater, Schulleiter und Berufsberater
(Vollerhebung)
Befragung von Klassenlehrern, Schülern und Eltern (Zufallsauswahl)
Umsetzung

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Teil III - Prozessbegleitende Evaluation
Teilnehmende Beobachtungen
Hintergrundgespräche mit Praxisberatern und Schulleitern
Inhaltsanalysen von Schuldokumenten und Entwicklungsplänen
Umsetzung

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Profil der am Projekt teilnehmenden Schulen (2014/15)
in Prozent
(Anzahl der Schulen)
Größe der Schule:
Kleinere Schule (bis 230 Schüler)
20,0
(9)
Mittelgroße Schule (>230 bis 350 Schüler)
46,7
(21)
Große Schule (>351 bis 500 Schüler)
33,3
(15)
Gesamt
100,0
(45)
Anzahl d. 7. Klassen: Keine Klasse
2,0
(1)
Einzügig
14,0
(7)
Zweizügig
56,0
(28)
Dreizügig
24,0
(12)
Vierzügig
4,0
(2)
Gesamt
100,0
(50)
Anzahl d. 8. Klassen: Einzügig
8,0
(4)
Zweizügig
56,0
(28)
Dreizügig
28,0
(14)
Vierzügig
8,0
(4)
Gesamt
100,0
(50)
Durchschnittliche Anzahl der Schüler in der 7. u. 8. Klasse
110 (MW)
(45)

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Wissenschaftliche Begleitung zum Projekt „Praxisberater an Schulen“
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Teil I + II
Quantitative und qualitative Erhebungen

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70,8% der Praxisberater sind Frauen
30% sind zwischen 22 und 29 Jahre
30% zwischen 30 und 49 Jahre alt
40% sind 50 Jahre und älter
Mehr als 50% haben einen universitären Hochschulabschluss (Master/Diplom), 20%
Bachelorabschluss, 10% Meistertitel
Qualifikation hauptsächlich in pädagogischen oder sozialpädagogischen Fachrichtungen
Schulleiter und Berufsberater schätzen die Qualifikation der Praxisberater als hinreichend
für ihre Aufgaben ein
Praxisberater schätzen ihre Tätigkeit als ihrer Ausbildung entsprechend ein
Das Nettoeinkommen liegt jeweils zur Hälfte zwischen 1.000
und 1.400
bzw.
zwischen 1.400
und 1800 €.
Die Situation der Praxisberater

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Erwartungen und Motive der Akteure
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
70,0
Schulleiter
Klassenlehrer
Berufsberater
Eltern
Praxisberater
Sehr wichtig
Wichtig
Teils, teils
Weniger wichtig
Unwichtig
Frage 1: Für wie wichtig halten Sie es, dass Schüler bereits ab der Klassenstufe 7 in der
Berufsorientierung unterstützt werden?

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An 12 Schulen wechselte der Praxisberater innerhalb von 15 Monaten
Verzögerungen im Projektverlauf, jedoch nicht immer negativ zu
bewerten
Schulleiter wünschen Beteiligung bei Praxisberater-Auswahl
Wechsel führte oftmals zu Verbesserung der Kommunikation zwischen
Schulleitung und Praxisberater
Praxisberaterwechsel
Auszug aus Schulleiter-Fragebogen:
„Mit dem erneuten Wechsel des Praxisberaters […] erlebte
unsere Berufsorientierung einen starken
Aufschwung.“

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1.
Information des Kollegiums vor bzw. während Bewerbungsphase durch
Schulleitung,
2.
Vorstellung des Praxisberaters bei der Schulleitung,
3.
Beziehen der bereitgestellten Räumlichkeiten, Schaffen der technischen
Voraussetzungen,
4.
(Selbst-)Vorstellung des Praxisberaters im Lehrerkollegium mit Konzept,
Zielen und Schwerpunkten der Arbeit,
5.
Information zu Konzept, Zielen sowie Vorgehen für die Eltern und Schüler
6.
Planung der Arbeit in enger Abstimmung mit relevanten Akteuren.
Anlaufphase des Projektes an den Schulen

