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Das neue Albertinum
Umbau und Sanierung

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Inhalt
01
Grußwort
02
Das Neue Albertinum
08
Das Erdgeschoss
20
Das 1. Obergeschoss
30
Das 2. Obergeschoss
34
Die Arche
44
Vom Zeughaus zum Museum
46
Projektdaten

Grundrisse
2. Obergeschoss
1. Obergeschoss
Erdgeschoss
Gläsernes Depot
Georg-Treu-Platz
Lichthof
WC
WC
Museumspädagogik
Hermann-
Glöckner-
Saal
Skulpturenhalle: Von Rodin bis zur Gegenwart
Sch
audepot
Ant i ke bi
s Ba
r ock
Sch
audepot
Barock bis egenwar
G
t
Klingersaal: Kunst des Fin de Siècle
Mosaiksaal: Vom Klassizismus bis Ernst Rietschel
Kunst der Gegenwart
Eingang Brühlsche Terrasse
Ludwig
Richter
Naturstudien
Deutsch-Römer
Freilichtmalerei
Nazarener
Ferdinand
von Rayski
Deutsche und
französische Kunst
1850
-
1900
Künstlergruppe
„Brücke“
Deutsche
Impressionisten
Max Slevogt
Ägypten-Zyklus
Otto Dix
Oskar Kokoschka
Carl Lohse
Klassische
Moderne
Kunst von
1945
bis
1989
Kunst von
1945
bis
1989
A.R. Penck
Romantik in Dresden
C.D. Friedrich
Gegenwart
Gerhard Richter
Gerhard Richter
Georg Baselitz
Deutscher Architekturpreis 2011
Einen Schritt breit hinter der bestehenden alten Eingangstür der Brühlschen Terrassen werde ich
diskret darauf hingewiesen, dass sich hier etwas geändert hat. Diese unsichtbar gesteuerte,
große Glastür wirkt wie ein besonderer Schlüssel, wie ein Finger auf dem Mund als Hinweis da-
rauf, dass hier ein stiller Ort sein will. Dann durchlaufe ich das alte Treppenhaus und das Vestibül
und erwarte ein Indiz, die sonst übliche Barriere, dass hier der Besucher einen Eintrittsobulus zu
entrichten hat. Die Frage an eine uniformierte Wärterin, ob hier denn der Eintritt frei sei, wird
damit beantwortet, dass man doch erst einmal geradeaus auf den Balkon treten solle. Darunter
sei dann die Kasse zu finden.
Verblüfft betrete ich den großen Innenhof im Obergeschoss und bin angenehm überrascht, dass
der räumliche Empfang auf der Beletage stattfindet. Hier erhält man sofort einen Überblick; der
große Innenraum wirkt leicht und luftig, die erleuchteten Fenster ringsum werden mit einer de-
zent leuchtenden Schrift ergänzt, die davon kündet, was sich dahinter befindet. Gerne schreitet
man die breite Treppe in das Erdgeschoss hinab, dessen heller Steinboden den Raum in ein be-
sonderes Licht taucht und ihm eine neue Imagination verleiht. Aus einem Hof wurde ein Innen-
raum – kein Innenhof mit Dach, sondern ein Zwischenraum mit Decke. Entstanden ist etwas
geheimnisvoll Leichtes und Lichtes. Ein Raum, der Leere und Leichtigkeit inszeniert und die
Wirklichkeit der darüber liegenden, 3200 Tonnen (Nutzlast) schweren Räumlichkeiten diskret
verbirgt.
Beim Rundgang durch die Galerieräume rund um den Zwischenraum bestechen die unterschied-
lichen Raumqualitäten. In den ganz in Schwarz gehaltenen Schmalseiten der Galerie befinden
sich die Schaudepots mit Vitrinen und Regalen. Ein diskret gelungener Kniff, die mächtigen,
konstruktiven Eingriffe für die Trag- und Erschließungsstrukturen, für gewaltige Decken- und
Dachlast so einzubauen, dass nur dem suchenden Kundigen die kleinen Veränderungen auffallen.
Prof. Günter Pfeifer
freier Architekt, München
Laudatio anlässlich der Auszeichnung des Albertinums
im Rahmen des Deutschen Architekturpreises 2011

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Grußwort
Liebe Leserinnen und Leser,
die feierliche Neueröffnung des Albertinums im Juni des Jahres 2010 fand weit über die sächsi-
schen Grenzen hinaus Beachtung und wurde auch international positiv kommentiert. Das ist nicht
verwunderlich, denn das Gebäude ist bereits für sich gesehen ein bedeutendes Bauwerk und
zudem ein prägender Teil der weltberühmten Kulisse der Dresdner Altstadt.
Bereits der Ursprungsbau – das 1563 errichtete Zeughaus – war zeitweilig eines der berühm testen
Renaissance-Bauwerke in Deutschland
und eines der größten Waffenarsenale Europas. Die nach
dem Umbau des Gebäudes 1889 zum Skulpturen-Museum und Hauptstaatsarchiv entstandene
Architektur und Präsentation der Antiken- und Abgusssammlung wurde Vorbild für das Puschkin-
Museum in Moskau. Nicht zuletzt beherbergte das Albertinum in seiner Geschichte wie auch
heute weltberühmte Meisterwerke und Kunstschätze – angefangen von Gemälden von Caspar
David Friedrich bis Gerhard Richter. Als Ausweichquartier für zerstörte Museumsbauten der
Dresdner Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg diente es Beständen des Grünen Gewölbes, des
Kupferstich-Kabinetts, der Porzellan- und Münzsammlung sowie der Rüstkammer. Auch gegen-
wärtig ist wieder etwas Einmaliges entstanden: ein technisches Meisterwerk – die »Arche der
Kunst«.
Mit der Restaurierung der sandsteinverkleideten Fassade, dem historischen Treppenhaus mit
toskanischen Säulen den zwei trotz Zerstörung des Gebäudes im Februar 1945 erhaltenen Räu-
men – dem Klinger- und dem Mosaiksaal – wurde wertvolle Bausubstanz bewahrt.
Dem Berliner
Architekten Volker Staab
ist es dabei nicht nur gelungen, an das Erbe des Gebäudes anzuknüpfen,
sondern den Museumsbau auch auf beeindruckende und innovative Weise auszubauen. Mit dem
Einbau eines »schwebenden Depots« wurde das Albertinum zu einem der modernsten Museums-
bauten Deutschlands.
Nachdem das Jahrhunderthochwasser der Elbe im Jahr 2002 in die Kellergewölbe eingedrungen
war und in einer einzigartigen Notaktion die dortigen Depots geräumt werden mussten, war in
Dresden wieder einmal Erfindergeist gefragt. Die verblüffende architektonische Lösung ist ein
Baukörper, der über dem Innenhof der vierflügeligen Anlage schwebt. Entstanden sind ein hoch-
wassersicheres Depot und Werkstätten für Restaurierungen. Der Hof steht für Veranstaltungen
und als großzügiges Foyer zur Verfügung. Der Name für das Depot ist beziehungsreich: In der
»Arche« werden die Kunstschätze vor der nächsten – hoffentlich ausbleibenden, aber dennoch
möglichen und deshalb in den Planungen zu bedenkenden – »Sintflut« geschützt. Gleichzeitig
bleibt durch die Positionierung über dem Innenhof das äußere historische Erscheinungsbild des
Albertinums unverändert.
Mein Dank richtet sich an den Architekten Volker Staab, die bauausführenden Firmen und die
beteiligten Büros sowie an unsere Bauverwaltung, den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement, aber auch an diejenigen zeitgenössischen Künstler, die ihre Bilder für die
Hochwasserhilfs-Auktion am 30. November 2002 spendeten, deren Erlös mit 3,4 Millionen Euro
zu den Bauinvestitionskosten von 51 Mio. Euro nicht unwesentlich beigetragen hat.
Prof. Dr. Georg Unland
Staatsminister der Finanzen

