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- 1 -
Anhang 2: Wirkfaktoren für Flüsse, Seen und
Übergangsgewässer – Kurzbeschreibung
Version 1.0
Tabelle 1: Übersicht potenzieller Wirkfaktoren - Flüsse
Wirkungsbereich
Wirkfaktor
Abfluss
Fließverhalten
Wasserspiegel-
lagen
Durchgängigkeit
(linear)
Durchgängigkeit
(lateral)
Morphologische
Verhältnisse
(Sohle, Ufer)
Morphologische
Verhältnisse
(Aue)
Temperatur-
verhältnisse
Sauerstoff-
haushalt
Salzgehalt
Versauerungs-
zustand
Nährstoff-
verhältnisse
Schwebstoff-
gehalt
Schadstoff-
gehalt
Art
Fallgruppe
Technischer Ausbau / Verbau (Gewässer)
-
X
(X)
1
(X)
3
X
X
(X)
-
-
-
-
-
X
4
-
Gew ässerentw icklung / Renaturierung
-
X
(X)
1
X
X
X
X
-
-
-
-
-
X
4
-
Neubau / Umbau von Anlagen in der Aue
-
(X)
2
-
-
X
(X)
X
-
-
-
-
-
-
-
mit Abflussregulierung/ Speicherfunktion (mit
Wasserkraftnutzung)
X
X
X
X
-
(X)
5
(X)
5
(X)
9
(X)
9
-
-
(X)
9
X
4
-
mit Regulierung der Wasserspiegellagen (mit
WK, ohne Speicherfunktion)
-
X
X
X
-
(X)
5
(X)
5
-
-
-
-
-
X
4
-
mit vorrangig stofflichen Wirkungen
X
(X)
-
-
6
-
-
-
(X)
X
8
X
X
X
X
X
mit vorrangig thermischen Wirkungen
(X)
(X)
-
-
6
-
-
-
X
(X)
(X)
(X)
(X)
(X)
(X)
mit vorrangig hydraulischen Wirkungen
X
X
-
-
6
-
-
-
(X)
(X)
(X)
(X)
(X)
(X)
(X)
mit Wiedereinleitung
X
7
X
7
-
-
-
-
-
-
7
-
7
-
7
-
7
-
7
-
7
-
7
ohne Wiedereinleitung
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Sonstige Vorhaben /
Nutzungen
Intensivierung von Freizeitnutzung und
fischereilicher Nutzung
(Beispielanw endung)
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Relevanz der Wirkzusammenhänge
X
i. d. R. potenziell relevant
(X) im Einzelfall potenziell relevant
-
i. d. R. nicht potenziell relevant (nur im Sonderfall relevant)
Fußnoten
1
2
3
4
5
6
7
8
9
direkte baubedingte Wirkungen auf den Schw ebstoffhaushalt; Veränderungen der Schw ebstoffhaushalts infolge anlagebedingter Wirkungen w erden als mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt
direkte, unmittelbare Wirkungen des technischen Ausbaus auf die lineare Durchgängigkeit, sofern keine Vorhaben der Art "Querbauw erk (Ausbau/Neubau/Betrieb)" vorliegen
i. d. R. erst relevant nach Ausuferung des Gew ässers in die Aue, d. h. im Hochw asserfall
sofern Veränderungen der Wasserspiegellagen direktes Ziel des Vorhabens sind; Veränderungen der Wasserspiegellagen infolge übriger Ausbauvorhaben w erden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt
Relevant bei großen Talsperren mit Tiefenablass
bezieht sich auf den Eisengehalt als Parameter des Sauerstoffhaushalts; Veränderungen von Sauerstoffgehalt bzw . -sättigung als Folgew irkung anderer Wirkfaktoren w erden als mittelbare abiotische
Wirkungen berücksichtigt
räumlich begrenzt auf die Ausleitungsstrecke bis Wiedereinleitung
potenzielle Wirkungen auf die lineare Durchgängigkeit w erden als mittelbare aviotische Wirkungen berücksichtigt
nur bei Neubau/Ausbau von Querbauw erken am unmittelbaren Standort des Bauw erks; w eitere Ausbauvorhaben am Gew ässer w erden über Vorhaben der Art "Gew ässerausbau (inkl. Anlagen)"
Einleitung
Ausleitung/Entnahme
Fallgruppen
Potenzielle Wirkfaktoren
Abfluss und
Fließverhältnisse
Durchgängigkeit
Gew ässer-
struktur
Wasserbeschaffenheit
Gewässerausbau (inkl.
