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Untersuchungen zur Eisenversorgung von Saugferkeln
Saugferkel wachsen dreimal schneller als Wildschweinfrischlinge und haben durch die damit
verbundene Blut- und Muskelzunahme einen hohen Eisenbedarf (HEINRITZI et al., 2006).
Dabei kommt Eisen mit dem höchsten Gehalt aller Spurenelemente im Tierkörper (70 -
100 mg/kg Körpergewicht) in zwei- (Fe
2+
) oder dreiwertiger (Fe
3+
) Form vor. Saugferkel ha-
ben einen Eisenbedarf von etwa 10 mg täglich, wobei über die Sauenmilch pro Tag nur etwa
1 mg Eisen aufgenommen wird (GUTZWILLER, 1999). Alle Versuche, die Eisenversorgung der
Ferkel über die Fütterung der Muttertiere während der Trächtigkeit und Laktation zu verbes-
sern, waren bisher ohne nennenswerten Erfolg (HEINRITZI, 2006). Aufgrund der Tatsache,
dass Bakterien Eisen für ihren Stoffwechsel benötigen, ist der geringe Eisengehalt der Sau-
enmilch kein Systemfehler der Natur, sondern ein natürlicher Schutzmechanismus des Ge-
säuges gegen Infektionen (VERGARA, 2011). Dieses Defizit entsteht nur bei Stallhaltung,
denn unter natürlichen Bedingungen haben Frischlinge Zugang zu Waldboden, der je g Erde
5 bis 35 mg dreiwertiges (Fe
3+
) Eisen enthält (GUTZWILLER, 1999). Um resorbiert werden zu
können, muss es zu zweiwertigem Eisen (Fe
2+
) reduziert werden. Das wird über Vitamin C,
Cystein, Gluthathion oder Salzsäure begünstigt (SCHARRER und WOLFRAM, 2000).
Während die Eisenreserven mit denen die Hausschweine geboren werden nach Ansicht ver-
schiedener Autoren bis zum 2. oder 3. Lebenstag der Ferkel knapp ausreichend (VERGARA,
2011; ANONYM, 2016) sind, sehen andere Autoren bereits zu diesem Zeitpunkt ein Defizit
(BOSTEDT, 2003). Diese Einschätzung ist kein Widerspruch, denn der durchschnittlich gerin-
ge Eisenvorrat neugeborener Ferkel von etwa 40 - 60 mg/kg Lebendgewicht kann erheblich
zwischen den Würfen schwanken. Ein Teil der Ferkel wird dadurch bereits mit einem Ei-
sendefizit geboren (ZAREMBA und HÜHN, 2002; HEINRITZI, 2006). Dieses möglicherweise frü-
he Defizit kann durch eine sehr frühe Eisengabe in der praxisüblichen Form einer Injektion
nicht ausgeglichen werden, weil sie eine ausreichende über die Milch aufgenommene Menge
an antioxidativem Vitamin E oder Selen voraussetzt (GUTZWILLER, 1999). Nach einer Eisenin-
jektion wird innerhalb von 6 Stunden ein Anstieg des Bluteisengehaltes um das 30-fache
(56 vs. 1.560 μmol/l Gesamteisen im Blutplasma) des Normalwertes beobachtet (HOFFMANN

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und G
RÜN, 2011). Das ist besonders für Ferkel, die heute in den großen Würfen mit eher
geringem individuellem Geburtsgewicht zur Welt kommen eine Belastung. So können sehr
frühe Injektionen die Gewebe oxidativ schädigen und in Einzelfällen tödlich wirken.
