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150 Jahre Gradmessung in Sachsen
Geschäftsbericht 2012

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Inhalt:
Vorwort des Sächsischen Staatsministers
des Innern Markus Ulbig
...........................................................................................................
I
Der GeoSN
...........................................................................................................
II
Das Jubiläum „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“
...........................................................................................................
III
Kunst am Bau, Kunst im GeoSN
...........................................................................................................
IV
Landesvermessung
...........................................................................................................
1
Liegenschaftskataster
...........................................................................................................
05
Geodateninfrastruktur
...........................................................................................................
10
Zentrale Aufgaben
...........................................................................................................
20
Organigramm
...........................................................................................................
35
Auszug aus dem Lagebericht und Jahresabschluss 2012
.............................................................................................................
36
Übersicht der Vermögens- und Ertraglage 2009-2012
.............................................................................................................
38
Ausschnitt Nagelsches Netz

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I |
Vorwort
des Sächsischen Staatsministers des Innern Markus Ulbig
für den Geschäftsbericht 2012 des Staatsbetriebes Geobasis-
information und Vermessung Sachsen (GeoSN)
Liebe Leser,
2012 jährte sich zum 150. Mal der Beitritt des Königreichs Sachsen zur Mittel-
europäischen Gradmessung, einem Meilenstein in der Entwicklung der sächsi-
schen Geodäsie. Dieses Jubiläum ist untrennbar mit Professor Christian August
Nagel (1821-1903) verbunden, dem großen Lehrer des sächsischen Vermes-
sungswesens. Der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
(GeoSN) stellt sich mit Stolz in diese Tradition und würdigt sie, indem er es
auch in Gegenwart und Zukunft nicht an ingenieurstechnischen Innovationen
fehlen lässt.
Von eben diesem Innovationsgeist war das Jahr 2012 beim GeoSN in vielerlei
Hinsicht geprägt. Er war dabei gleich in mehrere Richtungen Motor auf dem
Weg zu einer innovativen und digitalen Verwaltung. Hierzu zählen insbesonde-
re die Erfolge beim Aufbau der Basiskomponente Geodaten (GeoBAK 2.0) und
der finalen Arbeit an den Entwicklungsvorhaben ATKIS und ALKIS. Für das ge-
samte Gebiet des Freistaates konnten außerdem die Arbeiten zur Herstellung
hochgenauer digitaler Höhenmodelle abgeschlossen werden. Davon hat nicht
nur die Vermessungsverwaltung selbst etwas. Es profitieren auch der Katastro-
phenschutz, die Land- und Forstwirtschaft sowie Umweltschutz und Archäolo-
gie.
Der vorliegende Geschäftsbericht 2012 zeichnet diese Entwicklungen und Er-
rungenschaften noch einmal nach. Er wird durch einen historischen Exkurs
zum bereits erwähnten Jubiläum „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“ einge-
führt, um anschließend die Arbeit der vier Abteilungen des GeoSN zu beleuch-
ten.
Der Geschäftsbericht dient somit auch als Arbeitszeugnis und vor allem als
Anerkennung der Leistungen aller Mitarbeiter im GeoSN. Ihnen möchte ich an
dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ihre geleistete Arbeit und Innovati-
onskraft danken. In diesem Zusammenhang ist es mir außerdem eine besonde-
re Freude, dass 2012 erstmals nach einigen Jahren Unterbrechung die Ausbil-
dung von Referendaren und Anwärtern der vermessungstechnischen
Laufbahnen wieder aufgenommen werden konnte.
Markus Ulbig
Sächsischer Staatsminister des Innern
Markus Ulbig
Sächsischer Staatsminister des Innern

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| II
Der GeoSN
Das Jahr 2012 stand vermessungshistorisch ganz im Zeichen des Jubiläums
„150 Jahre Gradmessung in Sachsen“. Der vorliegende Geschäftsbericht bietet
daher eine willkommene Gelegenheit, den Blick nicht nur auf das betreffende
Jahr, sondern auch in die Historie des sächsischen Vermessungswesens zu rich-
ten. Aus diesem Grunde ist dem Jubiläum ein eigener Abschnitt gewidmet. Wir
spannen damit diesmal den Bogen von den herausragenden wissenschaftlichen
sowie praktischen Leistungen der Geodäsie in der Vergangenheit über das Heu-
te zu den künftigen Herausforderungen, denen sich die Vermessungsverwal-
tung Sachsen mit ihrer Arbeit vorbehaltlos stellt. Zeugnis dessen sind die Aus-
führungen, die im einzelnen die erfolgreiche Arbeit des GeoSN mit seinen vier
Abteilungen im Berichtsjahr dokumentieren. Stets präsent, gleichsam den äu-
ßeren Rahmen bildend, war dabei die unmittelbar vor dem Abschluß stehende
Große Baumaßnahme. In deren Ergebnis entsteht ein attraktives Gebäude, das
einerseits unseren hohen technischen Anforderungen gerecht wird, das sich
andererseits jedoch in einer Symbiose von Altem und Neuem harmonisch in
den historischen Stil der Albertstadt einfügt.
GeoSN
Dr. Werner Haupt
Geschäftsführer GeoSN

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III |
Das Jubiläum „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“
Im Jahr 2012 konnte in Sachsen ein großes Jubiläum der Wissenschaftsgeschichte gefeiert werden:
Die sächsischen Vermesser und Kartographen blickten auf das Jahr 1862 zurück – das Jahr, in dem
das damalige Königreich Sachsen der „Mitteleuropäischen Gradmessung“ beigetreten ist. Unter der
Leitung des Dresdner Geodäsie-Professors Christian August Nagel (1821 – 1903) leistete Sachsen
ab 1862 einen wichtigen Beitrag für den Aufbau eines modernen Vermessungs- und Kartenwesens
in ganz Europa.
Den Anstoß zur Gradmessung gab der preußische General Johann Jacob Baeyer (1794 – 1885),
der 1861 eine Denkschrift mit dem Titel „Über die Größe und Figur der Erde“ veröffentlichte und
einen „Entwurf zu einer mitteleuropäischen Grad-Messung“ vorlegte. Die preußische Regierung
befürwortete Baeyers Plan und rief die Nachbarstaaten auf, sich an der Gradmessung zu beteiligen.
In Sachsen stießen Baeyers Ideen sofort auf Zustimmung, und bereits am 4. Februar 1862
ernannte das sächsische Innenministerium drei namhafte Wissenschaftler zu „Kommissaren für die
europäische Gradmessung“: Professor Julius Ludwig Weisbach (1806 – 1871) von der Bergakademie
Freiberg, Professor Carl Christian Bruhns (1830 – 1881) von der Sternwarte Leipzig und Professor
Christian August Nagel von der Polytechnischen Schule in Dresden, einer Vorgängereinrichtung der
heutigen Technischen Universität Dresden.
Sachsen verpflichtete sich, ein Dreiecksnetz zu schaffen, welches das ganze Land überspannte
und Verbindung zu den Netzen der Nachbarländer hatte. Dieses Netz wurde von Professor Nagel
entworfen. Es umfasste 36 Stationen der Mitteleuropäischen Gradmessung (Punkte I. Ordnung)
und wurde durch 122 Stationen der „Königlich Sächsischen Triangulirung“ (Punkte II. Ordnung)
verdichtet. Die Vermessungspunkte wurden in der Regel mit großen Pfeilern aus Sandstein, Granit
oder Porphyr vermarkt, zusätzlich mit unterirdischen Marken gesichert und mit dem Namen
der Station und der Jahreszahl der Errichtung beschriftet. Über 75 Prozent der historischen
Vermessungspfeiler sind erhalten geblieben und werden heute als „Nagelsche Säulen“ bezeichnet.
Die Säulen, die sich auf sächsischem Gebiet befinden, sind heute Eigentum des Freistaates Sachsen.
Für ihre Erhaltung ist seit 1992 das Landesvermessungsamt Sachsen bzw. der 2008 daraus
hervorgegangene GeoSN zuständig. Bis heute sind die meisten Stationen des Nagelschen Netzes
als interne Punkte Bestandteil des sächsischen Raumbezugsfestpunktfeldes. Einige Stationen sind
sogar noch „aktive“ Raumbezugsfestpunkte.
Um die verschiedenen Aktivitäten an den Säulen zu koordinieren und fachlich zu betreuen, wurde
am 4. März 2003 die „Interessengemeinschaft Nagelsche Säulen“ gebildet. In dieser arbeiten
Vertreter aller fachlich zuständigen Behörden und Organisationen mit. Dazu gehören der GeoSN
und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen ebenso wie der Landesverein Sachsen des Deutschen
Vereins für Vermessungswesen (DVW) und der Landesverein Sächsischer Heimatschutz.
Seit ihrer Gründung setzt sich die Interessengemeinschaft dafür ein, dass die Nagelschen Säulen
als Kulturdenkmale im Sinne des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes behandelt werden. Sie
betrachtet es als ihre Aufgabe, Gemeinden, Heimatvereine und interessierte Privatpersonen bei der
Pflege, Restaurierung und touristischen Erschließung der Säulen zu unterstützen.
Von der Interessengemeinschaft sind für viele Stationen Erläuterungstafeln angefertigt worden, die
der GeoSN im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit finanziert hat. So konnten im Jahr 2012 Tafeln
bei den Säulen Ruhebänke (Station 53) und Wendelstein (Station 142) eingeweiht werden. Da die
erstgenannte Säule in unmittelbarer Nähe der Grenze zur Tschechischen Republik steht, wurden
dort eine deutsch- und eine tschechischsprachige Tafel aufgestellt.
Seit dem Mai 2008 bereitete eine Projektgruppe langfristig das Jubiläum „150 Jahre Gradmessung
in Sachsen“ vor. Dieser gehörten Vertreter von Hochschulen, Behörden und Berufsverbänden des
Vermessungswesens an. Auch der GeoSN war in ihr vertreten und beteiligte sich aktiv an der
Vorbereitung des Jubiläums.
Zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres gehörte die Ausstellung „Vom Dreieck zur Karte. 150
Jahre Gradmessung in Sachsen“, die in der Zeit vom 10. Mai bis zum 31. August 2012 im Dresdner
Stadtarchiv präsentiert wurde. In der Arbeitsgruppe, welche die Ausstellung vorbereitete, wirkte
Christian August Nagel
17. Mai 1821-23. Oktober 1903

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| IV
ein Bediensteter des GeoSN mit. Neben einer Vielzahl von Archivdokumenten wurden in der
Exposition Messgeräte und Landkarten aus dem 19. Jahrhundert gezeigt sowie Modelle
von Nagelschen Säulen. Vom GeoSN wurden mehrere Leihgaben zur Verfügung gestellt: ein
Lithographiestein und eine Karte des trigonometrischen Netzes von Sachsen aus dem Jahr 1894,
außerdem ein Gemälde, das den jungen Christian August Nagel zeigte.
Anlässlich des Jubiläums fand erstmals eine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem
Thema „Gradmessung“ statt, deren Ergebnisse vom 24. Mai bis zum 29. Juni 2012 in der Ausstellung
„Triklang“ im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen zu sehen waren. Gezeigt wurde eine
dreiteilige Videoklanginstallation, welche die Schweizer Künstlerin Bignia Wehrli und der Dresdner
Komponist Peter Andreas entwickelt hatten.
Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläumsjahres war das Festkolloquium, das am 1. Juni 2012 an der
Technischen Universität Dresden durchgeführt wurde. In der Veranstaltung sprachen drei führende
deutsche Geodäten: die Professoren Wolfgang Torge (Hannover), Reinhard Dietrich (Dresden) und
Hermann Drewes (München).
Bei einer Fachtagung, die am 2. Juni 2012 an der Technischen Universität Dresden stattfand,
wurden die gesellschaftlichen und naturräumlichen Voraussetzungen der Gradmessung im
Königreich Sachsen sowie die Biographien der sächsischen Gradmessungskommissare behandelt.
Außerdem wurde thematisiert, welche Wirkungen die Gradmessung auf die Entwicklung des
Vermessungswesens hatte. In der Veranstaltung hielten zwei Bedienstete des GeoSN Referate.
Der größte Teil der Vorträge des Festkolloquiums und der Fachtagung konnte in einer Festschrift
dokumentiert werden, die der GeoSN herausgegeben hat.
Das Jubiläum „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“ wurde auch mit zwei öffentlichkeitswirksamen
Veranstaltungen gewürdigt, die in der Nähe von Nagelschen Säulen stattfanden. Am 5. Mai 2012
wurde an der Säule auf dem Oderwitzer Spitzberg (Station 43) ein Bergsingen mit dem Dresdner
Bergsteigerchor „Die Bergfinken“ durchgeführt und am 16. Juni 2012 trat dieser Chor an der Säule
auf dem Großen Zschirnstein (Station 55) auf. Bei beiden Veranstaltungen hielt ein Bediensteter des
GeoSN ein Referat und informierte die zahlreichen Besucher über die Geschichte des Nagelschen
Netzes.
Zu den Aktivitäten im Jubiläumsjahr gehörte der Schülerwettbewerb „Vor meiner Haustür steht
ein Stein auf dem Feld …“, mit dem die sächsischen Mittelschüler der Klassenstufen 5 bis 10
angesprochen wurden. Sie waren aufgefordert, im Schuljahr 2011/2012 Arbeiten zur Thematik
der Mitteleuropäischen Gradmessung in Sachsen bzw. der „Königlich Sächsischen Triangulirung“
anzufertigen. Der Wettbewerb bekam fachliche Unterstützung vom Geschäftsführer und weiteren
Bediensteten des GeoSN. Alle eingereichten Beiträge wurden durch eine Jury begutachtet. Die
Teilnehmer, welche die besten Arbeiten vorgelegt hatten, wurden am 21. September 2012 in
Großenhain vom Schirmherrn des Wettbewerbs, dem Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de
Maizière, ausgezeichnet.
Im November 2012 stellten Bedienstete des GeoSN die Nagelsche Säule Kreuz (Station 100) in der
Nähe ihres ursprünglichen Standortes bei Hartha (Landkreis Mittelsachsen) auf. Diese Säule war
1993 abgebaut worden, weil die Straßenführung bei Hartha verändert worden war. Von 1994 bis
2009 hatte sie vor dem Dresdner Dienstgebäude des Landesvermessungsamtes Sachsen bzw. des
GeoSN gestanden.
Als Abschluss des Jubiläumsjahres wurde am 10. Dezember 2012 im Dresdner Zwinger ein
erneuerter historischer Beobachtungspfeiler eingeweiht. Der Pfeiler, von dem aus Professor Nagel
astronomische Beobachtungen unternommen hatte, war vor 80 Jahren entfernt worden und steht
jetzt wieder auf der Langgalerie des Zwingers.
Ein bleibendes Arbeitsergebnis des Jubiläumsjahres ist das Buch „Historische Vermessungssäulen
in Sachsen“. Dieses wurde von der Interessengemeinschaft Nagelsche Säulen und dem GeoSN
herausgegeben und ist im Schütze-Engler-Weber-Verlag Dresden erschienen. Die Publikation
bietet Informationen zu allen 158 Stationen der Gradmessung und Triangulierung und enthält
neben beschreibenden Texten auch Fotos aller Stationen und Kartenausschnitte von deren
Standorten.
Peter Bien
Dienstag, 13.11.2012
David Schmidt blickt durch den Theodoliten.
Vermesser Andreas Büttner steht den Schülern
zur Seite.
Foto: privat
Bei der Vermessung des Geländes in der Nähe der
Schneeberger Kaserne musste äußerst exakt
gearbeitet werden.
Foto: privat
Schüler messen sich auf den 1. Platz
Klasse 10 a der Lößnitzer Mittelschule schlägt alle
Konkurrenten bei sachsenweitem Wettbewerb
Lößnitz/Großenhain. Das Tafelbild der Klasse 10 a an der Mittelschule
Lößnitz ist übersät mit Dreiecken, Winkeln und mathematischen Formeln.
Das Übliche halt. Gar nicht so üblich: Die Jugendlichen wissen, was man
mit diesem - für die meisten völlig theoretischen - Stoff Sinnvolles
anfangen kann. Im Frühjahr haben sie am Wettbewerb "Vor meiner Haustür
steht ein Stein auf dem Feld ... - 150 Jahre Gradmessung in Sachsen",
teilgenommen - und gewonnen.
"Jetzt kann ich mir das Ganze viel besser vorstellen", sagt Mark Patzelt. "Da
fällt das Lernen gleich leichter." Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden
hat er am letzten Samstag der Osterferien in der Nähe der Schneeberger
Kaserne ein abgestecktes Areal mit Bandmaß und Theodolit vermessen. Die
Ergebnisse konnten sich sehen lassen, ihre Abweichungen zu den Werten
der Profis lagen bei unter einem Prozent. Unterstützt wurden sie von Gunar
Panoscha und den Mitarbeitern seines Ingenieurbüros aus Aue.
Neben dieser Arbeit auf dem Feld haben die Mittelschüler die Jury aus Vermessungsfachleuten vor allem mit ihrer theoretischen
Arbeit "Von der Großenhainer Grundlinie zum Katzenstein" überzeugt. Sie vollzogen einen Teil der Vermessung des Königreichs
Sachsen vor rund 150 Jahren nach.
Von der rund 8908,65Meter langen Grundlinie bei Großenhain tastete sich
die Klasse mit Sinus- und Kosinus-Satz über elf Dreiecke bis zum
Katzenstein vor. Wenn eine Seite und zwei Winkel eines Dreiecks bekannt
sind, lassen sich die Längen der anderen beiden Seiten konstruieren. Diese
Überlegungen können auf benachbarte Dreiecke übertragen werden.
"Eigentlich ist das Stoff der 10. Klasse", sagt Mathematiklehrer Uwe Knapp.
Doch die damalige Klasse 9 a hatte die geometrischen Berechnungen gut
im Griff.
Dies ist umso höher einzuschätzen, da die Schüler alle Werte umrechnen
mussten. Die Vermesser hatten vor 150 Jahren mit Grad, Bogenminuten
und Bogensekunden gearbeitet. Dabei ist eine Bogenminute gleich 1/60
Grad - während man im Mathematikunterricht Dezimalstellen verwendet.
Da die Jugendlichen auf die Bogensekunde genau rechnen mussten, war
exaktes Arbeiten gefragt.
All dies haben die Schüler in einem Präsentationsvideo dargestellt. In dem
15-minütigen Werk stecken acht bis neun Stunden Arbeit. All diese Mühen
zusammen sicherte ihnen den 1. Platz vor zehn Mitbewerbern aus ganz
Sachsen. Im Januar können sie das Geo-Forschungszentrum in Potsdam
besuchen. "Das Ganze hat viel Spaß gemacht", sagt Lisa Hoffmann.
Vermesserin werden will sie dennoch eher nicht.
erschienen am 05.10.2012 ( Von Gunter Niehus )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
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09.10.2012
Schüler messen sich auf den 1. Platz - Freie Presse
Seite 1 von 2
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Schueler-messen-sich-auf...
13.11.2012

