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Sächsisches Landesamt
für Umwelt und Geologie
Vorläufiger Kurzbericht über die meteorologisch-hydrologische Situation
beim Hochwasser im August 2002
Version 5
02.12.02

1
1 Meteorologische Situation
1.1 Wetterlage und Wetterverlauf
1.2 Verwendetes Datenmaterial
1.3
Ergebnisse der ersten Auswertungen
2.
Hydrologische Einschätzung des Hochwasserereignisses August 2002
2.1
Allgemeines
2.2 Elbestrom
2.3
Nebenflüsse der Oberen Elbe
2.4 Flussgebiet Mulde
2.5
Schwarze Elster, Weiße Elster, Spree und Lausitzer Neiße
2.6
Talsperren und Speicher
3
Abbildungen

2
1
Meteorologische Situation zum Hochwasserereignis August 2002
1
1.1 Wetterlage und Wetterverlauf
Im Einzugsgebiet der Elbe kam es im Laufe der ersten Hälfte des Monats August 2002 zu
erheblichen Starkniederschlägen. Zunächst führten Gewitter zu bereits örtlich heftigen
Niederschlägen. Anschließend entwickelten sich ausgedehnte Starkniederschlagsfelder.
Generell kommt es in Deutschland und angrenzenden Gebieten zu in der Fläche ergiebigen
Niederschlägen in erster Linie
-
bei zyklonalen Westlagen mit raschem Durchzug von Tiefdruckgebieten und ihren
Ausläufern, wobei sich die Niederschlagshöhen einzelner Ereignisse zu großen Werten
der Niederschlagshöhe summieren,
-
bei sich nur zögernd auffüllenden Tiefdruckgebieten bzw. bei langsam vordringenden
Fronten oder quasistationären Luftmassengrenzen,
-
bei einer Vb-Wetterlage (sprich: "fünf b"). Die auf den Versuch van Bebbers, Zugbahnen
von Tiefdruckgebieten zu klassifizieren, zurückgehende Bezeichnung blieb aufgrund der
großen Bedeutung dieser Wetterlage bis heute erhalten. Bei einer Vb-Wetterlage bildet
sich infolge eines massiven Kaltlufteinbruchs über Westeuropa - unterstützt durch die
Lee-Wirkung der Alpen - zunächst ein Tief über Oberitalien. Es verlagert sich nord- oder
nordostwärts und führt dabei feucht-warme Meeresluft mit sich, die am Rande der
Kaltluft zum Aufgleiten gezwungen wird. Im Grenzbereich der beiden Luftmassen
entwickeln sich ausgedehnte Starkniederschläge längerer Dauer.
Im 20. Jahrhundert gab es besonders niederschlagsreiche Vb-Wetterlagen beispielsweise im
Juli 1954 im sächsischen Raum sowie im August 1948 und im August 1978 im Berliner
Raum und im östlichen Brandenburg.
In der Zeit vom 11.08.2002 bis 13.08.2002 wurden weite Teile Zentraleuropas von einem
umfangreichen Höhentief beherrscht, das mit seinem Zentrum vom Golf von Genua in Rich-
tung Ungarn zog; das dazugehörige Bodentief wanderte zeitgleich über die Ostalpen hinweg
nach Polen (Vb-Wetterlage). Die im Bereich dieses hoch reichenden Tiefdrucksystems auf die
vorhandene Kaltluft aufgleitende feucht-warme subtropische Luft aus dem Mittelmeerraum
führte zu einem sehr breiten Niederschlagsstreifen, der von Österreich und Tschechien über
Ostbayern und Sachsen bis nach Brandenburg reichte. Auf der Rückseite des Tiefdruckge-
bietes stellte sich eine Nordströmung ein. Infolgedessen kam es im Erzgebirge durch Stau und
orographisch bedingte Hebung der Luft zu einer deutlichen Verstärkung der Niederschläge.
Über ausgedehnte Gebiete fiel ungewöhnlich starker Regen. Die Niederschlagstätigkeit dau-
erte mehr als 48 Stunden an, da das Tiefdrucksystem nur langsam ostwärts abzog. Besonders
in den oberen Lagen der Einzugsgebiete von Müglitz und Weißeritz fielen z. T. intensive
Niederschläge vom Nachmittag des 11.08.2002, 16:00 Uhr bis zum Abend des 13.08.2002.
(Die Uhrzeiten im vorliegenden Gutachten sind in MEZ angegeben.)
1
Amtliches Gutachten „Beurteilung des Niederschlagsgeschehens im Zusammenhang mit der Hochwasser-
situation im August 2002 (vorläufige Einschätzung); Deutscher Wetterdienst, Geschäftsfeld Hydrometeorologie;
Berlin, Oktober 2002

