image
image
 
Runoff - Reduktionsmaßnahmen
Gewässersymposium
27.9.2016
Manfred Röttele

image
image
 
Im Prinzip gibt es nur 2 Möglichkeiten
Runoff zu reduzieren
Infiltration von Wasser erhöhen
Sedimente zurückhalten

image
image
 
Was können wir beeinflussen?
Wetter
dynamik
Niederschläge
Nicht vorhersagbar
für spezielles Feld
Landschaft :
+ / - stabil
Boden, Hangneigung, Hydrologie,
Landnutzung
Bodenbearbeitung
Bodenstruktur
Kultur
Fruchtfolge
Feld / Landschafts-
management
Wir können im wesentlichen nur die Landnutzung beeinflußen

image
image
image
image
image
image
image
image
 
Priorität 1. Runoff - Vermeidung im Feld
Maßnahmen im Feld
Erhöhung der Wasserinfiltration
reduzierte Bodenbearbeitung
Bodenverdichtungen aufbrechen
mehr organische Substanz
Bodenaggregate stabilsieren (CA)
Wasserfluß verlangsamen
rauhes Saatbett /Barrieren
Bodenbedeckung
anlegen /management von
Fahrgassen
entlang der Höhenlinien arbeiten
Nutzen von Puffern im Feld
Wasser verbrauchen
Zwischfrüchte anbauen

image
image
image
image
image
image
image
image
 
Priorität 2. Vermeide Runoff ausserhalb des
Feldes
Erhöhung Wasserinfiltration und
Zurückhalten von Bodenpartikeln
Vegetative Puffer
Graspuffer (permanent / zeitweise
Gras + Hecken
Fruchtfolge optimieren
Kulturpflanzen als Puffer nutzen
(Reihenkulturen + Flächenkulturen)
Fascinen anlegen
Feldgrößen anpassen
Fruchfolge im Einzugsgebiet
optimieren
Einrichtung von Barrieren in und
außerhalb der Kultur
Terrassen anlegen

image
image
image
image
image
image
image
image
image
 
Priorität 3. Runoff im Einzugsgebiet zurückhalten
Reduktionsmaßnahmen im Einzugsgebiet
Anlage von Rückhalte Strukturen
Entwicklung natürlicher
Auffangbecken
(Wasserinfiltration,
Wasserevaporation,
PSM - Abbau)
Bewachsene Kanäle nutzen um
Runoff zu sammeln und zeit-
weise zurückhalten
Künstlich Rückhaltebecken
anlegen

image
image
 
Spezifisch für PSM
• Das Risiko für PSM Einträge in Wasser wird wesentlich beeinflußt
durch die Zeit zwischen Applikation und Regenereignis. Eintragsrisiko
ist erheblich verringert je länger das
Zeitintervall
ist
• Je länger PSM in direktem Kontakt mit dem Boden sind desto mehr
kann
biologisch abgebaut
werden.
• PSM transfer in Oberflächenwasser ist abhängig von den
chemischen / physikalischen
Eigenschaften des PSM
.
-Wasserlöslichkeit (Transfer hauptsächlich mit Wasser)
- Absorption an Bodenpartikel (Transfer hauptsächlich mit
Bodenpartikeln)
• Einträge durch
Drainagen sind ein Spezialfall
von Runoff (Drainage
verhindert Oberflächenabfluß / Abfluß Unterboden)
Maßnahmen zur Reduktion von PSM Einträgen in Wasser reduzieren
auch Einträge von N und P

image
image
image
image
image
 
Runoff gestörte Infiltration (Bodenverschlämmu

image
image
image
image
 
Runoff durch > Wassersättigung

image
image
image
image
image
image
 
Runoff in Fahrspuren und Furchen
Spritzerosion
Abschwemmungen und Sedimentierung
Furche im Talweg
Anzeichen für Runoff
Bild Cemagref

image
image
image
image
image
 
Anzeichen für Sedimentablagerungen
Pictures: Unito, Arvalis, IRSTEA

image
image
image
 
Runoff / Erosion gibt es nicht nur bei hängigem Gelände
Konzentrierter Runoff
Wasser akkumuliert im
Feld und bildet einen
Wasserstrom.
Anzeichen von
konzentriertem Wasser-
abfluß erfordern immer
Reduktionsmaßnahmen.
Konzentrierter Abfluß von
Wasser ist meist
verbunden mit
Bodenverlagerung
(Erosion)
Picture: R.Poulsen DAAS, DK

image
image
image
image
image
 
Pictures: JMM - ARVALIS
Anzeichen von Erosion zeigen konzentrierten
Wasserabfluß und verlangen immer Reduktions-
maßnahmen.
Konzentrierter Runoff

image
image
 
Runoffrisiko Vleterbeek catchment (BE)
1. Runoffrisiko wegen gestörter Infiltration