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Das Neue Albertinum –
Eine Arche für die Kunst
Über dem sandsteinverkleideten Neorenais-
sancegebäude des ausgehenden 19. Jahrhun-
derts schwebt ein architektonisches Meister-
werk der Gegenwart – eine Stahlkonstruktion
von rund 2700 Tonnen Gewicht. In dieser
»Arche für die Kunst« sind auf zwei Geschos-
sen verschiedene Depots und Werkstätten der
Staatlichen Kunstsammlungen Dresden un-
tergebracht. In diesem sowohl historischen
als auch völlig modernen Gewand präsentiert
sich das neue Albertinum in Dresden seinen
Gästen des 21. Jahrhunderts. Eine Brücke zwi-
schen gestern und morgen verkörpert der Bau
an der Brühlschen Terrasse auch in einem
weiteren Sinne. Fortan beherbergt das umge-
baute und generalsanierte Haus zwei der be-
deutendsten Kunstmuseen Dresdens – die
Skulpturensammlung und die Galerie Neue
Meister – und gewährt damit Einblicke in die
Entwicklung der bildenden Künste der vergan-
genen
rund 200 Jahre in einem bisher noch
nicht gekannten Umfang.
Blick von der Brühlschen Terrasse –
ehemaliger (einziger) Hauptzugang

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Architektenwettbewerb für das neue
Kunstdepot
Jede Veränderung an einem historischen,
denkmalgeschützten Gebäude steht im Span-
nungsfeld zwischen Zerstörung und Optimie-
rung. Im Fall des Albertinums galt es, das
Baudenkmal behutsam an die räumlichen
Anforderungen eines modernen Museumsbe-
triebes anzupassen und neue funktionale
Räume hinzuzufügen. Insgesamt 92 Bewerber
aus aller Welt beteiligten sich am dem ausge-
schriebenen Architektenwettbewerb nach
VOF (Vergabeverfahren nach der Verdin-
gungsordnung für freiberufliche Leistungen).
Davon wurden neun Architekten ausgewählt,
die im Auftrag des Sächsischen Staatsminis-
teriums der Finanzen (SMF) und des Staatsbe-
triebes Sächsisches Immobilien- und Bauma-
nagement (SIB) Lösungsvorschläge für ein
modernes Depot- und Werkstattgebäude der
Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erar-
beiten sollten. 2004 wählte eine Jury aus
Depotneubau und Umbau im Albertinum
Den Anlass für eine Neukonzeption des Mu-
seums gab das Jahrhunderthochwasser im
August 2002. Es bedrohte die unersetzlichen
Schätze der Museen und binnen Stunden
mussten einzigartige Gemälde und Skulptu-
ren aus den Depots im Untergeschoss evaku-
iert werden. Die unterirdischen Depots boten
keinen ausreichenden Schutz für das wertvol-
le Kulturgut. Was damals als Katastrophe be-
gann, sollte sich bald für die Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden als Chance her-
ausstellen.
Denn drei Monate später versteigerten mehr
als 40 zeitgenössische Künstler bei einer
Auktion bekannte Werke aus ihrem Œuvre.
Der Erlös von über 3,4 Millionen Euro gab die
Initialzündung für die Komplettsanierung des
Albertinums mit dem Neubau eines Depot-
und Werkstattgebäudes.
»Bellotto kommt nicht mehr ins Aquarium«,
konstatierte im August 2002 Martin Roth,
der damalige Generaldirektor der Staatlichen
Kunst sammlungen Dresden und brachte da-
mit seine Forderung nach einem hochwasser-
sicheren Depot auf den Punkt: »Wichtig ist,
dass die Schätze unserer Depots jetzt nicht
mehr unterirdisch gelagert werden und so vor
einer neuen Flut geschützt sind.«
Fachleuten des SMF, des SIB, des Sächsischen
Staatsministeriums für Wissenschaft und
Kunst (SMWK), der Staatlichen Kunstsamm-
lungen Dresden, aus freien Architekten und
Denkmalschutzexperten den Entwurf von
Staab Architekten aus Berlin zum Gewinner
des Wettbewerbs. Das Architektenteam hatte
sich von der Idee getrennt, ein neues Gebäude
innerhalb der Renaissancemauern zu planen
und konzipierte die Depots als eine Art raum-
haltiges Dach, als eine aufgeständerte Arche,
»die für immer aus dem Bereich der Fluten
herausgehoben wurde« (Staab Architekten).
Diese Idee, den Neubau »schwebend« zu kon-
struieren, um den Innenhof der Vierflügelan-
lage nicht zu verbauen und ihn damit zu er-
halten, überzeugte die Jury. »Dieser wunderbare
Raum des Innenhofes muss unbedingt für
den Museumsbetrieb erhalten werden«, lau-
tete sein Fazit, dem sich die Jury im Wettbe-
werbsverfahren anschloss.
Eine verblüffende Lösung
Architektonischer Akzent in historischer
Umgebung
Das Neue Albertinum ist wie die Museen im
Zwinger und im Residenzschloss ein weiterer
moderner Museumskomplex in einem origi-
nalen, historischen Bauwerk. Mit der Skulptu-
rensammlung und der Galerie Neue Meister
kann man Ausstellungen an ihrem ange-
stammten Sammlungsort besuchen, der die
enge Verbindung von Geschichte und Kunst-
sammlung sichtbar werden lässt.
Darüber hinaus wird mit der schwebenden
Konstruktion der »Arche« in unmittelbarer
Nachbarschaft zu Frauenkirche und Hoch-
schule für Bildende Künste ein architektoni-
scher Akzent inmitten der historischen Alt-
stadt gesetzt. Der neue Besuchereingang am
Georg-Treu-Platz steht in einem bislang un-
gewohnten Zusammenhang zu den neu ge-
bauten Quartieren rund um die Frauenkirche.
Wege und räumliche Beziehungen sind neu
entstanden, nicht nur für die Besucher son-
dern auch für die Bewohner der Stadt.
Neben dem Bau der hochwassersicheren De-
pot- und Werkstattflächen wurden die Fassa-
den, das Dach sowie die Ausstellungs- und
Bürobereiche saniert und die Zugänge und
das Foyer des Hauses verändert.
Für den gesamten Umbau und die Sanierung
des Albertinums wurden rund 50,8 Millionen
Euro investiert. Davon stellte der Bund 29,7
Millionen Euro aus Flutmitteln bereit. Aus den
Spenden, die bekannte Künstler wie Gerhard
Richter durch die Auktion ihrer Werke erzielt
hatten, wurden 3,4 Millionen Euro bestritten.
Das ergänzte Bauteil wird nach außen nur im Luftbild
erkennbar. In der sensiblen Innenstadtlage ergeben sich
keine städtebaulichen Auswirkungen.
Die Darstellung symbolisiert die wesentlichen
Veränderungen im Gebäude. Durch die Anordnung
des Depot- und Werkstattbauteils im Dachbereich
wurden eine Nutzung des Hofes und eine Durch-
wegung möglich.

