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Aktualisierte Umwelterklärung 2019

 
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Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Unsere Umweltleistung
4
2.1 Beobachtungen zur Trockenheit
4
2.2 Maßnahmen
6
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
6
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
9
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
11
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
17
2.3 Kennzahlen
19
K Datenverfügbarkeit
19
K Berichterstattung
21
K Weitere
21
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
22
4.
Gültigkeitserklärung
23

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Umwelterklärung 2019
| 3
1.
Vorwort
Mit dieser Umwelterklärung möchten wir Sie
über die Entwicklung unserer Umweltleistung
im Jahr 2018 informieren.
Auch im letzten Jahr hatten wir uns wieder
anspruchsvolle Ziele gesetzt, die wir zu einem
großen Teil erfüllen konnten. Betrachtet man
alle Maßnahmen und Kenngrößen gleichwertig,
so konnten 75% erfüllt werden.
Beachtenswert ist jedoch, dass wir deutlich
mehr zusätzliche Aktivitäten und Investitionen
umsetzen bzw. tätigen konnten, die zu Beginn
des Jahres nicht absehbar waren. Zwei Beispiele
sind das 3D-Ultraschallanemometer zur Erfas-
sung von Windfeldern und der TOC/TNb-
Analysator zur Bestimmung des gesamten or-
ganischen Kohlenstoffs / gesamtgebundenen
Stickstoffs für das Gewässergütelabor Chem-
nitz.
Der BfUL gelingt es immer besser, die Bedeu-
tung der einzelnen Vorhaben angemessen dar-
zustellen und verständlich zu machen. Dazu
nutzen wir die verschiedenen Plattformen der
Öffentlichkeitsarbeit angefangen von Fachvor-
trägen über die Beteiligung am ersten sächsi-
schen Hochwasserschutztag am 9. September,
unsere homepage bis hin zu newslettern wie
den SMULetter. Denn für uns und unsere Auf-
traggeber stehen das Ergebnis und dessen wirk-
same Weiternutzung im Vordergrund der Wis-
sensvermittlung.
Die Digitalisierung durchdringt in immer stärke-
rem Maße auch alle Geschäftsfelder der BfUL.
Die stete Verbesserung und Erweiterung der
Informationstechnik (hardware und software)
zur Absicherung der Datenerzeugung, -haltung
und –verarbeitung ist ein fortlaufender Prozess
und nimmt zunehmend Kapazitäten in An-
spruch. Dazu gehören auch die Anforderungen,
die die Informationssicherheit uns auferlegt. Die
störungsfreie Umstellung der Datenfernübertra-
gung der Pegelmesswerte stellte in diesem Zu-
sammenhang eine besondere Herausforderung
dar, die im Zusammenwirken auch mit dem
LfULG gemeistert wurde.
Das Jahr 2018 war geprägt von einer außerge-
wöhnlichen Trockenheit. Dies hatte auch Aus-
wirkungen auf unsere Arbeit und die verschie-
denen Messprogramme. Interessante Ursache-
Wirkungs-Beziehungen konnten ermittelt wer-
den. Einen gesonderten Einblick vermittelt das
Kapitel 2.1 auf den nächsten Seiten.
Beinahe über das gesamte Jahr haben wir an
der Fortschreibung des Kostenoptimierten Ent-
wicklungskonzeptes (KOEK V) für den kommen-
den 5-Jahres-Zeitraum gearbeitet und intensive
Abstimmungen mit der Fachaufsicht geführt.
Erstmals erfolgt die Abbildung der 50 Produkte
in den jeweiligen Geschäftsfeldern der BfUL. Zu
jedem Produkt sind in einem Produktsteckbrief
die fachlichen Anforderungen, die Menge der zu
erbringenden Leistungen sowie die Ressourcen,
die zur Aufgabenerfüllung eingesetzt werden,
beschrieben. Diese transparente Darstellung
erlaubt es künftig besser als bisher, die Wirkun-
gen geänderter Anforderungen bewerten zu
können. Das KOEK V wurde zu Beginn des Jah-
res 2019 an das Sächsische Staatsministerium
für Umwelt und Landwirtschaft übergeben.
Darüber hinaus erfolgte eine Aktualisierung des
Fachaufsichtspapiers des LfULG, in die wir in-
tensiv eingebunden waren. Dort sind die Anfor-
derungen an die BfUL zu Menge, Qualität, Un-
tersuchungshäufigkeit, Ergebnisform und Be-
richtstermin fest geschrieben.
Mit diesen beiden strategischen Papieren ist
eine stabile Basis gelegt, um auch zukünftig mit
einem hohen Maß an Zuverlässigkeit die uns
gestellten Aufgaben vollumfänglich zu erfüllen.
Die BfUL versteht sich demnach weiterhin als
ein fachübergreifender, kompetenter Partner
und Dienstleister für die Umwelt- und Land-
wirtschaftsbehörden des Freistaats Sachsen und
wird Ergebnisse in gewohnt bester Qualität
bereitstellen.
Dr. Mathias Böttger
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2019
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2. Unsere Umweltleistung
Die in der Umwelterklärung 2018 beschriebenen
Umweltaspekte haben Gültigkeit. Die positive
Entwicklung der damit verbundenen Auswirkun-
gen ist in der Umsetzung der Einzelzielstellungen
und Kennzahlen ablesbar.
Die Darstellung der Umweltleistung erfolgt aus
Platzgründen und Erhaltung der Lesbarkeit min-
destens für das aktuelle Abrechnungsjahr, das
Vorjahr und das der Einführung bzw. der ersten
Darstellung innerhalb der Umwelterklärung.
2.1 Beobachtungen zur Trockenheit
In der Umwelterklärung 2014 haben wir den
Zusammenhang zwischen den Erfahrungen der
vorangegangenen Hochwasserereignisse und der
Entwicklung der baulichen, technischen und
methodischen Ausstattung der BfUL beschrie-
ben.
Die seit 2002 vorgenommenen Verbesserungen
wurden mehrfacher Prüfung auf Bestand und
Wirksamkeit hin unterzogen.
Eine Maßnahme, die in Folge des Hochwassers
2013 notwendig wurde, ist der Neubau der Ge-
wässergütemessstation Schmilka, der im Herbst
2018 abgeschlossen wurde, weiter auf Seite 8.
Ein zweites sehr umfangreiches Projekt ist das
Jeschke-Bauprogramm zur Umsetzung der Emp-
fehlungen einer Untersuchungskommission der
Sächsischen Staatsregierung zur Analyse der
Meldesysteme nach dem Augusthochwasser
2010. Es beinhaltet die Errichtung von bis zu 40
Pegeln sowie bis zu 15 Niederschlagsmessstel-
len (Ombrometer) in bisher nicht beobachteten
Einzugsgebieten.
Seit Beginn der Umsetzung in 2013 wurden 38
Gewässerabschnitte und 44 potenzielle Pegel-
standorte untersucht, 30 Kompaktstationen zur
hydrometrischen Voruntersuchung installiert
und betrieben.
Ende 2018 ist folgender Arbeitsstand erreicht:
ausgewiesene potenzielle Pegelstandorte 37;
Kompaktstationen in Betrieb 18;
Pegelanlagen in Bearbeitung 28;
Pegelanlagen, fertiggestellt und in Betrieb 7;
Ombrometer, fertiggestellt und in Betrieb 7.
Der Betriebsdienst konnte mit der Schaffung
von zwei Personalstellen ab 2019 bzw. 2020
dauerhaft abgesichert werden.
Abbildung 1: Gewässerkarte mit Messnetz des Freistaates Sachsen und in
Untersuchung befindliche Neustandorte.
Die Trockenheit im Jahr 2018 gibt Gelegenheit,
diesbezügliche Beobachtungen wiederum in den
Zusammenhang zur Umweltleistung zu stellen.
Eine Herausforderung hat sich bereits für die
Gewässergütemessstation Bad Düben ergeben,
die bei den Maßnahmen unter
A
zu finden ist.
Wasser & Meteorologie
Niederschlagsentwicklung am Standort Brandis:
Die Niederschlagssumme der Monate Mai bis
August betrug nur 118 mm. Damit besteht im
Vergleich zum 30-jährigen Mittel (1981-2010)
für diesen Zeitraum ein Niederschlagsdefizit von
158 mm. Ein ähnlich hohes Defizit (143 mm)
wurde im Sommer 2003 registriert, gefolgt vom
Sommer des Jahres 1989.
Abb. 2: Summenkurve der monatlichen Defizite der Niederschläge in 2018, 2003
und 1989 im Vergleich zum Mittel der 30-jährigen Reihe (1981-2010) in [mm].

