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Metallurgisches Phosphatrecycling
aus Klärschlamm
Ingitec Engineering GmbH
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1. Warum Recycling? – Warum Phosphorrecycling?
2. Was ist metallurgisches Recycling?
3. Was kann metallurgisches Recycling?
4. Gesetzliche Hürden beim Phosphatrecycling
5. Metallurgisches Phosphatrecycling; welche Aufgaben sind zu
lösen
6. Thomasmehl – Vorbild für das metallurgische Phosphatrecycling
7. Kriterien zur Bewertung der Verfahren
8. Integriertes Anlagenkonzept für einen Zyklon-Reaktor
9. Zyklon-Reaktor Verfahrensprinzip
10.Energie- und Massenbilanz des Zyklon-Reaktors
11.Wie kann der fossile C-Verbrauch des metallurgischen
Phosphatrecyclings kompensiert werden
12.Mit dem Zyklon-Reaktor vom Abfall zum marktfähigen Produkt
13.Was kostet Phosphatrecycling mit dem Zyklon-Reaktor
14.Ein Geschäftsmodell zur Phosphatgewinnung mit dem Zyklon-
Reaktor
15. Zusammenfassung

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1. Warum Recycling? – Warum Phosphorrecycling?
Die fossilen Ressourcen der Erde sind endlich.
- Phosphor
100 Jahre (300 Jahre); 80% bis 90% für Düngemittel
- Eisen
- Kupfer
- Erdöl
- Erdgas
○ In historisch kurzer Zeit muss der Mensch zu vollständigen Stoffkreisläufen
kommen.
○ Gleichzeitig ist die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Quellen
umzustellen.
○ Für das Recycling sind Technologien erforderlich die einerseits die Ressourcen
zurück gewinnen und gleichzeitig möglichst CO
2
-neutral sind.
○ 2014: Aufnahme von Phosphatgestein in die Liste 20 kritischen Rohstoffe der EU
durch die EU-Kommission.
Phosphor ist für alle biologischen Organismen essenziell.
„Ohne Öl kann die Menschheit überleben ohne Phosphor nicht“

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Wissenschaftlicher Beirat für Düngungsfragen des BMEL 2011 zum
Nachhaltigen Umgang mit der begrenzten Ressource Phosphor durch Recycling und Erhöhung der Phosphoreffizienz der Düngung
„Die effektivste Maßnahme, den Bedarf an P-Düngern aus fossilen Vorkommen zu
reduzieren ist eine bessere Nutzung des
P aus Siedlungsabfällen, Abfällen der
Nahrungsmittelindustrie, Wirtschaftsdüngern sowie organischen und mineralischen
Reststoffen aus Gewerbe und Industrie
. Das in Siedlungsabfällen, Abfällen der
Nahrungsmittelindustrie und Wirtschaftsdüngern enthaltene P entspricht etwa 80 %
des in Deutschland für die pflanzliche Primärproduktion benötigten P. Die Nutzung
dieses Potenzials durch
Rückführung des P in den P-Kreislauf ist daher ein Gebot
der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
. Siedlungsabfälle und hier insbesondere
Klärschlämme enthalten jedoch eine Reihe unerwünschter Stoffe, die vor der
Wiederverwendung vom P zu trennen sind. Zukunftsweisend sind hier
thermische
und fällungschemische
Aufbereitungsverfahren
, die nicht nur anorganische und
organische Schadstoffe und Krankheitserreger eliminieren oder abtrennen, sondern
auch die Gehalte an toxischen Schwermetallen im P-Dünger beträchtlich senken
können. Diese Verfahren würden auch gewährleisten, dass P aus landwirtschaftlich
nicht direkt verwertbaren organischen Rest- und Abfallstoffen zur Düngung genutzt
werden kann.
Neben der Entfernung von Schadstoffen haben geeignete
Aufbereitungsverfahren jedoch zwingend auch die Überführung des P in
pflanzenverfügbare Formen zu gewährleisten.
Der Wissenschaftliche Beirat hält die
Forcierung der Entwicklung entsprechender Technologien für absolut vordringlich.“