Nach Ansicht verschiedener Autoren ist die orale Gabe von Eisen eine bessere Alternative
zur Injektion, weil die regulatorischen Mechanismen im Darm beansprucht werden wie bei
der natürlichen Eisenaufnahme. Deshalb können
Eisenpräparate in Form von Eisendextran
oder Eisenmethionin bereits nach den ersten 12 Lebensstunden und damit früher als eine
Eiseninjektion gegeben werden. Als möglichst einfache Variante schlagen HOFFMANN und
GRÜN (2011) vor preiswertes Eisensulfat an die Sauen zu verfüttern. Die natürliche Aufnah-
me von Sauenkot durch die Saugferkel (ca. 10 - 30 g/Ferkel), soll die Versorgung mit Eisen
sichern. Zur direkten Gabe
stehen Eisenpasten zur Verfügung, die den Ferkeln aus arbeits-
wirtschaftlicher Sicht ungünstig, in der Regel zweimal eingegeben werden müssen
(HAGMÜLLER und GALLNBÖCK, 2009). Das Eingeben an sich dauert gegenüber der Injektion
nur marginal (44
vs.
41 Sekunden) länger (
ZAREMBA und HÜHN, 2002).
Eisenpasten sollten
aufgrund der Verträglichkeit komplex gebunden (Eisendextran) und keine einfachen Salze
(z. B. Eisensulfat) sein. Daneben gibt es Eisenpulver zur freiwilligen und damit nicht kontrol-
lierbaren Aufnahme (
VERGARA, 2011). Spätestens in der dritten Lebenswoche sollte nach der
Eingabe der Paste eine zusätzliche Eisenquelle in Form von Eisentorf angeboten werden.
Bewertet anhand objektiv überprüfbarer Tierwohlkriterien wird die orale Eisengabe von den
Ferkeln aber nicht als angenehmer empfunden als die Eiseninjektion (WYNN et al., 1999).
Die Resorption des Eisens wird von der Art der Applikation nicht beeinflusst (THÖREN-
TOLLING und JÖNSSON, 1977). Es ist gleichgültig, ob Eisendextran oral oder intramuskulär
verabreicht wird, die Anreicherung des Eisens in verschiedenen Organen, wie Leber, Milz,
Mesenteriallymphknoten, Körperlymphknoten, Jejunum und Ileum war ähnlich.
Somit ist das praxisübliche Standardverfahren einer subkutanen Injektion von 200 mg Eisen
in Form von Eisendextran vor allem der Arbeitswirtschaft geschuldet (VERGARA, 2011) und
soll die Eisenversorgung bis zur Aufnahme von festem Beifutter sichern. Die einmalige Injek-
tion führt zu einem Eisendepot, was zunächst als eine Überversorgung gewertet werden
kann (HOFFMANN und GRÜN, 2011). Bereits bei einer Injektion von 150 mg Eisen werden in
der Leber gebildete, erhöhte Hepcidinwerte gemessen, die als eine Art Biomarker für zu viel
Eisen gesehen werden (ANONYM, 2016). Reduzierte (100 mg) Eisengaben wirken schonen-
der und führen nach 14 Lebenstagen zu vergleichbaren Hämoglobinwerten im Blut wie eine
Injektion von 200 mg pro Ferkel (GUTZWILLER, 1999). Das ist aber unter dem Gesichtspunkt

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der Entwicklungsgeschwindigkeit der Ferkel zu sehen. Deshalb ist nach Ansicht von
B
OSTEDT (2003) bei hohen Säugezunahmen eine 2. Eisengabe spätestens am 15. Lebens-
tag oder eine Kombination einer oralen Eisengabe am 2. Lebenstag mit einer Injektion am
10. Lebenstag sinnvoll (ZAREMBA und HÜHN, 2002; ANONYM, 2016).
Die Eisenversorgung der Ferkel kann sich jedoch auch in beide Richtungen negativ auf die
Tiergesundheit auswirken. Während ein Eisenmangel grundsätzlich immunsuppressiv wirken
kann (ZAREMBA und HÜHN, 2002),
diagnostiziert
HOLMGREN (1996)
bei etwa 10 Prozent der
Ferkel Polyarthritis, wenn sie bereits am ersten Lebenstag Eisen injiziert bekommen. Bei
einer Injektion von Eisen am fünften Lebenstag wurden signifikant weniger Gelenkentzün-
dungen diagnostiziert (p < 0,01). Bei oraler Aufnahme von Eisentorf war die Häufigkeit von
Polyarthritis weiter reduziert (p < 0,001). Gleichzeitig besteht aber die Gefahr eines Wachs-
tumsdefizits.
