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Umwelterklärung 2012

 
2 |
Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Die BfUL
4
2.1 Struktur und Standorte
4
2.2 Aufgaben und Tätigkeiten
5
Verwaltung
5
Umweltradioaktivität
6
Messnetzbetrieb Wasser und Meteorologie
6
Messnetzbetrieb Luft
7
Labore Umwelt
7
Labore Landwirtschaft
8
2.3 Umweltpolitik und Integriertes Managementsystem
10
2.4 Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
12
3.
Umweltleistung
14
3.1 Maßnahmen
14
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
14
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
16
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
18
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
21
3.2 Kennzahlen
24
K Datenverfügbarkeit
24
K Berichterstattung
25
K Weitere
25
4.
Termin für die nächste Umwelterklärung
26
5.
Gültigkeitserklärung
27

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Umwelterklärung 2012
| 3
1.
Vorwort
Wir setzen unsere Bemühungen für die Verbes-
serung von Umweltbewusstsein und Umwelt-
schutz unvermindert fort und starten in den
dritten EMAS-Zyklus.
Die vorliegende Umwelterklärung gründet auf
den ausführlichen Umwelterklärungen 2005
und 2008. Die Aussagen zu Umweltpolitik, Um-
weltaspekten und Umweltprogramm haben
Bestand und werden auf neue Aufgabenberei-
che angewendet.
Die Zusammenstellung der Unternehmensleis-
tung im 2. EMAS-Zyklus 2009 bis 2011 ver-
deutlicht die Zusammenhänge zwischen den
Zielkategorien: Die verstärkte Anwendung mo-
derner Analysen- (A) und Datenbearbeitungs-
technik (B) sichert und erweitert das Spektrum
und begünstigt eine Optimierung der Methoden
(C). In der Folge kann der Materialeinsatz pro
Analyse, v.a. bei Chemikalien, verringert werden
und weitere Verfahren können in den hohen
Qualitätsstandard der Akkreditierung einbezo-
gen werden.
Das neue Unternehmensprogramm für 2012
umfasst die Fortsetzung und Weiterentwicklung
der Zielstellungen aus 2011. Besonderes Ge-
wicht liegt auf Methodenoptimierung und Qua-
litätssicherung, was in Form der Erweiterung
des Akkreditierungsumfangs 2012/2013 durch
zusätzliche Verfahren in allen
Geschäftsberei-
chen deutlich wird.
Im Rückblick auf 2011 sind folgende Herausfor-
derungen von besonderer Bedeutung:
Die Erarbeitung des „Kostenoptimierten Ent-
wicklungskonzeptes für die Jahre 2012 bis
2020“ (KOEK IV), auf dessen Grundlage den
vielfältigen Herausforderungen der nächsten
Jahre Rechnung getragen werden soll.
Die fachlichen Anforderungen für die einzel-
nen Messnetze unter der Prämisse des Stel-
lenabbaus weiterhin in höchster Qualität si-
cher zu stellen, gestaltet sich dabei als be-
sondere Herausforderung.
Der Prozess der Standortkonzentration wurde
ebenfalls fortgeführt und erreichte mit dem
Umzug des Labors Umwelt von Neusörnewitz
nach Nossen im November einen Höhepunkt.
Die Komplexität der Baumaßnahme erforder-
te von allen Beteiligten, Planern, Architekten,
Bauleuten, SIB- und BfUL-Mitarbeiter/innen
große Anstrengungen.
Mit der Bildung des Fachbereiches 55, Mess-
netz Naturschutz, ab 01.01.2011, werden
nunmehr auch Daten nach den Richtlinien
79/409/EWG (Vogelschutzrichtlinie) und
92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)
in der BfUL erhoben.
Das Erreichen der Zielstellungen des Unterneh-
mensprogramms erfordert deutliche Anstren-
gungen und ein hohes Verantwortungsbewusst-
sein aller Mitarbeiter des Unternehmens für den
Gesamtprozess, was auch die Bereitschaft zur
umweltbewussten Umsetzung im Alltag ein-
schließt.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2012
4 |
2.
Die BfUL
2.1.
Struktur und Standorte
Die BfUL ist ein Staatsbetrieb im Geschäftsbe-
reich des Sächsischen Staatsministeriums für
Umwelt und Landwirtschaft mit folgender
Struktur:
Insgesamt
265
Mitarbeiter sind an
13
Standor-
ten tätig:
1) Radebeul: Geschäftsführung, GB 1 und GB 3
mit
39
Mitarbeitern, Verlegung in 2012 nach
Radebeul-Wahnsdorf
2) Radebeul-Wahnsdorf: GB 2 und GB 4 mit
34
Mitarbeitern
3) Chemnitz: GB 2, GB 3 und GB 5 an drei
Standorten mit
27
Mitarbeitern
4) Görlitz: GB 3 und GB 5 mit
14
Mitarbeitern
5) Leipzig: GB 3 und GB 6 an zwei Standorten
mit
68
Mitarbeitern, Verlegung GB 6 in 2012
nach Nossen geplant
6) Brandis: GB 3 mit
5
Mitarbeitern
7) Bad Dübern: GB 5 mit
14
Mitarbeitern
8) Dresden-Pillnitz: GB 6 mit
10
Mitarbeitern,
Verlegung in 2012 nach Nossen geplant
9) Nossen: GB 5 mit
51
Mitarbeitern
10) Neschwitz: GB 5 mit
3
Mitarbeitern

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Umwelterklärung 2012
| 5
2.2.
Aufgaben und Tätigkeiten
Wir führen Analytik, Messungen und Unter-
suchungen für Umwelt und Landwirtschaft
durch.
Indirekter Umweltaspekt:
Bereitstellung von Erkenntnissen zur Verbesserung des
Umweltbewusstseins von Entscheidern und Bürgern
Wir erheben Daten über den Zustand von Boden,
Wasser, Gewässerökologie, Luft sowie Umwelt-
radioaktivität und Meteorologie.
Wir untersuchen Pflanzen, landwirtschaftliche
Erzeugnisse, Saatgut, Futter-, Dünge- und sons-
tige Produktionsmittel sowie Böden.
Indirekter Umweltaspekt:
Bereitstellung von Informationen für Entscheidungen in Po-
litik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlich-
keit
Dazu werden die erforderlichen Messnetze be-
trieben und ständig optimiert.
Direkter Umweltaspekt:
Fahrten mit Kfz (Immissionsschutz)
Verwaltung
Der Geschäftsbereich 1 besteht aus drei Fach-
bereichen und ist wichtiger Ansprechpartner für
alle Fragen der Allgemeinen Verwaltung, Perso-
nal, Haushalt, Informations- und Kommunikati-
onstechnik, Bau- und Liegenschaften sowie im
Kaufmännischen Bereich. Zu den Aufgaben
gehören insbesondere:
Personalmanagement, einschließlich Perso-
nalfürsorge und -entwicklung,
Planung, Organisation und Evaluation der
kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung,
Abwicklung aller Einkäufe und Vergaben,
Administration der zentralen Fachdatenban-
ken und des Netzwerkes sowie Betreuung
von Hardware, System- und Standardsoft-
ware,
IT-Planung sowie Organisation der Kommu-
nikationstechnik für alle Standorte ein-
schließlich des dv-technischen Supports der
Messnetze der BfUL,
Betreuung der Beschäftigten bei Dienst-
reiseangelegenheiten,
Durchführung der Buchungsgeschäfte, des
Zahlungsverkehrs und der Anlagenbuchfüh-
rung sowie Erstellung des kaufmännischen
Jahresabschlusses,
Erstellung von Wirtschaftsplänen, Jahres-
plänen, Betriebsanalysen, Prognosen und Fi-
nanzberichten,
Pflege und Weiterentwicklung des internen
Rechnungswesens und Einsatz betriebswirt-
schaftlicher Instrumente im Rahmen des
Neuen Steuerungsmodells (NSM) sowie
Wahrnehmung von Controllingaufgaben,
Sicherstellung des Geschäftsbetriebes, ein-
schließlich der Gebäude- und Liegenschafts-
bewirtschaftung,
Verwaltung des Fuhrparks mit 47 Dienst-
Kraftfahrzeugen,
Vorbereitung und nutzerseitige Begleitung
von Baumaßnahmen sowie Bauunterhal-
tungsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit
mit dem Sächsischen Immobilien- und
Baumanagement (SIB),
Rechtliche Liegenschaftssicherung und Be-
treuung von Messstellen/-stationen:
ca. 1.700 Grundwasser,
ca. 200 Oberflächenwasserpegeln,
36 Agrarmeteorologische Stationen,
22 Ombrometer (Niederschlagsmesser),
31 Luftgütemessstationen sowie
5 Gewässergütemessstationen.

