Suchen
Name
Bereich
Information
V.-Datum
Landesbühnen Sachsen
GmbH
Radebeul
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum
31.12.2013
05.09.2014
Landesbühnen Sachsen GmbH
Radebeul
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
1. Allgemeiner Bericht
Nach Gründung der Landesbühnen Sachsen GmbH am 2. April 2012 und der Aufnahme des operativen Geschäfts mit vollem
Spielbetrieb am 1. August 2012 war das Jahr 2013 das erste vollständige Kalenderjahr der GmbH.
Dem Hauptgegenstand des Unternehmens – Betrieb einer Landesbühne, welche Aufgaben eines Repertoiretheaters für ein regionales
Spielgebiet mit Aufführungen vor Ort und an Abstecherorten insbesondere in den Kulturräumen des Freistaates Sachsen zu erfüllen
hat, konnte erfolgreich Rechnung getragen werden.
Das gilt auch für die Verwaltung und Bewirtschaftung der zwei Spielstätten: Landesbühnen Sachsen in Radebeul und Felsenbühne im
Kurort Rathen.
Seit der Gründung der Landesbühnen Sachsen GmbH und des damit verbundenen Übergangs des Orchesters in die Elbland
Philharmonie Sachsen GmbH verfügt die GmbH weiterhin über die Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz. Die Aufführungen von
Musiktheatervorstellungen erfolgen in erster Linie in Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen, aber auch projektgebunden in
Kooperation mit anderen Orchestern, wie zum Beispiel mit dem Leipziger Sinfonieorchester in Böhlen oder der Chursächsischen
Philharmonie in Bad Elster.
Nach den erfolgreich vorgenommenen Umstrukturierungsprozessen konnte die künstlerische Qualität und kulturpolitische
Ausstrahlung vor Ort und in der Region deutlich erhöht werden. Insbesondere die Zielstellung einer Erweiterung des Spielbetriebes in
den Kulturräumen des Freistaates Sachsen wurde intensiv verfolgt und stark ausgebaut.
2. Lagedarstellung
2.1. Künstlerische Konzepte und deren Umsetzung
Die Ergebnisse der künstlerischen, konzeptionellen und organisatorischen Neuausrichtung der Landesbühnen Sachsen GmbH als
„Mobiles Theater für Sachsen“ können sowohl quantitativ als auch qualitativ als äußerst positiv eingeschätzt werden.
Die Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH gestaltete sich im Kalenderjahr 2013 als sehr produktiv und erfolgreich.
Sowohl die Kritik als auch die Zuschauer begleiteten den Neustart des Musiktheaters in Kooperation mit der Elbland Philharmonie
Sachsen GmbH sehr positiv. Das anspruchsvolle Opern-, Operetten-, Musical- und Konzertprogramm erfreute sich wachsenden
Zuschauerzuspruchs. Insbesondere im klanglichen Zusammenwachsen des Orchesters und mit dem Musiktheater der Landesbühnen
Sachsen GmbH konnten im Laufe des Jahres große Fortschritte erzielt werden, die z. B. bei den Wiederaufnahmen „Der Barbier von
Sevilla“ (Rossini), „Das Liebesverbot“ (Wagner) oder den Neuproduktionen „L'Orfeo“ (Monteverdi), „Frau Luna“ (Lincke) und „Die
Hochzeit des Figaro“ (Mozart) auch von der Fachpresse deutlich gewürdigt wurden.
Die Landesbühnen Sachsen GmbH war mit einer Vielzahl von Aufführungen (großen, mittleren und kleinen Umfangs) aus allen Sparten
in den verschiedensten Spielorten im Freistaat Sachsen präsent. Dabei konnten viele neue kommunale Partner gewonnen bzw. bereits
bestehende Kontakte ausgebaut werden.
Insbesondere konnte der Spielbetrieb in Bad Elster sehr intensiviert werden, ebenso die Kontakte in Meißen, Freital, Großenhain,
Riesa, Weinböhla und Pirna.
Eine sehr gute, beidseitig interessierte und weiterhin ausbaufähige Zusammenarbeit gibt es mit den Partnern in Böhlen, Lohmen,
Neustadt sowie Königstein und Bad Schandau.
Auch die Konzepte „Theater im sakralen und feudalen Raum“ konnten gute Ergebnisse aufweisen.
Das Theater Meißen wurde und wird aus traditionellen Gründen mit Repertoireaufführungen und besonderen Veranstaltungen sehr
intensiv betreut. Die Operette „Frau Luna“ kam im Theater Meissen zur Premiere, Aufführungen von „Faust 1“, „Anne Frank“, „Am
Ufer der Zeit“, „Die Geschichte vom Onkelchen“, um nur einige zu nennen, sorgten für große Publikumsresonanz. Da aufgrund der
Hochwasserschäden eine Bespielung des Meissner Theaters bis jetzt noch nicht möglich ist, wurden erfolgreich alternative Spielstätten
gefunden, so dass der verabredete Spielplan aufrechterhalten werden konnte.
Auch die Bespielung der Burg Meissen, u.a. mit der Premiere der Inszenierung „Leonce und Lena“ – als „walking-theatre“ direkt auf
den Spielort zugeschnitten – wurde zum großen Erfolg bei Publikum und Presse. Dies war und ist auch Bestandteil des Konzepts der
Bespielung von Schlössern und Gärten, zu nennen sind hier außerdem die Premieren von „Clavigo“ in Weesenstein, „Im weißen Rößl“
auf Schloss Wackerbarth und „Pyramus und Thisbe“ auf Schloss Hubertusburg.
Ein anderer neuer Spielort und Kooperationspartner war das Tom-Pauls-Theater in Pirna. Damit wurde erstmals seit Jahren wieder
eine deutliche Präsenz mit Schauspiel und Musiktheater in Pirna erreicht.

Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass die Landesbühnen Sachsen GmbH ihre Aktivitäten im Kulturraum Sächsische Schweiz
deutlich erweitert hat.
Das von der Bundeskulturstiftung geförderte Projekt „eLBe: Über(n)FlussGesellschaft“ in Zusammenarbeit mit dem Tanztheater
„bodytalk“ aus Köln hat 2013 mit ihrer gemeinsamen Theaterwanderung entlang der Elbe viele Kontakte zwischen Torgau, Radebeul
und Königstein geknüpft. Die erste Premiere im Rahmen des „Doppelpassprojektes“ mit „bodytalk“ in Torgau
„Ossimisten/Wessimisten“ sorgte für politischen Wirbel, Medienrummel und die Positionierung des (nicht nur) Torgauer Publikums zur
seiner (Stadt-) Geschichte, zu Kunst und den ausübenden Künstlern – d. h. zu einem wirklichen, politisch-künstlerischen Diskurs mit
einer Bereicherung für alle Beteiligten. Auch während des Herbst- und Weinfestes Kötzschenbroda fand die Aufführung ein sehr
interessiertes Publikum.
Auch die zweite Premiere im Rahmen des „Doppelpassprojektes“ bewegte eine Region: „Adams Äpfel“ in Königstein hat ein altes Kino
mit Theater belebt, im Vorfeld die Einwohner zu einem Apfelfest geladen und Teilhaber einer künstlerisch außergewöhnlichen Premiere
und weiterer Aufführungen werden lassen. In der Regie ist in der Verknüpfung von Schauspielern, Tänzern und Laiendarstellern mit
dem Ort eine einzigartige Aufführung von besonderer Vitalität, Kraft und Poesie entstanden. Die Inszenierung erfreut sich nach wie
vor, sowohl im Kino Königstein als auch auf der Studiobühne im Stammhaus Radebeul, eines großen Publikumszuspruchs. In
Vorbereitung ist ein abschließendes Projekt in Riesa im Sommer 2014.
Die Landesbühnen Sachsen GmbH konnte im Kalenderjahr 2013 das Repertoire aller Sparten bedeutend erweitern. Damit konnte und
kann sowohl im Stammhaus als auch auf den zahlreichen Abstecherorten ein vielfältiges theatralisches Angebot für alle Altersklassen
realisiert werden.
In allen Sparten des Theaters fanden bedeutende künstlerische Entwicklungen statt, so dass die Qualität aller Neuproduktionen ein
sehr hohes Niveau erreichte.
Die Anzahl der Neuproduktionen von 2013 (VJ zum Vergleich) verteilt sich auf folgende Genres:
Jahr
Oper
Operette
Musical
Ballett
Schauspiel
spartenübergr.
Gesamt
2012
3
1
-
1
6
11
2013
3
1
2
3
14
3
26
Oper:
Pyramus und Thisbe, L'Orfeo, Die Hochzeit des Figaro
Operette:
Frau Luna
Musical:
Black Rider, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Ballett/Tanztheater:
Carmina burana, Romeos Julia, Visitenkarten
Schauspiel:
Lillys Bus, Der nackte Wahnsinn, Im Abseits, Leonce und Lena,
Baal, 1645: Fürstenzug nach Kötzschenbroda, Fake oder War
doch nur Spaß, Rattenklatschen, Der Zigeunerboxer, Adams
Äpfel, Komm, wir finden einen Schatz, Paranoid Park, Bezahlt
wird nicht, Du bist nur der Arsch oder leicht ist das Leben
Spartenübergreifend:
Karl-May-Total, Ossimisten/Wessimisten, Das Kind der
Seehundfrau
Darüber hinaus gab es im Kalenderjahr 2013 zahlreiche zusätzliche Angebote und Reihen aus allen Sparten auf verschiedenen kleinen
Spielstätten, insbesondere im Glashaus und Foyer, die auch auf den Abstecherorten gastierten und sich steigender Besucherzahlen
erfreuten: Matineen, Lied im Glashaus (Richard Strauss Lieder; Schubert, Die Winterreise), Kabarett, Märchenlesungen,
Vollmondnächte u.a.
Mit der Etablierung der „Sommer-Lounge“ und der „Winterlounge“ (inklusive zahlreicher Gastspiele im Stammhaus) konnte auch
während der Rathen-Saison und während des Winterurlaubs der Sparten im Stammhaus gespielt werden. Beide Formate wurden sehr
gut angenommen und können steigende Besucherzahlen verzeichnen.
Zur weiteren Profilierung am Standort Radebeul trug auch das Theaterspektakel „Karl-May-Total“ bei. In der Realisierung der
Uraufführungs-Inszenierung „1645: Fürsten-Zug nach Kötzschenbroda“ wurde durch die Partnerschaft mit der Stadt Radebeul und der
Evangelischen Kirchgemeinde ein großes und nachhaltiges Interesse mobilisiert. Während des Herbst- und Weinfestes Kötzschenbroda
erlebte die Aufführung allein vier sehr positiv aufgenommene Open-Air-Aufführungen.
Das Ballettensemble wurde nach dem Weggang von Reiner Feistel als Tanzcompagnie unter dem Leiter Carlos Matos neu formiert und
hat mit seinen zwei ersten Neuproduktionen „Romeos Julia“ und „Visitenkarten“ auffällig neue Akzente gesetzt, die vom Publikum und
von der Fachpresse sehr gut aufgenommen wurden.
Der Theaterarbeit für Kinder und Jugendliche und der Zusammenarbeit mit Schulen gebührt ein besonders hoher Stellenwert.
