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Förderankäufe
der Kulturstiftung des
Freistaates Sachsen
zeit-
g
e
n
ös
s
is
ch
er
Kunst im
Kunstfonds
2018
Förderankäufe
der Kulturstiftung des
Freistaates Sachsen
Neuzugänge
Eike Behnke (*1988)
Objekte,
2016 – 2017, 30-teilig,
Ölkreide auf Papier,
jeweils 37,7
×
55 cm
Nori Blume (*1990)
Plong,
2016, HD-Video, 22 min,
3 + 1 AP / Plong Objekte: Version
H.+N.+U., 3-teilig, MDF, Stoff, Lack,
Latex, Unikate, verschiedene Maße
Svea Duwe (*1972)
TURN,
2015-2017, 14-teilig,
Fotografie auf Aludibond
bzw. gebürstetem Aluminium,
je 35
×
23 cm bzw. 35
×
60 cm
Anna Haifisch (*1986)
Fuji-San,
2018, 11-teilig,
Tuschezeichnungen, je 29,7
×
21
bzw. 29,7
×
42 cm
Timo Hinze (*1985)
Werkkomplex mit Auszügen aus
zwei Serien:
Die Kollegen
,
2017, 31-teilig, Ton, je ca. 5 cm
hoch, Unikate /
Draft,
2017,
9 Farb fotografien, Ink-Jet
Archive-Print auf Hahnemühle-
Papier, versch. Maße zwischen
78
×
54,5 cm und 32,5
×
23 cm
Daniela Hoferer (*1981)
Holländer Michel,
2015, Stickerei
auf Duchesse auf Keilrahmen,
54
×
73 cm / Sammlung #2, 5-teilig:
Frischling, Calavera, Madonna,
Fliegerarzt, Fuchsfee,
2010– 2017,
Fell, Knochen, Tierschädel, Stoff,
Pailletten, handbestickt, zwischen
ca. 54
×
16
×
8 cm und
30
×
17
×
17 cm, Unikate
Frenzy Höhne (*1975)
MEHR INHALT,
2017, 4-teilig, Holz-
sockel, weiß lackiert, Plexiglas-
haube, Folienschrift, versch. Maße
Inga Kerber (*1982)
(Cliché of a Landscape, Jungle),
XI-XIII, XIV, Cuc Phuong,
2016
(Mature Palm Tree, Arenga
Pinnata) (BONG BÁNG), / (Cliché
of a Landscape, Jungle), V-X,
Cát Tiên,
2016
(Wild Forest Ginger, Flower)
(GÙNG RÙNG), Secondary Forest
Understorey,
Farbfoto grafie,
Handabzüge 2017, Unikate,
versch. Maße zw. 51
×
50 bzw.
60
×
50 cm und 46
×
36 cm
Maximilian Kirmse
(*1986)
G.O.W.,
2017, Öl auf Leinwand,
160
×
130 cm
Foto: Herbert Boswank
Jennifer König (*1984)
NON-OBJECTIVE OBJECT,
2017,
5-teilig, Öl und Grafit auf MDF,
180
×
150 cm bzw. je 50
×
40 cm
Foto: Herbert Boswank
Ludwig Kupfer (*1989)
o.T. (KD_37),
2016, Öl auf
Leinwand, 180
×
130 cm
Verena Landau (*1965)
Dedicado II,
2017, Öl auf
Leinwand, 140
×
180 cm
Courtesy Josef Filipp Galerie,
Leipzig
Foto: Herbert Boswank
Marian Luft (*1983)
Please Wake Me For Snacks And
Drinks!,
2016, Druck auf Plexiglas,
gefräste Kanten, 212
×
160 cm
©
Foto: Gallery Fist
Thomas Matauschek
(*1961)
Überlauf 17 / 16 / 14,
2016, Öl auf
Leinwand, 3-teilig, kaschiert,
je 70
×
70 cm
Foto: Andreas Seeliger
Irène Mélix (*1988)
Fighting the Wall,
2016, Video,
2:58 min
Nora Mesaros (*1990)
I would like to take that too, thank
you,
2016, Grafit und Zeichen-
kohle auf Papier, 70
×
100 cm
Foto: Herbert Boswank
Heide Nord (*1980)
Eine die so ist wie Du,
2013, Holz,
Leuchtmittel, Lack, 200
×
80 cm
Foto: Anna Vovan
Thomas Prochnow
(*1970)
o. T. (Zunge),
2017, Plexiglas
verschraubt, 222
×
47
×
110 cm
© Foto: Sven Bergelt
Evelyn Richter (*1930)
Selbstporträt, London, Tate
/
Louise Bourgeois
,
New York
/
Museum of Modern Art, New
York
/
National Gallery, London
/
Biennale Venedig
/
Selbstporträt
in Pistoletto, Biennale Venedig
/
Selbstporträt Bulgakow-
Museum, Moskau
/
Galleria
dell'Accademia, Venedig
, Auszug
aus der 40-teiligen Serie,