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Umwelterklärung 2019
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Bodenwasserausschöpfung und Verdunstung
Im Sommer ist auf den Lysimeterböden Sandlöß
auf Sand (leichter Boden, geringer Bodenwas-
serspeicher) und tiefgrüner Löß (schwerer Bo-
den, hoher Speicher) ein „neues“ Maximum der
Bodenwasserentnahme zu verzeichnen.
Bis zur Ernte des Maisbestandes im August war
die reale Verdunstung der Lößböden auf stand-
orttypisch hohem Niveau. Aber der Vergleich zur
potentiellen Verdunstung zeigt, dass die Pflan-
zen auch auf diesem Standort dem außerge-
wöhnlich hohem Verdunstungsanspruch der
Atmosphäre nicht vollständig gerecht werden
konnten.
Auf den Sandböden kamen im Jahr 2018 die
Entwicklung der Maispflanzen und damit die
Verdunstung bereits im Juni zum Erliegen. Die
Differenz zwischen realer und potentieller Ver-
dunstung verweist für diesen Standort nahezu
jedes Jahr auf hohe Wasserdefizite.
Grundwasserneubildung und Grundwasser-
standsentwicklung
Bei ähnlicher Landnutzung liefern die Sum-
mendifferenzenlinien der Sickerwassermengen
konkrete Hinweise auf den ausschließlich witte-
rungs- und bewirtschaftungsbedingten Verlauf
der Grundwasserstandsentwicklung. Dabei soll-
ten die „Lysimeterböden“ in etwa den Grund-
wasserleiterdeckschichten entsprechen. Es wird
davon ausgegangen, dass überdurchschnittlich
hohe Sickerwassermengen zum Anstieg der
Grundwasserstände führen, überdurchschnittlich
geringe dagegen zu einem Absinken.
Abb. 3: Grundwasserstand der Messstelle 474104_1 mit Summendifferenzenlinie.
Aus der seit 2014 anhaltend unterdurchschnitt-
lichen Grundwasserneubildung folgt ein konti-
nuierliches Absinken des Grundwasserspiegels.
Voraussetzung für diese Korrelation ist, dass die
Grundwasserspiegelschwankungen vorwiegend
durch Neubildung initiiert werden, wie dies im
Einflussbereich der Messstelle 474104_1 der
Fall ist.
Fließgewässer: Parthe
Die Parthe (Pegel Naunhof) ist seit dem 17.07.
mit einer Unterbrechung von 6,5 h trocken.
In der Mulde bei Golzern herrscht eine Wasser-
temperatur von etwa 25°C vor, in der Weißen
Elster und Pleiße sind es immerhin 24°C.
Abb. 4: Pegel Naunhof an der Parthe.
Gewässerökologie
Der Nachweis von Blaualgen erfolgte ca. 6 Wo-
chen zeitiger, d. h. bereits im Juni, infolge er-
höhter Gewässertemperatur.
Landwirtschaftliches Untersuchungswesen
Silomais:
Der Probeneingang erfolgte ca. 3 Wochen früher
als im Vorjahr. Die Proben wiesen geringere
Stärkegehalte auf und zeigten eine Verschie-
bung der Inhaltsstoffzusammensetzung. Im
Rahmen der Untersuchung zum Messnetz Fut-
termittel fiel auf, dass einige eingereichte Si-
lomaisproben komplett kolbenlos waren. Die
verschiedentlich vermuteten Probleme mit der
Kalibrierung der NIRS Analytik traten nicht auf.
Auch unter den gegebenen Bedingungen war
die NIRS Kalibration anwendbar und zuverlässig.
Getreide:
Der Probeneingang erfolgte etwas früher als im
Vorjahr. Die Proben wiesen höhere Protein- und
geringere Stärkegehalte auf und waren deutlich
trockener. Auch hier waren die NIRS Kalibratio-
nen anwendbar und zuverlässig (zu NIRS: S. 13).
Naturschutzmonitoring
Moore sind stark von Trockenheit beeinflusst,
allerdings werden die Auswirkungen erst 2019
sichtbar werden (Gefahr für Lebensraumtypen).

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Umwelterklärung 2019
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2.2
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Strahlenschutz
zusätzlich:
Inbetriebnahme und Kalibrierung
zweier neuer Low-Level-Counter zur Messung
von Alpha- und Betastrahlung als Ablösung
alter Systeme mit Verbesserung u. a. durch neue
Software und damit verbundene Schnittstellen.
Im Immissionsschutz
Erhaltung funktionsfähiges Luftmessnetz
:
Der Ersatzneubau der Station Niesky wurde in
2018 abgeschlossen.
Qualitätssicherung Schwebstaub-Bestimmung
:
Alle bisher nicht mit kühlbarer Filterlagerung
betriebenen LV-Sammler wurden ersetzt und
sind seit Februar 2019 im Routinebetrieb. Die
neuen Geräte sichern die Qualität der Schweb-
staubbestimmung.
zusätzlich: Erneuerung Meteorologie
:
4 Messstationen im Luftmessnetz wurden mit
neuer Meteorologie-Messtechnik ausgestattet,
zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Kom-
patibilität mit neuen Datenerfassungssystemen.
Im Emissionsschutz
zusätzliche Anschaffungen
:
Erfassung von Windfeldern
: Ausrüstung des
mobilen-Messcontainers Emission mit einem
Ultraschallanemometer, das dreidimensional
erfasst. Windfelder können mit größerer Genau-
igkeit besonders bei geringen Windstärken er-
fasst werden.
Erfassung Niederschlag
: Beschaffung und In-
stallation eines Niederschlagsmessgerätes er-
möglicht bessere zeitlich aufgelöste Nieder-
schlagsdaten und geringere Erfassungsgrenze.
Stickstoffdioxid-Messung
: Anschaffung eines
NO2-Direktmessgerätes, bisher wurde NO2 nicht
direkt gemessen, sondern berechnet.
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d. h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit und der
Genauigkeit der Daten
Zielstellung für 2019:
Im Immissionsschutz
Erhaltung funktionsfähiges Luftmessnetz:
Neubau mobil nutzbarer Station. Altes Mo-
dell mit Fahrwerk ist für den Bedarf zu groß.
Ersatzneubau einer Station bis 2020, mit
Prüfung der Energieverbrauchsreduzierung.
Schwebstaub-Bestimmung
: Test eines neuen
Messgerätes (APDA 372) auf Tauglichkeit für
den Einsatz in ausgewählten Messstationen. Das
neue Gerät verspricht zunächst eine Erweite-
rung des Untersuchungsspektrums bei geringe-
rem Wartungsaufwand. Die Dimensionierung ist
für sehr kleine Stationen geeignet.
Erneuerung Meteorologie 2018 bis 2020:
Fortsetzung der Umrüstung auf den neuen und
einheitlichen Standard. In 25 der 29 Messstati-
onen im Luftmessnetz werden meteorologische
Daten erfasst.
Qualitätssicherung Meteorologie
: Beginn Um-
rüstung der Meteorologie-Vergleichsmess-
stationen mit Ultraschallanemometer und hö-
herwertigen Strahlungsgebern. Im Messnetz
sind einige höherwertigen Geräte im Einsatz,-
messtechnische Rückführung wird auf das Ni-
veau dieser Geräte gehoben.
Im Emissionsschutz
Stickstoffdioxid-Messung
:
neuartigen Gerätes mit alternativer Messme-
thodik wurde im Referenz-und Kalibrierlabor
(RKL) erfolgreich getestet: Die Evaluierung im
Messnetz erfolgt in 2019, weiter mit C.