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Umwelterklärung 2012
6 |
Dem Geschäftsführer sind die Stabsstellen Con-
trolling/NSM, Integriertes Managementsystem,
Fachkraft für Arbeitssicherheit und Justitiari-
at/Innenrevision/Datenschutz zugeordnet:
kennzahlengestütztes Berichtswesen und
Betreuung der Kosten- und Leistungsrech-
nungssysteme im Rahmen NSM
beratende Mitwirkung bei der betrieblichen
Organisation der Arbeitssicherheit und deren
Kontrolle
Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung
des Integrierten Managementsystems
Rechtsberatung
Analyse von betrieblichen Abläufen und
Prozessen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit,
Organisation und Rechtmäßigkeit
Sicherstellung der Einhaltung datenschutz-
rechtlicher Vorschriften
Umweltradioaktivität
Der Geschäftsbereich 2 betreibt zwei Landes-
messstellen an den Standorten Radebeul und
Chemnitz (Fachbereiche 21 und 22) mit je ei-
nem Radionuklidlaboratorium:
Allgemeine Umweltradioaktivität (Überwa-
chung der Radioaktivität in der Umwelt nach
dem Strahlenschutzvorsorgegesetz für den
Freistaat Sachsen)
Aufsicht über kerntechnische Anlagen (Über-
wachung der anlagenbezogenen Radioakti-
vität nach dem Atomgesetz am Forschungs-
standort Rossendorf)
Überwachung von Lebensmitteln (u. a. Amts-
hilfe für die Landesuntersuchungsanstalt für
das Gesundheits- und Veterinärwesen Sach-
sen)
Betrieb der Radonberatungsstelle
Sanierung der Wismut-Standorte (Überwa-
chung der anlagenbezogenen Radioaktivität
nach der Verordnung zur Gewährleistung von
Atomsicherheit und Strahlenschutz an den
Standorten der Wismut GmbH)
Altstandorte des Uranerzbergbaus (Überwa-
chung der anlagenbezogenen Radioaktivität
an den Altstandorten)
Aufsichtliche Messungen nach Teil 3 der
Strahlenschutzverordnung
Aufsichtliche Messungen nach Teil 2 der
Strahlenschutzverordnung inkl. Sicherheits-
technisch bedeutsame Ereignisse und Nukle-
are Nachsorge
Direkter Umweltaspekt:
Umgang mit radioaktiven Stoffen (Strahlenschutz)
Direkter Umweltaspekt:
Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Lagern/Einfüllen/ Um-
füllen/Sammeln und Entsorgung von Gefahrstoffabfäl-
len (Boden- / Gewässerschutz)
Direkter Umweltaspekt:
Abfallentsorgung, insbesondere gefährliche Abfälle
(Boden- / Gewässerschutz)
Messnetzbetrieb Wasser und Meteorologie
Der Geschäftsbereich 3 erhebt Daten zum Was-
serhaushalt und zur Wasserbeschaffenheit so-
wie zur Agrarmeteorologie. Er betreibt hierzu
folgende Messnetze:
Oberflächenwasser Stand und Menge
Grundwasser Stand und Menge
Grundwasserbeschaffenheit
Messnetz Bodenwasser, Teilbereich Lysimeter
Niederschlagsmessnetz (landeseigenes Om-
brometermessnetz)
Agrarmeteorologisches Messnetz
Hydrologisches Untersuchungsgebiet „Par-
the“.
Direkter Umweltaspekt:
Anfall und Entsorgung von kontaminiertem Grund-
wasser (Boden- / Gewässerschutz)

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Umwelterklärung 2012
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Messnetzbetrieb Luft
Der Geschäftsbereich 4 ermittelt Daten zur
Luftgütequalität und zur Abgabe von Stoffen
aus Abgasquellen in die Luft:
Probenahme in der Außenluft und in Abga-
sen
Konzentrationsbestimmung in unterschiedli-
cher zeitlicher Auflösung
Bestimmung der meteorologischen Bedin-
gungen
Erfassung der Deposition von Staub und im
Niederschlag gelöster Stoffe
Erfassung der nassen Deposition zur Ermitt-
lung des Stoffeintrags in den Boden
Datenkommunikation und Datentransfer
innerhalb der Stationen und zur Zentrale
Technische und naturwissenschaftliche Vali-
dierung der erhobenen Werte
Betrieb eines Referenz- und Kalibrierlabors
Betrieb eines Gravimetrielabors zur Ermitt-
lung von Feinstaubkonzentrationen
Planmäßige und operative Wartung, Instand-
haltung und Qualitätssicherung
Bedienung der Schnittstellen zu externen
Dienstleistern
Dokumentation der Bedingungen an den
Messstellen
Direkter Umweltaspekt:
Papierverbrauch
Direkter Umweltaspekt:
Stromverbrauch in den Luftmessnetzstationen
Labore Umwelt
Der Geschäftsbereich 5 erhebt chemischen,
physikalischen und biologischen Daten im Um-
weltlabor Nossen, den Gewässergütelaboren in
Chemnitz, Bad Düben und Görlitz sowie der
Vogelschutzwarte Neschwitz. Die Untersuchung
der sächsischen Standgewässer erfolgt durch
eine fachbereichsübergreifende Projektgruppe
Standgewässer:
Probenahme von Wasser- und Sedimentpro-
ben
Erhebung physikalischer und chemischer
Daten in Wassermessnetzen
Erhebung biologischer Daten in Wassermess-
netzen einschließlich Auswertung
Online-Monitoring in den automatischen
Gewässergütemessstationen in Schmilka,
Zehren, Dommitzsch, Bad Düben und
Deutsch-Ossig
Sedimentuntersuchungen
Gewinnung chemischer und physikalischer
Analysendaten im Rahmen von Bodenmess-
netzen, -monitoring und –kartierung
Chemische und physikalische Boden- und
Gesteinsuntersuchung für die geologische
Landesaufnahme
Vogelmonitoring, Unterstützung von Vogel-
schutzprojekten, Betrieb der Sächsischen Vo-
gelschutzwarte Neschwitz
Naturschutz-Monitoring von Tieren und
Pflanzen, Erfassung von Lebensraumtypen
und Biotopen, Bearbeitung von Naturschutz-
Projekten
Organisation externer Ringversuche im Rah-
men des Qualitätsmanagements für Privatla-
bore nach Vorgaben der Länderarbeitsge-
meinschaft Wasser (LAWA).
Direkter Umweltaspekt:
Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
Lagern/Einfüllen/Umfüllen/Sammeln und Entsorgung
von Gefahrstoffabfällen
(Boden- / Gewässerschutz)
Direkter Umweltaspekt:
Abfallentsorgung, insbesondere gefährliche Abfälle
(Boden- / Gewässerschutz)

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Umwelterklärung 2012
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Labore Landwirtschaft
Dieser Geschäftsbereich wurde ab 2009 in das
Managementsystem der BfUL eingebunden und
ist in den Umwelterklärungen 2010 und 2011
noch nicht ausführlich beschrieben. Deshalb
sind die folgenden Ausführungen umfassender.
In der Landwirtschaft werden moderne Anbau-
methoden umfassend in der Produktion genutzt.
Im Pflanzenbau werden zur Verringerung des
Faktoreinsatzes neue Sorten, mit Hilfe bio- und
gentechnischer Methoden etabliert. Methoden
und Verfahren des präzisen Ackerbaus bilden die
Grundlage für eine umweltgerechte Produktion
und die Voraussetzung für eine effiziente Do-
kumentation der Produktionsprozesse. Es wer-
den modernste Zucht-, Haltungs- und Fütte-
rungsverfahren eingesetzt, die neben der Si-
cherung der Leistungsfähigkeit ein hohes Niveau
des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes
gewährleisten.
Zur Überwachung und Kontrolle dieser Ent-
wicklungen widmet sich der Geschäftsbereich 6
folgenden Schwerpunkten:
Sachgerechte und effiziente Unterstützung
des Hoheitsvollzuges bei der Umsetzung der
Europa-, Bundes- und Landesgesetze im Be-
reich der Landwirtschaft
Sicherung der Qualitätsstandards landwirt-
schaftlicher Produkte
Schutz der Ressourcen Boden, Wasser und
Luft für eine nachhaltige Produktion
Abwehr von Gefahren für Mensch und Tier
Zu den Aufgaben gehören:
Amtliche Düngemittelverkehrskontrolle (Mi-
neralische und organische Düngemittel, Kul-
tursubstrate, Bodenhilfsstoffe) einschließ-
lich der rechtlichen Bewertung
Ausrichtung der Ringanalysen (Länderüber-
greifender Ringversuch Abfall/LÜRV-A) und
Notifizierung von privaten Untersuchungs-
stellen im Bereich Bioabfall und Klär-
schlamm
Erarbeitung von Sortenempfehlungen zur
Minderung des Cd- und As-Transfers
Untersuchungen von Böden und Substraten
auf Nährstoffe (pflanzenverfügbar), physika-
lische Parameter, Humus, sowie auf Schwer-
metall- und Arsengehalte
Führung und Kontrolle des privaten land-
wirtschaftlichen Untersuchungswesens im
Bereich Bodenuntersuchungen, Vorernteun-
tersuchungen in Sachsen sowie Empfeh-
lungen zur Nutzung der privaten Futtermit-
teluntersuchungseinrichtungen
Analytik für die landwirtschaftlichen Dauer-
testflächen des LfULG im Rahmen des ELER
Programms (Bodenphysik, Nährstoffgehalte,
Humus)
Untersuchungen von Futtermitteln zur amtli-
chen Kontrolle der Einhaltung der futtermit-
telrechtlichen Vorgaben (Inhaltsstoffe, Zu-
satzstoffe, unerwünschte und verbotene
Stoffe)
Untersuchungen von Gülle, Böden und Pflan-
zen auf Antibiotikarückstände
Rückstandsuntersuchungen zur Kontrolle des
Inverkehrbringens und der Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln (PSM)
Mykotoxinuntersuchungen von sächsischem
Getreide
Analytik im Rahmen der EU- und der Landes-
Sortenprüfung von Kulturpflanzen
Mikrobiologische Untersuchungen von Fut-
termitteln und von Düngemitteln (Hefen,
Salmonellen, Probiotischen Hefen und Bak-
terien, Viren)
Untersuchungen von Pflanzkartoffeln auf
Quarantänebakteriosen
Untersuchungen von Geflügelschlachtkör-
pern und -teilstücken zur Kontrolle der Ver-
marktungsnormen
Bestimmung von Qualitätsparametern von
Schweinefleisch für die Leistungsprüfung
und Zuchtwertfeststellung