Anlagen)
Querbauw erk
(Ausbau/Neubau/Betrieb)
nicht Bestandteil der Fallgruppen-Auswahl
nicht Bestandteil der Fallgruppen-Auswahl

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- 2 -
Tabelle 2: Vorhabenbedingte Wirkfaktoren mit potenziellen Wirkungen – Flüsse
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Abfluss und Fließverhältnisse
Abfluss
Betriebsbedingte Veränderungen der Abflussmenge (z. B. durch Ein-
leitungen und Entnahmen) oder der Abflussdynamik (mit gewässerty-
pischen Hoch- und Niedrigwasserphasen, z. B. durch Abflussregulie-
rung, Speicherung).
Fließverhalten
Betriebsbedingte Veränderungen der Fließgeschwindigkeit und Fließ-
geschwindigkeitsverteilung in Folge von Veränderungen des Abflus-
ses (z. B. Einleitungen, Entnahmen und Abflussregulierung/-speiche-
rung); anlagebedingte Veränderungen der Fließgeschwindigkeit und
Fließgeschwindigkeitsverteilung in Folge von Veränderungen der Ge-
wässerstruktur (z. B. durch Gewässerausbau oder Aus-/Neubau ei-
nes Querbauwerks) und ggf. der Auenmorphologie (i. d. R. ab bord-
vollem Abfluss).
Wasserspiegel-
lagen
Anlage- und betriebsbedingte Veränderungen der Wasserspiegella-
gen und Wasserspiegellagenschwankungen in Folge von Aus-/Neu-
bau/Betrieb von Querbauwerken mit Regulierung von Abfluss und
Wasserspiegellagen, ggf. anlagebedingte Veränderungen der Was-
serspiegellagen in Folge von naturnahem oder naturfernem Gewäs-
serausbau
Durchgängigkeit
Durchgängig-
keit (linear)
Anlagebedingte Veränderungen der Durchgängigkeit für aquatische
Organismen (flussaufwärts/flussabwärts) und das Sediment (flussab-
wärts) in Folge von Veränderungen des Längsprofils (z. B. Neubau o-
der Rückbau von Querbauwerken); mögliche betriebsbedingte Durch-
gängigkeitsdefizite in Folge physikalisch-chemischer und/oder hyd-
raulischer Veränderungen werden als mittelbare abiotische Wirkun-
gen berücksichtigt.
Durchgängig-
keit (lateral)
Anlagebedingte Veränderungen der lateralen Durchgängigkeit im
Sinne der Quervernetzung von Fluss und Aue in Folge von Gewäs-
serausbau (z. B. Gewässerregulierung, Deichbau); mögliche Durch-
gängigkeitsdefizite in Folge hydraulisch-hydrologischer Veränderun-
gen werden als mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Gewässerstruktur
Morphologische
Verhältnisse
(Sohle, Ufer)
Anlagebedingte Veränderungen der Gewässerstruktur im Sohl-
und/oder Uferbereich in Folge von naturnahem und naturfernem Ge-
wässerausbau im Querprofil des Gewässers (z. B. Einbau oder Rück-
bau von Ufersicherung) ggf. auch im unmittelbaren Gewässerumfeld
sowie in Folge von Neubau/Ausbau von Querbauwerken am Standort
der Anlage; mögliche anlage- und betriebsbedingte Wirkungen in
Folge hydraulisch-hydrologischer Veränderungen (z. B. veränderte
Wasserspiegellagen) werden als mittelbare abiotische Wirkungen be-
rücksichtigt.
Morphologische
Verhältnisse
(Aue)
Anlagebedingte Veränderungen der Auenstruktur in Folge von Aus-
bauvorhaben in der Aue (z. B. Deichbau) und (naturnahem) Gewäs-
serausbau (z. B. Altarmanschluss) sowie ggf. in Folge von Neu-
bau/Ausbau von Querbauwerken am Standort der Anlage; mögliche
anlage- und betriebsbedingte Wirkungen in Folge hydraulisch-hydro-
logischer Veränderungen (z. B. veränderte Wasserspiegellagen) wer-
den als mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Wasserbe-
schaffenheit
Temperaturver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der mittleren und/oder saisonalen
Wassertemperatur (z. B. durch Kühlwassereinleitungen), ggf. auch in
Folge von Einleitungen mit vorrangig stofflichen oder hydraulischen
Wirkungen; mögliche anlagebedingte Wirkungen auf die Wassertem-
peratur in Folge von Gewässerausbau und Abflussregulierung (z. B.
in Rückstaubereichen) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.