2003– 2012,
Silbergelatine-
Abzüge 2017/18, je 30
×
40 cm
Scan: Werner Lieberknecht
Nicolás Rupcich (*1981)
Nadie (Niemand),
2017, Mixed-
Media-Installation, 4-teilig:
Screenshot, 3D Druck, Alumi-
niumplatte, weiße Sprühfarbe,
60
×
40
×
4 cm,
Nadie,
Holzla-
serschnitt auf Plexiglas, schwarz
lackiert, 100
×
70
×
4 cm,
Untitled
(UW),
hängender Monitor 32",
HD-Video, 2:00 min., Loop, kein
Ton / Untitled (Cliff), HD-Video-
animation, vertikale Projektion,
5:00 min., ohne Ton
© Foto: Sven Bergelt
Kar
oline
S
chneider
(*1986)
Boomerang
2 – 16
[(postcolonial)
mimicry],
2018, 15-teilig, Keramik
glasiert, je ca. 25
×
35
×
1 cm
Matti Schulz (*1985)
Aus der Serie:
Hits from the
Bong,
2016, Keramik glasiert,
3-teilig:
(Tony-)Cragg-Bong,
55
×
24
×
22 cm /
Albert Oehlen-
Bong,
50
×
19
×
18 cm /
Dino-Bong,
74
×
110
×
25 cm
Katharina Siegel (*1983)
Cc:theme (5) o. T.,
2017, Kohle
auf Papier (Carbon Copy),
180
×
155 cm
Foto: Herbert Boswank
Leipzig
Manuel Stehli (*1988)
Ohne Titel (liegender Mann I),
2017, Öl auf Leinwand,
160
×
200 cm
Foto: Herbert Boswank
Stefan Stößel (*1970)
Dolphin – Psychopomp,
2017,
Acryl auf Leinwand, 100
×
200 cm
Foto: Herbert Boswank
Clemens Tremmel
(*1988)
dýpt,
2016, Öl auf Acrylglas,
100
×
140 cm
Jeff Weber (*1980)
Dokumentation der Kunsthalle
Leipzig, 2017, 6-teilig:
Eingang /
Raum 1, Ansicht I / Raum 2,
Ansicht I / Raum 2, Ansicht II /
Raum 3, Ansicht I / Raum 3,
Ansicht II,
Baryt-Abzüge,
je 20
×
25 cm
Anne-Theresa Wittmann
(*1983)
Diversity of Stars,
2015, HD-
Video, 1:48 min, Stereo / Mono,
2014, 23 Acrylglasformen
bedruckt mit UV-härtenden
Tinten im Plattendirektdruck-
verfahren, versch. Maße,
3D-Druck, 10,5
×
21
×
19,6 cm,
Video projektion, 2:06 min
©Foto: Sven Bergelt
Katharina Zimmerhackl
(*1983)
Werkkomplex Reading Women,
2015:
Blindbände,
2015, Set von
11 Büchern, Festeinband (Leinen),
goldene Prägung, verschiedene
Größen, 24
×
34
×
32 cm /
Intricate Rituals,
2015, 9 Blätter
im Folder, Handsatz-Druck,
24
×
32,5 cm, Edition
© Foto: Künstlerin / Sven Bergelt

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schiedlichen Materialität lebt. Diese Objekte
werden dann bewegt und lassen neue Bilder im
Raum entstehen, die filmisch dokumentiert
werden. Bewegung ist wiederum auch integrales
Moment der Fotoserie von Svea Duwe, die diese
am Beispiel des gedrehten Halses zeigt. Als hinter-
sinniger Kommentar der im Wahljahr 2017 fertig-
gestellten Arbeit sagt die Aneinanderreihung
dieser momentanen Haltungen etwas aus über die
Orientierung, Aus- und Blickrichtung des Subjek-
tes. Das Erzählen in aufeinanderfolgenden Bildern
ist auch Gegenstand der Zeichnungen von
Anna Haifisch, die sich dem Comic verschrieben
hat. Gemäß der Natur dieses Mediums wird
maximal reduziert und treffend typisiert. In den
einzelnen Szenen finden sich motivische Verweise
auf Landschaften und andere Versatzstücke aus
der Kunstgeschichte, gleich einem sichtbaren
Nachdenken über Mensch und Natur, was über
die Entwurfshaltung hinausgeht. Anne-Theresa
Wittmanns mehrteilige Installation wiederum zeigt
die Veränderung und Umstrukturierung von Land-
schaft durch den Menschen und dessen Streben
nach kartografischer Erfassung seiner Umwelt.