Aufgrund eines Problems mit schwer therapierbaren Ferkeln mit Gelenkentzündungen in der
Lehrwerkstatt Schwein (LWS) des Lehr- und Versuchsgut (LVG) Köllitsch sollte in einer Un-
tersuchung geklärt werden,
ob bei großen Würfen und intensivem Wachstum die Standard-
versorgung noch bedarfsgerecht ist und ob die Art der Eisenversorgung möglicherweise ei-
nen Beitrag zur Verminderung der von Streptokokken/Staphylokokken verursachten Proble-
matik im Bestand leisten kann.
Material und Methoden
83 hochtragende Sauen der im 3-Wochen-Rhythmus bewirtschafteten Herde in der Lehr-
werkstatt Schwein (LWS) wurden in 6 aufeinanderfolgenden Versuchsdurchgängen in der
Zeit von Februar bis August 2017 jeweils am 110. Trächtigkeitstag in den Abferkelbereich
eingestallt. Bei allen Sauen, die am 116. Trächtigkeitstag (Mittwoch) noch nicht geferkelt ha-
ben, wurden die Geburten mit 0,5 ml PGF (Veyx forte, Injektion in die Scham) eingeleitet. Die
Geburten stellen sich dann erfahrungsgemäß ab dem folgenden Tag (Donnerstag)
ein. Alle
Geburten wurden ausschließlich während der Dienstzeiten betreut. Im Rahmen der Versu-
che erhielten die Ferkel der Kontrollgruppe am 3. Lebenstag und in 6 Versuchsdurchgängen
eine Standardapplikation von 200 mg Eisendextran in die Kniefalte. In der Versuchsgruppe 1
wurde in drei Durchgängen diese Eisenmenge auf zwei Termine (3. und 10. Lebenstag) ver-
teilt. In drei weiteren Durchgängen wurde die zweite Injektion am 10. Lebenstag auf 200 mg
Eisendextran erhöht. In einer weiteren Versuchsgruppe wurde das Eisen in drei Durchgän-
gen in Form von 2 ml Eisenpaste am 3. und 10. Lebenstag oral appliziert. Das eingesetzte

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Produkt (Firma Schippers, Produktbezeichnung „Ferroral“) enthält nach Herstellerangaben
auf einen Liter bezogen neben dem Eisen (115.000 mg dreiwertiges Eisen (III)-oxid und
108.206 mg Eisendextran) auch Vitamine (5 Mio. IE Vitamin A, 50.000 mg Vitamin E) und
Energie in Form von 13,0 % Traubenzucker und 7,0 % Palmkernöl. In drei weiteren Abfer-
keldurchgängen wurde dieser Versuchsgruppe ab dem 5. Lebenstag nach der oralen Appli-
kation am 3. Lebenstag, Eisentorf in einem kleinen Zusatztrog in den Abferkelbuchten zur
freiwilligen Aufnahme zur Verfügung gestellt. Der Eisentorf der Firma Schippers (Produktbe-
zeichnung „BabyFerPig“) enthält je kg nach Herstellerangaben 550 mg Eisensulfat, 550 mg
Zinksulfat, 150 mg Mangansulfat und 150 mg Kupfersulfat, sowie 7,6 % Rohfaser.
Tabelle 1
Versuchsaufbau
Applikation
Kontrolle
Versuchsgruppe 1
Versuchsgruppe 2
n Würfe
27
28
28
Durchgänge
3
3
3
Art
Injektion (subkutan)
Injektion (subkutan)
Orale Eingabe
Zeitpunkt
3. Lebenstag
3. und 10. Lebenstag
2. und 10. Lebenstag
Menge
200 mg Eisendextran
jeweils 100 mg Eisendextran
2 ml Eisenpaste: 230 mg Ei-
sen+++; 216 mg Eisendextran)
Durchgänge
3
3
3
Art
Injektion (subkutan)
Injektion (subkutan)
orale Eingabe
Zeitpunkt
3. Lebenstag
3. und 10. Lebenstag
2. und 10. Lebenstag
Menge
200 mg Eisendextran
100 mg Eisendextran am 3. Lt.
