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Medieninformation
Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen sächsische
Polizeibeamte des MEK im Zusammenhang mit der Nutzung einer
Schießanlage in Güstrow –
Durchsuchungen von Privatwohnungen und Arbeitsplätzen
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, INES - Integrierte Ermittlungseinheit
Sachsen, ermittelt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen, INES,
gegen insgesamt 17 Polizeibeamte des Landeskriminalamts Sachsen, Mobiles
Einsatzkommando (MEK), wegen Diebstahls bzw. Beihilfe zum Diebstahl,
Verstoßes gegen das Waffengesetz und Bestechlichkeit. Am heutigen Tag
wurden im Großraum Dresden die Personen, die Privatwohnungen von vier
Hauptbeschuldigten und die dienstlichen Arbeitsplätze aller Beschuldigten
durchsucht. An dem Einsatz waren insgesamt mehr als 40 Beamte des Lan-
deskriminalamts Sachsen beteiligt.
Den vier 32 bis 49 Jahre alten Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, aufgrund
eines gemeinsam gefassten Tatentschlusses im November 2018 aus ihnen
dienstlich zugänglichen Beständen der sächsischen Polizei mindestens 7.000
Schuss Munition entwendet und diese am Rande einer polizeilichen Ausbil-
dungswoche als Bezahlung für ein von der Firma „Baltic Shooters“ organisier-
tes, privates Schießtraining auf einer Schießanlage in Güstrow verbracht zu
haben. Es wird wegen Diebstahls, Verstoßes gegen das Waffengesetz und
Bestechlichkeit ermittelt. An dem nicht genehmigten Schießtraining nahmen
weitere 13 Polizeibeamte im Alter von 30 bis 54 Jahren teil, bei denen der
Verdacht der Beihilfe zum Diebstahl und des Verstoßes gegen das Waffenge-
setz besteht.
Das Ermittlungsverfahren beruht auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Schwerin gegen den gesondert Verfolgten Frank T., den damaligen Inhaber
der Firma „Baltic Shooters“. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat in der
Folge das Ermittlungsverfahren gegen vier sächsische Polizeibeamte von der
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Dresden,
30. März 2021
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Staatsanwaltschaft Schwerin am 22. März 2021 wegen der herausgehobenen Bedeutung
des Verfahrens übernommen.
Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere müssen die im Rahmen der Durchsuchung
sichergestellten Gegenstände ausgewertet werden. Auch wird es Gegenstand der weite-
ren Ermittlungen sein, etwaige Verbindungen zu der Gruppe „Nordkreuz“ zu überprüfen.
Bislang liegen hierzu keine Anhaltspunkte vor.