Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Zentralstelle Zuwendungsbau
Brückenstraße 12
09111 Chemnitz
Stand 06/2021
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Betreff:
Zuwendungen für Baumaßnahmen
hier:
Umfang der für die baufachliche Prüfung dem Zuwendungsantrag
beizufügenden Unterlagen
Für die baufachliche Prüfung ist die Entwurfsplanung (Lph. 3 gemäß HOAI) einzureichen.
Dabei handelt es sich in der Regel
soweit zutreffend
im Einzelnen um die nachfolgenden
Unterlagen:
1 Allgemeine Unterlagen
ggf. Zuwendungsanträge (Formblatt der jeweiligen Bewilligungsbehörde)
Antragsteller/Vertretungsberechtigte und Planungsbeteiligte mit Anschrift, Telefonnummer,
E-Mailadresse
Angaben über Vorsteuerabzugsberechtigung
2 Grundlagen des Bedarfs
Nachvollziehbare Bedarfsermittlung
Bau- und Raumprogramm mit Aussagen zum Vorliegen eines Anerkennungsvermerks durch den
Zuwendungsgeber/ die Bewilligungsstelle
Stellungnahmen Landesbehörden, Fachbehörden, Landkreise, Kommunen ( z. B. LJA, KSV,
SMK etc.)
3 Erläuterungen zum Stand der baurechtlichen Genehmigung
z.B.:
vorliegender Bebauungsplan (bestätigt) / Aussagen zum Baurecht
gestellte Bauvoranfrage / ergangener Bauvorbescheid
Stellungnahme des VdK oder zuständigen Behindertenbeauftragten zur Barrierefreiheit
Protokolle zu Abstimmungen bzgl. Brandschutz, Denkmalschutz, Stellplätze, Städtebauliche
Anforderungen etc.

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4 Planunterlagen
Übersichtsplan (Stadtplan)
Lageplan (mind. M 1:1000) mit Darstellung der Grundstücks- und Flurstücksgrenzen, der
Erschließungs- und Außenanlagen,
Zeichnerische Darstellung der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 HOAI), M 1:100, für Gebäude,
Technische Anlagen und Außenanlagen, die Art und Umfang des Bauvorhabens nachweisen,
bei Umbauten farbige Darstellung (Abbruch/Umbau – gelb/rot)
Grundrisse mit Raum- und Flächenangaben, Schnitten und Ansichten (M:100), ggf.
Möblierungsbeispiele
verkleinerter Plansatz A4 (A3)
Ansichten / Fotoaufnahmen
5 Erläuterungsbericht
Veranlassung und Zweck der Baumaßnahme
Standortbeschreibung / Lage und Beschaffenheit des Baugeländes
Erschließung der Liegenschaft (medien- und verkehrstechnisch)
Baubeschreibung mit Angaben zur konstruktiven Lösung
(Materialien, Bau- und Ausbauelemente, Fertigteile etc.)
Beschreibung Haustechnik / Betriebstechnik
Beschreibung der Maßnahmen in den Außenanlagen
Die Baubeschreibung ist in Anlehnung an die DIN 276 kostengruppenbezogen (KG 200 -500) zu
gliedern.
6 Anlagen zum Erläuterungsbericht
Brandschutzkonzept
Baugrundgutachten, ggf. Radon-/Altlastenuntersuchungen, archäologische Befunde
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Sanierung, Abriss, Neubau )
Bauzustandsgutachten / -beschreibung (z.B. Bausubstanz, Feuchteschutz, Holzschutz)
Denkmalpflegerische Zielstellung
Kurze verbale Darstellung des energetischen Konzeptes (bauliche und anlagentechnische
Maßnahmen)
Nur bei Nichtwohngebäuden, die sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, von einer
Behörde genutzt* werden und neu errichtet oder einer „grundlegenden Renovierung“ nach § 52
Abs. 2 GEG unterzogen werden:
Stellungnahme zur Überprüfung gemäß § 4 Abs. 2 GEG, ob und in welchem Umfang Erträge
durch die Errichtung einer im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude
stehenden Anlage zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie oder durch
solarthermische Anlagen zur Wärme- und Kälteerzeugung erzielt und genutzt werden können.
* behördliche Nutzung = alle Nichtwohngebäude, die für die Wahrnehmung von Aufgaben genutzt
werden, die sachlich der öffentlichen Verwaltung zuzurechnen sind und auf öffentlichem Recht

