www.so-geht-sächsisch.de

DIE SACHSEN ALS
ERFINDER, MACHER, TÜFTLER
UND PRAGMATIKER
www.so-geht-sächsisch.de
/sogehtsaechsisch
/simplysaxony
Auf den nächsten Seiten findet sich allerhand
Wissenswertes über Sachsen. Wir laden Sie ein,
mit uns auf Entdeckungsreise zu gehen.
Sächsisch ist viel mehr als ein Dialekt. Sächsisch ist eine
Lebenseinstellung. Seit Jahrhunderten stehen wir Sachsen
für gelassenen Pragmatismus und die Entschlossenheit,
Dinge ohne viel Gerede anzupacken, neue Ideen zu ent­
wickeln und uns so ständig weiterzuentwickeln. Sachsen
ist von jeher ein Land der Macher. Das zeigen die bahn­
brechenden sächsischen Erfindungen der Ver
gangen heit
ebenso wie die heutigen Erfolge von
Unternehmen in
Sachsen. Warum das so ist? Schon immer
bot der Freistaat
optimale Bedingungen – für Familien unternehmen, den
Mittelstand und Branchen riesen, für Tüftler, Start­ups und
Manufakturen. Wir wollen zeigen, wie wir denken und handeln,
wie wir die Dinge anpacken. Unser Land hat eine große
Vielfalt an Wirtschaft und Wissenschaft, an Kunst und Kultur
sowie an Landschaft und Gastfreundschaft.
Oder anders gesagt – wir wollen zeigen: „So geht sächsisch.“

929
Der Vorläufer des
heutigen Sachsens
wurde mit dem Burg-
bau in Meißen als
Markgrafschaft
Meißen gegründet.
1815
Auf dem
Wiener Kongress
verliert Sachsen
drei Fünftel
des Landes an
Preußen.
1485
Durch die Leipziger
Teilung von 1485 löste sich
Sachsen von Thüringen ab.
Dresden wurde zur Residenz-
stadt ausgebaut.
1756 – 1763
Siebenjähriger
Krieg. Mit dem Friedens-
schluss von Hubertusburg
verliert Sachsen das Anrecht
auf die polnische Krone.
1831
Sachsen
wird Verfassungs-
staat.
1920
Sachsen
gibt sich eine
demokratische
Verfassung.
1992
Am 6. Juni
wird die neue
sächsische
Verfassung in
Kraft gesetzt.
1697
August
der Starke
erlangt die
polnische
Königskrone
(als August II.).
1919
Am 25. Februar
treten die sächsischen
Abgeordneten als
„Volkskammer“ zusam-
men und proklamieren
Sachsen als Freistaat.
1934
Gesetz über
den Neuaufbau
des Reiches.
Der sächsische
Landtag wird
aufgelöst.
WISSENSWERTES ÜBER SACHSEN
WARUM IST SACHSEN EIN FREISTAAT?
Der Begriff „Freistaat“ verweist auf die demokratische
Tradition Sachsens. Das Land wird also nicht von einem
Herrscher, sondern von seinen freien Bürgern regiert.
Privilegien und Besonderheiten hat der Freistaat gegenüber
anderen Bundesländern keine, wohl aber eine ältere
staatliche Tradition.
Das sächsische Landeswappen hat seinen
Ursprung im Geschlecht der Askanier.
Auch deren Wappenschild war neunmal
von Schwarz und Gold geteilt.
Der grüne Rautenkranz wurde um 1260
auf
gelegt. Er steht für den Verzicht des
askanischen Hauses Sachsen-Wittenberg
auf sein Stammland in Niedersachsen-
Lauenburg und verdankt seine Form dem
gotischen Stil.
Weiß und Grün sind die Farben
der sächsischen Landesflagge.
Am 22. Mai 1815 übergab Friedrich August I.
während der Befreiungskriege Generalleutnant
von Lecoq das Kommando über die sächsischen
Truppen am Rhein. Damit es im Kampf keine
Verwechslung mit anderen Kontingenten gäbe,
sollte Lecoq das bis dahin weiße Hoheitszeichen
an den Uniformen der Truppe mit einem breiten
grünen Rand umgeben.