+ 200 mg am 10. Lt.
2 ml Eisenpaste am 3. Lt. +
Eisentorf ab 5. Lt.
Während der dritten Säugewoche wurden die Gelenke sowie die Körperfarbe der Ferkel
nach einem selbst entwickelten Boniturschema (Skala 1 = sehr blass, bzw. keine Gelenk-
veränderung bis 4 = sehr rosa, bzw. extreme Gelenkentzündung) bewertet.
Datenerfassung und Auswertung
Die Sauen wurden beim Ein- und Ausstallen, die Ferkel am Tag nach der Geburt sowie beim
Absetzen gewogen und die Gewichtsentwicklung bestimmt. Ferkelverluste und Verlustursa-
chen der Saugferkel wurden dokumentiert. Darüber hinaus wurde die weitere Verwendung
der Ferkel für die Ferkelaufzucht oder das Versetzen an eine Amme dokumentiert. Bei der
Auswertung der gemessenen Daten wurde der Durchgangseffekt über eine Varianzanalyse
statistisch korrigiert
.
Die kategorisch erfassten Boniturwerte wurden mit dem Programmpaket
SPSS und einem sogenannten Chi
2
-Test (
χ
2 –Test) ausgewertet und auf Signifikanz geprüft.

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Die parametrischen Messwerte der biologischen Leistungen wurden mithilfe einer Vari-
anzanalyse ausgewertet und geprüft. Bei der Verrechnung der Daten wurde eine Korrektur
auf den Durchgangseffekt nach folgendem Modell vorgenommen:
y
ijk
=
μ
+
α
i
+
β
j
+
ε
ijk
y
ijk
=
Messwert des untersuchten Merkmals für das ijk-te Tier
μ
=
Mittelwert für das untersuchte Merkmal
α
i
=
Effekt der Eisenapplikation
β
j
=
Durchgangseffekt
ε
ijk
=
Restfehler.
Ergebnisse und Diskussion
Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung sollte die gängige Praxis einer einmaligen Ei-
sengabe am 3. Lebenstag der Ferkel überprüft werden. Dieses Verfahren ist vor allem der
Arbeitswirtschaft geschuldet und führt zu einer Art Depot im Tierköper, was in der Menge
zunächst eher belastend wirkt (HOFFMANN und GRÜN, 2011; ANONYM, 2016) und langsam
aufgebraucht wird. Die Frage, ob diese Menge ausreicht, wird in der Haltungspraxis immer
wieder diskutiert. Sie ist nicht generell zu beantworten, denn sie hängt vom Geburtsgewicht,
der Wachstumsintensität sowie der Tiergesundheit der Ferkel und von der Art und dem Be-
ginn der Beifütterung ab (VERGARA, 2011). Einzelne Autoren empfehlen bei hohen Säugezu-
nahmen eine 2. Eisengabe oder den Einsatz von Wühlerde spätestens am 15. Lebenstag
(GUTZWILLER, 1999; BOSTEDT, 2003), weil bei einer einfachen und frühen Gabe (12 - 24 h
nach der Geburt) die Gefahr besteht, dass die Ferkel in der dritten Lebenswoche nicht mehr
genügend Eisen im Blut haben (ANONYM, 2003). Um den Versorgungsstatus sicher einzu-
schätzen wird eine Blutuntersuchung der kräftigsten Ferkel eines Wurfes in der zweiten oder
dritten Lebenswoche empfohlen. Diese sollte um aussagekräftig zu sein, auf mindestens drei
Parametern (Hämoglobin > 100 g/l; Serum-Eisen-Konzentration > 18 μmol/l und Eisenbin-
dungskapazität > 71 μmol/l) beruhen (VERGARA, 2011) und ist somit sehr aufwändig. Mit Ei-
sen unterversorgte Ferkel erscheinen nach praktischer Einschätzung blasser und wachsen
langsamer, weil das Eisen für die
Bildung des Blutfarbstoffes Hämoglobin und des Muskel-
farbstoffes Myoglobin notwendig ist
(HEINRITZI, 2006). Die in der vorliegenden Untersuchung
durchgeführte Bonitur der Köperfarbe kann eine solche Blutunteruntersuchung keinesfalls

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ersetzen und ist deshalb lediglich als Hilfsparameter zu sehen. Trotzdem scheint sie zur ver-
gleichenden Differenzierung der Behandlungsgruppen geeignet zu sein. In der vorliegenden
Untersuchung wird das Ergebnis der subjektiven, verblindeten Bonitur der Körperfarbe der
Ferkel in der dritten Lebenswoche, signifikant (p<.05) von der Art der variierten Eisenversor-
gung beeinflusst.