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Umwelterklärung 2012
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Nachweis und Quantifizierung von Bestand-
teilen gentechnisch veränderter Organismen
(GVO) in Futtermitteln und von Saatgut im
Rahmen eines bundesweiten Saatgutmoni-
torings
Sortenbestimmung von Kartoffeln im Rah-
men der Pflanzgutanerkennung bzw. Pflanz-
gutverkehrskontrolle (Saatgutverkehrskon-
trolle)
Untersuchungen für die Saatgutverkehrskon-
trolle und für die Saatgutanerkennung
Besondere Ernteermittlung
Untersuchungen im Rahmen von FuE-Projek-
ten des LfULG
Mitwirkung in Fachgremien und fachspezifi-
schen Arbeitsgruppen. (VDLUFA, DIN, CEN,
UAM, EFMO, ISTA, § 28b GenTG-Arbeits-
gruppe)
Direkter Umweltaspekt:
Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
Lagern/Einfüllen/Umfüllen/Sammeln und Entsorgung
von Gefahrstoffabfällen
(Boden- / Gewässerschutz)
Direkter Umweltaspekt:
Abfallentsorgung, insbesondere gefährliche Abfälle
(Boden- / Gewässerschutz)
Im europäischen Netzwerk von Untersuchungs-
einrichtungen ist der GB 6:
Nationales Referenzlaboratorium für die
Zulassung von Zusatzstoffen zur Verwen-
dung in der Tierernährung (VO (EG) Nr.
1831/2003)
Referenzlabor für gentechnisch veränderte
Organismen (VO(EG) Nr. 1981/2006)
Akkreditiertes Laboratorium zur Kontrolle für
EG-Düngemittel (VO (EG) Nr. 2003/2003)
Im Bereich des landwirtschaftlichen Untersu-
chungswesens besteht seit 2005 eine Koopera-
tionsvereinbarung zwischen Sachsen, Thüringen
und Sachsen-Anhalt über die arbeitsteilige Zu-
sammenarbeit dieser Einrichtungen. Schwer-
punkte sind:
Kontrollanalysen in besonders brisanten
Ereignisfällen
Analytische Qualitätssicherung
Arbeitsteilige Durchführung von Spezialun-
tersuchungen
Kompetenzprüfung der privaten Untersu-
chungsstellen im Rahmen der Zulassungsver-
fahren für Klärschlammverordnung, Bioab-
fallverordnung
Analytische Methodenentwicklung

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Umwelterklärung 2012
10 |
2.3.
Umweltpolitik und Integriertes Managementsystem
Die Leitlinien für unsere Unternehmenskultur
haben Bestand:
1. Die BfUL ist fachlich kompetenter Partner
und zuverlässiger Dienstleister für die Behörden
im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsmi-
nisteriums für Umwelt und Landwirtschaft.
2. Unser Auftrag, (…) wird mit höchstem Quali-
tätsanspruch wahrgenommen und im Dialog
mit unseren Auftraggebern ständig an aktuelle
Erfordernisse angepasst.
3. Die Geschäftsprozesse werden auf Basis
eines Integrierten Managementsystems mit
betriebswirtschaftlichen Methoden gesteuert.
Damit verpflichten wir uns, die Anforderungen
an unsere Kompetenz als Prüf- und Kalibrierla-
bor nach DIN EN ISO/IEC 17025 zu erfüllen und
mit der Teilnahme an EMAS die umweltrechtli-
chen Forderungen einzuhalten sowie unsere
Umweltleistung zu verbessern.
4. Wir unterstützen und betreiben im Rahmen
unseres Auftrages angewandte Forschung in
den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft und
bringen unsere Kompetenz in nationale und
internationale Gremien ein.
5. Unsere Unternehmenskultur ist geprägt
durch eine offene Kommunikation, durch sachli-
che und zielorientierte Problemdiskussionen und
eine kollegiale Zusammenarbeit.
6. Das Handeln unserer Führungskräfte ist
gekennzeichnet durch Gleichbehandlung aller
Beschäftigten, Transparenz der Entscheidungen
sowie der Fähigkeit zu differenzierter und kon-
struktiver Kritik wie auch zur Selbstkritik.
7. Unsere Beschäftigten bringen sich offen,
kooperativ und konstruktiv in den Arbeitspro-
zess ein.
8. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhal-
ten für die Erfüllung ihrer Aufgaben die not-
wendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen
sowie – je nach Stellung im Unternehmen – die
Verantwortung für ihr Wirken.
9. Wir sehen es als Chance und Herausforde-
rung an, Bestehendes konstruktiv zu hinterfra-
gen und durch kontinuierliche Verbesserungen
die Arbeitsprozesse weiter zu optimieren.
10. Aufgabengerechte Qualifikation und Weiter-
bildung, umfassende Information und hohe
Motivation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
ter sind die Basis für den Unternehmenserfolg.
Die dritte Leitlinie fasst die
Leitlinien unserer
Umweltpolitik
zusammen:
Die Aufgabenerfüllung in hoher Qualität ist die
wichtigste Umweltleistung der BfUL. Bewertun-
gen der Qualität in den Bereichen Umwelt und
Landwirtschaft des Freistaates Sachsen durch
unsere Auftraggeber können nur auf Basis be-
lastbarer und aussagefähiger Daten erfolgen.
Wir achten auf einen sinnvollen Einsatz von
Energie und Stoffen. Die für die Analytik erfor-
derlichen Chemikalien reduzieren wir auf das
nötige Maß.
Wir sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen
Anforderungen des Umweltschutzes zu erfüllen.
Die für unsere Tätigkeit relevanten Gesetze und
Verordnungen werden kontinuierlich aktualisiert
und jährlich geprüft.
Eine schonende Nutzung von Ressourcen erwar-
ten wir auch von unseren Zulieferern und Ver-
tragspartnern. Bei Investitionen und Beschaf-
fungen werden auch Auswirkungen auf die
Umwelt in Betracht gezogen und in angemesse-
nem Umfang berücksichtigt.
Wir setzen uns Ziele zur Verbesserung unserer
Umweltleistung. Deren Umsetzung, Überwa-
chung und Dokumentation wird durch die Über-
tragung von Zuständigkeiten und geeignete
organisatorische Strukturen gewährleistet.
Im Dialog mit der Öffentlichkeit berichten wir
über unsere Umweltleistungen. Mit der Um-
welterklärung stellen wir uns der öffentlichen
Diskussion.
Unsere wichtigste Leistung: Wir erheben Daten
Wir setzen Elektroenergie und Stoffe sparsam ein
Wir halten die Rechtsvorschriften ein
Wir beziehen unsere Partner ein
Wir verbessern uns kontinuierlich
Und wir berichten darüber

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Umwelterklärung 2012
| 11
GF
IMS-V
FASi
Arbeitsgruppe IMS
IMS-B GB 1(=IMS-V)
GB 6
IMS-B GB 2
IMS-B GB 3
IMS-B GB 4
IMS-B GB 5
IMS-B GB 6 und FB 64
GB 5
GB 4
GB 3
GB 2
GB 1
Die BfUL betreibt ein geschäftsbereichsüber-
greifendes Managementsystem, das die unter-
nehmerischen Aspekte Qualität, Umwelt und
Arbeitsschutz miteinander verbindet.
vollständig dokumentiert
Grundlagen
- Qualität für unsere Kunden
- umweltbewusstes und Ressourcen schonendes Handeln
- Arbeitsschutz und Betriebssicherheit für gesundes und störungsfreies Arbeiten
- optimierte Betriebsabläufe für engagierte und zufriedene Mitarbeiter
planen
durchführen
verbessern
DIN EN ISO/IEC 17025
Allgemeine Anforderungen an die
Kompetenz von Prüf- und
Kalibrierlaboratorien
EMAS
Verordnung über das EG-Umweltaudit
DIN EN ISO 14001
Anforderungen an Umwelt-
managementsysteme
Anforderungen
an unsere
Führungs-,
Leistungs- und
Unterstützungs-
Prozesse
Zielstellung
und
Auswirkung
überprüfen
Instrumente:
Aufbau- und
Ablauforganisation
interne Audits
jährliche IMS-
Bewertung
Beschreibung im
IMS-Handbuch
Das Umweltmanagementsystem ist der Größe,
der Struktur und den Tätigkeiten der BfUL an-
gemessen und erfüllt die Forderungen des An-
hanges I der EMAS-Verordnung. Für die Auf-
rechterhaltung und Weiterentwicklung des
Systems wurde die Arbeitsgruppe IMS gebildet,
mit der IMS-Verantwortlicher (IMS-V) und den
IMS-Beauftragten (IMS-B) der Geschäftsberei-
che, die in Fragen der Arbeits- und Betriebssi-
cherheit durch die Fachkraft für Arbeitssicher-
heit unterstützt wird.
Kriterien für die direkten Umweltaspekte:
1. Können die Umweltauswirkungen zur Um-
weltgefährdung/Umweltbelastung führen?
2. Sind die Umweltaspekte beeinflussbar im
Sinne eines Verbesserungsprozesses sowie
mit vertretbarem Aufwand messbar bzw.
mit Kennzahlen vergleichbar?
3. Sind die Aspekte zumindest teilweise ein
Kostenfaktor?
Kriterien für die indirekten Umweltaspekte:
1.
Führen die Umweltauswirkungen zur Min-
derung/Verstärkung der Umweltgefähr-
dung/-belastung?
2.
Sind diese Aspekte im Sinne eines Ver-
besserungsprozesses beeinflussbar sowie
messbar bzw. qualitativ zu beschreiben?
3.
Kann der Umweltaspekt bei den Kunden
unserer Leistungen und anderen interes-
sierten Kreisen, insbesondere Lieferanten
und Auftragnehmer, Einfluss auf deren
Umweltverhalten nehmen bzw. kann nach
der Auswertung unserer Arbeitsergebnisse
der Einfluss auf ein Umweltverhalten ab-
geleitet werden?

