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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
»Die Pädagogik kann aus
der Perspektive der Spiel-
pädagogik etwas Wichtiges
gewinnen: Leichtigkeit,
Lockerheit und Lernmotiva-
tion bei aller Lernintensität,
die im Spiel gegeben ist.
Gelänge es, dies in den
Bildungsinstitutionen zum
Tragen zu bringen, so wäre
damit eine Art ›Neubeginn‹
geschaffen.« S. Döring
So wollen wir unser erfolg-
reiches Konzept in vielen
Orten in Sachsen und über
die Grenzen Sachsens
hinaus multi plizieren und
verstärkt Familien und
Erzieher spielpädagogisch
fort- und weiterbilden.
Zielgruppen
Familien
Alleinerziehende
Singles
Pädagoginnen und Pädagogen
Erzieherinnen und Erzieher
Multiplikatoren der
Kinder-, Jugend- und
Familienarbeit
Projektziele
mittels des Mediums Spiel
Bildungsprozesse initiieren
den Lernenden einen geschützten
Handlungsrahmen zur Verfügung
stellen, in welchem sie tätig
werden und ihre kognitiven,
emotionalen, kreativ-schöpfe-
rischen, sozialen, körperlich-
motorischen und selbststeuern-
den Kräfte entwickeln können
Kontakt
Felsenweg-Institut
Karl Kübel Stiftung
für Kind und Familie
Straße des 17. Juni 25
01257 Dresden
Telefon 0351 21687-0
info@felsenweginstitut.de
www.felsenweginstitut.de
FamilyGames
Generationenübergreifende Spieleveranstaltungen und Spielekurse
1. Preis 2003
Felsenweg-Institut
der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
FamilyGames
1. Preis 2003
Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie
Generationsübergreifende Angebote für Familien
und spielbegeisterte Erwachsene ohne Kinder
Spielen wirkt in vielfacher Hinsicht fördernd auf Flexi-
bilität, Ausdauer,
Kommunikation,
Durchsetzungsvermö-
gen, Selbstständigkeit, motorische Fertigkeiten, Selbst-
vertrauen, Frustrationstoleranz, Kooperationsfähigkeit,
emotionale Belastbarkeit, logisches Denken, Konzentra-
tion und Kreativität.
Die Teilnehmerschaft setzt sich in der Regel aus den
unterschiedlichsten sozialen Schichten zusammen. Ins-
besondere bildungsferne Personengruppen werden durch
niederschwellige Angebote angesprochen. Teilnehme rin-
nen und Teilnehmer, die an mehreren Kursen teilgenom-
men haben, können bei Eignung und Interesse sowie nach
internen Weiterbildungen bei kommenden Veranstal-
tungen als Multiplikatoren tätig werden.
Angebote von FamilyGames:
Die Angebote von FamilyGames setzen sich aus einzel-
nen Modulen zusammen, welche jedoch nicht in einem
curricularen Sinn aufeinander aufbauen:
Kurse und Spieleveranstaltungen,
Spielewochenenden und Spielewochen für Familien,
Spieletage und Spielaktionen auf
Großveranstaltungen,
Infobörsen zum Thema »Spiel, Buch und
Computersoftware«,
Messearbeit für Verlage, Spiele-Events.
Highlights im Jahre 2003
Sächsischer Familientag
Spielebereich beim Dresdner Stadtfest
Spielaktion im Sächsischen Landtag am 3. Oktober
Spielefeste in Einkaufszentren
Familienspielefest anlässlich des Jubiläums 25 Jahre
»Spiel des Jahres« in Zusammenarbeit mit der Jury
»Spiel des Jahres«
Ausrichtung des ersten »Spielenden Flugzeugs«
am 16. Oktober in Kooperation mit Germanwings
12 Spieletage in bundesdeutschen Städten
Durchführung von Familientagen in Firmen
Inhalte von Weiterbildungen:
Erlernen von neuen Spielen, Grundlagen und Methodik
der Erwachsenenpädagogik, Grundlagen der Ent wick-
lungs
psychologie, Grundlagen der Gesprächsführung,
Steuerung von gruppendynamischen Prozessen, Veran-
staltungsmanagement, Reflexion der durchgeführten Ver-
anstaltungen, Lernen in Form von »best practice« und
»learning on the job«, Beratungstätigkeit und Förderung
von Spieleclubs und Spieleinitiativen, spielpädagogische
Weiterbildungen für Eltern und Erzieher, Ausbildung zum
Ludothekar/Spielekreisleiter
Familien für Familien
Getragen wird die Arbeit von FamilyGames neben den
in FamilyGames tätigen Pädagogen wesentlich auch von
den so genannten »FamilyGames-Familien«. Das sind
ganze Familien, also Erwachsene und Kinder, die sich bei
der Planung, Gestaltung und Durchführung von Spiele-
veranstaltungen und Spielekursen verantwortlich mit
einbringen und engagieren. Die FamilyGames-Mitarbeiter
werden regelmäßig geschult.
FamilyGames hat sich nach der Preisverleihung zum bun-
desweit größten Veranstalter von Spieleveranstaltungen,
Familienspielefreizeiten und Spieleschulungen wei ter-
entwickelt. Inzwischen steuern 4 hauptamtliche Mitarbei-
ter sowie über 100 engagierte freie Mitarbeiter (Familien,
Studenten etc.) die unterschiedlichen Aktivitäten von
FamilyGames.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
medieninteressierte
Bürgerinnen und Bürger
jeder Altersstufe
Jugendliche mit Orientierung
auf Medienberufe
Studierende in medienrelevanten
Studienrichtungen
ausländische Mitbürgerinnen
und Mitbürger
Projektziele
bürgeroffene, praktisch orien-
tierte Medienerweiterung und
-erprobung auf öffentlichen
Sendeplattformen und in
Wettbewerben
Verständnis und Toleranz für
das Fremde fördern
Möglichkeiten für ausländische
Jugendliche zur Integration
innerhalb der Projektarbeit
Weiterbildung im Medienbereich
mit Integrationsarbeit verbinden
Kontakt
Medienkulturzentrum Dresden e.V.
Schandauer Straße 64
01277 Dresden
Telefon 0351 31540670
post@medienkulturzentrum.de
www.medienkulturzentrum.de
Menschen in Dresden
Filmprojekt über ausländische Mitbürger in Dresden, das Weiterbildung
im Medienbereich und Integrationsarbeit miteinander verbindet
2. Preis 2003
Medienkulturzentrum Dresden
Medien und Technik
Unsere Vision
Mit dem Projekt »Menschen
in Dresden« möchte der
Verein ein Zeichen für
bürgeroffene und integrative
Medienarbeit setzen.
Es wendet sich gezielt
Menschen zu, die bisher
wenig oder keinen Zugang
zur öffentlichkeitswirksamen
Medienarbeit haben.
Gleichzeitig möchten wir
die Öffentlichkeit für die
Probleme und Lebenssitua-
tionen dieser Menschen
sensibilisieren und hier
insbesondere medienwirk-
same Formen der Integrati-
onsarbeit entwickeln.
Die Einbeziehung und Mit-
wirkung von Jugendlichen
in diese Projekte und die
Erweiterung der Aktivitäten
im europäischen Rahmen
wird ausgehend von
unseren Kernprojekten
weiter entwickelt werden.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Menschen in Dresden
2. Preis 2003
Medienkulturzentrum Dresden
Menschen in Dresden
Das Projekt des Medienkulturzentrum Dresden e.V.
»Menschen in Dresden« verbindet Weiterbildung
im Me-
dienbereich mit Integrationsarbeit. Multinationale und
-kulturelle Gruppen erstellen Filmporträts über auslän-
dische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Dresden. Aus-
gangspunkt ist die Be fragung von Menschen unterschied-
licher Herkunft zu ihren Vorstellungen von Partnerschaft,
Geschlechter rollen, Jugend und Religion sowie zum The-
ma »Ausländer«. Positionen zum Thema des Fremden
werden durch das Kennenlernen und Gegenüberstellen
erarbeitet. Gemein samkeiten und Unterschiede sollen
zei gen, warum es manchen so schwer fällt, andere zu ak-
zep tieren. Darauf aufbauend setzen die Porträts bei den
eigenen Geschichten der ausländischen Mitbürgerinnen und
Mitbürger an, beschreiben deren Situation und Probleme.
Professionelle Anleitung für die Filmprojekte
Bestehende Kontakte zu Schulen in Dresden, zur Auslän-
derbeauftragten von Dresden, zum Ausländerrat, zum
Aus
länderbeirat und zum Integrationszentrum für Russ-
land deutsche werden genutzt, um Hemmnisse und Vorbe-
halte abzubauen. Diese Kontakte werden für die Arbeit mit
Jugendlichen und Erwachsenen kontinuierlich ausgebaut.
Die Ausstrahlung der Beiträge auf der regionalen Sen-
deplattform (Dresden Fernsehen, Chemnitz Fernsehen
und Leipzig Fernsehen) gibt der Arbeit ein festes Ziel und
notwendige Rück- und Erfolgsmeldungen in der Öffent-
lichkeit. Damit leisten die Teilnehmerinen und Teilnehmer
des Weiterbildungsprojektes zugleich einen aktiven Bei-
trag zur öffentlichen Darstellung und Selbstverwirkli-
chung von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Aktivitäten und Kontakte für Medienprojekte mit
Menschen verschiedener europäischer Länder geplant
Projekte mit Jugendlichen aus den östlichen Nachbar-
ländern sind für uns dabei von besonderem Interesse.
Eine unserer Visionen ist das Entstehen eines europäi-
schen Austausches von Medienlernenden und -schaf-
fenden im Fernsehproduktionsbereich. Daran beteiligt
werden Video- und Filmstudios, die an Integrationspro-
blemen und Austausch interessiert sind.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Die Vernetzung der Aus-
bildung von Fachkräften
mit der Weiterbildung von
Menschen mit Behinde-
rungen und deren sozialem
Umfeld, um damit Integra-
tion zu leben
Weiterbildung von Menschen
mit geistiger Behinderung
Bildungsprojekt, welches die Weiterbildung von Menschen mit geistiger
Behinderung mit der Ausbildung von Fachkräften der Behindertenhilfe vernetzt
3. Preis 2003
Sozialpsychologisches
Institut Beutha
Zielgruppen
Bewerberinnen und Bewerber
mit Berufsausbildung im
förderlichen Bereich,
ohne Berufsausbildung mit
Berufserfahrung,
ohne Berufsabschluss,
mit Realschulabschluss,
mit Abitur o. Fachhochschulreife
Projektziele
Verbesserung der Lebensqualität
von Menschen mit geistiger
Behinderung durch:
Weiterentwicklung der
Persönlichkeit,
Vermittlung von Hilfen zur
Lebensbewältigung,
Erweiterung der Selbstständigkeit,
Erhöhung des Selbstwertgefühls,
Kommunikationsförderung und
Unterstützung für das Leben
und Arbeiten in der eigenen
Fa milie, im Wohnheim oder in
der Werkstatt für Behinderte (WfB).
Darüber hinaus werden vor Ort
Fachschülerinnen und Fachschüler
ausgebildet.
Kontakt
Sozial-Psychologisches Institut
Stollberger Straße 22 a
09380 Thalheim
Telefon 03721 26964-0
admin@spi-thalheim.de
www.spi-thalheim.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Weiterbildung von Menschen mit geistiger Behinderung
3. Preis 2003
Sozialpsychologisches Institut Beutha
Wie das Projekt entstand
Seit 1999 findet Weiterbildung geistig behinderter Er-
wachsener am Fachbereich Heilerziehungspflege der
Fach
schule für Sozialwesen in Beutha statt. Die Idee ent-
stand in enger Kooperation mit Einrichtungen der Be-
hindertenhilfe. Eine enge Verzahnung der Ausbildung von
staatlich anerkannten Heilerziehungspflegern, den Fach-
kräften der Behindertenhilfe, mit der Weiterbildung von
Menschen mit geistiger Behinderung eröffnet neue Hori-
zonte für die Lern- und Bildungsfähigkeit von Personen-
gruppen mit bislang geringen Bildungschancen. Sie ist
Ausdruck der Überzeugung, dass Bildung ein lebenslanges
Grundrecht aller Menschen ist.
Erlerntes erhalten, festigen und erweitern
Zu diesem Zweck schuf das SPI Beutha Angebote, die
der Schädigung und Behinderung Rechnung tragen, res-
sourcen- und bedürfnisorientiert sind, Möglichkeiten
der Selbsterfahrung bieten, Antrieb,
Selbstvertrauen und
Selbstwertgefühl steigern und zur Integration beitra-
gen. Dies geschah
1. durch Wissensvermittlung (lebenspraktischer
Bereich, kreativ-musischer Bereich, Sport- und
Bewegungserziehung, sozialer Bereich, kognitiver
Bereich) und
2. durch Arbeitserfahrung.
Durchführung des Projektes
Ursprünglich war das Projekt nur für ein Jahr geplant.
Bei der Abschlussveranstaltung forderten die Schüler je-
doch – sehr emotional – die Weiterführung
des Unter-
richts. Daraufhin wurde das Konzept
auf zunächst zwei
Jahre erweitert. Seit 1999 wurden damit zwei Gruppen
über jeweils zwei Jahre geführt; die erste im Zeitraum
von 1999 bis 2001, die zweite in der Zeit von 2001 bis
2003. Die Teilnehmerzahl der Gruppen variierte in Ab-
hän gigkeit von der Behinderungsart und dem Behinde-
rungs grad der Schüler. Sie reichte von 10 bis zu 12 Schü-
lern. Es wurde ein Betreuungsschlüssel von 2:1 angestrebt,
dies bedeutet, dass je zwei Fachschüler einen Schüler
mit geistiger Behinderung betreuten. Für vier Stunden in
der Woche waren die Schüler mit geistiger Behinderung
in der Fachschule; in dieser Zeit wurden ihnen die Weiter-
bildungsangebote unterbreitet.
Das Projekt trug zur Lösung mehrerer Probleme auf un-
ter schiedlichen Ebenen bei:
1. der Ausbildung von Fachkräften,
2. der Weiterbildung von Menschen mit geistiger
Behinderung,
3. der Schaffung tagesstrukturierender Angebote
und
4. der Integration und Umsetzung des Anspruchs
auf Gleichstellung.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Frauen
Seniorinnen und Senioren
Arbeitslose
Aussiedlerinnen und Aussiedler
Projektziele
Sprachunterricht und konkrete
Arbeit miteinander verbinden
Aussiedler renovieren ehren-
amtlich die Christuskirche
Freital-Deuben.
Die Projektteilnehmerinnen und
-teilnehmer erkennen, dass man
auch ohne Bezahlung einen
persönlichen Gewinn erfahren
kann.
Kontakt
Volkshochschule Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge e.V.
(ehem. Volkshochschule
Weißeritzkreis e.V.)
Geschäftsstelle Freital
Kirchstraße 8
01705 Freital
Telefon 0351 6413748
info@vhs-ssoe.de
www.vhs-ssoe.de
Unsere Vision
Mit unserem Bildungs-
angebot diejenigen
erreichen, die es am
nötigsten haben,
unsere Sprachkurse
so gestalten, dass ein
maximaler Integrations-
erfolg erreicht wird
Deutsch lernen bei
gemeinnütziger Arbeit
Integration von Aussiedlern durch die Verbindung von
Sprachkompetenzerweiterung und praktischer Arbeit
Preisträger 2004
Volkshochschule
Weißeritzkreis e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Leben und Arbeiten für unsere Heimat Freital«
Das Projekt verband drei Bereiche miteinander: Lernen,
Arbeiten und Leben. Sein Grundansatz war, Spätaussied-
lerinnen und Spätaussiedlern, die schon einen Sprachkurs
absolviert haben, etwas anzubieten, das ihre sprachlichen
Fähigkeiten er
weitert und sie gleichzeitig »fassbar« ihrer
neuen Heimat näher bringt. Bei einem Gang durch Freital
sollten sie angesichts konkreter Objekte bzw. Arbeitser-
gebnisse letzt lich sagen können: »Hierbei habe ich selbst
mitgewirkt.« Dieser Gedanke ließ sich gemeinsam mit der
Kirchgemeinde Freital-Deuben verwirklichen, die ge wal-
tige Hoch wasserschäden an ihrer Kirche und anderen
kirch lichen Gebäuden zu beseitigen hatte. So wurde ein
Konzept ent wickelt, das Deutschunterricht mit Arbeit und
gemeinsamen Veranstaltungen verband. In der Praxis er-
wies sich die Tragfähigkeit dieses Ansatzes: Das Projekt
konnte mit großem Erfolg abgeschlossen werden.
Durchführung des Projekts
Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – 12 Frauen und
6 Männer – waren aus
schließlich Spätaussiedlerinnen und
Spätaussiedler; Ausländer konnten nicht gewonnen wer-
den. Der Deutschunterricht wurde in der Volkshochschule
durchgeführt. Arbeits- und Unter richts tage wech selten
sich regelmäßig ab (jeweils 2 bzw. 3 pro Woche).
Themen des Deutschunterrichts
Der Deutschunterricht wurde unter Nutzung des Internets
gestaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer recher-
chierten zu folgenden ausgewählten Themen:
Kennenlernen,
Bürger und Politik,
Aberglaube,
Glück und Pech,
Sport,
Deutsch im Beruf,
Bewerbung,
Leben im Alter sowie
grammatische Probleme.
Außerdem fertigten sie tägliche Tagebuchberichte an.
Im Rahmen des Projekts erledigte Arbeiten
Putz in der Kirche abhacken und Container beladen,
Kirchenbänke reinigen, alte Farbe abbrennen,
Pflegearbeiten im Kirchgelände und
den Grün anlagen durchführen,
Gräben für Versorgungs leitungen ausheben,
Materialtransporte erledigen,
das Kir chenzelt am Platz des Friedens aufbauen,
Zäune und einen Schuppen streichen,
den Kirchenboden beräumen,
das Archiv aufräumen.
Im Rahmen des Projekts besuchte Veranstaltungen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten gemein-
sam Veranstaltungen verschiedenster Art, z. B.
eine Kir-
chen führung, ein Konzert mit Ivan Rebroff, eine Auf-
führung im Dachtheater, eine Informationsveranstaltung
zum Reformationsfest, einen Gemeindeabend und die Ab-
schlussveranstaltung. Damit wurden weitere Plattformen
zur Verbesserung der Deutschkenntnisse geboten.
Verbesserung der Deutschkenntnisse der Teilnehmer
Die Bereitschaft, sich in Deutsch auszudrücken, wuchs.
Die Arbeitsberichte wurden kontinuierlich fortgeschrie-
ben. Unter anderem erarbeiteten die Projektteilnehme-
rinnen und Projektteilnehmer eine Darstellung der Ge-
schichte der Freital-Deubener Kirche. Die geleisteten
Ar
beiten hätten normalerweise erhebliche Kosten verur-
sacht. Es ist daher angemessen, bei der Beurteilung des
Projekterfolges auch den materiellen Aspekt zu be rück-
sichtigen. Eine genaue Feststellung des Wertes der ge-
leisteten Arbeit ist zwar nicht möglich, aber auch nicht
erforderlich. Er dürfte annähernd den Gesamtkosten des
Mikroprojekts entsprechen. Alle Beteiligten bekundeten
einhellig, dass die gemeinsame Arbeit am Vorhaben für
sie sehr schön und nützlich gewesen war. Die Kontakte
untereinander und zu den Mitarbeiterinnen und Mitar-
beitern der Volkshochschule und der Kirchgemeinde be-
stehen weiter.
Deutsch lernen bei gemeinnütziger Arbeit
Preisträger 2004
Volkshochschule
Weißeritzkreis
e.V.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Menschen mit einer geistigen
und/oder körperlichen Behinde-
rung, die in Einrichtungen der
Einglie de rungs hilfe in Deutsch-
land leben,
Assistenten von Heimbeiräten,
Menschen mit einer Behinderung
aus Polen und Tschechien
Projektziele
Menschen mit geistiger und/
oder körperlicher Behinderung
helfen, ihre eigenen Interessen,
Wünsche und Bedürfnisse zu
formulieren und durchzusetzen
Heimbeiräte hinsichtlich ihres
Mitwirkungsrechtes
wei ter bilden,
Handlungskompetenz und Kom-
munikationsfähigkeit
vermitteln
behinderte Menschen in die
Ge sellschaft integrieren und
Barrieren ab- sowie Brücken
aufbauen
Kontakt
Martinshof Rothenburg
Diakoniewerk
Mühlgasse 10
02929 Rothenburg/O.L.
Telefon 035891 38-0
info@martinshof-diakoniewerk.de
www.martinshof-diakoniewerk.de
Unsere Vision
Menschen mit Behinderun-
gen sollen selbstbestimmt
leben können. Durch unsere
Bildungsarbeit wollen wir
möglichst viele Menschen
dabei unterstützen, dass sie
selbstbewusst, mitbestim-
mend und gleichberechtigt
am Leben teilhaben können.
Eine zu entwickelnde Kon-
ferenz der Mitglieder der
Mitbestimmen – aber wie?
Befähigung von Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung
zur Mitwirkung in Heimbeiräten
Preisträger 2004
Martinshof
Rothenburg Diakoniewerk Bildungs- und Begegnungsstätte
sächsischen Heimbeiräte
unter der Schirmherrschaft
des Ministerpräsidenten
des Freistaates Sachsen
wäre eine besonders schöne
Vision, die diese Heim bei-
rats arbeit würdigt. Wir
hoffen, dass in den EU-
Beitrittsländern ähnliche
Prozesse in Gang kommen
und wir gemeinsam lernen.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Mitbestimmen – aber wie?
Preisträger 2004
Martinshof Rothenburg Diakoniewerk Bildungs- und Begegnungsstätte
Praktische Lernorte
Die Lerngruppe einer Projektveranstaltung besteht aus
circa 25 Erwachsenen jedes Alters,
welche zum Teil
mit
ihren Assistenten das Seminar besuchen. Das Bildungs-
angebot selbst wird durch einen pädagogischen Mitar-
beiter der Bildungs- und Begegnungsstätte und etwa ein
Dutzend pädagogische Honorarkräfte gestaltet. Die Ver-
anstaltungen finden dabei stets an authentischen, prak-
tischen Lernorten statt (z. B. in den Wohngruppen).
Während der Seminare haben die Kursteilnehmer die
Gelegenheit, Lösungen für aktuelle Fragen und Bedürf-
nisse gemeinsam zu entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass
die Heimbeiräte vor allem an Themen wie »Partnerschaft«,
»Sexualität« und »persönliches Budget« stark interessiert
waren.
Die Weiterentwicklung des Projekts
Die bisherigen Teilnehmer der Grundkurse äußerten gro-
ßes Interesse an Möglichkeiten, sich besser zu informieren
und den gegenseitigen Austausch fortzuführen. Ein ers-
tes Aufbauseminar fand bereits statt, weiterführende
Kurse sind durch die Bildungsstätte geplant. Erstmals
nahmen in diesem Jahr auch Menschen mit geistiger Be-
hinderung aus Polen und Tschechien unser Angebot wahr.
In den Heimen der neuen EU-Beitrittsländer soll der Mit-
bestimmungsprozess der Bewohner begonnen und ge-
staltet werden. In diesen Ländern gibt es bislang keine
ge setzlichen Regelungen zur Mitwirkung der Heimbe-
wohnerinnen und -bewohner.
Heimbeiräte als Interessenvertreter
Durch das Heimgesetz (HeimG) wird u. a. Menschen mit
Behinderung, die in einem Heim leben, durch die Mög-
lichkeit eines Heimbeirates ein Mitwirkungsrecht in An-
gelegenheiten des Heimbetriebs garantiert. Das Projekt
will durch Seminare gewählte Heimbeiräte dazu befähigen,
in den Einrichtungen der Behindertenhilfe stärker bei den
Angelegenheiten des Heimbetriebes mitzureden und
durch ihre Mitwirkung den Heimalltag zu gestalten.
Inhalte der Seminare
Welche Mitspracherechte sind festgelegt und wie können
diese genutzt werden? Wie wird der Heimbeirat gebildet
und welche Aufgaben und Befugnisse
hat er? Wie wird
eine Heimbeiratssitzung vorbereitet und durch geführt?
Welche Möglichkeiten des partnerschaftlichen Zusam-
menwirkens mit Heimleitung und Einrichtungsträger gibt
es? Wie gehe ich mit Beschwerden der Mitbewohnerinnen
und Mitbewohnerum? Wen kann ich ansprechen, wenn
es Probleme gibt?
Gestaltung der Seminare
Die Bildungs- und Begegnungsstätte Brüderhaus im
Mar
tinshof Rothenburg veranstaltet 5-tägige Grundse-
minare, in denen relevantes Wissen über die Heimmit-
wirkungsverordnung und über spezifische Befugnisse und
Aufgaben vermittelt werden. Dies geschieht sowohl durch
Text- und Bildmaterial als auch mittels Rollenspielen
und Gruppenarbeit verständlich und in einfacher Sprache.
Wichtig dabei ist, dass Beispiele der Teilnehmenden ein-
bezogen werden.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Spätaussiedlerinnen und
Spätaussiedler
Projektziele
die Integrationsfähigkeit der
Spätaussiedlerinnen und -siedler
spürbar erhöhen und ihr
Selbstvertrauen, ihr Selbst-
bewusstsein und ihre Selbst-
ständigkeit stärken
den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern Zugänge zum
Arbeitsmarkt aufzeigen und sie
be fähigen, diese zu nutzen
Kontakt
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Löhrstraße 17
04105 Leipzig
Telefon 0341 71005-0
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Unsere Vision
Unsere Bildungsangebote
sollen die Menschen zu
selbstständigem politischen
Urteilsvermögen befähigen,
ihre Motivation und ihren
Willen stärken, sich aktiv in
die Demokratie einzubringen
und so auch ihre Interessen
zu vertreten, ihre sozialen
und kommunikativen
Kompetenzen erhöhen
Zusammenleben
in Deutschland
Hilfen für Spätaussiedler beim Zugang zu Gesellschaft und Beruf durch erlebnis-
und dialogorientierte Bildungsveranstaltungen und sportliche Aktivitäten
Preisträger 2004
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
sowie ihre Fähigkeit zur
Integration in die Gesell-
schaft, in Ausbildung,
Beruf und Arbeitsmarkt
verbessern.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Ergebnisse
Im Zeitraum von 2000 bis 2003 fanden 185 Ver an stal-
tungen mit 436 Veranstaltungstagen statt, an denen
3.194 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (1.596 Spätaus-
siedlerinnen und Spätaussiedler, 1.598 Einheimische) teil-
nahmen. Netzwerkarbeit wurde mit über 20 Partnern im
Großraum Dresden geleistet. Mit dem Projekt konnten
wichtige Kenntnisse, Fähigkeiten und Motivationen zur
besseren Integration in das Gemeinwesen vermittelt wer-
den. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten
ein tieferes Verständnis für die sozialen und kulturellen
Gegebenheiten in der Bundesrepublik bzw. in der Region.
Damit gab das Projekt auch Raum für die Entwicklung
von Heimatgefühl. Gleichzeitig entwickelten sich Kontak-
te und Vertrauen zwischen Spätaussiedlerinnen und Spät-
aussiedler und Einheimischen. In Begegnungen und durch
aktive Tätigkeit verbesserten sich deut lich die kommu-
nikativen Fähigkeiten, die soziale Handlungskompetenz
und das Selbstwertgefühl der Teil nehmerinnen und Teil-
nehmer. Außerdem wurden Möglichkeiten zur Nutzung
bzw. zum Ausleben eigener Fähig keiten, Neigungen und
Talente aufgezeigt.
Inhalte
Biografiearbeit, eigene geschichtliche Erfahrungen, ge-
schichtliche und kulturelle Identität, Kultur und Ent
wick-
lung der Region, Funktionsweise demokratischer Struk-
tu
ren, Mitwirkungsmöglichkeiten, Gesetzgebung und
Rechts staat, Rechtsextremismus, Gewalt, Toleranz, Wirt-
schaft und Arbeitsmarkt, Medien und Kommunikations-
training, praktische Fragen der persönlichen Integration,
Chancen der Selbstverwirklichung
Methodisch-didaktische Vorgehensweise
Ausgangspunkt waren die Interessen und Gefühlswelten
der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer.
In der Projektarbeit
standen der Dialog (Gesprächsrunden, Gruppenarbeit) und
gemeinsame Aktivitäten (z. B. in Theaterworkshops) im
Mittelpunkt. Eine »aufsuchende« und »abholende« Bil-
dungs arbeit im Lebens umfeld der Zielgruppe und die
Ver meidung von Szenarien tradierter Lernformen (direkter
Wohnumfeld- und Lebensweltbezug, Begegnungscharak-
ter der Maßnahmen, Ganzheitlichkeit der Bil dungs arbeit,
Erlebnisorientierung, aktives Lernen der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer) charak terisieren das Projekt. Integrative
Arbeit fand in drei Projektbereichen statt: Bildungsver-
anstaltungen mit Begegnungscharakter, sozialintegrative
Seminare für Spätaussiedler und Integration durch Be-
gegnung im Sport.
Transfer
Die Vielzahl der erprobten Methoden und vor allem der
Ansatz der gemeinschaftlichen pädagogischen Arbeit von
Spätaussiedlern und Einheimischen bilden auch viele
Jahre später noch das Fundament in den Bildungsange-
boten von ARBEIT UND LEBEN Sachsen mit der Zielgrup-
pe der Migrantinnen und Migranten in den Bildungsbe-
reichen, die politische und soziale Bildung verknüpfen.
Zusammenleben in Deutschland
Preisträger 2004
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
intern: junge Ehrenamtliche
(Beteiligung und Qualifizierung
im Projekt)
extern: (Berufs-)Schülerinnen
und Schüler, Auszubildende,
Lehrerinnen und Lehrer,
Ausbilderinnen und Ausbilder
(Projekttage und Bildungsver-
anstaltungen)
Projektziele
klar gegen menschenverachtende
Meinungen auftreten
Aufklärung leisten,
Wissen vermitteln
zur Zivilcourage herausfordern
Solidarität mit von Diskriminie-
rung Betroffenen fördern
junge Menschen zum demokra-
tischen Engagement ermutigen
Sozialkompetenzen und ein
offenes und faires Miteinander
stärken und fördern
Kontakt
Netzwerk für Demokratie
und Courage e.V.
Könneritzstraße 5
01067 Dresden
Telefon 0351 4810060
info@netzwerk-courage.de
www.netzwerk-courage.de
Unsere Vision
Unsere Vision ist eine
kontinuierliche, auf breite
Unterstützung bauende,
antirassistische und Demo-
kratie fördernde Bildungs-
arbeit. Diese Themen
werden in unserer Vision
zu Querschnittsthemen in
der Schule und der
Gesamt gesellschaft.
»Jugend für Jugend« –
TeamerInnen-Qualifikation im NDC
Schulungen junger Ehrenamtlicher für die Durchführung von Projekttagen an
Schulen zu den Themen Vorurteile, Rassismus und menschenverachtendes Denken
2. Preis 2005
Netzwerk für Demokratie
und Courage e.V. (NDC)
Politik und Weltanschauung
Gemeinsam arbeiten
daran viele unterschiedliche
Beteiligte aus Initiativen,
Vereinen, Verbänden,
Organisationen und sonsti-
gen Zusammen hängen.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Jugend für Jugend« – TeamerInnen-Qualifikation im NDC
2. Preis 2005
Netzwerk für Demokratie und Courage e. V. (NDC)
Projekttage an Schulen, in Betrieben und
in Jugendgruppen
1998 – nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und
dem Einzug der DVU ins Landesparlament – setzten sich
junge Leute zusammen und überlegten, wie sie mit
denen ins Gespräch kommen könnten, die der DVU ihre
Stimme gegeben haben. Darüber hinaus wollten sie auf
einer breiteren Basis mit Jugendlichen diskutieren, diese
aufklären und zum Nachdenken anregen, um rassistische,
menschenverachtende Ideologien und Machtansprüche
aufzudecken und zurückzudrängen. Ergebnis der Diskus-
sion war die Konzeption und Durchführung von Projekt-
tagen »Für Demokratie Courage zeigen« an sächsischen
Schulen. Es existieren drei thematische Basiskonzepte für
diese Projekttage
Schublade öffnen! Am Anfang war das Vorurteil
(zu den Themen Diskriminierung, Rassismus,
Migration und couragiertes Handeln)
Alles verändert sich – Du machst den Unterschied!
(zu den Themen Chancen, Interessen und Einfluss-
möglichkeiten in unserer Gesellschaft)
Egal geht nicht! (zu den Themen couragiertes
Handeln gegen menschenverachtende Einstellungen
und Neonazis)
Neben diesen Kernprojekttagen beschäftigen sich dar-
auf aufbauende Projekttagskonzepte mit den Themen
Medien, Europa, Sexismus, Konflikte und Teamarbeit.
Die Teamerinnen- und Teamerausbildung
Die Projekttage werden von qualifizierten Teamerinnen
und Teamern
geleitet. Ausgehend vom Bildungsansatz
»Jugend für Ju gend« werden diese im Netzwerk für De-
mokratie und Cou rage geschult. In einer sechstägigen
Teamschulung er arbeiten sich zukünftige Teamerinnen
und Teamern die Schwerpunkte der Pro jekttage, eignen
sich verschiedene Moderationsmethoden und Argu-
mentationsstrategien an, setzen sich mit Lernzielen aus-
einander und erhalten eine Einführung in gruppendy-
namische Prozesse. Die Teilnahme an einer Teamschulung
bildet die Voraussetzung dafür, dass die ehrenamtlichen
Teamerinnen und Teamern selbstständig Projekttage
durchführen können. Um die kontinuierliche Überarbei-
tung der Pro jekt tagskonzepte nachzuvollziehen, nehmen
die Teamerinnen und Teamern an regelmäßigen Weiter-
bildungen teil.
Die Teamschulungen werden von erfahrenen und eigens
dafür qualifizierten Teamerinnen und Teamern durch-
geführt.
Neben einem starken Beteiligungsaspekt wird eine au-
thentische, sehr praxisbezogene Vermittlung der Inhalte
gewährleistet. Außerdem wird so das Prinzip der Ehren-
amtlichkeit auch auf die gesamte Qualifikation der Teame-
rInnen erweitert. Die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in
das Projekt einbringen zu können und von anderen Er-
fahrungen zu lernen, fördert in starkem Maße persön-
liche Entwicklungschancen von jungen Menschen.
Zahlen seit 1999
Seit 1999 haben wir in Sachsen
450 ehrenamtliche Teamerinnen und Teamer
in 30 Team schulungen ausgebildet,
2.300 Projekttage durchgeführt,
46.000 Schülerinnen und Schüler erreicht und
52 ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer
ausgebildet.