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V |
„Das Netz“ modern als Kunst
„Das Netz“ historisch

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| VI
Kunst im GeoSN
Die Arbeit „Das Netz“ des Dresdner Künstlers Stefan Nestler hat im großen Besprechungsraum des
GeoSN ihren Platz gefunden. Sie stellt das historische, 150jährige „Nagelsche Netz“ der
Königlich
Sächsischen Landestriangulirung
im Rahmen der Europäischen Gradmessung mit seinen Punkten
und Linienverbindungen vor dem Hintergrund des heutigen Freistaates Sachsen dar und schafft
durch ihre Klarheit einen angenehmen Fachbezug.
Kunst am Bau
Die von SIB berufene Jury - unter Teilnahme von Herrn Dr. Haupt und Frau Rothenberger-Temme
- hat am 8. Mai 2012 unter acht eingereichten Entwürfen ausgewählt. Das Grundthema „Vermes-
sung“ wurde von allen Künstlern in interessanter Art und Weise verarbeitet, was die Entscheidung
nicht einfach gestaltet hat.
Im Ergebnis hat sich die Jury mehrheitlich für den Vorschlag des Leipziger Künstlers Thomas Hen-
niges entschieden.
Seine Installation trägt den Namen "terra incognita". Sie zeigt auf 20 abstandslos gehängten
Leuchtkästen die nächtliche Aufnahme einer fiktiven Landschaft, die von einem linearen Netz über-
lagert ist. Zentral leuchtet in unregelmäßigem Rhythmus ein gerade noch lesbares Zitat auf: „Die
Karte ist nicht das Territorium und der Name ist nicht die benannte Sache“ (G. Bateson).
Der Künstler, Herr Stefan Nestler (links im Bild), beim
Aufbau des Kunstwerkes im Raum 127

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01 |
Landesvermessung
Fertigstellung hochgenauer Höhenmodelle
Für das Gebiet des Freistaates Sachsen wurden im Jahr 2012 die Arbeiten zur Herstellung
hoch-
genauer digitaler Höhenmodelle abgeschlossen. Die Oberfläche des Landes wurde für diesen
Zweck mit über 40 Mio. Laserpunkten (ca. 2 Laserpunkte je m²) erfasst. Aus den umfangrei-
chen Daten wurden zum einen die Digitalen Geländemodelle (DGM), die die reine Erdoberfläche
beschreiben, und zum anderen die Digitalen Oberflächenmodelle (DOM), die die Erdoberfläche
samt aller darauf befindlichen Objekte wie Bebauung und Vegetation beschreiben, berechnet. Sie
werden an Behörden und private Nutzer abgeben.
In den DGM sind die die Erdoberfläche beschreibenden Punkte in einem regelmäßigen Gitter
angeordnet. Die einzelnen DGM unterscheiden sich in der Gitterweite. In dem die Erdoberfläche
am genauesten beschreibenden DGM2 betragen die Gitterweite 2 m und die Höhengenauigkeit
20 cm.
Der Nutzwert der DGM und DOM wird im Wesentlichen durch die Aktualität der Daten bestimmt.
Daher wird es in den folgenden Jahren darauf ankommen, jeweils aktuelle Daten bereitzustellen.
Hierfür werden erhebliche finanzielle Mittel bereitzustellen sein, wie dies in der Vergangenheit
bereits für Dienstleistungen Dritter zur Datenerfassung und Berechnung der DGM und DOM
Dienstleistungen erforderlich war.
Außerhalb der Vermessungsverwaltung erfahren die DGM und DOM einen vielfältigen Einsatz,
insbesondere im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, des Umwelt- und Katastrophenschutzes
sowie der Archäologie.
Aber auch in der Landesvermessung bildet das Digitale Geländemodell eine wichtige Grundlage,
insbesondere für die Erzeugung von verzerrungsfreien digitalen Luftbildern (Orthophotos), die
Ableitung von Höhenlinien für die Topographischen Karten und den Aufbau der 3D-Gebäude-
modelle. Aus den Daten des Geländemodells können weiterhin Höhenlinienkarten, Perspektivan-
sichten, Erosionsgefährdungskarten, Volumenberechnungen sowie Intensitäts- und Schumme-
rungsbilder abgeleitet werden.
Bildflug 2012 - Nordwestsachsen
Im Rahmen der jährlichen Befliegung eines Drittels der Landesfläche wurden im Jahr 2012
Luft-
bilder für das Gebiet Nordwestsachsen (ca. 6.270 km²) mit einer Bodenauflösung von 20 cm
aufgenommen. Vom Befliegungsgebiet werden aus Luftbildern abgeleitete Orthophotos (DOP)
als PAN-, RGB-, CIR- und RGBI-DOP* in unterschiedlichen Lagereferenzsystemen bereitgestellt.
Die digitalen Luftbilder und die Digitalen Orthophotos stehen in digitaler Form den Behörden
und privaten Nutzern zur Verfügung. Digitale Orthophotos können zusätzlich als blattschnitt-
freie analoge Drucke abgegeben werden.
Daneben wurde die Beauftragung der Befliegung 2013 (Luftbilder, Georeferenzierung) für das
Gebiet Südwestsachsen (ca. 6.350 km²) vorbereitet.
*Panchromatisch (PAN), Farbe (RGB), Color-Infrarot (CIR), 4-Kanal-Orthophotos (RGBI)

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Landesvermesser wurden nachtaktiv
Satellitenmessung im Juni: 24 Stunden, sachsenweit, millimetergenau
Vom 4. bis 29. Juni 2012 führte der GeoSN eine umfangreiche Messkampagne mit Satelliten-
messtechnik im Bereich von Nordost- bis Südwestsachsen durch.
Sachsen verdichtete damit sein geodätisches Grundnetz. Geodätische Grundnetzpunkte sind be-
sondere massiv und stabil im Boden verankerte sowie gegen Veränderung und Beschädigung
geschützte Vermessungspunkte, für die Koordinaten, Höhen- und Schwerewerte hochpräzise
bestimmt werden. Sie bilden das Grundgerüst des einheitlichen Raumbezuges in Deutschland
und sichern diesen langfristig. Die für diese Punkte gemessenen geodätischen Bezugsgrößen
werden u.a. in die Berechnung des aktualisierten Quasigeoidmodells der Arbeitsgemeinschaft der
Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) einfließen. Dieses
benötigt man in der Praxis zur Umrechnung von Höhen aus GNSS-Messungen (GNSS-Globales
Navigationssatellitensystem) in amtliche Gebrauchshöhen.
Die Messkampagne 2012 umfasste Langzeitmessungen zur Koordinatenbestimmung auf 32
Punkten von Bad Muskau bis Landwüst. Wegen der hohen Zielgenauigkeit musste rund um die
Uhr und auch an Wochenenden gemessen werden. Vier Messtrupps besetzten bei jeder
Mes-
sung gleichzeitig vier Messpunkte für 24 Stunden mit Satellitenmesstechnik und zeichneten
dort Signale der Satellitennavigationssysteme GPS und GLONASS auf. Jeder Festpunkt wurde
doppelt bestimmt, um Fehler zu minimieren und die Messungen zu kontrollieren. Neben der
Überwachung der störungsfreien Datenaufzeichnung mussten die Bediensteten des GeoSN dafür
Sorge tragen, dass die Messgeräte während der Messungen absolut unbewegt blieben – auch
bei Sturm, Regen sowie unter dem Einfluss der Nähe neugieriger Menschen, aber auch von
Tieren. Um Veränderungen sofort erkennen zu können, wurden periodisch berührungslose
Über-
wachungsmessungen mit Spezialausrüstungen durchgeführt.
Nach der Auswertung werden für die Geodätischen Grundnetzpunkte Koordinaten mit einer
Genauigkeit von wenigen Millimetern vorliegen.
Die Messkampagne fand öffentliche Beachtung in der lokalen Presse sowie im MDR-Hörfunk.
Die Messtrupps wurden vor Ort von Einheimischen, Wanderern und Schulklassen besucht und
konnten auf diese Weise interessierten Bürgern einen Einblick in die hochpräzise Satellitenver-
messung und die Aufgaben des GeoSN bei der Gewährleistung des einheitlichen Raumbezuges
als Basis des modernen Geoinformationswesens gewähren.
Einige der Geodätischen Grundnetzpunkte befinden sich an der gleichen Stelle wie
Vermes-
sungssäulen aus dem 19. Jahrhundert, die vor 150 Jahren unter der Leitung des berühmten
sächsischen Vermessers Christian August Nagel (1821-1903)* errichtet wurden. Anlässlich dieses
Jubiläums hat der GeoSN eine Karte mit allen historischen Säulen veröffentlicht. Wer die Mes-
strupps vor Ort besuchte, konnte sich dort kostenlos eine solche Karte sowie andere Informati-
onsmaterialien mitnehmen.
Das Jubiläum „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“ wird auf Seite 4-5 gesondert gewürdigt.
* siehe Titelbild und Seite 4
Der MDR interviewt einen Messtrupp
Vorderansicht der Sachsenkarte „Historische
Vermessungssäulen“
| 02
© Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
0
5
10
15
20
25 km
Maßstab 1 : 500 000
www.landesvermessung.sachsen.de
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
TÜK500_Gradmessung_eingeb 10.04.2012.indd 1
10.04.2012 10:35:12

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03 |
GNSS-Messung in Zscharnitz
GNSS-Messung in Oberlichtenau
Besuch im Außendienst von einer Schulklasse
GNSS-Messung in Langburkersdorf
GNSS-Messung in Baschütz
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Freitag, 8. Juni 2012
Landvermesser nehmen Sachsens Maße
Von Manuela Reuß
Der Freistaat erfasst derzeit mittels Satellitentechnik präzise 3D-Koordinaten. Zum Beispiel
zwischen Liebegast und Saalau.
Spannend ist es nicht gerade mitten auf freiem Feld ein Messgerät 24 Stunden lang zu bewachen. Langweilig
aber auch nicht. Denn Hans-Joachim Gagelmann und Hanns-Jochen Kügler haben gut zu tun. Dasitzen, gucken
und Däumchen drehen ist nicht. Die Mitarbeiter des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung
müssen rund um die Uhr Höhenkontrollen durchführen, jede Stunde die aktuelle Temperatur messen und
während der gesamten Zeit ein waches Auge auf die Messausrüstung haben. Denn die darf sich keinen
Millimeter bewegen.
Ihr Auftrag ist die exakte Neuvermessung von 32 sogenannten geodätischen Grundnetzpunkten. Ein solcher
befindet sich beispielsweise auf einem Feld an der Straße zwischen Liebegast und Saalau. Eigentlich grasen
dort sonst Pferde auf der Koppel. Die mussten für die 24-Stunden-Messung einen Teil ihres Terrains abgeben.
„Die sind sehr neugierig“, weiß Hanns-Jochen Kügler. Sie stünden viel am Koppelzaun und beäugten die Arbeit
der Vermesser. Begegnungen mit Tieren – auch schon mal nachts – seien bei der Vermesserei durchaus keine
Seltenheit, weiß Referatsleiterin Ria Liebscher. Einen Wolf hätten ihre Männer aber noch nicht zu Gesicht
bekommen. „Ich glaube die sind auch sehr scheu.“
Insgesamt vier Messtrupps mit je drei Vermessern ziehen seit Montag vier Wochen lang als hochtechnisierte
Nomaden kreuz und quer durch Sachsen. Sie sollen Lage und Höhe besagter Grundnetzpunkte so exakt wie
möglich bestimmen. Dazu zeichnen sie Signale der Satellitennavigationssysteme GPS und Glonass auf. Meist
mitten in freier Natur. Ohne Notstromaggregat geht da nix. Manchmal wünschten sich die Vermesser aber auch
eine Heizung. Denn selbst wenn Juni im Kalender steht ist es nachts mitunter empfindlich kalt. „In der Nacht
zum Mittwoch hatten wir hier minus 0,4 Grad“, erzählt Hans-Jochim Gagelmann. Egal. Gemessen werden muss
trotzdem. Nur bei Gewitter unterbrechen die Vermesser ihren Job. Die Gefahr, dass der Blitz in die moderne
Messtechnik einschlägt und sie zerstört ist zu groß.
Die hochgenauen 3D-Koordinaten, welche die Messtrupps noch bis zum 29. Juni ermitteln, bilden die Grundlage
für weitere Vermessungen und verschiedenste Karten. Millimetergenaue Präzision ist da nötig. Gebraucht
werden die Daten im Großen und Kleinen: Für die Planung überregionaler Versorgungsleitungen etwa, beim
Brücken-, Bahn- und Straßenbau, für Navigationsgeräte oder auch fürs Katasteramt sowie
Grundstücksgrenzen.
Hanns-Jochen Kügler erinnert sich noch an einen Werbespot im Fernsehen. Der zeigte einen Bauarbeiter, der
mit seinem Chef telefonierte und ihm mitteilte, dass man ein Problem habe. Gleichzeitig sah man, wie sich zwei
Brückenteile in unterschiedlicher Höhe aufeinanderzubewegten. „Genau das soll dank unserer Arbeit nicht
passieren.“
Bis Mittwochabend 18 Uhr zeichneten die Landvermesser Daten auf der Pferdekoppel auf. Danach hieß es
abbauen, Geräte verstauen und weiterziehen. Zum nächsten Messpunkt. Der ist in Zscharnitz, bei Göda. Dort
ging die Prozedur von vorn los. Grundnetzpunkt für die Messung vorbereiten. Technik aufbauen, anschließen
und dann 24 Stunden Daten sammeln. Einmal dürfen die Vermesser eine kurze Wochenend-Visite zu Hause
einlegen, erklärt die Referatsleiterin. „Zum Wäsche wechseln.“ Ria Liebscher ist froh, dass ihre Kollegen bei der
Aktion so toll mitziehen. Solche Langzeitmessungen seien aber auch nicht alltäglich. An einer ähnlichen,
bundesweit einmaligen Vermessungskampagne war Sachsen 2011 mit zwei Trupps beteiligt.
Einige der Messpunkte befinden sich an der gleichen Stelle, wie Vermessungssäulen, die der berühmte
sächsische Vermesser Christian August Nagel vor 150 Jahren errichtete, als er die Gradmessung einführte. Zu
diesem Jubiläum gebe es übrigens eine tolle Ausstellung in der Dresdner Heeresbäckerei, so Hanns-Jochen
Kügler. Das es viele der Punkte noch gibt, zeugt von Nagels vermesserischer Weitsicht. Seine Säulen stehen
u.a. in Oßling und auf dem Keulenberg. Im 19. Jahrhundert war die Landvermessung allerdings noch eine
beschwerliche Angelegenheit. August Nagel würde seine Kollegen sicher um ihre heutige Technik beneiden.
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3079143
Sächsische Zeitung [online]
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Einführung des AAA-Verfahrens für das Basis-DLM, die DTK10 und die DTK25
Im GeoSN wird die Einführung des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informations-
systems (ATKIS®) im neuen Datenmodell vorbereitet. ATKIS ist eine der drei Komponenten des
AFIS-ALKIS-ATKIS-Modells (AAA) der Vermessungsverwaltungen der Länder.
Im Berichtszeitraum wurden für den Bereich ATKIS die hard- und softwaretechnischen Vor-
aussetzungen geschaffen, um das Basis-DLM, die DTK10 und die DTK25 im neuen AAA-Daten-
modell zu bearbeiten. Im Vordergrund der Arbeiten standen umfangreiche Praxistests der neu-
en EQK-Versionen und die Erarbeitung von Erfassungshinweisen und Modellierungsbeispielen.
Im zweiten Halbjahr fanden zahlreiche Informations- und Schulungsveranstaltungen statt.
Dabei wurden u.a. die folgenden Themen behandelt:
-
Einführung in das AAA-Modell für den Bereich ATKIS
-
Grundlagen der neuen Software
-
Einweisung in die Grundlagen des neuen Datenmodells
-
Vorstellung der Migration (Basis-DLM, DTK10)
-
Vorstellung des Informationsmanagements
-
Einweisung in den Objektartenkatalog des Basis-DLM
-
Einweisung in den Signaturenkatalog.
Alle Mitarbeiter wurden im Anschluss an die Einführungsvorträge in die Handhabung der Soft-
ware durch die Entwicklerfirma geschult.
Im letzten Quartal 2012 erfolgte die Migration der Daten des Basis-DLM. Mit diesem Arbeits-
schritt wurde unter Verwendung des bundeseinheitlichen Transformationsansatzes NTv2 auf
das Koordinatensystem ETRS89/UTM umgestellt.
Ein großer Teil der Aufgaben zur Vorbereitung der Arbeit im AAA-Modell ist geschafft. An der
Optimierung der Geschäftsprozesse und der Stabilisierung der Hard- und Software wird weiter
gearbeitet.
Offizielles Logo des AAA-Projektes der AdV
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Liegenschaftskataster
ALKIS
Das Jahr 2012 war gekennzeichnet von zahlreichen Workshops mit den Softwareherstellern so-
wie Bediensteten, Führungskräften und IT-Administratoren der unteren Vermessungsbehörden
als Anwender und nicht zuletzt auch den Verantwortlichen des Staatsministeriums des Innern
mit einem Ziel: Die Schaffung der Voraussetzungen, um ALKIS - beginnend mit dem Jahr 2013
- Schritt für Schritt einführen zu können. Eingeschlossen war eine Vielzahl von zu beauftragen-
den, zu koordinierenden und punktuell auch eigenständig zu programmierenden Maßnahmen,
die nur ansatzweise den Umfang des Projekts widerspiegeln:
ALKIS-Software
Weiterentwicklungen mit Priorität 1 wurden umgesetzt
Geschäftsprozesse bei Gebietsänderungen, DOP, Mitteilungen, Landesgrenzen,
manueller Übernahme von Bodenordnungsverfahren, Bodenschätzung, Kataster-
buchung und -umbuchung wurden realisiert
Zusammenspiel mit anderen Fachverfahren wurde konzipiert, beauftragt und getestet
Software ist weitestgehend fertiggestellt
Migration/Ersteinrichtung
Migrationsregeln wurden weiter optimiert
testweise Ersteinrichtungen in den unteren Vermessungsbehörden zur Bestimmung
von Fehlern, Inkonsistenzen und Sonderkonstellationen in den Daten
eine untere Vermessungsbehörde hat erfolgreich den kompletten Amtsbezirk
testweise eingerichtet
Testung
fortgesetzt wurden die systematischen Testungen (Labor-, Prozess- und Praxistests)
es erfolgte ein Prozesstest mit stringenter Testung aller möglichen Konstellationen
unter Laborbedingungen
Praxistest „Fortführung“ erfolgte in mittlerweile fünf unteren Vermessungsbehörden
incl. Vorbereitung und Schulung
Vorbereitung der Einbeziehung von zwölf Öffentlich bestellten Vermessungsingeni-
euren in den Praxistest
die „Auskunft“ wurde durch drei untere Vermessungsbehörden intensiv getestet
Herstellung Betriebsumgebung
Konzeption der Betriebs-Systemarchitektur
Einrichtung einer Datenhaltungskomponente „Fortführung“ (DHK-F) und einer
Datenhaltungskomponente „Ersteinrichtung“ (DHK-E) als System zweier voneinan-
der unabhängiger ALKIS-Betriebsumgebungen, um alle erforderlichen Arbeiten und
Testläufe störungsfrei realisieren zu können
Schulung von Mitarbeitern der unteren Vermessungsbehörden für den Evaluierungs-
test