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2. Was ist metallurgisches Recycling?
- ein Hochtemperaturverfahren
- mineralische und metallische Anteile werden verflüssig; organische
Anteile werden durch Vergasung oder Verbrennung gasförmig
- leicht flüchtige Metalle werden gasförmig
- metallurgische (thermochemische) Reaktionen, Oxidations- und
Reduktionsreaktionen
3. Was kann metallurgisches Recycling?
- Recycling von Metallen
- Recycling vonoxidischemMaterial z.B. Glas
- Recycling von komplexen Abfällen (metallisch, mineralisch,
organisch)
- Recycling von phosphorhaltigenAbfällen
- Metallurgisches Recycling trennt Abfallstoffgemische in drei
Phasen; für die drei Stoffströme kann je ein neuer Lebenszyklus
beginnen

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4. Gesetzliche Hürden beim Phosphatrecycling
- Ziel des Phosphat-Recyclings ist der Ersatz von Phosphatdünger aus fossilen
Phosphaterzen
- Recycling-Phosphate unterliegen den Kriterien der DüMV
- d. h. nur bestimmte Abfälle können für das metallurgische Phosphat-Recycling
genutzt werden, nach aktuellem Stand kommunaler Klärschlamm
Zwei Lösungswege sind denkbar
- Die DüMV verzichtet auf die Einschränkungen beim Abfallinput und definiert für
das Zwischenprodukt Schlackengranulat entsprechende Parameter.
- Das Zwischenprodukt Schlackengranulat wird im Rahmen der REACH-
Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restiction of Chemicals)
registriert.
- Wird das Schlackengranulat erfolgreich nach REACH registriert, erfolgt der
Übergang vom
Abfall zum (markfähigen) Produkt
.
- Im Ergebnis gibt es keine Einschränkungen bezüglich der eingesetzten
phosphathaltigen Abfalls.

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5. Metallurgisches Phosphatrecycling – welche Aufgaben sind zu lösen
Um aus Abfall wie Klärschlamm ein markfähiges Produkt zu erzeugen, ist neben
einem effektiven Verfahren ein komplexes Anlagen- und Vermarktungskonzept
unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der
ökologischen Auswirkungen erforderlich.
- Maximale Reduktion der Schadstoffe
- Maximale Recyclingquote bei maximaler Pflanzenverfügbarkeit des Phosphats
- Integriertes Anlagenkonzept an einem Verbrennungsstandort zur Reduzierung
der Anlagen- und Betriebskosten sowie des Genehmigungsaufwandes
- die erzeugte granulierte Schlacke soll als Träger des Phosphatgehalts nach den
Kriterien der REACH-Verordnung als neues Produkt registriert werden.
- dadurch bietet das Verfahren die Möglichkeit neben kommunalem Klärschlamm
weitere phosphathaltige Abfälle zu verwerten
- alternative Vermarktung zum klassischen P-Dünger
- Suche nach Möglichkeiten zur Kompensation des verfahrensbedingt
erforderlichen Bedarf an fossilem Kohlenstoff
- Wirtschaftlichkeit des Konzeptes unter aktuellen Marktbedingungen

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6. Thomasmehl – Vorbild für das metallurgische Phosphatrecycling
Wikipedia: Thomasmehl
Beim
Thomas-Verfahren
, einem heute nur noch selten angewandten Verfahren zur
Eisen- und Stahlerzeugung aus phosphorreichen
Eisenerzen
, wird der zu
Phosphorpentoxid (P
2
O
5
) oxidierte
Phosphor
mit als Zuschlag beigefügtem
Kalkstein
verschlackt („Thomasschlacke“) und kommt fein gemahlen unter der
Bezeichnung
Thomasmehl
als
Phosphatdünger
in den Handel.
Thomasmehl ist ein Ca-Silico-Phosphat mit der Näherungsformel
Ca
3
(PO
4
)
2
*(Ca
2
SiO
4
) mit 15 % P
2
O
5
.
4. Metallurgische Verfahren zum Phosphorrecycling
- RecoPhos-Verfahren (elementarer P)
- Mephrec-Verfahren (Phosphat)
- P
2
O
5
angereicherte LD-Schlacke (Thomasmehl der zweiten Generation)
- Zyklon-Reaktor (Phosphat)