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Umwelterklärung 2012
12 |
2.4.
Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
Die Umweltaspekte
unserer Tätigkeiten haben
sich seit der ersten Umwelterklärung 2005 in-
haltlich nicht geändert. Der Schwerpunkt der
Betrachtung liegt auf den wesentlichen indirek-
ten Umweltaspekten.
Bei der Beschreibung der Aufgaben und Tätig-
keiten auf den vorangegangenen Seiten wurden
den Geschäftsbereichen die relevanten Umwelt-
aspekte zugeordnet. Hier folgt eine Zusammen-
fassung und Zuordnung zu den Umweltauswir-
kungen.
Die
indirekten Umweltaspekte
:
Der für uns bedeutsamste Aspekt ist die Bereit-
stellung von Informationen für Entscheidungen
in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft
und Öffentlichkeit.
Dadurch
kann die Qualität
von Umwelt und Landwirtschaft verbessert und
Schäden aus Umweltereignissen vorgebeugt
werden.
In diesem Kontext steht auch die Bereitstellung
von Erkenntnissen zur Verbesserung des Um-
weltbewusstseins von Entscheidern und Bür-
gern.
Dadurch
werden umweltgerechtes Ver-
halten und Ressourcenschonung gefördert, was
wiederum zu einer Verbesserung der Umwelt-
qualität führt.
Hier wollen wir uns verbessern.
Die
direkten Umweltaspekte
:
Auf Grund der sachsenweiten Zuständigkeit
spielt der Verkehr eine Rolle, speziell Fahrten
mit Dienst-Kfz.
Dadurch
werden Ressourcen
verbraucht und Emissionen verursacht.
In den Laboren gehört der Umgang mit Gefahr-
stoffen zur täglichen Arbeit, das heißt Lagern,
Einfüllen/Umfüllen, Sammeln von Gefahrstoffen
und Entsorgen von gefährlichen Abfällen
Dadurch
kann es zu Boden- bzw. Wasserver-
schmutzungen kommen und es bestehen Ge-
sundheitsrisiken für die Mitarbeiter.
Bei der Grundwasserprobenahme im GB 3 kann
es zu Anfall und Entsorgung von kontaminier-
tem Grundwasser kommen.
Dadurch
kann es zu
Boden- bzw. Wasserverschmutzungen kommen.
Radioaktive Stoffe werden verwendet.
Dadurch
bestehen Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter.
Hier wollen wir negative Auswirkungen
verringern und Risiken vermeiden.
Für die Entwicklung der positiven Auswirkungen
konzentrieren wir uns seit
2007
verstärkt auf
die gezielte Verbesserung der Qualität unserer
Arbeit. Wir können die Auswirkungen nicht
quantifizieren, aber unsere diesbezüglichen
Anstrengungen messen und darstellen.
An die Informationen über den Zustand der
Umwelt, die die Grundlage für die Erkenntnisse
bilden, bestehen vielseitige Anforderungen:
Datenumfang, d.h. welche Daten sind wie oft
in welchem Spektrum zu ermitteln
Datenqualität, d.h. die Daten müssen durch
zuverlässige Methoden genau ermittelt wer-
den und nachprüfbar sein
Datenverfügbarkeit, d.h. termingerechte und
zugriffssichere Bereitstellung
Aus diesen Anforderungen haben wir die Zielka-
tegorien A bis D und Kennzahlen für die Pla-
nung, Überwachung und Dokumentation unserer
Umweltleistung abgeleitet:
A
Erweiterung der gerätetechnischen Aus-
rüstung zur Datenerhebung
B
Erweiterung der Technik zur Datenbear-
beitung und -übertragung
C
Einführung neuer Methoden und Opti-
mierung bestehender Methoden
D
Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Die Maßnahmen der Kategorien A, B und C
dienen speziell als Voraussetzung für die Er-
füllung dieser Kennzahlen.
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
K
Weitere Kennzahlen
Die Pfeilverbindungen kennzeichnen den Zu-
sammenhang zwischen Aspekt und Zielsetzung.

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Umwelterklärung 2012
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Für den Zeitraum 2009 bis 2011 ergibt sich für
Umweltleistung folgendes Gesamtbild:
Kategorie
Maßnahmen und Kennzahlen der Unternehmensleistung
A
Erweiterung der
gerätetechnischen
Ausrüstung zur
Datenerhebung
11 große Analysegeräte für Labore und Probenahme,
29 Pegelbaumaßnahmen, 18 HW-Maßnahmen an Pegeln,
17 Grundwassermessstellen (GWM) Neubau und10 GWM-Sanierungen,
Ausrüstung zahlreicher Pegel und GWM mit automatischer Messtechnik,
3 Meteorologiestationen und SEQ-Feinstaub-Messgeräte als Referenzstationen zur
Qualitätssicherung im Luftgütemessnetz
B
Erweiterung der
Technik zur
Datenbearbeitung
und -übertragung
Erweiterung der Datenbank für die Probenerfassung für das Intensivmessprogramm
der Landesmessstellen sowie Neukonzipierung für die Verwaltung der Probenent-
nahmestellen in DURAS, Verbesserung der hydrologische Datenverarbeitung im
Oberflächenwasser in WISKI mit zusätzlicher ADCP-Auswertung, neue Datendank
für die Erfassung der Gewässergütemessnetzdaten, LIMS-Erweiterung für Boden-
und Wasseranalytik sowie Integration der Zählsoftware Zooplankton in die Bioda-
tenbank - einschließlich der jeweils erforderlichen Geräteanschaffungen
C
Einführung neuer
Methoden und
Optimierung beste-
hender Methoden
In allen GB wurden neue Verfahren entwickelt, erprobt, eingeführt, überprüft und
z.T. für die Akkreditierung vorbereitet: Gammaspektrometrie (Trinkwasser), Ermitt-
lung der Gesamtrichtdosis, Oberflächenwasser, Bodenwasser, Agrarmeteorologie-
und Meteorologiedaten, Bestimmungen der Wasseranalytik (Kationen, Sulfat) und
der Gewässerökologie (Brachionus), Lysimeterwasseranalyse, Untersuchungen zu
Düngemitteln und zur Pflanzenverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden
D
Optimierung des
Arbeitsmittel-
einsatzes
Verringerung Chemikalieneinsatz GB 5: in Folge der Maßnahmen von
A
und
C
kontinuierliche Verringerung möglich: bei Flüssigkeiten pro Analyse von 8,69
ml (2008) auf 7,14 ml (2010), bei Feststoffen pro Analyse von 0,59 g (2008)
auf 0,22 g (2010), in 2011 Mehrverbrauch in Folge Standortumzug, deshalb
weniger Analysen und mehr Neukauf für Methodenvalidierung
Papiereinsparung GB 4: von 1.800 Blatt / MA (2008) auf 1447 Blatt / MA (2011)
Einsparung von Kraftstoff durch verbesserte Fahrweise (durch Eco-Training und
MA-Schreiben) ließ sich nicht weiter fortsetzen
K
Kennzahlen zur
Datenverfügbarkeit
Zur Überwachung der Verfügbarkeit der Daten zur Luftgüte und im Messnetzbe-
trieb Wasser wurden die Kennzahlen erweitert von 6 K in 2008 auf 16 K in 2011.
Bis auf 4 Ausnahmen liegen sie im gesamten Zeitraum über den Zielwerten.
K
Kennzahlen zur
Qualitätssicherung
Regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen, die mit über 1500 Einzelparametern pro
Jahr zu über 90 % erfolgreich waren. Bei Verfahren, für die keine Ringversuche
angeboten werden, erfolgen interne Vergleichsmessungen.
K
Kennzahlen zur
Berichterstattung
Die Überwachung mittels Kennzahlen führte durch kontinuierliche Verbesserung
zum Optimum der Termineinhaltung in 2011, sodass eine K-Erweiterung im GB 4
und die Einbeziehung neuer Bereiche im GB 2 angestrebt werden.

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Umwelterklärung 2012
14 |
3.
Unsere Umweltleistung
Die beschriebenen Umweltaspekte und damit im
Zusammenhang stehenden Auswirkungen sind
Teil unserer Umweltleistung in Form von Einzel-
zielstellungen und Kennzahlen. Insbesondere die
Kennzahlen bilden die Indikatoren für unsere
Umweltleistung.
Alle weiteren Aspekte, wie z. B. Energieeffizienz
der aktuell genutzten Gebäude, Energiebezug
(Strom aus erneuerbaren Energien), Materialef-
fizienz (mit Ausnahme v. g. Sachverhalte), Was-
ser, Abfall, biologische Vielfalt und Emissionen
(mit Ausnahme des eigenen Fahrzeugverkehrs)
werden in der Umwelterklärung nicht darge-
stellt, weil sie für unsere Umweltleistung nicht
wesentlich sind.
Die zahlenmäßige Verdeutlichung der Umwelt-
leistung erfolgt aus Platzgründen und Erhaltung
der Lesbarkeit nicht mehr für alle zurückliegen-
den Jahre, mindestens aber für das aktuelle
Abrechnungsjahr, das Vorjahr und das Jahr der
Einführung bzw. der ersten Darstellung inner-
halb der Umwelterklärung.
3.1
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Fortsetzung der 14 lau-
fenden Pegelbaumaßnahmen aus 2010 und
Beginn von 8 neuen Vorhaben. 5 Pegelbaumaß-
nahmen wurden fertig gestellt.
Darüber hinaus wurde an 13 Pegelanlagen mit
der Beseitigung der baulichen Schäden in Folge
der Hochwässer 2010 begonnen,
Oberflächenwasser:
verbesserte Ausrüstung
des Pegelmessnetzes durch:
Nachrüstung von 24 Pegeln mit Blitzschutz
Erneuerung der Puffer Akkus an allen redun-
danten 86 Pegeln zur Gewährleistung der
Ausfallsicherheit
Ausrüstung von 16 Pegeln mit redundanten
Sensoren
Ausrüstung von 2 Pegeln mit kontinuierlicher
Durchflussmesstechnik, derzeit Probebetrieb
(Pegel Kriebstein und Pegel Kleinraschütz)
Beschaffung eines mobilen ADCP-
Messbootes (mobiles Durchflussmessgerät
auf Ultraschallbasis) für kleine Gewässer im
Bereich Chemnitz
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d.h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Veranschaulichung & Zielstellung für 2012:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Fortsetzung von 17 laufen-
den Pegelbaumaßnahmen, Beginn von 2 neuen
Vorhaben und Fertigstellung von 8 Pegelbau-
maßnahmen.
Fortführung der 13 Hochwassermaßnahmen
Nachrüstung im Pegelmessnetz:
Elektroanschlüsse
Wasserstands- und Durchflussmesstechnik
Datenfernübertragung (DFÜ) mit Schwer-
punkt Teststellung für zukünftige Technolo-
gie
auch zu B
Abb. 1:
Neubau Pegel Wilsdruff 1

