image
 
Geschäftsbericht 2011

 
Titelseite: coloriertes digitales Geländemodell von „Theater im Ohr“ am Bärwalder See in der Nähe von Boxberg

image
image
Der GeoSN
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
GeoSN
Als Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) sind
wir die obere Vermessungsbehörde und stellen Nutzern aus der Wirtschaft,
der Wissenschaft und der Verwaltung ebenso wie Privatnutzern die Geoba-
sisinformationen des Freistaates Sachsen bereit. Waren dies ehemals zumeist
analoge Produkte, wie (kleinmaßstäbige) topographische Karten und Auszüge
aus dem Buch- und Kartenwerk des Liegenschaftskatasters, so geben wir heute
vor allem die Daten in digitaler Form ab. Darüber hinaus stehen diese Informa-
tionen über Internetdienste einem immer breiter werdenden Kreis von Anwen-
dern zur Verfügung. Eine wichtige strukturelle Veränderung, die einen breiten
Raum im Geschäftsbericht einnimmt, konnten wir in diesem Zusammenhang
2011 vollziehen: Mit Bildung der Abteilung 4 - Geodateninfrastruktur haben
wir uns nun auch organisatorisch auf die Herausforderungen eingestellt, die
die heutige Informationsgesellschaft für uns als Vermessungsverwaltung mit
sich bringt.
Wir hatten uns im letzten Geschäftsbericht insbesondere mit der demographi-
schen Entwicklung und knapper bemessenen Ressourcen auseinandergesetzt.
Die in diesem Jahr vorgenommenen Neueinstellungen könnten als ein erstes
Anzeichen dafür gesehen werden, dass der Negativtrend aufgehalten werden
kann. Leider geht damit noch keine Entspannung der Personalsituation einher,
weil nur ein Teil der Abgänge ausgeglichen wird.
Von den äußeren Bedingungen her war das Jahr geprägt durch die Große
Baumaßnahme. Zwar brachte sie infolge der Auslagerung der Hälfte der Be-
diensteten auf die Dienststätte Strehlener Straße zusätzliche Probleme, und
die am Olbrichtplatz verbliebenen Kollegen hatten mit so mancher „Baufolge“
zu kämpfen, dennoch überwiegt bei weitem die Freude über das Ergebnis der
Sanierung des Gebäudes, dessen ersten Teil wir im Herbst beziehen durften.
| 01

image
coloriertes digitales Geländemodell von „Theater im Ohr“ am Bärwalder See in der Nähe von Boxberg

image
image
image
image
image
image
image
Inhalt:
1
4
8
11
16
26
31
32
Der GeoSN
Landesvermessung
Liegenschaftskataster
Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Sachsen
Zentrale Aufgaben
Große Baumaßnahme an der Dienststätte des GeoSN
Organigramm
Der GeoSN in Zahlen
| 03

image
Kartenausschnitt aus der TK100 C5146
Landesvermessung
Luftbildservice
Informationsmanagement / Photogrammetrie / 3D-Stadtmodell / Topographie
Der Fachbereich Topographie verfolgt das Ziel, die reale Landschaft zu beschreiben. Die aktuellen
Landschaftsdaten werden in dem Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystem
(ATKIS®), als Digitale Landschaftsmodelle (DLM), digitale Orthophotos (DOP) und Digitale Gelände-
modelle (DGM) geführt.
Die regelmäßige Erfassung von topographischen Veränderungen im ATKIS®-DLM mittels entzerrter,
georeferenzierter Luftbilder und örtlicher Geländeaufnahmen garantieren aktuelle ATKIS®-Daten.
Deshalb erfolgt jährlich eine Grundaktualisierung des ATKIS®-DLM von 1/3 der Landesfläche des
Freistaates Sachsens.
Topographische Veränderungsinformationen ausgewählter Objekte (z.B. Straßen, Brücken) werden
entsprechend ihrer Bedeutung alle 3, 6 bzw. 12 Monate aktualisiert. Grundlage dafür sind örtliche
Geländeaufnahmen und ein umfangreiches Informationsmanagement.
Leistungszahlen
Grundaktualisierung des ATKIS®-DLM von ca. 5.500 km² (30% der Landesfläche des Freistaates
Sachsen)
Abschluss der Berechnung von PAN-, RGB-, CIR- und RGBI-DOP* der Befliegung 2010 in drei
Lage-
referenzsystemen (Südwestsachsen, ca. 6.350 km²)
Prüfung der Bildflugergebnisse (PAN- und RGBI-Luftbilder, Georeferenzierung) der Befliegung 2011
von 1/3 der Landesfläche des Freistaates Sachsen mit 20 cm Bodenauflösung (Gebiet Ostsachsen,
ca. 6.290 km²)
Beginn der Berechnung von PAN-, RGB-, CIR- und RGBI-DOP der Befliegung 2011 in drei
Lagerefe-
renzsystemen (Gebiet Ostsachsen, ca. 6.290 km²)
Beauftragung der Befliegung 2012 (Luftbilder, Georeferenzierung) von 1/3 der Landesfläche des
Freistaates Sachsen mit 20 cm Bodenauflösung (Gebiet Nordwestsachsen, ca. 6.270 km²)
Neubeauftragung der Laserscannermessaufnahme des Gebietes Görlitz (ca. 1078 km²)
Vervollständigung des seit 2009 im Aufbau befindlichen 3D-Gebäudemodells um weitere 4.500 km²
(25% der Landesfläche des Freistaates Sachsen)
*Panchromatisch (PAN), Farbe (RGB), Color-Infrarot (CIR), 4-Kanal-Orthophotos (RGBI)
| 04

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
coloriertes digitales Geländemodell der Festung Königstein
Bildausschnitt aus
Titelbild der TK100
mehrsprachiger Legende der
TK100
Coverabbildungen der neuen TopMaps
Top
Maps
AMTLICHE DIGITALE ORTHOPHOTOS
LUFTBILDER 2008 BIS 2010
Top
Maps
Top
Maps
Luftbilder 2008 bis 20 1 0
Zusatz-
Blu-ray
für
die interaktive
digitale Kartenserie
der Vermessungs-
verwaltung
Sachsen
Sachsen
AUSGABE 2011
AUSGABE 2011
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
GeoSN
alle Funktionen der CD-ROM Top50
Sachsen nutzbar
vergleichendes Betrachten in mehreren
Kartenfenstern gleichzeitig
beim Scrollen verschieben sich alle
Kartenfenster gleichzeitig
Orthophotos sind in die Ebene entzerrte,
georeferenzierte
Luftbilder
. Dabei erfolgt die
Projektion der Luftbilder über ein Digitales
Geländemodell der Erdoberfläche. In den
Orthophotos können Sie Entfernungen wie in
einer Karte messen.
Inhalt
Amtliche Digitale Orthophotos aus den Befliegungen der Jahre 2008 bis 2010
von ganz Sachsen -- Bodenauflösung: 50 cm
vergleichendes Betrachten von verschiedenen Kartenwerken
Systemanforderungen
Vorinstallierte Top50 Sachsen V5
ist unbedingt erforderlich!
Haben Sie noch Fragen?
Unser Kundenservice berät Sie gerne.
Tel: 0351 / 8283 - 8400
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:
www.landesvermessung.sachsen.de
EINZELPLATZLIZENZ
Pentium® III mit 600 MHz (empfohlen Pentium® IV mit 1,4 GHz)
Hauptspeicher: 256 MB RAM (empfohlen 512 MB RAM)
Empfohlener freier Festplattenspeicher mind. 20 GB
OpenGL (V1.3)-fähige 3D-Graphikkarte mit mindestens 64 MB
(empfohlen 256 MB) mit aktuellem Treiber
Farbeinstellung: True Color (32 Bit)
Betriebssystem: Windows 2000® • Windows XP®
Blu-ray-Laufwerk erforderlich
Systemvoraussetzungen
© Daten:
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen 2011
© Software: EADS Deutschland GmbH
Funktionen
Top
Maps
AMTLICHE TOPOGRAPHISCHE KARTEN
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 10 000
Maps
Top
Maps
Top
Maps
T opographisc he Karte 1 : 1 0 000
Zusatz-DVD für
die interaktive
digitale Kartenserie
der Vermessungs-
verwaltung
Sachsen
Sachsen
T opographisc he Karte 1 : 1 0 000
AUSGABE 2011
AUSGABE 2011
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
GeoSN
alle Funktionen der CD-ROM Top50
Sachsen nutzbar
vergleichendes Betrachten in mehreren
Kartenfenstern gleichzeitig
beim Scrollen verschieben sich alle
Kartenfenster gleichzeitig
Topographische Karten sind ortsbeschreibende
Landkarten, die als unmittelbares Ergebnis der
topographischen Landesaufnahme flächen-
deckend für den Freistaat Sachsen herausge-
geben werden.
Inhalt
Aktuelle Topographische Karte im Maßstab 1 : 10 000 von ganz Sachsen
vergleichendes Betrachten von verschiedenen Kartenwerken
Systemanforderungen
Vorinstallierte Top50 Sachsen V5
ist unbedingt erforderlich!
Haben Sie noch Fragen?
Unser Kundenservice berät Sie gerne.
Tel: 0351 / 8283 - 3411 oder -3412
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:
www.landesvermessung.sachsen.de
EINZELPLATZLIZENZ
Pentium® III mit 600 MHz (empfohlen Pentium® IV mit 1,4 GHz)
Hauptspeicher: 256 MB RAM (empfohlen 512 MB RAM)
Empfohlener freier Festplattenspeicher 5 GB
OpenGL (V1.3)-fähige 3D-Graphikkarte mit mindestens 64 MB
(empfohlen 256 MB) mit aktuellem Treiber
Farbeinstellung: True Color (32 Bit)
Betriebssystem: Windows 2000® • Windows XP®
Systemvoraussetzungen
© Daten:
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen 2011
© Software: EADS Deutschland GmbH
Funktionen
Top
Maps
AMTLICHE TOPOGRAPHISCHE KARTEN
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 25 000
PRÄSENTATIONSGRAPHIK
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 25 000
Maps
TOPOGRAPHISCHE KARTE 1 : 25 000
Maps
PRÄSENTATIONSGRAPHIK
Top
Maps
Top
Maps
T opographisc he Karte 1 : 25 000
Zusatz-DVD für
die interaktive
digitale Kartenserie
der Vermessungs-
verwaltung
Sachsen
Sachsen
T opographisc he Karte 1 : 25 000
AUSGABE 2011
AUSGABE 2011
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen
GeoSN
alle Funktionen der CD-ROM Top50
Sachsen nutzbar
vergleichendes Betrachten in mehreren
Kartenfenstern gleichzeitig
beim Scrollen verschieben sich alle
Kartenfenster gleichzeitig
Die Präsentationsgraphik 1 : 25 000 ist ein
aktuelles und automatisiert hergestelltes
Kartenwerk des gesamten Freistaates Sachsen.
Inhalt
Aktuelle Topographische Karte im Maßstab 1 : 25 000 von ganz Sachsen
vergleichendes Betrachten von verschiedenen Kartenwerken
Systemanforderungen
Vorinstallierte Top50 Sachsen V5
ist unbedingt erforderlich!
Haben Sie noch Fragen?
Unser Kundenservice berät Sie gerne.
Tel: 0351 / 8283 - 3411 oder -3412
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:
www.landesvermessung.sachsen.de
EINZELPLATZLIZENZ
Pentium® III mit 600 MHz (empfohlen Pentium® IV mit 1,4 GHz)
Hauptspeicher: 256 MB RAM (empfohlen 512 MB RAM)
Empfohlener freier Festplattenspeicher 5 GB
OpenGL (V1.3)-fähige 3D-Graphikkarte mit mindestens 64 MB
(empfohlen 256 MB) mit aktuellem Treiber
Farbeinstellung: True Color (32 Bit)
Betriebssystem: Windows 2000® • Windows XP®
Systemvoraussetzungen
© Daten:
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen 2011
© Software: EADS Deutschland GmbH
Funktionen
Digitale topographische Karte 1: 100 000
Nach der erfolgreichen Umstellung der topographischen Karten der Maßstäbe 1 : 10 000,
1 : 25 000 und 1 : 50 000 auf die digitale Technologie erfolgte nun auch die Ableitung und karto-
graphische Bearbeitung der digitalen topographischen Karte 1 : 100 000 (DTK100) für den gesam-
ten Freistaat Sachsen. Im September und Oktober 2011 wurden die Druckdateien der elf TK100
pünktlich zum festgelegten Fertigstellungstermin entsprechend der Verwaltungsvereinbarung
zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und den Ländern zur Herstellung der zmK100
an das Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr übergeben.
Die Druckversion der DTK100 enthält als zivil-militärische Ausgabe eine mehrsprachige Legende
(deutsch, englisch, tschechisch oder polnísch). Damit liegen jetzt alle Kartenwerke der topogra-
phischen Maßstabsreihe in der neuen bundeseinheitlichen Kartengraphik als Kartendrucke und
Rasterdaten vor.
CD-ROM Top50 und TopMaps
Für die bereits bekannte CD-ROM Top50 Sachsen können weitere digitale Zusatzkartenwerke
(TopMaps) erworben werden. Nach den TopMaps mit historischen Karten des Vorjahres liegt der
Schwerpunkt wieder auf den aktuellen digitalen Produkten des GeoSN.
So wurde die TopMaps-Serie um die hochauflösenden Geodatenprodukte „Topographische Karte
1 : 10 000“, „Topographische Karten 1 : 25 000 – Präsentationsgraphik“ und „Luftbilder 2008 –
2010“ erweitert.
| 05

image
image
DHHN-Erneuerung Stand August 2011
Pressetermin auf der Brühlschen Terrasse anläßlich der Erneuerung des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN) in Sachsen
Im Jahr 2005 beschloss die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltung der Länder (AdV)
die Erneuerung des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN) mithilfe des digitalen geometrischen
Präzisionsnivellements, epochengleichen GNSS-Messungen sowie Absolutschweremessungen auf
ausgewählten Repräsentativpunkten des DHHN.
In den Jahren 2006 bis 2011 wurden 27.000 km Präzisionsnivellement absolviert sowie 250
Geodätische Grundnetzpunkte (GGP) und einige SAPOS-Referenzstationen an dieses Netz
nivellitisch angeschlossen.
Der Freistaat Sachsen hat ca. 1.300 km Nivellementlinien zur Messkampagne beigetragen. Seit
2007 waren teilweise bis zu acht Vermesser des Referates 24 mit dem Präzisionsnivellier und zwei
3m-Nivellierlatten ganzjährig bei Wind und Wetter aus den Straßen unterwegs. Dabei mussten sie
den gesamten Messweg zu Fuß zurücklegen – und zwar doppelt, um die sehr hohe Genauigkeit zu
erreichen. Den Abschluss für Sachsen bildete die Linie von Königsbrück nach Dippoldiswalde, wo
unsere Messtrupps sogar Medienbegleitung hatten.
Die Messergebnisse wurden im Innendienst aufbereitet und den zentralen Rechenstellen in Bonn
und Leipzig übergeben. Bereits jetzt kann man sagen, dass die beteiligten Kollegen aus Sachsen die
definierten Qualitätskriterien sehr gut eingehalten und sehr hochwertige Ergebnisse abgeliefert
haben. Bis Ende 2012 werden bundesweit noch Messergebnisse aus den einzelnen Bundesländern
erwartet, um diese im Anschluss in den beiden Rechenstellen parallel auszugleichen. Damit liegt
erstmalig eine nach einheitlichen Richtlinien und mit einheitlichem Equipment erhobene und damit
qualitativ hochwertige Datenbasis für Deutschlands amtliches Höhenreferenzsystem vor.
Bereits im Herbst hat der Arbeitskreis Raumbezug der AdV über die Bewertung der Messergebnisse,
die möglichen Ausgleichungsstrategien und Varianten der zukünftigen Datumsfestlegung beraten.
Vielleicht wird das deutschlandweit einheitliche neue amtliche Höhenreferenzsystem DHHN2014
(2014 … Jahr der endgültigen Ausgleichung) heißen.
Arbeiten am Deutschen Haupthöhennetz
| 06

image
image
image
image
Ausgangssituation
Anschlusspunkte
Projektgruppe „Ziel3-Projekt“ im GeoSN
Übergabe der Rahmenvereinbarung an die Vizedirek-
torin des
durch Dr. Werner Haupt
Im Bereich Technologie Landesvermessung werden u. a. die eingesetzten ATKIS® -Verfahren betreut
und die Einführung der Verfahren zur Führung des Amtlichen Festpunktin for ma tionssystems
(AFIS®) und des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informations systems (ATKIS®) im
neuen Datenmodell vorbereitet. Im Berichtszeitraum wurden vor allem die Konzepte für Migration,
Datenhaltung, Datenerhebung und -qualifizierung weiter präzisiert. Es erfolgten kontinuierlich
An-
passungs- und Testarbeiten der einzelnen Softwarekomponenten. Die dabei festgestellten Fehler
wurden zur Behebung an die Entwicklerfirmen gemeldet.
Ziel3 Projekt „Grenzüberschreitende Homogenisierung von Geobasisdaten zwischen dem
Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik“
Das Projekt wurde mit dem Landesvermessungsamt der Tschechischen Republik
(Zeměměřický úřad,
ZÚ)
und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR) von 2009 bis Ende
2011 durchgeführt. Es wurde im Rahmen des EU-Förderprogramms Ziel 3/Cil 3 aus Mitteln des
Fonds für regionale Entwicklung und durch den Freistaat Sachsen gefördert.
Unter Federführung des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung erarbeitete der GeoSN
gemeinsam mit seinen tschechischen Kollegen Methoden, um die Daten entlang der Staatsgrenze
passfähig und inhaltlich vergleichbar zu machen. Auf Grund der noch nicht abgeschlossenen Neu-
vermessung der Grenze wurde eine gemeinsame Grenzgeometrie als Kombination aus Altvermes-
sung, Neuvermessung sowie anderen Daten festgelegt und in die amtlichen Daten übernommen.
Ergebnisse des Projektes sind die Festlegung eines einheitlichen Koordinatensystems als Vorausset-
zung für die geometrische Anpassung, die Festlegung einer gemeinsamen Grenzgeometrie, die
Integration der Grenzgeometrie in die amtlichen Daten sowie die geometrische Anpassung aller
grenznahen Objekte. Neben den passfähigen Geobasisdaten liegen des weiteren bilinguale Objekt-
kataloge und -beschreibungen der Datenmodelle sowie GIS-Werkzeuge zur automatisierten Um-
setzung der semantischen Harmonisierung für die Praxis vor.
Auf der Abschlussveranstaltung des Ziel3-Projektes am 10. November 2011 im IÖR informierten
sich rund 70 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis aus beiden Ländern über
die Projektergebnisse.
Die Vizedirektorin des ZÚ und der Geschäftsführer des GeoSN unterzeichneten eine Rahmenverein-
barung zur Fortführung der Projektinhalte über die Laufzeit hinaus.
Technologie Landesvermessung
| 07