image
Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Projektziele
Sowohl die Erziehungskompetenz
der Eltern stärken als auch
deren Fähigkeiten zur Unter-
stützung der Bildungsprozesse
ihrer Kinder fördern
Eltern, die bisher eher bildungs-
abstinent waren, an Bildung
heranführen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Familien
Alleinerziehende
Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren
Beschäftigte in der Politik
und Verwaltung
Kontakt
Deutscher Kinderschutzbund e.V.
Ortsverband Zittau
Goethestraße 2
02763 Zittau
Telefon 03583 5403333
gf@dksb-zittau.de
www.dksb-zittau.de
FamilienBildung
Ein Kooperationsprojekt von öffentlichen und freien Trägern
zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern
3. Preis 2005
Deutscher Kinderschutzbund
Ortsverband Zittau e.V.
Unsere Vision
Eine familienfreundliche
Dreiländerregion, in der
Kinder, Jugendliche und
Familien einen attraktiven
Lebensraum finden, der
ihnen eine Zukunft bietet

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
FamilienBildung
3. Preis 2005
Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Zittau e.V.
punkt Elternarbeit, Öffentlichkeit- und Pressearbeit,
Einwerben zusätzlicher Finanzmittel, Dokumentation der
durchgeführten Veranstaltungen
und geleisteter Arbeit.
In Erweiterung der klassischen Konzepte der Familien-
bildung (Familienzentren etc.) wird dabei der Schwer-
punkt auf Bildungsveranstaltungen mit Seminarcharakter
gelegt, die sowohl inhaltlich als auch methodisch-di-
daktisch dem Bedarf verschiedener Zielgruppen (z. B.
junge und minderjährige Mütter, Familien in Hilfen zur
Erziehung, Migranten u. a.) angepasst sind (z. B. durch
die methodische Verknüpfung von Familienerholung und
Bildungskurs).
Stärkung der Erziehungskompetenzen
Derzeit finden ca. 50 solcher Veranstaltungen pro Jahr
statt. Mehr als 1000
Menschen haben bereits an den
An geboten teilgenommen. Weiterhin haben sich inner-
halb des Netzwerks interdisziplinär besetzte Projektteams
ent wickelt, die an der Entwicklung bedarfsgerechter
An ge bote für die jeweilige Zielgruppe arbeiten, z. B. die
Pro jekt teams »Schule und Familie«, »Aussiedler und Fa-
mi lien bildung« und »Familie und Behinderung«.
Das Projekt »FamilienBildung« wurde im November 2003
vom Kreistag in das Zukunftsprogramm des Landkreises
Löbau-Zittau und 2004 in den Jugendhilfeplan des Land-
kreises aufgenommen und findet inzwischen auch über-
regional viel fältige Beachtung.
Die gelungene Kooperation zwischen öffentlichen und
freien Trägern sowie die im Verlaufe der Projektarbeit ge-
schaffene breite Allianz für »FamilienBildung« im Land-
kreis ermöglichten es darüber hinaus, trotz drastischer
Reduzierungen im Jugendhilfeetat ab 2005 zwei Teil-
zeitstellen für die Netzwerkkoordination sowie die in-
haltliche Projektarbeit zu finanzieren. Damit bestehen
nun gute Bedingungen für eine umfassende Bildungs-
offensive für Familien im Landkreis Löbau-Zittau.
Bedingungen für Familien verbessern
Der Landkreis Löbau-Zittau wird im »Familienatlas 2005«
hinsichtlich der Perspektiven
für Familien bundesweit
gesehen in die Schlusskategorie eingeordnet. Vor diesem
Hintergrund hat der Ortsverband Zittau des Deutschen
Kinderschutzbundes bereits 2003 das Projekt »Familien-
Bildung« im Rahmen der Initiative »Zukunft braucht
Visionen« des Landkreises Löbau-Zittau initiiert. Ziel ist
der Aufbau eines bildungsbereichsübergreifenden Netz-
werks »Familien-Bildung im Landkreis Löbau-Zittau«. Das
Netzwerk wird im Kooperationsverbund vom Deutschen
Kinderschutzbund Ortsverband Zittau e.V., Landkreis
Löbau-Zittau und Internationalem Begegnungszentrum
St. Marienthal koordiniert. Ca. 20 Institutionen, Vereine
und Initiativen haben sich inzwischen in diesem Netzwerk
zusammengeschlossen. Weitere Einrichtungen sind aus-
drücklich zur Mitarbeit in dem Kooperationsprojekt ein-
geladen.
Netzwerk für ein breit gefächertes Bildungsangebot
Von den Mitgliedern des Netzwerkes wurden gemeinsam
Bildungsangebote für Familien (z. B.
Elternkurse »Starke
Eltern – starke Kinder«, Elterntrainings »Fit for Kids«,
Babysitter-Card) und für Fachkräfte der Familienarbeit
(z. B. Fachtagungen, Multiplikatorenausbildung und Wei-
terbildung zur Elternarbeit) entwickelt.
Neben dem Angebot von Bildungsveranstaltungen für
Familien sowie dem Aufbau von Projektteams widmet sich
die Netzwerkarbeit weiteren Aufgaben:
Erfassen und Koordinieren der im Landkreis Löbau-Zittau
existierenden Bildungsangebote für Familien, Koopera-
tionsgespräche mit Akteuren des Netzwerkes, Entwick-
lung und Umsetzung neuer, bedarfsgerechter Angebote
für verschiedene Zielgruppen in Zusammenarbeit mit den
Kooperationspartnern, Multiplikatorenausbildung und
fachliche Weiterbildung von Fachkräften mit dem Schwer-