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Umwelterklärung 2012
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Grundwasser:
Realisierung des Neubaus von
10 Grundwassermessstellen/Stand, deren Pla-
nung in 2010 fertig gestellt war.
Zusätzlich wurden 10 Grundwassermessstellen
und 2 Quellen saniert.
Grundwasser:
Schaffung der Planungsvor-
aussetzungen für den Neubau von
60
Messstel-
len bis einschließlich 2012: in 2011 wurde die
Planungen für 5 Messstellen abgeschlossen, für
4 Messstellen begonnen.
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit automatischer Messtechnik
verschiedener Messnetze, u.a. Messnetz „Hoch-
wasser im Grundwasser“
Datensammler und/oder Datenfernübertra-
gung für 24 Messstellen, davon sind 10 ge-
plant gewesen
Zusätzlich: Nachrüstung der Grundwasserpro-
benahme mit dem Modul „Trübungsmessung
bei Schöpfproben“, führt zu Zeitersparnis
und Qualitätsverbesserung.
Im Messnetzbetrieb Luft
Geruchsemission:
Für die Messung geruchsin-
tensiver Stoffe im Erzgebirge wurde ein auto-
matisches ferngesteuertes Luftprobenahmegerät
„Mikro-PNS“ an der Luftgütemessstation
Schwartenberg installiert. Das ermöglicht so-
wohl eine planmäßige Probenahme (PN) als
auch eine ferngesteuerte Geruchs-PN. Die PN ist
erfolgt und wird derzeit ausgewertet.
In den Umweltlaboren
Überwachung der Gewässergüte:
in der
Messstation Schmilka ist die Sedimentgewin-
nung mit Durchfluss-Zentrifuge zur Erfüllung
des Messprogramms „Extremereignisse“ funkti-
onstüchtig. Bei Bedarf, z.B. Hochwasser oder
Havarie, kann kurzfristig Sediment für die Ana-
lyse von Schadstoffen gewonnen werden.
Analysengeräte am neuen Standort:
der
Umzug in das neue Laborgebäude in Nossen
erfolgte im November
. Die Inbetriebnahme aller
Analysengeräte wurde abgeschlossen.
Veranschaulichung & Zielstellung für 2012:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Grundwasser:
Neubau der in 2011 geplanten 5
Grundwassermessstellen
Die Zielstellung für die Planung der 60 Mess-
stellen wird entsprechend der Aufgabenstellun-
gen des Landesamtes für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie im bisherigen Umfang fort-
gesetzt und somit zeitlich gestreckt.
Abb. 2:
Bohrgutansprache an der neu errichteten Grundwasser-
messstelle Claußnitz
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit Datensammler und DFÜ
Im Messnetzbetrieb Luft
Messstationen:
Ersatzbeschaffung nach 15
Einsatzjahren für alle Analysatoren von:
Stickoxiden (NOx) in 2012
Ozon (O3) bis 2013
Schwefeldioxid (SO2) bis 2013
Der Wechsel der Analysatoren gewährleistet die
hohe Datenverfügbarkeit
siehe K und ermög-
licht zusätzlich eine umfangreichere Fernabfra-
ge und Steuerung der Analysatoren
siehe B
In den Umweltlaboren
Analysengeräte Nossen:
keine Geräteerweite-
rung, sondern zunächst gleichwertige Ersatzbe-
schaffungen
Messnetz Naturschutz:
Beschaffung eines GPS-
Gerätes zur genauen Einmessung der Messpunk-
te der Dauerbeobachtungsflächen, ermöglicht:
schnelles Wiederauffinden (Dauerbeobach-
tungsquadranten) im Gelände im Rahmen
des FFH-Lebensraumtyp-Monitorings (Zeiter-
sparnis)
Minimierung von Trittschäden in den teil-
weise sensiblen Biotopen (Biotopschutz).

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Umwelterklärung 2012
16 |
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittel:
Die Beschaffung einer weiteren
ICP-OES (optische Emissionsspektrometrie mit-
tels induktiv gekoppelten Plasmas) im Bereich
der Düngemittelanalytik sichert die Analysen-
qualität, verkürzt die Durchlaufzeiten und er-
möglicht durch seine höhere Empfindlichkeit
eine sensiblere Analytik. Damit ist die Erfassung
der in Düngemitteln enthaltenen Spurenelemen-
te möglich.
Abb. 3:
Multielementanalyse mittels ICP-OES
Mikrobiologie:
Mit der Anschaffung eines
DNA-Extraktionsgerätes wird die Extraktion von
DNA für den Nachweis gentechnisch veränder-
ter Bestandteile in Futtermitteln und Saatgut
und für den Nachweis von Quarantäneschader-
regern in Pflanzkartoffeln automatisiert. Die
Methode zur DNA-Extraktion wurde erarbeitet
und für die Testung im Ringversuch 2012 vorbe-
reitet.
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für die Verwal-
tung der Probenentnahmestellen im Datenbank-
system „DURAS“ wurde ein neues Konzept ent-
wickelt, das die Entnahmestellen anonymisiert.
Rückfragen und Datenanforderung können ohne
den aufwändigen Zwischenschritt der Kontrolle
schneller beantwortet werden. Die rechentech-
nische Realisierung erfolgte zu zwei Dritteln.
Zielstellung für 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
Neuer Laborstandort:
Nach Umzug des GB von
Leipzig und Dresden-Pillnitz nach Nossen stehen
Wiederinbetriebnahme der Geräte und Aufnah-
me des Routinebetriebs im Vordergrund. Folgen-
de Anschaffungen werden geplant:
Ersatz CN-Analysator (Gerät zur Bestimmung
von Kohlenstoff und Stickstoff), sodass der
bisher nicht bestimmbare Nährstoff Gesamt-
schwefel zur Bewertung des Versorgungs-
grades der Böden direkt an der Probe, d.h.
ohne Aufschluss bestimmt werden kann.
Autosampler für ein ICP/MS (Massenspekt-
rometer mit induktiv gekoppeltem Plasma)
zur die Kopplung mit einer HPLC (Hoch-
druckflüssigchromatograph), zur Erfassung
verschiedener Bindungsformen der Schwer-
metalle. Das von dem jeweiligen Schwerme-
tall ausgehende Gefährdungspotential kann
damit bezüglich des Transfers Boden-Pflanze
besser bewertet werden.
TOC- Gerät zur Aufnahme weiterer Untersu-
chungsaufgaben für die Bestimmung von
löslichem organischem Kohlenstoff.
Ionenchromatograph zur Bestimmung von
bestimmten Inhaltsstoffen in Böden und
Wässern
Mikrowaage und eine Dosiereinrichtung zur
Herstellung von Standardlösungen ermög-
licht weitere Minimierung zufälliger und
auch systematischer Fehler in der Spuren-
analytik
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2012:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
2012 müssen alle
Adressinformationen aus den Proben ohne Be-
zug zu einem Adresscode auf die neuen Tabellen
aufgeteilt werden. Das neue Konzept muss bei
der Registrierung der Proben in DURAS einge-
führt werden.