image
image
image
image
Startbildschirm DMS-Lika-Web-Auskunft
Beispiel einer Trefferabfrage in der DMS-Lika-Web-
Auskunft
Anzahl der ÖbV im Jahr 2011
-3
111
2
unverändert
ausgeschieden
neu bestellt
Gemeinsame Beratung der Vermessungsbehörden
und der ÖbV in Meißen
Bestellung von Herrn Andreas Jope zum ÖbV
Liegenschaftskataster
Seit 2003 wird in den Vermessungsbehörden des Freistaates Sachsen mit dem Verfahren DMS-Lika
ein Dokumentenmanagementsystem produktiv eingesetzt, mit dessen Hilfe die zum Teil 180 Jahre
alten Unterlagen des Liegenschaftskatasters digital erfasst, verwaltet und beauskunftet werden
können. Zur Umsetzung der gesetzlichen Forderung der zentralen Datenhaltung und der Ermögli-
chung einer amtsbezirksübergreifenden Recherche und Datenbereitstellung wurde in den vergan-
genen Jahren das Verfahren DMS-Lika-Web-Auskunft entwickelt. Nach umfangreichen Funktio-
nal- und Performancetests wurde im zweiten Halbjahr 2011 dieses Verfahren in einem Landkreis
erfolgreich pilotiert, sodass die weitere Einführung in allen unteren Vermessungsbehörden ab 2012
erfolgen wird. Perspektivisch werden mit der Einführung des Verfahrens die Voraussetzungen dafür
geschaffen, dass Dritte selbst in den Datenbeständen der Liegenschaftskatasterakten recherchieren
können, z. B. Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbV) selbstständig Vorbereitungsdaten
für Katastervermessungen und Abmarkungen erheben.
Zum Jahresbeginn waren 114 Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure im Freistaat zugelassen.
Am 27.04.2011 und am 15.11.2011 wurde jeweils ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur
neu bestellt. Aus ihrem Amt schieden im Laufe des Jahres drei, so dass am Jahresende 113 Öffent-
lich bestellte Vermessungsingenieure zugelassen waren.
Inhaltliche Schwerpunkte der im I. Quartal 2011 mit den Öffentlich bestellten
Vermessungsingeni-
euren geführten Fachgespräche waren die Erläuterung des Ablaufs der Widerspruchsverfahren im
GeoSN sowie der Aufgaben eines Amtsverwalters.
In der neunten gemeinsame Beratung der Vermessungsbehörden und Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieure in Meißen am 4. Oktober 2011 berichteten Vertreter des Staatsministeriums
des Innern, der unteren Vermessungsbehörden, der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
und des GeoSN zu aktuellen Themen sowie Arbeitsschwerpunkten. Als Gäste referierten Prof. Dr.
Sündermann zum Thema „Die Erde läuft unrund – über die Änderung von Tageslänge und Pollage“
sowie zwei Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern zu deren amtlichem Geoinformations- und
Vermessungswesen.
| 08

image
Bescheidung katastertechnischer Widersprüche im Jahr 2011
10 %
20 %
30 %
40 %
formloser Rechtsbehelf
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
Abhilfe Ausgangsbehörde
Bescheidung Kostenwidersprüche im Jahr 2011
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
Abhilfe Ausgangsbehörde
Ein Mitarbeiter des GeoSN bei der Revisionsvermessung
Bei der Ausübung der Fachaufsicht gegenüber den unteren Vermessungsbehörden lag im Berichts-
jahr 2011 ein Schwerpunkt auf der Kontrolle der durchzuführenden Vorbereitungen zur Überfüh-
rung der Daten des Liegenschaftskatasters in das künftige Verfahren ALKIS®.
Innerhalb der Widerspruchsbearbeitung wurden im Jahr 2011 insgesamt 139 Widerspruchsverfah-
ren gegen Entscheidungen des GeoSN, der unteren Vermessungsbehörden oder Öffentlich bestell-
ten Vermessungsingenieure abgeschlossen; davon 39 kostenbezogene und 100 gegen Katasterver-
messungen und Abmarkungen gerichtete Widersprüche.
Im Rahmen der Fach- und Dienstaufsicht wurden 32 Amtsprüfungen und 25 Revisionsvermessun-
gen bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren durchgeführt.
Es lagen 42 Beschwerden vor, die Anlass gaben, die Amtsausübung der Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieure auf deren Rechtmäßigkeit hin zu untersuchen.
| 09

image
Der Freistaat Sachsen hat für zwei auf Bundesrecht beruhende Staatsgrenzen die vermessungs-
technische Zuständigkeit.
Für die Erfüllung der sich aus dem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der
Tschechischen Republik über die gemeinsame Staatsgrenze ergebenden Aufgaben ist die Ständige
Deutsch-Tschechische Grenzkommission zuständig. Der Freistaat Sachsen ist durch das Staats-
ministeriums des Innern und den GeoSN in der Grenzkommission vertreten. Im Berichtszeitraum
wurde, wie von der Grenzkommission vorgegeben, gemeinsam mit den tschechischen Messtrupps
ein Bereich von 30 km Länge an der Staatsgrenze bearbeitet.
Der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Vermarkung
und Instandhaltung der gemeinsamen Grenze auf den Festlandabschnitten sowie den Grenzge-
wässern und die Einsetzung einer Grenzkommission ist seit dem 25. April 2010 rechtswirksam. Die
Ständige Deutsch-Polnische Grenzkommission, in welcher der Freistaat Sachsen ebenfalls durch
das Staatsministerium des Innern und den GeoSN vertreten ist, hat sich auf ihrer 1. Sitzung im
September 2011 konstituiert, ihre Geschäftsordnung beschlossen und die Aufgabenerfüllung ge-
mäß Grenzvertrag eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung und Durchführung einer
Neuvermessung der deutsch-polnischen Staatsgrenze sowie die Auswertung der Ergebnisse und
die Überprüfung der Vermarkung. Die technischen Richtlinien für die Ausführung der Arbeiten wer-
den von der Gemeinsamen Technischen Gruppe vorbereitet und der Ständigen Deutsch-Polnischen
Grenzkommission vorlegt. Das 1. Treffen der Gemeinsamen Technische Gruppe fand im November
2011 in Dresden statt. Der GeoSN stellt den Vorsitzenden der deutschen Seite und arbeitet genau
wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt mit zwei Vertretern in der Gemeinsa-
men Technischen Gruppe mit.
Mit der Rechtswirksamkeit des genannten Grenzvertrages hat sich im Wesentlichen eine Änderung
für alle Behörden und Stellen, deren Zuständigkeit die Lausitzer Neiße als Grenzgewässer berührt,
ergeben. Für die Ausführung der technischen Planungen zur Instandhaltung und Regulierung der
Lausitzer Neiße und für die Errichtung von Gebäuden, Einfriedungen oder anderer Einrichtungen
innerhalb von 5 m vom Ufer ist das Einvernehmen mit der Grenzkommission erforderlich. Der
GeoSN hat die zusätzliche Aufgabe, die Unterlagen über diese Planungen bzw. Bauvorhaben für die
Grenzkommission aufzubereiten und hinsichtlich des Grenzvertrages fachlich zu werten.
Zielstrebig wurde in der Abteilung Liegenschaftskataster an der weiteren Entwicklung des DV-
Verfahrens ALKIS® zur Führung des Liegenschaftskatasters gearbeitet. Im Jahr 2011 wurden dabei
vor allem die auf der Grundlage bundesweit einheitlicher Basissoftware entwickelten, an die lan-
desspezifischen Anforderungen für Sachsen angepassten Softwaretools intensiv getestet und die
festgestellten Fehler zur Behebung an die Entwicklerfirmen gemeldet. Daneben wurden weitere
Softwaretools in Auftrag gegeben.
| 10

image
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0
Zugriffsstatistik Geodienste (WMS) 2011
Anzahl der Kartenabrufe
Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Sachsen
Das 2010 in Kraft getretene Sächsische Geodateninfrastrukturgesetz (SächsGDIG) setzt die euro-
päische Richtlinie 2007/2/EG (INSPIRE-Richtlinie) landesrechtlich um und bildet die
Rechtsgrund-
lage für den Aufbau und Betrieb der Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen (GDI Sachsen).
Es definiert die sich aus dieser Richtlinie für den Freistaat Sachsen ergebende Anforderung der
Bereitstellung von Geodatendiensten über Netzdienste und enthält Bestimmungen über den
sachlichen und persönlichen Anwendungsbereich, den technischen Aufbau der GDI Sachsen, die
zentralen und dezentralen Verantwortlichkeiten beim Betrieb der GDI Sachsen sowie allgemeine
Regelungen zum Zugang und zur Nutzung der sächsischen Geodaten.
Das SächsGDIG verankert viele Aufgaben der GDI Sachsen beim Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen. Dem Rechnung tragend, erfolgte im Mai 2011 die Bildung der Abteilung
„Geodateninfrastruktur“ mit vier Referaten. Die Abteilung übernimmt u. a. die Aufgaben der
Koor-
dinierung der GDI Sachsen und des Aufbaus sowie der Administration der technischen Infrastruk-
tur der GDI Sachsen im Rahmen der E-Government Basiskomponente Geodaten (GeoBAK 2.0).
Dem Referat „Koordinierung Geodateninfrastruktur“ obliegen die Steuerung und Überwachung
der GDI Sachsen und die Kommunikation mit geodatenhaltenden Stellen im Freistaat Sachsen.
Weitere Aufgaben sind das Geothemen-, Metadaten- sowie Qualitätsmanagement. Das Referat
nimmt weiterhin die bisherigen Aufgaben der Koordinierungsstelle gdi.initiative.sachsen wahr und
ist die Kontaktstelle des Freistaates Sachsen zur Geodateninfrastruktur Deutschland.
Eine wesentliche Aufgabe im Referat „Administration Geodateninfrastruktur“ liegt in der
Entwick-
lung und künftigen Betreuung der Zentralen Komponenten der GDI Sachsen, die im Rahmen des E-
Government aufgebaut und betrieben werden. In diesem Kontext werden bereits die technischen
Vorgänger der zentralen Komponenten – die Webanwendungen „Sachsenatlas“ und „GeoMIS.
Sachsen“ – betreut. Ferner gehört es zu den Aufgaben des Referates, die Fach-Webanwendungen
des GeoSN zu betreuen und weiterzuentwickeln. Dazu gehören insbesondere
- die Geodatendienste zur Bereitstellung von Informationen des amtlichen Vermessungswesens
über das Internet,
- das DMS-Lika-Web für den Zugriff auf die digitalisierten Liegenschaftskatasterakten durch die
Vermessungsbehörden und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure,
- das BORIS (Bodenrichtwertinformationssystem) für die künftige Bereitstellung von Informatio-
nen aus den Bodenrichtwerten im Freistaat Sachsen sowie
- die Auskunfts- und Präsentationskomponente für ALKIS.
Die Anzahl der Zugriffe auf die vom GeoSN bereitgestellten Geodatendienste liegt an Werktagen
im Schnitt bei über 80.000 pro Tag, was einer Steigerung gegenüber 2010 von ca. 50% entspricht.
Vom ehemals zur Abteilung „Zentrale Aufgaben“ gehörenden Referat „Systemverwaltung“ wird der
IT-Betrieb des GeoSN sichergestellt. Dazu zählen die System-, Datenbank- und Netzwerkadminis-
tration sowie die Nutzerbetreuung. Mit dem Umzug nach dem ersten Bauabschnitt konnten 2011
neue Serverräume mit moderner und leistungsfähiger IT-Ausstattung bereitgestellt werden. Damit
sind gute Voraussetzungen für einen anforderungsgerechten Betrieb der IT-Verfahren des GeoSN
gegeben, einschließlich der Bereitstellung von Fachverfahren für die unteren Vermessungsbehör-
den sowie der im Internet verfügbaren Geodatendienste des GeoSN.
In diesem Zusammenhang konnten auch die Telefonie des GeoSN auf netzwerkbasiertes VoIP um-
gestellt und die veraltete Telefonanlage mit ihrem starren Telefonkabelnetz ersetzt werden.
Konfi-
gurationsänderungen lassen sich nunmehr schnell und in eigener Zuständigkeit durchführen. Für
die im GeoSN betriebenen 55 Fachverfahren stehen Produktions-, Referenz- und Testumgebungen
zur Verfügung, in die 170 Windows-Server (110 davon virtuell) und 82 UNIX-Server eingebunden
sind. Die Daten sind in mehreren Storage-Systemen mit einer Gesamtkapazität von 390 TeraByte
abgelegt.
| 11

image
image
In der Sächsischen Gutachterausschussverordnung vom 15. November 2011 sind die Aufgaben
des neuen Referates „Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss“ festgelegt. Die entsprechenden
Regelungen treten jedoch erst mit Einrichtung des Oberen Gutachterausschusses durch landesge-
setzliche Bestimmung in Kraft. Das Referat ist daher personell noch nicht besetzt.
Koordinierung Geodateninfrastruktur und gdi.initiative.sachsen
Ausgehend von den Strategischen Leitlinien der gdi.initiative.sachsen ist es erklärtes Ziel, neben
der staatlichen und kommunalen Verwaltung insbesondere auch die Wirtschaft und die Wissen-
schaft aktiv in der Initiative zu verankern. Rückblickend auf die vergangenen 5 Jahre lässt sich re-
sümieren, dass dies gut gelungen ist. Die Zahl der Mitglieder liegt mittlerweile bei 98 Institutionen
aus allen 4 Bereichen und zeugt vom großen Interesse an der GDI in Sachsen.
Die in der gdi.initiative.sachsen erzielten Ergebnisse entstanden im engen Zusammenwirken vieler
Akteure. Hierbei sind u. a. das Architekturkonzept oder die Vorstudie zum Betriebskonzept, das
Projekt zur Analyse des Geoinformationsbedarfs im Freistaat Sachsen, die Betriebskonzepte zum
Metadatenmanagement und Geothemenmanagement oder das Vorkonzept Zentrale Komponenten
anzuführen. Allein diese Beispiele sprechen für ein durchdachtes und strategisch ausgerichtetes
Vorgehen, das unter anderem in den beiden Arbeitskreisen Referenzmodell und Metadaten umge-
setzt wurde. Mit ihrem konzeptionellen Herangehen stellt sich die GDI Sachsen im Vergleich mit
anderen Ländern in Deutschland durchaus als wegweisend dar.
Im Jahr 2011 richtete sich das Augenmerk vor allem auf die Umsetzung des Sächsischen Geodaten-
infrastrukturgesetzes und damit auf die Erfüllung der sich aus der INSPIRE-Richtlinie ergebenden
Verpflichtungen des Freistaates Sachsen. Dies waren die Bereitstellung von Metadaten zu den
The-
men der Anhänge I und II der Richtlinie sowie die Einrichtung von Such- und Darstellungsdiensten.
Die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle haben dazu in Gesprächen und Workshops mit Vertretern
vieler geodatenhaltender Stellen die Aufgaben erläutert. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung
von INSPIRE für viele Akteure im Freistaat Sachsen mit neuen Aufgaben und Herausforderun-
gen verbunden ist. Der im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwachs der beim INSPIRE-Monitoring
gemeldeten Geodatensätze und Geodatendienste ist ein guter Beleg für das gewachsene Be-
wusstsein in den geodatenhaltenden Stellen. Gleichwohl werden die bestehenden gesetzlichen
Verpflichtungen noch nicht von allen geodatenhaltenden Stellen erkannt und umgesetzt.
Der Arbeitskreis Referenzmodell hat mit externer Unterstützung ein Betriebsmodell für die GDI
Sachsen entwickelt. Dieses stellt die technologische und organisatorische Sicht auf die GDI Sach-
sen in den Vordergrund und bestimmt die prozessualen Abläufe und deren gegenseitige Abhän-
gigkeiten. Es zielt in erster Linie auf die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie, bildet aber gleichzeitig
die Grundlage für eine funktionierende Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen insgesamt.
Um dieses konzeptionelle Werk auf eine möglichst breite Basis zu stellen, konnte es in einem öf-
fentlichen Review bewertet werden. Über 80 eingegangene Hinweise zeugen von einem großen
Engagement der Mitglieder der gdi.initiative.sachsen. Das im Ergebnis überarbeitete Dokument
wurde veröffentlicht.
Die im Betriebsmodell dargestellten Geschäftsprozesse und Akteure werden in zugehörigen Be-
triebskonzepten in einen konkreten sachlichen, zeitlichen und organisatorischen Zusammenhang
gesetzt. So wurde 2011 vom Arbeitskreis das Betriebskonzept „Geothemenmanagement“ erstellt
und eingeführt. In diesem werden die Maßnahmen zur Ermittlung der Geodaten der GDI Sach-
sen und der für deren Bereitstellung verantwortlichen geodatenhaltenden Stellen beschrieben. Es
bildet die Grundlage für das Vorgehen innerhalb der Koordinierung der GDI Sachsen, zur
Identifi-
zierung geodatenhaltender Stellen und deren Geodaten sowie für die Koordinierung der Bereitstel-
lung landesweiter INSPIRE-Datensätze.
Im November 2011 wurde durch den Arbeitskreis die Entwicklung eines einheitlichen Lizenz- und
Bepreisungsmodells als dritter Säule des Referenzmodells der GDI Sachsen initiiert. Darin sollen
modellhaft die Rechte und Rollen, die Anbieter und Nutzer im Rahmen der GDI Sachsen gegensei-
tig vereinbaren müssen, beschrieben werden. Mit dem Lizenz- und Bepreisungsmodell wird eine
| 12

image
Workshop der GDI Sachsen
einheitliche Grundlage für die Beschränkung des Zugangs auf Geodaten über Geodatendienste,
die Erteilung von Lizenzen und die Erhebung von Entgelten in der GDI Sachsen erarbeitet. 16 Ver-
treter geodatenhaltender Stellen und Firmen nahmen im Staatsbetrieb Geobasisinformation und
Vermessung an der Auftaktsitzung teil. Im Ergebnis dieser Veranstaltung wurde ein Fragebogen
zur Erfassung von Lizenzfällen entwickelt und an die geodatenhaltenden Stellen des Freistaates
Sachsen und die Mitglieder der gdi.initiative.sachsen verteilt.
Der Arbeitskreis Metadaten hat im Jahr 2011 Beispielmetadatensätze entwickelt, die nicht nur
verschiedene Themen von Geodaten und Geodatendiensten umfassen, sondern auch den Anfor-
derungen aus der INSPIRE-Richtlinie und der ISO-Norm entsprechen und allen geodatenhaltenden
Stellen als Hilfestellung bei der Erfassung der eigenen Metadaten dienen sollen. Diese Beispiele
fanden Eingang in das Metadatenhandbuch und sind auf der Internetseite der GDI Sachsen ver-
öffentlicht.
Am 10. Mai 2011 trafen sich über 70 Vertreter der staatlichen und kommunalen Verwaltung zum
1. Workshop der GDI Sachsen. Ihnen wurden der Entwurf des Betriebsmodells der GDI Sachsen
und das Betriebskonzept Geothemenmanagement vorgestellt. Weitere Vorträge informierten über
den Stand der INSPIRE-Umsetzung im Freistaat Sachsen, über das INSPIRE-Monitoring 2010 so-
wie über den geplanten Aufbau der Zentralen Komponenten der GDI Sachsen. Im zweiten Teil des
Workshops präsentierten Teilnehmer aus dem Bereich der Wissenschaft und Forschung Lösungs-
ansätze zur Fusion und zur Aufbereitung von Geodaten und gaben damit einen Ausblick auf die
künftigen Aufgaben zur Herstellung konformer INSPIRE-Geodatensätze in der GDI Sachsen.
Die Aufbereitung von Geodaten war auch Gegenstand eines vom GeoSN mit der Professur für
Geoinformationssysteme an der TU Dresden im Sommersemester 2011 durchgeführten Projektse-
minars. Die Studenten haben für den Bereich Verkehrsnetze die Geobasisdaten des ATKIS®-Basis
DLM analysiert und daraus die INSPIRE-relevanten Objektarten identifiziert. Zur Ableitung
landes-
weiter INSPIRE-Datensätze wurden Regeln für die Schematransformation entwickelt und getestet.
Die Ergebnisse sind in einem Projektabschlussbericht zusammengefasst.
Zur weiteren Einbeziehung der Kommunen des Freistaates haben Vertreter des Staatsministeriums
des Innern und des GeoSN gemeinsam mit Vertretern des Sächsischen Städte- und Gemeindetages
und des Sächsischen Landkreistages Möglichkeiten sondiert, die kommunalen geodatenhaltenden
Stellen noch besser zu erreichen und diese in die weitere Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie ein-
zubinden. Im Hinblick auf die kommunale Betroffenheit der kreisangehörigen Gemeinden hat der
Sächsische Städte- und Gemeindetag zunächst 3 INSPIRE-Themen (Verkehrsnetze, Bodennutzung
sowie Gesundheit und Sicherheit) identifiziert.
Informationen zu diesen und weiteren Themen rund um die GDI Sachsen stehen im Internet
unter:
www.gdi.sachsen.de
zur Verfügung.
Zentrale Komponenten GDI Sachsen (GeoBAK 2.0)
Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa und das Sächsische Staatsministerium
des Innern haben im Jahr 2011 eine Vereinbarung über die Weiterentwicklung der E-Government
Basiskomponente Geodaten (GeoBAK 2.0) erarbeitet. Durch die Kooperationsvereinbarung sollen
der Aufbau und Betrieb redundanter IT-Lösungen für die GDI Sachsen und das E-Government ver-
mieden sowie die erforderlichen Ressourcen verschmolzen werden. Die GeoBAK 2.0 soll künftig die
Umsetzung der Verpflichtungen des Freistaates Sachsen innerhalb der Geodateninfrastruktur der
Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) und die gewachsenen Anforderungen an die Bereitstellung
von Geodaten im Rahmen des staatlichen und kommunalen E-Government sicherstellen.
Mit dieser Vereinbarung wurde festgelegt, dass vom Staatsministerium des Innern zusammen mit
dem GeoSN die Fachsoftware der GeoBAK 2.0 realisiert und vom Staatsministerium der Justiz
und für Europa unter Beteiligung Dritter der technische Betrieb auf der E-Government-Plattform
des Freistaates Sachsen abgesichert wird.
Art und Umfang der GeoBAK 2.0, ihre Funktionalitäten, Leistungsparameter und Anforderungen
| 13