Das junge.studio, das in der Spielzeit 2012/13 seine Arbeit aufnahm, hat eine Vielzahl von Aktivitäten und theaterpädagogischen
Angeboten entwickelt: Kooperationen, Vor- und Nachbereitung von Stücken, Schul-Theater-Wochen, Ferienangebote,
Premierenklassen, Spielclubs, Theatertreffen: Alles spielt, Forum: Altentheater u.a. Dadurch konnte sowohl die Arbeit am Standort in
Radebeul intensiviert als auch im gesamten Spielgebiet neue Partnerschaften für Schulen und Spielstätten angeboten, vereinbart und
realisiert werden.
Die Partner in Freital und Böhlen wurden mit der Durchführung von Schultheaterwochen besonders eingebunden.
Mit „Invasion – Theater bespielt Schule“ hat das junge.studio ein neues Format erfunden und erfolgreich realisiert, dass Schüler auf
eine sehr lebendige, aktive Weise mit Theater vertraut macht und in theatralische Aktionen verwickelt. Die drei dabei zur Premiere
gebrachten Klassenzimmerproduktionen waren ausnahmslos alle auf einem hohen künstlerischen Niveau. Das Format hat neue
Kooperationsvereinbarungen mit Schulen in Radebeul, der Region und Dresden nach sich gezogen.
Felsenbühne Rathen
Die Sommerspielzeit auf der Felsenbühne Rathen kann – trotz anfänglicher Beeinträchtigungen durch die Flut – als überaus erfolgreich
eingeschätzt werden.

Insgesamt 62.759 Zuschauer und damit über 6.000 mehr als im Sommer 2012.
Insbesondere die Uraufführung des Musicals „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurde zu einem großen Erfolg beim Publikum und bei
der Presse. Die moderne Bearbeitung des alten Stoffes nach dem bekannten Film und mit der Verwendung der originalen Filmmusik
war die Grundlage für eine ebenso poetische wie witzige und heutige Inszenierung, die von Jung und Alt begeistert aufgenommen
wurde. Eine Neuheit ist, dass das Stück in komplett zwei verschiedenen Besetzungen - sowohl vom Schauspiel als auch vom
Musiktheater - inszeniert wurde und damit den ganzen Sommer gespielt werden konnte.
Auch alle anderen Produktionen der Landesbühnen Sachsen GmbH – wie zum Beispiel „Der Freischütz“, „Carmina Burana“ oder
„Dracula – Das Musical“, in Zusammenarbeit mit der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH– waren künstlerisch sehr überzeugend und
erzielten eine große Zuschauerresonanz.
Für eine große Bereicherung des ohnehin vielfältigen Spielplans und zusätzliche Besucherströme sorgten Gastspiele, wie zum Beispiel
„Der Traumzauberbaum 3“, „Ilse Bähnert jagt Dr. Nu“ oder aber „Olaf Schubert & Freunde – So!“.
Gezielte, umfangreiche Marketing- und Werbeaktionen im Zusammenhang mit der Uraufführung „Drei Haselnüsse für
Aschenbrödel“ (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG auf dem Dresdner Hauptbahnhof, auf der Tourismusbörse in Berlin,
zur Eröffnung der Moritzburger Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ usw.) wurden zu erfolgreichen Imagekampagnen über
das konkrete Produkt hinaus, also für die Felsenbühne Rathen, die Landesbühnen Sachsen GmbH und die Elbland Philharmonie
Sachsen GmbH.
Auch das Fest „Märchenhaftes Rathen“ gestaltete sich zu einer erfolgreichen Imagekampagne und vernetzte darüber hinaus auf
beispielhafte Weise Vereine und Organisationen vor Ort mit den Landesbühnen: Bürgerinitiativen, Kleingartenverein, Chorverein,
Technisches Hilfswerk, Schiffverein & Biergarten, Bogenverein usw.
2.2. Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen der GmbH zeigt sich insbesondere im Anlagevermögen mit Buchwerten in Höhe von EUR 21.368.507,65.
Die GmbH hat außerdem mit seinem Stammkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00 eine gute Kapitalausstattung. Zusätzlich wurde
eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 200.000,00 eingezahlt. Das Vermögen, das durch Ausgliederungsvertrag in die GmbH oder
durch Einlage des Freistaates Sachsen eingebracht wurde, spiegelt sich in der Kapitalrücklage wieder. Insgesamt kann die GmbH ein
Eigenkapital in Höhe von EUR 15.554.649,76 verzeichnen.
Die laufende Finanzierung der GmbH im Jahr 2013 erfolgte durch Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR 13.048.620,11 (davon
Übertrag aus dem Jahr 2012 in Höhe von EUR 36.933,92) und Zuschuss der Stadt Radebeul in Höhe von EUR 400.000,00. Hierbei
handelt es sich um laufende Betriebskostenzuschüsse.
Zuschüsse für Investitionen im Jahr 2013 wurden vom Gesellschafter in Höhe von EUR 548.648,05 gewährt. Wesentliche Zugänge
waren dabei die Beleuchtungsbrücken in Rathen, Erweiterung der Mikroportanlagen, Klimaanlagen und Beleuchtungstechnik. Die
zweite Stufe zur Einrichtung eines zweiten Serverraumes konnte nahezu abgeschlossen wurden.
Die Bank- und Kassenbestände hatten zum 31.12.2013 einen Bestand in Höhe von EUR 2.566.700,11. Hierbei handelt es sich
insbesondere um das eingezahlte Stammkapital in Höhe von EUR 1.300.000,00, die eingezahlte Kapitalrücklage in Höhe von EUR
200.000,00 und den noch für den Ausgleich der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 2013 zur Verfügung stehenden
Betriebskostenzuschuss.
Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gegeben.
Wertpapieranlagen bestehen in Höhe von EUR 990.000,00. Die Wertpapiere wurden mündelsicher mit einer gestaffelten Laufzeit von 3
bis 7 Jahren angelegt.