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Durchführung des Potenzialanalyseverfahrens,
Durchführung von Auswertungs- und Entwicklungsgesprächen,
Erstellung und Fortschreibung eines individuellen Entwicklungsplans,
Dokumentation und Ergebnissicherung der individuellen Maßnahmen
unter Verwendung des Berufswahlpasses,
Durchführung optionaler Module im Kontext des BO-Konzepts der
Schule, Besuch von BO-Messen etc.,
„übergreifende“ Aufgaben (Abstimmungsgespräche, Kooperationen,
Netzwerkarbeit, …)
Aktivitäten des Praxisberaters

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Mehr als 50% der Arbeitszeit für
Durchführung und Auswertung der Potenzialanalyse,
Erstellung der Entwicklungspläne und
Schüler- und Elterngespräche.
Modularbeit und Netzwerkarbeit mit externen Akteuren
haben einen vergleichsweise geringen Stellenwert
Zeitlicher Umfang der Aktivitäten des Praxisberaters
Anteile einzelner Aktivitäten an der Gesamtarbeitszeit (in Prozent)
Durchführung und Auswertung der Potenzialanalyse
16,8%
Erstellung von Entwicklungsplänen
17,2%
Schüler- und Elterngespräche
22,4%
Durchführung optionaler Module
14,8%
Netzwerkarbeit mit externen Akteuren
13,0%

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Elterliche Präferenzen für Berufswahl der Kinder
Abweichung von der gegenwärtigen Beschäftigtenstruktur
Können sich weiteres Spektrum an Berufen für ihre Kinder vorstellen: sozialer,
naturwissenschaftlich-technischer oder kreativer
Thematische Interessen
Welche Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat das Kind angesichts seines
aktuellen Leistungsstandes?
Welche Betriebe bieten Praktika und welche Berufe können dort erlernt werden?
Engagement gegenüber Desinteresse der Eltern an der beruflicher
Orientierung der Kinder
Die Sicht der Eltern

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Fast alle Eltern haben der Teilnahme an der Potenzialanalyse
zugestimmt
Bei Nicht-Zustimmung konnten die Praxisberater die Eltern meistens in
persönlichen Gesprächen umstimmen
Wenn die Zustimmung der Eltern nicht vorlag, nahmen Schüler i.d.R.
am Unterricht (einer Parallelklasse) teil
Potenzialanalysen
- Zustimmung der Eltern -
Auszug aus Praxisberater-Fragebogen:
„Lediglich ein Elternhaus war skeptisch und lehnte die
Einverständniserklärung ab. Nach Begründung der Durchführung
und weiterer Schritte erteilten die Eltern das Einverständnis.“

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Potenzialanalysen
- Rückmeldung der Schüler zu den Aufgaben -
Klassenstufe 7
Klassenstufe 8
Positive Aspekte
Gesamt
Gesamt
in %
(n)
in %
(n)
Alles war positiv
4,7
(8)
4,9
(7)
Drei Kartenhäuser (Aufgabe)
6,4
(11)
1,4
(2)
Werbeplakat (Aufgabe)
7,6
(13)
2,1
(3)
Haus (Aufgabe)
5,3
(9)
4,9
(7)
Kräutersalz (Aufgabe)
4,7
(8)
7,7
(11)
Zusammenarbeit mit anderen
21,1
(36)
19,0
(27)
Erfahrung eigener Stärken
6,4
(11)
7,7
(11)
Gruppenarbeit
18,1
(31)
15,5
(22)
kreative Arbeit
4,1
(7)
5,6
(8)
Aufgabenvielfalt
5,3
(9)
3,5
(5)
Frage 11/Frage 13: Was hat dir an der Potenzialanalyse am besten gefallen?