3
1.2 Verwendetes Datenmaterial
Die vorliegende Auswertung ist auf der Basis der Tageswerte vorerst derjenigen Nieder-
schlagsstationen durchgeführt worden, die über ein automatisches Mess- und Übertragungs-
system verfügen. Von einigen dieser Stationen konnten auch Stundenwerte der Nieder-
schlagshöhe verwendet werden. Die beiden deutschlandweiten Abbildungen (Abb. 4 und 5)
basieren auf den Niederschlagshöhen der 300 Stationen in Deutschland mit Datenver-
fügbarkeit im Echtzeitmodus. Aus dem tschechischen Teil des Elbeeinzugsgebiets standen die
Daten zur Verfügung, die international im Echtzeitmodus verbreitet werden.
1.3
Ergebnisse der ersten Auswertungen
In der Tabelle 1 sind die Tageswerte der Niederschlagshöhe für den 12.08.2002 und für den
Zeitraum vom 11.08 bis 13.08.2002 an ausgewählten Stationen aufgeführt.
Tabelle 1:
Tageswerte der Niederschlagshöhe h
N
und deren Wiederkehrzeit T
am 12.08.2002 und im Zeitraum 11.08. bis 13.08.2002
Station
h
N
[mm]
T (a)
h
N
[mm]
T (a)
12.08.2002
11.08 bis 13.08.2002
Zinnwald-Georgenfeld
312,0
>> 100
406,2
>> 100
Klingenberg (TS)
280,6
>> 100
313,6
> 100
Lauenstein
267,3
>> 100
324,7
> 100
Tharandt-Grillenburg
241,2
>> 100
271,0
> 100
Tanneberg
228,2
>> 100
250,4
> 100
Malter (TS)
219,0
>> 100
250,9
> 100
Lichtenberg (TS)
201,4
> 100
227,9
> 100
Leuben
173,3
>> 100
237,9
> 100
Marienberg
166,5
> 100
187,9
> 100
Dresden-Klotzsche
158,0
> 100
181,7
> 100
Carlsfeld
144,8
> 100
209,7
> 100
Fichtelberg
135,4
> 100
201,5
> 100
Oschatz
108,5
> 100
117,1
42
Holzdorf
95,8
100
102,4
29
Chemnitz
78,0
30
109,3
15
Aue
79,9
9
135,6
13
Lichtenhain-Mittelndorf
62,3
4
86,6
3
Die Abbildung 1 stellt den Niederschlagsverlauf vom 11.08.2002, 12:00 Uhr bis zum
13.08.2002, 24:00 Uhr an den derzeit verfügbaren Stationen mit Stundenwerten der Nieder-
schlagshöhe dar. Es ist zu erkennen, dass an der Station Zinnwald-Georgenfeld (im Quell-
gebiet der Müglitz) am 12.08.2002 in den Zeiten von 2:00 bis 6:00 Uhr, von 8:00 bis 13:00
Uhr und von 14:00 bis 19:00 Uhr besonders hohe Niederschläge fielen. Die anschließenden
Stundenwerte der Niederschlagshöhe waren im Einzelnen nicht außergewöhnlich hoch. Das
extreme Starkniederschlagsgeschehen resultierte aus einer ungünstigen Kombination von
Andauer, Flächenausdehnung und Niederschlagshöhe des Gesamtereignisses.
Beim Vergleich der mittleren Monatswerte der Niederschlagshöhe des Monats August (Mit-
telungszeitraum 1961 bis 1990) an den Stationen Aue, Carlsfeld, Chemnitz, Fichtelberg,
Marienberg und Zinnwald-Georgenfeld (siehe Abb. 2) mit den Tageswerten der Nieder-
schlagshöhe vom 10.08. bis 15.08.2002 an diesen Stationen (siehe Abb. 3) ist zu erkennen:
An jeder der genannten Stationen wurde innerhalb der 72 Stunden vom 11.08.bis 13.08.2002

