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KALEB Dresden e. V.
Schwangerschaftsberatung
Bautzner Str. 52, 01099 Dresden
www.kaleb-dresden.de
beratung@kaleb-dresden.de
eingeschränkt barrierefrei
KALEB-Zentrum
Dresden
SELBSTHILFE
GRUPPE
FÜR ELTERN NACH DEM VERLUST IHRES
KINDES DURCH FEHL- UND TOTGEBURT ODER
SPÄTEN SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH
Bildnachweis: Kaleb e. V. , Weigand / photocase.de,
WEITERE INFORMATIONEN
Bei uns können Sie Auskünfte rund um das Thema
Bestattung erhalten – Möglichkeiten der Bestattung,
Bestattungsunternehmen, Anregungen zur Gestaltung
der Trauerfeier u. v. m.
Wir sind bemüht, Ihre Fragen zu beantworten und Ihre
Anliegen gemeinsam anzugehen. Sie haben bei uns die
Möglichkeiten zu Einzelgesprächen und / oder zur Teil-
nahme am Gesprächskreis.
Für die Nachsorge und Rückbildung können wir Ihnen
eine Hebamme empfehlen, die mit Ihrer ganz besonderen
Situation vertraut ist, sowie bei Bedarf in entsprechende
professionelle therapeutische Hilfe vermitteln.
Außerdem können Sie bei uns Literatur zu diesem
Themen
bereich
ausleihen.
GEDENKSTÄTTEN IN DRESDEN
Kindergrabstätte auf dem
Inneren Neustädter Friedhof Dresden
Eine Trauerfeier zum Weltgedenktag verstorbener
Kinder (Worldwide Candle Lighting) findet jeweils am
2. Sonntag im Dezember um 15 Uhr statt.
Gedenkstätte für ungeborenes Leben auf dem
Zschachwitzer Friedhof Dresden:
Einmal im Jahr, am Freitag vor dem Ewigkeitssonn-
tag, wird 16 Uhr an der Gedenkstätte eine Andacht
angeboten.
Sammelbestattung für Sternenkinder auf dem
Neuen Katholischen Friedhof Dresden:
Mit dem Anliegen, sehr früh verstorbene Kinder mit
einem Geburtsgewicht von unter 500g würdevoll zu
bestatten, hat sich der Verein Sternenkinder Dresden
e. V. im Jahre 2006 gegründet. Jeweils im März und
im September findet eine Bestattung mit Trauerfeier –
unabhängig von Glaube und Religion – auf dem Neuen
Katholischen Friedhof Dresden statt. Weitere Informa-
tionen erhalten Sie bei uns oder über den Verein der
Sternenkinder.
www.sternenkinder-dresden.de
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch
Steuermittel auf Grundlage des vom Säch sischen
Landtag beschlossenen Haushaltes.

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SELBSTHILFEGRUPPE
für Eltern nach dem Verlust ihres Kindes durch Fehl- und
Totgeburt oder späten Schwangerschaftsabbruch.
Diese Selbsthilfegruppe ist für Mütter und Väter, die ihr
Kind in der Schwangerschaft oder in einer frühen Lebens-
woche verloren haben bzw. die die Schwangerschaft nach
einer medizinischen Indikation abgebrochen haben.
Die Eltern lernen andere Betroffene kennen und fin-
den Mit-Leid. In einem geschützten Rahmen erfahren
sie Trost, Zuspruch und Beistand. Sie haben die Mög-
lichkeit, Erlebnisse, Erfahrungen sowie Informationen
auszutauschen.
Für manche Väter kann die Gruppe eine erste Gele-
genheit sein, über ihre Gefühle zu sprechen, da sie
zunächst eine Stütze für ihre Frau waren und funktio-
nieren mussten.
Die Gruppe hilft dabei, neuen Mut zum Leben und
möglicherweise für eine neue Schwangerschaft zu
sammeln ohne das verstorbene Kind zu vergessen.