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RecoPhos
Mephrec
LD-Schlacke
Zyklon-Reaktor
Abfallinput
Klärschlammasche
Briketts aus
getrocknetem
Klärschlamm
LD-Schlacke +
Klärschlammasche
getrockneter Klärschlamm +
entwässerter Klärschlamm
Hilfsenergie
Elektroenergie;
Koks
verfahrensbedingt
Koks; verfahrensbedingt
flüssige
LD-Schlacke;
verfahrensbedingt
Koks, C-Reduktionsmittel;
verfahrensbedingt
Verbrennungs/
Vergasungsmittel
ohne
Luft + Sauerstoff
ohne (Luft, O
2
)
Luft + Sauerstoff
Produkte
elementarer P,CO-
Gas,Schlacke,
Eisenlegierung
phosphatreiche
schadstoffarme Schlacke
heizwertreiches
Prozessgas;
Eisenlegierung
P
2
O
5
-angereicherte
LD-Schlacke
phosphatreiche
schadstoffarme Schlacke;
ausgebranntes Abgas ;
Eisenlegierung
Produktqualität
des P-Trägers
elementarer P ist
ein neues Produkt,
keine
Einschränkungen
Schlacke ist ein
Zwischenprodukt;
Einschränkungen durch
DüMV
Thomasphosphat
der zweiten
Generation;
Konverterkalk
Schlacke ist ein
Zwischenprodukt; nach
REACH'en keine
Einschränkungen
Stand der
Entwicklung
Pilotanlage geplant
Pilotanlage Nürnberg
Betriebsversuche
Machbarkeitsstudie
7. Kriterien zur Bewertung der Verfahren

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8. Integriertes Anlagenkonzept für einen Zyklon-Reaktor
Abfall-Input
Klärschlamm
trocken
ca. 90% TS
Klärschlamm
entwässert
20-30% TS
Tiermehl
Kategorie I
Knochenmehl
Gärreste
schadstoff-
belastet
anorganische
P-Abfälle
weitere Abfälle
zur Kosten-
optimierung
Klärschlamm
trocken
Klärschlamm
entwässert
Kalkstein
Dolomit
Zyklonstaub
Koks
stückig
Luft
reRe
Zyklon
Reaktor
flüssige
Schlacke
Red.-Mittel
HTC-Kohle,
CFK, nn
Oxidationszone
Reduktionszone
glasiges
Schlackegranulat
Granulieren
im Wasserbad
Granulieren in
verd. H3PO4
flüssige
Eisenlegierung
Sauerstoff
Granulier-
Schnecke
Wärme
auskoppeln
blasfähig
Verarbeitung des
glasigen
Abguss in
Schlackegranulats
Masseln
(Roheisen)
Trocken-
Granulierung
Wärmetauscher
Reaktormantel
Wärme-
tauscher
Staub-
zyklon
Rohgas zur
vorhandenen
MVA
Ventilator
zurück
zum Reaktor

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9. Zyklon-Reaktor
Verfahrensprinzip
Das Verfahren des Zyklon-Reaktors
kombiniert die oxidierende
Verbrennung von getrocknetem
Klärschlamm mit der Reduktion der
flüssigen Schlacke in einer
Kokssäule.
Das heiße Abgas wird zur direkten
Trocknung von entwässertem
Klärschlamm genutzt.
Im Ergebnis entsteht, unabhängig
vom eingesetzten Abfall, eine
schadstoffarme Schlacke die bei
P
2
O
5
-Gehalten >10% ein idealer
Ausgansstoff zur Herstellung eines
Phosphatdüngers ist.
Da die Schlacke aus bodeneigenen
Oxiden besteht, kann diese auch
analog zum Urgesteinsmehl
(gemahlenes Lavagestein) als
Bodenverbesserer oder als
Bestandteil in Bodensubstraten
verwendet werden.