4
der mittlere Monatswert der Niederschlagshöhe für den gesamten Monat August bei weitem
übertroffen.
Die 72-stündige Niederschlagshöhe vom 11.08.2002 bis 13.08.2002 beträgt über große Teile
des Einzugsgebiets der Elbe mehr als 150 mm, im Erzgebirge z. T. mehr als 200 mm (siehe
Abb. 4). Der prozentuale Anteil der 72-stündigen Niederschlagshöhe dieser drei Tage an der
mittleren Niederschlagshöhe des Monats August beträgt verbreitet mehr als 200 Prozent, teil-
weise sogar mehr als 350 Prozent (siehe Abb. 5). An dem herausragenden Niederschlagstag,
dem 12.08.2002, wurden verbreitet mehr als 100 mm/Tag gemessen. Mit solchen Nieder-
schlagshöhen ist dort vielerorts deutlich seltener als einmal in hundert Jahren zu rechnen.
Die Abbildungen 6 bis 8 zeigen die Verteilung der Niederschlagshöhen an den Einzeltagen
und verdeutlichen die großräumige Überregnung, während Abb. 9 die Verteilung der Nieder-
schlagshöhen im gesamten Zeitraum (11.08.2002, 7:00 Uhr bis 14.08.2002, 7:00 Uhr)
darstellt. Neben den besonders auffälligen Niederschlagswerten, die im Erzgebirge erreicht
wurden, treten auch die großen Niederschlagshöhen im Gebiet der Moldau hervor, die auch
hier das 2- bis 3-fache der dort mittleren Monatswerte betragen. Auch die Gebiete in Böhmen
und Österreich, die bereits von den vorherigen Unwettern heimgesucht wurden, erhielten
extreme Niederschläge bis über 160 mm (Temelin alleine am 12.08.2002 bereits 129 mm).
Hinsichtlich einer extremwertstatistischen Beurteilung auf der Basis der KOSTRA-Stark-
niederschlagshöhen ist dieses Niederschlagsereignis bemerkenswert. Mit Bezug auf die
Dauerstufen D = 24 Stunden und D = 72 Stunden ist mit Starkniederschlagshöhen, wie sie am
12.08.2002 und vom 11.08. bis 13.08.2002 an Standorten im Einzugsgebiet der Elbe
auftraten, dort im Mittel nur selten - z. T. sogar deutlich seltener als einmal in 100 Jahren - zu
rechnen.
Im Falle des Niederschlags an der Station Zinnwald-Georgenfeld stellt sich die Frage nach
der theoretisch größten Niederschlagshöhe, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne in
einem bestimmten Gebiet zu einer Jahreszeit physikalisch möglich ist (englischsprachige
Abkürzung: PMP). Wie groß die maximierten Gebietsniederschlagshöhen - die vermutlich
größten Gebietsniederschlagshöhen - in den Gebieten Deutschlands sind, hängt von der
interessierenden Niederschlagsdauer sowie von Lage und Größe des jeweils betrachteten
Gebiets ab (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2:
Vermutlich größte Gebietsniederschlagshöhen in Gebieten variabler
Größe im engeren und weiteren Bereich von Zinnwald-Georgenfeld
Gebiet
Gebietsgröße
D = 24 h
D = 72 h
Raum Zinnwald-Georgenfeld
1 ... 25 km²
350 mm
500 mm
Gebiet um Zinnwald-Georgenfeld
1000 km²
300 mm
450 mm
Teil des Elbe-Einzugsgebiets,
einschließlich Zinnwald-Georgenfeld
5000 km²
200 mm
275 mm
Einzugsgebiet 53: "Obere Elbe"
12.000 km²
160 mm
250 mm
An der Station Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge ist vom 12.08.2002, 7:00 Uhr bis zum
13.08.2002, 7:00 ein 24-Stundenwert der Niederschlagshöhe von 312 mm gemessen worden.
Das ist der größte Tageswert der Niederschlagshöhe, der seit Beginn routinemäßiger Messun-

5
gen in Deutschland registriert wurde. Er kommt - in einem Gebiet von bis zu 25 km² - der
vermutlich größten Niederschlagshöhe nahe, die dort physikalisch überhaupt möglich ist. Der
72-Stundenwert der Niederschlagshöhe (11.08. bis 13.08.2002) für die Gebietsgrößenstufe
25 km² beläuft sich mit 406 mm auf 80 Prozent des vermutlich größten 72-Stundenwertes der
Niederschlagshöhe im Raum Zinnwald-Georgenfeld.

6
2.
Hydrologische Einschätzung des Hochwasserereignisses August 2002
2.1
Allgemeines
Durch die sachsenweit flächendeckend auftretenden ergiebigen Niederschläge kam es ab dem
12.08 in Sachsen zu einer außergewöhnlichen extremen Hochwassersituation. Gewässerpro-
file und Pegelmessstellen wurden teilweise vollständig zerstört. Häufig suchten sich vor allem
kleinere Wasserläufe „neue“ Wege. Straßen, Häuser, Bäume und Brücken wurden weggeris-
sen, Strom- und Telefonnetze brachen zusammen. Das Hochwasserereignis vom August 2002
war und ist eine Katastrophe für das Land und die Menschen, deren Auswirkungen sind
bisher immer noch nicht vollständig absehbar.
Die extremen hydrologischen und hydraulischen Verhältnisse konnten bisher noch nicht für
alle betroffenen Gewässer bzw. Profile nachvollzogen werden. Die nachfolgende Beschrei-
bung des Hochwasserverlaufes kann nur als erste Kurzauswertung angesehen werden.
2.2
Elbestrom
Verursacht durch die starken Niederschläge vom 06.08./07.08. im Einzugsgebiet der Moldau
und der Eger stiegen die Wasserstände an den sächsischen Elbepegeln in kürzester Zeit stark
an. Am Pegel Dresden erhöhte sich der Wasserstand innerhalb von 3 Tagen um ca. 400 cm
und erreichte am 11.08. 7 Uhr einen Wasserstand von 559 cm.
Nach zwischenzeitlich gleich bleibender bis leicht fallender Tendenz stieg die Wasserführung
ab dem Nachmittag des 12.08. durch die extrem hohen Zuflüsse der linksseitigen Nebenflüsse
der oberen Elbe unterhalb Schöna erneut rasch an. An den Pegeln Dresden und Torgau bildete
sich ein kurzzeitiger Scheitel heraus. Danach stieg die Wasserführung an allen sächsischen
Elbpegeln kontinuierlich weiter an.
Der lang gestreckte Scheitel der Elbe passierte den Pegel Schöna mit 1204 cm vom 16.08.
20.00 Uhr bis zum 17.08. 04.00 Uhr. Am Pegel Dresden wurde der Höchststand am 17.08. in
der Zeit von 07.00 Uhr bis 09.00 Uhr mit 940 cm (Q = 4680 m³/s vorläufiger Wert nach Ein-
schätzung der Bundesanstalt für Gewässerkunde) registriert. Laut ersten Auswertungen der
Bundesanstalt für Gewässerkunde entspricht dieser Scheiteldurchfluss einer Hochwasser-
wahrscheinlichkeit von >200 Jahren.
Den Pegel Torgau erreichte die lang gestreckte Hochwasserwelle am 18.08. 1.45 Uhr mit
einem Wasserstand von 949 cm. Danach ging die Wasserführung langsam zurück. Die Hoch-
wassermeldegrenzen wurden an den Pegeln Schöna und Dresden am 26.08., am Pegel Torgau
bereits am 24.08. unterschritten.
Mit diesem Hochwasserereignis wurden an allen sächsischen Elbepegel die bisherigen HHW
überschritten. In der Tabelle 3 sind die Wasserstandswerte vom August 2002 den bisher be-
kannten HHW gegenübergestellt.
Die Abbildungen 10 und 11 zeigen die Entwicklung der Wasserführung während des Hoch-
wasserereignisses. Dabei ist in Abb. 10 die Wasserstandsganglinie des Pegels Dresden/Elbe
mit Niederschlagssummen ausgewählter Niederschlagsstationen im Einzugsgebiet sowie
historische Höchststände dargestellt. Abbildung 11 vergleicht den Verlauf der Wasserstands-
entwicklung der Pegel Schöna, Dresden und Torgau.

