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Information
CTC Transfer und
Communities that care (CTC)
Basisinformation

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CTC Transferstelle beim DPT-I
Seit September 2018 eingerichtet
oEine
Kooperation des DPT-I, Institut für angewandte Präventionsforschung,
omit
dem LPR Niedersachsen und dem
oDeutschen
Forum für Kriminalprävention (DFK)
CTC-Transferstelle, Kurt-Schumacher-Straße 29,
30159 Hannover; 0511-367394-16
sven.kruppik@praeventionstag.de
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Leistungen der CTC-Transferstelle
o
Training
der lokalen Koordinatoren und Teams zu den fünf Phasen CTC. Zukünftig inkl.
Blended Learning via Learning-Management-System (LMS).
o
Coaching
im Prozess. Strategische und inhaltliche Überlegungen zur Genehmigung der
Durchführung der CTC-Schülerbefragung.
o
Beratung
im CTC-Prozess durch Fachexpertise, z.B. Workshop mit
Prozessbegleiterinnen und -begleitern oder Input bei CTC-Auftaktveranstaltungen.
o
Wissenstransfer
, z.B. CTC-Gebietsprofil oder Muster-Kommunalbericht und/oder
wissenschaftliche CTC-Begleitstudien.
o
Vernetzung
mit anderen Kommunen, Workshops und CTC-Koordinatorentreffen zur
CTC-Strategie und zu neuen Methoden.
o
Material
für Trainer und Standortgruppen, Anpassung und Erneuerungen.
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Kommunale Prävention braucht:
o
Konkrete politische Entscheidungen
für langfristige, universelle(!), persönlich betreute, leicht erreichbare Projekte mit trainierten
MitarbeiterInnen und einer kontinuierlichen Evaluation.
o
Theoretische Fundierung
wissenschaftliche Expertise einholen,
o
hierzu einen runden Tisch mit Wissenschaftlern, Politikern und Praktikern ins Leben rufen.
Wenn Schwerpunktsetzung, dann:
o
Konzentration auf Vorschulalter (und Grundschulalter), auf konkrete
Lernerfahrungen und konkrete Ziele, Anleitung zur Selbsthilfe, Aktivierung
zusätzlicher Ressourcen.
Quelle: Leitlinien für eine gelungene Prävention / Prof. Dr. Udo Rudolph
Professur Allgemeine und Biopsychologie, TU Chemnitz
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Aktuelle Herausforderungen in der Prävention
Fülle an Projekten und Programmen in der kommunalen Prävention
Wirksamkeit der Maßnahmen in der Regel unklar
unklare Schnittstellen von verschiedenen Präventionsbereichen, verpasste Synergien
oft kurzfristige Finanzierung statt notwendiger langfristiger Orientierung
bedarfsorientierte (Ressourcen-) Planung findet selten statt
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Alle einbeziehen in
Entscheidungsprozess
Zeitplan einhalten /
begrenzte Ressourcen
Nicht alle Daten sind
vorhanden
Notwendigkeit,
vorwärts zu kommen
Bedürfnis, „alles zu
machen“
Notwendigkeit,
Prioritäten zu setzen
Schwierige Entscheidungen fällen
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CTC befähigt Kommunen
o
mit örtlichen Akteuren
o
auf der Basis einer wissenschaftlichen Erhebung zu Problemverhalten von Kindern und
Jugendlichen
o
zu einem besser abgestimmten
o
und zielgerichteten Vorgehen
in der kommunalen Prävention zu gelangen.
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Was ist Communities that care (CTC)?
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Akteure auf Lenkungs- und
Sozialraumebene einbeziehen
Kinder- und
Jugendbefragung
Vorhandene Ansätze
erfassen (Stärkenanalyse)
Ergebnisbericht formulieren
(Sozialraumprofil erstellen)
Ziele für geplante
Maßnahmen
beschreiben
(Aktionsplan)
Prozesse
begleiten und
Veränderungen
messen
Ergebnisse
bewerten
(Risikoanalyse)
Der CTC-Zyklus
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Was ist Communities that care (CTC)?
oWurde
in den USA entwickelt und bis 2006 kommerziell vertrieben (Versuch)
oAb
2006 Freigabe der Materialien und Umsetzung u.a. in Pennsylvania
o2009
Umsetzung in Deutschland (Niedersachsen Modellversuch)
o2018
Einrichtung der CTC-Transferstelle beim
DPT-Deutscher Präventionstag gGmbH
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Was ist Communities that care (CTC)?
oCommunities
that care (CTC) ist eine Rahmenpräventionsstrategie.
o
CTC basiert auf einer wissenschaftlichen Untersuchung, die Verhaltensprobleme
der Jugendlichen und der zugrunde liegenden Risiko- und Schutzfaktoren
priorisiert.
oCTC
identifiziert Lücken und Überschneidungen beim örtlichen Angebot von
Präventionsprogrammen für Kinder und Jugendliche.
oIm
Vordergrund steht die Förderung gemeinsamer Entscheidungen der
Präventionsakteure und der Politik über Prioritäten vor Ort.
o
CTC ist ressourcenschonende und bedarfsorientierte Prävention.
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5-stufiger Veränderungsprozess
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Erste Schritte
Organisieren Sie
sich
Gemeindeprofil
entwickeln
Erstellen eines
kommunalen
Aktionsplans
Implementieren
ud evaluieren
1
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3
4
5