Der Gesprächskreis ist kein Ersatz für eine Therapie.
SEGEN ÜBER EINER FEHLGEBURT
Du warst ein Kind der Hoffnung,
unsere Liebe umhüllte dich,
unsere Fantasie schmückte dein Leben aus.
Du warst ein Kind der Freude.
Wie eine Blüte ging unser Herz auf,
denn wir erwarteten dich voller Sehnsucht.
Du warst ein Kind des Lebens.
Wir wollten Leben weiter geben
und uns selbst beschenken lassen.
Du bleibst unser Kind.
Doch du bist ein Kind der Sehnsucht,
das zu einem Kind der Trauer wurde.
Du hast sie nicht gesehen,
den Sonnenglanz und die Mondsichel.
Du hast nicht in unsere leuchtenden Augen geschaut.
Nun aber siehst du das Licht,
das strahlende, wärmende Licht
der Liebe Gottes.
Auch du wohnst im Hause Gottes,
wo viele Wohnungen sind.
Du bist gesegnet
du Kind der Hoffnung, der Freude
und des Lebens.
Und mit dir gesegnet
unsere Trauer um dich,
du Kind bei Gott.
Hanna Strack
BETROFFENE BERICHTEN
M. (25):
Ich habe meinen Sohn Valentin in der 14. SSW
verloren. Das war ein Verlust, der mich aus der Realität
gerissen hat,
ich brauchte schnellstmöglich Hilfe
, die ich
in der SHG gefunden habe. Schon nach dem ersten Termin
fühlte ich mich leichter und freier. Endlich konnte ich mit
Menschen sprechen, die es wirklich verstehen. Es wirkt
beruhigend auf mich, Erlebnisse von anderen zu hören, für
sie da zu sein und mitzufühlen.
N. (34):
Unsere Paula ist wegen ihres schweren Herzfeh-
lers leider nur 24 Tage alt geworden. Mein Umfeld machte
das sprachlos.
Mit mir über meine Tochter reden kann
bzw. will kaum jemand.
Darum gehe ich zur SHG. Sich
über die Sehnsüchte und die damit einhergehenden Ge-
fühle auszutauschen und einfach verstanden zu werden,
tut in dieser Situation so gut.
S. (33):
Wir verloren unser erstes „Kinderwunsch“-Baby
im 1. Trimester. Ein halbes Jahr später wurde eine Eilei-
terschwangerschaft festgestellt – unser zweites Kind. Ein
Jahr danach wurde unser Sonnenschein Jannik in der 23.
SSW nach völlig unerwartetem Blasensprung still gebo-
ren.
In der SHG erfahren wir Unterstützung
durch den
Informationsaustausch mit anderen Eltern in ähnlicher
Situation. Hierfür sind wir sehr dankbar und versuchen,
neue Kraft zu schöpfen und den Wunsch auf ein Baby
nicht aufzugeben
.
N. (38):
Ich bin der Vater von Toto, der in der 26. SSW tot
geboren wurde.
Als Mann fand ich es komisch, in eine SHG
zu gehen
. Aber es tut gut, über meine Gefühle zu reden.
M. (63):
Denkt auch an uns und unsere Jahrgänge! Zwei
Kinder habe ich tot geboren, nicht gesehen, nicht berührt,
nicht bestattet
es wurde einfach so gehandhabt, Leid
„erspart“. Aber auch wir möchten reden, ehrliches Interes-
se spüren und damit
eine späte Aufarbeitung erfahren
.
Termin
jeden 3. Montag im Monat von 19:30 – 22:00 Uhr
Ort
KALEB-Zentrum, Bautzner Str. 52, 01099 Dresden
Kontakt
Uta Jarsumbeck
(Dipl. Sozialpädagogin, Trauerbegleiterin BVT)
Telefon 0351 / 810 74 51
(auch AB)
oder
0351 / 32 32 65 95
beratung@kaleb-dresden.de