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Umwelterklärung 2012
| 17
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächenwasser:
Im-
port von ADCP-Auswertungen nach WISKI 6
ersetzt bisherige Handeingabe, Messergebnisse
stehen somit schneller und ohne Fehlerrisiko für
Bericht und Auswertung zur Verfügung.
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Die Umstellung
auf die neue Datenbank für die Messstationen
des Wassergütemessnetzes befindet sich noch in
der Erprobungsphase. Für die Umstellung aller
Messstationen sind weitere Programmierungs-
arbeiten durch die externe Firma erforderlich.
Biodatenbank:
Die Zählsoftware Zooplankton
wurde integriert. Das heißt Abundanzen (Häu-
figkeiten) und Biovolumina werden automatisch
berechnet.
Dokumentation auf Papier ent-
fällt, Zeiteinsparung und Fehlermeidung.
In den Landwirtschaftslaboren
Saatgut:
Die Übernahme der neuen Datener-
fassungssoftware SAPRO ist gescheitert. Die
Zielstellung wird aus dem Programm genom-
men. Es wird mit der bisherigen Software wei-
tergearbeitet, für die regelmäßige Updates er-
folgen.
Zielstellung für 2012:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Datenbearbeitung Ober-/Grundwasser:
Projektbearbeitung „Zukünftige Datenüber-
tragungslösung im GB3“; Teststellung für
neue Technik
Schaffung einer internen Betriebsdatenbank
„Grundwasser-Management-Studio“
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Installation der
neuen Datenbank ENMO-Hydro in allen Mess-
stationen, d.h. neue Software entspricht dem
aktuellen Stand der Technik und führt bereits
deshalb zu einer Verbesserung der Arbeitspro-
zesse.
Biodatenbank:
Erarbeitung einer Aufgabenstel-
lung für grundsätzlich neue Programmversion.
Das ist aufgrund der allgemeinen Entwicklung
im Softwarebereich zur Erhaltung der Funkti-
onsfähigkeit zwingend erforderlich.
Naturschutzmonitoring:
Beschaffung eines
geländetauglichen Tablet-PC für ein IT-
gestütztes Naturschutzmonitoring. Der Tablet-
PC soll als mobiles Informationssystem im Ge-
lände fungieren und die Erstellung und den
umfangreichen Ausdruck von Geländekarten
ersetzen. Gleichzeitig soll damit ein Teil der
Dateneingabe unmittelbar im Gelände erfolgen
(Geodaten; Artvorkommen); die Dokumentation
auf Papier wird deutlich verringert, d. h. Zeiter-
sparnis und Fehlervermeidung.
Im Messnetzbetrieb Luft
Datenbankenumstellung:
Umstellung der Serverplattform von
WindowServer 2003 auf Window-Server
2008, Umstellung Oracle-Server (AdVis), ist
im Rahmen der gesamten IT-Konzeption er-
forderlich
Neukonzeption
der AdVis-Datenbank auf 1-
Stunden-Mittelwerte und Erweiterung der
Stations- und Komponentennummern, die
Umstellung von bisher 30-min-Mittelwerte
auf 1-Stunden-Mittelwerte ist gemäß Vor-
gabe der EU erforderlich;
Erprobung einer Erweiterung der Abfrage-
möglichkeiten über TCPIP – MSR (TCPIP steht
für
T
ransmission
C
ontrol
P
rotocol /
I
nternet
Suit of
P
rotocols (Netzwerkprotokoll); MSR
steht für
M
ess-,
S
teuer- und
R
egelungstech-
nik, Prozess- und Gebäudeautomation) Da-
mit ist eine umfangreichere Fernabfrage und
Steuerung der Analysatoren in Messstatio-
nen möglich, das heißt weniger Anfahrten an
die Stationen des Luftmessnetzes und
Fernanalyse bei Gerätestörungen möglich

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Umwelterklärung 2012
18 |
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Konzept einer Sr89/90-Bestimmung:
Kon-
zept zur Strontium 89/90-Bestimmung im Rou-
tine- und Intensivbetrieb (das heißt im Ereignis-
fall) mit möglichst identischer Vorgehensweise
bis 2012. In 2011 wurde das Konzept aufgestellt
und fortgeschrieben Dazu wurden 3 Methoden
verglichen und eine davon ausgewählt (Einsatz
eines Ionenaustauscherharzes). Die grundsätzli-
che Anwendbarkeit wurde aufgezeigt.
Einführung einer Po-210-Bestimmung:
Bestimmungsmethode für Polonium-210 in
Wässern ist eingeführt. Der GB 2 ist für die Be-
stimmung der Gesamtrichtdosis akkreditiert. Die
europäische Gesetzgebung hat sich diesbzgl.
geändert: es ist zu erwarten, dass für die Be-
stimmung der Gesamtrichtdosis alle langlebigen
Zerfallsproduktes des Radon (u.a. Po 210), künf-
tig durch eine Messung ermittelt werden. Bisher
wurde dieser Beitrag berechnet.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Vorbereitung zur Akkreditierung für die
Verfahren zu:
„Agrarmeteorologisches Messnetz“
„Nivellement an Pegelanlagen“
„Durchführung von Flügelmessungen“
„Durchführung von ADCP-Messungen“
„Q-Liner“ (mobiles Durchflussmessgerät auf
Ultraschallbasis (ADCP))
Die Verfahren sind in Bearbeitung, aber bereits
zur Akkreditierung in 2012 angemeldet.
Im Messnetzbetrieb Luft
Qualitätssicherung in der Meteorologie:
Die
Umstellung der Meteorologie-Vergleichsstatio-
nen ist bis 30.06.2011 erfolgt und damit ein
hoher Qualitätsstandard erreicht. Abweichungen
können in kurzer Zeit erkannt werden.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2012:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Evaluierung einer Sr-89/90-Bestimmung:
ausgewählte Methode der Strontium 89/90-
Bestimmung wird in der Praxis erprobt.
Begutachtung:
folgende Verfahren werden im
Rahmen der Akkreditierung ab 2012 zusätzlich
zum bisherigen Umfang überprüft und bewertet:
für das Umweltlabor Nossen:
Erstbegutachtung des neuen Standortes
Nossen für alle bisherigen Verfahren
Pilot-Verfahren Naturschutzmonitoring
für das Landwirtschaftslabor Nossen:
Vorbereitung für die Erstbegutachtung des
neuen Standortes Nossen für alle bisherigen
Verfahren in 2013
und für die
Erweiterung durch Verfahren des künftigen
FB 65 (Pflanzendiagnose)
für die Umweltradioaktivität:
Die Bodenprobenentnahme (bereits in 2010
vorbereitet)
für den Messnetzbetrieb Luft:
BTX (Benzol, Toluol, Xylol)
PM2,5 (Feinstaub PM2,5-Fraktion)
für den Messnetzbetrieb Wasser & Meteorolo-
gie:
„Nivellement an Pegelanlagen“
„Durchführung von Flügelmessungen“
„Durchführung von ADCP-Messungen“
„Q-Liner“ (mobiles Durchflussmessgerät auf
Ultraschallbasis (ADCP))
„Grundwasserstandsmessung“
„Oberflächenwasser: Messung Wasserstand
und Menge“
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Erarbeitung einer Konzeption zur
Berücksichtigung des Blindwertverhaltens in der
Gravimetrie zur Steigerung der Datenqualität bis
2013, in 2012 konkret: Konzeption und Realisie-
rung einer PM2,5/ PM10 –Prüfstrecke.

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Umwelterklärung 2012
| 19
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Die Anzahl der
analysierbaren Parameter wurde durch Metho-
denoptimierung und Einsatz neuer Analysen-
technik (LC-MS/MS, steht für Flüssigchromato-
graphie mit Massenspektrometrie) auf 352 er-
höht (Ziel war 350).
Zusätzlich
Allgemeine Wasseranalytik:
Me-
thodenoptimierung für die Bestimmung des
Biologischen Sauerstoffbedarfs (BSB
5
), durch
Verringerung der BSB
5
-Ansätze bei Proben von
4 auf 3 und bei Standards von 4 auf 2 ohne
Qualitätseinbußen, d.h. der zeitliche Aufwand
verringert sich.
Gewässerökologie:
Methodeneinführung:
Brachionus Toxtest (Toxizitätstest mit plank-
tonischen Rädertierchen, die als Testorga-
nismen eingesetzt werden, um das Maß der
Toxizität eines Gewässers zu bestimmen.)
genetischer Fingerabdruck mittels PCR-
DGGE-Verfahren von Grundwasserbakterien.
(Mit der molekularbiologischen Untersu-
chung von Grundwasserbakterien sollen neue
Erkenntnisse über die Zusammensetzung der
Bakteriengemeinschaften in unterschiedlich
belasteten Grundwasserkörpern gewonnen
werden, PCR - Polymerase Chain Reaction,
DGGE - Denaturing Gradient Gel Electropho-
resis.)
Die methodischen Vorbereitungen sind abge-
schlossen. Da diese Analytik in Zusammenar-
beit mit dem Geschäftsbereich
Labore Land-
wirtschaft
durchgeführt wird, erfolgt die Ein-
führung als Standardverfahren erst nach
dessen Umzug nach Nossen
(Ziel für 2013).
Aufbau des neuen Messnetzes Naturschutz
mit folgenden Aufgabenbereichen:
Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz
Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten
Wasservogelzählung
Landesweite Brutvogelkartierung
FFH-Monitoring
Mit Einführung in das IMS, Erstellung von SOPs
für ausgewählte Aufgaben und Verfahrensan-
weisung zum Ablauf im FB 55.
Zielstellung für 2012:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Möglichkeit der
Analytik neuer Parameter mittels Methodenop-
timierung und Einsatz moderner Analysentech-
nik (LC-MS/MS) wird für die Analytik der Gruppe
der Hormone getestet.
weiter zu den Maßnahmen in 2011:
In den Landwirtschaftslaboren
anorganische Analytik:
Das Forschungsvor-
haben „ Untersuchungen zur Pflanzenverfügbar-
keit ausgewählter Schwermetalle in Böden“
ermöglicht eine verbesserte Prognose des
Schadstoffübergangs Boden – Pflanze. Daraus
lassen sich Anbauempfehlungen für die land-
wirtschaftliche Praxis in geogen belasteten Ge-
bieten ableiten. Die Forschungsarbeiten sind
abgeschlossen. Die Ergebnisse werden in einem
Bericht zusammengefasst und im Informations-
dienst veröffentlicht.
Bereits im Dezember 2011 konnten die Ergeb-
nisse des Vorhabens im Rahmen einer Folgenab-
schätzung für die geplante Senkung der Cadmi-
um-Grenzwerte in Lebensmitteln genutzt wer-
den.
Im Ergebnis der Versuchsauswertung und Auf-
tragsabwicklung wurden neue Verfahren erfolg-
reich angewendet:
N15-Bestimmung – 200 Proben
(mit N15
dotierte Stickstoffdünger als Tracer zur Bewer-
tung des Auswaschungsgrades)
Bestimmung der zeitabhängigen Phosphor-
Löslichkeit im Boden
Bodenatmung
Mikrobielle Biomasse
Enzymaktivität in Boden
Abb. 4: Lebensraumtyp „Pfeifengraswiese“ mit Teufelsabbiss (blühend)
umgeben von „Bergland-Mähwiesen“ und „Übergangs- und
Schwingrasenmooren“ im Bereich der Forsthauswiese bei Say-
da/Erz. (erfasst im Grobmonitoring 2011)