Die Nachricht von den neuen Farben
hat sich schnell verbreitet.
Als Friedrich August I. in Dresden einzog, stand
die Stadt bereits in weiß-grünem Fahnenschmuck.
Studenten hatten ihre Revers mit weiß-grünen
Schleifen verziert. Soldaten trugen Hoheitszei-
chen in den neuen Farben und Beamte Ordens-
bänder an ihren Hüten.
So wurden die frischen Farben nach
den verlustreichen Befreiungskriegen
zum Symbol für den Neuanfang.

Bayern
50° 10‘
N
W
O
Tschechische Republik
Polen
Thüringen
Sachsen-Anhalt
An der Landesgrenze Sachsens haben folgende Staaten und Bundesländer Anteil:
Brandenburg
51° 41‘
S
50° 32‘
51° 15‘
Nordsachsen
Mittelsachsen
Sächsische Schweiz
Osterzgebirge
Erzgebirgskreis
Vogtlandkreis
Leipzig
Leipzig,
Stadt
Dresden,
Stadt
Chemnitz,
Stadt
Zwickau
Meißen
Bautzen
Görlitz
5,2 % Anteil am Bundesgebiet
Brandenburg 242 km
Sachsen-Anhalt 206 km
Thüringen 274 km
Bayern 41 km
Tschechische Republik 454 km
Polen 123 km
0
100
200
300
400
500
0
300
600
900
1200
Brandenburg Sachsen-Anhalt
Thüringen
Bayern
Tschechische Republik
Polen
245 km
206 km
274 km
41 km
459 km
123 km
* Alle Daten auf dieser Seite Stand 2019
18.450
SÄCHSISCHE
BEVÖLKERUNG
<18
18 – 25 25 – 50
50 – 65
65+
Altersgruppen nach Jahren
in Prozent an der Gesamtbevölkerung
15,5
5,5
30,6
22,6
25,9
Durch-
schnitts-
alter
Leipzig
Dresden
Chemnitz
47,6
Jahre
4,99 % Anteil
an der deutschen Bevölkerung
(81.197.537)
584.775**
553.128**
247.191**
* Alle Daten auf dieser Seite Stand 2017
** Stand 2018
4.076.957**
2.067.606**
2.009.351**
WISSENSWERTES ÜBER SACHSEN
DATEN UND FAKTEN ÜBER SACHSEN
*
Allgemeinbildende Schulen
Grundschulen 831
Mittel-/Oberschulen
357
Gymnasien
166
Allgemeinbildende Förderschulen
155
Freie Waldorfschulen
7
Insgesamt
1.516
Der Freistaat Sachsen besteht aus zehn Landkreisen und
den drei kreisfreien Städten Chemnitz, Leipzig und Dresden.
Die Landkreise untergliedern sich ihrerseits in 419 Gemeinden –
wovon der Erzgebirgskreis mit 59 die meisten und der Land-
kreis Meißen mit 28 die wenigsten Gemeinden hat. Die kleinste
Gemeinde ist mit 345 Einwohnern der Kurort Rathen. Ganz
im Osten von Sachsen lebt die rund 60.000 Einwohner starke
westslawische Minderheit der Sorben.