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- 3 -
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Sauerstoffhaus-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen von Sauerstoffgehalt und -sättigung
sowie der zugeordneten Parameter (z. B. Eisen) in Folge von Einlei-
tungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch
Sümpfungswasser), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig
thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche mittelbare be-
triebsbedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Nährstoffverhältnisse) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.
Salzgehalt
Betriebsbedingte Veränderungen des Salzgehalts in Folge von Einlei-
tungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch
Sole), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig thermischen
oder hydraulischen Wirkungen.
Versauerungs-
zustand
Betriebsbedingte Veränderungen des Salzgehalts in Folge von Einlei-
tungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch
Sümpfungswasser), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig
thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche mittelbare be-
triebsbedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Nährstoffverhältnisse) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.
Nährstoffver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der Nährstoffverhältnisse in Folge
von Einleitungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B.
durch Abwassereinleitung), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit
vorrangig thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche anla-
gebedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Temperaturverhältnisse u. a. in Rückstaubereichen) werden als mit-
telbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Schwebstoffge-
halt
Baubedingte Veränderungen des Schwebstoffgehalts in Folge von
Ausbauvorhaben im Gewässerprofil (z. B. technischer Verbau, Rena-
turierung, Neubau Querbauwerk); betriebsbedingte Veränderungen
des Schwebstoffgehalts in Folge von Einleitungen mit vorrangig stoff-
lichen Wirkungen (z. B. industrielle Direkteinleiter), ggf. auch in Folge
von Einleitungen mit vorrangig thermischen oder hydraulischen Wir-
kungen; mögliche anlagebedingte Veränderungen (z. B. in Folge von
Veränderungen der Gewässerstruktur) werden als mittelbare abioti-
sche Wirkungen berücksichtigt.
Schadstoffge-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen des Schadstoffgehalts in Folge von
Einleitungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch
industrielle Direkteinleiter), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit
vorrangig thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche bau-
bedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der Ge-
wässerstruktur) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berück-
sichtigt.

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- 4 -
Tabelle 3: Übersicht potenzieller Wirkfaktoren - Seen
Hinweis: für Wirkfaktoren im Wirkbereich
„Wasserbeschaffenheit können jahres-
zeitliche Aspekte zu berücksichtigen
sein, die sich durch eine mögliche
Schichtung des Sees ergeben können.
Dies wird wie folgt in den Piktogrammen
dargestellt:

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- 5 -
Tabelle 4: Vorhabenbedingte Wirkfaktoren mit potenziellen Wirkungen – Seen
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Abfluss und Fließverhältnisse
Wassermenge/
Abfluss
Betriebsbedingte Veränderungen der Wassermenge in Folge von
Entnahmen ohne Wiedereinleitung und in Einzelfällen durch Einlei-
tungen; Anlagebedingte Veränderungen des Abflusses (bei durch-
flossenen Seen, z. B. Wasseraustausch, Verweilzeiten) in Folge von
Veränderungen der Gewässerstrukturen (z. B. durch Ausbaggerung)
oder betriebsbedingt durch Abflussregulierungen (z. B. durch Quer-
bauwerke).
Wasserspiegel-
lagen
Betriebsbedingte Veränderungen der Wasserspiegellagen und Was-
serspiegellagenschwankungen in Folge von Entnahmen ohne Wie-
dereinleitung, ggf. auch durch Abflussregulierungen (bei durchflosse-
nen Seen) durch Querbauwerke; anlagebedingte Veränderungen
durch Gewässerausbau (ohne Querbauwerke) werden als mittelbare
abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Durchgängigkeit
Durchgängig-
keit (linear)
Anlagebedingte Veränderungen der Durchgängigkeit für aquatische
Organismen und das Sediment in Folge von Veränderungen des
Längsprofils (z. B. Neubau oder Rückbau von Querbauwerken); mög-
liche betriebsbedingte Durchgängigkeitsdefizite in Folge physikalisch-
chemischer und/oder hydraulischer Veränderungen werden als mit-
telbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Durchgängig-
keit (lateral)
Anlagebedingte Veränderungen der lateralen Durchgängigkeit im
Sinne der Quervernetzung von See und semiterrestrischem Bereich
in Folge von Gewässerausbau (z. B. Ausbau der Seeufer; Anlage
von Verwallungen); mögliche Durchgängigkeitsdefizite in Folge hyd-
rologischer Veränderungen werden als mittelbare abiotische Wirkun-
gen berücksichtigt.