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Mit dem Albertinum ist Dresdens Museums-
architektur im 21. Jahrhundert angekommen.
In seinem äußeren Erscheinungsbild
nahezu unverändert, zeigt es sich im Inneren
in seiner beeindruckenden Ausstrahlung
und sachlichen Funktionalität.
1 Lichthof
2 Skulpturenhalle
3 Kunst der Gegenwart
4 Mosaiksaal
5 Galerie Neue Meister
6 Gemäldedepots
7 Werkstätten
2
1
3
5
4
5
6
7

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Gläsernes Depot im neu entstandenen
Eingangsbereich am Georg-Treu-Platz.
Der Lichthof als zentraler Raum
Mit dem überdachten Atrium hat das Neue
Albertinum ein zentrales Foyer gewonnen –
einen lichtdurchfluteten Innenhof mit Platz
für Café, Buchladen, Galeriekonzerte und
Theateraufführungen. Der spektakuläre Neu-
bau über dem Innenhof fällt dem Besucher
auf den ersten Blick gar nicht auf. Von unten
sieht der Bau wie eine Überdachung aus und
außen ragt er nicht über die Firsthöhe hinaus.
Neuer Eingangsbereich am Georg-Treu-Platz
Durch den Umbau ist auch ein zweiter Muse-
umseingang entstanden. Von nun an können
die Besucher das Albertinum wie bisher von
der Brühlschen Terrasse und zusätzlich vom
Georg-Treu-Platz betreten. Der neue zusätzli-
che Besuchereingang des Albertinums am
Georg-Treu-Platz eröffnet ungewohnte und
bequeme Wege und neue nachbarschaftliche
Verhältnisse im Quartier um die Frauenkirche.
Die nun kürzeste Strecke zwischen Zwinger
und Albertinum führt an der Frauenkirche
vorbei und bringt die Museen in Zwinger, Re-
sidenzschloss und Albertinum auch räumlich
näher zueinander.
Das Erdgeschoss

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Durch den Umbau ist ein zweiter Museumsein-
gang entstanden. Von nun an können die Besu-
cher das Albertinum wie bisher von der Brühl-
schen Terrasse und zusätzlich vom Georg-Treu-
Platz betreten. Der neue Besuchereingang des
Albertinums am Georg-Treu-Platz eröffnet un-
gewohnte und bequeme Wege und neue nach-
barschaftliche Verhältnisse im Quartier um die
Frauenkirche. Die nun kürzeste Strecke zwi-
schen Zwinger und Albertinum führt an der
Frauenkirche vorbei und bringt die Museen in
Zwinger, Residenzschloss und Albertinum auch
räumlich näher zueinander.
Anfänglich wurde hier eine Lösung unter weitge-
hender Beibehaltung der bisherigen Innenwände
angedacht. Im Laufe des Projekts ist man jedoch
von diesem Ansatz abgerückt und zu der jetzt
vorhandenen großzügigen Eingangslösung ge-
kommen. Ein ausschlaggebender Punkt war die
Entscheidung, das 1. Obergeschoss mit in den
Ausstellungsbetrieb aufzunehmen. Die Nutzung
der Räume für Sonderausstellungen sollte auch
die Möglichkeit eines separaten Zugangs beinhal-
ten, ohne die angrenzenden Ausstellungsbereiche
zwingend queren zu müssen. Gleichfalls bestand
die Aufgabe, die Ebene des 1. Obergeschosses
nunmehr behindertengerecht zu erschließen. Dies
wurde mit dem Einbau eines weiteren Aufzugs im
Bereich des Treppenhauses ermöglicht.
Zur Diskussion für die Freistellung der Sand-
steinstütze in der Mitte der Eingangshalle stan-
den zwei Lösungsansätze: Zum einen die Ertüch-
tigung der Säule (durch Ausbohren und Armieren
des Kerns) und zum anderen die Ableitung der
Lasten des Obergeschosses auf die Außenwände.
Letztlich hat man sich für die zwar aufwendige-
re, aber den historischen Bestand schützende
Variante der Lastverteilung entschieden. Hierzu
wurde es
jedoch erforderlich, die komplette
Last zwischenzeitlich
abzufangen, um die Be-
standskonstruktion
bis zum Einbau der neuen
Wandscheiben
und Unterzüge im darüberlie-
genden Geschoss zu entlasten.
Neuer Eingangsbereich
am Georg-Treu-Platz
Georg-Treu-Platz. Durch den neuen Eingang wird der
Platz direkter Vorbereich für die Museen.
Zur Verbesserung der Orientierung wurden einige
Trennwände abgebrochen. Hierzu musste der Bestand
ersatzweise ertüchtigt werden.
Gläsernes Depot im neu entstandenen Eingangsbereich
am Georg-Treu-Platz.

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Der Innenhof als zentraler Raum
Mit dem überdachten Atrium hat das Neue
Albertinum ein zentrales Foyer gewonnen –
einen lichtdurchfluteten Innenhof mit Platz
für Café, Buchladen, Galeriekonzerte und
Theateraufführungen. Der spektakuläre Neu-
bau über dem Innenhof fällt dem Besucher
auf den ersten Blick gar nicht auf. Von unten
sieht der Bau wie eine Überdachung aus und
außen ragt er nicht über die Firsthöhe hinaus.
Dem neu entstandenen Raum kommen zent-
rale Funktionen zum Empfang der Besucher
und der Orientierung im Gebäude zu. Die
Verknüpfung der Eingänge an der Brühlschen
Terrasse und am Georg-Treu-Platz wurde vor
allem durch die neue Treppenanlage an der
Nordseite möglich. Gleichzeitig nimmt der
Innenhof einen Museumsladen, die Informa-
tion für Besucher, den Kartenverkauf und eine
gastronomische Einrichtung auf.
Da der neue Gebäudeteil den Hofraum nach
oben hin abschließt, galt es, eine gestalterisch
angemessene Lösung zu finden. Für einen
möglichst freundlichen Charakter sollte durch
die Lichtführung und die Gestaltung der
Raumoberflächen über Kopf eine möglichst
leichte Wirkung des zweigeschossigen Bau-
teils entstehen.
Beleuchtungskonzept

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Die Lichtfugen an den Längsseiten, die deut-
lich hellere Gestaltung der Fassaden und die
Ausführung der Depotunterseite tragen we-
sentlich zum heutigen Eindruck bei. Letztere
ist mit auf Rahmen gespanntem, gut reflek-
tierendem Folienmaterial versehen, das durch
die Anleuchtung aus dem Hof sehr wirkungs-
voll aufgehellt wird. Die Folien sind leicht
per foriert, was mit der darüberliegenden Däm-
mung eine positive Auswirkung auf die
Nachhallzeit hat. Die Dämmung der Depotun-
terseite dient der thermischen Entkopplung /
Reduzierung der äußeren Einflüsse und ge-
währleistet einen energetisch wirtschaftlichen
Betrieb des Gemäldedepots.
Hof mit Blick nach Westen, Februar 2007
September 2009
Februar 2010
Juli 2010
Ursprünglich sollten die Fassaden weitgehend
belassen werden, um den gewachsenen Cha-
rakter des Gebäudes zu stärken. Der Zustand
der Fassade legte aber eine grundhafte Sanie-
rung nahe, sodass auch die Gestaltung ent-
sprechend der künftigen Nutzung angegli-
chen werden konnte.
Die Leuchtbuchstaben an den Fassaden er-
möglichen dem Besucher eine erste Orientie-
rung. Neben dem funktionellen Aspekt cha-
rakterisiert das Leitsystem die Aufgabe des
Gebäudes als Sammlung der Moderne.
Für nutzungsbezogene Beleuchtungen stehen
zwei Lichtgräben an der Decke zur Verfügung,
die den Boden allgemein beleuchten. Ergänzt
wurden die Gräben mit vom Boden ansteuer-
baren Beleuchtungskörpern, die eine szeni-
sche Beleuchtung ermöglichen.
Die Lichtfugen an den Längsseiten dienen
eben falls der Entrauchung und der Durchlüf-
tung.
Die Temperierung des Hofraumes erfolgt im
Winter durch eine ergänzende Beheizung der
Bodenplatte. Den Besuchern des Innenhofs
wird es heute aufgrund der Großzügigkeit
kaum auffallen, dass sie einen Höhenunter-
schied von fast 80 Zentimetern zwischen den
beiden Stirnseiten überwinden.