W
a
c
h
s
a
m
k
e
it
K
lu
g
h
e
it
W
ei
s
h
e
it
S
t
ä
r
k
e
S
t
taa
l
ic
h
e
F
r
ü
s
o
r
g
e
H
A
H
N
RA
B
E
E
U
L
E
A
D
L
E
R
LE
P
I
K
A
N
V
e
rk
ö
r
p
e
r
un
g
d
es
Fleiß
e
s
W
e
i
s
h
e
i
t
u
n
d
A
ll
w
i
s
s
e
n
h
e
it
E
r
o
lg
f
W
a
p
p
e
n
ti
e
r
d
e
r
W
e
t
t
i
n
e
r
WISSENSWERTES ÜBER SACHSEN
DIE SÄCHSISCHE STAATSKANZLEI
HISTORISCHE
SYMBOLE
MIT AKTUELLER
BEDEUTUNG
Erbaut: 1900 – 1904
Bauherren: König Albert und Georg (Wettiner)
Entwurf: Edmund Waldow; Architekt: Heinrich Tscharmann
Grundriss: 154 x 67 m
Gebaut aus Sandstein aus Pirna-Posta
VON AUSSEN:
Stil der Neorenaissance
erinnert an französische
Repräsentationsbauten des
17. und 18. Jahrhunderts
IM INNEREN:
Jugendstil mit
klassizistischen
Elementen
GOLDENE KRONE
1903 Aufsetzen der
600 kg schweren „Goldenen
Krone“, welche 1992 erneut
angebracht wurde (zwischen
1945 und 1992 war diese
durch eine Friedenstaube
ersetzt worden)
WESTTREPPENHAUS:
Zerstörung des Westtreppen­
hauses am 13. Februar 1945,
an die heute noch Brand­
flecken auf den Treppen­
stufen erinnern
KUPPELHALLE:
Zentraler Punkt mit dem
Wappen von Sachsen und
den damaligen Regierungs­
bezirken sowie Löwen­
skulpturen (Wappentier der
Wettiner) an den Treppen­
aufgängen
GROSSER SITZUNGSSAAL:
Schmuckstück des
Gebäudes, Jugendstil­
malereien im Inneren,
der Bienenkorb ziert den
Eingang zum Saal
DAMALS:
Ministerialgebäude der königlich-sächsischen Ministerien
des Innern, der Justiz sowie des Kultusministeriums mit drei individuell
gestalteten Eingängen
HEUTE:
Sitz der Sächsischen Staatskanzlei und des Staatsministeriums
für Umwelt und Landwirtschaft
In der Sächsischen Staatskanzlei laufen die Fäden der Politik
zusammen. Sie erarbeitet die politischen Richtlinien des
Freistaates, gestaltet die Beziehungen zum Bund und zu
den anderen Bundesländern und überprüft, ob beschlossene
Gesetze mit der Verfassung übereinstimmen. Sie ist das
Zentrum des Regierungsviertels mit den anderen Ministerien
und Sitz des sächsischen Ministerpräsidenten.
L
Ö
W
E
L
O
R
B
E
R
K
E
R
N
Z
A
D
A
S
S
E
H
E
N
D
E
A
U
G
E
G
O
T
T
E
S
B
I
E
N
E
NKO
RB

K
u
n
s
t
h
o
c
h
s
c
h
u
le
n
H
o
c
h
s
c
h
u
l
e
n
f
ü
r
a
n
g
e
w
an
d
t
e
W
i
s
s
e
n
s
c
h
a
f
t
e
n
S
t
u
d
i
e
n
a
k
a
d
e
mi
en
Weitere staatlich anerkannte
Hochschulen in freier oder
kirchlicher Trägerschaft.
WISSENSCHAFT, TECHNIK UND INNOVATION
WISSENSCHAFTSLAND SACHSEN
EXZELLENZCLUSTER
Sachsen verfügt über ein leistungsfähiges Netz von
Hoch- schulen und Forschungseinrichtungen. Das Spektrum
der Hochschulforschung reicht von der Grundlagenforschung
bis zur angewandten Forschung und Entwicklung
für die Wirtschaft. Im deutschlandweiten Vergleich
gilt die sächsische Forschungslandschaft als vielfältig
und ausgewogen.
T
U
B
e
r
g
a
k
a
d
e
m
i
e
F
r
e
i
b
e
r
g
*
ZENTRUM FÜR REGENERATIVE THERAPIEN
DRESDEN (CRTD)
Das CRTD forscht nach modernen Therapie-
möglichkeiten für hämatologisch-onkologische,
neurode generative Erkrankungen, Diabetes,
Knochenkrankheiten sowie kardiovaskuläre
Erkrankungen.
ZENTRUM FÜR PERSPEKTIVEN IN DER
ELEKTRONIK
DRESDEN
Weltweit einzigartiger Ansatz, um alternative
Materialien, Technologien und Systeme für die
Elektronik der Zukunft zu konstruieren.