Das weitere Kapital ist bei der Sparkasse Meißen mit 0,7 % auf einem Zins- und Cash-Konto angelegt. Es ist somit garantiert, dass
der volle Betrag gesichert ist und eine Rendite erwirtschaftet wird.
2.3. Ertragslage
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.842.249,95 erzielt und überschritten damit den Planansatz um EUR
377.249,95. Sonstige betriebliche Erträge waren in Höhe von EUR 14.353.852,59 zu verzeichnen. In den sonstigen betrieblichen
Erträgen sind Betriebskostenzuschüsse des Freistaates Sachsens in Höhe von EUR 13.048.620,11 und der Stadt Radebeul in Höhe von
EUR 400.000,00, sowie Erträge aus Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 578.449,56 enthalten.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 326.782,92 und lagen damit ebenfalls über den Planungen. Insgesamt
konnten aus beiden Bereichen Mehreinahmen in Höhe von EUR 579.032,87 erwirtschaftet werden. Ursachen für die Mehreinnahmen
sind u. a. mit EUR 246.005,70 die höheren Einnahmen auf der Felsenbühne Rathen und mit EUR 65.581,76 in anderen Spielstätten,
Fördermittel der Bundeskulturstiftung in Höhe von EUR 91.108,77, bisher ungeplante Mehreinnahmen aus der Vermietung in Höhe
von 38.586,08 und Versicherungsentschädigungen in Höhe von EUR 37.401,62.
Die Ausgaben entwickelten sich entsprechend den Planungen. Unterschreitungen im Bereich der Lohnkosten für Festbeschäftigte
wurden durch Überschreitungen im Gästebereich ausgeglichen. Hierbei handelt es sich um eine normale Kompensation der beiden
Bereiche, da krankheitsbedingte Ausfälle von Festbeschäftigten mit flexiblen Gästen zur Spielplanabsicherung ersetzt werden. Bei den
Sachkosten gibt es Verschiebungen zwischen Materialaufwand, Fremdleistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich
aus dem bisher pauschal angewandten Planungssystem für die einzelnen Sachkosten ergeben.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 beläuft sich auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 433.779,00, nach Entnahme aus der
Kapitalrücklage in Höhe der Abschreibungen und Verlustvortrag auf einen Bilanzverlust in Höhe von EUR 4.818,46.
Statistische Ermittlungen und Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Anzahl der Vorstellungen:
556
Anzahl Besucher:
173,594
Anzahl Abonnenten zum 31.12.2013:
1.731
(Vorjahr: 1.499)

Auslastung:
79,23 %
(Vorjahr: 72,14 %)
Karteneinnahmen:
TEUR 1.737
Zuschuss pro Besucher:
77,47 EUR
(Vorjahr: 68,25 EUR)
Kostendeckungsgrad:
16,7 %
(Vorjahr: 16,6 %)
3. Künftige Entwicklung
3.1. Vorschau auf 2014 und 2015 – künstlerische Entwicklung des Hauses
Auch in dieser Spielzeit (2013/14) und der folgenden sollen die unter Punkt 2.1. gesetzten Schwerpunkte und Trends des
künstlerischen und kulturpolitischen Konzepts der Landesbühnen Sachsen GmbH fortgesetzt werden.
„Mobiles Theater für Sachsen“ heißt, die vorhandenen Kontakte und Kooperationen zu pflegen, mit künstlerischen Angeboten
weiterhin attraktiv zu machen, neue Partner zu gewinnen und damit neue potentielle Besucher zu erreichen.
Kooperationen mit anderen Theatern in Sachsen werden ausdrücklich gesucht.
Die Kontakte und Kooperationen mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden Hellerau werden anhand konkreter Projekte
fortsetzt.
Die Bespielung von Schlössern, Parks und Kirchen wird fortgesetzt.
Darüber hinaus sucht die Landesbühnen Sachsen GmbH nach neuen Formen der Vernetzung zu regionalen und überregionalen
Vereinen, Verbänden, soziokulturellen Einrichtungen, Theatern, Künstlern, freien Theatern – projektgebunden und langfristig.
Die Konzerttätigkeit der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH in Kooperation mit der Landesbühnen Sachsen GmbH wird durch
zahlreiche kleinere Unterhaltungs- und Sonderkonzerte erweitert und bereichert das Angebot.
Das Theater Meißen wird nach umfangreicher Sanierung im Mai 2014 feierlich wiedereröffnet, unter anderem mit einem festlichen
Operngalakonzert der Landesbühnen Sachsen GmbH und der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH. Gemeinsam mit dem
Freundeskreis des Theaters Meißen und der Albrechtsburg Meißen plant die Landesbühnen Sachsen GmbH die 90. Burgfestspiele für
den Sommer 2015.
Mit den Partnern in Bad Elster (König Albert Theater und Chursächsische Philharmonie) wird weiterhin intensiv künstlerisch
zusammengearbeitet. Dazu gehören gemeinsame Projekte, wie z. B. im Mai 2014 die Premiere „Der Schauspieldirektor“ (Mozart)
anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des König Albert Theaters. Beteiligte sind Chor und Solisten der Landesbühnen Sachsen GmbH,
Orchester und Chor aus Bad Elster und viele Laienensembles aus Bad Elster und der Region.
Mit dem Theater Bad Lauchstädt wird es eine erste Kooperation bei der Neuinszenierung der „Zauberflöte“ (Mozart) im Herbst 2014
geben.
Ein weiterer neuer Kooperationspartner ist das Theatre Royal in York (GB), mit dem gemeinsame Projekte und Austauschgastspiele
vorbereitet werden.
Darüber hinaus werden die guten Kooperationen mit künstlerischen Einrichtungen vor Ort (Hochschule für Musik Carl Maria von Weber
Dresden, Palucca Schule Dresden, Kirchen in Radebeul, Karl-May-Museum, Nationalpark Sächsische Schweiz u.a.) fortgesetzt.
