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SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ,
UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT
SÄCHSISCHES
AUENPROGRAMM
Worum geht es?
Auen sind natürliche Überschwemmungsgebiete am Rand von Flüssen
und Bächen. Durch menschliche Nutzung (z. B. Besiedlung, Ackerbau,
Flussbegradigungen) wurden viele Auen beeinträchtigt.
ZIELE DES AUENPROGRAMMS:
geeignete Flussabschnitte wieder mit natürlichen
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gewässertypische Dynamik von Überschwemmung und
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Entstehung vernetzter Biotop- und Gewässerstrukturen
im Fluss und in der Aue
MEHR INFOS UNTER:
https:/
/www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/
auenprogramm-3955.html
Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat dafür
geeignete Flussabschnitte ermittelt. Erste Maßnahmen sollen in einem
Sofortprogramm der neuen Staatsregierung umgesetzt werden.
Dazu gehören die Unterstützung der Auenprojekte im Röderauwald,
insbesondere durch die Durchführung von Studien zur Machbarkeit
geplanter Maßnahmen, zur Wiederanbindung von Altarmen und zur
Wiedervernässung des Auwaldes durch den Freistaat Sachsen.
Maßnahmentoolbox im
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FLÄCHENSICHERUNG
Erwerb von Flächen durch den Freistaat Sachsen oder
Vereinbarungen mit Eigentümern / Bewirtschaftern
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Wiederanbindung von abgeschnittenen Auen an den Fluss,
z. B. durch Rückbau von Deichen, wo es die Nutzung zulässt
Zulassung natürlicher Veränderungen durch den Fluss,
Anlage von Mäander
Anpflanzen auentypischer Vegetation
REDUZIERUNG UND ANPASSUNG
z. B. in der Landwirtschaft: Anpflanzen von Gehölzen statt Acker-/
Grünfläche
Nutzung für den Naturschutz durch Anlage von
Flächenbiotopen
schonende Grünlandnutzung anstelle von intensivem Ackerbau
Wo stehen wir?
Gründung Arbeitsgruppe „Auenprogramm“ aus verschiedenen
sächsischen Behörden
Suche nach Partnern in den Regionen, mit denen Auenprojekte
geplant und umgesetzt werden können
ZIELGEDANKE:
Regionen müssen die Projekte wollen –
der Freistaat unterstützt dann bei Vorbereitung, Planung
und Umsetzung
Welche Hürden gilt es zu
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Die einst natürlichen Auen werden heute oft für die Landwirtschaft
genutzt, die auf den Flächen ihren Lebensunterhalt verdienen. Wenn
Auen wieder renaturiert werden, geht dies zu ihren Lasten. Daher
müssen Lösungen mit den Eigentümern der Flächen und den Land-
wirten gefunden werden.
Eine Möglichkeit ist, dass der Freistaat Sachsen den bisherigen Nutzern
aus Steuergeldern einen Ausgleich zahlt, der die Einbußen ersetzt.
Die Allgemeinheit übernimmt also die Kosten. Dafür können natur-
nahe Auen wieder mehr für ein gesundes Ökosystem leisten und den
Menschen außerdem zur Erholung dienen.
Mäanderschlinge Aue Große Röder/Zabeltitz
© LfULG (Sächsisches Landesamt für Umwelt und Landwirtschaft)