Wittmann bindet den als künstlerische Technik
noch relativ neuen 3D-Druck ein, der auch von
Nicolas Rupcich eingesetzt wird. Er forscht an der
Schnittstelle zwischen Bildender Kunst und Litera-
tur, Dinglichkeit und Medium und meditiert über
die Existenz von Objekten zwischen Bild und Text.
Seine multimediale Werkgruppe erzeugt eine
atmosphärische Stimmung die ins postapokalypti-
sche kippt. Irritierend befremdlich muten auch die
Objekte von Daniela Hoferer an, die aus z.T. hoch-
wertigen Materialien und Stoff sowie organischen
Versatzstücken wie Fell und Knochen unheimliche
Fabel- und Hybridwesen in aufwendiger, traditio-
neller und dennoch anachronistisch wirkender
Handarbeit entstehen lässt. In dem Stickbild wird
an regionale Trachten und Traditionen erinnert, die
in einer Simultandarstellung wiedergegeben sind.
Inga Kerber schreibt ihre Cliché-Thematik fort,
jeder Abzug ist ein handgefertigtes Unikat auf
altem Fotopapier. Der neu erworbene Werkkomplex
ist während eines Arbeitsstipendiums in Vietnam
entstanden und variiert das Motiv einer Dschun-
gelansicht. Die vermeintliche Ortslosigkeit und
scheinbar unberührte Natur verbindet örtliche und
historische Bezüge mit übergeordneten Themen:
der Vietnamkrieg mit dem Naturpark als Reservat,
die weltweite Umweltthematik mit der Erinnerung
an naturwissenschaftliche Darstellung aus dem
Zeitalter der Entdeckungsfahrten. Von Reisen
erzählt auch der besondere Zugang 2018: die Serie
von späten Fotografien der Grand Dame sächsi-
scher Fotografie, Evelyn Richter. Die in den 2000er
Jahren z.B. in Venedig, New York, London und
Moskau entstandenen Aufnahmen, waren als
Negative in ihrem Archiv aufbewahrt und konnten
erst kürzlich entwickelt werden. In diesen späten
Werken ist sich die Fotografin treu geblieben:
dem Thema der Street Photography und ihrer
unvergleichlichen Art der (Selbst-) Porträtierung.
Karoline Schneider beschäftigt sich in ihrem Werk
mit cultural appropriation. Vor dem Hintergrund
postkolonialistischer Ansätze untersucht sie die
übersteigerte Wertschätzung von ethnischem
Kulturgut wie Kleidung, Alltags- und Kultgegen-
ständen, die als Lifestyleprodukte absorbiert und
vereinnahmt werden. So steht die neu angekaufte
Objekt-Serie als Sinnbild für die wenig reflektierte
Übernahme von Kulturgut, die sich in einer visuel-
len Annäherung erschöpft. Statt hochpräziser
Jagd instrumente der australischen Ureinwohner
begegnen uns Bumerangs hier als bunte und
populäre Nach bilder aus Ton. Die mehrfachen
Brechungen und Risse der Tonhaken sind dabei
ein ebenso schlichter wie präziser Kommentar der
Künstlerin. Ob Eike Behnke sein Interesse am
Ornament der Inspiration der Fülle der Muster in
der Tischdeckensammlung seiner Großmutter
oder der biografischen Zwischenstation der
Ausbildung zum Modedesigner verdankt, sei dahin
gestellt. Seine seriellen, an Schnittmuster oder
Schablonen erinnernden Bildreihungen wirken wie
eine Sammlung von Musterbögen. Die erdig-raue
Ölkreidemalerei auf mehrfach überarbeitetem
Papier wirken durch starke Kontraste von Farbe
und Form sowie durch ihre haptische Qualität.