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10. Energie- und Massenbilanz
des Zyklon-Reaktors
2.000 t TS
1.000 t TS
Menge
311,8 kg/h
Menge
56,8 kg/h Menge feu.
5777 Nm³/h
1,00 t/h TS
0,50 t/h TS
Temperatur
1500,0°C
Temperatur
1500°C
Menge tr.. 3272 Nm³/h
100,0%
1.000 t TS
SiO
2
26,4%
Fe
84,7%
Temperatur
250°C
0,0%
0 t
Al
2
O
3
8,7%
C
3,5%
N
2
45,10%
0,0%
0 t
CaO
21,5%
P
10,7%
H
2
O
43,37%
75,0 kg/t
75 kg/h
0,0%
0,50 t/h
MgO
5,8%
S
0,14%
CO
2
11,17%
Red.-M.
0,0 kg/t
0 kg/h
75,0%
2,00 t/h
Fe
3
O
4
5,3%
Cu
0,8%
O
2
0,00%
43,0 kg/t
43 kg/h
1,50 t/h
P
2
O
5
27,1%
Rest
0,14%
H
2
0,09%
39,3%
SO
3
1,7%
CO
0,11%
Düse1 0 m³/h
Lambda
K
2
O
1,8%
Staub
10,8 kg/h
SO
2
0,139%
0,99
TiO2
0,8%
C im Staub 2,8 kg/h
HF
0,014%
0,8
1.000 t TS
Na
2
O
0,4%
Taupunkt
76,4°C
HCL
0,006%
39,3%
0,50 t/h TS
ZnO
0,0%
28,1%
100,0%
1.000 t TS
MnO
0,2%
4,8%
0,0%
0 t
Rest
0,3%
24,4%
8,0%
1,15%
von mineral.
85,9 Nm³/h
46,0 kg/h
Koksverbr.
8,35%
22,28%
83,88%
3,30 MW
25,3 Nm³/h
13,6 kg/h Fe3O4-Red.
10,14%
27,06%
25°C
0,00%
0,00 MW
11,0 Nm³/h
5,9 kg/h
P2O5-Red.
37,5%
0,00%
0,000 MW
122,2 Nm³/h
2,0 kg/h
Im Eisen
Reduk.
80%
P
2
O
5-
Reduk.
14,0%
16,12%
0,634 MW
66,4%
67,4 kg/h
gesamt
3,93 MW
100,00%
0,138 MW
3,50%
281,0 kg/h
im CO2
345,6 kg/h
0,017 MW
0,44%
67,4 kg/h
im CO
3,5 kg/h
0,070 MW
1,78%
5,4 kg/h
im Eisen
2,0 kg/h
0,037 MW
0,94%
0,0 kg/h
im Staub
2,8 kg/h
0,262 MW
6,66%
353,8 kg/h
gesamt
353,8 kg/h
1,081 MW
27,49%
0,531 MW
13,50%
72,8 kg/h
0,064 MW
1,64%
1,939 MW
49,29%
1,9947 MW
50,71%
CO2
85,8 m³/h
48,8 kg/h
178,9 kg/h
Vorlauf
70°C
Rücklauf
90°C
fossiler Kohlenstoff
fossiler C für
Roheisen
-24,0 kg/h
Nettoverbrauch
Kühlwassermenge Mantel+Düsen
Metalllegierung
Abgas zur MVA
Anlagenleistung
0,54 t/h OS
P-Abfall 4
Schlacke
P-Aus-
bringen
Schlacke
Fe
3
O
4
-Reduktion
P
2
O
5
-Reduktion
Abgas latent
Kühlleistung Reaktor
Zwischensumme
Klärschlamm gesamt
KS getrocknet
aus Klärschlamm
aus Koks
aus Kalkstein
aus Red.-Mittel
gesamt
Luftvorwärmung
Reduktionsmittel
Gießerei-Koks
Output
P-Aus-
bringen
Metall
Schlackegranulat
CO aus der Kokssäule
Abgas fühlbar
Fe
3
O
4
-Reduktion
P
2
O
5
-Reduktion
Zwischensumme
KS-Trocknung
Kohlenstoffbilanz
Kohlenstoff Input
Kohlenstoff Output
Energieoutput gesamt
Eisen
1,081 MW
Abgas nach Reaktor
Input Parameter Zone 0 entwässerter Klärschlamm
Betriebszeit
2000 h
Abfalldurchsatz
4.000 t OS
Betriebszeit
3,93 MW
2000 h/a
Abfalldurchsatz
Input Parameter Zone 1 getrockneter Klärschlamm
1.087 t OS
TS Abfall mittel
H
Brennstoffinput gesamt
234 Nm³/h
Pilotanlage Energie- und Massenbilanz für Input- und Outputparameter des Zyklon-Reaktors; 2 Jahre
mittlerer TS Gehalt Klärschlamminput
O
2
DÜ 2
Luft Dü 1
3.021 Nm³/h
Luft Dü 2-1
Abfallanalyse (tr.)
(Hauptkomponenten)
Fe
3
O
4
Betriebszeit
2000 h
Hilfsmaterialien
KS getrocknet
KS getrocknet
Feuchte Input Zone 1
Kalkstein/Dolomit
Koks
o.k.
2,00 t/h OS
P-Abfall 2
P-Abfall 3
Feuchte Input Zone 0
KS entwässert
Feuchte
nach Zone 1
Ƞ
Wärmeübertragung
Energiebilanz
Kokssäule
13,7%
Input Parameter gesamt
Anlagenleistung
2,54 t/h OS
Klärschlamm ges.
5.087 t OS
Anlagenleistung
Verdampfung in Zone 0
50%
50%
Fe-Oxide
Vergasungs/Verbrennungsmittel
83,4%
P
2
O
5
C-Verbrauch für
aus C-Verbrennung
mineral. gesamt
S
C
O
43,2 Nm³/h