MERGE – TECHNOLOGIEFUSION FÜR
MULTIFUNKTIONALE LEICHTBAUSTRUKTUREN
Wissenschaftler der TU Chemnitz forschen an
der Zusammenführung getrennter Fertigungs-
prozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher
Werkstoffgruppen.
7
6
.
5
8
5
S
t
u
di
e
r
e
n
d
e
i
n
S
a
h
c
s
e
n
(
U
n
i
v
e
r
si
t
ä
t
e
n
,
2
0
1
9
)
U
n
i
v
e
r
s
i
t
ä
t
e
n
*
D
a
t
e
n
St
a
n
d
M
är
z
2
1
9
0
BILDUNGSAUSGABEN
21,9 % des Gesamthaushaltes investiert
Sachsen in Ausgaben für die Bildung.
(Sächsischer Technologiebericht 2015)
Dieser Wert liegt einen Prozentpunkt über dem
deutschen Durchschnitt (20,9 %). Sachsen belegt
damit im Ranking aller Bundesländer Rang zwei
hinter Nordrhein-Westfalen (22,3 %).
21,9 %
T
U
D
r
e
s
d
e
n
*
30.677
Studierende
U
n
i
v
e
r
s
i
t
ä
t
L
e
ipz
i
g
*
28.797
Studierende
T
U
C
h
e
m
n
i
t
z
10.482
*
4.113

WISSENSCHAFT, TECHNIK UND INNOVATION
INNOVATIONEN: DATEN, ZAHLEN
UND PATENTANMELDUNGEN
In den vergangenen Jahren hat Sachsen deutlich an
Innovationskraft zugelegt und liegt im Technologiebericht
2015 auf Rang vier, hinter Baden-Württemberg, Bayern
und Berlin. Einer der Erfolgsfaktoren ist die staatliche
Förderung. So wurden allein im Jahr 2015 insgesamt
557 Technologieprojekte mit 110 Millionen Euro gefördert.
Die daraus entstehenden Technologien sind wichtig für
Sachsens Stellung als Exportland. Allein 2015 exportierte
der Freistaat Waren im Wert von fast 30 Milliarden Euro.
10.676 Erfindungen
und Patentanmeldungen
1.185 Erfindungen
Platz
von 2007 bis 2017
davon entstanden
an sächsischen
Hochschulen
im Osten
Erfindungen pro Tag
P
l
a
594
im Jahr
2018
im Jahr
Patentanmeldungen
2015
c
i
r
c
a
1.
in ganz Deutschland
Platz
9
Sachsens Stärken:
Spezialmaschinenbau
Mess- und Regeltechnik
Materialentwicklung
Elektrotechnik
Automobilbau
Pharmazie
1,6
HISTORISCHE ERFINDUNGEN AUS SACHSEN
BH, 1899, Dresden
Herrenarmbanduhr mit Selbstaufzug, 1959, Glashütte
Erste Tageszeitung, 1650, Leipzig
Bierdeckel, 1892, Dresden
Das erste vollsynthetische Feinwaschmittel, 1932, Chemnitz
Filtertüte, 1908, Dresden
Homöopathie, 1796, Meißen
Porzellan, 1708, Meißen
Mechanischer Webstuhl, 1887, Chemnitz
Künstliches Mineralwasser, 1821, Dresden
Erste deutsche Lokomotive,
1839, Dresden
Teebeutel, 1929, Dresden

WISSENSCHAFT, TECHNIK UND INNOVATION
DAS AUTO: WELCHE TEILE STAMMEN
AUS SACHSEN?
Jedes zehnte in Deutschland gebaute Auto stammt aus
sächsischen Fabriken. Sachsen ist heute die Heimat großer
Marken wie BMW, Porsche und VW. Hinzu kommen mehr
als 780 Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister. Außerdem
erforschen unsere Wissenschaftler an 50 Instituten
schon heute das Auto von morgen, vom Leichtbau über
die E-Mobilität bis zur Batterieforschung.
Drei VW-STANDORTE
(Zwickau, Chemnitz, Dresden),
die
WERKE VON PORSCHE UND BMW
in Leipzig und
NEOPLAN
in Plauen sowie über
95.000 BESCHÄFTIGTE
in rund
780 ZULIEFER-, DIENSTLEISTER- UND
AUSRÜSTERBETRIEBEN
prägen heute das Autoland Sachsen.