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Potenzialanalysen
- Rückmeldung der Schüler zu den Aufgaben -
Klassenstufe 7
Klassenstufe 8
Negative Aspekte
Gesamt
Gesamt
in %
(n)
in %
(n)
Alles war negativ
3,2
(4)
9,5
(10)
Draht biegen (Aufgabe)
6,3
(8)
1,0
(1)
Zusammenarbeit mit anderen
7,1
(9)
5,7
(6)
(Nicht-)Erfüllung der Aufgaben
4,8
(6)
7,6
(8)
Gruppenarbeit
4,0
(5)
5,7
(6)
Kreative Arbeit
6,3
(8)
1,9
(2)
Aufgabenniveau
2,4
(3)
4,8
(5)
Zeiteinteilung
7,1
(9)
3,8
(4)
Auswertung/Ergebnis
,0
(0)
6,7
(7)
Frage 11/Frage 13: Was hat dir an der Potenzialanalyse nicht gefallen?

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Potenzialanalysen
- Einschätzung durch die Schüler-
Klassenstufe (Befragung Sachsen)
Vergleich:
Klassenstufe 7
Klassenstufe 8
Niedersachsen
MW
(n)
MW
(n)
MW
Mir hat es gut gefallen, an der
Potenzialanalyse teilzunehmen.
2,0
(232)
2,7
(217)
3,35
Ich konnte die Aufgaben, Tests und
Fragebögen gut bearbeiten.
2,3
(232)
2,3
(215)
3,09
Ich konnte in den Aufgaben und Tests zeigen,
was ich kann.
2,4
(231)
2,4
(216)
3,30
Mir haben die Aufgaben, Tests und Fragebögen
Spaß gemacht.
2,4
(232)
3,0
(216)
3,55
Die Potenzialanalyse hilft mir dabei, meine
Stärken und Schwächen herauszufinden.
2,4
(232)
2,7
(215)
3,31
Mir hat es Spaß gemacht, die Aufgaben in der
Gruppe zu lösen.
2,1
(231)
2,4
(214)
Frage 10/Frage 12: Bitte kreuze an, inwieweit du den folgenden Aussagen zustimmst.
(Skala von 1
= „Trifft voll und ganz zu“ bis 7 = „Trifft gar nicht zu“)

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Durchschnittliche Dauer zwischen 40 und 50 Minuten
Auswertungs- und Entwicklungsgespräche von den Schülern nicht
durchweg positiv beurteilt
Eltern bewerten das Entwicklungsgespräch besser, je mehr sie ihre
persönlichen Einschätzungen berücksichtigt finden
Klassenlehrer nehmen häufig nicht an Entwicklungsgesprächen teil,
sondern zeichnen den Entwicklungsplan nur gegen, Teilnahme vor
allem bei „Problemfällen“
Auswertungs- und Entwicklungsgespräche

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1/4 der Achtklässler und 1/6 der Siebtklässler gibt an, den
Entwicklungsplan nicht zu verstehen.
Mehrheit der Schüler schaut nur einmal im Jahr oder seltener in den
Entwicklungsplan.
Berufsberater wünschen sich „kurze
Anmerkungen zur Persönlichkeit
des
Schülers“, zu beruflichen Vorstellungen und praktischen
Erfahrungen
Fortschreibung der Entwicklungspläne lediglich an kleinen Schulen mit
einer begrenzten Schülerzahl möglich.
Entwicklungspläne

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Module zur Berufs- und Studienorientierung
Modul 1
Modul 2
Modul 3
Modul 4
Modul 5
Anzahl der Schulen, an denen das Modul
angeboten wird
11
9
4
40
32
Anzahl der Schulen, an denen Schüler der
Klassenstufe … teilnehmen.
Klassenstufe 7
4
4
2
16
9
Klassenstufe 8
9
5
3
37
30
Durchschnittliche Gesamtzahl
teilnehmender Schülerinnen und Schüler
60
18
58
15
49
Anzahl der Module pro Schule:
1
5
4
1
9
12
2
3
1
1
4
8
3
-
1
6
2
4
-
-
4
4
1
5
-
-
-
4
1
Mehr als 5 Module
1
-
-
6
3
Modul 1:
Schüler-Praxis-Center kooperativ
Modul 2:
Schülerfirma
Modul 3:
Soziokulturelle Berufsorientierung
Modul 4:
Zusätzliche Betriebspraktika
Modul 5:
Erkundungen im beruflichen Schulzentrum