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In der Skulpturenhalle wurden nur kleinere
Veränderungen vorgenommen. Sie beschränk-
ten sich weitgehend auf die Renovierung der
Oberflächen, die Reparatur der Bodenflächen
und die Erneuerung der Heizung. Vom neuen
Eingang Georg-Treu-Patz aus wurde außer-
dem ein Sichtfenster eingebaut, das den Be-
suchern einen Einblick in diesen Ausstellungs-
bereich der Skulpturensammlung ermög licht.
Der hintere Durchgang zum jetzigen Logistik-
Die Skulpturenhalle nach der Sanierung.
Die Skulpturenhalle
bereich wurde geschlossen. Im hinteren Bereich
(Richtung Georg-Treu-Platz) gab es außerdem
einen abgesenkten Bereich, der die ursprüngli-
che Tiefe des Bodens zeigte. Diese Fläche wurde
aufgefüllt und an den übrigen
Bestand ange-
passt. Gewölbe, Wände und Fuß
boden sind an-
sonsten in ursprünglicher Form geblieben.
Durch die Sanierung bestand für die staatli-
chen Kunstsammlungen Dresden die Möglich-
keit, die Auswahl der Objekte zu überarbeiten.
Das neue Konzept beinhaltet eine bewusste
Zuwendung zur zeitgenössischen Kunst. Zur
Unterstützung der Präsentation wurden im
Boden und den Gewölben Hülsen eingesetzt,
mit denen sich leicht transparente textile
Ausstellungsflächen spannen lassen. Außer-
dem wurden Einsteckmöglichkeiten für die
Ausstellungsbeleuchtung eingebaut.

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Verbreiterte Durchfahrt am Tzschirnerplatz
Logistikbereich und Verwaltung
Zu den Baumaßnahmen im Albertinum gehört
auch ein eigener Logistikbereich, der dem
modernen Museumsbetrieb angepasst ist. Ein
großer Lastenaufzug, erschließt von dort aus
alle Geschosse bis in den Neubau. Damit ist
der Logistikbereich direkt mit den Werkstätten
bzw. den Depots im Dachbereich verbunden.
Die Abmessungen von 6 Metern Länge und
3,60 Metern Höhe sowie eine Lastaufnahme
von 5 Tonnen gestatten es, sowohl große Ge-
mälde als auch schwere Plastiken sicher im
Haus zu transportieren. Der Schacht des Auf-
zuges befindet sich hinter der östlichen Stirn-
seite des Hofes und bildet in diesem Bereich
die Stütze (Pylon) für das neue Depotgebäude.
Für die Anlieferung von Kunstobjekten musste
die Durchfahrt am Tzschirnerplatz verbreitert
werden. Der werkgerechte Abschluss des Ge-
bäudesockels machte den Eingriff in die grün-
derzeitliche Substanz jedoch vertretbar.
Im Zusammenhang mit der Neuordnung von
Ausstellungs-, Werkstatt- und Depotbereichen
wurden auch die Räumlichkeiten der Verwal-
tung von Skulpturensammlung und Galerie
Neue Meister anders organisiert. Mit ihrer Ein-
ordnung im 1. und 2. Obergeschoss des Gebäu-
deflügels am Tzschirnerplatz verfügen sie über
ein eigenes Treppenhaus mit Aufzug und sind
unabhängig vom Museumsbetrieb erschlossen.
Ein interessanter Einblick in die Bauhistorie
war während der Fußbodensanierung im Be-
reich der Steinrestaurierungswerkstätten und
der ehemaligen Antikenhalle möglich. Dieser
Bereich zeigte hier das ursprüngliche, um ei-
niges tiefere Bodenniveau. Den neuen Fußbo-
den hatte man hier erhöht und lediglich an
die Säulen angearbeitet. Im Nachgang waren
Plinthe und Basis in Höhe des neuen Fußbo-
denniveaus lediglich an die Säulen angelegt
worden, ohne dass sie eine tragende Funktion
haben. Dies fällt lediglich bei einer genauen
Betrachtung der Säulenwölbung auf. Hier ist
erkennbar, dass die Proportionen an Basis und
Kapitell nicht mehr einheitlich sind.
Klimatisierter Entpackungsbereich zur Vorbereitung
von Objekttransporten bzw. zum Empfang/Entgegen-
nahme von Kunstobjekten.
Abbrucharbeiten im Vorfeld der Errichtung des
Schachts für den Kunstgut-Lastenaufzug
An den Säulen erkennt man sowohl das ursprüngliche
als auch das später geschaffene, höhere Fußbodenniveau.

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Das 1. Obergeschoss

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Klingersaal kurz vor der Wiedereröffnung im Juni 2010
Mosaik- und Klingersaal
Der Mosaik- und der Klingersaal heben sich in
ihrer Ausgestaltung sehr von den übrigen
Ausstellungsräumen ab. Beide Räume waren
ursprünglich mit reichhaltigen Ausmalungen
an Decken und Wänden verziert. Nach der
Zerstörung 1945 wurde beim Wiederaufbau
in den 1960er Jahren der ursprüngliche Zu-
stand nicht wieder hergestellt.
So kräftig und farbig, wie der Klingersaal
heute noch in Erscheinung tritt, muss man
sich die Gestaltung der meisten Räume des
neuen Ausstellungsgebäudes 1889 vorstellen.
Die Schwierigkeit bei der Sanierung bestand
darin, eine Farbfassung bei der Neugestaltung
zu finden, die einerseits den vorhandenen
Bestand aufgreifen, aber auch im Hinblick auf
die »Fehlstellen« einen optisch guten Gesamt-
eindruck wiedergeben sollte. In beiden Räu-
men hat man sich letztlich an den erhaltenen
Vorzustand gehalten. Die gewählten Farbfas-
sungen nehmen Bezug auf die Bestandsfas-
sungen. Auf starke Ornamentik und Wieder-
herstellung wurde verzichtet.
Vor der Sanierung wurden umfangreiche Be-
funduntersuchungen durchgeführt. Sämtliche
Farbfassungen ab der Entstehungszeit konn-
ten hier in den Wandbereichen dokumentiert
werden. An den Decken waren keine Fassungen
mehr vorhanden. Offensichtlich wurden diese
1945 vollständig zerstört und der Putzaufbau
komplett erneuert.
Die Fußböden wurden in ihrem Zustand belas-
sen. Lediglich in stark beschädigten Bereichen
wurden Ausbesserungen vorgenommen bzw.
einzelne Platten neu verlegt.
Obwohl die vorhandene Gestaltung des Mosaiksaals
weitgehend beibehalten wurde, war aufgrund des
Zustands eine umfassende Renovierung (Sicherung
bzw. Überarbeitung) des Bestands notwendig.
Analyse der Farbfassungen im Klingersaal. Daraus
geht hervor, dass die erste Gestaltung des Raumes
deutlich heller war als die heutige Erscheinung, die
auf den Zustand nach der ersten Renovierung 1894
zurückgeht.

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q
Der Mosaiksaal während der Sanierung Ende August 2009
Klingersaal
Das jetzige Erscheinungsbild des Klingersaals
geht auf die Fassung nach der ersten Reno-
vierung zurück, die bereits fünf Jahre nach
dem Umbau zum Ausstellungsgebäude vor-
genommen wurde. Aus der Analyse der Farb-
fassungen geht hervor, dass die erste Gestal-
tung deutlich heller war. Waren die großen
Spiegel der Wandfelder nach 1889 noch
Ocker, bekamen diese 1894 den dunklen rot-
braunen Ton der Pilaster. Letztere wurden
genau umgekehrt mit dem Ockerton aufge-
hellt. Als Ursache für den damaligen »Sinnes-
wandel« wird die Präsentationswirkung der
Objekte vor den farbigen Wänden vermutet.
Die meist hellen Skulpturen konnten sich vor
einer dunklen Wand besser profilieren. Mit
der Renovierung 1894 wurde auch der sehr
dominante schwarze Sockel mit einer
Marmo-
rierung versehen, um diese etwas leich
ter zu
gestalten und dem Natursteinbrüs tungen der
Treppe näherzubringen.
u
Nach der Sanierung im Juni 2010
Die Fassungsuntersuchungen belegen die Abfolge
der einzelnen Erscheinungsbilder. Der heutige Zustand
des Mosaiksaals stellt eine Vereinfachung aus der
Wiederaufbauzeit dar.
Mosaiksaal
Auch beim Mosaiksaal wurden die Wandfas-
sung und der Boden für die künftige Erschei-
nung weitgehend belassen. Lediglich in der
Gegenüberstellung auf der linken Seite (S. 24)
wird eine Abwandlung deutlich. Man ent-
schied sich gegen einen farblichen Absatz des
Pfeilers und der eingerückten Pilaster, da die
Trennung des Raumes bereits durch die un-
terschiedlichen Bodenniveaus und die domi-
nierende Treppenanlage deutlich wird und
nicht weiter betont werden muss. Die schwar-
zen Bemalungen wurden dem Farbton der
Wandpilaster angeglichen, um die Wirkung
des gesamten Raumes zu stärken und archi-
tektonisch zu beruhigen.
Den Namen verdankt der Raum einem origi-
nalen römischen Bodenmosaik, das im oberen
Bereich großflächig in den Boden eingelassen
wurde.