Die Spielplangestaltung an der Landesbühnen Sachsen GmbH nutzt die Potenzen und Qualitäten der am Haus versammelten
Ensembles in der Zusammenarbeit mit der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH, um ein vielseitiges und für alle Besucherschichten
attraktives Angebot zu offerieren. Spartenübergreifende Projekte haben einen besonderen Stellenwert.
Im Kalenderjahr 2014 wird es voraussichtlich insgesamt ca. 20 Neuproduktionen geben, darunter 4 große Opern (u. a. von Richard
Strauss), 2 Musicals, 3 Tanztheaterstücke, 6 Schauspielproduktionen (u. a. von Shakespeare, Dürrenmatt), 4 Stücke für kleinere
Besucher inkl. Märchen und mobiler Produktionen und 2 Neuinszenierungen für die Felsenbühne Rathen.
Zu Beginn der Spielzeit 2014/15 soll außerdem ein großes spartenübergreifendes Theaterspektakel unter dem Titel IRRTÜMER –
FAMILIEN-WAHN-SINN mit 9 Inszenierungen an einem Abend auf verschiedenen Spielstätten zur Aufführung kommen, bei dem sich
die Zuschauer ihr Programm selbst zusammenstellen können.
Ein Teil der Aufführungen wird im Anschluss auch auf den regionalen Abstecherorten zu sehen sein.
Neue Formate, wie z. B. das spartenübergreifende Initiativprojekt „Die 14. Provinz“ von Volker Braun, dokumentieren eindrucksvoll
die Leistungsstärke der Künstler des Hauses und eröffnen neue Wege der Partizipation und Kommunikation untereinander, mit dem
Publikum und Partnern vor Ort.
Das junge.studio wird seine Arbeit mit den neu erprobten theaterpädagogischen Angeboten unter Einbeziehung aller Sparten
fortsetzen und erweitern.
Das von der Bundeskulturstiftung geförderte Doppelpassprojekt „eLBe: ÜBER(N)FLUSSGESELLSCHAFT wird zum Abschluss das Projekt
WURZELN AUS STAHL in Riesa realisieren: ein Spektakel zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft Riesas unter Mitwirkung der Elbland
Philharmonie Sachsen GmbH und zahlreicher künstlerischer Initiativen und Gruppen aus Riesa.
Zusätzliche Reihen im Glashaus (Vollmondnächte, Konzertlieder, Märchenlesungen, Rock-und Jazzkonzerte) erweitern das Angebot für
unterschiedliche und neue Publikumskreise und machen das Theater an seinem Standort lebendig.
Die Landesbühnen Sachsen GmbH wird auch künftig auf vielen Festen der Region (Weinfeste, Stadtfeste usw.) mit künstlerischen
Beiträgen präsent sein und kann so neue Publikumskreise erreichen.
Werbeveranstaltungen mit Künstlern aller Sparten suchen vor Ort das Publikum auf.

Mit der Wiedereröffnung der Gaststätte „Die Goldne Weintraube“ wird es eine neue Begegnungsstätte zwischen Theater und Publikum
geben, wo auch neue kleinformatige Programme gestartet werden können.
Für die Felsenbühne Rathen werden zwei neue Premieren – u. a. in Zusammenarbeit mit der Schauspielakademie Delitzsch -
erarbeitet: das Musical „Fame“ (David de Silva, Jose Fernandez, Jaques Levy, Steve Margoshes) und das Stück für Kinder und
Familien „Schule mit Clowns“ (F. K. Waechter). In letzterem werden auch Schüler und Schülerinnen von Schulen in Sebnitz und
Tschechien mitwirken.
Auch ein neues Rathen-Fest unter dem Titel „Blutsbrüder“ wird wieder viele Partner aus Rathen und des Nationalparks Sächsische
Schweiz mit den Künstlern der Landesbühnen Sachsen GmbH vereinen, um das Publikum auf die neue Saison einzustimmen.
Die Abonnenten haben die Neuausrichtung des Theaters sehr positiv aufgenommen, wie auch die Partner an den Gastspielorten.
Mit der Einführung eines flexibleren Systems von Anrechten und Verkaufsstrategien, u. a. der neuen Theater-Card, ist ein
Wachstumspotential für die nächsten Jahre angelegt, ebenso mit neu aufgelegten Anrechtsformen, wie dem Spontananrecht, dem
Lehreranrecht, dem Musicalanrecht, dem Firmenanrecht und anderen Maßnahmen zur langfristigen Kundenbindung.
Die groß angelegte Plakatwerbung und einem darauf aufbauenden einheitlichen Corporate Design für alle Stücke mit dem Ziel, dem
Theater ein unverwechselbares, optisches Gesicht zu verleihen und in der Öffentlichkeit präsent zu sein, hat sich durchgesetzt und
wird fortgeführt.
Die neu gestaltete Webseite der Landesbühnen Sachsen GmbH ist attraktiv, bietet ein frisches Erscheinungsbild und soll noch stärker
als bisher zu einem Ticketvertriebsweg entwickelt werden.
Weitere Planungen in Hinblick auf Marketing und PR sind sehr komplex und sowohl auf zeitnahe als auch langfristige Realisierung
ausgerichtet: Vereinheitlichung von Preisen, Kooperationen mit der Deutschen Bahn und dem Nahverkehr (Kombitickets,
Fahrgastfernsehen), Kooperationen mit Reiseveranstaltern, Busunternehmen, Touristikverbänden, -messen und Unternehmen.
3.2. Vorschau auf 2014 – Haushaltslage
Der Wirtschaftsplan 2014 wurde vom Aufsichtsrat mit laufenden Zuschüssen in Höhe von TEUR 14.111 und Investitionszuschüssen in
Höhe von TEUR 3.008 beschlossen.