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Umwelterklärung 2019
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mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Oberflächenwasser-Pegelbau:
2 Maßnahmen
wurden zum Abschluss gebracht, 18 laufende
Projekte fortgeführt und 3 neue Maßnahmen
begonnen. Damit fehlt in jedem Bereich eine
Maßnahme. Das ist angesichts der zunehmen-
den Schwierigkeiten bei der Abwicklung von
Bauvorhaben dennoch beachtlich. Hinderlich
sind unklare territoriale Randbedingungen (z.B.
geplante Brücken- und Straßenbauvorhaben),
Probleme der Grundstücksverfügbarkeit, über-
lange wasserrechtliche Genehmigungsverfahren
sowie Kapazitätsprobleme bei den beteiligten
Partnern für Planung, Ausführung und Kontrolle.
Oberflächenwasser
(
OW)-Pegelausrüstung:
Verbesserung durch:
neue Elektroanschlüsse an einem Pegel,
2 neue Zählgeräte zur Durchflussmessung
Umrüstung eines ADCP Messgerätes von Rio
Grande zu River Pro durch Hard- und Soft-
wareupgrate.
Grundwasser-Messstellenbau:
8 Bauanträge wurden erstellt,
2 Maßnahmen wurden abgeschlossen, 4
Maßnahmen wurden verschoben.
GW-Messstellenausrüstung:
dafür gab es kein
Erfordernis.
für das neue Probenahmefahrzeug im Fachbe-
reich (FB) 34 siehe D, wurde neue GW-
Messausrüstung beschafft, d. h. digitale Multi-
parametersonde mit Durchflussmesszelle und
entsprechender Software.
Niederschlagsmessnetz:
Planung und Realisierung für den Neubau der
Station Dahlen.
Untersuchung von 4 AMN-Standorten auf
Nachrüstung mit Ombrometern konnte aus Ka-
pazitätsgründen nicht fortgeführt werden.
Intensiv-Bodendauerbeobachtungsflächen
(BDF II):
für die Nachrüstung von Sensoren an
bestehenden Messstellen in Abstimmung mit
dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie (LfULG) gab es keinen Bedarf.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
OW-Pegelbau:
Fortsetzung von 19 laufenden
Maßnahmen, Fertigstellung von einer Maßnah-
me und 5 Neubeginne.
Abb.. 5: Pegel Göritzhain im Juni-Hochwasser 2013.
Abb. 6: Pegel Göritzhain im Bau.
Abb. 7: Pegel Göritzhain im August 2018.
OW-Pegelausrüstung:
Weitere Elektroanschlüsse, Wasserstands- und
Durchflussmesstechnik.
GW-Messstellenbau
zur Überwachung der GW-
Körper nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL):
7
Bauanträge, Prämisse: Aufgabenstellung
12 Baumaßnahmen (Fertigstellung).
GW-Messstellenausrüstung:
Nachrüstung mit Datensammlern und DFÜ.
Niederschlagsmessnetz:
Planung/Realisierung 1 neue Station,
Abschluss der Untersuchung für 1 AMN-
Standort auf Nachrüstung Ombrometer und
Beginn der Ausrüstung.
(BDF II):
Nachrüstung von Sensoren an beste-
henden Messstellen in LfULG-Abstimmung.

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Umwelterklärung 2019
8 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
zusätzlich im Feuchtelabor Saatgut:
Austausch
der Analysenwaage mit Drucker im Feuchtelabor
Saatgut gegen Analysenwaage mit PC und au-
tomatischer Erfassung der Einwaagen und
Rückwaagen sowie Berechnung der Feuchte. Die
Feuchtebestimmung wird dadurch effektiver.
In der Umweltanalytik
Spezielle Wasseranalytik:
Kauf eines neuen LC-MS/MS zur Erfüllung der
Anforderungen nach WRRL, d. h. Verringerung
der Bestimmungsgrenzen. Das betrifft 20 Stoffe
aus dem Bereich Pharmaka und Pflanzen-
schutzmittel und dient der Erfüllung der Quali-
tätsvorgaben nach WRRL.
(LC-MS/MS=Flüssig-
chromatograph mit Massenspektrometriekopplung)
Gewässergütemessstation Schmilka:
Die
bauseitige Fertigstellung ermöglichte die Inbe-
triebnahme im Oktober. Die Messungen wurden
ab 01.11.2018 aufgenommen.
Ein voller Messbetrieb soll bis zu einem Pegel-
stand der Elbe von 9 m ermöglicht werden. Die
gesamte Gebäude-, Mess- und Rechentechnik
wurde im Obergeschoss installiert. Nach Ablau-
fen der Hochwasserwelle kann der Messbetrieb
zeitnah wieder aufgenommen werden.
Dadurch garantiert dieses funktionale und
hochwassersichere Gebäude die zukünftige Auf-
gabenerfüllung der Wächter- und Bilanzie-
rungsmessstation Schmilka.
Abb. 8: Dalben und Entnahmebauwerk in der Elbe.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
im Reinheitslabor Saatgut:
Neubeschaffung einer Analysenwaage mit PC
und automatischer Erfassung der Einwaagen für
die Bestimmung des Tausendkorngewichtes
sowie Berechnung statistischer Daten bei einer
Mehrfachbestimmung (u. a. Mittelwert, Varianz)
im Reinheitslabor. Bisher erfolgt die Erfassung
der Einzelwerte manuell. Die Bestimmung des
Tausendgewichtes wird durch diese Beschaffung
effektiver.
In der Umweltanalytik
Feststoffanalytik:
Beschaffung eines zweiten
Rußanalysators zum Parallelbetrieb:
erhöht die Sicherheit termingerechter Ergeb-
nisübergabe;
Maximal doppelter Probendurchsatz, da kein
Autosampler möglich, d. h. Probenaufgabe
erfolgt manuell zu synchronisierten Startzei-
ten.
Im Messnetz Naturschutz
Erweiterung des Messnetzes „Fledermaus-
detektion / Horchboxen“ durch die Messstelle in
Schmilka. Damit gelingt der Lückenschluss in
der Datenerfassung Fledermäuse im Elbtal.
Gewässergütemessstation Bad Düben:
Im Zusammenhang mit der Trockenheit musste
der Betrieb der Station Bad Düben längerfristig
eingestellt werden. Zur Wiederherstellung und
langfristige Sicherung des Betriebs der Messsta-
tion sind umfangreiche bauliche Veränderungen
des Entnahmebauwerks notwendig.
Abb. 9: Gewässergütemessstation Schmilka im März 2019.

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Umwelterklärung 2019
| 9
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Strahlenschutz
Anwendung der Datenbank
im Aufgabenge-
biet „Aufsichtliche Kontrollmessungen“ konnte
aus Kapazitätsgründen erneut nicht umgesetzt
werden. Die Zielstellung wird ab 2019 in das
Nachfolgekonzept einbezogen. Die aktuelle
Software ist seit fast 20 Jahren im Einsatz.
Im Immissionsschutz
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
1. Teil der Softwareanpassung der ADVis-
Datenbank ist erfolgt, Aktivitäten zur Automati-
sierung der Standortcharakteristika auf 2019
verschoben, weiterer Abstimmungsbedarf mit
LfULG und Lieferanten erforderlich. Die Maß-
nahme wird bis 2021 verlängert.
Erprobung der Abfragemöglichkeiten über
TCP/IP – MSR ist erfolgt. Die Anpassung der
Messnetzkommunikation zwischen Zentrale und
Stationsrechnern wird im 1. Quartal 2019 abge-
schlossen.
Die softwareseitige Anpassung in der Mess-
netzzentrale ist noch nicht abgeschlossen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Umstellung der WISKI Datenbank auf die
Version 7 konnte vorbereitet werden, sodass die
Migration in 2019 eingeplant werden kann.
(WISKI=Wasserwirtschaftliches Informationssystem
der Firma Kisters)
Umrüstung auf Grundlage des Realisierungs-
konzeptes „Zukünftige Datenübertragungs-
lösung im GB3“ auf IP-DFÜ erfolgte für:
39 Pegel, 37 GWM und 11 Ombrometer sowie 1
BDF II Station und hat somit insgesamt folgen-
den Stand erreicht:
91 Pegel, 116 GWM, 34 AMN, 27 Ombro, 1 BDFII.
Datenbank für Grundwasser-Daten: kein Be-
arbeitungsfortschritt.
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2019:
Im Strahlenschutz
Datenbank Umweltradioaktivität:
Erstellung eines Konzeptes für den Nachfolger
der aktuellen Datenbank Umweltradioaktivität
in Sachsen (DURAS). Eine neue Version soll die
Abläufe im Labor vereinfachen und durch den
Wegfall von Auswertebögen Papier sparen hel-
fen. Dabei wird die Zuordnung der Adressinfor-
mation zu Probenentnahmestellen für Aufga-
bengebiet „Aufsichtliche Kontrollmessungen“
berücksichtigt.
Umstellung der Datenlieferung vom bestehen-
den IMIS 2 auf die Erfordernisse der neuen
webgestützen Version von IMIS 3. Der Parallel-
betrieb IMIS 2 / IMIS 3 bedarf einiger Änderun-
gen im Probenübermittlungsablauf, verspricht
aber vereinfachte Abläufe.
IMIS=Integriertes Mess- und Informationssystem zur
Überwachung der Radioaktivität in Deutschland.
Im Immissionsschutz
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
Aktualisierung der ADVIs-Bedienoberfläche;
Aktualisierung Wartungstool auf web-Ober-
fläche.
Abstimmung mit LfULG zu Struktur und Er-
weiterungsmöglichkeiten, Erstellen Pflich-
tenheft wird bis 2021 verlängert.
Abfragemöglichkeiten über TCP/IP–MSR: Reali-
sierung der Überwachung der Stationsabfrage
(AD-Abfrage)
Abschluss der softwareseitigen Anpassung in
der Messnetzzentrale und Anbindung aller
Messnetzstationen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Migration auf WISKI 7
Abschluss für alle Messnetze.
Grundwasser-Daten in Datenbank führen:
a) in WinSTYX 4.0 für weitere Funktionen;
b) in MST- und Beobachter-Datenbank des GB 3.