BEISPIELHAFTE AUTOTEILE AUS SACHSEN
(vereinfachte Baugruppen)
Sicherheitsausstattung
Innenausstattung
Motor und Motorsteuerung
Karosserie und Rahmen
Displays und
Anzeigeninstrumente
Scheiben und
Scheibenwischanlagen
Schaltung und
Getriebe
Karosserie
und Rahmen
Fahrwerk
Radkappen
Kühlung
Motor und Motorsteuerung
Beleuchtung
Airbags
Bezüge, Verkleidungen und Ablagen
Stoßdämpfer
Bremsen
Fahrassistenzsystem
ABS
Abgasanlagen
Sitze und
Lehnen
Stoßfänger

KUNST UND KULTUR
KUNSTGESCHICHTE
Der Freistaat war schon immer ein Anziehungspunkt für
Künstler und Künstlerkollektive. So fanden Caspar David
Friedrich oder die expressionistische Gruppe „Die Brücke“ in
Sachsen ebenso eine künstlerische Heimat wie heute Neo
Rauch und Katrin Heichel als Vertreter der „Neuen Leipziger
Schule“. Allein die Baumwollspinnerei in Leipzig bietet auf
rund 100.000 Quadratmetern Raum für zahlreiche Maler,
Designer und Galeristen und ist ein wahrer Hotspot für
zeitgenössische Kunst und Kultur.
STAATLICHE KUNST-
SAMMLUNGEN DRESDEN –
GEMÄLDEGALERIE
ALTE MEISTER
MUSEUM DER BILDENDEN
KÜNSTE LEIPZIG
KUNSTSAMMLUNGEN
CHEMNITZ
KUNSTSAMMLUNGEN
ZWICKAU
untergebracht im
Dresdner Zwinger
rund
70.000
Werke
von
450
Künstlern
weltweit
größte Otto-Dix-
Sammlung
(278 Arbeiten)
im Museum
Gunzenhauser
umfassende
Sammlung von
Malerei und Plastik
aus der Romantik
sowie expressio­
nistischer Werke
über
5.000
m
2
Ausstellungs-
fläche
ZEITGENÖSSICHER
KÜNSTLER
ca.
4.600
Gemälde,
60.000
Zeichnungen und Grafiken,
1.800
Plastiken, Skulpturen,
Medaillen und Plaketten;
121.177
Besucher (2017)
unterteilt u. a. in
Skulpturensammlung,
Gemäldesammlung,
Grafische Sammlung,
Sammlung des ehe-
maligen Naturkunde-
museums
Dauerausstellung
der Werke des
Künstlers
Max Pechstein
NEO RAUCH
1960
in Leipzig geboren
bekanntester Maler der
„Neuen Leipziger Schule“
Ausstellungen u. a. im Metropolitan
Museum of Art New York (2007)
gilt als einer der gefragtesten deutschen
Künstler der heutigen Zeit
CASPAR DAVID FRIEDRICH
(1774 – 1840)
geboren in Greifswald, arbeitete
und starb in Dresden
Maler und Grafiker
gilt als bedeutendster Landschaftsmaler
der deutschen Romantik
berühmtestes Gemälde:
um 1818 „Der Wanderer über
dem Nebelmeer“
HISTORISCHER
KÜNSTLER
ca.
750
Gemälde in
23
Räumen
368.105
Besucher
(2017)
gegründet
1925
gegründet
1858

Johann Sebastian Bach
(1685 – 1750)
1685 geboren
1723 Thomaskantor in Leipzig
gilt als bekanntester Komponist des Barocks
und als einer der großartigsten Tonschöpfer
der gesamten Musikgeschichte; sein Werk
umfasst 1126 Kantaten, Präludien, Messen
und Choräle
SÄCHSISCHE STAATSKAPELLE
Klangkörper der Staatsoper
Gründung 1548 durch Kurfürst Moritz
von Sachsen
eines der ältesten und traditions-
reichsten Orchester der Welt
Leitung durch (u. a.): Heinrich Schütz,
Johann Adolf Hasse, Carl Maria von
Weber und Richard Wagner
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
seit 1781 Heimspielstätte des
Gewandhausorchesters
umfasst Gewandhausorchester,
Gewandhausorganist, Gewand-
hausChor, GewandhausKinderchor
verteilt auf drei Spielstätten
Urau ührungen von van Beethoven,
Schubert, Wagner, Brahms, Reger,
Mendelssohn Bartholdy u. a.