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5 Phasen Communities that care (CTC)
Erste Schritte (1)
Die Kommune bereitet sich auf die Einführung von CTC vor.
Sie arbeiten hinter den Kulissen daran
oeine
kleine Gruppe von Katalysatoren zu aktivieren
ozu
beurteilen, wie bereit die Gemeinde ist, den Prozess zu beginnen
odie
wichtigsten Schlüsselpersonen zu identifizieren, die sich für den Prozess
einsetzen
overschiedene
Interessenvertreter zur Beteiligung einzuladen
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Erste
Schritte
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n Sie sich
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n
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5 Phasen Communities that care (CTC)
Organisieren Sie sich (2)
Kommunen bilden örtliche Expertengruppen (Lenkungsgruppe/ Gebietsteam)
bei bestehenden Koalitionen innerhalb der Kommune werden diese entsprechend ergänzt
Nach der Strukturbildung
owerden
die Grundzüge der Präventionswissenschaft, die CTC zugrunde liegen,
erarbeitet
oschreiben
die Akteure eine Erklärung zur eigenen kommunalen Vision
owerden
ggfl. Arbeitsgruppen organisiert
oentwickeln
die Akteure einen Zeitplan für die Installation von CTC
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Erste
Schritte
Organisier
en Sie sich
Gemeinde
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Exkurs:
Arbeitsstruktur- CTC
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Lokale
Koordination
Lenkungsgruppe
Gebietsteam
(Sozialraumteam)
Strategische Ausrichtung sowie Unterstützung des
CTC-Prozesses in den Sozialräumen
Beschluss über Zwischenschritte und Aktionsplan
Schlüsselpersonen zur Schaffung von Rückhalt für den
CTC- Prozess
Mitglieder
aus
unterschiedlichen
Bereichen
mit
Expertenwissen aus der Praxis (Akteur/innen im
Sozialraum)
Umsetzung / Ausführung des CTC-Prozesses
Einbindung
der
Bewohner/innen,
Eltern
und
Jugendlichen
Information und Werbung von Schulen zur
Umsetzung der Schülerbefragung
Kommunikation zwischen dem Gebietsteam
und der Lenkungsgruppe organisieren
Schulung des Gebietsteams in den Methoden
von „CTC“
Vor- und Nachbereitung der Treffen des
Gebietsteams
Unterstützung des Gebietsteams bei der
Datensammlung, -analyse und der
Priorisierung der Risiko- und Schutzfaktoren