7
Tabelle 3:
Vergleich ausgewählter Hochwasserstände der Elbe vom August 2002 mit
Wasserständen vergangener Hochwasser
Pegel
HHW (bisher)
Hochwasserscheitel
Aug. 2002
Differenz
cm
Datum
cm
Tag
cm
Usti
1119
3/1845
1185
16.8.2002
+ 66
Schöna
868
4/1941
1204
16./17.8.2002
+ 336
Dresden
877
3/1845
940
17.8.2002
+ 63
Torgau
863
3/1940
949
18.8.2002
+ 86
2.3
Nebenflüsse der Oberen Elbe
Das Kerngebiet des hochwasserauslösenden Niederschlages für die Nebenflüsse der Oberen
Elbe befand sich in der Region Zinnwald/Altenberg. Am Speicher Altenberg wurde durch die
Niederschlagsstation der Landestalsperrenverwaltung ein Tageswert am 12.08.2002 in Höhe
von 343,1 mm gemessen. Dieser Wert beträgt 86% des maximal möglichen Niederschlages
(MGN) in 24 Stunden.
Das Einzugsgebiet der Roten und Wilden Weißeritz sowie der linken Müglitzzuflüsse kann
als das Zentrum des Hochwassergeschehens im Osterzgebirge aufgefasst werden. Hier ent-
standen am 12./13.08. Sturzfluten mit verheerenden Auswirkungen. Gewässerprofile und
Pegelanlagen wurden teilweise vollständig zerstört. Die erreichten Scheitelwerte lagen häufig
weit über den bisher bekannten Höchstständen. Am Pegel Dohna/Müglitz wurde ein Höchst-
wert von 450 cm eingemessen. Dieser Wasserstand liegt 40 cm über dem des Extremereig-
nisses vom Juli 1927.
Vor allem aus den detaillierten Aufzeichnungen der Bewirtschaftungsdaten der Talsperren
können derzeit die Abflussmengen im Weißeritzgebiet abgeschätzt werden. So kann für das
104,7 km² große Einzugsgebiet der Talsperre Malter (Rote Weißeritz) eine Zuflussspitze in
Höhe von 230 m³/s bei einer Abflussspende von 2,2 m³/(s*km²) angenommen werden. Die
Fülle der Hochwasserwelle wurde zu 25 Mio. m³ bestimmt. Der Abflussbeiwert für das Ein-
zugsgebiet der Roten Weißeritz bis zur Talsperre Malter kann mit 90% angegeben werden.
Die maximale Abgabe aus der Talsperre Malter betrug 220 m³/s. Für die Talsperre
Klingenberg in der Wilden Weißeritz wird bisher ein maximaler Zufluss von 160 m³/s und
eine maximale Abgabe von 150 m³/s abgeschätzt. Über die Talsperrenabgaben und mit der
hydrologischen Einschätzung des Zwischeneinzugsgebietes wird für die Vereinigte Weißeritz
bisher ein Höchstabfluss von ca. 430 m³/s abgeschätzt. Ein reichliches Drittel dieser Abfluss-
menge konnte nicht im (künstlichen) Bett der Weißeritz abfließen, sondern strömte direkt in
die Dresdner Innenstadt. Im Vergleich dazu weist die Statistik für das Extremereignis im Juli
1958 „nur“ 230 m³/s am Pegel Dölzschen/Vereinigte Weißeritz (AE= 366,3 km²) aus.
Nach ersten Abschätzungen der Hochwasserwahrscheinlichkeiten ergibt sich für die Müglitz
eine Jährlichkeit von 500 bis 1000 Jahren. Für die Rote Weißeritz, die Wilde Weißeritz und
die Vereinigte Weißeritz wurde eine Jährlichkeit von > 1000 Jahren abgeschätzt.
Auch das Gottleubaeinzugsgebiet verzeichnete erneut ein großes Hochwasser. Das Hochwas-
serschutzsystem im Gottleubagebiet hat sich hierbei ganz außergewöhnlich gut bewährt und
verhinderte in der Stadt Pirna eine größere Katastrophe. Es wird eingeschätzt, dass die in der
Gottleuba errichteten 5 großen Stauanlagen insgesamt zu einer Hochwasserscheitelredu-
zierung in der Stadt Pirna von zirka 40% geführt haben. In der Gottleuba wurde am Pegel
Neundorf ein Höchststand von 250 cm registriert und somit das HHW vom Juli 1927 mit