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Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und untere Vermessungsbehörden
Zum Jahresbeginn 2012 waren 113 Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure im Freistaat
zu-
gelassen. Am 3. Dezember 2012 wurde Herr Arndt Just als Öffentlich bestellter Vermessungsin-
genieur mit Amtssitz in Neukirchen/Erzgeb. neu bestellt. Aus ihrem Amt schieden im Laufe des
Jahres fünf Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure aus.
Die Thematik der Berichtigung fehlerhafter Katastervermessungen und Abmarkungen nach § 14
Abs. 4 SächsVermKatG i.V.m. Nr. 31 VwVKvA sowie die Kriterien der Auswahl und Verwendung
geeigneter identischer Punkte entsprechend Nr. 17.2 VwVKvA warfen in der Vergangenheit re-
gelmäßig Fragen auf. Aus diesem Grunde wurde das zunächst im Januar in den Fachgesprächen
mit den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren thematisiert und - um einen einheitlichen
Informationsstand zu sichern - im Anschluss mit Vertretern der unteren Vermessungsbehörden
besprochen. Die Fachgespräche wurden auch genutzt, um weitere Themen und Fragen, die aus
Sicht der Beteiligten von Interesse waren, zu erörtern.
Auch außerhalb der offiziellen Beratungen haben sowohl die Öffentlich bestellten
Vermessungs-
ingenieure als auch Vertreter der unteren Vermessungsbehörden sehr intensiv das Angebot des
GeoSN wahrgenommen, über das Postfach „Katasterfragen“ Fragen an den GeoSN zur
Anwen-
dung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften und - insbesondere seit September - auch zur 2.
SächsVermKoVO zu richten.
In der 10. Gemeinsamen Beratung der Vermessungsbehörden und der Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieure am 22. Oktober 2012, traditionell in Meißen, berichteten Vertreter des
Staatsministeriums des Innern, der unteren Vermessungsbehörden, der Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieure und des GeoSN zu aktuellen Themen sowie Arbeitsschwerpunkten. Als Gast
referierte Herr Dr. Rickenbacher aus Bern über Napoleons Karten und ihren Einfluss auf die
Ver-
messungsorganisation der Schweiz. Er belegte anhand zahlreicher Beispiele, wie die Entwicklung
von französischer Seite vorangetrieben und maßgeblich beeinflusst wurde. Herr Dr. Rickenbacher
erläuterte auch die weiteren Entwicklungen und die aktuellen Aufgaben des Vermessungswesens
in der Schweiz.
Der Geschäftsführer, Herr Dr. Haupt, hat soeben
Herrn Just die Bestellungsurkunde als ÖbV über-
reicht. Links im Bild ist Herr ÖbV Rudl zu sehen,
welcher aus dem Amt ausscheidet.
Beratungsteilnehmer im angeregten Pausenge-
spräch
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DMS-Lika-Webauskunft in zwei Landkreisen online
Entsprechend den Anforderungen der Verwaltungs- und Funktionalreform wurden mit der
Webauskunft aus dem DMS-Lika die Voraussetzungen für die zentrale Haltung der Daten der
Liegenschaftskatasterakten beim Freistaat Sachsen geschaffen. Für die Anwender besteht
da-
mit nun auch die Möglichkeit der amtsbezirksübergreifenden Recherche und Bereitstellung der
Daten.
An der Erfassung der Dokumente ändert sich gegenüber dem jetzigen Verfahren DMS-Lika nichts.
Die Erfassung erfolgt nach wie vor in den unteren Vermessungsbehörden. Hier werden die Daten
aber nur noch temporär gespeichert. In der Regel erfolgt die Datenübermittlung an den GeoSN
in den zentralen Datenbestand jeweils nachts. Die Daten werden im JPEG2000-Format abgelegt.
Auf die zentrale Datenhaltung können die unteren Vermessungsbehörden über den DMS-Lika-
Webauskunft-Client zugreifen.
Für den Betrieb des Verfahrens DMS-Lika-Webauskunft ist eine komplexe IT-Infrastruktur
er-
forderlich. Neben den im GeoSN entwickelten Komponenten DMS-Lika-Webauskunft-Client,
DMS-Lika-Replikations-Client, DMS-Lika-Replikationsserver und DMS-Lika-Datenbereitstellung
kommen Hard- und Softwareprodukte sowie Technologien mehrerer Hersteller zum Einsatz.
Das Verfahren wurde 2011 im Vermessungsamt des Landkreises Nordsachsen pilotiert. Als zweite
untere Vermessungsbehörde folgte der Erzgebirgskreis. Seit August ist das Verfahren auch hier
im produktiven Einsatz.
07 |
Startbildschirm Webauskunft
Suche Sachdaten
Anzeige Polygon

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Staats- und Landesgrenzen
Der GeoSN ist für die Vermessung, die Abmarkung und die Dokumentation der Grenzen des
Frei-
staates Sachsen zuständig. Die Zuständigkeit für die Staatsgrenzen zur Tschechischen Republik
und zur Republik Polen beruht auf Bundesrecht, die Zuständigkeit für die Landesgrenzen ist im
SächsVermKatG geregelt.
An der deutsch-tschechischen Grenze wurden im Berichtsjahr, wie von der Grenzkommission
vorgegeben, gemeinsam mit dem tschechischen Messtrupp die Abschnitte XX und XXI, zwischen
Klingenthal/Kraclice und Schönberg/Vojtanov gelegen, mit einer Grenzlänge von 38 km bear-
beitet. Die Neuvermessung der gemeinsamen Staatsgrenze im Teil der Grenze des Freistaates
Sachsen soll im Jahr 2013 abgeschlossen werden.
Im Vorfeld der Neuvermessung der deutsch-polnischen Staatsgrenze hat die Gemeinsame Tech-
nische Gruppe (Fachgruppe, die sich aus deutschen und polnischen Spezialisten zusammensetzt)
im Auftrag der Ständigen Deutsch-Polnischen Grenzkommission den Entwurf einer Richtlinie für
die Überprüfung des Verlaufes und des Vermarkungszustandes der deutsch-polnischen Staats-
grenze erarbeitet. Der GeoSN ist in beiden Gremien vertreten. Es ist geplant, dass diese Richtlinie
im Jahr 2013 durch die Ständige Deutsch-Polnische Grenzkommission in Kraft gesetzt wird.
An der deutsch-polnischen Grenze muss zu allen Baumaßnahmen am Grenzwasserlauf Nei-
ße und allen Maßnahmen der Gewässerregulierung und Gewässerinstandsetzung die Ständi-
ge Deutsch-Polnische Grenzkommission ihr Einvernehmen erteilen. Dazu sind alle relevanten
Unterlagen zu Planungen bzw. Bauarbeiten beim GeoSN, Referat Landesgrenzen, einzureichen.
Diese Verfahrensunterlagen werden einer grenzfachlichen Prüfung unterzogen und an die Stän-
dige Deutsch-Polnische Grenzkommission zur Erteilung des Einvernehmens weitergeleitet. Im
Berichtsjahr wurden 25 derartige Vorhaben bearbeitet.
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Katasteraufsicht
Im Rahmen der Fach- und Dienstaufsicht wurden 27 Amtsprüfungen bei Öffentlich bestellten
Vermessungsingenieuren und 18 Revisionsvermessungen durchgeführt. Es lagen 36 Beschwer-
den vor, die Anlass gaben, die Amtsausübung der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
auf deren Rechtmäßigkeit hin zu untersuchen. In zwei Fällen wurden auf Grund schuldhaft
begangener Amtspflichtverletzungen Disziplinarverfahren eingeleitet.
Bei der Ausübung der Fachaufsicht gegenüber den unteren Vermessungsbehörden lag im
Be-
richtsjahr der Schwerpunkt auf der Kontrolle der durchzuführenden Vorbereitungen zur Über-
führung der Daten des Liegenschaftskatasters in das künftige Verfahren ALKIS.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 156 Widerspruchsverfahren gegen Entscheidungen des
GeoSN, der unteren Vermessungsbehörden oder Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
abgeschlossen; davon 40 kostenbezogene, 113 gegen Katastervermessungen und Abmarkungen
und drei gegen den GeoSN gerichtete Widersprüche.
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Ein Mitarbeiter des GeoSN bei der Revisionsver-
messung
ÖbV Aufsicht im Jahr 2012
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Revision
Prüfung der ÖbV am Amtssitz
Beschwerden
laufende Disziplinarverfahren
Anzahl
Bescheidung katastertechnischer Widersprüche im Jahr 2012
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15
30
35
40
45
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
Abhilfe Ausgangsbehörde
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Bescheidung Kostenwidersprüche im Jahr 2012
Einstellung
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
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%
Abhilfe Ausgangsbehörde

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Geodateninfrastruktur
Dem GeoSN obliegen wesentliche Aufgaben im Rahmen des Aufbaus einer Geodateninfrastruk-
tur im Freistaat Sachsen (GDI Sachsen). Diese lassen sich einerseits den fachlichen Aufgaben der
oberen Vermessungsbehörde und andererseits einem GDI-Servicezentrum (GSZ) zuordnen. Beide
Aufgaben stützen sich auf unterschiedliche rechtliche Grundlagen.
Das Sächsische Vermessungs- und Katastergesetz (SächsVermKatG) verpflichtet den GeoSN,
In-
formationen aus den amtlichen Geobasisdaten neben den bisher üblichen Vertriebswegen auch
über das Internet bereitzustellen.
Als GDI-Servicezentrum nimmt der GeoSN Querschnittsaufgaben wahr, die durch das 2010 in
Kraft getretene Sächsische Geodateninfrastrukturgesetz (SächsGDIG) bestimmt werden. Das
SächsGDIG setzt die europäische Richtlinie 2007/2/EG (INSPIRE-Richtlinie) landesrechtlich um
und ist die Rechtsgrundlage für den Aufbau und Betrieb der Geodateninfrastruktur im Freistaat
Sachsen (GDI Sachsen). Die Abteilung Geodateninfrastruktur im Staatsbetrieb Geobasisinfor-
mation und Vermessung Sachsen (GeoSN) nimmt die Aufgaben der Koordinierung sowie des
Aufbaus und der Administration der technischen Infrastruktur der GDI Sachsen wahr.
Bereitstellung von amtlichen Geobasisdaten über Anwendungen und Geodatendienste
Die Bereitstellung von amtlichen Geobasisdaten über das Internet erfolgt auf der Grundlage der
vom GeoSN betriebenen IT-Infrastruktur u. a. über die Anwendung „Basiskarte Sachsen“. Derzeit
stellt der GeoSN im wesentlichen Darstellungsdienste (Web Map Services) bereit, die den Stan-
dard OpenGIS® Web Map Service Implementation Standard, Version 1.1.0 bzw. 1.1.1 unterstüt-
zen. Im Hinblick auf die Zugriffszahlen (vgl. Abbildungen) waren die Darstellungsdienste, die den
kostenfreien Zugang zu Luftbildern (WMS DOP RGB) und Flurstücken (WMS INSPIRE Flurstücke)
ermöglichen, besonders nachgefragt. Alternativ zum Standard WMS stellt der GeoSN seit 2012
auch Geodatendienste für Luftbilder bereit, die den Standard OpenGIS® Web Map Tile Service
Implementation Standard, Version 1.0.0 unterstützen. Mit dem WMTS DOP RGB steht dem Nut-
zer ein alternativer Darstellungsdienst mit hoher Performance über den neuentwickelten WMTS-
Standard zur Verfügung. Allerdings muss der Nutzer über ein eigenes Backend (Viewer) verfügen,
um den WMTS DOP RGB nutzen zu können. Eine vollständige Übersicht über alle verfügbaren
kostenfreien Geodatendienste kann auf der Webseite des GeoSN eingesehen werden.
Die Zugriffe auf Geodatendienste haben sich gegenüber 2011 um ca. 30 % auf nahezu 32 Millio-
nen erhöht. Dies entspricht einem Tagesmittel von ca. 87.000 Zugriffen. Besonders hohe Zugriffe
sind auf den WMS DOP RGB mit ca. 14,5 Mill. Zugriffen und den WMS INSPIRE Flurstücke mit
ca. 4,5 Mill. Zugriffen zu verzeichnen.
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Monatliche Zugriffe auf Geodatendienste des GeoSN im Jahr 2012 (insgesamt)
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Neben der „Basiskarte Sachsen“ werden derzeit weitere Anwendungen im GeoSN entwickelt, die
jeweils spezifische Fachaufgaben unterstützen.
Auskunfts- und Präsentationskomponente für ALKIS (APK-ALKIS)
Die APK-ALKIS ist Bestandteil des Gesamtsystems ALKIS und wird künftig die Bereitstellung der
Buch- und Kartendaten des Liegenschaftskatasters innerhalb und außerhalb der
Vermessungs-
verwaltung sicherstellen. 2012 wurden die wesentlichen Entwicklungsarbeiten abgeschlossen
und die Software eingehenden Praxistests unterzogen. Die daraus resultierenden
Änderungsan-
forderungen werden 2013 umgesetzt.
Besonderer Bestandteil der sächsischen APK-ALKIS ist ein Werkzeug, das sowohl die Bereitstel-
lung aller notwendigen Vorbereitungsdaten für Anträge auf Katastervermessung und Abmarkung
als auch eine Erfassung und Darstellung vorgenannter Anträge ermöglicht. Diese Anforderungen
wurden 2012 im Konzept Webbasierte Antragsübersicht und Messungsvorbereitung (WAM)
ent-
wickelt und in der Software umgesetzt.
Bodenrichtwertinformationssystem Sachsen (BORIS SN)
Ab 1. Januar 2013 hat der GeoSN gemäß Sächsischer Gutachterausschussverordnung u. a. die
Aufgabe, Bodenrichtwerte in das Bodenrichtwertinformationssystem des Freistaates Sachsen
(BORIS SN) zu übernehmen und Informationen aus diesem System bereitzustellen. Das vom
GeoSN entwickelte BORIS SN ermöglicht einerseits die Erfassung, vor allem aber die landesweite
Bereitstellung von Bodenrichtwerten. Es soll den Oberen Gutachterausschuss sowie die
Gutach-
terausschüsse bei den Landkreisen und Kreisfreien Städten unterstützen. 2012 erfolgten erste
Praxistests, die geänderten Anforderungen werden 2013 umgesetzt.
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Monatliche Zugriffe auf den WMS DOP RGB im Jahr 2012
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Monatliche Zugriffe auf den WMS INSPIRE Flurstücke im Jahr 2012
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GDI-Servicezentrum (GSZ)
Zu den Aufgaben des GDI-Servicezentrums gehören u. a.
- die verwaltungsübergreifende Steuerung und Koordinierung der GDI Sachsen,
-
die
Entwicklung
und
der
Betrieb
der
zentralen
GDI-Komponenten
im
Rahmen
der
E-Govern-
ment-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK 2.0) sowie
- die Meldung für das jährliche Monitoring zur INSPIRE-Umsetzung in Sachsen.
In diesen Kontext fügen sich die Aufgaben ein, die der GeoSN mit der Koordinierungsstelle GDI
Sachsen im Rahmen der seit 2007 bestehenden gdi.initiative.sachsen wahrnimmt.
Steuerung und Koordinierung der GDI Sachsen
Die Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur beim GeoSN beriet und unterstützte auch im
Jahr 2012 geodatenhaltende Stellen, die durch das Sächsische Geodateninfrastrukturgesetz be-
troffen sind und sich daraus ergebenden Aufgaben zu erfüllen haben.
In Workshops der Koordinierungsstelle GDI-DE mit den Ansprechpartnern der Länder erfolgte
ein Austausch zu Fragen der INSPIRE-Umsetzung in Deutschland. In einem Erfahrungsaustausch
zwischen der Koordinierungsstelle GDI Sachsen mit der Geschäftsstelle der GDI Bayern konnten
wertvolle Erfahrungen der jeweiligen Länder vermittelt werden.
Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung wirkten Mitarbeiter der Abteilung
Geodateninfrastruk-
tur in mehreren Veranstaltungen aktiv mit. So wurde an der AVS Meißen ein zweitägiges Se-
minar „Geodateninfrastruktur – Nutzung von Geoinformationen“ für Bedienstete im Freistaat
Sachsen gestaltet. Absolventen der FHSV in Meißen erhielten in Vorbereitung auf ihren
Berufs-
einstieg im Rahmen eines Speziallehrgangs einen Überblick zu Geoportalen und zur Nutzung von
Geodaten im Verwaltungshandeln. Für Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG) wurden Schulungen zur Metadatenerfassung durchgeführt.
Weit über 100 Teilnehmer nutzten das 9. Sächsische GIS-Forum des GDI-Sachsen e.V. am
1. Februar 2012 im Internationalen Congress Center Dresden zum angeregten
Informationsaus-
tausch. Zum zehnjährigen Bestehen des GDI Sachsen e.V. boten die Vorträge ein breites The-
menspektrum, von einem Rückblick über die Entwicklung zu Geodateninfrastrukturen in den
vergangenen beiden Jahrzehnten bis hin zu modernen Technologien der 3D-Modellierung. Über
Aktivitäten zur INSPIRE-Umsetzung im Freistaat Sachsen wurde in Vorträgen zu den Zentralen
Komponenten der GDI Sachsen (GeoBAK 2.0) sowie zu innovativen Methoden der Bereitstellung
wasserwirtschaftlicher Daten für INSPIRE berichtet.
Am 6. Juni trafen sich über 100 Vertreter, überwiegend aus der staatlichen und kommunalen
Verwaltung, zum 2. Workshop der GDI Sachsen, um sich über den aktuellen Stand und das
weitere Vorgehen der INSPIRE-Umsetzung in Sachsen auszutauschen. Ausgehend von einem
Rückblick auf 5 Jahre INSPIRE und GDI Sachsen sowie Berichten zum INSPIRE-Monitoring 2011
und zu Neuerungen im landesweiten Metadateninformationssystem standen die Erfahrungsbe-
richte staatlicher und kommunaler geodatenhaltender Stellen im Fokus der Veranstaltung. Mit
dem Leistungskatalog des GDI-Servicezentrums erhielten die Teilnehmer einen ersten Überblick
zum Umfang der mit den Zentralen Komponenten der GDI Sachsen verfügbaren Leistungen.
Die Vorstellung eines Ansatzes zur Aufbereitung von Geodaten im Bereich Verkehrsnetze sowie
Hintergrundinformationen sächsischer Vertreter in INSPIRE-Arbeitsgremien rundeten die breite
Palette von interessanten Themen des Workshops ab.
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Dr. Katerbaum beim Vortrag zum 9. Sächsischen
GIS-Forum
Teilnehmer am 2. Workshop der GDI Sachsen