Gewässerstruktur
Morphologische
Verhältnisse
(Seeboden,
Uferzone)
Anlagebedingte Veränderungen der Struktur des Seebodens und/o-
der der Uferzone in Folge von naturnahem und naturfernem Gewäs-
serausbau im Seeprofil (z. B. Einbau oder Rückbau von Ufersiche-
rung, Ausbaggerung) ggf. auch im unmittelbaren Gewässerumfeld
sowie in Folge von Neubau/Ausbau von Querbauwerken am Standort
der Anlage; mögliche anlage- und betriebsbedingte Wirkungen in
Folge hydrologischer Veränderungen (z. B. veränderte Wasserspie-
gellagen) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Morphologische
Verhältnisse
(semiterrestri-
scher Bereich)
Anlagebedingte Veränderungen der Strukturen im semiterrestrischen
Bereich in Folge von Ausbauvorhaben (z. B. Bebauung) sowie ggf. in
Folge von Neubau/Ausbau von Querbauwerken am Standort der An-
lage; mögliche anlage- und betriebsbedingte Wirkungen in Folge hyd-
raulisch-hydrologischer Veränderungen (z. B. veränderte Wasser-
spiegellagen) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berück-
sichtigt.
Wasserbeschaffenheit
Temperaturver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der Wassertemperatur im Jahres-
mittel und Jahresverlauf (auch bzgl. einer möglichen horizontalen
Schichtung) im See (z. B. durch Kühlwassereinleitungen), ggf. auch
in Folge von Einleitungen mit vorrangig stofflichen oder hydraulischen
Wirkungen; mögliche anlagebedingte Wirkungen auf die Wassertem-
peratur in Folge von Gewässerausbau und Abflussregulierung (z. B.
durch Rückstau) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berück-
sichtigt.
Sauerstoffhaus-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen von Sauerstoffgehalt und -sättigung
sowie der zugeordneten Parameter (z. B. Eisen) im Jahresmittel und
Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Einleitungen von
vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch Sümpfungswas-
ser), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig thermischen
oder hydraulischen Wirkungen; mögliche mittelbare betriebsbedingte
Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der Nährstoffver-
hältnisse) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.

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- 6 -
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Salzgehalt
Betriebsbedingte Veränderungen des Salzgehalts im Jahresmittel
und Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Einleitungen
von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch Sole), ggf.
auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig thermischen oder hyd-
raulisch-hydrologischen Wirkungen.
Versauerungs-
zustand
Betriebsbedingte Veränderungen des Salzgehalts im Jahresmittel
und Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Einleitungen
von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch Sümpfungs-
wasser), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig thermi-
schen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche mittelbare betriebs-
bedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Nährstoffverhältnisse) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.
Nährstoffver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der Nährstoffverhältnisse im Jah-
resmittel und Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Einlei-
tungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch Ab-
wassereinleitung), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig
thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche anlagebe-
dingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der Tem-
peraturverhältnisse u. a. durch Abflussregulierung) werden als mittel-
bare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Schwebstoffge-
halt
Baubedingte Veränderungen des Schwebstoffgehalts im Jahresmittel
und Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Ausbauvorha-
ben im Gewässerprofil (z. B. technischer Verbau, Renaturierung,
Neubau Querbauwerk); betriebsbedingte Veränderungen des
Schwebstoffgehalts in Folge von Einleitungen mit vorrangig stoffli-
chen Wirkungen (z. B. industrielle Direkteinleiter), ggf. auch in Folge
von Einleitungen mit vorrangig thermischen oder hydraulischen Wir-
kungen; mögliche anlagebedingte Veränderungen (z. B. in Folge von
Veränderungen der Gewässerstruktur) werden als mittelbare abioti-
sche Wirkungen berücksichtigt.
Schadstoffge-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen des Schadstoffgehalts im Jahres-
mittel und Jahresverlauf (inkl. Durchmischung) in Folge von Einleitun-
gen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch industri-
elle Direkteinleiter), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig
thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche baubedingte
Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der Gewäs-
serstruktur) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berücksich-
tigt.
Zönose
Ausprägung der
Lebensgemein-
schaft
Anlagebedingte Veränderungen der Ausprägungen der Lebensge-
meinschaften durch gezieltes (einheimischen) Einbringen von Arten
mit Folgen für die Konkurrenzsituation zwischen vorkommenden und
eingebrachten Arten hinsichtlich Habitatverfügbarkeit, Nahrungsan-
gebot und Räuber-Beute-Beziehungen (Fraßdruck); mögliche be-
triebsbedingte Veränderungen z. B. in Folge von Nährstoffeintrag zur
Fütterung.