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11. Wie kann der fossile C-Verbrauch des metallurgischen
Phosphatrecyclings kompensiert werden
anaerobe
Fermentierung
Küchen-
abfälle
Kaffeereste
Bio-
Tonne
Bäckerei-
abfälle
Wirtschafts-
dünger
Silage
(Milchsäure-
bakterien)
Rasenschnitt
feste Gärreste ?
Mephrec-
Phosphat
gemahlen
Hefen
Kompostierung
Vererdung
Rohkompost
Bodenorganismen
Regenwürmer
Pflanzenkohle
Bodensubstrate
Spezialerden
Düngerzusatz
N,K-Dünger
K-Dünger
Zuschlagstoffe
Sand, (Torf?),
Tonmehl, Kalk
Produkt 1
Produkt 2
Produkt n
energetische
Nutzung;
Gasreinigung
in MVA
Hochtemperatur
Pyrolyse
Pflanzenkohle (>80%C)
Rohgas zur
vorhandenen
MVA
Reis-
spelzen
Kaffee-
reste
Sonnen-
blumen-
schalen
Futter-
mittel-
zusatz

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12. Mit dem Zyklon-Reaktor vom Abfall zum marktfähigen Produkt

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13. Was kostet Phosphat-
Recycling mit dem
Zyklon-Reaktor
Entsorgungskosten
für entwässerten
Klärschlamm
von
60 €/t.
entsprechen
ca.
0,10 €/m³
Abwasser
oder
ca.
5%
der
Abwassergebühren.
Abfallart/Jahresleistung
Anlagenleistung
35.000 t/a
Klärschlamm N 92% TS
19.022 t/a
mittlere Feuchte
39,32%
Abfalldurchsatz OS
11,13t/h
Klärschlamm N 25% TS
70.000 t/a
Abfalldurchsatz TS
4,38t/h
Abfall TS gesamt
35.000 t/a
Betriebszeit/a
8000 h/a
Schlackegranulat
10.915 t/a
Eisenlegierung
1.986 t/a
P2O5-Gehalt
27,13%
Prozessgas trocken
13643 Nm³/h
Kostenposition
Anteil
101%
Betriebsmittel Reaktor
27,5%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Verbrauch je t Abfall
Preis
Koks trocken
21,8%
1.181.250 €/a
33,75 €/t
75 ,00 kg/t
450 €/t
Sauerstoff
4,3%
232.528 €/a
6,64 €/t
57 ,77 kg/t
115 €/t
Kalkstein
0,8%
45.150 €/a
1,29 €/t
43 ,00 kg/t
30 €/t
Feuerfest-Material
0,6%
35.000 €/a
1,00 €/t
1 ,00 kg/t
1000 €/t
Betriebsmittel Gasreinigung
3,0%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Verbrauch je t Abfall
Preis
Ammoniakwasser 25%
0,50%
27.073 €/a
0,77 €/t
2 ,21 kg/t
350 €/t
Kalkhydrat,
2,44%
132.070 €/a
3,77 €/t
29 ,48 kg/t
128 €/t
Aktivkoks HOK
0,10%
5.670 €/a
0,16 €/t
0 ,36 kg/t
450 €/t
Reststoffe
5,2%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Anfall je t Abfall
Preis
Reststoffe aus Gasreinigung
5,2%
281.652 €/a
8,05 €/t
67 ,06 kg/t
120 €/t
Energiebedarf
4,1%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