Abbildung
Bonitur der Hautfarbe der Saugferkel in der 3. Lebenswoche auf einer Skala
von 1 - 4
Die den Kontrollgruppen
injizierte Menge von 200 mg Eisendextran pro Ferkel soll für die
Bildung von 4,5 kg Lebendmasse bei einer Verwertung des Eisens von 90 % ausreichen
(ZAREMBA und HÜHN, 2002; BOSTEDT, 2003). Ab einem Körpergewicht von etwa 6 kg wird
unterstellt, dass die Beifutteraufnahme ausreicht, um die Eisenversorgung zu sichern. Insge-
samt werden bis zum 28. Lebenstag 280 mg Eisen benötigt (VERGARA, 2011). Dabei ist die
Beifutteraufnahme eines Saugferkels eine sehr variable Größe und hängt von der Milchmen-
ge, der Beifutterqualität sowie der Länge der Säugezeit ab (MEYER, 2008). Im vorliegenden
Versuch werden die später auch abgesetzten Ferkel mit einem mittleren Geburtsgewicht von
1,52 kg (VK 23 %, Spannweite: 600 g bis 2.800 g) geboren und erreichen nach durchschnitt-
lich 27,3 Säugetagen ein mittleres Absetzgewicht von 7,62 kg (VK = 25 %). Der mittlere Zu-
wachs beträgt also 6,1 kg und damit etwa ein Drittel mehr als von BOSTEDT (2003) veran-
42
35
64
58
57
34
0
20
40
60
80
100
120
Kontrolle
Injekt.gesplittet
Eisen oral
sehr blass
schwach rosa
rosa
sehr rosa

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schlagt. Das erforderliche Eisen für etwa 1,6 kg mehr Zuwachs muss somit aus der Beifut-
teraufnahme kommen, die keinesfalls gesichert ist.
Insbesondere Ferkel, die nach der Erstversorgung mit nur 100 mg am 10. Lebenstag noch-
mal 200 mg Eisendextran zusätzlich injiziert bekommen haben, entwickeln eine kräftigere
Hautfarbe als die Kontrollferkel und die Ferkel der Versuchsgruppe 2. Der eher blasse Ge-
samteindruck der mit oralem Eisen versorgten Ferkel rührt vor allem von den Versuchsgrup-
pen her, die den Eisentorf freiwillig aufnehmen sollten. Diese freiwillige Aufnahme ist gemes-
sen an der Farbe im Mittel offensichtlich durchschnittlich nicht hoch genug und ähnlich wie
die Beifutteraufnahme mit Unsicherheiten verbunden (M
EYER, 2008), was die Problemsicht
von ZAREMBA und HÜHN (2002) bestätigt. So werden 145 von 165 Ferkeln dieser Versuchs-
gruppe (88 %) als „schwach rosa“ bewertet, nur 12 % der Ferkel haben die gewünschte rosa
Färbung. Auch bei zweifacher Eingabe der Eisenpaste werden die Ferkel gegenüber der
Injektion etwas schlechter bewertet, was der Werbeaussage des Herstellers widerspricht, die
eine bessere und gesundere Farbe der Ferkel in Aussicht stellt. Der Gesamteindruck der
Ferkel, die bereits am 3. Lebenstag die volle Eisenmenge bekommen haben und der Tiere,
deren Eisenversorgung auf zwei Gaben aufgeteilt wurde, unterscheidet sich nicht. Die kräfti-
gere Färbung bei zeitlich gesplitteter Injektion ist also keine Folge der Aufteilung der Eisen-
mengen, sondern der Steigerung der zweiten Gabe auf 200 mg Eisendextran und damit der
Gesamtversorgung auf 300 mg. Da die Anreicherung des Eisens in verschiedenen Organen
- von der Art der Applikation (oral oder als Injektion) ähnlich ist (THÖREN-TOLLING und
JÖNSSON, 1977; BOSTEDT, 2003) und 2 ml der eingesetzten Eisenpaste neben 230 mg Ei-