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Schaudepots im 1. Obergeschoss
Zwei riesige gläserne Schaudepots im 1. Ober-
geschoss eröffnen dem Besucher bisher unbe-
kannte Einsichten in das Innere des Museums
und erschließen bislang verborgene Werke der
Skulpturensammlung auf Dauer.
Beide Depots waren ursprünglich als reine De-
potbereiche für Skulpturen vorgesehen. Mit
der
Änderung des Konzeptes und der Nutzung
des Salzgasseflügels als Ausstellungsbereich
wurden diese Depots für die Besucher zugäng-
lich
gemacht. Damit ist ein kompletter Rund-
gang auch im 1. Obergeschoss möglich, denn
die beiden Schaudepots
bilden jeweils den
Übergang vom Klinger- bzw.
Mosaiksaal in
den Bereich der Sonderausstellung/Wechsel-
ausstellung. Dieser Rundgang bildet eine we-
sentliche Erweiterung der bisherigen Ausstel-
lungsfläche im Albertinum.
Bereich des jetzigen Lastenaufzugs.
Der Abbruch für den Aufzugschacht
förderte die unterschiedlichen Zeit-
schichten zutage.
Durch die Umbaumaßnahmen kamen die
historischen Konstruktionen zum Vorschein,
die Ende des 19. Jahrhunderts als Ertüch-
tigung des Gebäudes zur Präsentation der
Skulpturen erforderlich wurden. Die geniete-
ten Stahlkonstruktionen wurden weitgehend
belassen.

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Sonderausstellungsbereich
Kunst der Gegenwart
Bis vor dem Umbau wurde hier u. a. die Sammlung
des Grünen Gewölbes präsentiert.
Bis auf die Stützen und Pfeiler in der Raummitte ist
der Raum nicht weiter unterteilt. Die Ausstellungs-
wände in dieser Aufnahme sind temporär.
Die gründerzeitliche Konstruktion konnte
erhalten bleiben und stellt durch die gro-
ßen Spannweiten eine ideale Vorausset-
zung für eine flexible Raumnutzung dar.
Dieser Ausstellungsbereich beherbergte bis zu
dessen Umzug ins Dresdner Schloss das Histo-
rische Grüne Gewölbe. Der Bereich mit einer
Fläche von rund 1100 Quadratmetern war nach
der Sanierung als Depotbereich der Skulptu-
rensammlung vorgesehen. Man ist im Projekt-
verlauf von dieser Nutzung abgekommen, da
sich auf und mit dieser Fläche exzellente Aus-
stellungsbereiche ergeben.
Der Bereich wurde vollständig entkernt. Alle
Einbauten, Zwischendecken und Bodenaufbau-
ten
wurden abgebrochen. Auf der Gewölbede-
cke hat man einen neuen Bodenaufbau mit
oberflächenfertigem Estrich aufgebracht. Die
Kappendecken mussten aufwendig saniert
werden, da sie zahlreiche Fehlstellen und Risse
aufwiesen. Die Deckenstruktur mit Stahlträ-
gern und sichtbaren Kappen ist erhalten ge-
blieben. Auch die neuen Installationen, wie
zum Beispiel die Lüftung, wurden – bewusst
dem Charakter des Bereiches angepasst – frei
im Raum installiert.
Auf eine Unterteilung des Raumes hat man
bei der Sanierung verzichtet. Dies ermöglicht
eine flexible Ausstellungsgestaltung und gege-
benenfalls
auch eine Unterteilung des Raumes
in einzelne Abschnitte.
Hierfür wurden Strom- und Medienanschluss-
möglichkeiten im Bereich der Wandpfeiler
und der Stützen vorgesehen. Ebenfalls sind
die Beleuchtungsschienen an der Decke so
gegliedert, dass sich die einzelnen Raumab-
schnitte individuell nutzen lassen.

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Das 2. Obergeschoss

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32 |
| 33
Lichteinfall in die Ausstellung zu erhalten. In
den Randbereichen zu den Wänden wurde
umlaufend eine Reihe der Verglasung entfernt
und vollständig verschlossen. Damit verbessert
sich der Lichteinfall auf die Bilder.
Einigen Besuchern wird auffallen, dass die
Farbgebung in den Räumen sich jeweils leicht
ändert. Bei den Romantikern ist der Hinter-
grund noch in einem leicht gedeckten Grauton
gehalten. Die Farbigkeit der Räume wird immer
heller. Die jüngsten Werke hängen vor einer
fast weißen Fläche.
Juni 2009
Die Galerie Neue Meister
Der Dachbereich wurde von sämtlichen über-
flüssigen Installationen befreit, neue Lüftungs-
kanäle und Leitungen wurden außerhalb des
Lichtdeckenbereiches angeordnet. Im Ausstel-
lungsbereich musste das Parkett aufgrund von
vorgefundenen Schadstoffen in der Parkett-
verklebung komplett erneuert werden. Darüber
hinaus war der Bereich durch die umfängliche
Sanierung der historischen Dachkonstruktion
betroffen. Der erste tragfähige Boden war der
des 2. Obergeschosses, sodass die Raumgerüs-
te durch die Lichtdecken geführt werden
März 2010
mussten. Diese wurde dafür ausgebaut und
nach Abschluss der Arbeiten wieder installiert.
Die Sanierung nutzte man außerdem für eine
genaue Lichtplanung. Für die Präsentation der
Gemälde ist eine gewisse Mindesthelligkeit
notwendig, um das Farbspektrum differenziert
erkennen zu können. Gleichzeitig beschleunigt
die zunehmende Intensität der Beleuchtung
die Alterung der Kunstwerke. Hier galt es also
gemäß den Vorgaben der Staatlichen Kunst-
sammlungen, ein verantwortliches Maß der
Beleuchtungsstärke und ein optimales Zusam-
Februar 2010
Februar 2008
menspiel von Tages- und Kunstlicht zu finden.
Im Ergebnis blieb der für den Besucher ange-
nehme Tageslichtanteil erhalten, während auch
den konservatorischen Belangen für die Ge-
mälde Rechnung getragen wurde. Durch UV-
und Infrarotlicht filternde Beläge in den Glä-
sern der Fenster und Oberlichter wurde der
Lichteintrag auf den sichtbaren Anteil redu-
ziert und damit ein erheblicher Teil des schädi-
genden Anteils ausgeschlossen. Der komplette
Dachbereich wurde nach Abschluss der Arbei-
ten weiß beschichtet, um einen optimalen

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Die Arche

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36 |
| 37
Der Depotneubau
Eine stählerne Fachwerkkonstruktion, ähnlich
einer Brücke, trägt die neue zweigeschossige
Überbauung. Das Gesamtkonzept der »Über-
brückung« des Hofs beruht auf der Vorgabe,
möglichst wenig räumliche und konstruktive
Eingriffe an dem denkmalgeschützten Gebäu-
debestand vorzunehmen. Da außerdem die
bestehenden Mauern zum Innenhof die Lasten
der zweigeschossigen Überbauung nicht tra-
gen konnten, entschied man sich dafür eine
Brücke in Längsrichtung zum Hof zu spannen.
Die Konstruktion besteht aus zwei stählernen
Haupt- und zwei Nebenfachwerkträgern mit
Spannweiten von rund 72 Metern. Diese wur-
den auf einen Aufzugsschacht und ein Stüt-
zenpaar hinter der Altbaufassade aufgelagert.
Durch die große Tragwerkshöhe der Fach-
werkträger, die sich über beide Neubauge-
schosse erstrecken, ist ein für die Konstruktion
optimales Verhältnis von Höhe zu Spannweite
entstanden. Durch die Brückenkonstruktion
bleibt der Innenhof als zentraler Raum unbe-
rührt. Die Untersicht der Arche ist als lichtre-
flektierende Deckenfläche ausgeführt. Außer-
dem werden über die seitlichen Lichtfugen die
Tageslichtschwankungen von Sonne und Wol-
ken
in den Innenhof übertragen. Das Volumen
des Daches und damit des neuen Baukörpers
wird dadurch erst auf den zweiten Blick spürbar.
Die mittleren Fachwerkträger haben die Höhe der
beiden Geschosse (etwa 10 Meter). Nur so konnte
die beachtliche Spannweite ohne Unterstützung
gewährleistet werden.
Die Aufnahme von Ende Juni 2007 zeigt die erste Stufe
des Raumgerüsts im Innenhof. Als die Hauptkonstruk-
tion des Rohbaus erreichet wurde, war der Raum
vollständig gefüllt und die Arbeitsebene durchgängig.