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Beim IT- und Organisationsforum Sachsen 2012 im Hörsaalzentrum der TU Dresden präsentierte
sich der GeoSN im Ausstellungsbereich und bot den Teilnehmern Gelegenheit zur Information
über die Geodateninfrastruktur sowie die GeoBAK 2.0 und deren Einbindung in das E-Govern-
ment im Freistaat Sachsen. Zu den Gästen am Stand zählten u. a. Herr Staatsminister der Justiz
und für Europa Dr. Martens sowie der CIO des Freistaates Sachsen Herr Staatssekretär Dr.
Bern-
hardt. Darüber hinaus fand das Thema Geodaten Raum in einem eigenständigen Forum. In drei
Vorträgen, u. a. vom GeoSN, wurden Verbindungen zwischen staatlicher und kommunaler Ebene
beim Einsatz von Geoinformationen näher betrachtet.
gdi.initiative.sachsen
Die gdi.initiative.sachsen führte am 14. November 2012 ihre 6. Mitgliederversammlung durch.
Mit Stand vom 31.12.2012 vereinigt die gdi.initiative.sachsen 98 Mitglieder aus Verwaltung,
Wirtschaft und Wissenschaft. Der Internetauftritt unter
www.gdi.sachsen.de
wurde durch die
Koordinierungsstelle kontinuierlich aktualisiert. Die Verlinkung auf viele regionale und landes-
weite sowie einige ausgewählte bundesweite Portale und Anwendungen nutzen mittlerweile
viele Stellen.
Der Arbeitskreis Referenzmodell erarbeitet ein einheitliches Lizenz- und Bepreisungsmodell. In
mehreren Treffen und Abstimmungen mit einer überraschend großen Zahl von Beteiligten ver-
schiedener geodatenhaltender Stellen wurde ein tragfähiges Modell entwickelt, das
- Beschränkungen des Zugangs auf Geoinformationen über Geodatendienste,
- Nutzungsrechte einschließlich der Nutzungsbedingungen und
- die Erhebung von Entgelten
in der GDI Sachsen beschreiben soll.
Im Wesentlichen zielt das Lizenz- und Bepreisungsmodell darauf ab, das Verfahren zur Lizenzie-
rung und die Lizenzen selbst in einem gesamtheitlichen und in sich stringenten Modell abzubil-
den. Es wird angestrebt, dass sich (möglichst) jede geodatenhaltende Stelle in der GDI Sachsen
dieses Modells bedient.
ITOF 2012 - Besuch des Staatsministers der Justiz und für Europa Dr. Martens
ITOF 2012 - Ausstellungsstand des GeoSN
am Stand des GeoSN
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Für den Nutzer ergibt sich der erhebliche Vorteil, dass Beschränkungen, Lizenzen und
Entgeltforde-
rungen (soweit sächsische Geoinformationen betroffen sind und der entsprechende Datenanbieter
sich des vorliegenden Modells bedient) grundsätzlich vorhersehbar und transparent sind. Diese Ef-
fekte sollen durch eine einfache standardisierte Struktur im Vorgehen und eine allgemein verständ-
liche Symbolik erreicht werden.
Der Arbeitskreis Metadaten hat unter anderem das Metadatenhandbuch überarbeitet, um allen geo-
datenhaltenden Stellen eine noch bessere Unterstützung bei der Erfassung der eigenen Metadaten
zu geben.
Für Projekte der gdi.initiative.sachsen, die zur gezielten Entwicklung der sächsischen
Geodatenin-
frastruktur sowie der Evaluation von Lösungen im praktischen Betrieb beitragen sollen, gab es im
zurückliegenden Jahr keine neuen Vorschläge, mit denen sich die Lenkungsgruppe in ihren Sitzungen
befassen konnte.
Das GDI-Projekt „INSPIRE-Umsetzung in der Wasserwirtschaft“ wurde abgeschlossen, das Projekt
„Integriertes Informationsmanagement unter Nutzung des Fachstandards XPlanung“ ist noch in
Be-
arbeitung.
Zentrale GDI-Komponenten – GeoBAK 2.0
Im Jahr 2012 wurde die Entwicklung der E-Government Basiskomponente Geodaten (GeoBAK
2.0) mit hohem Engagement fortgeführt. Art und Umfang der GeoBAK 2.0, ihre Funktionalitäten,
Leistungsparameter und Anforderungen sowie Schnittstellen sind (im Sinne eines Grobkonzepts)
im „Vorkonzept für den Aufbau der zentralen Komponenten der GDI Sachsen“ beschrieben. Abwei-
chend von früheren Planungen wurden die ursprünglich vier Projektphasen gestrafft und zu nun
drei zusammengefasst. Gleichzeitig musste der Freischaltungstermin der ersten Projektphase auf
Mitte 2013 verschoben werden. Ursachen dafür waren u. a. eine erforderliche Optimierung der
Pro-
jektergebnisse und erhöhte Aufwände, die GeoBAK 2.0 homogen in die E-Government-Umgebung
des Freistaates Sachsen einzupassen. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass die GeoBAK
2.0 nunmehr mit den E-Government-Basiskomponenten Suchmaschine, Zentrales Contentmanage-
mentsystem, Elektronische Signatur und Verschlüsselung sowie Formularservice verknüpft wird.
Fer-
ner werden die INSPIRE-Downloaddienste bereits früher zur Verfügung stehen.
Ein wesentlicher und für die Außensicht maßgebender Aspekt ist die mit der GeoBAK 2.0 einher-
gehende Möglichkeit der anforderungsgerechten Bereitstellung von Geodatensätzen der geoda-
tenhaltenden Stellen im Freistaat Sachsen über INSPIRE-konforme Netzdienste (Darstellungs- und
Downloaddienste). Damit werden die nachfolgend dargestellten Probleme bei der zeitgerechten
Um-
setzung der INSPIRE-Richtlinie gelöst.
Die beauftragten Unternehmen haben die Software für die Projektphase I fristgerecht geliefert und
auf der E-Government-Plattform installiert. Damit können die erforderlichen Softwaretests durch
den GeoSN im Jahr 2013 in Angriff genommen werden.
Bildschirmansicht des künftigen Geopor-
tals Sachsen
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Im Rahmen der regelmäßigen Information wurden die Staatssekretäre des Staatsministeriums
des Innern und des Staatsministeriums der Justiz und für Europa am 18. April 2012 über den
Stand des Aufbaus der Zentralen Komponenten der GDI Sachsen und der Zusammenarbeit im
E-Government informiert.
Das SächsGDIG verpflichtet den GeoSN, zur Umsetzung von INSPIRE bestimmte
IT-Dienstleistun-
gen verwaltungsübergreifend bereitzustellen. Die technische Grundlage für diese IT-Dienstleis-
tungen bildet die GeoBAK 2.0. Für die Verknüpfung von Kunden und GSZ und die Ausgestaltung
entsprechender Dienstleitungen wird das Prozessmodell für IT-Servicemanagement-Prozesse
nach ITIL® herangezogen. In einem ersten Schritt hat der GeoSN 2012 begonnen, den Leistungs-
katalog des GSZ zu entwickeln. Künftig werden im Leistungskatalog abschließend alle Leistun-
gen beschrieben, die von Dritten in Anspruch genommen werden können. Der Leistungskatalog
wird folgende Angaben enthalten:
- Beschreibung des GSZ, insbesondere des Service-Desk als zentrale Schnittstelle zwischen den
Anforderungen der Leistungsabnehmer und den internen Prozessen des GSZ,
- Beschreibung der beim GSZ abrufbaren Leistungen,
- Definition der den Betrieb der verwendeten IT-Komponenten kennzeichnenden Qualitätspara-
meter sowie
-
das
Verfahren
zum
Abruf
(Bestellen)
von
Leistungen
und
zum
Abschluss
einer
Leistungsverein
barung zwischen Leistungsabnehmer und GSZ (soweit ein Abschluss vorgesehen ist).
Vorab hat der GeoSN 2012 einen Auszug des Leistungsverzeichnisses im Internet publiziert.
Auch über die Grenzen des Freistaates hinaus finden die sächsischen GDI-Lösungsansätze
Be-
achtung. Diese wurden u. a. auf der INSPIRE-Konferenz der Europäischen Kommission in Istanbul
sowie auf der GIS-Talk in München vorgestellt.
Stand der INSPIRE-Umsetzung im Freistaat Sachsen
Nach Artikel 21 Abs. 1 der Richtlinie 2007/2/EG (INSPIRE-Richtlinie) sind die Mitgliedstaaten
verpflichtet, die Schaffung und Nutzung ihrer Geodateninfrastrukturen zu überwachen. Dazu
haben die Mitgliedstaaten jährlich Überwachungslisten zu erstellen und an die Europäische
Kommission zu übermitteln. Der GeoSN erfasst im Auftrag des SMI jährlich die erforderlichen
Informationen zu Geodatensätzen und Geodatendiensten des Freistaates Sachsen, soweit sie den
Datenthemen der Anhänge I bis III der Richtlinie 2007/2/EG zuzuordnen sind, und übermittelt
sie an die Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) zur Weiterleitung
an die Europäische Kommission.
INSPIRE-Monitoring
Die 2012 erstellte Meldung für das INSPIRE-Monitoring 2011 stützt sich auf die im landesweiten
Metadateninformationssystem des Freistaates Sachsen (GeoMIS.Sachsen) verfügbaren
Metada-
ten zu Geodatensätzen und Geodatendiensten, die sich auf eines der INSPIRE-Themen bezogen.
Im Monitoring lagen zu allen Themen der Anhänge I und II der INSPIRE-Richtlinie mit Metadaten
beschriebene Geodatensätze und Geodatendienste von insgesamt 27 geodatenhaltenden Stel-
len, überwiegend von staatlichen Institutionen und Landkreisen, vor.
Die Ergebnisse des Monitorings für die Kalenderjahre 2010 und 2011 sind in nachfolgender Ab-
bildung aufgeführt. Im deutschlandweiten Vergleich liegt der Freistaat hinsichtlich der Anzahl
der gemeldeten Geodatensätze und -dienste im vorderen Bereich. Soweit möglich und zweck-
mäßig soll im Zuge der künftigen Aufbereitung INSPIRE-konformer Datensätze zu jedem Thema
nur ein landesweiter INSPIRE-Datensatz erzeugt werden, so dass bei der Anzahl der zu melden-
den Geodatensätze und -dienste ein Rückgang zu erwarten ist.
15 |

image
Bereitstellung von Metadaten über Suchdienste
Metadaten für Geodatensätze und -dienste zu Themen der Anhänge I und II der Richtlinie
2007/2/EG sind seit 2010 über einen Suchdienst zugänglich zu machen, Metadaten zu Themen
des Anhangs III bis spätestens 3. Dezember 2013. Mit der Portierung des GeoMIS.Sachsen auf die
E-Government-Plattform erfüllt der Freistaat Sachsen die Leistungsanforderungen (Quality of
Services) für einen INSPIRE-konformen Suchdienst. Die im GeoMIS.Sachsen erfassten Metadaten
werden dem Geodatenkatalog-DE über eine definierte Austauschschnittstelle bereitgestellt und
sind über das europäische Geoportal unter dem Schlagwort „INSPIRE“ recherchierbar.
Gleichwohl bleiben Erfassung und Aktualisierung der Metadaten ein laufender Prozess, der im
Betriebskonzept „Bereitstellung von Metadaten“ beschrieben ist und durch den GeoSN aktiv
begleitet wird. Auch wenn nunmehr bereits über 3.500 Metadatensätze recherchierbar sind,
müssen die Anstrengungen zur flächendeckenden Erfassung noch verstärkt werden. Hier sind
insbesondere die kommunalen Anbieter von Geodaten in der Pflicht. Eine vorrangige Aufgabe ist
es dabei, die Erfassung der Metadaten für die Themen des Anhangs III durch die geodatenhal-
tenden Stellen im Jahr 2013 voranzutreiben und auf die Einhaltung der geforderten Konformität
aller Metadatensätze hinzuwirken.
Bereitstellung von Darstellungs- und Downloaddiensten
Im Jahr 2011 waren zu Geodatensätzen, für die gemäß der INSPIRE-Richtlinie Metadaten er-
zeugt wurden, Darstellungsdienste entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 976/2009 zur Durch-
führung der INSPIRE-Richtlinie hinsichtlich der Netzdienste zugänglich zu machen.
Gemäß § 7 Abs. 1 SächsGDIG in Verbindung mit Artikel 1 der Verordnung (EU) Nr. 1088/2010 zur
Änderung der Verordnung hinsichtlich der Netzdienste müssen die geodatenhaltenden Stellen
ihre Geodatensätze im Jahr 2012 über Downloaddienste zugänglich machen.
Diese Aufgaben obliegen grundsätzlich den jeweiligen geodatenhaltenden Stellen und erfordern
den Aufbau und Betrieb von IT-Komponenten, mit denen Geodatendienste entsprechend den
Leistungsanforderungen (Quality of Services) von INSPIRE betrieben werden.
Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht, dass im Freistaat Sachsen bereits eine große Anzahl
von Geodatendiensten mit Geodatensätzen zu den Themen der INSPIRE-Richtline zur Verfü-
gung steht. Die hohen qualitativen Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie (Quality of Services)
hinsichtlich Performance, Kapazität und Verfügbarkeit können jedoch seitens der geodatenhal-
tenden Stellen mit vertretbarem wirtschaftlichem Aufwand nicht in jedem Fall sichergestellt
werden. Mit der GeoBAK 2.0 wird daher allen geodatenhaltenden Stellen ab Mitte 2013 die
Möglichkeit geboten, ihre Verpflichtungen bei der Bereitstellung von Geodaten im
Zusammen-
hang mit INSPIRE zu erfüllen.
| 16
Ergebnisse des INSPIRE-Monitorings für die Berichtsjahre 2010 und 2011
(Quelle: 3. Geofortschrittsbericht der Bundesregierung)

Bereitstellung INSPIRE-konformer Geodatensätze
Zum 23. November 2012 waren Geodatensätze, die unter die Themen des Anhang I der INSPIRE-
Richtlinie fallen, konform zur Verordnung (EG) Nr. 1089/2010 zur Durchführung der INSPIRE-
Richtlinie hinsichtlich der Interoperabilität von Geodatensätzen und -diensten (Datenspezifi-
kationen) bereitzustellen. Diese Bereitstellung bezieht sich nur auf Geodatensätze, die nach der
Verabschiedung der genannten Verordnung (23. November 2010) neu erstellt oder weitgehend
umstrukturiert worden sind. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand sind von dieser Forderung
keine sächsischen Datenbestände betroffen.
Alle in Verwendung stehenden Geodatensätze müssen jedoch bis spätestens 23. November 2017
gemäß den Interoperabilitätsanforderungen verfügbar sein. Die für eine entsprechende Daten-
aufbereitung erforderlichen Komponenten stehen in der GDI Sachsen mit der GeoBAK 2.0 ab
Mitte 2013 ebenfalls zur Verfügung.
17|
Anhang
INSPIRE
I
II
III
INSPIRE-Thema
(Anlage zu § 3
Abs. 4 Nr. 2 SächsGDIG)
Geografische Bezeichnungen
Verwaltungseinheiten
Adressen
Flurstücke
Verkehrsnetze
Gewässernetz
Schutzgebiete
Höhe
Bodenbedeckung
Orthofotografie
Geologie
Statistische Einheiten
Gebäude
Boden
Bodennutzung
Gesundheit und Sicherheit
Versorgungswirtschaft und
staatliche Dienste
Umweltüberwachung
Produktions- und Industrieanlagen
Landwirtschaftliche Anlagen und
Aquakulturanlagen
Verteilung der Bevölkerung
(Demografie)
Bewirtschaftungsgebiete,
Schutzgebiete, geregelte Gebiete
und Berichterstattungseinheiten
Gebiete mit naturbedingten
Risiken
Atmosphärische Bedingungen
Meteorologisch-geografische
Kennwerte
Biogeografische Regionen
Lebensräume und Biotope
Verteilung der Arten
Energiequellen
Mineralische Bodenschätze
Anzahl
Darstellungsdienste
1
6
1
1
9
12
8
1
5
4
3
1
2
7
22
5
13
2
5
3
3
6
8
-
-
-
5
4
4
2
Anzahl
Downloaddienste
1
1
1
-
4
6
2
-
3
-
1
1
-
5
2
1
8
3
3
2
2
4
3
-
-
-
1
1
1
-
Darstellungs- und Downloaddienste der GDI Sachsen zu INSPIRE-Themen Anhang I bis III (Stand 12/2012)

