Welche Masken dürfen getragen werden?
Die
Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
im öffentlichen
Raum besteht, wenn sich Menschen begegnen. Neben dem Tragen
gewöhnlicher Alltagsmasken sind unter anderem für das Einkaufen oder im
ÖPNV spezielle medizinische oder FFP2-Masken seit dem 28. Januar 2021
verpflichtend zu tragen.
Wo müssen Masken getragen werden?
Grundsätzlich müssen Masken überall dort getragen werden, wo sich
Menschen begegnen. Hierbei wird zwischen gewöhnlichen Alltagsmasken
und medizinischen Masken sowie FFP2-Masken unterschieden. Die
genauen Informationen finden Sie auf unserem
Infoblatt zum Tragen
einer Mund-Nasen-Bedeckung
. Seit dem 28. Januar 2021 gilt:
• Verpflichtung zum Tragen eines
medizinischen Mund-Nasen-
Schutzes
bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, vor dem
Eingangsbereich von und in Groß- und Einzelhandelsgeschäften
sowie in Gesundheitseinrichtungen (z.B. Arztpraxen) und für
Zusammenkünfte in Kirchen und bei der Religionsausübung
• Verpflichtung zum Tragen von
FFP2-Masken oder dem
vergleichbaren Standard KN95/N95
für die Beschäftigten
ambulanter Pflegedienste bei der Ausübung der Pflege, beim Besuch
von Tagespflegeeinrichtungen, in Pflegeeinrichtungen für Besucher,
in Justizvollzugsanstalten, Flüchtlingsunterkünften für Personal und
Besucher.
• Beschäftigte müssen in Arbeits- und Betriebsstätten
mindestens
medizinischen Mund-Nasen-Schutz
tragen, wenn eine Mindestfläche
von 10 qm für jede im Raum befindliche Person unterschritten
wird, der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden
kann oder bei den ausgeführten Tätigkeiten mit Gefährdung durch
erhöhten Aerosolaustausch zu rechnen ist. Davon ausgenommen sind
Beschäftigte in Schulen oder Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

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Medizinische Masken:
Medizinische Gesichtsmasken
(auch: Operationsmasken – OP-
Masken) werden gewöhnlich in der
medizinischen Erstversorgung, der
ambulanten Behandlung, in der
Krankenhausversorgung sowie in der
Pflege verwendet.
• Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte mit klar
definierten Filtereigenschaften.
• Sie müssen die Anforderungen der DIN EN 14683
»Medizinische
Gesichtsmasken – Anforderungen und Prüfverfahren« erfüllen und
eine CE-Kennzeichnung tragen.
• Medizinische Gesichtsmasken sind Einmalprodukte.
• Medizinische Gesichtsmasken dienen vor allem dem Fremdschutz. Sie
schützen außerdem Mund und Nase des Tragenden vor Berührungen
durch möglicherweise kontaminierte Hände.
Hinweis:
Die Masken sind vom Hersteller als Einwegprodukte vorgesehen. Sie
sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden.
Sicheres Indiz dafür, dass ein Maskenwechsel erfolgen sollte, ist der
»Durchfeuchtungszustand«:
Eine durchfeuchtete Maske sollte stets ab-
genommen und gewechselt werden.
Beim Abnehmen der Maske sollte diese möglichst nur an den Bändern
der Maske angefasst werden. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände
unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen
werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).

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FFP2-Masken:
FFP-Masken werden als Atemschutz sowohl
gegen wasser- sowie auch ölbasierten
Aerosole aus festen oder flüssigen, nicht
leicht flüchtigen Partikel eingesetzt.
• FFP-Masken sind persönliche
Schutzausrüstungen der höchsten
Risikokategorie III nach der Verordnung
(EU) 2016/425.
• FFP-Masken müssen nach der europäischen Norm EN 149
»Atemschutzgeräte – Filtrierende Halbmasken zum Schutz
gegen Partikel« hergestellt und geprüft sein und mit einer CE-
Kennzeichnung mit zusätzlicher Angabe einer vierstelligen Nummer
der beteiligten notifizierten Stelle versehen sein.
• Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters unterscheidet man
zwischen FFP1, FFP2 und FFP3.
Es gibt Masken mit und ohne Ausatemventil. Masken mit Ausatemventil sind
ausschließlich für den Eigenschutz geeignet.
Hinweis:
Zur Tragedauer dieser Masken empfiehlt das Bundesinstituts für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): »Grundsätzlich sind
FFP-Masken vom Hersteller als Einmalprodukte und nicht zur
Wiederverwendung vorgesehen. Dennoch werden diese Masken
im Privatbereich im Alltag oft mehrfach, sogar an mehreren
aufeinanderfolgenden Tagen verwendet.«
Möglichkeiten zur Aufbewahrung:
• Trocknen an der Raumluft: Nach 7 Tagen Aufbewahrung wird die
Menge der infektiösen Coronaviren (SARS-CoV-2) auf und in den
Masken auf ein akzeptables Maß verringert.
Trocknen im Ofen bei 80°C bei Ober- und Unterhitze: Bei der
Desinfektion im Backofen (1 Stunde) wird das Coronavirus nahezu
vollständig inaktiviert. (max. 5 Mal durchführen)
Beide Verfahren führen weder zu einem nennenswerten Verlust der
Filterleistung noch zu einer Veränderung der Maske. Die Maske sollte nur
vom Erstträger wiederverwendet werden.