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38 |
| 39
In der Arche finden in enger Anbindung an die
Ausstellungsflächen der Galerie Neue Meister
die Restaurierungswerkstatt für Gemälde und
ein zentrales Gemäldedepot ihren neuen Platz.
Außerdem sind hier fortan Restaurierungs-
werkstätten für den Mathematisch-Physikali-
schen Salon und das Kunstgewerbemuseum
der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden un-
tergebracht. Die unmittelbare Nachbarschaft
von zentralen Restaurierungswerkstätten, De-
pots- und Ausstellungsflächen soll für kürzere
Wege und eine effektive Nutzung der Räume
und Ausrüstung sorgen.
Das Eigengewicht des Neubaus in Nutzung
liegt bei etwa 3.300 Tonnen, wovon etwa 750
Tonnen ursprünglich dem Stahlbau zuzurech-
nen waren. Bei der Errichtung der Stahlkonst-
ruktion gab es Probleme. Beim Verschweißen
der Knotenbereiche der tragenden Fachwerk-
konstruktion rissen einige der Profilbleche im
Querschnitt. Dieser sogenannte Terrassen-
bruch machte eine sofortige Sanierung aller
Knoten erforderlich. Mittels Blechen, die als
»Pflaster« über die Knoten hinweg befestigt
wurden, kamen weitere 80 Tonnen zum Trag-
werk hinzu. Ein positiver Effekt war die zu-
sätzliche Versteifung der Konstruktion, welche
das Schwingungsverhalten des Neubaus ver-
bessert und damit direkt den Arbeiten in den
Restaurierungswerkstätten zugute kommt. Bei
der großen Spannweite des Neubaus kommt
dem Schwingungsverhalten der Konstruktion
eine besondere Bedeutung zu. Damit die Arbei-
ten an sensiblen Kunstobjekten nicht beein-
trächtigt werden, sind Werte angesetzt wor-
den, die auch bei medizinischen Operationen
angemessen sind. Die erforderlichen Schwin-
gungsdämpfer wurden entsprechend ausge-
legt.
Die Werkstätten befinden sich im oberen Geschoss
des Neubaus. Die Deckung aller nach innen gewand-
ten Flächen des Bestandsdaches wurde durch eine
graue Verblechung ersetzt, um Verfärbungen des Ta-
geslichtes, die die Bildrestaurierung beeinträchtigen
würden, weitgehend auszuschließen.
Die Stahlkonstruktion wurde im mittleren Bereich 15 Zentimeter überhöht errichtet.
Erst mit dem »Einhängen« durch die Eigenlast des Rohbaus entstand die Flucht.
Bereich des unteren Gurts – spätere Lichtfuge des Innenhofs, die Teleskopstützen
dienten dem Einbau der unteren Decke (Gemäldedepot).
Um den Bauablauf nachträglich zu beschleunigen, wurden anstelle
von Ortbeton Fertigteile für die Deckenkonstruktionen eingesetzt.

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| 41
Depotbereich im Untergeschoss der Arche
Im unteren Geschoss der Brückenkonstrukti-
on, direkt über dem Innenhof, sind auf rund
1.130 Quadratmetern Grundfläche ein Depot
mit Schieberahmenanlagen für die Gemälde
der Alten und Neuen Meister sowie anderer
Sammlungen und ein Depotbereich für Ob-
jekte des Mathematisch-Physikalischen Sa-
lons untergebracht. Die Restaurierungswerk-
stätten und Depots der Skulpturensammlung
verbleiben überwiegend im Erd
geschoss und 1.
Obergeschoss des Altbaus. In den neuen De-
poträumen mit modernster
Technik sind die
Gemälde der Alten und Neuen
Meister sowie
anderer Sammlungen untergebracht.
Die Längsausrichtung des gesamten Neubaus
kommt besonders dem Depot zugute. Der
Transport von großen Formaten aus dem De-
pot in Richtung Lastenaufzug erfolgt parallel
zu den Fachwerkträgern. Die Schieberahmen-
anlagen sind in mehreren Sektoren angeordnet
und lassen eine systematische Hängung zu.
Die Klimatisierung erfolgt in einem engen
Temperatur- und Feuchtigkeitskorridor. Um
diesem hohen Anspruch energieeffizient ge-
recht zu werden, ist der gesamte Bereich
weitgehend von äußeren Einflüssen abge-
schottet. Die Hauptlast der Heiz- bzw. Kühl-
energie wird über den Boden in den Raum
abgegeben. Ergänzend dazu wird die Raumluft
durch Klimatisierung behandelt. Ohne anwe-
sende Personen ist der Bereich stromfrei ge-
schaltet, um jegliches Risiko für eine Brand-
entstehung auszuschließen. Außerdem steht
– wie in den anderen Depotbereichen im Alt-
bau als auch in den darüberliegenden Werk-
stattbereichen – eine Gaslöschanlage in Be-
reitschaft, die ein Höchstmaß an Schutz für
die Kunstobjekte gewährleistet. Dafür wurde
das Geschoss in drei Sektoren eingeteilt.
Um ein Maximum an Hängefläche im Gemäldedepot
zu erreichen, wurde eine Schiebeanlage erreichet,
die den Raum durch Höhe und Abstand so effizient
wie möglich ausnutzt. Die Rahmen lassen sich er-
schütterungsfrei bewegen und jeweils bis zur gegen-
überliegenden Seite ausfahren.
Die Technikanlagen befinden sich in den Bereichen
des Altbaudaches. So kann das Volumen des Neu-
baus ausschließlich für die Deponierung genutzt
werden.