INSPIRE-konforme Geodatensätze für Themen der Anhänge II und III müssen entsprechend 2015
bzw. 2020 verfügbar sein. Um die Einhaltung des von INSPIRE vorgegebenen Zeitplans sicher-
zustellen, hat der GeoSN das Projekt „Sax4INSPIRE“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, in den
kommenden sechs Jahren alle relevanten Geodatensätze für INSPIRE zu identifizieren und in das
INSPIRE-konforme Format zu bringen.
Im Rahmen des Projekts soll unter Federführung des GeoSN und unter Beteiligung der zur Um-
setzung von INSPIRE verpflichteten Behörden und Kommunen ein auf die Ausgangssituation
und Rahmenbedingungen im Freistaat Sachsen zugeschnittenes Vorgehen für die Bereitstellung
von Geodaten gemäß INSPIRE-Richtlinie erarbeitet und realisiert werden. Das Projekt zielt zu-
nächst darauf, die im Hinblick auf die einzelnen INSPIRE-Themen verpflichteten Behörden und
Kommunen zu erkennen und im Weiteren Methoden zur Identifikation der INSPIRE-relevanten
Geodatensätze zu entwickeln. Im letzten Verfahrensschritt sollen dann die konkreten INSPIRE-
konformen Geodatensätze mit Hilfe der Komponente Geodatenaufbereitung der GeoBAK 2.0 ab-
geleitet werden. Die Abbildung skizziert das grundsätzliche Vorgehen im Projekt „Sax4INSPIRE“.
Am 16. Oktober 2012 wurde in einer Auftaktveranstaltung mit über 70 Teilnehmern das Umset-
zungskonzept „Sax4INSPIRE“ vorgestellt. Dieses bildet die Grundlage für ein themenbezogenes
Vorgehen mit den jeweils betroffenen geodatenhaltenden Stellen, das über die Koordinierungs-
stelle im GeoSN zu koordinieren ist. In Zusammenarbeit zwischen GeoSN, LfULG, TU Dresden
und weiteren geodatenhaltenden Stellen wurden exemplarisch bereits Verfahren zur Ableitung
INSPIRE-konformer Geodatensätze für das Thema Schutzgebiete entwickelt.
| 18
Geothemenmanagement
Themenbezogene Arbeitsgruppe
Projektmanager
GSZ
-
GDI
-
Manager
Projektleiter
GT
-
GDI-Manager /
GD
-
GDI -Manager
Moderation:
GSZ- GT-Redakteur/GSZ-GD- Redakteur/federführende
ghS
-
GT
-
Verantwortliche
Arbeitsgruppenmitglieder:
beteiligte ghS (Verantwortliche, Redakteure,
Administratoren, Betreiber)
Entwurf zur Festlegung der INSPIRE
-
identifizieren Geodatensätze
Erstellung der inspirekonformen
Geodatensätze mittels Schematrans-
formation
Festlegung der INSPIRE
-
identifizierten Geodatensätze
(SMI)
Geodatenaufbereitung
Entscheidung über
Bereitstellungsszenarien
Geodatendienste und in
Anspruch genommene
Servicekategorie
Projektskizze zu Sax4INSPIRE

image
image
Systemverwaltung
Der Abschluss der Großen Baumaßnahme im Jahr 2012 und der damit einhergehende Umzug
der Bediensteten sowohl von der Dienststätte Strehlener Straße als auch am Olbrichtplatz zog
umfassende Arbeiten zur Einrichtung der Arbeitsplatztechnik und der Peripheriegeräte nach sich,
die von den Mitarbeitern im Referat Systemverwaltung mit großem Engagement zeitnah erle-
digt wurden.
Mit Fertigstellung des Gebäudes stehen dem GeoSN nunmehr auch weitere moderne
IT-Funkti-
onsräume zur Verfügung. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, die bisher betriebenen zentralen
IT-Komponenten auf IT-Funktionsräume in verschiedenen Gebäudeteilen zu verteilen, um bei
Totalausfall eines dieser Räume in kurzer Zeit einen ggf. eingeschränkten IT-Betrieb gewährleis-
ten zu können. Daraus resultierte für das Referat Systemverwaltung eine Schwerpunktaufgabe in
der Planung und Durchführung der Trennung von zentralen IT-Komponenten. Mit Unterstützung
durch externe Begleitung konnte im Ergebnis der Umsetzung dieses Projektes der IT-Ausfall im
GeoSN auf nur sechs Tage beschränkt werden.
Nunmehr werden in zwei Serverräumen 198 Windows- und 78 UNIX-Server (davon 160 Server
virtualisiert) in drei IT-Umgebungen (Produktions-, Entwickler- und Referenzumgebung)
betrie-
ben. In zwei IT-Funktionsräumen sind Storagesysteme mit einer Speicherkapazität von 480 TB
installiert (180 TB Filesystem, 300 TB Datenbanken). In einem weiteren IT-Funktionsraum
befin-
det sich ein Backup-System mit zwei TapeLibraries mit einer Gesamtkapazität von 640 TB. Diese
zentrale IT-Technik wird vom Referat Systemverwaltung betreut und administriert.
Einen weiteren Aufgabenschwerpunkt bildete 2012 die Umstellung der IT des GeoSN auf das
Client-Betriebssystem Windows 7 und Office 2007. Damit verbunden waren aufwändige
Kompa-
tibilitätstests für zahlreiche Anwendungen und Fachverfahren einschließlich der erforderlichen
Neubeschaffung für nicht kompatible Software. Die Umstellung ging einher mit dem Austausch
nicht mehr geeigneter PC und konnte im wesentlichen abgeschlossen werden.
Das Referat Systemverwaltung war auch im Jahr 2012 umfassend in die begleitenden Arbeiten
zur Entwicklung, zum Test und zur Evaluierung von Komponenten des AAA-Verfahrens einge-
bunden. So wurden die Evaluierungsumgebung für ATKIS sowie große Teile der Produktionsum-
gebung ATKIS und der Evaluierungsumgebung ALKIS eingerichtet.
19 |
Hardwareinstallation

Zentrale Aufgaben
| 20
Beschäftigte zum Stichtag 31.12.2012
Bereich Personal
Der GeoSN beschäftigte zum Stichtag 31.12.2012 insgesamt 285 Bedienstete, davon 158 Tarif-
beschäftigte und 127 Beamte. Hinzu kommen 4 Auszubildende sowie je 4 Laufbahnanwärter im
Vorbereitungsdienst für den höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst bzw. gehobenen
vermessungstechnischen Verwaltungsdienst.
Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 26 Neueinstellungen, incl. Auszubildende und Anwärter,
vorgenommen.
2008
2009
2010
2011
2012
befristet
1
4
1
1
9
unbefristet
0
1
2
6
7
Azubi/Anw
0
0
2
0
10
Übersicht Neueinstellungen seit 2008
120
100
80
60
40
20
eine Referen-
tenstelle allg.
Verwaltung
39
33
77
44
eine SB Stelle
allg. Verwaltung
63
12
eine Stelle
Vermessungs-
techniker
35
18
21
26
19
17
eine SB Stelle
allg.
Verwaltung
5
3
eine SB Stelle
Geo-
informatik
eine Refe-
rentenstelle
Vermessungs-
wesen
eine SB Stelle
Geo-
informatik
männliche
Bewerber
weibliche
Bewerber
unbefristete Stellenausschreibungen 2012
Vollzeit
Teilzeit
Freizeitphase
der Altersteilzeit
Elternzeit
Arbeitsphase
der Altersteilzeit
abgeordnet
210
41
5
20
6
3

So wurden vier Stellen, die durch den Weggang aktiver Mitarbeiter und drei Stellen, die durch Ein-
tritt in den Ruhestand frei geworden sind, nachbesetzt. Auch im Geschäftsjahr 2012 konnten drei
bereits beim GeoSN befristet tätige Beschäftigte durch deren unbefristete Einstellung dauerhaft an
den GeoSN gebunden werden. Personallücken, die durch die Inanspruchnahme von Elternzeit ent-
standen sind, wurden teilweise durch die befristete Einstellung von einem Sachbearbeiter und einer
Referentin gedeckt.
Im Rahmen der Unterstützung der Förderung des Berufsnachwuchses stellten wir im Geschäftsjahr
2012 zwei Auszubildende im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker sowie je vier Laufbahnan-
wärter im Vorbereitungsdienst für den höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst bzw.
gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst ein.
Diesen Personalzugängen standen im Geschäftsjahr jedoch auch Personalabgänge gegenüber. Ins-
gesamt zwei Bedienstete wurden in den Ruhestand entlassen. Weiter wurden die Arbeitsverhältnis-
se von zwei Mitarbeitern sowie eines Sachbearbeiters auf deren Wunsch aufgelöst. Ein Beamter des
gehobenen Dienstes beendete sein Beamtenverhältnis beim Freistaat Sachsen. Darüber hinaus
wechselten sieben Bedienstete in die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit (ein Referatsleiter, ein
Referent, drei Sachbearbeiter, ein Mitarbeiter und ein Bediensteter des einfachen Dienstes) und
stehen dem GeoSN somit nicht mehr zur Verfügung.
Ohne Berücksichtigung der zehn Anwärter- und Ausbildungsverhältnisse stehen den sieben unbe-
fristeten sowie neun befristeten Einstellungen im Ergebnis insgesamt 16 ausgeschiedene Bediens-
tete gegenüber.
21 |
Entwicklung der Stellenanzahl im GeoSN (ohne Auszubildende und Anwärter)
Abbau zum
Vorjahr
Anzahl
der Stellen
1200
1300
1400
1500
800
100
0
200
300
500
600
700
900
1000
1100
400
2000
1397
1397
2001
22
1375
2002
1008
367
1001
7
985
16
2003
982
3
2004
2005
2006
1200
1300
1400
1500
800
100
0
200
300
500
600
700
900
1000
1100
400
2007
973
973
2008
671
9
302
2009
284
278
18
6
278
2010
2011
2012

Laufbahn
m
w
Gesamt
Azubi
20,7
23
21,3
eD
55,7
0
55,7
mD
45,8
51,5
49,4
gD
46,9
47,8
47,3
hD
50,8
47,7
49,4
Gesamter-
gebnis
47,6
49,3
48,4
Die im Geschäftsjahr ermöglichten Einstellungen kompensieren damit weitgehend die Personalab-
gänge in dieser Zeit. Trotzdem bleibt aufgrund des in der Vergangenheit anhaltenden konsequenten
Einstellungsstopps im Rahmen des Stellenabbaus die Personalsituation auch 2012 weiterhin ange-
spannt.
Der GeoSN ist ein technisch innovativer Dienstleister und auf das moderne, in der Ausbildung
vermittelte Wissen junger Absolventen als innovativen Input angewiesen. Wie bereits in den voran-
gegangenen Berichtszeiträumen ist daher das sehr hohe und weiterhin steigende Durchschnittsal-
ter der Bediensteten als zunehmend kritisch zu betrachten. Dieses konnte trotz der insgesamt 18
Neueinstellungen (ohne Laufbahnanwärter) nicht gesenkt werden. Es liegt im Geschäftsjahr 2012
bei 48,4 Jahren und damit über dem Vorjahresniveau (2011: 47,9 Jahre, 2010: 47,8 Jahre).
Im Zeitraum 01.01.2012 bis 31.12.2012 waren 43 Bedienstete 30 Arbeitstage oder mehr arbeits-
bzw. dienstunfähig. Diesen Bediensteten wurde entsprechend dem § 84 Abs. 2 des Neunten Sozial-
gesetzbuches (SGB IX) und der Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement
aufgrund ihrer Langzeiterkrankung ein Betriebliches Eingliederungsmanagement angeboten.
20 Bedienstete haben im Berichtszeitraum der Durchführung eines Verfahrens nach der Dienstver-
einbarung zugestimmt, mit 10 Bediensteten wurde ein Maßnahmenplan ausgearbeitet.
Mit der Betreuung von insgesamt fünf Praktikanten zwei Praxissemester, drei Vor- und Zwischen-
praktika) sowie von zwei Masterarbeiten hat sich der GeoSN auch im Geschäftsjahr 2012 im Bereich
der Hochschulbildung engagiert.
| 22
Altersstruktur der Bediensteten im GeoSN
40
30
20
10
0
10
20
30
über 60
55-59
50-54
45-49
40-44
35-39
30-34
25-29
20-24
Frauen
Männer
Altersdurchschnitt im GeoSN zum Stichtag 31.12.2012
Bedienstete im GeoSN mit Langzeiterkran-
kungen, Stichtag 31.12.2012
nicht langzeiter-
krankt
langzeiterkrankt
81%
19%

image
image
Aus- und Fortbildung
Auch im Geschäftsjahr 2012 hat der GeoSN an seinen Bestrebungen zur kontinuierlichen Fortbil-
dung festgehalten. So nahmen 2012 die Bediensteten an insgesamt 346 Fortbildungsveranstaltun-
gen teil. Die Teilnehmerplätze verteilten sich auf 163 Seminare, wovon 109 Seminare an der Akade-
mie für öffentliche Verwaltung des Freistaates Sachsen (AVS) und 46 Seminare bei externen
Fortbildungsträgern durchgeführt wurden. Darüber hinaus hat der GeoSN acht Seminare als In-
houseschulungen selbst organisiert und durchgeführt. Ein zentrales Thema der Fortbildung war
2012 die Durchführung der Seminarserie „Umstieg auf Windows 7 / Office 2007“.
Der GeoSN beteiligt sich aktiv an der beruflichen Ausbildung des vermessungstechnischen
Berufs-
nachwuchses. Auf die Ausschreibung von zwei Ausbildungsstellen für die Berufsausbildung zum
Vermessungstechniker bewarben sich in zwei Auswahlverfahren insgesamt 45 Interessenten.
Pünktlich zum 01.09.2012 begannen die beiden ausgewählten Auszubildenden ihre insgesamt drei-
jährige Berufsausbildung beim GeoSN.
Die im Jahr 2010 begonnene Berufsausbildung mit zwei Ausbildungsverhältnissen im Ausbildungs-
beruf Vermessungstechniker wurde fortgesetzt. Damit kann der GeoSN auf insgesamt vier Ausbil-
dungsverhältnisse im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker verweisen.
Am 31.01.2012 nahm der GeoSN am Ausbildungsmarkt in Großenhain teil. Die Präsentation der
Berufsbilder „Vermessungstechniker“ und „Geomatiker“ fand bei den überwiegend jugendlichen
Besuchern großes Interesse.
Im Rahmen des Ausbildungsmodells „Kooperative Berufsausbildung“ führte der GeoSN zwei zen-
trale einwöchige Lehrgänge für alle Auszubildenden in den Ausbildungsberufen Vermessungstech-
niker und Geomatiker des 1. und 2. Ausbildungsjahres durch. Die vollzählige Teilnahme aller Auszu-
bildenden verdeutlicht die überaus positive Resonanz der Ausbildungsstätten auf diese
Bildungsangebote. Insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung und Organisation der Lehrgänge
wurde von allen Auszubildenden positiv bewertet. Die fachliche Kompetenz der Dozenten sowie
deren hohes Engagement bei der praktischen Untersetzung der Ausbildungsinhalte wurden dabei
besonders hervorgehoben. Konkrete Rückmeldungen von Ausbildungsstätten, die sich für die Rea-
lisierung der Lehrgänge in dieser hohen Qualität ausdrücklich bedankten, unterstreichen die Ein-
schätzungen.
Der GeoSN als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für die Ausbildungsberufe in der
Geoinformationstechnologie betreute 22 Ausbildungsverhältnisse im zweiten und 27 im dritten
Ausbildungsjahr. Im Geschäftsjahr wurden 31 Berufsausbildungsverträge neu abgeschlossen, dar-
unter drei Ausbildungsverhältnisse im Ausbildungsberuf Geomatiker. Damit wurden im Freistaat
Sachsen im Berichtszeitraum insgesamt vier Geomatiker (3 im ersten Ausbildungsjahr, 1 im zweiten
Ausbildungsjahr) ausgebildet. Alle Ausbildungsverhältnisse erfolgen in insgesamt 48 verschiedenen
Ausbildungsstätten (Kommunen, Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure sowie Vermessungs-
und Ingenieurbüros).
23 |
Ein Blumengruß für die zwei neuen Azubis
Der Stand des GeoSN auf dem Ausbildungsmarkt in
Großenhain