Zusätzlich dazu werden im Wege des Ausgaberesteverfahrens nicht verwendete Zuschüsse aus 2013 in Höhe von TEUR 1.171
beantragt. Davon sind TEUR 372 bereits an Bauvorhaben gebunden.
Mit diesen Zuschüssen verfügt die GmbH über eine gute Gesamtausstattung in 2014.
Folgende größere Baumaßnahmen sind geplant:
Felsenbühne Rathen: Beginn des Um- und Ausbaus der Zuwegung und der Konzertmuschel,
Radebeul: Beginn des Neubaus der Theaterwerkstätten, Umbau der Gaststätte „Goldne Weintraube“.
3.3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die finanzielle Ausstattung der GmbH ist derzeit stabil. Trotzdem sind ungeplante Ereignisse wie witterungsbedingte Umsatzeinbrüche
in der Sommersaison in Rathen nicht auszuschließen.
Das Risikomanagement der GmbH wird derzeit noch detaillierter aufgebaut, um verbesserte Analysen herzustellen und die
zweckentsprechende und sparsame Mittelverwendung zu dokumentieren.
Im Personalbereich sind Sparmaßnahmen durch das bestehende Tarifrecht nur bedingt durchsetzbar oder führen bei
Nichtwiederbesetzung notwendiger Stellen zu einer Gefährdung oder starken Einschränkung des Spielbetriebes. Nicht nur im
künstlerischen, auch im technischen Bereich und in der Verwaltung waren und sind Nachbesetzungen von Stellen zwingend
erforderlich, um den kulturpolitischen Auftrag, künstlerischen Ansprüchen und den Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden.
Auch zukünftig werden für den Betrieb des Unternehmens Zuschüsse erforderlich sein, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern.
Radebeul, den 30.04.2014
Manuel Schöbel, Intendant
Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
Bilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
31.12.2013
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
80.770,00
76.070,00
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
5.000,00
80.770,00
81.070,00

31.12.2013
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
17262.421,30
17.698.751,30
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.070.282,05
981.379,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.110.513,00
1.297.332,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
854.521,30
783.555,23
20297.737,65
20.761.018,16
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens
990.000,00
0,00
21.368.507,65
20.842.088,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe
136.502,53
132.305,63
2. Zur Veräußerung bestimmte Grundstücke
415.400,00
415.400,00
551.902,53
547.705,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
90.006,92
54.985,88
2. Sonstige Vermögensgegenstände
50.988,67
13.541,01
140.995,59
68.526,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
2.566.700,11
2.488.781,43
3.259.598,23
3.105.013,95
C. Rechnungsabgrenzung
41.977,59
29.029,12
24.670.083,47 23.976.131,23
Passiva
31.12.2013
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital
4.000.000,00
4.000.000,00
II. Kapitalrücklage
11.559.468,22
11.989.142,22
III. Bilanzverlust
-4.818,46
-713,46
15.554.649,76
15.988.428,76
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Öffentliche Investitionszuschüsse
6.354.466,28
6.384.267,79
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
543.935,20
609.941,51
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
218.700,73
199.264,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
329.028,06
218.909,12
3. Sonstige Verbindlichkeiten
1.669.303,44
575.319,65
- davon aus Steuern: EUR 1.398,89 (Vj.: EUR 2.722,39)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.066,21 (Vj.: EUR
7.872,66)
davon gegenüber Gesellschafter EUR 1.171.178,52 (Vj.: EUR
102.798,43)
2.217.032,23
993.493,17
24.670.083,47
23.976.131,23
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013
2013
02.04.2012-
31.12.2012
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
1.842.249,95 838.446,62
2. Sonstige betriebliche Erträge
14.353.852,59
5.810.654,90
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
314.461,05
144.823,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
3.693.900,06
1.363.298,27
4.008.361,11
1.508.121,49
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
8.126.236,43
3.658.954,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
1.746.672,58
787.193,11
- davon für Altersversorgung EUR 291.831,80 (Vj.: EUR 121.791,57)

2013
02.04.2012-
31.12.2012
EUR EUR
9.872.909,01
4.446.147,74
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
1.011.562,31
265.659,80
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
1.755.555,56
556.540,93
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2.250,10
0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
41.338,07
19.054,21
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.689,00
680,00
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 1.689,00 (Vj.: EUR
680,00)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-410.386,28
-108.994,23
11. Sonstige Steuern
23.392,72
261,66
12. Jahresfehlbetrag
-433.779,00
-109.255,89
13. Verlustvortrag
-713,46
0,00
14. Entnahme aus der Kapitalrücklage
429.674,00
108.542,43
15. Bilanzverlust
-4.818,46
-713,46
Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2013
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand
31.12.2013
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
298.237,18
28.327,80
14.000,00
5.000,00
317.564,98
2. Geleistete Anzahlungen
5.000,00
0,00
0,00
-5.000,00
0,00
303.237,18
28.327,80
14.000,00
0,00
317.564,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
19.283.967,77
51.099,47
0,00
0,00
19.335.067,24
2. Technische Anlagen und
Maschinen
2.104.045,20
305.120,78
1.500,00
0,00
2.407.665,98
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
2.991.232,15
93.133,93
2.368,78
0,00
3.081.997,30
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
783.555,23
70.966,07
0,00
0,00
854.521,30
25.162.800,35
520.320,25
3.868,78
0,00
25.679.251,82
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des
Anlagevermögens
0,00
990.000,00
0,00
0,00
990.000,00
25.466.037,53
1.538.648,05
17.868,78
0,00
26.986.816,80
kumulierte Abschreibungen
Stand
01.01.2013
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2013
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
222.167,18
28.626,80
13.999,00
236.794,98
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
222.167,18
28.626,80
13.999,00
236.794,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
1.585.216,47
487.429,47
0,00
2.072.645,94
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.122.665,57
216.217,36
1.499,00
1.337.383,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.693.900,15
279.288,68
1.704,53
1.971.484,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
4.401.782,19
982.935,51
3.203,53
5.381.514,17
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
0,00
0,00
4.623.949,37
1.011.562,31
17.202,53
5.618.309,15

kumulierte Abschreibungen
Stand
01.01.2013
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2013
EUR
EUR
EUR
EUR
Buchwerte
Stand
31.12.2013
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
80.770,00
76.070,00
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
5.000,00
80.770,00
81.070,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
17.262.421,30
17.698.751,30
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.070.282,05
981.379,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.110.513,00
1.297.332,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
854.521,30
783.555,23
20.297.737,65
20.761.018,16
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens
990.000,00
0,00
21.368.507,65
20.842.088,16
ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 31. DEZEMBER 2013
1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist auf der Grundlage
des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 aufgestellt worden.