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| 43
Werkstattbereich im Obergeschoss der Arche
Im oberen Geschoss der Arche befinden sich
die neuen Restaurierungswerkstätten für die
beiden Gemäldegalerien, den Mathematisch-
Physikalischen Salon und das Kunstgewerbe-
museum. Die Arbeitsräume erhalten durch die
Lichtfuge zwischen dem Alt- und Neubau das
notwendige Tageslicht. Durch die Ausrichtung
der Arbeitsräume nach Norden und 3,50 Meter
hohe Fensterflächen wurden optimale Bedin-
gungen für die diffizilen Arbeiten an Gemäl-
deretuschen geschaffen. Farbe und Reflexi-
onsgrad der Eindeckung der angrenzenden
Dachflächen wurde in diesem Zusammenhang
mit bedacht.
Die Werkstätten tragen auch einer effiziente-
ren Arbeitsweise bei den Staatlichen Kunst-
sammlungen Rechnung. So konnten Bereiche
und Fachkräfte konzentriert werden, die zu-
vor an verstreuten Orten tätig waren. Die Sy-
nergien des gemeinsamen Betriebes erfolgen
über mehrere Sammlungen hinweg.
Da bei Gemälderestaurierungen aufgrund der
unterschiedlichen Formate und Notwendigkei-
ten die Werkstattflächen unterschiedlich be-
ansprucht werden, können die Arbeitsplätze
sehr flexibel eingerichtet werden. Über die
Decke sind Strom- und andere Anschlüsse so-
wie Abluft und Beleuchtung frei positionierbar.
Da ein derartiger Werksattbetrieb mit einem
Brandentstehungsrisiko und aufgrund der ver-
schiedentlich eingesetzten Restaurierungsmit-
tel mit einer gewissen Explosionsgefahr ver-
bunden ist, hat man sich bewusst für eine
Gaslöschanlage entschieden. Durch das kon-
zentrierte Einblasen von Stickstoff wird im
Notfall der Sauerstoffanteil der Raumluft auf
ein Niveau abgesenkt, das jeden Brandherd
erstickt und dennoch gesundheitlich keine
Schäden verursacht.
Für den Transport und die Evakuierung wur-
den sämtliche Grundrisse im Hinblick auf die
größten bekannten Gemäldeformate ausge-
legt. Ebenfalls wurden alle Durchgänge und
Türen entsprechend hoch geplant und ausge-
führt.
Die Fachwerke als Haupttragwerk sind in beiden
Geschossen des Neubaus gegenwärtig und unter-
teilen die Nutzungsbereiche. Die Trapezbleche des
Daches sind Tragkonstruktion und erlauben die
Montage der werksattbezogenen Komponenten.
Für die Restaurierung der Gemälde sind vor allem die
nach Norden ausgerichteten Werkstattbereiche vorge-
sehen. Im Innenraum wurde auf möglichst neutrale
Farben geachtet, um Verfärbungen auf den Gemälden
zu vermeiden. Auf der Südseite wurde eine Sonnen-
schutzeinrichtung eingebaut, die die äußeren Einflüs-
se neutralisieren kann.
Die Werkstätten haben eine Einrichtung erhalten,
die eine optimale Behandlung und Restaurierung
der Gemälde und deren Rahmen ermöglicht.

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Zwischen 1559 und 1563 wurde an der heuti-
gen Brühlschen Terrasse das Zeughaus er-
richtet. Mit der Fertigstellung des neuen Ar-
senals in der Albertstadt 1877 stand es
zunächst leer, bevor 1884 im Landtag der
Beschluss gefasst wurde, die Antiken- und die
Abgusssammlung (ab 1887 Skulpturensamm-
lung) mitsamt dem Hauptstaatsarchiv im
Zeughaus unterzubringen. Mit dem Umbau
war Oberlandbaumeister Carl Adolf Canzler
(1818 –1903) beauftragt. Er versah das Ge-
bäude mit Sandsteinfassaden, die sich an
Bauten der italienischen Hochrenaissance
orientierten und legte den Eingang zur Skulp-
turensammlung in den Nordflügel an die
Brühlsche Terrasse.
Vom Zeughaus zum Museum
| 45
Das 1889 fertig gestellte Gebäude erhielt zu
Ehren König Alberts (reg. 1873 –1902) den
Namen »Albertinum«. 1891 eröffnete die Ab-
gusssammlung im zweiten Obergeschoss,
1894 die um zeitgenössische Plastik ergänzte
Sammlung der Originalbildwerke. Um 1900
galt die unter Georg Treu stetig erweiterte
Skulpturensammlung im Albertinum als
weltweit einzigartiges Museum zur Geschich-
te der Plastik. Die Architektur wie die Präsen-
tation der Antiken- und Abgusssammlung
waren gar Vorbild für das neu zu errichtende
Moskauer Museum der Schönen Künste, das
heutige Staatliche Museum der Bildenden
Künste »A. S. Puschkin«.
Bei der Bombardierung Dresdens 1945 erlitt
das Albertinum starke Schäden. Kunstschätze
der Museen wurden nach Ende des Zweiten
Weltkrieges in die Sowjetunion überführt und
kehrten erst in den 1950er Jahren zurück.
Aufgrund der vorherrschenden Raumnot war
das Albertinum seitdem eine Art »Mädchen
für alles«. Denn ab 1959 zeigte es nicht nur
Teile der Skulpturensammlung, sondern inte-
rimistisch auch Auszüge aus der Porzellan-
sammlung, des Kupferstich-Kabinetts, des
Münzkabinetts, des Grünen Gewölbes sowie
des Historischen Museums (heute Rüstkam-
mer). Sechs Jahre später zog auch die Gemäl-
degalerie Neue Meister ein.
Ein grundlegender Wandel setzte in den
1960er Jahren ein. Zwischen 1961 und 1965
wurde das zweite Obergeschoss des Gebäudes
mit den Oberlichtsälen rekonstruiert. Hier
konnte die bis dahin in Pillnitz untergebrach-
te Gemäldegalerie Neue Meister einziehen,
die 1965 eröffnet wurde. In der bis 1969 re-
novierten Renaissancehalle im Erdgeschoss
fand eine Auswahl der Kunst der griechischen
und römischen Antike Aufstellung. Die Dau-
erausstellungen des Grünen Gewölbes und
des Münzkabinetts wurden Anfang der 1970er
Jahre neu gestaltet.
Ab 2004 zogen nach und nach die Verwal-
tung, das Münzkabinett und das Grüne Ge-
wölbe in das schrittweise fertig gestellte Re-
sidenzschloss um.
Die neuen Ausstellungssäle teilen sich die
Galerie Neue Meister und die Skulpturen-
sammlung allein. Die Bestände beider Museen
mit Malerei von Caspar David Friedrich bis
Gerhard Richter sowie Skulpturen von Rodin
bis ins 21. Jahrhundert besitzen weltweit ei-
nen bedeutenden Ruf. Innerhalb der Staatli-
chen Kunstsammlungen Dresden ist das neue
Albertinum berufen, eine Brücke zwischen
Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Das
neue Albertinum ist in seiner Gesamtheit auf
Begegnungen zwischen Malerei und Skulptur,
Romantik und Moderne, zwischen Ost und
West, zwischen gestern, heute und morgen
ausgerichtet.
Galerie Neue Meister, Oberlichtsaal: Französischer und
Deutscher Impressionismus, 1999
Treppenhaus im Albertinum mit dem Blick zur »Wand der Schönheit«, 1900 –1904
Foto: Hermann Prell
Dresden, das alte Zeughaus, 1884
Foto: Hermann Krone