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• FFP2-Masken dürfen nicht in der Mikrowelle, der Wasch- oder
Spülmaschine oder mit UV-Licht aufbereitet werden.
• Weiter Informationen finden Sie unter:
https://www.fh-muenster.
de/gesundheit/forschung/forschungsprojekte/moeglichkeiten-und-
grenzen-der-eigenverantwortlichen-wiederverwendung-von-ffp2-
masken-im-privatgebrauch/
KN95/N95-Masken:
KN95-Masken stehen für den
chinesischen Standard für
Atemschutzmasken nach der
chinesischen Norm GB2626.
• KN95-Masken werden ausschließlich
zum Schutz vor nichtöligen,
wasserbasierten Aerosolen
hergestellt.
• KN95-Masken entsprechen nicht (vollständig) dem europäischen
Standard.
• KN95-Masken schützen dennoch vor Coronaviren.
• Auch Masken mit der Bezeichnung N95 entsprechen im Wesentlichen
den Anforderungen an FFP2-Masken und können genutzt werden.

Maskentyp
Standard (Teil
der Kennzeich-
nung)
Weitere Kennzeich-
nungsmerkmale
Zielländer
FFP2 oder
vergleichbar
1
Verordnung (EU)
2016/425
DIN EN
149:2001
+A1:2009 oder
vergleichbar
CE-Kennzeichnung
mit nachgestellter
Kennnummer
der notifizierten
Stelle
z. B. Schutzklasse
FFP2
Gebrauchsdauer
Herstellerangaben
EU-Konformitäts-
erklärung
Anleitung und Infor-
mation
EU
Vollmasken,
gebläseunter-
stützte
Masken,
Hauben oder
Helme
mit auswechsel-
barem
Partikelfilter
2
Verordnung (EU)
2016/425
Vollmasken: EN
12942 oder
vergleichbar;
gebläsefiltrie-
rende Hauben:
EN 12941 oder
vergleichbar
EN 136 oder
vergleichbar
Partikelfilter: EN
143 oder
vergleichbar
CE-Kennzeichnung
mit nachgestellter
Kennnummer
der notifizierten
Stelle
Herstellerangaben
EU-Konformitäts-
erklärung
Anleitung und Infor-
mation
EU
Einsetzbare Atemschutzmasken nach § 3 Absatz 1 in
Deutschland:

Maskentyp
Standard (Teil
der Kennzeich-
nung)
Weitere Kennzeich-
nungsmerkmale
Zielländer
N95
1
NIOSH-42CFR84 Modellnummer
Lot-Nummer
Maskentyp
Herstellerangaben
TC-Zulassungsnum-
mer
USA und
Kanada
P2
1
AS/NZS 1716-
2012
Identifizierungs-
nummer oder Logo
der Konformitätsbe-
wertungsstellen
Australien
und Neu-
seeland
DS2
1
JMHLW-Notifi-
cation 214,
2018
https://www.baua.
de/DE/Themen/
Arbeitsgestaltung-
im-Betrieb/Corona-
virus/pdf/
Kennzeichnung-
Masken.pdf?__blob=
publicationFi-
le&v=10
https://www.jaish.
gr.jp/horei/hor1-y/
hor1-
y-13-11-3_1.pdf
https://www.jaish.
gr.jp/horei/hor1-y/
hor1-
y-13-11-3_2.pdf
Japan

Maskentyp
Standard (Teil
der Kennzeich-
nung)
Weitere Kennzeich-
nungsmerkmale
Zielländer
CPA
1
Prüfgrundsatz
für Corona
SARS-CoV-2
Pandemie
Atemschutz-
masken (CPA)
Bescheinigung
der Marktüberwa-
chungsbehörde
nach § 9 Absatz 3
der Medizinischer
Bedarf Versorgungs-
sicherstellungsver-
ordnung,
die vor dem 1. Okto-
ber 2020 ausgestellt
wurde.
Deutschland
KN95
BMG/BfArM/
TüV-Prüfgrund-
satz
Vom Bund im Rah-
men seiner hoheit-
lichen
Aufgaben nach § 5
Absatz 2 Nummer 4
Buchstabe c des
Infektionsschutzge-
setzes
beschaffte Schutz-
masken.
Deutschland
1
Ohne Ausatemventil; Masken mit Ausatemventil dürfen nur getragen werden, wenn
alle Kontaktpersonen ebenfalls eine Atemschutzmaske tragen.
2
Bei diesen Systemen besteht kein Fremdschutz. Sie können daher nur angewendet
werden, wenn alle Kontaktpersonen eine Atemschutzmaske
tragen.
Quelle:
Bundesanzeiger.de
, Stand: 22. Januar 2021