Die großformatige Zeichnung von Katharina Siegel
spielt mit den Möglichkeiten Räumlichkeit zu
suggerieren und Heide Nord schafft mit ihrem
leuchterartigen Objekt einen Hybriden zwischen
DIY-Design und räumlicher Intervention. Von der
Installation Katharina Zimmerhackls geht das Ange-
bot aus, mit den Blindbänden, die Titel bekannter
Werke der Kunstgeschichte tragen, die lesende
Frauen zeigen, entsprechend vorgegebener Hand-
lungsanweisungen, eben deren Posen, Gesten und
Blick
e
v
on
in
Lektür
e
v
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f
t
en
Frauen
ausz
uführ
en.
Silke Wagler
33 Werke zeitgenössischer Kunst im Gesamtwert
von rund 170.000€ wurden 2018 als Förderan-
käufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
für den Kunstfonds erworben. Auch dieser Jahr-
gang zeigt sich vielfältig in Themen und Formen.
Die Variationsbreite der einzelnen künstlerischen
Medien ist erstaunlich, besonders bei den zahl-
reichen neu angekauften Gemälden. Sie beziehen
sich nicht selten inhaltlich auf die Kunstgeschich-
te oder das Medium Malerei, dessen zeitgenössi-
sches Potential ausgelotet wird. So setzt sich der
in Dresden ausgebildete Caspar-David-Friedrich-
Preisträger Clemens Tremmel mit der romantischen
Landschaftsmalerei auseinander, die er im Grenz-
bereich zum Objekt verortet. Die von ihm prakti-
zierte Kombination verschiedener Materialien
erreicht durch die Einbindung eines Recyclingmo-
ments eine neue experimentelle Öffnung. Traditio-
neller wirken die Landschaften des Dresdner
Malers Thomas Matauschek, die durch unendliche
Variationen immer gleicher Motivik eine zwischen
obzessiv-meditativer Konzentration und surrealer
Irritation oszillierende Atmosphäre entfalten.
Die Variation immer selber Motive ist auch bei
Stefan Stößel zu finden. Dessen Thema ist das
Sammeln, z.B. von Kisten unterschiedlicher
Provenienzen, die im Atelierumfeld Stillleben
bilden und deren frontale Ansichten sich Tromp
l’œil-artig wieder gegeben finden, was durchaus an
Pop-Art erinnert. Allerdings wird hier nicht auf
Konsumprodukte sondern auf ihre Verpackung
fokussiert, deren schablonenhafte Wiederholung
motivisch aufgebrochen wird. Landschaft ist
weiterhin auch das Thema bei Jennifer König, die
sich der aus der Grafik kommenden Mittel der
Reduktion sowie Beschränkung auf Schwarz- und
Grautöne bedient und damit die Landschafts-
malerei analysiert. Dagegen ist Ludwig Kupfers
mattfarbige abstrahierte Komposition mit der
letztlich unpräzise bleibenden architektonischen
Form eine klassische Dresdner Position.
Verena Landau reflektiert die Kunst und ihre
Institution, das Museum, dessen Raum sich ins
Unendliche zu entfalten scheint.
In Form und Stil fallen die Gemälde von Maximilian
Kirmse, der eine Art Pointillismus verfolgt, der
durch seine Palette wiederum fast an die fototech-
nische Wirkung einer Solarisation heranreicht,
und von Manuel Stehli auf, der in seiner flächig
abstrahierten Darstellung an die italienische
Renaissancemalerei erinnert und für das Motiv der
Venus eine zeitgenössische Entsprechung findet.