image
image
image
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An den Abschlussprüfungen nahmen 32 Prüflinge teil, davon 31 erfolgreich. Wie auch in den
ver-
gangenen Jahren wurden die Prüfungszeugnisse an die neuen Vermessungstechnikerinnen und
Vermessungstechniker am 12.07.2012 in einem feierlichen Rahmen übergeben.
Die Abschlussprüfungen wurden dabei letztmalig nach der Prüfungsordnung des Staatsbetriebes
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die
Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in (POVmT) durchgeführt, die
mittlerweile von der Prüfungsordnung des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung
Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung in den Ausbil-
dungsberufen der Geoinformationstechnologie (POGIT) abgelöst wurde. Der Prüfungsteil Komplex-
aufgabe 2, Bestandteil der praktischen Prüfung, erfolgte in dieser Art letztmalig auf dem Gelände
der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen. Künftig wird der Praxisbezug der Prüfung
durch einen sogenannten betrieblichen Auftrag hergestellt.
Laufbahnausbildung
Am 01.11.2012 hat der GeoSN die Laufbahnausbildung für den höheren vermessungstechnischen
Verwaltungsdienst wieder aufgenommen. Einen Monat später, am 01.12.2012, folgte die Wieder-
aufnahme der Laufbahnausbildung im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst.
Ziel ist die Gewinnung und Ausbildung von gut qualifiziertem Berufsnachwuchs für alle Zweige der
sächsischen Vermessungsverwaltung. Die Laufbahnausbildung leistet einen wichtigen Beitrag da-
für, dass die Aufgaben des amtlichen Vermessungswesens auch künftig erfüllt und flächendeckend
aktuelle, vollständige und genaue amtliche Daten bereitgestellt werden können.
Je vier Vermessungsreferendare (höherer Dienst) und Vermessungsoberinspektoranwärter (gehobe-
ner Dienst) werden in ihrer insgesamt 24 bzw. 18 Monate dauernden Ausbildung mit den Aufgaben
der Vermessungsverwaltung vertraut gemacht und befähigt, die Aufgaben des höheren bzw. geho-
benen vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes zu erfüllen. Sie erhalten gleichzeitig das
Rüstzeug für die Übernahme leitender Tätigkeiten oder einer Tätigkeit als Öffentlich bestellter Ver-
messungsingenieur. Grundlage der Laufbahnausbildung ist die „Sächsische Ausbildungs- und Prü-
fungsordnung vermessungstechnischer Verwaltungsdienst (SächsVermAPO)“ vom 28. Mai 2009.
Für die Laufbahnausbildung des höheren Dienstes waren insgesamt 27 Bewerbungen eingegangen;
uneingeschränkt geeignet waren allerdings nur acht Bewerber. Ein ähnliches Bild ergab sich bei den
Bewerbungen für die Laufbahnausbildung des gehobenen Dienstes: Von den insgesamt 26 Bewer-
bern waren sechs uneingeschränkt geeignet.
Neben dem GeoSN sind im Rahmen einer Ausbildungskooperation die Landkreise, Städte und Ge-
meinden (Untere Vermessungsbehörden, Flurbereinigungsbehörden, Bauordnungsämter, Stadtpla-
nungsämter), die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure und die Fachhochschule der Sächsi-
schen Verwaltung in Meißen weitere Ausbildungsstellen. Die Laufbahnausbildung kann jedoch nur
im Zusammenspiel aller beteiligten Institutionen, durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen
und die Gewinnung von Fachbediensteten für Lehr- und Dozententätigkeiten gelingen. Die diesbe-
züglich bislang gemachten Erfahrungen sind aus Sicht des GeoSN durchweg positiv.
Die Laufbahnprüfung der Vermessungsreferendare wird vom Oberprüfungsamt für den höheren
technischen Verwaltungsdienst beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
abgenommen. Im dortigen Prüfungsausschuss der Fachrichtung „Vermessungs- und Liegen-
schaftswesen“ wirken zwei Bedienstete des GeoSN mit. Für die Laufbahnprüfung der Vermessungs-
oberinspektoranwärter ist der GeoSN selbst Prüfungsbehörde.
Zeugnisübergabe an die ausgebildeten Vermessungs-
techniker/innen
Praktische Prüfung der Azubis in Meißen
Beginn der Laufbahnausbildung zum höheren Dienst
Beginn der Laufbahnausbildung zum gehobenen Dienst
| 24

Geodatenvertrieb
Der GeoSN aktualisiert in regelmäßigen Abständen die topographischen Datenbestände.
Damit können die Nutzer dieser Daten ständig auf aktuelle, flächendeckende und nach einheitlichen
Kriterien erfasste Geobasisdaten zurückgreifen. Hierin besteht der Vorteil der amtlichen
Geobasisdaten, denn im Gegensatz zu anderen Anbietern werden die Daten in festgelegten
Intervallen auf Aktualität und Vollständigkeit überprüft und regelmäßig fortgeführt – nicht nur
für Teile, sondern für den gesamten Freistaat. Die Dateninhalte haben eine standardisierte Struktur
und sind bundesweit mit anderen Landesvermessungsverwaltungen abgestimmt. Amtliche
Geobasisdaten sind damit räumliche Referenzdaten, auf deren Grundlage Fachdaten analysiert
und dargestellt werden können. Zahlreiche Anwender in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und
Gesellschaft machen davon Gebrauch.
So wurden durch den Geodatenvertrieb im Geschäftsjahr insgesamt 4517 Anträge für die Bereit-
stellung von Geobasisdaten in analoger oder digitaler Form bearbeitet und Nutzungsrechte
erteilt. Damit verbunden ist stets ein nicht zu unterschätzender Aufwand für die mündliche und
schriftliche Kommunikation mit Kunden zwecks Beratung und Beantwortung konkreter Anfragen
zu unseren Daten, Geodatendiensten und kartographischen Produkten.
Weiterhin wurden in 6910 Fällen Festpunktdaten über den Dienst festpunkte.online übermittelt.
Der Anteil der Einnahmen für die Erteilung von Nutzungsrechten ist im Vergleich zum Vorjahr um
15 % gestiegen. Allerdings stagnierten die Gesamteinnahmen insbesondere aufgrund geringerer
Gebühren für den Geodatendienst Liegenschaftskarte seit Inkrafttreten der Zweiten Sächsischen
Vermessungskostenverordnung im September 2012 sowie der kostenfreien Datenbereitstellungen
an Landesbehörden, Landkreise und Kommunen.
Neben diesen laufenden Aufgaben hatte der Bereich des Geodatenvertriebes im Jahr 2012 die
Aufgabe, die Einführung der logistischen SAP-Softwaremodule für den Vertrieb und für die
Materialwirtschaft vorzubereiten. Mit Beendigung des Projektes steht dem GeoSN ein ERP-System
zur Verfügung, welches von der Erstellung eines Produktes über den Vertrieb bis zur buchhalterischen
Bearbeitung nur noch eine Software benötigt. Um die Produktivsetzung der SAP-Module im Januar
2013 realisieren zu können, waren im zweiten Halbjahr umfangreiche Testarbeiten, Schulungen
und Datenmigrationen durchzuführen.
25 |
1
Monat
100
0
200
300
400
500
600
700
800
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Online-Abrufe von Festpunkten der Grundlagenvermessung
Verteilung der Gesamteinnahmen
Wirtschaft
Privat
Bildungseinrichtungen
Bund und Länder
Landkreise und Gemeinden
Unmittelbare Landesbehörden
des Freistaates Sachsen
48,2 %
digitale
Datenbereitstellung
Erteilung der Erlaubnis
zur Nutzung
Präsentationsausgaben
47 %
35 %
18 %
44,8 %
2,5 %
2,4 %
1,5 %
0,6 %
Anzahl der Anträge

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Öffentlichkeitsarbeit
Der GeoSN hat in diesem Jahr wieder zahlreiche Faltblätter, Kataloge, Lesezeichen und Postkarten
erstellt, Infotafeln für historische Vermessungssäulen anfertigen lassen und war mit mehreren
Internetauftritten im Netz präsent. Aber auch die Veranstaltungen kamen nicht zu kurz. Hier eine
Auswahl:
Februar
Am 23. Februar besuchte der Staatsminister des Innern, Herr Markus Ulbig, den GeoSN. Im
Gespräch mit dem Geschäftsführer erhielt er einen Überblick über das breite Aufgabenspektrum
des GeoSN. Außerdem nutzte er den Termin, um den sanierten Gebäudeteil in Augenschein zu
nehmen. Anschließend informierte sich der Minister über den Aufbau des landesweiten Digitalen
3D-Gebäudemodells.
Das GIS-Forum fand dieses Jahr im Internationalen Congress Center in Dresden statt. Der GeoSN
präsentierte sich den über 200 Fachbesuchern wieder mit einem Infostand und mit Vorträgen zu
den Themen „Entwicklung der zentralen Komponenten der GDI-Sachsen“ und „Flächendeckende
3D-Gebäude- und Stadtmodellierung“.
März
Auf der Leipziger Buchmesse war der GeoSN gemeinsam mit den Vermessungsbehörden
von Thüringen und Sachsen-Anhalt mit einem Stand vertreten. Durch die ausgezeichnete
Zusammenarbeit konnten die Kunden über Ländergrenzen hinweg umfassend informiert werden.
Stand der GDI Sachsen (GeoSN) zum GIS-Forum 2012
Stand des GeoSN auf der Leipziger Buchmesse 2012
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Besuch des Staatsministers des Innern, Herrn Markus Ulbig, im GeoSN
Staatsminister des Innern, Herr Markus Ulbig, wird vom
Geschäftsführer im GeoSN begrüßt

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April
Abschlußsitzung der Jury im Rahmen des Wettbewerbs Kunst am Bau, der auf Grund der Sanierung
unseres Gebäudes durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
ausgerufen wurde. Unter den zahlreichen Künstlern, die an dem Wettbewerb beteiligt waren, ging
der Leipziger Künstler Thomas Henniges mit seinem Entwurf „Terra Incognita“ als Sieger hervor.
Mai
Anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Gradmessung in Sachsen“ erstellte unser Haus für das Ereignis
eine Sonderkarte der historischen Vermessungssäulen des gesamten Freistaates.
Juni
Obwohl noch mitten im Bau, nutzte der GeoSN die frisch sanierten Räume schon für einen
Kundentag mit 120 Teilnehmern. Voll besetzte Vortragsräume, gut besuchte Infostände und
interessierte Fragen zeigten, dass dieser Premiere eine Fortsetzung folgen sollte.
Impressionen zum Kundentag im GeoSN
Impressionen zum Kundentag im GeoSN
27 |
Informationen zu den Produkten des GeoSN finden Sie im Internet unter:
www.landesvermessung.sachsen.de
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Staatsbetrieb Geobasisinformation und
GeoSN
Vermessung Sachsen (GeoSN)
Olbrichtplatz 3
01099 Dresden
Verkauf Geodaten, Karten und Luftbilder:
Tel.: 0351 8283 - 8400
verkauf@geosn.sachsen.de
Geodaten - Karten - Luftbilder
Auszug aus der
Liegenschaftskarte
Auszug aus dem
Liegenschaftsbuch
CD-ROM Top50 Sachsen
1 : 50 000 - Version 5
DVD-ROM bzw. Blu-ray TopMaps Sachsen
verschiedene Kartenwerke u. Orthophotos
Kostenfreie Dienste im Internet, (z.B. Web Map Service „Kataster-
parzellen“ präsentiert Flurstücke mit dazugehörigen Flurstücks-
nummern und Web Map Service „Adressen“ zur Lokalisierung von
Grundstücken und Gebäuden anhand von Adressdaten)
Luftbilder (Orthophotos)
Digitales 3D-Gebäudemodell
Gedruckte und digitale topographische Karten in
den Maßstäben 1 : 10 000, 1 : 25 000, 1 : 50 000,
1 : 100 000 und 1 : 200 000
Freizeitkarten mit Wander-, Rad- und/oder Reit-
wegen sowie Triangulationssäulen
Historische Karten vor 1945,
z.B. Messtischblatt 1 : 25 000
Top
Maps
AMTLICHE TOPOGRAPHISCHE KARTEN
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
Top
Maps
Top
Maps
T opographisc he Kar te 1 : 1 0 000
Zusatz-DVD
für
die interaktive
digitale Kartenserie
der Vermessungs-
verwaltung
Sachsen
Sachsen
T opographisc he Kar te 1 : 1 0 000
AUSGABE 2011
AUSGABE 2011
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
GeoSN
alle Funktionen der CD-ROM Top50
Sachsen nutzbar
vergleichendes Betrachten in mehreren
Kartenfenstern gleichzeitig
beim Scrollen verschieben sich alle
Kartenfenster gleichzeitig
Topographische Karten sind ortsbeschreibende
Landkarten, die als unmittelbares Ergebnis der
topographischen Landesaufnahme flächen-
deckend für den Freistaat Sachsen herausge-
geben werden.
Inhalt
Aktuelle Topographische Karte im Maßstab 1 : 10 000 von ganz Sachsen
vergleichendes Betrachten von verschiedenen Kartenwerken
Systemanforderungen
Vorinstallierte Top50 Sachsen V5
ist unbedingt erforderlich!
Haben Sie noch Fragen?
Unser Kundenservice berät Sie gerne.
Tel: 0351 / 8283 - 3411 oder -3412
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:
www.landesvermessung.sachsen.de
EINZELPLATZLIZENZ
Pentium® III mit 600 MHz (empfohlen Pentium® IV mit 1,4 GHz)
Hauptspeicher: 256 MB RAM (empfohlen 512 MB RAM)
Empfohlener freier Festplattenspeicher 5 GB
OpenGL (V1.3)-fähige 3D-Graphikkarte mit mindestens 64 MB
(empfohlen 256 MB) mit aktuellem Treiber
Farbeinstellung: True Color (32 Bit)
Betriebssystem: Windows 2000® • Windows XP®
Systemvoraussetzungen
© Daten:
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen 2011
© Software:
EADS Deutschland GmbH
Funktionen
Historische Vermessungssäulen in Sachsen
Christian August Nagel
geboren 1821 in Grünberg
gestorben 1903 in Dresden
Nagelsche Säule in Gohlig
Bei der Landesvermessung 1862 bis 1890 wur-
den zwei Dreiecksnetze geschaffen, das „Netz
für die Gradmessung im Königreich Sachsen“
(Netz 1. Klasse) mit 36 Punkten und die „Kö-
niglich Sächsische Triangulirung“
(Netz 2. Klasse) mit 122 Punkten.
Die Arbeiten standen unter der
Leitung von Prof. Christian August
Nagel. Damit verfügte Sachsen auf
dem Gebiet der Landesvermes-
sung über eines der modernsten
Lagenetze in Deutschland. Für den
Maßstab der beiden Netze wurde
bei Großenhain eine knapp neun
Kilometer lange Basislinie gemes-
sen. Im restaurierten Basispunkt
bei Quersa erinnert ein kleines Mu-
seum an diese Arbeiten.
Neben der Triangulation erfolgten
auch astronomische Messungen und es wurde
ein erstes Landesnivellement zur Bestimmung
von Höhenfestpunkten ausgeführt.
Die „Mitteleuropäische Gradmessung“ wur-
de schon bald durch den Beitritt von vielen
Staaten zur „Internationalen Erdmessung“ er-
weitert, die eine der ersten wissenschaftlichen
Vereinigungen der Welt war.
Die vielfältige Nutzung von
geodätischen Festpunkten und
Fortschritte in den Messtech-
nologien in der Mitte des 20.
Jahrhunderts erforderten die
Schaffung von neuen, besser
zugänglichen Trigonometri-
schen Punkten. Diese waren
während der Vermessung oft
mit hölzernen Hochsignalen
überbaut. Historische Vermes-
sungssäulen verloren damit
ihre praktische Bedeutung. In
der Gegenwart sind dreidimen-
sionale Koordinatenbestimmungen mit satelli-
tengestützten Navigationssystemen, wie dem
GPS, in hoher Genauigkeit und in kürzester Zeit
an fast jedem Ort möglich.
Sachsenkarte „Historische Vermessungssäulen“

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Das Referat Geodätischer Raumbezug führte eine sachsenweite Messkampagne mit Satellitentechnik
durch. Gemessen wurden hochgenaue 3D-Koordinaten an festgelegten Punkten rund um die Uhr,
auch in der Nacht und an den Wochenenden. Die Vermesser mussten die Messausrüstung während
der gesamten Zeit schützen, damit sich das Messgerät keinen Millimeter bewegt.
Von diesen exakten Daten profitierten Straßen-, Bahn- und Wasserbau, Planungsbüros und
Katastervermessung, aber auch jeder Autofahrer mit Navigationsgerät. Die Kampagne wurde von
den Medien begleitet.
September
Anlässlich des Tages der Sachsen erstellte der GeoSN einen Film des 3D-Stadtmodells von Freiberg,
der auf dem Stand der Sächsischen Staatskanzlei gezeigt wurde.
Auf dem sächsischen Schulgeographentag in Leipzig informierte der GeoSN Lehrer über unsere
Produkte und Geodatendienste. Sie sind als Multiplikatoren eine wichtige Zielgruppe, denn
über sie erreichen wir einen großen Teil der sächsischen Schülerschaft und deren Familien.
Daher unterstützten wir auch die „Geo-Olympiade“, einen Geo-Wettbewerb der sächsischen
Bildungsagentur für besonders geographieinteressierte Schülerinnen und Schüler.
Oktober
Es war ein kleiner Hindernislauf wegen der Baustelle vor unserem Gebäude, aber trotzdem öffneten
wir unsere Türen wieder für den Tag der offenen Albertstadt. Viele große und kleine Besucher
ließen sich Geodatendienste zeigen, im persönlichen Gespräch beraten oder ihr Handy auf GPS-
Tauglichkeit prüfen.
Außendienst für die GNSS-Kampagne vor Ort
Herr Martin Köhr vom GeoSN im Gespräch mit dem MDR beim Besuch einer Schulklasse am Messpunkt
| 28