Gewandhausorchester:
• etwa 50 Sinfoniekonzerte
• 12 Kammermusikabende
• 20 Sonderkonzerte
• Tourneen in der ganzen Welt
unter die
Top Ten der weltbesten
Orchester gewählt
Robert Schumann
(1810 – 1856)
1810 in Zwickau geboren
gilt als einer der wichtigsten
Vertreter der deutschen
musikalischen Hochromantik
Richard Wagner
(1813 – 1888)
1813 in Leipzig geboren
gilt als einer der bedeutendsten
„Erneuerer“ der europäischen
Musik im 19. Jahrhundert
Heinrich Schütz
(1585 – 1672)
1585 geboren
1672 gestorben in Dresden
bedeutendster Komponist
des Frühbarocks
SEMPEROPER
Domizil der Staatsoper |
1871 – 1878
Bau
1945
Zerstörung |
1977 – 1985
Wiederau au
260
Opern- und Ballettau ührungen
pro Jahr
rund 50 symphonische und kammer-
musikalische Konzerte in Dresden im Jahr
Tourneen in der ganzen Welt
DIE PRINZEN
Leipziger Pop- und
A-capella-Band
Bekannteste Werke:
„Alles nur geklaut“
„Gabi und Klaus“
„Millionär“
„Deutschland“
KRAFTKLUB
Rap-Rock, Indie-Rock,
Punk-Rock aus Chemnitz
Bekannteste Werke:
„Ich will nicht nach Berlin“
„Songs für Liam“
SILBERMOND
Pop-Rock-Band
aus Bautzen
Bekannteste Werke:
„Symphonie“
„Das Beste“
„Irgendwas bleibt“
Auszeichnungen:
ECHO (2005, 2007
2-fach, 2010 2-fach,
2011 2-fach), Bambi
(2009, Pop National)
KUNST UND KULTUR
SÄCHSISCHE MUSIKTRADITION
Eine Aufführung in der Semperoper, ein Konzert der Thomaner
in Leipzig oder des Robert Schumann Konservatoriums in
Zwickau: Mit 14 Theatern und Opernhäusern im gesamten
Freistaat kann das Bundesland auf eine vielfältige Musik-
tradition verweisen. Und Sachsen hat längst die Bühnen der
Welt erobert: U2 und viele andere Künstler spielen auf Bässen
aus dem Vogtland. Seit über 300 Jahren ist hier der Musik-
instrumentenbau zu Hause. National gehören Silbermond und
Kraftklub zu den angesagten Chart-Stürmern aus dem Freistaat.

BERÜHMTE CHÖRE
Knabenchöre haben in Deutschland eine sehr lange Tradition.
Die beiden sächsischen Chöre aus Dresden und Leipzig
gehören dabei zu den ältesten und bekanntesten.
Sie repräsentieren die europäische Kultur- und Musikgeschichte
auf internationalen Konzertreisen und genießen dabei
weltweit hohes Ansehen.
KUNST UND KULTUR
Alle Daten auf dieser Doppelseite Stand 2016
AUSZEICHNUNGEN LEIPZIGER THOMANERCHOR, u. a.:
2001:
Europäischer Chorpreis (Europäischer Kulturpreis)
2011:
Royal Academy of Music Bach Prize
2002, 2012:
ECHO Klassik
2012:
Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig
2014:
Aufnahme in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes
LEIPZIGER THOMANERCHOR
1212
in Leipzig gegründet
weltweite Bekanntheit als einer der besten Chöre
Johann Sebastian Bach
als bekanntester Kantor (1723 – 1750)
Repertoire über alle Epochen von Renaissance bis zur Moderne,
hauptsächlich traditionelle Kirchenmusik (vor allem Bach)
drei wöchentliche Auftritte
in der Thomas kirche Leipzig, zusätzlich
zwei große Deutsch landreisen
pro Jahr und
inter nationale Tourneen
bis zu 100 THOMANER
(Alter von 9 bis 18 Jahren)
1300
erstmals erwähnt
ca.