image
image
 
Runoffrisiko Vleterbeek catchment (BE)
2. Runoffrisiko durch Wassersättigung

image
image
 
Werkzeugkasten
Maßnahmen zur Runoff – Vermeidung
angepasst und praktisch
Bodenbearbeitung
Anbaupraxis
Vegetative Puffer
Rückhaltestrukturen
Angepasster Einsatz
von PSM
Optimierte Beregnung
• Reduzierte Bearbeitung
• Fahrgassen Management
• Rauhes Saatbeet
• Barrieren im Feld
• Oberflächenverdichtung vermeiden
• Unterbodenverdichtung vermeiden
• Bearbeitung entlang Höhenlinien
• Fruchtfolge
• Streifenanbau (W/S)
• Vergrößerte Vorgewende
• Einjährige Zwischenfrüchte
• Mehrjährige Bodenbedeckung
• Erhöhung der Saatstärke
• Puffer im Feld
• Talweg Puffer
• Puffer entlang Gewässer
• Puffer am Feldende
• Verdichtung Feldzugang vermeiden
• Hecken anlegen / pflegen
• Gehölze anlegen /pflegen
• Barrieren am Feldrand
• Bewachsene Kanäle
• Auffangbecken anlegen
• Faschinen / Wasser verteilen
• Applikationstermin anpassen
• Optimierte saisonale
Anwendung
• Angepasste Produktwahl / Dosierung
• Angepasste Technik
• Optimierter Termin und Menge
16

image
image
 
Auswahl angepasster Maßnahmen
Allgemeine Maßnahmen
Sehr geringes
Risiko
Hohes Risiko
Mittleres
Risiko
Empfehlungen müssen zum Standort und zum Betrieb passen
geringes
Risiko

image
image
image
image
 
Aufbrechen von Bodenverkrustungen
Mais– verkrusteter Boden
Mais – Aufbrechen der Kruste
18

image
image
image
 
Rauhes Saatbett

image
image
image
 
Bodenbedeckung

image
image
image
 
Reduziert Bodenbearbeitung

image
image
image
image
 
Fahrgassen lockern

image
image
 
Faschinen effektiv zur Verteilung und
Verlangsamung des Wasserflusses

image
image
 
Barrieren bauen zur Verlangsamung des
Wasserflusses und zur Erhöhung der Infiltration

image
image
image
 
Vegetative Pufferstreifen
Hanglänge
Hangform
Talweg
Natürliche Puffer
Feldgrößen
Talweg
Gewässerrand-
streifen
Feldpuffer
Puffer zwischen Feld und Weg
Wiese entlang eines
Talwegs
Talweg Puffer
Puffer am
Feldende
Entlang
des
Weges
Talweg Puffer
Feldpuffer
Graphic CORPEN

image
image
 
Pufferstreifen / Reflektionen
Was soll mit dem Puffer erreicht werden?
Wasserschutz / Biodiversität / sonstige Ziele?
Gewässerrandstreifen für den Wasserschutz
Infiltration am Gewässerrand oft am geringsten
(Wassersättigung)
Effektive Pufferstreifen müssen gepflegt werden
Kompaktierung vermeiden; Vegetation sollte nicht zu hoch
sein (< 30 cm) / 1-2 x mähen.
Pufferstreifen im Feld oft wirksamer
Können Landwirte entschädigt werden ?

image
image
 
Anlage nicht permanenter Puffer:
Gerste im Maisfeld

image
image
image
 
28
Doppelte Saatstärke in Talweg:

image
image
image
 
Pufferstreifen entlang eines Gewässers

image
image
image
 
Picture:USDA
Pufferstreifen in Talwegen

image
image
image
image
 
Drainage
Drainagesysteme transportieren Überschußwasser aus dem Feld

image
image
 
Drainage von Überschußwasser
Ausfluß aus Drainage während Wassersättigung des
Bodens (Spätherbst / Frühjahr)
Lokale Wetterstationen liefern Daten zur Wassersättigung
des Bodens
Prüfen Sie vor Applikationen ob Drainage läuft.
Wichtig: Drainagewasser wird üblicherweise aus dem Feld geleitet.
Reduktionsmaßnahmen fokussieren sich deshalb auf Maßnahmen außerhalb
des Feldes (Rückhaltestrukturen).
Das Risiko der Wasserkontamination durch PSM ist geringer als bei direkten
Feldabfluß da durch die Wasserbewegung im Boden die
Abflußgeschwindigkeit reduziert wird und die längere Verweilzeit im Boden zu
einen erhöhten Abbau von PSM führt.
Weitere Optionen sind die Applikationszeiten am Drainagefluß auszurichten
(Applikation nach Drainageperiode)

image
image
image
 
Drainagefluß hängt ab von Wassersättigung
des Bodens
Beispiel: Western France (La Jaillière) 1993 / 1994
Drainagefluß
Jan bis Ende März
Drainagefluß
Frühsommer ( Jun)
Vermeiden Sie Applikationen von PSM während der Boden
wassergesättigt ist

image
image
image
 
Einträge von PSM in
Oberflächengewässer durch
Runoff und Erosion können
wir nicht komplett
verhindern
aber wir können diese
erheblich reduzieren durch
angepasste
Reduktionsmaßnahmen
Bessere Wasserschutz beginnt in unseren Köpfen

image
image
 
Vielen Dank
fürs zuhören