8
378 cm nicht überschritten. Die HQ(T)-Abschätzung ergab für das Hochwasser vom August
2002 eine HW-Wahrscheinlichkeit von 50 bis 100 Jahre auf Grund der Rückhaltwirkung der
Stauanlagen im Einzugsgebiet.
Für Einzugsgebiete der Roten, Wilden und Vereinigten Weißeritz, in der Müglitz (Rotes
Wasser und Große Biela) in den Kammlagen des Osterzgebirges sowie für weitere links-
elbische Zuflüsse laufen momentan noch die Auswertungen, die über Querschnittsaufnahmen
und Wasserspiegellagenberechnungen vollzogen werden. Erst mit Abschluss der hydrologi-
schen und hydraulischen Untersuchungen kann ein geschlossenes Bild des Hochwasserereig-
nisses vom August 2002 für die Nebenflüsse der Oberen Elbe dargestellt werden.
2.4
Flussgebiet Mulde
Am 12.08.02 lagen die Durchflüsse der Mulden trotz der bis dahin gefallenen Niederschläge
im Bereich des langjährigen mittleren Durchflusses. Es ist davon auszugehen, dass die
flächendeckend hohen Niederschlagsintensitäten und –mengen vom 12.08.02, 08.00 Uhr bis
13.08.02, 08.00 Uhr die Infiltrationsintensitäten und Speicherkapazitäten der Böden im
Muldegebiet weit überschritten, so dass es relativ schnell zu oberirdischen Abflüssen kam. Im
Vergleich zum Julihochwasser 1954 bei dem der maximale Tagesniederschlag 82 mm (Ge-
bietsmittel Pegel Nossen/Freiberger Mulde am 09.07.1954) betrug und der 72-Stunden-
Niederschlag zwischen 100 und 320 mm im Einzugsgebiet der Freiberger Mulde lag, wurden
im Einzugsgebiet der Freiberger Mulde (einschließlich Zschopau) vom 12.08.02, 08.00 Uhr
MESZ bis 13.08.02, 08.00 Uhr MESZ 24-h-Niederschläge flächendeckend über dem im
KOSTRA-Atlas für dieses Gebiet angegebenen 100-jährlichen 24-h-Niederschlägen von 100
bis 140 mm (z.B. Marienberg 167 mm, Lichtenberg 201 mm, Cämmerswalde 188 mm,
Fichtelberg 193 mm, TS Saidenbach 179 mm) registriert. Dies bewirkte ein außergewöhnlich
schnelles Ansteigen der Wasserstände und Durchflüsse in allen Fließgewässern des Mulden-
gebietes.
Im Oberlauf der Zwickauer Mulde bildete sich bis zum Nachmittag des 12.08. der Hochwas-
serscheitel aus, in der Freiberger Mulde oberhalb der Zschopau in der Nacht vom 12./13.08.
In den Unterläufen von Zwickauer und Freiberger Mulde wurden die Scheitelwasserstände in
den Vormittagsstunden des 13.08. registriert.
Die Hochwasserwellen der Zwickauer Mulde und der Freiberger Mulde überlagerten sich
scheitelgleich und führten in der Vereinigten Mulde zu einem lang gestreckten Hochwasser-
scheitel, der den Pegel Golzern 1 mit 868 cm am 13.08. von 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr
erreichte. In den Abbildungen 12 und 13 sind die Hochwasserstandsganglinien August 2002
der Pegel Golzern 1/Vereinigte Mulde und Kriebstein UP/Zschopau dargestellt. Außerdem
wurden die Ganglinien denen vergangener großer Hochwasser gegenübergestellt (Abb. 14
und 15).
Als am 13.08.2002, 03.00 Uhr, am Pegel Golzern 1/Vereinigte Mulde der Richtwert der
Alarmstufe IV (560 cm) überschritten wurde, lag der Wasserstand am Pegel Bad Düben 1/
Vereinigte Mulde mit 423 cm noch unter dem Richtwert der Alarmstufe I (480 cm). Der
Höchstwasserstand am Pegel Bad Düben 1 von 852 cm wurde am 14.08. gegen 10.00 Uhr
erreicht. Die Ganglinien sind in Abbildung 16 dargestellt.
Die flächendeckend über oder im Bereich des 100-jährlichen 24-Stunden-Niederschlags
liegenden Regenmengen am 12.08.02 erzeugten im Muldegebiet Scheitelwasserstände, die
erheblich über dem höchsten bisher beobachteten Hochwasserständen (HHW) lagen.