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Umwelterklärung 2012
20 |
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Landwirtschaftslaboren
Lysimeterwasser:
Die Übernahme dieser Ana-
lytik im Auftrag des FB 31 erfordert neben der
Routine eine Neueinführung von Analysenme-
thoden (Sulfat, Chlorid). Insgesamt wurden 536
Proben analysiert, wobei 9.667 Kennwerte zu
ermitteln waren. Mit der Übernahme konnte ein
kapazitiver Engpass beseitigt und Kosten redu-
ziert werden.
Düngemittelverkehrskontrolle (DVK):
Schwerpunkte der Düngemittelverkehrskontrolle
waren entsprechend des abgestimmten Probe-
nahmeplans für Sachsen die Kontrolle
der Kennzeichnung mit einem realisierten
Umfang von 544 Proben (vgl. 2010: 657)
2009
2010
2011
Beanstandungen in %
10,1
17,2
1
15,2
1
1
Die Gründe für die hohe Quote liegen in der
Globalisierung des Marktes und der unzu-
reichenden Berücksichtigung der Anforderungen
der novellierten Düngemittelverordnung.
der Deklaration mit einem Umfang von 417
Proben (vgl. 2010: 466) mit durchschnittlich 15
Parametern je Probe.
2009
2010
2011
Beanstandungen in %
11,2
9,2
9,6
Düngemittel:
Die Einführung der Analysen-
methoden nach EU-Recht erfolgt im Bereich
Düngemittel als Erweiterung der Untersu-
chungskapazität. In 2011 wurden 188 Dünge-
mittelproben nach EU-Recht untersucht (vgl.
2010: 178), mit durchschnittlich 15 Parametern
je Probe.
Pflanzen:
Die NIRS-Kalibrierung (NIRS steht
für Nahinfrarot-Spektroskopie) wurde bezüglich
neuer Parameter in den einzelnen Matrices wei-
tergeführt und angewendet. Dies spart perso-
nelle und materielle Ressourcen. Der Analysen-
umfang lässt sich jedoch wegen der Multifunk-
tionalität der Methode nicht quantifizieren.
Pflanzgut:
Für den Nachweis der beiden Qua-
rantäneschaderreger in Pflanzkartoffeln wurden
Real-Time PCR-Methoden etabliert und im
Ringversuch mit Erfolg getestet.
Zielstellung für 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
Als neue Verfahren wird die Bestimmung der
Bodenatmung
mikrobiellen Biomasse und
Enzymaktivität aufgebaut.
Die Einführung dieser Verfahren beruht auf den
geänderten Anforderungen des LfULG im Be-
reich Bodenmonitoring.
DVK:
Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt. Das
führt zu einem bestmöglichen Erkennen von
Verletzungen des Düngemittelrechts, was letzt-
endlich zum Schutz der Ressourcen Boden und
Wasser beiträgt.
Anorganik:
Für das Projekt „Erstellung eines
Statusberichtes zur Versorgung der Böden mit
Mikronährstoffen“ erfolgt die entsprechende
Analytik in der Arbeitsgruppe Anorganik. Dieser
Statusbericht ermöglicht eine sachbezogene
Düngeberatung.
Organik:
Im Rahmen des geplanten Fischmoni-
torings wird die Bestimmung von Polybromierte
Diphenylether (PBDE) in Fischen eingeführt.
Pflanzen:
Nach Vorliegen von entsprechendem
Datenmaterial wird die
NIRS
zur Analyse weite-
rer pflanzlicher Materialien wie z. B. Raps an-
gewendet.
Futtermittel, Saatgut:
Für die molekularbiologi-
schen Untersuchungen von Futtermitteln und
Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestand-
teile erfolgt weiterhin die Umstellung klassi-
scher PCR-Methoden auf moderne Real-time
PCR-Methoden

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Umwelterklärung 2012
| 21
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Ersatzbeschaffung für ein Messfahrzeug mit
dem Effekt der Reduzierung von Emissionen, da
das neue Fahrzeug mit einem Rußpartikelfilter
ausgestattet ist.
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Für das Projekt „Minimierung des
Stromverbrauchs der Messcontainer“ wurden
mögliche Veränderungen des Stationsaufbaus
an ausgewählten Standorten untersucht. In
Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik
und Wirtschaft Dresden (HTW) wurde ein Lö-
sungsweg aufgezeigt und die Rahmenbedingun-
gen für die Ausführungen realisiert (Projekt,
Bereitstellung der finanziellen Mittel). Als Pilot-
projekt soll die Messstelle Leipzig-Mitte in 2012
entstehen.
Papier:
Das Ziel, den Papierverbrauch unter
22.000 Blatt pro Jahr zu halten, konnte mit
einem Verbrauch von 27.500 Blatt nicht erreicht
werden. Im GB 4 sind 2011 vier neue Mitarbei-
ter tätig. Bezogen auf den Verbrauch in Relation
zur Mitarbeiterzahl ist die Zielstellung erreicht.
Die Darstellung erfolgt daher bezogen auf die
Mitarbeiter-Anzahl .
2004 2005 2006 2010 2011
Papierverbrauch pro MA
3750 3188 1711 1133 1447
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2012:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Ersatzbeschaffung für ein
Probenahmefahrzeug (Rußpartikelfilter)
Messfahrzeug (Rußpartikelfilter, gelände-
gängig zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Für das Projekt „Minimierung des
Stromverbrauchs der Messcontainer“ wird als
Pilotprojekt die vom HTW ausgearbeitete Va-
riante (Konstruktion eines unterirdischen Be-
triebsraumes) an der Station Leipzig-Mitte
umgesetzt. Nach Vorliegen der kritischen
Standortfreigabe und folgt die bauliche Rea-
lisierung.
Papier:
Ziel für 2012 ist der Papierverbrauch
von unter 1.500 Blatt pro Mitarbeiter.
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Verfahrensanpassungen:
Zurzeit werden in den
zwei Landesmessstellenstellen gleichartige Best-
immungen auf ähnliche, aber dennoch unter-
schiedliche Weise durchgeführt. Die Verfahren
sollen weiter angepasst werden, um einen opti-
malen Wissens- und Erfahrungstransfer zu ge-
währleisten.
Einige Prüfverfahren werden nur in einer Lan-
desmessstelle durchgeführt. Die Verteilung ist
zu hinterfragen mit dem Ziel, die Auslastung
und den Ressourcenverbrauch zu optimieren.

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Umwelterklärung 2012
22 |
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Umweltlaboren
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. Diese konnte
in 2011 bei Flüssigkeiten und Feststoffen, bezo-
gen auf die Anzahl der Analysen, nicht ver-
ringert werden, weil der Umzug nach Nossen
eine geringere Analysenanzahl zur Folge hatte
und den Kauf neuer Chemikalien zur Validierung
der Methoden erforderte.
2005
2006
2010
2011
Summe Feststoffe in kg
87
79
44
93
Summe Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1.449
1.730
Anzahl Analysen
170.618 198.035 202.978 198.529
Feststoffe in g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,47
Flüssigkeiten in ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
8,70
Spezielle Wasseranalytik:
Der Ersatz von Ein-
zelstandards bei Triazinanalytik durch Misch-
standard, in dem alle Stoffe für die Methode
enthalten sind, führt im Vergleich entsprechend
der Verfahrensvorschrift SOP 12/1/03 (Triazine)
zu folgendem Ergebnis:
2009: Analyse von
49
Stoffen mit insgesamt
26
Einzel- oder Mischstandards
2011: Analyse von
58
Stoffen mit insgesamt
9
Einzel- oder Mischstandards
Der Standard wird nicht selbst hergestellt, d.h.
weniger Fehlerpotenzial und Umgang mit Ge-
fahrstoffen wird verringert.
Gewässerökologie:
Das Einbettharz Naphrax
lässt sich nicht durch Toluol-freies Einschluss-
mittel für Diatomeen ersetzen, da die Eigen-
schaften der Alternativmaterialien nicht gut
genug sind.
Zielstellung für 2012:
In den Umweltlaboren
Verbesserung des Umgangs mit Gefahrstoffen:
Konkret in Gewässerökologie:
Prüfung des Ersatzes von Kaliumdichromat
(krebserregend) für die Toxizitätstests. Es ist
für Methodische Untersuchungen für
Brachionustest, Leuchtbakterientest und
Daphnientest erforderlich
Verringerung des Probenvolumens für die
Bestimmung von Picoplankton
, dadurch Ver-
ringerung des Einsatzes von Konservie-
rungsmittel (Formaldehydlösung) auf 40 %.
Umprogrammierung des Geschirrspülers,
damit auch phosphatfreie und damit um-
weltverträglichere Spülmittel verwendet
werden können.
Allgemeine Wasseranalytik:
Einsatz selbsther-
gestellter Aufschlussreagenz für Aufschluss
Gesamt-Stickstoff und Gesamt-Phosphor er-
möglicht eine Einsparung von Verpackungen (ca.
300 Stück/Jahr) und Kosten um 2/3 (ca. 4000 €)
Verbesserung durch Standortwechsel Nossen:
Allgemeine Wasseranalytik Nossen:
Labore des
FB 53 sind seit Umzug auf einer Etage, sodass
die doppelte Filtration von Proben entfällt, das
führt zu einer Einsparung von ca. 1000 Filtern
pro Jahr.
Haus 5:
Die Passivhausbauweise bezweckt eine
Verringerung des Energieverbrauchs. Die Daten-
erfassung erfolgt ab 2012, die Darstellung vo-
raussichtlich ab 2013, siehe Umwelterklärung
2010, Seite 4. Gleiches gilt ab 2013/2014 für
Haus 4, in das der GB 6 einzieht.
Abb. 5:
Haus 5 in Nossen