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Umwelterklärung 2019
10 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
In der Umweltanalytik
Anpassung des LIMS mit dem Ziel der Ablö-
sung des WINLIMS 7.1 durch ein neues LIMS
zum Start in das Messnetz 2019 wurde aus
technischen und personellen Gründen verscho-
ben, u.a. wegen neuer Serverstruktur in Nossen
und Inbetriebnahme der Messstation Schmilka.
Zielstellung für 2019:
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
Futtermittel
: Update der Datenauswertungs-
software Lab-Solution, die im Zuge der Bestim-
mung von Futtermittelzusatzstoffen eingesetzt
wird. Das verbessert die Zuverlässigkeit der
Steuerung der HPLC-Systeme zur Bestimmung
von Zusatz- und unerwünschten Stoffen und
wird zu zeitlichen Einsparungen bei der Pro-
benmessung mit HPLC führen.
(HPLC=Hochdruckflüssigkeitschromatograph)
Saatgut:
Neubeschaffung einer Oberschalen-
waage in der Probenannahme zwecks vollstän-
diger Trennung der Probenteilung von ungebeiz-
ten und gebeizten Saatgutproben. Um Kontami-
nationen von Beize aus gebeizten Proben in
ungebeizte Proben zu verhindern, sind beide
Probenteilungen vollständig zu trennen. Gleich-
zeitig wird der Arbeitsschutz dadurch erhöht.
Bisher sind alle Arbeitsschritte der Probentei-
lung mit Ausnahme der Probenein- und -
rückwaage getrennt.
In der Umweltanalytik
Bio-Datenbank
: Umstellung der Bewertung der
WRRL-Verfahren auf Online-Tools, Anpassung
der Bio-Datenbank. Erste konzeptionelle Arbei-
ten in 2019, Fortführung in den Folgejahren.
Gewässerökologie
: Umrüstung der Mikroskop-
kameras und der dazu gehörigen Software zur
Herstellung der Kompatibilität mit Windows 10.
Probennahme:
Anpassungen/Optimierungen des elektronischen
Protokolls für die Fließ- und die Standgewässer-
probenahme zur Vermeidung von Datenbrüchen
und Erhöhung der Datensicherheit.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
…in der Umweltanalytik
Vorbereitung der Umstellung auf neues LIMS für
die Bereiche Wasser, Boden, Sediment und Luft-
staub ab Januar 2020.
(LIMS=Laborinformations- und Managementsystem)
Messnetz „Fledermausdetektion/Horchboxen“
:
Testung der automatisierten Datenübertragung
von Fledermaushorchboxen in das PC-Netz.
Vorteile: Kein Auslesen der Daten vor Ort;
schnellere Datenverfügbarkeit und höhere Da-
tensicherheit.
Messnetz Naturschutz
: Aufbau eines Ferner-
kundungsarbeitsplatzes bis 2020. Aufbauend auf
den vielversprechenden Testergebnissen aus
dem Jahr 2015 soll die Satellitenfernerkundung
für spezielle Fragestellungen im Fauna-Flora-
Habitat (FFH) - Monitoring nutzbar gemacht
werden. Für 2019 ist die erste Implementierung
von Fernerkundungsverfahren in naturschutz-
fachliches Monitoring geplant.
Gewässergüteüberwachung
:
Optimierung der ENMO-Datenbank zur Daten-
haltung, Verwaltung und Auswertung von DI-
VER-Daten und Profiler-Daten.
(ENMO=Environ-
mental Monitoring /=Umweltbeobachtung)
Abb. 10: Diver, Datenlogger für Wasserstand, Leitfähigkeit und Temperatur.
Projekt Vinzenzgraben
:
Einsatz von Datenloggern zur Überwachung von
Einträgen in Fließgewässern mit dem Ziel der
Erfassung von sporadischen Einleitungen aus
Betrieben.

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Umwelterklärung 2019
| 11
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
für die gesamte BfUL
Die Reakkreditierung gemäß DIN EN ISO/IEC
17025 wurde erfolgreich abgeschlossen. Zur
Erstbegutachtung wurden geprüft und bestätigt:
11 Verfahren der Futtermittel-Analytik;
20 Verfahren zur Analytik von Luftstaub, De-
positions- und Bodenwasser sowie zum SPA-
Vogelmonitoring.
SPA=Special Protection Area, Besonderes
Schutzgebiet, so werden die Schutzgebiete
der Vogelschutzrichtlinie bezeichnet.
Verbesserung des internen Controllings und
Erarbeitung des KOEK V:
Produktsteckbriefe und Fachaufsichtspapiere;
Abstimmungsprozess mit LfULG zum Entwurf.
Schnellstmögliche Wiederherstellung von
Serviceleistungen
und einer dauerhaften und
dokumentierten Problemlösung durch Aufbau
eines Managements für erkannte Störungen
(IM) und für Störungen mit unbekannten Ursa-
chen (PM) und deren Behebung. Erste Stufe
erreicht, d. h. Vorfälle und Probleme werden in
Excel dokumentiert.
zusätzlich
:
Aktualisierung Serverstruktur
von
2018 bis 2019. In 2018 wurde die Hardware
beschafft und in Betrieb genommen sowie be-
reits 30 % der Altgeräte migriert und ersetzt.
Erarbeitung eines Datensicherungskonzeptes
nach der Vorgehensweise des IT-Grundschutzes
als langfristige Zielstellung.
2016: Neustrukturierung Stammdaten GB 1;
2017: Betrachtung GB 3 abgeschlossen;
2018: Betrachtung der GB 2, GB 4 und GB 5 ist
zu 90 % abgeschlossen.
IT-seitige Betreuung
Umstellung von ana-
log/ISDN/DSL-alt auf neue All-IP
-Produkte zur
Absicherung der Datenübertragung aus allen
Messnetzen der BfUL. In 2018: wurden dazu
150 Anschlüsse umgestellt.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2019:
für die gesamte BfUL
Beteiligung am Projekt des SMUL „
neue Intra-
netplattform“
2019 bis 2020 zur besseren Zu-
sammenarbeit im Geschäftsbereich des SMUL.
Rechtskonforme und sichere Aktenführung
durch Einführung einer Registratur ab 2019 und
einer elektronische Vorgangsbearbeitung 2019
bis zunächst 2020.
Prüfung zur Einführung einer übergreifenden
Branchen/Standard-Softwarelösung zur umfas-
senden Anwendung in der Verwaltung.
Bestätigung KOEK V: durch SMUL
Anpassung an Haushalts-Entwurf 19/20,
Abstimmungsprozess mit dem SMUL.
Schnellstmögliche Wiederherstellung von Ser-
viceleistungen
und einer dauerhaften und do-
kumentierten Problemlösung: Neuausrichtung
des IM und PM bis Ende 2019 auf den aktuellen
Stand. Einführung eines Ticketsystems zur Do-
kumentation der Vorfälle und Probleme.
Aktualisierung Serverstruktur:
In 2019 werden
die verbleibenden 70% der Altserver auf die
neuen migriert. Ein Ziel des Projektes ist auch
eine signifikante Energieeinsparung
Erarbeitung eines Datensicherungskonzeptes
Abschluss für GB 2, 4, 5;
Aktualisierung GB 1-Daten auf neue Struktur;
Erstellung Risikobehandlungsplan für alle GB
und Vorlage zur Entscheidungsfindung.
Aktualisierung der Backup-Infrastruktur
an
den Standorten Radebeul und Nossen zur flexib-
len Datensicherung von allen Servern und bei
Bedarf von Messgeräten und Arbeitsstationen.
Umstellung auf
neue All-IP
muss in 2019
abgeschlossen werden, das beinhaltet: Umstel-
lung von weiteren ca. 150 Anschlüssen.