je t Abfall
Preis
Elektroenergiebedarf reRe
4,1%
220.500 €/a
6,30 €/t
90,00 kWh/t
70 €/MWh
Wartung
9,4%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Bezugsgröße
Prozentsatz
Anlage
8,9%
484.168 €/a
13,83 €/t
12.104.199 €
4,00%
Bau/Nebenanlagen
0,4%
24.208 €/a
0,69 €/t
2.420.840 €
1,0%
Personalkosten
13,9%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Kosten/MA im a
Mitarbeiter
Personal
13,3%
720.000 €/a
20,57 €/t
72.000 €/a
10,0
Verwaltung
0,7%
36.000 €/a
1,03 €/t
72.000 €/a
0,5
Sonstige Kosten
3,3%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Bezugsgröße
Prozentsatz
Versicherungen/Abgaben
3,3%
181.563 €/a
5,19 €/t
12.104.199 €
1,5%
Aufbereitung
5,2%
jährliche Kosten
Kosten je t Abfall
Betriebskosten Aufbereitung
5,2%
280.000 €/a
8,00 €/t
Betriebskosten gesamt
71,7%
3.886.833 €/a
111,05 €/t
Investitionen
Invest in €/Jato TS
Laufzeit
Prozentsatz
Investitionenskosten gesamt
17.306.237 €
494,46 €/t
Kapitalkosten
jährliche Kosten
Kosten je t KS TS
Zinssatz
(ermittelt als Annuität)
28,3%
1.536.146 €/a
43,89 €/t
180 Monate
4,00%
Gesamtkosten Zyklon-Reaktor
100,0%
5.422.979 €/a
154,94 €/t
Gesamtkosten Trocknung
2.275.000 €/a
130,00 €/t
Gesamtkosten
7.697.979 €/a
219,94 €/t
Erlöse aus Klärschlamm
jährliche Erlöse
Erlöse je t TS
entwässerter Klärschlamm
100,0%
7.700.000 €/a
220 €/t
Erlöse Abfallannahme gesamt
100,0%
7.700.000 €/a
Erlöse aus Produktverkauf
jährliche Erlöse
Erlöse je t Abfall
spez. Erlös
je t Abfall
granulierte Schlacke
0,0%
0 €/a
0,00 €/t
0,00 €/t
311 ,85 kg/t
Schlacke bezogen auf P
2
O
5
0,0%
0 €/a
0,00 €/t
0,00 €/t P2O5
84 ,60 kg/t
Feuerungsleistung
0,0%
0 €/a
0,00 €/t
0,00 €/MWh
Eisenlegierung (FeP)
0,0%
0 €/a
0,00 €/t
0,00 €/t
56 ,75 kg/t
Erlöse Produktverkauf gesamt
0,0%
0 €/a
0,00 €/t
0,00 €/t TS
Erlöse gesamt
100,0%
7.700.000 €/a
220,00 €/t TS
Anteile
€/ t TS
TS
KS-Einsatz
getrockneter Klärschlamm
92,00% TS
50,0%
17.500 t TS/a
19.022 t/a mit 92%TS
entwässerter Klärschlamm
25,00% TS
50,0%
220,00 €/t
17.500 t TS/a
70.000 t/a mit 25%TS
55,00 €/t 25% TS
220,00 €/t TS
7.700.000 €/a
130,00 €/t TS
2.275.000 €/a
mittlere Abfallparameter
Produkte
Annahme entwässerter Klärschlamm
Kosten Trocknung
Kalkulation der Entsorgungsgebühren für entwässerten Klärschlamm 25% TS bzw. getrockneten Klärschlamm 92% TS
Metallurgisches
Phosphatrecycling
aus Klärschlamm