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder, Jugendliche und
junge Erwachsene
Familien, Eltern, Großeltern,
Multiplikatorinnen und Multi-
plikatoren aus Einrichtungen
der Kinder- und Jugendhilfe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Verwaltungen
Projektziele
Insbesondere Fachkräften aus
den Arbeitsfeldern Kindertages-
stätte und Hort werden Praxis-
methoden zur Einbeziehung
neuer Medien und sozialer Netz-
werke in ihre Arbeit vermittelt.
Anwendungsvielfalt und
Ge fahren neuer Medien werden
diskutiert.
Pädagogische Fachkräfte
erarbeiten sich eine Orientierung
für den Einsatz neuer Medien
und sozialer Netzwerke zur
Ausgestaltung pädagogischer
Angebote.
Die Chancen und Grenzen neuer
Medien werden erörtert.
Kontakt
CVJM Computerclub e.V.
Am Laubengang 15
09116 Chemnitz
Telefon 0371 303011
Telefax 0371 303016
info@cvjmcc.de
www.cvjmcc.de
Generationenübergreifende Vermittlung
von Medienkompetenz
an Erzieher in Kindergarten und Hort durch Jugendliche als Experten
1. Preis 2006
CVJM Computerclub
e.V.
Unsere Vision
Ein selbstverständlicher,
offener und ehrlicher
Austausch zwischen den
Generationen wird ge-
fördert. Er ist ein Gewinn
für alle Beteiligten.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Generationsübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz
1. Preis 2006
CVJM Computerclub e.V.
Erzieherinnen und Erzieher sind zunehmend
mit »neuen Medien« konfrontiert
Kinder und Jugendliche werden in vielen Fällen durch
den täglichen Umgang schnell zu »Experten« in Sachen
Medien
nutzung. Bereits frühzeitig wachsen sie in eine
globalisierte Medien gesellschaft hinein, die zunehmend
durch soziale Netzwerke dominiert wird. Das Projekt des
CVJM Computerclub e.V. versuchte, zwei Gruppen die
Begegnung zu ermöglichen: Jugendliche aus einer Ju-
gendeinrichtung und Erzieherinnen und Erzieher aus Kin-
dertages stätten, Horten und Sozialeinrichtungen lernten
gemein sam von einander. Dabei wurden junge Menschen
in Theorie und Praxis zu Wissensvermittlern der praxis-
bezogenen Mediennutzung. Sie vermittelten methodische
Schlüssel kom petenzen. In verschiedenen thematischen
Veranstaltungen begleiteten Jugendliche pädagogische
Fachkräfte aus Kindergarten und Hort. Dazu gehörte das
Kennenlernen sozialer Netz werke ebenso wie das gemein-
same Spiel an Computer und Spielkonsole.
Die ungezwungene Arbeit der Jugendlichen als »Lehrer«
mit den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
als Teilnehmer trug zu einer Lernatmosphäre bei, in der
neue Inhalte erarbeitet und ausprobiert werden konnten,
ohne zuerst auf den Frontalunterricht als Vermittlungs-
form zurückgreifen zu müssen. Die Jugend lichen lernten
aber auch von den Erzieherinnen und Erziehern. Vor allem
deren Erfahrung und Lebenskompe tenz führten in man-
chen Fällen dazu, dass auch All tags problemlagen von
Ju gendlichen fast »nebenbei« besprochen und geklärt
werden konnten: Ein Gewinn für beide Seiten.
Die Arbeit in Kleingruppen brachte den Erfolg
Die Aufgabe der Jugendlichen war die Betreuung einer
Kleingruppe, in der bis zu sechs Personen
das Kurspro-
gramm absolvierten. Dabei bestand die Chance, durch
kleinere, überschaubare Aufgaben in die »Referentenrolle«
hineinzuwachsen. Auf der Basis einer »Peergroup-Wissens-
vermittlung« gaben die älteren Jugendlichen ihre Erfah-
rungen in der Multiplikatorenbildung an Jüngere weiter.
Diese Vermittlungsform orientierte sich an den jeweili-
gen Inhalten sowie an bewährten Basismethoden der
klassischen Wissensvermittlung. Alle Referenten erhielten
am Seminarende ein qualifiziertes Feedback der Teilneh-
mer. Eine detaillierte Supervision für die jugendlichen Kurs-
leiterinnen und Kursleiter rundete das Kursprogramm
ab. Interessierte Einrichtungen konnten nach dem Semi-
nar die begonnene Arbeit mit ihrem »Juniorpartner« fort-
führen. Dies geschah in kleineren Projekten oder spezi-
ellen Weiterbildungsveranstaltungen vor Ort.
Basiswissen und Methodenkompetenz
wurden kombiniert
Zu den Vermittlungsschwerpunkten
zählten u. a.
die Grundlagen der PC-Technik (Hardware),
Grundlagen der Textverarbeitung für einfache
Anwendungsfelder (z. B. eine »Kindergartenzeitung«)
und Grundlagen der Tabellenkalkulation,
prinzipielle Anmerkungen zur pädagogischen
Einschätzung von Spiel- und Lernprogrammen,
die Nutzungsmöglichkeiten des Internets
in Kindergarten und Hort,
Digitalfotografie und Bildbearbeitung
für die Gruppenarbeit,
die Nutzung von Lernprogrammen
für den Vor schul bereich,
Grundlegende Informationen über soziale Netzwerke.
Brückenschlag zwischen Jugendarbeit
und Kindertagesstätten/Horten
Das Projekt sollte mehrere Träger und Einrichtungen mit-
einander vernetzen und damit langfristige und nachhal-
tige Strukturen zwischen Arbeitsfeldern schaffen. Um
Ressourcen effizient zu nutzen, wurden Synergieeffekte
angestrebt und erzielt. Zusätzlich konnten pädagogische
Fachkräfte durch die Arbeit mit den »jugendlichen Lehr-
kräften« besonders für die Probleme in den Lebensüber-
gangsphasen (z. B. vom Hort in Schule/Jugendarbeit) sen-
sibilisiert werden. Das Amt für Jugend und Familie
Chemnitz unterstützte die kontinuierliche Qualitätssi-
cherung im Vorhaben und eröffnete so die Möglichkeit
für eine Weiterentwicklung des Angebotes.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
neu erblindete oder von hoch-
gradiger Sehschwäche betroffene
Menschen
Blinde und Sehbehinderte, die Rat
zur Alltagsbewältigung benötigen
Ehepartner, Freunde, Bekannte,
die helfen wollen
Projektziele
innerhalb einer Neugestaltung
des musealen Bereichs die
Ausstellung auch für Blinde und
Sehbehinderte zugänglich machen
mittels einer speziellen Führung
auf MP3-Playern den Blinden
und Sehbehinderten eine völlig
neue, individuelle Weiterbildungs-
möglichkeit erschließen und für
ihren Rezeptions- und Erfah-
rungsbereich erreichbar machen
durch aktive Medienarbeit das
Miteinander von Heranwachsen-
den mit und ohne Behinderung
fördern und die Medienkompe-
tenz der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer stärken
Kontakt
Blinden- und Sehbehinderten-
verband Sachsen e.V.
Landesgeschäftsstelle
Louis-Braille-Straße 6
01099 Dresden
Telefon 0351 8090611
info@bsv-sachsen.de
www.bsv-sachsen.de
Unsere Vision
Eine Gesellschaft ohne
Barrieren – im Geist und
in der Umwelt
Ohrenzeuge II
Von Jugendlichen entwickelte kulturelle Weiterbildung mittels mobiler Audio-
führung für Blinde und Sehbehinderte im Zwickauer Robert-Schumann-Haus
2. Preis 2007
Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen
e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Ohrenzeuge II
2. Preis 2007
Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V.
Akustische Führung für Blinde und Sehbehinderte
Mit Hilfe akustischer Produktionen wurde Blinden und
Sehbehinderten ein völlig neuer Erfahrungsbereich zu-
gänglich gemacht. Möglich wurde dies durch einen von
Schülerinnen und Schülern gestalteten Audioguide. Diese
Führung berück
sichtigt in besonderem Maße ertastbare
Exponate, aber auch Hörzeugnisse der Musik Schumanns
und macht sie den Blinden und Sehbehinderten zu-
gänglich. Zu hören sind beispielsweise Beschreibungen
von Ausstellungsstücken, Richtungs- und Entfernungs-
angaben, szenische Darstellungen, Orientierungshilfen
und Informationen zu Gegenständen, die berührt werden
dürfen.
Neue Medien – neue Chancen
Durch den Einsatz von tragbaren, bedienerfreundlichen
MP3-Playern wird blinden und sehbehinderten Besuchern
eine weitgehend eigenständige Erkundung des Museums
ermöglicht. Die technische Passgenauigkeit
sorgt für eine
zielgruppengerechte Ansprache.
Geplant und umgesetzt wurde die akustische Führung
von einer Schülergruppe des Clara-Wieck-Gymnasiums.
Die Jugendlichen eigneten sich im Sächsischen Ausbil-
dungs- und Erprobungskanal Zwickau journalistisches
und produktionstechnisches Grundwissen an, um die
Füh rung professionell produzieren zu können.
Das Projekt in Teilschritten
inhaltliche Gliederung der Ausstellungsbereiche,
die jeweils wichtigsten Exponate aussuchen und
auditiv fasslich beschreiben
grundlegende Recherchen zu Robert Schumanns
Leben
Sensibilisierung der Jugendlichen für die Belange
Blinder und Sehbehinderter
Kennenlernen der journalistischen Grundlagen zum
redaktionellen Schreiben
Anfertigung eines Storyboards
ertastbare Exponate und Hörzeugnisse der Musik
Schumanns den Blinden und Sehbehinderten
museumstechnisch zugänglich machen
Erwerb der instrumentellen, kognitiven und ästheti-
schen Kompetenz zur Arbeit am digitalen Schnittplatz
Aufnahme der Texte im SAEK-Studio
Produktion der Führung am digitalen Schnittplatz
Recherche zu von Blinden und Sehbehinderten
leicht bedienbaren MP3-Playern
Test der praktischen Nutzbarkeit des mobilen
Museumsführers mit Blinden und Sehbehinderten
Sensibilisierung der Schüler für die Belange
Blinder und Sehbehinderter
Im Rahmen des Produktionsprozesses konnten sich
junge Menschen mit und ohne Behinderung mit den
Belangen des jeweils anderen auseinandersetzen. Ein
besonderes Kennzeichen des Projekts ist die enge Ver-
netzung zahlreicher Partner (Blinden- und Sehbehin-
dertenverband, Schülerinnen und Schüler, medienpäda-
gogische so wie kulturelle Einrichtungen). Das Gelingen
des Projekts ist besonders dem großen ehrenamtlichen
Engagement aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu
verdanken. Mit der Zwickauer Gebäude- und Grundstücks-
gesellschaft mbH wurde ein Partner gewonnen, der die
Finanzierung der benötigten MP3-Player absicherte.
Weiterentwicklung des Projekts
Durch finanzielle Unterstützung der Stadt Zwickau, Spon-
soren und das Preisgeld konnte 2008 ein professionelles
Audioguidesystem angeschafft werden. Seitdem starten
unauffällige »Objekt-Identifier« (Funksender) punktge-
nau automatisch gewünschte Informationsinhalte in
den Räumen des Robert-Schumann-Hauses, sobald sich
Besucher mit ihren Empfängern nähern. Jede Besucher-
führung passt sich somit an das Tempo des Einzelnen
an und wird zu einem entspannten Erlebnis.
Seit 2009 erhalten auch Kinder einen altersgerechten
Zugang zum Leben Robert Schumanns. Mit einem Teil
des Preisgeldes wurde ein Kinder-Audioguide produziert
und damit der Weiterbildungsgedanke des Projekts aus-
geweitet. Nach Umgestaltung der Ausstellung überarbei-
tete 2011 eine neue Schülergruppe des Clara-Wieck-
Gym nasiums zusammen mit dem SAEK Zwickau den
Audioguide grundlegend.

image
Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Personal von Kindertageseinrich-
tungen
Kinder und Eltern
Projektziele
gelebte Vielfalt in Leipziger
Kindertageseinrichtungen
Pädagogisches Personal, Kinder
und deren Eltern sollen für ein
interkulturelles Zusammenleben
sensibilisiert werden und ent -
sprechende Methoden erlernen
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit
und Rechtsextremismus entge-
genwirken durch das Erleben
von Vielfalt als normales und
bereicherndes Element von
Kindesbeinen an
Kontakt
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Löhrstraße 17
04105 Leipzig
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Unsere Vision
Unsere Vision ist es, mit
den Bildungsangeboten
Menschen zu befähigen,
ihre jeweiligen Arbeits-
und Lebensverhältnisse
bewusster und kompetenter
zu gestalten. Wir fördern
den Abbau sozialer, kultu-
reller und gesellschaftlicher
Diskriminierungen und die
gesellschaftliche Teilhabe
innerhalb und außerhalb
der Arbeitssphäre.
Für eine Kultur des Verstehens und
der Verständigung in Kitas der Stadt Leipzig
Interkulturelle pädagogische Arbeit mit in Leipzig lebenden Paten aus Europa,
Afrika und Südamerika
1. Preis 2008
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für eine Kultur des Verstehens und der Verständigung in Kindertagesstätten der Stadt Leipzig
1. Preis 2008
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Pädagogisches Personal, Kinder und deren Eltern für
ein interkulturelles Zusammenleben sensibilisieren
Das Projekt wurde im Zeitraum von Oktober 2007 bis
September 2008 in Kindertagesstätten der Stadt Leipzig
realisiert. Sechs in Leipzig wohnhafte Bürger und Bürge-
rinnen aus Partnerstädten
in Honduras, Äthiopien, Tan-
sania und Kamerun wurden eingeladen und qualifiziert,
von Januar bis Juli 2008 in drei Kindertagesstätten der
Stadt Leipzig aktiv mitzuarbeiten. Sie übernahmen dabei
eine Patenschaft im Sinne eines interkulturellen Aus-
tauschs und begleiteten sechs Monate lang den pädago-
gischen Alltag, indem sie ihn mit ihren Ideen, spezifischen
Kompetenzen und interkulturellen Aktivitäten bereicherten.
Als Paten in die Kitas
Die Zusammenarbeit war besonders darauf ausgerichtet,
Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremis-
mus entgegenzuwirken und Erzieherinnen, Eltern und
Kinder mit der Normalität des friedvollen Zusammenle-
bens der Kulturen vertraut zu machen. Die Paten kamen
zwei Tage pro Woche in die Einrichtungen, um mit den
Kindern zu lernen, zu spielen und ihnen ihre Kultur näher-
zubringen (z. B. »Backen wie in Äthiopien«, »Schmuck
aus Tansania« etc.). Die Erzieherinnen bekamen dadurch
eine »Weiterbildung on the job«, indem sie interkulturelle
Methoden in der Praxis kennenlernten. Der Weiterbildung
des pädagogischen Personals dienten zusätzlich einrich-
tungsübergreifende Veranstaltungen, auf denen sich die
Mitarbeiter der drei Einrichtungen mit den Projektkoope-
rationspartnern austauschten und die Weiterarbeit plan-
ten. Auch unter den Paten fand ein Erfahrungsaustausch
statt: Mehrere Schulungen gaben ihnen die Möglichkeit,
ihre Erfahrungen in den Einrichtungen zu artikulieren und
neue Ideen zur interkulturellen frühkindlichen Erziehung
miteinander zu diskutieren. Das Projekt wurde fortlaufend
von einem Coach und einem Evaluationsteam betreut.
Aufdecken von Stereotypen im Denken und Ver-
halten gegenüber Menschen aus anderen Ländern
Der ursprüngliche Wunsch seitens der Kindertagesein-
richtungen, dass die Paten
vor allem ihre »traditionelle
Kultur« repräsentieren sollten, zeigte das unbewusste
Fortwirken typischer Klischees. Deshalb wurde besonders
darauf geachtet, dass die jeweiligen persönlichen Kom-
petenzen der Paten zum Ausdruck kamen. Nicht die Her-
kunft sollte als wichtigstes Merkmal herausgestellt
werden. Daher wurden auch Familien und biographische
Erfahrungen der Paten in Leipzig in die Gestaltung des
Arbeitsalltags einbezogen. Die Erzieherinnen erlebten,
dass der Ansatz, direkt auf Ereignisse bzw. auf Äußerun-
gen der Kinder einzugehen, günstig für interkulturelles
Lernen ist. So wurde beispielsweise der Ausspruch eines
Kindes: »Schau mal, der ist ja schwarz und dreckig!« als
Thema einer Veranstaltung genutzt, bei der über Hautfar-
benunterschiede bei allen Menschen gesprochen wurde.
Einbeziehung ausländischer Kinder und
Eltern in die pädagogische Arbeit
Die Arbeit am Projekt bewirkte, dass die Erzieherinnen
von sich aus über weitere Möglichkeiten der interkultu-
rellen Öffnung nachdachten und verstärkt Kinder und
Eltern anderer Herkunft in die pädagogische Arbeit ein-
bezogen. So gestaltete z. B.
der irakische Vater eines in
der Kita betreuten Kindes gemeinsam mit den Paten ein
Frühlingsfest. Beobachtungen ergaben, dass die Kinder in
den Einrichtungen sehr daran interessiert waren, neue
Länder kennenzulernen und Freude in der Zusammen-
arbeit mit den Paten zeigten. Ihre anfänglichen Ängste
und Ablehnungen gegenüber dem »fremden schwarzen
Mann« wurden durch das gemeinsame Tun und Gestalten
im Kindergartenalltag überwunden.
Transfer
Der Projektansatz wurde 2009 mit Unterstützung des
Preisgeldes bestimmungsgemäß in andere Regionen
Sachsens transferiert. In Kooperation
mit der Volkshoch-
schule Sächsische Schweiz sowie der Heilpädagogischen
Kindertagesstätte Pirna und der Kindertagesstätte Floh-
kiste in Heidenau wurden dabei sowohl die Erzieherinnen
und Erziehern und die Kita-Leitungen als auch die Kinder
und Eltern in ihren interkulturellen Kompetenzen gestärkt.
Im Jahr 2011 erfolgte der Transfer der Projektidee in die
Region Chem nitz.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Jugendliche mit sonderpäda-
gogischem Förderbedarf im
Förderschwerpunkt Lernen
Projektziele
Ziel des Projektes ist die Produkti-
on eines Lehrfilms mit dem Titel
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
welcher im Kampf gegen die
Kinder- und Jugendkriminalität
eingesetzt werden und als Weiter-
bildungsangebot der
Kriminalpolizei Bautzen dienen
soll. Wesentliche Ziele des Projekts
bestehen darin, die Präventions-
und Auf klärungsarbeit zum
Problemkreis Jugendkriminalität zu
verstärken, das Bewusstsein für
die Notwendigkeit von Zivilcourage
und für demokratisches Engagement
im Alltagsleben zu erhöhen und
vor den Konsequenzen kleinst-
krimineller Aktivitäten zu warnen.
Daneben sollte das aktive Mitwirken
am Pro jekt Medienkompetenz
ver mitteln.
Kontakt
Schule zur Lernförderung 1 Bautzen
»Martin Andersen Nexö«
Am Schützenplatz 6
02625 Bautzen
Telefon 03591 44278
Foerderschule-LB1Btz.M.A.Nexoe
@t-online.de
Unsere Vision
Weitere Qualitätssteigerung
unserer sonderpädagogi-
schen Arbeit; Aufbau
eines Netzwerkes zur
Förderung benachteiligter
Kinder und Jugendlicher
von der Frühförderung
bis zur Eingliederung ins
Berufsleben.
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
Lehrfilm über Einstiegskriminalität von diesbezüglich gefährdeten
Jugendlichen für Weiterbildungsangebote der Kriminalpolizei Bautzen
1. Preis 2008
Schule zur Lernförderung 1 Bautzen »Martin Andersen
Nexö«

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
1. Preis 2008:
Schule zur Lernförderung 1 Bautzen »Martin Andersen Nexö«
Aggressionen und Einstiegskriminalität
als schulisches Thema
Da in den letzten Jahren vor allem bei den männlichen
Schülern der Bautzener Förderschule »Martin Andersen
Nexö« eine Erhöhung des Aggressionspotenzials festge-
stellt wurde und sich die Probleme der Einstiegskrimi-
nalität von Jahrgang zu Jahrgang in ähnlicher Weise
manifestierten, entwickelten die Kollegen A. Bartneck
und M. Michlenz der Schule die Idee, einen Lehrfilm zu
produzieren.
Der Lehrfilm war vor allem für den Einsatz in Weiterbil-
dungsveranstaltungen der Kriminalpolizei Bautzen so-
wie im Unterricht der Förderschule und in anderen schu-
lischen Einrichtungen des Landkreises konzipiert.
Im Lehrfilm wurde auf den Einsatz von Schauspielerin-
nen und Schauspielern und auf die Nachstellung von
Szenen komplett verzichtet. Dafür konnte durch Einbe-
ziehung zahlreicher Partner aus dem realen gesellschaft-
lichen Leben – Polizei, Staats an wälte, Gefangene der JVA,
Personal – ein hoher Grad von Glaubwürdigkeit herge-
stellt werden.
Dreharbeit, Schnitt, Präsentation
Die Produktionszeit betrug ca. zwei Monate einschließlich
Organisation und Vorbereitung,
Dreh, Schnitt und Post-
produktion. Die Dreharbeiten wurden im Rahmen eines
medienpädagogischen Projektes von Kindern und Ju-
gendlichen durchgeführt, die zuvor im SAEK Bautzen in
die Geheimnisse der Film- und Fernsehproduktion ein-
geweiht worden waren.
Alles entstand aus eigener Hand und wurde in originalen
Milieus umgesetzt. So zeigt der Film u. a. schwerstkri-
minelle Jugendliche beim Verhör, erschütternde und er-
greifende emotionale Momente, wahre Schicksale und
Situationen, wie man sie nur in einer Justizvollzugsanstalt
erleben kann. So entstand ein beeindruckendes Werk von
außergewöhnlicher Authentizität. Innovativ am Projekt
ist vor allem, dass sich hier eine Zielgruppe aus schließ-
lich mit sich selbst und den Konsequenzen falscher Hand-
lungsweisen beschäftigt, um sich während der Pro jekt-
realisierung weiterzubilden.
Eine weitere Besonderheit des Projektes ist die enge Ver-
netzung zahlreicher Partner – von Schülern über die
Kriminalpolizei bis hin zum Landgericht – die in den Ent-
stehungsprozess des Filmes einbezogen werden.
Positive Resonanz
Allein die Kriminalpolizei setzte den Lehrfilm bereits im
ersten Monat über 30 Mal ein. Mittlerweile entwickelte
sich der Film zum Selbstläufer und zieht seine Kreise nicht
nur in der Oberlausitz. Um keine Zugangsbarrieren für ein
interessiertes Publikum zu schaffen, wurde von vorn-
herein auf einen gewinnorientierten
Ver trieb der Pro-
duktion verzichtet.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Fahr- und Begleitpersonal der
Leipziger Verkehrsbetriebe
Projektziele
barrierefreien Alltag von
Menschen mit Behinderung
erleichtern
Schulung des Fahr- und Begleit-
personals der Leipziger Verkehrs-
betriebe im Umgang mit
behinderten Menschen im
Straßenverkehr
Abbau von Berührungsängsten
und Aufbau von Verständnis für
Menschen mit Behinderungen
Kontakt
Behindertenverband Leipzig e.V.
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Telefon 0341 3065120
bvl.leipzig@t-online.de
www.le-online.de
Unsere Vision
Von »Gemeinsam für ein
barrierefreies Leipzig« zu
»Gemeinsam für ein
barrierefreies Sachsen«;
von »Leipzig lernt Barriere-
freiheit« zu »Sachsen lernt
Barrierefreiheit«
»Gemeinsam für ein barrierefreies Leipzig«
Schulung der Straßenbahn- und Busfahrer sowie des Begleitdienstes
der Leipziger Verkehrsbetriebe zum Verhalten gegenüber Menschen mit
unterschiedlichen Behinderungen durch selbst betroffene Referenten
3. Preis 2008
Behindertenverband Leipzig e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Schulung von 1440 Mitarbeitern der LVB
Im öffentlichen Nahverkehr der Stadt Leipzig wurden in
den letzten Jahren mit der Einführung von Niederflur-
technik sowie Umbauten an den Haltestellen bereits viele
bauliche Barrieren abgebaut bzw.
verringert.
Doch neben der physischen Barrierefreiheit (Hindernis-
freiheit) kommt es auch auf das richtige Verhalten
des
Dienstleistungspersonals, also der Fahrerinnen und Fah-
rer und des vorhandenen Begleitdienstes, an.
Bei einem Erfahrungsaustausch des Behindertenverban-
des Leipzig e. V. mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB)
entstand die Idee, im Rahmen der gesetzlich vorgeschrie-
benen Weiterbildungen für die Fahrerinnen und Fahrer
auch Schulungen über die Belange von Menschen mit
Behinderungen durch zuführen.
Menschen mit einer Behinderung als Experten
in eigener Sache als Referenten eingesetzt
Zur Vorbereitung
dieser Weiterbildung bei den Leipziger
Verkehrsbetrieben
wurde Anfang 2007
eine Arbeitsgruppe
aus Vertretern des Stadtverbandes der Hörgeschädigten
Leipzig e.V., des Blinden- und Sehbehindertenverbandes
Sachsen e.V. – Kreisorganisation Leipzig-Stadt, ProRe-
tina Deutschland e.V. – Regionalgruppe Leipzig und des
Behindertenverbandes Leipzig e.V. geschaffen. Dieses
Netzwerk stellte sicher, dass die Inhalte zu den haupt-
sächlichsten Behinderungsarten durch deren Vertrete-
rinnen und Vetreter repräsentativ angesprochen sein
konnten.
Berührungsängste wurden abgebaut
und Verständnis
entwickelt
Als gemeinsamer Einstieg für alle Weiterbildungsstunden
diente ein vom Behindertenverband unter Mitwirkung
der Arbeitsgruppe erstellter Kurzfilm, der die Probleme
anhand von Alltagssituationen aus dem ÖPNV prägnant
umreißt.
Als Unterrichtsort dienten eine Straßenbahn und ein Bus
im Depot, sodass ohne Ortswechsel praktische Übungen
im Rollstuhl und mit Simulationsmaterialien wie Brillen
und Langstock durchgeführt werden konnten. Außerdem
wurden Thesenpapiere zu den Schulungsinhalten sowie
Merkblätter für die Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer
und den Begleitdienst erarbeitet.
Insgesamt wurden in 154 Schulungen von 21 Referen-
ten 1.440 Mitarbeiter der LVB (678 Straßenbahn- und
550 Busfahrer sowie 212 Begleitdienstmitarbeiter) ge-
schult.
»Gemeinsam für ein barrierefreies Leipzig«
3. Preis 2008
Behindertenverband Leipzig e.V.

