Stand:
28.06.2019
Rahmenbedingungen zum 54. Länderübergreifenden Ringversuch – KW-Index in Ab-
wasser, Oktober 2019
Zu bestimmende Parameter
KW-Index
Matrix
filtriertes und pasteurisiertes Trink- oder Grundwasser
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird vom Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg (Federführung) und der
AQS Baden-Württemberg durchgeführt. Eine Aufteilung der Teilnehmer erfolgt nach Vorlie-
gen sämtlicher Anmeldungen. Über Ihren zuständigen Veranstalter werden Sie zeitnah in-
formiert.
Termine
Anmeldung bis:
02. August 2019
Probenverteilung:
14. Oktober 2019
Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft
:
15. Oktober 2019
Eintreffen der Proben im Labor spätestens 12:00 Uhr
Analytik bis:
25. Oktober 2019
Ergebnisabgabe: bis 08. November 2019, 24:00 Uhr, schriftlich (Post, Fax) beim
Veranstalter, Achtung! Ausschlussfrist, Eingangsdatum entscheidet! Später
eingehende Werte werden nicht akzeptiert!
Die Anmeldungen erfolgen zentral beim
Institut für Hygiene und Umwelt
Marckmannstraße 129 b
20539 Hamburg
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Herrn Marten Fischer
Tel.: 040-42845-3722
Dr. Elke Beintner
Tel.: 040-42845-3645
Fax: 040 4279 48866
E-Mail: ringversuche@hu.hamburg.de

 
Stand:
28.06.2019
Nach dem Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung des Einganges Ihrer
verbindlichen Registrierung per E-Mail
.
Erst dann ist Ihre Anmeldung rechtsverbindlich.
Sollten Sie keine Bestätigung erhalten, ist Ihre Anmeldung nicht eingegangen.
Von dem für Sie zuständigen Veranstalter werden Sie ca. 4 Wochen nach Anmeldeschluss
ein Schreiben erhalten. Erst dadurch kommt mit dem jeweiligen Veranstalter ein
rechtsgültiger Vertrag zustande.
Sollte nach Anmeldung zum
54.
LÜRV bis 5 Wochen vor Probenverteilung (s. u.) kein
weiteres Schreiben oder E-Mails bei Ihnen eingegangen sein, melden Sie sich bitte beim
Institut für Hygiene und Umwelt
.
Probendetails
Jeder Teilnehmer erhält 3 x 2 Proben in je 1000 ml Enghalsklarglasflaschen mit
Schliffstopfen. Die Konservierung erfolgt durch HCl (pH 2,1) und Kühlung.
Zugelassene Analysenverfahren
Parameter
Methode Untersuchungsverfahren nach Fachmodul Wasser
vom 13.11.2015:
KW-Index FM Tb. 6 DIN EN ISO 9377-2: 2001-07 (H 53)
Die Wahl der Analysenverfahren kann ggf. durch länderspezifische Regelungen weiter
eingeschränkt sein (s. u.).
Andere Analysenverfahren sind nicht zugelassen und ihre Anwendung führt zu einer negati-
ven Bewertung
.
Arbeitsbereich
Bei der Auswahl der Verfahren ist sicherzustellen, dass für das angewandte
Analysenverfahren eine untere Grenze des Arbeitsbereichs von 0,1 mg/l erreicht wird.
Konzentrationen
In den Ringversuchsproben können Konzentrationen enthalten sein, die deutlich über den
Konzentrationen in Routineproben liegen. Gemäß DIN EN ISO/IEC 17043 muss der
Ringversuchsveranstalter angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu Verhinderung der
Fälschung von Ergebnissen treffen. Dazu muss das Verhältnis aus dem gesamten
Konzentrationsbereich und den Toleranzbereichen ausreichend groß sein.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst
wie Routineproben
zu untersuchen
(im eigenen Labor, mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Untervergabe der
Analytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhalten.
Die Proben sind in der Zeit vom 15.10.2019 bis zum 25.10.2019 zu untersuchen

 
Stand:
28.06.2019
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Anzugeben ist der
Mittelwert aus beiden Bestimmungen in
mg/l
mit 3 signifikanten Stellen (Beispiel: 2,12 mg/l).
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 - A 45
Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinierten
Schätzverfahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Als zugewiesener Wert x
pt
wird der Hampel-Schätzer verwendet.
Die Vergleichsstandardabweichung s
R
wird mit der Q-Methode berechnet. Diese kann als
Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
und damit zur Bewertung der Einzelwerte
herangezogen werden.
Alternativ kann zur Festlegung der Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
die in
Abschnitt 10.3 der DIN 38402 - A45:2014-06 beschriebene Varianzfunktion verwendet werden.
Die Entscheidung über die Anwendung erfolgt nach Vorlage aller Daten durch den
Ringversuchsveranstalter.
Für die Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
werden folgende Ober- und
Untergrenzen festgelegt:
Untergrenze: 10 %
Obergrenze: 30 %
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung zur Eignungsbeurteilung σ
pt
wird für
jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=
Dieser z-Score wird gemäß den Vorgaben der DIN 38402-45: 2014-06 sowie des LAWA-
Merkblatts A-3 mittels Korrekturfaktoren zu z
U
-Scores modifiziert.
Als Toleranzgrenze wird |z
U
| = 2,0 festgelegt.
Gesamtbewertung
Der Parameter ist dann erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 2 von 3 Werten innerhalb der
Toleranzgrenzen liegen.
Als nicht
erfolgreich analysiert gelten:
1. Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2. Nicht bestimmte Werte,
3. Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs“ angegeben werden,
4. Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,

 
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28.06.2019
5. Werte, die mit einem von dem vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden
Verfahren ermittelt werden,
6. Werte, die nicht innerhalb des vorgegebenen Analysenzeitraumes ermittelt werden
und
7. Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters muss der
Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt werden, sofern folgende
Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer des betreffenden Ausrichters
die Teilnehmer der anderen Ausrichter dürfen keine gravierenden Nachteile haben
der entsprechende Parameter muss noch auswertbar sein (also noch mindestens 2
von 3 Niveaus auswertbar)
Kein Nachteil für einzelne Teilnehmer des betreffenden Ausrichters durch reduzierten
Proben-Parameter-Satz.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und beträgt
€380,00 (ggf. zzgl. Umsatzsteuer). Beim Versenden der Proben in das Ausland, sind wir auf
Grund der hohen Kosten gezwungen, die Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in
Rechnung zu stellen.