image
image
Kick-Off-Veranstaltung GeoBAK 2.0
Herr Dr. Katerbaum, Leiter der Abteilung 4, auf der
Kick-Off-Veranstaltung GeoBAK 2.0
sowie Schnittstellen werden im „Vorkonzept für den Aufbau der zentralen Komponenten der GDI
Sachsen“ beschrieben. Dieses bildete die Grundlage für eine Ausschreibung durch den GeoSN, mit
der die Realisierung der GeoBAK 2.0 im Jahr 2011 auf den Weg gebracht werden konnte.
Der Projektstart erfolgte am 23.11.2011 in einer Kick-Off-Veranstaltung mit allen Projektbeteilig-
ten, die vom Leiter der Abteilung Geodateninfrastruktur eröffnet wurde. Das Projekt gliedert sich
in mehrere aufeinander aufbauende Implementierungs phasen und soll bis zum zweiten Quartal
2014 abgeschlossen werden.
Eine wesentliche und für die Außensicht maßgebende Komponente bildet die Weiterentwicklung
des derzeit eingesetzten Sachsenatlas zum zukünftigen Geoportal der GDI Sachsen. Die Entwick-
lung eines Entwurfs für dieses Portal der GDI Sachsen war Thema einer Arbeitsgruppe. Mitarbei-
ter verschiedener staatlicher Institutionen und zweier Dresdner Hochschulen haben hierfür einen
intuitiv zu bedienenden Prototypen entworfen, der unter Beteiligung vieler Mitstreiter der GDI in
einem Review verifiziert wurde.
Mit den Ausbaustufen INSPIRE I und II werden in der GeoBAK 2.0 die notwendigen Komponen-
ten für die anforderungsgerechte Bereitstellung von Geodaten über Netzdienste (insbesondere
Darstellungs- und Downloaddienste) in der GDI Sachsen zur Verfügung stehen.
Das bereits als landesweites Metadateninformationssystem betriebene GeoMIS.Sachsen nutzten
2011 34 Institutionen für die Erfassung und Pflege ihrer Metadaten. Darüber hinaus sind in das
GeoMIS.Sachsen Metadaten von 6 externen Metadatenkatalogen eingebunden. Insgesamt waren
damit ca. 4350 Geodatensätze sowie 114 Geodatendienste im GeoMIS.Sachsen recherchierbar.
Der technische Betrieb des GeoMIS.Sachsen konnte im Jahr 2011 erfolgreich auf die E-Govern-
ment-Plattform des Freistaates Sachsen portiert werden. Der Suchdienst als Teil der Zentralen
Komponenten der GDI Sachsen erfüllt die Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie hinsichtlich
Verfügbarkeit.
Die Erfassung und Aktualisierung der Metadaten ist ein laufender Prozess, der im Betriebs-
konzept „Bereitstellung von Metadaten“ beschrieben ist und durch den GeoSN im Rahmen des
Metadatenmanagements aktiv begleitet wird. Eine vorrangige Aufgabe besteht darin, bei den
geodatenhaltenden Stellen kontinuierlich auf die geforderte Konformität der Metadatensätze
hinzuwirken.
INSPIRE-Umsetzung im Freistaat Sachsen
Nach Artikel 21 Abs. 1 der INSPIRE-Richtlinie sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Schaffung
und Nutzung ihrer Geodateninfrastrukturen zu überwachen (Monitoring). Dazu haben sie jährlich
Überwachungslisten zu erstellen und an die Europäische Kommission zu übermitteln.
Der GeoSN hat im Auftrag des Staatsministeriums des Innern die erforderlichen Informationen
| 14

image
Monitoring 2009
Monitoring 2010
Anzahl der geodatenhaltenden Stellen
8
24
Landesbehörden
5
10
Kommunen
3
11
Sonstige
-
3
Geodatensätze
25
191
von Landesbehörden
18
107
von Kommunen
7
79
von Sonstigen
-
5
Geodatendienste
16
56
von Landesbehörden
14
51
von Kommunen
2
5
INSPIRE-Darstellungsdienst Flurstücke
zu Geodaten und Geodatendiensten des Freistaates Sachsen, soweit sie den Datenthemen der
Anhänge I, II und III der Richtlinie 2007/2/EG zuzuordnen sind, erfasst und termingerecht an
die Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) zur Weiterleitung an die
Europäische Kommission übermittelt.
Die Meldung für das INSPIRE-Monitoring 2010 stützte sich auf die im GeoMIS.Sachsen verfüg-
baren Metadaten, die sich auf eines der INSPIRE-Themen bezogen. Diese wurden bisher überwie-
gend von staatlichen Institutionen und Landkreisen erfasst. Zum Zeitpunkt des Monitoring 2010
lagen Metadaten von insgesamt 24 geodatenhaltenden Stellen vor. Im Vergleich zum Vorjahr ist
ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen.
Es sind Geodaten und Geodatendienste zu allen Themen der Anhänge I und II der INSPIRE-Richtli-
nie mit Metadaten beschrieben und verfügbar. Im deutschlandweiten Vergleich liegt der Freistaat
Sachsen hinsichtlich der Anzahl der gemeldeten Geodatensätze und –dienste im vorderen Bereich.
Da zukünftig, soweit möglich und zweckmäßig, zu jedem Thema nur ein landesweiter INSPIRE-
Datensatz aufbereitet werden soll, wird die Anzahl der zu meldenden Datensätze und –dienste
möglicherweise zurückgehen.
Metadaten für Geodatensätze und –dienste zu Themen der Anhänge I und II der INSPIRE-Richtlinie
waren im Jahr 2011 über einen Suchdienst zugänglich zu machen. Die Koordinierungsstelle GDI-DE
stellt mit dem Geodatenkatalog-DE einen gemeinsamen Suchdienst für Deutschland bereit. Die
im GeoMIS.Sachsen erfassten Metadaten werden dem Geodatenkatalog-DE über eine definierte
Austauschschnittstelle übermittelt.
Geodatensätze zu Themen des Anhangs I waren im Jahr 2011 über Darstellungsdienste entspre-
chend der Verordnung (EG) Nr. 976/2009 zur Durchführung der INSPIRE-Richtlinie hinsichtlich
der Netzdienste zugänglich zu machen. Diese Aufgabe obliegt den jeweiligen geodatenhaltenden
Stellen.
In der GDI Sachsen waren mehrere Darstellungsdienste zu den Themen des Anhangs I der INSPI-
RE-Richtline verfügbar. Die hohen qualitativen Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie hinsichtlich
Performance, Kapazität und Verfügbarkeit konnten seitens der geodatenhaltenden Stellen jedoch
nicht in jedem Fall sichergestellt werden. Diese Anforderungen lassen sich erst mit der Bereitstel-
lung der Zentralen Komponenten der GeoBAK 2.0 vollumfänglich erfüllen.
Der GeoSN hat zum 9. Mai 2011 Darstellungsdienste zu den INSPIRE-Datenthemen Flurstücke
(Katasterparzellen) und Adressen eingerichtet und damit die von der INSPIRE–Richtlinie geforderte
Anfangsbetriebsfähigkeit von Darstellungsdiensten hergestellt. Beide Dienste sind u. a. in das Geo-
portal "Sachsenatlas"
www.atlas.sachsen.de
eingebunden und stehen der Öffentlichkeit kostenfrei
zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung.
| 15

80
70
60
50
40
30
20
10
zwei SB Stellen
Geoinformatik
23
9
9
1
eine SB Stelle
IT-Bereich
50
24
eine SB Stelle
IT-Entwicklung
17
2
eine SB Stelle
IT-Entwicklung
22
47
eine SB Stelle
allgem. Verwaltung
männliche
Bewerber
weibliche
Bewerber
unbefristete Stellenausschreibungen 2011
Zentrale Aufgaben
Bereich Personal
Aufgrund des im GeoSN konsequent durchgeführten Stellenabbaus in den vergangenen Jahren
wurde uns für das Geschäftsjahr 2011 die Möglichkeit eröffnet, 6 freigewordene Stellen, für die
dringender Nachbesetzungsbedarf bestand, durch Neueinstellungen zu besetzen. So wurden in der
zum 16. Mai 2011 neu geschaffenen Abteilung 4 - Geodateninfrastruktur - drei Sachbearbeiter, in
der Abteilung 2 - Landesvermessung - zwei Sachbearbeiter und in der Abteilung 1 – Zentrale
Auf-
gaben – ein Sachbearbeiter nach öffentlicher Ausschreibung unbefristet eingestellt.
Dabei lässt die geringe Anzahl an Bewerbungen für die Stellen in den Fachabteilungen vermuten,
dass der öffentliche Dienst für den Bereich der IT-Berufe offensichtlich nur bedingt attraktiv ist.
Weiter konnte durch die unbefristete Einstellung von zwei bereits befristet im GeoSN beschäftig-
ten Bediensteten (ein Sachbearbeiter, ein Mitarbeiter) zusätzlich Personal dauerhaft an den GeoSN
gebunden werden. Die durch die Inanspruchnahme von Elternzeit entstandenen Personallücken
konnten durch die befristete Einstellung von zwei Sachbearbeiterinnen ebenfalls gedeckt werden.
Den Personalzugängen standen im Geschäftsjahr 2011 jedoch auch Personalabgänge gegenüber.
| 16

Beschäftigte zum Stichtag 31.12.2011
Vollzeit
Teilzeit
Freizeitphase
der Altersteilzeit
Elternzeit
Arbeitsphase
der Altersteilzeit
abgeordnet
208
42
14
12
32
40
30
20
10
0
10
20
30
über 60
55-59
50-54
45-49
40-44
35-39
30-34
25-29
20-24
Altersstruktur der Bediensteten im GeoSN
Frauen
Männer
Bedienstete im GeoSN mit Langzeiterkran-
kungen, Stichtag 31.12.2011
nicht langzeiter-
krankt
langzeiterkrankt
85%
Insgesamt drei Sachbearbeiter haben nach Auslaufen der Ruhephase ihrer Altersteilzeit die gesetzli-
che Altersgrenze erreicht und wurden in die Rente entlassen. Weiter wurden die Arbeitsverhältnisse
eines Sachbearbeiters sowie eines Mitarbeiters aufgelöst und eine Referentin in ein anderes Ressort
versetzt. Darüber hinaus wechselten sechs Bedienstete in die Freizeitphase ihrer Altersteilzeit (eine
Referatsleiterin, 2 Sachbearbeiter und 3 Mitarbeiter).
Im Ergebnis stehen somit 8 unbefristete Einstellungen zur Kompensation für insgesamt 14
ausge-
schiedene Bedienstete gegenüber.
Trotz der ermöglichten Einstellungen bleibt die Personalsituation daher auch 2011 weiterhin
angespannt. Letztendlich hat sich die Vorreiterrolle des GeoSN im Geschäftsbereich des SMI bei der
fristgemäßen Erbringung der Anzahl der abzubauenden Stellen für uns wenig gelohnt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2011 waren beim GeoSN somit insgesamt 281 Personen (Vorjahr 275)
beschäftigt – 126 Beamte, 153 Beschäftigte und zwei Auszubildende.
Die 6 Neueinstellungen (Durchschnittsalter 30 Jahre) konnten das Durchschnittsalter der Bedien-
steten des GeoSN nicht verringern. Es liegt zum Stichtag 31. Dezember 2011 bei 47,9 Jahren und
damit über dem Vorjahresniveau (47,8 Jahre).
Auch im Jahr 2011 hat sich der GeoSN wieder aktiv im Bereich der Hochschulbildung engagiert.
Insgesamt haben 8 Studenten ein Praktikum (1x Vorpraktikum, 7x Praxissemester) beim GeoSN
absolviert. Zwei Studenten der HTW Dresden haben ihre Bachelor-/ Diplomarbeit beim GeoSN
angefertigt.
In enger Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten des GeoSN wurde der im damaligen Lan-
desvermessungsamt Sachsen entstandene Frauenförderplan fortentwickelt und an die aktuellen
organisatorischen und personellen Gegebenheiten des GeoSN angepasst.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde gemeinsam mit dem örtlichen Personalrat und der Schwerbehinder-
tenvertretung des GeoSN die Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement
erarbeitet und im September 2011 in Kraft gesetzt. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 wurden ent-
sprechend der Dienstvereinbarung die Mitglieder des Integrationsteams ernannt und konnten ihre
Arbeit aufnehmen. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 wurden dem Integrationsteam 39 Bedienstete
benannt, denen entsprechend dem § 84 Abs. 2 des Sozialgesetzbuches (SGB) IX und der
Dienstverein-
barung aufgrund ihrer Langzeiterkrankung ein Betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten
ist. Die hohe Zahl der Bediensteten, die die Voraussetzungen eines Betrieblichen Eingliederungs-
managements erfüllen (14,7 % der aktiven Bediensteten) zeigt die Notwendigkeit zur Ergreifung von
Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.
| 17

image
image
image
Übergabe der Prüfungszeugnisse
Azubi bei der Ausbildung
Aus- und Fortbildung
Der GeoSN setzte seine Bestrebungen zur kontinuierlichen Fortbildung der beschäftigten Arbeit-
nehmer und Beamten auch im Geschäftsjahr 2011 weiter fort.
So konnten die Bediensteten in 286 Fällen an einer Fortbildungsveranstaltung teilnehmen. Die
Teilnehmerplätze verteilten sich auf 169 Seminare, wovon 125 Seminare an der Akademie für öf-
fentliche Verwaltung des Freistaates Sachsen (AVS) und 43 Seminare bei externen
Fortbildungs-
trägern durchgeführt wurden. Darüber hinaus hat der GeoSN ein Seminar selbst organisiert und
durchgeführt.
Die im Jahr 2010 begonnene Berufsausbildung mit zwei Ausbildungsverhältnissen im Ausbildungs-
beruf Vermessungstechniker wurde fortgesetzt.
Bei der im Herbst des Berichtsjahres durchgeführten Zwischenprüfung erzielte ein Auszubildender
des GeoSN das zweitbeste Ergebnis des gesamten Jahrganges.
Weiterhin wurden vom GeoSN im Rahmen des Ausbildungsmodells „Kooperative
Berufsausbil-
dung“ zwei zentrale einwöchige Lehrgänge für alle Auszubildenden im Ausbildungsberuf Vermes-
sungstechniker des 1. und 3. Ausbildungsjahres durchgeführt.
Der GeoSN als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz für die Ausbildungsberufe in der
Geoinformationstechnologie betreute 27 Ausbildungsverhältnisse im zweiten und 35 im dritten
Ausbildungsjahr. Im Berichtsjahr wurden 22 Berufsausbildungsverträge neu abgeschlossen. Die
Ausbildungen erfolgen in insgesamt 47 verschiedenen Ausbildungsstätten (Kommunen, Öffentlich
bestellte Vermessungsingenieure sowie Vermessungs- und Ingenieurbüros).
An den Abschlussprüfungen nahmen 25 Prüflinge teil, davon 22 erfolgreich. Wie auch in den
ver-
gangenen Jahren wurden die Prüfungszeugnisse an die neuen Vermessungstechnikerinnen und
Vermessungstechniker am 13.07.2011 in einem feierlichen Rahmen übergeben.
Auf der Grundlage der Prüfungsordnung des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung
Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung in den Ausbil-
dungsberufen der Geoinformationstechnologie vom 28.10.2010 errichtete der GeoSN als
zuständi-
ge Stelle mit Wirkung vom 01.09.2011 neue Prüfungsausschüsse. Die Veranstaltung zur Übergabe
der Berufungsurkunden fand am 27.09.2011 im Großen Saal der Landesdirektion Dresden statt. Für
die Berufung in die neuen Prüfungsausschüsse wurden die von den Gewerkschaften, Verbänden,
Gremien der verschiedenen Ausbildungsbereiche und vom Staatsministerium für Kultus vorge-
schlagenen Mitglieder und Stellvertreter berücksichtigt.
Am 19. und 20. September 2011 nahm der GeoSN am ersten gemeinsamen Erfahrungsaustausch
der zuständigen Stellen in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie aller Bundes-
länder zu aktuellen Themen der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen in der
Bezirksregie-
rung Düsseldorf teil. Unter anderem wurden die Umsetzung der inhaltlichen Vorgaben der neuen
Prüfungsinstrumente (betrieblicher Auftrag und Prüfungsstück) in den Abschlussprüfungen Ver-
messungstechniker und Geomatiker sowie deren organisatorische Durchführung diskutiert.
| 18

image
Online-Abrufe von Festpunkten der Grundlagenvermessung
Verteilung der Gesamteinnahmen
58%
25%
17%
digitale
Datenbereitstellung
Erteilung der Erlaubnis
zur Nutzung
analoge
Datenbereitstellung
Anzahl der Anträge
Wirtschaft
Privat
Bildungseinrichtungen
Bund und Länder
Landkreise und Gemeinden
Unmittelbare Landesbehörden
des Freistaates Sachsen
57%
34%
3%
3%
2%
1%
1
Monat
100
0
200
300
400
500
600
700
800
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Geodatenvertrieb
Digitale Geobasisdaten und daraus abgeleitete Produkte und Dienste werden in immer stärkerem
Maße in den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für alle raumbezo-
genen Planungs- und Entscheidungsprozesse benötigt.
So wurden durch den Geodatenvertrieb im Geschäftsjahr insgesamt 5995 Anträge für die Bereit-
stellung von Geobasisdaten in analoger und digitaler Form bearbeitet und hierzu Nutzungsrechte
erteilt.
Antragsteller (Kundengruppe)
Anzahl der Anträge
Privat
2033
Wirtschaft
3413
Bildungseinrichtungen
88
Landkreise und Gemeinden
191
Unmittelbare Landesbehörden des
Freistaates Sachsen
184
Bund und Länder
86
Auf die immer größer werdende Nachfrage nach digitalen Daten reagierte der GeoSN schon früh-
zeitig mit nutzungsorientierten Datenbereitstellungen. Die digitalen Datenbestände werden in un-
terschiedlicher Ausprägung zur Recherche, zum Viewing und zur Daten- bzw. Diensteeinbindung
bereitgestellt. Neben Datenabgaben auf Datenträger sind webbasierte Datenangebote über die
Geodatendienste der Basiskarte Sachsen Standard geworden.
So werden auch die Festpunktdaten der Grundlagenvermessung mit den im amtlichen Nachweis
geführten Koordinaten, Höhen und Schwerewerten über einen autorisierten Onlinezugriff automa-
tisiert übermittelt. Im Geschäftsjahr geschah das in 7750 Fällen.
| 19

image
image
image
image
image
blattschnittfreies Ausdrucken
Neuer Verkaufsraum im Mittelbau des sanierten
Gebäudes
Luftbild (DOP) mit darübergelegten Gemeinde-
grenzen und Gemeindebezeichnungen
Luftbild (DOP) mit darübergelegter Straßenebene
Eine deutliche Zunahme erfuhr im Geschäftsjahr auch die Herstellung individuell zugeschnittener
Produkte. Unter Verwendung der in der Rasterdatenbank gespeicherten Daten konnte den Antrag-
stellern z.B. eine topographische Karte beliebigen Maßstabs, blattschnittübergreifend und in der
gleichen Qualität wie die gedruckten Kartenblätter bis zum Format DIN A 0 und darüber hinaus
ausgegeben werden.
Weitere Beispiele sind die Kombination von Luftbild mit Gewässer-, Verwaltungsgrenzen- und
Straßenebenen oder von Luftbild mit darübergelegten Gemeindegrenzen, Gemeindebezeichnun-
gen und Gemarkungsbezeichnungen.
Mit Abschluss des ersten Bauabschnittes der Großen Baumaßnahme und Übergabe der sanierten
Gebäudeflügel C und D wurden auch die neuen Räumlichkeiten der Verkaufs- und Geschäftsstelle
sowie die zugehörigen Räume für das Kartenlager eingerichtet.
Der neue Verkaufsraum stand unseren Kunden ab dem 17.10.2011 zur Verfügung und bietet alle
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beratungs- und Verkaufstätigkeit.
| 20