sendextran auch noch Eisenoxid enthält, muss der eher schlechtere Gesamteindruck (20 %
Ferkel weniger in der gewünschten Klasse 3) der zweifach oral versorgten Ferkel eher eine
Folge einer geringeren Versorgung mit Eisen in Form von Eisendextran sein. Diese könnte
demnach nicht ganz ausreichend gewesen sein, denn dafür werden von anderen Autoren bis
zum 14. Lebenstag 290 mg Eisendextran vorgesehen. Dazu kommt, dass die Ferkel bei der
oralen Applikation möglicherweise nicht die gewünschte Menge aufnehmen. Diese wird nur
erreicht, wenn das Produkt tief genug im Rachenraum eingegeben (BOSTEDT, 2003) und so
vollständig abgeschluckt wird (VERGARA, 2011).
Der beschriebene subjektive Eindruck einer unterschiedlichen Hautfärbung schlägt sich je-
doch weder in der Leistung noch in der Verlustsituation der unterschiedlich behandelten
Würfe in der Säugezeit nieder. Die gefundenen Unterschiede sind somit vordergründig nur
ein „optisches Problem“. I
n den 83 bonitierten Würfen der vorliegenden Untersuchung wur-

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den 1.243 Ferkel oder 15 Ferkel je Wurf lebend und 1,9 Ferkel tot geboren. Nach der Eisen-
applikation am 3. Lebenstag verstarben noch 10,6 % der lebend geborenen Ferkel. Die ab-
solute Verlustrate war den vergleichsweise großen Würfen geschuldet, sie ist aber nicht ak-
zeptabel hoch (> 17%). Von den 1,6 Ferkeln, die nach der Eisenapplikation noch verloren
gegangen sind, ist je Wurf durchschnittlich ein Ferkel verendet, 0,5 Ferkel je Wurf wurden
erdrückt und 0,1 Ferkel je Wurf mussten gemerzt werden. Durch die unterschiedliche Eisen-
applikation wird das Verlustgeschehen nicht beeinflusst. Obwohl die Variante mit einer zwei-
fachen Eingabe von Eisenpaste vergleichsweise günstig abschneidet, sind die Durchgangs-
effekte höher als der Einfluss der Behandlung. Die Standardabweichung der Spätverluste
entspricht mit 10,5 % dem Mittelwert von 10,6 %. Lediglich die Verlustrate der ersten drei
Durchgänge mit der Standardbehandlung (200 ml Eisendextran am 3. Lt.) unterscheidet sich
signifikant von der Verlustrate der zweiten drei Durchgänge. Unabhängig von der Art der
Eisengabe mussten mit 14,4 % aller Ferkel gleich viele Ferkel antibiotisch behandelt werden.
Tabelle 2
Spätverlustrate % (nach 3. Lt.) bei unterschiedlicher Eisen-Applikation
Kontrolle
Eisen gesplittet
Eisen oral
12,0
11,4
9,0
Durchgang 1 - 3
Durchgang 4 - 6
100 ml + 100 ml
100 ml + 200 ml
2* Paste
Paste + Torf
8,0
16,1
9,8
12,9
6,1
11,8
Dieses Ergebnis widerspricht der Einschätzung von ZAREMBA und HÜHN (2002), die bei ora-
ler Eisengabe, gleichem Zunahme- (219 g) aber geringerem Verlustniveau (< 10 %) weniger
Saugferkelverluste feststellen. HAGMÜLLER und GALLNBÖCK (2011) finden bei Einsatz von
oralem Eisen im Vergleich zur Injektion unterschiedlicher Eisenquellen ebenfalls keine Un-
terschiede bei der Verlustsituation, sehr wohl aber bei den Lebenstagszunahmen der Ferkel
unter ökologischen Haltungsbedingungen. Nur der zweifache Einsatz einer Eisenpaste führte
gegenüber der Kontrolle (200 mg Eisendextran) zu vergleichbaren Serumeisengehalten und
täglichen Zunahmen.