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Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
funktionale Analphabeten
Multiplikatoren, Vereine, Ver-
bände aus dem Bereich Alphabe-
tisierung und Grundbildung
Menschen, denen das Thema
Analphabetismus nicht oder
kaum bekannt ist
Projektziele
Selbstwahrnehmung der
Projektteilnehmer schärfen
Selbstvertrauen und Glauben an
die eigenen Fähigkeiten der
Projektteilnehmer stärken
funktionalen Analphabeten
Mut machen, sich an eine
Bildungs einrichtung zu wenden
Fähigkeiten funktionaler An-
alphabeten verdeutlichen
Bevölkerung, Unternehmen und
Institutionen für die Problematik
des funktionalen Analphabetis-
mus sensibilisieren
Wissenshorizont bezüglich der
Thematik erweitern
Tabuisierung und Stigmatisie-
rung abbauen
Kontakt
Volkshochschule Chemnitz
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Stefan Markov
Telefon 0371 488-4343
Telefax 0371 488-4399
info@vhs-chemnitz.de
www.vhs-chemnitz.de
Unsere Vision
Als Ort der Bildung, Begeg-
nung und Kommunikation
initiiert, fördert und be-
gleitet die Volkshochschule
Chemnitz lebenslanges
Lernen. Ihr ganzheitliches,
innovatives und finanzier-
bares Bildungsangebot
macht die Volkshochschule
zum Dreh- und Angelpunkt
für Weiterbildung in
allen Bereichen, für alle
Menschen.
ALPHAFILM - leben schreiben
Filmprojekt als sozial-integrative und öffentlichkeitswirksame Maßnahme
für und von funktionalen Analphabeten mit künstlerischem und pädagogischem
Auftrag zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe, Steigerung eigener
Kompetenzen und Bildung von Nachhaltigkeit
1. Preis 2010
Volkshochschule
Chemnitz

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
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Projektbeschreibung
ALPHAFILM - leben schreiben
1. Preis 2010
Volkshochschule Chemnitz
Ausgangssituation
In Deutschland leben 7,5 Millionen funktionale Analpha-
betinnen und Analphabeten. In Sachsen wird die Zahl
derer,
die nicht ausreichend lesen und schreiben kön-
nen, auf 200.000 geschätzt. Allein in Chemnitz müssen
12.000 Menschen mit schriftsprachlichen Anforderungen
kämpfen, die sich ihnen im Alltag stellen. Diese Zahlen
belegen: Das Phänomen des Analphabetismus ist aktu-
ell und brisant. Die Darstellung des Analphabetismus in
den Medien begrenzt sich oftmals auf die Be schreibung
einzelner Schicksale und ist stark problemfixiert. In Ab-
grenzung dazu stehen im Projekt ALPHAFILM der Volks-
hochschule Chemnitz nicht die Einschränkungen, son-
dern die Fähigkeiten von Analphabeten im Fokus. Ansatz
des Projektes ist, dass sie durchaus in der Lage sind, mit
Hilfe professioneller Unterstützung komplexe Vorgänge
– wie bei spielsweise die Filmproduktion – zu bewältigen,
selbst wenn ihre Biografien eher durch ein bildungsfernes
Milieu geprägt sind.
Aufgabe
Das Projekt ALPHAFILM sollte die Teilnehmerinnen und
Teilnehmern
motivieren, den drängenden Fragen ihres
Lebens selbst nachzugehen. Sie nutzten das Medium Film,
um etwas zu erzählen, wo zu sonst die Schriftsprache
dient. Nicht vor der Kamera, sondern als Dramaturgen,
Regisseure und Kameraleute bewährten sich die ange-
henden Filmemacher hinter der Linse.
Für den eigenen Film setzten sie sich selbstständig mit
einer Erfahrung, einem Ereignis oder einer Begegnung
auseinander und nahmen die Rolle der aktiv Fragenden
ein. Ob dabei Lesen und Schreiben die vorrangige Rolle
spielen sollte, entschied jeder selbst.
Ergebnis
Es entstanden sechs individuelle Kurzfilme, die nicht nur
Auszüge aus dem Leben der Teilnehmerinnen
und Teil-
nehmer, sondern eindrucksvolle Dokumente unerwarteter
Fähigkeiten funktionaler Analphabeten sind. Die Film-
beiträge ermöglichen einen spannenden Sichtwechsel,
der den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer neue
Perspektiven auf ihre individuelle Situation eröffnet und
die Zuschauerinnen und Zuschauer für den Moment des
Filmes durch andere Augen sehen lässt.
Die Kurzfilme sind eingebettet in einen Begleitfilm, in
dem die Protagonisten porträtiert und bei der Arbeit am
eigenen Film vorgestellt werden. Dadurch erhalten die
Film beiträge einen Rahmen und die Geschichten einen
Hintergrund.
Vielfältige Herausforderungen
Gefordert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
nicht nur von den vielen Aufgaben, die es zu bewältigen
galt, sondern auch von der konsequenten Verfolgung
eines Konzepts. Ideen wurden entwickelt, verworfen,
überdacht und wieder aufgenommen. Die Bedienung der
Kamera musste bewältigt werden, Interviews waren zu
führen, das umfangreiche Ma terial war zu sichten, zu
sortieren und zu schneiden. Unterstützt wurden sie in
ihrem Vorhaben durch ein Film team, bestehend aus einer
Drehbuchautorin, einer Regisseurin und Cutterin sowie
einer pädagogischen Fachkraft.
Für die Dreharbeiten mussten sich die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer zunächst daran gewöhnen, die Kamera
direkt auf ihren Interviewpartner zu richten. Für manche
war es ungewohnt, Fragen zu stellen, die nicht unmittel-
bar sie selbst betrafen. Auch die Bedienung der Kamera
war Neuland. Schritt für Schritt machten sich die Teil-
nehmerinnen und Teilnehmer mit der Filmtechnik, aber
auch und vor allem mit der eigenen Persönlichkeit und
den eigenen Fähigkeiten vertraut.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Kinder
Lehrerinnen und Lehrer
Erzieherinnen und Erzieher
Projektziel
Ziel ist es, eine Pub likation bereit-
zustellen, die Kinder im Alter von
fünf bis zehn Jahren auf unter-
haltsame Weise und ortsbezogen
mit lösungsorientiertem Wissen
über Behinderungen bzw. Barriere-
freiheit ausrüstet und eine positive
Grundhaltung zu dieser Thematik
fördert.
Kontakt
Behindertenverband Leipzig e.V.
(BVL)
Haus der Demokratie
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Marlies Große
Telefon | Telefax 0341 3065-120
bvl.leipzig@t-online.de
www.le-online.de
Unsere Vision
Gemeinsam für ein
barrierefreies Sachsen
»Die Schaffung von Barrierefreiheit beginnt
in den Köpfen unserer Kinder«
Erarbeitung des Anschauungs- und Lernbuches »Der kleine Löwe und seine
Freunde« sowie weiterer Lernhilfen zur Wissensvermittlung in spielerischer Form
2. Preis 2010
Behindertenverband Leipzig e.V.

Projektbeschreibung
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»Die Schaffung von Barrierefreiheit beginnt in den Köpfen unserer Kinder«
2. Preis 2010
Behindertenverband Leipzig e.V.
Idee: Tierkinder als Stellvertreter
Als symbolische Vertreter von Menschen mit Behinde-
rungen fungieren im Buch Tierkinder.
Die zentrale Figur
ist – in Anlehnung an das Leipziger Wappentier – ein
kleiner Löwe. Er ist gehbehindert und sitzt im Rollstuhl.
Ein blinder Maulwurf verkörpert stellvertretend die Pro-
bleme Sehbehinderter. Die großen Ohren eines gehörlosen
Hasenmädchens deuten auf das besondere Problem hin,
dass man Gehörlosigkeit nicht sehen kann. Ein Schild krö-
tenjunge vertritt schließlich die Gruppe Lernbehinderter.
Die vier miteinander befreundeten Tierkinder er scheinen
als gezeichnete Figuren, die im Verlauf des Buches in re-
ale Fotos eingebunden werden. Ihre Namen wurden unter
Einbeziehung der Öffentlichkeit ausgewählt und anläss-
lich einer öffentlichen Sitzung des Behindertenbeirates
der Stadt Leipzig am 03.12.09 bekannt gegeben.
Konkreter Situationsbezug
Anhand konkreter Beispiele in der Stadt Leipzig und ihrer
Umgebung weist das unternehmungslustige Quartett
sowohl auf schon gelöste als auch auf noch zu lösende
Aufgaben im Bereich der Barrierefreiheit hin. So werden
beispielsweise zu hohe Bedientheken und Bordstein-
kanten, aber auch Rampen, Blindenleitsysteme und die
akustische Ergänzung von Lichtsignalanlagen für blinde
oder sehbehinderte Menschen gezeigt und die gebräuch-
lichsten Piktogramme vorgestellt. Auch auf Blindenführ-
hunde sowie die kürzlich begonnene Errichtung eines
Badesteges für Rollstuhlfahrer am Cospudener See wird
eingegangen. Zu den weiteren im Buch angesprochenen
Themen gehören die barrierefreie Erschließung des Völ-
kerschlachtdenkmals und öffentlicher Einrichtungen
wie Zoo, Museen im Grassi, Schwimmbäder oder Kinos.
Erfolgreiche Netzwerkarbeit
Um zu sichern, dass die Informationen und Formulierun-
gen im Buch für Kinder des erwähnten Zielgruppenalters
verständlich sind, wurden u. a. Kinder,
Lehrer und Erzieher
sowie Vertreter der Behindertenverbände der Stadt als
Vorab-Erstleser gewonnen. Dadurch konnten vor dem
Druck noch Änderungen vorgenommen und manche In-
halte wirkungsvoller wiedergegeben werden. Die Publi-
kation fand reges Interesse bei allen sächsischen Biblio-
theken, die das Anschauungs- und Lernbuch für ihren
Bestand erhielten. Das Buch wird in der Ausbildung an
Hoch- und Fachschulen verwendet, ebenso bei der Weiter-
bildung von Polizeibediensteten.
Ausblick
Bisher wurden insgesamt ca. 6.000 Bücher verteilt. Das
Buch wurde an einem eigenen Stand auf der Leipziger
Buch
messe vorgestellt und es wurden fünf Lesungen ver-
anstaltet. Zahlreiche Ansprechpartner für weiterführende
Informationsveranstaltungen an Kindereinrichtungen
wur den gewonnen, neue Ideen und Initiativen aufge-
nommen. Projekte mit den Behindertenbeauftragten in
Chemnitz und Görlitz sind in Planung. So wird das Pro-
jekt zu einem Musterbeispiel erfolgreicher Netzwerkarbeit,
das auch auf andere Städte und Regionen übertragbar ist.

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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Soziales und Gesundheit
Zielgruppe
sich in der Ausbildung befindende
Erzieherinnen und Erzieher
Projektziel
In Zusammenarbeit mit dem
Landessportbund Sachsen wollen
wir die Beförderung zum Übungs-
leiter im Breitensport in die
Erzieherausbildung integrieren.
Kontakt
Privates Bildungszentrum
für soziale und medizinische
Berufe Oschatz gGmbH
Mühlberger Straße 33
04758 Oschatz
Petra Huhndorf
Telefon 03435 666930
hoehne@
privates-bildungszentrum.de
Unsere Vision
Unsere Angebote sollen
Schulabgängern einen Weg
in das Berufs leben ebnen
sowie jungen Leuten mit
Berufsabschluss, aber ohne
Arbeitsplatz die Möglichkeit
bieten, einen zweiten Be-
rufsabschluss im sozialen
bzw. medizinischen Bereich
zu erwerben. Dabei werden
innovative Wege gesucht.
Angehende Erzieher mit Vision
Übungsleiterlizenz für den Breitensport im Rahmen der Erzieherausbildung
3. Preis 2010
Privates
Bildungszentrum
für soziale und medizinische Berufe Oschatz gGmbH

Projektbeschreibung
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Angehende Erzieher mit Vision
3. Preis 2010
Privates Bildungszentrum für soziale und medizinische Berufe Oschatz gGmbH
Ausgangslage
Sportliche Betätigung ist eine wichtige Grundlage für
die gesunde psychische und physische Entwicklung von
Kindern. Sie trägt nicht nur zur Konditionssteigerung,
sondern auch zur Förderung kognitiver Fähigkeiten bei.
Es wurde nachgewiesen, dass regelmäßiges Sporttreiben
das schulische Leistungsvermögen deutlich steigert. Be-
wegung in der Gruppe fördert soziale Kompetenzen wie
Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft für andere und die
Fähigkeit, angemessen mit der Situation umzugehen, auch
einmal zu verlieren. Nicht zuletzt werden Selbstmotiva-
tions- und Durchsetzungsfähigkeit gefördert. Lei der ver-
bringt heute ein großer Teil der Kinder seine Freizeit eher
vor dem Fernseher oder dem Computer, statt sich sportlich
zu betätigen. Zu den Folgen zählen u. a. eine schlechte
Körperhaltung und eine unzureichend ausgebildete Mus-
kulatur.
Freude am Sport
Deshalb ist es eine dringliche Aufgabe, Kindern profes-
sionell betreute Sportangebote zu machen. Dabei geht es
nicht um Leistungssport, sondern in erster Linie darum,
Kindern Freude an der Bewegung zu erhalten, sie fach-
gerecht zu fördern und so vorbeugend Einfluss auf die
gesunde Entwicklung zu nehmen. Dazu brauchen Erzie-
herinnen und Erzieher sowie Betreuerinnen und Betreuer
in diesen Einrichtungen das nötige Fachwissen. Doch zur-
zeit sieht der Lehrplan für die Ausbildung künftiger Er-
zieherinnen und Erzieher nur 80 von 1.760 Stun den für
den Bereich Bewegungserziehung vor, die sich zudem
allein auf theoretische Aspekte beziehen. Da dies offen-
kundig nicht ausreicht, schlagen wir vor, künftig die Be-
fähigung zum Übungsleiter für den Breitensport in die
Erzieherausbildung zu integrieren.
Neue Qualität der erzieherischen Arbeit
Dieses Vorhaben soll in Zusammenarbeit mit dem Landes-
sportbund Sachsen realisiert werden. Unsere Kinder
brauchen Erzieherinnen und Erzieher,
die um die Wichtig-
keit der Bewegung im Elementarbereich wissen und auf
der Grundlage ihrer Übungsleiterlizenz eine neue Qua-
lität der erzieherischen Arbeit gewährleisten können. Mit
der Gründung von Sport gruppen schon im Kindergarten-
alter sollen die Kinder Gelegenheit erhalten, sich früh-
zeitig selbst zu erproben und für bestimmte Sportarten
zu entscheiden, die ihnen besondere Freude bereiten. So
können Entwicklungs rückstände behoben und künftige
physische Schäden ver mieden werden. Außerdem werden
Aggressionspotenziale und Stresssituationen reduziert,
was sich letzt lich positiv nicht nur auf den Kindergarten-
oder Schulalltag, sondern auf alle Lebensbereiche aus-
wirkt.
Ausblick
Die Entwicklung des Aus- und Weiterbildungskonzeptes
für Erzieher geschieht in enger Zusammenarbeit von
Schul
leitern, Lehrern, Schülern und dem Landessportbund
Sachsen bzw. dem Kreissportbund Meißen. Ziel der ge-
meinsamen Bestrebungen ist es, den Lehrplan für die Er-
zieherausbildung zu erweitern und die Befähigung zum
Übungsleiter im Breitensport als festen Bestandteil zu
integrieren. Dadurch werden Erzieherinnen und Erzieher
künftig in der Lage sein, in Kindergärten, Schulhorten
und anderen Einrichtungen eigene Sportgruppen aufzu-
bauen, Kinder an neue Sportarten heranzuführen, Work-
shops zum Bereich der Bewegungserziehung anzubieten
und Sportveranstaltungen zu organisieren. Die neue Qua-
lität der Erzieheraus bildung wird sich positiv auf die Ent-
wicklung der betreu ten Kinder auswirken.
Resonanz positiv
Die Weiterentwicklung des Projektes wird stark voran-
getrieben. So wurde beispielsweise mit dem Kindergarten
Cavertitz eine Kooperation
eingegangen, wobei die Er-
zieher der Kita im Bereich Bewegungserziehung unter-
stützend tätig werden. Die Resonanz auf das Projekt ist
durchgehend positiv.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
erwerbslose und erwerbstätige
ältere Menschen
Menschen im Ruhestand
Projektziele
die Potenziale älterer Menschen
stärken und für die jüngeren
Generationen sichtbar machen
Solidarität und Verständnis
zwischen den Generationen
fördern
Kindern durch Mediation Mög-
lichkeiten aufzeigen, wie Kon-
flikte gewaltfrei und konstruktiv
gelöst werden können und
dadurch ihre sozialen Kompe-
tenzen stärken
eine gewaltfreie Konfliktkultur
an den Schulen fördern
ältere Menschen dazu motivie-
ren, gesellschaftliche Verantwor-
tung in der Heimatkommune zu
übernehmen
durch Verbesserung des Lernkli-
mas die Lernbereitschaft der
Kinder verbessern und die
Lehrkräfte entlasten
Kontakt
SiS Seniorpartner
in School Sachsen e.V.
Landesverband Sachsen
Königsweg 3a
01326 Dresden
Katja Kampmeier (Projektleiterin)
Telefon 0351 65573379
info@sis-sachsen.de
www.sis-sachsen.de
Unsere Vision
Konfliktvermittlung ist in
den Programmen der
Schulen fest verankert.
Mediationskompetenz ist
Bestandteil der Lehreraus-
bildung.
Die Einbindung ehrenamt-
licher Unter stützer ist die
Regel an Sachsens Schulen.
Die Kompetenzen Älterer
werden gern genutzt.
Das Miteinander der
Generationen ist gelebte
Alltagskultur.
Seniorpartner in School (SiS)
Ältere Menschen werden als Mediatoren ausgebildet und arbeiten
ehrenamtlich an Schulen als Streitvermittlerinnen und -vermittler.
1. Preis 2011
SiS Seniorpartner in School Sachsen e.V.
Landesverband Sachsen