image
image
image
image
image
Während der Ausstellungseröffnung: Staatsminister Markus Ulbig und der Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Peter Schramm
Geschäftsführer Dr. Haupt im Gespräch mit dem Thüringer Innenminister Geibert
Unser Gemeinschaftsstand mit den Vermessungsver-
waltungen von Thüringen und Sachsen-Anhalt auf
der Leipziger Buchmesse
Eröffnung der Ausstellung „Grenzen trennen -
Grenzen verbinden“ durch Staatsminister Markus Ulbig
8. Sächsisches GIS-Forum der GDI Sachsen e.V. im
Internationalen Congress Center Dresden
GeoSN in der Öffentlichkeit
Das Jahr begann mit einem Festakt: Am 31. Januar eröffnete der Staatsminister des Innern im Foyer
des Innenministeriums die Wanderausstellung „Grenzen trennen – Grenzen verbinden: 20 Jahre
Wiedervereinigung“, die in enger Kooperation der Vermessungsverwaltungen der Länder Sachsen,
Thüringen und Bayern zusammengestellt wurde.
Im Beisein des Abteilungsleiters im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, Herrn Dr. Bau-
er, und des Vizepräsidenten des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation,
Herrn Schramm, würdigte er die historische Entwicklung der Grenze und die damit verbundene
Tätigkeit der Vermessungsverwaltung. Kernidee dieser Ausstellung war, die bewegte Geschichte mit
ihren Kuriositäten und Besonderheiten, die sich im Laufe der Jahrhunderte an dieser Grenze ereig-
net haben, mittels vielfältiger Karten und Geodaten zu erzählen und anschaulich zu präsentieren.
Auch auf zahlreichen weiteren Veranstaltungen war der GeoSN 2011 wieder erfolgreich präsent:
dem GIS-Forum in Dresden, der Leipziger Buchmesse, dem Tag der Sachsen in Kamenz und der
Mitgliederversammlung des sächsischen Schulgeographenverbandes in Leipzig, um nur einige bei-
spielhaft zu nennen.
Besonders viele Kundenkontakte knüpften wir auf der Leipziger Buchmesse. Unser Gemeinschafts-
stand mit Thüringen und Sachsen-Anhalt war auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Die
Nachfrage nach digitalen Produkten war ebenso groß wie das Interesse an topographischen Karten,
Wanderkarten und Luftbildern. Auch der Innenminister von Thüringen, Herr Geibert, stattete dem
3-Länder-Stand einen Besuch ab und kam mit dem Geschäftsführer des GeoSN, Herrn Dr. Haupt,
ins Gespräch.
| 21

image
image
image
image
image
Besuch des Landtagsabgeordneten Marko Schiemann
im GeoSN
Besuch einer Grundschulklasse im GeoSN
Beratung der Vermessungsbehörden und der ÖbV
Das MDR-Fernsehen dreht für einen Beitrag im „Sachsenspiegel“ über das Thema der deutschlandweiten
DHHN-Neubestimmung, speziell bei uns in Sachsen durch den GeoSN
Die AdV-Webmaster mit dem Geschäftsführer des
GeoSN, Dr. Werner Haupt
Übergabe der Web-Design-Stelle
Bei der jährlich stattfindenden gemeinsamen Beratung der Vermessungsbehörden und der
Öffent-
lich bestellten Vermessungsingenieure in Meißen berichteten Experten aus der Vermessungsver-
waltung und externe Gastreferenten aus ganz Deutschland über die neuesten Entwicklungen.
Bis 2011 war bei uns die Web-Design-Stelle der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltun-
gen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) angesiedelt. Der GeoSN betreute drei Jahre
lang die Internetseite
www.adv-online.de
incl. Schulung der Webmaster der Länder. Die turnusmä-
ßige Übergabe dieser Aufgabe an die Kollegen aus Hamburg erfolgte im Dezember gemeinsam mit
dem AdV-Geschäftsführer.
Jedes Jahr betreuen und schulen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Gruppen: Studenten der Tech-
nischen Universität Dresden oder der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sowie Lehr-
linge im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker aus ganz Sachsen. Auch eine Grundschulklasse
aus Dresden wollte in diesem Jahr ganz genau wissen, was der GeoSN ist und welche Aufgaben er
hat. Und natürlich informierten sich wieder Funktionsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung
persönlich über unsere Arbeit.
Große Resonanz in den Medien fand in diesem Jahr ein aufwendiges Vermessungsprojekt: Die
deutschen Vermessungsverwaltungen beendeten die Außendienstarbeiten zur Erneuerung des
Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN). An dem weltweit stark beachteten Projekt arbeitete auch
der GeoSN seit 2007 mit.
Die Neubestimmung des DHHN war erforderlich, weil es auch in Deutschland ständig Höhenver-
änderungen gibt – zum Beispiel als Folgeerscheinung des Bergbaus oder wegen der Bewegung der
Kontinentalplatten.
| 22

image
image
Die Mitglieder des Verwaltungsrates mit dem Geschäftsführer im Foyer des GeoSN ( v.l. Herr Hornig, Herr Dr. Haupt, Herr Arens, Herr Dr. Pfeil, Herr Sondermann)
Informationstafel für eine Nagelsche Säule
Kurz vor Jahresende fand erstmalig eine Sitzung des Verwaltungsrates in den Räumen des GeoSN
statt. Neben der regulären Sitzung hatten die Mitglieder des Verwaltungsrates die Gelegenheit,
die bereits sanierten Flügel C und D des Gebäudes zu besichtigen und sich selbst einen Eindruck
über den Fortgang der Großen Baumaßnahme zu verschaffen.
Mit Unterstützung des GeoSN wurden 2011 fünf weitere Informationstafeln für sogenannte Na-
gelsche Säulen aufgestellt. Wir erinnern damit an den berühmten sächsischen Geodäten Christian
August Nagel (1821 – 1902). Die Tafeln befinden sich an den Nagelschen Punkten z.B. auf dem
Wendelstein, dem Borsberg, dem Pfaffenberg oder dem Cottaer Spitzberg und werden besonders
von fachlich Interessierten und Wanderern geschätzt.
| 23