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5 Phasen Communities that care (CTC)
Entwickeln Sie ein Gemeindeprofil (3)
Die örtlich gebildeten Expertengruppen (Gebietsteams) bewerten die Risiken und Stärken
der Kommune - und identifizieren die vorhandenen Ressourcen.
Das Gebietsteam und evtl. Arbeitsgruppen
o
überprüfen die Daten aus der Kinder- und
Jugendumfrage
der Kommune
o
ermitteln die vorrangigen Risiko- und Schutzfaktoren, die gezielte Gesundheits- und
Verhaltensprobleme vorhersagen
o
identifizieren Lücken in den vorhandenen Präventionsangeboten, die es zu schließen gilt
o
bewerten die Gemeinschaftsressourcen, die dafür nötig sind
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Erste
Schritte
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Gemeind
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eines
kommun
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5 Phasen Communities that care (CTC)
Erstellen Sie einen kommunalen Aktionsplan (4)
Das Gebietsteam erstellt in Rücksprache mit der Lenkungsgruppe einen Plan für
die Präventionsarbeit in ihrer Kommune, um:
oweit
verbreitete Risiken zu reduzieren und bestimmte Schutzfaktoren zu
verstärken
oklare,
messbare Ergebnisse (nach einer gewissen Zeit) anhand von
Bewertungsdaten festzustellen / Ziele der Veränderung zu definieren.
ogetestete
und effektive Richtlinien und Programme mit Hilfe der Website
www.grüne-liste-Prävention.de
auszuwählen und zu erweitern
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Erste Schritte
Organisieren
Sie sich
Gemeindepr
ofil
entwickeln
Erstellen
eines
kommunalen
Aktionsplans
Implementier
en ud
evaluieren

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5 Phasen Communities that care (CTC)
Implementieren und evaluieren (5)
In dieser letzten Phase werden die Kommunen
oausgewählte
Programme und Richtlinien umsetzen
odie
eingeführten oder erweiterten Programme überwachen und bewerten
oErgebnisse
messen und den Fortschritt verfolgen, um sicherzustellen, dass
Verbesserungen erzielt werden
oggfl.
gegensteuern, wenn sich Programme als nicht wirksam erweisen
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Erste Schritte
Organisieren
Sie sich
Gemeindepr
ofil
entwickeln
Erstellen
eines
kommunalen
Aktionsplans
Implementier
en ud
evaluieren

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Ablauf CTC in der Kurzversion
Autor: Frederick Groeger –Roth, Landespräventionsrat Niedersachsen
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Veränderungen im
kommunalen
Präventionssystem
(wissenschaftsbasierte
Prävention,
Zusammenarbeit und
Unterstützung für
Prävention)
Auswahl und Einführung
getesteter und effektiver
Präventionsprogramme
Positive Entwicklung für
Jugendliche
Verringerte
Risikofaktoren und
stärkere Schutzfaktoren
CTC – Einführung
(Training und
Beratung)
Entwicklung des
kommunalen
Präventionsnetzwerkes
(Arbeitsweise und
Kompetenzen)
CTC- Logisches Modell