Projektbeschreibung
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Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Seniorpartner in School (SiS)
1. Preis 2011
SiS Seniorpartner in School Sachsen e.V. Landesverband Sachsen
Kinder lernen, Interessenkonflikte anzuerkennen, Bedürf-
nisse wahrzunehmen und den Blick bei der Suche nach
Lösungen zu weiten. Mit Unterstützung der Seniorpartner
üben sie Toleranz
und gewaltfreie Konfliktlösung. Dabei
erleben sie ältere Menschen mit Kompetenzen, die ihnen
weiterhelfen und Orientierung und Wege eröffnen. Und
sie erleben, dass die Seniorpartner diese Fähigkeiten gern
für sie einbringen.
Entwicklung von Streitkultur: Lernen für das Leben
Durch die neutrale Haltung und die Gesprächsführung
der Mediatorinnen und Mediatoren finden Kinder zu-
nächst selbst Gehör und Akzeptanz. Das hilft ihnen, zu
lernen, auch selbst anderen Sichtweisen mit Offenheit
zu begegnen. Sie erleben, dass sie durch die vermittelnden
Gespräche Über einkünfte treffen und durch die eigene
Kreativität Lösungen finden können. Sie lernen, Verant-
wortung für die eigenen Angelegenheiten zu übernehmen.
Durch die Mediationsarbeit der Senioren verbessert sich
auch das Lernklima: Indem die Seniorpartner dabei helfen,
Konflikte abzubauen, wird für die Kinder der Kopf für
Lern prozesse wieder frei – und auch die Lehrerinnen und
Lehrer werden während des Unterrichtsgeschehens ent-
lastet.
Ein positives Bild vom Alter: SiS fördert die
Solidarität der Generationen
Als Seniorpartner werden ältere Menschen von Kindern
als verantwortungsvolle und leistungsbereite Generati-
on erlebt, als Menschen, die etwas geben und nicht nur
versorgt werden müssen. Dies prägt das Bild vom Alter
in positiver Weise und schafft Solidarität zwischen den
Generationen, besonders da, wo es wenig Kontakte
zwischen Alt und Jung gibt, weil der Rahmen der »Groß-
familie« nicht mehr gelebt wird. SiS bietet älteren Men-
schen ein Forum, sich mit unterstützender Begleitung
qualifiziert und ehrenamtlich zu engagieren. Das Pro-
jekt motiviert Ältere, gesellschaftliche Verantwortung in
der Heimatkommune zu übernehmen. Gleichzeitig er-
fahren Kinder, dass man auch ohne Bezahlung wichtige
Aufgaben wahrnehmen kann, und erleben gemeinnüt-
ziges Engagement als wichtig und gewinnbringend.
Freiwillige, engagierte SeniorInnen
helfen Kindern Konflikte
zu lösen
SiS aktiviert ältere Menschen, sich ehrenamtlich zu en-
gagieren. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer
werden in
80 Kursstunden zu Schulmediatorinnen und -mediatoren
ausgebildet. Die Ausbildung orientiert sich an den Stan-
dards des Bundesverbandes für Mediation.
Nach der Ausbildung engagieren sich die ausgebildeten
Seniorpartner mindestens 18 Monate ehrenamtlich mit 4
bis 5 Wochenstunden an einer Schule. Die Schulmedia-
torinnen und -mediatoren arbeiten in sogenannten Tan-
dems (zu zweit), um sich vor Ort gegenseitig zu unter-
stützen und ihre Präsenz an den Schulen zu den
vereinbarten Tagen auch bei Krankheit und Urlaub ver-
bindlich abzusichern.
Die Seniorpartner werden fachlich und persönlich vom
Verein und seinen Kooperationspartnern begleitet.
Während der praktischen Mediationstätigkeit werden
regelmäßig Weiterbildungen (Kennenlernen neuer Me-
thoden für das Mediationsverfahren, Erweiterung der
pädagogischen Kenntnisse, Übungen) und Praxisreflek-
tionen in der Gruppe durchgeführt.
Diese Angebote halten das Erlernte aktuell und schaffen
die Möglichkeit, die praktischen Erfahrungen zu reflek-
tieren und sich mit anderen Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer auszutauschen. Sie sind wichtig, um ehrenamt-
liches Engagement über einen möglichst langen Zeitraum
aufrechtzuerhalten sowie eine hohe Qualität der an-
spruchsvollen Mediatorentätigkeit zu sichern. Nach der
Ausbildung und 18 Monaten begleiteter, praktischer
Me diationstätigkeit an einer Schule erhalten die Teil-
nehmerinnen und Teilnehmer das Zertifkat zur Schul-
mediatorin bzw. zum Schulmediator.
Win-win für zwei Generationen: Alt und Jung
begegnen sich und profitieren voneinander
Ältere Menschen bringen Ihre Lebenserfahrung, Gelas-
senheit und Zeit ein. Sie ermöglichen generationsüber-
greifende Begegnungen und gleichen heute oftmals
fehlende Großelternbeziehungen aus. Dabei können Sie
Ihre Potenziale sinnvoll und für sie selbst befriedigend
einbringen. Diese Aufgabe hält sie fit und jung.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Eltern von Kindern im Schulalter
Projektziele
Entwicklung eines empathischen
Netzwerkes mit allen Akteuren
der Elternakademie (Eltern und
Projektpartner)
Schaffung einer sozialen Bil-
dungs- und Beratungsdienstleis-
tung für Eltern
Förderung der Vernetzung der
Eltern untereinander
Kontakt
Volkshochschule Leipziger Land
Jahnstraße 24 a
04552 Borna
Ralph Egler
(Leiter der VHS)
Telefon 03433 201091
r.egler@vhsleipzigerland.de
www.vhsleipzigerland.de
Unsere Vision
Das Projekt ist Bestandteil
der Bemühungen der
Volkshochschule Leipziger
Land zur regionalen Ent-
wicklung des ländlichen
Raumes. Wir verstehen uns
als Initiator und Moderator
von gemeinwesenorien-
tierten Bildungsangeboten
Elternakademie der Volkshochschule
Leipziger Land in Kooperation mit der
Paul-Guenther-Schule Geithain
Plattform zur Schulung von Eltern und zum elterlichen Erfahrungsaustausch
2. Preis 2011
Volkshochschule
Leipziger Land
Kultur und Interkulturalität
im Aktionsrahmen regio-
naler Netzwerkstrukturen
und hoffen auf die
systema tische
Ermöglichung
der Nachhaltigkeit
und eines gemeinnützigen
Ideentransfers des
vor gestellten
Projektes.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Elternakademie der Volkshochschule Leipziger Land in Kooperation mit der Paul-Guenther-Schule Geithain
2. Preis 2011
Volkshochschule Leipziger Land
Eltern als Partner von Schule
Trotz vielfältiger Aktivitäten zur Unterstützung der Kinder
seitens der Schule und anderer Träger
findet ein wesent-
licher Partner
in der Erziehungsarbeit bisher kaum das
notwendige Augenmerk – die Eltern, deren sachliche
Kompetenz die Potenzialentfaltung der Kinder entschei-
dend beeinflusst.
Die Idee der Einrichtung einer Elternakademie knüpft an
den steigenden Bedarf an pädagogisch-psychologischer
Beratung und Betreuung angesichts der stetig anwach-
senden Anforderungen an Eltern und Kinder bei der Be-
wältigung familiärer und schulischer Situationen an:
Mit der Elternakademie in Geithain wurde erstmalig eine
Einrichtung geschaffen, in der aktuelle pädagogische
und psychologische Erfahrungen und Erkenntnisse zu
Bildung und Erziehung systematisch populärwissen-
schaftlich vermittelt und mit Eltern diskutiert werden.
Elterncafé – die Basis
Die Elternakademie in Geithain organisiert sich neben
der Bereitstellung einer Internetplattform vorrangig über
das Angebot des sogenannten Elterncafés. In Rahmen
dieser Bildungs- und Kommunikationsplattform
stehen
drei Komponenten gleichermaßen im Vordergrund: Wis-
sensvermittlung, gemeinsamer Austausch und Vernet-
zung.
Wissensvermittlung:
Im Elterncafé werden Bildungs-
und Entwicklungsprozesse von Kindern sowie aktuelle
Erkenntnisse aus der Pädagogik und Erziehung wissen-
schaftlich, aber dennoch in einer für Eltern verständlichen
Weise vermittelt und diskutiert. Die Eltern haben die Mög-
lichkeit, selbst gewählte, sie persönlich berührende Fragen
zu diskutieren.
Gemeinsamer Austausch:
Das Elterncafé dient dem Er-
fahrungsaustausch der Eltern über alltägliche, schulische
und familiäre Problemlagen: Am Beispiel eigener Erfah-
rungen und der Erfahrung anderer werden mögliche Lö-
sungen für Problemlagen der Kindesentwicklung ent-
worfen. Dabei werden die elterlichen Kompetenzen zur
Entwicklung konkreter Bewältigungsstrategien für den
familiären Alltag einbezogen.
Vernetzung:
Erklärtes Ziel des Elterncafés ist die Kon-
taktknüpfung und Beziehungsgestaltung der Eltern un-
tereinander. Auf diese Weise soll ein empathisches Netz-
werk entstehen, in welchem alle Akteure gleichberechtigt
und füreinander agieren. Dies bedeutet auch, dass die
Kommunikation auf gegenseitiger Wertschätzung und
Anerkennung basiert. In den Elterncafés werden deshalb
unter anderem empathische Umgangs- und Kommuni-
kationsformen besprochen.
Psychologen als Begleiter und Experten
Die Treffen der interessierten Eltern werden von spezia-
lisierten Psychologen des Zentrums für Bildungsgesund-
heit Leipzig begleitet. Die anfängliche Begleitung durch
diese Psychologen dient der Entwicklung der Gesprächs-
führung und des Erfahrungsaustausches sowie der Be-
fähigung der Akteure, die Diskussion auch gesellschaft-
lich tabuisierter Themen auf Augenhöhe zunehmend
selbstständig zu gestalten und aus dieser Diskussion he-
raus Themen zu präferieren, welche Gegenstand weiterer
Psy choedukation sein könnten.
Die Initiatorinnen und Initiatoren des Projektes beab-
sichtigen, die Projekt idee inhaltlich weiter auszubauen
und für einen längeren Zeitraum zu etablieren. Auch zu
diesem Zweck wird das Projekt durch das Zentrum für
Bildungsgesundheit Leipzig begleitet und evaluiert. Im
Ergebnis soll die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert
werden.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
wohnungslose Menschen
Bürgerinnen und Bürger
Projektziele
Verbindung von praktischer
Arbeit der Zielgruppe im Sinne
von praktischer Ausbildung mit
Theorieinhalten im Bereich
Garten- und Landschaftsbau
psychosoziale Arbeit mit der
Zielgruppe, insbesondere Nach-
reifungsprozesse des Selbstwert-
gefühls und persönlicher sowie
sozialer Kompetenzen.
Schaffung einer öffentlichen
Präsenz, Erlebbarkeit von
Kommunikation und Akzeptanz
für das bisher tabuisierte Thema
der Wohnungslosigkeit in der
Stadt Hainichen.
Schaffung eines Ortes der
Entspannung und der Begegnung
Kontakt
Roland Koppka
Oberdorfstraße 40
OT Mühlbach
09669 Frankenberg
Telefon 037206 84979
m-weigel-koppka@t-online.de
Unsere Vision
Wir Menschen gestalten
unsere Lebensräume
lebenswert und ermög-
lichen damit Begegnungen
und Beziehungen,
im Einklang mit unserer
natürlichen Umwelt.
Gartenlabyrinth Hainichen
Wege zwischen Vergangenheit und Zukunft
Lebenslanges Lernen als biografische Aufgabe
Förderung der Kompetenzen und des Selbstbewusstseins wohnungsloser Menschen
3. Preis 2011
Lebensräume
e.V. Hainichen
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Gartenlabyrinth Hainichen Wege zwischen Vergangenheit und Zukunft
3. Preis 2011
Lebensräume e. V.
Wohnungslose werden lernend aktiv,
ein Prozess des Umdenkens wird vorangetrieben
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Vereins Lebens-
räume e.V.
ist die Betreuung der wohnungslosen Men-
schen in Hainichen. Anliegen bei der Projektumsetzung
des Gartenlabyrinths war die Einbeziehung dieser Men-
schen in die Bauarbeiten. Das Projekt verbindet prakti-
sche Arbeit/Ausbildung der Zielgruppe mit der Vermitt-
lung von Wissen im Bereich Garten- und Landschaftsbau
sowie Informationen zu Sinn und Geschichte von Laby-
rinthen. Psychosoziale Arbeit wird verknüpft mit der För-
derung der öffentlichen Akzeptanz von Wohnungslosen
und der Auseinandersetzung mit dem bislang weitgehend
tabuisierten Thema der Wohnungslosigkeit in Hainichen.
Dies betraf die unwürdige Unterbringung der Woh-
nungslosen. Mittlerweile gab es Gespräche mit dem Stadt-
rat, einen Workshop zum Thema und auch den Umzug
des Wohnungslosenprojektes in neue Räume.
Lernen einmal ganz anders
Mit dem Gartenlabyrinth-Projekt als einem nieder-
schwelligen Bildungsangebot soll die Zielgruppe der
wohnungs
losen Menschen besser erreicht werden. So-
weit es geht, werden Theorieinhalte mit unmittelbarem
Bezug zur mo mentanen praktischen Tätigkeit vermittelt.
Die Beteiligten erhalten ein positives und konstruktives
Tagesfeedback zum Arbeitstag, durch das eine kontinu-
ierliche Selbstwertsteigerung und Selbst reflexion er-
reicht werden soll. In Gruppengesprächen (Soziofeed-
back) werden die Reaktionen der Hainichener Bürger,
Passanten und Anwohner besprochen – kritische Äuße-
rungen können in der Gruppe so besser aufgefangen
werden. Zusätzlich wird eine intensive sozialpädagogische
Beratungsarbeit aufgebaut, die dem Aufbau tragfähiger
und vertrauensvoller Beziehungen als Grundlage für die
Lernarbeit dienen soll – sowohl zwischen Projekt leiterinnen
und Projektleiter und Teilnehmerinnen und Teilnehmern
als auch zwischen den Beteiligten untereinander. Die
wohnungslosen Beteiligten erhalten eine weitergehende
Begleitung der persönlichen Wandlungsprozesse, zum
Beispiel bei der (erneuten) Suche nach eigenem Wohn-
raum oder Arbeit.
Mehr als nur Bildung
Das Gartenlabyrinth ist ein vielschichtiges und vielfälti-
ges Bildungsprojekt. Dies entspricht der Grundphilosophie
des Vereins:
Räume sind lebendig, wenn sie alle zur Ver-
fügung stehenden Dimensionen nutzen und viele darin
enthaltene Entfaltungsmöglichkeiten provozieren. Die
Bildungsprozesse beziehen sich in erster Linie auf die
Labyrinth-Erbauerinnen und -erbauer, aber auch auf die
Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hainichen und die un-
mittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner. Mit dem
Projekt wird Bildung als sozialräumliches Geschehen
öf fentlich erlebbar und wächst damit über die reine Wis-
sensvermittlung hinaus. Das Projekt verknüpft die indi-
viduelle Fähigkeitserweiterung (insbesondere persönlicher
Kompetenzen) mit der unmittelbaren Erfahrung von
ge sellschaftlicher Reaktion und Resonanz.
Auch die »Lehrenden« nehmen etwas aus dem Bau des
Gartenlabyrinthes mit – so die Aussagen und das Erleben
der Projektleiterinnen und Projektleiter: »Das war ein
tolles Erlebnis, die Wohnungslosen zu motivieren, etwas
so Ästhetisches und Schönes wie das Labyrinth zu bauen,
etwas, das man sehen, riechen, hören (Klangschalen),
schmecken (Kräuter) und fühlen kann – etwas, das sie in
ihrem All tag kaum erleben oder ganz lange nicht erlebt
haben. Da standen sie (die Erbauerinnen und Erbauer)
mit Stolz vor ihrer Arbeit.«

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Gemeinsam für ein
barrierefreies Sachsen
Zielgruppen
Menschen mit Behinderungen
jeder Mitmensch, denn die
Schaffung von Barrierefreiheit
geht uns alle an
im Projekt insbesondere
die Kinder
Projektziele
Kinder erwerben spielerisch
Wissen zum Thema
Behinderungen bewusst machen
Barrieren erkennen und
abbauen lernen
Kontakt
Behindertenverband
Leipzig e.V. (BVL)
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Telefon/Fax 0341 3065120
bvl.leipzig@t-online.de
www.le-online.de
Behindern ist heilbar –
Das kleine Einmaleins der Barrierefreiheit
Lernkoffer »Barrierefreiheit spielend lernen« für den Vor- und Grundschul-
bereich und Loseblattsammlung zum Thema »Menschen mit Behinderungen«
als Unterrichtshilfen für Lehrer und Schüler aller Jahrgangsstufen
Sonderpreis für Transfer 2012
Behindertenverband Leipzig e.V. (BVL)

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
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Behindern ist heilbar - Das kleine Einmaleins der Barrierefreiheit
Sonderpreis für Transfer 2012
Behindertenverband Leipzig e.V. (BVL)
Behindern ist heilbar – das kleine Einmaleins
der Barrierefreiheit
Der Behindertenverband Leipzig e.V. beschäftigt sich im
Rahmen seiner Projektarbeiten seit über 20 Jahren mit
dem Thema der Schaffung von Barrierefreiheit aus der
Sicht unterschiedlicher Behinderungsarten; seit ca. 10
Jah ren erfolgt die Realisierung dieses Anliegens im
Rahmen von Netzwerkarbeit. In der Entstehungsphase
des Lernbuches »Der kleine Löwe und seine Freunde«
brachten Lehrer wiederholt zum Ausdruck, dass sie sich
für Kinder eine Zusammenfassung von Lehrmaterialien
über Barrierefreiheit und ein Leben mit Behinderung
wünschen.
Lernkoffer »Barrierefreiheit spielend lernen«
für den Vor- und Grundschulbereich
Das Lernbuch »Der kleine Löwe und seine Freunde« und
die Spiele Memo und Domino bieten die Möglichkeit,
Kinder zu sensibilisieren und ihnen Grundwissen über
die Belange von Menschen mit Behinderung spielerisch
zu vermitteln.
Fünf ca. 70 cm große Klappmaulpuppen repräsentieren
die fünf Grundbehinderungsarten: Liesa (Hörbehinde-
rung/Gehörlosigkeit), Eddy (Lernbehinderung), Leon
(Körperbehinderung), Brailli (Sehbehinderung/Blind-
heit), Borstel (Psychische Erkrankungen). Die Handpup-
pen sind Wissensvermittler auf kindlichem Niveau und
eine enorme Kommunikationshilfe für Lehrer und Erzie-
her. In der Loseblattsammlung wird auf alle grundle-
genden Behinderungsarten und deren Spezifika aus der
Sicht der Betroffenen eingegangen. Neben Wissen für
Lehrer wurden Arbeitsblätter und Elemente für die
prak tische Unterrichtsgestaltung entwickelt. Der erste
Teil widmet sich Informationen zu Behinderungen und
Barriere freiheit. Im zweiten Teil geht es um das Leben
mit einer Behinderung, um die subjektive Komponente
der Alltagsbewältigung.
Behinderung als eine Form von Normalität verstehen
Beispiele aus dem Bereich des Bauens und Wohnens
zeigen die Umsetzung von Barrierefreiheit. Die Schüler
sollen selbst Ideen zur Schaffung von Barrierefreiheit
entwickeln. Fragebögen und Merkblätter zur Schaffung
eines Stadtführers für eine barrierefreie Stadt auf der
Basis des Leipziger Stadtführers
(www.le-online.de)
sind
beigelegt. Weiterhin enthält der Lernkoffer ein Hörbuch,
Simulationshilfen, ein Steckbrett für Blindenschrift,
Langstock, Ausmalvorlagen und einen Lormhandschuh.
Kommunikationsformen wie Fingerund Lormalphabet
sowie Brailleschrift werden erfahrbar gemacht. Die Ba-
sis des Hörbuches bildet der Buchtext, der über die
Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig eingelesen wurde.
Musik verbindet die Geschichten und trägt zur Wieder-
erkennung der Figuren bei.
»Der kleine Löwe und seine Freunde
entdecken Sachsen«
Der zweite Teil des Lernbuches wird Ende 2014 als vor-
läufiger Abschluss des Lernkofferprojektes erscheinen.
Hier werden alle bisherigen Erfahrungen und bisher noch
fehlende Aspekte wie z. B. psychische Erkrankungen
sowie Taubblindheit einfließen. Dieses Buch wird sich
auf verschiedene Orten des Freistaates beziehen und im
direkten Kontakt mit Partnern vor Ort entstehen. An der
Erarbeitung der Loseblattsammlung waren alle Mitglie-
der des Netzwerkes Weiterbildung Leipzig beteiligt.
Als erster Nutzer des Lernkoffers hat die Kindertages-
stätte an der Heilandskirche in Leipzig in enger Zusam-
menarbeit mit dem Behindertenverband Leipzig die
diesjährige Fastenzeit unter dem Thema »Menschen die
anders sind – Leben mit Behinderungen« begangen.
Jede Woche widmete sich einer anderen Behinderungs-
art und wurde mit einer Andacht begonnen, deren
Hauptakteur jeweils die entsprechende Handpuppe war.
Die Lernkoffer werden an die Städtischen Bibliotheken
in Sachsen zur Ausleihe verteilt. Die Aktion beginnt mit
den 13 Kreisen und kreisfreien Städten, wird in Zusam-
menarbeit mit den Behindertenbeauftragten der Regio-
nen öffentlich vorgestellt und dann auf 50 Städte er-
weitert. Gefördert wird der Koffer u. a. vom Freistaat
Sachsen, der Stadt Leipzig sowie von der Aktion Mensch
im Rahmen der Kampagne »Jede Barriere ist eine zu viel«.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
In jedem Menschen steckt
ein einzigartiges Potenzial
an Talenten und Stärken.
Wir folgen unserer Vision
eines menschlichen Mitein-
anders in der Gesellschaft,
die in einem achtsamen
und würdevollen Umgang
miteinander ihren Ausdruck
findet.
Zielgruppen
Wohn-, Betreuungs-, Beratungs-
und Beschäftigungsangebote für
Menschen mit einer psychischen
bzw. Suchterkrankung und deren
Angehörige, unabhängig von
ihrer Herkunft und ihrem
Glauben
Projektziele
Stärkung von Menschen, die in
ihrer psychischen und physi-
schen Gesundheit eingeschränkt
und allein nicht in der Lage sind,
gleichberechtigt am gesell-
schaftlichen Leben teilzuhaben
Individuelle Entwicklung sowie
Selbstmächtigkeit im Denken
und im Handeln
Interne und externe Vernetzung
mit anderen Einrichtungen der
Sozialarbeit und Sozialpsychiatrie
Kontakt
GESOP gGmbH
(Gesellschaft für die gemeindenahe
Sozialpsychiatrische Versorgung)
Gasanstaltstraße 10
01237 Dresden
Telefon 0351 21530832
ex-in@gesop-dresden.de
www.gesop-dd.de
»EX-IN (Experienced Involvement –
Einbeziehung von Erfahrung)«
Qualifizierung von psychiatrieerfahrenen Menschen zu Genesungsbegleitern bzw.
Mitarbeitern in psychiatrischen Diensten oder in der Aus-, Fort- und Weiterbildung
1. Preis 2012
GESOP gGmbH (Gesellschaft für die gemeindenahe Sozialpsychiatrische Versorgung)