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Umwelterklärung 2019
12 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Strahlenschutz
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auf Lebens- und Futtermittel
konnte auch in 2018 nicht bearbeitet werden.
Radonberatung
: Resonanzkontrolle: Ein Groß-
teil der Beratungen werden per Telefon oder E-
Mail durchgeführt, persönliche Besuche in der
Radonberatungsstelle Bad Schlema oder Chem-
nitz sind eher selten.
zusätzlich:
Messreihen zur Bestimmung der
Gesamt-Alpha-Konzentration mittels LSC (Flüs-
sig-Szintillationszähler) sind in der Erprobung.
Mit dem LSC-Verfahren können deutlich niedri-
gere Nachweisgrenzen als mit dem bisherigen
Verfahren erreicht werden. Als Proben wurden in
2018 Standards (d. h. der Inhalt ist bekannt)
und Ringversuchsproben verwendet.
Im Immissionsschutz
Qualitätssicherung Probenahme:
Ertüchti-
gung einer Prüfmethode zur Bestimmung des
Wirkungsgrades der Probenahme-Einrichtung
wird auf 2019 verschoben. Einführung des
kommerziellen Prüfsystems, exemplarische Tests.
Qualitätssicherung Messung Methan und
Kohlendioxid:
Die Referenzmessstelle für Me-
than und Kohlendioxid am Standort Collm wur-
de eingerichtet. Datenübertragung und Mess-
werterfassung laufen im Routinebetrieb.
zusätzlich:
Arbeitsplatzverbesserung: im BTX-
und Emissionslabor mit Umbauarbeiten für Ar-
beitsplatzabsaugungen, neue Gasführung (au-
ßerhalb) und Zuwegung Gasflaschenlager zur
Verbesserung der Arbeitsabläufe und des Ar-
beitsschutzes. (BTX=Benzol Toluol Xylol).
Im Emissionsschutz
zusätzlich
:
FTIR-Verfahren
Etablierung einer
Prüfmethode zur kontinuierlichen Messung von
Gas (z.B. NH3, CO2) mittels FTIR-Verfahren.
Dafür wurde ein neues Messprinzip erarbeitet.
FTIR=Fourier-Transform-Infrarotspektrometer,
u. a. zur kontinuierlichen Emissionsmessung von
Treibhausgasen aus Tierhaltungen.
Zielstellung für 2019:
Im Strahlenschutz
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auf Lebens- und Futtermittel
werden in 2019 erneut angestrebt.
Radonberatung:
Die Kontrolle der Resonanz in Bad Schlema und
der Beratung per Telefon/E-Mail wird fortgesetzt.
LCS zur Bestimmung der Gesamt-Alpha-
Konzentration:
Die Erprobung wird fortgeführt.
Für die Messreihen werden Routineproben
genutzt, die parallel mit dem alten und dem
neuen Verfahren bestimmt werden.
Im Immissionsschutz
Qualitätssicherung Probenahme:
Ertüchtigung
einer Prüfmethode zur Bestimmung des Wir-
kungsgrades der Probenahme-Einrichtung: Ein-
führung des kommerziellen Prüfsystems, exemp-
larische Tests.
Im Emissionsschutz
Qualitätssicherung Emissionsmessung
: An-
schaffung und Evaluierung einer Gasmischstati-
on für die flexible Herstellung verschiedener
Gasgemische. Damit sind Querempfindlichkeiten
feststellbar. Bisher sind weder Befeuchtung
noch beliebige Mischung möglich.
Stickstoffdioxid-Messung
: Evaluierung des
NO2-Direktmessgerätes an ausgewählten
Standorten im Luftmessnetz. Nach Abschluss
der Evaluierung soll das Gerät im Referenz- und
Kalibrierlabor eingesetzt werden.
Emissionsmessung
: Evaluierung des eignungs-
geprüften Gerätes PGM-350 für O2, NO, NO2,
SO2, CO und CO2 und Aufnahme in die Routi-
nemessungen.
FTIR-Verfahren
Etablierung einer Prüfmethode
zur kontinuierlichen Messung von Gas (z.B. NH3,
CO2) mittels FTIR-Verfahren: Die Validierung der
Methode muss abgeschlossen und in einer Ar-
beitsanweisung beschrieben werden.

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Umwelterklärung 2019
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt in
Böden:
wurden fortgesetzt (Erläuterung siehe
Umwelterklärung 2018)
zusätzlich
: 31: mobiler Messkoffer zur Kalibrie-
rung von Messtechnik und Evaluierung Tracer-
Experiment angeschafft, siehe rechte Spalte.
OW-Messungen bei Hochwasser
: Das Ra-
darmessgerät konnte im vierten Jahr in Folge,
wegen vorherrschendem Niedrigwasser nicht
getestet werden.
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
Pflanzen, NIRS
:
(Nahinfrarot-Spektroskopie)
:
Die Kalibration für Körnerleguminosen wurde
2018 um den Parameter aNDFom und um die
Aminosäure Tryptophan erweitert.
Pflanzen/Futtermittel; Röntgenfluoreszenz-
analyse
(
RFA)
: Für fettreiche Matrices, insbe-
sondere Rapssaat wurde eine neue Kalibration
erstellt. Dadurch sinkt die Anzahl von nassche-
mischen Analysen im Labor, was eine Einspa-
rung von Chemikalien und Zeitaufwand zur
Folge hat.
GVO-Analytik
: Im Untersuchungsspektrum
für den Nachweis und die Quantifizierung von
gentechnischen Veränderungen in Futtermitteln
und Saatgut wurden zwei neuen Eventspezi-
fische real-time PCR-Methoden für gv-Mais DP-
004114-3 und MON87403 etabliert.
hier zusätzlich
: werden durch Kombination von
je zwei Nachweisverfahren zu einer Duplex-PCR
(Mais: LY038 und DAS-40278-9 sowie VCO-
01981-5 und MON87403) die Menge an PCR-
Reagenzien und Arbeitsaufwand reduziert.
Zur
Optimierung der molekularbiologischen
Methoden
v. a. bei Zoologie und Mykologie
wurde ein zusätzlicher Bodenprobenextraktor
angeschafft und der Analysenraum für die er-
forderliche Infrastruktur umgebaut, d. h. elektri-
sche Leitungen, 2 große Schlammpumpen mit
größerer Hebeanlage, Arbeitsplatz mit Wasser-
zu-/ablauf. Die Probenzahlen sind bereits von
ca. 1.500 auf 2.000 gestiegen und eine weitere
Steigerung ist möglich, da Züchtungsfirmen
neue Anbaugebiete suchen.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt in
Böden
werden fortgeführt.
OW-Messungen bei Hochwasser
: Gerätetest
im FB 34 bei vorliegenden Testbedingungen. Bei
Eignung ist die Beschaffung für den Einsatz in
anderen Fachbereichen des GB 3 vorgesehen.
Abb. 11: Messkoffer zur Kalibrierung Tensiometer und TDR-Sonden
Der Messkoffer ermöglicht die Kalibrierung der
Tensions- und Bodenfeuchtemesstechnik Vorort
und den Anschluss verschiedener Messsensoren
an den integrierten Logger. Der Einsatz ist eine
zeitlich und finanziell vorteilhafte Alternative
zur Kalibrierung durch Dritte. Ausfallzeiten der
Messtechnik werden reduziert und die Messqua-
lität erhöht. Außerdem sind damit die vorberei-
tenden Untersuchungen für die geplanten Tra-
cerversuche an den Lysimetern durchführbar.
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
Pflanzen, NIRS
: Nach Vorliegen von entspre-
chendem Datenmaterial wird die NIRS zur Ana-
lyse von pflanzlichen Materialien auf organische
Inhaltsstoffe angewendet.
GVO-Analytik
: Erweiterung des Untersu-
chungsspektrums für den Nachweis und die
Quantifizierung von gentechnischen Verände-
rungen in Futtermitteln und Saatgut.
Optimierung molekularbiologischen Metho-
den:
v. a. in den Arbeitsgruppen Zoologie und
Mykologie (Barcoding, Sequenzierung, Real-
Time PCR) durch Etablierung der Extraktionsme-
thode und Bestimmung des Kartoffelkrebs
(Synchytrium endobioticum). Dazu ist ein neues
Nass-Siebverfahren zu etablieren und neue
Mikroskoptechnik zum Vermessen und Auswer-
ten anzuschaffen.