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In einem Satz …
CTC als (Rahmen-)Strategie ist geeignet,
um zu einem abgestimmten und zielgerichteten Vorgehen
in der kommunalen Prävention zu gelangen
und ist dabei
bedarfsorientiert und
ressourcenschonend.
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Landesmultiplikatorenschulung CTC 20/21
oIm
Rahmen der Ausbreitung der Präventionsrahmenstrategie Communities That
Care (CTC) in Deutschland ist eine Schulung von CTC-Koordinator/innen auf
Bundeslandebene in Kooperation mit dem Deutschen Forum Kriminalprävention
(DFK) geplant.
oUnter
Einbindung des Blended-Learning Ansatzes, unter Nutzung einer auch vom
DFK mit geförderten E-Learning Plattform für CTC sollen
Landesmultiplikator/innen ausgebildet werden, die in den jeweiligen
Bundesländern die Kommunen zur Umsetzung von CTC befähigen und
kontinuierlich in der Strategie weitergebildet werden.
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Zielgruppe der Landesmulti… -Schulung
oZielgruppe
dieser Maßnahme sind Bedienstete der Landesregierungen oder
beauftragte Institutionen, deren Aufgabenbeschreibung die Präventionsbelange in
den jeweiligen Bundesländern umfasst oder den Kommunen als
Ansprechpartner/innen für präventive Belange dienen.
oZu
diesem Personenkreis können u.a. zählen:
o
Mitarbeiter der Landespräventionsräte,
o
Mitarbeiter des Landesjugendamtes,
o
Mitarbeiter der Polizei (Prävention),
o
Mitarbeiter der Landesschulbehörden,
o
Personal von anderen Instituten der Lehrerfortbildung,
o
Mitarbeiter der Gemeindeunfallversicherungen,
o
Vergleichbare Personengruppen, die fest angestellt sind.
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Landesmultiplikatorenschulungen
Mittelpunkt der Ausbildung ist die Unterstützung der Kommunen zur Umsetzung
der Präventionsrahmenstrategie CTC
oist
der Anwendungskontext der zu schulenden Personen von großer Bedeutung.
oDie
Verknüpfung mit bestehenden Landesstrukturen der Prävention ist ein
wichtiger Baustein der Verstetigung des Angebotes und Auswahlkriterium für eine
Förderteilnahme.
oFür
dieses Modellprojekt ist eine Teilnahme von drei bis vier Bundesländern, mit
jeweils mindestens drei Personen vorgesehen. Im Nachgang dieser ersten
Förderung soll eine weitere geförderte Umsetzung der jeweiligen Landesstrategie
in Modellkommunen der Bundesländer in 2021 angeleitet und begleitet werden.
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CTC – Trainingsmodule
1. Orientierungstraining
2. Erstellung Sozialraumprofil: Risikoanalyse
3. Erstellung Sozialraumprofil: Stärkenanalyse
4. Erstellung eines kommunalen Aktionsplans
5. Umsetzung des kommunalen Aktionsplans
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Was kostet
„Communities that care“ (CTC)?
Mögliche Kosten
Kalkulationsbasis
CTC Kinder- und
Jugendbefragung
richtet sich z.B. nach:
-
Umfang (Anzahl der Schulen/Klassen),
-
Art (repräsentative Stichprobe oder Vollerhebung),
-
Methode (schulbasiert oder haushaltsbasiert),
-
Eigenanteil Umsetzung (z-B. Erhebung und /oder Auswertung der Daten
durch die Kommune selbst).
-
Es gibt eine Lösung, die über das deutsche Forschungsinstitut für
Künstliche Intelligenz (DFKI) eingerichtet wird.
Projektkoordination
Umfang ca. ½ Stelle in der 1,5jährigen Einführungsphase ist sinnvoll. Keine
zusätzlichen Kosten entstehen bei der Beauftragung von bestehenden
Koordinationsstellen, z.B. Präventionsrat, Jugendpflege,
Stadtteilmanagement, etc.
Betriebskosten
evtl. Raumkosten für Treffen Lenkungsgruppe u. Gebietsteam, Druckkosten
Berichte, Fahrtkosten, Öffentlichkeitarbeit etc.
Evaluation
Bei der Bereitstellung der Erhebungsinstrumente.
Kosten entstehen auch bei Auswertung über ein externes Institut.
CTC-Trainings
5 ganztägige Trainingsmodule für die Koordinatoren, Trainer,
Gebietsteammitglieder, Kosten für Trainer, Fahrt-und Übernachtungskosten
Einführung neuer
Präventions-programme
(Grüne Liste Prävention)
Kosten abhängig vom Anbieter, verschiedene Fördermöglichkeiten durch
Landes-und Bundesmittel, Sponsoring, Umsteuerung kommunaler Mittel
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Sozialraum- / Gebietsprofil
Stärkenanalyse: Bestehende Präventionsangebote
Lücken
Überschneidungen
Risikoanalyse: Priorisierung
geografische Teilgebiete
Risiko- / Schutzfaktoren
Datenbasis
CTC - Survey
Sekundärdaten
Was liefert Communities that care (CTC)
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Einführen /
Verstärken
von
effektiven
Programmen
Ergebnisse
auf Programm-
ebene
Stärkung von
priorisierten
Schutzfaktoren
Senkung von
priorisierten
Risikofaktoren
Reduzierung von
Problem-
verhalten
Zunahme von
positiven
Entwicklungen
Realisierung
der Vision für ein
sicheres und
förderliches
Gemeinwesen
Evaluation auf Programmebene
Evaluation auf Gebietsebene
1 Jahr
1-3 Jahre
3-5 Jahre
5-10 Jahre 10–15 Jahre
Was liefert Communities that care (CTC)
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CTC liefert messbare und prüfbare Ergebnisse nach ca. :

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Instrumente für die Umsetzung
www.ctc-school.eu
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