9
Tabelle 4:
Vergleich ausgewählter Hochwasserstände vom August 2002 mit Wasser-
ständen vergangener Hochwasser
Pegel/Gewässer
Beobach-
tungsbeginn
HHW (bisher)
Hochwasserscheitel
Aug. 2002
Differen
z
Jahr
cm
Datum
cm
Tag
Uhrzeit
cm
Golzern 1
Vereinigte Mulde
1911
700
11.07.1954
868
13.8. 20.00
+ 168
Kriebstein UP
Zschopau
1933
364
08.12.1974
570
13.8. 13.30
+ 206
Nossen 1
Freiberger Mulde
1926
390
06.07.1958
467
13.8. 08.00
+ 77
Erlln
Freiberger Mulde
1961
502
09.12.1974
674
13.8. n.bek.
+ 172
Wechselburg 1
Zwickauer Mulde
1910
531
10.07.1954
597
13.8. n.bek.
+ 66
Bei den angegebenen Höchstwasserständen handelt es sich um vorläufige Werte. Auch im
Muldeeinzugsgebiet laufen momentan noch die Auswertungen, die über Querschnittsauf-
nahmen und Wasserspiegellagenberechnungen vollzogen werden. Erst mit Abschluss der
hydrologischen und hydraulischen Untersuchungen kann ein geschlossenes Bild des Hoch-
wasserereignisses vom August 2002 für das Einzugsgebiet der Mulden dargestellt werden.
Für das Flussgebiet der Vereinigten Mulde wird eine Hochwasserwahrscheinlichkeit von ca.
500 Jahren, im Oberlauf der Zwickauer Mulde von ca. 200 Jahren und im Oberlauf der Frei-
berger Mulde von ca. 1000 Jahren abgeschätzt.
Die ab 1815 beginnenden historischen Hochwassermarken der Freiberger Mulde an der
Staupitzmühle in Döbeln wurden beim Augusthochwasser 2002 erheblich überschritten. Der
Scheitel lag 126 cm über der bisherigen Höchstmarke vom August 1897 bzw. 297 cm über
dem Julihochwasser 1954.
Nach den historischen Hochwassermarken der Vereinigten Mulde an der Großmühle in
Grimma lag der Scheitelwasserstand beim Augusthochwasser 2002 161 cm über dem dort
angegebenen höchsten Hochwasserstand vom 30.06.1771 bzw. 236 cm über dem
Julihochwasser 1954. Eine Hochwassermarkierung an einem Eckhaus des Grimmaer Marktes
dokumentiert den Hochwasserstand vom 14.08.1573. Danach stand das Hochwasser noch
0,25 m höher als das von 1771, dessen Höhe an der Großmühle überliefert ist.
2
Das
Hochwasser 1573 war das größte seit 1433
.
3
Demnach ist der Hochwasserstand der
Vereinigten Mulde am 13.08.2002 der höchste seit 1433 bzw. seit ca. 600 Jahren.
2.5
Schwarze Elster, Weiße Elster, Spree und Lausitzer Neiße
In den Flussgebieten der Schwarzen Elster, Weißen Elster, Spree und Lausitzer Neiße war die
Hochwassersituation nicht so extrem. Aber auch hier erreichten die Wasserstände teilweise
die Richtwerte der Alarmstufe 4, z.B. in der Großen Röder, der Göltzsch, Oberen Pleiße, im
Weißen Schöps und in der Lausitzer Neiße. Am Pegel Görlitz/Lausitzer Neiße wurde am
14.08.02 ein Höchstwert von W = 578 cm bzw. Q = 366 m³/s registriert. Diesem Scheitel-
durchfluss kann eine Jährlichkeit von 10 bis 20 Jahren zugeordnet werden.
2
Fügner: Hochwasserkatastrophen in Sachsen, Tauchaer Verlag 1995
3
Dyck: Angewandte Hydrologie, Teil 1, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1976