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Oktober
Auf der jährlichen Tagung in Meißen wurde wieder über aktuelle Entwicklungen informiert. Gut 150
Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Vorträge zu hören und Informationen auszutauschen.
Gemeinsame Beratung der Vermessungsbehörden mit
den ÖbV in Meißen
Impressionen vom Tag der offenen Albertstadt 2012
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Der GeoSN im Spiegel der Presse
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Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
Ratgeber
Notare gaben bei
Telefonforum und Chat Rat
zu Trennung und Scheidung
Kultur
Heute vor 100 Jahren
begann mit der 9. Sinfonie
Gustav Mahlers Siegeszug
Politik
Syrien wird zum
Pulverfass – die EU setzt
auf Besonnenheit
IN DIESER AUSGABE
Beziehungskomödien sind nicht
selten nahe am Klamauk gebaut.
Dass es auch anders geht, zeigt
„der letzte schöne Herbsttag“ mit
Julia Koschitz und Felix Hellmann
in den Hauptrollen“. Mehr dazu
lesen sie in der Beilage „rtv“.
Humor mit feiner Klinge
Er war der wohl bekannteste Be-
wohner der Galapagos-Inseln und
der Letzte seinesgleichen: Mit
dem
Tod des „Einsamen George“ ist eine
Unterart der Galapagos-Riesen-
schildkröten gänzlich ausgestorben.
Das Tier wurde von Pflegern der
Zuchtstation auf der Insel Santa
Cruz leblos in seinem Gehege gefun-
den. Sein genaues Alter war nicht
bekannt, aber Wissenschaftler
schätzten es auf etwa 100 Jahre.
Wie so oft im richtigen Leben
kam Georges Tod überraschend und
viel zu früh. Experten rechneten ei-
gentlich
fest damit, dass er noch etli-
che Jährchen vor sich haben würde.
Denn Riesenschildkröten können
sehr alt werden. Als bisher ältestes
Tier der Welt gilt Georges Ge-
schlechtsgenosse Adwaitya aus dem
Zoo von Kalkutta, der 256 Jahre alt
wurde. Ebenso bekannt war Schild-
kröte Harriet, die im Australia-Zoo
in Queensland im Alter von 176 Jah-
ren starb. George ereilte der Tod im
besten Mannesalter. Ganz so ein-
sam, wie es sein Spitzname sagt, war
er allerdings nicht. Er wurde mit
mehreren Weibchen einer nah ver-
wandten Unterart bekannt ge-
macht, um die Art zu erhalten. Zwei
legten nach 15 Jahren mit George
erstmals Eier, doch die waren un-
fruchtbar. Auch weitere Versuche
scheiterten.
Doch die Hoffnung stirbt be-
kanntlich zuletzt: Bevor George im
Jahr 1972 auf der Insel Pinta ent-
deckt wurde, galt sein Art bereits
als
ausgestorben. Vielleicht gibt es sie,
ja, die allerallerletzte Schildkröte. In
diesem Fall gilt: „Bitte melde Dich!“
Am besten noch im Juli, da findet zu
Georges Ehren ein Expertentreffen
statt.
(mit dapd)
Peter Möbius
George der Letzte ist tot
Die männliche Riesenschildkröte starb auf den Galapagos-Inseln – Zuchtversuche blieben erfolglos
Pfleger bergen den toten George.
FOTO: GALAPAGOS NATIONAL PARK DIRECTION/DAPD
SERVICE-TELEFON:
0800 80 80 123
MONTAG BIS FREITAG:
6.00–18.00 Uhr |
SAMSTAG:
6.00–13.00 Uhr
Telefonische Anzeigenannahme | Abo-Service | Ticket-Service
BAD SCHLEMA
— Die Europäische
Union will voraussichtlich im kom-
menden Jahr Regelungen zum Ra-
donschutz
in Räumen festlegen. Bis
2017 sollen die 27 Mitgliedsstaaten
diese Normen dann in nationales
Recht umsetzen. Das sieht ein Ent-
wurf zum Strahlenschutz vor, der
derzeit im Europäischen Rat disku-
tiert wird. Danach soll beispielswei-
se die Konzentration des radioakti-
ven Gases in Neubauten nicht mehr
als 200 Becquerel je Kubikmeter
Raumluft betragen. Für Altbauten
soll dieser Wert bei 300, für Arbeits-
räume
bei 1000 Becquerel liegen.
Das berichtete gestern Augustin
Janssens von der Europäischen
Atomenergiegemeinschaft bei einer
zweitägigen Radonschutzkonferenz
in Bad Schlema (Erzgebirgskreis).
Sachsens Umweltminister Frank
Kupfer (CDU) sprach sich gegen sol-
che verbindlichen Regelungen aus,
lehnte aber die geplante EU-Novelle
zu Grundnormen nicht grundsätz-
lich ab. Er erwarte eine Regelung, die
den Staaten
eine große Flexibilität
in der Umsetzung gibt, sagte Kupfer.
Er votierte zugleich – wie andere
Länder auch – gegen eine Auswei-
sung von radongefährdeten Gebie-
ten. „Das ist nicht sachdienlich und
führt zu einer ungerechtfertigten
Stigmatisierung bestimmter Orte
und Regionen.“ Sachsen setze auf
unverbindliche Richtwerte und wei-
ter auf die seit Jahren laufende um-
fassende Information der Bürger.
Der Freistaat
sei dabei anderen Bun-
desländern weit voraus.
In Bad Schlema beraten bis heute
Vertreter von Kommunen, Baube-
hörden, Umweltexperten und Medi-
ziner über mögliche Auswirkungen
einer EU-weiten Regelung. Sollte sie
verabschiedet werden, wäre das vor
allem für die Baubranche eine Her-
ausforderung. Sie müsste bei Neu-
bauten und bei der Sanierung für
den vorgeschriebenen Schutz sor-
gen. Vor allem bei Altbauten
würde
dies erhebliche Mehrkosten für die
Eigentümer nach sich ziehen.
Der Mediziner Axel Böttger vom
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
sprach sich für klare Regeln im Um-
gang mit der Radonbelastung aus. Er
warnte jedoch vor Panikmache. Zu-
dem müssten Aufwand und Nutzen
in einem vernünftigen Verhältnis
stehen.
Seite 2: Bericht
Das Einatmen von zu viel
Radon gilt als zweithäu-
figste Ursache für Lungen-
krebs nach dem Rauchen.
Nun soll eine gesetzliche
Regelung kommen.
Sachsen gegen feste Grenzwerte
zum Schutz vor Radon
VON GABI THIEME
DRESDEN
—Sachsen führt die bun-
desweite Statistik bei Fehleinsätzen
von Notärzten an. So sei fast jeder
zweite Blaulichteinsatz mit Ret-
tungsfahrzeugen im Freistaat nicht
notwendig, weil es sich nicht um le-
bensbedrohliche Situationen han-
dele, stellten gestern Experten bei ei-
ner Anhörung im Sozialausschuss
im
Landtag fest. Während der Bun-
desdurchschnitt für Rettungseinsät-
ze bei etwa 20 pro 1000 Einwohner
und Jahr liege, erreiche dieser Wert
in Sachsen 54,5 Einsätze und stellt
damit einen deutschen Spitzenwert
dar.
(uk)
Seite 2: Bericht
NOTDIENSTE
Sachsens Retter mit
meisten Fehleinsätzen
NIKOSIA/BRÜSSEL
— Das hoch ver-
schuldete Zypern flüchtet als weite-
res Land der Eurozone unter einen
internationalen Rettungsschirm.
Wie die Regierung gestern in Niko-
sia mitteilte, stellt der Staat einen
entsprechenden Antrag in Brüssel.
Damit sollten die Auswirkungen
der Krise in Griechenland gemildert
werden. Die Volkswirtschaften der
beiden Länder sind eng miteinander
verknüpft. Zypern galt schon seit ei-
niger Zeit als Kandidat für den Eu-
ro-Rettungsschirm. Die zyprische
Regierung war allerdings bislang zu-
rückhaltend, Hilfen bei seinen EU-
Partnern zu beantragen, weil damit
in der Regel Spar- und Reformaufla-
gen verbunden sind. Die Rating-
agentur Fitch hatte gestern die Boni-
tätsnote des Mittelmeerstaates ge-
senkt. Bislang suchten Griechen-
land, Irland und Portugal bei inter-
nationalen Geldgebern Hilfe. Zu-
dem hat auch Spanien eine Finanz-
spritze von bis zu 100 Milliarden Eu-
ro für seine angeschlagenen Banken
beantragt. Die genaue Summe wird
noch
ermittelt. (rtr)
Seite 6: Bericht
Zypern bittet
EU um
Finanzhilfe
Land schlüpft unter
Euro-Rettungsschirm
Radon ist ein radioaktives Edelgas
natürlichen Ursprungs. Es wird aus
dem Boden in die Luft freigesetzt und
kommt vor allem in Regionen mit Erz-
und Uranerzbergbau vor. Wird es in
hoher Konzentration eingeatmet,
kann es Lungenkrebs verursachen.
Ein Grenzwert, ab welcher Konzentra-
tion Radon in der Luft als gefährlich
einzustufen ist, existiert nicht. Bis
heute gibt es darüber weltweit Streit.
Während die Schweiz
eine Sanie-
rung von Gebäuden erst ab 1000
Bec-
querel
pro Kubikmeter Raumluft für
geboten hält, empfiehlt die Weltge-
sundheitsorganisation als Grenze
100 Becquerel. Sachsen hatte bisher
für bestehende Gebäude 400, für
Neubauten 200 Becquerel angeraten.
Neun Prozent der Fläche im Freistaat
sind von einer hohen Radon-Konzent-
ration im Boden betroffen. (gt)
Was ist Radon – und welche Grenzwerte gelten?
AUER ZEITUNG
Dienstag, 26. Juni 2012
Einzelpreis 1,00 Euro
50. Jahrgang, Nr. 147,
VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
FreiePresse
LESESTOFF:
LIPPENLESERIN SIEHT, WAS KEINER HÖRT | ZEITGESCHEHEN
Der Freistaat
wird vermessen
Trupps des früheren Landesvermes-
sungsamtes
zapfen derzeit amerika-
nische und russische Satelliten an,
um 32 Festpunkte im Freistaat be-
züglich ihrer Längen-, Breiten- und
Höhenkoordinaten neu zu bestim-
men. Techniker Gunter Trampler
hat eine der Antennen unweit vom
Fichtelberg im Ort Tellerhäuser auf-
gebaut, wo das Empfangsgerät 24
Stunden lang Signale aufzeichnet.
Danach ist der unter dem Stativ ins
Erdreich eingelassene Messing-Fest-
punkt bis auf wenige Millimeter ge-
nau vermessen. Dass die Trupps so
lange an jedem der Punkte aushar-
ren müssen, hängt mit sogenannten
Sonnenstürmen zusammen. Bei der
Aktivität unseres Fixsterns werden
Ionen in den Raum geschleudert,
die die Satelliten-Signale verzögern.
Dadurch bedingte Fehler lassen sich
nur durch Langzeitmessung aus-
schließen. Die präzise Vermessung
des Freistaats ermöglicht genaueres
Kartografieren und soll bald exakte-
re geodätische Informationen lie-
fern, als sie bisher vorliegen. Das ist
für Bauvorhaben wichtig.
FOTO: FABIAN MATTERN
Seite 3: Bericht
AUE
Streit um eine
Kontovollmacht
Der Auer Kämmerer Jürgen Fi-
scher hatte jahrelang eine Konto-
vollmacht für das Konto des Auer
Geschäftsmanns Willi Buddrick.
Wie es dazu kam, bleibt unklar,
die Bank gibt keine Auskunft. Fi-
scher sagt, von der Vollmacht
nichts gewusst und sie demzufol-
ge auch nicht benutzt zu haben.
Doch Buddrick, der sich von der
Stadt ohnehin schikaniert fühlt,
ist misstrauisch und hat gegen
ihn Anzeige
wegen Betrugs ge-
stellt. Fischer hat seinerseits Bud-
drick verklagt: wegen Verleum-
dung.
Seite 9
RITTERSGRÜN
Gipfelbuch in
888 Metern Höhe
Der Taubenfels bei Rittersgrün
liegt in 888 Metern Höhe, und um
den Zugang zu finden, muss man
schon ein bisschen suchen. Wan-
derer, die es geschafft haben, fin-
den seit fünf Jahren oben ein Gip-
felbuch, in dem sie sich verewigen
können. Die Idee stammt vom Rit-
tersgrüner Fritz Bellmann. Mitt-
lerweile sind drei Bände mit
knapp 600 Eintragungen gefüllt.
Sogar ein Amerikaner war schon
oben, und einige, die es einmal ge-
schafft hatten, sind noch mehrere
Male wiedergekommen.
Seite 11
LOKALES
6 Uhr
Morgen
Übermorgen
10 Uhr 14 Uhr 18 Uhr
10°
15°
17°
14°
21°
22°
13°
Ausführliches Wetter: Ratgeber
WETTER VOR ORT
4 190899 101004
20026
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Donnerstag, 21. Juni 2012
Neue Wanderkarte der Nationalparkregion
Für Wanderfreunde gibt es jetzt die komplett neu überarbeitete 5. Auflage der topographischen Karte für
die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und
Vermessung Sachsen.
Die Karte, die im üblichen Maßstab 1:25000 erscheint, enthält neben den markierten Wander- und
Randwanderwegen der Region auch ein UTM-Gitter für Nutzer von GPS-Geräten. Ergänzt wird sie durch ein
Begleitheft mit Infos zur Nationalparkregion sowie Anregungen zu Wandertouren – mit Hinweisen auf Länge
und Schwierigkeitsgrad jedes einzelnen Abschnitts. Die Karte ist auf wetterfestem Papier gedruckt und
dadurch auch bei Regen problemlos einsatzfähig. Ab sofort ist sie zum Preis von 9.60 Euro im Buchhandel
oder übers Internet erhältlich. (SZ/hla)
www.landesvermessung.sachsen.de
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3088657
Sächsische Zeitung [online]
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=3088657&URL=/nachric...
25.06.2012
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Montag, 2. Januar 2012
Neue Wanderkarte erschienen
Eine neue Wanderkarte der Sächsischen Schweiz wurde kürzlich vom Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen (GeoSN) herausgegeben. Der Titel „Sächsische Schweiz/Bad Schandau, Sebnitz“
ist im Maßstab 1: 25000 erschienen und enthält neben den markierten Wanderwegen und einem UTM-Gitter
viele nützliche Details, wie Freizeit- und Touristikeinrichtungen, Höhenlinien und Informationen zur Region.
Gedruckt wurde sie auf besonders faltbeständigem und wetterfestem Papier.
Neben der Sächsischen Schweiz hat GeoSN auch neue Karten anderer Wandergebiete in Sachsen aufgelegt:
„Vogtland/Schöneck, Klingenthal“ – mit empfehlenswerten Loipen und Skiwegen, des Weiteren
„Vogtland/Auerbach“, „Westerzgebirge/Aue, Schneeberg“ sowie „Kamenz, Pulsnitz“. Erhältlich sind sie für je
fünf Euro im Buchhandel oder im Internet. (SZ/hla)
www.landesvermnessung.sachsen.de
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2951692
Sächsische Zeitung [online]
Seite 1 von 1
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=2951692&URL=/nachric...
05.01.2012
Sächsische Zeitung [online]
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=3061439&URL=/nachrichten/artikel.asp[16.05.2012
08:00:02]
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Mittwoch, 16. Mai 2012
Haus am Olbrichtplatz wird Kunst
Der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen am Olbrichtplatz 3 bekommt ein modernes Zuhause.
Derzeit wird das Gebäude saniert und umgebaut. Bei einem Wettbewerb wurde jetzt der Sieger für die künstlerische
Gestaltung gekürt, teilte Andrea Krieger vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement mit. Der
Leipziger Künstler Thomas Henniges gewann mit seinem Projekt „terra incognita“. Er entwarf eine Installation für die
Glasfassade des Haupteingangs und die gegenüberliegende Innenwand des Foyers. Hierzu benutzt der Künstler
Kartenausschnitte. „Eine aus 20 Leuchtkästen bestehende Wandgestaltung erzeugt durch ihre Vielschichtigkeit eine
Tiefenwirkung und ermöglicht damit vielfältige Assoziationen“, teilte Andrea Krieger mit.
Für das Kunstprojekt stellt der Freistaat Sachsen 56000 Euro zur Verfügung. Die Ausstellung aller acht
Wettbewerbsbeiträge ist bis 24. Mai im bereits fertiggestellten Gebäudeteil am Olbrichtplatz 3 von Montag bis Freitag
jeweils von 9 bis 15 Uhr zu sehen. (ih)
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3061439
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Mittwoch, 20. Juni 2012
Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen wird
neu vermessen
Zurzeit wird die Landesgrenze zu Brandenburg bei Groß Düben neu bestimmt. Das teilte die
Pressesprecherin des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung (GeoSN, früher:
Landesvermessungsamt), Barbara Wolters, auf SZ-Anfrage mit. Die Feststellung, Abmarkung und Erstellung
einer Dokumentation über den Verlauf der Staats- und Landesgrenzen ist eine der Aufgaben des GeoSN.
Ziel sei es, so Wolters, die Grenze in beiden Bundesländern mit einheitlichen Koordinaten zu führen. Die
Vermessungsämter von Sachsen und Brandenburg teilen sich dabei die Arbeit. Jedes Bundesland übernimmt
eine Hälfte der Strecke.
Ein Ergebnis steht bereits fest: In Groß Düben bestätigte sich, dass der „Grenzgraben“ tatsächlich zu
Brandenburg gehört. In der Vergangenheit wurde die Verantwortung für die Beräumung zwischen den
Ländern hin- und hergeschoben. Derzeit sind die Vermesser in Richtung Bad Muskau unterwegs. Ab da wird
gemeinsam mit Brandenburg gemessen. Anschließend geht es weiter nach Sachsen-Anhalt und Thüringen.
(sdt)
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3088368
Sächsische Zeitung [online]
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=3088368&URL=/nachric...
25.06.2012
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Dienstag, 9. Oktober 2012
Kostenlos ins Militärmuseum
Von Iris Hellmann
Zum Tag der offenen Albertstadt gibt es am Sonnabend aber nicht nur Panzer zu sehen.
Zum fünften Mal gibt es am Sonnabend den Tag der offenen Albertstadt. Die ansässigen Einrichtungen und
Behörden stellen sich und ihre Arbeit von 10 bis 17 Uhr vor. Das umfangreiche Programm will auch Familien
vieles bieten.
Was ist alles beim Tag der offenen Albertstadt zu sehen?
Insgesamt gibt es 15 Stationen. Die Justizvollzugsanstalt am Hammerweg 30 bietet bis 15.30 Uhr
Führungen. Der Einlass ist jedoch nur für Personen ab 16 Jahre gestattet (Personalausweis vorzeigen).
Kameras dürfen nicht mitgenommen werden. Außerdem präsentieren sich die Polizeidirektion Oberes Elbtal-
Osterzgebirge und die 1. Bereitschaftspolizeiabteilung, das Hauptzollamt Dresden und Zollfahndungsamt
Dresden, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, das Technische Hilfswerk, die Bereiche
des Amtsgerichtes Dresden am Olbrichtplatz, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, der
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, der Arbeitskreis Sächsische Militärgeschichte,
das Fachgerichtszentrum Hans-Oster-Straße 4, das MDR Landesfunkhaus Sachsen, die Garnisonkirche St.
Martin mit der Puppentheatersammlung, das Landeskommando Sachsen und die Offizierschule des Heeres.
Welche Neuheiten sind diesmal zu erwarten?
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist zum ersten Mal dabei. Die Offizierschule des
Heeres wird ein Denkmal für Gefallene des Ersten Weltkrieges einweihen. Das sogenannte Pionierdenkmal
stammt nach Angaben von Brigadegeneral Jürgen Weigt aus dem Jahr 1923, damals in der Moritzbastei an
der Brühlschen Terrasse aufgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es abgebaut und teilweise
eingelagert. Auf Initiative eines Freundeskreises habe man nun einen neuen Standort gefunden. Zur
Zeremonie wird auch ein schwedisches Musikkorps erwartet.
Kostet der Besuch in den Einrichtungen Eintritt?
Nein, alle Angebote sind kostenlos. Auch das Militärhistorische Museum wird am Sonnabend keinen Eintritt
verlangen. Zudem sind Depot und die Bibliothek des Museums zugänglich.
Was wird für Familien und Kinder angeboten?
Am Hauptzollamt gibt es zum Beispiel eine Mal- und Bastelstraße für die Kleinen. Die Polizeidirektion stellt
ihr Präventionsprogramm und die Polizeihundestaffel vor. Auch das Maskottchen Poldi ist vor Ort. Am
Standort des Amtsgerichts Olbrichtplatz werden Strafverhandlungen für Vor- und Grundschulkinder
nachgespielt.
Was gibt es außerhalb der Einrichtungen zu entdecken?
Der Turm der Garnisonkirche kann bestiegen werden (200 Stufen) und bietet einen großartigen Ausblick auf
Dresden. Im evangelischen Teil der Kirche zeigt die Puppentheatersammlung zudem Figuren aus dem
Depot, die sonst nicht zu sehen sind.
Wie komme ich zu den einzelnen Stationen?
Das Areal der geöffneten Einrichtungen erstreckt sich von der Marienallee bis zum Hammerweg. Wer gut zu
Fuß ist, schafft es zu laufen. Für alle anderen wird eine Sonderbuslinie eingerichtet, die alle Stationen
anfährt.
Wo kann ich am besten mein Auto parken?
Da wieder mit mehr als zehntausend Besuchern zu rechnen ist, empfiehlt sich generell eine Anreise mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer dennoch mit dem Auto anreist, darf es am Sonnabend entlang der
Stauffenbergallee abstellen. Das Ordnungsamt werde am Sonnabend dort keine Knöllchen verteilen, sagte
Rolf Garmhausen vom Organisationsteam. Zudem werden die Parkplätze am Fachgerichtszentrum und an
der Landesdirektion den Besuchern zur Verfügung stehen.
Sächsische Zeitung [online]
Seite 1von 2
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=3175621&URL=/nachric...
09.10.2012