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Erster
Wilsdruff
Noch kurz vor W
te der Artur-Kühne-V
den ersten Band
teiligen Geschichte
Autor Michael Blümel
unterstützt vom
Stadt Wilsdruff,
fängen bis zu den
Jahrhunderts vorgenommen.
gekommen ist ein
lustriertes Buch,
Landesverein
schutz angesiedelte
über die Ortsgrenzen
findet.
G
Michael Blümel:
druff (Band 1), 250
033040-7, Preis
wurde Ferdinand
Die Schill-Familie
das Vorwerk in
Ortsteil von Possendorf.
Brüder sollte der
Schill Reiteroffizier
widerstrebend ergriff
beruf. Er verurteilte
strengen Dienst,
ben der Offiziere.
ihm mehrfach Strafen
wurde er weder
befördert.
In der Schlacht
wurde Ferdinand
Reiterkampf schwer
Leutnant floh nach
unbesetzten preußischen
Pommern. Dort
Genesung ein Freikorps
nen Kriegsgefangenen,
Bürgern und Bauern
kurzer Zeit kampfbereit
Soldaten, Artillerie,
Mann, erbeuteten
mittel und nahmen
räle fest.
Neu für Preußens
artigen Überfälle,
Handlungsweise
Schills Verdienste
erkennung, eine
der anderen: Premierleutnant,
meister, Major.
Truppe durfte sein
einmarschieren,
Reformer begrüßten
Schills Regiment
ßischen Generalen
Gneisenau ausersehen,
auf militärischem
ren. Erfahrungen
gemacht, als er in
Erkenntnisse der
übernahm. Nun
sen entgegentreten.
te Schill auf den
und Gneisenau
übereilten Schritten.
Der Kommandeur
renregimentes handelte
genmächtig. Am
Ferdinand von Schill
von Berlin aus nach
erschien sein Artikel:
Deutschen“. Schill,
Gebiet fortschrittlich,
Appell allerdings
gramm vor.
Sein weiterer
Westfalen und Mecklenburg
nach Stralsund,
starken Feind gegenüber
dem rief er zum
1809 fiel Ferdinand
Straßen der Stadt.
König Friedrich
ihn zum Deserteur
konnte zwar den
führen, aber ein
Vermögens wurde
le Bücher und Karten
Auch nach dem
über Napoleon erlaubte
König nicht, dem
mal errichten zu
nicht vergessen,
rebelliert hatte.
sich bereit, die
Vermögens aufzuheben.
Der Name Schill
1904 wurde in
Denkmal errichtet
in
Ferdinand-von-Schill-Straße
nannt. Das ehemalige
1993
Gedenkstätte
den Major der preußischen
Ferdinand
Abb.: Internet
Im Karswald, gegenüber dem For-
schungszentrum Dresden-Rossendorf
an der B6, befand sich von 1883 bis
1892 die erste Produktionsstätte der
Dresdner Dynamitfabrik AG, die Dyna-
mitfabrik bei Radeberg. Im Frühjahr
des vergangenen Jahres wurden die
restlichen Gebäude derselben, ein Ar-
beiterwohnhaus (zuletzt Waldhaus ge-
nannt) und ein Laborgebäude (Steinba-
racke), abgerissen und die Fläche von
zwei Hektar nach nunmehr 127 Jahren
dem Wald zur natürlichen Ausbreitung
zurückgegeben. Nur die Linden am
ehemaligen Arbeiterwohnhaus werden
neben der längst vom Wald überwach-
senen Erdwallanlage weiterhin Zeugen
der Dynamitgeschichte in Sachsen blei-
ben.
Die Dresdner Dynamitfabrik wird zu
den 93 Fabriken gezählt, die Alfred
Nobel zu Kartellen vereinigte. Zu Al-
fred Nobels Vermögen kann sie aller-
dings auf Grund ihres geringen und
kurzen Produktionsausstoßes kaum
beigetragen haben.
Die Protokolle der sächsischen Tech-
nischen Deputation vermitteln einen
Eindruck von den Leistungen und
Schwierigkeiten Alfred Nobels (1833–
1896) beim Aufbau seines Dynamit-
Imperiums unter den politischen Ver-
hältnissen Sachsens seit 1866.
Die Königlich Sächsische Technische
Deputation war 1863 als Beratergre-
mium für die Fragen der Zulassung
gefährlicher und belästigender Anlagen
nach Einführung der Gewerbefreiheit
in Sachsen gebildet worden und be-
stand vorrangig aus Professoren der
Polytechnischen
Schule
bzw.
des
Dresdner Polytechnikums (der heuti-
gen TU) im Range von Regierungs- und
Geheimräten. Die Professoren hatten
Gutachten zu den Erfindungen Alfred
Nobels über Nitroglycerin (1865), Dy-
namit
(1867)
und
Sprenggelatine
(1876) geschrieben, die ihm im Namen
des Königs als sächsische Patente für
fünf Jahre anerkannt wurden. Sie hat-
ten sich Rat bei Nobel geholt, als sie
1872 im Auftrage des Innenministeri-
ums eine sächsische Verordnung über
Aufbewahrung,
Handhabung
und
Transport von Dynamit auszuarbeiten
hatten.
Die Einführung des Dynamits
im Königreich Sachsen
Erste Kenntnisse beim Umgang mit
Nobels Sprengöl (Nitroglycerin) hatten
bereits 1865/66 die Eisenbahnbauer
und Bergleute des Sächsischen Inge-
nieurvereins erworben, als sie es im
Lausitzer Granit der Dresdner Heide
bei Langebrück und im Syenit (Monzo-
nit) am „Hohen Stein“ oberhalb Plau-
ens erprobten.
Direkten Anlass für die Erarbeitung
einer solchen Verordnung gab 1871
die Entdeckung von 50 Zentnern Dyna-
mit im Güterschuppen des Leipziger
Bahnhofs in Dresden, deklariert als
Saatgut. Eine Kölner Firma hatte, be-
günstigt durch das Fehlen einer ein-
heitlichen
Patentgesetzgebung
in
Deutschland,
Nobels
Erfindungen
nachahmend, selbst Dynamit herge-
stellt und versucht, dasselbe illegal per
Bahn über Dresden nach Schlesien zu
senden. Eilig wurde unter Oberbürger-
meister Pfotenhauer die entdeckte ge-
fährliche Ladung in der Zschertnitzer
Schanze (dem heutigen Beutlerpark)
sicher gestellt. „Es wäre kein Stein auf
dem anderen geblieben, hätte das Dy-
namit beim Transport entlang der An-
tons- und Bautzner Straße und mit der
Dampffähre in zwei Möbelwagen bis
zur Schanze seine gräßliche Wirkung
gethan“ mahnten die „Dresdner Nach-
richten“ an.
Alfred Nobel betonte, dass das Dyna-
mit nicht in unrechte Hände gelangen
dürfe und hoffte, dass die sächsische
Verordnung vielleicht des verständigen
Inhalts wegen auch in anderen deut-
schen Staaten Eingang fände.
In der Tat gelang es später, diese Ver-
ordnung gegen Änderungsansprüche
des Reichkanzleramtes zu verteidigen.
Für die Versorgung des sächsischen
Bergbaus mit Dynamit hatte Alfred No-
bel eine Dynamit-Niederlage in Lugau
eingerichtet. Die Gefahrstofftransporte
aus Nobels Dynamitfabrik Krümmel bei
Geesthacht an der Elbe bis nach Sach-
sen verteuerten jedoch den Sprengstoff.
Die Organe der Sächsischen Ministerien
des Innern und der Finanzen förderten
daher 1882 den Bau von Dynamitfabri-
ken in Hilbersdorf bei Freiberg und im
Karswald bei Dresden.
Es gab sofort Einsprüche gegen die
Anlage im Karswald, und zwar von der
Gemeinde
Großerkmannsdorf
und vom sächsischen Kriegs-
ministerium. Letzteres be-
rief sich auf das traditionel-
le
Kontrollrecht
über
Schwarzpulver und sah
seine Arsenal- und Ka-
sernen-Etablissements
in der Albertstadt durch
den Abtransport des
Dynamits durch die
Dresdner Neustadt bis
zum Hafen nach Pie-
schen erheblich gefähr-
det. Das sächsische Mi-
litär
begegnete
dem
Dynamit aus eigener trü-
ber Erfahrung und wegen
seiner
Abhängigkeit
vom
preußischen Militär, welches
eine Fortentwicklung der Waf-
fentechnik auf Basis von Pul-
ver und Schießbaumwolle ver-
folgte, mit Misstrauen. Dynamit war
ausgezeichnet zum Sprengen in Berg-
werken geeignet und dem üblichen
Schwarzpulver insbesondere bei Gru-
bengasgefahr
mehrfach
überlegen,
aber zum Schießen ungeeignet, denn
es führte zu Rohrkrepierern in allen
Geschützen.
Auf Grund des Einspruchs des Mili-
tärs wurde erneut die Technische De-
putation zu Rate gezogen. Nachfolgend
eine Passage aus ihrem Gutachten:
„Seitdem es Alfred Nobel gelungen
ist, die enorme Sprengkraft des ... Ni-
troglycerins dadurch der Technik
dienstbar zu machen, daß er fand, wie
dieser Sprengstoff ... mit absoluter Si-
cherheit zur Explosion zu bringen ist,
und ... die mit der Benutzung verbun-
dene Gefahr ... durch Aufsaugen des
Nitroglycerin-Öls vermittelst poröser
Körper (Kieselgur) beseitigte, ist dieses
Sprengmittel, unter dem Namen Dyna-
mit ein unentbehrliches für die Inge-
nieur- und Montan-Technik geworden.
... es ist fast unbegreiflich, daß in
Sachsen,
dessen
Bergbau
diesen
Sprengstoff schon lange in ganz erheb-
licher Menge verbraucht, bis zu
diesem Jahre keine solche
Fabrik bestanden hat. Es
muß daher als ein indus-
trieller Fortschritt ... an-
gesehen werden, daß
die Herstellung die-
ses...Stoffes nun auch
in unserem engeren
Vaterland unternom-
men wird; und dieses
um so mehr, weil ...
Dynamit an und für
sich, bedeutend aber
seine Fabrikation weit
weniger gefährlich ist,
als die des Pulvers ... an
dessen zerstörende Eigen-
schaften man sich seit Jahr-
hunderten gewöhnt hat.“
Sich auf seine föderalen
Rechte im Deutschen Reich
beziehend,
erkannte
das
sächsische
Innenministerium
das
Gutachten der Technischen Deputation
für Dynamit als ein gefährdendes che-
misches Produkt bindend an und ge-
nehmigte der beantragenden Aktien-
gesellschaft
die
Produktion
des
Sprengmittels allein für zivile Zwecke
unter Kontrolle der Gewerbeinspekti-
on. Immerhin erreichte das Kriegsmi-
nisterium, dass zur Deckung der
Druckwelle bei einer etwa vorkom-
menden Explosion ein Waldstreifen
von 300 Metern Breite um die Anlage
erhalten bleiben musste.
Diese Voraussetzung schuf das Fi-
nanzministerium für die Investoren,
indem es die angrenzenden Parzellen
aus den Waldhufengrundstücken der
Großerkmannsdorfer, Kleinwolmsdor-
fer und Eschdorfer Bauern aufkaufte
und sie als Erweiterung in das staatli-
che Forstrevier einrainen ließ.
Mit der ebenfalls gegen den Willen
der Militärs gegründeten Freiberger
Dynamitfabrik verwickelte sich jedoch
die AG sofort in einen heftigen Kon-
kurrenzstreit.
Alfred Nobel
in Dresden
Alfred Nobel, der dabei war, ein
weltweites System von Dynamitfabri-
ken aufzubauen, kam 1883 zu Ver-
handlungen mit dem Aufsichtsrat der
AG nach Dresden. Das Resultat offen-
bart gegenüber den damals noch häu-
fig üblichen halbfeudalen Regelungen
ein typisches Bild von Nobels moder-
ner Kartellpolitik: Die Freiberger Fa-
brik wurde von der Dresdner Dyna-
mitfabrik AG aufgekauft. Alfred Nobel
und seine Hamburger Freunde erwar-
ben Aktienkapital, letztere wurden in
den Aufsichtsrat gewählt und das Ge-
samtunternehmen firmierte unter dem
Namen: Dresdner Dynamitfabrik AG
mit den Fabriken bei Radeberg und
bei Freiberg in Sachsen. Der Absatz
der vereinbarten Produktion derselben
wurde gesichert durch Einbeziehung
in die Nobel-Dynamite-Trust-Compa-
ny, einer Holding mit Verwaltungssitz
in London. Intern konzentrierte die
Dresdner Dynamitfabrik AG jedoch
schon Anfang der 1890er Jahre die
Produktion in Freiberg und legte die
Anlage bei Dresden still.
Die Dresdner Dynamitfabrik AG mit
ihrem Verwaltungssitz im Zentrum
Dresdens bot auch nach Alfred Nobels
Zeiten weiterhin neben Bergbau-
sprengstoff aus der Freiberger Anlage
Sicherheitssprengstoffe zum Tieflo-
ckern des Bodens, zum Sprengen von
Findlingen und Baumstubben, zum
Aufwerfen von Pflanzgruben für Obst-
plantagen in ganz Deutschland an. Die
Freiberger Anlage wurde 1931 mit der
Dynamit-Actien-Gesellschaft, vormals
Alfred Nobel & Co. Hamburg, fusio-
niert und im Zuge einer Marktauftei-
lung mit den IG Farben stillgelegt.
Während besonders die bedeuten-
den Dynamitfabriken später bombar-
diert, demontiert und modern über-
baut wurden, blieb die Erdwallanlage
im Karswald nach der Überführung
der Holzbauten und Produktionsgeräte
nach Freiberg weitgehend unbescha-
det erhalten. Sie offenbart noch heute
in einzigartiger Weise den strukturel-
len Aufbau einer Dynamitfabrik zu Al-
fred Nobels Zeiten. Sie birgt noch Ge-
heimnisse und Gefahren. Ein Begehen
sollte vermieden werden. Die inzwi-
schent vorgenommene Renaturierung
der Gebäudefläche wird ihr die erfor-
derliche Ruhe bringen und den bereits
erreichten Biotopcharakter wahren.
Bei seinen Geschäftsreisen kam Al-
fred Nobel gern nach Dresden ins Ho-
tel de Saxe. 1883 traf er sich dort mit
seinem Bruder Ludvig aus St. Peters-
burg und regelte Finanzfragen zum
Erdölgeschäft der Gebrüder Nobel in
Baku. Er hasste den Krieg und verach-
tete jeglichen Nationalismus. Vielleicht
war die in Sachsen ausschließlich für
zivile Zwecke festgeschriebene Dyna-
mitproduktion und die Ablehnung des
preußischen Militarismus durch die
sächsischen Professoren, Beamten,
Techniker und Aktionäre die Basis für
das gegenseitige gute Einvernehmen.
Mit seinen Preisstiftungen gab Nobel
der Hoffnung Ausdruck, dass mit dem
wachsenden Verstand bei der Nutzung
von Wissenschaft und Technik auch
die Vernunft zur Vermeidung von Ge-
waltanwendung und Krieg zunehmen
werde.
G
Quellen und Einzelheiten, sowie weitere
Episoden zu diesem Thema sind einzusehen
in der Heimatstube Großerkmannsdorf
(www.
heimat-dresdner-heide.de)
Das ehemalige Laborgebäude wurde im Januar 2010 vor dem Abriss und nach der Beseitigung eines Anbaus nochmals kurzzeitig in seiner ursprünglichen schlichten Form einer
Steinbaracke sichtbar.
Foto: Dieter Rettig
Siegelmarke der
Dynamitfabrik
Motorisierte Höhenmessung im Jahre 1972.
Foto: Archiv Bien
Eine Welt voller Geheimnisse
Vor 40 Jahren wurde der Kombinatsbetrieb Geodäsie und Kartographie Dresden gebildet
Das Jahr 1971 brachte für die
„Werktätigen“ von zwei Dresdner
Betrieben eine nicht unwesentliche
Neuerung mit sich. Obgleich sich
ihr Arbeitsalltag kaum veränderte,
mussten sie sich an einen neuen
Betriebsnamen gewöhnen: Mit Wir-
kung vom 1. Januar 1971 wurden
der VEB Topo graphischer Dienst
Dresden und der VEB Ingenieur-
Vermessungswesen Dresden zum
„VEB Kombinat Geodäsie und Kar-
tographie, Betrieb Dresden“ zu-
sammengeschlossen.
Im Oktober 1970 hatte DDR-In-
nenminister Friedrich Dickel (1913–
1993) die Bildung eines von Berlin
aus geleiteten Vermessungs-„Kom-
binates“ angeordnet und damit die
seit 1959 praktizierte Trennung von
Landes- und Ingenieurvermessung
wieder aufgehoben. Der Dresdner
Zweigbetrieb, ab 1974 „VEB Geo-
däsie und Kartographie Dresden“,
war für die ingenieurgeodätischen
Arbeiten in den Bezirken Dresden
und Cottbus zuständig und hatte
sich außerdem um die trigonome-
trischen und topographischen Ar-
beiten im gesamten südöstlichen
Teil der DDR zu kümmern.
Wie seine Vorgängereinrichtun-
gen nutzte der „neue“ Betrieb ein
ehemaliges
Militärgebäude
am
Dresdner
Dr.-Kurt-Fischer-Platz
(heute Olbrichtplatz). In der zweiten
Etage des Hauses gab es einen
streng abgeschirmten „Sperrbe-
reich“, in dem die Topographen und
Kartographen arbeiteten. Sie be-
schäftigten sich damit, die 1970 fer-
tiggestellten Landkarten der „Aus-
gabe Staat“ (AS) systematisch zu
aktualisieren. Diese Karten galten
als „Vertrauliche Verschlußsache“
(VVS) und durften nur von den „be-
waffneten
Organen“
verwendet
werden.
Ab 1978 wurde verstärkt an Kar-
ten der „Ausgabe für die Volkswirt-
schaft“ (AV) gearbeitet – inhaltlich
reduzierten
Karten, die den Ge-
heimhaltungsgrad
„Vertrauliche
Dienstsache“ (VD) bzw. „Nur für
den Dienstgebrauch“ (NfD) hatten
und von einem eingeschränkten zi-
vilen Personenkreis genutzt werden
durften.
Während im Verborgenen präzise
und weniger präzise Karten ent-
standen, waren andere Mitarbeiter
mit Fahrzeugen vom Typ „Trabant“
in den Bezirken Dresden und Cott-
bus unterwegs. Wo immer eine
Großbaustelle eingerichtet wurde,
konnte
man
Ingenieurgeodäten
treffen: Sie führten Messungen für
die Kraftwerksanlagen in Boxberg
und Jänschwalde aus, steckten
Plattenbauten ab und wirkten beim
Bau der Rennschlitten- und Bob-
bahn in Altenberg mit. Andere Ver-
messer bestimmten die Koordina-
ten von Trigonometrischen Punkten
oder widmeten sich der Höhenmes-
sung. Natürlich wurden auch die
Lagekoordinaten und Höhenwerte
streng geheim gehalten.
Im Jahr 1973 galten 722 der da-
mals 912 Betriebsangehörigen als
„Geheimnisträger“, das waren 79,2
Prozent der Beschäftigten. Bei ihrer
Arbeit hatten sie sich strikt an eine
„Sicherheitsanordnung“ des DDR-
Innenministers sowie an eine „Ge-
heimhaltungsordnung“
für
das
Kombinat zu halten. Diese Anord-
nungen wurden im Laufe der Jahre
mehrmals geändert und präzisiert.
Wichtigster Garant für die „abwehr-
mäßige Sicherung“ war jedoch ein
„Verbindungsoffizier“ der Staatssi-
cherheit, der im Dresdner Betriebs-
gebäude in einem speziellen Dienst-
zimmer residierte.
Zu grundlegenden Veränderun-
gen sollte es erst nach der friedli-
chen Revolution im Herbst 1989
kommen – und dies in kleinen
Schritten. Als sich abzeichnete,
dass die mit der „Wende“ eingelei-
tete Entwicklung unumkehrbar war,
traten die „Leitungskader“ der SED
den geordneten Rückzug an. Der
VEB Kombinat Geodäsie und Karto-
graphie wurde mit Wirkung vom 1.
Juli 1990 aufgelöst. Heute ist in
Sachsen der Staatsbetrieb Geoba-
sisinformation
und
Vermessung
Sachsen (GeoSN) für die amtlichen
Vermessungsarbeiten zuständig.
Peter Bien
Auf dem Weg nach Süden.
KIF – Kino in der Fabrik,
.4244860, Tharandter
Str. 33; 17.30 Uhr: Am Anfang war das Licht; 17.45,
20, 21.45 Uhr: Das Labyrinth der Wörter; 17.30,
19.45 Uhr: Ich sehe den Mann deiner Träume; 22
Uhr: Machete; 22 Uhr: Nowhere Boy; 19.45 Uhr: So-
mewhere.
Neues Rundkino,
.4843922, Prager Str. 6; 22.50
Uhr: 22 Bullets; 10.30 Uhr: African Adventure 3D –
Safari im Okavango; 14.45, 17.15, 20, 22.45 Uhr:
Burlesque; 11.30, 15.30, 18, 20.30 Uhr: Die Chro-
niken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte 3D;
11.50, 15.15 Uhr: Harry Potter und die Heiligtümer
des Todes – 1; 12, 14.45, 17.30, 20 Uhr: Immer
Drama um Tamara; 14.15 Uhr: Legenden der Luft-
fahrt 3D; 20.30, 22.45 Uhr: Meine Frau, unsere
Kinder und ich; 11, 13.15, 15.30 Uhr: Otto‘s Eleven;
10.30, 12.45, 15, 17.45, 20.15 Uhr: Rapunzel –
Neu verföhnt 3D; 23 Uhr: Saw 3D – Vollendung;
18.30, 22.30 Uhr: Skyline; 17.45, 20.15, 22.30
Uhr: The Tourist; 10.45, 12.45 Uhr: Yogi Bär 3D.
Programmkino Ost,
.3103782, Schandauer Str.
73; 15, 16.45, 18.30, 20.30 Uhr: Das Labyrinth der
Wörter; 17.15 Uhr: Der Freischütz; 15.15 Uhr: Der
kleine Nick; 16.30, 20.45 Uhr: Drei; 17 Uhr: Ein
Mann von Welt; 21.15 Uhr: Ich sehe den Mann dei-
ner Träume; 15.30, 17.45, 20.15 Uhr: Immer Drama
um Tamara; 14.45 Uhr: Sammys Abenteuer; 18.45
Uhr: Small World; 19.15 Uhr: Vergissmichnicht;
14.45, 20 Uhr: Von Menschen und Göttern.
22.45 Uhr: Saw 3D – Vollendung; 22.45 Uhr: Sky-
line; 19.45, 22.30 Uhr: The Tourist; 14.15 Uhr: Yogi
Bär; 15 Uhr: Yogi Bär 3D.
UFA Kristallpalast Dresden,
.4825825, Prager
Str. 6; 14.30, 17.15, 20, 23 Uhr: Burlesque; 14.15,
17, 20.15, 23 Uhr: Der Auftragslover; 14.45 Uhr:
Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgen-
röte; 17.30 Uhr: Die Chroniken von Narnia: Die Rei-
se auf der Morgenröte 3D; 14.45, 17, 19.45, 22.45
Uhr: Die Superbullen; 17.30 Uhr: Harry Potter und
die Heiligtümer des Todes – 1; 20.45, 23.15 Uhr:
Last Night; 15, 17.15, 20, 22.45 Uhr: Meine Frau,
unsere Kinder und ich; 15, 17.30, 20.15 Uhr: Ra-
punzel – Neu verföhnt 3D; 23 Uhr: Saw 3D – Vollen-
dung; 20.30, 23 Uhr: Skyline; 20.15, 23.15 Uhr:
The Tourist; 15 Uhr: Yogi Bär 3D.
FÜHRUNGEN
Asisi Panometer,
.8603940, Gasanstaltstr. 8b;
11, 14 Uhr: Führung.
Frauenkirche,
.65606100, Neumarkt; 10-12, 13-
18 Uhr: Offene Kirche; 12 Uhr: Orgelandacht mit Ver-
söhnungsliturgie aus Coventry und anschließender
Kirchenführung; 18 Uhr: Abendandacht mit zentraler
Kirchenführung.
purnas, Vortrag von Andreas Otto.
Globetrotter Ausrüstung,
.4967181, Freiberger
Str. 39; 20 Uhr: Von Powder zu Firnspiegel und Lawi-
nen – Die Sprache der Berge und des Wetters, Vor-
trag mit Franz Kröll/4. Globetrotter Skitourentage
2011; 21 Uhr: Lyngen Alps – Skitouren nördlich des
Polarkreises, Reisebericht von Rainer Jäpel/4. Glo-
betrotter Skitourentage 2011.
KulturHaus Loschwitz,
.2666655, Friedrich-Wieck-
Str. 6; 20 Uhr: Der Ring der Nibelungen: Einführungs-
abend, Dr. Wolfgang Kau.
KINDER & JUGENDLICHE
Puppentheater im Rundkino,
.4965370, Prager
Str. 6; 10 Uhr: Die Abenteuer des Baron Münchhau-
sen.
SENIOREN
Ökumenische Seniorenhilfe Dresden,
.3400876,
Pohlandstr. 35; 14-16.15 Uhr: Geburtstagsfeier für
alle Geburtstagskinder des Monats Dezember.
Societaetstheater,
.8036810, An der Dreikönigs-
kirche 1a; Wortlos – Das lange Instrumentalwochen-
ende: Eugen-Gutmann-Saal 20 Uhr: Malte Vief (GIT)
solo; Eugen-Gutmann-Saal 22 Uhr: Matthias Hübner
und Malte Vief together (Euphoryon); Eugen-Gut-
mann-Saal 23 Uhr: Nils Frahm (Piano) solo.
TANZEN
Dancing Joy,
.8629803, Hartigstr. 13; 21.30 Uhr:
Discofox für Nachtschwärmer.
Downtown,
.8115592, Katharinenstr. 11-13; 22
Uhr: Freitag Nacht Fieber, 70er & 80er Jahre Disco
Hits.
Ego Wohlfühlhaus,
.8802000, Königsbrücker
Landstr. 7a; 20 Uhr: Standard & Latein Übungs-Tanz-
party.
Gong,
.4729370, Wilhelm-Franke-Str. 8; 20 Uhr:
Disco Deluxe mit DJ Steve D., 70er, 80er Fetenhits
Discoclassics & Kultschlager.
Katys Garage,
.6567701, Alaunstr. 48; 22 Uhr:
Sophie‘s Welt, mit DJane I Dream of Jeanie.
Lofthouse,
.8115592, Katharinenstr. 11-13; 22
Uhr: Girlsclub, Black, Schlager, Pop, House.
m.5-Nightlife,
.4965491, Münzgasse 5; 21 Uhr:
Aus Liebe zum Tanzen – Mit dem besten Hitmix aller
Zeiten.
ner, Erich Arlt, Dieter Kießling, Herbert Märtens,
Werner Pommrich, Annemarie Bachmann, Ursula
Thieme, Hermann Lüdeling, Gabriela Schwarzer-
Subeff, Christian Hildebrandt, Hansjürgen Hoff-
mann, Christine Schornstädt, Eva Reuschel, Ga-
briele Lange, Wolfgang Rülke, Peter Frey, Andreas
Ammon, Claudia Fischer, Anke Wolf und Christian
Kusche.
Ihre Veranstaltungs-
hinweise nehmen wir
gerne auf. Schicken
Sie mir In forma tio nen
oder rufen Sie an.
DNN, Postfach
100520, 01075 Dresden
IZa#/%(*&$-%,*(%&™;Vm/-%)&-')
e-Mail: lokales@dnn.de
Veranstaltungen auch unter
www.dnn-online.de
0,9
0,95
0,95
0,5
0,95
0,95
4,0
Tarife können sich täglich
e
www.teltarif.de
DNN-Wandertipp: Über den Wolfshügel durch die Dresdner Heide
Ein Ausflug ohne große Anfahrtswege
steht heute auf dem Programm: Wir
starten an der Haltestelle Wilhelminen-
straße der Linie 11 unmittelbar am
Rande der Dresdner Heide. Der Wan-
derweg mit dem „Gelben Punkt“ folgt
dem Eisenbornbach in den schönen
Schotengrund. Rechts vom Weg befin-
det sich der Albertpark, ein 1898 zum
Schutze der Heide und des Trinkwas-
sers von der Stadt aufgekauftes Wald-
gebiet mit altem Baumbestand.
Am Moritzburg-Pillnitzer-Weg, der
historischen Verbindung zwischen den
beiden Schlössern, gehen wir rechts
und folgen dem Hinweis zum Wolfshü-
gel. Diese bequem erreichbare Berg-
kuppe ist 215 Meter hoch. Ihr Name
erinnert an die bei höfischen Hetzjag-
den eingesetzten Raubtiere. Aktuell hat
sich wohl noch kein Wolf hier wieder
blicken lassen. 1912 wurde auf dem
Hügel nach Vorlagen des Stadtbau-
meisters Hans Erlwein (1872–1914)
der einzige Aussichtsturm der Dresdner
Heide errichtet, von dem sich ein wun-
dervoller Blick auf die Altstadt bot. Da-
mit ist es längst vorbei: Der Turm dien-
te bis 1945 militärischen Zwecken und
wurde in den letzten Kriegstagen von
deutscher Seite gesprengt. Übrig ge-
blieben sind sein Stumpf und Geröll-
massen, an denen die Erlweinsche
Handschrift freilich noch gut zu erken-
nen ist. Gleich links vom Turm führt
der Wanderweg ein Stück hinab.
Vom Rande des ehemaligen Stein-
bruchs oberhalb der Mordgrundbrücke
bietet sich dann doch noch ein schöner
Blick auf Dresden, der die frühere Aus-
sicht vom Wolfshügelturm zumindest
erahnen lässt. Der Wanderweg verläuft
nun oberhalb des Stechgrundes, durch
den das Mordgrundwasser fließt. Wer
möchte, steigt ins Tal hinab und ge-
nießt den Weg direkt am Bach.
Vom HG-Weg führt wenig später der
„Rote Punkt“ bis zur Einkehr an den
Bühlauer Waldgärten. An dieser gro-
ßen Gartenkolonie führt der Wander-
weg „Roter Strich“ vorbei, die so ge-
nannte „Lausitzer Schlange“. Wir
folgen dem A-Flügel zum Haarweiden-
bach. Dieser speist einen idyllischen
Stausee, ehe er in die Prießnitz mün-
det. Quer durch die Heide führt der
Wanderweg nun bis ins Prießnitztal
und erreicht schon bald die ehemalige
Heidemühle an der Radeberger Straße.
Der zu DDR-Zeiten als Ferienheim mit
Gastronomie und Freibad genutzte
Komplex mag manchem noch in Erin-
nerung sein. Gemütliche Einkehrmög-
lichkeiten bestehen heute links und
rechts der Straße.
Der „Grüne Strich“ gibt nun die Rich-
tung vor. Über einige Stufen gelangen
wir in den Wald zurück und finden An-
schluss an den HG-Weg. Diese Route
endet am „Weißen Adler“ (Straßen-
bahnlinie 11). Alternativ kann etwa auf
halber Strecke rechts auf den Doppel-
E-Weg abgebogen werden. Ebenfalls
mit der grünen Strichmarkierung geht
es zurück zum Schotengrund. Als Ab-
schluss der etwa 15 Kilometer langen
Wanderung bietet sich in diesem Fall