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
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»EX-IN (Experienced Involvement - Einbeziehung von Erfahrung)«
1. Preis 2012
GESOP gGmbH (Gesellschaft für die gemeindenahe Sozialpsychiatrische Versorgung)
EX-IN steht für Experienced Involvement (Einbeziehung
von Erfahrung) und ist eine spezifische Ausbildung für
psychiatrie-/krisenerfahrene Menschen, die auf dem Er-
fahrungswissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
basiert.
EX-IN ist neu in Sachsen
Das Konzept für das Curriculum zur Ausbildung von
Psychiatrie-Erfahrenen ist von norwegischen, schwedi-
schen, niederländischen, englischen, slowenischen und
deutschen Partnern im Rahmen des europäischen Leo-
nardo-da-Vinci-Pilotprojektes EX-IN 2005–2007 entwi-
ckelt worden. Es spiegelt die Zusammenarbeit von
Psychiatrie-Erfahrenen und psychiatrischen Fachkräf-
ten, Forschern und Lehrkräften wider. In allen teilneh-
menden Ländern wurden Verbände von Psychiatrie-Er-
fahrenen, Ausbildungseinrichtungen und psychiatrische
Dienste in den Diskussionsprozess und die Erprobung
des Curriculums einbezogen.
Das Projekt basiert auf der Überzeugung, dass Menschen,
die psychische Krisen durchlebt haben, diese Erfahrun-
gen nutzen können, um andere in ähnlichen Situationen
zu verstehen und zu unterstützen. Auf diese Weise wer
-
den traditionelles Wissen und bekannte Erklärungen über
die Entstehung psychischer Erkrankungen und deren
Bewältigung reproduziert.
Die Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen
an der Weiterentwicklung psychiatrischer Dienste
Das Hauptanliegen der Beteiligung von »Experten durch
Erfahrung« ist, die individuelle Erfahrung als Ressource
zu nutzen. Dies ist mit der Bereitschaft und der Fähigkeit
verbunden, Erfahrungen zu reflektieren und mit anderen
auszutauschen. Das Vorhandensein verschiedener Krank-
heitsbilder innerhalb einer Seminargruppe ermöglicht das
Kennenlernen von unterschiedlichsten Diagnose-, Krisen-
und Bewältigungserfahrungen.
Die Ausbildung setzt sich aus einem Basis- und einem
Aufbaukurs zusammen, zu denen jeweils ein Praktikum von
mindestens 40 Stunden gehört, und umfasst 11 Module,
welche sich über je drei Tage mit jeweils 22 Stunden
er strecken. Das Ausbildungsprogramm bietet folgende
Themen an:
Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden,
Unabhängige Fürsprecher in der Psychiatrie,
Empowerment in Theorie und Praxis,
Selbsterforschung,
Erfahrung und Teilhabe,
Assessment,
Trialog,
Begleiten und Unterstützen,
Perspektiven und Erfahrungen von Genesung
(recovery),
Umgang mit Krisen,
Lernen und Lehren.
Die Seminare werden immer gemeinsam von einem EX-
IN-Trainer mit fachlichem Hintergrund und einem EX-
IN-Trainer mit Erfahrungshintergrund durchgeführt.
Neben Wissensvermittlung stehen Kleingruppenarbeit
und Gruppendiskussionen im Vordergrund. Das Projekt
unterstützt Menschen mit Psychiatrie-Erfahrungen bei
der Anti-Stigma-Arbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit verfolgt
dabei das Ziel, offen über das Tabuthema »Psychiatrische
Diagnose« zu sprechen.
Das Projekt soll dazu beitragen, den Status von Psychia-
trie-Erfahrenen zu verbessern und zu einer verbesserten
Beschäftigungsmöglichkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
mit einer angemessenen Bezahlung führen. Sachsen
steht noch am Anfang dieser Entwicklungen.
Es gelang jedoch schon nach einigen Monaten, erste
Honorartätigkeiten für EX-IN-Teilnehmerinnen und
Teilnehmer zu akquirieren.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Unsere Vision war, ist und
bleibt, Menschen aller Gene-
rationen, unterschiedlicher
Herkunft und in individuellen
Lebenssituationen dabei zu
unterstützen, sich die Welt,
die sie umgibt, bewusst zu
machen. Wir möchten sie
auf dem Weg begleiten, auf
ihre ganz persönliche Weise
auszudrücken, wie sie ihre
Welt empfinden, wie sie sie
sich wünschen und wie sie
sie verändern können.
Zielgruppen
Kinder
Jugendliche
Erwachsene
Projektziele
Erlernen handwerklicher und
gestalterischer Fertigkeiten und
Fähigkeiten
Erlangen sozialer Kompetenz im
gemeinsamen kreativen Lernen
von Menschen unterschiedlichen
Alters, auch mit Behinderungen
und Beeinträchtigungen
Kontakt
KJF e.V.
Bernsdorfer Straße 135
09126 Chemnitz
Telefon 0371 49502100
Kjf-chemnitz@kjf-online.de
www.kjf-online.de
Kreativzentrum
Liddy-Ebersberger-Straße 2
09127 Chemnitz
Telefon 0371 49502430
kreativzentrum@kjf-online.de
»Wanderer« – Legende und Visionen
Ein ungewöhnlicher Weg, die Industriekultur der
»Wanderer«-Werke in Chemnitz aufzuarbeiten und künstlerisch
zu interpretieren
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
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»Wanderer« – Legende und Visionen
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. Chemnitz
ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der seit 1992 Erzie-
hungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder,
Jugendliche, Eltern und Familien unterbreitet. Seit 2004
gehört das Kreativzentrum, das sich 1990 als »Keramik
kreativ e.V.« gegründet hat, zur Angebotspalette des
KJF e.V. Chemnitz.
Vergangenes forschend und lernend hinterfragen
Zurückliegende Projekte widmeten sich bedeutenden Per-
sönlichkeiten, die maßgeblich zur Entwicklungsgeschichte
der Stadt Chemnitz beigetragen haben. Anlass für dieses
Projekt war die Gründung der »Wanderer«-Werke vor etwa
100 Jahren in Chemnitz. Es ging um die Visionen, den
unbedingten Willen und die Besessenheit früherer »In-
dustriepioniere«. Die Verarbeitung des Wissens um die
Legende der »Wanderer«- Werke, das Wirken der Grün-
der, das Wachsen des Industriezweiges sowie eigene
Visionen, all das bot eine Menge an Anregungen für das
Projekt. Was Herbert Esche für die Textilindustrie und
Richard Hartmann als »Sächsischer Lokomotivkönig« in
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Chemnitz,
waren Winkelhofer und Jaenicke als Gründer der
»Wanderer«-Werke zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie
waren die »Ur väter« der Fahrrad-, Auto- und Büroma-
schinenherstellung.
Die Beschäftigung mit der Geschichte seiner Heimat-
stadt in allen ihren Facetten eröffnet Möglichkeiten,
Vergangenheit zu hinterfragen, Gegenwart besser zu ver-
stehen und dieses Wissen in die Zukunft mitzunehmen.
Mit den Ausdrucksweisen der Malerei, Grafik, Plastik,
Objektgestaltung und Fotografie haben die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer ihre Gedanken, Ideen und Be-
findlichkeiten zum Thema sichtbar gemacht.
Eine Wandgestaltung aus Keramik-Reliefplatten (1,80 m x
0,75 m), die Strukturen, Firmenzeichen, Produkte und
Gebäude der »Wanderer«-Werke wiedergeben, wurde
durch eine Frauengruppe erarbeitet. Seit März 2012 hat
sie ihren Platz im Sächsischen Fahrzeugmuseum gefun-
den. Malerei und Grafik sowie plastische Objekte wer-
den im Laufe des Jahres in verschiedenen Ausstellungen
gezeigt. Ein Textilfries (1,50 x 3,00 m) entstand in einer
generationsübergreifenden Gruppe (18 bis 75 Jahre).
Menschen mit den unterschiedlichsten
Voraussetzungen arbeiteten mit
Kinder der Mal- und Zeichenwerkstatt des Kreativzent-
rums, Kinder und junge Menschen im Alter von 6 bis
16 Jahren mit individuell unterschiedlichen sozialen,
bildungs- und damit lernbedingten Voraussetzungen –
einige Kin der dieser Gruppe sind hör- und sprachge-
schädigt–, Schüler eines Kunstkurses der Klassen 8 bis 10,
Schüler der Werkstufe (17 bis 19 Jahre) der Förderschule
für geistig Behinderte, Erwachsene und Jugendliche un-
serer Weiterbildungskurse Malerei/Grafik und Keramik
(18 bis 75 Jahre, vorwiegend Seniorinnen) waren in zwei
Teilprojekten aktiv.
Im Teilprojekt »Spurensuche« hinterfragten sie die his-
torische Entwicklung, verbunden mit der Produktent-
wicklung. Die Vermittlung von Fakten in Bezug auf die
Gesamtheit des Wissens um die geschichtliche, techni-
sche, kulturhistorische und soziologische Entwicklung
der »Wanderer«-Werke war dabei Voraussetzung für
individuelles »Nachforschen«. Intensive Materialstudien
in Archiven, im Industrie- und Fahrzeugmuseum gingen
der künstlerischen Arbeit voraus.
Beim Teilprojekt »Wanderer«-Aktionen führten geistig
behinderte Jugendliche eine mehrtägige Fotoaktion zu
Gebäuden der »Wanderer«-Werke, zur »Wanderer«-Sied-
lung und ins Sächsische Fahrzeugmuseum durch. Hier
war eine besonders feinfühlige, den individuellen Auf-
fassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der einzel-
nen Behinderten angemessene Anleitung und Wissens-
vermittlung notwendig.
Ausstellung in der »Villa Esche«
Es entstanden zahlreiche Einzelarbeiten der Malerei und
Grafik sowie Objekte unterschiedlichster Aussagen zum
Thema. Ein großer Teil der Arbeiten konnte in einer Aus-
stellung von November 2011 bis Februar 2012 in der von
Henry van der Velde um 1900 er bauten »Villa Esche« in
Chemnitz einem breiten Publikum vorgestellt werden.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Endlich ein roter Faden für
Erzieherinnen und Erzieher
im Kinderschutz
Zielgruppen
Pädagogische Fachkräfte
Kindertagespflegepersonen
Projektziele
Die Fachkräfte sind in der Lage,
kurzzeitig die richtigen Entschei-
dungen zu treffen, um das Kind
vor weiteren Gefahren zu
schützen.
Sie erkennen Anhaltspunkte für
Kindeswohlgefährdung und
reagieren angemessen darauf.
Dabei arbeiten sie mit anderen
Fachdiensten und erfahrenen
Fachkräften sowie den Eltern
zusammen.
Kontakt
Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband Sachsen e.V.
Klopstockstr. 50
01157 Dresden
Tel. 0351 4242044
info@kinderschutzbund-sachsen.de
www.kinderschutzbund-sachsen.de
»Kinder in guten Händen«
Ein innovatives Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte und
Kindertagespflegepersonen zum Umgang mit akuter Kindeswohlgefährdung
1. Preis 2013
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Kinder in guten Händen
1. Preis 2013
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.
Problemlage akute Kindeswohlgefährdung
Pädagogische Fachkräfte (Erzieherinnen/Erzieher und
Kindertagespflegepersonen) müssen in der Lage sein,
Fälle von akuter Kindeswohlgefährdung rasch zu erken-
nen und in kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen zu
treffen, um die Kinder vor Gefahren zu schützen. Dieser
Kompetenz wird im Rahmen ihrer beruflichen Ausbil-
dung bisher jedoch zu geringe Aufmerksamkeit ein-
geräumt. Deshalb fühlen sich viele Verantwortliche
unsicher, wenn es um die Beurteilung von Gefähr-
dungssituationen und die angemessene Reaktion dar-
auf geht. Das Projekt »Kinder in guten Händen« widme-
te sich der Aufgabe, praktikable Wege zur Beseitigung
der Defizite zu finden. Im Ergebnis der Arbeit wurde das
Konzept für eine themenspezifische Fortbildung entwi-
ckelt und erprobt.
Methodischer Ansatz
Die Vermittlung des nötigen Wissens erfolgt innerhalb
von drei Tagen, zwischen denen jeweils vier Wochen
Arbeitszeit liegen. Diese intensive Verknüpfung von
Theorievermittlung und Lösung praktischer Aufgaben
im täglichen Arbeitsprozess fördert die Festigung und
Anwendungsbereitschaft der neu erworbenen Kennt-
nisse. Die Veranstaltungen selbst sind didaktisch ab-
wechslungsreich konzipiert. Kurzreferate, an Praxisbei-
spielen orientierte Übungen und Diskussionen wechseln
einander ab. Ein im Rahmen des Projekts erarbeitetes
Praxishandbuch unterstützt den Lernprozess und wird
den Erzieherinnen und Erziehern auch künftig als Erin-
nerungshilfe dienen. Es ist übersichtlich gestaltet und
enthält wichtige Inhalte in einer komprimierten Fas-
sung, sodass auch kurze Pausen genutzt werden kön-
nen, Gelerntes zu reaktivieren oder zu vertiefen. Kopier-
bare Checklisten enthalten u.a. konkret nutzbare
Handlungsleitfäden und Elemente (z.B. sprachliche
Formulierungen) für die Arbeit an Fällen in der eigenen
erzieherischen Praxis.
Partner und Förderer
Die Umsetzung des Projekts erfolgte durch Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter des deutschen Kinderschutz-
bundes Landesverband Sach sen e.V., deren Personal-
stellen für den Zeitraum von zwei Jahren anteilig durch
das Sächsische Staatsministerium für Kultus gefördert
wurden. Ein Beirat be gleitete die Arbeit und eine spezi-
elle Arbeitsgruppe unterstützte zusätzlich die Erstellung
des Praxishandbuches. Hier wirkten u.a. Koordinatorin-
nen und Koordinatoren der regionalen Netzwerke für
Kinderschutz, Vertreterinnen und Vertreter von Jugend-
ämtern, Fachberaterinnen und Fachberater sowie päd-
agogische Fachkräfte mit.
Erfolg gesichert
Eine externe Evaluation belegte den Erfolg des Fortbil-
dungsprogramms. Etwa vier Fünftel derer, die daran
teilgenommen hatten, bestätigten, dass sie nun wüss-
ten, was zu tun ist, wenn bei einem Kind Anzeichen von
Kindeswohlgefährdung festzustellen seien. Viele weite-
re fühlten einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit beim
Ansprechen schwieriger Themen in Gesprächen mit den
Eltern. Ein Folgeprojekt widmete sich der Umsetzung
des innovativen Fortbildungskonzeptes in den sächsi-
schen Kindertageseinrichtungen. Dazu werden künftige
Dozentinnen und Dozenten so geschult, dass sie die
Maßnahmen eigenständig durchführen können. Vier
von bislang neun haben im Sommer 2013 bereits mit
dieser Arbeit begonnen. Das bisher und weiterhin große
Engagement aller Beteiligten für das Projekt »Kinder in
guten Händen« wird so dazu beitragen, die Qualität der
Arbeit in den sächsischen Kindertages- und -pflegeein-
richtungen sukzessive weiter zu erhöhen.

image
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Inklusion verwirklichen!
Menschen mit Behinderung
haben mit ihren Rechten
und Erwartungen einen
Platz inmitten der Gesell-
schaft. Dafür stehen die
Kursangebote der Diakoni-
schen Akademie für Fort-
und Weiterbildung.
Zielgruppen
Menschen mit Lernbehinderung
Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern in Einrichtungen und
Diensten der Behindertenhilfe
Projektziele
Schulung von Menschen mit
Behinderungen zur UN-Behin-
dertenrechtskonvention und
Ausbildung zur Trainerin/zum
Trainer – die in der Lage sind,
ihr Wissen methodisch abwechs-
lungsreich, strukturiert und
anschaulich an Mitarbeitende
in Einrichtungen und Diensten
der Behindertenhilfe weiter-
zugeben
Kontakt
Diakonische Akademie für
Fort- und Weiterbildung e.V.
Bahnhofstraße 9
01468 Moritzburg
Tel. 035207 84350
info@diakademie.de
www.diakademie.de
Meine Rechte – Meine Stimme
Menschen mit Lernbehinderung werden zu Trainerinnen und Trainern
in Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention ausgebildet und lernen,
wie sie Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen können
1. Preis 2013
Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Soziales und Gesundheit
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
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Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
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Meine Rechte – Meine Stimme
1. Preis 2013
Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Menschen mit Behinderungen als Trainerinnen
und Trainer
Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), die 2009 in
Deutschland in Kraft trat, fordert die Inklusion von Men-
schen mit Behinderungen in die Gesellschaft. Dies be-
deutet, dass sich nicht der Mensch mit Behinderung
anzupassen hat, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben
zu können, sondern dass sich alle gesellschaftlichen
Bereiche den Bedürfnissen der Menschen anpassen
müssen. Es ist unerlässlich, Menschen mit Behinderun-
gen am Prozess der Umsetzung dieses wichtigen Überein-
kommens zu beteiligen. Dies ist der Ausgangspunkt und
gleichzeitig ein wesentlicher innovativer Aspekt des Pro-
jektes »Meine Rechte – Meine Stimme«. Im Rahmen des
Projektes schult die Diakonische Akademie für Fort- und
Weiterbildung e.V. Menschen mit Behinderungen zur
BRK und bildet sie zu Trainerinnen und Trainern aus, die
dann im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen an
der Akademie als »Experten in eigener Sache« Mitarbei-
tende aus Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen.
Inhalte und Methoden der Ausbildung
Die künftigen Trainerinnen und Trainer werden zu ihren
Aufgaben vor, in und nach einem Seminar sowie zu
Fragen der BRK von Menschen mit Behinderungen ge-
schult. Diese werden dabei durch Co-Trainer unterstützt,
die nicht behindert sind. Im Rahmen dieser Ausbildung
werden vor allem solche Schwerpunkte berücksichtigt,
die sich durch Befragungen von Werkstatträten und
Heimbeiräten in Sachsen als für die Betroffenen beson-
ders wichtig herauskristallisiert haben. So wurden u. a.
Themen wie »Selbstbestimmt leben«, »Wohnen und Fami-
lie«, »Bildung«, »Arbeit« und »Mobilität« im Konzept auf-
gegriffen. In Form von Gruppenarbeiten, Präsentationen,
Rollenspielen und Unterrichtsgesprächen tauschen die
Teilnehmenden eigene Erfahrungen aus, erlangen Kennt-
nisse zum jeweiligen Thema und erarbeiten gemeinsam
mit den Trainerinnen und Trainern, welche Möglichkei-
ten es gibt, aktiv seine Rechte einzufordern und selbst
zur Umsetzung der BRK beizutragen. Spezielle Seminar-
einheiten widmen sich der Befähigung zur Trainerin/
zum Trainer. In ihnen geht es um deren/dessen Rolle
und Kompetenzen, Trainingsmethoden und -materialien,
Kommunikationsformen und den Ablauf eines Trainings-
kurses. Durch diese Kombination der Schulungsinhalte
erlangen die Teilnehmenden zunehmend Sicherheit in
der Anwendung von Methoden und Materialien. Sie wer-
den in die Lage versetzt, selbstbewusst, fachlich fundiert
und abwechslungsreich Trainings durchzuführen.
Phasengliederung
Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen: Die erste um-
fasst die Schulung der Menschen mit Behinderung zu
Trainerinnen und Trainern, die zweite deren Einsatz in
Weiterbildungsveranstaltungen der Diakonischen Aka-
demie für Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten
der Behin dertenhilfe. Vorgesehen sind dafür die Heilpä-
dagogische Zusatzqualifikation für Mitarbeitende in
Wohnformen, Be ratungsstellen u.ä. (HPZ), die Sonderpä-
dagogische Zu satzqualifikation für Gruppenleiter in
Werkstätten für behinderte Menschen (SPZ) und die
Zusatzausbildung »Sozialpsychiatrie« für Mitarbeitende,
die mit psychisch kranken Menschen arbeiten (SPs). Es ist
ein wichtiges An liegen, auch nach der Projektlaufzeit die
Schulungen fort zuführen und als festen Bestandteil in
Fortbildungsprogrammen zu etablieren. Deshalb ist vor-
gesehen, gemeinsam mit den bereits ausgebildeten
Trainerinnen und Trainern weitere Seminare anzubieten –
auch in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Bil-
dungsträgern.
Solide Finanzierung
Sowohl die erste Schulungswoche für Menschen mit
Behinderung als auch die erste Schulung von Mitarbei-
tenden durch die ausgebildeten Trainerinnen und Trainer
wurden aus EU-Mitteln finanziert. Um im Anschluss an
die Projektphase die nachhaltige Etablierung der Schu-
lungen als regelmäßiges Angebot zu ermöglichen, wird
für die Zukunft eine reguläre Finanzierung über Teilneh-
merbeiträge und Weiterbildungsangebote geplant. – Der
Preis berücksichtigt alle entstehenden Kosten wie z.B.
Honorare, Miete usw., damit gewährleistet ist, dass die
Schulungen weiterhin unter angemessenen Rahmenbe-
dingungen und in hoher Qualität stattfinden können.

image
Onkolotse Sachsen
Qualifizierung von mittlerem medizinischen Personal bzw. weiteren mit der
Betreuung und Begleitung onkologischer Patientinnen und Patienten betrauten
Menschen aus dem sächsischen Gesundheitswesen (Onkolotse I bzw. II)
3. Preis 2013
Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Unsere Vision
Langfristig erfolgreiche und
wirtschaftlich abgesicherte
Etablierung des sektoren-
übergreifenden Betreu-
ungsansatzes für onkologi-
sche Patienten im Freistaat
Sachsen
Beruf und Arbeitswelt
Zielgruppe
mittleres medizinisches Personal
mit der Betreuung und Begleitung
onkologischer Patientinnen und
Patienten betraute Menschen
Projektziele
Steigerung der Anpassungs- und
Wettbewerbsfähigkeit der
Beschäftigten und Unternehmen
im sächsischen Gesundheitssek-
tor durch Verbesserung der
Weiterbildung
Information und Begleitung
onkologischer Patientinnen und
Patienten und deren Angehörigen
verbessern
Kontakt
Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Projekt Onkolotse I
Schlobigplatz 23
08056 Zwickau
Tel. 0375 281403
info@onkolotse.de
www.onkolotse.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Soziales und Gesundheit