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Ergebnisse und Erträge des Projektes
I.
Die Schüler haben erfahren, wie wichtig es ist, sich frühzeitig
über Berufsmöglichkeiten zu informieren.
II.
Die Schüler haben durch den Praxisberater verschiedene
Berufsfelder kennengelernt.
III.
Die Kontakte der Schule zu Betrieben und Firmen konnte
ausgebaut werden.
IV.
Der BO-Lehrer wurde durch die Arbeit des Praxisberaters
wesentlich unterstützt.
V.
Schüler haben ihre Stärken besser kennengelernt.
VI.
Angebote zur Berufsorientierung konnten dank des
Praxisberaters individueller gestaltet werden.
VII. Die Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Schule hat sich
verbessert.
VIII. Der Klassenlehrer wurde durch die Arbeit des Praxisberaters
unterstützt.
Frage 13 im Schulleiterfragebogen: Welchen Nutzen hatte Ihrer Meinung nach bislang das Projekt für Ihre Schule?
Skala von 1 = „Trifft voll und ganz zu“ bis 5 = „Trifft überhaupt nicht zu“
1,5
1,6
1,3
1,4
1,6
1,7
2,9
1,6
1,6
1,8
1,6
1,6
1,9
1,6
2,5
2,0
1,8
1,9
2,4
1,9
1,7
2,0
2,9
2,3
1,7
1,8
1,8
1,6
1,8
1,8
2,7
2,0
1,2
1,4
1,6
1,8
2,0
2,2
2,4
2,6
2,8
3,0
Mittelwerte
Kleinere Schule (bis 230 Schüler)
Mittelgroße Schule (>230 bis 350
Schüler)
Große Schule (>351 bis 500 Schüler)
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII

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Schulleiter würden das Projekt weiterempfehlen, Nutzen jedoch
abhängig von der Größe der Schule
Klassenlehrer wünschen sich Weiterführung des Projektes
Schulleiter und Klassenlehrer wünschen sich Ausweitung auf Klasse 9
Berufsberater zeichnen ambivalentes Bild: bewerten Praxisberatung
positiv, kritisieren aber die Vielfalt der Akteure und Überschneidung von
Aufgabenbereichen
Eltern stellen positive Veränderungen der Verhaltensweisen ihrer
Kinder fest
Schüler bewerten das Potenzialanalyseverfahren deutlich positiver als
bei vergleichbarer Untersuchung in Niedersachsen
Ergebnisse und Erträge

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Teil III
Prozessbegleitende Evaluation

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Schuljahr 2014/2015
5 ausgewählte Projektschulen
Schule
Anzahl…
Pestalozzi-
Oberschule
Hartha
A.-Kießling-
Oberschule
Königsbrück
Achatschule
St. Egidien
121.
Oberschule
Dresden
Oberschule
Brandis
der Schüler
160
176
205
403
454
… der Lehrer
13
18
24
36
40
… der durch
PB betreuten
Klassen
1
2
4
5
7

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Unterschiedliche Verfahren der Integration der Potenzialanalyse in die
schulische Zeitstruktur:
Anpassung an Unterrichts- und Pausenzeiten
Herauslösung aus schulischer Zeitstruktur
Empfehlung:
Sensibilisierung der Praxisberater auf standardisierte Durchführung
Relevanz der Raumauswahl
Hinweise für Schüler und Lehrer
Zeitstruktur der Potenzialanalyse