eine Einkehr im nahegelegenen „Fisch-
haus“ an der Radeberger Straße an.
Frank Wehrmeister
G
Hinweise: Wanderkarte Sachsen, Blatt 36,
Dresdner Heide/Laußnitzer Heide (Vertrieb
durch den Staatsbetrieb Geobasisinformati-
on und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz
3, 01099 Dresden, Tel. (0351/8283-0); bei
Bedarf Stadtplan von Dresden verwenden;
VVO-Hotline: 0351/8 52 65 55
Stadtnah und idyllisch: Der Prießnitzgrund ist auch bei winterlichen Bedingungen einen
Ausflug wert.
Foto: Martina Jeschke
vom Pferd steigen und sich der Pfor-
te zu Fuß nähern. Der weitläufige
Park, der kostenlos betreten werden
darf, beherbergt auch einen Zoo.
Viele Kindergruppen
und Schul-
klassen sind unterwegs. Die Lehrer
erläutern Fauna und Flora, während
die Kleinen von einem Freigehege
zum nächsten eilen – ausgelassen,
aber schön in Marschordnung. Her-
umtoben in Reih und Glied.
Etwas südöstlich davon breitet
sich der Duryu Park über 165 Hektar
aus. Wald, Grünanlagen und Spa-
zierwege, die von bunter Blumen-
pracht flankiert sind. Verstreut im
Gelände sind ein Kultur- und Kunst-
zentrum, eine Freilichtbühne und
zahlreiche Sportstätten. Das Duryu-
Stadion, das einst 32.500 Zuschauer
fasste, erlebt allerdings keine Fuß-
ballspiele mehr. Im Innenraum hat
man Tennisplätze angelegt, die für
die Universiade 2003 genutzt wur-
den. Nach Passieren des zauberhaf-
ten Seongdangmot-Sees mit dem auf
einer Insel stehenden Soyangjeong-
Pavillon geht es hügelan zum be-
schaulichen Geumyongsa-Tempel.
Gleich nebenan liegt Woobang
Tower Land – ein großer Vergnü-
gungspark mit allerlei Nervenkitzel
verschaffenden Fahrgeschäften. Mit
der Kabinenbahn Tower Skyway
kann man das Gewimmel aus der
Vogelperspektive betrachten. Die
Gondel schwebt bis zur Spitze des
Berges, auf dem der Woobang Tower
thront, ein 202 Meter hoher Fern-
sehturm mit Aussichtsplattform.
Daegu bietet mit einem Dutzend
Themenstraßen ein ganz
spezielles
Einkaufsvergnügen. Da gibt es die
Eisenwaren-Straße, wo auf über ei-
nem Kilometer Geschäfte aneinan-
dergereiht sind, die allesamt Heim-
werkerbedarf und Bauausrüstungen
feilbieten, vom kleinsten Nagel bis
zum Kompressormotor. Im gleichen
Viertel laden die Motorräder-, Juwe-
lier-, Autoteile- und Elektronikstra-
ßen zum Bummel ein, aber auch ei-
ne
Handtücher-, eine Nähmaschi-
nen- und eine Musikinstrumenten-
straße sowie ein Gässchen mit lau-
ter Nagelstudios. Am größten ist
Yangnyeongsi – ein Boulevard, des-
sen Geschäfte
allesamt auf Heilkräu-
ter und traditionelle fernöstliche
Medizin spezialisiert sind.
Daegu bietet mit
einem Dutzend
Themenstraßen ein
ganz spezielles
Einkaufsvergnügen.
Seit 1995 findet hier jedes Frühjahr
das Daegu Yangnyeongsi Herb Me-
dicine Festival statt. Gingseng-Duft
erfüllt die Luft. Auf der Straße sind
zahlreiche Stände aufgebaut, dazwi-
schen Kräutergärtenhügel, auf de-
nen sich kleine Hasen am
duftenden
Grün laben. Ausstellungen und Vor-
führungen informieren über Ernte,
Verarbeitung
und
Wirkung
der
Heilkräuter. Man kann Erfahrungen
beim Brauen von Tee oder Herstel-
len von Seife machen, Akupressur
und koreanische Spiele ausprobie-
ren, sich die Zukunft voraussagen
lassen oder seine Wünsche auf-
schreiben
und das gefaltete Papier
aufhängen. Auf Bühnen wird Unter-
haltung geboten: Tanz, Magie und
Quiz – alles rund um Heilkräuter.
Die Yangnyeongsi macht
leichten Bogen und geht fast n
über in die Dongseongno – ein
te Fußgängerzone, die bis zum
hof führt. Das schnellste Fort
gungsmittel ist die U-Bahn,
zwei Linien sich in Bangwo
kreuzen. Die Fahrt, egal wie
kostet 950 Won (65 Cent). Die
onsnamen sind in Koreanisch
lisch und Chinesisch angeg
Durchsagen erfolgen in Lande
che und Englisch. Zum Bez
nimmt man am besten die
gyeong Kyotong Kadeu, eine w
aufladbare
Karte, die auch in
Geschäften akzeptiert wird.
Lohnenswert ist ein Spazie
durch den zentrumsnahen Gy
sang-gamyeong Park, wo früh
Provinzgouverneur seinen Sit
te. Die historischen Holzge
mit ihren geschwungenen Dä
neben dem schmucken Glock
villon sind erst vor einem Jah
tauriert worden. Aus Lautspre
die in den Bäumen hängen, tö
se klassische
Musik. Deutlich
ist es zwei Ecken weiter, au
Sportplatz der Chongro-Grund
le: Zu optimistischer Marschm
die man eher im nördlichen
barland
vermutet hätte, vollz
Dutzende Kinder amüsant
schauende Übungen. Vier K
stehen auf einer kleinen Tr
Billig, aber gut und reichlich essen
kann man im Seomun Shichang.
lich an. Die Flugzeit beträgt 50
ten. Es gibt auch Direktflüge au
reren Städten in China sowie vo
nila (Philippinen) und Bangkok (
land). Schnellste Bahnverbindun
der Hauptstadt Seoul nach Daeg
der Hochgeschwindigkeitszug K
der
1:40 Stunden braucht.
Unterkunft:
Das zentral gelege
Novotel Daegu City Center mit e
U-Bahn-Station vor der Tür biet
derne, komfortable Zimmer. Ein
längertes Wochenende (drei Nä
für zwei Personen ist bei günsti
Anbietern für unter 300 Euro zu
ben. Preiswerter, aber etwas ab
ist das Hotel Inter Burgo.
gust an die 157-jährige Zugehörig-
keit Wismars zu Schweden erinnert.
1803 ging die Stadt für 100 Jahre per
Pfand an das Herzogtum Mecklen-
burg. Schweden verzichtete 1903
auf die Einlösung des Pfandes, was
bis heute Anlass zum Feiern ist.
Vom Zentrum der Altstadt
bis zum
Alten Holzhafen bietet die Veran-
staltungsmeile bunte Unterhaltung
für Jedermann, heißt es in einer Mit-
teilung
vom
Tourismusverband
Mecklenburg-Vorpommern. (rt)
»
www.wismar.de
KARTE
Im Herzen der
Sächsischen Schweiz
DRESDEN
— Nicht nur für den Wan-
derfreund, sondern auch für den
Kletterer bietet der Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermes-
sung Sachsen (GeoSN) mit der Wan-
derkarte „Kurort Rathen, Hohn-
stein“ im Maßstab 1 : 10.000 den
richtigen
Wegbegleiter.
Zählen
doch die Gegend um Rathen und
Wehlen sowie das
Polenztal für viele
zu den wichtigsten
Gebieten, um ihren
Aktivitäten
nach-
zugehen.
In
der
Karte sind sowohl
die
Wanderwege
und ein UTM-Git-
ter als auch mar-
kante
Gipfel
der
Sächsischen
Schweiz dargestellt. Auf der Rück-
seite findet man touristische und ge-
schichtliche Angaben. Die Karte
präsentiert sich im neuen, moder-
nen Design, gedruckt auf hochwerti-
gem Papier, das sich neben der ho-
hen Faltbeständigkeit durch Wetter-
festigkeit auszeichnet, heißt es in ei-
ner Mittelung. (rt)
DIE KARTE
Beziehen
kann man die Karte
für 5,50 Euro beim GeoSN unter den Telefon-
Nr.
0351 8283-3411 beziehungsweise -3412,
per E-Mail über verkauf@geosn.sachsen.de
oder im Handel.
»
www.landesver-
messung.sachsen.de
Geographieunterricht im Freistaat Sachsen
Mitteilungen des Landesverbands Sachsen
im Verband Deutscher Schulgeographen e.V.
Ausgabe: Heft 60, Dezember 2011
Impressum
Kontakt
Oberes Vogtland
GRENZVERLAUF
Ab April beginnt die Neu vermessung
KLINGENTHAL
- Ab April wird die Staatsgrenze zur Tschechischen Republik im Bereich zwischen dem
Grenzübergang Graslitzer Straße in Klingenthal und dem Weg zwischen dem Carlsfelder Ortsteil
Weitersglashütte und Frühbuß/Pøebuz neu vermessen. Das teilte gestern die Stadtverwaltung Klingenthal
mit. In diesem Zusammenhang wird die Grenze von sichtbehinderndem Bewuchs frei gehalten, die Lage
der Grenzzeichen überprüft und deren Anstrich erneuert sowie eine Neu vermessung der
Grenzwasserläufe vorgenommen. Ausgeführt werden die Arbeiten mit Mitarbeitern des Staatsbetriebes
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen. In Abhängigkeit von der Witterung können die Arbeiten
bis zum Dezember dauern. (tm)
Publikation
Freie Presse
Lokalausgabe
Oberes Vogtland
Erscheinungstag
Samstag, den 19. März 2011
Seite
13
Artikeltextausgabe
Page 1 of 1
http://epaper.freiepresse.de/digiPaper/servlet/articlepageservlet?page=215636&text=9...
24.03.2011
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Donnerstag, 3. März 2011
Landkreis Görlitz im neuen Kartenbild
Görlitz
Die erste amtliche topografische Karte für den Kreis Görlitz liegt jetzt vor. Von Bad Muskau im Norden bis
zur Lausche im Süden, sind alle alten Kreisgebiete kartografisch vereint. Damit wurde die fällige
Überarbeitung dieses staatlichen Kartenwerkes durch die sächsische Landesvermessung abgeschlossen.
Leider sprengen die neuen „Riesen“-Kreise die Blattgröße des alten fünfzigtausender Maßstabs. Mit dem
Umstieg auf 1 : 100 000 gibt es Vor- und Nachteile: So halbiert sich die Gesamtgröße des Kartenblattes,
der einseitige Druck ist handlicher, sein Inhalt wurde kompakt. Insgesamt eine aktuelle
Überblicksdarstellung auf Basis einer amtlichen Präzisionskarte. Genau eingezeichnet sind Kreisgrenze,
Gemeindegrenzen, Truppenübungsplatz, Biosphärenreservat, Naturpark, Straßen und Windparks.
Kreiskarten gibt es seit den 1930er Jahren. Damals noch mit farbigen Höhenschichten, waren sie in Schulen
und bei Wanderern weit verbreitet. Nach 1990 verschwanden sie. Ihre modernen Nachfolger, die
sachsenweit vorliegen, sind eine Alternative zu werbefinanzierten Regionalkarten. (SZ)
Info: Top. Kreiskarte 1 : 100 000 mit Verwaltungsgrenzen (TK 100 KK V Landkreis Görlitz)
ISBN 978-3-86807-902-9, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen,
5,95 Euro, zzgl. Porto/Versand
www.landesvermessung.sachsen.de
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2702261
Sächsische Zeitung [online]
Seite 1 von 1
http://www.sz-online.de/_sitetools/news/printversion.asp?id=2702261&URL=/nachric...
03.11.2011
AUSBAU
Feuerwehrdepot
nimmt Gestalt an
BURKERSDORF
— Die Arbeiten für das
neue Burkersdorfer Feuerwehrde-
pot, das in einem Anbau der ehema-
ligen Grundschule des Ortes ent-
steht, sind laut Stadtverwaltung
trotz des strengen Winters in vollem
Gange. Nachdem etwa 90.000 Euro
bereits im vergangenen Jahr in den
Ausbau der Räumlichkeiten flossen,
werden weitere rund 170.000 Euro
in diesem Jahr für die noch ausste-
henden Gewerke bereitgestellt. Ins-
gesamt 268.000
Euro soll das Depot
kosten. 177.000 Euro werden dafür
aus Fördertöpfen zur Verfügung ge-
stellt. Im Depot entstehen eine Fahr-
zeughalle sowie im Obergeschoss
Schulungsräume und ein Sanitär-
trakt für die Burkersdorfer Feuer-
wehr.
(ar)
UMBAU
Neue Revierstruktur
im Forstbezirk
MARIENBERG/FREIBERG
— Mit perso-
nellen Veränderungen sowie neuen
Strukturen in den Forstrevieren
startet der Forstbezirk Marienberg
in das Jahr 2011. Der Landeswald
auch auf mittelsächsischem Gebiet
wird von den Mitarbeitern und Re-
vierförstern verwaltet. Künftig fal-
len durch Umgliederung unter an-
derem
die
Reviere
Sayda
und
Deutscheinsiedel weg, gibt es ab so-
fort noch zwölf Landeswaldreviere.
Sie haben eine Größe von 1500 bis
2100 Hektar, in ihnen sind zwischen
vier bis sieben Waldarbeiter tätig.
Das neu gebildete Revier Rauschen-
bach wird von Ines Köhler betreut.
Die vier Privat- und Körperschafts-
waldreviere bleiben in ihrer Flä-
chenstruktur unverändert. Da Förs-
ter Andreas Martin die Forstverwal-
tung verlassen hat, wird das Revier
Freiberg nunmehr von Peter Dalke
betreut.
(ar)
BERGAKADEMIE
TU informiert
über Studienwahl
FREIBERG
— Unter dem Motto „Zeit
für neue Pioniere“ findet am kom-
menden Donnerstag, 13. Januar der
nächste Tag der offenen Tür an der
TU Bergakademie statt. Von 9 bis
16 Uhr erfahren Interessenten auf
dem Campus alles über Studien-
und Berufswahl.
Eine ganz besonde-
re „Exkursion in die virtuelle Reali-
tät“ bieten die Informatiker im
Humboldt-Bau auf der Freiberger
Bernhard-von-Cotta-Straße an. Zeit-
gleich findet eine Kontaktbörse
statt. Ab 9 Uhr präsentieren sich in
der Neuen Mensa mehr als 60 Unter-
nehmen aus Deutschland und Euro-
pa. Zudem halten auch die sechs Fa-
kultäten der TU und das Studenten-
werk Themen bereit, um die Gym-
nasiasten,
die an diesem Tag in Sach-
sen schulfrei haben, über Studien-
gänge
zu informieren.
(cmh)
» tu-freiberg.de/schueler/
tagtuer.html
NACHRICHTEN
Konzert fällt aus
FREIBERG
— Das für heute geplante
Konzert mit René Kollo in der Frei-
berger Petrikirche fällt aus, teilten
die Veranstalter mit. Grund ist ein
grippaler Infekt des Künstlers. Die
Karten können bei der jeweiligen
Vorverkaufsstelle
zurückgegeben
werden, bei der sie gekauft wurden.
Auch die Geschäftsstelle der „Freien
Presse“ nimmt die Tickets, die dort
erworben
wurden, zurück.
(ug)
Was wirklich zählt
FREIBERG
— „Was wirklich zählt –
Grundlagen des christlichen Glau-
bens entdecken“ ist ein siebenteili-
ger Kurs der Freiberger Jakobi-
Christophorus-Kirchgemeinde
überschrieben. Er beschäftigt sich je-
weils donnerstags von 19 bis 21 Uhr
in der Pfarrgasse 36 mit zentralen
Inhalten des christlichen Glaubens.
Start ist am 13. Januar, ab 19 Uhr.
(ug)
KURZ GEMELDET
NOSSEN
— Die Stele aus Edelstahl, die
sich am Hirschfelder Weg in Deut-
schenbora befindet, ist in diesen Ta-
gen von Schnee eingehüllt. Sach-
sens neue Mitte, die im August die-
ses Jahres feierlich eingeweiht wor-
den war, ist jetzt noch eine Winter-
landschaft.
„Nur gelegentlich kommen Besu-
cher vorbei“, sagt Joachim Kubon,
der nur wenige Meter vom geografi-
schen Mittelpunkt Sachsens am
Hirschfelder Weg 4 wohnt. „Im
Frühjahr werden es wieder mehr
sein“, glaubt der 66-jährige Deut-
schenboraer. Der frühere Maurer
regt an, diese touristische Attraktion
noch besser zu vermarkten. „Da-
durch könnten Deutschenbora und
Nossen bekannter werden“, sagt er.
Kubon denkt an eine Ausschilde-
rung
an der Kreuzung der B 101, da-
mit Auswärtige den geografischen
Mittelpunkt schneller finden und
nicht
im Dorf umherirren. Auch
Parkplätze sollten geschaffen wer-
den, um Anwohner nicht über Ge-
bühr zu belasten. Nach vier Mona-
ten seit der Einweihung der Stele,
wo allerhand Politprominenz zuge-
gen war, ist der Alltag eingekehrt.
Nossens Bürgermeister Uwe Anke
(parteilos) hält mit dem Kurort Har-
tha im Tharandter Wald friedliche
Eintracht. Dieser Ort vermarktet seit
2004
den
geografischen
Mittel-
punkt Sachsens im dortigen Tän-
nichtgrund,
ehe
Fachleute
des
Staatsbetriebes Geobasinformation
jetzt mit einer anderen Vermes-
sungstechnik die neue Mitte Sach-
sens in Nossen bestimmten. „Wir
werden aus unserer Sicht einiges
tun, um die Mitte unseres Landes
noch besser zu popularisieren“, sagt
der Bürgermeister. Im Internet bei
Wikipedia ist zwar Sachsens neue
Mitte aufgeführt, doch in der Inter-
netpräsentation
der
Stadt
noch
nicht, was sich
ändern soll. In einer
künftigen
Stadtbroschüre soll die
bedeutsame Stelle enthalten sein.
Die Stadt hat die Wiese in Deut-
schenbora, wo sich die Tafel mit
dem physikalischen Schwerpunkt
des Landes befindet, erworben. „In
der Perspektive könnten dort einige
Parkplätze entstehen“, sagt Anke.
Auch die Idee von Joachim Kubon
wolle die Stadt aufgreifen. Nach
dem Bau des Kreisverkehrs an der
B
101/Autobahn-Anschlussstelle
werde dort ein Orientierungsschild
für Besucher angebracht. Nossens
Heimatforscher Klaus Bartusch hat
Vorstellungen,
wie Sachsens Mitte
noch besser zu vermarkten ist.
„Kloster Altzella und Schloss Nos-
sen werden von vielen Leuten be-
sucht. Dort sollte es Hinweistafeln
geben“, sagt er. Auch bei Exkursio-
nen sollten die Sehenswürdigkeiten
mehr in den Blickpunkt gerückt
werden. Bartusch hat vor, ein weite-
res
heimatgeschichtliches
Buch
über die Muldestadt zu schreiben,
das
den Arbeitstitel „Eine besu-
chenswerte Stadt“ trägt. „Sachsens
Mitte wird da mit eine Rolle spie-
len“, sagt er.
(sz)
Sachsens neue Mitte soll bekannter werden
Die Stadt Nossen will
künftig einige Parkplätze
am geografischen Mittel-
punkt des Freistaates in
Deutschenbora schaffen.
Bürgermeister Uwe Anke (l.) und Harald Haufe, Geschäftsführer von Flexo-
mat, mit der Sachsen-Tafel. Die Heynitzer Firma hatte die Stele mit der Tafel
mit einer Krögiser Firma angefertigt.
FOTO: HÜBSCHMANN
VON DIETER HANKE
AUGUSTUSBURG
— Das
Alternativ-
Wintertreffen der Motorradfahrer,
geplant fürs Wochenende in Hohen-
fichte, ist abgesagt worden. Nach ei-
ner Krisensitzung von Veranstalter,
Polizei und Gemeinde Leubsdorf fiel
diese Entscheidung. Doch Insider
wissen, die Welle gen Augustusburg
rollt längst.
Die Veranstalter um Frank Frie-
demann hatten sich in den vergan-
genen Tagen mächtig ins Zeug ge-
legt. Sie wollten den Bikern, die
die Nachricht von
der kurzfristigen
Absage des 41. Wintertreffens der
Motorradfahrer auf Schloss Augus-
tusburg nicht mehr erreichte, einen
Ausweich anbieten. Dafür hatten
knapp 20 Freiwillige das Gelände
der alten Baumwollspinnerei be-
fahrbar gemacht und für Stell- bezie-
hungsweise Campingplätze gesorgt.
„Wir sind fit und haben alles dafür
getan, dass unsere Gäste Platz fin-
den. Doch nun müssen wir die Ver-
anstaltung abblasen“,
informierte
der Flöhaer enttäuscht. Seit Tagen
klingelt bei ihm ununterbrochen
das Telefon, denn die Nachricht
vom Alternativangebot verbreitete
sich in Windeseile.
Unabhängig davon war auch
klar, dass sich nicht alle Wintertref-
fen-Fans von der Absage abhalten
lassen würden, aufs Motorrad zu
steigen. Auf den gestrigen Zeitungs-
bericht hin meldete sich beispiels-
weise auch Kai Markgraf. Der Ol-
bernhauer
handelt mit Ersatzteilen
und hoffte, auch den anderen noch
eine gute Nachricht übermitteln zu
können. „So wie das jetzt abgeht, ist
das eine billige Nummer“, empörte
sich Frank Friedemann. Man werde
niemanden abweisen, sagte der Flö-
haer und bekräftigte, dass Modell-
bahn-, Spielzeug- und Autoausstel-
lung auf der Industriebrache im Flö-
hatal wie gewohnt geöffnet sind.
Dicht ist dagegen die Auffahrt
zum Schloss Augustusburg. Sicher-
heitskräfte sind beauftragt, Motor-
radfahrer freundlich, aber bestimmt
auf das Motorradtreffen 2012 zu ver-
trösten.
Dennoch hatten sich gestern ein
paar Unentwegte in Hohenfichte
eingefunden. Die beiden Justizvoll-
zugsbeamten Olaf Hölzel und Ingo
Niklaus kamen auf ihrer MZ ETZ
und suchten sich einen Camping-
platz. Im Chat hatten die Wald-
heimer gelesen, dass das Wintertref-
fen in Augustusburg abgesagt wer-
den musste. Diese Nachricht konnte
sie jedoch nicht davon abhalten, die
Kulttour das elfte Mal unter die Rä-
der zu nehmen. Jetzt können sie den
Titel für sich beanspruchen, die ers-
ten
Teilnehmer
des
abgesagten
41. Wintertreffens zu sein.
Auch
Ausweich ist
abgesagt
Entscheidung fällt nach
Krisensitzung
VON KATRIN KABLAU
FRAUENSTEIN
— Nun
will
Frauen-
steins Bürgermeister Reiner Hent-
schel (parteilos) Nägel mit Köpfen
machen und alle Beteiligten an
einen Tisch holen. Denn obwohl
sich die Stadt und die Gemeinde
Hartmannsdorf-Reichenau
schon
seit geraumer Zeit über ihre Ehe
einig sind, gibt es bisher keine Ent-
scheidung zu ihrem Ansinnen.
„Alle Beteiligten
müssen so schnell
wie möglich an
einen Tisch.“
Reiner Hentschel
Bürgermeister Frauenstein
Der Hintergrund: Hartmannsdorf-
Reichenau liegt zum einen im Nach-
barlandkreis Osterzgebirge-Sächsi-
sche Schweiz und ist zum anderen
in einer Verwaltungsgemeinschaft
mit Pretzschendorf verbandelt. Und
nur, wenn diese Gemeinde bereit ist,
ihren Nachbarn ziehen zu lassen,
kann der sich nach Frauenstein ein-
gemeinden lassen. Doch über die
Vor- und Nachteile eines solchen
Schritts
gehen die Meinungen ausei-
nander. Demnach hat der Gemein-
derat von Hartmannsdorf-Reichen-
au schon vor langer Zeit den Antrag
an Pretzschendorf gestellt, aus der
Verwaltungsgemeinschaft auszutre-
ten. Aber erst Ende vorigen Jahres
setzten sich die Gemeinderäte bei-
der Kommunen an einen Tisch und
tauschten die Argumente aus. So fa-
vorisiert Pretzschendorf eine ge-
meinsame Gemeinde, was sich aus
Sicht
von Bürgermeisterin Kerstin
Winkler (CDU) wohl unkompliziert
machen ließe. Zudem sei dann auch
die Prämie sicher, die der Freistaat
für Gemeindefusionen zahlen will.
„Das Gebilde passt nicht“, argumen-
tiert hingegen Amtskollege Rein-
hard Pitsch (parteilos) aus Hart-
mannsdorf-Reichenau. Er sprach die
Mentalitäten, die Größe und die
funktionalen Beziehungen an. Bei
einer Trennung würde Hartmanns-
dorf-Reichenau
zum Beispiel Perso-
nal zurücknehmen – zwei Mitarbei-
ter mit Altersteilzeitverträgen.
Laut Pitsch könnten die ange-
sparten 170.000 Euro für die Freistel-
lungsphase wieder in den Pretz-
schendorfer Haushalt zurückflie-
ßen. Die Gehälter müsste dann Frau-
enstein übernehmen. Davon aller-
dings will Bürgermeisterin Winkler
eine Entscheidung nicht abhängig
machen.
Die Frauensteiner stützten sich
für die Ehe
mit ihrem Nachbarn auf
ein ganz anderes Argument. Dem-
nach hat die CDU-Fraktion des säch-
sischen Landtags im Zusammen-
hang mit dem Haushaltsbegleitge-
setz
einen
Änderungsparagrafen
eingebracht, der das Ausscheiden
aus Verwaltungsverbänden – auch
gegen deren Willen – ermöglichen
sollte, wenn die ausscheidenden Ge-
meinde in eine andere eingemein-
det werde. Laut Dirk Reelfs, Sprecher
der CDU-Fraktion, ist
dieser Paragraf
nicht beschlossen worden, weil er
nicht in das Haushaltsbegleitgesetz
gehöre. „Das heiß aber nicht, dass er
vom Tisch ist“, sagt Dirk Reelfs. Vom
Innenministerium werde nun ge-
prüft, ob eine Änderung des Geset-
zes über kommunale Zusammenar-
beit eingeleitet wird – dorthin gehö-
re das Ansinnen der CDU-Fraktion.
Über
Zeiträume
konnte
der
CDU-Sprecher jedoch noch nichts
sagen.
Auch regionale Entwicklungs-
planung sieht Hartmannsdorf-Rei-
chenau in einem Verflechtungsge-
biet mit Frauenstein, Pretzschendorf
dagegen im Verbund mit Höcken-
dorf und Dorfhain im Nachbarkreis.
Für Bürgermeister Pitsch ein Fakt,
den die Pretzschendorfer bei ihrer
Entscheidung, die dieses Jahr fallen
wird, berücksichtigen sollten. Aus
der Sicht von Frauensteins Bürger-
meister sind alle Argumenten hin-
länglich ausgetauscht.
„Viele Pla-
nungen sind erst möglich, wenn die
Entscheidungen gefallen sind“, sagt
Hentschel und hat einen Vorschlag:
„Alle Beteiligten müssen so schnell
wie möglich an einen Tisch, um
Klartext zu reden.“
Alle Anträge sind gestellt –
viele Gespräche geführt.
Doch die Entscheidung
dazu, ob die Gemeinde
Hartmannsdorf-Reichenau
nach Frauenstein einge-
meindet werden kann,
will keiner treffen.
Frauenstein will Entscheidung
zum Thema Eingemeindung
VON ASTRID RING
Von der Burg Frauenstein reicht der Blick bis nach Hartmannsdorf-Reichen-
au. Wird das bald ein weiterer Stadtteil sein?
FOTO: ECKARDT MILDNER
FREIBERG
— Im einstigen „Pi-Haus“
ist jetzt die Stadtverwaltung am Zu-
ge. Oberbürgermeister Bernd-Erwin
Schramm (parteilos) hat am Mitt-
wochabend offiziell das Gebäude an
der Beethovenstraße vom Chef des
„Pi-Haus“-Vereins Jörg Thümmler
übernommen. Die Übergabe sei rei-
bungslos über die Bühne gegangen,
erklärten beide anschließend. Der
Verein,
der das Haus fast 20 Jahre
lang betrieben hat, sitzt inzwischen
in einem Büro im Kunsthandwer-
kerhof an der Burgstraße. In seinem
alten Domizil gab es gestern bereits
eine Begehung von Rathaus-Mitar-
beitern des Hochbauamtes und des
Sachgebiets Jugend. Letzteres will
mit seinen Teilbereichen mobile Ju-
gendarbeit,
offenes
Treffangebot,
Kinder-
und
Jugendkontaktbüro
und dem Kinderparlament in das
nunmehr
wieder als Kinder- und Ju-
gendzentrum bezeichnete Haus ein-
ziehen. Als Termin für die Wiederer-
öffnung des Kinder- und Jugend-
treffs werde der 1. April angestrebt,
hieß es gestern. Zuvor müssten aber
noch Umbau- und Renovierungsar-
beiten ausgeführt sowie Pläne ge-
schmiedet werden. Dabei würden
die neuen Betreiber Ideen und Un-
terstützung jeglicher Art gern an-
nehmen.
Als Ausweichtreff wird einstwei-
len der „Würfel“ hinter dem „Kino-
polis“ angeboten. Bis Ende Januar
soll das Konzept der städtischen Ju-
gendarbeit an den neuen Bedarf an-
gepasst werden. Danach sind Ge-
spräche mit allen im „Pi-Haus“ an-
sässigen Vereinen, Arbeitsgemein-
schaften und Initiativen geplant,
um
Kooperationsvereinbarungen
für die gemeinsamen Nutzung der
Einrichtung zu schließen.
Der „Pi-Haus“-Verein hatte im vo-
rigen Jahr die
Reißleine ziehen müs-
sen. Die Mitglieder sahen sich außer
Stande, das Haus weiterzuführen,
weil das Land und der Kreis ihre Zu-
schüsse
stark gekürzt hatten.
(jan)
Ex-„Pi-Haus“ soll am 1. April wieder öffnen
Vereinschef übergibt Schlüssel an den Oberbürgermeister – Zunächst stehen Umbauarbeiten und Planungen an
Der GeoSN im Spiegel der Presse
| 24