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Onkolotse Sachsen
3. Preis 2013
Sächsische Krebsgesellschaft e. V.
Krebs – Herausforderung für Betroffene
und Personal
Nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch das Durch-
schnittsalter der Menschen in unserem Land steigt. Dies
ist verbunden mit dem vermehrten Auftreten onkologi-
scher Erkrankungen. Um Krebspatienten und deren
Angehörige besser betreuen zu können und die Belas-
tungssituation vor allem des mittleren medizinischen
Personals zu reduzieren, wurde eine berufsbegleitende
Weiterbildung zum Onkolotsen konzipiert. Damit soll das
Arbeitsumfeld für das medizinische Personal bei der
Betreuung onkologischer Patienten im stationären Be-
reich verbessert werden. Es geht darum, mit der Etab-
lierung von Onkolotsen auf Stationen und in Praxen ein
nachhaltiges Modell der Betreuung und Begleitung
onkologischer Patienten zu entwickeln und praktisch zu
erproben.
Moderne Methoden, breites Inhaltsspektrum
Die Weiterbildung stützt sich auf bewährte Methoden
der Erwachsenenbildung wie handlungs- und problem-
orientiertes Lernen, Gruppenarbeiten, Übungen zur Ver-
tiefung des Stoffes, Coaching/Supervision und autodi-
daktische Elemente.
Zum Spektrum der vermittelten Inhalte gehört u. a.
Wissen über Tumorerkrankungen, deren Früherkennung
und Behandlungsoptionen sowie Grundkenntnisse über
medizinische/psychologische Aspekte der Erkrankungen
als Beratungsgrundlage. Außerdem werden Netzwerk-
kenntnisse zu Angeboten in medizinischer Versorgung,
Rehabilitation, Nachsorge, Sozialberatung und Psycho-
therapie vermittelt. Darüber hinaus werden Onkolotsen
befähigt, Tumorpatienten in Entscheidungssituationen
z.B. bei verschiedenen Behandlungsangeboten beratend
zu hel fen und sie in schwierigen Situationen angemes-
sen zu begleiten.
Umfang und Struktur
Der Umfang der Weiterbildung beträgt insgesamt 150
Unterrichtsstunden. Die Weiterbildung ist modular an-
gelegt und integriert eine Praxiszeit, die aus drei Blö-
cken besteht. Insgesamt werden fünf Module durchlau-
fen. Die fünf Inhaltsmodule werden an Wochenenden
jeweils von Freitag bis Samstag angeboten und haben
einen Umfang von viermal je 14 Unterrichtsstunden.
Zwischen dem 3. und 4. bzw. dem 4. und 5. Block wird
eine Praxiseinheit von je drei Monaten eingeplant, in
der je drei Beratungen durchzuführen sind. Diese sind
zu dokumentieren und werden im 4. bzw. 5. Block su-
pervidiert. Daran schließt sich eine finale Praxisphase
an, in denen sich die Teilnehmenden zu kontinuierlichen
Auswertungs- und Abstimmungstreffen in der Gruppe
zusammenfinden.
Partner und Ergebnisse
Im Pilotprojekt existierte ein Projektteam der Sächsi-
schen Krebsgesellschaft, das durch das Deutsche Insti-
tut für Gesundheitsforschung und einen emeritierten
Lehrstuhlinhaber der Universität Dresden fachlich un-
terstützt wurde. Es begleitete in enger Kooperation mit
externen Referierenden für die jeweiligen Spezialthe-
men die Weiterbildung der Teilnehmenden. Für die
Umsetzung des Projektes wurden Kooperationen mit
relevanten Einrichtungen des sächsischen und bundes-
weiten Gesundheitswesens (Konferenz Onkologische
Pflege, Deutsches Institut für Gesundheitsforschung
DIG, Organzentren) aufgebaut. – Das Pilotprojekt wurde
von September 2009 bis August 2012 erfolgreich um-
gesetzt. Dabei wurden zunächst 30 Onkolotsen ausge-
bildet und in den am Projekt beteiligten Einrichtungen
etabliert. Seit Oktober 2012 widmet sich das parallele
Pilotprojekt Onkolotse II schwerpunktmäßig dem ambu-
lanten Bereich, um das Onkolotsen-Netzwerk in Sachsen
noch weiter in der Fläche zu verankern und mit den
bisherigen Onkolotsen eng zu verzahnen.

image
 
Soziales und Gesundheit
Ich – Du – Wir. Familie sein trotz Pubertät.
Der Prozess des Erwachsenwerdens – Eltern und Jugendliche im Dialog
2. Preis 2014
Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. Pirna
Unsere Vision
Begegnung und Vielfalt
Wir stehen für ein Bildungs
-
angebot, das
• Generationen verbindet,
• gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht,
• Regionalität und Welt -
offenheit einschließt,
• vor Ort und nah an den
Themen des Lebens
stattfindet.
Zielgruppen
Eltern, die Kinder im jugendlichen
Alter von 14 bis 18 Jahren haben
Jugendliche in der Entwicklungs-
phase der Pubertät
Projektziele
Sensibilisierung und Wissens -
vermittlung für Eltern zu den
Besonderheiten im Prozess des
Erwachsenwerdens
Schaffung einer Möglichkeit zum
respektvollen Kommunizieren von
Eltern und Jugendlichen über
diesen Lebensabschnitt
Kontakt
Volkshochschule Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge e. V.
Andree Klapper
Geschwister-Scholl-Straße 2
01796 Pirna
Telefon 03501 710990
info@vhs-ssoe.de
www.vhs-ssoe.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Ich – Du – Wir. Familie sein trotz Pubertät.
Der Prozess des Erwachsenwerdens – Eltern und Jugendliche im Dialog
Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. Pirna
Problemlage Pubertät
In der Pubertätszeit treten häufig Konflikte innerhalb
der Familie auf. Dabei sind Kommunikations
probleme
sowohl Ursache als auch Folge der puber tätsbedingten
Veränderungen in der Familie.
Erfahrungsgemäß setzen sich Eltern nicht bewusst oder
nicht ausreichend mit dem neuen Lebensabschnitt ihrer
Kinder auseinander. Sie fu
̈hlen sich u
̈berfordert mit den
Aufgaben, die in der Phase des Erwachsenwerdens ihrer
Kinder auf sie zukommen.
Auch auf Seiten der Jugendlichen wird die Pubertät
häufig als eine schwierige Lebensphase wahrgenom-
men, in der körperliche und emotionale Veränderungen
zu konfliktreichen Situationen in der Familie fu
̈hren.
Eltern fehlen in dieser Zeit oft geeignete Präventions-
mechanismen bzw. Handlungsstra tegien, die neuen
Stresssituationen und Kommunikationssperren vor -
beugen oder einen ziel gerichteten Umgang damit
er mög lichen.
Jugendliche wiederum verfügen nicht über aus -
reichende Kompetenzen, ihre eigenen Bedu
̈rfnisse und
Schwierig keiten angemessen und konfliktvermeidend
zu kommunizieren.
Projektziele
Im Projekt sollen folgende Teilziele erreicht werden:
Für Eltern:
. Sensibilisierung fu
̈r die Besonderheiten der Pubertät
. Vermittlung von Wissen zu Themen, die fu
̈r Puber -
tierende wichtig sind
. Hilfestellung beim Vermeiden von Kommunikations-
sperren
. Erarbeiten von Kompetenzen und Bewältigungsstra -
tegien fu
̈r Alltagsprobleme in der Familie
Für Jugendliche:
. Stärkung der persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen
und Unterstu
̈tzung bei der Entwicklung zu selbststän-
digen und verantwortlich handelnden Menschen
Für Eltern und Jugendliche:
. Schaffung von Möglichkeiten zum respektvollen
gemein
samen Kommunizieren u
̈ber Fragen zum
Lebensabschnitt Pubertät
Methodik, Gliederung
Das Projekt setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen.
Baustein 1
besteht aus fünf bis sechs separaten Eltern-
veranstaltungen, die je einen thematischen Schwerpunkt
zur Entwicklung der Jugendlichen während der Pubertät
aufgreifen und von den Eltern unabhängig voneinander
besucht werden können.
Baustein 2
bildet eine Elternveranstaltung, die von sechs
bis acht Jugendlichen gestaltet, durchgefu
̈hrt und ge
-
leitet wird. Die Jugendlichen sollen dabei ihre Sichtweise
auf den Lebensabschnitt Pubertät darstellen. Zur Vor be-
reitung dieser Elternveranstaltung finden mit den Jugend -
lichen ein Tagesworkshop und zwei Kurztreffen statt.
Darüber hinaus besteht das Angebot, ein Online-Eltern -
forum zum Austausch zu nutzen.
Nachhaltigkeit
Die erprobten Inhalte des Projektes werden so gefestigt,
dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch nach Be-
endigung des Projektes auf das Erlernte zuru
̈ckgreifen
und dieses erfolgreich anwenden können.
Zur nachhaltigen Festigung erhalten die Eltern Handouts
zu allen Themen, die zum Nachlesen zuhause oder auch
zum Weitergeben an andere Familien geeignet sind.
Außerdem wird den Eltern eine Liste mit Literatur
an -
gaben zum Thema zur Verfügung gestellt.
Nach Projektende unterstu
̈tzt die Projekt-Homepage den
Aspekt der Nachhaltigkeit. So bietet sie Hilfe suchenden
Eltern dauerhaft Informationen zum Thema Familie
und Bildung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

image
 
Soziales und Gesundheit
Die Volkshochschule - Ort der Bildung für Jedermann
Die Vision einer inklusiven Bildungseinrichtung wird Realität,
indem interessierte Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen
4. Preis 2014
Volkshochschule im Landkreis Meißen e. V., Radebeul
Unsere Vision
Bei uns kann JEDER
etwas lernen
Zielgruppen
Bisher eher von der Weiterbildung
ausgeschlossene Bevölkerungs -
gruppen, insbesondere Menschen
mit geistiger oder körperlicher
Behinderung sowie Menschen mit
Lernschwierigkeiten
Projektziele
Inklusive Kursangebote für Men-
schen mit und ohne Behinderung
Evaluierung genannter Zielgruppen
bezüglich ihrer Kurs wünsche in der
Weiterbildung
Kooperationen mit Einrichtungen
der Behindertenhilfe
Sensibilisierung von Besuchern der
Volkshochschule und Dozenten für
eine inklusive Bildungseinrichtung
Öffentlichkeitsarbeit und Gewin-
nung von Kooperationspartnern
Kontakt
Volkshochschule im Landkreis
Meißen e.V.
Grit Tarnowski (Geschäftsführerin)
Geschäftsstelle Radebeul
Sidonienstraße 1 A
01445 Radebeul
Tel.:
0351 8304788
Fax.:
0351 8301476
Mail:
info@vhs-LKmeissen.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Die Volkshochschule - Ort der Bildung für Jedermann
Die Vision einer inklusiven Bildungseinrichtung wird Realität,
indem interessierte Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen
Projektziel
Das Ziel ist, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Be-
hinderung selbstverständlich die Bildungsangebote der
Volkshochschule nutzen können und Barrieren nicht
existieren.
Daraus wurden folgende Schritte für die konkrete Arbeit
abgeleitet:
. Kursangebote für Menschen mit Lernschwächen bzw.
mit geistiger Behinderung ergänzend zu denen von
Einrichtungen der Behindertenhilfe
. Analyse des Bedarfs und der Inhalte für die Ziel-
gruppe
. Reduzierung von Barrieren (räumlich und mental)
. Sensibilisierung von Kursteilnehmenden und Dozen-
tinnen und Dozenten der Volkshochschule für die
Inklusion
Inhalte und Methoden
Die Mitarbeitenden der Volkshochschule und Dozentin-
nen und Dozenten werden in Workshops und Teambe-
sprechungen geschult für das Thema Inklusion.
In Einrichtungen der Behindertenhilfe wurden Info
tage
veranstaltet, in denen die Zielgruppe konkret ange -
sprochen werden konnte. Das rege Interesse dort führte
dazu, dass bereits acht Kurse durchgeführt werden
konnten, weitere sind geplant.
Als Dozenten wurden einerseits Förderpädagogen,
andererseits Lehrkräfte ohne Erfahrung in der Arbeit mit
Behinderten eingesetzt. Dieses Herangehen wurde
durch gehend von allen positiv bewertet.
Die Kursbesuche brachten den Teilnehmenden Selbst -
vertrauen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Impulse für neue Bildungsangebote, die in die weitere
Programmplanung einfließen werden.
Geschäftsbedingungen und Anmeldeformulare der
Volkshochschule wurden in eine »leichte Sprache« über-
setzt. Die räum liche Barrierefreiheit wurde von einer
Arbeitsgruppe Behinderter geprüft und sie gaben nütz-
liche Tipps zur Umgestaltung des Hauses.
Organisation und Kooperationen
Ein Koordinator wurde mit der Organisation des Projekts
betraut. Er ermittelt den Bedarf hinsichtlich des Themen-
spektrums und die Platzkapazitäten, ist für die Kontakte
zu Einrichtungen der Behindertenhilfe zuständig, berät
die Dozentinnen und Dozenten organisatorisch und me-
thodisch.
Eine enge Kooperation entwickelt sich zu den Einrichtun-
gen der Behindertenhilfe. Durch sie ist eine direkte Er-
reichbarkeit der Zielgruppe gegeben; die Angebote der
Volkshochschule werden bekannt gemacht und bewor-
ben und organisatorische Unterstützungsleistungen
(z. B. Fahrdienst) werden erbracht.
Nachhaltigkeit
Innerhalb eines Jahres kann kein inklusives Bildungs
an -
gebot im Sinne eines selbstverständlichen Miteinanders
von Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Dozentinnen
und Dozenten erzielt werden.
Mit der Öffnung der Volkshochschule als Ort der Bildung
für alle Bevölkerungsgruppen ist ein erster Schritt dahin
getan. Es ist ein großer Erfolg, wenn Menschen mit
Behinderung außerhalb ihrer gewohnten Einrichtung
Bildungsangebote selbstbestimmt nutzen können und
wollen und die Volkshochschule dafür der fachkompe-
tente Lernort ist.
Um die Weiterentwicklung des Projektes zu garantieren
wird ein Finanzierungskonzept auf der Basis einer Regel-
finanzierung erarbeitet.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

image
 
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Wir wünschen uns eine
lebendige Bürgergesell-
schaft, an deren Ausgestal-
tung sich möglichst viele
Bürgerinnen und Bürger
freiwillig beteiligen – und
dass sie dabei die nötige
Anerkennung und Unter-
stützung finden.
Zielgruppen
]
ehrenamtlich tätige Bürgerinnen
und Bürger aller Altersgruppen
und Einsatzgebiete
Projektziele
]
Schaffung einer Willkommens-
kultur in Dresden
]
Vermittlung von Wissen und
Entwicklung von Basis- und
Fachkompetenzen für vielfältige
Bereiche des gesellschaftlichen
Lebens
]
Wertschätzung ehrenamtlicher
Tätigkeit
Kontakt
Volkshochschule Dresden e. V.
Projektleitung: Ulrike Struck und
Ivo Gerhard
Schilfweg 3
01237 Dresden
Tel. 0351 254400
post@vhs-dresden.de
Kultur und Interkulturalität
Soziales und Gesundheit
»Erwachsenenbildung als Dienst an der Bürgergesellschaft«
»Willkommen in Dresden« und »EhrenamtsKomPass« – Weiterbildungskurse für
ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger
2. Preis 2015
Volkshochschule
Dresden e. V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Erwachsenenbildung als Dienst an der Bürgergesellschaft – Weiterbildungskurse für ehrenamtlich Tätige
2. Preis 2015
Volkshochschule Dresden e. V.
Basiskompetenzen für das Ehrenamt
Um eine lebendige Bürgergesellschaft nachhaltig zu för-
dern, nahm die Volkshochschule
Dresden Kurse in ihr An-
gebot auf, die sich speziell an Erwachsene mit Interesse
an bürgerschaftlichem Engagement richten. Mit der Wei-
terbildungsreihe »EhrenamtsKomPass« bietet sie diesen
die Möglichkeit, Kenntnisse zu erwerben, die für eine
qualifizierte ehrenamtliche Tätigkeit in vielen gesell-
schaftlichen Bereichen wichtig sind. In einem Zeitraum
von vier Semestern werden Basiskompetenzen zu den
Themenfeldern »Recht, Finanzen und Verwaltung, Mar-
keting und Öffentlichkeitsarbeit« sowie »Kommunikation
und Persönlichkeit« vermittelt. Nach Ablauf eines voll-
ständigen Zyklus beginnt die Kursreihe erneut. Dies bietet
die Gelegenheit, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in
das Programm einzusteigen. Die einzige Voraussetzung
für die Teilnahme an den Weiterbildungskursen besteht
darin, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber nach-
weislich bereits bürgerschaftlich engagiert haben.
Unterstützung von Asylbewerber-Begleitern
Diese Weiterbildungsreihe ergänzte die Volkshochschule
Dresden durch einen neuen Angebotskomplex. Er wen-
det sich speziell an die Bürgerinnen und Bürger,
die
Asylsuchende auf ihren ersten Schritten in der neuen
Umgebung begleiten möchten. Unter dem Thema »Will-
kommen in Dresden« bietet das Veranstaltungsportfolio
Wissensvermittlung und praxisorientierte Übungen zu
den drei Bereichen »Sprache und Verständigung«, »Hin-
tergründe und Zusammenhänge« sowie »Hilfe und Beglei-
tung«. Im Mittelpunkt der einzelnen Veranstaltungen
stehen Themen wie »Fremdenfeindlichkeit und ethische
Toleranz« oder »Traumatische Erfahrungen von Flücht-
lingen«. Auch Fragen der Asylgesetzgebung in Deutsch-
land und des kultursensiblen Umgangs mit Asylsuchen-
den werden behandelt.
Vielfältige Arbeitsformen, kompetente Partner
Die Auswahl der Inhalte und Methoden für die einzelnen
Weiterbildungsveranstaltungen
orientiert sich am kon-
kreten Bedarf und wird in Abstimmung mit aktuellen
und potenziellen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern
entwickelt. Dabei bezieht die Volkshochschule Dresden als
Initiator und Organisator des Projekts zahlreiche Netz-
werk-Partner wie Vereine und Initiativen ein. So nutzt sie
für die Veranstaltungen auch Räumlichkeiten dieser Part-
ner. Außerdem werden geeignete Referentinnen und Re-
ferenten einbezogen, die bereits in diesen Einrichtungen
als Lehrende tätig waren. Die angewandten Kursformen
sind vielfältig und hängen von den jeweiligen Zielen und
Inhalten ab. Sie reichen vom Lehrervortrag über Grup-
pen- und Partnerarbeit und Rundgespräche bis zu Teil-
nehmerreferaten und Planspielen. Im Mittelpunkt stehen
stets die Teilnehmenden, die selbsttätig Kompetenzen
erwerben und somit ihre individuellen Fähigkeiten und
Anlagen entfalten können.
Nachhaltigkeit gesichert
Alle Veranstaltungen sind so angelegt, dass sie Hilfe zur
Selbsthilfe bieten. Viele der erworbenen theoretischen
Kenntnisse werden erst bei ihrer Anwendung in der Pra-
xis erprobt und manifestieren sich in neuen Fähigkeiten.
Daher werden die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer
von vornherein ermutigt, in den jeweiligen Praxisfel-
dern ständig mit-, um- und weiterzulernen. Infolgedes-
sen können sie ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen an
andere ehrenamtlich Tätige weitergeben. Um die Quali-
tät der Angebote zu gewährleisten, wird jeder einzelne
Kurs evaluiert.
Alle Kurse beider Teilprojekte – »EhrenamtsKomPass« und
»Willkommen in Dresden« – werden durch die Landes-
hauptstadt Dresden gefördert.

image
 
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
Führungskräfte in kleinen und
mittleren Unternehmen
]
Personen, die ein Unternehmen
weiterführen wollen
]
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Unternehmens
Projektziele
]
Sensibilisierung von Führungs-
kräften für ihren eigenen
Weiterbildungsbedarf
]
Aufzeigen von Möglichkeiten
durch Weiterbildung
]
Entwicklung passgenauer
Weiterbildungsangebote
]
Abbau von Zugangshemmnissen
und Vernetzung
]
Sichtbarmachen von Kompetenz-
entwicklung
Kontakt
Leipziger Institut für angewandte
Weiterbildungsforschung e. V.
Silas Steinhilber
Jahnallee 59
04109 Leipzig
info@liwf.de
www.liwf.de
Unsere Vision
Wir wollen kleine und mitt-
lere Unternehmen in Sachsen
(KMU) für »weiche« Faktoren
im Generationswechsel sensi-
bilisieren und dazu beitragen,
dass der Nachfolgeprozess
als Chance für das Unter-
nehmen wahrgenommen
wird. Unser modularisiertes
Weiterbildungsangebot liefert
passgenaue Unterstützungs-
formate zu verschiedenen
für den Generationswechsel
bedeutsamen Themen.
»Logbuch Generationswechsel«
Ein modularisiertes Weiterbildungsangebot für kleine und mittlere
Unternehmen in Sachsen
3. Preis 2016
LIWF – Leipziger Institut
für angewandte Weiterbildungsforschung e. V.
Soziales und Gesundheit