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Umwelterklärung 2019
14 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
In der Umweltanalytik
Feststoff-Analytik:
Aufschlussmethode zur Bestimmung von
Hauptgruppenelementen und Seltenerdelemen-
ten in Feststoffen wurde erarbeitet. Mit dieser
alternativen Bestimmungsmethode kann die
bisherige Herstellung einer Schmelztablette zur
Bestimmung der Hauptelemente mittels RFA
entfallen und das Parameterspektrum wird um
die Seltenerdelemente erweitert.
zusätzlich
: Der Untersuchungsumfang Flamm-
schutzmittel wurde um 3 HBCDD-Isomere er-
weitert, die Bestimmungsgrenze der HBCDD-
Summen-BG von 2 auf 1 μg/kg abgesenkt. Dies
wurde im LIMS und im Messplan Sediment 2019
aufgenommen.
(HBCDD=Hexabromcyclododecan)
zusätzlich
: Die Absenkung der Bestimmungs-
grenzen für PCB im Boden von 0,15 auf 0,05
μg/kg als Anforderung des LfULG, wurde ermög-
licht und im LIMS für 2019 aufgenommen.
PCB=polychlorierte Biphenyle, giftige und
krebsauslösende organische Chlorverbindungen.
Spezielle Wasseranalytik:
Durch
Methodenoptimierung wurde das
Spektrum für die organischen Parameter um 9
Parameter erweitert und die Bestimmungsgren-
ze für 14 Parameter verringert. Das Spektrum
umfasst 471 Parameter, 2017: 462, 2016: 414.
Methodenentwicklung. Beim Einsatz der in
2017 entwickelten Headspacemethode für die
Feststellung von Kraftstoffzusätzen gab es in
2018 kaum Positivbefunde. Die Zusätze wurden
daher nicht in das Spektrum aufgenommen.
Gewässergütelabore:
Die Ersatzinvestition des CFA-Moduls Cya-
nid/Phenol mit Erweiterung der Cyanidmethode
durch eine Lichtleiterküvette musste mangels
Angebot des Herstellers verschoben werden.
(CFA=kontinuierliche Fließanalyse).
zusätzlich:
Vorgezogene Ersatzinvestition TOC/
TNb-Analysator im Labor Chemnitz. Durch Ein-
satz des neuen Gerätes konnten stabile Messbe-
dingungen wiederhergestellt und Lärm- und
Umweltbelastung abgestellt werden. Das Altge-
rät war sehr störanfällig, verfügte über externe
Vakuumpumpe und emittierte Ozon in die Ab-
luft.
Zielstellung für 2019
&
Erläuterung:
In der Umweltanalytik
Feststoff-Analytik:
Erweiterung der PFT-Analytik im Sediment um
weitere Einzelstoffe. 7 weitere Perfluorhexan-
säuren könnten im Sediment relevant sein.
(PFT=Perfluorierte Tenside).
Spezielle Wasseranalytik:
Erweiterung der Methode für PFT um 2 neue
Stoffe, die als Ersatzstoffe in der Glavanik-
Industrie eingesetzt werden, aber ebenfalls um-
weltschädigend sind.
(neu sind: 1H, 1H, 2H, 2H-
Perfluor-1-dodecanol und 1H, 1H, 2H, 2H-Perfluor-
1-decanol)
.
Umsetzung der GC/MS-Methode auf GC/MS/MS
zur Erhöhung der Sicherheit der Identifikation
und zur Senkung der Bestimmungsgrenze für:
Triazine
(eine Stoffgruppe von Herbiziden),
Chlorether (Industriechemikalien, als Trinkwas-
serelevant eingestuft).
(GasChromatograph mit einem MassenSpektrometer;
MS/MS=gekoppelter MS).
Gewässergütelabore:
Ersatzinvestition des CFA-Moduls Cyanid/Phenol
mit Lichtleiterküvette. Durch den Einsatz der
Lichtleiterküvette kann eine niedrigere Bestim-
mungsgrenze bei der Cyanidanalytik erreicht
werden. Die Senkung der Umweltqualitätsnorm
für Cyanid ist in der WRRL vorgesehen.
Ausstattung aller IC-Systeme des Fachbereiches
mit baugleichen Autosamplern zur Erhöhung der
Qualität der Messungen (Reproduzierbarkeit,
Empfindlichkeit), dadurch weniger Wiederho-
lungsmessungen notwendig, daher auch gerin-
gerer Chemikalienverbrauch.
IC=Ionenaustauschchromatographie, auch Io-
nenchromatographie; analytische Methode in
der Chemie und Biologie zur Trennung von Stof-
fen nach ihrer elektrischen Ladung.
Ersatzinvestition Titrator zur Bestimmung pH-
Wert/Leitfähigkeit für Proben der nassen De-
position. Das Altgerät ist bereits seit 2007 im
Einsatz. Der Ersatz führt zur Reduzierung von
Geräteausfällen und der neue Titrator ermög-
licht genauere Dosierung.

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Umwelterklärung 2019
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Gewässergütemessstationen:
Die Ausstattung
mit Niederschlagsmessern an den Stationen
Görlitz und Bad Düben ist derzeit und auch für
2019 nicht möglich.
Biologie:
Fortführung der Erprobung von genetischen
Methoden insbesondere beim Makrozoobenthos.
Erste Einzel-Sequenzierungen waren erfolgreich,
die Erprobung wird fortgeführt.
Methodische Zuarbeiten im Rahmen der bun-
desweiten Überarbeitung der WRRL-Verfahren
und aktive Mitarbeit in mehreren Expertenkrei-
sen sind weitgehend abgeschlossen.
zusätzlich
: Aktive Unterstützung der Phyto-
plankton-Vergleichsuntersuchung mit Polen im
Rahmen der IKSO
(internationale Kommission zum
Schutz der Oder gegen Verunreinigung)
. Dies wurde
in Vertretung der Verfahrensentwickler über-
nommen.
Seenbeprobung:
Seeplattform: D
ie Programmierung für die
Übertragung der automatisch erfassten Chloro-
phyll- und Sauerstoffprofile vom Laptop in die
ENMO-Datenbank ist erfolgt. Die Profile werden
sicher erfasst.
Der Einsatz des Unterwasserroboters wurde
durch Einführung von parallelen Lasern verbes-
sert. Das ermöglicht einen Flächenbezug auf
Fotos und die Bestimmung von Flächenanteilen
einer Art.
Arbeiten für den Bau eines Spezialgehäuses
und die Anpassung einer Multiparametersonde
für die Bestückung des Unterwasserroboters
sind abgeschlossen. Damit wird die Vergleich-
barkeit / Übertragung der Messergebnisse von
der tiefsten Stelle für Makrophytenbestände
überprüfbar.
Einsatz von Festkörperstandards für die Mes-
sung für Chlorophyll ist umgesetzt, aber für die
Messung von Trübung und Sauerstoff ist der
Einsatz nicht umsetzbar.
Qualitätssicherung:
Erstellung von Videos zur
Bestimmung der Sichttiefe, wurde auf 2019
verschoben.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
Biologie:
Begleitung von Untersuchungen der Universität
Rostock zu e-DNA bei Characeen in Seen. Erpro-
bung von Möglichkeiten der Erfassung von Mak-
rophyten ohne Tauchereinsatz.
Characeen: eine sehr hoch entwickelte Algen-
Artengruppe.
Makro…: mit dem Auge erkennbar (vor *);
Zoobenthos*: alle im Gewässerboden lebenden
tierischen Organismen;
Phytobenthos*: im Wasser wachsende Pflanzen;
Phytoplankton*: im Wasser lebende pflanzliche
Organismen, die sich sich mit der
Strömung bewegen;
*dienen u. a. als Grundlage für die Bewertung
der Gewässer nach Wasserrahmenrichtlinie.
Seenbeprobung:
Seeplattform auf dem Badesee Halbendorf
zur
automatischen Erfassung von Chlorophyll- und
Sauerstoffprofilen. In 2019 erfolgen weitere
Tests zur Verbesserung: Aufnahme der Daten in
ENMO-DB und Optimierung Zugriff/Auswer-
tungen.
Abb. 12: Seeplattform auf dem Badesee Halbendorf.
Qualitätssicherung
: Erstellung der Videos als
Voraussetzung für Vergleiche mit anderen An-
wendern dieser Methode.