Frei und frech rezipiert Matti Schulz bildhaueri-
sche Kunstgeschichte, indem er mit dem Sujet der
Porträtbüste und der Tierplastik satirisch bricht.
Er verpflanzt die Objekte zudem in den Kontext
einer Alternativkultur, indem er sie in Keramik aus-
führt und mit einem theoretischen neuen Nutzen
versieht. Alternativ-trashig wirkt auch das farb-
intensive Objekt von Marian Luft, der computer-
generierte Bilder sammelt und diese visuellen
Fundstücke verwertet. Die neuen Kombinationen
von Fragmenten, Zeichen, Slogans, Piktogrammen
sind nervös-ironische Spiegelungen gegenwärtiger
Alltagskultur. Eben darauf beziehen sich auch die
Sockelobjekte von Frenzy Höhne, die ein ebenso
offensiver wie subtil- humorvoller Kommentar zur
Konsumgesellschaft sind, für den sich die Leipziger
Künstlerin Präsentationsformen bedient, die
gleichermaßen museal und kommerziell genutzt
werden; Plakativität ist hier Strategie. Ähnlich ver-
hält es sich in dem Ensemble aus Fotografien und
Tonfigürchen von Timo Hinze, dem es einerseits
um Logos und Slogans geht, die im öffentlichen
Stadtraum zur Kulisse werden, und anderseits um
offen zur Schau getragene Strategien zur (Selbst-)
Motivation und –Ermunterung in der Arbeitswelt.
Indirekt ist die Frage nach der Selbstmotivation
auch der Subtext in Iréne Mélix‘ performativer
Videoarbeit, in der die Künstlerin sich am künstle-
rischen Lebensumfeld, konkret an einer weißen
Wand abarbeitet. Während die Wand als Sinnbild
für das unbeschriebene Blatt, die leere Leinwand,
den neuen Tag oder die offenen Zukünfte stehen
kann, liegt in der Vergeblichkeit ihres Tuns ein
ironischer und melancholischer Kick. Eine ästheti-
sche Komponente bringt das aus glänzend–
schwarzem Plexiglas bestehende Objekt von
Thomas Prochnow mit, das als Intervention im
Raum materiell, formal und räumlich mit dem
Umfeld korrespondiert. Das Potential von Räumen
ist auch das Thema des Luxemburger Fotografen
Jeff Weber, der von 2014 bis 2017 das Leipziger
Kunsthaus führte, wo er andere Fotografen aus-
stellte und die Räume nach und nach restaurierte.
Diese poetisch-konzeptuelle Position ist zugleich
Memorial für die Kunsthalle und eine Erinnerung an
die Potenzialität des Standortes. Fragmente bio-
grafischer Erinnerungen an die eigene Kindheit in
der serbischen Heimat sind es, die Nora Mesaros
in ihren Zeichnungen verarbeitet, immer wieder
neu kombiniert und assembliert. Die veränderten
Ansichten lassen neue Narrative und Bedeutungs-
zusammenhänge entstehen, die durch die Penti-
menti eine Anmutung von Bewegung in sich
tragen. In bewegte Bilder im Raum übersetzt
Nori Blume Zeichnungen oder Malereien, die zu-
nächst in abstrakten Plastiken und Objekte aus
verschiedenen Materialien eine neue, meist bunte
Gestalt finden, die von der Spannung der unter-
© 2018 bei den SKD sowie den Künstler*innen, wenn nicht anders
angegeben. Ausstellungsansichten WIN/WIN 2018, Leipzig,
Baumwollspinnerei, Halle 14: Sven Bergelt
© VG Bildkunst, Bonn 2018 für Svea Duwe, Daniela Hoferer, Frenzy
Höhne, Verena Landau, Heide Nord, Matti Schulz, Stefan Stößel,
Anne-Theresa Wittmann
Die Sammlung des Kunstfonds ist auch im Internet unter
http://skd-online-collection.skd.museum
zugänglich.
KUNSTFONDS
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 120 551, 01006 Dresden
kunstfonds@skd.museum
www.skd.museum
©Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Gestaltung: Grafik FM (Fiedler/Meyer)