10
2.6 Talsperren und Speicher
An 32 Talsperren, Speichern und Hochwasserrückhaltebecken traten auf Grund der extremen
Hochwassersituation Überläufe auf. Auch die größte Stauanlage im Freistaat Sachsen, die
Talsperre Eibenstock hatte zum ersten Mal seit Inbetriebnahme einen Überlauf zu verzeich-
nen. Der Spitzenzufluss zur Talsperre Eibenstock betrug 180 m³/s, die Spitzenabgabe über die
Hochwasserentlastungsanlage konnte in Höhe von 55,4 m³/s verzeichnet werden.
Das bisher angegebene HQ
1.000
für die Sperrstelle der Talsperre Malter in Höhe von 147 m³/s
wurde um fast 60% überschritten. Die Talsperrenzuflüsse bewegten sich über die Dauer von
16 Stunden in Bereichen > 147 m³/s. Analoges ist für den bis 11. August 2002 angenom-
menen HQ
10.000
-Wert mit 200 m³/s zu verzeichnen. Die Überschreitungshöhe betrug hier 15%
bei einer Überschreitungsdauer von 8 Stunden.
Talsperre Malter
Bewirtschaftungsdaten in der Zeit des Augusthochwassers 2002
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
160
170
180
190
200
210
220
230
12.08.
02
06:00
12.08.
02
18:00
13.08.
02
06:00
13.08.
02
18:00
14.08.
02
06:00
14.08.
02
18:00
15.08.
02
06:00
15.08.
02
18:00
16.08.
02
06:00
16.08.
02
18:00
17.08.
02
06:00
17.08.
02
18:00
18.08.
02
06:00
18.08.
02
18:00
19.08.
02
06:00
19.08.
02
18:00
20.08.
02
06:00
20.08.
02
18:00
Zufluss
und
Abgabe
in m³/s
6,0
6,5
7,0
7,5
8,0
8,5
9,0
9,5
10,0
10,5
Inhalt in Mio. m³
Zufluss
Abgabe
Inhalt
Das Hochwasser im Osterzgebirge (Weißeritz- und Müglitzgebiet) ist einer eingehenden
Auswertung zu unterziehen. Für die Bemessung von wasserbaulichen Anlagen, insbesondere
von Talsperren, sind Konsequenzen zu erwarten.
Im Einzugsgebiet der Gottleuba wurden die gewöhnlichen Hochwasserrückhalteräume der
Talsperre Gottleuba, sowie der Hochwasserrückhaltebecken Buschbach, Liebstadt,
Friedrichswalde-Ottendorf vollständig in Anspruch genommen. Erst nach dem Durchgang der
Scheitelabflüsse, im absteigenden Hochwasserast, liefen diese 4 Hochwasserschutzanlagen
über. Das Rückhaltebecken Mordgrundbach stand kurz vor dem Überlauf. Insgesamt konnten
im Hochwasserschutzsystem der Gottleuba zirka 8 Mio. m³ des Hochwassers zurückgehalten
werden.

11
3
Abbildungen
Abb. 1
Stundenwerte der Niederschlagshöhe
Abb. 2
Mittlere Niederschlagshöhen im August (Zeitraum 1961/90)
Abb. 3
Tageswerte der Niederschlagshöhen vom 10.08.2002 bis 15.08.2002
Abb. 4
Niederschlagshöhe für den 11.08.2002 bis 13.08.2002
Abb. 5
Niederschlagshöhe für den 11.08.2002 bis 13.08.2002 in Prozent der mittleren
monatlichen Niederschlagshöhe für August 1961 – 1990
Abb. 6
24-stünd. Niederschlagshöhe im Gebiet der Elbe vom 11.08.2002 bis
12.08.2002
Abb. 7
24-stünd. Niederschlagshöhe im Gebiet der Elbe vom 12.08.2002 bis
13.08.2002
Abb. 8
24-stünd. Niederschlagshöhe im Gebiet der Elbe vom 13.08.2002 bis
14.08.2002
Abb. 9
Niederschlagshöhen im Gebiet der Elbe vom 11.08.2002 bis 14.08.2002
Abb. 10
Wasserstandsganglinie Pegel Dresden mit Niederschlägen ausgewählter
Stationen
Abb. 11
Wasserstandsganglinien August 2002 der sächsischen Elbepegel im Vergleich
Abb. 12
Wasserstandsganglinie August 2002 Pegel Golzern/Vereinigte Mulde
Abb. 13
Wasserstandganglinie August 2002 Pegel Kriebstein/Zschopau
Abb. 14
Hochwasserstandsganglinie 2002 Pegel Golzern im Vergleich zu vergangenen
Hochwässern
Abb. 15 Hochwasserstandsganglinie 2002 Pegel Kriebstein im Vergleich zu ver-
gangenen Hochwässern
Abb. 16
Wasserstandsganglinie August 2002 Pegel Bad Düben 1/Vereinigte Mulde

image
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12

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13

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14

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15

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16

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17

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18

19
Abbildung 10
Wasserstandsganglinie Pegel Dresden und
Niederschlagshöhen ausgewählter Niederschlagsstationen
Deichhöhe Cossebaude / Gohlis
940 cm 17.08.2002
663 cm 23.07.1981
837 cm 07.09.1890
877 cm 31.03.1845
Alarmstufe 4
778 cm 17.03.1940
857 cm 01.03.1784
857 cm 16.08.1501
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
5.8.02
6.8.02
7.8.02
8.8.02
9.8.02
10.8.02 11.8.02 12.8.02 13.8.02 14.8.02 15.8.02 16.8.02 17.8.02 18.8.02 19.8.02 20.8.02 21.8.02 22.8.02 23.8.02
Wasserstand [cm]
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
24-Std. Niederschlagssumme [mm]
Station Kocelovice
Station Prag
Karlsbad
Station Kosteleni Myslova
Station Churanov
Station Dresden- Flughafen
Station Zinnwald
Station Fichtelberg
Station Usti nad Orlici
Pegel Dresden
Ausgewählte historische Höchststände
Erläuterung:
CR-Station Churanov - Quellgebiet der Moldau und Otava
CR-Station Kosteleni Myslova - rechtseitige Zuflüsse der Moldau obh. Prag
CR-Station Kocelovice - Moldau uth. Mdg. Otava bis obh. Prag
CR-Station Prag - Moldau Prag bis Mdg. Elbe
CR-Station Usti n. Orlici - Obere Elbe und Orlici (linker Zufluss der oberen Elbe)
CR-Station Karlsbad - Einzugsgebiet Eger
Landesamt für Umwelt und Geologie
Alarmstufe 2 (Ausuferung Terrassenufer)
Abbildung 11
1204 cm
940 cm
949 cm
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
1100
1200
8.8.02
10.8.02
12.8.02
14.8.02
16.8.02
18.8.02
20.8.02
22.8.02
24.8.02
26.8.02
28.8.02
Wasserstand [cm]
Pegel Schöna
Pegel Dresden
Pegel Torgau
Langjährige Hauptwerte
MW(Jahr):
Pegel Schöna = 220 cm
Abbildung 12