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Umwelterklärung 2012
| 23
mit folgenden Maßnahmen in 2011:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Aufgrund der Um-
stellung von organischen Analysenverfahren auf
Direkteinspritzung kommt es zu einer erhebli-
chen Steigerung der Analysenzahlen in den
entsprechenden Analysenblöcken
In Folge der Umstellung steigt die Anzahl der
pro Probe ermittelten Parameter deutlich an:
2006 2007
2008
2009
2010
2011
Anzahl
256
262
294
299
319
329
Das Entwicklungspotenzial ist mit Fortschreiten
der Umstellung in 2011 ausgeschöpft.
Absicherung der Probentransporte
zwischen
den drei Laborstandorten und dem Zentrallabor
durch die Nutzung von Kurierdiensten ist dauer-
haft gewährleistet, mit folgenden Bedingungen:
termingenau, d. h. Laboranalyse am Folgetag
flexibel bezüglich Stauraum/Probenumfang
Labor Bad Düben:
Die Auswirkung der Um-
rüstung zur bedarfsabhängigen Zu- und Ab-
schaltung der Laborabzüge auf den Energiever-
brauch kann nicht sinnvoll mit Zahlen belegt
werden, da 2010 eine Totalrekonstruktion der
Heizungsanlage erfolgte. Der Ölheizkessel wurde
durch einen Gasbrennwertkessel ersetzt, alle
Heizkörper und Leitungen wurden erneuert.
Durch Nutzungsänderung und Umbau des Stan-
dortes wurden Räume zur Vor- und Nachberei-
tung der Probenahme eingerichtet.
In den Landwirtschaftslaboren
Analysen in Möckern:
Durch gezielte Abfrage
bei den Kunden wurde zum Jahresanfang der zu
erwartende Analysenbedarf angemeldet.
Dadurch konnten saisonabhängige Analysen
zeitnah ausgeführt werden, die Kontinuität im
Arbeitsablauf sichergestellt und der Personal-
einsatz optimiert werden. Die Optimierung wird
fortgesetzt.
Pflanzen/Futtermittel:
Eine verstärkte An-
wendung der Stickstoffbestimmung nach DU-
MAS ersetzt nass-chemische Verfahren, d. h. der
Einsatz von Laugen und Säuren fällt weg. Die
Zahl der Analysen auf der Basis DUMAS konnte
gegenüber 2010 um 30% gesteigert werden
(vgl. gegenüber 2009 um 10%).
Produktqualität NIRS
: Geplant war, den An-
teil der Schweinefleischproben aus der Leis-
tungsprüfanstalt des LVG, die mit der NIR-
Spektroskopie auf ihren intramuskulären Fett-
gehalt untersucht werden, bis einschließlich
2012 auf 75 % zu erhöhen. Im Jahr 2011 wur-
den 61,6 % der Proben mit der NIR- Spektro-
skopie untersucht. Die weitere Annäherung an
die Zielstellung war aus personellen Gründen
nicht möglich
Mikrobiologie:
Das
DNA-Extraktionsgerät
führt die Extraktion in einem geschlossenen
System automatisch durch, dadurch werden:
die Kontaktgefahr mit Chemikalien,
Fehler wie Pipettierfehler und
der Arbeitsaufwand (ca. 2 Stunden pro An-
satz) reduziert.
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien.
2010
2011
Parameter
308.320
283.679
kg Gefahrstoff fest
51
40
Kg Gefahrstoff flüssig
1.319
1.650
Zielstellung bis 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Die
Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS wird weiter verstärkt geführt.
Produktqualität NIRS:
Diese Zielstellung, die
Anwendung von NIRS auf 75% Schweine-
fleischproben zu erhöhen, kann auf Grund der
verbesserten personellen Situation, in 2012
erreicht werden.
Produktionsmittel:
Mit der Erweiterung des
CN-Analysators wird eine Methode zur gleich-
zeitigen Bestimmung des Schwefels in verschie-
denen Matrices (Böden, organische Düngemittel,
Substrate) erarbeitet.
1
10
100
1000
10000
100000
1000000
Parameter
kg Gefahrstoff
fest
kg Gefahrstoff
flüssig
Gefahrstoffeinsatz im GB 6
2010
2011

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Umwelterklärung 2012
24 |
3.2
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Daten-
fernübertragungsdaten der Pegel, Zielstellung
95 % wurde erreicht, mit folgender Daten-
grundlage
gesamt
2006
2010
2011
Pegelanzahl
173
178
181
Ausfalltage
371,0
110,5
73,0
Maximalverfügbarkeit in Tagen
63.145 64.970 66.065
Tage mit verfügbaren Daten
62.774 64.860 65.992
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,9
Grundwasser:
Erfüllungsquote der Grundwas-
serprobenahme gemäß Messprogramm, Zielstel-
lung 95 % wurde nicht erreicht, weil 31 Probe-
nahmen aufgrund des Umzuges des Labors nach
Nossen gestrichen wurden, mit folgender Da-
tengrundlage:
gesamt
2006
2010
2011
beauftragte GWPN
907
777
716
durchgeführte GWPN
890
760
672
Erfüllung GWPN in %
98,1
97,8
93,9
Datenverfügbarkeit Messnetz „Hochwasser im
Grundwasser“, Zielstellung 95 % wurde erreicht,
mit folgender Datengrundlage:
gesamt
2011
Messstellen HW im GW
66
Maximalverfügbarkeit in Tagen
24.090
erreichte Verfügbarkeit in Tagen
23.545
Verfügbarkeit in %
97,7
Die Zielstellungen bleiben für 2012 bestehen.
neue Kennzahlen zur Verfügbarkeit ab 2012:
Agrarmeteorologisches Messnetz
Ombrometermessnetz
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Verfügbarkeit der Daten des stati-
onären Immissionsmessnetzes mit den Kennzah-
len zur Gesamtverfügbarkeit (alle kontinuierlich
messenden Analysatoren), zur Verfügbarkeit der
Meteorologiedaten als differenzierende Teilgrö-
ße und mit den Kontrollgrößen als Vorausset-
zung der Datenerhebung, die Verfügbarkeit der
HVS-Daten (High Volume Sampler-Daten, tägli-
che Staubprobenahme) und die Verfügbarkeit/
Grenzwertverletzung der spezifischen Raum-
luftwerte (Temperaturüberwachung).
Ziel
2006
2009
2010 2011
Gesamtverfügbarkeit
95%
97,3
95,9
96,2
97,8
Meteorologiedaten
95%
96,6
99,5
99,4
99,3
HVS-Daten
95%
97,9
99,4
99,2
98,6
Temperaturüberwachung
98%
98,3
99,0
98,7
98,5
Alle Kennzahlen wurden erreicht.
Die neuen Kennzahlen konnten erstmals voll-
ständig erreicht werden.
Ziel
2010
2011
Ausfallquote Gravimetrie <0,1 % <0,1% <0,1%
Schwefeldioxid
98%
96,7
98,3
Ozon
98%
97,9
98,8
Stickoxide
98%
98,3
98,7
Benzol / Toluol / Xylol
95%
95,6
95,3
TEOM
95%
93,2
97,3

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Umwelterklärung 2012
| 25
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Termintreue
für Berichte, Gutachten und Vor-
träge mit monatlicher bzw. jährlicher Termin-
stellung und die
Überwachung
der Analysen für
die Landesuntersuchungsanstalt bleiben stabil.
Eine weitere Überwachung dieser Kennzahlen
führt zu keinem anderen Ergebnis.
Ab 2012 wird mittels Kennzahl die Terminein-
haltung für die „Überwachung der Durchlaufzei-
ten beim Wildfleischmonitoring“ geprüft.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Als realistische Obergrenze
wird daher der Verbrauch von 9,5 l auf 100 km
festgelegt.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
Emission:
Ziel
2006
2009
2010 2011
Übergabe schriftlicher
Messberichte in Tagen
< 21
20,5
14
15
X
Anzahl reklamierter
Messberichte pro Jahr
< 4
0
0
0
0
x:
ein Messbericht war krankheitsbedingte ver-
zögert und konnte nicht innerhalb von 21 Tagen
übergeben werden.
Beide Kennzahlen bleiben für 2012 bestehen.
Immission:
Zur Datenverfügbarkeit im Immissi-
onsmessnetz wird ab 2012 die Berichterstattung
an den Auftraggeber mittels Kennzahl über-
wacht:
Übermittlung der Wochenmail in
50 von 52
Wochen
am jeweiligen Freitag
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten / Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung der Monatsmail jeweils am
Freitag der nachfolgenden Kalenderwoche
in
10 von 12 Monaten
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit
Mit dieser Zielstellung soll das in 2011 erreich-
ten Niveaus sichergestellt werden.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003
2007
2008
2010
2011
Fahrtstrecke in km
795.887 854.545 886.943 903.980 947.705
Kraftstoffmenge in l
75.688 77.116 80.831 84.383 88.613
Verbrauch in l/100 km
9,51
9,02
9,11
9,33
9,34

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Umwelterklärung 2012
28 |
Impressum
Herausgeber: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Dresdner Straße 78 C, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 83994-0
Telefax: +49 351 83994-44
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
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4
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5
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Gustav-Kühn-Straße 8, 04159 Leipzig
6
Kleinsteinberger Straße 13, 04821 Brandis
7
Bitterfelder Straße 25, 04849 Bad Düben
8
Bergweg 23, 01326 Dresden
9
Waldheimer Straße 219, 01683 Nossen
10
Park 2, 02699 Neschwitz