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
22.07.2011 8:25 Uhr
Ein Angebot von LVZ-Online
.
Nachrichten >
Das ist ja die Höhe: Vermesser bestimmen Höhen in ganz Sachsen neu
Foto: dpa
WISSENSCHAFT
Das ist ja die Höhe: Vermesser bestimmen Höhen in
ganz Sachsen neu
Christin Grödel
Dresden. Ein aufwendiges Vermessungsprojekt
findet in den nächsten Monaten seinen vorläufigen
Abschluss: Die deutschen
Vermessungsverwaltungen beenden die
Außendienstarbeiten zur Erneuerung des
Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN). Der jetzt
begonnene letzte sächsische Messungsabschnitt
führt von Königsbrück über Dresden nach
Dippoldiswalde.
Die Vermesser des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
(GeoSN), die seit 2007 an dem Projekt arbeiten, werden bis zum 30. August vor allem auf
der B 97 und der B 170 anzutreffen sein. Anfang August ziehen sie außerdem mit ihrer
Ausrüstung durch die historische Innenstadt und über die Augustusbrücke in Dresden.
Nach der Auswertung des umfangreichen Messungsmaterials werden in ganz Deutschland
aktuelle und einheitliche Höhen vorliegen. Die Informationen werden dann zum Beispiel als
Grundlage für den Hochwasserschutz oder für die Planung von Windkraftanlagen genutzt.
Deutschlandweit wurden im Rahmen des Projektes insgesamt 25.900 Kilometer Linien neu
vermessen, der Freistaat Sachsen war mit insgesamt 1275 Kilometer Höhenmesslinien
beteiligt. Die Neubestimmung des DHHN war erforderlich, weil es auch in Deutschland
ständig Höhenveränderungen gibt - zum Beispiel als Folgeerscheinung des Bergbaus oder
wegen der Bewegung der Kontinentalplatten.
© DNN-Online, 05.07.2011, 17:04 Uhr
Das ist ja die Höhe: Vermesser bestimmen Höhen in ganz Sachsen neu
Seite 1 von 1
Euro, vor zehn Jahren waren es noch
113 Euro. „Natürlich versuch
wir al-
les, um so effizient wie möglich zu
Studentenwer
Anhebung zw
ro. Mittelfrist
Weniger Zaster für die P
Seit 2001 hat Sachsen die
Zuschüsse für das Mensa-
CHEMNITZ
TU hat Kandidaten
für Rektorwahl
Nach mehreren, teilweise schwieri-
gen Verhandlungsrunden über die
Rektorenwahl haben sich Hoch-
schulrat und Senat der Technischen
Universität Chemnitz in dieser Wo-
che auf einen gemeinsamen Vor-
schlag geeinigt. Auf dem Wahlzettel
werden nach Informationen der
„Freien Presse“ mit
Prof. Arnold van
Zyl von der Universität im südafri-
kanischen Stellenbosch und mit
Prof. Wolfram Hardt von der Fakul-
tät für Informatik der TU Chemnitz
ein externer sowie ein interner Kan-
didat stehen. Einer von beiden soll
im Oktober dieses Jahres vom Erwei-
terten Senat der Universität zum
neuen Rektor gewählt werden. (su)
DRESDEN
In Polen wird nach
Ikea-Bomber gesucht
Rund einen Monat nach einem
Sprengstoff-Anschlag auf eine Ikea-
Filiale in Dresden suchen Spürhun-
de auch in Polen nach dem Bomben-
leger. Laut sächsischem Landeskri-
minalamt (LKA) folgen dort seit ges-
tern fünf sogenannte Mantrailing-
Hunde einer möglichen Geruchs-
spur des Täters. Die speziell ausge-
bildeten Tiere wurden für drei Tage
aus Nordrhein-Westfalen angefor-
dert. Die Suche habe gestern am
Grenzübergang Ludwigsdorf begon-
nen, hieß es. Dort hatte das
LKA den
ersten Einsatz mit den Vierbeinern
vor zwei Wochen beendet. Zudem
seien in Polen sieben LKA-Ermittler
im Einsatz, die von örtlichen Polizis-
ten unterstützt würden. (dapd)
DRESDEN
Los entscheidet über
Fremdsprache
An Sachsens Gymnasien entschei-
det verstärkt das Los über die Teil-
nahme am Unterricht in der zwei-
ten Fremdsprache. Das geht aus ei-
ner Antwort des Kultusministeri-
ums auf eine Parlamentsanfrage der
Grünen hervor.
Danach sind im
nächsten Schuljahr Schüler an 23
von insgesamt 145 Gymnasien be-
troffen. In den beiden vergangenen
Schuljahren hatte es das umstritte-
ne Losverfahren lediglich an sieben
bzw. acht Gymnasien gegeben. Die
Grünen forderten das Kultusminis-
terium auf, mehr Sprachenlehrer
einzustellen. (dapd)
AUERBACH/V.
Autofahrer vor
Ertrinken gerettet
Bauarbeiter haben gestern einen
verunglückten Autofahrer in Auer-
bach im Vogtland vor dem Ertrin-
ken gerettet. Die Männer hatten be-
obachtet, wie der 22-Jährige mit sei-
nem Fahrzeug ins Schleudern kam,
ein Brückengeländer durchbrach
und drei Meter tief in den Fluss
Göltzsch stürzte, so die Polizei. Das
Auto blieb im Fluss auf dem Dach
liegen. Die Bauarbeiter zogen den
Verunglückten aus
dem Wrack.
Selbst hätte sich der junge Mann
NACHRICHTEN
DRESDEN
— Die Gegend um das ost-
sächsische Weißwasser, genauer um
den Tagebau Nochten, hat sich in
den vergangenen sechs Jahren um
13 Zentimeter gesenkt. Das Gegen-
teil ist südlich von Görlitz passiert,
wo seit Jahren der frühere Kohleta-
gebau Berzdorf geflutet wird. Durch
den damit einher gehenden Wieder-
anstieg des Grundwassers hat sich
der gesamte Boden acht Zentimeter
gehoben. Auch der unmittelbar hin-
ter der ostsächsischen Grenze
betrie-
bene, noch aktive Kohleabbau in Po-
len hat Folgen für Sachsen: Die Regi-
on Zittau sackte im Vergleich zu
2005 fünf Zentimeter ab.
Vermessung zu Fuß
Die Veränderungen haben Vermes-
ser des Staatsbetriebes Geobasisin-
formation und Vermessung Sachsen
(GeoSN) bei einem deutschlandwei-
ten Vermessungsprojekt festgestellt.
In Sachsen soll es in diesem Jahr ab-
geschlossen werden. Derzeit sind die
Messtrupps
entlang der Bundesstra-
ßen 97 und 170 anzutreffen. Anfang
August werden sie durch die Dresd-
ner Altstadt und über die Augustus-
brücke ziehen.
Seit 2007 sind in Deutschland
Mitarbeiter
der
Vermessungsver-
waltungen zu Fuß unterwegs, um
für ihre Bundesländer das sogenann-
te Haupthöhennetz neu zu bestim-
men. Das sei erforderlich, weil es in
Deutschland immer wieder Höhen-
veränderungen gebe, erläuterte
der
Dresdner Referent Martin Köhr. Die
Ursachen dafür seien vielfältig. Vor-
rangig komme es durch den Berg-
bau oder die Sanierung von Berg-
baulandschaften zu solchen Verän-
derungen. Aber auch Bergstürze
und
Erdbeben,
selbst
kleinere
Schwarmbeben, wie sie vermehrt
im Vogtland auftreten, können Aus-
löser sein. Grundlage für die Neuver-
messung bilden die sogenannten
Höhenfestpunkte. 22.600 existieren
davon
in Sachsen. Sie stammen zum
Teil schon aus dem 19. Jahrhundert
und wurden häufig in Kirchen und
historischen öffentlichen Gebäuden
als kleine Granitpfeiler oder Bolzen
einbetoniert. Diese Punkte, die im
Abstand von mehreren hundert Me-
tern auch in freier Landschaft zu fin-
den sind, ergeben die Höhenmessli-
nien, wenn man sie verbindet. Eine
solche Linie existiert etwa zwischen
Chemnitz und Wolkenstein im
Erz-
gebirge. Die Vermesser unterschei-
den dabei zwischen Höhenlinien
erster, zweiter und dritter Ordnung.
„Bei dem laufenden Projekt geht es
um die Linien erster Ordnung, also
die wichtigsten Daten“, erklärt Köhr.
„Sie geben Auskunft über großräu-
mige Höhenveränderungen und zei-
gen, was in Deutschland passiert.“
2100 Höhenfestpunkte werden
dazu von den mobilen Trupps im
Freistaat neu vermessen, 1275 Kilo-
meter Höhenmesslinien als Folge
neu bestimmt – das sind die Stre-
cken zwischen den Punkten. „Dazu
werden auf zwei benachbarte Mess-
punkte drei Meter hohe Messlatten
senkrecht aufgestellt und auf der
Strecke zwischen diesen Latten das
Nivelliergerät
platziert.
In
ganz
Deutschland werde dabei einheit-
lich und mit gleicher digitaler Mess-
technik vorgegangen, die eine Ge-
nauigkeit von unter einem Millime-
ter
ermöglicht. Eine über Satelliten
gesteuerte GPS-Messung komme da-
für nicht infrage, „die Ergebnisse wä-
ren nicht präzise genug.“ Nach Ende
des Projekts gebe es zum ersten Mal
seit der Wiedervereinigung ver-
gleichbare Daten für alle deutschen
Bundesländer. Die letzten Höhenun-
terschiedsmessungen auf DDR-Ge-
biet erfolgten in den 1970er-Jahren.
Weltweites Interesse
Das Bundesamt für Kartographie
und Geodäsie wertet die Länderda-
ten aus. „Inwieweit es im Erzgebirge
oder im Großraum Zwickau Höhen-
veränderungen gegeben hat, kön-
nen wir noch nicht sagen. Für die
Regionen steht die Auswertung des
Materials noch aus“, sagt Köhr. „Die
Abweichungen
dürften
nur
im
Zwei-Zentimeter-Bereich liegen.“
Das Projekt, das 2012 in Deutsch-
land beendet sein soll, findet welt-
weit Beachtung, so die Sprecherin
des sächsischen
Vermessungsbetrie-
bes, Barbara Wolters. Denn derartige
Veränderungen seien nicht deutsch-
landspezifisch.
Die
hochpräzisen
Höheninformationen würden etwa
als
Grundlage
für
Hochwasser-
schutzmaßnahmen, für Planungen
beim Bau von Windkraftanlagen
und für nahezu alle Vermessungs-
aufgaben im Bauwesen genutzt.
Der Freistaat
hebt und
senkt sich
Seit 2007 wird ganz
Deutschland neu vermes-
sen. Es geht um millime-
tergenaue Höhenbestim-
mungen. Sachsen befindet
sich vor dem Abschluss
und muss nun etliche
Messblätter korrigieren.
VON GABI THIEME
Scharlatane,
glückliche V
alljährlich in
in seiner For
Bis zum 17.
hinter dem K
Geselligkeit.
verschiedene
Saal der Sche
Es gibt etwa
Dresd
MARIENBERG
Ostsee und Alp
als im mittle
geht aus einer
des Gesamtv
schen Versich
vor. Demnach
torium des e
Erzgebirgskrei
sehen 5,80 Bli
ter und Jahr au
viel wie in ke
Deutschlands.
des Verbandes
180 Million
Im E
2 Freie Presse
SACHSEN
AUGENARZT
19 - 7 Uhr,
Annaberg-Buchholz: über Rettungs-
leitstelle Annaberg, 0373319222
FRAUENARZT
19 - 7 Uhr,
Aue: Dr. Jacob, Neumarkt 1,
0377154238, 015222775347
APOTHEKEN
18 - 8 Uhr,
Bernsbach: Bären-Apotheke, Ernst-
Schneller-Straße 1, 0377462154
Johanngeorgenstadt: DocMorris Apo-
theke, Eibenstocker Straße 70,
0377350005
Schneeberg: Adler-Apotheke,
Markt 27, 0377222279
Zwönitz:
18 - 8 Uhr, Löwen-Apotheke,
Markt 7, 0377542375
BLUTSPENDETERMINE
Schwarzenberg: Finanzamt, Karlsba-
der Straße 23, 10.30-12.30 Uhr,
037741610
Gesundheits- und Pflegezentrum Ma-
rienstift, Clara-Zetkin-Straße 72,
14.30-18 Uhr, 03774265-200
TIERARZT
18 - 6 Uhr,
Aue: TA Ficker, Schwarzenberger
Straße 43, 03771735571, 01718371229
Eibenstock: DVM Hüller, Oststraße 2,
0377522640, 01715268924
Feuerherm 83 Jahre, Astrid Junghof
78 Jahre,
Lauter: Manfred Espig 85 Jahre,
Heinz Pfeiffer 76 Jahre,
Raschau: Ingeburg Franzke 79 Jahre,
Schneeberg: Ingeburg Berndt 82 Jah-
re, Hans Würzburg 81 Jahre, Christa
Dittrich 79 Jahre, Heinz Preiß 78 Jah-
re, Siegfried Eidner und Dietmar
Böhm 75 Jahre,
Schönheide: Käte Werner 80 Jahre,
Hildegard Müller 76 Jahre,
Schwarzenberg: Johanne Rudolph
83 Jahre, Hildegard Stschesny 79 Jah-
re,
Sosa: Reinhard Winkler 85 Jahre,
Tellerhäuser: Dora Kaufmann 88 Jah-
re,
Zschorlau: Elise Rößel 83 Jahre,
Zwönitz: Elsa Leistner 92 Jahre, Irma
Winkler 77 Jahre
Alles Gute!
TANNENBERG
— Im
Erzgebirgskreis
leben 370.738 Menschen – und ein
gewisser Thomas Fritzsche. Der
Mann ist 37 Jahre, selbstständiger
Fliesenleger, spricht mit sonorer
Stimme. Wenn er lacht, dann lacht
sein Ring im linken Ohr mit. Ein lo-
ckerer Typ, der seine Mitte gefunden
hat. Und das kann getrost doppel-
deutig verstanden werden.
„Der eine Mittelpunkt ist meine
Familie“, sagt er. Da ist die Freundin,
und da ist Maxi. Letztere ist zwei
Jah-
re jung und sollte laut Papa ein Jun-
ge werden und Max heißen. Es kam
anders, aus Max wurde Maxi. Und
nun? Nun, jetzt fehlt nur noch das
eigene Haus. Und damit sind wir bei
dem anderen Mittelpunkt. Und der
Antwort darauf, warum es 370.738
Erzgebirger auf der einen Seite – auf
der anderen Thomas Fritzsche gibt.
Denn er wird bald der Mittelpunkt-
Mann der Region sein: Fritzsche
baut ein Haus. Nur etwa 100
Meter
vom geografischen Zentrum des
Erzgebirgskreises entfernt. Bislang
war die Familie an der Sonnenhöhe
7 dem Punkt am nächsten, wo – bild-
lich gesprochen – die Achse des
Landkreises geschmiert wird. Ab-
stand: etwa 200 Meter. Doch schon
kommendes Weihnachten werden
es die Fritzsches sein. Die Familie
von der Sonnenhöhe 11.
„Es ist Zufall, dass es mich gerade
hierher verschlagen hat, fast direkt
an den Mittelpunkt“,
sagt Fritzsche.
Doch irgendwie klingt auch ein we-
nig Schicksal in seinen Worten. Er
ist gebürtiger Drebacher, dann ging
er für einige Jahre nach München,
um dort Geld zu verdienen. „Doch
ich bin ein Erzgebirger“, sagt er und
meint auch: München, nein das ist
es nicht gewesen. Also kam er zu-
rück, lebte in Annaberg-Buchholz –
wegen seiner damaligen Freundin.
Doch dann gründete er seine Fami-
lie.
Die Mietwohnung in Tannen-
berg ist schön, ein eigenes Haus aber
schöner. Und weil an der Sonnenhö-
he im Ort noch Bauland frei war, hat
Fritzsche ein Grundstück von der
Gemeinde gekauft. Dass es nur ein
Steinwurf vom Erzgebirgs-Zentrum
ist, erfuhr er erst später.
„Nun lebt er am
Mittelpunkt. Und
das wird er mindes-
tens die nächsten
zehn Jahre tun“
Bürgermeister Christoph Neubert
Bürgermeister Christoph Neubert
freut sich darüber. „Jetzt lebt er am
Mittelpunkt. Und das wird er auch
mindestens die nächsten zehn Jahre
tun“, so der Gemeindevater. Schließ-
lich gebe es noch mehr Baugrund-
stücke dort, aber die seien alle weiter
weg vom Mittelpunktstein. Diesen
hatte der Bürgermeister am 3. Okto-
ber 2009 feierlich eingeweiht – mit
Landrat
Frank
Vogel,
gegrillten
Würstchen, Bier und 100 Gästen. Ei-
gentlich befindet
sich der exakte
Mittelpunkt noch 20 Meter weiter
auf dem Feld, aber weil am Feldrand
der Europäische Wanderweg zwi-
schen Eisenach und Budapest ent-
langführt, steht der Stein mit der
Schiefertafel
eben dort.
Diese Schiefertafel kommt übri-
gens von einer Firma, die ebenfalls
auf einem Mittelpunkt steht: Im
vogtländischen Theuma, zum Plat-
tenbruch 6, an der Schieferhalde.
„Das ist meine Lieblingsanekdote.
Mittelpunkt trifft Mittelpunkt“, so
Neubert.
Mit der Kreisreform im Sommer
2008 fanden sich neue Verwaltungs-
gebiete – und
damit auch neue Mit-
telpunkte.
Der Staatsbetrieb Geoba-
sisinformation
und
Vermessung
Sachsen (GeoSN) in Dresden, früher
Landesvermessungsamt, hatte im
Jahr 2009 für diese Kreise Sachsens
und die drei Großstädte die exakten
Zentrumskoordinaten
berechnet.
Plötzlich wurden Ortschaften wie
Schneppendorf, Tannenberg, Theu-
ma oder Cunnersdorf die Zentren ih-
rer Landkreise.
Auch wenn dies letztlich nur ei-
ne Spielerei ist, die einen oder ande-
ren Touristen finden sich schon dort
ein. In Tannenberg waren es sogar
ehemalige Stollberger, die jetzt im
Rheinland leben. „Wegen des Ver-
lustes ihres alten Heimatkreises
Stollberger Land pflanzten sie bei
uns eine kleine Eiche“, erzählt
Tan-
nenbergs Bürgermeister Neubert.
Für Thomas Fritzsche sind diese
kleinen Episoden und die großen
Fakten rund um den Mittelpunkt
nicht
ganz so wichtig. Aber irgend-
wie ist es doch sonderbar. „Ich spüre
die Ruhe, die hier ist.“ Dieser Mann
hat seinen Mittelpunkt gefunden.
In Tannenberg befindet
sich das geografische Zent-
rum des Erzgebirgskreises.
Nur einen Steinwurf ent-
fernt baut ein Mann sein
Haus: Er ist der Mittel-
punkt-Mann der Region.
Der Mittelpunkt-Mann
vom Erzgebirgskreis
VON JAN OECHSNER
Der Mittelpunkt-Mann Thomas Fritzsche kann den Stein künftig von seinem Badfenster aus sehen.
FOTO: BRIGITTE STREEK
Mit der neuen Kreisstruktur wurden auch die Mittelpunkte neu errechnet.
Die ungefähre Lage des neuen Heims von Thomas Fritzsche.
Wer die Mitte sucht,
muss sich einen
Landkreis oder eine Stadt als ein Viel-
eck vorstellen: Jeder Knick im Gelän-
de wird durch mehrere Punkte be-
schrieben – im Zentrum liegt der
Schwerpunkt, bezogen auf das Flä-
chenträgheitsmoment. Mit einer kom-
plizierten Formel kann nun der Mit-
telpunkt bestimmt werden. Die For-
mel macht letztlich nichts anderes,
als wenn man die Umrisse auf eine
feste Pappe druckt, diese sauber aus-
schneidet und dann
auf einer Nadel
balanciert.
Wenn der Papp-Landkreis
frei schwebt, liegt an der Spitze der
Nadel der exakte Punkt.
Beim Erzgebirgskreis
steckt diese
Nadel in Tannenberg: 50° 36‘ 32,36‘‘
nördlicher Breite und 12° 56‘ 40,85‘‘
östlicher Länger – dieser Punkt mar-
kiert exakt die Mitte zwischen Zscho-
pau, Oberwiesenthal, Schönheide und
Seiffen.
Ergebnisse nicht immer korrekt
:
Allerdings gibt es Zweifel: Die Exper-
ten vom GeoSN sind sich nicht hun-
dertprozentig sicher,
ob sie mit ihrer
Rechnung
wirklich metergenau richtig
liegen. So gibt es mehrere Methoden,
dies zu ermitteln. Die Vermesser vom
Amt nutzen die komplizierteste, die
Schwerpunktermittlung. Andere Me-
thoden – etwa die Mittelpunktberech-
nung eines von Breiten- und Längen-
graden begrenzten Gebietes oder die
Schnittpunktermittlung – könnten an-
dere Ergebnisse hervorbringen. Aller-
dings: Bei den Abweichungen wird
es
sich eher um Distanzen im Bereich
mehrerer hundert Meter handeln.
So wird die „Mitte“ eines
Kreises errechnet
bringen. Wer noch Zeit bis zum Aus-
bildungsstart hat, wird von der Viel-
falt der beruflichen Möglichkeiten
begeistert sein und kann sich ganz
in Ruhe individuell beraten lassen.
Der Tag der Bildung setzt auf
wirtschaftsnahe
Berufsorientie-
rung. Die Industrie- und Handels-
kammer, Straße der Nationen 25 in
09111 Chemnitz informiert über
zahlreiche Industrie- und Handels-
berufe. Die Handwerkskammer an
der Limbacher Straße 195 in 09116
Chemnitz präsentiert zur Ausbil-
dungsmesse zahlreiche Handwerks-
berufe, alle Lehrwerkstätten im Bil-
dungs-
und
Technologiezentrum
sind geöffnet. Die Chemnitzer Ar-
beitsagentur
befindet sich an der
Heinrich-Lorenz-Straße
20.
Hier
werden medizinische und sozial-
pflegerische Berufe vorgestellt. (uf)
AUER ZEITUNG
Donnerstag, 13. Januar 2011
Anlässlich des ersten Jahrestages
der Villa der Sinne laden wir Sie,
liebe Gäste, am 16. April 2011
von 10 bis 18 Uhr, herzlich ein,
mit uns in der Villa Carolahöhe,
Berghangweg 4 in 01814 Bad
Schandau/Krippen zu feiern.
Wir freuen uns auf einen schö-
nen Tag, voller Heiterkeit und
Wohlgefühl. Nutzen Sie die Ge-
legenheit, alle sechs Räume und
den großzügigen Kaminraum mit
Ruhebereich, kennen zu lernen.
Lassen Sie sich verzaubern vom
Farbenspiel und der Liebe zum
Detail, welches hinter einer jeden
Zum Beispiel in den Räumen:
o „heiße Quelle“
o „Rosenbad“
o „sanftes Erwachen“
o „blühendes Leben“
o „wärmende Kraft“
o „sicherer Stand“
o „Raum der Begegnung“
Probieren Sie auch an diesem
Tag mal etwas Neues!
Heiterkeit und Wohlgefühl
Landgasthaus zum
Schwarzbachtal
Niederdorfstraße 3
01848 Hohnstein, Lohsdorf
Telefon: 035975 80345
www.schwarzbachtal.de
Landgasthaus zum Schwarzbachtal
-
Jianjun Li, unser chinesischer
Freund und Begleiter, Bernd Gro-
schupp und Familie Jahn über ihre
Reiseerlebnisse. Die Küche bietet
dazu ein Menü mit dem Hauptge-
richt „Schweinerücken mit Chili
und Cashewkernen, Gewürzreis
und Gemüsevariationen“ an.
Am 2. April, 19 Uhr, wird es
musikalisch: Veranstaltet wird
„Eine Wirbeley der Wilden
Weyber“ mit Bratsche, Flöte,
Schalmei, Bockshorn und Gesang.
Serviert wird u.a. ein Kalbsrücken
mit Spätzle.
Reservierung erbeten!
Entspannung und Erholung
Wenn der letzte Schnee ge-
schmolzen ist und angenehme
Temperaturen von der warmen
Jahreszeit künden, ist die richtige
Zeit zum Wandern! Beim Staats-
betrieb Geobasisinformation und
Vermessung Sachsen (GeoSN)
sind in aktualisierter Neuauflage
vier Wanderkarten der Kartenserie
1 : 25 000 (WK25): Blatt 43 Säch-
sische Schweiz/Pirna, Königstein,
Blatt 14 Westerzgebirge/Geyer,
Schwarzenberg, Blatt 15 Westerz-
gebirge/Eibenstock, Johanngeor-
genstadt und Blatt 16 Westerz-
gebirge/Kurort Oberwiesenthal
sowie eine Karte aus der Serie
der Naturparkkarten Erzgebirge/
GeoSN veröffentlicht fünf aktualisierte Wanderkarten
Frühlingszeit - Zeit für
Wanderungen
Kurort Rathen
Laasensteig1
Tel.: 035021 68302
www.laasenperle.de
Start in den Frühling und
die Saison 2011
Unser Restaurant
ist täglich ab 11:30 Uhr
geöffnet
Chefkoch Carsten Bunk ver-
wöhnt Sie mit einer jungen fri-
schen Küche & hausgemachten
Leckereien sowie regionalen
Spezialitäten!
Vogtland (NP25) Blatt 3 und 4,
ebenfalls im Maßstab 1 : 25 000,
erschienen.
Die Karten präsentieren sich im
neuen Design, gedruckt auf hoch-
wertigem Papier, welches sich
durch eine hohe Faltbeständigkeit
sowie Wetterfestigkeit auszeich-
net. Alle fünf Karten enthalten ne-
ben den markierten Wanderwegen
und einem UTM-Gitter viele nütz-
liche Details, wie Freizeit- und
Touristikeinrichtungen, Höhen-
linien oder interessante Informa-
tionen zur jeweiligen Region auf
den Rückseiten.
| 25