20
Hochwasserstandsganglinie Pegel Golzern 1/Vereinigte Mulde
(Stufa Leipzig 05/09/02)
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
12.08.2002, 06
12.08.2002, 14
12.08.2002, 22
13.08.2002, 06
13.08.2002, 14
13.08.2002, 22
14.08.2002, 06
14.08.2002, 14
14.08.2002, 22
15.08.2002, 06
15.08.2002, 14
15.08.2002, 22
16.08.2002, 06
16.08.2002, 14
16.08.2002, 22
17.08.2002, 06
17.08.2002, 14
17.08.2002, 22
18.08.2002, 06
18.08.2002, 14
18.08.2002, 22
19.08.2002, 06
Wasserstand [cm]
2002
A1
A2
A3
A4
A 1
A 4
A3
A 2
Scheitel: 13.08.2002, 20:00 Uhr mit 868
Abbildung 13
Hochwasserstandsganglinie Pegel Kriebstein UP / Zschopau
(StUFA Leipzig 05.09.2002)
Scheitel am 13.08.2002, 13.30 Uhr mit 570 cm
50
150
250
350
450
550
650
12.08. 06:00
12.08. 14:00
12.08. 22:00
13.08. 06:00
13.08. 14:00
13.08. 22:00
14.08. 06:00
14.08. 14:00
14.08. 22:00
15.08. 06:00
15.08. 14:00
15.08. 22:00
16.08. 06:00
16.08. 14:00
16.08. 22:00
17.08. 06:00
17.08. 14:00
17.08. 22:00
18.08. 06:00
18.08. 14:00
18.08. 22:00
19.08. 06:00
19.08. 14:00
Wasserstand [cm]
2002
A1 - 200 cm
A2 - 225 cm
A3 - 250 cm
A4 - 300 cm

21
Abbildung 14
Hochwasserganglinien Pegel Golzern / Vereinigte Mulde
Juli 1954, Dez. 1974 und August 2002
(Stufa Leipzig 23/09/02)
100
200
300
400
500
600
700
800
900
12.08.2002, 06
12.08.2002, 14
12.08.2002, 22
13.08.2002, 06
13.08.2002, 14
13.08.2002, 22
14.08.2002, 06
14.08.2002, 14
14.08.2002, 22
15.08.2002, 06
15.08.2002, 14
15.08.2002, 22
16.08.2002, 06
16.08.2002, 14
16.08.2002, 22
17.08.2002, 06
17.08.2002, 14
17.08.2002, 22
18.08.2002, 06
18.08.2002, 14
18.08.2002, 22
19.08.2002, 06
W in cm
W 2002
A1 - 320 cm
A2 - 390 cm
A3 - 490 cm
A4 - 560 cm
Golzern 1954
W 1974
A1
A2
A3
A4
Abbildung 15
Hochwasserstandsganglinie Pegel Kriebstein UP / Zschopau
(StUFA Leipzig 05.09.2002)
Scheitel am 13.08.2002, 13.30 Uhr mit 570 cm
50
150
250
350
450
550
650
12.08. 06:00
12.08. 14:00
12.08. 22:00
13.08. 06:00
13.08. 14:00
13.08. 22:00
14.08. 06:00
14.08. 14:00
14.08. 22:00
15.08. 06:00
15.08. 14:00
15.08. 22:00
16.08. 06:00
16.08. 14:00
16.08. 22:00
17.08. 06:00
17.08. 14:00
17.08. 22:00
18.08. 06:00
18.08. 14:00
18.08. 22:00
19.08. 06:00
19.08. 14:00
Wasserstand [cm]
2002
A1 - 200 cm
A2 - 225 cm
A3 - 250 cm
A4 - 300 cm
1954
1974

22
Abbildung 16
Hochwasserstandsganglinie Pegel Bad Düben 1/Vereinigte Mulde
(Stufa Leipzig 23/08/02)
200
300
400
500
600
700
800
900
12.08.2002, 06
12.08.2002, 14
12.08.2002, 22
13.08.2002, 06
13.08.2002, 14
13.08.2002, 22
14.08.2002, 06
14.08.2002, 14
14.08.2002, 22
15.08.2002, 06
15.08.2002, 14
15.08.2002, 22
16.08.2002, 06
16.08.2002, 14
16.08.2002, 22
17.08.2002, 06
17.08.2002, 14
17.08.2002, 22
18.08.2002, 06
18.08.2002, 14
18.08.2002, 22
19.08.2002, 06
Wasserstand [cm]
2002
A1 - 480 cm
A2 - 580 cm
A3 - 680 cm
A4 - 730 cm
A 1
A 4
A 3
A 2
Scheitel: 14.08.2002, 10:00 Uhr mit 852 cm