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- 7 -
Tabelle 5: Übersicht potenzieller Wirkfaktoren - Übergangsgewässer

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- 8 -
Tabelle 6: Vorhabenbedingte Wirkfaktoren mit potenziellen Wirkungen – Übergangsgewässer
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Abfluss und Fließverhältnisse
Fließverhalten/
Tidenregime
Anlagebedingte Veränderungen des Fließverhaltens und des Tidere-
gimes (Flut-/Ebbdauer, Flut-/Ebbstrom) in Folge von Veränderungen
der Gewässerstruktur (z. B. durch Gewässerausbau oder Aus-/Neu-
bau eines Querbauwerks) und ggf. der Morphologie im Supralitoral
bzw. der Anbindung von Zuflüssen; betriebsbedingte Veränderungen
des Fließverhaltens und Tidenregimes in Folge von Veränderungen
des Tidenregimes durch Abflussregulierungen (z. B. durch Sperr-
werksbetrieb)
Wasserspiegel-
lagen/ Tiden-
hub
Anlage- und betriebsbedingte Veränderungen der Wasserspiegella-
gen und des Tidenhubs in Folge von Aus-/Neubau/Betrieb von Quer-
bauwerken mit Regulierung von Abfluss und Wasserspiegellagen,
ggf. anlagebedingte Veränderungen des Tidenhubs in Folge von na-
turnahem oder naturfernem Gewässerausbau
Durchgängigkeit
Durchgängig-
keit (linear)
Anlagebedingte Veränderungen der Durchgängigkeit (flussauf-
wärts/flussabwärts) für aquatische Organismen und das Sediment in
Folge von Veränderungen des Längsprofils (z. B. Neubau oder Rück-
bau von Querbauwerken); mögliche betriebsbedingte Durchgängig-
keitsdefizite in Folge physikalisch-chemischer und/oder hydraulischer
Veränderungen werden als mittelbare abiotische Wirkungen berück-
sichtigt.
Durchgängig-
keit (lateral)
Anlagebedingte Veränderungen der lateralen Durchgängigkeit im
Sinne der Quervernetzung von Übergangsgewässer und Nebenge-
wässers sowie dem Supralitoral in Folge von Gewässerausbau (z. B.
Gewässerregulierung, Deichbau) sowie Querbauwerke am Zufluss
(z. B. Sperrwerke); mögliche Durchgängigkeitsdefizite in Folge hyd-
raulisch-hydrologischer Veränderungen werden als mittelbare abioti-
sche Wirkungen berücksichtigt.
Gewässerstruktur
Morphologische
Verhältnisse
(Sublitoral, Euli-
toral)
Anlagebedingte Veränderungen der Gewässerstruktur im Sub- und
Eulitoral in Folge von naturnahem und naturfernem Gewässerausbau
im Querprofil des Gewässers (z. B. Einbau oder Rückbau von Ufersi-
cherung) sowie in Folge von Neubau/Ausbau von Querbauwerken
am Standort der Anlage; mögliche anlage- und betriebsbedingte Wir-
kungen in Folge hydraulisch-hydrologischer Veränderungen (z. B.
verändertes Tideregime) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.
Morphologische
Verhältnisse
(Supralitoral)
Anlagebedingte Veränderungen des Supralitorals in Folge von Aus-
bauvorhaben (z. B. Deichbau) und (naturnahem) Gewässerausbau
(z. B. Anschluss von Nebengewässern) sowie ggf. in Folge von Neu-
bau/Ausbau von Querbauwerken am Standort der Anlage; mögliche
anlage- und betriebsbedingte Wirkungen in Folge hydraulisch-hydro-
logischer Veränderungen (z. B. veränderter Tidenhub) werden als
mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Wasserbeschaffenheit
Temperaturver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der mittleren und/oder saisonalen
Wassertemperatur (z. B. durch Kühlwassereinleitungen), ggf. auch in
Folge von Einleitungen mit vorrangig stofflichen oder hydraulischen
Wirkungen; mögliche anlagebedingte Wirkungen auf die Wassertem-
peratur in Folge von Gewässerausbau und Abflussregulierung (z. B.
in Rückstaubereichen) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.