100 Konzerte
pro Jahr
• etwa 50 Gottesdienste und Vespern
• 10 Konzerte in der Kreuzkirche Dresden
• 40 Konzerte auf Tourneen und Gastspielen
150.000 Besucher
erleben die Aufführungen des Chores jährlich
Seit über 60 Jahren produziert der Dresdner Kreuzchor Tonauf-
nahmen mit Werken aus allen Epochen der Musikgeschichte.
KREUZCHOR DRESDEN
ca. 130 KRUZIANER
(Alter von 9 bis 19 Jahren)
AUSZEICHNUNGEN KREUZCHOR DRESDEN, u. a.:
2005:
Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein
2013:
Ehrenpreis des Shanghai Arts Festivals
Träger des Europäischen Chorpreises (Europäischer Kulturpreis)
2014:
Aufnahme in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes

KUNST UND KULTUR
DER DIALEKT
„Die Sprache dieser Leute beleidigt mein Ohr!“, schrieb der
Dramatiker Franz Grillparzer im 19. Jahrhundert und verglich
die Sachsen mit quakenden Fröschen. Noch heute wird der
sächsische Dialekt häufig belächelt und gern (schlecht)
imitiert. Dabei sprechen alle Deutschen in gewisser Weise
„Sächsisch“. Im Mittelalter zogen die Menschen aus allen
Teilen Deutschlands in den florierenden Freistaat und
brachten ihre eigenen Dialekte mit. Aus dem Sprachwirrwarr
entwickelte sich eine einheitliche Verkehrssprache: das
„Meißner Kanzleideutsch“. Durch seine Verbreitung wurde es
bald überregional verstanden und gilt noch heute als wichtige
Grundlage der deutschen Sprache.
DIE BISHERIGEN SÄCHSISCHEN WÖRTER DES JAHRES
Seit 2008 kürt eine Jury aus Schauspielern, Journalisten
und Literaturwissenschaftlern jährlich das „sächsische Wort
des Jahres“ in den Kategorien „
BELIEBTESTES WORT
“,
SCHÖNSTES WORT
“ und „
BEDROHTESTES WORT
“.
Aussterbende sächsische Wörter sollen gerettet werden
die Sprache der Sachsen wird gepflegt und gehegt
ihr Wohlklang in das Bewusstsein gebracht
die Mundart wird als wichtiger Teil der deutschen
Sprache gefördert
Sinn der Aktion
Beliebtestes Wort
Schönstes Wort
Bedrohtestes Wort
2018
Friemeln
Beschmuh
Dorwiern
knifflige Zusammen-
hänge verknüpfen
Täuschung,
Schwindel, Betrug
quengeln, nerven
2017
Andadschn
Schmieche
Reformande
antasten
Gliedermaßstab,
Meterstab
Strafpredigt, Zurecht-
weisung, Verweis
2016
Diggschn
Bibbus
Mäffdl
schmollen; einge-
schnappt sein
kleines, stiftähnliches
Ding
kleines, klappriges
Auto
2015
Blaadsch
Dämmse
Eiforbibbsch
Unbeholfener
Mensch
drückende Hitze
und Schwüle
etwa: „Ach Gott!“
2014
Gelumbe
Däschdlmäschdl
Forblembern
Unaufgeräumtes
versteckte
Liebelei
verschwenden,
vergeuden

BESUCHEN UND GENIESSEN
SACHSEN HAT GESCHMACK
Von süß bis herzhaft hat der Freistaat einmalige Genüsse
für Feinschmecker zu bieten. Geprägt von jahrhundertealten
Traditionen und geheimen Zutaten stehen einige davon unter
besonderem EU-Schutz.