Stand:
28.06.2019
Länderspezifische Hinweise zum
54. Länderübergreifenden Ringversuch – KW-Index in Abwasser
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit
entfällt für die Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen
Ringversuchen in mehreren Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen
länderspezifischen Regelungen zu beachten.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr
über sachverständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind
zur Teilnahme an diesem Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang
verpflichtet. Es sind die in der Anlage zum Bescheid aufgeführten Analysenverfahren
anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach LaborV in den Untersuchungsbereichen
Grund-, Oberflächen- und Abwasser sowie VSU (Untersuchungsbereich 2, Teilbereich 2.3)
sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Berlin
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen nach
der Berliner IndV und für Abwasseruntersuchungen nach § 68 Abs. 1 BWG.
Brandenburg
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung nach der Untersuchungsstellen-
Zulassungsverordnung (UstZulV) vom 17.12.1997 zur Untersuchung von Abwasser gemäß
§ 73 Abs. 1 des Brandenburgischen Wasser-gesetzes (BbgWG), zur Untersuchung von
Indirekteinleitungen gemäß § 74 Satz 1 BbgWG oder Untersuchungen gemäß § 110 BbgWG
besitzen, sind zur Teilnahme an diesem Ringversuch entsprechend ihres
Zulassungsumfanges verpflichtet. Untersuchungsstellen, die eine solche Zulassung
beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.
Bremen
- keine –
Hamburg
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und
Abwasseruntersuchungsstellen und deren Zulassung" vom 14.08.2001, zuletzt geändert am
14.07.2015, werden alle Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für den Teilbereich 6
besitzen, verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1.
EKVO (vom 23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung
vom 22. November 2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-
Anerkennungsverfahrens in Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der
HLNUG veranlassten Ringversuchen bzw. Vergleichsmessungen zwischen den
Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht besteht bei diesem Ringversuch

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28.06.2019
für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine freiwillige Teilnahme
mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren
gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahe gelegt.
Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie
zugelassen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht
berücksichtigt werden.
Mecklenburg-Vorpommern
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen
beauftragt sind, sollen, sofern sie hierfür Parameter dieses Ringversuches bestimmen, an
dem Länderübergreifenden Ringversuch teilnehmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die
eine Zulassung aufgrund der Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle
für Abwasseruntersuchungen (AsSAVO) besitzen oder beantragen wollen, wird die
Teilnahme empfohlen. Der erfolgreiche Abschluss wird als Nachweis der externen
Qualitätssicherung anerkannt
Niedersachsen
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung
nach § 125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen,
sofern sie
für den in diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind.
Staatlich
anerkannte Untersuchungsstellen müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das die
Anerkennung erteilt wurde.
Das Bestehen des Ringversuchs ist f
ür Laboratorien, die sich im
Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hinreichende Voraussetzung für die Erlangung
der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit Zulassungen nach § 25 LAbfG (RdErl. von 2002) Teilbereich 3
sowie nach § 25 LAbfG (RdErl. von 2015) Teilbereich B2 und nach § 18 BBodSchG und §17
LBodSchG Untersuchungsbereich 4 werden verpflichtet, an diesem Ringversuch
teilzunehmen. Hierbei sind die in den jeweiligen Zulassungsbescheiden angegebenen
Analysenverfahren anzuwenden. Darüber hinaus dient dieser Ringversuch zur Hilfestellung
bei der Auswahl geeigneter Untersuchungsstellen für die Selbstüberwachung von
Abwassereinleitungen nach §§ 60, 60a LWG.
Rheinland-Pfalz:
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der
Fassung vom 14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 52 „Selbstüberwachung“ keine
besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen
Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich
notifizieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluß diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen analytischen Qualitätssicherung für
Laboratorien, die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen
sind. Für Laboratorien mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut
Zulassungsbestimmungen die Pflicht zur Teilnahme am Ringversuch. Die Teilnahme wird
nur berücksichtigt, wenn der gesamte Parameterumfang analysiert wird bzw. alle mit dem
Zulassungsbescheid übereinstimmenden Parameter analysiert werden.

Stand:
28.06.2019
Sachsen
Auftragsanalytik der Wasserbehörden nach § 112 Sächs. Wassergesetz
Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl.
S. 503), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (SächsGVBl. S. 287)
geändert worden ist, setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag
benannten Parameter voraus.
Sachsen-Anhalt:
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für
Wasseruntersuchungen zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über
die Zulassung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich
bzw. für die entsprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu
beteiligen. Die Ergebnisse des Länderübergreifenden Ring-versuchs werden als
wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulassung nach ZWVO verwendet.
Thüringen
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung
für folgende Zulassungen:
Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004 i.V. mit
der Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung vom
10. September 2009
Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien
verpflichtet, die Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für das Thüringer
Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor
eine Anerkennung (Zulassung) hat
.