Sauerstoffhaus-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen von Sauerstoffgehalt und -sättigung
sowie der zugeordneten Parameter (z. B. Eisen) in Folge von Einlei-
tungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. industrielle
Direkteinleiter), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit vorrangig
thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche mittelbare be-
triebsbedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Nährstoffverhältnisse) werden als mittelbare abiotische Wirkungen
berücksichtigt.

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- 9 -
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor
Piktogramm
Beschreibung
Nährstoffver-
hältnisse
Betriebsbedingte Veränderungen der Nährstoffverhältnisse in Folge
von Einleitungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B.
durch Abwassereinleitung), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit
vorrangig thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche anla-
gebedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der
Temperaturverhältnisse u. a. bei Abflussregulierungen) werden als
mittelbare abiotische Wirkungen berücksichtigt.
Schadstoffge-
halt
Betriebsbedingte Veränderungen des Schadstoffgehalts in Folge von
Einleitungen von vorrangig stofflich verändertem Wasser (z. B. durch
industrielle Direkteinleiter), ggf. auch in Folge von Einleitungen mit
vorrangig thermischen oder hydraulischen Wirkungen; mögliche bau-
bedingte Veränderungen (z. B. in Folge von Veränderungen der Ge-
wässerstruktur) werden als mittelbare abiotische Wirkungen berück-
sichtigt.

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- 10 -
Tabelle 7: Übersicht potenzieller Wirkfaktoren (Piktogramme) in Flüssen, Seen und Übergangsgewässern
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor (Fluss)
Wirkfaktor (See)
Wirkfaktor
(Übergangsgewässer)
Abfluss und Fließverhältnisse
Abfluss
Wasser-
menge/ Ab-
fluss
(über „Fließverhalten/ Tidenre-
gime“ betrachtet)
Fließverhalten
(über „Wassermenge/Abfluss“ be-
trachtet)
Fließverhal-
ten/ Tidenre-
gime
Wasserspiegel-
lagen
Wasserspie-
gellagen
Wasserspie-
gellagen/ Ti-
denhub
Durchgängigkeit
Durchgängig-
keit (linear)
Durchgängig-
keit (linear)
Durchgängig-
keit (linear)
Durchgängig-
keit (lateral)
Durchgängig-
keit (lateral)
Durchgängig-
keit (lateral)
Gewässerstruktur
Morphologische
Verhältnisse
(Sohle, Ufer)
Morphologi-
sche Verhält-
nisse (Seebo-
den, Ufer-
zone)
Morphologi-
sche Verhält-
nisse (Sublito-
ral, Eulitoral)
Morphologische
Verhältnisse
(Aue)
Morphologi-
sche Verhält-
nisse (semi-
terrestrischer
Bereich)
Morphologi-
sche Verhält-
nisse (Supra-
litoral)
Wasserbe-
schaffenheit
Temperaturver-
hältnisse
Temperatur-
verhältnisse
Temperatur-
verhältnisse

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- 11 -
Wirkungs-
bereich
Wirkfaktor (Fluss)
Wirkfaktor (See)
Wirkfaktor
(Übergangsgewässer)
Sauerstoffhaus-
halt
Sauerstoff-
haushalt
Sauerstoff-
haushalt
Salzgehalt
1,3
Salzgehalt
(für Übergangsgewässer nicht
berücksichtigt)
Versauerungs-
zustand
Versaue-
rungszustand
(nach OGewV für Übergangsge-
wässer nicht relevant)
Nährstoffver-
hältnisse
Nährstoffver-
hältnisse
Nährstoffver-
hältnisse
Schwebstoffge-
halt³
Schwebstoff-
gehalt
(für Übergangsgewässer nicht
berücksichtigt)
Schadstoffge-
halt
Schadstoffge-
halt
Schadstoffge-
halt
Zönose
2
(für Flüsse nicht berücksichtigt)
Ausprägung
der Lebens-
gemeinschaft
(für Übergangsgewässer nicht
berücksichtigt)
1
Neben dem in der Abbildung dargestellten Chlorid (Cl) umfasst der Salzgehalt auch Sulfat und die Leitfähigkeit
(vgl. Anhang 3, Tabelle 2)
² Direkte Veränderungen der Zönosen (z. B. durch Besatz) in offenen Systemen wie Flüssen und Übergangsgewässern durch einzelne
Vorhaben i. d. R. unwahrscheinlich, daher nicht berücksichtigt
³ Direkte Veränderungen des Salz- und Schwebstoffgehalts in natürlicherweise salzhaltigen und schwebstoffreichen Übergangsgewäs-
sern durch einzelne Vorhaben i. d. R. unwahrscheinlich, daher nicht berücksichtigt