Dabei wurden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften entsprechend § 21 des Gesellschaftsvertrages angewendet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vorbemerkungen
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die durch Ausgliederungsvertrag vom 20. Dezember 2012 vom Staatsbetrieb Landesbühnen
Sachsen in das GmbH-Vermögen übernommen wurden, werden entsprechend dem eingereichten Antrag auf Buchwertfortführung
fortgeführt und abgeschrieben. Aufgrund der Rückwirkung der Ausgliederung erfolgt die Buchwertfortführung zum 1. Oktober 2012.
Die historischen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen des übertragenden Rechtsträgers wurden weiterhin
statistisch erfasst und in das Anlagengitter der Landesbühnen Sachsen GmbH einbezogen.
Die ab 1. Oktober 2012 neu angeschafften Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten bewertet.
2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 1. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem bis drei Jahren.
2.2. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 1. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Die Bewertung der durch Ausgliederungsvertrag übernommenen Grundstücke und Bauten basiert auf den im Jahr 2006 durch die
Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden, angefertigten Wertgutachten und deren Fortschreibung. Die im Gutachten
angesetzten Restnutzungsdauern wurden berücksichtigt.
Im Rahmen der Vermögensübertragung zum 1. Oktober 2012 wurden die bis dahin nicht betriebsnotwendigen
Grundstücksbestandteile des Grundstückes Meißner Straße 152, Radebeul, in das Vermögen der GmbH eingebracht. Die Bewertung
der Grundstücksteile erfolgte ebenfalls auf der Basis der Wertgutachten der Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH aus dem
Jahr 2006 und deren Fortschreibung.
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung
Die Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 1. Oktober 2012 abzüglich
linearer Abschreibung unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.
Im Berichtszeitraum angeschaffte Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort
abgeschrieben.
Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten im Einzelfall EUR 150,00, aber nicht EUR 410,00 übersteigen,
wurden ebenfalls im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Bei Anschaffungskosten über EUR 410,00 erfolgte eine lineare Abschreibung pro-rata-temporis.
2.3. Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten.
Für einige Vorräte wurden mit Kauf der Vorräte zum 1. August 2012 Festwerte gebildet, die in dieser Höhe zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2013 enthalten sind.
Es ergeben sich Festwerte für die Bereiche Tischlerei (EUR 4.014,18), Schlosserei (EUR 3.762,53), Malsaal (EUR 24.596,98),
Maske (EUR 35.059,82) und Beleuchtung (EUR 9.771,46).
Der Posten „Zur Veräußerung bestimmte Grundstücke“ beinhaltet das zum Tausch an die Große Kreisstadt Radebeul
vorgesehene Grundstück Meißner Straße/Moritz-Garte-Steg (bisherige Schneiderei und Werkstatt). Der Tauschvertrag
zwischen dem Freistaat Sachsen und der Großen Kreisstadt Radebeul wurde mit notarieller Beurkundung vom 27. Mai 2008
abgeschlossen. Der Übergabetermin 31. Dezember 2010 konnte nicht gehalten werden. Die Übergabeverpflichtung wurde
unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen war kein Wertberichtigungsbedarf angezeigt.
2.5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.
2.6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellen.
2.7. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und
Kostenänderungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins
abgezinst.
2.8. Verbindlichkeiten
Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage des Anhangs dargestellt.
3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen haben in Höhe von EUR 7.013,40 Restlaufzeit von über einem Jahr.
3.3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Ausweis der Kassen- und Bankbestände erfolgte zum Nennwert. Die Bankbestände wurden uns von den Kreditinstituten bestätigt.
3.4. Eigenkapital
Im Eigenkapital wird das Stammkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00 ausgewiesen.
In der Kapitalrücklage erfolgt eine Gliederung nach eingezahlter Kapitalrücklage in Höhe von EUR 200.000,00, Kapitalrücklage durch
Ausgliederung in Höhe von EUR 8.582.935,60 und Kapitalrücklage durch Einlage des Freistaates Sachsens in Höhe von EUR
2.776.532,62.
Aus der Kapitalrücklage wird ein Betrag in Höhe von EUR 429.674,00 entsprechend der auf die bilanzierten Gebäude, technische
Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallenden Abschreibungen entnommen und der Jahresabschluss somit unter
teilweiser Ergebnisverwendung erstellt.
Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2013 enthält einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 713,46.