image
Große Baumaßnahme an der Dienststätte des GeoSN
Der Abschluss des ersten Bauabschnittes, der die Sanierung von zwei Flügeln und des Mittelbaus
des Dienstsitzes des GeoSN vorsieht, war für August 2011 geplant. Aufgrund des bis März anhal-
tenden Winters und der üblichen Probleme auf einer Baustelle (Lieferschwierigkeiten, nicht recht-
zeitiger Abschluss der Gewerke im Bereich Klima- und Datentechnik etc) musste im Juli zunächst
der Einzug kurzfristig abgesagt werden. Mit zweimonatiger Verzögerung ist nun seit Ende Oktober
knapp die Hälfte unserer Mitarbeiter im sanierten Gebäudeteil untergebracht. Trotz der noch lau-
fenden Restarbeiten im sanierten Teil sowie Beginn des zweiten Bauabschnittes im Gebäude haben
wir den Dienstbetrieb, die Datenbereitstellung - und dienste sowie die Öffnung der Verkaufsstelle
ohne nennenswerte Unterbrechung auch in dieser schwierigen Phase sichergestellt.
| 26

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Baufortschritte Januar 2011 - März 2011
Baufortschritte April 2011 - Juni 2011
| 27

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Baufortschritte Juli 2011 - September 2011
Baufortschritte April 2011 - Juni 2011
| 28

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Baufortschritte Oktober 2011 - Dezember 2011, Einzug in den sanierten Teil
| 29

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Baufortschritte Oktober 2011 - Dezember 2011, Einzug in den sanierten Teil
Beginn der Bauarbeiten im 2. Bauabschnitt
| 30

image
Geschäftsführer
Dr. Werner Haupt
Büro
Yvonne Böhm
Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Wolters
Rechnungswesen,
Organisation
Ina Trilitsch
Landschaftsmodell-
Grundmaßstab
Heidemarie Müller
Geodatenservice
Dietmar Schenk
Grundsätze
Liegenschaftskataster
Jens Näser
Geschäftsstelle Oberer
Gutachterausschuss
N.N.
Koordinierung
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Administration
Geodateninfrastruktur
Jörg Taggeselle
Systemverwaltung
Ulrich Hähnel
Landschaftsmodell-
Folgemaßstab
komm. Annelie Prendel
Informationssysteme
Liegenschaftskataster
Uwe Zechendorf
Geodätischer
Raumbezug
Ria Liebscher
Technologie
Landesvermessung
Annelie Prendel
Personal/Recht
Matthias Hloucal
Luftbildservice
komm. Claudia
Kaiser-Weißbach
Katasteraufsicht
Janus Czodrowski
Landesgrenzen
Jens Riedel
Liegenschaftskataster
Lothar Otte
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Landesvermessung
Ottmar Berndt-Wiele
Zentrale Aufgaben
Annette Rothenberger-
Temme
Stand 01.11.2011
www.landesvermessung.sachsen.de
|31

Ausgaben
Sachkosten
Personalkosten
66 %
34 %
48 %
21%
31%
zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit
für Leistungserstellungprozess
für Investitionen in Anlagevermögen
Sachkosten
Der GeoSN in Zahlen
Haushaltsjahr 2011 - Einnahmen und Ausgaben gerundet:
EUR/Mio
1,13
0,14
0,54
15,17
2,19
-0,51
18,65
Einnahmen
Verkauf Fertigerzeugnisse
Sonstige Einnahmen
(Anlagenabgänge, Verrechnungen aus Verwaltungs-
vereinbarungen u.a.)
Zuschuss Jahresübertrag aus Vorjahr
Zuschuss lfd. Zwecke lfd. Jahr
Zuschuss investive Zwecke lfd. Jahr
abzüglich Zuschuss Jahresübertrag nach Folgejahr
Summe Einnahmen
EUR/Mio
12,37
6,28
18,65
3,02
1,93
1,33
Ausgaben
Personalkosten
Sachkosten
Summe Ausgaben
Sachkosten
davon Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermö-
gen (AAA, Lizenzen, ...)
davon Ausgaben für Leistungserstellungsprozess
(Bildflug, Produktion...)
davon Ausgaben zur Aufrechterhaltung der Geschäfts-
tätigkeit (Instandhaltung, Gebühren, Genehmigungen,
Sächsisches Verwaltungsnetz...)
| 32

59,1 %
4,9 %
9,8 %
12,9 %
7,1 %
3,2 %
3,0 %
andere Projekte
Aufbau Zentrale Komponenten GDI Sachsen
Homogenisierung von Geobasisdaten zwischen Sachsen und Tschechien
3D-Gebäudemodelle
GDI-Projekte und Arbeitskreise
Große Maßnahme Olbrichtplatz 3 (Dienstsitz des GeoSN)
Einführung von AFIS, ALKIS und ATKIS im Freistaat Sachsen
Projekte des GeoSN
n
Karten
Schwerpunkte bei der Leistungserstellung im GeoSN
andere Produkte und Projekte
Liegenschaftskatasterdaten
Nachweis der Hoheitsgrenzen
Aufsicht über vermessende und katasterfortführende Stelle
Daten der Grundlagenvermessung
Einführung von AFIS, ALKIS und ATKIS im Freistaat Sachsen
Digitale Landschaftsmodelle /Digitale Topographische
28 %
14 %
13%
9 %
7 %
6 %
23 %
Produkte des GeoSN
36 %
9,6 %
13,5 %
17,3 %
11,2 %
7,9 %
4,5 %
andere Produkte
Luftbilderzeugnisse
Liegenschaftskatasterdaten
Nachweis der Hoheitsgrenzen
Aufsicht über vermessende und katasterfortführende Stellen
Daten der Grundlagenvermessung
Digitale Landschaftsmodelle /Digitale Topographische Karten
Prozentualer Vergleich zwischen Produkten und Projekten im GeoSN
Produkte
Projekte
77%
23%
| 33

image
 
GeoSN
Herausgeber:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktion:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Gestaltung und Satz:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Druck:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktionsschluss:
November 2012
Bezug:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden
Telefon: +49 351 8283-8400
Telefax: +49 351 8283-6130
E-Mail: Poststelle@geosn.sachsen.de
www.landesvermessung.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungs-
mäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen
der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen
oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht
so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten einzelner politischer
Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem
Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt
ist jedoch den Parteien, diese Informationschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von
Auszügen und der fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber vorbehalten.
GeoSN