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Die Gestaltung und Anwendung des »Logbuchs«
Eng mit dem Weiterbildungsangebot verzahnt ist das
»Logbuch«, ein Instrument, mit dem Bedürfnisse geweckt,
Angebote unterbreitet und individuelle Lernerfolge
sichtbar gemacht werden sollen. Wie ein klassisches
Logbuch gibt es Orientierung im Verlauf der unterneh-
merischen Reise und dokumentiert einzelne Etappen.
Fragen regen zur Reflexion an und machen auf Lernge-
legenheiten im Prozess und den möglichen individuellen
Bedarf aufmerksam. Gleichzeitig werden einzelne Module
und Angebote aufgelistet, aus denen die Unternehmen je
nach Phase des Übergabeprozesses und der Ausgangs-
lage wählen können.
Netzwerkpflege und Bekanntmachung des Angebots
Das Logbuch wird an sächsische KMU verteilt und die
Zielgruppen werden direkt angesprochen. Eine Koope-
ration zwischen Weiterbildungseinrichtungen wie die
Volkshochschule Leipzig und der Sächsische Volkshoch-
schulverband und Unternehmen sowie den Handwerks-
kammern trägt zur Verankerung des Projekts bei. Zu-
sätzlich sollen interdisziplinäre wissenschaftliche
Fachtagungen und unternehmensnahe Podien zur Ver-
breitung des Angebots genutzt werden.
Durchführung und Evaluation einzelner Angebote
und des »Logbuchs« selbst
Um die Zielstellung des Projekts zu erfüllen, wird bei der
Durchführung der Veranstaltungen
kompetentes Perso-
nal eingesetzt sowie eine umfassende Evaluation durch-
geführt. Die persönliche Beratung interessierter Unter-
nehmen sowie die passgenaue Ausgestaltung der
einzelnen Workshops und Seminare stellen sicher, dass
die Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt werden.
Neben den Veranstaltungen selbst wird auch das Inst-
rument »Logbuch« begleitend und abschließend nach
qualitativen und quantitativen Parametern evaluiert.
Strategie
Auf der Grundlage einer umfassenden Bedarfsermitt-
lung entstehen spezifische Weiterbildungsangebote
für
kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Generations-
wechsel. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Senio-
rinnen und Senioren sowie Juniorinnen und Junioren,
sondern ebenso auf die gesamte Belegschaft. Der inno-
vative Ansatz besteht darin, die Belegschaft nicht nur als
Betroffene, sondern als Beteiligte im Nachfolgeprozess
aufzufassen. Mit dem »Logbuch Generationswechsel«
soll ein Perspektivwechsel angeregt werden. Deshalb
stehen Weiterbildungsformate im Mittelpunkt, in denen
alle im Nachfolgeprozess Beteiligten zusammenkom-
men und gemeinsam den Wandel gestalten. Dabei können
Kompetenzen entwickelt werden, die sie nicht nur im
Generationswechsel, sondern auch darüber hinaus in
ihrer Arbeit voranbringen. Dem Prinzip der aufsuchen-
den Bildungsarbeit folgend wird ein Großteil der Ange-
bote in den Unternehmen vor Ort durchgeführt.
Die Konzeption eines modularisierten
Weiterbildungsangebots
Ausgehend von fundierten Bedarfshypothesen und einer
Marktanalyse wurden innovative Weiterbildungsange-
bote entwickelt, die sich in fünf Module unterteilen. Im
Fokus dieser Angebote stehen vor allem zwischenmensch-
liche und emotionale Aspekte, die im Nachfolge prozess
eine erfolgsentscheidende Rolle spielen.
Jedes Angebot baut grundsätzlich auf die Erfahrungen der
Teilnehmenden auf und bearbeitet aktuelle und konkrete
Beispiele aus deren beruflichem Alltag. Das erleichtert den
unmittelbaren Lerntransfer aus dem Seminarkontext. Im
Rahmen des Mentorings sowie der in formellen Aus-
tauschangebote werden Erfahrungen und Problemlösungen
aller Beteiligten einbezogen.
Jedes Angebotsformat stellt eine spezielle Arbeitsform
dar und umfasst spezifische Methoden. Dabei handelt
es sich um Weiterbildungsangebote, die je nach Bedarf
und Nachfrage individuell ausgestaltet werden. Sie
werden entweder als offene Veranstaltungen für ver-
schiedene Unternehmen oder als Inhouse-Veranstaltung
für ein Unternehmen konzipiert und durchgeführt.

image
 
Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
Der Verein bietet Weiterbil-
dungsmöglichkeiten für sozial-
pädagogische Fachkräfte (Fort-
bildungsreihen, Fachtagungen,
In-House-Seminare) sowie für
betroffene Jugendliche
(»MUSKEPEER«, »CARELEAVER
MUSKEPEER«) und Eltern
(»LÖWENELTERN«) an.
Projektziele
]
Schaffung eines Weiterbildungs-
angebots, das sich an junge
Menschen (MUSKEPEER) aus der
Heimerziehung sowie an Eltern
(LÖWENELTERN), die Erfahrungen
mit Jugendhilfe haben, richtet. Sie
kommen in einem Weiterbildungs-
durchlauf über mehrere Wochen-
enden mit anderen Jugendlichen
und Eltern in einen Austausch und
Reflexion. Außerdem erstellen sie
hilfreiche Informationsmaterialien
für andere Betroffene.
Kontakt
Kinder- und
Jugendhilferechtsverein e. V.
Bautzner Straße 22 HH
01099 Dresden
www.jugendhilferechtsverein.de
Ansprechpartner
Björn Redmann, Projektkoordinator
Mobil 0152 34396475
redmann@jugendhilferechtsverein.de
Unsere Vision
… ist eine bedarfsgerechte,
emanzipatorische Jugendhilfe
ohne Rechtsbrüche, in der
Menschen die Unterstützung
bekommen, die sie benötigen.
Wir möchten Adressatinnen/
Adressaten hinsichtlich
Ge lingens und Scheiterns
der Jugendhilfe in Qualitäts-
debatten und die Weiterent-
wicklung von Jugendhilfe
einbeziehen. Dafür brauchen
»Noteingang – Muskepeers und Löweneltern –
Weiterbildungsformate des Kinder- und
Jugendhilferechtsvereines e. V.«
Stärkung betroffener Peers/Familien durch Weiterbildung und Ombudschaftshilfe
3. Preis 2017
Kinder- und Jugendhilferechtsverein
e. V. Dresden
Adressatinnen/Adressaten
(1.) Informationen über die
ihnen zustehenden Rechte
auf Hilfe, (2.) einen Raum,
in dem sie sich mit anderen
Betroffenen austauschen
können und (3.) ihnen
tatsächlich zur Verfügung
stehende Artikulationsmög-
lichkeiten. In Seminaren
mit Betroffenen bieten wir
diese Möglichkeiten.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Ausgangslage
Nicht immer bekommen junge Menschen und ihre Fami-
lien von der Kinder- und Jugendhilfe die Unterstützung,
auf die sie einen Anspruch haben. In manchen Situatio nen
fühlen sich die Betroffenen auch nicht wertschätzend
angesprochen und ressourcenorientiert beteiligt. Manch-
mal gelingt es nicht, eine gute Kommunikation zwischen
Jugendamt und Betroffenen aufzubauen. Junge Menschen
und ihre Familien haben aber ein Recht auf würdige Be-
handlung und auf Unterstützung durch das Jugendamt.
Viele Hilfesuchende wissen nicht, welche Rechte sie ha-
ben und wie sie diese durchsetzen können.
Empowerment: Menschen stärken
Es werden längerfristige Prozesse in festen Gruppen
initiiert, in denen die Teilnehmer/innen
Vertrauen fassen,
Kompetenzen entfalten und diese erproben können. Da-
durch machen Betroffene eine essenzielle Erfahrung: Sie
sind nicht allein und haben eine Stimme. Sie verharren
nicht länger in vereinzelten Ohnmachtspositionen. Ent-
lang ihrer eigenen positiven wie problematischen Erfah-
rungen werden sie über ihre Rechte sowie Unterstüt-
zungsleistungen im Kontext von Jugendhilfe/Hilfen zur
Erziehung informiert. Ihnen wird auch vermittelt, wo sie
sich hinwenden können und welche Handlungsoptionen
sie haben, wenn sie allein bei der Durchsetzung ihrer
Rechte nicht weiterkommen. Jugendliche und Eltern wer-
den außerdem befähigt, eigene Bedürfnisse und Inter-
essen zu formulieren, diese selbstbewusst zu vertreten
und ihre Rechte stärker einzufordern. Auf dieser Grund-
lage werden sie in die Lage versetzt, sich selbst im Kon-
text öffentlicher Erziehungsinteressen mit ihren je eigenen
Anliegen und Kompetenzen zurecht zu finden. Eigene
Erfahrungen zum Ausgangspunkt zu nehmen und Adres-
satinnen/Adressaten in ihrer Position als aktive, selbst-
bestimmte Akteurinnen/Akteure in der Jugendhilfe zu
stärken, ist wesentlich. Dadurch wird gewährleistet, dass
die Erfahrungen und Inhalte aus den Weiterbildungs-
wochenenden auch tatsächlich in den Alltag der Zielgrup-
pen übertragbar sind und dort nachhaltig wirken können.
Strukturelle Veränderungen durch Einbindung der
Einrichtungen
Nachhaltigkeit wird nicht nur auf der Seite der Adressa-
tinnen/Adressaten angestrebt, sondern – vor allem bei
MUSKEPEER – auch auf Seite der Jugendhilfeeinrichtun-
gen. Die Einrichtungen, in denen die jungen Menschen
leben, werden daher mit einbezogen. Durch die Einbin-
dung der Fachkräfte in die Entwicklung von Beteili-
gungsideen, können strukturelle Änderungen konkret in
den Einrichtungen angeregt werden.
Peer-Ansatz: Betroffene stärken Betroffene
Der KJRV verfolgt außerdem einen Peer-Ansatz, da be-
kannt ist, dass »Gleichgesinnte« besser voneinander lernen
und Unterstützung gut angenommen wird, weil sie ein
Gegenüber haben, der/die eine ähnliche Erfahrungswelt
hat. Daher werden im Kontext der Weiterbildungen Ma-
terialen (z. B. Ratgeber-Broschüren) von Betroffenen für
Betroffene entwickelt. Dadurch werden die Erkenntnisse
aus den Weiterbildungen einer breiteren Masse zugäng-
lich. Junge Menschen und Eltern werden außerdem dazu
befähigt, ihr Wissen an andere Betroffene weiterzugeben
und diese in problematischen Situationen zu stärken
(Peer-Beratung).
Dialog und Öffentlichkeitsarbeit
Durch eine regelmäßige Berichterstattung über die ein-
zelnen Seminarwochenenden werden deren Erfahrungen
in die Fachwelt widergespiegelt. Der KJRV veranstaltet
außerdem regelmäßig Fachtagungen, in die Jugendliche
und Eltern aus den Weiterbildungen eingebunden werden.
Er bietet damit ein Forum, in dem sich Fachkräfte und
Adressatinnen/Adressaten in moderierten Räumen direkt
begegnen und in eine gemeinsame Reflexion kommen.
Darüber hinaus arbeitet er mit anderen Medien. Zuletzt
wurde mit jungen Menschen die Wanderausstellung‚
»MUSKEPEER, HEIMKINDER, CARELEAVER – Einblicke in das
Leben von Jugendlichen in der Jugendhilfe« entwickelt.

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Politik und Weltanschauung
Soziales und Gesundheit
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Politische Bildung
zur Bundestagswahl 2017«
Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen
2. Preis 2018
Volkshochschule Leipzig
Unsere Vision
Unsere Vision ist, politische
Bildung erlebbar zu ma-
chen. Für Zielgruppen, die
einen kleineren Teil unserer
Gesellschaft ausmachen
oder schwer erreichbar sind,
schaffen wir Zugänge und
Motivation zur Teilhabe an
demokratischen Prozessen.
Zielgruppen
Menschen mit Lernschwierigkeiten
Jugendliche und junge Erwachsene
Erstwähler/-innen
Projektziele
Förderung von Teilhabeangeboten
für bestimmte Gesellschaftsgrup-
pen, sogenannte schwer erreichba-
re Zielgruppen
Verbesserung der Wahrnehmung
zielgruppenspezifischer Interessen
durch Dritte
Kontakt
Volkshochschule Leipzig
Löhrstr. 3 – 7
04105 Leipzig
Frau Heike Richter (Leiterin)
Frau Heike Büttner
(Pädagogische Mitarbeiterin)
Herr Christian Soyk
(Pädagogischer Mitarbeiter)
Telefon +49 341 123 6069
vhs@leipzig.de
www.vhs-leipzig.de

Projektbeschreibung
Die Volkshochschule Leipzig fördert durch Teilhabeange-
bote bestimmte Gesellschaftsgruppen, sogenannte schwer
erreichbare Zielgruppen, und stärkt gleichzeitig die Wahr-
nehmung deren Interessen durch Dritte. Zur Bundestags-
wahl lag der Fokus auf „Menschen mit Lernbehinderung“
und „Jugendliche/Junge Erwachsene“. Die Veranstaltungen
ermöglichten den Teilnehmenden, sich mit den politischen
Zielen der Parteien auseinanderzusetzen und persönlich
mit Politikerinnen und Politikern zu kommunizieren. Hier-
durch wurde auch die Motivation zum Wählen gefördert.
Menschen mit Lernbehinderung erhielten im Angebot
„Wählen ist wichtig!“ verständliche und speziell für sie
aufbereitete Informationen für eine bewusste Entschei-
dung zur Bundestagswahl. Das „Jugendforum Klartext!“
wandte sich an Erstwähler/-innen und Jugendliche un-
ter 18 Jahren, die sich für die Bundestagswahl sowie die
Kandidierenden interessierten. Nur durch Kooperationen
wurde sichergestellt, dass zielgruppenspezifische Belange
berücksichtigt sind.
Wählen ist wichtig!
Zu Beginn des zweiteiligen Angebots „Wählen ist wichtig!“
wurden Wahl und Funktion des Bundestages in leichter
Sprache vorgestellt sowie Themen gesammelt, die für die
Teilnehmenden von Interesse waren und den Kandidie-
renden im Anschluss zur Verfügung gestellt wurden. Die
Themenpalette reichte von Forderungen nach mehr Teil-
habe bis zu Auseinandersetzungen über allgemeine ge-
sellschaftliche und politische Fragestellungen. Für den
zweiten Teil erging eine Einladung an die Kandidierenden
der Parteien mit den nach Umfragen wahrscheinlichsten
Aussichten auf einen Einzug in den Bundestag (AfD, Bünd-
nis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP, SPD), der – mit
Ausnahme AfD und FDP – alle folgten. Die zuvor gesam-
melten Themen wurden für die Gespräche genutzt. Die
Kandidierenden stellten sich im „Speed-Dating-Verfahren“
vor. In Gesprächskreisen wechselten sie regelmäßig in ei-
nen anderen Kreis. Die Teilnehmenden konnten sich einen
Eindruck verschaffen. Die zwei Moderatoren sorgten für
einen Rahmen, in dem alle zu Wort kamen.
Klartext, liebe Kandidatinnen und Kandidaten!
Zum „Jugendforum Klartext!“ wurden ebenfalls die o. g.
Kandidierenden eingeladen. Alle Parteien waren der Ein-
ladung gefolgt. Zu Beginn bereiteten die
Kandidierenden
parteiengemischt ein Grillbüffet zu. Die anwesenden Ju-
gendlichen im Plenum richteten ihre Fragen, unterstützt
von den zwei Moderatoren, an die
Kandidierenden. Über-
wiegend bewegten sich die Fragen um die Wahlprogram-
me, insbesondere um Themen wie Generationengerechtig-
keit und Bildungschancen. Die
Kandidierenden mussten bei
diesem „Multi-Tasking“ unter Beweis stellen, dass sie ihr
Programm vertreten und Haltung zeigen können – egal,
was um sie herum geschieht. Nach Zubereitung des Grill-
büffets verteilten die
Kandidierenden Essen an die Jugend-
lichen. Dabei gab es angeregte Diskussionen. Die Jugend-
lichen konnten an den Tischen ihre Anliegen zur Sprache
bringen. Am Ende des Abends erfolgte eine „Probewahl“, bei
der die Jugendlichen abstimmen konnten, welche/-r
Kandi-
dierende
sie am meisten überzeugte. Zusätzlich hatten die
Jugendlichen unter 18 Jahren die Möglichkeit, sich an der
bundesweiten U-18-Wahl zu beteiligen.
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Kultur und Interkulturalität
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Pilotprojekt zur Anpassungsqualifizierung viet-
namesischer Krankenpfleger zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in (GKP)«
Integration vietnamesischer Pflegefachkräfte in Sachsen durch intensive
Begleitung bei der Schaffung nachhaltiger beruflicher Perspektiven
3. Preis 2018
DPFA-Schulen gGmbH Dresden
Unsere Vision
„Bildung ist unsere Leiden-
schaft – Miteinander bauen wir
Wege fürs Leben“ – das ist un-
sere Unternehmensvision. Wir
sind davon überzeugt, dass zu-
künftig nur das kluge Zusam-
menspiel motivierter deutscher
und ausländischer Pflegefach-
kräfte den Herausforderungen
des demografischen Wandels
gerecht werden kann. Erfolg
kann am besten durch gemein-
same, vertrauensvolle Zusam-
menarbeit erreicht werden.
Zielgruppen
auszubildende ausländische
Fachkräfte
Einrichtungen des
Gesundheitswesens
Mitarbeiter/-innen öffentlicher
Einrichtungen und
regionaler Vereine
Projektziele
Ziel des Projektes ist es, junge vietna-
mesische Krankenpfleger/-innen zu
bundesrechtlich anerkannten Gesund-
heits- und Krankenpfleger/-innen (GKP)
zu führen, um damit den Fachkräfte-
bedarf im Pflegesektor nachhaltig zu
bedienen. Im Fokus stehen neben der
fachlichen Ausbildung vor allem The-
men der sprachlichen, interkulturellen
und gesellschaftlichen (Erwachsenen-)
Weiterbildung, um eine erfolgreiche
Integration in die deutsche Gesellschaft
bzw. Arbeitswelt zu erreichen.
Kontakt
DPFA-Schulen gGmbH
Bildungsstätte Dresden
Stauffenbergallee 4
01099 Dresden
Telefon +49 351 811 9359
dresden.dpfa@dpfa.de
www.dpfa.de

Projektbeschreibung
Inhalt
Die reine Umsetzung der Anpassungsqualifizierung betrug ca.
18 Monate. Zudem erfolgte vor dem Qualifizierungsbeginn eine
halbjährige sprachliche Vorbereitung in Vietnam. Diese ist neben
der sprachlichen Fokussierung auch mit interkulturellen Themen
über das Leben und Arbeiten in Deutschland versehen. Das in-
tensive gegenseitige Kennenlernen der Projektpartner/-innen in
Vietnam und Sachsen gehört ebenso zum Inhalt der Weiterbil-
dung, da dies nur durch partnerschaftliches und freundschaft-
liches Miteinander gelingen kann. Vieles, was zum Projekterfolg
beigetragen hat, erfolgte durch ehrenamtliche Tätigkeiten. Alle
Projektdokumente existieren in deutscher und vietnamesischer
Sprache, um Gleichwertigkeit und Fairness in der Projektpartner-
schaft zu gewährleisten. Besonderer Wert wurde auf ein vertrau-
ensvolles Miteinander sowohl zwischen den Schülerinnen und
den Schülern sowie den schulischen Mentorinnen und Mentoren
als auch zwischen den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und
den schulischen Mentorinnen und Mentoren gelegt. So konnte
bei aufkommenden Konflikten schnell unter Berücksichtigung
der Mentalität beider Seiten reagiert werden. Verbunden ist dies
für die beteiligten Lehrer/-innen mit aktiver politischer und kul-
tureller Weiterbildung. Eine rechtliche Gleichstellung der Pflege-
schüler/-innen mit deutschen Schülern und Schülerinnen erfolg-
te zu Beginn der Anpassungsqualifizierung mit dem Abschluss
des Ausbildungs- bzw. Schulvertrages. Das Curriculum zur An-
passungsqualifizierung wurde anhand des komplett aus dem
Vietnamesischen übersetzten Lehrplans einer vietnamesischen
Fachschule speziell für diesen Lehrgang erarbeitet und mit dem
KSV Sachsen inhaltlich abgestimmt. Dabei mussten vorhandenes
Wissen der vietnamesischen Schüler/-innen, spezielle Lehrinhalte
der deutschen GKP-Ausbildung und Besonderheiten im kulturel-
len und familiären Erleben der Vietnamesinnen und Vietnamesen
mit sprachlicher Weiterentwicklung kombiniert werden. Damit
gelang eine Verzahnung von beruflicher, allgemeiner und (inter-)
kultureller Weiterbildung. Auch die Zusammenarbeit mit Ämtern
und Behörden erfolgte reibungslos, auch weil die Projektabläufe
zu jeder Zeit transparent und nachvollziehbar dargestellt wurden.
Methodisch-didaktisches Vorgehen
Von Anfang an erfolgte individueller Deutschunterricht anhand
von Originaldokumenten der Praxispartner/-innen, die mit den
Schülerinnen und Schülern nach erfolgreicher Qualifizierung
einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatten. Hier stand neben
der Erweiterung vorhandener Grundkenntnisse der deutschen
Sprache vor allem auch die medizinische Fachsprache im Fokus.
Aufgrund der stark unterschiedlichen Phonetik wurde zudem
phonetischer Unterricht von Logopäden der DPFA (auch durch
Schülerpatenschaften) durchgeführt. Via Skype erfolgte monat-
lich ein intensiver Austausch und ein voneinander Lernen mit den
Projektpartnerinnen und Projektpartnern in Vietnam. Darüber hi-
naus war der stetige und intensive Austausch aller am Projekt
beteiligten Personen in sogenannten „Weiterbildungs-Jour-fixe-
Konferenzen“ ein wesentlicher Erfolgsgarant. Gemeinsame Auf-
takt- und Abschlussveranstaltungen aller am Projekt Beteiligten
sorgten dafür, dass von Beginn an bei allen die gleichen Erwar-
tungshaltungen vorlagen und im Nachgang aus Fehlern, falschen
Ansätzen und Herangehensweisen gelernt werden konnte.
Ergebnisse
Von 15 vietnamesischen Schülerinnen und Schülern haben 12
ihre Prüfungen zum GKP bestanden und arbeiten heute in ver-
schiedenen Pflegeheimen und Kliniken in Sachsen als examinier-
te Krankenpfleger/-innen eigenverantwortlich. Die Arbeitgeber
haben gelernt, dass sprachliche Barrieren zwar bestehen, diese
aber mit gemeinsamer Anstrengung schrittweise abbaubar sind.
Hinsichtlich des Transfers der Bildungserfahrungen hat das Pro-
jekt sicherlich besondere Bedeutung. Schon im Umsetzungspro-
zess wurden zahlreiche Medien in Deutschland und Vietnam,
gesellschaftlich und politisch maßgebliche Entscheidungsträger
und auch viele potentielle Arbeitgeber/-innen auf uns aufmerk-
sam und sind mit uns in Erfahrungsaustausch getreten. Das
Projekt wurde komplett ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand
finanziert.
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.