3.5. Sonderposten
Der Ausweis betrifft Investitionszuschüsse des Freistaates Sachsen, die entsprechend der Buchwertfortführung zum 1. August 2012
als Wertansatz übernommen bzw. durch Neuinvestitionen ab 1. August 2012 zugeführt wurden. Er wird entsprechend der
durchschnittlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände linear aufgelöst. Der Sonderposten
hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

Sonderposten
Stand
01.01.2013
Zuführung
Auflösung/
Abgang
Stand
31.12.2013
EUR
EUR
EUR
EUR
Investitionszuschüsse des Freistaates Sachsen
6.384.267,79
548.648,05
578.449,56
6.354.466,28
3.6. Sonstige Rückstellungen
Es handelt sich um Rückstellungen für folgende Risiken und unbestimmte Verbindlichkeiten:
Rückstellung
Stand
01.01.2013
Verbrauch
Auflösung
Zuführung/
Zinsen
Stand
31.12.2013
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Ausstehender Jahresurlaub
341.500,00
341.500,00
0,00
347.600,00
347.600,00
Arbeitszeitkonten
109.300,00
109.300,00
0,00
50.300,00
50.300,00
Jubiläumskosten
28.470,00
111,00
0,00
1.689,00
30.048,00
Personalkosten Festbeschäftigte
28.283,09
26.949,09
1.334,00
37.364,41
37.364,41
Personalkosten Gäste
60.983,42
60.983,42
0,00
14.349,39
14.349,39
Archivierungskosten
0,00
0,00
0,00
12.017,00
12.017,00
JA-Erstellung,-Prüfung,
Steuererklärungen.
20.490,00
20.490,00
0,00
23.100,00
23.100,00
Prozesskostenrisiken
2.217,00
1.835,30
381,70
8.989,00
8.989,00
Sonstige Rückstellungen
18.698,00
15.600,00
3.098,00
20.167,40
20.167,40
609.941,51
576.768,81
4.813,70
515.576,20
543.935,20
Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten eingeholt. Grundlage für das
Gutachten war ein Rechnungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit von 4,88 %
zum 31. Dezember 2013. Des Weiteren wurde ein Einkommenstrend von 2,0 % zugrunde gelegt.
3.7. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Bezeichnung
Stand
31.12.2013
Restlaufzeit bis 1
Jahr
Restlaufzeit bis 5
Jahre
Restlaufzeit > 5
Jahre
EUR
EUR
EUR
EUR
1 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
218.700,73
218.700,73
0,00
0,00
(Vorjahr)
(199.264,40)
(199.264,00)
(0,00)
(0,00)
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
329.028,06
326.322,48
2.705,58
0,00
(Vorjahr)
(218.909,12)
(218.909,12)
(0,00)
(0,00)
3 Sonstige Verbindlichkeiten
1.669.303,44
1.669.303,44
0,00
0,00
(Vorjahr)
(575.319,65)
(575.319,65)
(0,00)
(0,00)
Gesamt
2.217.032,23
2.214.326,65
2.705,58
0,00
(Vorjahr)
(993.493,17)
(993.493,17)
(0,00)
(0,00)
3.8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.
Wegen § 133 Abs. 1 UmwG haften für die Verbindlichkeiten des Staatsbetriebes, die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung
begründet worden sind, der Freistaat Sachsen und die Landesbühnen Sachsen GmbH als Gesamtschuldner.
3.9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 a HGB
Es existieren keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse i. H. v. EUR
578.449,56 (Vj. EUR 156.403,91) enthalten. Des Weiteren werden in dieser Position Zuschüsse des Gesellschafters Freistaat Sachsen
i. H. v. EUR 13.048.620,11 (Vj. EUR 5.541.201,57) und Zuschüsse der Stadt Radebeul i. H. v. EUR 400.000,00 (Vj EUR 0,00)
ausgewiesen.
4.2. Personalaufwand
In dieser Position sind Aufwendungen für Honorar-Künstler einschließlich der Arbeitgeber-Anteile zur Sozialversicherung und der
Künstlersozialkasse i. H. v. insgesamt EUR 890.670,56 (Vj. EUR 448.851,90) enthalten.
4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In dieser Position sind Anlagenabgänge i. H. v. EUR 666,25 (Vj EUR 41.767,00) enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:
2013
2012
Beschäftigte
76
76
Künstlerisches Personal
136
133
Gesamt
212 209
5.2. Organe
Die Geschäftsführung der GmbH wurde im Geschäftsjahr 2013 durch folgende Personen gebildet:
Beruf
Datum
Herr Manuel Schöbel, Intendant
Dipl. Theaterwissenschaftler
seit 01.08.2012
Herr Till Wanschura, Kaufmännischer
Geschäftsführer
Dipl.-Kulturarbeiter
seit 01.08.2012
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Alle Mitglieder am 25.05.2012 entsendet.
Bemerkung
Ministerialdirigent Thomas Früh (Vorsitzender)
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst,
Abteilungsleiter Abteilung Kunst
Günther Störzinger (Stellvertreter)
Pensionär ehemaliger Leiter des Referates 32, Sächsisches
Staatsministerium der Finanzen
Bert Wendsche
Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Radebeul
Dr. Jürgen Uwe Ohlau (ausgeschieden 31.07.2013)
Präsident des Sächsischen Kultursenates
Barbara Kunz
Pensionärin ehemalige Geschäftsführende Direktorin der
Landesbühnen Sachsen
Kerstin Träger
Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts
KG, Prokuristin
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2013 EUR 1.290,00 (VJ EUR 816,50).
5.3. Ergebnisverwendungsvorschlag
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 08. Mai 2013 werden EUR 429.674,00 aus der Kapitalrücklage entnommen. Dieser Betrag
entspricht den Abschreibungen auf das gegen Kapital eingelegte Anlagevermögen. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Radebeul, 30. April 2014
Manuel Schöbel, Intendant
Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Landesbühnen Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember
2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von
uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Landesbühnen
Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung zur Liquiditätssituation im Lagebericht
unter Punkt 3.3. hin. Dort ist dargelegt, dass der Betrieb des Unternehmens dauerhaft von der Gewährung ausreichender Zuschüsse
abhängig ist.

Dresden, den 30. April 2014
Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch, Wirtschaftsprüfer
Jens Gerlach, Wirtschaftsprüfer