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fußen. Dies erfasst nicht nur Gebäude, die für Aufgaben der vollziehenden Gewalt, sondern auch
Gebäude, die für Aufgaben der Gesetzgebung und der Rechtspflege genutzt werden sowie
öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Schulen und Kindertagesstätten in öffentlicher
Trägerschaft.
GEG-2020 Nachweis** (Mindestumfang: alle für die u.g. Nachweise erforderlichen Eingabedaten
Bauteile, Anlagentechnik für Heizung, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung, grafische Übersicht mit
Darstellung der Zonierung, Berechnungs-Endergebnisse)
- Einhaltung Gesamtenergiebedarf
- Einhaltung baulicher Wärmeschutz/ Mindestwärmeschutz
- Einhaltung sommerlicher Wärmeschutz
- Einhaltung anteilige Nutzungspflicht erneuerbarer Energien
- Ggf. Nachweis / Stellungnahme über den Primärenergiefaktor und den Anteil an
erneuerbaren Energien und/oder Abwärme und/oder KWK an der Fernwärmenutzung
** Ab wann gilt GEG bzw. bis wann sind ENEV-Nachweise möglich?
§ 111 GEG: bei
Bauantrag-Einreichung bis 31.10.2020 ENEV+EEWärmeG; bei Bauantrag-
Einreichung/Anzeigen/Kenntnisgaben ab 01.11.2020 GEG; Bei Einreichung bis 31.10.2020 aber
noch nicht bestandskräftiger Entscheidung der Bauaufsichtsbehörde, dann kann auf Verlangen
des Bauherrn das GEG angewendet werden. Bei genehmigungs-, anzeigen- und
verfahrensfreien Vorhaben gilt der Baubeginn.
Ggf. Wirtschaftlichkeitsnachweise bei Einsatz alternativer/erneuerbarer Energien
Schallschutzgutachten (Bau-, Raumakustik)
Terminplan mit den wesentlichen Vorgängen des Planungs- und Bauablaufs
Darstellung der Realisierung in Bauabschnitten, falls zutreffend
7 Kostenermittlung / Flächen- und Rauminhalte
Kostenberechnung nach DIN 276 (bis zur 3. Ebene)
(Die Kosten sind grundsätzlich in Brutto anzugeben, Nettoangaben nur bei
Vorsteuerabzugsberechtigung)
Untersetzung der KG 200/300/400/500 mit Grobmengen und Einheitspreisen, Aufschlüsselung
der KG 100/700
Zusammenstellung der Planungs- und Kostendaten
(ggf. in Anlehnung an oder mit Muster 5 zu § 44 SäHO)
Flächenberechnung (nach Flächenarten gegliedert) und Angaben zu Rauminhalten nach DIN 277
Inhaltliche und kostenseitige Darstellung der denkmalpflegerischen und/oder standortbedingten
Mehraufwendungen
Bei mehreren Bau- oder Nutzungsabschnitten oder mehreren Förderprogrammen sind die
Flächen und Kosten getrennt für jeden Abschnitt darzustellen, gleiches gilt für Bauabschnitte
bzw. Leistungen (z. B. Fremdnutzung) die nicht zum Förderumfang gehören
8 Baunebenkosten
Übergabe bereits abgeschlossener Honorarverträge mit Angabe zu den Honorarkonditionen der
einzelnen Architekten- und Ingenieurverträge, insbesondere zu Honorarzone, Honorarsatz,
Umbauzuschlag, Nebenkosten, Umfang der beauftragten Leistungsphasen, ggf. nachvollziehbare
Ermittlung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz
Gutachten und Gebühren

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nur bei Antragstellern, welche keine kommunalen Körperschaften sind:
Unterschriebene Erklärung des Antragstellers für alle Einzelaufträge > 5.000 EUR netto, dass
mindestens 3 vergleichbare Angebote eingeholt wurden (verbal oder in Listenform - ein
entsprechendes Leermuster (Vergabe- und Abrechnungsübersicht) ist auf der SIB-Homepage
abrufbar
www.sib.sachsen.de);
Die Dokumentation der Vergabe (Vergabevermerk) wird lediglich stichprobenweise für einzelne
Planungslose im Zuge der Baufachlichen Förderantragsprüfung mit gesondertem Schreiben
abgefordert.
Die Unterlagen müssen dem letzten Planungsstand entsprechen und mit Datum und
Entwurfsverfasser versehen sein.
Die Unterlagen sind in 1-facher Ausfertigung in festen Ordnern einzureichen (weitere
Ausfertigungen können vom ZG benötigt werden).
Im Einzelfall können ergänzende Unterlagen durch SIB, Zentralstelle Zuwendungsbau
nachgefordert werden.