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„Bewusstmachen“ der Bedeutung der Potenzialanalyse
Sensibilisierung der Schüler auf Kompetenzmerkmale
Empfehlung:
Detaillierte Erläuterung des Verfahrens und dessen (langfristigen) Nutzen
Wiederholung der Bedeutung der Kompetenzmerkmale in der Testsituation
Einführung der Schüler in die Potenzialanalyse
Auszug aus Beobachtungsprotokoll:
M2 sagt, dass der Gruppe noch 12 Minuten für die Aufgabenbearbeitung
bleiben. M1 erwidert: „Das können wir noch schaffen!“, woraufhin M2 sagt,
dass die Gruppe es schaffen muss. M1 bestätigt M2 und sagt: „Es geht um
unseren Beruf!“

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Etablierung und Aufrechterhaltung der Beobachterrolle
Explizite Abwehr und implizites Aufrechterhalten schulischer
Handlungsmuster
Empfehlung:
Klare Etablierung der Rolle des Praxisberaters vor Beginn der Testverfahren
Klare Abgrenzung von schulischen Strukturen und Verhaltensweisen
Die Rolle der Praxisberater
Auszug aus Beobachtungsprotokoll (Aufgabe Turmbau):
Die Schüler legen abwechselnd die Streichhölzer auf den Flaschenhals,
nachdem der Turm erneut zusammengebrochen ist. M1 sagt: „Wir hätten
fragen sollen, ob die Spieltechnik nochmal geändert werden kann. M3
erwidert: „Zu spät!“

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Paradox: Ergebnisorientierung der Schüler gegenüber
Verlaufsorientierung der Praxisberater
„Konkurrenz“ zwischen Schülergruppen
„Abgeben“ vs. Vernichten der Ergebnisse
Einfordern einer Einschätzung
Empfehlung:
Sensibilisierung der Schüler auf deren Performanz bei gleichzeitiger
Wertschätzung der Arbeitsergebnisse (z.B. Möglichkeit der Mitnahme /
Aufbewahrung)
Ergebnisorientierung der Schüler

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Einfluss der Gruppeneinteilung
Zufällig vs. intentional (z.B. Beachtung von Freundschaften)
Bekanntheit der Schüler untereinander
Aufgabenauswahl anhand der Gruppeneinteilung
Haupt- vs. Realschule
Mädchen vs. Jungen
Empfehlung:
Beachtung (pubertärer) Aushandlungsprozesse
Auf Gleichwertigkeit der Aufgaben sensibilisieren (Schulung)
Zusammenstellung der Schülergruppen und Auswahl der
Aufgaben

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Anpassung an die organisatorischen Bedingungen je Schule
Verkürzung der Beurteilung der Tandempartner
Zeitliche Ausdehnung des Rückmeldeverfahrens über teilweise mehrere Monate
Zusammenziehen von Auswertungs- und Entwicklungsgesprächen
Empfehlung:
Prüfen der Möglichkeit von zwei Praxisberatern an einer Schule
Prüfen der Notwendigkeit einer flächendeckenden Potenzialanalyse
Auswertungs- und Rückmeldeverfahren

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Zeitpunkt der Erstellung der Entwicklungspläne
Vor, während bzw. nach den Gesprächen
Organisationsaufwand
Form und Inhalt der Entwicklungspläne
Einseitig vs. mehrseitig
Konkrete vs. abstrakte Handlungs- und Zielformulierungen
Überprüfung der formulierten Ziele
Fortschreibungsgespräche
Integration der Überprüfung in den Entwicklungsplan
Empfehlungen
Mit Zielstellungen und Maßnahmen Kompetenzmerkmale fokussieren
Individuelle und konkret formulierte Handlungsanweisungen
Entwicklungspläne

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An der Schuljahresplanung orientierter Projektbeginn
Sensibilisierung der Praxisberater für die standardisierte Durchführung
des Testverfahrens
Überarbeitung der Testaufgaben
Eltern als zentrale Netzwerkpartner gewinnen
Innerschulisches Netzwerk ausbauen
Weiterführende Transferaussagen

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„Curriculare Ordnung“ der Berufsorientierung an Oberschulen
Abstimmung der Zuständigkeiten zwischen Praxisberater und
Berufsberater
Ausdehnung des Projektes auf Klasse 9 und 10
Frage: Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien
Weiterführende Transferaussagen

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