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Metallurgische Phosphatgewinnung
aus Klärschlamm
Ingitec Engineering GmbH
15
14. Ein Geschäftsmodell zur Phosphatgewinnung mit dem Zyklon-Reaktor
NuReSol AG
Technologiefirma
am Standort
Lauta
Technologie-
zentrum
Betrieb durch
NuReSol AG
am Standort Lauta
- Know How
- Schutzrechte
- Engineering
-Technologie
- Entwicklung
Ingitec
Vermarktung
der Lösungen
für das
Recycling von
Nährstoffen
- Anlagenbau
- Engineering
- Service
Kunden-
lösung 1
Kunden-
lösung 2
Kunden-
lösung 3
Kunden-
lösung 4
Realisierung
von Kunden-
aufträgen
Anlagenbau
NuReSol AG
52% (?) der Anteile an die
Gründer (KET-Projektpartner)
LAV
STEAG
Ingitec
Anstatt
24% (?) der Anteile an
Investoren Kapitalbeteiligung
24% (?) für
weitereTechnologiegeber
- Know How
- Fertigung
- Anlagenbau
-Vertrieb
Anstatt
- Know How
- Klärschlamminput
- Trocknung
LAV Markranstädt
- Know How
- Grundstück
- Abnahme Rohgas
- Standort für erste
Großanlage
STEAG
Aufträge
intern
Aufträge
extern
Ergebnis-
verwertung
Dividende
Lizenz-
gegühren
- Auftragsfinanzierung
- Finanzierung
Geschäftserweiterung
Investoren
Nu
triens
Re
cycling
Sol
utions
NuReSol AG
Lösungen für das Recycling von Nährstoffen
Geschäfts-
erweiterung
Pilotprojekt "Metallurgisches Phosphat-Recycling mit dem Zyklon-Reaktor" wird als Kooperationsprojekt realisiert
(Förderprogramm KET der SAB)
Vermarktung
Pilotlinie

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Metallurgische Phosphatgewinnung
aus Klärschlamm
Ingitec Engineering GmbH
16
15. Zusammenfassung
-
Das Metallurgisches Recycling als ältestes Recycling der Welt bietet die
Möglichkeit Abfallstoffgemische in eine Schlacken- eine Metall- und eine
Gasphase zu trennen.
- Vorbild für das metallurgische Recycling von Phosphat ist das Thomasmehl –
die Schlacke der Thomasstahlherstellung.
- Alle Metallurgische Verfahren befinden sich noch im Entwicklungsstadium.
- Um aus Abfall (Klärschlamm) ein markfähiges Produkt zu erzeugen ist neben
einem effektiven Verfahren (z.B. Zyklon-Reaktor) ein komplexes Anlagen- und
Vermarktungskonzept unter Berücksichtigung der gesetzlichen
Rahmenbedingungen erforderlich.
- Die Registrierung des Schlackengranulats als neues Produkt nach der REACH-
Verordnung eröffnet die Möglichkeit neben kommunalem Klärschlamm weitere
P-haltige Abfälle zu verwerten. Dadurch gelingt der Übergang vom
Phosphatrecycling zur Phosphatgewinnung.
- Eine künftige Möglichkeit zur Realisierung der CO
2
-Neutralität des Verfahrens
bietet sich durch die Vermarktung der gemahlenen Schlacke als Bestandteil
eines düngewirksamen Bodensubstrats nach dem Terra-Preta-Prinzip.

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Metallurgische Phosphatgewinnung
aus Klärschlamm
Ingitec Engineering GmbH
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Metallurgische Phosphatgewinnung
aus Abfall (Klärschlamm) eine
Schlüsseltechnologie ?
Danke für Ihre Aufmerksamkeit