Im vorliegenden Versuch ist die Verlustrate in den Durchgängen mit
hohem Verlustniveau in den Gruppen mit der 2-maligen Injektion und der oralen Eisengabe
etwas günstiger. Das führt aber nicht zu unterschiedlichen Säugezunahmen. Die Absetzge-
wichte unterscheiden sich statistisch gesehen nicht. Die mit Eisentorf versorgten Ferkel sind
tendenziell etwas leichter (Tabelle 3). Vermutlich verdrängt die Aufnahme von Eisentorf Milch
oder Beifutter ohne einen Beitrag zur Nährstoffversorgung leisten zu können.

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Tabelle 3
Biologische Leistungen
Kontrolle
Eisen gesplittet
Eisen oral
n
338
361
368
Wurfgröße [n]
12,8
13,0
13,3
n. s.
Geburtsgewicht kg]
1,55
1,53
1,58
n. s.
Absetzgewicht
[kg]
7,59
7,65
7,57
n. s.
Säugezunahmen [g]
225
225
229
n. s.
Ausstallgewicht
Ferkelaufzucht
[kg]
23,9
25,1
22,9
a,b,c
Zunahmen
Ferkelaufzucht
[g]
454
486
432
a,b,c
DG
1 - 3
DG
4-6
100 +
100 mg
100 +
200 mg
2* Eisen-
paste
Eisenpaste
+ Eisentorf
n
191
147
201
159
203
165
Geburtsgewicht kg]
1,52
1,58
1,54
1,52
1,48
1,51
n. s.
n. s.
Absetzgewicht
[kg]
7,81
7,55
7,92
7,45
7,68
7,30
n. s.
n. s.
Säugezunahmen [g]
230
219
234
217
227
212
n. s.
n. s.
Ausstallgewicht
Ferkelaufzucht
[kg]
23,5
24,3
24,5
25,6
22,7
23,2
a,a,b
a,b,a
Zunahmen
Ferkelaufzucht
[g]
440
468
465
507
419
445
a,a,b
a,b,a
Diese Situation ändert sich unerwartet während der Ferkelaufzucht. Die Ferkel, deren Ei-
seninjektion gesplittet wurde, erreichen tendenziell, die Ferkel deren Eisengabe um 100 mg
erhöht wurde, erreichen hoch signifikant höhere Ausstallgewichte und tägliche Zunahmen
während der Ferkelaufzucht. Möglicherweise muss die Versorgung mit Eisen über das Bei-
oder Aufzuchtfutter in Frage gestellt werden. Während bei der Injektion von Eisenpräparaten
von einer 90 %-igen Verwertung ausgegangen wird (
ZAREMBA und HÜHN, 2002), muss je
nach Formulierung des Eisens bei anderen Formen der Versorgung mit geringeren Absorpti-
onsraten gerechnet werden. So wird aus Waldboden nur etwa 5 - 15 % des oral aufgenom-
menen Eisens im Darm resorbiert (SCHARRER und WOLFRAM, 2000). Gleichzeitig stellt sich
die Frage wie hoch der Eisenbedarf von Aufzuchtferkeln bei den heute üblichen Zunahmen
tatsächlich ist. Untersuchungen haben ergeben, dass der Eisengehalt von Schweinefleisch
von schnell wachsenden Mastschweinen, im Gegensatz zu den älteren Sauen heute sehr
gering ist (GOLZE, 2018). Das liegt möglicherweise u. a. an der durch die Zucht veränderten
Zusammensetzung der Muskelfasern.

10
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Während somit die orale Eisengabe hinsichtlich der Leistungen der Ferkel vergleichsweise
schlecht abschneidet, werden die Ferkel bei der Bonitur der Gelenke etwas besser bewertet.