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46 |
| 47
Projektdaten
Teilbaumaßnahme 1 (TBM 1)
Sanierung Fassade, Fenstererneuerung
Im Rahmen der TBM 1 erfolgten 2005 als
vorgezogene Leistung die Sanierung der
Fassaden und die Erneuerung der Fenster.
Y
Baubeginn
September 2004
Y
Fertigstellung
August 2006
Y
gen. Gesamtbaukosten
rund 5,5 Mio. Euro
Teilbaumaßnahme 2 (TBM 2)
Um- und Erweiterungsbau
Die TBM 2 umfasste den Neubau des
Zentralen Depot- und Werkstattgebäudes
über dem Innenhof des Albertinums sowie
die Sanierung der Depot-, Werkstatt-
und Verwaltungsflächen im Albertinum.
Y
Nutzung
Zentrales Depot- und Werkstattgebäude
Y
Entscheidung VOF-Verfahren
September 2004
Y
Planungsbeginn
Juni 2005
Y
Baubeginn
November 2006
Y
Fertigstellung
April 2010
Y
gen. Gesamtbaukosten
rund 30,0 Mio. Euro (Flutmittel)
Bauvorhaben
Albertinum in Dresden
Y
Gesamtbaukosten
einschließlich Interime rund
51,7 Millionen Euro
Y
Anschrift
Albertinum, Georg-Treu-Platz 2,
01067 Dresden
Teilbaumaßnahme 3 (TBM 3)
Innensanierung
Die Sanierung der Ausstellungsflächen, die
Sanierung des Daches und die Herstellung
eines neuen Besucherservices erfolgte
(parallel zur TBM 2) in der TBM 3.
Y
Nutzung
Museum, Besucherservice
Y
Baubeginn
Juni 2007
Y
Fertigstellung
April 2010
Y
Ausstellungseröffnung
20. Juni 2010
Y
gen. Gesamtbaukosten
rund 16,2 Mio. Euro
(davon 3,4 Mio. Euro Spenden)
Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium
der Finanzen
Staatsminister der Finanzen:
Prof. Dr. Georg Unland
Abteilungsleiter Landesvermögen
und Staatshochbau: Johann Gierl
Staatsbetrieb Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement
Geschäftsführer: Prof. Dr. Dieter Janosch
Unternehmensbereich Planungs-
und Baumanagement
Unternehmensbereichsleiter: Volker Kylau
Niederlassung Dresden I
Niederlassungsleiter: Ludwig Coulin
Projektleitung
Heike Kiko, Carola Klotz,
Holger Krause, Manuela Wiesner,
Maik Hellmuth, Norbert Seidel
Technik
Sven Wiche, Dr. Volker Fischer,
Carsten Bär, Jürgen Zitzelsberger,
Ralf Richardt, Klaus Rompe,
Jörg Schaus, Torsten Preische
Ingenieurbau
Werner Proske, Frank Reichelt,
Angela Böhme
Bedarfsträger
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Depots und Werkstätten
Y
Skulpturensammlung (SKS)
Y
Gemäldegalerie Alte Meister (GAM)
Y
Galerie Neue Meister (GNM)
Y
Mathematisch-Physikalischer Salon (MPS)
Y
Museum für Sächsische Volkskunst (MSV)
Y
Kunstgewerbemuseum (nur Werkstätten)
(KGM)
Ausstellung
Y
Skulpturensammlung
Y
Galerie Neue Meister
Y
Sonderausstellungsbereich
(1. OG Salzgassenflügel)
Abmessungen
Y
Gesamtnutzfläche
rd. 13 500 m²
Y
Hauptnutzfläche
rd. 11 550 m²
Y
Depot
rd. 3200 m²
Y
Werkstätten
rd. 1800 m²
Y
Ausstellung
rd. 5650 m²
Abmessungen Neubau
(24 m x 72 m)
Y
Hauptnutzfläche
rd. 2320 m²
Y
Depot (oberes Geschoss)
rd. 1190 m²
Y
Werkstätten (unteres Geschoss)
rd. 1130 m²
Y
Gewicht
ca. 2700 t ohne/3400 t mit Nutzlast
Y
Höhe über Innenhof
rd. 18 m
Y
Fläche Innenhof
(24 m x 70 m) rd. 1680 m²

48 |
Y
Projektsteuerung
ARCADIS Immobilien Consulting GmbH
Fetscherstraße 29, 01307 Dresden
Y
externe Bauleitung
Evicore GmbH
Könneritzstraße 7, 01067 Dresden
Y
Architekt
Staab Architekten BDA
Schlesische Straße 27, 10997 Berlin
Y
Außenanlagen G.-Treu-Platz
Rehwaldt Landschaftsarchitekten
Bautzner Straße 133, 01099 Dresden
Y
Statik Neubau
Erfurth + Mathes Beratende Ingenieure
GmbH
An der Frauenkirche 12, 01067 Dresden
Y
Statik Altbau
Ingenieurbüro Kless Mueller GmbH
Neubertstraße 21, 01307 Dresden
Y
Planung Lüftungs- und Klimatechnik
ILK Dresden – Institut für Luft- und Kälte-
technik Gemeinnützige Gesellschaft mbH
Bertolt-Brecht-Allee 20, 01309 Dresden
Y
Planung Elektrotechnik
DEIB – Dresdner-Elektro-Ingenieurbüro
GmbH
Leipziger Straße 118, 01127 Dresden
Y
Planung Sicherheitstechnik
Ingenieurbüro M. Decoster – IT- und
Sicherheitsconsulting
Julius-Otto-Straße 7, 01219 Dresden
Y
Planung Aufzugstechnik (Innenhof,
G.-Treu-Platz)
Ingenieurbüro Petzold & Partner
Rudolf-Dittrich-Straße 6a, 01239 Dresden
Y
Planung Grundleitung, Grundwasserver-
sorgung, Brunnentechnik
Dresdner Grundwasser Consulting GmbH
Rosenstraße 30, 01067 Dresden
Y
Planung Ziehrahmenanlage
Obermeyer Albis-Bauplan, Niederlassung
Chemnitz
Annaberger Straße 104, 09120 Chemnitz
Y
Lichtplanung
Lichtvision GmbH, Gesellschaft für Licht-
technik und Gebäudemanagement GmbH
Welserstraße 10 –12, 10777 Berlin
Y
Vermessung Neubau
Ingenieur- und Vermessungsbüro ÖbV
Prof. Dr. Lilienblum
Pillnitzer Landstraße 61, 01326 Dresden
Y
Bauphysikalische Beratung
Dr.-Ing. Manfred Flohrer – Ingenieurbüro
für Baukonstruktion und Bauphysik
Langobardenallee 12, 14052 Berlin
Y
Brandschutzkonzept
IBB Prof. Dr.-Ing. Gert Beilicke
Pölitzstraße 25, 04155 Leipzig
Y
Planung Schadstoffbeseitigung
Müller-BBM GmbH
Lessingstraße 10, 01465 Dresden-Langebrück
Y
Gebäudeleitsystem
Yang Liu Design
Invalidenstraße 115, 10115 Berlin
Y
Prüfstatiker
Prof. Rühle, Jentzsch & Partner GmbH
Altmarkt 10 a, 01067 Dresden
Y
Schwingungsüberwachung Neubau
Technische Universität Dresden, Lehrstuhl
Dynamik der Tragwerke / Prof. Ruge
Zeunerstraße 89, 01069 Dresden
Prüfingenieur Brandschutz
Dipl.-Ing. Ingolf Kühn
Hübnerstraße 27, 01187 Dresden
Y
Sicherheitskoordinator
DEKRA Umwelt GmbH, Umweltgutachten-
organisation, Standort Dresden
Wintergartenstraße 4, 01307 Dresden
Y
Gutachterliche Beratung Stahlbau Neubau
GMG – Ingenieurgesellschaft mbH –
Prof. Graße / Prof. Geißler
George-Bähr-Straße 10, 01069 Dresden
Y
Rest. Untersuchung Klingersaal /
Treppenhaus
Restaurierungsatelier Kless
An der Telle 3, 01259 Dresden
Y
Rest. Untersuchung Mosaiksaal,
Sanierungskonzept
Restaurierungsatelier Uwe Trentzsch
Dresden
Y
Äußere Trockenlegung
Dipl.-Ing. Architekt Rainer Ehlich
Am Steinberg 9, 01326 Dresden
Y
Äußere Trockenlegung
IPRO Dresden Planungs- und Ingenieur-
gesellschaft
Schnorrstraße 70, 01069 Dresden
Y
Planung Aufzugstechnik Lastenaufzug
Ingenieurbüro Wieczorreck
Sarrazinstraße 21, 12159 Berlin
Y
Außenlichtplanung
Teamplan Ingenieure GmbH
Hopfenbergstraße 5, 04159 Leipzig
Projektbeteiligte

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
im Auftrag des Freistaates Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion:
Maik Hellmuth, Holger Krause, SIB;
Dana Hildebrand, Sandstein Kommunikation GmbH
Fotos:
Lothar Sprenger, außer: S. 1, 4, 6/7 (beide staab Architekten),
12, 13 u. (beide LichtVision GmbH), 23 li. (Restaurierungsbüro Elvira Kless),
25 (Restaurierungsatelier Uwe Trentzsch), 39 (SKD/Steffi Moritz)
Gestaltung und Satz:
Sandstein Kommunikation GmbH, Dresden ·
www.sandstein.de
Druck:
Lausitzer Druckhaus GmbH, Bautzen
Redaktionsschluss:
24. November 2011
Auflagenhöhe:
2000 Exemplare
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Zentraler Broschürenversand
der Sächsischen Staatsregierung
Hammerweg 30, 01127 Dresden
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