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Umwelterklärung 2019
16 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Im Naturschutzmonitoring:
Methodenentwicklung mit Optimierung des
Einsatzes von Tontechnik und Klangattrappen:
wurde in 2018 fortgesetzt. Es werden dadurch
verbesserte Ergebnisse beim SPA Monitoring
erwartet. Eine abschließende Bewertung ist erst
nach Evaluierung der Methode möglich.
Für die Feldversuche zum Einsatz molekular-
biologischer Methoden im Feinmonitoring Am-
phibien liegt der erste Ergebnisbericht vor und
wurde zur Veröffentlichung im Tagungsband
„Monitoringmethoden“ des Bundesamtes für
Naturschutz eingereicht (Druck 2019).
Das FFH-Monitoring in Sachsen besteht aus vier
Teilen: Grobmonitoring und Feinmonitoring für
Lebensraumtypen (LRT) sowie Präsenzmonito-
ring und Feinmonitoring für 64 Arten. Grobmo-
nitoring und Präsenzmonitoring sollen v. a. zu-
verlässige Aussagen über die landesweite Ver-
breitung der LRT und Arten ermöglichen, wäh-
rend das Feinmonitoring vorrangig die Quali-
tätsparameter des FFH-Berichts bedient.
Zur Bewältigung der Aufgaben findet eine Ar-
beitsteilung statt: Das LfULG ist für das Konzept
verantwortlich, gibt Ziele, die Struktur der Erfas-
sung und des Datenmanagements vor und über-
nimmt die Interpretation, Berichterstellung und
Weitergabe der erhobenen Daten.
Die BfUL ist zuständig für Erfassen, Manage-
ment, Qualitätssicherung und Erstbewertung der
Daten. Dazu gehören auch die organisatorische
Vorbereitung, die Zusammenarbeit mit ehren-
amtlichen Einzelpersonen und Verbänden sowie
die Vergabe von Leistungen an Dritte.
In der Umweltanalytik und im Landwirtschaft-
lichen Untersuchungswesen
Zusammenarbeit der Labore:
Im Bereich Molekularbiologie unterstützt
der GB 4 die Bereiche Gewässerökologie und
Naturschutzmonitoring im GB 5 nach Bedarf
weiterhin bei Einführung molekularbiologischer
Verfahren.
Die Lehrlingsausbildung für die Labore der
GB 4 und 5 erfolgt durch das Sachgebiet QM.
Das ermöglicht eine effizientere Organisation
und ein breiteres Ausbildungsspektrum.
Zielstellung für 2019
&
Veranschaulichung:
Im Naturschutzmonitoring:
Methodenentwicklung/Einsatzoptimierung:
Fortführung und Evaluierung.
Fortsetzung der Feld- und Laborversuche zum
Einsatz molekularbiologischer Methoden im
Feinmonitoring und Ausweitung auf weitere
Arten.
Überarbeitung der Kartier- und Bewertungs-
methoden im FFH-Monitoring der Lebens-
raumtypen zur Optimierung. Durch Zusammen-
führung der Sachsen- und Bundesmethode.
Mehraufwand für bisher nicht kompatible Pa-
rameter und parallele Datenverarbeitung soll
eingespart werden.
Zu den 64 Arten im Feinmonitoring gehören:
…die Haselmaus
Abb. 13: Haselmaus.
und die Schlingnatter.
Abb. 14: Schlingnatter.
mit dem Landwirtschaftlichen Untersuchungs-
wesen
Kooperation im Bereich Molekularbiologie, Ko-
operation im Bereich der Ausbildung.

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Umwelterklärung 2019
| 17
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
Standortbewirtschaftung
: Beschluss zur Ein-
richtung von insektenfreundlichen Außenberei-
chen an Standorten der BfUL.
Im Immissions- und Strahlenschutz
Konzept für Darstellung von Gefahrstoffkenn-
zahlen analog zu GB 4 + GB 5 wird kapazitäts-
bedingt nach 2019 verschoben.
Im Immissionsschutz
Energieverbrauch der Container wird ausge-
wertet und die Möglichkeiten der Reduzierung
(Wärmedämmung / Klimatisierung) bei Neubau-
ten berücksichtigt, wie bei der Station Niesky.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Ersatzbeschaffung von 2 Messfahrzeugen für
den Bereich Oberflächenwasser in Radebeul und
GW-Probenahme in Leipzig ist erfolgt, zur
Erhaltung der Einsatzfähigkeit und
Senkung Kraftstoffverbrauch, CO2-Emission.
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
zusätzlich:
Umstellung des Transportes des im
FB 43 hergestellten Spermaverdünners für die
Sächsische Gestütsverwaltung von bisher:
extra Kurierdienst Nossen→Moritzburg
ab 2018 auf Transport mit der Hauspost
NO→Radebeul-Wahnsdorf und Abholung der
Behälter durch Gestütsverwaltung →Moritzburg,
keine extra Tour für ca. 15 Transporte im Jahr.
Analysenbedarf:
wird ab 2019 als Summe der
Parameter pro Jahr geplant. Vergleichsgrundlage
ist die Zahl der in 2018 gemessenen Parameter.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Stickstoffbestim-
mung nach DUMAS wurde weiter ausgebaut.
Zur Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS seit 2010:
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2019:
Einrichtung insektenfreundlicher Außenbereiche:
Umsetzung an bestehenden Standorten;
Berücksichtigung bei neuen Planungen.
Im Immissions- und Strahlenschutz
Gefahrstoffkennzahlen analog zu GB 4 + GB 5
erarbeiten. Darstellung wird ab 2020 angestrebt.
Im Immissionsschutz
Energieverbrauch der Container des Luftmess-
netzes wird weiterhin erfasst und ausgewertet
und bei der Planung der Neubauten berücksich-
tigt.
Arbeitsplatzüberprüfung/Lärm: Überprüfung und
Bewertung der Lärmemissionen in der Staub-
werkstatt durch erste Messungen und Ableitun-
gen/ Empfehlungen für evtl. Maßnahmen.
Absicherung der Arbeitsfähigkeit der Laborbe-
reiche:
Vorplanungen zum Neubau, da die Ein-
richtungen für Staubwerkstatt, RKL, Emissions-
labor sowie Elektro-Werkstatt langfristig nicht
den Anforderungen, bzgl. QS (Platz)/AS/BS, Ra-
donproblematik genügen. Aufgaben 2019:
Aufnahme in den Finanzhaushalt;
Erarbeitung der Bedarfsbegründung.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Beschaffung von zwei Messfahrzeugen, 1 für
alle Messnetze in Leipzig, 1 GWPN in Chemnitz.
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
Analysenbedarf:
Gesamtparameter im Jahr
Ist 2018 Plan 2019
320.370
ca. 320.000
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Stickstoffbestimmung nach DUMAS wird, soweit
der Auftraggeber es zulässt, weiter ausgebaut.
DUMAS
2010 2011 2012 2013
2014
2015
2016
2017
2018
Anzahl der Anwendungen
399
522
822
933
726
928
1.103
1.510
1.830

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Umwelterklärung 2019
18 |
mit folgenden Maßnahmen in 2018:
In der Umweltanalytik und im Naturschutz-
monitoring
Gefahrstoffeinsatz:
auf Grundlage der jährli-
chen Bestellmenge an Chemikalien.
Zielstellung für 2019:
In der Umweltanalytik und im Landwirtschaft-
lichen Untersuchungswesen
Der
Gefahrstoffeinsatz
wird in beiden Bereichen
weiterhin ermittelt und überwacht.
2005
2006
2010
2015
2016
2017
2018
Feststoffe in kg
87
79
44
94
57
128
59
Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1.449
1.553
1.799
1.411
1.353
Anzahl Analysen
170.618 198.035 202.978 207.041 203.026 194.300 178.422
fest in g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,45
0,28
0,66
0,33
flüssig in ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
7,50
8,86
7,26
7,58
Im Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen
Gefahrstoffeinsatz:
keine signifikante Ände-
rung.
2010
2011
2012
2015
2016
2017
2018
fest in kg
51
40
19,6
44,7
25,7
28,4
59,8
flüssig in kg
1.319
1.650
549,2
1.623
1.341
1.331
1.522,6
Parameteranzahl
308.320 283.679 276.379 329.210 332.753 321.415 320.370
fest in g/Param.
0,17
0,14
0,07
0,14
0,08
0,09
0,19
flüssig in g/Param.
4,28
5,82
1,99
4,93
4,03
4,14
4,75
Die Darstellung in einem Diagramm erfolgt
aus Platzgründen, nicht zur Vergleichbarkeit.
PCR
: Durch Kombination von zwei Nachweissys-
temen in einer Duplex-PCR-Methode werden
sowohl PCR-Reagenzien-Mengen als auch Ar-
beitsaufwand reduziert (wie unter C erläutert).
PCR
: Weitere Etablierung von Multiplex-real-
time PCR-Nachweissystemen für gentechnische
Veränderungen wird angestrebt.
.