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Große Baumaßnahme an der Dienststätte des GeoSN, jeweils im Vergleich „vorher“ - „nachher“
31 |

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| 32
© Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
historisches Foto des jetzigen GeoSN ca. 1877
Jörg Schöner, Dresden
GeoSN, Aufnahme vom 4. März 2013
Architekturbüro Hänel und Furkert, Dresden

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33 |
Bereich Organisation
Wie bereits in den Vorjahren lag ein Schwerpunkt des Bereiches Organisation in der Betreuung der
seit 2009 laufenden Großen Baumaßnahme des GeoSN.
Nachdem Ende des Jahres 2011 der erste Bauabschnitt fertiggestellt und durch einen Teil der
Mitarbeiter des GeoSN bezogen wurde, stand das Jahr 2012 ganz im Zeichen der Fertigstellung
des zweiten Bauabschnittes. Der Bereich Organisation fungierte dabei für den Bauherrn, den
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, in erster Linie als Ansprechpartner für
die Mitwirkungsleistungen des GeoSN und war federführend für die Umsetzung dieser Leistungen.
Das band einen Großteil der Personalkapazitäten des Bereiches Organisation.
Baustellentypische Verzögerungen wie bspw. Lieferschwierigkeiten führten dazu, dass der Umzug
nicht wie geplant im August 2012, sondern erst Ende Oktober 2012 vollzogen werden konnte.
Das führte u. a. dazu, dass die Umzugsausschreibung auf Grund sich ändernder Umzugstermine
aufgehoben und ein neues Vergabeverfahren durchgeführt werden musste.
Mit dem Umzug 2012 konnten sowohl die bereits in der Dienststelle Olbrichtplatz tätigen
Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter der Dienststätte Strehlener Straße ihre endgültigen
Arbeitsplätze beziehen. Das hohe Maß der infrastrukturellen Nebenarbeiten und Umzugsgüter, wie
der Umzug des kompletten Lagerbereiches oder die Einbeziehung der diversen Außenlager des
GeoSN, erhöhten den Abstimmungsbedarf. Nur mit einer hohen Akzeptanz der außergewöhnlich
langen und teils schwierigen Bauphase durch die Mitarbeiter und einer starken Unterstützung
durch die Umzugsbeauftragten der Abteilungen des GeoSN konnten die GBM und die insgesamt
fünf Umzüge während der GBM bewerkstelligt werden.
Parallel zur Sanierung des zweiten Bauabschnittes begannen – als eigenständige Baumaßnahme -
die Arbeiten an den Außenanlagen, die 2013 abgeschlossen werden sollen.
Im Ergebnis können sich die Mitarbeiter und Kunden des GeoSN über ein Gebäude freuen, das
gute Arbeitsbedingungen bietet und sich im Kontext mit dem gesamten Ensemble Albertstadt
harmonisch in die Bebauung einfügt.
Einen weiteren Schwerpunkt des Sachgebietes Organisation bildete die zentrale Vergabestelle. So
führte die Vergabestelle ca. 300 Vergaben mit einem Volumen von ca. 3 Millionen Euro durch.
Davon wurden knapp zwei Drittel der Aufträge an sächsische Unternehmen vergeben. Neben der
Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebes des GeoSN lag ein Schwerpunkt der Vergaben im
weiteren Aufbau der Geodateninfrastruktur.
Februar 2012
Februar 2012
März 2012
April 2012
August 2012
August 2012
September 2012
August 2012
Mai 2012

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| 34
zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit
für Leistungserstellungprozess
für Investitionen in Anlagevermögen
Sachkosten
45 %
34 %
34 %
Ausgaben
Sachkosten
Personalkosten
65 %
35 %
EUR/Mio
12,60
6,79
19,39
3,05
2,34
1,40
Ausgaben
Personalkosten
Sachkosten
Summe Ausgaben
Sachkosten
davon Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermö-
gen (AAA, Lizenzen, ...)
davon Ausgaben für Leistungserstellungsprozess
(Bildflug, Produktion...)
davon Ausgaben zur Aufrechterhaltung der Geschäfts-
tätigkeit (Instandhaltung, Gebühren, Genehmigungen,
Sächsisches Verwaltungsnetz...)
Bereich Rechnungswesen
Im GeoSN konnten seit der Einführung der kaufmännischen Buchführung im Jahr 2009
zwischenzeitlich umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden. Diese führten dazu, dass ein
ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte und die Jahresabschlüsse der zurückliegenden
Jahre durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uneingeschränkt testiert wurden.
Auch im Jahr 2012 war eine solide Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Mit der Vorlage des wiederum
uneingeschränkten Prüfvermerkes des Wirtschaftsprüfers ist in Kürze zu rechnen.
Haushaltsjahr 2012 - Einnahmen und Ausgaben gerundet:
EUR/Mio
1,25
17.50
1,52
20,27
Einnahmen
Gebühren und Leistungsentgeld sowie Sonstiges
Zuschüsse für laufende Zwecke
Zuschüsse für investive Zwecke
Summe Einnahmen
Oktober 2012
November 2012
November 2012

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www.landesvermessung.sachsen.de
35 |
Geschäftsführer
Dr. Werner Haupt
Büro
Yvonne Böhm
Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Wolters
Rechnungswesen,
Organisation
Ina Trilitsch
Landschaftsmodell-
Grundmaßstab
komm. Barbara Werner
Geodatenservice
Dietmar Schenk
Grundsätze
Liegenschaftskataster
Jens Näser
Geschäftsstelle Oberer
Gutachterausschuss
N.N.
Koordinierung
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Administration
Geodateninfrastruktur
Jörg Taggeselle
Systemverwaltung
Ulrich Hähnel
Landschaftsmodell-
Folgemaßstab
komm. Annelie Prendel
Informationssysteme
Liegenschaftskataster
Uwe Zechendorf
Geodätischer
Raumbezug
Ria Liebscher
Technologie
Landesvermessung
Annelie Prendel
Personal/Recht
Matthias Hloucal
Luftbildservice
Andreas Klenner
Katasteraufsicht
Janus Czodrowski
Landesgrenzen
Jens Riedel
Liegenschaftskataster
Lothar Otte
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Landesvermessung
Ottmar Berndt-Wiele
Zentrale Aufgaben
Annette Rothenberger-
Temme
Stand 01.11.2012

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Auszug aus dem Lagebericht und
Jahresabschluss 2012
| 36
„2. Ertrags- und Finanzlage
Der GeoSN erzielte im Geschäftsjahr 2012 Leistungserlöse in Höhe von 1.267 TEUR und erreichte damit wiederum annähernd das Vorjahresniveau. Im
Vergleich zu den vorangegangenen drei Geschäftsjahren ist somit eine Stagnation der Leistungserlöse zu verzeichnen (2009 1.300 TEUR, 2010 1.360
TEUR, 2011 1.333 TEUR).
Die Leistungserlöse tragen mit 7 % nur unwesentlich zur Deckung der Gesamtaufwendungen in Höhe von TEUR 19.486 bei. Aus diesem Grund war der
GeoSN auch im Geschäftsjahr 2012 vollumfänglich auf Zuschüsse des Freistaates Sachsen angewiesen.
Die Gesamtaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 667 TEUR erhöht. Dieses Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der
IT-Leistungen, der Abschreibungen sowie der Unterbringungskosten. Der GeoSN erzielte somit im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss in Höhe
von TEUR 87.
Die Finanzlage des GeoSN ist vor allem aufgrund der Zuschüsse des Freistaates Sachsen solide. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gesichert.
Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden größtenteils zeitnah
vereinnahmt.
5. Chancen- und Risikobericht
Die Nachfrage nach den angebotenen Produkten und Leistungen wird sich auch künftig erhöhen. Verstärkt werden wird dieser Trend durch die im Jahr
2013 stattfindende Inbetriebnahme der ersten Umsetzungsphase der Weiterentwicklung der GeoBAK 2.0, der beginnenden schrittweisen Einführung
von ALKIS® sowie der Einführung von
ATKIS® Anfang 2013.
Der GeoSN ist nach SächsVermKatG und SächsGDIG zuständig für die Datenabgabe der o. g. Leistungen. Da der überwiegende Teil der Leistungen je-
doch kostenfrei zu erbringen ist und sich aus dem Inkrafttreten der 2. Sächsischen Vermessungskostenverordnung am 1. September 2012 zum Ende
des Geschäftsjahres keine wesentlichen Auswirkungen auf die realen Einnahmen des GeoSN ergaben, ist der GeoSN auf eine Bezuschussung von ca.
93 % angewiesen.
Seitens des GeoSN ist einschätzbar, dass aufgrund der derzeitigen gesetzlichen sowie politischen Rahmenbedingungen keine Indizien vorliegen, die
existenzgefährdende Einflüsse auf die Vermögens- sowie Ertragslage des GeoSN, insbesondere seine Bezuschussung i.H.v. ca. 93 %, beinhalten. Es kann
jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere finanzielle Kürzungen in Form von Haushaltssperren eintreten. Dies würde zu Unwägbarkeiten bei
der Aufgabenwahrnehmung führen.
Bedingt durch die unzureichende Möglichkeit von Neueinstellungen traten zeitliche Verzögerungen in der Entwicklung, insbesondere im Vorhaben
„Einführung des AAA-Modells im Freistaat Sachsen“, ein.
Der GeoSN unterliegt keinen Währungs- und Zahlungsstromrisiken. Ein allgemein marktübliches Preisänderungsrisiko besteht bei Beschaffungsvor-
gängen.
6. Prognosebericht
Die realen Einnahmen des GeoSN werden sich zukünftig nicht erhöhen.
Die Einnahmeseite des GeoSN bleibt demnach perspektivisch durch die bestehenden realen Einnahmen sowie hauptsächlich Einnahmen aus laufenden
Zuschüssen für vom GeoSN vorzuhaltende Leistungen konstant. Da ausgabenseitig der hohe Anteil an Personalaufwendungen bestehen bleibt, kann
der maßgebliche Teil notwendiger Investitionen nur durch die Bereitstellung entsprechender Zuschüsse abgesichert werden.
Für die Jahre 2013 und 2014 rechnet der GeoSN mit ausgeglichenen Jahresergebnissen aus seiner Geschäftstätigkeit. Die Geschäftsführung strebt für
die Jahre 2013 und 2014 wiederum einen ausgeglichenen Haushalt an.“

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37 |
GeoSN / 31.12.2012
Anlage 1.3
Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Dresden
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012
bis 31. Dezember 2012
2012
Vorjahr
EUR
EUR
EUR
1. Leistungserlöse
1.267.092,94
1.332.587,02
2. Transfererträge
15.981.757,52
15.466.570,82
3. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands
an fertigen Erzeugnissen
-23.355,53
6.110,60
4. Sonstige betriebliche Erträge
2.346.261,85
2.048.936,25
19.571.756,78
18.854.204,69
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-68.104,85
-79.028,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-1.918.430,42
-1.190.219,43
-1.986.535,27
-1.269.247,54
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
-10.891.442,64
-10.946.668,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-1.346.868,80
-1.353.992,34
davon für Altersversorgung:
EUR 213.813,88 (Vj. EUR 207.370,71)
-12.238.311,44
-12.300.660,59
7. Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-2.169.359,65
-1.950.562,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-2.983.258,41
-3.136.375,39
194.292,01
197.358,73
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.841,98
17.564,53
davon Erträge aus Abzinsung:
EUR 1.841,98 (Vj. EUR 17.564,53)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-100.434,00
-144.892,00
davon Aufwendungen aus Aufzinsung:
EUR 100.434,00 (Vj. EUR 144.892,00)
-98.592,02
-127.327,47
11.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
95.699,99
70.031,26
12. Sonstige Steuern
-8.624,86
-9.860,83
13.
Jahresüberschuss
87.075,13
60.170,43

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alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
AKTIVA
12.272
12.592
13.921
14.645
davon Anlagevermögen
7.538
8.351
9.430
10.125
davon Immaterielle Vermögensgegenstände
3.972
3.886
5.431
6.260
davon Sachanlagen
3.566
4.465
3.999
3.865
davon Umlaufvermögen
4.637
4.070
4.349
4.356
davon Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
97
171
142
164
PASSIVA
12.272
12.592
13.921
14.645
davon Eigenkapital
217
239
299
386
davon Sonderposten
7.538
8.352
9.429
10.078
davon Rückstellungen
3.728
3.377
3.487
3.207
davon Verbindlichkeiten
789
591
664
947
davon Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
33
42
27
Ertragslage
Personalaufwand
12.171
11.524
12.301
12.238
Abschreibungen
1.671
1.835
1.951
2.169
sonstiger Betriebsaufwand
4.822
5.437
4.364
4.979
Betriebsaufwand
18.664
18.796
18.616
19.386
Transfererträge
15.527
15.826
15.322
15.884
Leistungserlöse
1.300
1.360
1.333
1.267
sonstige Betriebsleistung
1.556
1.903
2.036
2.318
Betriebsleistung
18.383
19.089
18.691
19.469
Neutrales Ergebnis
0 *
-284 *
-15
4
Gesamt
-281 **
9
60
87
Deckung der Gesamtaufwendungen
7%
7%
7%
7%
* incl. Zinsergebnis aufgrund Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG)
** eingeschränktes Testat
| 38
alle Angaben in TEUR
Übersicht der Vermögens- und Ertragslage 2009-2012
* incl. Zinsergebnis aufgrund Bilanzmodernisierungsgesetz (BiMoG)
** eingeschränktes Testat

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39 |
Leistungserlöse
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
Gebühren und Leistungsentgelt steuerfrei
1.226
1.286
1.246
1.196
Einnahmen offene Sollstellungen Vermessungsämter
3
0
0
0
Gebühren und Leistungsentgelt 7%
68
61
64
59
Gebühren und Leistungsentgelt 19%
0
6
9
8
Geldstrafen
1
1
10
0
Mahngebühren
2
2
2
2
Verzugs- und Stundungszinsen
0
4
1
2
Gesamt
1.300
1.360
1.333
1.267
Anlagevermögen
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
Immaterielle Vermögensgegenstände
3.972
3.886
5.431
6.260
Lizenzen an Rechten und Werten
300
260
1.339
1.087
Erworbene Software
2.181
1.831
1.486
1.349
Erworbene Software für Ziel 3
31
16
Anlagen im Bau
1.460
1.779
2.606
3.824
AFIS
618
680
845
869
ALKIS
842
1.071
1.549
1.830
ATKIS
28
58
144
GeoBAK 2.0
963
Sonstige (SAP, DMS-Lika)
154
18
Sachanlagen
3.566
4.465
3.999
3.865
Technische Anlagen und Maschinen (überwiegend IT)
2.017
2.863
2.454
2.613
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.549
1.602
1.545
1.252
Gesamt
7.538
8.351
9.430
10.125

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Sonstiger Betriebsaufwand
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
Materialaufwand
2.764
3.474
1.269
1.987
Unterbringungskosten der Liegenschaften des GeoSN
806
793
912
1.108
Sonstiges
1.252
1.170
2.183
1.883
Gesamt
4.822
5.437
4.364
4.978
Rückstellungen
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
Altersteilzeit
2.548
2.656
2.697
2.330
Urlaub und Mehrarbeitszeit
1.056
601
633
739
Jubiläumsverpflichtung
90
78
79
77
Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten
30
42
79
61
Sonstige
3
Gesamt
3.728
3.377
3.487
3.207
| 40

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GeoSN
Herausgeber:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktion:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Gestaltung und Satz:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Druck:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktionsschluss:
November 2013
Bezug:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
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GeoSN