Der doppelte Einsatz der eisenhaltigen Paste führte zu 6 % (p =.063) mehr Ferkeln mit völlig
intakten Sprunggelenken. Bei der Kombination mit dem Eisentorf war der Effekt gleichgerich-
tet, aber geringer.
Abbildung 2
Bonitur von Gelenkarthritiden auf einer Skala von 1 - 4
Dies bestätigt Untersuchungen von H
OLMGREN (1996), der
bei einer späteren Injektion
(5. Lebenstag) gegenüber einer früheren sowie bei einer oralen Aufnahme von Eisentorf ge-
genüber der Injektion weniger Polyarthritiden bei Saugferkeln feststellt (p < 0,001). Der in der
Literatur festgestellte Effekt mit etwa 10 % weniger Gelenkveränderungen ist aber fast dop-
pelt so hoch wie in der vorliegenden Untersuchung. Das allerdings kann den nicht ganz ver-
gleichbaren Versuchsanstellungen (Zeitpunkte der Injektion) oder einem nicht vergleichba-
rem Infektionsdruck geschuldet sein. Es kann aber bestätigt werden, dass die Eisenversor-
gung der Saugferkel mögliche Gesundheitsprobleme nicht nur verringern, sondern auch ver-
stärken kann.
Mit jeder Injektion werden Streptokokken und Staphylokokken von der Ober-
fläche der Haut unter die Haut oder den Muskel gestochen. Außerdem ist das Handling für
die Ferkel stressig. Von Staphylokokken und Streptokokken ist bekannt, dass sie nicht erst
eine stressinduzierte Immunsuppression brauchen, um sich massiv zu vermehren, sondern
auch direkt durch Stresshormone zum Wachstum oder zur Änderung der Virulenz angeregt
werden.
Der Stress einer Injektion wird sich aus praktischer Sicht nicht wesentlich von dem
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78
83
0
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40
60
80
100
120
Kontrolle
Injekt.gesplittet
Orale Eisengabe
in Ordnung
entzündet, Behandlung
extreme Entzündung

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Bearbeiter:
Dr. Eckhard Meyer, Dr. Helga Vergara
Abteilung/Referat:
Landwirtschaft/Tierhaltung ; Sächsische TSK Dresden
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einer oralen Eingabe unterscheiden. Deshalb kommen als mögliche Erklärung der Beobach-
tungen eher hygienische Effekte der Applikation und einer gesundheitlich belastend wirken-
den Eisendepotbildung in Frage.
Zusammenfassung
In sechs Versuchsdurchgängen mit 1.243 lebend geborenen Ferkeln wurde die Eisenversor-
gung von Saugferkeln anhand der Menge (200 mg
vs.
100 mg+ 100 mg sowie 100 mg +
200 mg), dem Zeitpunkt (3.
vs.
3. + 10. Lebenstag) sowie der Applikationsart (Injektion
vs.
orale Applikation) variiert. Es konnten zunächst keine Unterschiede in der körperlichen Ent-
wicklung und der Verlustrate zwischen den Versuchsgruppen während der Säugezeit festge-
stellt werden. Die Ferkel der Versuchsgruppen, deren Eiseninjektion gesplittet und gesteigert
wurde (200 mg am 10. Lebenstag), entwickelten vor allem gegenüber den Ferkeln mit oraler
Eisenversorgung eine kräftigere Hautfarbe und hatten während der darauffolgenden Fer-
kelaufzucht signifikant höhere tägliche Zunahmen. Die Eisenversorgung beeinflusst dem-
nach die körperliche Entwicklung der Ferkel über die Säugezeit hinaus. Bei den Ferkeln mit
oraler Versorgung waren die Zunahmeleistungen im Gruppenmittel etwas schlechter, dafür
wurden signifikant weniger Gelenkarthritiden festgestellt. Es wird geschlussfolgert, dass eine
orale Eisenversorgung je nach Verfahren nicht zu dem gleichen optischen Gesamteindruck
hinsichtlich der Körperfärbung der Ferkel führt, dafür aber einen Vorteil für die Tiergesund-
heit haben kann.
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