ÜBERREGIONAL
BEKANNTE GERICHTE
Dresdner Eierschecke
Plinsen
Quarkkäulchen
Saure Flecke
Wickelklöße
Pulsnitzer Pfefferkuchen
Dresdner Stollen
Sächsischer Sauerbraten
Leipziger Lerche
Leipziger Allerlei
Neunerlei
ALTENBURGER ZIEGENKÄSE
Schon seit dem 19. Jahrhundert
wird der Altenburger Ziegenkäse im
sächsisch-thüringischen Grenzgebiet
von der Feinkäserei Zimmermann
als Familienbetrieb in der dritten
Generation hergestellt. Eine spezielle
Rezeptur und Verarbeitungsweise
verleihen ihm einen mild-aromati-
schen Geschmack.
Der Pflaumentoffel
ist ein aus Trockenpflaumen zusammengestecktes
Männlein und gilt als ein typisches Symbol für die Dresdner Weihnacht,
insbesondere für den Dresdner Striezelmarkt. Eine erste urkundliche
Erwähnung stammt aus dem Jahre 1801. In dieser Zeit verkauften Kinder
den Pflaumentoffel als weihnachtlichen Glücksbringer und Naschwerk.
GESCHÜTZTE
URSPRUNGSBEZEICHNUNG
LAUSITZER LEINÖL
Das aus Leinsamen gewonnene
Öl verfeinert mit seinem nussigen
Aroma selbst die einfachsten
Gerichte zu einem kulinarischen
Highlight. Der einzige Anbieter
dieser sächsischen Spezialität ist die
Lausitzer Ölmühle in Hoyerswerda.
MEISSNER
FUMMEL
„Der Bäcker
nimmt ´nen
Batzen Luft, bläst
bissel Teig drum
rum; schon zieht der Fummel
würz´ger Duft ins liebe Publikum“,
heißt es im Volksmund.
Das hohle Gebäck aus dünnem Obla-
ten
teig wurde auf Anweisung des
sächsischen Kurfürsten Augusts des
Starken kreiert, um zu kontrollieren, ob
seine dem Wein zugetanen Postkuriere
die Sendungen schadlos auslieferten.
GESCHÜTZTE
GEOGRAPHISCHE ANGABE
DRESDNER
CHRIST­
STOLLEN
Die wohl bekannteste sächsische
Spezialität wurde Ende des 15. Jahr-
hunderts eigentlich als Fastengebäck
hergestellt. Aus den anfänglichen
Zutaten Mehl, Wasser und Hefe
entwickelte sich über die Zeit hin-
weg jedoch eine kulinarische
Delikatesse aus besten Zutaten und
Gewürzen, wobei jede Bäckerei ihre
eigene Rezeptur stets geheim hält.

ZUTATEN
E
i
g
e
l
b
V
a
n
i
l
l
e
z
u
c
k
e
r
Z
i
t
r
o
n
e
n
s
c
ha
l
e
Q
u
a
r
k
S
a
l
z
P
e
l
l
k
a
r
t
o
f
f
e
l
n
Z
u
c
k
e
r
R
o
s
i
n
e
n
250 g
nach
Wunsch
Sächsischer geht’s kaum: Quarkkäulchen klingen nach
Sachsen und schmecken auch so – einfach lecker.
Quark, Kartoffeln, Eier – alles zusammen wird erst einmal
vermischt, richtig klebrig und am Ende wirklich köstlich.
DIE ZUBEREITUNG
Die Kartoffeln kochen, reiben oder
durch ein Sieb drücken und in eine
Schüssel geben.
Die abgeriebene Zitronenschale,
den Quark und zwei Eigelb dazugeben
und alles mit dem Mixer verrühren.
Vanillezucker, Zucker, Salz und
Rosinen hinzufügen und die
Masse zu einem Teig vermengen.
Anschließend mit bemehlten Händen
den Teig zu Käulchen formen und
diese mit Butter oder Öl in einer
Pfanne braten, bis sie goldbraun sind.
Das Rezept finden Sie auch unter:
www.so-geht-sächsisch.de
BESUCHEN UND GENIESSEN
REZEPT FÜR QUARKKÄULCHEN
GUTEN
APPETIT