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Umwelterklärung 2019
| 19
2.3
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Alle Kennzahlen liegen über dem Ziel, sie blei-
ben für 2019 unverändert bestehen.
Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Daten per Datenfernübertra-
gung, Zielgröße 97 %.
Grundwasser:
Verfügbarkeit durch Erfüllung der Probenahme,
Zielgröße 97 %.
Grundwasser:
Messnetz „Hochwasser im Grundwasser“, Ver-
fügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße 97 %.
Agrarmeteorologisches Messnetz (AMN):
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße
97 %.
Ombrometermessnetz:
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße
95 %.
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Gesamt
2006
2012
2013 2017
2018
Pegelanzahl
173
179
187
204
199
Ausfalltage
371
113
242
141
145
Maximalverfügbark.
63.145 65.335 68.255 74.460 72.635
Tage mit Daten
62.774 65.222 68.013 74.319 72.490
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,6
99,8
99,8
Gesamt
2006
2012
2013
2017
2018
beauftragte PN
907
775
743
679
706
durchgeführte PN
890
763
736
664
686
Erfüllung in %
98,1
98,5
99,1
97,8
97,2
Gesamt
2011
2012
2013
2017 2018
Messstellen
66
115
120
193
194
Maximalverfügbark.
24.090 41.975 43.800 69.715 70.810
Tage mit Daten
23.545 40.647 43.189 69.272 69.445
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
98,6
99,4
98,1
Gesamt
2012
2013
2017 2018
Stationen
33
35
34
34
Ausfalltage
594
112
37,5
39
Verfügbarkeit in %
95,1
99,1
99,7
99,7
Gesamt
2013
2017
2018
Stationen
22
22
28
Ausfalltage
5
66
93
Verfügbarkeit in %
99,9
99,3
99,1

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Umwelterklärung 2019
20 |
Im Immissionsschutz
Immission:
Alle Kennzahlen wurden erreicht
und bleiben für 2019 bestehen. In der Darstel-
lung wird differenziert nach:
der Verfügbarkeit von Meteorologiedaten,
HVS-Daten (High Volume Sampler-Daten der
täglichen Staubprobenahme in den Fraktionen
PM2,5 und PM10) und der Temperaturüberwa-
chung. Ziel ist jeweils: 92,8 %.
Ausfallquote Gravimetrie, Ziel <0,1 %
Ausfallquote
Gravimetrie in %
2010 2012 2013 2017 2018
<0,1 <0,1 <0,1 0,03
0,03
Verfügbarkeit in %
2006
2010
2012
2013
2017
2018
Meteorologiedaten
96,6
99,4
99,2
99,4
99,8
99,5
HVS-Daten 10
97,9
99,2
98,9
98,8
99,5
99,5
HVS-Daten 2,5
98,8
99,0
98,9
99,3
Temperatur
98,3
98,7
98,7
97,4
99,7
98,7
der Gesamt- und Analysatoren-Verfügbarkeit
Verfügbarkeit (Ziel)
2010
2012
2013
2017
2018
Gesamt
(90,0 %)
96,2
97,2
97,0
98,7
98,0
BTX
(90,0 %)
95,6
92,0
93,0
96,5
95,8
Schwefeldioxid (92,8 %)
96,7
97,5
95,8
99,2
98,9
Ozon
(92,8 %)
97,9
98,3
98,2
99,3
99,1
Stickoxide (NOx)(92,8 %)
98,3
98,8
99,0
99,2
99,1
TEOM
(92,8 %)
93,2
99,0
96,1
98,6
96,5

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Umwelterklärung 2019
| 21
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
Im Messnetzbetrieb Luft
und
Emission:
Ziel 2006 2012 2013 2017 2018
Übergabe schrift-
licher Messberich-
te in Tagen
<21 20,5
14
14
<21
28
Datenplausibilität
der Messberichte
an Hand der An-
zahl der Reklamie-
rungen pro Jahr
<4
0
0
0
0
<4
Aufgrund des Personalwechsels im FB 24 war
nur eine Person autorisiert, den Bericht zu ver-
fassen, deshalb kam es zu Verzögerung der Ab-
gabe nach 28 Tagen.
Beide Kennzahlen bleiben für 2019 bestehen.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Auch wenn dieses Ziel nun
das dritte Jahr in Folge unterboten wurde, bleibt
die Obergrenze bei einem Verbrauch von 9,5 l
auf 100 km.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
Die GB-übergreifende Kfz-Nutzung am
Standort Wahnsdorf und mit dem LfULG am LUZ
Nossen ist zu verbessern.
Zum SMUL-Konzept „Einführung der Elektro-
mobilität im Geschäftsbereich“ gibt es keine
nutzbaren Fortschritte und sind auch in 2019
nicht zu erwarten.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Immissionsschutz
Immission:
Bezüglich der Datenverfügbarkeit
im Immissionsmessnetz wird seit 2012 die Be-
richterstattung an den Auftraggeber mittels
Kennzahl überwacht:
Ziel
2012 2013 2017 2018
Wochenmail (von 52)
50
50
51
50
50
Monatsmail (von 12)
10
10
12
10
10
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten / Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung am jeweiligen Freitag.
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit; Übermittlung jeweils am Frei-
tag der nachfolgenden Kalenderwoche.
Beide Kennzahlen bleiben für 2019 bestehen.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003 2007 2013 2014
2015 2017 2018
Fahrtstrecke in
1.000 Kilometer
795,9 854,5 997,9 958,7 1.002,2 919,4 874,5
Kraftstoffmenge
in 1.000 Liter
75,7
80,8
93,6 87,8
89,3
77,4
78,2
Verbrauch in
Liter/100km
9,5
9,0
9,4
9,2
8,9
8,4
8,9

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Umwelterklärung 2019
| 22
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
Die Umwelterklärung 2019 wurde von der
Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und
Landwirtschaft verabschiedet und dem Umwelt-
gutachter, Herrn Dr.-Ing. Wolfgang Kleesiek, zur
Prüfung vorgelegt.
Die nächste Umwelterklärung wird im April
2020 veröffentlicht.
Radebeul, den 15. April 2019
Dr. Mathias Böttger
Geschäftsführer
Sylvia Tesch
Umweltmanagementbeauftragte
Die Ansprechpartnerin ist zu erreichen unter:
0351/ 85474-111
sylvia.tesch@smul.sachsen.de

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Umwelterklärung 2019
| 23
4.
Gültigkeitserklärung
Der unterzeichnende EMAS Umweltgutachter Dr.-Ing. Wolfgang Kleesiek mit der Registrierungsnummer
DE-V-0211, akkreditiert und zugelassen für den Bereich NACE 71.2, bestätigt, begutachtet zu haben,
dass alle Standorte der Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft wie in der vorlie-
genden Umwelterklärung angegeben, alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr.1221/2009 des Europä-
ischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 in der Fassung vom 19.12.2018 über die frei-
willige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Um-
weltbetriebsprüfung (EMAS) erfüllen.
Mit Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass:
die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der Verord-
nung (EG) Nr. 1221/2009 in der durch die Verordnungen (EU) 2017/1505 und (EU) 2018/2026 der
Kommission geänderten Fassung durchgeführt wurden,
das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Belege für die Nichteinhaltung
der geltenden Umweltvorschriften vorliegen und
die Daten und Angaben der Umwelterklärung ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues
Bild sämtlicher Tätigkeiten der Organisation geben.
Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-Registrierung
kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erfolgen. Diese Erklä-
rung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrichtung der Öffentlichkeit verwendet werden.
Berlin, den 16. April 2019
Dr.-Ing. Wolfgang Kleesiek
Umweltgutachter DE-V-0211
GUT Certifizierungsgesellschaft
für Managementsysteme mbH
Umweltgutachter DE-V-0213
Eichenstraße 3 b
D-12435 Berlin
Tel:
+49 30 233 2021-0
Fax:
+49 30 233 2021-39
E-Mail:
info@gut-cert.de

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Umwelterklärung 2019
24 |
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 85474-901
Telefax: +49 351 85474-119
E-Mail:
poststelle.bful@smul.sachsen.de
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
Die BfUL ist eine nachgeordnete Behörde des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.
Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags
beschlossenen Haushaltes.
Ansprechpartner:
Sylvia Tesch
Telefon: +49 351 85474-111
Telefax: +49 351 85474-119
Redaktion:
BfUL
Fotos:
Abbildungen 8 und 9: Steffen Junghans,
info@filmfotograf.de
alle anderen Abbildungen: BfUL
Redaktionsschluss:
15. April 2019
Hinweis:
Die Broschüre steht nicht als Printmedium unter
www.publikationen.sachsen.de
zur Verfügung.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur
Information der Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben. Sie darf weder von politischen Parteien noch von deren Kandidaten oder
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